[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Türrahmen, bestehend aus einer mit dem Mauerwerk
zu verbindenden Metallschiene und einer Verkleidung aus Holz oder holzähnlichen, nicht-metallenen
Werkstoffen, bei welchem die Verkleidung wenigstens einen Teil der vom Mauerwerk abgewandten
Außenseite der Metallschiene überdeckt und dazu wenigstens ein Laibungsfutter und
eine Wandbekleidung aufweist,
wobei die Metallschiene im Querschnitt ein Profilstrang mit L-förmiger Grundkonfiguration
ist, bei dem der eine L-Schenkel ein Laibungsshenkel ist, welcher das Laibungsfutter
trägt und mit dem Mauerwerk verbunden ist, und der andere L-Schenkel ein Wandschenkel
ist, der eine Wandbekleidung trägt.
[0002] Aus der CH-PS 525 373 ist eine Tür mit einem in der Wandöffnung zu befestigenden
Rahmen bekannt, der eine Profilschiene besitzt, die zur Befestigung des Rahmens an
der Wand ausgestaltet ist und einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt besitzt.
Der die beiden Schenkel des U's der Profilschiene verbindende Steg liegt mindestens
teilweise am Türrahmen an und ist fest mit diesem verbunden, während die beiden Schenkel
in die Wandöffnung ragen. Ein Schenkel des U's ist mit dem Mauerwerk verbunden. Die
Profilschiene ist eine Metallschiene und umfaßt auch eine L-Konfiguration der eingangs
genannten Art. Nachteilig bei der bekannten Metallschiene ist, daß sie sehr kompliziert
im Querschnitt ist, so daß sie nur als Kunststoff-oder Aluminium-Profil hergestellt
werden kann und zum anderen es nicht erlaubt, eine unkomplizierte Verbindung zur Wandbekleidung
hin herzustellen. Der Wandschenkel liegt flach auf der Wandbekleidung auf und muß
mit mehreren Schraubverbindungen aufgeschraubt werden.
[0003] Bekannt ist auch aus der EP 01 25 445 bzw. dem die E-G-83 11 697 ein Türrahmen aus
einer holzverkleideten Metallzarge. Die Metallzarge ist aus fertigungstechnischen
Gründen zweiteilig aufgebaut und zwar aus einem mehrfach abgewinkelten Basisprofil,
das zwei zueinander rechtwinkelig angeordnete Wandschenkel aufweist und mit einem
Teil über die die Befestigung der Zarge am Mauerwerk erfolgt. Mit dem Basisprofil
ist ein ebenfalls mehrfach gebogenes Halteprofil verbunden. Parallel und im Abstand
zum Wandschenkel verläuft ein Befestigungssteg des Halteprofilteils, der in einer
auf der zum Türblatt gerichteten schmalen Seitenfläche des Laibungsschenkels eingebrachten
Nut eingreift und so für eine feste Verbindung des Laibungsschenkels zur Metallzarge
sorgt. Zwischen dem einen Wandschenkel des Basisprofils und dem abgewinkelten Schenkel
des Halteprofils wird der Wandschenkel der Türverkleidung gehalten.
[0004] In der DE-OS 29 24 587 wird ebenfalls eine Türzarge beschrieben, die die Umkleidungsmittel
durch an der Zarge oder dem Futter zu befestigenden Profilstücke hält. Ein Profilstück
weist zwei im rechten Winkel zueinander stehende Schenkel auf, die senkrecht zu ihm
angebrachte Stege trägt, deren Enden in vorspringende Einschubwinkel auslaufen. In
seiner Ecke weist das Profilstück zusätzlich ein Krastenstück auf.
[0005] Nachteilig an beiden Lösungen ist ihr komplizierter Aufbau aus vielfach abgewinkelten
Teilen.
[0006] Es stellt sich demnach die Aufgabe, einen Türrahmen anzugeben, der ausgehend von
einer einfach structurierten Metallschiene eine hohe Festigkeit und Belastbarkeit
aufweist und eine Anbringung und Aufhängung der wesentlichen Gewichts- und Drehmoment-Komponenten
in optimaler Weise erlaubt, wobei grundsätzlich die Form der Metallschiene es möglich
machen soll, sie als Stahlprofil herzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst bei einem Türrahmen der eingangs genannten Art, bestehend
aus einer mit dem Mauerwerk zu verbindenden, im Querschnitt eine L-förmige Grundkonfiguration
aufweisende Metallschiene und einer Verkleidung, in dem die L-förmige Grundkonfiguration
gradlinig zu einem T-Profilquerschnitt erweitert ist, bei dem
- die eine Hälfte (Wandhälfte) des T-Balkens mit der Wandbekleidung verbunden ist und
dieses türblattseitig begrenzt,
- und die andere Hälfte (Laibungshälfte) des T-Balkens mit dem Laibungsfutter verbunden
ist und außerdem auf der Innenseite wenigstens eine perforierte Wandstrebe trägt,
in die übliche Befestigungsmittel, wie Schrauben, einsetzbar sind.
[0008] Gemäß den vorgenannten Merkmalen der Erfindung ist im wesentlichen ein T-förmiges
Profil beschrieben, dessen Wandhälfte und T-Fuß fest das WAndfutter umschließt und
zusätzlich, wie an sich bekannt, auch die Drehbeschläge (Bänder) aufnimmt, die die
Tür tragen, ohne daß das Futter tragende Aufgaben mitübernehmen muß. Die Metallschiene
wird vorzugsweise einstückig aus Stahl herzustellen sein; es ist jedoch auch möglich,
die Metallschiene zweistückig herzustellen, wobei sie aus einer Flachlasche besteht,
die im wesentlichen den T-Balken darstellt und aus einer mit der Flachlasche verbundenen
Winkelschiene, die den Fuß des T's ergibt.
[0009] Weitere Merkmale der Unteransprüche werden in der nachfolgenden Beschreibung anhand
der Zeichnung erläutert.
[0010] Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen Türaufbau mit einem Rahmen gemäß Neuerung;
- Figur 2
- eine andere Ausführungsform eines Rahmens in Querschnittsdarstellung ähnlich der
rechten Hälfte der Figur 1.
[0011] Figur 1 zeigt im Querschnitt eine Türanlage, bei der eine Tür 1 in einem Türrahmen
2 schwenkbar gehalten ist. Der Türrahmen 2 ist im Schnitt dargestellt, wobei der Schnitt
in Höhe knapp oberhalb eines zu einem Türschloß gehörenden Schnäppers 3 gelegt ist.
Betrachtet sei zunächst die aus der rechten Figuren-Hälfte erkennbare Türrahmen-Konstruktion.
[0012] Der Türrahmen 2 weist eine Metallschiene 4 auf, die aus einem in etwa T-förmigen
Stahlprofil besteht, bei dem der T-Balken 5 in eine Wandhälfte 5a und eine Laibungshälfte
5b aufgeteilt werden kann. Der Fuß 6 des T's ist einstükkig mit dem T-Balken 5 verbunden,
wobei eine unsymmetrische Konfiguration mit längerer Laibungshälfte 5b und kürzerer
Wandhälfte 5a gegeben ist. Das Längenverhältnis von Wandhälfte 5a zu Laibungshälfte
5b beträgt etwa 1:2.
[0013] Über wenigstens eine, üblicherweise jedoch mehrere und über die Höhe bzw. Breite
(im Sturz) verteilte Wandstreben 7 ist die Metallschiene 4 mit einem Mauerwerk 8 verbunden,
und zwar über mehrere, eingedübelte Schrauben 9, die in Perforationen 10 eingelassen
sind. Die Wandstreben 7 haben, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, eine

-Form, wobei die obere, flache Abwinklung 7' mit der Metallschiene 4 durch Kleben,
Verschrauben oder Schweißen verbunden ist. Die Wandstreben 7 haben etwa eine Breite
von ca. 15 cm und sind aus Blech gefalzt.
[0014] Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Türrahmens 2 ist eine Verkleidung 15, die
aus Holz oder anderen dekorativen, nicht-metallenen Werkstoffen gefertigt ist. Die
Verkleidung 15 überdeckt wenigstens einen Teil der vom Mauerwerk 8 abgewandten Außenseiten
der Metallschiene 4. Die Verkleidung besteht aus einem Laibungsfutter 16 und zwei
dem Laibungsfutter 16 seitlich zugeordneten und senkrecht dazu stehenden Wandbekleidungen
17 und 18. Die Teile 16 bis 18 der Verkleidung 15 haben im wesentlichen keinerlei
tragende Funktion.
[0015] Das Mauerwerk 8 ist verputzt (Putz 30), wobei möglicherweise nach dem Anbringen der
Wandstreben 7 und der anderen Teile des Türrahmens die zwischen Putz, Mauerwerk und
Rückseite der Verkleidung liegenden Teile durch einen Kunststoffschaum 19 verschäumt
oder durch Mineralwolle ausgestopft werden. In diesen Schaum 19 sind später auch die
Wandstreben 7 eingebettet. Das Laibungsfutter 16 liegt demnach durch eine Schaumschicht
getrennt vom Mauerwerk 8. Das Laibungsfutter 16 wird getragen durch den in eine Nut
20 hineinragenden Laibungsschenkel 5b, der im Kontaktbereich mit dem Material des
Laibungsfutter 16 dort mit hochwirksamen Klebern, z. B. Polyurethan-Klebern, verklebt
ist. Weiterhin ist in den Seitenbereich des Laibungsfutters 16 noch eine weitere Nut
21 eingefräßt, in die eine Gummi-Dichtlippe 22 eingesetzt ist, gegen die die Tür 1
anschlägt.
[0016] Das Wandbekleidung 18 ist mit dem Laibungsfutter 16 über eine übliche Feder 23 verbunden.
Bei dem im Türblattbereich befindenden weiteren Wandbekleidung 17 ist jedoch eine
völlig andere Verbindungsart gewählt. Das Laibungsfutter 16 überdeckt nicht ganz die
Laibungsfläche der Türöffnung. Wie erkennbar, setzt sich in den Raum, der zwischen
Laibungsfutter 16 und Wandbekleidung 17 offen liegt, die Metallschiene 4 fort, und
zwar sichtbar mit der Aussenseite des T-Balkens 5. Dabei bildet die Wandhälfte 5a
eine türblattseitige Begrenzung der Wandbekleidung 17; im Bereich der gegebenen Kontaktfläche
24 besteht eine Verklebung oder gegebenenfalls andere Verbindungsart zwischen den
Teilen 5 und 17. Außerdem verbindet die Metallschiene 4 damit das Laibungsfutter 16
mit der Wandbekleidung 17.
[0017] Der T-Fuß 6 der Metallschiene 4 bildet, in eine Aussparung 25 der Wandbekleidung
17 eingebettet, eine Anlage für die zum Mauerwerk 5 gerichtete Innenseite der Wandbekleidung
17. Mit dem T-Fuß 6 verbunden ist ferner eine Einsteck- und Gewindehülse 26 für den
Fuß eines Türbandes 27, wobei der T-Fuß 6 an kompatibler Stelle hier eine Durchbohrung
28 aufweist. Anstelle der Verbindung des Türbandes 27 über die Gewindehülse 26 zum
T-Fuß 6 können natürlich auch andere Verbindungselemente, wie z.B. Klemmelemente gewählt
werden. Damit ist die Tür 1 mit dem T-Fuß der Metallschiene 4 verbunden, so daß diese
das Gewicht und das Drehmoment der in dem Türband 27 hängenden Tür 1 ohne weiteres
aufnehmen kann.
[0018] Auf der linken Bildhälfte ist die entsprechende Verkleidung der anderen Laibungshälfte
zu erkennen. Hier ist im wesentlichen derselbe Ausbau von tragender Metallschiene
4 und Verkleidung 15 gewählt worden, so daß keine weiteren Erläuterungen vorzusehen
sind. Hinzuweisen ist auf eine Ausfräsung 29, die im Bereich des Türschlosses zur
Aufnahme des Schnäppers 3 und des Riegels (nicht dargestellt) vorzusehen sind. Durch
den direkten Eingriff der Türverriegelungselemente (u. a. 3) ist eine sicherheitsfeste
Türverriegelung gegeben, wenn Schnäpper 3 und Riegel in entsprechende Ausfräsungen
einrasten. Die Teile sind in direktem Kontakt mit der Metallschiene 4 und nicht nur
über einfache, aufgeschraubte Bleche verbunden.
[0019] Figur 2 zeigt einen ähnlichen Aufbau wie die rechte Bildhälfte der Figur 1. Wie erkennbar,
ist die Metallschiene, hier bezeichnet mit der Bezugszahl 40, aus zwei Teilen gebildet,
nämlich aus einer Flachlasche 41 und aus einer mit der Flachlasche 41 verbundenen
Winkelschiene 42, wobei sich doch im wesentlichen eine ähnliche T-Konfiguration ergibt,
wie in der Figur 1. Sowohl die Flachlasche 41 als auch die Winkelschiene 42 bestehen
aus hochfestem Stahlprofil, die durch Verkleben, Verschrauben oder Verschweißen zu
der in Figur 2 dargestellten Profil-Konfiguration verbunden sind. Wie wieterhin erkennbar
ist, ist in unmittelbarer Nachbarschaft des in die Nut 20 ragenden Teils der Flachlasche
41 eine Nut-Erweiterung 43 vorgesehen, in die ein Gummiprofil 44 eingedrückt ist.
Das Gummiprofil 43 dient ähnlich wie die Gummi-Dichtlippe 22 als Abdichtung gegen
die Tür 1. Im übrigen ist der Aufbau ähnlich wie der gemäß Figur 1, so daß auf eine
weitere Erläuterung verzichtet werden kann.
[0020] Der Türrahmen ist vorzugsweise als fertiger Rechteck-Rahmen gefertigt, wobei die
Montage sich im wesentlichen nach der in der EP-B 0 125 445 dargestellten Montageanleitung
richtet.
1. Türrahmen, bestehend aus einer mit dem Mauerwerk zu verbindenden Metallschiene und
einer Verkleidung aus Holz oder holzähnlichen, nicht-metallenen Werkstoffen, bei welchem
die Verkleidung wenigstens einen Teil der vom Mauerwerk abgewandten Außenseite der
Metallschiene überdeckt und dazu wenigstens ein Laibungsfutter und eine Wandbekleidung
aufweist,
wobei die Metallschiene im Querschnitt ein Profilstrang mit L-förmiger Grundkonfiguration
ist, bei dem der eine L-Schenkel ein Laibungsschenkel ist, welcher das Laibungsfutter
trägt und mit dem Mauerwerk verbunden ist,
und der andere L-Schenkel ein Wandschenkel ist, der eine Wandbekleidung trägt,
dadurch gekennzeichnet, daß die L-förmige Grundkonfiguration der Metallschiene (4;
40) gradlinig zu einem T-Profilquerschnitt erweitert ist, bei dem
- die eine Hälfte (Wandhälfte 5a) des T-Balkens (5) mit der Wandbekleidung (17) verbunden
ist und dieses türblattseitig begrenzt,
- und die andere Hälfte (Laibungshälfte 5b) des T-Balkens (5) mit dem Laibungsfutter
(16) verbunden ist und außerdem auf der Innenseite wenigstens eine perforierte Wandstrebe
(7) trägt, in die übliche Befestigungsmittel, wie Schrauben (9), einsetzbar sind.
2. Türrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschiene (4) gegebenenfalls
durch die Verschweißung zweier Flacheisen einstückig ist und vorzugsweise aus Stahl
besteht.
3. Türrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschiene (40) aus
einer Flachlasche (41), die im wesentlichen den T-Balken darstellt und aus einer mit
der Flachlasche (40) verbundenen Winkelschiene (42), die den Fuß des T's ergibt, besteht.
4. Türrahmen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Längenverhältnis
von Wandhälfte (5a) zur Laibungshälfte (5b) etwa 1 : 2 beträgt.
5. Türrahmen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der T-Fuß (6) und der
Laibungsschenkel (5b) der Metallschiene (4) im wesentlichen gleichlang sind.
6. Türrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
mit dem Laibungsfutter (16) verbundene Hälfte (5b) des T-Balkens (5) in die Nut (20)
des Laibungsfutters (16) ragt.
7. Türrahmen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Eintrittsbereich der Hälfte
(5b) des T-Balkens (5) eine Nut-Erweiterung (43) in dem Laibungsfutter (16) vorgesehen
ist, in die ein Gummiprofil (44) eingedrückt ist.
8. Türrahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung des Türbandes (27) mit dem Fuß des T's (6) zum Beispiels über eine Einsteck-
und Gewindehülse (26) die an kompatibler Stell zur Hülse (26) eine Durchbohrung (28)
aufweist, oder über Klemmelemente hergestellt ist.
9. Türrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstreben (7) eine

-Form aufweisen und mit ihrem oberen Ende (7') im Bereich des Winkels zwischen Fuß
und Balken des T's an der Metallschiene (4) befestigt sind.