[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum wahlweisen Verstellen der Höhe und/oder
Neigung einer Tischplatte oder dergleichen unter Verwendung von vorderen und hinteren
Lenkern, die zwischen dieser und einem Traggestell angeordnet sind, das insbesondere
auf einer Quertraverse (z.B. einem Kabelkanal) eines Tischgestells befestigbar ist.
[0002] Es sind die verschiedensten Lösungen zur Höhenverstellung einer Tischplatte gegenüber
einem Tischgestell bekannt; meist sind die entsprechenden Einrichtungen in Seitenteilen
des Tischgestells angeordnet. Darüber hinaus ist es bereits bekannt, die Neigung einer
Tischplatte durch entsprechende Einrichtungen zum einseitigen Anheben der Tischplatte
in Stufen oder stufenlos zu verstellen. Doch alle diese bekannten Lösungen sind verhältnismäßig
aufwendig und kompliziert, und vor allem lassen sie sich nur von vorn herein in eine
entsprechende Tischkonstruktion mitintegrieren, aber nicht nachrüsten.
[0003] Aus der DE-A-41 12 223 ist ein Verstellmechanismus bekannt, bei dem zwischen einem
Traggestell und einer Tischplatte pro Seite zwei entgegengesetzt zueinander geneigte
Lenker vorgesehen sind. Diese Lenker sind durch Stützlaschen abgestützt, und der obere
Anlenkpunkt des einen Lenkers ist an einer U-Profilleiste der Tischplatte schwenkbar
gelagert, während der andere Anlenkpunkt in einem waagerechten Langloch der U-Profilleiste
der Tischplatte geführt ist. Die unteren Anlenkpunkte der Lenker sind mit einem Schneckenritzel
verbunden, das mittels unterer oder oberer Spindeln verstellt wird. Die Führung der
Achsen der Schneckenritzel erfolgt in Langlöchern des Gestells. Soll nun die Höhe
der Tischplatte verstellt werden, so werden die Achsen bzw. Schneckenritzel auf beiden
Seiten um gleiche Beträge in entgegengesetzter Richtung verschoben, wodurch die Anlenkpunkte
angehoben oder abgesenkt werden. Ein Kippen der Tischplatte erfolgt dadurch, daß nur
eines, nämlich das rechte Schneckenritzel verschoben wird. Die gleichzeitige Betätigung
der Schneckenritzel erfolgt mittels der unteren Spindeln (rechts und links), die miteinander
gekuppelt sind, während das rechte Schneckenritzel allein verschoben wird, da die
rechte obere Spindel nicht mit der linken oberen Spindel gekuppelt ist. Dieser bekannte
Mechanismus ist verhältnismäßig kompliziert aufgebaut und neigt wegen der mehrfachen
Schiebeführungen zur Schwergängigkeit und Blockierung.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Verstellen
der Höhe und/oder Neigung einer Tischplatte oder dergleichen gegenüber einem Traggestell
vorzuschlagen, die sich durch eine einfache robuste Konstruktion auszeichnet sowie
auch nachträglich ohne Eingriff in den Aufbau eines Tischgestells nachrüsten läßt.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß zwischen
der Tischplatte oder dergleichen und dem Traggestell in seitlichem Abstand voneinander
Parallelogrammlenkerführungen vorgesehen sind, deren Lenkerarme einerseits vorn und
hinten im Abstand voneinander am Traggestell und andererseits vorn und hinten im Abstand
voneinander an der Tischplatte angelenkt sind und bei waagerechter Stellung der Tischplatte
parallel zueinander verlaufen, daß zur Höhenverstellung die Parallelogramme ohne Änderung
der Abstände zwischen vorn und hinten durch eine Verstelleinrichtung zusammengefaltet
werden und daß zur Neigungsverstellung jeweils nur die vorderen oder hinteren Anlenkpunkte
der Lenkerarme zur Verformung der Parallelogramme durch die Verstelleinrichtung nach
vorn oder hinten verschoben werden.
[0006] Diese Lösung hat den Vorteil, daß sowohl eine Höhenverstellung als auch eine Neigungsverstellung,
und zwar eine positive Neigung und/oder eine negative Neigung möglich ist, wobei bei
vereinfachten Ausführungen auch einzelne Verstellarten fortgelassen werden können.
Vor allem läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung nachträglich auf vorhandenen
Tischgestellen befestigen, ohne daß das Tischgestell geändert oder besonders angepaßt
werden muß. Insbesondere läßt sich die Vorrichtung zum Verstellen sowohl auf als auch
unter einer Quertraverse eines Tischgestells, z.B. einem Kabelkanal, montieren.
[0007] Eine konkrete, vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte der Lenkerarme am Traggestell festliegen,
während zur Höhenverstellung die vorderen und hinteren Anlenkpunkte der Lenkerarme
an der Tischplatte bei gleichbleibendem Abstand voneinander nach vorn oder hinten
verschoben werden, zur Neigungsverstellung entweder die vorderen oder die hinteren
Anlenkpunkte an der Tischplatte bei sich veränderndem Abstand voneinander nach vorn
oder hinten verschoben werden, und daß die Position der Tischplatte gegenüber dem
Traggestell in der waagerechten Ebene durch Längslenker zwischen dem hinteren Bereich
des Traggestells und dem vorderen Bereich der Tischplatte (oder umgekehrt) etwa unverändert
gehalten wird. Bei dieser Lösung ist nicht nur die Bedienung sehr einfach, sondern
die Position der Tischplatte gegenüber dem Traggestell verändert sich in der waagerechten
Ebene kaum, wenn der von den Längslenkern bei der Höhen- und Neigungsverstellung beschriebene
Kreisbogen groß gegenüber dem Verstellungsweg ist.
[0008] Es ist jedoch auch möglich, zwischen den vorderen Anlenkpunkten der Lenkerarme an
der Tischplatte und den hinteren Anlenkpunkten am Traggestell (oder umgekehrt) Diagonallenker
anzuordnen, deren Länge zum Verformen der Parallelogrammführungen und damit zur Höhenverstellung
veränderbar ist. Bei dieser Lösung ergibt sich eine etwas größere Bewegung der Tischplatte
in der waagerechten Ebene, die jedoch in vielen Fällen tolerierbar ist.
[0009] Die Verstelleinrichtung erfolgt vorzugsweise durch in Muttern laufende Gewindespindeln,
wobei entweder die Anlenkpunkte der Lenkerarme oder die Länge der Diagonallenker (bei
der Alternativlösung) verstellt werden. In einem solchen Fall ist bei der erstgenannten
Lösung die Ausbildung derart, daß die in den Muttern der vorderen und hinteren Anlenkpunkte
der Lenker angeordneten Gewindespindeln über Kupplungen wahlweise mit einer Verstellwelle,
insbesondere einer manuell betätigbaren Verstellkurbel, kuppelbar sind.
[0010] Die Kupplung kann zweckmäßigerweise dadurch erfolgen, daß in den als Hohlwellen ausgebildeten
Gewindespindeln die Verstellwelle verschiebbar angeordnet und durch Abschnitte verdrehsicheren
Profils (z.B. Sechseckprofils) wahlweise mit den Gewindespindeln kuppelbar ist. Dies
erfolgt z.B. in der Weise, daß in einer vorderen Raststellung die Verstellwelle nur
mit der Gewindespindel des vorderen Anlenkpunktes (Positivneigung), in einer hinteren
Raststellung nur mit der Gewindespindel des hinteren Anlenkpunktes (Negativneigung)
und einer mittleren Raststellung mit beiden Gewindespindeln (Höhenverstellung) gekuppelt
ist.
[0011] Die Aufhängung der Tischplatte gegenüber dem Traggestell erfolgt in einfacher Weise
insbesondere dadurch, daß die einander entsprechenden Lenkerarme der in seitlichem
Abstand voneinander angeordneten Parallelogrammlenkerführungen durch Verbindungswellen
im Bereich der festliegenden Anlenkpunkte miteinander verbunden sind und gemeinsam
durch die Verstelleinrichtung betätigt werden. Die Anlenkpunkte der Lenkerarme werden
in diesem Fall zweckmäßigerweise zu beiden Seiten der Tischplatte durch Linearführungen
parallel zu der Tischplatte geführt. Diese Linearführungen weisen vorzugsweise mit
einer Bohrung versehene Gleitstücke auf, die auf Gleitstangen geführt sind.
[0012] Eine einfache Lösung zur Ankopplung der Verstellbewegung der Verstelleinrichtung
ist dadurch möglich, daß auf einer Seite der Vorrichtung die Gleitstücke mit einem
danebenliegenden Innengewinde versehen sind, in das die jeweils zugeordnete Gewindespindel
mit ihrem Außengewinde eingreift. Eine mehr geschlossene Bauart, die gleichzeitig
zu einer Reduzierung von etwaigen Verkantungskräften der Linearführungen führt, ist
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite der Vorrichtung innerhalb der Gleitstücke
und der Gleitstangen Muttern vorgesehen sind, in deren Innengewinde die zugeordnete
Gewindespindel mit ihrem Außengewinde eingreift. Es ist jedoch auch möglich, die Versteileinrichtung
nicht über die Lenkerarme bzw. die Gleitstücke einwirken zu lassen, sondern direkt,
z.B. über einen Zahnradantrieb mit großer Übersetzung direkt auf die Verbindungswellen
der Lenkerarme einwirken zu lassen.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0014] Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung durch die im Umriß angedeutete
Tischplatte hindurch, wobei der Ausschnitt nach Fig. la ein Detail zeigt;
- Fig. 2
- einen Schnitt II-II durch die Vorrichtung nach Fig. 1, also von der Seite gesehen;
- Fig. 3a-3d
- verschiedene Verstellphasen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ähnlich der Darstellung
nach Fig. 2;
- Fig. 4
- einen Schnitt IV-IV durch die Vorrichtung nach Fig. 1 mit Details der Verstelleinrichtung;
- Fig. 4a-4c
- in vergrößertem Maßstab drei verschiedene Kupplungsstellungen der Verstelleinrichtung,
wie sie in Fig. 4 gezeigt ist; und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Alternativlösung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Fig.
1, wobei der Ausschnitt nach Fig. 5a ein Detail zeigt.
[0015] Wie insbesondere aus der ersten Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 hervorgeht,
ist ein Traggestell 12 der Vorrichtung auf einer Quertraverse 31 eines Tischgestells
30 (beide gestrichelt gezeichnet) angeordnet und befestigt. Bei dieser Quertraverse
31 handelt es sich vorzugsweise um einen querverlaufenden Kabelkanal. Es ist jedoch
auch möglich die Vorrichtung mit dem Traggestell 12 unter der Quertraverse 31 zu befestigen,
wobei jedoch am Mechanismus einige Änderungen wegen des Platzbedarfes vorgenommen
werden müssen.
[0016] An dem Traggestell 12, das im wesentlichen aus zwei im Abstand voneinander angeordneten
Trägern besteht, sind mittels zweier Verbindungswellen 29 Lenkerarme 13 und 14 gelagert.
Die Lenkerarme 13, 14 sind um feste Anlenkpunkte 3, 4 schwenkbar und tragen an ihrem
freien Ende Gleitstücke 17, 18 sowie 27, 28, die auf beiderseits angeordneten Gleitstangen
19 linear geführt sind. Die Gleitstangen 19 wiederum sind zwischen zwei Querträgern
11 befestigt, auf denen eine Tischplatte 10 montiert ist.
[0017] Die Lenkerarme 13 und 14 sind an den Gleitstücken 17, 18 bzw. 27, 28 schwenkbar gelagert,
und an diesen Stellen werden verschiebbare Anlenkpunkte 1, 2 gebildet. Außerdem ist
zwischen einem Anlenkpunkt 5 im vorderen Querträger 11 und einem Anlenkpunkt 6 im
hinteren Bereich des Traggestells 12 zu beiden Seiten des Mechanismus je ein Längslenker
26 angeordnet, um die Querträger 11 und damit die Tischplatte 10 in der waagerechten
Ebene zu fixieren. Beim Verstellen des Tisches beschreibt der verhältnismäßig lange
Längslenker 26 einen verhältnismäßig großen Kreisbogen, so daß sich die Position der
Tischplatte 10 gegenüber dem Tischgestell 30 kaum verändert.
[0018] Die Anlenkpunkte 1 und 2 lassen sich gegenüber den Querträgern 11 durch Verschieben
der Gleitstücke 17, 18 sowie der über die Verbindungswellen 29 sich mitbewegenden
Gleitstücke 27, 28 verschieben, so daß unter Zusammenwirkung mit den Längslenkern
26 eine Höhen und/oder Neigungsverstellung der Tischplatte 10 gegenüber dem Traggestell
12 erfolgt. Dies soll anhand der Fig. 3a-3d erläutert werden.
[0019] Fig. 3a zeigt eine Einstellung der Tischplatte 10 auf einer mittleren Höhe ohne Neigung
gegenüber dem Traggestell 12. Mittels einer Verstelleinrichtung 20 in Form einer Verstellkurbel
23 können nun die Anlenkpunkte 1 und 2 wahlweise gegenüber den Querträgern 11 in Vorwärts-Rückwärts-Richtung
des Tisches verschoben werden.
[0020] Werden beide Anlenkpunkte 1, 2 (in der Zeichnung) nach links verschoben (siehe Fig.
3b, durchgezogene Linien), so wird das zwischen den Anlenkpunkten 1, 2, 3, 4 gebildete
Parallelogramm aufgrund der Wirkung der Längslenker 26 in eine flachere Form gebracht
und die Tischplatte 10 gegenüber dem Traggestell 12 abgesenkt. Erfolgt eine Verschiebung
beider Anlenkpunkte 1, 2 bei gleichbleibendem Abstand zwischen beiden (in der Zeichnung)
nach rechts, so wird die Tischplatte 10 angehoben (gestrichelte Stellung in Fig. 3b).
Wichtig bei dieser Höhenverstellung ist, daß der Abstand zwischen den Anlenkpunkten
1, 2 gleich dem Abstand zwischen den festen Anlenkpunkten 3, 4 bleibt, also beide
Anlenkpunkte 1, 2 synchron zueinander gegenüber den Querträgern 11 verschoben werden.
[0021] Fig. 3c zeigt nun, ausgehend von der Grundposition nach Fig. 3a, wie die Tischplatte
10 positiv (also nach vorn) geneigt wird. Hierzu wird nur der Anlenkpunkt 1 (in der
Zeichnung) nach links verschoben, während der Anlenkpunkt 2 in der Grundstellung (Fig.
3a) verbleibt. Hierdurch wird das zwischen den Anlenkpunkten 1, 2, 3 und 4 gebildete
Parallelogramm verzerrt, d.h., es ist kein Parallelogramm mehr, sondern nur noch ein
Viereck mit zwei gleichen Seiten (den Lenkern 13, 14).
[0022] Fig. 3d zeigt, ausgehend von der Grundstellung nach Fig. 3a, eine Neigungsverstellung
in die negative Richtung, d.h. eine Neigung nach hinten. Hierzu wird nur der Anlenkpunkt
2 (in der Zeichnung gesehen) nach vorn verschoben, während der Anlenkpunkt 1 unverändert
bleibt. Auch hier wird das Parallelogramm zwischen den Anlenkpunkten 1, 2, 3, 4 verzerrt.
[0023] Anhand der Fig. 4 sowie den Detaildarstellungen 4a, 4b, und 4c soll nun die Verstelleinrichtung
20 des ersten Ausführungsbeispieles beschrieben werden. Hinzugezogen wird auch noch
der Detailausschnitt nach Fig. la der Fig. 1, der den näheren Bereich um das Gleitstück
17 zeigt. Die Gleitstücke 17 und 18 auf der einen Seite des Tisches (im Gegensatz
zu den Gleitstücken 27, 28 auf der anderen Seite des Tisches) dienen nicht nur zur
Linearführung auf der Gleitstange 19, sondern sie weisen seitlich eine Innengewindebohrung
auf, in der je eine Gewindespindel 21 bzw. 22 angeordnet ist. Die Gewindespindeln
21, 22 sind gegenüber den Querträgern 11 in Axialrichtung durch Anschlagscheiben 25
fixiert, und bei ihrer Rotation verschieben sich die Gleitstücke 17, 18 in Längsrichtung
der Gewindespindeln 21, 22. Diese Bewegung wird dann über die Verbindungswelle 29
auch auf die anderen Gleitstücke 27, 28 übertragen.
[0024] Die Verstelleinrichtung 20 weist eine Verstellwelle 24 auf, die durch beide Gewindespindeln
21, 22 geführt ist. Die Verstellwelle 24 weist zwei Sechskantabschnitte 24a und 24b
auf, die in einen entsprechenden Sechskantabschnitt im Innern der Gewindespindeln
21, 22 formschlüssig eingreifen und diese zwecks Rotation mitnehmen. Selbstverständlich
kann auch jedes andere beliebige verdrehsichere Profil statt eines Sechskants benutzt
werden.
[0025] Wie nun insbesondere aus den Fig. 4a bis 4c hervorgeht, kann durch axiales Verschieben
der Verstellkurbel 23 bzw. der Verstellwelle 24 entweder der Sechskantabschnitt 24a
mit der Gewindespindel 21 oder der Sechskantabschnitt 24b mit der Gewindespindel 22
in Eingriff gebracht werden, oder bei einer Mittelstellung greifen beide Abschnitte
24a und 24b in die Gewindespindeln 21, 22 ein. Im letzteren Fall, also wenn beide
Gewindespindeln 21, 22 mit der Verstellwelle 24 gekuppelt sind (Fig. 4a), erfolgt
eine gleichzeitige Verschiebung der Gleitstücke 17 und 18, also der Anlenkpunkte 1
und 2, so daß eine Höhenverstellung erfolgt (siehe hierzu Fig. 3b).
[0026] Wird die Verstellwelle 24 jedoch (in der Zeichnung gesehen) nach links bewegt (Fig.
4b), so ist nur die Gewindespindel 21 mit der Verstellwelle 24 gekuppelt, so daß eine
Positivneigung (siehe Fig. 3c) erfolgt. Wird dagegen die Verstellwelle 24 (in der
Zeichnung gesehen) nach rechts verschoben (Fig. 4c), so erfolgt eine Negativneigung
der Tischplatte 10 (siehe hierzu Fig. 3d).
[0027] Anhand der Fig. 5 soll nun eine alternative Ausbildung im Bereich der Gleitstücke
17 bzw. 18 beschrieben werden, wozu auch insbesondere auf die Detaildarstellung nach
Fig. 5a verwiesen wird, die den Bereich des Gleitstückes 17 vergrößert zeigt. Im Gegensatz
zu der Ausführungsform nach der Fig. 1 sind die Gewindespindeln 21, 22 nicht seitlich
neben den Gleitstangen 19 angeordnet, sondern innerhalb dieser Gleitstange 19 sowie
innerhalb der Gleitstücke 17 bzw. 18. Dies hat den Vorteil, daß der Mechanismus geschlossener
und damit weniger schmutzempfindlich ausgebildet ist und darüber hinaus weniger Verkantungskräfte
bei der Übertragung der Längsbewegung von den Gewindespindeln 21, 22 auf die Gleitführungsstücke
17, 18 auftreten. Die Verstellkräfte der Gewindespindeln 21, 22 wirken also symmetrisch
auf die Lenkerarme 13, 14.
[0028] Die Gleitstücke 17, 18 sind gleich ausgebildet, und jedes besteht (siehe Fig. 5a)
aus einer Gleitbuchse 17a, die auf einer Gleitstange 19 linear geführt ist. Im Innern
der hohl ausgebildeten Gleitstange 19 ist eine Gewindemutter 17c angeordnet, die die
zugeordnete Gewindespindel 21 aufnimmt. In diese Gewindespindel 21 greift dann, wie
vorher beschrieben, ein Sechskantabschnitt 24a der Verstellwelle 24 ein. Die in der
hohl ausgebildeten Gleitstange 19 angeordnete Mutter 17c ist über Stifte 17d der Gleitbuchse
17a gehalten, wobei die Stifte 17d einen Längsschlitz (ähnlich dem Längsschlitz 18b)
in der Gleitstange 19 durchdringen. Auf diese Weise sind Gleitbuchse 17a und Mutter
17d miteinander verbunden bzw. in Längsrichtung der Gewindespindel 21 fixiert.
[0029] Auch wenn die vorliegende Erfindung anhand einer Verstelleinrichtung 20 beschrieben
ist, die als Handkurbel ausgebildet ist, so ist es selbstverständlich auch möglich,
einen elektromotorischen Antrieb mit einem Getriebemotor vorzusehen, der z.B. auf
die Verstellwelle 24 einwirkt. Es ist jedoch auch möglich, beide Gewindespindeln 21,
22 durch getrennte Getriebemotoren anzutreiben, die wahlweise ein- oder ausgeschaltet
werden. Schließlich ist es auch möglich, eine Verstellung der Anlenkpunkte 1 und 2
nicht über die Gleitstücke 17, 18 durchzufahren, sondern direkt die Verbindungswellen
29 auf geeignete Weise per Hand zu betätigen oder elektromotorisch anzutreiben.
1. Vorrichtung zum wahlweisen Verstellen der Höhe und/oder Neigung einer Tischplatte
oder dergleichen unter Verwendung von vorderen und hinteren Lenkern, die zwischen
dieser und einem Traggestell angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Tischplatte (10) oder dergleichen und dem Traggestell (12) in seitlichem
Abstand voneinander Parallelogrammlenkerführungen vorgesehen sind, deren Lenkerarme
(13, 14) einerseits vorn und hinten im Abstand voneinander am Traggestell (12) und
andererseits vorn und hinten im Abstand voneinander an der Tischplatte (10) angelenkt
sind und bei waagerechter Stellung der Tischplatte parallel zueinander verlaufen,
daß zur Höhenverstellung die Parallelogramme ohne Änderung der Abstände zwischen vorn
und hinten durch eine Verstelleinrichtung (20) zusammengefaltet werden und daß zur
Neigungsverstellung jeweils nur die vorderen oder hinteren Anlenkpunkte (1, 2) der
Lenkerarme (13, 14) zur Verformung der Parallelogramme durch die Verstelleinrichtung
(20) nach vorn oder hinten verschoben werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den vorderen Anlenkpunkten der Lenkerarme an
der Tischplatte (10) und den hinteren Anlenkpunkten am Traggestell (12) (oder umgekehrt)
Diagonallenker vorgesehen sind, deren Länge zum Verformen der Parallelogrammführungen
und damit zur Höhenverstellung veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte (3, 4) der Lenkerarme (13, 14) am Traggestell
(12) festliegen, während
a) zur Höhenverstellung die vorderen und hinteren Anlenkpunkte (1, 2) der Lenkerarme
(13, 14) an der Tischplatte (10) bei gleichbleibendem Abstand voneinander nach vorn
oder hinten verschoben werden,
b) zur Neigungsverstellung entweder die vorderen oder die hinteren Anlenkpunkte (1,
2) an der Tischplatte (10) bei sich veränderndem Abstand voneinander nach vorn oder
hinten verschoben werden, und
daß die Position dem Tischplatte (10) gegenüber dem Traggestell (12) in der waagerechten
Ebene durch Längslenker (26) zwischen dem hinteren Bereich des Traggestells (12) und
dem vorderen Bereich der Tischplatte (10) (oder umgekehrt) etwa unverändert gehalten
wird.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der Anlenkpunkte (1, 2) der Lenkerarme
(13, 14) bzw. der Länge der Diagonallenker durch in Muttern (17, 18; 17a, 18a) angeordnete
Gewindespindeln (21, 22) erfolgt.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die in den Muttern (17, 18; 17a, 18a) der vorderen und
hinteren Anlenkpunkte (1, 2) der Lenker (13, 14) angeordneten Gewindespindeln (21,
22) über Kupplungen wahlweise mit einer Verstellwelle (24), insbesondere einer manuell
betätigbaren Verstellkurbel (23), kuppelbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß in den als Hohlwellen ausgebildeten Gewindespindeln (21,
22) die Verstellwelle (24) verschiebbar angeordnet und durch Abschnitte verdrehsicheren
Profils (24a, 24b) wahlweise mit den Gewindespindeln (21, 22) kuppelbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß in einer vorderen Raststellung die Verstellwelle (24)
nur mit der Gewindespindel (21) des vorderen Anlenkpunktes (Positivneigung), in einer
hinteren Raststellung nur mit der Gewindespindel (22) des hinteren Anlenkpunktes (Negativneigung)
und in einer mittleren Raststellung mit beiden Gewindespindeln (21, 22) (Höhenverstellung)
gekuppelt ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die einander entsprechenden Lenkerarme (13, 14) der in
seitlichem Abstand voneinander angeordneten Parallelogrammlenkerführungen durch Verbindungswellen
(29) im Bereich der festliegenden Anlenkpunkte (3, 4) miteinander verbunden sind und
gemeinsam durch die Verstelleinrichtung (20) betätigt werden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte (1, 2) der Lenkerarme (13, 14) zu beiden
Seiten der Tischplatte (10) durch Linearführungen (17, 18, 19; 27, 28, 19) parallel
zu der Tischplatte (10) geführt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Linearführungen (17, 18, 19; 27, 28, 19) der Anlenkpunkte
(1, 2) der Lenkerarme (13, 14) mit einer Bohrung versehene Gleitstücke (17, 18; 27,
28) aufweisen, die auf Gleitstangen (19) geführt sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite der Vorrichtung die Gleitstücke (17, 18)
mit einem danebenliegenden Innengewinde versehen sind, in das die jeweils zugeordnete
Gewindespindel (21, 22) mit ihrem Außengewinde eingreift.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite der Vorrichtung innerhalb der Gleitstücke
(17, 18) und der Gleitstangen (19) Muttern (17c) vorgesehen sind, in deren Innengewinde
die zugeordnete Gewindespindel (21, 22) mit ihrem Außengewinde eingreift.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (17c) über durch Schlitze (17b) in der Gleitstange
(19) hineingeführte Verbindungsstifte (17d) am außenliegenden Gleitabschnitt (17a)
des Gleitstückes (17) gehaltert ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung (20) direkt auf die Verbindungswellen
(29) einwirkt.
15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Montage auf oder unter einer, insbesondere als
Kabelkanal ausgebildeten, Quertraverse (31) eines Tischgestells (30) ausgebildet ist.