[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Förderung eines Fluides gemäss dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, insbesondere eine
Kreiselpumpe, zur Förderung eines Fluides gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren.
[0002] Eine Kreiselpumpe ist eine Strömungsmaschine, bei der mit einem rotierenden Laufrad
mechanische Energie an eine Flüssigkeit übertragen wird. Die Bewegungsenergie wird
zum Teil im Laufrad, zum Teil in der nachgeschalteten Leitvorrichtung in Druckenergie
umgewandelt. Je nach Austrittsrichtung der Flüssigkeit unterscheidet man radiale,
halbaxiale und axiale Laufräder. Kreiselpumpen werden einstufig oder mehrstufig (mit
hintereinandergeschalteten Laufrädern), einflutig oder mehrflutig (mit parallelgeschalteten
Laufrädern) gebaut. Der Förderstrom kann durch Drosselung in der Druckleitung, durch
Drehzahländerung oder, bei axialen und halbaxialen Laufrädern, durch Verstellen der
Laufradschaufeln geregelt werden. Auch Vordrallregelung durch Erzeugung eines Dralles
mit einem vorgeschalteten, verstellbaren Leitrad wird bei einstufigen Kreiselpumpen
für grössere Förderströme benutzt.
[0003] Das Betriebsverhalten von Kreiselpumpen lässt sich durch Kennlinien in Funktion des
Förderstromes Q beschreiben, so zum Beispiel die Förderhöhe H als eine H(Q)-Linie.
Eine H(Q)-Linie wird als eine stabile Kennlinie bezeichnet, wenn die H(Q)-Linie in
Funktion des Förderstromes Q stetig fällt. Weist die H(Q)-Linie in ihrem Verlauf einen
positiven Gradienten auf, so wird dies als eine unstabile Kennlinie bezeichnet. Beim
Betrieb einer Pumpe mit einer unstabilen Kennlinie ist es zum Beispiel möglich, dass
ein Vollastbereich nicht erreicht wird, weil die Pumpe beim Hochfahren im unstabilen
Bereich unter Umständen nicht betrieben werden kann. Weiter kann es auf Grund einer
unstabilen Kennlinie unmöglich sein, Pumpen parallel zu betreiben. Weiter können in
einem unstabilen Bereich einer Kennlinie strömungsbedingte Pulsationen auftreten.
Komplexe Strömungsphänomene in der Kreiselpumpe sind die Ursache für eine unstabile
Kennlinie.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Förderung
eines Fluides nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, dass das
Betriebsverhalten einer Kreiselpumpe, insbesondere im Teillastbetrieb, verbessert
wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch ein Verfahren mit den in Anspruch
1 definierten Merkmalen.
[0006] Die Weiterbildungen gemäss den Unteransprüchen 2 bis 7 beziehen sich auf weitere,
vorteilhafte Verfahren.
[0007] Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einer Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8
bis 19.
[0008] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung sind darin zu sehen, dass eine Kreiselpumpe,
welche die erfindungsgemässen Merkmale umfasst eine stabile H(Q)-Linie aufweist. So
ist insbesondere im Teillastbereich ein stabiler Betrieb der Kreiselpumpe gewährleistet.
[0009] Eine Kreiselpumpe kann ein geschlossenes, ein halboffenes oder ein offenes Laufrad
aufweisen. Ein Laufrad umfasst mindestens eine Schaufel und eine Tragscheibe. Ein
geschlossenes Laufrad weist zudem eine Deckscheibe auf. Ein durch das Laufrad der
Kreiselpumpe gefördertes Fluid strömt durch die Kreiselpumpe unter Ausbildung eines
Strömungsprofiles beziehungsweise eines Geschwindigkeitsprofiles. Der Strömungsprofil
am Laufradaustritt beeinflusst stark den Druckrückgewinn im Leitapparat und somit
die gesamte Förderhöhe, dies insbesondere im Teillastbetrieb. Eine unstabile H(Q)-Kennlinie
einer Kreiselpumpe entsteht dadurch, dass sich das Geschwindigkeitsprofil bei einer
Veränderung des Förderstromes Q nicht stetig verändert, sondern plötzlich umschlägt.
Eine Veränderung des Geschwindigkeitsprofils in Abhängigkeit des Förderstromes Q kommt
dadurch zustande, dass im Bereich des Wirkungsgradmaximums der Kreiselpumpe die Strömung
im Laufrad sowie in der Leitvorrichtung weitgehend anliegt, dass im mittleren Teillastbereich
aber Strömungsablösungen im Laufrad und in der Leitvorrichtung auftreten, und dass
bei einem geschlossenen Schieber am Laufradeintritt sowie am Laufradaustritt voll
ausgebildete Rezirkulationszonen vorhanden sind.
[0010] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass das Geschwindigkeitsprofil
in Abhängigkeit des Förderstromes stetig verändert wird, das heisst, dass ein plötzliches
Umschlagen des Geschwindigkeitsprofils beim Übergang von einem Lastzustand, wie zum
Beispiel dem Wirkungsgradmaximum, auf einen anderen Lastzustand, wie zum Beispiel
einem Teillastbereich, vermieden wird. So lässt sich zum Beispiel dadurch eine stabile
Kennlinie erzielen, dass vermieden wird, dass eine Rezirkulationszone am Laufradaustritt
von der Tragscheibe zur Deckscheibe springen kann. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren
ist eine Kreiselpumpe derart auslegbar, dass sich das Geschwindigkeitsprofil in Abhängigkeit
des Förderstromes vom Auslegungsförderstrom bis zum Nullförderstrom stetig verändert.
[0011] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, dass das Geschwindigkeitsprofil
an der Laufradaustrittsöffnung derart beeinflusst wird, dass nicht gleichzeitig an
der Tragscheibe und an der Deckscheibe eine energiearme Strömungszone auftreten, was
ein instabiles Geschwindigkeitprofil zur Folge haben würde, das sich unstetig, plötzlich
und auf unkontrollierte Weise verändern könnte. Das erfindungsgemässe Verfahren bewirkt,
dass das Laufrad und/oder das Leitrad und/oder die Kreiselpumpe derart ausgestaltet
ist, dass ausserhalb des Bereichs des Wirkunggradmaximums, und insbesondere kurz vor
einer Strömungsablösung in der Leitvorrichtung an der Laufradaustrittsöffnung ein
asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil erzeugt wird, was den destabilisierenden Einfluss
von gleichzeitig an Tragscheibe und Deckscheibe auftretenden, energiearmen Zonen vermeidet.
[0012] In einer Kreiselpumpe ergeben sich eine Vielzahl von Strömungsprofilen. Das für die
vorliegende Erfindung bevorzugte Geschwindigkeitsprofil liegt zwischen einer inneren
Stromlinie und einer äusseren Stromlinie der Kreiselpumpe. Eine Kreiselpumpe weist
ein Laufrad mit ein Drehzentrum auf. Die effektive Geschwindigkeit eines Fluides in
einer Kreiselpumpe wird mit einem Geschwindigkeitsvektor dargestellt, der sich in
eine radiale Komponente des Geschwindigkeitsvektors sowie in eine tangentiale Komponente
des Geschwindigkeitsvektors zerlegen lässt. Die radiale Komponente des Geschwindigkeitsvektors
liegt in einer gemeinsamen Ebene mit dem Drehzentrum des Laufrades. Als Geschwindigkeitsprofil
eignet sich insbesondere die radiale Komponente des Geschwindigkeitsvektors, um energiearme
Strömungszonen zu erfassen. Natürlich kann auch ein Geschwindigkeitsprofil in einer
anderen Ausrichtung geeignet sein, so zum Beispiel ein Geschwindigkeitsprofil, das
den gesamten Geschwindigkeitsvektor umfasst, sowohl die radiale als auch die tangentiale
Komponente des Geschwindigkeitsvektors.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es
zeigen:
- Fig. 1
- Ein stabile sowie ein unstabile Förderkennlinie einer Kreiselpumpe;
- Fig. 2a, 2b, 2c, 2d
- Geschwindigkeitsprofile bei verschiedenen Förderströmen;
- Fig. 3
- ein radiales Laufrad mit Leitrad,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Tragscheibe eines Laufrades,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Leiteinrichtung,
- Fig. 6
- eine Anordnung einer Zwischenschaufel in einem Laufrad;
- Fig. 7
- verschiedene Ausbildungen eines Spaltes.
[0014] In Fig. 1 ist eine Kennlinie einer Kreiselpumpe, nämlich die Förderhöhe H in Funktion
des Förderstromes Q, beziehungsweise in Funktion Q/Q
BEP, als Quotient des Förderstromes Q bezüglich dem Förderstrom Q
BEP am Bestpunkt, dargestellt. Der Verlauf dieser H(Q)-Linie hängt ab vom Strömungsverlauf
eines Fluides in der Kreiselpumpe, insbesondere von einer Mehrzahl von geometrischen
Parametern, welche die Gestaltung der Kreiselpumpe betreffen. Kreiselpumpen weisen
häufig eine instabile H(Q)-Kennlinie auf, wie dies an einer zweiten Kennlinie A
i durch den Bereich A1 gekennzeichnet ist.
[0015] Dieser instabile Bereich A1 erweist sich beim Hochfahren einer Kreiselpumpe wie auch
bei einem Teillastbetrieb innerhalb des instabilen Bereiches als nachteilig aus, da
eine Kreiselpumpe nur innerhalb eines stabilen Bereiches zuverlässig betreibbar ist.
Die erste Kennlinie A
s zeigt eine H(Q)-Kennlinie mit einem stetig fallenden Verlauf, was als eine stabile
H(Q)-Kennlinie bezeichnet wird, innerhalb dessen die Kreiselpumpe zuverlässig betreibbar
ist.
[0016] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine Kreiselpumpe 10 mit einem radialen, geschlossenen
Laufrad 1, einer Welle 2, einem Druckgehäuse 16 sowie einem Leitrad 5. Das Fluid strömt
von einem Saugstutzen 3 in eine Laufradeintrittsöffnung 8, durch das Laufrad 1 hindurch,
und tritt an der Laufradaustrittsöffnung 9 über ein Leitrad 5 in den Druckstutzen
4 ein. Das geschlossene Laufrad 1 umfasst eine Tragscheibe 6, eine Deckscheibe 7 sowie
mindestens eine dazwischen angeordnete Schaufel 7a. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist ein Leitrad 5 mit Leitschaufeln dargestellt. Der Übergang zwischen der Laufradaustrittsöffnung
9 und dem Spiralgehäuse 19 beziehungsweise dem Druckstutzen 4 kann jedoch auch als
schaufelloser Ringraum ausgeführt sein.
[0017] Zwischen der Tragscheibe 6 und der Deckscheibe 7 bildet sich bei einem fliessenden
Fluid ein Strömung mit einem Geschwindigkeitsprofil 11 aus, das durch eine innere
Stromlinie d sowie eine äussere Stromlinie c begrenzt wird. In den Fig. 2a - 2d sind
verschiedene Geschwindigkeitsprofile 11, die zwischen der inneren und äusseren Stromlinie
(c,d) auftreten, in Funktion des Förderstromes Q, beziehungsweise in Funktion des
Quotienten Q/Q
BEP dargestellt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird angenommen, dass die das Geschwindigkeitsprofil
11 bestimmenden Komponenten eines Laufrades 1 beziehungsweise einer Kreiselpumpe 10
derart ausgelegt sind, dass sich im Auslegepunkt der Kreiselpumpe bzw. bei Q/Q
BEP = 1, ein ungefähr symmetrisches Geschwindigkeitsprofil ergibt, wie dies in Fig. 2d
mit dem Profil A
s dargestellt ist.
[0018] Die Fig. 2c, 2b, und 2a zeigen je ein Geschwindigkeitsprofil 11 mit einem stabilen
Profil A
s sowie mit einem instabile Profil A
i bei abnehmender Flussrate Q, wobei in Fig. 2a eine Flussrate Q/Q
BEP = 0 dargestellt ist. Das stabile Profil A
s wird in Funktion der Flussrate Q stetig verändert, indem der rückfliessende Anteil
gegen die äussere Stromlinie c hin zunimmt. Unter einem sich stetig verändernden Geschwindigkeitsprofil
wird in der vorliegenden Patentschrift ein Profil mit den Eigenschaften verstanden,
dass gewisse Bereiche des Geschwindigkeitsprofils in Abhängigkeit der Flussrate Q
nicht plötzlich die Flussrichtung ändern, wie dies zum Beispiel beim instabilen Profil
A
i in Fig. 2b und 2c gegen die äussere Stromlinie c hin zu beobachten ist, sondern dass
sich das Geschwindigkeitsprofil in Funktion der Flussrate Q ohne einen plötzlichen
Strömungsumschlag verändert, was sich im vorliegenden Beispiel derart äussert, dass
der rückfliessende Anteil des Fluides beim stabilen Profil A
s gegen die äussere Stromlinie c hin bei abnehmender Flussrate Q ständig zunimmt. Im
Gegensatz dazu zeigt das instabile Profil Ai, welches das Strömungsverhalten bekannter
Kreiselpumpen darstellt, ausgehend von Fig.2d bis Fig. 2a ein unstetes, springendes
Verhalten. Das instabile Profil Ai gemäss Fig. 2c weist an beiden Stromlinien c, d
eine rückfliessende Strömung auf, wobei das instabile Profil Ai sich bei einer weiteren
Reduktion der Flussrate Q/Q
BEB = 0.25, gemäss Fig. 2b, derart verändert, dass keine rückfliessende Strömung mehr
auftritt. Bei einer weiteren Reduktion der Flussrate Q/Q
BEP = 0 steigt die Strömung an der äusseren Stromlinie c kräftig an, wogegen an der inneren
Stromlinie d eine ausgeprägte Rückströmung auftritt. Dieser Strömungsumschlag des
instabilen Profils A
i ist der Grund für eine instabile H(Q)-Linie, wie dies in Fig. 1 mit A
i dargestellt ist.
[0019] Die das Geschwindigkeitsprofil 11 des Förderstromes Q bestimmenden Komponenten der
Kreiselpumpe 10 sind erfindungsgemäss derart ausgestaltet, dass sich das Geschwindigkeitsprofil
11, wie mit den stabilen Profilen As dargestellt, bei einer Veränderung der Flussrate
Q stetig verändert. Nebst der Ausgestaltung des Laufrades 1 mit mindestens einer Schaufel
7a, der Tragscheibe 6 sowie der Deckscheibe 7 können weitere Komponenten entsprechend
ausgestaltet werden, wie der Laufradeintritt 8 und der Laufradaustritt 9, sowie dem
Laufrad 1 vor- und nachgeschaltete Komponenten, wie ein Leitrad 5. Das Geschwindigkeitsprofil
11 kann durch weitere Massnahmen beeinflusst werden, so durch Durchbrechungen 15,
die im Laufrad 1 angebracht sind und durch die Flüssigkeit strömt, oder durch eine
Ausgestaltung der Spaltstromeinleitung 14a derart, dass Flüssigkeit aus dem Spalt
14 strömt, sodass insbesondere das Geschwindigkeitsprofil 11 im Bereich des Laufradeintritts
8 beeinflusst wird.
[0020] Die Auslegung der das Geschwindigkeitsprofil 11 des Förderstromes Q zwischen der
inneren und äusseren Stromlinie c, d bestimmenden Komponenten des Laufrades 1 beziehungsweise
der Kreiselpumpe 10 erlaubt eine Vielzahl von gestalterischen Ausführungsmöglichkeiten.
Einem Fachmann ist jedoch bekannt, wie die Komponenten auszulegen sind, um ein sich
stetig veränderndes Geschwindigkeitsprofil 11 zu erlangen. Ein Fachmann stützt sich
zum Beispiel auf numerische Berechnungsmethoden, um die Komponenten einer Zielvorgabe
entsprechend auszulegen. Das Laufrad 1 weist ein Drehzentrum 1a auf. Das in den Fig.
2a bis 2d dargestellte Geschwindigkeitsprofil liegt zwischen der inneren und äusseren
Stromlinie c und d, und liegt in einer gemeinsamen Ebene mit dem Drehzentrum 1a, und
umfasst daher die radiale Komponente des Geschwindigkeitsvektors.
[0021] Das Laufrad und ev. auch die Leitvorrichtung wird derart ausgelegt, dass sich eine
stetige Entwicklung des Geschwindigkeitsprofils 11 in Funktion des Förderstromes Q
ergibt, insbesondere am Laufradeintritt 8 sowie am Laufradaustritt 9. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2a bis 2d wird eine energiearme Strömungszone an der
äusseren Stromlinie c vermieden, um insbesondere bei halbaxialen oder axialen Kreiselpumpen
einen destabilisierenden Strömungsumschlag zu vermeiden. Weiter können das Laufrad
1 und die Leitvorrichtung 5 derart ausgestaltet werden, dass die Ablösung der Strömung
in der Leitvorrichtung nicht in dem Bereich stattfindet, wo die Kennlinie des statischen
Druckes am Laufradaustritt flach oder unstabil ist.
[0022] Die Formgebung von Laufrad und Leitvorrichtung erfolgt insbesondere in der Weise,
dass kurz vor einer Strömungsablösung in der Leitvorrichtung ein asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil
am Laufradaustritt 9 erzeugt wird, so dass der destabilisierende Einfluss von gleichzeitig
an der inneren und äusseren Stromlinie c,d auftretenden, energiearmen Strömungszonen
vermieden wird. Dies ist ebenfalls wichtig für die Kennlinienstabilität von Pumpen
mit zweiströmigen Laufrädern, die üblicherweise symmetrisch ausgeführt werden, und
somit aufgrund ihrer Geometrie definitionsgemäss ein symmetrisches Geschwindigkeitsprofil
erzeugen. In Fig. 3 ist ein geschlossenes Laufrad dargestellt. Bei einem halboffenen
oder offenen Laufrad würde die äussere und innere Stromlinie c,d teilweise am Gehäuse
16 anliegen.
[0023] Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf eine Tragscheibe 6 eines Laufrades 1 mit Schaufeln
7a. Das Geschwindigkeitsprofil 11 lässt sich unter anderem durch die Ausgestaltung
der Schaufeln bestimmen, so zum Beispiel durch den Schaufelabstand A2, und/oder den
Schaufelaustrittswinkel beta2 und/oder den Winkelverlauf der Schaufel 7a und/oder
durch die Laufradaustrittsbreite B2. Weiter sind Durchbrüche 15 sichtbar, die derart
angeordnet sind, dass das Geschwindigkeitsprofil 11 gezielt verändert wird, in dem
die Durchbrüche 15 zum Beispiel in einer energiearmen Strömungszone angeordnet werden.
[0024] Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf eine Leiteinrichtung mit einem Leitrad 5, dessen
Wahl der Eintrittsweite A3 das Geschwindigkeitsprofil 11 ebenfalls beeinflusst.
[0025] Wie in Fig. 6 dargestellt, können im Laufrad 1 auch Zwischenschaufeln 7b angeordnet
sein, die sich über eine Teilbreite B3 der Laufradaustrittsbreite B2 erstrecken, um
die Strömung des Fluides zu beeinflussen.
[0026] Fig. 7 zeigt einen Spalt 14 einer Kreiselpumpe 10 mit einem zwischen dem Laufrad
1 und dem Gehäuse 16 beziehungsweise einem Dichtring 20 austretenden Fluidstrom 23a,
23b, 23c. Die Strömungsrichtung des austretenden Fluidstromes kann mit einem Leitelement
21 beeinflusst werden, sodass sich je nach Erfordernis ein Fluidstrom 23a, 23b, 23c
unterschiedlicher Strömungsrichtung ergibt, um dadurch das Geschwindigkeitsprofil
11 zu beeinflussen. Zur Beeinflussung des Geschwindigkeitsprofils 11 kann auch eine
Stolperkante 22 dienen, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel an der äusseren Stromlinie
c des Laufrades 1 angeordnet ist.
[0027] Weitere Beispiele von Möglichkeiten zur Beeinflussung des Geschwindigkeitsprofils
11 ergeben sich zum Beispiel durch die folgenden Massnahmen:
- Die das Strömungsverhalten bestimmenden Komponenten der Kreiselpumpe werden gezielt
derart ausgelegt, dass bei einer axialen oder halbaxialen Kreiselpumpe an der äusseren
Stromlinie c eine energiereiche Zone erzeugt wird.
- Die Verwindung der Schaufel 7a wird bei halbaxialen oder axialen Laufrädern derart
ausgeführt, dass die Ablösung der Strömung an der Nabe erfolgt, bevor an der äusseren
Stromlinie c eine energiearme Zone auftritt.
- Das Verhältnis der Schaufellänge zur Schaufelteilung wird bei halbaxialen oder axialen
Laufrädern derart gewählt, dass eine energiearme Zone an der äusseren Stromlinie c
vermieden wird.
- Die Eintrittsweite A3 des Leitrades 5 zwischen der äusseren Stromlinie c und der inneren
Stromlinie d variiert in der Breite, um ein asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil
11 zu bewirken.
- Die Eintrittsöffnung 18 des Leitrades 5 und die Laufradaustrittsöffnung 9 sind in
einer Richtung axial zur Welle 2 gegeneinander versetzt.
- Die das Strömungsverhalten bestimmenden Komponenten der Kreiselpumpe werden gezielt
derart ausgelegt, dass eine Strömungsablösung im Leitrad 5 auftritt, bevor die Spaltdruckkennlinie
flach oder unstabil ist.
- Der Schaufelabstand A2 am Laufradaustritt zwischen der inneren Stromlinie d und der
äusseren Stromlinie c wird in seiner Breite variiert, um ein asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil
zu erzeugen.
1. Verfahren zur Förderung eines Fluides mit einer Kreiselpumpe (10), die das Strömungsverhalten
bestimmende Komponenten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Veränderung
des Förderstroms (Q) das Fluid mindestens unmittelbar nach Laufradaustritt (9) und/oder
vor Laufradeintritt (8) ein Geschwindigkeitsprofil (11) aufweist, das stetig verändert
wird, um einen plötzlichen Strömungsumschlag des Fluides zu vermeiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Kreiselpumpe (10) eine äussere und innere Strömungslinie
(c,d) bestimmende Flächen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschwindigkeitsprofil
(11) zwischer der äusseren Stromlinie (c) und der inneren Stromlinie (d) verläuft,
und dass das Geschwindigkeitsprofil (11) mindestens eine radiale Komponente der Strömung
umfasst, die bezüglich dem Drehzentrum (1a) des Laufrades (1) in einer gemeinsamen
Ebene verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der äusseren Stromlinie
(c) oder an der inneren Stromlinie (d) eine energiearme Zone erzeugt wird, um ein
asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil (11) zu erzeugen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der äusseren
Stromlinie (c) eine energiereiche Zone erzeugt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Veränderung
des Förderstromes (Q) die Veränderung des Geschwindigkeitsprofils (11) gegen eine
der Stromlinien (c,d) hin deutlich grösser wird als gegen die gegenüberliegende Stromlinie
(c,d) hin.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschwindigkeitsprofil
(11) in Abhängigkeit des Schaufelabstandes (A2) und/oder des Schaufelaustrittswinkels
(beta2) und/oder des Winkelverlaufes der Schaufeln (7a) und/oder der Laufradaustrittsbreite
(B2) bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fluid
über einen Spalt (14) zugeführt wird, um das Geschwindigkeitsprofil (11) zu beeinflussen.
8. Kreiselpumpe (10) mit ein Laufrad (1) und mindestens einer Schaufel (7a), wobei das
Laufrad (1) einen Laufradeintritt (8) und einen Laufradaustritt (9) aufweist, zur
Förderung eines Fluides nach einem Verfahren gemäss einen der Ansprüche 1 bis 7.
9. Kreiselpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (1) Durchbrüche
(15) zum Zuführen oder Abführen des Fluides aufweist, um das Geschwindigkeitsprofil
(11) zu beeinflussen.
10. Kreiselpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (15) im
Bereich energiearmer Zonen angeordnet sind.
11. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Stolperkante (22) an einer der Stromlinien (c,d) angeordnet ist, um bei Teillastbetrieb
eine definierte Stelle der Strömungsablösung zu bewirken.
12. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad
(1) mindestens eine Zwischenschaufel (7b) aufweist, deren Breite (B3) weniger als
die Breite (B2) der Schaufel (7a) beträgt.
13. Kreiselpumpe mit einem halbaxialen oder axialen Laufrad nach einem der Ansprüche 8
bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwindung der Schaufel (7a) so gross gewählt
ist, dass die Ablösung der Strömung an der Nabe erfolgt, bevor an der äusseren Stromlinie
(c) eine energiearme Zone auftritt.
14. Kreiselpumpe mit einem halbaxialen oder axialen Laufrad nach einem der Ansprüche 8
bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Schaufellänge zur Schaufelteilung
derart ausgeführt ist, dass eine energiearme Zone an der äusseren Stromlinie (c) vermieden
wird.
15. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe
ein Leitrad (5) umfasst, dessen Eintrittsweite (A3) zwischen der äusseren Stromlinie
(c) und der inneren Stromlinie (d) variiert, um ein asymmetrisches Geschwindigkeitsprofil
(11) zu bewirken.
16. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung
(18) des Leitrades (5) und die Laufradaustrittsöffnung (9) in einer Richtung axial
zur Welle (2) gegeneinander versetzt sind.
17. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die das
Strömungsverhalten bestimmenden Komponenten der Kreiselpumpe derart ausgelegt sind,
dass eine Strömungsablösung im Leitrad (5) auftritt, bevor die Spaltdruckkennlinie
flach oder unstabil ist.
18. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreiselpumpe
ein zweiströmiges Laufrad (1) aufweist, und dass die beiden Laufradhälften asymmetrisch
ausgebildet sind.
19. Mehrstufige Kreiselpumpe umfassend eine Kreiselpumpe (10) nach einem der Ansprüche
8 bis 18.