(19)
(11) EP 1 503 164 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.02.2005  Patentblatt  2005/05

(21) Anmeldenummer: 03291862.5

(22) Anmeldetag:  28.07.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F28F 9/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(71) Anmelder: Behr France S.A.R.L.
68250 Rouffach (FR)

(72) Erfinder:
  • Beringer, Hervé
    68127 Oberhergheim (FR)
  • Brun, Michel
    68740 Rustenhart (FR)
  • Muller, Thomas
    68000 Colmar (FR)
  • Tschamber, Yvan
    68500 Guebwiller (FR)

(74) Vertreter: Grauel, Andreas, Dr. et al
BEHR GmbH & Co. KG, Intellectual Property, G-IP, Mauserstrasse 3
70469 Stuttgart
70469 Stuttgart (DE)

   


(54) Sammelrohr eines Wärmeübertragers, insbesondere eines Heizkörpers für ein Kraftfahrzeug


(57) Die Erfindung betrifft ein Sammelrohr (6) eines Wärmeübertragers, insbesondere eines Heizkörpers (1) für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, wobei der Wärmeübertrager mindestens eine Reihe von Rohren (3) mit Rohrenden (5) aufweist, die in das Sammelrohr (6) münden, und wobei das Sammelrohr (6) ein offenes Rohrende (6a) für den Zu- oder Abfluss eines Fluids und ein geschlossenes Rohrende mit einem fluid- und druckdichten Verschluss (9) aufweist.
Es wird vorgeschlagen, dass der Verschluss (9) als geklebte oder geschweißte Verbindung ausgebildet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Sammelrohr eines Wärmeübertragers, insbesondere eines Heizkörpers für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Die Erfindung betrifft auch einen Wärmeübertrager, insbesondere einen Heizkörper mit nebeneinander angeordneten Sammelrohren nach dem Oberbergriff des Nebenanspruches 14.

[0002] Sammelrohre und Heizkörper der oben genannten Art wurden durch einen von der Anmelderin vertriebenen, auf dem Markt befindlichen Heizkörper für Heizungs- oder Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen bekannt. Der bekannte Wärmeübertrager ist ein mechanisch gefügter Rohrgabelheizkörper, wobei die Enden der Rohrgabeln in zwei nebeneinander angeordnete Sammelrohre münden. Die Rohrgabeln weisen gerade Schenkel (Rundrohre) auf, auf welchen Rippen als sekundäre Wärmeaustauschflächen durch mechanisches Aufweiten der Rohre befestigt sind. Der Heizkörper wird über seine Sammelrohre an einen Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges angeschlossen, sodass die Rohrgabeln von Kühlmittel durchströmt werden, welches seine Wärme über die Rippen an Umgebungsluft abführt, die einem Fahrgastraum des Kraftfahrzeuges zugeführt wird. Die Verbindung zwischen den Rohrenden der Rohrgabeln und den Sammelrohren ist geklebt - dafür weisen die Sammelrohre Durchzüge bzw. Kragen auf, in welche die Rohrenden eingesetzt und verklebt werden. Die Sammelrohre sind mit jeweils einem Ende an den Kühlmittelkreislauf angeschlossen, während das andere Ende eines jeden Sammelrohres verschlossen ist. Bei dem bekannten Heizkörper sind die Enden der Sammelrohre zusammengedrückt und verlötet, sodass ein druck- und kühlmitteldichter Falz entsteht. Dieser Lötfalz ist insofern atypisch als der gesamte Heizkörper mechanisch gefügt, d. h. nicht gelötet ist. Das Löten ist gegenüber dem mechanischen Fügen fertigungstechnisch aufwendiger und verursacht höhere Herstellkosten.

[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Sammelrohre bzw. Wärmeübertrager der eingangs genannten Art mit geringerem Fertigungsaufwand und zu niedrigeren Kosten herzustellen.

[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Sammelrohre endseitig durch eine Klebe- oder Schweißverbindung geschlossen sind. Da die Sammelrohre als Aluminiumrohre ausgebildet sind, wird erfindungsgemäß ein Metallkleber verwendet. Durch das Kleben oder Schweißen wird der Vorteil erreicht, dass der Verschluss der Sammelrohre zu geringeren Kosten hergestellt werden kann. Insbesondere das Kleben erfordert keine aufwendige Wärmebehandlung wie das Löten.

[0005] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das offene Ende des Sammelrohres zunächst mechanisch (plastisch) verformt, sodass eine Fügestelle für das Kleben oder Schweißen gebildet wird. Hiermit wird der Vorteil erreicht, dass keine zusätzlichen Mittel zum Verschließen des Rohrendes erforderlich sind; vielmehr wird das Rohrende derart umgeformt, dass sich eine für das Kleben oder Schweißen günstige Fügestelle ergibt. Das Verschließen der Sammelrohre kann entweder vor oder nach der Verbindung der Sammelrohre mit den Rohrenden des Wärmeübertragers bzw. Heizkörpers erfolgen.

[0006] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende abgeflacht und bildet am Ende eine offene Kehlnaht, die geklebt oder geschweißt werden kann.

[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Rohrende in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen abgeflacht, sodass sich eine etwa doppel-T-förmige Stumpfnaht ergibt, die gut schweißbar ist. Diese Lösung hat den Vorteil, dass das Rohrende nicht größer als der Rohrdurchmesser ist.

[0008] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das Rohrende durch mechanisches Rollen (unter Verwendung eines Rollensatzes) zu einem sphärischen Endbereich, d. h. etwa halbkugelförmig umgeformt, was im Prinzip bereits für einen dichten Verschluss ausreicht. Vorteilhafterweise wird jedoch der mittlere Bereich des Rohrendes durch einen Schweißpunkt abgedichtet, um das Risiko einer Leckage möglichst gering zu halten.

[0009] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende zunächst abgeflacht und dann rechtwinklig abgewinkelt, sodass eine nach oben offene Fügestelle zur Aufnahme für einen' Kleber gebildet wird. Vorteilhaft bei dieser Lösung ist, dass das Kleben, d. h. das Applizieren des Metallklebers gleichzeitig mit der Herstellung der Klebeverbindung zwischen Rohrenden und Durchzügen der Sammelrohre erfolgen kann, d. h. in einem Arbeitsgang.

[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende abgeflacht und weist in dem abgeflachten Endbereich einen quer verlaufenden Kanal auf, der mit einem Kleber gefüllt wird. Damit wird die Dichtheit des Verschlusses hergestellt. Auch hier besteht der Vorteil, dass beide Klebverbindungen am Sammelrohr gleichzeitig, d. h. in einem gemeinsamen Arbeitsgang hergestellt werden können. Dabei ist auch von Vorteil, dass der Kanal zur Aufnahme des Klebers parallel zur Längsrichtung der Heizkörperrohre verläuft und damit leicht von oben mit Kleber befüllt werden kann.

[0011] Nach einem anderen vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist das Rohrende durch einen Deckel verschlossen, der mit dem Rohrende entweder verklebt oder verschweißt wird. Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass der Dekkel als Stopfen ausgebildet ist, in das Rohr eingepresst wird und mit dem Rohrende eine Stumpfnaht bildet, die leicht schweißbar ist. Eine weitere vorteilhafte Variante sieht ebenfalls einen Stopfen vor, der von einem mit Kleber gefüllten Ringkanal umgeben ist. Der Kleber wird dabei durch eine Einfüllöffnung von oben eingefüllt. Auch hier kann der Klebevorgang in einem Arbeitsgang mit der Verklebung der Rohrenden der Heizkörperrohre erfolgen. Bei einer weiteren vorteilhaften Variante ist das Rohrende zu einem Ringflansch mit einer Planfläche umgeformt, auf welche ein Deckel aufgesetzt und durch Ultraschall mit dem Ringflansch verschweißt wird. Vorteilhaft hierbei ist, dass Rohrende und Deckel sehr einfach ausgebildet und daher leicht herstellbar sind. Darüber hinaus ist das Ultraschallschweißen ein sauberes Verfahren mit einer auf die Fügestelle begrenzten Wärmeentwicklung, sodass keinerlei Verzug der Bauteile auftritt.

[0012] Die Erfindung wird auch durch die Merkmale des Patentanspruches 14 gelöst, wobei für einen Wärmeübertrager bzw. Heizkörper mit zwei nebeneinander liegenden Sammelrohren erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass beide Sammelrohre aus einem Rohr hergestellt sind, welches U-förmig gebogen, im Bereich des Bogens abgeflacht und durch Quetschung oder Abkantung abgedichtet ist. Damit wird der Vorteil erreicht, dass beide Sammelrohre in einem Arbeitsgang aus einem Teil, d. h. ohne Zusatzteile hergestellt und endseitig verschlossen werden, ohne dass ein Kleben oder Schweißen notwendig wäre. Beide Sammelrohre sind somit körperlich ein Teil, kommunizieren jedoch nicht miteinander.

[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1, 1a, 1b, 1c
einen mechanisch gefügten Heizkörper nach dem Stand der Technik,
Fig. 2, 2a
eine erste Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 3, 3a
eine zweite Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 4, 4a
eine dritte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 5, 5a
eine vierte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 6, 6a
eine fünfte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 7, 7a
eine sechste Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 8, 8a
eine siebte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. , 9a
eine achte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
Fig. 10,10a
eine neunte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss und
Fig. 11,11a
eine zehnte Ausführung eines Verschlusses zweier Sammelrohre.


[0014] Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines mechanisch gefügten Heizkörpers 1 nach dem Stand der Technik. Dieser bekannte Heizkörper 1 wurde von der Anmelderin vertrieben und in Heizungs- oder Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen eingebaut. Der Heizkörper 1 weist ein mechanisch gefügtes Netz 2 auf, welches aus Rohrgabeln 3 und einem mit den Rohrgabeln 3 mechanisch verbundenen Rippenblock 4 besteht. Die Rohrgabeln 3 weisen Rohrenden 5 auf, welche in ein Sammelrohr 6 münden.

[0015] Wie die Fig. 1a, eine Draufsicht, und die Fig. 1b, eine Seitenansicht, zeigen, ist parallel neben dem Sammelrohr 6 ein zweites Sammelrohr 7 angeordnet, in welches die Rohrenden der zweiten Schenkel der Rohrgabeln 3 münden. Die Sammelrohre 6, 7 weisen jeweils einen Anschluss 6a, 7a auf, über welche der Heizkörper 1 an einen nicht dargestellten Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges anschließbar ist. Der Heizkörper 1 wird somit vom Kühlmittel in zwei Rohrreihen zweifach, d. h. von oben nach unten und von unten nach oben durchströmt und - in Fig. 1 - senkrecht zur Zeichenebene von Luft beaufschlagt. In Fig. 1b ist die Luftströmungsrichtung durch einen Pfeil L angedeutet.

[0016] Fig. 1c zeigt einen Teilschnitt entlang der Linie Ic-Ic durch das Sammelrohr 6, welches nach innen gerichtete Durchzüge 8 aufweist. In die Durchzüge 8 sind die Rohrenden 5 eingeführt und auf nicht näher dargestellte Weise verklebt und abgedichtet. Die Rohrgabeln 3, die Sammelrohre 6, 7 sowie das Rippenpaket 4 bestehen aus Aluminiumwerkstoffen.

[0017] Die Sammelrohre 6, 7 weisen jeweils endseitige Verschlüsse 9, 10 auf, die jeweils als gelöteter Flachfalz ausgebildet sind. Die Enden der Sammelrohre 6, 7 sind also - ähnlich einer Zahnpastatube - am Ende abgeflacht bzw. zusammengedrückt und anschließend zur Erzielung der erforderlich Druckfestigkeit und Dichtheit verlötet. Das Löten der Verschlüsse 9, 10 muss separat erfolgen, d. h. bevor die Sammelrohre 6, 7 mit den Rohrgabeln 3 verbunden und verklebt werden. Dies ist der Stand der Technik, von dem die nachfolgend beschriebene Erfindung ausgeht.

[0018] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung für einen Sammelrohrverschluss 11, der den zuvor beschriebenen Verschlüssen 9, 10 beim Stand der Technik, d. h. funktionsmäßig und bezüglich der Anordnung am Sammelrohr entspricht. Der Verschluss 11 wird durch Abflachen und Zusammendrücken eines Sammelrohres 12 mit rundem Querschnitt erzielt, wobei eine obere Lage 11a auf einer unteren Lage 11b zu liegen kommt, jedoch stirnseitig eine etwa V-förmig ausgebildete Rinne 13 gebildet wird. Die Rinne 13 wird entweder durch einen Kleber oder eine Schweißnaht 14 geschlossen. Damit ist das Sammelrohr 12 hinreichend druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen.

[0019] Fig. 2a zeigt eine perspektivische Darstellung des Verschlusses 11 mit einer stimseitigen Schweißnaht 14, die als Kehlnaht in der Rinne 13 ausgebildet ist.

[0020] Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform für einen Verschluss 15 eines Sammelrohres 16. Das Ende des Sammelrohres 16 wird in zwei zu einander senkrecht verlaufenden Richtungen verformt, d. h. in einer Richtung abgeflacht und zusammengedrückt, anschließend oder gleichzeitig erfolgt eine Stauchung in einer um 90 Grad versetzten Richtung, sodass sich als Stirnprofil - wie aus Fig. 3a erkennbar - etwa ein Doppel-T-Profil ergibt, welches durch eine Stumpfschweißnaht 17 geschlossen wird. Damit ist das Sammelrohr 16 druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen.

[0021] Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform für den Verschluss eines Sammelrohres 18, in welches ein topfförmiger Stopfen 19 eingepresst ist, sodass die Stirnflächen von Sammelrohr 18 und Stopfen 19 bündig sind und durch eine Stumpfschweißnaht 20 geschlossen werden können.

[0022] Fig. 4a zeigt eine perspektivische Ansicht mit Blick auf die stirnseitige kreisringförmig ausgebildete Stumpfschweißnaht 20.

[0023] Fig. 5, 5a zeigen eine vierte Ausführungsform eines Verschlusses für ein Sammelrohr 21, dessen Rohrende 22 durch Rollen zu einem sphärischen, etwa halbkugelförmigen Endbereich umgeformt ist. Das Rohrmaterial wird dabei soweit nach innen in Richtung der Rohrachse a gerollt, dass auch im Bereich der Achse a und deren Durchstoßpunkt M hinreichend Material vorhanden ist, um das Sammelrohr 21 abzuschließen.

[0024] Fig. 6, 6a zeigen als fünfte Ausführungsform eine Abwandlung der vierten Ausführungsform, nämlich ein Sammelrohr 21 a mit eingerolltem Rohrende 22a, dessen mittlerer Bereich durch einen Schweißpunkt 23 völlig geschlossen und abgedichtet ist.

[0025] Fig. 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel für den Verschluss eines Sammelrohres 24, dessen Rohrende 25 im Bereich der Rohrachse a abgeflacht und (in der Zeichnung) nach oben, d. h. etwa rechtwinklig zur Rohrachse a abgewinkelt ist, wobei endseitig eine etwa V-förmige Rinne 25a gebildet wird. Letztere dient zum Einfüllen und zur Aufnahme eines Metallklebers 26.

[0026] Fig. 7a zeigt eine perspektivische Darstellung des Verschlusses 25 mit der nach oben weisenden Rinne 25a, die rundum wie ein flachgedrückter Trichter geschlossen ist und den Kleber 26 in sich aufnimmt.

[0027] Fig. 8 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 27 für ein Sammelrohr 28, in dessen Rohrende ein topfförmiger Stopfen 29 eingepresst ist, sodass er stirnseitig bündig mit dem Rohrende abschließt. Das Sammelrohr 28 weist im Bereich des Stopfens 29 eine umlaufende Sicke 30 auf, die mit der Außenwand des Stopfens 29 einen Ringkanal 31 bildet, welcher eine oben gelegene Einfüllöffnung 31a aufweist. Der Ringkanal 31 wird über die Einfüllöffnung 31a mit einem Metallkleber gefüllt, welcher den Stopfen 29 gegenüber der Innenwand des Sammelrohres 28 abdichtet und somit für einen druck- und flüssigkeitsdichten Verschluss des Sammelrohres 28 sorgt. Die Sicke 30 kann auch durch eine (nicht dargestellte) Innensicke im Stopfen 29 ersetzt werden, sodass ebenfalls ein Ringkanal entsteht.

[0028] Fig. 8a zeigt eine perspektivische Darstellung mit Blick auf die Stirnseite des Sammelrohres 28, die Sicke 30 und die Einfüllöffnung 31a.

[0029] Fig. 9 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 32 für ein Sammelrohr 33. Das Rohrende des Sammelrohres 33 ist mit Ausnahme eines quer zur Rohrachse a verlaufenden Kanals 34 abgeflacht, d. h. in Achsrichtung a vor und hinter dem Kanal 34 zusammengedrückt. Der Kanal 34 wird mit einem Metallkleber 35 gefüllt (möglich von oben oder unten), womit das Sammelrohr druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen ist.

[0030] Fig. 9a zeigt eine perspektivische Ansicht des Verschlusses 32 mit quer verlaufendem Kanal 34.

[0031] Die Einfüllöffnungen für den Metallkleber sind bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 7, 8 und 9 jeweils so gelegt, dass die Verklebung bzw. das Applizieren des Klebers für die Verbindung der Heizkörperrohre mit dem Sammelrohr gleichzeitig erfolgen kann, ohne dass der Heizkörper bei diesem Fertigungsschritt in seiner Position verändert werden muss. Da der Kleber im Zustand des Applizierens flüssig ist, läuft er, der Schwerkraft folgend, von oben nach unten, bevor er aushärtet. Insofern ist es von Vorteil, wenn die jeweilige Einfüllöffnung auf der Seite des Sammelrohres liegt, wo auch die Durchzüge zur Aufnahme der Rohrenden (vgl. Fig. 1, 1c) angeordnet sind.

[0032] Fig. 10, 10a zeigen ein neuntes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 36 für ein Sammelrohr 37, dessen stirnseitiger Endbereich zu einem Ringflansch 37a mit einer stirnseitigen Planfläche umgeformt ist. Auf den Ringflansch 37a wird ein Abschlussdeckel 38, der eine entsprechende Planfläche aufweist, aufgesetzt und mittels Ultraschall verschweißt. Ringflansch 37a und Deckel 38 sind damit durch eine umlaufende Schweißnaht 39 dicht und fest miteinander verbunden.

[0033] Die Erfindung ist auch auf Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper mit nur einem Sammelrohr auf einer Seite des Wärmeübertragers anwendbar.

[0034] Fig. 11, 11a zeigen eine zehnte Ausführung der Erfindung für einen Heizkörper mit zwei nebeneinander angeordneten Sammelrohren - ähnlich dem Heizkörper in Fig. 1 bis 1c. Der hier nicht dargestellte Heizkörper weist zwei Sammelrohre 40, 41 auf, die aus einem Rohr hergestellt und im Bereich ihrer Rohrenden 40a, 41 a durch einen abgeflachten, abgewinkelten und U-förmig geformten Rohrbogen 42 miteinander verbunden sind. Der Bogen 42 verbindet beide Sammelrohre 40, 41 körperlich, trennt sie allerdings kühlmittelseitig, und zwar durch zweifache Abkantung bzw. nicht dargestellte Quetschungen.. Diese Lösung hat den Vorteil einer vereinfachten Montage mit einem Heizkörper gemäß Fig. 1 und den weiteren Vorteil, dass sie kein Kleben und kein Schweißen zur Abdichtung benötigt.


Ansprüche

1. Sammelrohr eines Wärmeübertragers, insbesondere eines Heizkörpers für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, wobei der Wärmeübertrager mindestens eine Reihe von Rohren (3) mit Rohrenden (5) aufweist, die in das Sammelrohr (6) münden, und wobei das Sammelrohr (6) ein offenes Rohrende (6a) für den Zu- oder Abfluss eines Fluids und ein geschlossenes Rohrende mit einem fluid- und druckdichten Verschluss aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss als geklebte oder geschweißte Verbindung ausgebildet ist.
 
2. Sammelrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung mittels eines Metallklebers (14, 26, 35) hergestellt ist.
 
3. Sammelrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlossene Rohrende mechanisch verformt ist und eine Fügestelle bzw. Fügenaht aufweist.
 
4. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (11) abgeflacht ist und die Fügenaht als Rinne (13) ausgebildet ist.
 
5. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch-gekennzeichnet, dass das Rohrende (15) zweifach abgeflacht und die Fügestelle als doppel-T-förmige Stumpfschweißnaht (17) ausgebildet ist.
 
6. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende einen durch Rollen hergestellten, sphärischen Endbereich (22, 22a) mit einer punktförmigen Fügestelle M aufweist, die vorzugsweise durch einen Schweißpunkt (23) abgedichtet ist.
 
7. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (25) abgeflacht und abgewinkelt ist sowie eine nach oben offene Fügestelle(25a) für einen Kleber (26) aufweist.
 
8. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende einen abgeflachten Endbereich (32) aufweist und dass die Fügestelle als quer zur Rohrachse a verlaufender, mit einem Kleber (35) auffüllbarer Kanal (34) innerhalb des Endbereiches (32) ausgebildet ist.
 
9. Sammelrohr nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (34) parallel zur Längsrichtung der Rohre des Wärmeübertragers angeordnet ist.
 
10. Sammelrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende durch einen Deckel verschlossen ist.
 
11. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel als Stopfen (19) ausgebildet ist, der mit dem Rohrende eine stirnseitige Stumpfschweißnaht (20) bildet.
 
12. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel als in das Rohrende (27) einsetzbarer Stopfen (29) ausgebildet und dass zwischen dem Rohrende (27) und dem Stopfen (29) ein mit einem Kleber befüllbaren Ringkanal (31) mit einer oberen Einfüllöffnung (31a) angeordnet ist.
 
13. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (36) einen' stirnseitigen, ebenen Ringflansch (37a) aufweist und der Deckel (38) mit dem Ringflansch (37a) mittels einer durch UItraschallschweißen erzeugten Schweißnaht (39) verbunden ist.
 
14. Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper mit nebeneinander angeordneten Sammelrohren für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, wobei der Wärmeübertrager zwei Reihen von Rohren, insbesondere U-Rohre mit Rohrenden aufweist, die in die Sammelrohre münden, und wobei die Sammelrohre je ein offenes Rohrende für den Zu- oder Abfluss eines Fluids und ein geschlossenes Rohrende mit einem fluid- und druckdichten Verschluss aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass beide Sammelrohre (40, 41) aus einem Rohr hergestellt sind und dass der Verschluss durch einen abgeflachten, die beiden Sammelrohre (40, 41) verbindenden Rohrbogen (42) gebildet wird.
 
15. Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss der beiden Rohrenden (40a, 41a) durch Quetschungen oder Abkantungen des abgeflachten Rohrbogens (42) gebildet ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht