[0001] Die Erfindung betrifft ein Sammelrohr eines Wärmeübertragers, insbesondere eines
Heizkörpers für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Die Erfindung betrifft auch einen Wärmeübertrager, insbesondere
einen Heizkörper mit nebeneinander angeordneten Sammelrohren nach dem Oberbergriff
des Nebenanspruches 14.
[0002] Sammelrohre und Heizkörper der oben genannten Art wurden durch einen von der Anmelderin
vertriebenen, auf dem Markt befindlichen Heizkörper für Heizungs- oder Klimaanlagen
von Kraftfahrzeugen bekannt. Der bekannte Wärmeübertrager ist ein mechanisch gefügter
Rohrgabelheizkörper, wobei die Enden der Rohrgabeln in zwei nebeneinander angeordnete
Sammelrohre münden. Die Rohrgabeln weisen gerade Schenkel (Rundrohre) auf, auf welchen
Rippen als sekundäre Wärmeaustauschflächen durch mechanisches Aufweiten der Rohre
befestigt sind. Der Heizkörper wird über seine Sammelrohre an einen Kühlmittelkreislauf
einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges angeschlossen, sodass die Rohrgabeln
von Kühlmittel durchströmt werden, welches seine Wärme über die Rippen an Umgebungsluft
abführt, die einem Fahrgastraum des Kraftfahrzeuges zugeführt wird. Die Verbindung
zwischen den Rohrenden der Rohrgabeln und den Sammelrohren ist geklebt - dafür weisen
die Sammelrohre Durchzüge bzw. Kragen auf, in welche die Rohrenden eingesetzt und
verklebt werden. Die Sammelrohre sind mit jeweils einem Ende an den Kühlmittelkreislauf
angeschlossen, während das andere Ende eines jeden Sammelrohres verschlossen ist.
Bei dem bekannten Heizkörper sind die Enden der Sammelrohre zusammengedrückt und verlötet,
sodass ein druck- und kühlmitteldichter Falz entsteht. Dieser Lötfalz ist insofern
atypisch als der gesamte Heizkörper mechanisch gefügt, d. h. nicht gelötet ist. Das
Löten ist gegenüber dem mechanischen Fügen fertigungstechnisch aufwendiger und verursacht
höhere Herstellkosten.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Sammelrohre bzw. Wärmeübertrager der eingangs
genannten Art mit geringerem Fertigungsaufwand und zu niedrigeren Kosten herzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Sammelrohre endseitig durch eine Klebe- oder Schweißverbindung
geschlossen sind. Da die Sammelrohre als Aluminiumrohre ausgebildet sind, wird erfindungsgemäß
ein Metallkleber verwendet. Durch das Kleben oder Schweißen wird der Vorteil erreicht,
dass der Verschluss der Sammelrohre zu geringeren Kosten hergestellt werden kann.
Insbesondere das Kleben erfordert keine aufwendige Wärmebehandlung wie das Löten.
[0005] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das offene Ende des Sammelrohres
zunächst mechanisch (plastisch) verformt, sodass eine Fügestelle für das Kleben oder
Schweißen gebildet wird. Hiermit wird der Vorteil erreicht, dass keine zusätzlichen
Mittel zum Verschließen des Rohrendes erforderlich sind; vielmehr wird das Rohrende
derart umgeformt, dass sich eine für das Kleben oder Schweißen günstige Fügestelle
ergibt. Das Verschließen der Sammelrohre kann entweder vor oder nach der Verbindung
der Sammelrohre mit den Rohrenden des Wärmeübertragers bzw. Heizkörpers erfolgen.
[0006] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende abgeflacht und bildet
am Ende eine offene Kehlnaht, die geklebt oder geschweißt werden kann.
[0007] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Rohrende in zwei senkrecht zueinander
verlaufenden Richtungen abgeflacht, sodass sich eine etwa doppel-T-förmige Stumpfnaht
ergibt, die gut schweißbar ist. Diese Lösung hat den Vorteil, dass das Rohrende nicht
größer als der Rohrdurchmesser ist.
[0008] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das Rohrende durch mechanisches
Rollen (unter Verwendung eines Rollensatzes) zu einem sphärischen Endbereich, d. h.
etwa halbkugelförmig umgeformt, was im Prinzip bereits für einen dichten Verschluss
ausreicht. Vorteilhafterweise wird jedoch der mittlere Bereich des Rohrendes durch
einen Schweißpunkt abgedichtet, um das Risiko einer Leckage möglichst gering zu halten.
[0009] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende zunächst abgeflacht
und dann rechtwinklig abgewinkelt, sodass eine nach oben offene Fügestelle zur Aufnahme
für einen' Kleber gebildet wird. Vorteilhaft bei dieser Lösung ist, dass das Kleben,
d. h. das Applizieren des Metallklebers gleichzeitig mit der Herstellung der Klebeverbindung
zwischen Rohrenden und Durchzügen der Sammelrohre erfolgen kann, d. h. in einem Arbeitsgang.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohrende abgeflacht
und weist in dem abgeflachten Endbereich einen quer verlaufenden Kanal auf, der mit
einem Kleber gefüllt wird. Damit wird die Dichtheit des Verschlusses hergestellt.
Auch hier besteht der Vorteil, dass beide Klebverbindungen am Sammelrohr gleichzeitig,
d. h. in einem gemeinsamen Arbeitsgang hergestellt werden können. Dabei ist auch von
Vorteil, dass der Kanal zur Aufnahme des Klebers parallel zur Längsrichtung der Heizkörperrohre
verläuft und damit leicht von oben mit Kleber befüllt werden kann.
[0011] Nach einem anderen vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist das Rohrende durch einen
Deckel verschlossen, der mit dem Rohrende entweder verklebt oder verschweißt wird.
Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass der Dekkel als Stopfen ausgebildet ist,
in das Rohr eingepresst wird und mit dem Rohrende eine Stumpfnaht bildet, die leicht
schweißbar ist. Eine weitere vorteilhafte Variante sieht ebenfalls einen Stopfen vor,
der von einem mit Kleber gefüllten Ringkanal umgeben ist. Der Kleber wird dabei durch
eine Einfüllöffnung von oben eingefüllt. Auch hier kann der Klebevorgang in einem
Arbeitsgang mit der Verklebung der Rohrenden der Heizkörperrohre erfolgen. Bei einer
weiteren vorteilhaften Variante ist das Rohrende zu einem Ringflansch mit einer Planfläche
umgeformt, auf welche ein Deckel aufgesetzt und durch Ultraschall mit dem Ringflansch
verschweißt wird. Vorteilhaft hierbei ist, dass Rohrende und Deckel sehr einfach ausgebildet
und daher leicht herstellbar sind. Darüber hinaus ist das Ultraschallschweißen ein
sauberes Verfahren mit einer auf die Fügestelle begrenzten Wärmeentwicklung, sodass
keinerlei Verzug der Bauteile auftritt.
[0012] Die Erfindung wird auch durch die Merkmale des Patentanspruches 14 gelöst, wobei
für einen Wärmeübertrager bzw. Heizkörper mit zwei nebeneinander liegenden Sammelrohren
erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass beide Sammelrohre aus einem Rohr hergestellt
sind, welches U-förmig gebogen, im Bereich des Bogens abgeflacht und durch Quetschung
oder Abkantung abgedichtet ist. Damit wird der Vorteil erreicht, dass beide Sammelrohre
in einem Arbeitsgang aus einem Teil, d. h. ohne Zusatzteile hergestellt und endseitig
verschlossen werden, ohne dass ein Kleben oder Schweißen notwendig wäre. Beide Sammelrohre
sind somit körperlich ein Teil, kommunizieren jedoch nicht miteinander.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1, 1a, 1b, 1c
- einen mechanisch gefügten Heizkörper nach dem Stand der Technik,
- Fig. 2, 2a
- eine erste Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 3, 3a
- eine zweite Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 4, 4a
- eine dritte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 5, 5a
- eine vierte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 6, 6a
- eine fünfte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 7, 7a
- eine sechste Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 8, 8a
- eine siebte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. , 9a
- eine achte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss,
- Fig. 10,10a
- eine neunte Ausführung für einen Sammelrohrverschluss und
- Fig. 11,11a
- eine zehnte Ausführung eines Verschlusses zweier Sammelrohre.
[0014] Fig.
1 zeigt eine Ansicht eines mechanisch gefügten Heizkörpers 1 nach dem Stand der Technik.
Dieser bekannte Heizkörper 1 wurde von der Anmelderin vertrieben und in Heizungs-
oder Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen eingebaut. Der Heizkörper 1 weist ein mechanisch
gefügtes Netz 2 auf, welches aus Rohrgabeln 3 und einem mit den Rohrgabeln 3 mechanisch
verbundenen Rippenblock 4 besteht. Die Rohrgabeln 3 weisen Rohrenden 5 auf, welche
in ein Sammelrohr 6 münden.
[0015] Wie die
Fig. 1a, eine Draufsicht, und die
Fig. 1b, eine Seitenansicht, zeigen, ist parallel neben dem Sammelrohr 6 ein zweites Sammelrohr
7 angeordnet, in welches die Rohrenden der zweiten Schenkel der Rohrgabeln 3 münden.
Die Sammelrohre 6, 7 weisen jeweils einen Anschluss 6a, 7a auf, über welche der Heizkörper
1 an einen nicht dargestellten Kühlmittelkreislauf einer Brennkraftmaschine eines
Kraftfahrzeuges anschließbar ist. Der Heizkörper 1 wird somit vom Kühlmittel in zwei
Rohrreihen zweifach, d. h. von oben nach unten und von unten nach oben durchströmt
und - in Fig. 1 - senkrecht zur Zeichenebene von Luft beaufschlagt. In Fig. 1b ist
die Luftströmungsrichtung durch einen Pfeil L angedeutet.
[0016] Fig. 1c zeigt einen Teilschnitt entlang der Linie
Ic-Ic durch das Sammelrohr 6, welches nach innen gerichtete Durchzüge 8 aufweist. In die
Durchzüge 8 sind die Rohrenden 5 eingeführt und auf nicht näher dargestellte Weise
verklebt und abgedichtet. Die Rohrgabeln 3, die Sammelrohre 6, 7 sowie das Rippenpaket
4 bestehen aus Aluminiumwerkstoffen.
[0017] Die Sammelrohre 6, 7 weisen jeweils endseitige Verschlüsse 9, 10 auf, die jeweils
als gelöteter Flachfalz ausgebildet sind. Die Enden der Sammelrohre 6, 7 sind also
- ähnlich einer Zahnpastatube - am Ende abgeflacht bzw. zusammengedrückt und anschließend
zur Erzielung der erforderlich Druckfestigkeit und Dichtheit verlötet. Das Löten der
Verschlüsse 9, 10 muss separat erfolgen, d. h. bevor die Sammelrohre 6, 7 mit den
Rohrgabeln 3 verbunden und verklebt werden. Dies ist der Stand der Technik, von dem
die nachfolgend beschriebene Erfindung ausgeht.
[0018] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung für einen Sammelrohrverschluss
11, der den zuvor beschriebenen Verschlüssen 9, 10 beim Stand der Technik, d. h. funktionsmäßig
und bezüglich der Anordnung am Sammelrohr entspricht. Der Verschluss 11 wird durch
Abflachen und Zusammendrücken eines Sammelrohres 12 mit rundem Querschnitt erzielt,
wobei eine obere Lage 11a auf einer unteren Lage 11b zu liegen kommt, jedoch stirnseitig
eine etwa V-förmig ausgebildete Rinne 13 gebildet wird. Die Rinne 13 wird entweder
durch einen Kleber oder eine Schweißnaht 14 geschlossen. Damit ist das Sammelrohr
12 hinreichend druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen.
[0019] Fig. 2a zeigt eine perspektivische Darstellung des Verschlusses 11 mit einer stimseitigen
Schweißnaht 14, die als Kehlnaht in der Rinne 13 ausgebildet ist.
[0020] Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform für einen Verschluss 15 eines Sammelrohres 16.
Das Ende des Sammelrohres 16 wird in zwei zu einander senkrecht verlaufenden Richtungen
verformt, d. h. in einer Richtung abgeflacht und zusammengedrückt, anschließend oder
gleichzeitig erfolgt eine Stauchung in einer um 90 Grad versetzten Richtung, sodass
sich als Stirnprofil - wie aus
Fig. 3a erkennbar - etwa ein Doppel-T-Profil ergibt, welches durch eine Stumpfschweißnaht
17 geschlossen wird. Damit ist das Sammelrohr 16 druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen.
[0021] Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführungsform für den Verschluss eines Sammelrohres 18, in welches
ein topfförmiger Stopfen 19 eingepresst ist, sodass die Stirnflächen von Sammelrohr
18 und Stopfen 19 bündig sind und durch eine Stumpfschweißnaht 20 geschlossen werden
können.
[0022] Fig. 4a zeigt eine perspektivische Ansicht mit Blick auf die stirnseitige kreisringförmig
ausgebildete Stumpfschweißnaht 20.
[0023] Fig. 5, 5a zeigen eine vierte Ausführungsform eines Verschlusses für ein Sammelrohr 21, dessen
Rohrende 22 durch Rollen zu einem sphärischen, etwa halbkugelförmigen Endbereich umgeformt
ist. Das Rohrmaterial wird dabei soweit nach innen in Richtung der Rohrachse a gerollt,
dass auch im Bereich der Achse a und deren Durchstoßpunkt M hinreichend Material vorhanden
ist, um das Sammelrohr 21 abzuschließen.
[0024] Fig. 6, 6a zeigen als fünfte Ausführungsform eine Abwandlung der vierten Ausführungsform, nämlich
ein Sammelrohr 21 a mit eingerolltem Rohrende 22a, dessen mittlerer Bereich durch
einen Schweißpunkt 23 völlig geschlossen und abgedichtet ist.
[0025] Fig. 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel für den Verschluss eines Sammelrohres 24,
dessen Rohrende 25 im Bereich der Rohrachse a abgeflacht und (in der Zeichnung) nach
oben, d. h. etwa rechtwinklig zur Rohrachse a abgewinkelt ist, wobei endseitig eine
etwa V-förmige Rinne 25a gebildet wird. Letztere dient zum Einfüllen und zur Aufnahme
eines Metallklebers 26.
[0026] Fig. 7a zeigt eine perspektivische Darstellung des Verschlusses 25 mit der nach oben weisenden
Rinne 25a, die rundum wie ein flachgedrückter Trichter geschlossen ist und den Kleber
26 in sich aufnimmt.
[0027] Fig. 8 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 27 für ein Sammelrohr 28,
in dessen Rohrende ein topfförmiger Stopfen 29 eingepresst ist, sodass er stirnseitig
bündig mit dem Rohrende abschließt. Das Sammelrohr 28 weist im Bereich des Stopfens
29 eine umlaufende Sicke 30 auf, die mit der Außenwand des Stopfens 29 einen Ringkanal
31 bildet, welcher eine oben gelegene Einfüllöffnung 31a aufweist. Der Ringkanal 31
wird über die Einfüllöffnung 31a mit einem Metallkleber gefüllt, welcher den Stopfen
29 gegenüber der Innenwand des Sammelrohres 28 abdichtet und somit für einen druck-
und flüssigkeitsdichten Verschluss des Sammelrohres 28 sorgt. Die Sicke 30 kann auch
durch eine (nicht dargestellte) Innensicke im Stopfen 29 ersetzt werden, sodass ebenfalls
ein Ringkanal entsteht.
[0028] Fig. 8a zeigt eine perspektivische Darstellung mit Blick auf die Stirnseite des Sammelrohres
28, die Sicke 30 und die Einfüllöffnung 31a.
[0029] Fig. 9 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 32 für ein Sammelrohr 33.
Das Rohrende des Sammelrohres 33 ist mit Ausnahme eines quer zur Rohrachse a verlaufenden
Kanals 34 abgeflacht, d. h. in Achsrichtung a vor und hinter dem Kanal 34 zusammengedrückt.
Der Kanal 34 wird mit einem Metallkleber 35 gefüllt (möglich von oben oder unten),
womit das Sammelrohr druck- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen ist.
[0030] Fig. 9a zeigt eine perspektivische Ansicht des Verschlusses 32 mit quer verlaufendem Kanal
34.
[0031] Die Einfüllöffnungen für den Metallkleber sind bei den Ausführungsbeispielen gemäß
Fig. 7, 8 und 9 jeweils so gelegt, dass die Verklebung bzw. das Applizieren des Klebers
für die Verbindung der Heizkörperrohre mit dem Sammelrohr gleichzeitig erfolgen kann,
ohne dass der Heizkörper bei diesem Fertigungsschritt in seiner Position verändert
werden muss. Da der Kleber im Zustand des Applizierens flüssig ist, läuft er, der
Schwerkraft folgend, von oben nach unten, bevor er aushärtet. Insofern ist es von
Vorteil, wenn die jeweilige Einfüllöffnung auf der Seite des Sammelrohres liegt, wo
auch die Durchzüge zur Aufnahme der Rohrenden (vgl. Fig. 1, 1c) angeordnet sind.
[0032] Fig. 10, 10a zeigen ein neuntes Ausführungsbeispiel eines Verschlusses 36 für ein Sammelrohr 37,
dessen stirnseitiger Endbereich zu einem Ringflansch 37a mit einer stirnseitigen Planfläche
umgeformt ist. Auf den Ringflansch 37a wird ein Abschlussdeckel 38, der eine entsprechende
Planfläche aufweist, aufgesetzt und mittels Ultraschall verschweißt. Ringflansch 37a
und Deckel 38 sind damit durch eine umlaufende Schweißnaht 39 dicht und fest miteinander
verbunden.
[0033] Die Erfindung ist auch auf Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper mit nur einem
Sammelrohr auf einer Seite des Wärmeübertragers anwendbar.
[0034] Fig. 11,
11a zeigen eine zehnte Ausführung der Erfindung für einen Heizkörper mit zwei nebeneinander
angeordneten Sammelrohren - ähnlich dem Heizkörper in Fig. 1 bis 1c. Der hier nicht
dargestellte Heizkörper weist zwei Sammelrohre 40, 41 auf, die aus einem Rohr hergestellt
und im Bereich ihrer Rohrenden 40a, 41 a durch einen abgeflachten, abgewinkelten und
U-förmig geformten Rohrbogen 42 miteinander verbunden sind. Der Bogen 42 verbindet
beide Sammelrohre 40, 41 körperlich, trennt sie allerdings kühlmittelseitig, und zwar
durch zweifache Abkantung bzw. nicht dargestellte Quetschungen.. Diese Lösung hat
den Vorteil einer vereinfachten Montage mit einem Heizkörper gemäß Fig. 1 und den
weiteren Vorteil, dass sie kein Kleben und kein Schweißen zur Abdichtung benötigt.
1. Sammelrohr eines Wärmeübertragers, insbesondere eines Heizkörpers für eine Heizungs-
oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, wobei der Wärmeübertrager mindestens eine
Reihe von Rohren (3) mit Rohrenden (5) aufweist, die in das Sammelrohr (6) münden,
und wobei das Sammelrohr (6) ein offenes Rohrende (6a) für den Zu- oder Abfluss eines
Fluids und ein geschlossenes Rohrende mit einem fluid- und druckdichten Verschluss
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss als geklebte oder geschweißte Verbindung ausgebildet ist.
2. Sammelrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung mittels eines Metallklebers (14, 26, 35) hergestellt ist.
3. Sammelrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlossene Rohrende mechanisch verformt ist und eine Fügestelle bzw. Fügenaht
aufweist.
4. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (11) abgeflacht ist und die Fügenaht als Rinne (13) ausgebildet ist.
5. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch-gekennzeichnet, dass das Rohrende (15) zweifach abgeflacht und die Fügestelle als doppel-T-förmige
Stumpfschweißnaht (17) ausgebildet ist.
6. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende einen durch Rollen hergestellten, sphärischen Endbereich (22, 22a) mit
einer punktförmigen Fügestelle M aufweist, die vorzugsweise durch einen Schweißpunkt
(23) abgedichtet ist.
7. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (25) abgeflacht und abgewinkelt ist sowie eine nach oben offene Fügestelle(25a)
für einen Kleber (26) aufweist.
8. Sammelrohr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende einen abgeflachten Endbereich (32) aufweist und dass die Fügestelle
als quer zur Rohrachse a verlaufender, mit einem Kleber (35) auffüllbarer Kanal (34)
innerhalb des Endbereiches (32) ausgebildet ist.
9. Sammelrohr nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (34) parallel zur Längsrichtung der Rohre des Wärmeübertragers angeordnet
ist.
10. Sammelrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende durch einen Deckel verschlossen ist.
11. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel als Stopfen (19) ausgebildet ist, der mit dem Rohrende eine stirnseitige
Stumpfschweißnaht (20) bildet.
12. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel als in das Rohrende (27) einsetzbarer Stopfen (29) ausgebildet und dass
zwischen dem Rohrende (27) und dem Stopfen (29) ein mit einem Kleber befüllbaren Ringkanal
(31) mit einer oberen Einfüllöffnung (31a) angeordnet ist.
13. Sammelrohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrende (36) einen' stirnseitigen, ebenen Ringflansch (37a) aufweist und der
Deckel (38) mit dem Ringflansch (37a) mittels einer durch UItraschallschweißen erzeugten
Schweißnaht (39) verbunden ist.
14. Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper mit nebeneinander angeordneten Sammelrohren
für eine Heizungs- oder Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges, wobei der Wärmeübertrager
zwei Reihen von Rohren, insbesondere U-Rohre mit Rohrenden aufweist, die in die Sammelrohre
münden, und wobei die Sammelrohre je ein offenes Rohrende für den Zu- oder Abfluss
eines Fluids und ein geschlossenes Rohrende mit einem fluid- und druckdichten Verschluss
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass beide Sammelrohre (40, 41) aus einem Rohr hergestellt sind und dass der Verschluss
durch einen abgeflachten, die beiden Sammelrohre (40, 41) verbindenden Rohrbogen (42)
gebildet wird.
15. Wärmeübertrager, insbesondere Heizkörper nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss der beiden Rohrenden (40a, 41a) durch Quetschungen oder Abkantungen
des abgeflachten Rohrbogens (42) gebildet ist.