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EP 1 216 680 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.03.2006 Patentblatt 2006/11 |
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Anmeldetag: 20.12.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rotary-Die-Verfahren und Füllkeil zum Herstellen von Kapseln, insbesondere Weichkapseln
Rotary die process and filling wedge for manufacturing capsules, in particular soft
capsules
Procédé d'estampage rotatif et coin de remplissage pour fabrication de capsules, notamment
de capsules molles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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RO |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.2002 Patentblatt 2002/26 |
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Patentinhaber: Swiss Caps Rechte und Lizenzen AG |
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9533 Kirchberg (CH) |
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Erfinder: |
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- Stolz, Leo
9608 Ganterschwil (CH)
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Vertreter: Wenger, René et al |
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Hepp, Wenger & Ryffel AG
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-00/28976
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US-A- 4 662 155
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Rotary-Die-Verfahren zum Herstellen von Kapseln, insbesondere
Weichkapseln gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Dieses Verfahren mit rotierenden
Formwalzen ist seit vielen Jahren bekannt und gebräuchlich und stellt heute eines
der am meisten verbreiteten Verkapselungsverfahren für die Herstellung pharmazeutischer,
diätetischer und technischer Kapseln dar. Konventionelle Rotary-Die-Verfahren sind
beispielsweise beschrieben in "Die Kapsel", Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
MBH, Stuttgart, 1983.
[0002] Eine Grundvoraussetzung für die Bildung der Kapseln zwischen den beiden Formwalzen
ist das Erreichen einer genügend hohen Temperatur für das Verschweissen der beiden
Materialbänder zu einer nahtlosen Kapsel. Bei konventionellen Gelatine-Kapseln liegt
die Keiltemperatur bei ca. 43° C +/- 5° C. Es ist bereits bekannt, innerhalb des Füllkeils
eine Heizvorrichtung anzuordnen, um die gewünschte Versiegelungstemperatur aufrecht
zu erhalten. Bei der Heizvorrichtung kann es sich um in den Füllkeil eingesetzte Heizpatronen
oder um Rohre zur Durchleitung eines flüssigen Heizmediums handeln, wie dies z.B.
in der EP-A-227 060 beschrieben ist.
[0003] Diese relativ hohen Temperaturen an der Keiloberfläche haben teilweise eine schädliche
Auswirkung auf das Füllgut. So kann aufgrund der Wärmeempfindlichkeit verschiedenster
aktiver Stoffe eine thermische Zerstörung eintreten. Bei konventionellen Materialbändern
aus Gelatine können zwar Füllguttemperaturen von z.B. 25° C bis 35° C gerade noch
eingehalten werden. Bei der Verarbeitungen von thermoplastischen Stärkemassen beispielsweise
nach der europäischen Patentanmeldung 99811071.2 ergeben sich jedoch völlig andere
Temperaturverhältnisse. Die Materialbänder werden durch Extrusion bei Temperaturen
über 100°C hergestellt und der für die Versiegelung erforderliche Schmelzpunkt der
Masse liegt bei ca. 80°C. Diese im Gegensatz zu Gelatine-Bändern wesentlich höheren
Betriebstemperaturen bei Stärkebändern sind für zahlreiche Füllgüter problematisch.
Dies gilt für empfindliche Wirkstoffe aber auch für die Zubereitung (Galenik), die
sich durch Temperatureinwirkung bezüglich Viskosität, und Phasen (Emulsionen, Suspensionen)
nicht verändern soll.
[0004] Aus der US-A-4 662 155 ist ein Rotary-Die-Verfahren für Gelatinekapseln und ein entsprechender
Füllkeil bekannt, wobei das Füllgut mit Hilfe eines Inertgases vor dem eventuell schädlichen
Einfluss von Luft geschützt werden kann. Dazu weist der Füllkeil zum Zufuhrkanal etwa
parallele zur Keiloberfläche hin verlaufende Kanäle auf.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei dem unabhängig von der erforderlichen Betriebstemperatur für die
Versiegelung der Kapseln die Einhaltung einer tiefen Füllguttemperatur möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Verfahren gelöst, das die Merkmale in
Anspruch 1 aufweist. Es hat sich dabei überraschend gezeigt, dass trotz der engen
räumlichen Verhältnisse im Füllkeil mit einer Reduktion der Wärmeübertragung hohe
Temperaturdifferenzen zwischen Füllgut und Materialbänder aufrecht erhalten werden
können.
[0006] Die Wärmeübertragung kann dabei durch das Kühlmedium reduziert werden, das durch
den Kühlkanal zwischen den Zufuhrkanal im Füllkeil und der Keiloberfläche geleitet
wird. Es kann sich dabei um ein flüssiges oder um ein gasförmiges Kühlmedium handeln.
Es wäre selbstverständlich auch denkbar, dass sich der Kühlkanal konzentrisch um jeden
einzelnen Zufuhrkanal erstreckt, um eine möglichst intensive Wärmeabfuhr zu gewährleisten.
[0007] Das Kühlmedium kann in einem Kühlkreislauf zirkulieren und nach dem Durchströmen
des Kühlkanals in einem Wärmetauscher wieder abgekühlt werden. Alternativ kann aber
auch ein sich stets erneuerndes Kühlmedium wie z.B. Leitungswasser oder Umgebungsluft
durch den Kühlkreislauf geleitet werden.
[0008] Die Heizung des der Keiloberfläche zugewandten Bereichs des Füllkeils kann mit unterschiedlichen
Heizeinrichtungen erfolgen. Erfolgt die Heizung mit einem flüssigen Heizmittel, wäre
gar eine Koppelung mit dem Kühlkreislauf denkbar, indem die aufgeheizte Kühlflüssigkeit
ganz oder teilweise zuerst dem Heizkreislauf zugeführt wird, bevor eine Abkühlung
am Wärmetauscher erfolgt.
[0009] Bei extrudierten Materialbändern aus einer Stärkemasse hat es sich als besonders
vorteilhaft erwiesen, wenn der dem Zufuhrkanal zugewandte Bereich des Füllkeils auf
einer Betriebstemperatur von weniger als 50° C gehalten wird und wenn ausserdem die
Temperaturdifferenz zwischen dem dem Zufuhrkanal zugewandten Bereich und dem der Keiloberfläche
zugewandten Bereich des Füllkeils wenigstens 10° C beträgt.
[0010] Die Erfindung betrifft auch einen Füllkeil für eine Maschine zum Herstellen von Kapseln,
insbesondere von Weichkapseln, der die Merkmale in Anspruch 8 aufweist. Mit einem
derartigen Füllkeil lässt sich das eingangs beschriebene Verfahren besonders einfach
durchführen. Die thermische Trennung am Füllkeil lässt sich durch den wenigstens einen
wärmedämmenden Hohlraum erreichen der sich flächig über die Breite des Füllkeils erstreckt.
Der Hohlraum kann dabei als Kühlkanal ausgebildet sein, der an eine Kühlmittelquelle
angeschlossen ist. Der Hohlraum kann dabei Bestandteil eines Kühlkreislaufs sein,
wobei die abgeführte Wärme immer wieder an einen Wärmetauscher abgegeben wird.
[0011] Durch den Kühlkanal kann entweder ein flüssiges oder ein gasförmiges Kühlmittel durchgeleitet
werden. Je nach Strömungsgeschwindigkeit und Wahl des Kühlmittels können ganz unterschiedliche
Temperatursegmente abgedeckt werden. Denkbare Kühlmittel wären z.B. Öl, Wasser, Glycole
oder Stickstoff.
[0012] Der wärmedämmende Hohlraum könnte zur Reduktion der Wärmeleitfähigkeit, aber auch
vor Gebrauch evakuiert werden oder er könnte mit speziellen Gasen gefüllt werden,
um die Isolationswirkung zu verbessern.
[0013] Es hat sich ausserdem als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn neben einem an eine
Kühlmittelquelle angeschlossenen Hohlraum wenigstens ein weiterer passiver Hohlraum
angeordnet ist. Dieser zusätzliche Hohl- oder Freiraum bildet eine weitere Trennung
zwischen der beheizten Keiloberfläche und dem kühlen Zentrum. Die Masse des Füllkeils
wird dabei auf die absolut notwendige Wandstärke beschränkt. Um trotz dieser Hohlräume
eine ausreichende mechanische Festigkeit und eine gleichbleibende Geometrie des Füllkeils
zu gewährleisten, kann der Füllkeil auf der der Keilspitze abgewandten Seite mit einer
massiven Deckplatte verschraubt sein.
[0014] Als sehr vorteilhaft hat es sich weiterhin erwiesen, wenn die Heizeinrichtung so
weit wie möglich weg von den Zufuhrkanälen und so nahe wie möglich an die Keiloberfläche
verlegt wird. Dies ist besonders vorteilhaft möglich, mit einer flächigen, elektrischen
Widerstandsheizung, welche sich unmittelbar in oder unter der Keiloberfläche erstreckt.
Das Prinzip einer derartigen Heizung entspricht etwa demjenigen der Heckscheibenheizung
bei Autos. Die Heizdrähte oder Heizbahnen können unmittelbar unter der Gleitteflonschicht
der Keiloberfläche verlegt werden.
[0015] Vorteilhaft ist ferner die Anordnung wenigstens eines Temperatursensors am Füllkeil,
über den die Heizleistung der Heizeinrichtung und/oder die Kühlleistung der Kühleinrichtung
regelbar ist.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
nachstehend genauer beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine schematische Darstellung einer Rotary-Die-Maschine,
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung eines Füllkeils an einer Rotary-Die-Maschine,
- Figur 3:
- eine perspektivische Darstellung eines geschnittenen ersten Ausführungsbeispiels eines
Füllkeils,
- Figur 4:
- eine perspektivische Darstellung eines geschnittenen zweiten Ausführungsbeispiels
eines Füllkeils,
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung eines geschnittenen Füllkeils mit Kühlkreislauf und
Heizeinrichtung,
- Figur 6:
- ein Querschnitt durch ein drittes Ausführungsbeispiel eines Füllkeils mit angehobener
Deckplatte,
- Figur 7
- der Füllkeil gemäss Figur 6 mit abgesenkter Verschlussplatte,
- Figur 8
- eine Seitenansicht auf den Füllkeil gemäss Figur 3 mit der Anschlussplatte für Kühlmittel,
und
- Figur 9
- eine Draufsicht auf den Füllkeil gemäss Figur 8.
[0017] Figur 1 zeigt eine Rotary-Die-Maschine 16, wie sie für die Verarbeitung von zwei
endlosen Materialbändern 2, 2' aus thermoplastischer Stärke eingesetzt wird. Die Materialbänder
werden dabei an den Extrudern 17, 17' aus Schlitzdüsen extrudiert und mit je einem
Walzenpaar 18, 18' abgezogen und auf die richtige Dicke gewalzt. Aus einem Füllguttank
19 wird flüssiges, pastöses oder in bestimmten Fällen auch pulverförmiges Füllgut
über einen Füllkeil 4 zwischen die Materialbänder eingeführt, welche an den Formwalzen
3, 3' zu Kapseln 1 verformt werden.
[0018] Der an sich bekannte Verkapselungsvorgang ist in Figur 2 noch etwas genauer dargestellt.
Die beiden gegensinnig rotierenden Formwalzen 3, 3' verbinden die auf Schmelztemperatur
gebrachten Materialbänder 2, 2' zu nahtlosen Kapseln 1, wobei diese gleichzeitig vom
verbleibenden Materialband oder Netz 22 abgetrennt werden. Der Füllkeil 4 mit dem
Zufuhrkanal 5 ist im Zwickel der beiden Formwalzen angeordnet und reicht bis in die
sich schliessenden Kapseln. Das Füllgut 6 im Füllguttank 19 wird über eine Dosierpumpe
21 zugeführt, wobei an einem Dosierventil 20 die Menge eingestellt werden kann.
[0019] Handelt es sich beim Füllgut um eine pulverförmige Substanz, so tritt anstelle der
Dosierpumpe ein spezieller Zufuhrmechanismus, wie z.B. in der JP-A-10-211257 beschrieben.
Selbstverständlich ist es auch möglich, aus mehr als zwei Materialbändern mehrteilige
Kapseln herzustellen, wobei die einzelnen Kammern der Kapseln mit unterschiedlichem
Füllgut gefüllt werden können. Ein derartiges Herstellungsverfahren wird z.B. in der
WO 00/28976 beschrieben.
[0020] Der Füllkeil 4 gemäss Figur 3 weist konkave, dem Aussenmantel der Formwalzen angepasste
Keiloberflächen 12, 12' auf. Diese Oberflächen sind vorzugsweise mit einer Teflonbeschichtung
versehen. Eine Mehrzahl von Zufuhrkanälen 5 erstreckt sich bis gegen die Spitze des
Füllkeils. Zwischen diesen Zufuhrkanälen und den Keiloberflächen ist auf beiden Seiten
je ein flächiger Kühlkanal 8, 8' angeordnet. Nahe an den Keiloberflächen sind Bohrungen
angeordnet, die sich über die ganze Breite des Füllkeils erstrecken und die mit Heizpatronen
13 gefüllt werden können. Ebenfalls im Bereich der Keiloberflächen sind Temperatursensoren
15 angeordnet.
[0021] Die Zufuhrkanäle 5 sind von den Heizpatronen 13 zusätzlich noch durch stufenartige
Hohlräume 7, 7' abgetrennt. Um die mechanische Stabilität zu gewährleisten, ist auf
den Füllkeil eine Deckplatte 23 aufgeschraubt. Diese bildet gleichzeitig den oberen
Abschluss der Kühlkanäle 8, 8' und der Hohlräume 7, 7', enthält jedoch Bohrungen,
welche die Zufuhrkanäle 5 freilegen.
[0022] Die Kühlkanäle 8, 8' können von einem flüssigen Kühlmittel durchströmt werden. Die
Hohlräume 7, 7' bilden eine natürliche Barriere für die Wärmeübertragung, wobei es
selbstverständlich denkbar wäre, auch über die Hohlräume Wärme abzutransportieren,
z.B. durch das Einblasen von Umgebungsluft mit einem Ventilator. Mit Hilfe dieser,
die Wärmeübertragung reduzierenden Mittel ist es ersichtlicherweise möglich, eine
relativ hohe Temperaturdifferenz zwischen den Keiloberflächen 12, 12' und den Zufuhrkanälen
5 aufrecht zu erhalten und damit auch temperaturempfindliche Füllgüter zu verarbeiten.
Die Temperaturdifferenz zwischen Füllgut (25° C) und Keiloberfläche (80° C) kann somit
>50° C betragen.
[0023] Der Füllkeil gemäss Figur 4 ist ähnlich aufgebaut, wie beim Ausführungsbeispiel gemäss
Figur 3. Die Aufheizung der Keiloberflächen 12, 12' erfolgt jedoch nicht über Heizpatronen,
sondern über eine flächige Widerstandsheizung 14, welche direkt an der Keiloberfläche
angeordnet ist. Es kann sich dabei um mäanderförmig angeordnete Heizbahnen handeln,
welche auf geeignete Weise aufgebracht werden können. Durch diese Massnahme wird die
Heizquelle noch weiter entfernt von den Zufuhrkanälen 5 und die Wärme der Heizeinrichtung
wird unmittelbar dort abgegeben, wo sie benötigt wird, nämlich an den Keiloberflächen
12, 12'. Durch den wegfall der Heizpatronen kann die Querschnittsform des Füllkeils
anders gestaltet werden und es ist insbesondere möglich, den Hohlraum 7 wesentlich
grösser auszubilden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist kein zusätzlicher
Kühlkanal mehr vorgesehen und die Kühlung erfolgt ausschliesslich über den Hohlraum
7. Auf der Keilinnenwand kann zusätzlich noch eine Isolationsschicht 35 aufgebracht
sein. Alternativ könnte der Füllkeil auch massiv ausgebildet sein, wobei anstelle
des Hohlraums 7 ein Labyrinth von Kühlmittelbohrungen treten würde. Beim Ausführungsbeispiel
gemäss Figur 4 ist im übrigen auch der Temperatursensor 15 unmittelbar in die Keilspitze
verlegt.
[0024] Figur 5 zeigt schematisch das Zusammenwirken des Füllkeils 4 mit den Mitteln zum
Heizen bzw. Kühlen. Der Kühlholraum 7 ist in einen Kühlkreislauf 9 integriert, der
aus einer Kühlmittelquelle 11 mit Kühlmittel 10 versorgt wird. Die Umwälzung erfolgt
über eine Kühlmittelpumpe 24. Zur Rückkühlung des aufgewärmten Kühlmittels ist ein
Wärmetauscher 25 vorgesehen. Die Kühlmittelpumpe 24 kann über die im Füllkeil angeordneten
Temperatursensoren 15 angesteuert werden.
[0025] Die elektrischen Widerstandsheizungen 14 auf den Keiloberflächen sind an einen Stromkreis
26 angeschlossen, der über einen Transformator 27 mit elektrischer Energie versorgt
wird. Die Stromzufuhr kann ebenfalls über die Temperatursensoren 15 geregelt oder
gesteuert werden.
[0026] Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 6 und 7 ist die Verschlussplatte 31 als
Schieber ausgebildet, der an den Vertikalführungen 29 in Pfeilrichtung a angehoben
und abgesenkt werden kann. Am Schieber sind einzelne Einspritzrohre 30 angeordnet,
über welche die Zufuhr des Füllguts erfolgt. Jedes Einspritzrohr ist an seinem Ende
mit einem konischen Dichtsitz versehen, der mit einem korrespondierenden Sitz 32 auf
der Innenseite des Füllkeils zusammenwirkt. Von dort aus führt ein relativ kurzer
Zufuhrkanal 5 auf beide Seiten zu den Keiloberflächen 12, 12'. Durch eine leichte
Vorspannung der Einspritzrohre 30 ist am konischen Ventilsitz eine dichte Verbindung
gewährleistet.
[0027] Der die Einspritzrohre 30 umgebende Hohlraum 7 kann mit einem gasförmigen Kühlmedium
beaufschlagt werden. Unmittelbar unter den Keiloberflächen 12, 12' sind erodierte
Hohlräume 28 angeordnet, die ein flexibles Widerstandsheizelement aufnehmen können.
Selbstverständlich könnten noch zustäzliche Bohrungen für ein flüssiges Kühlmittel
im Füllkeil angeordnet sein.
[0028] In der Betriebsstellung gemäss Figur 7 ist der Schieber 31 abgesenkt, womit der Kühlhohlraum
7 abgeschlossen wird. Auch die Verbindung am Zufuhrkanal 5 ist hergestellt. Beim Maschinenstop
wird der Schieber gemäss Figur 6 sofort angehoben, womit auch eine thermische Entkoppelung
zwischen den das Füllgut führenden Teilen und dem geheizten Rest des Füllkeils stattfindet.
Das in den Zufuhrleitungen stillstehende Füllgut wird dadurch nicht unnötig erwärmt.
[0029] Die Figuren 8 und 9 zeigen eine Möglichkeit, wie über eine seitlich angeordnete Anschlussplatte
33 flüssiges Kühlmittel zu den schmalen, schachartig ausgebildeten Kühlkanälen 8,
8' geführt werden kann. Die Anschlussplatte 33 wird über geeignete Befestigungsmittel
seitlich an den Füllkeil 4 angeschraubt. Ein System von Kühlbohrungen 34 stellt die
Verbindung her zu den seitlich freiliegenden Kühlkanälen 8, 8'. Gegen oben werden
die Kühlkanäle durch die hier nicht dargestellte Deckplatte abgedichtet. An beiden
Stirnseiten des Füllkeils können derartige Verteilplatten angeordnet sein.
1. Rotary-Die-Verfahren zum Herstellen von Kapseln (1), insbesondere Weichkapseln, bei
dem wenigstens zwei Materialbänder (2, 2') über gegensinnig laufende Formwalzen (3,
3') zusammengeführt und zu Kapseln geformt werden, wobei über einen im Einzugsbereich
der Formwalzen angeordneten Füllkeil (4) durch wenigstens einen Zufuhrkanal (5) ein
Füllgut (6) zwischen die sich zu Kapseln schliessenden Materialbänder eingebracht
wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zufuhrkanal (5) und wenigstens einer einem Materialband zugewandten
Keiloberfläche (12, 12') derart durch aktive Mittel die Wärmeübertragung reduziert
wird, dass ein Kühlmedium (10) durch wenigstens einen Kühlkanal (8) zwischen dem Zufuhrkanal
(5) und der Keiloberfläche geleitet wird wobei sich der kühlkanal flächig über die
Breite des Füllkeils erstreckt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmedium (10) in einem Kühlkreislauf (9) zirkuliert und nach dem Durchströmen
des Kühlkanals (8) in einem Wärmetauscher (25) wieder abgekühlt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der der Keiloberfläche (12, 12') zugewandte Bereich des Füllkeils (4) mittels einer
Heizeinrichtung (13, 14) geheizt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Zufuhrkanal (5) zugewandte Bereich des Füllkeils (4) auf einer Betriebstemperatur
von weniger als 50°C gehalten wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe des Kühlmediums eine Temperaturdifferenz zwischen dem dem Zufuhrkanal zugewandten
Bereich und dem der Keiloberfläche zugewandten Bereich des Füllkeils von wenigstens
10°C aufrecht erhalten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbänder (2, 2') aus einer Stärke enthaltenen Masse bestehen und dass sie
vor dem Einziehen zwischen die Formwalzen (3, 3') durch Extrusion gebildet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelztemperatur für die Verbindung der beiden Materialbänder zwischen den Formwalzen
wenigstens 50°C beträgt.
8. Füllkeil (4) für eine Maschine (16) zum Herstellen von Kapseln, insbesondere Weichkapseln
im Rotary-Die-Verfahren mit zwei vorzugsweise konkaven Keiloberflächen (12, 12') und
mit wenigstens einem zwischen den Keiloberflächen verlaufenden Zufuhrkanal (5) für
das Ausstossen von Füllgut (6), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zufuhrkanal (5) und wenigstens einer Keiloberfläche (12, 12') wenigstens
ein die Wärmeübertragung reduzierender wärmedämmender Hohlraum (7, 8) angeordnet ist,
wobei sich der Hohlraum flächig über die Breite des Füllkeils erstreckt.
9. Füllkeil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum ein Kühlkanal (8) ist, der an eine Kühlmittelquelle (11) anschliessbar
ist.
10. Füllkeil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (8) Bestandteil eines Kühlkreislaufs (9) ist, der an wenigstens einen
Wärmetauscher (25) anschliessbar ist.
11. Füllkeil nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem an eine Kühlmittelquelle anschliessbaren Hohlraum (8) wenigstens ein weiterer
Hohlraum (7) angeordnet ist.
12. Füllkeil nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem die Wärmeübertragung reduzierenden Hohlraum und der Keiloberfläche (12,
12') eine Heizeinrichtung (13, 14) angeordnet ist.
13. Füllkeil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung wenigstens eine in einer Bohrung angeordnete Heizpatrone (13)
ist.
14. Füllkeil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung wenigstens eine flächige, elektrische Widerstandsheizung ist,
welche sich unmittelbar in oder unter der Keiloberfläche (12, 12') erstreckt.
15. Füllkeil nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Füllkeil wenigstens ein Temperatursensor (15) angeordnet ist, über den die Heizleistung
der Heizeinrichtung und/oder die Kühlleistung einer Kühleinrichtung regelbar ist.
16. Maschine (16) zum Herstellen von Kapseln, insbesondere Weichkapseln im Rotary-Die-Verfahren
mit wenigstens einem Füllkeil (4) nach einem der Ansprüche 8 bis 15, und mit wenigstens
zwei gegensinnig drehbaren Formwalzen zum Zusammenführen von wenigstens zwei Materialbändern
(2, 2') und zu deren Formung zu Kapseln.
1. Rotary die process for manufacturing capsules (1), in particular soft.capsules, in
which at least two material strips (2, 2') are brought together by means of counter-running
forming rolls (3, 3') and formed into capsules, a filling material (6) being introduced
via a filling wedge (4), which is arranged in the drawing-in region of the forming
rolls, through at least one feed channel (5) between the material strips closing to
form capsules, characterized in that, between the feed channel (5) and at least one wedge surface (12, 12') facing the
material strip, the heat transfer is reduced by active means such that a cooling medium
(10) is passed through at least one cooling channel (8) between the feed channel (5)
and the wedge surface, wherein the cooling channel extends two-dimensionally over
the width of the filling wedge.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the cooling medium (10) is circulated in a cooling cycle (9) and, after flowing through
the cooling channel (8), is cooled down again in a heat exchanger (25).
3. Process according to one of Claims 1 or 2, characterized in that the region of the filling wedge (4) facing the wedge surface (12, 12') is heated
by means of a heating device (13, 14).
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the region of the filling wedge (4) facing the feed channel (5) is kept at an operating
temperature of less than 50°C.
5. Process according to one of Claims 1 to 4, characterized in that with the aid of the cooling medium, a temperature difference between the region of
the filling wedge facing the feed channel and the region of the filling wedge facing
the wedge surface of at least 10°C is maintained.
6. Process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the material strips (2, 2') consist of a composition containing starch and in that they are formed by extrusion before being drawn between the forming rolls (3, 3').
7. Process according to Claim 6, characterized in that the melting temperature for bonding the two material webs between the form rollers
is at least 50°C.
8. Filling wedge (4) for a machine (16) for manufacturing capsules, in particular soft
capsules, by the rotary die process with two preferably concave wedge surfaces (12,
12') and with at least one feed channel (5), running between the wedge surfaces, for
discharging filling material (6), characterized in that at least one heat-insulating hollow space (7, 8) reducing the heat transfer is arranged
between the feed channel (5) and at least one wedge surface (12, 12') wherein the
hollow space extends two-dimensionally over the width of the filling wedge.
9. Filling wedge according to Claim 8, characterized in that the hollow space is a cooling channel (8), which can be connected to a coolant source
(11).
10. Filling wedge according to Claim 9, characterized in that the hollow space (8) is a component part of a cooling cycle (9) which can be connected
to at least one heat exchanger (25).
11. Filling wedge according to one of Claims 8 to 10, characterized in that, along with the hollow space (8) that can be connected to a coolant source, there
is arranged at least one further hollow space (7).
12. Filling wedge according to one of Claims 8 to 11, characterized in that a heating device (13, 14) is arranged between the hollow space reducing the heat
transfer and the wedge surface (12, 12').
13. Filling wedge according to Claim 12, characterized in that the heating device is at least one heating cartridge (13) arranged in a bore.
14. Filling wedge according to Claim 13, characterized in that the heating device is at least one two-dimensional, electrical resistance heater
which extends directly in or under the wedge surface (12, 12').
15. Filling wedge according to one of Claims 12 to 14, characterized in that at least one temperature sensor (15), by means of which the heating output of the
heating device and/or the cooling output of a cooling device can be regulated, is
arranged at the filling wedge.
16. Machine (16) for manufacturing capsules, in particular soft capsules, by the rotary
die process with at least one filling wedge (4) according to one of Claims 8 to 15
and with at least two counter-rotatable forming rolls for bringing together at least
two material strips (2, 2') and forming them into capsules.
1. Procédé à outil rotatif pour fabriquer des capsules (1), en particulier des capsules
molles, selon lequel au moins deux bandes de matière (2, 2') sont réunies grâce à
des rouleaux profilés (3, 3') qui tournent en sens inverse, et sont transformées en
capsules, un produit de remplissage (6) étant amené entre les bandes de matière qui
se ferment pour former les capsules, par l'intermédiaire d'un coin de remplissage
(4) disposé dans la zone d'alimentation des rouleaux profilés, à travers au moins
un conduit d'amenée (5),
caractérisé en ce qu'entre le conduit d'amenée (5) et au moins une surface de coin (12, 12') tournée vers
une bande de matière, le transfert de chaleur est réduit grâce à des moyens actifs
de telle sorte qu'un agent réfrigérant (10) est amené par au moins un conduit de refroidissement
(8) entre le conduit d'amenée (5) et ladite surface de coin, le conduit de refroidissement
s'étendant sur la surface de la largeur du coin de remplissage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent réfrigérant (10) circule dans un circuit de refroidissement (9) et est à
nouveau refroidi dans un échangeur de chaleur (25) après avoir traversé le conduit
de refroidissement (8).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone du coin de remplissage (4) tournée vers la surface de coin (12, 12') est
chauffée à l'aide d'un dispositif de chauffage (13, 14).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la zone du coin de remplissage (4) tournée vers le conduit d'amenée (5) est maintenue
à une température de fonctionnement inférieure à 50°C.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'à l'aide de l'agent réfrigérant, une différence de température d'au moins 10°C est
maintenue entre la zone tournée vers le conduit d'amenée et la zone du coin de remplissage
tournée vers la surface de coin.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les bandes de matière (2, 2') se composent d'une masse contenant de l'amidon et en ce qu'elles sont formées par extrusion avant d'arriver entre les rouleaux profilés (3, 3').
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la température de fusion pour la liaison des deux bandes de matière entre les rouleaux
profilés est d'au moins 50°C.
8. Coin de remplissage (4) pour une machine (16) pour fabriquer des capsules, en particulier
des capsules molles selon le procédé à outil rotatif, avec deux surfaces de coin (12,
12') de préférence concaves et au moins un conduit d'amenée (5) qui s'étend entre
les surfaces de coin, pour l'éjection du produit de remplissage (6),
caractérisé en ce qu'il est prévu entre le conduit d'amenée (5) et au moins une surface de coin (12, 12')
au moins une cavité calorifuge (7, 8) qui réduit le transfert de chaleur, la cavité
s'étendant sur la surface de la largeur du coin de remplissage.
9. Coin de remplissage selon la revendication 8, caractérisé en ce que la cavité est constituée par un conduit de refroidissement (8) qui est apte à être
raccordé à une source d'agent réfrigérant (11).
10. Coin de remplissage selon la revendication 9, caractérisé en ce que la cavité (8) fait partie d'un circuit de refroidissement (9) qui est apte à être
raccordé à au moins un échangeur de chaleur (25).
11. Coin de remplissage selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'il est prévu en plus de la cavité (8) apte à être raccordée à une source d'agent réfrigérant
au moins une autre cavité (7).
12. Coin de remplissage selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'il est prévu entre la cavité qui réduit le transfert de chaleur et la surface de coin
(12, 12') un dispositif de chauffage (13, 14).
13. Coin de remplissage selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage est constitué par au moins une cartouche chauffante (13)
disposée dans un perçage.
14. Coin de remplissage selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage est constitué par au moins un chauffage à résistance électrique
plan qui s'étend directement dans ou sous la surface de coin (12, 12').
15. Coin de remplissage selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le coin de remplissage au moins un capteur de température (15) par
l'intermédiaire duquel la puissance de chauffage du dispositif de chauffage et/ou
la puissance de refroidissement d'un dispositif de refroidissement sont réglables.
16. Machine (16) pour fabriquer des capsules, en particulier des capsules molles selon
le procédé à outil rotatif, avec au moins un coin de remplissage (4) selon l'une des
revendications 8 à 15 et au moins deux rouleaux profilés aptes à tourner en sens inverse
et destinés à réunir au moins deux bandes de matière (2, 2') et à les transformer
en capsules.