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(11) |
EP 1 472 170 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.01.2007 Patentblatt 2007/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.01.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/000202 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/066498 (14.08.2003 Gazette 2003/33) |
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| (54) |
TREIBSCHEIBENAUFZUG
FRICTION-DRIVEN HOIST
ASCENSEUR A POULIE MOTRICE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
07.02.2002 DE 10205170
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
| (73) |
Patentinhaber: Wittur AG |
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85259 Wiedenzhausen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KÜNTSCHER, Dietmar
01257 Dresden (DE)
- FICHTNER, Klaus
01307 Dresden (DE)
- MANN, Steffen
01217 Dresden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ilberg, Roland |
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Ilberg - Weissfloh
Patentanwälte
Am Weissiger Bach 93 01328 Dresden 01328 Dresden (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibscheibenaufzug mit einem zwischen Schienen geführten
Fahrkorb, mit über Eck zu den Fahrkorbschienen angeordneten Schienen für die Führung
einer Gegenlast, mit einem Satz von Tragseilen, an denen der Fahrkorb und die Gegenlast
in loser Rolle aufgehängt sind und mit einer zumindest aus einem getriebelosen Motor,
einer Treibscheibe für die Tragseile und einer Bremse gebildeten Antriebseinheit,
deren axiale Länge größer als ihr Durchmesser ist, sowie bevorzugt einer Gegenscheibe
für eine doppelte Tragseilumschlingung der Treibscheibe.
Stand der Technik
[0002] Ein Treibscheibenaufzug mit einer Gegenscheibe ist beispielsweise aus der DE 24 41
992 A1 bekannt, wobei die Führungsschienen dort nicht dargestellt sind. Die längliche
Antriebseinheit ist auf dem Fundament eines auf dem oberen Geschoss eines Gebäudes
angeordneten Maschinenraumes aufgestellt, was mitunter unerwünscht ist.
[0003] Es sind bereits maschinenraumlose Anordnungen von Antriebseinheiten bekannt. Bei
einer solchen Anordnung (EP 0 688 735 B1) ist die Antriebseinheit scheibenartig ausgebildet
und an die Längsseite einer der beiden Führungsschienen des Fahrkorbes oder der Gegenlast
montiert. Dies hat die Auswirkung, dass die auf die Treibscheibe wirkenden vertikalen
Kräfte der Tragseile auf die betreffende Führungsschiene übertragen werden, die somit
die gesamten Kräfte aufnehmen muss. In einer Ausgestaltung ist die Antriebseinheit
auf einen Hilfsrahmen montiert, welcher mit der Führungsschiene unter Zwischenlegung
von Vibrationsdämpfungselementen verschraubt ist. Die Führungsschiene wird damit auf
Biegung beansprucht.
[0004] Nach der EP 0 710 618 B1 ist eine scheibenförmige Antriebseinheit von einem Maschinenbett
getragen und über dem oberen Ende einer oder mehrerer Führungsschienen angeordnet.
Die Aufhängelast führt zu einer außermittigen Beanspruchung und damit zur Biegung
der Führungsschienen, was ein mit Nachteilen behaftetes Verstärkungselement erforderlich
macht.
[0005] Nach der EP 0 849 209 A1 ist der Maschinenfuß einer scheibenförmigen Antriebseinheit
auf die Stirnfläche einer oberen Führungsschiene geschraubt, die dadurch als einzige
die Last aufnehmen muss.
[0006] Nach der EP 1 024 105 A1 und WO 99/33 742 A1 sind eine auf einem Maschinenbett gelagerte,
vibrationsgedämpfte, scheibenförmige Antriebseinheit zwischen allen vier Führungsschienen
eines Aufzugs in Rucksackbauweise angeordnet.
[0007] Scheibenförmige Antriebseinheiten besitzen gegenüber Bauweisen mit größerer axialer
Länge und kleinerem Durchmesser den Nachteil, dass sie ein hohes Trägheitsmoment aufweisen
und ein höheres Antriebsmoment aufbringen müssen.
[0008] Bei einer weiteren maschinenraumlosen Anordnung (DE 200 21 886 U1) ist die Antriebseinheit,
deren axiale Länge größer ist als ihr Durchmesser, auf zwei zusätzliche, parallel
auf Abstand angeordnete Träger montiert, die mit ihren Enden in die oberen Schachtwänden
eingelassen oder auf Wandkonsolen aufgelagert sind. Nach einer Ausgestaltung ist ein
Träger derart parallel zu sich selbst verschieblich, dass die Antriebseinheit bei
der Montage oder Demontage zwischen den beiden Träger hindurch bewegbar ist. Nach
einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen werden, die Antriebseinheit auf Träger
und/ oder eine Platte zu montieren und diese an den oberen Enden der Führungsschienen
des Fahrkorbes und/oder der Gegenlast anzuordnen. Hierdurch ragt die Antriebseinheit
über die Führungsschienen hinaus. Außerdem sind zusätzliche Träger und/oder eine Platte
erforderlich und die Antriebseinheit lässt sich nicht mehr nach dem Aufstellen der
Führungsschienen installieren. Der Fahrkorb und die Gegenlast sind umlenkrollenfrei
und gegenscheibenfrei angehängt.
[0009] Auch hier handelt es sich um einen Aufzug in Rucksackbauweise. In dieser Bauweise
bilden die Fahrkorb- und Gegenlast-Führungsschienen bzw. Gegenlast-Führungsflächen
in der Draufsicht Eckpunkte eines flachen Trapezes oder Rechteckes aus, weshalb die
Montage der Antriebseinheit über oder zwischen den Schienen erfolgen muss. Bei einer
Rucksackbauweise wirken aufgrund der außermittigen Aufhängung des Fahrkorbes wesentlich
größere Kräfte auf die Schienen und den Fahrkorbrahmen.
[0010] Nach DE 197 12 646 A1 ist eine Motor-Getriebe-Antriebseinheit auf einem höhengleich
und einstückig mit dem Etagenboden der obersten Haltestelle in den Schacht hineinragenden
Betonsockel angeordnet. Der Nachteil ergibt sich durch den überstehenden Betonsockel.
Darstellung der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen getriebelosen Treibscheibenantrieb
in Langbauweise für Aufzüge mit Fahrkorb- und Gegenlastaufhängung in loser Rolle,
also nicht in Rucksack-Aufhängung, platzsparend und aufwandsarm maschinenraumlos zwischen
ohnehin vorhandenen Führungsschienen und damit ohne Justage des Aufzuges in der Weise
zu installieren, dass die vorhandenen Seilkräfte möglichst keine Biege- und Torsionskräfte
auf die Schienen und den Fahrkorbrahmen bringen.
[0012] Die Erfindung wird gelöst durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte
Weiterentwicklungen geben die abhängigen Ansprüche 2 bis 10 an.
[0013] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass die vertikalen Seilkräfte so auf
die tragenden Schienen wirken können, dass die Schwerelinie der vertikal angreifenden
Seilkräfte durch die Querschnitte der Schienenprofile verläuft. Außerdem ergibt sich
eine sehr einfache und platzsparende Montage der Antriebseinheit vom Schachtinneren
aus oder von außen sowohl für eine selbsttragend ausgebildete Antriebseinheit als
auch eine auf einem Hilfsträger positionierte Antriebseinheit.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- schematisiert eine Montage einer selbsttragenden Antriebseinheit im oberen Schachtbereich
in der Seitenansicht und Draufsicht,
- Fig. 2
- schematisiert eine Montage einer Antriebseinheit im oberen Schachtbereich auf einem
Hilfsträger in der Seitenansicht und
- Fig. 3
- schematisiert eine Montage einer weiteren selbsttragenden Antriebseinheit im oberen
Schachtbereich in der Seitenansicht.
Bevorzugte Wege zur Ausführung der Erfindung
[0015] In einem Aufzugsschacht, von dem nur eine Seitenwand 1 symbolisch angedeutet ist,
sind Schienen 2 (2a, 2i) für die Führung eines nicht näher dargestellten Fahrkorbs
18 und Schienen 3 (3a, 3i) für die Führung einer nicht näher dargestellten Gegenlast
montiert. Beide Gegenlastschienen 3a, 3i sind im selben Abstand zur Seitenwand 1 angeordnet,
wodurch die Gegenlast parallel zur Seitenwand 1 geführt ist. Die Schienen 2, 3 sind
von oben gesehen im Wesentlichen über Eck und rechtwinkelig zueinander angeordnet.
Somit bildet eine gedachte Fluchtlinie durch die Fahrkorbschienen 2a, 2i mit der Seitenwand
1 etwa einen rechten Winkel. Die Schiene 2i hat zu den Schiene 3a und 3i einen unterschiedlichen
Abstand bezüglich der Seitenwand 1, und zwar ist der Abstand der Schienen 3a, 3i zur
Seitenwand 1 geringer als der Abstand der Schiene 2i zur Seitenwand 1. Das bedeutet,
dass die innere Fahrkorbschiene 2i im Eck vor einer gedachten Fluchtlinie durch die
Gegenlastschienen 3a, 3i angeordnet ist.
[0016] In der Seitenansicht sind die Fahrkorbschiene 2i und die Gegenlastschienen 3a, 3i
zeichnerisch dargestellt, in der Draufsicht sind die Fahrkorbschienen 2a, 2i und die
Gegenlastschiene 3a zu sehen. Die hier nicht sichtbare Gegenlastschiene 3i ist strichliniert
dargestellt. Sie ist kürzer als die anderen Schienen 2a, 2i, 3a. Die Schienen 2i,
3i werden der Einfachheit halber als innere Schienen bezeichnet, weil sie im gedachten
Eck, den die Schienen bilden, innen liegen, während die so bezeichneten äußeren Schienen
2a, 3a an den äußeren Enden des gedachten Ecks liegen. Die Schienen 2a, 2i, 3a, 3i
weisen üblicherweise Spezialprofile in T-, L- oder Spezial-Form für Führungs- und
Stabilisierungsaufgaben auf. Sie können entweder in einem Stück gezogen oder aus z.
B. zwei Einzelschienen zusammengesetzt sein. Die Gegenlastschiene 3a und die Fahrkorbschienen
2a, 2i sind an ihren oberen Enden zur Schachtdecke oder Schachtwand schwingungssicher
abgestützt.
[0017] Eine Antriebseinheit 4 in Langbauweise, bestehend aus mindestens einem getriebelosen
Motor 4a, einer Treibscheibe 4b und einer Bremse 4c, ist im Beispiel im oberen Bereich
der Schienen 2a, 2i, 3a, 3i in waagerechter Position und parallel oder schräg zur
Seitenwand 1 so angeordnet, dass die Antriebseinheit 4 im lichten Raum zwischen den
Schienen 2i, 3a liegt.
[0018] Die Befestigung der Antriebseinheit 4 erfolgt an der inneren Fahrkorbschiene 2i und
der äußeren Gegenlastschiene 3a. Demzufolge verläuft die Schwerelinie 19 der Summe
der angreifenden vertikalen Kräfte der Tragseile durch den Bereich, der von den Querschnitten
der Schienenprofile der Schienen 2i, 3a gebildet wird. Dieser Bereich ist strichliniert
dargestellt. Dies hat den großen Vorteil, dass die Schienen 2i und 3a im Wesentlichen
nur senkrecht, also in Schienenlängsachse, belastet werden und nicht auf Biegung oder
Torsion und demzufolge relativ schlank und damit materialarm gehalten werden können.
Der Kräfteschwerpunkt der Summe der angreifenden vertikalen Tragseilkräfte befindet
sich gemäß Fig. 1 beispielsweise am Punkt F, der die Mitte der angreifenden vertikalen
Kräfte markiert. Die Tragseilkräfte werden in das nicht näher dargestellte Fundament
einer Schachtgrube abgeleitet.
[0019] Es ist aber auch möglich, die Summe der angreifenden vertikalen Kräfte der Tragseile
über eine nicht dargestellte Stützkonstruktion auf eine oder mehrere Seitenwände des
Schachtes abzuleiten.
[0020] In einer bevorzugten Anordnung ist die Antriebseinheit 4 selbsttragend zwischen den
beiden Schienen 2i, 3a angeordnet. In der selbsttragenden Ausführung gibt es zwischen
der inneren Fahrkorbschiene 2i und der äußeren Gegenlastschiene 3a keine unmittelbare
Verbindung. Die Antriebseinheit 4 übernimmt die Funktion eines Verbindungsträgers.
Dies ist in den Seitenansichten nach Fig. 1 und Fig. 3 schematisch dargestellt. Andererseits
kann gemäß Fig. 2 die Antriebseinheit 4 auch auf einen Hilfsträger 5 gesetzt werden
und dieser Hilfsträger 5 zwischen den beiden Schienen 2i und 3a befestigt werden.
[0021] Zur Befestigung der Antriebsmaschine 4 an den Schienen 2i und 3a sind gemäß der Figuren
1 bis 3 zusätzliche Lagerböcke 6, 7 an den Schienen 2i, 3a befestigt. Die Lagerböcke
6, 7 bestehen in bekannter Weise aus Trägerkonstruktionen, die an die Schienen 2i,
3a geschraubt oder geschweißt sind.
[0022] Zwecks Aufnahme der vertikalen und horizontalen Kräfte, letztere werden durch das
Drehmoment der Antriebseinheit erzeugt, ist eine elastische Lagerung der Antriebseinheit
4 auf den Lagerböcken 6, 7 vorgesehen. Hierzu dienen im Beispiel Gummibeilagen 8,
9 als Dämpfungselemente. Auf den Lagerböcken 6, 7 liegen gemäß Fig. 1 Trägerelemente
16, 17 in Form von Trägerplatten für die Antriebseinheit 4 unter Zwischenschaltung
der Gummiplatten 8, 9 auf, die wiederum auf den Lagerböcken 6, 7 aufliegen.
[0023] Die beiden Trägerelemente 16, 17 können in vorteilhafter Weise auch Bestandteil der
selbsttragenden Antriebseinheit 4 sein oder gemäß einer in Fig. 3 näher dargestellten
Variante eine einzige, durchgehende, mit der Antriebseinheit 4 fest verbundene Trägerplatte
4d ausbilden.
[0024] Im Beispiel nach Fig. 1 ist das Trägerelement 16 drehsteif über eine Drehmoment-Stütze
10 an der Fahrkorbschiene 2i befestigt. Die Drehmoment-Stütze 10 befindet sich neben
der Fahrkorbschiene 2i, wobei Gummibeilagen 11, 12 für eine elastische Befestigung
zur Fahrkorbschiene 2i und zur Antriebseinheit 4 sorgen.
[0025] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung bildet einer der Lagerböcke 6, 7
oder bilden beide Lagerböcke 6, 7 unmittelbar eine Drehmoment-Abstützung für die Antriebseinheit
4 aus.
[0026] Der Fahrkorb und die Gegenlast sind in "Lose-Rolle-Aufhängung" über einen nicht näher
dargestellten Satz von Tragseilen miteinander verbunden. Zur Erhöhung des Umschlingungswinkels
laufen die Tragseile von unten kommend über die Treibscheibe 4b, weiter um eine Gegenscheibe
13 und nochmals zurück zur Treibscheibe 4b, umschlingen diese abermals und laufen
erst dann wieder nach unten. Ein großer Umschlingungswinkel ist insbesondere bei Treibscheiben
kleineren Durchmessers zur Erhöhung der Treib- bzw. Bremskraft bedeutsam. Eine kleine
Treibscheibe hat den Vorteil, dass das Antriebsmoment klein ist und dünnere Seile
gewählt werden können. Mit der Wahl mehrerer dünner Seile steigt zugleich die Betriebssicherheit.
Außerdem verringert sich die fiktive Flächenpressung zwischen den Seilen und der Treibscheibe
aufgrund der vergrößerten Seiloberfläche.
[0027] Die Gegenscheibe 13 ist im Beispiel nach Fig. 1 über einen Halter 14 an der Antriebseinheit
4 selbst oder an dem Trägerelement 16 befestigt. Ein Ende des Tragseilsatzes ist in
einer Aufhängung 15 aufgehängt. Die Aufhängung wird zweckmäßigerweise an der Unterseite
der Antriebseinheit 4 oder an dem Trägerelement 17 angebracht.
[0028] Von großem Vorteil ist, dass die Montage der Antriebseinheit 4 bei fest eingebauten
Schienen 2a, 2i, 3a, 3i vom Inneren des Schachtes aus oder von außen erfolgen kann.
Hierzu braucht die Antriebseinheit 4 lediglich auf die Lagerböcke 6, 7 gesetzt werden.
[0029] Die vorhandenen Freiräume zwischen der Aufhängung 15 für die Tragseile und dem Halter
14 für die Gegenscheibe 13 sowie zwischen der Seitenwand 1 des Schachtes, der inneren
Fahrkorbschiene 2i und der inneren Gegenlastschiene 3i können in vorteilhafter Weise
für periphere Antriebseinrichtungen genutzt werden, wie beispielsweise einen Klemmkasten,
einen Umrichter, ein Bremssteuerungsgerät und/oder eine Fremdlüftungs-Einrichtung.
[0030] Gemäß Figur 2, in der die selben Bauteile mit den selben Bezugszeichen nach Figur
1 versehen sind, ist die Antriebseinheit 4 nicht selbsttragend zwischen der äußeren
Gegenlastschiene 3a und der inneren Fahrkorbschiene 2i montiert, sondern sitzt auf
einem Hilfsträger 5. Dieser ist über die Gummiplatten 8, 9 auf die Lagerböcke 6, 7
aufgesetzt. Die Bremseinrichtung 4c liegt auf der Seite des Motors 4a. Die Treibscheibe
4b der Antriebseinheit 4 ist fliegend gelagert, was u.a. das Auflegen der Seile erleichtert.
Der Lagerbock 7 und die Aufhängung 15 für die Tragseile sind im Gegensatz zum Beispiel
nach Fig. 1 zu einem einzigen Bauteil zusammengefasst, und der Halter 14 für die Gegenscheibe
13 ist am Hilfsträger 5 und nicht an der Antriebseinheit 4 befestigt.
[0031] Die Ausführung nach Figur 3, in der die selben Bauteile wiederum mit den selben Bezugszeichen
nach Figur 1 versehen sind, unterscheidet sich von der Ausführung nach Fig. 1 dadurch,
dass die Antriebseinheit 4 um eine Trägerplatte 4d ergänzt ist, die fester Bestandteil
der Antriebseinheit 4 ist. Die Antriebseinheit 4 sitzt selbsttragend zwischen der
äußeren Gegenlastschiene 3a und der inneren Fahrkorbschiene 2i auf den mit Gummibeilagen
8, 9 ausgestatteten Lagerböcken 6, 7 der Schienen 3a, 2i. Der Halter 14 für die Gegenscheibe
13 und die Tragseilaufhängung 15 sind an der Unterseite der Trägerplatte 4d der Antriebseinheit
4 befestigt. Ebenso könnte die Tragseilaufhängung 15 aber auch an dem Lagerbock 7
befestigt sein oder einteilig mit dem Lagerbock 7 ausgeführt sein.
[0032] Einer der Lagerböcke 6, 7 oder beide Lagerböcke 6, 7 übernehmen zusätzlich die Funktion
der Drehmoment-Abstützung für die Antriebseinheit 4.
[0033] In einer Variante kann der Treibscheibenaufzug auch ohne Gegenscheibe 13 ausgeführt
sein.
Bezugszeichen:
[0034]
- 1
- Seitenwand eines Schachtes
- 2a, 2i
- Fahrkorbschienen
- 3a, 3i
- Gegenlastschienen
- 4
- Antriebseinheit
- 4a
- getriebeloser Motor der Antriebseinheit 4
- 4b
- Treibscheibe der Antriebseinheit 4
- 4c
- Bremse der Antriebseinheit 4
- 4d
- Trägerplatte der Antriebseinheit 4
- 5
- Hilfsträger
- 6, 7
- Lagerböcke für Antriebseinheit oder Hilfsträger
- 8, 9
- Gummibeilagen
- 10
- Drehmoment-Stütze
- 11, 12
- Gummibeilagen
- 13
- Gegenscheibe
- 14
- Halter für Gegenscheibe
- 15
- Aufhängung für Tragseile
- 16, 17
- Trägerelemente
- 18
- Fahrkorb
- 19
- Schwerelinien-Bereich
- F
- Kräfteschwerpunkt
1. Treibscheibenaufzug mit einem zwischen Schienen geführten Fahrkorb, mit über Eck zu
den Fahrkorbschienen angeordneten Schienen für die Führung einer Gegenlast, mit einem
Satz von Tragseilen, an denen der Fahrkorb und die Gegenlast in loser Rolle aufgehängt
sind, und mit einer zumindest aus einem getriebelosen Motor, einer Treibscheibe für
die Tragseile und einer Bremse gebildeten Antriebseinheit, deren axiale Länge größer
als ihr Durchmesser ist, sowie bevorzugt einer Gegenscheibe für eine doppelte Tragseilumschlingung
der Treibscheibe,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) lediglich einerseits an der inneren Fahrkorbschiene (2i)
und andererseits an der äußeren Gegenlastschiene (3a) befestigt ist, und dass die
Antriebseinheit (4) im lichten Raum zwischen diesen beiden Schienen (2i, 3a) liegt.
2. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwerelinie (19) der Summe der angreifenden vertikalen Kräfte der Tragseile
durch den Bereich verläuft, den die Querschnitte der Profile der beiden Schienen (2i,
3a) vorgeben.
3. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Summe der angreifenden vertikalen Kräfte der Tragseile über die beiden Schienen
(2i, 3a) in das Fundament einer Schachtgrube abgeleitet wird.
4. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Summe der angreifenden vertikalen Kräfte der Tragseile über eine Stützkonstruktion
auf eine oder mehrere Seitenwände des Schachtes abgeleitet wird.
5. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) selbsttragend ausgeführt ist und auf Lagerböcken (6, 7) zwischen
den beiden Schienen (2i, 3a) sitzt.
6. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Lagerbock (6, 7) oder zwei Lagerböcke (6, 7) unmittelbar eine Drehmoment-Abstützung
für die Antriebseinheit (4) bilden.
7. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) auf einem Hilfsträger (5) zwischen den beiden Schienen (2i,
3a) sitzt.
8. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) auf Trägerelementen (16, 17) sitzt und die Trägerelemente
(16, 17) an den Schienen (2i, 3a) drehsteif über eine Drehmoment-Stütze (10) und gelenkig
unter Zwischenschaltung von Dämpfungselementen (8, 9) befestigt sind.
9. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) mit einer Aufnahmevorrichtung (15) für die Tragseile ausgestattet
ist, die unmittelbar an der selbsttragenden Antriebseinheit (4), einem Trägerelement
(17) oder einem Lagerbock (7) befestigt ist.
10. Treibscheibenaufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinheit (4) im Bereich der oberen Haltestelle oder im Schachtkopf angeordnet
ist und Freiräume zwischen der Aufhängung (15) für die Tragseile und dem Halter (14)
für die Gegenscheibe (13) sowie zwischen der Seitenwand (1) des Schachtes, der inneren
Fahrkorbschiene (2i) und der inneren Gegenlastschiene (3i) für periphere Antriebseinrichtungen
genutzt werden.
1. Friction driven lift with a cage guided between rails, with rails positioned diagonally
to the cage rails for guiding a counter load, with a set of bearer cables from which
the cage and the counter load are suspended via an idle pulley, and with a drive unit
formed from at least a gearless motor, a driving pulley for the bearer cables and
a brake, the axial length of said drive unit being greater than its diameter, and
preferably with an opposite pulley to double loop the driving pulley by the bearer
cables, characterised in that the drive unit (4) is only attached on one side to the inner cage rail (2i) and on
the other side to the outer counter load rail (3a), and in that the drive unit (4) is positioned in a clear space between these two rails (2i, 3a).
2. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the line of gravity (19) of the sum of the engaging vertical forces of the bearer
cables passes through the region predetermined by the cross sections of the profiles
of the two rails (2i, 3a).
3. Friction driven lift according to claim 2, characterised in that the sum of the engaging vertical forces of the bearer cables is diverted into the
foundation of a shaft cavity via the two rails (2i, 3a).
4. Friction driven lift according to claim 2, characterised in that the sum of the engaging vertical forces of the bearer cables is diverted onto one
or more side walls of the shaft via a supporting construction.
5. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the drive unit (4) is configured to be self-supporting and rests on bearing blocks
(6, 7) between the two rails (2i, 3a).
6. Friction driven lift according to claim 5, characterised in that one bearing block (6, 7) or two bearing blocks (6, 7) directly form a torque support
for the drive unit (4).
7. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the drive unit (4) rests on an auxiliary support (5) between the two rails (2i, 3a).
8. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the drive unit (4) rests on carrier elements (16, 17) and the carrier elements (16,
17) are attached to the rails (2i. 3a) in a torsion-proof manner via a torque support
(10) and in a hinged manner with the interconnection of damping elements (8, 9).
9. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the drive unit (4) is provided with a receiving device (15) for the bearer cables
which is directly attached to the self-supporting drive unit (4), a carrier element
(17) or a bearing block (7).
10. Friction driven lift according to claim 1, characterised in that the drive unit (4) is positioned in the region of the upper holding position or in
the shaft head and free spaces between the suspension (15) for the bearer cables and
the holding device (14) for the opposite pulley (13) and between the side wall (1)
of the shaft, the inner cage rail (2i) and the inner counter load rail (3i) are used
for peripheral drive devices.
1. Ascenseur à poulie motrice comportant une cabine d'ascenseur guidé entre des rails,
des rails en angle par rapport aux rails de cabine d'ascenseur pour le guidage d'une
contre-poids, un jeu de câbles porteurs sur lesquels sont suspendues la cabine d'ascenseur
et le contre-poids en roulage libre, et une unité d'entraînement composée d'au moins
un moteur sans engrenage, d'une poulie motrice pour les câbles porteurs et d'un frein,
la longueur axiale de l'unité étant supérieure à son diamètre, avec de préférence
une contre-poulie pour un double mouflage de la poulie motrice par les câbles porteurs,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est fixée uniquement d'une part au rail de cabine d'ascenseur
intérieur (2i) et d'autre part au rail de contre-charge extérieur (3a), et l'unité
d'entraînement (4) est située dans l'espace libre entre ces deux rails (2i, 3a).
2. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le centre de gravité (19) de la somme des forces verticales exercées par les câbles
porteurs traverse la zone définie par les sections transversales des profils des deux
rails (2i, 3a).
3. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la somme des forces verticales exercées des câbles porteurs est déviée par les deux
rails (2i, 3a) dans la base d'une cage.
4. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la somme des forces verticales exercées des câbles porteurs est déviée par une construction
d'appui sur une ou plusieurs faces latérales de la cage.
5. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est autoporteuse et disposée sur des supports de palier
(6, 7) entre les deux rails (2i, 3a).
6. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'
un support de palier (6, 7) ou deux supports de palier (6, 7) forment directement
un appui de couple de rotation pour l'unité d'entraînement (4).
7. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est disposée sur un support auxiliaire (5) entre les deux
rails (2i, 3a).
8. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est disposée sur des éléments porteurs (16, 17) et les
éléments porteurs (16, 17) sont fixés en rotation aux rails (2i, 3a) par un appui
de couple de rotation (10) et articulés grâce à l'insertion d'éléments d'amortissement
(8, 9).
9. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est munie d'un dispositif de logement (15) pour les câbles
porteurs, fixé directement à l'unité d'entraînement autoporteuse (4), à un élément
de support (17) ou à un support de palier (7).
10. Ascenseur à poulie motrice selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité d'entraînement (4) est disposée dans la zone de l'arrêt supérieur ou dans
la tête de la cage, et pour des installations d'entraînement périphériques on utilise
les espaces libres entre la suspension (15) pour les câbles porteurs et une console
(14) pour la contre-poulie (13), ainsi qu'entre la paroi latérale (1) de la cage,
le rail de cabine d'ascenseur intérieur (2i) et le rail de contre-poids intérieur
(3i).