[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Fahrbahn für Magnetschwebebahnen, mit auf Lagern
oder Stützen ruhenden und sich in Fahrtrichtung erstreckenden Tragwerken mit daran
angeordneten Systemkomponenten zum Tragen und Führen eines Fahrzeugs, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, sowie auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
[0003] Aus der
WO 01/11143 A ist ein Fahrwegsystem bekannt, bei dem an zwei Längsseiten eines Trägers Konsolen
angebracht sind, die der Befestigung eines Anbauteils dienen. An Flächen, die der
Befestigung von Anbauteilen dienen, sind die Konsolen mit Übermaß hergestellt, so
dass Lagefehler des Trägers bezüglich der gewünschten Gradiente durch Nachbearbeitung
ausgeglichen werden können. Zur lagegenauen Montage und Endfertigung des Fahrwegsystems
vor Ort ist es also notwendig, Bauteile mit höchster Präzision herzustellen und sie
nachzubearbeiten. Die Ausbildung der Trasse und Gradiente in den zulässigen Toleranzen
erfolgt durch das Gesamtsystem, d.h. jeder Träger muss einzeln für diese Anforderungen
angepasst werden. Die hochgenaue Fertigung von Tragwerken großer Spannweite und die
damit unvermeidlich verbundene Nachbearbeitung zur Erfüllung der Anforderungen an
den Verkehr erhöhen den Aufwand für die Herstellung.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fahrbahn anzugeben, die einerseits die hohen Anforderungen
an die Maßgenauigkeit erfüllt und andererseits wirtschaftlich günstig in der Herstellung
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Fahrbahn mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Die Erfindung verfolgt also das Konzept, eine Fahrbahn aus zwei Bauteilgruppen, nämlich
Tragwerk und Fahrweg, aufzubauen, die so miteinander verbunden sind, dass erst die
Bauteile der zweiten Gruppe die endgültige Lage der Trasse definieren. Nur sie stehen
in unmittelbarem "Kontakt" mit dem Fahrzeug. An das Tragwerk, einem schweren Bauteil
mit großen Abmessungen, können daher geringere Anforderungen hinsichtlich der Maßgenauigkeit
gestellt werden; die Toleranzen des Fahrwegs, der kleiner und daher leichter handhabbar
ist, unterliegen dagegen den strengen Anforderungen, die für das Fahrzeugsystem einzuhalten
sind. Diese Bauweise bietet als wesentlichen Vorteil die Möglichkeit, Imperfektionen
der vorangegangenen Baugruppe, hier des Tragwerks, bei der Montage der folgenden Gruppe,
nämlich des Fahrwegs, ausgleichen zu können.
[0007] Die Bestandteile beider Baugruppen können sowohl vor Ort auf der Baustelle als auch
im Werk als Fertigteile hergestellt werden. Bisher wird überwiegend die Herstellung
von dem Trassenverlauf angepassten Fertigteilen im Werk bevorzugt. Gemäß der Lehre
der Erfindung besteht nun zumindest das Tragwerk im wesentlichen aus einem standardisierten
Fertigteil. Unter standardisierten Fertigteilen sind dabei Bauteile zu verstehen,
die unabhängig von den Trassierungsparametern an ihrem Einbauort in der Trasse immer
die selben Abmessungen aufweisen. Der Einsatz solcher Fertigteile für das Tragwerk
ermöglicht nicht nur eine besonders wirtschaftliche Herstellung der großen und schweren
Bestandteile des Fahrwegsystems, sondern auch einen verringerten Logistikaufwand und
eine flexibleren Handhabung der Fertigteile sowohl im Herstellerwerk als auch auf
der Baustelle und bei der Instandhaltung. Sie können vorproduziert, gelagert und in
beliebiger Reihenfolge auf die Baustelle geliefert werden. Bereits mit einem geringen
Umfang an vorgehaltenen Fertigteilen sind schadhafte oder zerstörte Teile ohne nennenswerte
Verzögerung austauschbar.
[0008] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist also die wirtschaftliche Herstellung eines
Fahrweges für eine Magnetschwebebahnen mit den marktüblichen und erfüllbaren Anforderungen
an dessen Bauteile zur Realisierung eines wettbewerbsfähigen Prinzips der Bauweise.
Dabei sind je nach Anforderung an die Systembauteile verschiedene Stufen der Präzision
bei der Herstellung der Systembauteile zu unterscheiden.
[0009] Das Tragwerk muss bestimmte, bereits relativ eng abgesteckte Grundkriterien hinsichtlich
Formtreue, Verformung und Verdrehung erfüllen, abgestimmt auf die Lasteinflüsse sowie
auf die Erfordernisse aus Schwinden, Kriechen und Temperaturzwang. Der Fahrweg als
wesentliches Teil der Systemeinheit dagegen unterliegt signifikant höheren Bedingungen
und muss aufgrund der systemtechnischen Anforderungen sehr hohe Maßstäbe hinsichtlich
Toleranz erfüllen. Aus den unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Ebenen erwächst
der Grundgedanke eines Baukastensystems, dessen Einzelteile auf die jeweiligen Erfordernisse
und Aufgaben abgestimmt sind, und damit eine material- und systemgerechte Optimierung
an Einzelbauteilen stattfindet. Dieser Grundgedanke leitet sich zum einen vom Tragwerk
ab, das grundsätzliche statischdynamische Bedingungen und Anforderungen erfüllen muss,
und zum anderen vom eigentlichen Fahrweg, der ausreichende Justier- und Verstellmöglichkeiten
aufweisen muss, um die Anforderungen enger Toleranzgrenzen einhalten zu können.
[0010] Erfindungsgemäß wird also ein solides Tragwerk einfacher Bauart durch einen in seinen
Justier- und Montageeigenschaften sehr variablen Fahrweg zu einem vollwertigen Fahrbahnträger
ergänzt, der alle günstigen Eigenschaften eines Tragwerks einfacher Bauart und eines
Fahrweges mit hoher Präzision im Gebrauchszustand erfüllt. Im vorliegenden Konzept
wird das Tragwerk als Brückenbauwerk verstanden und der Fahrweg als eigene Einheit,
die die Ungenauigkeit des Tragwerkes kompensiert und mit hoher Genauigkeit montiert
und fertiggestellt wird. Dadurch ist es möglich, in wirtschaftlicher Bauweise die
deutlich strengeren Anforderungen an das Tragsystem und den Fahrweg Insbesondere für
eine Magnetschwebebahn, einzuhalten.
[0011] Für das Tragwerk der erfindungsgemäßen Fahrbahn kann sowohl eine Stahl- als auch
eine Stahlverbundbauweise gewählt werden. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung umfasst das Tragwerk jedoch einen, vorzugsweise in seiner Längsrichtung
vorgespannten, Stahlbetonträger, insbesondere einem solchen mit Hohlkastenquerschnitt.
Denn in dieser Technologie können Bauteile mit im Verhältnis zu ihrer Spannweite geringem
Gewicht hergestellt werden. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
umfasst das Tragwerk einen Einfeld- oder Zweifeldträger. Dieser Vorteil schlägt sich
in geringeren Transportkosten und einem leichterem Einbau nieder.
[0012] Eine Konstruktion des Tragwerks als Träger auf Einzelfundamenten oder Stützen ist
vor allem vorzusehen, wenn der Baugrund problematisch ist oder die Fahrbahn deutlich
über Geländeniveau verläuft. Für ebenerdige Fahrbahnen sieht eine alternative Ausgestaltung
der Erfindung vor, dass das Tragwerk ein Streifenfundament ist. Durch eine großflächige
Lasteinleitung in den Untergrund lässt sich so der Aufwand für Gründungsmaßnahmen
deutlich reduzieren; die Herstellung des Tragwerks kann auch bei dieser Variante durch
den Einsatz von Fertigteilen rationalisiert werden.
[0013] Die Fahrbahn lässt sich grundsätzlich in beliebig viele Baugruppen unterteilen. Als
vorteilhaft erweist sich ein dreiteiliger Aufbau der erfindungsgemäßen Fahrbahn aus
Tragwerk und einem Querträger und Systemkomponenten aufweisenden Fahrweg, der quer
zur Fahrtrichtung und mit Abstand zueinander angeordnete Querträger umfasst, die Langseiten
und Stirnseiten aufweisen, wobei an mindestens einer der Stirnseiten eines Querträgers
ein Systemträger befestigt ist. Unter einem Querträger ist ein Bauteil zu verstehen,
das mit seiner Haupterstreckung quer zur Fahrrichtung auf dem Tragwerk angeordnet
ist, die Kräfte aus den Systemträgern aufnimmt und an das Tragwerk weiterleitet. Als
Systemträger ist ein Träger anzusehen, der mehrere linear nebeneinander angeordnete
Systemkomponenten umfasst.
[0014] Im Prinzip des Baukastensystem werden erfindungsgemäß durch eine Stapelbauweise die
verschiedenen Strukturträger bzw. Baugruppen kombiniert. Ausgehend von einem einfachen
Primärtragwerk, dem Tragwerk oder Fahrbahnträger, erfolgt eine Ergänzung durch den
Querträger und schließlich durch den Systemträger zum vollständigen Fahrweg, der die
Anforderungen an Genauigkeit und Maßhaltigkeit des endgültigen Fahrwegs erfüllt. Hohe
Anforderung an die Genauigkeit und Maßhaltigkeit bei der Herstellung werden nur an
Systemteile der letzten Ausbaustufe, also an die Systemträger gestellt. Ungenauigkeiten
des primären Tragsystems, Werden jeweils bei der Montage des nachfolgenden Tragsystems
ausgeglichen. Die Toleranzen des primären Tragsystems können daher größer als die
des jeweils nachfolgenden Systems gewählt werden. Der Ausgleich von Abweichungen jeglicher
Art, wie zum Beispiel Stützensenkung, fehlende Maßhaltigkeit oder Imperfektionen,
ist innerhalb der modularen Montage möglich. Die Abbildung von Trasse und Gradiente
und eine Anpassung an Lage und Höhenlage kann durch Anordnung der jeweiligen Modulsysteme
erfolgen.
[0015] Die Oberseite des Tragwerks ist zur Befestigung der Querträger vorgesehen. Nach einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind auf dem Tragwerk Fächer ausgebildet,
in die die Querträger eingelegt sind. Die Fächer können dabei als Aussparungen in
der Oberseite des Tragwerks ausgebildet sein oder von Aufkantungen gebildet werden.
Jedenfalls bestimmen sie durch ihre Anordnung mehr oder weniger genau die Lage der
Querträger.
[0016] Ähnlich wie für das Tragwerk bieten sich auch für den Querträger verschiedene Herstellungsmöglichkeiten
an: er kann auf der Baustelle hergestellt und so den Trassierungserfordernissen angepasst
werden. Oder er kann gemäß den auf der Baustelle ermittelten Trassierungsvorgaben
im Werk als Fertigteil gefertigt werden. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
sieht daher vor, dass auch der Querträger ein standardisierte Fertigteil ist. Auch
für sie lassen sich so die Vorteile Industrieller Fertigung gleicher Teile in hohen
Stückzahlen und die damit verbundenen Logistikvorteile nutzen. Der Querträger als
Sekundärtragwerk muss dabei höheren Anforderungen an die Maßhaltigkeit genügen als
das Primärtragwerk. Diese Anforderungen gleichbleibend hoher Güte sind auch und gerade
bei Serienfertigung unter den günstigen Herstellungsbedingungen einer Produktionsstätte
zu erfüllen.
[0017] Auch die Querträger der erfindungsgemäßen Fahrbahn können in einer der oben beim
Tragwerk genannten Bauweisen erstellt sein, wobei die Wahl der Bauweise des Querträgers
von der Verbindungsmöglichkeit des Querträgers mit dem Tragwerk abhängt. So ist es
vorteilhaft, wenn der auf einem Betonträger zu montierende Querträger ein vorzugsweise
in seiner Längsrichtung vorgespannter Stahlbetonträger ist. Zwar kann der Querträger
auch mit einer Schlaffstahlbewehrung ausgestattet sein, eine Vorspannung zur Vermeidung
von Zugkräften im Beton erhöht jedoch die Lebensdauer des Querträgers überdurchschnittlich.
Bei der Wahl von Beton als Baustoff ist zudem eine einfache Befestigung des Querträgers
mittels Verguss- oder Ortbeton möglich.
[0018] Die Vorspannung im Querträger kann nach den im Spannbetonbau bekannten Technologien
aufgebracht werden. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der
Querträger Einstabanker mit sofortigem Verbund als Spannglieder auf, weil so auf den
Einbau von Hüllrohren und deren nachträgliches Verpressen verzichtet werden kann.
[0019] An den Stirnseiten eines jeden Querträgers werden die Systemträger zum Tragen und
Führen des Fahrzeugs befestigt. Dafür ist grundsätzlich jede geeignete Befestigung
wie Schrauben, Dübeln etc. denkbar. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
stellt es dar, wenn der Querträger zur Befestigung der Systemträger an seinen Stirnseiten
Kopfplatten aufweist. So ist die Länge eines Querträgers bestimmt durch die erforderliche
Breite des Fahrwegs abzüglich der quer zur Fahrtrichtung gemessenen Konstruktionsbreite
der Systemträger. Die Kopfplatten, die die Anschlagebenen der Systemträger darstellen,
können im Werk unter idealen Arbeitsbedingungen bereits sehr genau positioniert und
damit die exakte Länge der Querträger hochgenau hergestellt werden. Damit kann bei
der Montage der Systemträger eine Korrektur ihrer Lage in der Längsrichtung der Querträger
entfallen.
[0020] Zum Aufbringen der Vorspannkraft im Querträger sind Ankerplatten für die Spannglieder
notwendig. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Kopfplatten
zugleich Ankerplatten bei der Vorspannung der Querträger. Diese Doppelfunktion der
Kopfplatten führt zur Einsparung eines Bauteils und dessen Montage und somit zur Vereinfachung
und Verbilligung der Herstellung.
[0021] Sind die Querträger jedoch mit einer Schlaffstahlbewehrung ausgestattet, so sieht
eine zu vorgenanntem Ausführungsbeispiel vorteilhafte Alternative vor, dass die Kopfplatte
zugleich eine Ankerplatte für die schlaffe Bewehrung der Querträger ist. Damit lässt
sich auch bei einer Schlaffstahlbewehrung der Querträger eine Doppelfunktion der Kopfplatten
nutzen, die zu einer Vereinfachung und damit zu Einsparungen und einer Verbilligung
der Herstellung führt.
[0022] Demzufolge ist es weiter vorteilhaft, wenn die Kopf- bzw. Ankerplatten Einrichtungen
sowohl zum Aufbringen der Vorspannkraft als auch zur Befestigung der Systemträger
aufweisen. Denn die Kopplung der über die Systemträger eingeleiteten Kräfte mit denen
aus der Vorspannung über die Kopfplatten stellt eine sehr wirtschaftliche Konstruktion
der Bewehrungsanordnung dar.
[0023] Neben Zug- und Druckkräften muss die Verbindung der Systemträger am Querträger auch
Querkräfte übertragen. Dies kann durch Form-, Kraftschluss oder einer Kombination
aus beidem erfolgen. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die
dem Querträger abgewandte Seite der Kopfplatten eine Struktur auf, die mit einer entsprechenden
Oberfläche einer Anschlussplatte am Systemträger in Formschluss steht. Eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Struktur ist geriffelt, gerippt, gestiftet, gezähnt oder nur aufgeraut.
Die Oberflächengestaltung schafft so eine querkraftschlüssige Anlage des Systemträgers
am Querträger. Sie ermöglicht außerdem auch einen gewissen Toleranzausgleich in vertikaler
Richtung, wenn nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Befestigung
des Systemträgers Langlöcher aufweist.
[0024] Eine zur nachträglichen Befestigung der Systemträger am Querträger alternative Ausgestaltung
der Erfindung sieht vor, dass die Systemträger über Einbauteile monolithisch mit dem
Querträger verbunden sind. So ergibt sich eine Vormontage des Fahrwegs als Rost aus
Querträgern und Systemträgern im Werk und der blockweise Einbau des Fahrwegs auf dem
Tragwerk. Damit kann ein Montageschritt im Werk unter günstigeren Bedingungen als
auf der Baustelle vorweggenommen und dort eingespart werden. Auf diese Weise entfallen
auch die für die Betriebssicherheit notwendigen Überprüfungs- und Instandhaltungsarbeiten
an der Kopplung von Querträger und Systemträgern.
[0025] Um einen besonders guten Verbund zwischen Querträger und Tragwerk zu erreichen, weist
ein Querträger nach einer zu einem vorgespannten Querträger alternativen Ausgestaltung
der Erfindung nur an Endbereichen betonierte Abschnitte und in einem mittleren Bereich
einen Stahlträger, zum Beispiel ein Baustahlfachwerk, auf. Eine werkseitige Vorspannung
entfällt bei einem derartigen Querträger zwar, neben der besseren Verbundwirkung ist
er jedoch leichter und führt so zu Einsparungen zumindest beim Transport.
[0026] Eine zum Stahbeton-Querträger alternative Ausgestaltungsform sieht vor, dass der
Querträger im wesentlichen aus Stahl gefertigt ist. Um einen guten Verbund zwischen
dem Querträger und einem Betontragwerk zu erreichen, ist der Querträger in einem mittleren
Bereich seiner Langseiten mit Verbundmittein, z.B. Kopfbolzen, ausgestattet, Auch
dieser Querträger ist gegenüber einem solchen aus Beton leichter und führt somit zu
Einsparungen bei Transport und Verarbeitung
[0027] Sowohl bei einem vorgespannten als auch bei einem schlaff bewehrten oder einem Querträger
aus Stahl ist auf einen guten Verbund zwischen ihm und dem Tragwerk zu achten. Nach
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Querträger daher quer zu
seiner Längsrichtung und mit Abstand zueinander angeordnete zusätzliche Bewehrungsstäbe
als Anschlussbewehrung auf. Beim schlaff bewehrten Querträger mit einem Baustahlfachwerk
kann in seinem mittleren Abschnitt zusätzliche Bewehrung eingelegt werden. Beim vorgespannten
Querträger sind dafür gesonderte Aufnahmen vorzusehen. Beim Querträger aus Stahl können
die zusätzlichen Bewehrungsstäbe vorteilhafterweise angeschweißt werden.
[0028] Für die Befestigung des Querträgers auf dem Tragwerk kommt in Abhängigkeit von den
jeweiligen Materialien dieser Bauteile grundsätzlich jede Befestigung in Betracht.
Eine letzte vorteilhafte Ausgestaltung der erfinderischen Vorrichtung sieht vor, dass
der Querträger auf dem Tragwerk durch Ortbetonergänzung In einem monolithischem Verbund
befestigt ist. Die Fixierung der Querträger mittels Ortbeton ist stufenlos an ihre
erforderliche Lage anpassbar und auch dann noch erfolgreich einsetzbar, wenn an Befestigungsflächen
der Bauteile Abweichungen vom Sollzustand auftreten, zum Beispiel infolge geringfügiger
Beschädigungen. Außerdem ist diese Befestigungsmethode auf alle Querträgertypen gleichermaßen
anwendbar, so dass innerhalb des Streckenverlaufs die Querträgertypen beliebig abgewechselt
werden können, ohne dass Vorrichtungen oder Werkzeug zur Befestigung der unterschiedlichen
Querträger gewechselt werden müssten.
[0029] Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem durch ein Verfahren zum Herstellen einer
Fahrbahn für Magnetschwebebahnen mit einem auf Lagern oder Stützen ruhenden und sich
in Fahrtrichtung erstreckenden Tragwerk und einem darauf angeordneten Fahrweg mit
daran angeordneten Systemkomponenten zum Tragen und Führen eines Fahrzeugs gelöst,
das folgende Schritte umfasst:
- a) Herstellen des Tragwerks mit geringerer Genauigkeit,
- b) Verlegen des Tragwerks auf Stützen oder Lagern als Primärtragwerk,
- c) Aufsetzen und Justieren des Fahrwegs auf dem Tragwerk als Sekundärtragwerk und
- d) Fixieren der Lage des Fahrwegs auf dem Tragwerk in höherer Genauigkeit, wobei die
Lage der Querträger durch den Einbau von Ort- oder Vergussbeton fixiert wird, wodurch
ein statisch wirksammer, monolitischer Verbund zwischen Querträger und Tragwerk hergestellt
wird.
[0030] Das erfinderische Verfahren beruht also auf dem Aufbau der Fahrbahn aus einem Primär-
und einem Sekundärtragwerk. Dazu wird das Sekundärtragwerk, also' der Fahrweg, der
die Systemkomponenten für das Fahrzeug umfasst, auf dem Primärtragwerk aufgesetzt.
Nicht das Primärtragwerk legt also die endgültige Lage der Systemkomponenten des Fahrzeugs
fest, sondern erst das Sekundärtragwerk, denn nur dieses steht in "Kontakt" mit dem
Fahrzeug.
[0031] Die Fahrbahn wird erfindungsgemäß in mehreren Schritten nach Art eines Baukastensystems
für Tragwerk und Fahrweg vor Ort zusammengesetzt. Der Fahrbahnträger bzw. das Tragwerk
ist im Gesamtsystem des Baukastens lediglich das primäre Tragwerk und als solches
werden an den Fahrbahnträger geringere Anforderungen gestellt. Im Gegensatz zu anderen
Verfahrensweisen und Fahrbahnen sind keine besonderen Anforderungen an das Bauteil
zu stellen.
[0032] So ist es zum Beispiel nicht notwendig, das Tragwerk bei der Herstellung an Trasse
und Gradiente anzupassen. Auch ein Einbau von lagegenauen Einbauteilen oder passgenauen
Anschluss-Systemträgern im Tragwerk ist nicht notwendig. Auf eine besondere Fertigungsweise
kann daher verzichtet werden. So ist es insbesondere nicht notwendig, den Träger (das
Tragwerk) unter klimatisch gleichbleibenden Bedingungen herzustellen. Vielmehr kann
das Tragwerk in Serie als standardisiertes Fertigteil hergestellt werden. Wird es
als Einfeld- oder Zweifeldträger erstellt, kommen zu den Vorteilen einer industriellen
Fertigteilproduktion noch die der Transportmöglichkeit des Tragwerks über das öffentliche
Straßennetz.
[0033] Auf das Tragwerk, das ein Primärtragwerk der Fahrbahn darstellt, wird erfindungsgemäß
der Fahrweg aufgesetzt. Die Herstellung des Fahrwegs kann sowohl vor Ort als auch
in einem Fertigteilwerk erfolgen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht
vor; dass auch der Fahrweg im wesentlichen aus standardisierten Fertigteilen hergestellt
wird. Damit können auch beim Fahrweg die Vorteile einer Industriellen Produktion standardisierter
Fertigteile, nämlich gleichbleibend hohe Qualität bei großen Stückzahlen, ausgenutzt
werden. Außerdem bieten standardisierte Bauteile Logistikvorteile nicht nur bei der
Herstellung, sondern auch bei Transport, Zwischenlagerung, Einbau und Instandhaltung.
[0034] Die Fertigung des Fahrbahnträgers im Baukastensystem ist wesentlich einfacher, da
die notwendige Schalung nicht angepasst werden muss. Bei Transport und Montage muss
nicht auf empfindliche Einbauteile oder Anschluss-Systemträger geachtet werden.. Das
Versetzen der Träger, der Einbau vor Ort erfolgt exakt, nicht jedoch mit hoher Präzision.
Innerhalb des Fahrwegaufbaus können Lageungenauigkeiten stets ausgeglichen werden.
Es ist daher nicht notwendig, wie bei bestehenden Systemen, einen schweren Fahrwegträger
mit höchster Präzision vor Ort einzubauen. Im beschriebenen Baukastensystem wird der
einfache Fahrbahnträger (das Tragwerk) am Montageort ohne erhöhte Anforderungen an
die Lagegenauigkeit verlegt. Eine Nachbearbeitung des Fahrbahnträgers (des Tragwerks)
vor Ort, wie bei bestehenden Systemen nötig, ist nicht erforderlich.
[0035] Der Vorteil des Bauverfahrens im Baukastensystem begünstigt also das Herstellverfahren
der Fertigteile: es kommen weitgehend standardisierte Fertigteile zum Einsatz, die,
je nach Zugehörigkeit zu einer im Bauablauf früher oder später zu verarbeitenden Bauteilgruppe,
mit geringerer oder höherer Genauigkeit hergestellt werden. Die aufwendige Herstellung
hochpräziser Teile ist lediglich auf die der Systemkomponenten des Fahrzeugs reduziert.
Damit werden die hohen Anforderungen an diese Komponenten insbesondere von den schweren
und großen Bauteilen des Tragwerks ferngehalten.
[0036] Unter dem Tragwerk sind zum einen Tragkonstruktionen zu verstehen, die gewöhnlich
auch im Brückenbau Verwendung finden. Es ist damit grundsätzlich geringen Beschränkungen
hinsichtlich Material oder Abmessungen unterworfen. Eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung besteht darin, dass das Tragwerk einen Träger umfasst, der als vorgespannter
Ein- oder Zweifeldträger aus Stahlbeton hergestellt wird. Die Wahl der Spann- und
Stützweite des Trägers bedingt dessen Abmessungen und erfolgt in Abhängigkeit von
zu beachtenden Randbedingungen, zum Beispiel der Trasse und der Transportmöglichkeiten.
Die Vorspannung dient der Verhinderung von Zugbelastungen durch Verformungen aus Eigengewicht
und/oder nachträglicher Belastung.
[0037] Zum anderen können unter dem Tragwerk auch solche Konstruktionen verstanden werden,
die die Lastableitung nicht wie im Fall der Brückebauwerke punktuell, sondern linear
ermöglichen. Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht daher vor, dass das
Tragwerk als Streifenfundament hergestellt wird. Dieses muß im allgemeinen nicht so
tief gegründet werden, wodurch der Aufwand für den Erdbau verringert wird. Auch die
Herstellung dieser Tragwerksvariante lässt sich durch den Einsatz von Fertigteilen
rationalisieren. Außerdem ragt das Bauwerk kaum über das Geländeniveau hinaus, wodurch
es sich besser in die Landschaft einpassen lässt.
[0038] Der Fahrweg kann vielgestaltige Formen annehmen. Jedenfalls muss er zum einen die
Systemkomponenten für das Fahrzeug funktionsgerecht und in den gewünschten Trassierungsparametern
zur Verfügung stellen. Dies geschieht vorteilhaft durch einen Systemträger, der mehrere
linear angeordnete Systemkomponenten umfasst. Zum anderen muss er auf dem Tragwerk
in einer Weise montierbar sein, mit der sich die vorgesehene Trassierung, Gradiente
und Neigung verwirklichen lässt. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wird nach einer
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung der Fahrweg im wesentlichen aus quer zur
Fahrtrichtung und mit Abstand zueinander angeordnete Querträger hergestellt, die Langseiten
und Stirnseiten aufweisen, wobei an den Stirnseiten Systemträger befestigt werden.
Diese Bauweise ermöglicht eine hochpräzise Verwirklichung der Trassierung auf der
Grundlage des grobtrassierten Tragwerks, weil jeder einzelne Querträger hinsichtlich
Höhenlage und Querneigung auf dem Tragwerk justiert werden kann. Sie ist daher zum
Beispiel besonders vorteilhaft in Kurven mit veränderlichem Radius, also in Klothoidenbereichen,
oder Streckenabschnitten mit Neigungsänderungen einsetzbar.
[0039] Während an die vom Tragwerk einzuhaltenden Toleranzen geringere Anforderungen gestellt
werden, unterliegen die Maße der Querträgers als wesentlicher Bestandteil des Fahrwegs
sehr engen Toleranzbereichen. Bei Wahl von Material und Konstruktion des Querträgers
muss außerdem berücksichtigt werden, dass der Querträger zugleich ein hochbelastetes
Bauteil ist. Daher werden nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die
Querträger in einem Spannbett vorgespannt. Durch die Vorspannung werden Verformungen
unter Belastung reduziert und die Lebensdauer der Bauteile erhöht. In standardisierten
Abmessungen können die kompakten Bauteile in Serienfertigung wirtschaftlich hergestellt
werden. Wegen der Möglichkeit der Anpassung jedes einzelnen Querträgers an die Trassierungsparameter
lässt sich dennoch jede beliebige Trassierung erzielen.
[0040] Stellt der Fahrbahnträger im Gesamtsystem des Baukastens das primäre Tragwerk mit
geringen Anforderungen an die Genauigkeit dar, ist dagegen der Querträger das Betonbauteil
mit den höchsten Anforderungen an die Herstellpräzision. Da das Bauteil jedoch in
den Abmessungen sehr kompakt ist und eine Serienfertigung in hohen Stückzahlen möglich
ist, sind die Anforderungen im Gegensatz zu anderen Verfahrensweisen und Fahrbahnen
nicht an einem Großbauteil mit veränderlichen Abmessungen, sondern im Rahmen der Serienfertigung
kontinuierlich und an einer Vielzahl gleicher Bauteile zu erfüllen.
[0041] Zur Vorspannung der Querträger kann auf die im Spannbetonbau bekannte Technologie
zurückgegriffen werden. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
werden die Querträger mit Einstabankern mit sofortigem Verbund vorgespannt, weil bei
diesem Vorspannverfahren auf den Einbau und das nachträgliche Verpressen von Hüllrohren
verzichtet werden kann.
[0042] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zur Vorspannung der Querträger an ihren Stirnseiten
Ankerplatten angeordnet werden, die auch als Kopfplatten zum Anschluss der Systemträger
dienen. Diese Maßnahme verringert den Materialeinsatz und die Herstellungskosten.
Der Ausgleich von Imperfektionen des Querträgers ist durch die Option der Nachbearbeitung
der stirnseitigen Kopfplatten noch im Werk möglich. Auf eine Anpassung der Systembauteile
vor Ort kann ganz verzichtet werden.
[0043] Nach einer vorteilhaften Alternative zum Herstellverfahren als Fertigteil können
die Querträger auch als Halbfertigteil ohne Vorspannung hergestellt werden, wobei
die Querträger nur an Endabschnitten betoniert werden und in einem mittleren Bereich
einen Stahlträger freilassen. Im mittleren Bereich zwischen den Endabschnitten weisen
die Halbfertigteile dann vorzugsweise ein Betonstahlfachwerk auf. Bei diesem Bauverfahren
wird der Mittelbereich jedes Querträgers erst auf der Baustelle mit Ortbeton ergänzt.
Dadurch wird ein besonders guter Verbund der Querträger mit dem Tragwerk erzielt.
Der Verbund in Fahrtrichtung kann noch gesteigert werden, indem im Mittelbereich jedes
Querträgers zusätzlich in Fahrtrichtung verlaufende Anschlussbewehrung eingelegt wird.
[0044] Alternativ zur Herstellung der Querträger aus Stahlbeton sieht eine weitere vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Querträger aus Stahl hergestellt werden.
Zur Sicherstellung des Verbunds zwischen Querträger und Tragwerk nach Einbringen der
Ortbetonergänzung werden an den Langseiten der Querträger Verbundmittel, z.B. Kopfbolzen,
angeschweißt. Diese Querträger führen aufgrund ihres geringeren Gewichts zu Einsparungen
bei Transport und Einbau.
[0045] Das Fertig- bzw. Halbfertigteil einfacher Bauart wird in industrieller Massenfertigung
in hohen Stückzahlen hergestellt. Die hohen Anforderungen an Maßgenauigkeit und Qualität
sind durch die industrielle Produktion erfüllbar. Das geringe Gewicht des Bauteils
erlaubt eine einfache Handhabung bei Transport und Montage. Auch kann gegenüber anderen
Verfahrensweisen und Fahrbahnen auf eine termingenaue Fertigung verzichtet werden,
da das Bauteil aufgrund seiner Abmessungen und seines Gewichts auch für eine Vorfertigung
auf Lager geeignet und dann nach Erfordernis abrufbar ist.
[0046] Auch Streckenabschnitte mit unverändertem Querschnitt lassen sich grundsätzlich aus
einzelnen Querträgern erstellen, an deren Stirnseiten die Systemträger montiert werden.
Wegen der in solchen Bereichen unveränderten Abmessungen bietet es sich jedoch an,
den Fahrweg als Rost aus mehreren Querträgern und je einem Systemträger an den Stirnseiten
vorzufertigen. Zumal wenn es sich um gerade Streckenabschnitte handelt, ist so die
Montage des Fahrwegs wesentlich einfacher, weil statt der aufwendigen Justierung jedes
einzelnen Querträgers auf der Oberseite des Tragwerks nur der Rost justiert werden
muss. Er kann vorher entweder unter den vorteilhaften Bedingungen z.B. einer Halle
im Werk oder nahe dem Einbauort lediglich auf einer ebenen Unterlage montiert werden.
[0047] Alternativ zu einem Rost kann der Fahrweg auch aus Platten oder Flächentragwerken
mit vorzugsweise rechteckigem Grundriss aufgebaut werden, bei denen an zwei gegenüberliegenden
Seiten, vorzugsweise den Langseiten, die Systemträger angebracht werden. Diese Bauweise
bietet sich vor allem in Bahnhofsbereichen an.
[0048] Die Befestigung der Querträger bzw. des Rosts auf dem Tragwerk kann vereinfacht werden,
indem auf dem Tragwerk in regelmäßigen Abständen Befestigungseinrichtungen vorgesehen
werden. Für Tragwerk und Querträger aus Beton sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung
der Erfindung vor, dass der Fahrweg auf seiner dem Fahrzeug zugewandten Oberseite
Fächer oder Aussparungen aufweist, in die die Querträger eines Rosts oder die Querträger
einzeln eingelegt werden. Die Fächer können dabei In den Zwischenräumen von Quadern
gebildet werden, die mit Abstand zueinander auf der Oberseite des Tragwerks angeordnet
werden. Alternativ dazu können sie auch zwischen vergleichbar angeordneten Auflcantungen
gebildet werden. Die Fächer geben bereits die ungefähre Lage der Querträger an, wodurch
die Vormontage vereinfacht wird.
[0049] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Lage jedes Querträgers
hinsichtlich Höhe und/oder Querneigung justiert wird. Damit werden die Trassierungsparameter
der Gradiente in hoher Genauigkeit und unabhängig von Ungenauigkeiten des Tragwerks
hergestellt. Mit der Justage der Querträger kann auch die Lage der Systemträger im
wesentlichen vorbestimmt werden, so dass diese nicht mehr separat eingemessen werden
müssen.
[0050] Zur Sicherung der Lage der justierten Querträger ist eine geeignete Befestigung zu
wählen. Sie kann zum Beispiel in einer Verschraubung oder Klemmung bestehen. Nach
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die Querträger in Fahrwegträgerlängsrichtung
verspannt. Dabei können sich die Verspanneinrichtungen am benachbarten Querträger
abstützen, so dass mehrere Querträger untereinander und die jeweils letzten gegen
ein Widerlager verspannt sind. Liegen die Querträger in Fächern, kann jeder einzeine
Querträger zwischen den seinen Seitenflächen zugewandten senkrechten Wandungen verspannt
und so in seiner justierten Lage gesichert werden.
[0051] In Abhängigkeit von dem für Tragwerk und Fahrweg gewählten Material wird die justierte
Lage des Fahrwegs bzw. der Querträger dauerhaft befestigt. Werden der Fahrweg oder
die Querträger aus Stahlbeton gefertigt, bietet es sich vorteilhafter Weise an, dass
die Lage der Querträger oder des Rosts durch den Einbau von Ort- oder Vergussbeton
fixiert wird, um die Trasse und die Gradiente der Raumkurve der Fahrbahn abzubilden.
Dieses Verfahren stellt eine einfache und äußerst belastbare Befestigung des Fahrwegs
dar. Die Ortbetonergänzung verbessert die statische Tragwirkung der Fahrbahn, indem
sie eine Verbundtragwirkung zwischen Tragwerk und Querträger, also zwischen Primär-
und Sekundärtragwerk, in Längs- und Querrichtung herstellt. Der Ortbeton übernimmt
demnach neben der Lagesicherung des Fahrwegs in der Position, die zur Verwirklichung
der Raumkurve erforderlich ist, eine statisch tragende Funktion. Er verbindet Querträger
und Tragwerk zu einem monolithischen Bauteil, nämlich der Fahrbahn, so dass die Abmessungen
der Bestandteile der Fahrbahn geringer dimensioniert werden können, und sich das Gesamttragwerk
der Fahrbahn leichter berechnen lässt. So wird die Einhaltung der Verformungskriterien
gewährleistet. Die zur Befestigung von Betonquerträgern benötigte Ort- bzw. Vergussbetonmenge
kann bei Verwendung von Fächern, Aussparungen oder Aufkantungen auf dem Tragwerk deutlich
verringert werden.
[0052] Im Gegensatz zu anderen Lösungen werden durch die Ortbetonergänzung in den Schwellenfächern
hier nicht hochbeanspruchte Stützpunkte, Einzelbefestigungen durch Verguss mit dem
Tragwerk verbunden, sondern die flächig gelagerte Schwelle bzw. der Querträger lediglich
lagegenau und kraftschlüssig fixiert und mit dem Tragwerk zu einem monolithischen
Bauteil verbunden.
[0053] Die Lasteinleitung am Einzelstützpunkt, der Aufnahme der Statorleiste, ist über das
Fertigteil des Querträgers gewährleistet und werkseitig mit hoher Qualität hergestellt.
Die Lastweiterleitung erfolgt über den flächigen Lastabtrag der Querträger- bzw. Schwellensohle
und -flanke in den Obergurt des Tragwerks. Aus dynamischer Belastung können keine
negativen Einflüsse auf den Ortbetonverbund festgestellt werden.
[0054] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen im Prinzip beispielshalber
noch näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen Querschnitt und einen Längsschnitt durch einen Fahrwegträger als Zweifeldsystem;
- Fig. 2:
- einen Querschnitt und einen Längsschnitt durch einen Fahrwegträger als Einfeldsystem;
- Fig. 3:
- zwei Schnittansichten durch einen Fertigteil-Querträger in Stahlbetonbauweise ohne
Anschlussbewehrung;
- Fig. 4:
- zwei Schnittansichten durch einen Fertigteil-Querträger in Stahlbetonbauweise mit
Anschlussbewehrung;
- Fig. 5:
- zwei Schnittansichten durch einen Halbfertigteli-Querträger in Stahlbetonbauweise
mit Anschlussbewehrung;
- Fig. 6:
- drei Ansichten eines Querträgers aus Stahl;
- Fig. 7:
- einen Schnitt durch einen Fahrwegträger nach Fig. 1 oder Fig. 2 ohne Querneigung;
- Fig. 8:
- einen Schnitt durch einen Fahrwegträger mit Querneigung;
- Fig. 9:
- Schnitte durch Fahrwegträger mit unterschiedlichen Quemeigungen;
- Fig. 10:
- Detailansichten der Befestigung der Systemträger an einem Querträger;
- Fig. 11:
- Draufsicht und Seitenansicht justierter und verspannter Querträger nach Fig. 3 ohne
Anschlussbewehrung;
- Fig. 12:
- Draufsicht und Seitenansicht justierter und verspannter Querträger nach Fig. 4 mit
Anschlussbewehrung;
- Fig. 13:
- polygonale Anordnung von Einfeldträgern in Bogen und Wanne und
- Fig. 14:
- mögliche Abweichungen der Ist-Lage des Tragwerks von der Soll-Lage.
[0055] Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Fahrwegträger 1 für eine Magnetschwebebahn in
Betonbauweise. Er umfasst ein Tragwerk 2 und einen Fahrweg 3. Das Tragwerk 2 ruht
über eine Traverse 4 auf Lagern 5. Anstelle des hier dargestellten Untergrundes kann
das Tagwerk 2 bei aufgeständerter Bauweise auf einer (nicht dargestellten) Stütze
gelagert sein. Der Fahrweg 3 gliedert sich in einzelne Querträger 6, an deren Stirnseiten
7 Systemträger 8 angeordnet sind, die Gleitleisten 9, Seitenführungsflächen 10 und
Statoren 11 aufweisen.
[0056] Das eigentliche Tragwerk 2, der Fahrbahnträger, ist ein Spannbeton-Hohlkastenquerschnitt
mit senkrechten Stegen 12. Aus gestalterischen Gründen sind diese auch mit einem Anzug
von 7:1 auszubilden.
[0057] Das statische System des Tragwerks 2 ist ein Zweifeld-Träger mit einer Feldspannweite
von 12,40 m und einer Transportlänge von 24,80 m. Der Fahrbahnträger 2 wird als reines
Tragwerk ohne Systemträger des eigentlichen Fahrweges 3 im Fertigteilwerk in Schalung
mit Spannbett und mit kombinierter Vorspannung aus sofortigem und nachträglichem Verbund
hergestellt. Etwa 80% seiner Vorspannung erhält der Träger 2 als Vorspannung im sofortigen
Verbund durch einzelne nicht dargestellte Litzen, lediglich 20 % der Vorspannung werden
durch Vorspannung mit nachträglichen Verbund erforderlich. Eine ebenfalls nicht dargestellte
Schlaffstahlbewehrung ist nur im Steg 12 für die Aufnahme des Schubs und der Torsion
erforderlich. Im übrigen Querschnitt ist die Schlaffstahlbewehrung ansonsten konstruktiv,
z.B. zur Rissminimierung, erforderlich.
[0058] Als Alternative kann der Fahrbahnträger 2 auch als Einfeld-Träger gemäß
Fig. 2 mit einer Spannweite von 12,40 m ausgebildet werden. Dabei werden 70% der Vorspannung
durch Vorspannung mit nachträglichen Verbund erforderlich, der Querschnitt erhält
eine um 25% größerer Bauhöhe. Um die Schallabstrahlung der Fahrbahn bei Überfahrt
eines Zuges zu verringern, sind zwischen den Traversen 4 Füllkörper 43 eingehängt
oder anbetoniert. Alternativ dazu können die Traversen 4, insbesondere in Verbindung
mit einer linearen Lagerung des Fahrbahnträgers 2, anstatt nur an den Enden des Fahrbahnträgers
2 auch durchgehend anbetoniert sein.
[0059] Das Vorspannkonzept für Träger gemäß
Fig. 1 und
Fig. 2 wird so gewählt, dass die Entwurfskriterien, Minimierung der Verformung, eingehalten
sind. Der Fahrbahnträger 2 wird formtreu vorgespannt, so dass weder aus dem Eigengewicht
noch aus der nachträglichen Belastung infolge des Aufbaus des Fahrweges 3 Verformungen
entstehen können. Unter ständiger Last und Vorspannung ist der Querschnitt zentrisch
überdrückt und weist keine Verformung als Durchbiegung auf. Der Querschnitt, die Spanngliedführung
und die Anordnung der Litzen im sofortigen Verbund werden so gewählt, dass keine Durchbiegung
aus Kriechverformung entsteht. Lediglich eine minimale Trägerverkürzung infolge Kriechen
ist möglich.
[0060] Das Fertigteil 2 gemäß
Fig. 1 wird im Spannbett mit der Gesamtlänge des Zweifeld-Trägers hergestellt. Querschotte
im Stützenbereich sind nicht notwendig. An den Auflagerpunkten wird der Fahrbahnträger
2 durch einen Querträger (Traverse) 4 unterstützt, der die notwendige Spreizung der
Lager 5 ermöglicht. Auch im Bereich der Querträger (die Traversen) 4 und der Lasteinleitung
aus den Lagern 5 ist kein Querschott erforderlich. Ebenso kann zur Verankerung der
Spannglieder und Litzen auf die Ausbildung einer Endscheibe am Trägerende verzichtet
werden. Lediglich aus konstruktiven Gründen wird eine Endscheibe nachträglich an den
Trägerenden in den Hohlkasten eingebaut.
[0061] Die einfache Bauart, senkrechte Stege 12, klare Querschnittsgeometrie, großer Anteil
an Vorspannung mit sofortigem Verbund und der Wegfall von Querschotten ermöglichen
eine wirtschaftliche Serienfertigung standardisierter Fahrbahnträger 2. Da die Fahrbahnträger
2 stets geradlinig in der Form sind, können sie als Fertigteil in der Schalung hergestellt
werden ohne Anpassung der Trägerschalung an Trassierungsvorgaben. Ein Eigengewicht
von ca. 55 to erlaubt den wirtschaftlichen Transport und die Montage das Fahrbahnträgers
2 als Zweifeld-Träger.
[0062] Die Toleranzbestimmungen der DIN-Normen und der ZTV-K für das Rohbauwerk des Fahrbahnträgers
2 sind eingehalten. Alle Anschlussmaße und deren Toleranzen an den Nahtstellen zu
den Querträgern 6 und den Systemträgern 8 sind so festgelegt, dass die Anforderungen
an das Gesamtssystem erfüllt werden. Die hohen Anforderungen an die Maßgenauigkeit
des Fahrweges 3 werden durch dessen nachträglichen Aufbau erfüllt, so dass an den
Fahrbahnträger 2 verhältnismäßig einfach einzuhaltenden Anforderungen an die Maßhaltigkeit
im Werk gestellt werden müssen.
[0063] Die Anforderungen an die Genauigkeit der Schalmaße sind in Anlehnung an die allgemeinen
Anforderungen an den industriellen Fertigteilbau getroffen. Das bedeutet, dass für
die Herstellung des Fahrbahnträgers 2 keine extrem genaue Maßhaltigkeit erforderlich
wird. Toleranzmaße von ± 1 cm in Längsrichtung, Querrichtung sowie bezogen auf die
Bauhöhe sind akzeptabel und minimieren somit den Aufwand bei der Fertigteilfertigung
auf ein übliches Maß unabhängig von den Anforderungen der Magnetschnellbahninfrastruktur.
[0064] Im Obergurt 13 des Fahrbahnträgers 2 sind im Abstand von 1,033 m - dem vorgegebenen
Systemmaß für die Anordnung der Statoren 11 - Aussparungen 14 über die gesamte Querschnittsbreite
vorgesehen. Die Aussparungen 14 haben eine Tiefe von etwa der halben Dicke des Obergurtes
13 und eine Breite von etwa 30 cm. Die Aussparungen 14 dienen zur Aufnahme von Fahrbahnquerträgern
6, ähnlich den Schwellen des klassischen Rad-Schiene-Oberbaus. Die Aussparungen 14
werden zutreffend als Schwellenfächer bezeichnet. Zwei Beispiele für die Ausgestaltung
der Aussparungen oder Fächer 14 sind in
Fig. 11 und
Fig. 12a, 12b dargestellt
[0065] In diese Schwellenfächer 14 werden zentrisch vorgespannte Stahlbetonträger, sogenannte
Querträger 6, mit einer Länge von 2,20 m eingelegt. Die Querträger 6 sind beispielhaft
in
Fig. 3a und 3b dargestellt. Sie sind durch Einstabanker 16 vorgespannt, die an den Stirnseiten 7
der Querträger 6 an Kopfplatten 15 angeschlossen sind und von Schubbewehrungsbügeln
36 umgeben sind. An den Kopfplatten 15 sind Gewindemuffen 32 angeflanscht, die zugfest
mit den Einsabankern 16 verbunden sind. Sie dienen einerseits dazu, während der Herstellung
der Querträger 6 die Vorspannkraft auf die Einstabanker 16 zu übertragen, und andererseits
dazu, im Endzustand Schrauben 27 zur Befestigung der Systemträger 8 aufzunehmen (vgl.
Fig. 9a).
[0066] Die Querträger 6 werden unter festgelegten Fertigungs- und Aushärtbedingungen im
Fertigteitwerk im Spannbett vorgespannt. Bereits im Werk werden an den Stirnseiten
7 der Querträger 6 die Anschluss- oder Kopfplatten 15 aus Stahl bzw. Stahlguss zur
Aufnahme der Funktionsebene (Gleitleiste 9, Seitenführung 10, Stator 11, in Fig. 3
nicht dargestellt) eingebaut. Die Querträger 6 einschließlich den Einbauteilen werden
mit höchster Qualität und größter Genauigkeit industriell hergestellt.
[0067] Der Querträger 6 ist das Betonbauteil mit den höchsten Anforderungen an die Maßhaltigkeit.
Über die Breite des Querträgers 6 wird die Systembreite des Magnetschwebebahn-Systems
in Querrichtung, der y-Richtung gemäß Fig. 1, mit exakt 2800 mm festgelegt. Es ist
daher notwendig, dass dem Bauteil Querträger 6 höchste fertigungstechnische Anforderungen
abverlangt werden. So muss der Träger 6 zwischen den beiden Stahlkopfplatten 15, die
zur Aufnahme des Systemträgers 8 dienen, eine exakte Länge von 2200 mm aufweisen.
Der Querträger 6 muss die Kräfte aus dem Systemträger 8 über unten näher beschriebene
Schraubverbindungen aufnehmen und an den Fahrbahnträger 2 ableiten.
[0068] Der Querträger 6 wird ebenfalls im Spannbett vorgespannt. Die Besonderheit der eingetragenen
Vorspannung ist dadurch gekennzeichnet, dass Einstabanker 16 mit sofortigem Verbund
verwendet werden, die die Stirnplatten 15 der Befestigung der Systemträger 8 als Ankerplatten
nutzen. Eine Schlaffstahlbewehrung ist nur konstruktiv für Formtreue und Gebrauchstauglichkeit
erforderlich. Grundsätzlich ist der Querträger 6 auch lediglich schlaff bewehrt mit
BSt 500 S dimensionierbar. Die Vorteile des Spannbetons unter Vermeidung der Dekompression
unter Verkehr erhöht jedoch die Dauerhaftigkeit überproportional. Die Kombination
der Verankerung der eingeleiteten Kräfte mit der Vorspannung ist die wirtschaftlichste
Konzeption der Bewehrungsanordnung.
[0069] Die Abmessungen des Querträgers 6 (Länge 2,20 m, Breite ca. 0,30 m und Höhe ca. 0,20
m) sind für ein Fertigteil sehr günstig. Ähnlich der Produktion von Spannbetonschwellen
für den konventionellen Gleisbau kann der Querträger 6 in industrieller Massenfertigung
in hohen Stückzahlen produziert werden. Qualitätssichernde Maßnahmen und routinierte
Abläufe der industriellen Produktion ermöglichen die Einhaltung der geforderten Toleranz
und Qualität. Das geringe Gewicht und die gewählten Abmessungen ermöglichen eine einfache
und effiziente Handhabung bei Transport und Lagerung, vor allem aber bei der Montage.
[0070] Ein Querträger 6" kann auch als Teilferdgteil gemäß
Fig. 5a und 5b hergestellt werden. Hierbei wird im mittleren Bereich des Querträgers 6" ein Baustahlfachwerk
17 aus horizontalen Betonstahlstäben 31, vertikaler Schubbewehrung 36 und diagonaler
Schubbewehrung 37 angeordnet und nur die Enden des Querträgers 6" bereits im Werk
betoniert. Vorspannung kann in diesem Fall nicht in den Querträger 6" eingebracht
werden, der Träger 6" wird dann mit Baustahl schlaff bewehrt. Im Bereich des Baustahlfachwerkes
17 erfolgt im Zuge der Ortbetonergänzung eine zusätzliche Verbundwirkung im Schwellenfach
14. Auch ist eine zusätzliche eingelegte Bewehrung (Anschlussbewehrung) 18 in Fahrweglängsrichtung
in diesem Bereich möglich.
[0071] Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform eines Querträgers 6''' aus Stahl. Er besteht
aus zwei beabstandeten Stegen 39, die an ihren Stirnseiten über zwei Kopfplatten 15'
und an ihren Endbereichen durch Flansche 40 miteinander verbunden sind. Die Flansche
40 lassen einen Mittelbereich des Querträgers 6''' frei, mit dem dieser entweder in
ein Schwellenfach 14 des Tragwerks 2 eingelegt oder frei auf dem Tragwerk 2 aufgelegt
und dort mittels Ortbetonergänzung vergossen wird. Zur Sicherstellung des Verbundes
zwischen Querträger 6''' und Tragwerk 2 sind im Mittelbereich des Querträgers 6'''
Kopfbolzen 41 angeschweißt. Die Verbundwirkung wird verbessert, indem im Mittelbereich
zusätzlich Anschlussbewehrung 18' angeschweißt wird, die ebenfalls in die Ortbetonergänzung
eingebunden wird.
[0072] Für den Montagezustand, dargestellt in
Fig. 7, wird der Querträger 6 über vertikale Spindeln 19 auf die richtige Höhe und Querneigung
gebracht. Horizontale Spindeln 20 verspannen den Querträger 6 innerhalb des Schwellenfaches
14 und sichern dessen Lage in Fahrweglängsrichtung. Gemäß der Darstellung in Fig.
7 wird der Querträger 6 über zwei - nicht zwingend erforderliche - Gewindestangen
21, Durchmesser 16 mm, an den Fahrbahnträger 2 gespannt. Dabei dienen die Gewindestangen
21 als Zuganker und werden nachträglich in Anschlussmuffen 22 im Obergurt 13 des Fahrbahnträgers
2 geschraubt. In den Schwellen 6 sind Langlöcher 23 angeordnet, durch die die Gewindestangen
21 ragen. Mit Kontermuttern 24 werden die Träger 6 dann verspannt.
[0073] Anschließend erfolgt der Einbau mit Ortbeton 30 im Schwellenfach 14 zur Herstellung
der Verbundwirkung mit dem Fahrbahnträger 2. Dabei kann die einfache Variante, Verguss
eines Querträgers 6 ohne Anschlussbewehrung 18 im Schwellenfach 14, zur Anwendung
kommen. Hierbei ist keine gesonderte Bewehrung zur Übertragung der Verbundkräfte erforderlich.
Der Querträger 6 wird über zwei Zuganker 21 mit dem Obergurt 13 des Fahrbahnträgers
2 verbunden. Die Ortbetonergänzung 30 überträgt Druckkräfte, die Zuganker 21 erzeugen
eine zusätzliche Verspannung über die Gewindestangen 21. Es ist stets gewährleistet,
dass der Ortbetonverbund aus den Lastwechseln im Druckbelastungsbereich bleibt. Zugkräfte
können nicht entstehen, schädigende Wirkungen von Lastwechseln mit Vorzeichenwechsel
im Ortbetonverbund von Zug auf Druck werden nicht erzeugt. Der Ortbetonverbund ist
stets überdrückt, darüber hinaus sind die Beanspruchungen des Vergusses durch flächige
Lagerung gering.
[0074] Zur Erhöhung der Verbundwirkung kann der oben beschriebene Querträger 6" mit Baustahlfachwerk
17 im Mittelbereich gemäß
Fig. 5 zum Einsatz kommen. Das Baustahlfachwerk 17 im Mittelbereich des Querträgers 6" liegt
in der Zone der Ortbetonergänzung 30. Durch zusätzlich eingelegte Bewehrung in Fahrweglängsrichtung,
die Anschlussbewehrung 18, kann die Verbundwirkung der Ortbetonergänzung 30 erhöht
werden.
[0075] Es ist aber ebenso möglich, eine vorgespannten Querträger 6' mit Anschlussbewehrung
18 gemäß Fig. 4 herzustellen und einzubauen. Dieser Querträger 6' unterscheidet sich
vom Querträger 6 gemäß Fig. 3 lediglich in der zusätzlichen Anordnung der Anschlussbewehrung
18 rechtwinklig zur Längserstreckung des Querträgers 6'. Das Schwellenfach 14 ist
entsprechend
Fig. 12 für die Anordnung der Anschlussbewehrung 18 und die Übergreifung mit der Bewehrung
aus dem Obergurt 13 auszubilden. Die in Fahrweglängsrichtung angeordnete Anschlussbewehrung
18, die Bewehrung im Mittelbereich des Querträgers 6, wird in speziell ausgebildeten
Schwellenfächer 14 durch die Ortbetonergänzung mit dem Fahrbahnträger 2 verbunden.
Die Vorteile des vorgespannten Querträgers 6 und die Erhöhung der Verbundwirkung durch
Anschlussbewehrung 18 im Schwellenfach 14 können so kombiniert werden.
[0076] Die Querträger 6 werden in den Schwellenfächern 14 im Zuge der Montage lagegenau
ausgerichtet. Dabei ist ein Justieren der Lage in Querrichtung und der Höhe nach möglich.
In Längsrichtung der Fahrbahn müssen die Querträger 6 nur geringfügig ausgerichtet
werden, da hier eine vorgegebene Grobfixierung durch die Schwellenfächer 14 vorhanden
ist. Über Spindeln 19, 20 und Schrauben 21 werden die Querträger 6 in ihrer Lage fixiert.
Anschließend erfolgt der kraftschlüssige Verbund des Querträgers 6 mit dem Fahrbahnträger
2 durch eine Ortbetonergänzung 30 innerhalb des Schwellenfaches 14. Die Querträger
6 werden innerhalb der Tragplatte (Obergurt 13) vergossen und übertragen die Kräfte
im Betonverbund.
[0077] Grundsätzlich erfolgt der Verbund zwischen Schwellenfach 14 und Querträger 6 als
Ortbetonergänzung 30 mit standardisierten und bekannten Materialien, insbesondere
Normalbeton B 35. Die Dauerhaftigkeit der Verbundfugen kann durch eine Abdichtung
noch zusätzlich erhöht werden.
[0078] Fig. 12 c und 12 d stellen die Montage des Fahrwegs 3 auf einem Fahrwegträger 2 ohne Aussparungen 14
dar. Der Fahrwegträger 2 weist auf der dem Fahrweg 3 zugewandten Oberseite des Obergurtes
13 eine plane Oberfläche auf, auf der die Querträger 6" mittels Spindeln 19 in die
erforderliche Lage gebracht werden. Nach Ergänzung der Anschlussbewehrung 18 analog
Fig 12a, 12b werden die Querträger 6 und das Tragwerk mit Ortbeton monolithisch miteinander
verbunden.
[0079] Um die verbleibenden Öffnungen zwischen den Querträger 6", der Längskante des Obergurtes
13 und dem Systemkomponententräger 8 zu verschließen, werden nach Montage des Systemkomponententrägers
8 Einhängekörper 42 montiert. Die Einhängekörper 42 verhindern eine zusätzliche Schallabstrahlung
der Fahrbahn bei Zugüberfahrt.
[0080] Fig. 13 zeigt die Anordnung der standardisierten geradlinigen Fahrwegträger 2 in Kurven-
(Fig. 13a) und Wannenbereichen (Fig. 13b). Weil die Fahrwegträger 2 die Trassierung
nicht vollständig verwirklichen, erfolgt eine Anpassung durch das Aufsetzen des Fahrwegs
3. Beim Verlegen der Querträger 6 ist es möglich, diese um bis zu 12 cm außermittig
in Querrichtung auf dem Fahrbahnträger 2 auszurichten. Hierdurch kann innerhalb des
Fahrweges 3 aus Systemträger 8 und Querträger 6 die Trassierung angepasst werden,
während der Fahrbahnträger 2 stets geradlinig in der Form polygonal dem Trassierungsradius
folgt. So ist es möglich, dass der kleinste Trassierungsradius von R = 350 m mit einem
polygonal verlegten Fahrwegträgerzug abgebildet wird. Der Fahrweg 3, Querträger 6
mit Systemträger 8, kann durch die mögliche Außermittigkeit auf dem Fahrwegträger
2 dem Radius oder dem Übergangsbogen (Klothoidenbogen) exakt folgen. Gleiches gilt
für die Abbildung von Querneigung und Höhenband. Durch die Option der Justierung der
Querträger 6 ist es möglich, trotz geradem Fahrbahnträger 2 (Primärtragwerk) den Fahrweg
auch lagegenau bzgl. Querneigung und Höhenlage aufzubauen. Hierfür kann der Querträger
6 gemäß
Fig. 7 um bis zu 1,8° in Querrichtung des Fahrweges 3 geneigt werden und um bis zu 10 cm
in seiner Höhenlage verschoben werden.
[0081] Diese Flexibilität der Baukastenbauweise kann auch zum Ausgleich von Imperfektionen
des Tragwerks 2 eingesetzt werden.
Fig. 14a stellt in einer schematischen Seitenansicht eines Fahrwegträgers 1 mit der Soillag
des Fahrwegs 3 eine unerwünschten Durchbiegung des Tragwerks 2 dar. Diese kann durch
eine größere Mächtigkeit des Vergusses bzw. des Ortbetons 30 unter dem Querträger
6 oder dem Rost repariert werden.
[0082] Fig. 14b zeigt ein Verkippen des Tragwerks 2, wie es zum Beispiel infolge Stützensenkung eintreten
kann. Auch diese Abweichung der ist- von der Solllage des Tragwerks 2 kann beim Aufsetzen
des Fahrwegs 2 in der zuvor beschriebenen Weise ausgeglichen werden.
[0083] In
Fig. 14c ist eine Verschiebung des Tragwerks 2 in einer schematischen Draufsicht gezeigt.
Auch trotz einer solchen Abweichung lässt sich die gewünschte Trassierung herstellen,
indem beim Aufbau des Fahrwegs 3 im fraglichen Bereich die Querträger mit einer Außermittigkeit
aufgesetzt werden.
[0084] Im Gegensatz zu anderen Lösungen werden durch die Ortbetonergänzung 30 in den Schwellenfächern
14 hier nicht hochbeanspruchte Stützpunkte, nämlich Einzelbefestigungen, durch Verguss
mit dem Tragwerk 2 verbunden, sondern die flächig gelagerte Schwelle 6 lediglich lagegenau
und kraftschlüssig fixiert. Die Lasteinleitung am Einzelstützpunkt, nämlich an der
Aufnahme der Stratorleiste, ist über das Fertigteil, den Querträger 6, gewährleistet
und werkseitig mit hoher Qualität hergestellt. Die Lastweiterleitung erfolgt über
den flächigen Lastabtrag der Schwellensohle und -flanke in den Obergurt 13. Aus dynamischer
Belastung sind keine negativen Einflüsse auf den Ortbetonverbund zu erwarten.
[0085] Die Schwellenfächer 14 können einzeln mit den Querträgern 6 bestückt werden. Es ist
jedoch sinnvoll, Systemeinheiten bestehend aus Querträgern 6 und den Systemträger
8 links und rechts ähnlich einem Gleisrost zu verlegen. Die Montage- und Justierarbeiten
lassen sich dadurch deutlich reduzieren.
[0086] Die Kopfplatten 15 dienen - wie im Detail in
Fig. 10a dargestellt - zur Aufnahme der Systemträger 8 der Magnetschwebebahn-Funktionsebene
und haben hierfür Gewinde. Der Einbau der Kopfplatte 15 im Querträger 6 erfolgt im
Werk unter Bedingungen industrieller, stationärer Fertigung mit einem hohen Maß an
Qualität und Genauigkeit. Die Verankerung der Kopfplatte 15 im Querträger 6 erfolgt
über betonseitig an der Kopfplatte 15 angeschweißte Betonstahlstäbe 31 bzw. Einstabanker
16 und Gewindemuffen 32 für die Einleitung der Vorspannkraft aus den Einstabankern
16. Die Anschlussplatte dient als Kopfplatte 15 für die zentrische Vorspannung des
Querträgers 6. Die Platte 15 ist zusätzlich mit einer horizontal verlaufenden Zahnstruktur
33 (2,5 / 2,5 / 2,5 mm) versehen, die einem form- und damit querkraftschlüssigen Kontakt
zur Anschlussplatte 26 der Systemträger 8 ermöglicht. Die Schrauben 27 werden überwiegend
auf Zug beansprucht. Die Zahnstruktur ermöglicht in z-Richtung einen Toleranzausgleich
von bis zu 5 mm nach oben und unten.
[0087] Die aus der Systemtechnik in technischer und geometrischer Hinsicht festgelegte Funktionsebene
wird als geschweißte Stahlkonstruktion mit den erforderlichen Aufnahmepunkten für
die Statoren 11 gefertigt. Die komplette Systemeinheit wird mit einer Lieferlänge
von 3,10 m bis 12,40 m Länge geliefert.
[0088] Der Systemträger 8 gemäß
Fig. 10a besteht aus zwei Stahlplatten 9, 10 die zueinander rechtwinklig in Längsrichtung
des Fahrweges kontinuierlich verschweißt sind. Die obere Stahlplatte bildet die Gleitleiste
9 oder Absetzschiene, auf der das Fahrzeug abgesetzt wird, die seitliche Stahlplatte
bildet die Seitenführungsschiene 9 zur spurgenauen Lenkung des Fahrzeuges. Durch zusätzliche
Stegbleche 25 alle 1,033 m wird das L-förmige Stahlprofil ausgesteift. Sie tragen
seitlich eine Anschlussplatte 26, mit der der Systemträger 8 an der Kopfplatte 15
der Querträger 6 montiert wird und unten die Aufnahme 28 für die Statorenpakete 11.
Die Anschlussplatte 26 und die Aufnahme 28 für die Statoren 11 sind mit den Stegblechen
25 verschweißt.
[0089] Der Systemträger 8 ist ein Stahlbauteil, das mit den üblichen Verbindungsmitteln,
z.B. hochfesten Schrauben, an der Kopfplatte 15 des Querträgers 6 befestigt wird.
Zur Befestigung der Systemträger 8 sind an den Kopfplatten 15 der Querträger 6 jeweils
sechs Schrauben 27 Typ M 16 der Güte 10.9 angeordnet. Die vorgespannte hochfeste Verschraubung
nach Norm ist keine Sonderlösung und zur Aufnahme dynamischer Lasten zugelassen. In
der Anschlussplatte 26 des Systemträgers 8 sind Langlöcher vorgesehen, so dass die
Möglichkeit zum Versatz des Systemträgers 8 nach oben oder unten in vertikaler Richtung
um bis zu 5 mm besteht. Die Platte 26 ist - wie die Kopfplatte 15 -zusätzlich mit
einer horizontal verlaufenden Zahnstruktur 33 (1 /1 /1 mm) für einen form- und damit
querkraftschlüssigen Kontakt zur Kopfplatte 15 der Systemträger 8 versehen. Die Zahnstruktur
33 ermöglicht in z-Richtung einen Toleranzausgleich von 1 mm bis 5 mm nach oben und
unten.
Fig. 10a stellt beispielhaft die Befestigung eines Systemträgers 8 an einem Querträger 6 mit
einem vertikalen Versatz nach oben dar, so dass die Oberfläche der Gleitleiste 9 über
die Oberfläche des Querträgers 6 hinaussteht.
Fig. 10d zeigt eine Draufsicht auf eine Kopfplatte 15 mit Zahnstruktur 33.
[0090] Das Element zur Aufnahme der Statorenpakete 11, die Grundplatte 28, ist mit den Stegblechen
25 und der Anschlussplatte 26 verschweißt und unten am Systemträger 8 angeordnet.
Über 4 Schrauben 38 wird das Statorenpaket 11 an der Grundplatte 28 befestigt. In
der Grundplatte 28 sind entsprechende Gewinde zur Aufnahme der Schrauben vorgesehen.
Die Trägerplatte 29 der Statorenpakete 11, die an der Grundplatte 28 befestigt werden,
kann ebenfalls mit Langlöchern ausgebildet werden, so dass eine Verstellmöglichkeit
in Querrichtung besteht. In Fig. 10b ist eine horizontale Verschiebung des Stators
11 nach außen, also vom Fahrwergträger 2 weg, dargestellt.
[0091] Grundsätzlich wird der Versatz in Querrichtung zur Abbildung der Trasse bei Bogen
oder Übergangsbogen durch Montage der Fahrbahn 3 und Ausrichten der Querträger 6 im
Baukastensystem verwirklicht. Es sind daher keine Maßnahmen zum eigentlichen Justieren
erforderlich. Um jedoch ein redundantes System zu schaffen, kann hier aber die nachträgliche
Verstellmöglichkeit auch in Querrichtung realisiert werden.
[0092] Die Systemträger 8 werden mit Längen von 3,10 m, das entspricht der Länge eines Statorenpaketes,
bis zur Gesamtlänge von 12,40 m oder auch 24,80 m gefertigt. Mit dem Systemträger
8 wird die Trasse bzw. die Gradiente abgebildet, kleine Systemeinheiten können je
nach erforderlichen Trassierungselementen, ohne Verwindung hergestellt werden. Lange
Systemeinheiten sind auf gerader Strecke oder bei konstanter Krümmung sinnvoll.
[0093] Die Fertigung des Systemträgers 8 erfolgt in der Halle. Die Anforderungen an die
hohe Genauigkeit des Bauteils kann durch industrielle Fertigung erfüllt werden.
[0094] Die Vorteile des wie ein Baukasten aufgebauten Trägers 1 können wie folgt zusammengefasst
werden: Jeder Fahrbahnträger 2 ist gleich, auf die Trassierung muss bei der Herstellung
des Fahrbahnträgers 2 keine Rücksicht genommen werden. Es werden keine Modifikationen
am Bauteil notwendig, weder im Werk noch auf der Baustelle. Der Fahrbahnträger 2 ist
einfach und solide ausgebildet, an seine Abmessungen werden keine erhöhten Anforderungen
gestellt, die Toleranzen aus dem Fertigteilbau sind einzuhalten.
[0095] Die Fertigung des Systemträgers 8 erfolgt in einer stationären industriellen Fertigungsanlage.
Hohe Genauigkeit und Qualität des Bauteils 8 lassen sich so wirtschaftlich erreichen.
Die Systemträger 8 sind in einige wenige Grundtypen zu unterscheiden und werden je
Typ in großen Stückzahlen gefertigt. Der Systemträger 8 ist im Baukastenprinzip das
zuletzt einzubauende Systembauteil, das die höchsten Anforderungen an Genauigkeit
zu erfüllen hat. Er wird daher als Stahlbauteil konzipiert, da durch das gewählte
Material und die Herstellungsmethode des Stahlbaus die geforderte hohe Präzision erfüllt
wird.
[0096] Der Systemträger 8 ist das Bauteil mit den höchsten Anforderungen, an die Herstellungspräzision.
Durch die systemspezifischen Anforderungen der Magnetschwebebahn-Technik, die von
allen bekannten Systemen erfüllt werden müssen, sind die Vorteile gegenüber bestehenden
Systemen nicht in der Herstellung des Systemträgers 8, sondern im Baukastensystem
des Gesamtfahrweges zu finden. Durch die gewählte Herstellungsweise ist In Querrichtung
des Fahrweges 2 durch den Querträger 6 das Systemmaß bereits festgelegt, eine Justierung,
um die genaue Fahrwegbreite von 2800 mm einzustellen, entfällt. Es sind keine weiteren
Maßnahmen nach dem exakten Verlegen der Querträger 6 erforderlich. Der Systemträger
8 kann an dem Querträger 6 befestigt werden, ein Nachbearbeiten der Anschlusskonstruktion
vor Ort entfällt. Die Justierbarkeit kann auf nur einen Freiheitsgrad eingeschränkt
werden, da alle anderen Systemmaße durch das gewählte Baukastenprinzip im Zuge der
Montage der Systembauteile bereits erfüllt wurden. Die Korrekturmöglichkeit in z-Richtung
bleibt nachträglich erhalten, der Systemträger 8 kann an der Anschlussplatte 26 nach
oben oder unten verschoben werden. Optional ist auch eine Verstellmöglichkeit in Querrichtung
des Fahrweges 3 möglich.
[0097] Das große und schwere Bauteil des Fahrwegträgers 2 kann ohne besondere Vorkehrungen
transportiert und montiert werden. Dafür wird der Fahrbahnträger 2 auf den Lagern
5 exakt abgelegt, eine Felnjustierung und ein Feinnivellement sind nicht notwendig.
Auch ist der Einsatz von Elastomerlagem möglich, da selbst ein Einfedern der Lager
5 infolge Lagerstauchung unter Eigengewicht nachträglich durch die Montage der Fahrbahn
3 ausgeglichen wird.
[0098] Die Querträger 6 werden bereits mit den Systemträgern 8 verbunden und bilden abschnittsweise
Einheiten. Die Verlegung des vormontierten Rosts, bestehend aus Querträger 6 und Systemträgern
8, wird auf dem Fahrbahnträger 2 ausgerichtet, und die Lage in Trasse und Gradiente
genau eingemessen. Durch die beschriebenen Justierspindeln 19, 20 wird der Querträger
6 exakt angepasst. Die Montage erfolgt ähnlich wie im Gleisbau des Rad-Schiene-Systems.
Montageeinheiten bestimmter Längen werden justiert und in der Lage exakt fixiert.
[0099] Bis zum Verbund mit dem Ortbeton ist eine Nachjustierung möglich. Eine nachträgliche
Ausrichtung des Systemträgers 8 in vertikaler Richtung bleibt stets erhalten. Die
Ausrichtung der Statorpakete 11 in Querrichtung ist optional vorgesehen.
[0100] Der Gesamtvorteil des Systems im Baukastenprinzip ist der Trassierungsvorteil. Es
ist möglich zur Abbildung von Radien und Übergangsbogen die Fahrbahnträger 2 polygonal
zu verlegen. Eine Herstellung der Fahrbahnträger 2 mit Radius oder Übergangsbogen
(Klothoide) kann entfallen. Die Anpassung an die Trasse erfolgt durch die Ausrichtung
der Querträger 6 auf dem Fahrbahnträger 2. Die Querträger 6 werden auf dem Fahrbahnträger
2 in Querrichtung versetzt angeordnet. Der selbe Vorteil ist auch für das Höhenband
gültig. Ausrundungen wie Wannen und Kuppen werden nicht im Fahrbahnträger 2 abgebildet.
Dieser kann geradlinig hergestellt werden und wird als Polygonzug dem Höhenband folgend
verlegt. Eine Anpassung an die erforderliche Höhenlage erfolgt über die Montage der
Querträger 6.
[0101] Ungenauigkeiten des primären Tragsystems 2 werden jeweils bei der Montage des nachfolgenden
Tragsystems ausgeglichen. Die Toleranzen des primären Tragsystems 2 können daher größer
als die des jeweils nachfolgenden Systems gewählt werden. Der Ausgleich von Abweichungen
jeglicher Art (Stützensenkung, fehlende Maßhaltigkeit, Imperfektionen, etc.) innerhalb
der modulare Montage ist möglich. Die Abbildung von Trasse und Gradiente kann durch
Anordnung der Modulsysteme erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0102]
- 1
- Fahrwegträger
- 2
- Tragwerk
- 3
- Fahrweg
- 4
- Traverse
- 5
- Lager
- 6
- Querträger
- 7
- Stirnseite des Querträgers 6
- 8
- Element
- 9
- Gleitleiste
- 10
- Seitenführungsschiene
- 11
- Stator
- 12
- senkrechter Steg
- 13
- Obergurt
- 14
- Aussparung bzw. Fach
- 15
- Kopfplatte
- 16
- Einstabanker
- 17
- Baustahlfachwerk
- 18
- Anschlussbewehrung
- 19
- vertikale Spindel
- 20
- horizontale Spindel
- 21
- Gewindestange
- 22
- Anschlussmuffe im Obergurt 13
- 23
- Langloch im Querträger 6
- 24
- Kontermutter
- 25
- Stegblech
- 26
- Anschlussplatte
- 27
- Schrauben
- 28
- Grundplatte bzw. Aufnahmeplatte für Stator 11
- 29
- Trägerplatte
- 30
- Verguss, Ortbeton
- 31
- Betonstahlstab
- 32
- Gewindemuffe im Querträger 6
- 33
- horizontale Zahnstruktur
- 34
- Langloch in der Anschlussplatte 26
- 35
- Langloch in der Trägerplatte 29
- 36
- Vertikale Schubbewehrung
- 37
- Diagonale Schubbewehrung
- 38
- Halteschrauben für Statoren 11
- 39
- Steg
- 40
- Flansch
- 41
- Kopfbolzen
- 42
- Einhängekörper
- 43
- Füllkörper
1. Fahrbahn für Magnetschwebebahnen, mit auf Lagern oder Stützen ruhenden und sich in
Fahrtrichtung erstreckenden Tragwerken (2) mit daran angeordneten Systemkomponenten
(8) zum Tragen und Führen von Fahrzeugen, wobei die Systemkomponenten (8) Bestandteile
eines Fahrwegs (3) sind, der auf den Tragwerken (2) aufgesetzt ist, und der quer zur
Fahrtrichtung und mit Abstand zueinander angeordnete Querträger (6) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) auf dem Tragwerk (2) durch Ortbetonergänzung in einem monolithischen
Verbund befestigt sind.
2. Fahrbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (2) im wesentlichen aus einem standardisierten Fertigteil besteht.
3. Fahrbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (2) einen, vorzugsweise in seiner Längsrichtung vorgespannten, Stahlbetonträger
umfasst.
4. Fahrbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (2) ein Streifenfundament ist.
5. Fahrbahn nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) Langseiten und Stirnseiten (7) aufweisen, wobei an den Stirnseiten
(7) ein Systemträger (8) befestigt ist.
6. Fahrbahn nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) ein standardisiertes Fertigteil ist.
7. Fahrbahn nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) schlaff bewehrt ist
8. Fahrbahn nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) ein, vorzugsweise in seiner Längsrichtung vorgespannter, Stahlbetonträger
ist.
9. Fahrbahn nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) Einstabanker (16) mit sofortigem Verbund als Spannglieder aufweist.
10. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) zur Befestigung der Systemträger (8) an seinen Stirnseiten (7)
Kopfplatten (15) aufweist.
11. Fahrbahn nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfplatten (15) zugleich Ankerplatten für die Vorspannung der Querträger (6)
sind.
12. Fahrbahn nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfplatten (15) Einrichtungen zum Aufbringen der Vorspannkraft und zur Befestigung
der Systemträger (8) aufweisen.
13. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Querträger (6) abgewandte Seite der Kopfplatten (15) eine Struktur (33) aufweist,
die mit einer entsprechenden Oberfläche am Systemträger (8) in Formschluss steht.
14. Fahrbahn nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur (33) geriffelt, gerippt, gestiftet, gezähnt oder nur aufgeraut ist.
15. Fahrbahnträger nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Systemträger (8) am Querträger (6) Langlöcher (34) aufweist.
16. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Systemträger (8) über Einbauteile monolithisch mit dem Querträger (6) verbunden
sind.
17. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 5, 6, 10, oder 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) nur an Endbereichen betonierte Abschnitte und in einem mittleren
Bereich einen Stahlträger, vorzugsweise ein Baustahlfachwerk, aufweist.
18. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 5, 6, 10, oder 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) im Wesentlichen aus Stahl gefertigt ist.
19. Fahrbahn nach einem der Ansprüche 5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger (6) quer zu seiner Längsrichtung und mit Abstand zueinander angeordnete
zusätzliche Bewehrungsstäbe (18) als Anschlussbewehrung aufweist.
20. Verfahren zur Herstellung einer Fahrbahn für Magnetschwebebahnen mit einem auf Lagern
oder Stützen ruhenden und sich in Fahrtrichtung erstreckenden Tragwerk (2) und einem
darauf angeordneten Fahrweg (3) mit daran angeordneten Systemkomponenten (8) zum Tragen
und Führen eines Fahrzeugs, wobei der Fahrweg (3) im wesentlichen aus quer zur Fahrtrichtung
und mit Abstand zueinander angeordnete Querträger (6) hergestellt wird, in folgenden
Schritten:
a) Herstellen des Tragwerks (2) mit geringerer Genauigkeit,
b) Verlegen des Tragwerks (2) auf Stützen oder Lagern (5) als Primärtragwerk,
c) Aufsetzen und Justieren des Fahrwegs (3) auf dem Tragwerk (2) als Sekundärtragwerk
und
d) Fixieren der Lage des Fahrwegs (3) auf dem Tragwerk (2) in höherer Genauigkeit
durch den Einbau von Ort- oder Vergussbeton (30), wodurch ein statisch wirksamer,
monolithischer Verbund zwischen Querträger (6) und Tragwerk (2) hergestellt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrweg (3) und/oder das Tragwerk (2) im Wesentlichen aus standardisierten Fertigteilen
hergestellt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (2) einen Träger nach den Ansprüchen 2 und 3 umfasst, der in Schritt
a) als vorgespannter Ein- oder Zweifeldfertigteilträger hergestellt wird.
23. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragwerk (2) in Schritt a) als Streifenfundament hergestellt wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) Langseiten und Stirnseiten (7) aufweisen, wobei an den Stirnseiten
(7) Systemträger (8) befestigt werden.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) aus Beton hergestellt und in einem Spannbett vorgespannt werden.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) mit Einstabankern (16) mit sofortigem Verbund vorgespannt werden.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorspannung der Querträger (6) an ihren Stirnseiten (7) Ankerplatten angeordnet
werden, die auch als Kopfplatten (15) für die Systemträger (8) dienen.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) nur an Endabschnitten betoniert werden und in einem mittleren
Bereich einen Stahlträger, vorzugsweise ein Baustahlfachwerk freilassen.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Querträger (6) aus Stahl hergestellt werden.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrweg (3) in Schritt a) als ein Rost mit mehreren Querträgern (6) mit Längs-
und Stirnseiten (7) und je einem Systemträger (8) an den Stirnseiten (7) vorgefertigt
wird.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt c) die Lage jedes Querträgers (6) hinsichtlich Höhe und/oder Querneigung
justiert wird, um die Trasse und die Gradiente der Raumkurve der Fahrbahn abzubilden.
1. A carriageway for magnetic levitation trains, which carriageway comprises supporting
structures (2) resting on bearings or bridge bearings, which supporting structures
(2) extend in the direction of travel and have arranged on them system components
(8) for supporting and guiding vehicles, wherein the system components (8) form part
of a guideway (3) which is placed on the supporting structures (2) and which comprises
transverse support elements (6) which are arranged across the direction of travel
and spaced apart from each other, characterised in that the transverse support elements (6) are attached to the supporting structure (2)
by means of supplementary site-mixed concrete in a monolithic connection.
2. The carriageway according to claim 1, characterised in that the supporting structure (2) essentially comprises a standardised prefabricated component.
3. The carriageway according to claim 1 or 2, characterised in that the supporting structure (2) comprises a reinforced concrete support element, preferably
a reinforced concrete support element that is prestressed in its longitudinal direction.
4. The carriageway according to claim 1, characterised in that the supporting structure (2) is a continuous foundation.
5. The carriageway according to any one of the above claims, characterised in that the transverse support elements (6) comprise longitudinal sides and front faces (7),
wherein on the front faces (7) a system support element (8) is attached.
6. The carriageway according to claim 5, characterised in that the transverse support element (6) is a standardised prefabricated component.
7. The carriageway according to any one of the above claims, characterised in that the transverse support element (6) comprises non-prestressed steel reinforcement.
8. The carriageway according to claim 5 or 6, characterised in that the transverse support element (6) is a reinforced concrete support element, preferably
a reinforced concrete support element that is prestressed in its longitudinal direction.
9. The carriageway according to claim 8, characterised in that the transverse support element (6) comprises single rod anchors (16) with immediate
connection as prestressing elements.
10. The carriageway according to any one of claims 5 to 9, characterised in that the front faces (7) of the transverse support element (6) comprise end plates (5)
for attaching the system support elements (8).
11. The carriageway according to claim 10, characterised in that the end plates (15) at the same time also serve as anchor plates for prestressing
the transverse support elements (6).
12. The carriageway according to claim 11, characterised in that thee end plates (15) comprise devices for applying the prestressing force and for
attaching the system support elements (8).
13. The carriageway according to any one of claims 10 to 12, characterised in that the sides of the end plates (15) facing away from the transverse support element
(6) comprise a structure (33) into which a corresponding surface of the system support
element (8) establishes a form closure.
14. The carriageway according to claim 13, characterised in that the structure (33) is furrowed, ridged, dimpled, serrated or simply roughened.
15. The carriageway according to any one of claims 5 to 14, characterised in that the attachment of the system support elements (8) to the transverse support element
(6) comprises elongated holes (34).
16. The carriageway according to any one of claims 5 to 9, characterised in that the system support elements (8) are monolithically connected to the transverse support
element (6) by way of mounting parts.
17. The carriageway according to any one of claims 5, 6, 10, or 13 to 16, characterised in that the transverse support element (6) comprises concreted sections only on end regions,
while in a middle region it comprises a steel girder, preferably a framework design
made of constructional steel.
18. The carriageway according to any one of claims 5, 6, 10, or 13 to 15, characterised in that the transverse support element (6) is essentially made of steel.
19. The carriageway according to any one of claims 5 to 18, characterised in that the transverse support element (6) comprises additional reinforcement rods (18),
arranged across its longitudinal direction and spaced apart from each other, as a
connection reinforcement.
20. A method for producing a carriageway for magnetic levitation trains, which carriageway
comprises a supporting structure (2) resting on bearings or bridge bearings, which
supporting structure (2) extends in the direction of travel and has arranged on it
a guideway (3) with system components (8), arranged thereon, for supporting and guiding
a vehicle, wherein the guideway (3) is essentially produced from transverse support
elements (6) arranged across the direction of travel and spaced apart from each other,
which method comprises the following steps:
a) Producing the supporting structure (2) that requires little accuracy;
b) Installing the supporting structure (2) on supports or bearings (5) as a primary
supporting structure;
c) Placing and adjusting the guideway (3) on the supporting structure (2) as a secondary
supporting structure; and
d) Fixing the position of the guideway (3) on the supporting structure (2) with greater
accuracy by putting into place site-mixed or site-poured concrete (30) which results
in the establishment of a statically effective and monolithic connection between the
transverse support element (6) and the supporting structure (2).
21. The method according to claim 20, characterised in that the guideway (3) and/or the supporting structure (2) is essentially produced from
standardised prefabricated components.
22. The method according to claim 20 or 21, characterised in that the supporting structure (2) comprises a support element according to claims 2 and
3 which in step a) is produced as a prestressed prefabricated one-field or two-field
support element.
23. The method according to claim 20 or 21, characterised in that in step a) the supporting structure (2) is produced as a continuous foundation.
24. The method according to any one of claims 20 to 23, characterised in that the transverse support elements (6) comprise longitudinal sides and front faces (7),
wherein system support elements (8) ara attached to the front faces (7).
25. The method according to any one of claims 20 to 24, characterised in that the transverse support elements (6) are made of concrete and are prestressed in a
prestressing bed.
26. The method according to any one of claims 20 to 25, characterised in that the transverse support elements (6) are prestressed with single rod anchors (16)
with imediate connection.
27. The method according to any one of claims 20 to 26, characterised in that for the purpose of prestressing the transverse support elements (6), anchor plates
are arranged at their front faces (7), which anchor plates also serve as end plates
(15) for connecting the system support elements (8).
28. The method according to any one of claims 20 to 24, characterised in that the transverse support elements (6) are concreted only at their end sections while
in a middle region leaving a steel girder exposed, preferably a girder design made
of constructional steel/
29. The method according to any one of claims 20 to 24, characterised in that the transverse support elements (6) are made of steel.
30. The method according to any one of claims 20 to 29, characterised in that in step a) the guideway (3) is prefabricated as a grid comprising several transverse
support elements (6) with longitudinal sides and front faces (7) and one system support
element (8) each on the front faces (7).
31. The method according to any one of claims 20 to 30, characterised in that in step c) the position of each transverse support element (6) is adjusted in relation
to its height and/or transverse inclination so as to form the line layout and gradient
of the spatial curve of the carriageway.
1. Tablier pour trains à sustentation magnétique, avec des structures porteuses (2) reposant
sur des appuis ou sur des supports et s'étendant dans le sens de la marche, avec des
composants système (8) disposés sur ceux-ci pour porter et guider des véhicules, les
composants système (8) étant des parties intégrantes d'une voie (3) posée sur les
structures porteuses (2) et qui comprend des poutres transversales (6) perpendiculaires
au sens de la marche et disposées à distance les unes des autres, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) sont fixées sur la structure porteuse (2) par l'ajout
de béton coulé sur place de sorte à crée une liaison monolithique.
2. Tablier selon la revendication 1, carctérisé en ce que la structure porteuse (2) se
compose pour l'essentiel d'un élément de construction préfabriqué standardisé.
3. Tablier selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) comprend une poutre en béton armé, précontrainte de préférence
dans sa direction longitudinale.
4. Tablier selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) est une semelle filante.
5. Tablier selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) ont des faces longitudinales et des faces frontales
(7), un support système (8) étant fixé sur les faces frontales (7).
6. Tablier selon la revendication 5, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) est un élément de construction préfabriqué standardisé.
7. Tablier selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) est unie d'une armature classique.
8. Tablier selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la poudre transversale (6) est une poutre en béton armée, précontrainte de préférence
dans sa direction longitudinale.
9. Tablier selon la revendication 8, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) comprend des barres d'ancrage (16) à ancrage continu faisant
office de membre de précontrainte.
10. Tablier selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) est munie, sur ses faces frontales (7), de semelles de
recouvrement (15) pour la fixation des supports système (8).
11. Tablier selon la revendication 10, caractérisé en ce que les semelles de recouvrement (15) font en même temps office de plaques d'ancrage
pour la précontrainte des poutres transversales (6).
12. Tablier selon la revendication 11, caractérisé en ce que les semelles de recouvrement (15) sont munies de dispositifs pour l'application de
la force de précontrainte et pour la fixation des supports système (8).
13. Tablier selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le côté des semelles de recouvrement (15) éloigné de la poutre transversale (6) présente
une structure (33) dont la forme permet une liaison mécnique avec une surface correspondante
sur le support système (8).
14. Tablier selon la revendication 13, caractérisé en ce que la structure (33) est cannelée, nervurée, munie de chevilles, de dents, ou simplement
rendue rugueuse.
15. Support de tablier selon l'une des revendications 5 à 14, caractérisé en ce que la fixation des supports système (8) sur la poutre transversale (6) présente des
trous oblongs (34).
16. tablier selon l'une des revendications 5 à 9,n caractérisé en ce que les supports système (8) sont reliés de manière monolithique avec la poutre transversale
(6) au moyen d'éléments de montage.
17. Tablier selon l'une des revendications 5, 6, 10, ou 13 à 16, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) ne comporte des parties bétonnées qu'à des zones d'extrémité
et comporte, dans une zone centrale, une poutre en acier, de préférence un treillis
en acier de construction.
18. Tablier selon l'une des revendications 5, 6, 10, ou 13 à 15, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) est réalisée pour l'essentiel en acier.
19. Tablier selon l'une des revendications 5 à 18, caractérisé en ce que la poutre transversale (6) comporte des tiges d'armature (18) supplémentaires perpendiculaires
à sa direction longitudinale et disposées à distance les unes des autres, faisant
office d'armature de liaison
20. Procédé pour la réalisation d'un tablier pour des trains à sustentation magnétique
avec une structure porteuse (2) reposant sur des appuis ou sur des supports et s'étendant
dans le sens de la marche et avec une voie (3) disposée sur celle-ci, avec des composants
système (8) disposés sur celle-ci pour porter et guider un véhicule, la voie (3) étant
réalisée pour l'essentiel au moyen de poutres transversales (6) perpendiculaires au
sens de la marche et disposées à distance les unes des autres, composé des étapes
suivantes
a) Réalisation de la structure porteuse (2) avec une précision réduite,
b) Pose de la structure porteuse (2) sur des appuis ou sur des supports (5) pour faire
office de structure porteuse primaire,
c) Pose et réglage de la voie (3) sur la structure porteuse (2) pour faire office
de structure porteuse secondaire et
d) Immobilisation de la position de la voie (3) sur la structure porteuse (2) avec
une précision supérieure au moyen de la mise en place de béton coulé sur place ou
de béton de remplissage (30), ce qui permet la réalisation d'une liaison agissant
statiquement et monolithique entre les poutres transversales (6) et la structure porteuse
(2).
21. Procédé selon la revendication 20, caractérisé en ce que la voie (3) et/ou la structure porteuse (2) sont réalisés pour l'essentiel à partir
d'éléments de construction préfabriqués standardisés.
22. Procédé selon la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) comprend une poutre selon les revendications 2 et 3, qui
est réalisée lors de l'étape a) sous la forme d'une poutre préfabriquée précontrainte
à une ou deux unités de montage.
23. Procédé selon la revendication 20 ou 21, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) est réalisée lors de l'étape a) sous la forme d'une semelle
filante.
24. Procédé selon l'une des revendications 20 à 23, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) ont des faces longitudinales et des faces frontales
(7), des supports système (8) étant fixés sur les faces frontales (7).
25. Procédé selon l'une des revendications 20 à 24, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) sont réalisées en béton et sont précontraintes sur
un banc de précontrainte.
26. Procédé selon l'une des revendications 20 à 25, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) sont prétendues au moyen de barres d'ancrage (16) à
ancrage continu.
27. Procédé selon l'une des revendications 20 à 26, caractérisé en ce que des plaques d'ancrage, faisant également office de semelles de recouvrement (15)
pour les supports système (8), sont disposées sur les faces frontales (7) des poutres
transversales (6), pour la précontrainte de celles-ci.
28. Procédé selon l'une des revendications 20 à 24, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) ne sont bétonnées que sur des sections d'extrémité,
laissant une poutre métallique, de préférence un treillis en acier de construction,
libre dans une zone centrale.
29. Procédé selon l'une des revendications 20 à 24, caractérisé en ce que les poutres transversales (6) sont réalisées en acier.
30. Procédé selon l'une des revendications 20 à 29, caractérisé en ce que la voie (3) est préfabriquée lors de l'étape a) sous la forme d'une grille avec plusieurs
poutres transversales (6) avec des faces longitudinales et des faces frontales (7)
et un support système (8) sur chacune des faces frontales (7).
31. Procédé selon l'une des reendications 20 à 30, caractérisé en ce que, lors de l'étape c), la position de chaque poutre transversale (6) est réglée en
hauteur et en inclinasison, afin de former le tracé et les gradients de la courbe
gauche du tablier.