[0001] Die Erfindung betrifft ein Nassteil für eine Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen,
insbesondere einer Papiermaschine zur Herstellung holzfreier Papiere, im Einzelnen
mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges Nassteil ist beispielsweise aus der Druckschrift
WO 2006/018388 A1 bekannt. Die die Siebpartie bildende Blattbildungsvorrichtung ist als Spaltformer
ausgeführt und die Abnahmevorrichtung umfasst eine Abnahmesaugwalze, in Fachkreisen
auch als Pick-Up-Walze bezeichnet.
[0003] Papiermaschinen zur Herstellung holzfreier Papiere sind in einer Vielzahl unterschiedlicher
Ausführungen, insbesondere im Hinblick auf die Ausführung des Nassteils vorbekannt.
Dieser umfasst beispielsweise gemäß http://www.voithpaper.de/vp_d_faser_grphpapiere_hfreie_ungetstr.htm
eine Blattbildungsvorrichtung, die als Doppelsiebformer ausgeführt ist, wobei die
Entwässerungsstrecke im Wesentlichen in vertikaler Richtung ausgerichtet ist. Dabei
wird die Faserstoffsuspension über einen Stoffauflauf in einen zwischen einem Obersieb
und einem Untersieb ausgebildeten Spalt eingebracht und an einer Formierwalze, welche
für eine gute Retention sorgt, entwässert. An diese schließt sich eine Entwässerungseinrichtung
an, umfassend einen in einem Siebband angeordneten gekrümmten Saugkasten mit gegen
die Innenfläche des Siebbandes wirkenden Formierleisten, die versetzt zu am zweiten
Siebband vorgesehenen Formierleisten angeordnet sind. Zur Erhöhung des Trockengehaltes
der Faserstoffbahn vor der Übergabe an die Pressenvorrichtung sind ein Nasssauger,
eine Siebsaugwalze und ein Hochvakuumsauger vorgesehen. An die Blattbildungsvorrichtung
schließt sich eine Pressenvorrichtung an, die eine Tandemanordnung aus zwei in Faserstoffbahnlaufrichtung
nebeneinander angeordneten doppelt befilzten Schuhpresseinrichtungen umfasst. Aufgrund
des Pressenkonzeptes ist der Nassteil durch eine große Baulänge charakterisiert.
[0004] Eine andere Ausführung beinhaltet die Kombination einer Blattbildungsvorrichtung
in Form eines Hybridformers oder Gapformers mit einer der Blattbildungsvorrichtung
nachgeordneten Kompaktpressenvorrichtung. Bei dieser handelt es sich um eine Pressenanordnung
mit Funktionskonzentration an einzelnen Elementen, insbesondere mit mehreren Pressspalten
- bzw. Nips, wie beispielsweise aus den Druckschriften
DE 195 45 503 A1 und
DE 100 51 649 A1 vorbekannt. Dabei können an einer als Zentralwalze bezeichneten Presswalze wenigstens
zwei Pressnips ausgebildet werden. Im Hinblick auf das Pressenkonzept können die einzelnen
Presswalzen als Schuhpresswalze oder Presswalze mit starrem Pressmantel ausgeführt
werden. Bei diesen Ausführungen durchläuft die Faserstoffbahn die einzelnen Pressspalte
in der Regel zwischen zwei Filzbändern geführt.
[0005] Ferner sind Kompaktpressenanordnungen vorbekannt, bei denen die zur Abnahme vom Formiertragsieb
der Blattbildungsvorrichtung vorgesehene Abnahmesaugwalze zur Ausbildung wenigstens
eines ersten Pressnips verwendet wird. Diese Ausführungen sind jedoch durch eine entsprechende
Ausgestaltung und Auslegung der Abnahmesaugwalze mit Eignung zur Ausbildung des oder
der Pressspalte sowie einen großen Umschlingungsbereich an der Abnahmesaugwalze charakterisiert,
wobei letzterer große Dehnungsunterschiede zwischen der Ober- und Unterseite der Faserstoffbahn
bewirkt.
[0006] Die zur Blattbildung in einer Siebpartie in Form von Hybrid- oder Gapformern verwendeten
Former weisen ferner üblicherweise eine Siebsaugwalze auf, wobei die Bahnabnahmeposition
einer Abnahmesaugwalze einer Pressenvorrichtung vom Formiertragsieb in der Pressenpartie
bei horizontal angeordneten Formern aus geometrischen Gründen relativ knapp über dem
Maschinenboden liegt.
[0007] Der Former weist zumindest über einen Teil der Entwässerungsstrecke eine Doppelsiebzone
auf. Bei Ausführungen in Form eines Gapformers erfolgt der Eintrag der Faserstoffsuspension
über einen Stoffauflauf in den Siebzwickel zwischen den beiden Siebbändern. Gapformer
sind dabei vorzugsweise geneigt gegenüber einer horizontalen Ebene angeordnet. In
der Entwässerungsstrecke sind neben der Formierwalze Entwässerungseinrichtungen vorgesehen,
welche beispielsweise Formierleisten aufweisen, die gegenüber dem jeweiligen Sieb
anpressbar sind. Dabei werden Ausführungen mit einander gegenüber in den beiden Siebbändern
angeordnetem Formationskasten und Entwässerungskasten verwendet. Bezüglich der einzelnen
Ausführungen möglicher Blattbildungsvorrichtungen in Form von Hybridformern wird stellvertretend
auf die Druckschriften
DE 102 47 048 A1,
DE 101 16 867 A1 und
DE 42 29 184 A1 verwiesen. Mögliche Gapformer-Ausführungen sind in den Druckschriften
EP 0 489 094 B2 und
DE 40 05 420 C2 beschrieben.
[0008] Die Druckschrift
DE 102 47 048 A1 offenbart eine Blattbildungsvorrichtung zum Bilden einer Faserstoffbahn, welche einen
Stoffauflauf zum Zuführen der Faserstoffsuspension auf ein Langsieb in Form eines
Untersiebes als eine Vorentwässerungsstrecke, einen sich in Sieblaufrichtung an die
Vorentwässerungsstrecke anschließenden weiteren, als Doppelsiebzone ausgeführten Entwässerungsabschnitt
sowie einen auf diesen folgenden dritten Entwässerungsabschnitt aufweist. Der Former
ist durch eine horizontale Anordnung charakterisiert. Nach Trennung des oberen Siebbandes
vom unteren Siebband ist im dritten Entwässerungsabschnitt ein bahnbreites Saugelement
zur weiteren Entwässerung der Faserstoffbahn angeordnet. Hinter dem bahnbreiten Saugelement
ist in Sieblaufrichtung im Untersiebband unmittelbar eine Siebantriebswalze angeordnet,
wobei das untere Siebband zwischen dem bahnbreiten Saugelement und der Siebantriebswalze
unter einem Schrägungswinkel im Bereich zwischen 1-10° zum ebenen Abschnitt des unteren
Siebbandes in den vorgeordneten Entwässerungsabschnitten verläuft. In diesem Bereich
erfolgt mittels eines Abnahmesaugelementes die Abnahme der Faserstoffbahn vom unteren
Siebband und Übergabe an ein Filzband. Diese Ausführung bietet den Vorteil einer Abnahme
der Bahn in horizontaler Richtung in gleicher Höhe oder kaum versetzt zur Vorentwässerungszone.
Die Abnahme am Abnahmesaugelement erfolgt jedoch unter einer starken Änderung der
Führungsrichtung des Filzbandes an dieser, wodurch das Filzband in diesem Bereich
erhöhtem Verschleiß unterworfen ist.
[0009] Die Druckschrift
EP 0 253 508 A2 zeigt ein Element aus abriebbeständigem Keramikmaterial. Das Element ist mit einer
ersten Fläche mit Perforationen versehen, die zwischen der genannten ersten Fläche
und einer zweiten Fläche des Elements verlaufen. Die erste Fläche des Elements verläuft
in einer Richtung gerade und länglich und ist in einer zweiten, quer zu der ersten
Richtung verlaufenden Richtung konvex gekrümmt. Das beschriebene Element findet seine
Verwendung als Umlenkelement in einer ein Langsieb aufweisenden Fourdriniermaschine.
[0010] Eine weitere Blattbildungsvorrichtung mit horizontal ausgerichteter Vorentwässerungszone,
anschließender Doppelsiebzone und an einer gekrümmten Saugvorrichtung aus einer im
wesentlichen horizontalen Ebene ausgelenktem Verlauf des Untersiebbandes im Abnahmebereich
der Abnahmesaugwalze ist aus
DE 101 16 867 A1 vorbekannt. Diese Ausführung ist frei von einer Saugwalze am Ende der Entwässerungsstrecke.
Als Ersatz wird ein gekrümmter Sauger verwendet. Dieser ist zur weiterführenden Entwässerung
der Faserstoffbahn vorgesehen und führt das Langsieb in einem weiteren Entwässerungsabschnitt
unter einem Schrägungswinkel zum ebenen Abschnitt.
[0011] Die Druckschrift
DE 42 29 184 A1 beschreibt die Ausbildung eines Hybridformers mit einer Vorentwässerungszone, einer
anschließenden Doppelsiebzone und einer entsprechenden Abnahmestelle im sich an die
Doppelsiebzone anschließenden Bereich vor der Umlenkung des Siebbandes. In der Doppelsiebzone
sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Entwässerungselementen angeordnet. Auch hier
erfolgt die Abnahme bedingt durch die geneigte Führung des Siebbandes im Anschluss
an die Doppelsiebzone und die Anordnung der Umlenk- und Antriebswalze gegenüber der
horizontalen Ausbildung des Entwässerungsabschnittes im Langsieb und der Doppelsiebzone
versetzt relativ weit unten.
[0012] Ausführungen von Gapformern sind aus den Druckschriften
DE 40 05 420 C2 und
EP 0 489 094 B2 vorbekannt. Diese sind durch die Anordnung einer Siebsaugwalze im Anschluss an die
Doppelsiebzone charakterisiert, wobei die Siebsaugwalze ein relativ aufwendiges und
teures Bauteil darstellt.
[0013] Ausführungen der beschriebenen Former in Kombination mit Kompaktpressenanordnungen
sind sehr aufwendig, durch eine große Baulänge sowie Höhe und eine große Anzahl an
erforderlichen Bauteilen charakterisiert.
[0014] Das verwendete Pressenkonzept führt ferner zu einer hohen Zweiseitigkeit der gebildeten
Faserstoffbahn.
[0015] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Nassteil einer Maschine zur
Herstellung von Faserstoffbahnen, insbesondere zur Herstellung von holzfreien Papieren
derart weiterzuentwickeln, dass der erforderliche Bauraum, insbesondere die Baulänge
minimiert wird und gleichzeitig die Zweiseitigkeit der im Nassteil gebildeten Faserstoffbahn
reduziert. Die erfindungsgemäße Lösung soll sich dabei durch einen geringen konstruktiven
und technologischen Aufwand auszeichnen.
[0016] Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 charakterisiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0017] Ein Nassteil einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papiermaschine
zur Herstellung holzfreier Papiere, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruchs
1, ist dadurch gekennzeichnet, dass die die Siebpartie bildende Blattbildungsvorrichtung
als Hybridformer oausgeführt und frei von einer Siebsaugwalze ist. Die Erfindung ist
somit durch die Kombination einer Ausbildung der Blattbildungsvorrichtung als vorzugsweise
im wesentlichen horizontal angeordneter Hybridformer charakterisiert, welchem eine
Pressenvorrichtung nachgeordnet ist, die lediglich nur eine einzige Presseneinheit
unter Ausbildung eines Spaltes bzw. Nips, das heißt eine einzelne Presseinrichtung,
aufweist. Die Blattbildungsvorrichtung ist frei von einer Siebsaugwalze. Die Abnahmeeinrichtung
für die Faserstoffbahn, die am Ende der Entwässerungsstrecke in der Blattbildungsvorrichtung
vorliegt, ist als einfache Abnahmesaugwalze ausgebildet. Dies bedeutet, dass die Abnahmesaugwalze
nicht an der Ausbildung eines Nips beteiligt ist, sondern lediglich die Funktion der
Abnahme und Fixierung der Faserstoffbahn am Filzband übernimmt. Dazu ist diese vorzugsweise
mit einer einfachen stationären Saugzone ausgeführt, die sich zumindest über den möglichen
Umschlingungswinkel der Faserstoffbahn erstreckt und von einem drehbar gelagerten
Mantel umgeben ist. Es besteht auch die Möglichkeit, Saugzonen mit unterschiedlicher
Saugleistung in Faserstoffbahnumschlingungsrichtung betrachtet hintereinander zu schalten.
[0018] Die im Wesentlichen horizontale Anordnung des Hybridformers beinhaltet die größtenteils
in einer horizontalen Ebene oder mit geringfügiger Auslenkung aus dieser angeordneten
ersten Entwässerungsabschnitte nach dem Stoffauflauf.
[0019] Durch die Eliminierung der Siebsaugwalze wird der sich über die gesamte Bahnbreite
erstreckende Abnahmebereich beziehungsweise die Abnahmestelle der Abnahmesaugwalze
weiter nach oben verlegt. Die Ein-Spalt-Presseneinheit ist dabei zur Realisierung
und Optimierung des Ein- und Auslaufpunktes der Faserstoffbahn durch den Pressspalt
vorzugsweise geneigt gegenüber einer Senkrechten zu einer horizontalen Ebene in Laufrichtung
der Faserstoffbahn angeordnet, vorzugsweise erfolgt die Verkippung im Bereich zwischen
0 bis 20°, ganz besonders bevorzugt 10 und 20° gegenüber einer Senkrechten.
[0020] Um die Anisotropie der Faserlage auf Ober- und Unterseite möglichst gleich zu halten,
ist es wichtig, dass der Umschlingungswinkel der Faserstoffbahn an der Abnahmesaugwalze
ein vordefiniertes oberes Maß nicht überschreitet. Dadurch wird erreicht, dass der
Dehnungsunterschied zwischen der Bahnober- und Unterseite gering bleibt und somit
die Faserorientierung durch die unterschiedliche Streckung nur unwesentlich beeinflusst
wird. Bei einer Kombination einer flachen unteren Siebführung und Führung an der Abnahmesaugwalze
ist dies gewährleistet. Der Umschlingungswinkel der Faserstoffbahn beträgt vorzugsweise
≤ 40°, besonders bevorzugt ≤ 30°, ganz besonders bevorzugt ≤ 25°.
[0021] Die Ausbildung der einzelnen Presse erfolgt vorzugsweise in Form einer sogenannten
Schuhpresseinheit. Dies bedeutet, dass ein in Faserstoffbahnlaufrichtung verlängerter
Pressspalt geschaffen wird. Dazu umfasst die Presseneinrichtung zwei Walzen, eine
erste Walze und eine Gegenwalze, die einen Spalt miteinander bilden und welche in
einem ersten und einem zweiten Filz geführt sind. Die Geometrie des Anpresselementes
bestimmt die Geometrie des Pressspaltes. Die Länge des Spaltes beträgt vorzugsweise
> 250 mm, besonders bevorzugt > 300 mm, ganz besonders bevorzugt > 350 mm.
[0022] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung ist nach dem Abnahmebereich, der durch
die Abnahmesaugwalze und das Siebband gebildet wird, mindestens eine Antriebswalze
in dem Siebband des Formers vorgesehen.
[0023] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung ist es ferner zur Erhöhung des Trockengehaltes
vorgesehen, anstelle der Siebsaugwalze mindestens einen Hochvakuumsauger mit einer
Saugleistung > 50 bis 80 kPa vorzusehen, wobei die offene besaugte Länge, insbesondere
bei holzfreien Papieren von > 30 bis 160 mm beträgt.
[0024] Ist eine weitere Umlenkung des Untersiebes notwendig, kann dies durch nicht besaugte
Elemente, wie einfache oder gerillte Leitwalzen oder eine Walze mit einer offenen
Oberfläche bewerkstelligt werden. Dadurch werden ein Aufschwingen des Untersiebbandes
und ein Abheben der Faserstoffbahn verhindert.
[0025] Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Lösung
ist die Presseneinrichtung als Schuhpresse mit einer Gegenwalze, die frei von einem
Abstützelement im Pressspalt ausgeführt ist, ausgebildet. Diese Ausführung ermöglicht
es, auch dickere und qualitativ höherwertige holzfreie Papiere herzustellen. Die Ausgestaltung
der Presseneinrichtung bedingt die Ausübung eines geringeren Pressimpulses, vorzugsweise
≤ 5MPa und Linienlasten von vorzugsweise < 700 kN/m. Neben den geringen Investitionskosten
weist diese Art von Pressen den Vorteil auf, dass aufgrund des einfachen Aufbaus der
Gegenwalze die Wartungskosten erheblich reduziert werden können. Die Schuhlänge an
der Presseinheit mit dem flexiblen Pressmantel beträgt auch hier > 290 mm, vorzugsweise
> 350 mm. Dabei kann die Schuhpresswalze im oberen oder aber unteren Filzband angeordnet
werden, wobei vorzugsweise eine Anordnung im oberen Siebband gewählt wird.
[0026] Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es mit geringem Abnahmewinkel vom Formiertragsieb
und ohne Siebsaugwalze die Ausgestaltung eines Nassteils einer Maschine zur Herstellung
von Faserstoffbahnen mit geringem Bauraumbedarf und geringer Zweiseitigkeit zu gewährleisten.
[0027] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung wird ein Hybridformer verwendet, der
im wesentlichen durch drei unterschiedliche Entwässerungsabschnitte charakterisiert
ist, wobei ein erster Entwässerungsabschnitt eine Vorentwässerungsstrecke bildet,
die von einem vom Untersieb gebildeten Längsbereich gebildet wird, der zweite Entwässerungsabschnitt
eine Doppelsiebzone aufweist, in dem die zu entwässernde Faserstoffsuspension zwischen
einem Obersieb und einem Untersieb hindurchführt wird, wobei an den beiden Sieben
jeweils Entwässerungseinrichtungen wirksam werden. Die Doppelsiebzone endet mit der
Trennung der beiden Siebbänder, wobei erfindungsgemäß die Führung zumindest über einen
erheblichen Teil der Doppelsiebzone, vorzugsweise über die gesamte Doppelsiebzone,
in horizontaler Richtung erfolgt und erst im Anschluss daran oder bereits zur gewünschten
Trennung von der Führung in der Horizontalen abgelenkt wird. Im daran sich anschließenden
weiteren Entwässerungsabschnitt sind Saugelemente vorgesehen, die entweder eine ebene
oder eine gekrümmte Oberfläche aufweisen, die am Innenumfang des Siebbandes wirksam
wird. Im ersten Entwässerungsabschnitt, dem Langsieb, wird aufgrund der einseitigen
Filtration in Schwerkraftrichtung eine Anreicherung von feinen Füllstoffen auf der
Blattoberseite erfolgen. Durch die Entwässerung am Obersieb der nachfolgenden Doppelsiebzone,
die durch einen entsprechenden Entwässerungskasten im Obersieb charakterisiert ist
und einen Formationskasten im Untersieb, wobei in beiden Leisten vorgesehen sind,
die am Innenumfang des jeweiligen Verbundes wirksam werden und die Leisten gegeneinander
versetzt angeordnet sind, wobei diese entweder lediglich nachgiebig, d.h. elastisch
bzw. federnd gelagert oder aber vorzugsweise mit einem variablen Druck gegenüber dem
unteren Siebband beaufschlagbar sind, wird der feine Füllstoffgehalt der Oberseite
auf das Niveau der Unterseite gebracht. Somit wird hinsichtlich der Verteilung von
feinen Füllstoffen eine Symmetrie gewährleistet. Bei einem derartigen Hybridformer
hängt der Entwässerungsdruckverlauf im wesentlichen nur vom Anpressdruck der Formierleisten
ab, dies bietet den Vorteil, dass hier flexibel auf sich ändernde Verhältnisse reagiert
werden kann, insbesondere auf einen veränderten Mahlgrad oder ein Flächengewicht,
ohne dass sich die Eigenschaften der gebildeten Papierbahn merklich ändern oder Blattstörungen
auftreten. Dabei passen sich die flexiblen Formierleisten den unterschiedlichen Entwässerungsbedingungen
bei variablen Schichthöhen an, wobei der Anpressdruck der Leisten konstant bleibt.
[0028] Die Siebführung im Auslaufbereich erfolgt dabei wie bereits ausgeführt vorzugsweise
in horizontaler Richtung beziehungsweise geringfügig geneigt zu einer in horizontaler
Richtung ausgebildeten Ebene. Dementsprechend gestaltet sich auch die Anordnung der
Abnahmestelle für die Faserstoffbahn von Seiten der Abnahmesaugwalze. Die Abnahmestelle
am Außenumfang ist dabei entweder in einer verlängerten Ebene zur Langsiebführung
angeordnet oder aber liegt darunter, wobei hier ein Schrägungswinkel zwischen dem
Formiertragsieb, insbesondere dem unteren Siebband in den in einer horizontalen Ebene
liegenden Entwässerungsabschnitten und der Abnahmestelle an der Abnahmewalze im Bereich
von 0 bis 30°, vorzugsweise 1 bis 10° eingehalten wird. Die Bahnführung an der Abnahmesaugwalze
erfolgt derart, dass diese maximal in einem Umschlingungsbereich von 40° an der Oberfläche
der Abnahmesaugwalze geführt wird. Dadurch wird vermieden, dass durch Dehnungen an
der Faserstoffbahn unterschiedliche Eigenschaften im Bereich der Ober- und Unterseite
erzeugt werden.
[0029] Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand von Figuren erläutert. Darin
ist im Einzelnen folgendes dargestellt:
- Figur 1a
- verdeutlicht in schematisiert vereinfachte Darstellung den Grundaufbau einer Konstruktion
für einen erfindungsgemäß gestalteten Nassteil, umfassend eine Blattbildungsvorrichtung
und eine dieser nachgeordnete Pressenvorrichtung;
- Figur 1b
- verdeutlicht anhand eines Details gemäß Figur 1a die Abnahmesaugwalze,
- Figuren 2a und 2b
- verdeutlichen in schematisierter Darstellung zwei mögliche Ausführungen eines Nassteils
gemäß Figur 1a mit unterschiedlicher Ausgestaltung des dritten Entwässerungsabschnittes;
- Figur 3
- verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung anhand eines Ausschnittes
aus einem Nassteil einer Papiermaschine eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung
einer Pressenvorrichtung.
[0030] Die Figur 1a verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung den Grundaufbau
eines erfindungsgemäß ausgeführten Nassteils 1 anhand eines Ausschnittes aus einer
Maschine 2 zur Herstellung von Faserstoffbahnen 3, insbesondere von holzfreien Papieren.
Der Nassteil 1 umfasst dabei eine Blattbildungsvorrichtung 4 in Form einer Formereinheit
4 und der Blattbildungsvorrichtung 4 nachgeordnete Pressenvorrichtung 5. Die Blattbildungsvorrichtung
4 umfasst erfindungsgemäß einen horizontal angeordneten Hybridformer 6 wie in der
Figur 1a dargestellt. Die horizontale Anordnung bezieht sich dabei auf die Ausrichtung
der Entwässerungsstrecke, welche sich im Anschluss an einen Stoffauflauf 34 über die
gesamte Länge der Blattbildungsvorrichtung 4 in Maschinenrichtung betrachtet erstreckt.
Die der Formereinheit 4 nachgeordnete Pressenvorrichtung 5 ist erfindungsgemäß als
Ein-Spalt-Presseinrichtung 8 ausgeführt. Das heißt, dass die Pressenpartie ist lediglich
durch einen Pressspalt 9 bzw. Pressnip charakterisiert. Durch diesen wird die in der
Blattbildungsvorrichtung 4 gebildete Faserstoffbahn 3 zwischen zwei Filzbändern 10
und 11 durch den Pressspalt 9 geführt. Die Abnahme der am Ende der Blattbildungsvorrichtung
4 vorliegenden Faserstoffbahn 3 erfolgt über eine als Pickup-Walze bezeichnete Abnahmesaugwalze
12. Diese dargestellte Abnahmesaugwalze 12 kann allgemein als Abnahmeeinrichtung ausgebildet
sein. Erfindungsgemäß ist die Blattbildungsvorrichtung 4 frei von einer Siebsaugwalze.
Die Blattbildungsvorrichtung 4 ist gemäß Figur 1a als Hybridformer 6 ausgebildet,
umfassend einen ersten, als Vorentwässerungszone 13 bezeichneten Entwässerungsabschnitt
I und eine sich daran anschließende Doppelsiebzone 14, in welcher die zu entwässernde
Fasersuspension S zwischen einem ersten als Untersieb fungierenden endlosen Siebband
15 und einem zweiten als Obersieb fungierenden endlosen Siebband 16 durch eine Entwässerungseinrichtung
17 geführt wird. Die Trennung zwischen dem ersten und zweiten Siebband 15, 16 erfolgt
dabei der Entwässerungseinrichtung 17 nachgeordnet, wobei zur Trennung in der Doppelsiebzone
14 entsprechende Saugelemente vorgesehen werden können, beispielsweise in Form von
gekrümmten Trennsaugern oder aber in der Entwässerungseinrichtung 17 integrierte Saugzonen.
An die Doppelsiebzone 14 als zweiter Entwässerungsabschnitt II schließt sich ein dritter
Entwässerungsabschnitt III an, der durch die Führung der sich bildenden Faserstoffbahn
3 auf dem ersten Siebband 15 charakterisiert ist. In diesem ist zur Steigerung des
Trockengehaltes eine Saugeinrichtung 18 im Untersieb angeordnet, welche an diesem
wirksam wird. Diese kann durch eine gekrümmte Oberfläche charakterisiert sein oder
bewirkt im Auslauf im Zusammenhang mit der weiteren Führung des Siebbandes 15 eine
Änderung der Laufrichtung des ersten unteren Siebbandes 15, die im wesentlichen durch
eine Auslenkung um einen Schrägungswinkel β gegenüber den im wesentlichen in einer
horizontalen Ebene liegenden Entwässerungsabschnitten I und II beschreibbar ist. Der
Entwässerungsabschnitt III kann somit durch zwei Teilbereiche charakterisiert werden,
einen ersten Teilbereich III-1, der im wesentlichen durch eine Lage in der horizontalen
Ebene der Entwässerungsabschnitte I und li charakterisiert ist, und einen zweiten
Teilabschnitt III-2, der durch die Auslenkung um den Winkel β charakterisiert ist.
Der Winkel β liegt dabei im Bereich zwischen einschließlich 1 und 30°, vorzugsweise
1 bis 20°, ganz besonders bevorzugt 1 bis 10° gegenüber dem Siebbandverlauf im Entwässerungsteilabschnitt
III-1. Der zweite Entwässerungsteilabschnitt III-2 erstreckt sich bis zum sich wenigstens
über die Faserstoffbahnbreite erstreckenden Abnahmebereich 19 der Abnahmesaugwalze
12 vom Siebband 15. Die Umlenkung des Untersiebbandes 15 erfolgt hinter dem Abnahmebereich
19 der Abnahmesaugwalze 12 in Sieblaufrichtung betrachtet.
[0031] Erfindungsgemäß ist der Hybridformer 6 horizontal ausgerichtet, das heißt die Führung
der Faserstoffsuspension S erfolgt dazu im wesentlichen in einer horizontalen Ebene
im Bereich der Vorentwässerungszone 13 sowie der Doppelsiebzone 14 und vorzugsweise
einem Entwässerungsteilabschnitt III-1. Die Entwässerungseinrichtung 17 in der Doppelsiebzone
14 besteht dabei aus einem einer Einlaufwalze 38 nachgeordneten und auch als Obersiebsaugkasten
bezeichneten Entwässerungskasten 21 und einem im unteren Siebband 15 im Bereich der
axialen Erstreckung unter dem Entwässerungskasten 21 angeordneten Formationskasten
22. Der Entwässerungskasten 21 und der Formationskasten 22 enthalten sogenannte Formierleisten,
wobei vorzugsweise die im Formationskasten 22 enthaltenen Formierleisten 23 an der
Innenfläche am unteren Siebband 15 gegenüber diesem entweder elastisch gelagert sind
oder aber vorzugsweise einzeln anpressbar sind. Die einzelnen Formierleisten im unteren
Siebband 15, insbesondere Formationskasten 22 sind separat geführt und in Sieblaufrichtung
betrachtet nicht mit den benachbarten Formierleisten gekoppelt. Diese Formierleisten
23 sind zwischen den Formierleisten 24 des Entwässerungskastens 21 positioniert und
werden über Mittel 25 zur Realisierung einer variablen Anpresskraft gegenüber dem
Innenumfang 26 an das Siebband 15, insbesondere das Untersieb, gedrückt. Die Mittel
25 umfassen im einfachsten Fall Mittel zur Druckerzeugung, beispielsweise pneumatische
oder hydraulische Einrichtungen. Der Entwässerungsdruck ist damit über den Druck,
der über die Mittel 25 einstellbar ist, variierbar, wobei die Variation in Abhängigkeit
der Auftragsdicke sowie der Eigenschaften der Faserstoffsuspension S erfolgt. Insbesondere
kann der Anpressdruck in Sieblaufrichtung betrachtet unterschiedlich eingestellt werden.
Die einzelnen Formierleisten erstrecken sich dazu zumindest über die Stoffauflauf-
bzw. Faserstoffsuspensionsführungsbreite, vorzugsweise über die gesamte Maschinenbreite.
[0032] Erfindungsgemäß wird eine einfache Abnahmesaugwalze 12 verwendet. Diese ist durch
wenigstens eine stationäre Saugzone S12 charakterisiert, um welche der Saugwalzenmantel
36 rotiert. Aufgrund der nahezu horizontalen Führung des unteren Siebbandes 15 in
den einzelnen Entwässerungsabschnitten I bis III mit geringfügiger Neigung gegenüber
der Horizontalen, vorzugsweise im Bereich von 1 bis 20°, ganz besonders bevorzugt
1 bis 10° kann die Abnahmesaugwalze 12 in Bezug auf die Gesamtmaschinenkonfiguration
in einer Höhe angeordnet werden, die gegenüber Ausführungen mit aufwendiger Siebsaugwalze
höher ist. Dabei kann insbesondere durch den Verzicht auf eine Siebsaugwalze und die
nunmehr erfolgende Führung über entsprechende Saugeinrichtungen 18 die Auslenkung
des Siebbandes 15 gegenüber der Horizontalen relativ gering gehalten werden, so dass
die Lagerachse M12 der Abnahmesaugwalze 12 oberhalb der Verlängerung der die Entwässerungsabschnitte
I bis III-1 charakterisierenden Ebene angeordnet werden kann. Die Faserstoffbahn 3
wird am Außenumfang 37 der Abnahmesaugwalze 12 über einen Umschlingungswinkel γ ≤
40°, vorzugsweise γ ≤ 30°, ganz besonders bevorzugt γ ≤ 25° geführt. Der Umschlingungswinkel
γ wird dabei möglichst gering gehalten, um den Dehnungsunterschied zwischen der Ober-
und der Unterseite der Faserstoffbahn möglichst gering zu halten und die Faserorientierung
durch die unterschiedliche Streckung an den Außenseiten nur unwesentlich zu beeinflussen.
[0033] Nach dem Abnahmebereich 19 ist eine Antriebswalze 20 im unteren Siebband 15 angeordnet.
[0034] Die Presseinrichtung 8 ist gegenüber der Vertikalen in einem Winkel δ im Bereich
von 10 bis 20° geneigt ausgeführt, das heißt gegenüber einer Senkrechten zur Bahnlaufrichtung,
wobei die Neigung vorzugsweise in Bahnlaufrichtung erfolgt. Dadurch kann aufgrund
des höher gelegenen Abnahmebereiches 19 der Abnahmesaugwalze 12 über die gesamte Maschinenbreite
optimale Ein- und Auslaufbedingungen für die zwischen den Filzbändern 10 und 11 geführte
Faserstoffbahn 3 im Pressspalt 9 realisiert werden und gleichzeitig kann auch die
Pressenarbeit im Hinblick auf die Entwässerung optimiert werden. Bei der Ein-Spalt-Presseneinheit
8 handelt es sich vorzugsweise um eine Schuhpresseinheit 27, das heißt eine Presseinrichtung
mit einem in Faserstoffbahnlaufrichtung verlängerten Pressspalt 9. Die Länge des Spaltes
beträgt vorzugsweise > 250 mm, besonders bevorzugt > 300 mm, ganz besonders bevorzugt
> 350 mm. Dieser wird beispielsweise von einer ersten Presswalze 28 mit über einen
um ein Tragelement angeordneten flexiblen Mantel 29 realisiert, welcher mittels einer,
die Form des Pressspaltes 9 bestimmenden gekrümmten Oberfläche eines Anpresselementes
30 gegen eine Gegenwalze 31 drückt. Die Gegenwalze 31 kann dabei als innengestützte
Walze, d.h. mit einem nicht flexiblen sondern starren Walzenmantel 32 und einem ein
Stützelement 33 tragenden Joch, wobei das Stützelement 33 zur Manteldeformation gegen
den Innenumfang des Walzenmantels 32 anpressbar ist, ausgebildet werden. Diese Ausführung
erlaubt hohe Linienlasten und Trockengehalte, wie sie insbesondere bei der Herstellung
von dünnen Faserstoffbahnen erwünscht sind. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung
zur Anwendung bei der Herstellung dickerer Papiere ist die Gegenwalze 31 frei von
einem Abstützelement. Eine derartige Ausführung wird in Figur 3 beschrieben.
[0035] Die erfindungsgemäße Kombination eines horizontalen Hybridformers 6 mit nachgeordneter
Ein-Spalt-Presseneinrichtung 8 und einfacher Abnahmesaugwalze 12 erlaubt den Einsatz
eines hinsichtlich Bauraum und erzielbarer Verringerung der Zweiseitigkeit der gebildeten
Faserstoffbahn 3 besonders optimierten Nassteiles 1, wobei diese Konfiguration auch
auf einfache Art und Weise an Langsiebanordnungen nachrüstbar ist.
[0036] Die in der Figur 1a dargestellte Kombination eines bestimmten Formertyps, insbesondere
eines Hybridformers 6 mit einer Doppelsiebzone 14, die durch die freie und vorzugsweise
separat an den einzelnen Leisten einstellbare Anpresskraft im Formationskasten gegenüber
dem unteren Siebband 15 charakterisiert sind, wobei die Entwässerungsstrecke, welche
durch die Abfolge der Entwässerungsabschnitte beschreibbar ist, im wesentlichen horizontal
verläuft und die Ausbildung der nachgeordneten Pressenvorrichtung 5 in Form einer
Ein-Spalt-Presseneinrichtung 8 ist dabei nicht auf die Ausführungen in den Figuren
1a und 1b beschränkt. Diese verdeutlichen lediglich Grundkonzepte, die erweitert oder
modifiziert werden können.
[0037] Figur 1b verdeutlicht anhand eines Ausschnittes aus der Figur 1a die Abnahmesaugwalze
12 und die sich an dieser bei der erfindungsgemäßen Lösung ergebenden Verhältnisse.
Der Umschlingungswinkel γ ist vorzugsweise kleiner gleich 40°. Zumindest im Umschlingungsbereich
ist die Saugzone S12 wirksam. Ferner erkennbar ist der Abnahmewinkel α der Faserstoffbahn
3 vom Formiertragsieb, d.h. dem unteren Sieb 15. Zur Realisierung einer geringen Bauhöhe
beträgt der Abnahmewinkel vorzugsweise < 40°, besonders bevorzugt < 30°.
[0038] In der Figur 1a sind den Presswalzen 28 und 31 Entwässerungsrinnen zugeordnet, die
vorzugsweise mit gleicher Neigung gegenüber der Faserstoffbahn angeordnet sind, wie
der Walzenstock.
[0039] Die Figuren 2a und 2b verdeutlichen in schematisiert vereinfachter Darstellung mögliche
Ausführungen eines Hybridformers 6 für einen erfindungsgemäß ausgeführten Nassteil
1. Der Grundaufbau entspricht im Wesentlichen dem in Figur 1a beschriebenen, weshalb
für gleiche Elemente die gleichen Bezugszeichen verwendet werden. Dargestellt sind
auch hier die Langsiebzone in Form der Vorentwässerungszone 13 als erster Entwässerungsabschnitt
I, die sich daran anschließende Doppelsiebzone 14 als zweiter Entwässerungsabschnitt
II, welche einen ersten Entwässerungsteilabschnitt II-1, der hier beispielhaft frei
von einer Entwässerungseinrichtung ist, und einen zweiten Entwässerungsteilabschnitt
II-2, in welchem die Entwässerungseinrichtung 17 angeordnet ist, aufweist sowie ein
dritter Entwässerungsteilabschnitt II-3, der den Trennbereich der beiden Siebbänder
15, 16 bildet. Dazu sind der Entwässerungseinrichtung 17 in Sieblaufrichtung zwei
Saugelemente 18.1 und 18.2 nachgeordnet, wobei das Saugelement 18.1 vorzugsweise als
gekrümmter Trennsauger ausgebildet ist. Das dem gekrümmten Trennsauger in Sieblaufrichtung
beabstandet nachgeordnete Saugelement 18.2 kann dabei als normaler Saugkasten ausgeführt
sein. Beide Saugelemente 18.1 und 18.2 sind im unteren Siebband 15 angeordnet. Durch
den gekrümmten Trennsauger wird damit das untere Siebband 15 in Sieblaufrichtung betrachtet,
im zweiten Entwässerungsabschnitt II in die Doppelsiebzone 14 von der Horizontalen
abgelenkt und über entsprechende Leiteinrichtungen, hier eine Leitwalze 41 und die
Antriebswalze 20 sowie weitere hier nicht dargestellte Leiteinrichtungen geführt.
Dabei schließt sich an den Doppelsiebzonenbereich 14 ein weiterer Entwässerungsabschnitt
III an, in welchem zur Erhöhung des Trockengehaltes wenigstens eine weitere Saugeinrichtung
42 angeordnet ist. Diese ist ebenfalls im unteren Siebband 15 angeordnet und wirkt
am Innenumfang des Siebbandes 15. Im dargestellten Fall ist die Saugeinrichtung 42
beispielsweise als Saugkasten mit in Sieblaufrichtung unterschiedlichen und hintereinander
geschalteten Saugzonen 42.1, 42.2 ausgeführt. Die Saugeinrichtung 42 ist dabei dem
Abnahmebereich 19 an der Abnahmesaugwalze 12 vorgeordnet.
[0040] Die offene besaugte Länge an den Saugeinrichtungen im Abschnitt III beträgt dabei
vorzugsweise im Bereich von einschließlich 30 bis 160 mm. Die Saugeinrichtung ist
als Hochvakuumsauger mit einem Unterdruck im Bereich >50 bis 80 kPa ausgebildet.
[0041] Ist eine weitere Umlenkung des unteren Siebbandes 15 erforderlich, kann dies durch
nicht besaugte Elemente, wie einfache oder gerillte Leitwalzen oder Walzen mit offener
Oberfläche realisiert werden, um ein Aufschwimmen des Siebbandes und Abheben der Faserstoffbahn
zu vermeiden.
[0042] Das untere Siebband 15 wird dann im Bereich der Antriebswalze 20 umgelenkt, wobei
die Antriebswalze 20 derart angeordnet ist, dass diese außerhalb einer Verlängerung
der Vertikalen durch die Mittenachse M12 der Abnahmesaugwalze 12 drehbar und antreibbar
gelagert ist. Die Abnahmewalze 12 selbst ist im oberen Filzband 10 angeordnet und
bildet im Zusammenwirken mit dem unteren Siebband 15 den Abnahmebereich 19 zur Aufnahme
der Faserstoffbahn 3 und Weiterführung mit dem Filzband 10.
[0043] Die Figur 2b verdeutlicht eine Ausführung gemäß Figur 2a jedoch mit horizontaler
Führung des unteren Siebbandes 15 bis zum Abnahmebereich 19, vorzugsweise bis zur
Antriebswalze 20, d.h. frei von einer Schrägstellung. Die einzelnen Entwässerungsabschnitte
I bis III sind in einer horizontalen Ebene angeordnet. Der Änderungswinkel in der
Siebführung im dritten Entwässerungsabschnitt III gegenüber dem zweiten Entwässerungsabschnitt
II beträgt β = 0°. Dabei ist auch hier in der Doppelsiebzone 14 der Entwässerungseinrichtung
17 ein entsprechendes Saugelement, vorzugsweise in Form eines Trennsaugers 18 mit
einer ebenen Oberfläche nachgeordnet. Ferner ist außerhalb der Doppelsiebzone 14 am
unteren Siebband 15 eine weitere Saugeinrichtung 42 wirksam, die vorzugsweise bereits
im Übergangsbereich des zweiten oberen Siebbandes 16, das heißt im Umlenkbereich des
Obersiebes in Bezug auf die axiale Erstreckung in Sieblaufrichtung betrachtet, angeordnet
ist. Diese erstreckt sich vorzugsweise über den gesamten dritten Entwässerungsabschnitt
bis nahezu zur Abnahmestelle 19. Dadurch wird es möglich, das untere Siebband 15 in
horizontaler Richtung unter Ausbildung einer Ebene zu führen, wobei der gesamte Entwässerungsbereich
vom ersten bis zum dritten Entwässerungsabschnitt I-III durch eine ebene Fläche charakterisiert
ist. Die Abnahmesaugwalze 12 nimmt die Faserstoffbahn 3 im Abnahmebereich 19 am als
Formiertragsieb fungierenden unteren Siebband 15 auf und führt diese am oberen Filzband
10 weiter. Die Führung erfolgt in den einzelnen Pressspalt 9 der Ein-Spalt-Presseneinrichtung
8 der Pressenvorrichtung 5. Daraus ist ersichtlich, dass zur Realisierung optimaler
Ein- und Auslaufeigenschaften der Einlauf gegenüber dem Abnahmebereich 19 in vertikaler
Richtung versetzt angeordnet ist und ferner auch der Auslauf, was über die gekippte
Anordnung der Ein-Spalt-Presseneinrichtung 8 um den Verkippungswinkel δ realisiert
wird.
[0044] Die Figur 3 verdeutlicht eine besonders vorteilhafte Weiterentwicklung einer Pressenvorrichtung
5 eines erfindungsgemäßen Nassteiles1 mit Eignung zur Herstellung dickerer holzfreier
Papiere mit hoher Gleichmäßigkeit auf beiden Seiten der Papierbahn. Bei diesem ist
die eine Ein-Spalt-Presseinrichtung 8 mit verlängertem Pressspalt 9 in Form einer
Schuhpresse 27 ausgeführt. Um hier auch hochvolumige holzfreie Papiere zu erzeugen,
die bei geringen Investitionskosten eine sehr gute Qualität und Runability ermöglichen,
wird erfindungsgemäß der ersten Presswalze 28 in Form einer Schuhpresswalze, die beispielhaft
im oberen Filzband 10 angeordnet ist, eine als Vollmantelwalze frei von einem am Innenumfang
wirksam werdenden Stützelement ausgeführte Gegenwalze 31 im unteren Filzband 11 zugeordnet.
Dadurch werden kleinere Pressimpuls erzeugt, die jedoch gerade für holzfreie Stoffe
zur Erzeugung von Papieren größerer Dicke ausreichend, da der Trockengehalt nach einer
derartigen Presseinheit proportional zur erreichbaren Dicke bei gleich bleibender
Rauhigkeit ist.
[0045] Die Schuhoberfläche ist dabei durch eine Anpassung an die Oberfläche der Gegenwalze
31 ausgeführte Geometrie charakterisiert. Im dargestellten Fall ist diese beispielhaft
konvex gekrümmt.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Nassteil
- 2
- Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn
- 3
- Faserstoffbahn
- 4
- Blattbildungsvorrichtung
- 5
- Pressenvorrichtung
- 6
- Hybridformer
- 8
- Einspaltpresseneinrichtung
- 9
- Pressspalt
- 10
- Erstes Filzband
- 11
- Zweites Filzband
- 12
- Abnahmesaugwalze
- 13
- Vorentwässerungszone
- 14
- Doppelsiebzone
- 15
- Erstes endloses Siebband
- 16
- Zweites endloses Siebband
- 17
- Entwässerungseinrichtung
- 18
- Saugelement
- 18.1, 18.2
- Saugelement
- 19
- Abnahmebereich
- 20
- Antriebswalze
- 21
- Entwässerungskasten, Obersiebsaugkasten
- 22
- Formationskasten
- 23
- Formierleisten
- 24
- Formierleisten
- 25
- Mittel zur variablen Einstellung der Anpresskraft
- 26
- Innenumfang
- 27
- Schuhpresseinheit
- 28
- Erste Presswalze
- 29
- Flexibler Pressmantel
- 30
- Anpresselement
- 31
- Gegenwalze
- 32
- Walzenmantel
- 33
- Stützelement
- 34
- Stoffauflauf
- 35
- Entwässerungseinrichtung
- 36
- Saugwalzenmantel
- 37
- Außenumfang
- 38
- Einlaufwalze
- 39
- Einlaufspalt
- 40
- Entwässerungseinrichtung
- 41
- Leitwalze
- 42
- Saugeinrichtung
- 43
- Entwässerungsrinnen
- I
- Erster Entwässerungsabschnitt
- II
- Zweiter Entwässerungsabschnitt
- III
- Dritter Entwässerungsabschnitt
- II-1; III-1
- Erster Entwässerungsteilabschnitt
- II-2, III-2
- Zweiter Entwässerungsteilabschnitt
- S
- Faserstoffsuspension
- M12
- Mittelachse
- S12
- Saugzone
- α
- Abnahmewinkel
- β
- Schrägungswinkel
- δ
- Verkippungswinkel
- γ
- Umschlingungswinkel
1. Nassteil (1) für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn (3), insbesondere
Papiermaschine zur Herstellung holzfreier Papiere, umfassend eine eine Siebpartie
bildende Blattbildungsvorrichtung (4) und eine der die Siebpartie bildenden Blattbildungsvorrichtung
(4) nachgeordnete Pressenvorrichtung (5), die lediglich einen einzigen Pressspalt
(9) aufweist, der von einer doppelt befilzten Ein-Spalt-Presseneinrichtung (8) gebildet
ist, wobei die Abnahme an der die Siebpartie bildenden Blattbildungsvorrichtung (4)
vorzugsweise mit einer Abnahmeeinrichtung, insbesondere einer Abnahmesaugwalze (12)
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die die Siebpartie bildende Blattbildungsvorrichtung (4) als Hybridformer (6) ausgeführt
und frei von einer Siebsaugwalze ist.
2. Nassteil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abnahmewinkel (α) an der Abnahmesaugwalze (12) zwischen einem die Abnahmesaugwalze
(12) umschlingenden Filzband (10) und einem Formiertragsieb (15) der Blattbildungsvorrichtung
(4) im Abnahmebereich (19) ≤ 30°, vorzugsweise ≤ 25° beträgt.
3. Nassteil (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Umschlingungswinkel (γ) der Faserstoffbahn (3) an der Abnahmesaugwalze (12) vorzugsweise
≤ 40°, besonders bevorzugt ≤ 30°, ganz besonders bevorzugt ≤ 25°beträgt.
4. Nassteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressenvorrichtung (5) lediglich eine Ein-Spalt-Presseneinrichtung (8) in Form
einer Schuhpresseinrichtung (27) mit einem verlängerten Pressspalt (9), umfassend
eine erste Presswalze (28), die einen flexiblen Pressmantel (29) und wenigstens eine
Anpresseinheit (30) mit gekrümmter Oberfläche aufweist, und eine zweite Presswalze
als Gegenwalze (31), wobei die Länge des Pressspaltes (9) vorzugsweise > 250 mm, besonders
bevorzugt > 300 mm, ganz besonders bevorzugt > 350 mm beträgt.
5. Nassteil (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenwalze (31) einen starren Pressmantel umfasst, an dessen Innenumfang sich
an einem Tragelement abstützende Stützelemente (33) anpressbar sind.
6. Nassteil (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenwalze (31) als Vollmantelwalze und frei von einem Stützelement ausgeführt
ist.
7. Nassteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die theoretische Verbindungsachse der Mittenachsen der einzelnen Presswalzen (28,
31) der Ein-Spalt-Presseneinrichtung (8) in Faserstoffbahnlaufrichtung in einem Winkel
zwischen 0 und einschließlich 20°, vorzugsweise 10 und 20° geneigt ausgeführt ist.
8. Nassteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blattbildungsvorrichtung (4) einen in horizontaler Richtung angeordneten Hybrid
former (6) umfasst.
9. Nassteil (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blattbildungsvorrichtung (4) wenigstens zwei Entwässerungsabschnitte (I, II,
III) umfasst, wobei ein Entwässerungsabschnitt (I, II) als aus zwei endlosen Siebbändern
(15, 16) gebildete Doppelsiebzone (14) ausgeführt ist und nach Trennung der Siebbänder
(15, 16) das untere Siebband (15) an wenigstens einer Saugeinrichtung unter einem
Schrägungswinkel (β) gegenüber dem ebenen Abschnitt in der Doppelsiebzone (14) in
einem nachgeordneten weiteren Entwässerungsabschnitt (III) geführt wird.
10. Nassteil (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schrägungswinkel (β) gegenüber dem ebenen Abschnitt in der Doppelsiebzone (14)
< 30°, vorzugsweise < 20°, ganz besonders bevorzugt im Bereich zwischen 1 und 10°
beträgt.
11. Nassteil (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schrägungswinkel (β) gegenüber dem ebenen Abschnitt in der Doppelsiebzone (14)
0° beträgt.
12. Nassteil (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Doppelsiebzone (14) eine Entwässerungseinrichtung (17) angeordnet
ist, umfassend einen im oberen Siebband (16) angeordneten besaugten und Formierleisten
(24) aufweisenden Entwässerungskasten (21) und einen im Bereich der Erstreckung des
Entwässerungskastens (21) in Sieblaufrichtung im unteren Siebband (15) angeordneten
Formationskasten (22), umfassend eine Mehrzahl von in Sieblaufrichtung hintereinander
beabstandet angeordneten Formierleisten (23), die frei von einer mechanischen Kopplung
miteinander sind und Mittel (25) zur variablen Einstellung der Anpresskraft an der
einzelnen Formierleiste (23).
13. Nassteil (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Doppelsiebzone (14) im dritten Entwässerungsabschnitt (III) zumindest ein Hochvakuumsauger
nachgeordnet ist, welcher eine offene besaugte Länge in Sieblaufrichtung zwischen
> 30 und 160 mm aufweist.
1. Wet end (1) for a machine for producing a fibrous web (3), in particular a paper machine
for producing wood-free papers, comprising a sheet-forming apparatus (4) forming a
wire section and a pressing apparatus (5) which is arranged downstream of the sheet-forming
apparatus (4) forming the wire section and has only a single press nip (9), which
is formed by a double-felted single-nip pressing device (8), the pick-up being carried
out on the sheet-forming apparatus (4) forming the wire section, preferably by using
a pick-up device, in particular a suction pick-up roll (12),
characterized in that
the sheet-forming apparatus (4) forming the wire section is implemented as a hybrid
former (6) and is free of a wire suction roll.
2. Wet end (1) according to Claim 1,
characterized in that
the pick-up angle (α) on the suction pick-up roll (12) between a felt (10) wrapping
around the suction pick-up roll (12) and a supporting forming wire (15) of the sheet-forming
apparatus (4) in the pick-up region (19) is ≤ 30°, preferably ≤ 25°.
3. Wet end (1) according to either of Claims 1 and 2,
characterized in that
the wrap angle (γ) of the fibrous web (3) on the suction pick-up roll (12) is preferably
≤ 40°, particularly preferably ≤ 30°, quite particularly preferably ≤ 25°.
4. Wet end (1) according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the pressing apparatus (5) has only one single-nip pressing device (8) in the form
of a shoe press device (27) having an extended press nip (9), comprising a first press
roll (28), which has a flexible press cover (29) and at least one pressing unit (30)
with a curved surface, and a second press roll as mating roll (31), the length of
the press nip (9) preferably being > 250 mm, particularly preferably > 300 mm, quite
particularly preferably > 350 mm.
5. Wet end (1) according to Claim 4,
characterized in that
the mating roll (31) comprises a rigid press cover, against the inner circumference
of which supporting elements (33) supported on a load-bearing element can be pressed.
6. Wet end (1) according to Claim 4,
characterized in that
the mating roll (31) is implemented as a solid shell roll and is free of a supporting
element.
7. Wet end (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the theoretical connecting axis of the mid-axes of the individual press rolls (28,
31) of the single-nip pressing device (8) is designed to be inclined in the running
direction of the fibrous web at an angle between 0 and 20° inclusive, preferably 10
and 20°.
8. Wet end (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the sheet-forming apparatus (4) comprises a hybrid former (6) arranged in the horizontal
direction.
9. Wet end (1) according to Claim 8,
characterized in that
the sheet-forming apparatus (4) comprises at least two dewatering sections (I, II,
III), one dewatering section (I, II) being designed as a twin-wire zone (14) formed
from two endless wires (15, 16) and, following separation of the wires (15, 16), the
lower wire (15) being guided on at least one suction device at an angle of inclination
(β) with respect to the level section in the twin-wire zone (14) , in a further dewatering
section (III) arranged downstream.
10. Wet end (1) according to Claim 9,
characterized in that
the angle of inclination (β) with respect to the level section in the twin-wire zone
(14) is < 30°, preferably < 20°, quite particularly preferably in the range between
1 and 10°.
11. Wet end (1) according to Claim 9,
characterized in that
the angle of inclination (β) with respect to the level section in the twin-wire zone
(14) is 0°.
12. Wet end (1) according to one of Claims 8 to 11,
characterized in that
in the region of the twin-wire zone (14) there is arranged a dewatering device (17),
comprising an evacuated dewatering box (21) arranged in the top
wire (16) and having forming foils (24), and a formation box (22) arranged in the
bottom wire (15) in the region of the extent of the dewatering box (21) in the wire
running direction, comprising a plurality of forming foils (23) which are arranged
one after another at intervals in the wire running direction and are free of any mechanical
coupling with one another, and means (25) for the variable setting of the pressing
force on the individual forming foil (23).
13. Wet end (1) according to one of Claims 8 to 12,
characterized in that
at least one high-vacuum suction means, which has an open evacuated length in the
wire running direction between > 30 and 160 mm, is arranged downstream of the twin-wire
zone (14) in the third dewatering section (III).
1. Partie humide (1) pour une machine de fabrication d'une nappe fibreuse (3), en particulier
une machine à papier de fabrication de papier sans bois, comprenant un dispositif
de formation de feuille (4) formant une section de toile et un dispositif de pressage
(5) disposé en aval du dispositif de formation de feuille (4) formant la section de
toile, lequel présente seulement une fente de pressage unique (9) qui est formée par
un dispositif de pressage (8) à une fente à double feutre, le prélèvement étant effectué
sur le dispositif de formation de feuille (4) formant la section de toile de préférence
avec un dispositif de prélèvement, en particulier un rouleau aspirant de prélèvement
(12),
caractérisée en ce que
le dispositif de formation de feuille (4) formant la section de toile est réalisé
sous forme de formeur hybride (6) et est exempt d'un rouleau aspirant de toile.
2. Partie humide (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'angle de prélèvement (α) sur le rouleau aspirant de prélèvement (12) entre une bande
de feutre (10) entourant le rouleau aspirant de prélèvement (12) et une toile de support
de formage (15) du dispositif de formation de feuille (4) dans la plage de prélèvement
(19) est ≤ 30°, de préférence ≤ 25°.
3. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'angle d'enveloppement (γ) de la nappe fibreuse (3) sur le rouleau aspirant de prélèvement
(12) est de préférence ≤ 40°, particulièrement préférablement ≤ 30°, et tout particulièrement
préférablement ≤ 25°.
4. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
le dispositif de pressage (5) présente seulement un dispositif de pressage à une fente
(8) en forme de dispositif de pressage à sabot (27) avec une fente de pressage (9)
prolongée, comprenant un premier rouleau de pressage (28), qui présente une enveloppe
de pressage flexible (29) et au moins une unité de pressage (30) de surface courbe,
et un deuxième rouleau de pressage servant de rouleau conjugué (31), la longueur de
la fente de pressage (9) étant de préférence > 250 mm, particulièrement préférablement
> 300 mm, tout particulièrement préférablement > 350 mm.
5. Partie humide (1) selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le rouleau conjugué (31) comprend une enveloppe de pressage rigide sur la périphérie
interne de laquelle peuvent être pressés des éléments de support (33) s'appuyant sur
un élément porteur.
6. Partie humide (1) selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le rouleau conjugué (31) est réalisé sous forme de rouleau à enveloppe pleine et est
dépourvu d'un élément de support.
7. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'axe de connexion théorique des axes médians des rouleaux de pressage individuels
(28, 31) du dispositif de pressage à une fente (8) est réalisé dans la direction d'avance
de la nappe fibreuse avec une inclinaison suivant un angle compris entre 0 et 20°
inclus, de préférence entre 10 et 20°.
8. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de formation de feuille (4) comprend un formeur hybride (6) disposé
dans la direction horizontale.
9. Partie humide (1) selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
le dispositif de formation de feuille (4) comprend au moins deux portions d'égouttage
(I, II, III) une portion d'égouttage (I, II) étant réalisée en tant que zone de double
toile (14) formée de deux bandes de toile sans fin (15, 16), et après séparation des
bandes de toile (15, 16), la bande de toile inférieure (15) est guidée sur au moins
un dispositif aspirant suivant un angle d'inclinaison (β) par rapport à la portion
plane dans la zone de double toile (14) dans une autre portion d'égouttage (III) disposée
en aval.
10. Partie humide (1) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
l'angle d'inclinaison (β) par rapport à la portion plane dans la zone de double toile
(14) est < 30°, de préférence < 20°, et tout particulièrement préférablement est compris
dans la plage de 1 à 10°.
11. Partie humide (1) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
l'angle d'inclinaison (β) par rapport à la portion plane dans la zone de double toile
(14) vaut 0°.
12. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications 8 à 11,
caractérisée en ce que
dans la région de la zone de double toile (14) est disposé un dispositif d'égouttage
(17), comprenant une caisse d'égouttage (21) aspirée, disposée dans la bande de toile
supérieure (16) et présentant des nervures de formage (24), et une caisse de formage
(22) disposée dans la région de l'étendue de la caisse d'égouttage (21) dans la direction
d'avance de la toile dans la bande de toile inférieure (15), comprenant une pluralité
de nervures de formage (23) disposées à distance les unes derrière les autres dans
la direction d'avance de la toile, qui sont dépourvues d'accouplement mécanique les
unes aux autres et des moyens (25) pour l'ajustement variable de la force de pressage
sur la nervure de formage individuelle (23).
13. Partie humide (1) selon l'une quelconque des revendications 8 à 12,
caractérisée en ce
qu'au moins un aspirateur à vide poussé est disposé en aval de la zone de double toile
(14) dans la troisième portion d'égouttage (III), qui présente une longueur aspirée
ouverte dans la direction d'avance de la toile, comprise entre > 30 mm et 160 mm.