(19)
(11) EP 2 354 409 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.08.2011  Patentblatt  2011/32

(21) Anmeldenummer: 10013358.6

(22) Anmeldetag:  06.10.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 1/02(2006.01)
E06B 7/12(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 18.01.2010 IT BZ20100002

(71) Anmelder: Alpi Fenster GmbH - Srl
39010 Rifiano (BZ) (IT)

(72) Erfinder:
  • Pixner, Adolf
    39010 Rifiano (BZ) (IT)

(74) Vertreter: Oberosler, Ludwig 
Oberosler SAS, Via Dante, 20/A, CP 307
39100 Bolzano
39100 Bolzano (IT)

   


(54) Fenster mit hohem Wärmedämmkoeffizient


(57) Fenster mit hohem Wärmedämmkoeffizient welches unter Zwischenlage eines Blendrahmens (4) eingesetzt wird und einen oder mehrere Flügel mit stirnseitig am Flügelrahmen (7) aufgeklebten Isolierscheiben (8) aufweist, wobei die Scheiben (8) bei geschlossenem Flügel am außen vom Stockrahmen vorstehenden Anschlag anliegen, der Blendrahmen (4) L-förmigen Querschnitt hat, mit den in einer gleichen vertikalen Ebene liegenden Schenkeln einen stirnseitigen Anschlag für den eingesetzten Stockrahmen (6) bildet und diese besagten Schenkel von den dazu im Winkel von 90° angeordneten Schenkel, welche den Umfangsbereich des Stockrahmens (6) aufnehmen, so weit vorstehen, dass diese stirnseitig die Profile des Stockrahmens (6) wesentlich oder vollständig abdecken um die äußere Feinbearbeitung an der Wand (1) oder an der daran befestigten Wärmedämmung (1a), bzw. das Einsetzen der äußeren Fensterbänke (3) und/oder die Anbringung der äußeren Laibungen, fluchtend mit den Längsflächen (4y) an den freien Randbereichen der besagten Schenkel des Blendrahmens (4) durchzuführen und die gesamte stirnseitige Außenfläche des Stockrahmens (6), zusammen mit dessen äußerem Anschlag (6a), abzudecken.




Beschreibung


[0001] Aus der DE 10 2006 046 958 A1 ist ein Fenster und ein System für Türen und Fenster bekannt welches dadurch gekennzeichnet ist dass der Rahmen des Flügels mit Isolierglas ausgestattet ist welches derart aufgeklebt ist dass der Flügelrahmen im Umfangsbereich von einem am Stockrahmen angebrachten Profil abgedeckt wird wobei dieses als äußerer Anschlag für den Fensterflügel dient. Die Ausmaße des besagten Anschlags können so gewählt sein dass dieser außen die gesamte Breite des Profils des Flügelrahmens abdeckt so dass dieser von außen nicht oder nur teilweise sichtbar ist. Derartige Fenster oder Türen und das betreffende System sehen nicht einen besonderen Einbau des Stockrahmens, zwecks Vereinfachung der Montage und Verbesserung der Wärmedämmung, bzw. Unterbrechung der Kältebrücken, in der entsprechenden, in der Wand vorgesehenen, Öffnung vor. Nach erfolgter Montage bleibt von außen immer mindestens das am Stockrahmen als Anschlag und Schutz gegen die Witterungseinflüsse befestigte Profil sichtbar; gemäß einer besonderer Ausführung ist dieses Profil innen mit Wärmedämmendem Werkstoff gefüllt. Das besagte System sieht nicht eine Wärmedämmung zwischen dem Stockprofil und der üblicherweise gemauerten Wand vor, weiters wird das Problem der Bildung von Kondenswasser oder des Eindringens von Regenwasser innen im Zwischenraum zwischen dem vom umlaufenden Abdeckprofil gebildeten Anschlag und dem Flügelrahmen vernachlässigt. Weiters setzt dieses System, zwecks Schaffung einer befriedigenden Wärmedämmung, große Querschnitte sei es für die Stockals auch für die Flügelrahmen voraus.

[0002] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe ein Fenster oder eine Fenstertür, oder auch ein Fenster mit Verglasung ohne Fensterflügel oder eine Tür mit Türblatt aus nicht transparentem Werkstoff, z.B. eine Eingangstür, zu schaffen deren Montage und Demontage bequem erfolgt, wobei eine beachtenswerte Wärmedämmung und ein Schutz gegen die Witterungseinflüsse erreicht wird, dem Fenster, bzw. der Tür eine innovative Ästhetik verliehen wird und am Werkstoff für die Herstellung des Stock- als auch des Flügelrahmens gespart wird.

[0003] Die innovative Ästhetik besteht darin, dass von außen lediglich die Glasfläche sichtbar ist weil die Profile des Stockrahmens außen vom Mauerwerk, bzw. von der daran befestigten Wärmedämmung abgedeckt sind und weil der Flügelrahmen vollständig vom Stockrahmen, bzw. von dessen äußerem Anschlag, abgedeckt ist; von innen hingegen präsentiert sich das erfindungsgemäße Fenster wie ein traditionelles Fenster mit sichtbarem Stock- und Flügelrahmen, wobei allerdings diese Rahmen, im Vergleich zu den Rahmen bekannter Fenster mit hoher Wärmedämmung, kleineren Querschnitt haben.

[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung den Einsatz von Blendrahmen mit L-förmigem Querschnitt vor so dass dessen umlaufender Sitz wie auch der stirnseitige Sitz, als präzise Bezugskanten für die Ausführung der Putzarbeiten und/oder für nachträgliche Verlegearbeiten innerhalb oder außerhalb des, nachträglich eingesetzten, Fensters und für die bequeme Montage des Fensters im präzisen und sauberen Sitz des Blendrahmens dienen. Vorteilhafterweise ist erfingdungsgemäß zwischen dem Blendrahmen und dem Werkstoff der Wand ein wärmedämmender Werkstoff, z.B. von der aufschäumenden Art, vorgesehen um im Umfangsbereich und stirnseitig die Kältebrücken zur Wand zu unterbrechen. Die Schenkel welche den Blendrahmen bilden und in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegen um die stirnseitige Auflage für den einzusetzenden Stockrahmen zu bilden, haben eine derartige Breite, dass sie stirnseitig die gesamte stirnseitige, nach außen gerichtete, Fläche des Stockprofils abdecken. Folglich ist die vertikale äußere Fläche der besagten Schenkel des Blendrahmens, nach Ausführung der Putzarbeiten und/oder der Verlegearbeiten (äußere Fensterbank, äußere Laibungen), erfindungsgemäß vollständig abgedeckt und somit vor Witterungseinflüssen geschützt und, insbesondere wenn die Wand mit einer äußeren Wärmdämmschicht versehen ist, thermisch abgeschirmt. Die Verwendung des Blendrahmens mit L-förmigem Querschnitt an welchem der Stockrahmen stirnseitig und mit dem Umfangbereich anliegt sowie die vollständige wärmedämmende Abdeckung der stirnseitigen vertikalen Oberfläche des Stockrahmens ermöglicht die Reduzierung des Querschnittes der, den Stockrahmen bildenden, Profile wobei eine beachtenswerte Stabilität beibehalten wird und, je nach den für die Außenwärmedämmung und/oder die außen angebrachten Laibungen eingesetzten Werkstoffen, eine sehr gute Dämmung erreicht wird. Der erfindungsgemäße Flügelrahmen hat entsprechende Form und Ausmaße um ein Isolierglas, eventuell mit zwei Zwischenräumen, aufnehmen zu können welches stirnseitig aufgeklebt und umlaufend von den Profilen des Flügelrahmens eingerahmt ist, dieser ist innen mit einem vorstehendem Anschlag für die Auflage der Isolierscheibe versehen. Erfindungsgemäß ist die Außenfläche der Scheibe mit der Stirnfläche des Flügelrahmens komplanar; bei geschlossenem Flügel liegen die besagten Flächen an der entsprechenden Fläche des, eventuell mit Dichtung ausgestatteten, Außenanschlages des Stockrahmens auf.

[0005] Die reduzierte Stärke der, den Flügelrahmen bildenden, Profile bewirkt dass die vertikale Achse der Scharnieraufhängung näher an der Ebene liegt welche den Schwerpunkt des Flügels enthält, die Position dieser Ebene wird vorrangig durch die Isolierscheibe bestimmt, dadurch wird die Reduzierung und eventuelle Beseitigung der außerhalb der Ebene mit den Scharnierachsen wirkenden Kräfte erreicht. Dies bewirkt eine niedrigere Belastung der Scharnierbeschläge während der Schwenkbewegung des Flügels und somit eine geringere Abnutzung.

[0006] Die Erfindung schließt nicht aus dass, im Falle von Fenstertüren, von Außentüren oder von besonderen Ausführungsformen von Fenstern, der Blendrahmen im unteren horizontalen Bereich nicht L-förmigen, bzw. reduziert L-förmigen Querschnitt, aufweist und dass das entsprechende untere horizontale Profil des Stockrahmens einen anderen Querschnitt (Schwelle) aufweist, bzw. nicht thermisch über die gesamte stirnseitige Außenfläche abgeschirmt ist, weil diese teilweise sichtbar bleibt.

[0007] Die Erfindung wird anschließend anhand einiger erfindungsgemäßer vorzuziehender, in den beigelegten Zeichnungen schematisch dargestellter, Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Fensters näher erklärt, dabei erfüllen die Zeichnungen rein erklärenden, nicht begrenzenden Zweck.

[0008] Die Fig. 1 zeigt einen vertikalen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Fensters samt Blendrahmen welches außen mit Rollokasten und Abfluss für das Kondenswasser und/oder das im Bereich des äußeren Anschlags zwischen Flügel und Stockrahmen eingedrungene Wasser ausgestattet ist.

[0009] Die Fig. 2 zeigt einen horizontalen Querschnitt gemäß der in Fig. 1 gezeigten Schnittebene II-II durch ein vertikales Profil des Stockrahmens samt dem entsprechenden Profil des Flügels eines erfindungsgemäßen Fensters gemäß Fig. 1 mit traditionell angebrachten Scharnierbeschlägen.

[0010] Die Fig. 3 zeigt einen horizontalen Querschnitt durch ein vertikales Profil des Stockrahmens samt dem entsprechenden Profil des Flügels eines erfindungsgemäßen Fensters ohne Rollo und mit innen, zwischen dem Stockrahmen und dem Flügelrahmen, angebrachten Scharnierbeschlägen.

[0011] Die Wand 1 ist mit einer bekannten Außenwärmedämmung 1a versehen, im oberen Bereich, entsprechend dem Fenstersturz ist, außerhalb des Fensters, ein Kasten 2 für das Rollo 2a vorgesehen welches in vertikalen Führungen 2b läuft. Innerhalb der freien Lichte der Fensteröffnung ist ein Blendrahmen 4 mit L-förmigem Querschnitt auf traditionelle Art befestigt, dieser ist im äußeren Umfangsbereich mit einer Schicht wärmedämmendem, aufgeschäumten Werkstoff versehen. Dieser Blendrahmen bildet mit den, in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegenden, Schenkeln einen Anschlag für die äußeren Feinarbeiten mit oder ohne Dämmschicht, bzw. für das Setzen der äußeren horizontalen Fensterbank 3 und/oder der äußeren vertikalen Fensterlaibung. Vorteilhafterweise ist zwischen der besagten äußeren Putzschicht und/oder der äußeren Dämmschicht 1a eine wärmedämmende Schicht 5 vorgesehen.

[0012] Der zweite Schenkel des Blendrahmens, welcher oben und unten horizontal und rechts und links vom Fenster vertikal verläuft, ermöglicht die Feinarbeiten an der Innenfläche der Wand und das Setzen der inneren Fensterbank 3a. Erfindungsgemäß werden die äußere Fensterbank 3 und die Laibungen außerhalb des Fensters fluchtend mit der Oberfläche 4y am freien Rand der vertikalen Schenkel des Blendrahmens 4 verlegt. Mit den besagten Flächen 4y fluchtend wird auch die Außendämmung 1a samt Verputz angebracht.

[0013] Infolge Positionierung des Blendrahmens und Verputzen der Wand innerhalb und außerhalb des Rahmens, nach dem Setzen der eventuellen Fensterbänke 3, 3a und/oder der eventuellen Fensterlaibung, ist der Blendrahmen bereit für das Einsetzen des erfindungsgemäßen Fensters. Die Profile des Stockrahmens 6 haben derartige Abmaße dass die nach außen gerichteten Flächen von den Schenkeln des Blendrahmens 4, welche in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegen und als stirnseitiger Anschlag für den Stockrahmen 6 dienen, abgedeckt werden. Die Flächen 6y am Rand des äußeren Anschlags 6a des Stockprofils 6 entsprechen also wesentlich den Längsoberflächen 4y am freien Rand der, in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegenden, Schenkel des Blendrahmens 4. Mit dem äußeren Umfangsbereich rastet hingegen das Stockprofil 6 genau innerhalb der Schenkel des Blendrahmens 4 ein welche mit den vorgenannten in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegenden Schenkeln einen Winkel von 90° bilden.

[0014] Vorteilhafterweise ist die Verbindungsstelle zwischen dem Stockprofil 6 und die in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegenden Schenkel des Blendrahmens 4, am unteren horizontalen Teil und eventuell auch an den beiden vertikalen Teilen sowie am oberen horizontalen Teil, durch ein flaches Regenschutzprofil 6b abgedeckt. Diese besagten Regenschutzprofile decken vorteilhafterweise auch die Verbindungsstellen zwischen der Mauer, bzw. der daran angebrachten Wärmedämmung, und dem Blendrahmen 4 oder dem in diesem Bereich zwischengelegten Dämmstreifen 5 ab.

[0015] Der Flügel des erfindungsgemäßen Fensters besteht aus einem Rahmen 7 und aus einer Isolierglasscheibe 8 welche auf bekannte Art stirnseitig so aufgeklebt ist dass der Rahmen 7 die Glasscheibe 8 im Umfangsbereich umfasst so dass die Stirnfläche 7x in der gleichen Ebene mit der äußeren Fläche der Glasscheibe 8 liegt.

[0016] Der Querschnitt und die Abmaße der Profile des Flügelrahmens 7 sind so gewählt dass sie mit dem Querschnitt der Profile des Stockrahmens 6 mindestens einen dreifachen Anschlag bilden von welchen mindestens der mittlere und der innere Anschlag mit einer Dichtung versehen sind. Weiters liegen die inneren Flächen 7y des Flügelrahmens 7 mit den Flächen 6y des Stockrahmens 6 wesentlich in der selben Ebene. Auf diese Weise ist, bei frontaler Betrachtung des geschlossenen Fensterflügels von außen, weder der Stockrahmen noch der Flügelrahmen sichtbar. Weiters ist der Stockrahmen 6 durch die an der Wand befestigte Wärmedämmung, oder durch den Werkstoff der Wand selbst, thermisch "abgeschirmt" und der Flügelrahmen 6 ist durch die Isolierglasscheibe 8 und durch den äußeren Anschlag 6a des Stockprofils 6 abgeschirmt, welches seinerseits außen thermisch abgeschirmt ist. Dies ermöglicht den Einsatz von Profilen mit kleineren Querschnitten für den Stockrahmen 6 und den Flügelrahmen 7 weil ein beachtlicher Teil der Wärmedämmung von den besagten Abschirmungen übernommen wird und weil der Flügel, bestehend aus einem Rahmen 7 welcher fest mit der Glasscheibe 8 verbunden ist, sehr stabil ist. Die Verminderung des Querschnittes der Profile des Stockrahmens 6 und des Flügelrahmens 7 bringen eine beachliche Einsparung an Werkstoff und eine ästhetisch ansprechbare leichte und schlanke Konstruktion mit sich, wobei jedoch mindestens der gleich große Lichteinfall und eine bessere Wärmedämmung gesichert ist. Die Verminderung des Querschnittes der Profile des Flügelrahmens bewirkt zudem dass die Schwenkachse der Scharnierbeschläge 10 sich in einer Ebene befinden welche nahe der Ebene mit dem Schwerpunkt liegt welcher vorwiegend von der Position der Glasscheibe 8 bestimmt wird; dies bring eine Verminderung der zur Ebene des Flügels angewinkelten Belastungen mit sich und bewirkt somit die Verminderung des Verschleißes an den Scharnierbeschlägen 10 insbesondere wenn diese von der zwischen Stockrahmen und Flügelrahmen (Fig. 3) eingesetzt Art sind und somit noch näher an der, den Schwerpunkt der Glasscheibe 8 enthaltenden, Ebene sich befinden.

[0017] Der erfindungsgemäße Blendrahmen 4 mit L-förmigem Querschnitt ermöglicht eine bequeme und gepflegte Feinbearbeitung der angrenzenden Teile und Oberflächen der Wand 1 sowie auch der Anbringung der Fensterbänke 3, 3a und die nachträgliche bequeme Montage und auch Demontage des Fensters mittels einfacher Werkzeuge und ohne Gefahr dass die vorher an der Wand durchgeführten Arbeiten beschädigt werden.

[0018] Erfindungsgemäß kann, zwischen der inneren Fläche 6x des äußeren Anschlags 6a des Stockrahmens 6 und der entsprechenden äußeren Fläche der Glasscheibe 8 welche komplanar mit der äußeren Stirnfläche 7x des Flügelrahmens 7 ist, eine Dichtung vorgesehen sein. Die besagte Dichtung kann am unteren horizontalen Profil des Stockrahmens auch am Regenschutzprofil vorgesehen sein.

[0019] Erfindungsgemäß erfolgt der Abfluss von eventuellem Kondenswasser oder von Wasser welches zwischen dem Stockrahmen 6 und dem Flügelrahmen 7 in den, auf die mittlere Fensterdichtung bezogen, äußeren Zwischenraum eingedrungen ist, über einem Sammelkanal 9 mit mindestens einem Abflussröhrchen 9b, dieses ist im unteren horizontalen Profil des Stockrahmens vorgesehen, dabei steht das freie äußere Ende des Abflussröhrchens 9b über die vertikale Außenfläche der Wand, bzw. der daran angebrachten Wanddämmung 1a, vor.


Ansprüche

1. Fenster mit hohem Wärmedämmkoeffizient welches unter Zwischenlage eines Blendrahmens eingesetzt wird und einen oder mehrere Flügel mit stirnseitig am Flügelrahmen aufgeklebten Isolierscheiben aufweist, wobei die Scheiben bei geschlossenem Flügel am außen vom Stockrahmen vorstehenden Anschlag anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass der Blendrahmen (4) L-förmigen Querschnitt hat und mit den in einer gleichen vertikalen Ebene liegenden Schenkeln einen stirnseitigen Anschlag für den eingesetzten Stockrahmen (6) bildet und dass diese besagten Schenkel, von den dazu im Winkel von 90° angeordneten Schenkeln welche den Umfangsbereich des Stockrahmens (6) aufnehmen, so weit vorstehen dass sie stirnseitig die Profile des Stockrahmens (6) wesentlich oder vollständig abdecken um die äußeren Feinbearbeitungen an der Wand (1) oder an der daran befestigten Wärmedämmung (1a), bzw. das Einsetzen der äußeren Fensterbänke (3) und/oder die Anbringung der äußeren Laibungen, fluchtend mit den Längsflächen (4y) an den freien Randbereichen der besagten Schenkel des Blendrahmens (4) durchzuführen, wobei die gesamte stirnseitige Außenfläche des Stockrahmens (6), zusammen mit dessen äußerem Anschlag (6a), abgedeckt wird.
 
2. Fenster gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit vom Wärmedämmkoeffizient und von der Stärke der Wärmedämmung welche außen an die in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegenden Schenkel des Blendrahmens (4) anliegt, die Stärke des Querschnittes der, den Stockrahmen (6) bildenden, Profile reduziert werden kann und dass, in Abhängigkeit des reduzierten Querschnittes der Profile des Stockrahmens (6), auch der Querschnitt des Flügelrahmens (7) reduziert werden kann, wobei dieser stirnseitig thermisch von der Isolierglasscheibe (8) abgeschirmt ist welche ihrerseits, zusammen mit der Stirnfläche (7x) des Profils an der Fläche (6x) des Außenanschlages (6a) des von außen thermisch abgeschirmten Stockrahmens (6) anliegt.
 
3. Fenster gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen (4y) des Blendrahmens und die entsprechenden Flächen (6y) des Stockrahmens, welche als einzige der Witterung ausgesetzt sind, mit flachen Profilen (6b) abgedeckt sind welche vorteilhafterweise auch den Verbindungsbereich zur Putzschicht der Wand, zur angebrachten Wärmedämmschicht und/oder zur Fensterbank (3), zu eventuellen vertikalen Fensterlaibungen und einem eventuellen äußeren Rollokasten (2) abdecken.
 
4. Fenster gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das untere horizontale Profil des Stockrahmens (6) mit einem Sammelkanal (9) für Kondenswasser und/oder für Wasser welches von außen eindringt und über Durchlässe (9b) aus dem Zwischenraum, zwischen Stockrahmen (6) und Flügelrahmen (7) im Bereich außerhalb der mittleren Fensterdichtung abfließt, ausgestattet ist und dass der besagte Sammelkanal (9) mit mindestens einem Abflussröhrchen (9a) versehen ist welches die Wand oder die daran angebrachte Wärmedämmung durchdringt und über die vertikale Außenfläche der Wand oder der besagten Wärmedämmung vorsteht.
 
5. Fenster gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Oberfläche (7y) der Profile des Flügelrahmens (7) welche die Breite des inneren vertikalen Anschlages für die aufgeklebte Isolierglasscheibe (8) bildet, wesentlich in der gleichen Ebene der Fläche (6y) liegt welche die Breite des äußeren Anschlages (6a) des Stockrahmens (6) für den Flügelrahmen (7) bildet.
 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente