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(11) |
EP 1 683 749 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.08.2011 Patentblatt 2011/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.12.2005 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Tragwalzen-Wickelmaschine
Double support roller winding machine
Bobineuse avec cylindres porteurs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FI SE |
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Priorität: |
19.01.2005 DE 102005000003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.07.2006 Patentblatt 2006/30 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Stitz, Hermann Albert
51515 Kürten (DE)
- Nelles, Josef
52224 Stolberg (DE)
- Klupp, Alexander
41812 Erkelenz (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kunze, Klaus et al |
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Voith Paper Holding GmbH & Co. KG
Abteilung zjp
Sankt Poeltener Strasse 43 89522 Heidenheim 89522 Heidenheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 375 400 WO-A-97/47544 DE-U1- 29 615 385 GB-A- 2 157 273 US-A- 4 171 106
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EP-A2- 1 260 470 WO-A-2004/063067 GB-A- 2 018 728 US-A- 4 047 676
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln einer
Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, auf mindestens eine Wickelhülse
zu mindestens einer Wickelrolle, die in einem von zwei Tragwalzen gebildeten Wickelbett
liegt, mit einer die mindestens eine Wickelrolle in das Wickelbett drückenden Belastungswalze,
wobei der Mittelpunkt der Belastungswalze während des Wickelvorgangs wenigstens zeitweise,
insbesondere zum Ende des Wickelvorgangs, auf einer gegenüber einer Mittelsenkrechten
geneigten Linie liegt, wobei die Mittelsenkrechte senkrecht auf einer Verbindungslinie
zwischen den Mittelpunkten der Tragwalzen steht, und wobei die Belastungswalze eine
im Inneren der Belastungswalze oder an der Führung der Belastungswalze angeordnete
Dämpfungseinrichtung umfasst.
[0002] Materialbahnen müssen, bevor sie versandt werden können, zu Versand- oder Fertigrollen
aufgewickelt werden. Als Rollenkeme werden hierfür üblicherweise Wickelhülsen verwendet,
die vorzugsweise aus Pappe bestehen. Die Fertigrollen werden dadurch erzeugt, dass
von so genannten Mutterrollen oder Volltambouren, die am Ausgang einer Papier- oder
Streichmaschine beziehungsweise eins Kalenders erzeugt werden, die Materialbahn abgewickelt,
in Längsrichtung geschnitten und dann jeweils auf Wickelhülsen aufgewickelt wird.
Diese Wickelhülsen liegen in einem von zwei Tragrollen einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine
gebildeten Wickelbett.
[0003] In einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine, wie sie beispielsweise aus der
DE 200 13 319 U1 oder der
EP 0 792 245 B1 bekannt ist, liegen entsprechend der Anzahl der aus der ursprünglichen Materialbahn
durch Längsschnitte erzeugten einzelnen Materialbahnen mehrere Wickelhülsen nebeneinander
in dem Wickelbett, auch wenn nachfolgend aus Gründen der einfachen Darstellung stets
nur eine einzige Wickelhülse in Verbindung mit einem auf ihr aufgewickelten Materialbahnwickel
angesprochen wird. Es ist jedoch auch möglich, lediglich eine einzige Wickelrolle
in einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine zu wickeln.
[0004] Aus der
DE 199 46 400 B4 ist eine Tragwalzen-Wickelmaschine bekannt, in der die Wickelrolle von einer senkrecht
oberhalb der Wickelrolle angeordneten Belastungswalze in das Wickelbett gedrückt wird.
Die Belastungswalze übt während des gesamten Wickelvorgangs eine Mindestbelastung
von 0,5 kN/m auf die Wickelrolle aus. Die Belastungswalze dient dazu, um während des
Aufwickelns einen gewünschten Wickelhärteverlauf zu erreichen. Die Wickelrolle soll
nämlich im Innern härter gewickelt sein als im Bereich des Umfangs. Um bereits zu
Beginn des Wickelvorgangs eine ausreichende Wickelhärte trotz des anfangs nur geringen
Eigengewichts der nur mit wenigen Lagen der Materialbahn umwickelten Wickelhülse zu
erzielen, drückt die Belastungswalze die Wickelrolle mit einer vorbestimmten Kraft
in das Wickelbett hinein. Hierdurch lässt sich diese relativ hart anwickeln, d. h.
die Wickelhärte ist im Bereich des Rollenkerns oder der Wickelhülse hoch genug. Da
mit zunehmendem Rollendurchmesser die Gewichtskraft zunimmt, wird die Belastung durch
die Belastungswalze zurückgeführt. Trotz dieser Maßnahme baut sich die Wickelrolle
jedoch nicht immer so auf, wie dies gewünscht wird. Vielmehr werden während des Aufwickelns
Rollenschaukeln und Vibrationen festgestellt.
[0005] Aus den Schriften
EP-A2-1260470,
GB-A-2018728,
GB-A-2157273 und
EP-A1-1375400 sind darüber hinaus Wickelvorrichtungen und -verfahren mit asymmetrisch verlagerten
Anpresswalzen bekannt, wobei den beiden Dokumente GB-A-2157273 und EP-A1-1375400 die
Erkenntnis zu Grunde liegt, durch eine gerichtete asymmetrische Verlagerung der Anpresswalze
auf dem Umfang der Wickelrolle in Richtung der Tragwalze 2, eine der Wickelgüte zuträgliche
Lastverteilung in den Wickelspalten zu erzielen.
[0006] Die beiden vorgenannten Schriften offenbaren dagegen Vorrichtungen und Verfahren,
bei denen die Anpresswalze asymmetrisch verlagert wird, um eine vibrationsdämpfende
Wirkung auf das Wickelsystem auszuüben.
EP-A2-1260470 beschreibt dazu ein Verfahren und eine Vorrichtung, bei dem die Verlagerung der Anpresswalze
gezielt auf Grund erhobener Messdaten veranlasst werden kann. Dagegen sind nach
GB-A-2018728 mehrere, unabhängig von einander auf dem Umfang der Wickelrolle verfahrbare Anpresswalzen
möglich. Beide Lösungsvorschläge basieren jedoch alleinig auf der Ausnutzung einer
mit dieser Auslagerung einhergehenden eigendämpfenden Wirkung aufgrund der Phasenverschiebung
der aufgenommenen Erregungen.
[0007] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Wickelmaschine zu schaffen, in
der die Wickelqualität verbessert und der Betrieb sicherer gemacht wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Tragwalzen-Wickelmaschine der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, dass die Dämpfungseinrichtung einen Aktor, eine Feder,
einen Dämpfungszylinder und eine Messeinrichtung umfasst.
[0009] Nur durch eine seitliche Anordnung der Belastungswalze in Bezug auf die Wickelrolle
lässt sich das Schaufeln oder Vibrieren des Wickels eindämmen. Die Belastungswalze
lässt sich entweder auf einer Schwinge oder auf einer Linearführung befestigen; die
Funktion der Belastungswalze ist unabhängig davon, ob sie auf einer Geraden oder einer
Kreisbahn geführt wird. Die Erfindung lässt sich auch unabhängig davon realisieren,
ob die Mittelpunkte der Tragwalzen auf einer waagrechten Verbindungslinie liegen oder
ob sie eine gegenüber der Waagrechten geneigte Verbindungslinie aufweisen. In jedem
Fall ist die Belastungswalze geneigt gegenüber einer durch den Mittelpunkt der Wickelrolle
hindurchgehenden, die Verbindungslinie unter einem rechten Winkel schneidenden Mittelsenkrechten
angeordnet, wenigstens während der meisten Zeit des Wickelvorgangs, d. h. wenigstens
ab dem Erreichen eines vorherbestimmten Wickeldurchmessers.
[0010] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0011] Von Vorteil ist eine Anordnung, in der die Linie, auf der der Mittelpunkt der Belastungswalze
liegt, um einen zwischen 5 und 45° liegenden Winkel, insbesondere um einen zwischen
15 und 30° liegenden Winkel, gegenüber der Mittelsenkrechten geneigt ist. Bei einer
bogenförmigen Führung der Belastungswalze wird dieser Winkel am Ende des Wickelvorgangs
durch die Kraftnormale der Belastungswalze in Richtung auf den Winkel und die Mittelsenkrechte
gebildet. Beim Wickelbeginn liegt diese Kraftnormale in vorteilhafter Weise parallel
zur Mittelsenkrechten.
[0012] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der Erfindung, wenn die Dämpfungseinrichtung
(8) eine Steuer- oder eine Regeleinrichtung umfasst.
[0013] Dazu kann die Steuer- oder die Regeleinrichtung in besonders bevorzugterweise einen
Meßwertaufnehmer zur Messung der Position der Welle der Belastungswalze (5) umfassen.
[0014] Besonders geeignet ist eine Ausgestaltung der Wickelmaschine, in der die Federsteifigkeit
der Feder und/oder die Dämpfung des Dämpfers veränderbar sind.
[0015] Es besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Federn; bevorzugt
kommen Federn in Form von Biegebalken oder als Spiralfedern zum Einsatz. Natürlich
können neben den erwähnten (mechanischen) Federn auch hydraulische beziehungsweise
pneumatische Lösungen in Frage kommen.
[0016] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn,
insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, in einer Tragwalzen-Wickelmaschine auf
mindestens eine Wickelhülse zu mindestens einer Wickelrolle, die in einem von zwei
Tragwalzen gebildeten Wickelbett liegt, unter Einsatz einer Belastungswalze.
[0017] Erfindungsgemäß ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt der
Belastungswalze während des Aufwickelns auf einer gegenüber einer Mittelsenkrechten
geneigten Linie geführt wird und gegen die mindestens eine Wickelrolle drückt, wobei
die Mittelsenkrechte senkrecht auf einer Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten
der Tragwalzen steht.
[0018] Nachstehend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer ersten Doppeltragwalzen-Wickelmaschine in Längsrichtung,
mit der Wickelrolle und der Belastungswalze zu Beginn des Wickelvorgangs,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Doppeltragwalzen-Wickelmaschine nach Fig. 1 zum Ende des Wickelvorgangs,
wobei die Belastungswalze auf einer Linearführung angeordnet ist,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Doppeltragwalzen-Wickelmaschine nach Fig. 1 zum Ende des Wickelvorgangs,
wobei die Belastungswalze auf einer Schwinge angeordnet ist, und
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer mit einer Dämpfungseinrichtung ausgestatteten Belastungswalze.
[0020] Eine von einer Doppeltragwalzen-Wickelmaschine (Fig. 1) gebildete Wickelvorrichtung
weist zwei Tragwalzen 1, 2 auf, von denen mindestens eine angetrieben ist. Die Tragwalzen
1, 2 bilden ein Walzenbett, in dem mehrere nebeneinander liegende Wickelrollen 3 während
des Aufwickelns auf den Tragwalzen 1, 2 aufliegen. Von einer (nicht dargestellten)
Längsschneideinrichtung wird eine Materialbahn, insbesondere eine Papier- oder Kartonbahn,
vor dem Aufwickeln in mehrere Einzelbahnen geschnitten, die anschließend seitlich
um den Mantel der Tragwalze 2 oder durch den Spalt zwischen den Tragwalzen 1, 2 herum
in das Walzenbett geführt werden, wo sie auf fluchtend aufgereihte Wickelhülsen 4
aufgewickelt werden. Die Materialbahn wird also in oberer Bahnführung in die Doppeltragwalzen-Wickelmaschine
geführt, d.h. die Materialbahn kommt "von unten", läuft aber "von oben" in den ersten
Tragwalzennip ein. Alternativ kann aber auch eine untere, dem Fachmann bekannte Bahnführung
vorgesehen sein.
[0021] Oberhalb der Wickelrollen 3 ist eine Belastungswalze 5 gelagert, die sich über die
gesamte Breite aller nebeneinander liegenden Wickelrollen 3 erstreckt und die die
Wickelrollen 4 in das Wickelbett drückt. Zu Beginn des Wickelvorgangs ist die Belastungswalze
5 zunächst senkrecht oder im wesentlichen senkrecht oberhalb der Wickelrollen 3 angeordnet,
da das Wickelbett aufgrund des großen Durchmessers der Tragwalzen 1, 2 keinen Platz
für eine geneigte Anordnung der Belastungswalze 5 gegenüber den Wickelrollen 4 lässt.
[0022] Während des weiteren Ablaufs des Wickelvorgangs (Fig. 2) wird die Belastungswalze
5 aus ihrer in Fig. 1 dargestellten Anfangsposition 5' auf einer Führungslinie F nach
oben geführt. Die Führungslinie F ist geneigt gegenüber einer Mittelsenkrechten M
zu einer Verbindungslinie V zwischen den Mittelpunkten M
1 und M
2 der Tragwalzen 1 und 2. Die Belastungswalze 5 wird mittels einer (hier nur angedeuteten)
Linearführung 6 kontinuierlich mit der Zunahme des Durchmessers der Wickelrollen 3
nach oben geführt, so dass die Belastungswalze 5 stets mit dem gewünschten Anpressdruck
an den Wickelrollen 3 anliegt und Vibrationen der Wickelrollen 3 unterdrückt. Die
Führungslinie F ist geneigt gegenüber einer Mittelsenkrechten M zu einer Verbindungslinie
V zwischen den Mittelpunkten M
1 und M
2 der Tragwalzen 1 und 2.
[0023] In einer zur Darstellung in Fig. 2 alternativen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen,
dass die Belastungswalze 5 an einer (ebenfalls nur angedeuteten) Schwinge 7 (Fig.
3) befestigt ist und aus ihrer Anfangsposition 5' heraus entsprechend der Zunahme
des Durchmessers der Wickelrollen 3 auf einer Kreisbahn K herausgeführt wird, wobei
sich die Neigung, die Belastungswalze 5 gegenüber der Mittelsenkrechten M einnimmt,
entsprechend der Zunahme des Durchmessers der Wickelrollen 3 kontinuierlich vergrößert.
[0024] In einer Ausgestaltung ist die Belastungswalze 5 mit einer Dämpfungseinrichtung 8
(Fig. 4) ausgestattet, die in der Führung 6 oder der Schwinge 7 integriert ist, in
der die Belastungswalze 6 über ein Lager 9 gelagert ist. Die Dämpfungseinrichtung
8 umfasst einen Aktor 10, eine Feder 11, einen mit der Feder 11 verbundenen Dämpfungszylinder
12 und eine Messeinrichtung 13. Diese erzeugt entsprechend der aktuellen Position
der Belastungswalze 5 ein Signal, das die Messeinrichtung 13 an den Aktor 10 weitergibt,
so dass dieser entsprechend einer Abweichung zwischen einer Ist-Position und einer
geforderten Soll-Position der Belastungswalze 5 einen Kolben eines hydraulischen oder
pneumatischen Zylinders betätigt.
[0025] Anstelle des Zylinders kann auch ein elektromotorisches Verstellmittel, beispielsweise
ein pneumatisch betriebener Balgzylinder oder eine Rollmembran zum Einsatz kommen,
um die Belastungswalze 5 mit dem gewünschten Anpressdruck gegen die Wickelrollen 3
anzudrücken. Wenn die Belastungswalze 5 infolge von Vibrationen der Wickelrollen 3
ihrerseits in Schwingungen geraten sollte, werden die Schwingungen durch die Dämpfungseinrichtung
8 rasch gedämpft.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Tragwalze
- 2
- Tragwalze
- 3
- Wickelrollen
- 3'
- Anfangsposition der Wickelrollen
- 4
- Wickelhülsen
- 5
- Belastungswalze
- 5'
- Anfangsposition der Belastungswalze
- 6
- Linearführung
- 7
- Schwinge
- 8
- Dämpfungseinrichtung
- 9
- Lager
- 10
- Aktor
- 11
- Feder
- 12
- Dämpfungszylinder
- 13
- Messeinrichtung
- F
- Führungslinie
- K
- Kreisbahn
- M
- Mittelsenkrechte
- M1
- Mittelpunkt der Tragwalze 1
- M2
- Mittelpunkt der Tragwalze 2
- V
- Verbindungslinie
1. Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln einer Materialbahn, insbesondere einer Papier-
oder Kartonbahn, auf mindestens eine Wickelhülse (4) zu mindestens einer Wickelrolle
(3), die in einem von zwei Tragwalzen (1, 2) gebildeten Wickelbett liegt, mit einer
die mindestens eine Wickelrolle (3) in das Wickelbett drückenden Belastungswalze (5),
wobei der Mittelpunkt der Belastungswalze (5) während des Wickelvorgangs wenigstens
zeitweise, insbesondere zum Ende des Wickelvorgangs, auf einer gegenüber einer Mittelsenkrechten
(M) geneigten Linie (F, K) liegt, wobei die Mittelsenkrechte (M) senkrecht auf einer
Verbindungslinie (V) zwischen den Mittelpunkten (M1, M2) der Tragwalzen (1, 2) steht, und wobei die Belastungswalze (5) eine im Inneren der
Belastungswalze (5) oder an der Führung der Belastungswalze (5) angeordnete Dämpfungseinrichtung
(8) umfasst
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämpfungseinrichtung (8) einen Aktor (10) zum Andrücken der Belastungswalze (5)
mit dem gewünschten Anpressdruck gegen die Wickelrohen (3), eine Feder (11), einen
Dämpfungszylinder (12) und eine Messeinrichtung (13) umfasst.
2. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Linie (F, K) um einen zwischen 5° und 45° liegenden Winkel, insbesondere um einen
zwischen 15° und 30° liegenden Winkel, gegenüber der Mittelsenkrechten (M) geneigt
ist.
3. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dämpfungseinrichtung (8) eine Steuer- oder eine Regeleinrichtung umfasst.
4. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuer- oder die Regeleinrichtung einen Meßwertaufnehmer zur Messung der Position
der Welle der Belastungswalze (5) umfasst.
5. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federsteifigkeit der Feder (11) und/oder die Dämpfung des Dämpfungszylinders
(12) veränderbar ist.
6. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Belastungswalze (5) gegenüber der mindestens einen Wickelrolle (3) auf einer
Kreisbahn (K) oder auf einer Geraden (F) geführt ist.
7. Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn,
in einer Tragwalzen-Wickelmaschine auf mindestens eine Wickelhülse (4) zu mindestens
einer Wickelrolle (3), die in einem von zwei Tragwalzen (1, 2) gebildeten Wickelbett
liegt, unter Einsatz einer Belastungswalze (5), wobei der Mittelpunkt der Belastungswalze
(5) während des Aufwickelns auf einer gegenüber einer Mittelsenkrechten (M) geneigten
Linie (F, K) wenigstens zeitweise, insbesondere zum Ende des Wickelvorgangs, geführt
wird und gegen die mindestens eine Wickelrolle (3) drückt, wobei die Mittelsenkrechte
(M) senkrecht auf einer Verbindungslinie (V) zwischen den Mittelpunkten (M1, M2) der Tragwalzen (1, 2) steht, und wobei die Belastungswalze (5) eine im Inneren der
Belastungswalze (5) oder an der Führung der Belastungswalze (5) angeordnete Dämpfungseinrichtung
(8) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Belastungswalze (5) mittels einer Dämpfungseinrichtung die einen Aktor (10) zum
Andrücken der Belastungswalze (5) mit dem gewünschten Anpressdruck gegen die Wickelrohen
(3), eine Feder (11), einen Dämpfungszylinder (12) und eine Messeinrichtung (13) umfasst,
aktiv gedämpft werden kann.
1. Carrier roll winding machine for winding a material web, in particular a paper or
board web, onto at least one core (4) to form at least one wound roll (3), which lies
in a winding bed formed by two carrier rolls (1, 2), having a loading roll (5) pressing
the at least one wound roll (3) into the winding bed, the centre of the loading roll
(5) during the winding operation being located at least for some time, in particular
towards the end of the winding operation, on a line (F, K) that is inclined with respect
to a central vertical (M), the central vertical (M) being perpendicular to a connecting
line (V) between the centres (M1, M2) of the carrier rolls (1, 2), and the loading roll (5) comprising a damping device
(8) arranged in the interior of the loading roll (5) or on the guide of the loading
roll (5),
characterized in that
the damping device (8) comprises an actuator (10) for pressing the loading roll (5)
against the wound rolls (3) with the desired contact pressure, a spring (11), a damping
cylinder (12) and a measuring device (13).
2. Carrier roll winding machine according to Claim 1,
characterized in that
the line (F, K) is inclined with respect to the central vertical (M) by an angle lying
between 5° and 45°, in particular by an angle lying between 15° and 30°.
3. Carrier roll winding machine according to one of the preceding claims,
characterized in that
the damping device (8) comprises an open-loop or closed-loop control device.
4. Carrier roll winding machine according to one of the preceding claims,
characterized in that
the open-loop or closed-loop control device comprises a transducer for measuring the
position of the shaft of the loading roll (5).
5. Carrier roll winding machine according to one of the preceding claims,
characterized in that
the spring stiffness of the spring (11) and/or the damping of the damping cylinder
(12) can be varied.
6. Carrier roll winding machine according to one of the preceding claims,
characterized in that
the loading roll (5) is guided on a circular path (K) or on a straight line (F) with
respect to the at least one wound roll (3).
7. Method for winding a material web, in particular a paper or board web, in a carrier
roll winding machine onto at least one core (4) to form at least one wound roll (3),
which lies in a winding bed formed by two carrier rolls (1, 2), by using a loading
roll (5), the centre of the loading roll (5) during the winding being guided at least
for some time, in particular towards the end of the winding, on a line (F, K) that
is inclined with respect to a central vertical (M), and pressing against the at least
one wound roll (3), the central vertical (M) being perpendicular to a connecting line
(V) between the centres (M1, M2) of the carrier rolls (1, 2), and the loading roll (5) comprising a damping device
(8) arranged in the interior of the loading roll (5) or on the guide of the loading
roll (5),
characterized in that
the loading roll (5) can be damped actively by means of a damping device which comprises
an actuator (10) for pressing the loading roll (5) against the wound rolls (3) with
the desired contact pressure, a spring (11), a damping cylinder (12) and a measuring
device (13).
1. Bobineuse à cylindres porteurs pour bobiner une bande de matériau, en particulier
une bande de papier ou de carton, sur au moins un mandrin de bobinage (4) pour former
au moins une bobine (3), qui est située dans un banc de bobinage formé par deux cylindres
porteurs (1, 2), comprenant un cylindre de contrainte (5) pressant l'au moins une
bobine (3) dans le banc de bobinage, le centre du cylindre de contrainte (5) se situant,
pendant l'opération de bobinage au moins temporairement, notamment à la fin de l'opération
de bobinage, sur une ligne (F, K) inclinée par rapport à une médiatrice (M), la médiatrice
(M) étant perpendiculaire à une ligne de connexion (V) entre les centres (M1, M2) des cylindres porteurs (1, 2), et le cylindre de contrainte (5) comprenant un dispositif
d'amortissement (8) disposé à l'intérieur du cylindre de contrainte (5) ou sur le
guidage du cylindre de contrainte (5),
caractérisée en ce que
le dispositif d'amortissement (8) comprend un actionneur (10) pour presser le cylindre
de contrainte (5) avec la pression de pressage souhaitée contre les bobines (3), un
ressort (11), un cylindre d'amortissement (12) et un dispositif de mesure (13).
2. Bobineuse à cylindres porteurs selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la ligne (F, K) est inclinée suivant un angle compris entre 5° et 45°, notamment suivant
un angle compris entre 15° et 30°, par rapport à la médiatrice (M).
3. Bobineuse à cylindres porteurs selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif d'amortissement (8) comprend un dispositif de commande ou de régulation.
4. Bobineuse à cylindres porteurs selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de commande ou de régulation comprend un enregistreur de valeur de mesure
pour la mesure de la position de l'arbre du cylindre de contrainte (5).
5. Bobineuse à cylindres porteurs selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la rigidité de ressort du ressort (11) et/ou l'amortissement du cylindre d'amortissement
(12) peuvent être variés.
6. Bobineuse à cylindres porteurs selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le cylindre de contrainte (5) est guidé par rapport à l'au moins une bobine (3) sur
une piste circulaire (K) ou sur une droite (F).
7. Procédé pour bobiner une bande de matériau, en particulier une bande de papier ou
de carton, dans une bobineuse à cylindres porteurs, sur au moins un mandrin de bobinage
(4) pour former au moins une bobine (3), qui est située dans un banc de bobinage formé
par deux cylindres porteurs (1, 2), en utilisant un cylindre de contrainte (5), le
centre du cylindre de contrainte (5) pendant le bobinage étant guidé sur une ligne
(F, K) inclinée par rapport à une médiatrice (M), au moins temporairement, notamment
à la fin de l'opération de bobinage, et pressant contre l'au moins une bobine (3),
la médiatrice (M) étant perpendiculaire à une ligne de connexion (V) entre les centres
(M1, M2) des cylindres porteurs (1, 2), et le cylindre de contrainte (5) comprenant un dispositif
d'amortissement (8) disposé à l'intérieur du cylindre de contrainte (5) ou sur le
guidage du cylindre de contrainte (5),
caractérisé en ce que
le cylindre de contrainte (5) peut être amorti activement au moyen d'un dispositif
d'amortissement qui comprend un actionneur (10) pour presser le cylindre de contrainte
(5) avec la pression de pressage souhaitée contre les bobines (3), un ressort (11),
un cylindre d'amortissement (12) et un dispositif de mesure (13).


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