[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Punkthalter zum Befestigen eines plattenartigen
Objekts, so wie beispielsweise einer Glasscheibe, einer Marmorplatte, einer Granitplatte,
einer Steinplatte, einer Metallplatte, einer Kunststoffplatte oder einer Holzplatte,
an einer Unterkonstruktion.
[0002] Im Stand der Technik ist es bekannt, plattenartige Objekte an Unterkonstruktionen,
beispielsweise an Wänden oder anderen Tragekonstruktionen, zu befestigen. So können
beispielsweise Glasscheiben, die plattenartige Objekte darstellen, an einer Häuserwand
mittels Punkthalter befestigt werden. Bei den Punkthaltern gemäß dem Stand der Technik
gibt es dahingehend ein Problem, dass wenn Glasscheiben oder andere plattenartige
Objekte unterschiedlicher Dicke verbaut werden sollen, diese bei Verwendung von Punkthaltern
aus dem Stand der Technik unterschiedlich weit von der entsprechenden Unterkonstruktion
herausragen. Eine entsprechende Angleichung der jeweiligen Außenflächen der einzelnen
plattenartigen Objekte erfolgt bei den Punkthaltern gemäß dem Stand der Technik durch
Verstellung der Halterung an der Unterkonstruktion, beispielsweise durch eine Verstellung
über eine Gewindestange.
[0003] Dabei muss beispielsweise bei der Befestigung an einer Wand ein Monteur abwechselnd
vor und hinter die Wand gehen, um den Abstand entsprechend einzustellen, was sehr
arbeits- und zeitintensiv ist.
[0004] Die
DE 20 2008 012 502 U1 offenbart einen Punkthalter zum Befestigen eines plattenartigen Objekts an einer
Unterkonstruktion, der ein Beschlagteil, an dem das plattenartige Objekt anlegbar
ist, ein Klemmbeschlagteil, das von der gegenüberliegenden Seite her an das plattenartige
Objekt anlegbar ist, einen Gelenkkopf und einen Sockelfortsatz umfasst, der zwischen
dem Beschlagteil und dem Gelenkkopf angeordnet ist. Das Klemmbeschlagteil ist dabei
mittels einer durch das plattenartige Objekt hindurchführbaren Klemmschraube an dem
Beschlagteil befestigbar. Das Beschlagteil wird mittels eines aufschraubbaren Lagerteils
am Gelenkkopf gehalten. Der Sockelfortsatz umfasst eine Lagermulde zum gelenkigen
Aufnehmen des Gelenkkopfs. Weiterhin umfasst der Punkthalter ein an der Unterkonstruktion
befestigbares, als Gewindestange ausgebildetes Verbindungselement, das an der dem
Beschlagteil zugewandten Seite mit dem Gelenkkopf und über den Gelenkkopf mit dem
Sockelfortsatz verbunden ist.
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung eines Punkthalters,
bei dem die Montage unterschiedlich dicker plattenartiger Objekte und insbesondere
die Positionierung des plattenartigen Objekts gegenüber der Unterkonstruktion vereinfacht
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Punkthalter mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Punkthalter ist das Punkthalter-Unterteil derart an dem Konsolenteil
befestigt, dass die Lage des Punkthalter-Unterteils bezüglich des Konsolenteils in
Richtung der Längsachse des Konsolenteils veränderbar ist.
[0008] Bei dem Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung wird folglich das zu befestigende
plattenartige Objekt zwischen dem Punkthalter-Unterteil und dem Punkthalter-Oberteil
befestigt, beispielsweise durch eine Klemmung bzw. eine Verspannung zwischen dem Punkthalter-Unterteil
und dem Punkthalter-Oberteil. Das Punkthalter-Unterteil, an dem das plattenartige
Objekt befestigt ist, ist gegenüber dem Konsolenteil verschiebbar verbunden. Somit
kann das an dem Punkthalter-Unterteil befestigte plattenartige Objekt gegenüber dem
Konsolenteil verschoben werden. Das Konsolenteil selber ist wiederum mittels eines
Verbindungselements mit der Unterkonstruktion verbunden. Folglich ist das an dem Punkthalter-Unterteil
befestigte plattenartige Objekt gegenüber der Unterkonstruktion verschiebbar, d.h.
der Abstand zwischen dem plattenartigen Objekt und der Unterkonstruktion kann verändert
werden, ohne die Befestigung des Punkthalters über das Verbindungselement an der Unterkonstruktion
zu verändern. Vielmehr kann der Abstand zwischen dem Punkthalter-Unterteil und der
Unterkonstruktion und somit der Abstand zwischen dem plattenartigen Objekt und der
Unterkonstruktion durch Verschieben des Punkthalter-Unterteils gegenüber dem Konsolenteil
verändert werden. Das Konsolenteil wiederum kann entweder starr mit dem Verbindungselement
verbunden sein oder kann verschiebbar mit dem Verbindungselement verbunden sein.
[0009] Eine verschiebbare Verbindung des Punkthalter-Unterteils mit dem Konsolenteil kann
beispielsweise durch eine Schraubverbindung beider Bauteile erreicht werden. So kann
beispielsweise das Konsolenteil ein Außengewinde aufweisen und das Punkthalter-Unterteil
kann ein entsprechendes Innengewinde aufweisen, so dass die Lage des Punkthalter-Unterteils
in Richtung der Längsachse des Konsolenteils über eine Schraubverbindung veränderbar
ist.
[0010] Wie bereits oben erwähnt kann auch die Verbindung zwischen dem Konsolenteil und dem
Verbindungselement verschiebbar sein. Eine entsprechende Verbindung lässt sich beispielsweise
dadurch realisieren, dass das Konsolenteil ein Innengewinde, und das Verbindungselement
ein entsprechendes Außengewinde aufweist. Das Verbindungselement lässt sich in diesem
Falle mit dem Konsolenelement über eine Schraubverbindung verbinden. Die Lageveränderung
des Konsolenteils gegenüber dem Verbindungselement erfolgt über ein Herein- bzw. Herausdrehen
des Verbindungselements aus dem Konsolenteil. Das Verbindungselement kann beispielsweise
eine Gewindestange sein.
[0011] Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, dass die Verbindung
zwischen dem Punkthalter-Unterteil und dem Konsolenteil über eine Schraubverbindung
realisiert ist. Weiterhin ist die vorliegende Erfindung auch nicht darauf beschränkt,
dass die Verbindung zwischen dem Konsolenteil und dem Verbindungselement durch eine
Schraubverbindung realisiert ist. Vielmehr kann die Verbindung zwischen dem Punkthalter-Unterteil
und dem Konsolenteil auch durch eine lösbare Klemmverbindung realisiert werden. Durch
Lösen der Klemmverbindung zwischen dem Punkthalter-Unterteil und dem Konsolenteil
lässt sich der Abstand zwischen dem Punkthalter-Unterteil und dem Konsolenteil und
somit der Abstand zwischen dem an dem Punkthalter-Unterteil befestigten plattenartigen
Objekt und der Unterkonstruktion verändern durch Lösen der Klemmung zwischen dem Punkthalter-Unterteil
und dem Konsolenteil, Verschieben des Punkthalter-Unterteils zu dem Konsolenteil und
erneuten Klemmen des Punkthalter-Unterteils mit dem Konsolenteil.
[0012] Gleiches gilt für die Verbindung zwischen dem Konsolenteil und dem Verbindungselement.
Die Verbindung zwischen dem Konsolenteil und dem Verbindungselement kann auch durch
eine lösbare Klemmverbindung realisiert werden. So kann eine Veränderung des Abstandes
zwischen dem Konsolenteil und dem Verbindungselement dadurch erreicht werden, dass
eine zwischen beiden Bauelementen realisierte Klemmverbindung gelöst wird, das Verbindungselement
in das Konsolenteil hineingeschoben oder aus diesem herausgezogen wird, und beide
Bauelemente erneut durch eine Klemmverbindung miteinander verbunden werden.
[0013] Wie bereits oben erwähnt erfolgt die Befestigung eines plattenartigen Objekts an
dem Punkthalter durch Klemmung bzw. Verspannung des plattenartigen Objekts zwischen
dem Punkthalter-Unterteil und dem Punkthalter-Oberteil. Eine Klemmung kann beispielsweise
dadurch realisiert werden, dass ein an dem Punkthalter-Unterteil angeordnetes plattenartiges
Objekt durch das Punkthalter-Oberteil dadurch geklemmt wird, dass das Punkthalter-Oberteil
über beispielsweise eine Schraube mit dem Konsolenteil verbunden wird, und dass das
Punkthalter-Oberteil durch die Schraube an das Punkthalter-Unterteil gedrückt wird.
Jedoch kann das Punkthalter-Oberteil auch über eine Schraube mit dem Punkthalter-Unterteil
verbunden und gegen das Punkthalter-Unterteil gedrückt werden.
[0014] Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht dahingehend beschränkt, dass die Befestigung
des plattenartigen Objekts durch eine Klemmung zwischen dem Punkthalter-Unterteil
und dem Punkthalter-Oberteil erfolgt. Eine Befestigung des plattenartigen Objekts
an dem Punkthalter-Unterteil kann auch beispielsweise durch eine Klebung des plattenartigen
Objekts an dem Punkthalter-Unterteil realisiert werden.
[0015] Wie bereits oben erwähnt kann es sich bei dem plattenartigen Objekt beispielsweise
um eine Glasscheibe handeln. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt.
Bei dem plattenartigen Objekt kann es sich auch um eine Marmorplatte, eine Granitplatte,
eine Steinplatte, eine Metallplatte, eine Kunststoffplatte oder eine Holzplatte handeln.
Jegliches plattenartiges Objekt lässt sich durch einen Punkthalter gemäß der vorliegenden
Erfindung an einer Unterkonstruktion befestigen, wobei der Abstand des plattenartigen
Objekts zu der Unterkonstruktion verändert werden kann, ohne die Befestigung des Verbindungselements
an der Unterkonstruktion zu verändern.
[0016] Mit Punkthaltern gemäß der vorliegenden Erfindung lässt sich ein plattenartiges Objekt
an einer Unterkonstruktion mit beliebiger Ausrichtung befestigen. Der Begriff Unterkonstruktion
sollte nicht dahingehend missverstanden werden, dass die Konstruktion, an dem das
plattenartige Objekt durch den Punkthalter zu befestigen ist, sich unterhalb des plattenartigen
Objekts befinden muss. Vielmehr kann beispielsweise bei einer horizontal ausgerichteten
Unterkonstruktion (beispielsweise eine Betondecke) ein plattenartiges Objekt durch
einen Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung auch unterhalb dieser so genannten
Unterkonstruktion befestigt werden. Eine entsprechende Anordnung ist beispielsweise
bei Vordächern bestehend aus einem plattenartigen Objekt oder mehreren plattenartigen
Objekten denkbar.
[0017] Der oben beschriebene Punkthalter kann ferner einen Gelenkkopf umfassen und das in
dem Punkthalter enthaltende Konsolenteil kann eine Lagerschale umfassen zum gelenkigen
Aufnehmen des Gelenkkopfs. Darüber hinaus kann das Verbindungselement mit dem Konsolenteil
über diesen Gelenkkopf verbunden sein.
[0018] Bei diesem Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Gelenkkopf in der
Lagerschale des Konsolenteils drehbar gelagert. Das Verbindungselement kann beispielsweise
am unterkonstruktionsseitigen Ende des Gelenkkopfs angeordnet sein. Dabei kann das
Verbindungselement mit dem Gelenkkopf einstückig ausgebildet sein. Jedoch ist die
vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt. Vielmehr kann das Verbindungselement
auch mit dem Gelenkkopf zweistückig ausgebildet sein. So kann das Verbindungselement
beispielsweise mit dem Gelenkkopf über eine Schraubverbindung oder eine Klemmverbindung
verbunden sein.
[0019] Gemäß dem soeben beschriebenen Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung können
bei nicht ganz ebenen Unterkonstruktionen plattenartige Objekte biegemomentfrei durch
mehrere Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung befestigt werden. Auch kann die
Orientierung der plattenartigen Objekte in einem gewissen Maß bzw. in einem gewissen
Rahmen eingestellt werden. Unter der Annahme, dass bei einem zur Fläche des plattenartigen
Objekts senkrechtem Verbindungselement der Punkthalter eine Verkippug von 0° aufweist,
kann mit einem Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung eine Verkippung beispielsweise
von -5° bis +5°, vorzugsweise von -10° bis +10°, weiter vorzugsweise von -15° bis
+ 15° und weiter vorzugsweise von -20° bis +20° realisiert werden. Auch größere Verkippungen
mit einem Punkthalter gemäß der vorliegenden Erfindung in einem Bereich von -90° bis
+90° sind möglich.
[0020] Auch bei dem zuletzt beschriebenen Punkthalter kann der Abstand zwischen dem plattenartigen
Objekt und der Unterkonstruktion dadurch verändert werden, dass der Abstand zwischen
dem Punkthalter-Unterteil und dem Konsolenteil verändert wird. Folglich kann der Abstand
zwischen dem plattenartigen Objekt und der Unterkonstruktion verändert werden, ohne
die Befestigung des Punkthalters über das Verbindungselement zu verändern.
[0021] Ferner kann der zuletzt beschriebene Punkthalter ein Sperrelement umfassen, das zwischen
dem Konsolenteil und dem Gelenkkopf angeordnet ist. Dabei weist das Sperrelement einen
Sperrelement-Durchgang auf. Weiterhin weist der Gelenkkopf einen Gelenkkopf-Durchgang
auf, in dem das Verbindungselement verschiebbar befestigt ist. Das Verbindungselement
ist durch den Gelenkkopf-Durchgang und durch den Sperrelement-Durchgang verschiebbar
bzw. hinein- und herausdrehbar, so dass eine Winkelposition zwischen dem Konsolenteil
und dem Verbindungselement fixierbar ist. Das Sperrelement kann ein separates Bauteil
sein, das zwischen dem Konsolenteil und dem Gelenkkopf angeordnet ist. Jedoch ist
die vorliegende Erfindung nicht hierauf begrenzt. Das Sperrelement kann auch einstückig
in dem Konsolenteil realisiert sein. In diesem Fall weist das Konsolenteil am unterkonstruktionsseitigen
Ende einen Durchgang auf, in den das Verbindungselement verschiebbar ein- und ausführbar
ist.
[0022] Bei dem zuletzt beschriebenen Punkthalter, bei dem der Winkel zwischen einem plattenartigen
Objekt und der Unterkonstruktion eingestellt werden kann, kann durch Hereindrehen
bzw. Hereinschieben des Verbindungselements durch den Durchgang im Gelenkkopf und
durch den Durchgang im Sperrteil der Punkthalter zu einem starren Punkthalter umfunktioniert
werden, ohne dass eine zusätzliche Einrichtung betätigt werden muss. Durch Hereinschieben
des Verbindungselements in das Sperrelement wird das Befestigungselement in der 0°-Stellung
fixiert. Durch Herausziehen bzw. Herausdrehen des Befestigungselements aus dem Sperrelement
wird aus dem starren Punkthalter wieder ein Punkthalter, bei dem der Winkel zwischen
dem Verbindungselement und dem Konsolenteil und somit dem Punkthalter-Unterteil wieder
variierbar ist.
[0023] Die vorliegende Erfindung ist aber nicht darauf beschränkt, dass durch Eindrehen
bzw. Einschieben des Verbindungselements in das Sperrelement der Punkthalter in der
0°-Stellung fixiert ist. Vielmehr kann das Sperrelement zwischen dem Konsolenteil
und dem Gelenkkopf so angeordnet sein, dass ein beliebiger Winkel zwischen -45° und
45° dadurch fixierbar wird, dass das Befestigungselement in das Sperrelement hineingeschoben
bzw. hineingedreht wird, wobei das Sperrelement entsprechend zwischen dem Befestigungselement
und dem Konsolenteil angeordnet ist. Der zuletzt beschriebene Punkthalter kann ferner
eine Blockiereinrichtung umfassen zum lösbaren Blockieren des Verbindungselements
in dem Gelenkkopfdurchgang, so dass im Falle eines Blockierens des Befestigungselements
dieses in dem Gelenkkopf-Durchgang nicht mehr verschiebbar ist.
[0024] Die Blockiereinrichtung lässt sich beispielsweise durch eine Schraube, vorzugsweise
eine Madenschraube realisieren, die durch den Gelenkkopf auf die Mantelfläche bzw.
auf die Wandung des Verbindungselements hereindrehbar bzw. herausdrehbar ist. Durch
ein Hereindrehen dieser Schraube, d.h. der Blockiereinrichtung, bis die Schraube die
Mantelfläche des Verbindungselements berührt, kann das Verbindungselement nicht mehr
gegenüber dem Gelenkkopf und somit auch nicht mehr gegenüber dem Konsolenteil verschoben
werden.
[0025] Durch ein Fixieren bzw. Blockieren des Verbindungselements im Gelenkkopf-Durchgang
wird verhindert, dass das Verbidungselement versehentlich durch die beiden Durchgänge
geschoben wird und aus dem gelenkigen Punkthalter ein starrer Punkthalter wird. Andererseits
kann durch einfaches Lösen der Blockiereinrichtung und durch Hereindrehen bzw. Einschieben
des Verbindungselements durch die beiden Durchgänge aus einem gelenkigen Punkthalter
ein starrer Punkthalter gemacht werden. Ein erneutes Zudrehen bzw. ein erneutes Blockieren
durch die Blockiereinrichtung ist nicht notwendig, damit der starre Punkthalter ein
starrer Punkthalter bleibt.
[0026] Bei dem zuletzt beschriebenen Punkthalter kann die Blockiereinrichtung beispielsweise
in dem Gelenkkopf angeordnet sein. Ein Vorteil einer entsprechenden Anordnung ist,
dass die Blockiereinrichtung bei einer Anordnung im Gelenkkopf wenig Bauraum benötigt.
[0027] Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt. Eine Blockiereinrichtung
könnte beispielsweise auch das Konsolenteil mit dem Verbindungselement verbinden bei
einer entsprechenden Geometrie des Konsolenteils, so dass das Verbindungselement gegenüber
dem Konsolenteil nicht mehr verschiebbar ist.
[0028] Bei den zuletzt beschriebenen Punkthaltern, die einen Gelenkkopf umfassen, können
die entsprechenden Punkthalter ferner einen Kugelgehäuseverschluss umfassen zum Verbinden
des Gelenkkopfes mit dem Konsolenteil.
[0029] Bei dem zuletzt beschriebenen Punkthalter kann der Kugelgehäuseverschluss am unterkonstruktionsseitigen
Ende einen Führungsabschnitt aufweisen zur Begrenzung der maximalen Gelenkbeweglichkeit
der Gelenkverbindung zwischen dem Konsolenteil und dem Verbindungselement.
[0030] Bei einem entsprechendem Punkthalter kann das Befestigungselement an dem Führungsabschnitt
entweder flächig oder lediglich an einem Punkt des Führungsabschnitts anliegen. Durch
eine entsprechende Ausgestaltung des Kugelgehäuseverschlusses kann gewährleistet werden,
dass der Winkel zwischen dem Verbindungselement und dem Konsolenteil in einem sicheren
Bereich verbleibt, d. h. dass die Verbindung zwischen der Unterkonstruktion und dem
an dem Punkthalter-Unterteil befestigtem plattenartigen Objekt nicht über einen vorbestimmten
Winkelbereich hinausgeht. Bei den zwei zuletzt beschriebenen Punkthaltern kann der
Gelenkkopf ferner knaufartig ausgebildet sein und einen zylindrischen Fortsatz aufweisen,
dessen Mantelfläche bei einem vorbestimmten Winkel zwischen dem Konsolenteil und dem
Verbindungselement an dem Führungsabschnitt des Kugelgehäuseverschlusses anliegt.
[0031] Bei diesem Punkthalter kann das Blockierelement beispielsweise im zylindrischen Fortsatz
des Gelenkkopfs angeordnet sein. Eine entsprechende Anordnung des Blockierelements
stellt eine platzsparende Realisierung dar. Der Vorteil eines entsprechend knaufartig
ausgebildeten Gelenkkopfs ist, dass der Verstellwinkel des Punkthalters dadurch begrenzt
wird, dass die Mantelfläche des zylindrischen Fortsatzes mit dem Führungsabschnitt
des Kugelgehäuseverschlusses bei einem vorgegebenen Winkel anliegt und nicht das Verbindungselement,
so dass ein eventuell auf der Mantelfläche des Verbindungselements befindliches Gewinde
durch Anliegen an dem Führungsabschnitt des Kugelgehäuseverschlusses nicht beschädigt
werden kann.
[0032] Bei dem vorletzt beschriebenen Punkthalter kann der Führungsabschnitt auch so ausgestaltet
sein, dass dieser eine Winkelbewegung des Verbindungselements in dem Kugelgehäuseverschluss
lediglich in einer Ebene zulässt.
[0033] So lässt sich mit einem entsprechenden Punkthalter beispielsweise ein Winkel zwischen
dem Verbindungselement und dem Konsolenelement von -55° bis 55° einstellen. Vorzugsweise
kann mit einem entsprechenden Punkthalter auch ein Winkel von 90° bis 90° eingestellt
werden. Dabei entspricht ein Winkel von 0° einem starren Punkthalter, bei dem das
Verbindungselement senkrecht zu dem plattenartigen Objekt steht.
[0034] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Punkthalters werden
aus der nachfolgenden Beschreibung von in den Figuren schematisch gezeigten Ausführungsbeispielen
ersichtlich. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- einen erfindungsgemäßen Punkthalter in Seitenansicht gemäß der ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2:
- einen Längsschnitt durch den in Figur 1 gezeigten Punkthalter entlang der Ebene D-D;
- Figur 3:
- einen Längsschnitt durch den in Figur 1 gezeigten Punkthalter in einer gekippten Anordnung;
- Figur 4:
- einen Längsschnitt durch einen Punkthalter gemäß einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung mit einem alternativ ausgestalteten Punkthalter-Oberteil;
- Figur 5:
- eine Seitenansicht eines Punkthalters gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung; und
- Figur 6:
- einen Längsschnitt durch den in Figur 5 gezeigten Punkthalter entlang der Ebene C-C.
[0035] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Punkthalter in Seitenansicht dargestellt. Figur
2 zeigt eine Schnittansicht entlang der Ebene D-D. Dabei bezeichnen gleiche Bezugszeichen
gleiche Bauelemente. Bezugnehmend auf Figur 2 wird nun die Funktionsweise eines erfindungsgemäßen
Punkthalters erklärt.
[0036] Der Punkthalter wird mittels dem Verbindungselement 12 an der Unterkonstruktion befestigt.
Dabei kann die nicht dargestellte Unterkonstruktion beispielsweise eine Wand oder
eine beliebige andere Tragekonstruktion sein. Das Befestigungselement 12 wird in einer
Durchgangsöffnung in der Unterkonstruktion hindurchgeführt und mittels zweier Unterlegscheiben
13 und zweier Klemmmuttern 14, beispielsweise 6-Kant-Muttern, mit der Unterkonstruktion
verspannt. Jedoch ist auch eine andere Befestigung des Verbindungselements 12 mit
der Unterkonstruktion möglich. So könnte beispielsweise das Verbindungselement 12
in der Unterkonstruktion verspreizt werden. Das Verbindungselement 12 ist in der in
Figur 2 gezeigten Ausführungsform über einen Gelenkkopf 2 mit einem Konsolenteil 1
verbunden. Jedoch ist die Verbindung des Verbindungselements 12 mit dem Konsolenteil
1 über den Gelenkkopf 2 nicht zwingend. Auch eine direkte Verbindung des Verbindungselements
12 und dem Konsolenteil 1 ist möglich, auch wenn zeichnerisch hier nicht dargestellt.
An dem Konsolenteil 1 ist ein Punkthalter-Unterteil 4 verschiebbar befestigt. In der
in Figur 2 gezeigten Ausführungsform ist die lageveränderbare Befestigung zwischen
den Konsolenteil 1 und dem Punkthalter-Unterteil 4 dadurch realisiert, dass das Konsolenteil
1 ein Außengewinde, und das Punkthalter-Unterteil 4 ein entsprechendes Innengewinde
aufweist. Das Punkthalter-Unterteil 4 kann somit durch eine Aufschraubung auf das
Konsolenteil 1 lageveränderbar befestigt werden. Ein in Figur 2 nicht dargestelltes
plattenartiges Objekt ist an dem Punkthalter-Unterteil 4 mittels eines Punkthalter-Oberteils
9 befestigbar. Das in Figur 2 gezeigte Punkthalter-Oberteil 9 weist eine zentrale
Senkkopfbohrung auf, in die ein Spannmittel 15, in diesem Fall eine Senkschraube 15,
eingelassen ist. Die Senkschraube 15 greift in ein Innengewinde des Konsolenteils
1 ein, so dass ein in Figur 2 nicht dargestelltes plattenartiges Objekt zwischen dem
Punkthalter-Oberteil 9 und dem Punkthalter-Unterteil 4 verspannt werden kann. Auf
den dem plattenartigen Objekt zugewandten Seiten des Punkthalter-Unterteils 4 und
des Punkthalter-Oberteils 5 sind jeweils Zwischenlagen 5 angeordnet, so dass das Punkthalter-Unterteil
4 und das Punkthalter-Oberteil 9 nicht direkt mit dem plattenartigen Objekt in Berührung
kommen. So werden beispielsweise bei aus Metall bestehenden Punkthalter-Unterteil
4 und Punkthalter-Oberteil 9 und einer Glasscheibe als plattenartigem Objekt Beschädigungen
an der Glasscheibe durch das Punkthalter-Unterteil 4 und das Punkthalter-Oberteil
9 aufgrund der Zwischenlage 5 vermieden. Dabei kann die Zwischenlage 5 beispielsweise
aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) hergestellt sein. Jedoch ist die vorliegende
Erfindung nicht darauf beschränkt, dass die Zwischenlage 5 aus EPDM gebildet ist.
Jegliches Material, das eine Dämpfung und einen Schutz von plattenartigen Objekten
wie Glasscheiben ermöglicht, kann für die Zwischenlage 5 verwendet werden.
[0037] Bei einer Befestigung eines plattenartigen Objekts durch einen erfindungsgemäßen
Punkthalter kann in dem plattenartigen Objekt eine Bohrung vorgesehen sein. In diese
Bohrung greift eine Hülse 7 des plattenartigen Objekts ein.
[0038] Diese Hülse 7 kann beispielsweise aus Polyoxymethylen (POM) bestehen. Jedoch ist
die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, dass die Hülse 7 aus POM gefertigt
wird. Vielmehr kann jegliches Material verwendet werden, das geeignet ist zum Halten
eines entsprechenden plattenartigen Objekts. So können unterschiedliche Materialien
für die Hülse 7 verwendet werden in Abhängigkeit des Materials, aus dem das plattenartige
Objekt gebildet ist.
[0039] Zur Erzeugung von beispielsweise einer Glasfassade werden üblicherweise mehrere Glasscheiben
an einer Unterkonstruktion befestigt. Werden beispielsweise Glasscheiben unterschiedlicher
Dicke an einer Unterkonstruktion oder einer Tragekonstruktion befestigt, dann weisen
die äußeren Oberflächen der Glasscheiben zu der Unterkonstruktion unterschiedliche
Abstände auf, so dass keine durchgehend glatte Ebene der Glasfassade erreicht wird.
Wenn die Glasscheiben unterschiedlicher Dicke, aus denen die Glasfassade gebildet
ist, mittels den in Figur 2 gezeigten Punkthaltern an einer Unterkonstruktion befestigt
sind, dann können die jeweiligen unterschiedlichen Außenflächen der einzelnen Glasscheiben
dadurch angeglichen werden, dass die jeweiligen Punkthalter-Unterteile 4 entsprechend
zu der Unterkonstruktion hin verschoben bzw. von der Unterkonstruktion weg verschoben
werden durch Hereindrehen bzw. Herausdrehen der Punkthalter-Unterteile 4 von den jeweiligen
Konsolenteile 1. Folglich kann durch Verwenden von erfindungsgemäßen Punkthaltern
auch bei Verbauung von plattenartigen Objekten unterschiedlicher Dicke eine durchgehend
ebene Oberfläche einer entsprechend erzeugten Fassade gewährleistet werden.
[0040] Bei dem in den Figuren 1 und 2 gezeigtem Punkthalter kann das Verbindungselement
12 gegenüber den Konsolenteil 1 verkippt werden. Die Verkippung wird dadurch erreicht,
dass das Konsolenteil 1 an dem unterkonstruktionsseitigen Ende eine Lagerschale aufweist
zum gelenkigen Aufnehmen eines Gelenkkopfes 2. Das Verbindungselement 12 ist mit dem
Gelenkkopf 2 verbunden. Bei dem in Figur 2 gezeigten Punkthalter ist das Verbindungselement
12 in den Gelenkkpf 2 mittels einer Schraubverbindung verbunden. Dafür muss das Verbindungselement
12 ein Außengewinde aufweisen und der Gelenkkopf 2 muss ein entsprechendes Innengewinde
aufweisen. Das so mittels dem Gelenkkopf 2 mit dem Konsolenelement 1 verbundene Verbindungselement
12 kann gegenüber dem Konsolenteil 1 verkippt werden. Figur 1 zeigt gestrichpunktet
das Verbindungselement 12 mit deren angebrachten Unterlegscheiben 13 und 6-Kant-Muttern
14 Verkippungen des Verbindungselements 12 gegenüber dem Konsolenelement 1. Dabei
wird der maximale Winkel, um den das Verbindungselement 12 gegenüber dem Konsolenteil
1 und somit auch gegenüber dem plattenartigen Objekt verkippt werden kann, durch einen
Kugelgehäuseverschluss 3 begrenzt. Das Kugelgehäuse 3 hält den Gelenkkopf 2 an der
entsprechenden Lagerschale des Konsolenteils 1 und verhindert eine entsprechende Lösung
beider Bauteile. Der Kugelgehäuseverschluss 3 weist unterkonstruktionsseitig einen
Führungsabschnitt 31 auf, an dem der Gelenkkopf bei einer vorgegebenen Winkelauslenkung
anliegen kann. Dadurch wird der Winkel zwischen dem Verbindungselement 12 und dem
Konsolenteil 1 begrenzt. Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der
Gelenkkopf 2 unterkonstruktionsseitig einen zylindrischen Fortsatz 21 auf, der bei
einer vorgegebenen Winkelauslenkung an dem Führungsabschnitt 31 des Kugelgehäuseverschlusses
3 anliegt. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht hierauf beschränkt. Der Gelenkkopf
3 muss nicht notwendiger Weise einen zylindrischen Fortsatz 21 aufweisen. Auch muss
der Kugelgehäuseverschluss 3 nicht notwendiger Weise einen Führungsabschnitt 31 aufweisen.
So kann beispielsweise der Kugelgehäuseverschluss 3 zylindrisch geformt sein und sich
in Richtung der Unterkonstruktion erstrecken. Bei einer vorgegebenen Auslenkung des
Verbindungselements 12 würde dieses an der Innenkante des Kugelgehäuseverschlusses
3 anliegen, wodurch eine Begrenzung des Verkippungswinkels zwischen dem Verbindungselement
12 und dem Konsolenteil 1 erreicht wird.
[0041] Figur 3 zeigt den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Punkthalter in einer Schnittansicht,
wobei das Verbindungselement 12 gegenüber dem Konsolenteil 1 verkippt ist. Aus Figur
3 ist ersichtlich, dass bei einem vorbestimmten Winkel der zylindrische Fortsatz 21
des Gelenkkopfes 2 an dem Führungsabschnitt 31 des Kugelgehäuseverschlusses 3 anliegt.
Dadurch wird der Verkippungswinkel zwischen dem Verbindungselement 12 und dem Konsolenteil
1 begrenzt. Dadurch, dass der zylindrische Fortsatz 21 an dem Führungsabschnitt 31
anliegt und nicht das Außengewinde des Verbindungselements 12 an dem Führungsabschnitt
31 anliegt, wird das Außengewinde des Verbindungselements 12 vor Beschädigungen geschützt.
[0042] Bei dem in den Figuren 2 und 3 dargestellten Punkthalter ist ein Sperrelement 6 zwischen
dem Konsolenteil 1 und dem Gelenkkopf 2 angeordnet. Dabei weist das Sperrelement 6
einen Sperrelement-Durchgang auf, der so dimensioniert ist, dass das Verbindungselement
12 durch diesen Durchgang hindurch geschoben bzw. gedreht werden kann. Auch weist
der Gelenkkopf 2, wie bereits oben erwähnt, einen entsprechenden Gelenkkopf-Durchgang
auf, in dem das Verbindungselement 12 beispielsweise mittels einer Schraubverbindung
befestigt ist. Wenn der Punkthalter die in Figur 2 gezeigte Stellung aufweist, d.
h. wenn keine Verkippung zwischen dem Verbindungselement 12 und dem Konsolenteil 1
vorliegt, dann kann das Verbindungselement 12 durch das Sperrelement 6 hindurch geschoben
bzw. gedreht werden, so dass eine anschließende Verkippung des Verbindungselements
12 gegenüber dem Konsolenteil 1 nicht mehr möglich ist. Durch ein Herausziehen bzw.
Herausdrehen des Verbindungselements 12 aus dem Sperrelement 6 kann aus dem starren
Punkthalter wieder ein verkippbarer Punkthalter gemacht werden.
[0043] Das Verbindungselement 6 kann auch einstückig in dem Konsolenteil 1 realisiert sein.
Dafür muss das Konsolenteil 1 am unterkonstruktionsseitigen Ende eine Öffnung mit
einer gewissen Dicke aufweisen, durch die das Verbindungselement 12 geschoben bzw.
hereingedreht werden kann. Aber auch eine zweistückige Realisierung ist möglich. Wie
in den Figuren 2 und 3 zu sehen ist, ist das Sperrelement 6 in einer entsprechenden
Tasche des Konsolenteils 1 angeordnet.
[0044] Aus Figur 3 ist ersichtlich, dass bei einer Verkippung des Verbindungselements 12
gegenüber dem Konsolenteil 1 das Verbindungselement 12 nicht mehr durch das Sperrelement
6 hindurch geschoben bzw. hinein gedreht werden kann.
[0045] Bei dem in den Figuren 2 und 3 dargestellten Punkthalter ist in dem zylindrischen
Fortsatz 21 des Gelenkkopfes 2 eine Blockiereinrichtung 11 angeordnet. Bei den in
den Figuren 2 und 3 dargestellten Punkthaltern besteht die Blockiereinrichtung 11
aus einer Madenschraube, die gegen das Verbindungselement 12 geschoben bzw. gedreht
werden kann. Somit kann das Verbindungselement 12 durch die Blockiereinrichtung 11
blockiert werden und nicht mehr hin und her geschoben bzw. herein und heraus gedreht
werden. So kann verhindert werden, dass das Verbindungselement 12 versehentlich durch
das Sperrelement 6 hindurch geschoben bzw. hineingedreht wird. Es kann somit verhindert
werden, dass versehentlich aus einem beweglichen bzw. verkippbaren Punkthalter ein
starrer Punkthalter gemacht wird.
[0046] Durch Lösen der Blockiereinrichtung 11 bzw. der Madenschraube 11 kann die Blockade
des Verbindungselements 12 aufgehoben werden, und bei einer entsprechenden Stellung
des Verbindungselements 12 zu dem Sperrelement 6 kann das Verbindungselement 12 durch
das Verbindungselements 6 hindurch geschoben bzw. hinein gedreht werden, so dass aus
dem verkippbaren Punkthalter ein starrer Punkthalter wird. Wenn das Verbindungselement
12 durch das Sperrelement 6 hindurch geschoben bzw. hinein gedreht ist, muss die Blockiereinrichtung
11 nicht erneut betätigt werden, damit der starre Punkthalter ein starrer Punkthalter
bleibt.
[0047] Der in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Punkthalter ist ein so genannter erhabener Punkthalter,
bei dem das Punkthalter-Oberteil 9 auf dem plattenartigen Objekt aufliegt. Figur 4
zeigt einen Senkpunkthalter gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung, bei dem
das Punkthalter-Oberteil 9 in eine dafür vorgesehene Senköffnung im plattenartigen
Objekt eingelassen ist. Dadurch ragt das Punkthalter-Oberteil 9 nicht aus der Ebene
bzw. aus der Fläche des Plattenartigen Objekts heraus. Die sonstige Funktionsweise
des in Figur 4 dargestellten Punkthalters ist identisch mit der Funktionsweise des
in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Punkthalters und die entsprechenden Bauelemente sind
mit den gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 3 bezeichnet.
[0048] Figur 5 zeigt einen Seitenansicht eines Punkthalters gemäß der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Figur 6 zeigt einen Längsschnitt durch den in Figur 5
gezeigten Punkthalter entlang der Ebene C-C. Der in den Figuren 5 und 6 gezeigte Punkthalter
unterscheidet sich von denjenigen in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Punkthaltern dadurch,
dass der Führungsabschnitt 31 des Kugelgehäuseverschlusses 3 so ausgestaltet ist,
dass der Führungsabschnitt 31 eine Winkelbewegung des Verbindungselements 12 in dem
Kugelgehäuseverschluss 17 lediglich in einer Ebene zulässt.
[0049] Durch den in den Figuren 5 und 6 gezeigten Punkthalter wird eine erhöhte Stabilität
erreich, und ein vergrößerter Kippwinkel zwischen dem Verbindungselement 12 und dem
Konsolenteil 1 kann erreicht werden. So kann mit dem in den Figuren 5 und 6 dargestellten
Punkthalter beispielsweise eine Verkippung zwischen dem Verbindungselement 12 und
dem Konsolenteil zwischen -90° bis +90° realisiert werden.
[0050] Der in den Figuren 5 und 6 gezeigte Punkthalter kann beispielsweise eingesetzt werden
zur Befestigung von Glasscheiben bzw. anderen plattenartigen Objekten bei einem Vordach.
[0051] Die übrige Funktionsweise des in den Figuren 5 und 6 dargestellten Punkthalters ist
identisch mit der Funktionsweise der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Punkthalter,
so dass eine entsprechende Beschreibung der einzelnen Bauelemente weggelassen wird.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Konsolenteil
- 2
- Gelenkkopf
- 3
- Kugelgehäuseverschluss
- 4
- Punkthalter-Unterteil
- 5
- Zwischenlage
- 6
- Sperrelement
- 7
- Hülse
- 9
- Punkthalter-Oberteil
- 10
- Abdeckkappe
- 11
- Blockiereinrichtung
- 12
- Verbindungselement
- 13
- Unterlegscheibe
- 14
- Mutter (hier 6-Kant-Mutter)
- 15
- Spannmittel (hier 6-Kant-Schraube)
- 17
- Kugelgehäuseverschluss
- 18
- Gelenkkopf
- 21
- zylindrischer Fortsatz
- 31
- Führungsabschnitt
1. Punkthalter zum Befestigen eines plattenartigen Objekts an einer Unterkonstruktion,
umfassend:
- ein Punkthalter-Unterteil (4), an dem das plattenartige Objekt anlegbar ist;
- ein Punkthalter-Oberteil (9), das von der gegenüberliegenden Seite her an das plattenartige
Objekt anlegbar ist;
- einen Gelenkkopf (2, 18);
- ein Konsolenteil (1), das zwischen dem Punkthalter-Unterteil (4) und dem Gelenkkopf
(2, 18) angeordnet ist,
- wobei das Punkthalter-Oberteil (9) mittels eines durch das plattenartige Objekt
hindurchgeführten Befestigungselements (15) an dem Punkthalter-Unterteil (4) oder
dem Konsolenteil (1) befestigbar ist;
- das Konsolenteil (1) umfasst eine Lagerschale zum gelenkigen Aufnehmen des Gelenkkopfes
(2, 18); und
- ein an der Unterkonstruktion befestigbares Verbindungselement (12), das an der dem
Punkthalter-Unterteil (4) zugewandten Seite mit dem Gelenkkopf (2, 18) und über den
Gelenkkopf (2, 18) mit dem Konsolenteil (1) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Punkthalter-Unterteil (4) derart an dem Konsolenteil (1) befestigt ist, dass
die Lage des Punkthalter-Unterteils (4) bezüglich des Konsolenteils (1) in Richtung
der Längsachse des Konsolenteils (1) veränderbar ist.
2. Punkthalter nach Anspruch 1, ferner umfassend ein Sperrelement (6), das zwischen dem
Konsolenteil (1) und dem Gelenkkopf (2, 18) angeordnet ist und einen Sperrelement-Durchgang
aufweist, wobei der Gelenkkopf (2, 18) einen Gelenkkopf-Durchgang aufweist, in dem
das Verbindungselement (12) verschiebbar befestigt ist, und wobei das Verbindungselement
(12) durch den Gelenkkopf-Durchgang und durch den Sperrelement-Durchgang verschiebbar
ist, so dass eine Winkelposition zwischen dem Konsolenteil (1) und dem Verbindungselement
(12) fixierbar ist.
3. Punkthalter nach Anspruch 2, ferner umfassend eine Blockiereinrichtung (11) zum lösbaren
Blockieren des Verbindungselements (12) in dem Gelenkkopf-Durchgang, so dass im Falle
eines Blockierens des Befestigungselements (12) dieses in dem Gelenkkopf-Durchgang
nicht verschiebbar ist.
4. Punkthalter nach Anspruch 3, wobei die Blockiereinrichtung (11) in dem Gelenkkopf
(2, 18) angeordnet ist.
5. Punkthalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner umfassend einen Kugelgehäuseverschluss
(3, 17) zum Verbinden des Gelenkkopfes (2, 18) mit dem Konsolenteil (1).
6. Punkthalter nach Anspruch 5, wobei der Kugelgehäuseverschluss (3, 17) am unterkonstruktionsseitigen
Ende einen Führungsabschnitt (31) aufweist zur Begrenzung der maximalen Gelenkbeweglichkeit
der Gelenkverbindung zwischen dem Konsolenteil (1) und dem Verbindungselement (12).
7. Punkthalter nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei der Gelenkkopf (2) knaufartig
ausgebildet ist und einen zylindrischen Fortsatz (21) aufweist, dessen Mantelfläche
bei einem vorbestimmten Winkel zwischen Konsolenteil (1) und Verbindungselement (12)
an dem Führungsabschnitt (31) des Kugelgehäuseverschlusses (3) anliegt.
8. Punkthalter nach Anspruch 6, wobei der Führungsabschnitt (31) so ausgestaltet ist,
dass der Führungsabschnitt (31) eine Winkelbewegung des Verbindungselements (12) in
dem Kugelgehäuseverschluss (3, 17) lediglich in einer Ebene zulässt.