| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 985 574 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
08.02.2012 Patentblatt 2012/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Steuerungsanordnung zum parallelen Betreiben von mindestens zwei Kettenzügen
Control device for operating at least two chain hoists in parallel
Agencement de commande destiné au fonctionnement parallèle d'au moins deux palans
à chaînes
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.04.2007 DE 102007019959
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.10.2008 Patentblatt 2008/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Demag Cranes & Components GmbH |
|
58300 Wetter (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Kortmann, Peter
58300 Wetter (DE)
- Freitag, Holger
44894 Bochum (DE)
- Persico, Giuliano
58300 Wetter (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Moser & Götze |
|
Patentanwälte
Paul-Klinger-Strasse 9 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 147 158 JP-U- 52 080 961
|
DE-A1- 10 339 440
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerungsanordnung zum parallelen Betreiben von mindestens
zwei Kettenzügen.
[0002] Es ist allgemein bekannt, zwei Kranhubwerke gleichzeitig in einem sogenannten Tandembetrieb
zum Heben von schweren und/oder langen Lasten zu benutzen. Hierbei hängt die Last
an zwei Lastaufnahmemitteln, die jeweils von einem eigenen Kranhubwerk angehoben bzw.
abgesenkt werden. Durch verschiedenste Ursachen kann es zu einem Verlassen der horizontalen
Lage der Last kommen. Eine derartige Schiefstellung der Last könnte zum Beispiel bei
langen Gütern, die üblicher Weise über Anschlagmittel wie Schlaufen an dem Lastaufnahmemittel
aufgehängt sind, zu einem Herausrutschen der Last aus den Anschlagmitteln führen.
Derartige gefährliche Zustände gilt es zu vermeiden.
[0003] Zu diesem Thema ist es beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 31 47 158 A1 bekannt, zwei Kranhubwerke für den Tandembetrieb über eine gemeinsame Steuervorrichtung
zu verbinden. Diese Steuervorrichtung hat die Aufgabe, die zuvor beschriebene Schiefstellung
zu verhindern. Hierfür ist auf einer Lasttraverse, die an Lastaufnahmemitteln der
beiden Kranhubwerke aufgehängt ist, ein Sensor angeordnet. Über diesen Sensor wird
die Lage der Lasttraverse bestimmt. Für den Fall, dass die Lasttraverse ihre gewünschte
horizontale Lage verlässt, wird eines der beiden Kranhubwerke angehalten und mit dem
anderen Kranhubwerk die Lasttraverse wieder in die horizontale Lage bewegt.
[0004] Außerdem sind aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 103 39 440 A1 Kettenzüge mit einem elektrischen Antriebsmotor bekannt, der abtriebsseitig über
eine Rutschkupplung mit einem Getriebe verbunden ist. An dem Getriebe befindet sich
abriebsseitig ein Kettenrad, um das die Kette umläuft. An der Kette ist in üblicher
Weise an einem Ende ein Lastaufnahmemittel befestigt. Um einen sicheren Betrieb des
Kettenzuges mit der Rutschkupplung zu gewährleisten, ist in dem Antriebsstrang zwischen
der Rutschkupplung und dem Kettenrad eine Bremse angeordnet, die elektrisch gelüftet
ist. Des Weiteren ist ein Sensor vorgesehen, der die Drehzahl hinter der Rutschkupplung
ermittelt. Die Drehzahl vor der Rutschkupplung also die des Antriebsmotors aus den
Betriebsdaten des elektrischen Antriebsmotors ermittelt wird. Bei Feststellung einer
Abweichung der beiden Drehzahlen voneinander unter der Berücksichtigung von Toleranzen
und des Übersetzungsverhältnisses des Getriebes, wird der Motor abgeschaltet und die
Bremse greift ein. Durch die Überwachung der beiden Drehzahlen kann einerseits eine
Überlastung der Rutschkupplung und andererseits auch ein Heißlaufen der Bremse vermieden
werden.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Steuervorrichtung zum sicheren parallelen Betreiben von mindestens
zwei Kettenzügen zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Steuervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Steuervorrichtung sind in den Ansprüchen
2 bis 4 angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird bei einer Steuerungsanordnung zum parallelen Betreiben von mindestens
zwei Kettenzügen, wobei jeder Kettenzug einen elektrischen Antriebsmotor, der über
eine Rutschkupplung auf ein Getriebe wirkt, und eine hinter der Rutschkupplung auf
das Getriebe wirkende Bremse umfasst, mit einer jedem Antriebsmotor und jeder Bremse
zugeordneten Steuerung, ein sicherer Parallel-Betrieb von mindestens zwei Kettenzügen
dadurch erreicht, dass die Bremsen derart untereinander elektrisch verbunden sind,
dass eine in Eingriff gebrachte Bremse eines Kettenzugs bewirkt, dass eine Bremse
eines weiteren Kettenzugs in Eingriff gebracht wird. Somit werden kaskadenartig alle
Kettenzüge nacheinander gebremst, wenn von nur einem der Kettenzüge die Bremse anspricht.
[0008] Um dieses Ziel zu erreichen, ist schaltungstechnisch vorgesehen, dass die Bremse
eines Kettenzugs über einen ersten Elektromagneten, der mit der jeweiligen Bremse
und der jeweiligen Steuerung verbunden ist, angesteuert ist und jeder Steuerung ein
Steuerungsmodul zugeordnet ist, das in Abhängigkeit des Schaltungszustandes des ersten
Elektromagnets die Bremse eines anderen Kettenzugs ansteuert.
[0009] Konstruktiv besonders einfach ist, dass jedes Steuerungsmodul aus einem zweiten Elektromagneten
und einem Schaltelement besteht, der zweite Elektromagnet mit dem ersten Elektromagnet
parallel geschaltet ist, und das jeweilige Schaltelement den ersten Elektromagnet
eines anderen Kettenzugs steuert.
[0010] Vorteilhafte Weise ist vorgesehen, dass alle Steuerungen über einen gemeinsamen Steuerschalter
angesteuert sind.
[0011] Nachfolgend ist die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung von drei für einem Parallel-Betrieb zusammen
geschalteten Kettenzügen und
Figur 2 einen schematischen Schaltplan für eine Kettenzuganordnung gemäß Fig. 1.
[0012] In der Figur 1 sind schematisch drei Kettenzüge 1a, 1 b und 1 c mit elektrischen
Antriebsmotoren 2 dargestellt, die jeweils über eine Steuerung 3a, 3b und 3c nach
Art eines Tandembetriebes in einem Parallel-Betrieb gemeinsam angesteuert werden.
Hierfür sind die Steuerungen 3a, 3b und 3c ausgangsseitig jeweils über eine Steuerleitung
4a, 4b und 4c mit dem Antriebsmotoren 2 des jeweiligen der drei Kettenzüge 1a, 1 b
und 1 c verbunden. Eingansseitig sind die Steuerungen 3a, 3b und 3c über ein Signalleitungen
5a, 5b und 5c mit einem gemeinsamen Steuerschalter 6 verbunden, der in üblicher Weise
als Hängeschalter mit einer Mehrzahl von Tastschaltern für die einzelnen Bewegungen
der Kettenzüge 1a, 1 b und 1 c wie beispielsweise Heben und Senken einer Last 7 sowie
etwaige Verfahrbewegungen der Kettenzüge 1 a, 1 b und 1 c und dies jeweils in verschiedenen
Geschwindigkeitsstufen versehen ist.
[0013] Neben dem Antriebsmotor 2 und den Steuerungen 3a, 3b und 3c weist jeder der Kettenzüge
1a, 1 b und 1 c eine ausgangsseitig dem Antriebsmotor 2 zugeordnete Rutschkupplung
8 auf, die wiederum ausgangsseitig mit einem Getriebe 9 verbunden ist. An dem Getriebe
9 ist ausgangsseitig ein Kettenrad 10 befestigt, über das in üblicher Weise eine Kette
11 läuft, an deren einem Ende ein Lastaufnahmemittel 12 in Form eines Hakens aufgehängt
ist. An den drei Lastaufnahmemitteln 121 der jeweiligen Kettenzüge 1a, 1 b und 1 c
ist eine gemeinsame Last 7 aufgehängt.
[0014] Zusätzlich weist jeder der Kettenzüge 1 a, 1 b und 1 c eine elektrisch betätigte
Bremse 13 auf, die aus Richtung des Antriebsmotors 6 gesehen, hinter der Rutschkupplung
7 im Bereich des Getriebes 8 oder des Kettenrades 10 angreift. Über diese Bremse 13
kann somit sichergestellt werden, dass bei einem Versagen der Rutschkupplung 8 ein
Abstürzen der Last 7 verhindert werden kann. Andererseits ermöglicht die Rutschkupplung
8, den elektrischen Antriebsmotor 2 vor Überlastungen zu schützen.
[0015] Zur Überwachung des Betriebes des jeweiligen Kettenzuges 1a, 1 b und 1 c und dem
Schutz der Rutschkupplung 8 und der Bremse 13 ist im Bereich des Getriebes 9 - also
wiederum vom Antriebsmotor 2 aus gesehenen hinter der Rutschkupplung 8 - ein erster
Sensor 14a, 14b und 14c vorgesehen, mit dem die Drehzahl einer der Wellen des Getriebes
9 gemessen wird. Zusätzlich wird über die jeweilige Steuerung 3a, 3b und 3c auch die
Drehzahl des Antriebsmotors 2 ermittelt. Die Drehzahlermittlung des Antriebsmotors
2 kann über einen weiteren, an dem Antriebsmotor 2 angeordneten zweiten Sensor 15a,
15b und 15c erfolgen oder aus den Betriebsdaten des Antriebsmotors 2 ermittelt werden.
Bei drehzahlgesteuerten Kettenzügen 1 a, 1 b und 1c, deren Antriebsmotor 2 über einen
Frequenzumrichter angesteuert ist, ist der zweite Sensor 15a, 15b und 15c vorgesehen.
Bei als Asynchronmotoren ausgebildeten Antriebsmotoren 2, die in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen
betrieben werden können, kann die Motrodrehzahl aus den Betriebsdaten des Antriebsmotors
2 oder über den zweiten Sensor 15a, 15b und 15c ermittelt werden. Während des Betriebes
des Kettenzuges 1 a, 1 b und 1 c erfolgt in der jeweiligen Steuerung 3a, 3b und 3c
ein Vergleich, der von dem ersten Sensor 14a, 14b und 14c ermittelten Drehzahl und
der ermittelten Motordrehzahl unter Berücksichtigung von Toleranzen und des Übersetzungsverhältnisses
innerhalb des Getriebes 9. Sollte dieser Vergleich zum Ergebnis haben, dass die Getriebedrehzahl
und die Motordrehzahl voneinander abweichen, wird der Antriebsmotor 2 abgeschaltet
und die Bremse 13 greift ein, so dass der Kettenzug 1 a, 1 b und 1 c stillgesetzt
und die Last 7 sicher gehalten wird. Das Lüften der Bremse 13 erfolgt in üblicher
Weise elektromagnetisch über einen Elektromagneten 16a, 16b und 16c, der mit der jeweiligen
Steuerung 3a, 3b und 3c verbunden ist.
[0016] Um nun im Falle des Parallel-Betriebes von mindestens zwei, im vorliegenden Fall
drei Kettenzügen 1a, 1 b und 1 c miteinander zu vermeiden, dass nur einer der drei
Kettenzüge 1 a, 1 b und 1 c über, in üblicher Weise an den Kettenzügen 1 a, 1b und
1 c vorhandenen aber nicht dargestellten Hubweg- und/oder Hublastbegrenzern oder einem
Ansprechen der Rutschkupplung 8 stillgesetzt werden, ohne die beiden anderen Kettenzüge
1a, 1 b und 1 c entsprechend zu stoppen, bedarf es üblicher Weise einer übergeordneten
Steuerung. Im vorliegenden Fall wird diese übergeordnete Steuerungsaufgabe von der
jeweiligen Steuerung 3a, 3b und 3c zugeordneten Steuerungsmodulen 17a, 17b und 17c
übernommen, die über Parallel-Betriebsleitungen 18, 19 und 20 im Form einer geschlossenen
Kaskade miteinander verbunden sind. Demnach ist das Steuerungsmodul 17a über die Parallel-Betriebsleitungen
18 mit dem Steuerungsmodul 17c, das Steuerungsmodul 17b über die Parallel-Betriebsleitungen
19 mit dem Steuerungsmodul 17a und das Steuerungsmodul 17c über die Parallel-Betriebsleitungen
20 mit dem Steuerungsmodul 17b verbunden. Mit Hilfe dieser Steuerungsmodule 17a, 17b
und 17c wird nach Ansprechen einer Bremse 13 - also dem Stromlos-Schalten eines Elektromagnets
16a, 16b und 16c - über die jeweiligen Parallel-Betriebsleitungen 18, 19 und 20 auch
der Elektromagnet 16a, 16b und 16c der benachbarten Bremse 13 stromlos geschaltet.
Das hat zur Folge, dass das diese nun stromlos geschalteten Bremse 13 zugeordnete
Steuerungsmodul 17c nun auch den Elektromagnet 16b der benachbarten Bremse 13 stromlos
schaltet, so dass alle drei Bremsen 13 sich im Engriff befinden.
[0017] Somit sind die Kettenräder 10 der jeweiligen Kettenzüge 1 a, 1 b und 1 c über die
jeweils zugeordnete Bremse 13 angehalten, wobei jedoch nur der Antriebsmotor 2 des
zuerst angehaltenen Kettenzuges 1a auch sofort angehalten wurde, da die Abschaltung
über die Hubweg- und/oder Hublastbegrenzern oder einem Ansprechen der Rutschkupplung
8 erfolgte. Die Antriebsmotoren 2 der folgenden Kettenzüge 1 b und 1 c werden erst
über die Überwachung der Motor- und Getriebedrehzahl nach Eingreifen den zugeordneten
Bremse 13 abgeschaltet.
[0018] Anhand der Figur 2, die einen schematischen Schaltplan einer Steuerungsanordnung
für drei miteinander verbundenen Kettenzüge 1 a, 1 b und 1 c zeigt, werden die Ausgestaltung
und die Funktionsweise der Steuerungsmodule 17a, 17b und 17c näher erläutert. Jedes
der Steuerungsmodule 17a, 17b und 17c besteht im Wesentlichen aus einem Schaltelement
21 a, 21 b und 21 c, das Bestandteil eines Relais mit einem parallel zum ersten Elektromagneten
16a, 16b und 16c der Bremse 13 geschalteten zweiten Elektromagneten 22a, 22b und 22c
ist.
[0019] Der erste Elektromagnet 16a, 16b und 16c und der zweite Elektromagnet 22a, 22b und
22c sind über eine positive Speiseleitung 23a, 23b und 23c und über eine negative
Speiseleitung 24a, 24b und 24c mit der zugehörigen Steuerung 3a, 3b und 3c verbunden
und werden über die Steuerung 3a, 3b und 3c je nach Schaltungszustand der zugehörigen
Bremse 13 mit Strom versorgt oder nicht. Hierbei läuft die positive Speiseleitung
23a, 23b und 23c zu dem Eingang des ersten Elektromagnets 16a, 16b und 16c und dem
Eingang des zweiten Elektromagnets 22a, 22b und 22c. Der Ausgang des ersten Elektromagnets
16a, 16b und 16c ist mit einem ersten Strang 19a, 20a und 18a der jeweiligen Parallel-Betriebsleitung
19, 20 und 18 mit dem Eingang des Schaltelements 21 b, 21 c und 21 a des benachbarten
Kettenzugs 1 a, 1 b und 1 c verbunden. Der Ausgang des Schaltelements 21 b, 21 c und
21 a dieses benachbarten Kettenzugs 1 a, 1b und 1 c ist mit einem zweiten Strang 19b,
20b und 18b der jeweiligen Parallel-Betriebsleitung 19, 20 und 18 mit dem Ausgang
des zweiten Elektromagnets 22a, 22b und 22c und der negativen Speiseleitung 24a, 24b
und 24c verbunden.
[0020] Demnach ist beispielsweise der Stromkreis für den ersten Elektromagnet 16a und den
zweiten Elektromagnet 22a geschlossen, der die positive Speiseleitung 23a, den ersten
Strang 19a der Parallel-Betriebsleitung 19, den zweiten Strang 19b der jeweiligen
Parallel-Betriebsleitung 19 und die negative Speiseleitung 24a umfasst, wenn das Schaltelement
21 b geschlossen ist.
[0021] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Erfindung zwar an Hand eines Parallel-Betriebs
mit drei Kettenzügen 1a, 1 b und 1 c beschrieben, jedoch ist das Prinzip der Erfindung
auch einfach auf einen Tandem-Betrieb oder einen Parallel-Betrieb mit mehr als drei
Kettenzügen 1a, 1 b und 1 c anwendbar.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1a, 1b, 1c
- Kettenzug
- 2
- Antriebsmotor
- 3a, 3b, 3c
- Steuerung
- 4a, 4b, 4c
- Steuerleitung
- 5a, 5b, 5c
- Signalleitung
- 6
- Steuerschalter
- 7
- Last
- 8
- Rutschkupplung
- 9
- Getriebe
- 10
- Kettenrad
- 11
- Kette
- 12
- Lastaufnahmemittel
- 13
- Bremse
- 14a, 14b, 14c
- erster Sensor
- 15a, 15b, 15c
- zweiter Sensor
- 16a, 16b, 16c
- erster Elektromagnet
- 17a, 17b, 17c
- Steuerungsmodul
- 18
- erste Parallel-Betriebsleitung
- 18a
- erster Strang
- 18b
- zweiter Strang
- 19
- zweite Parallel-Betriebsleitung
- 19a
- erster Strang
- 19b
- zweiter Strang
- 20
- dritte Parallel-Betriebsleitung
- 20a
- erster Strang
- 20b
- zweiter Strang
- 21 a, 21 b, 21 c
- Schaltelement
- 22a, 22b, 22c
- zweiter Elektromagnet
- 23a, 23b, 23c
- positive Speiseleitung
- 24a, 24b, 24c
- negative Speiseleitung
1. Steuerungsanordnung zum parallelen Betreiben von mindestens zwei Kettenzügen (1a,
1b, 1c), wobei jeder Kettenzug (1a, 1b, 1c) einen elektrischen Antriebsmotor (2),
der über eine Rutschkupplung (8) auf ein Getriebe (9) wirkt, und eine hinter der Rutschkupplung
(8) auf das Getriebe (9) wirkende Bremse (13) umfasst, mit einer jedem Antriebsmotor
(2) und jeder Bremse (13) zugeordneten Steuerung (3a, 3b, 3c), wobei die Bremsen (13)
derart untereinander elektrisch verbunden sind, dass eine in Eingriff gebrachte Bremse
(13) eines Kettenzugs (1a, 1b, 1c) bewirkt, dass eine Bremse (13) eines weiteren Kettenzugs
(1a, 1b, 1c) in Eingriff gebracht wird.
2. Steuerungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremse (13) eines Kettenzugs (1a, 1b, 1c) über einen ersten Elektromagneten (16a,
16b, 16c), der mit der jeweiligen Bremse (13) und der jeweiligen Steuerung (3a, 3b,
3c) verbunden ist, angesteuert ist und jeder Steuerung (3a, 3b, 3c) ein Steuerungsmodul
(17a, 17b, 17c) zugeordnet ist, das in Abhängigkeit des Schaltungszustandes des ersten
Elektromagnets (16a, 16b, 16c) die Bremse (13) eines anderen Kettenzugs (1 a, 1 b,
1 c) ansteuert.
3. Steuerungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Steuerungsmodul (17a, 17b, 17c) aus einem zweiten Elektromagneten (22a, 22b,
22c) und einem Schaltelement (21 a, 21 b, 21 c) besteht, der zweite Elektromagnet
(22a, 22b, 22c) mit dem ersten Elektromagnet (16a, 16b, 16c) parallel geschaltet ist,
und das jeweilige Schaltelement (21a, 21b, 21c) den ersten Elektromagnet (16a, 16b,
16c) eines anderen Kettenzugs (1a, 1b, 1c) steuert.
4. Steuerungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle Steuerungen (3a, 3b, 3c) über einen gemeinsamen Steuerschalter (6) angesteuert
sind.
1. Control system arrangement for operating at least two chain hoists (1a, 1b, 1 c) in
parallel, each chain hoist (1a, 1b, 1 c) comprising an electric drive motor (2) which
acts on a gearbox (9) via an overload clutch (8), and a brake (13) which acts on the
gearbox (9) downstream of the overload clutch (8), the control system arrangement
having, associated with each drive motor (2) and each brake (13), a control system
(3a, 3b, 3c), the brakes (13) be so connected together electrically that a brake (13)
of a chain hoist (1a, 1b, 1 c) which is brought into engagement causes a brake (13)
of a further chain hoist (1a, 1b, 1 c) to be brought into engagement.
2. Control system arrangement according to claim 1, characterised in that the brake (13) of a chain hoist (1a, 1b, 1c) is actuated by means of a first electromagnet
(16a, 16b, 16c) which is connected to the given brake (13) and the given control system
(3a, 3b, 3c), and each control system (3a, 3b, 3c) has associated with it a control
module (17a, 17b, 17c) which actuates the brake (13) of another chain hoist (1 a,
1b, 1 c) as a function of the switched state of the first electromagnet (16a, 16b,
16c).
3. Control system arrangement according to claim 2, characterised in that each control module (17a, 17b, 17c) comprises a second electromagnet (22a, 22b, 22c)
and a switching member (21 a, 21 b, 21 c), the second electromagnet (22a, 22b, 22c)
is connected in parallel with the first electromagnet (16a, 16b, 16c), and the given
switching member (21a, 21b, 21c) controls the first electromagnet (16a, 16b, 16c)
of another chain hoist (1 a, 1 b, 1c).
4. Control system arrangement according to one of claims 1 to 3, characterised in that all the control systems (3a, 3b, 3c) are actuated by means of one common control
switch (6).
1. Dispositif de commande pour actionner en parallèle au moins deux palans à chaîne (1a,
1b, 1c), dans lequel chaque palan à chaîne (1a, 1b, 1 c) comporte un moteur d'entraînement
électrique (2), qui agit sur un engrenage (9) par le biais d'un accouplement à friction
(8), et une frein (13) agissant sur l'engrenage (9) en arrière de l'accouplement à
friction (8), avec une commande (3a, 3b, 3c) associée à chaque moteur d'entraînement
(2) et à chaque frein (13), dans lequel les freins (13) sont reliés électriquement
entre eux de sorte qu'un frein (13), amené en prise, d'un palan à chaîne (1 a, 1b,
1 c) agit de façon qu'un frein (13) d'un autre palan à chaîne (1 a, 1b, 1 c) est amené
en prise.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce que le frein (13) d'un palan à chaîne (1a, 1b, 1 c) est commandé par un premier électroaimant
(16a, 16b, 16c) qui est relié au frein (13) correspondant et à la commande (3a, 3b,
3c) correspondante et à chaque commande (3a, 3b, 3c) est associé un module de commande
(17a, 17b, 17c) qui commande le frein (13) d'un autre palan à chaîne (1a, 1b, 1c)
en fonction de l'état de commutation du premier électroaimant (16a, 16b, 16c).
3. Dispositif de commande selon la revendication 2, caractérisé en ce que chaque module de commande (17a, 17b, 17c) comprend un deuxième électroaimant (22a,
22b, 22c) et un élément de commutation (21a, 21b, 21c), le deuxième électroaimant
(22a, 22b, 22c) est monté en parallèle avec le premier électroaimant (16a, 16b, 16c)
et l'élément de commutation (21a, 21b, 21c) correspondant commande le premier électroaimant
(16a, 16b, 16c) d'un autre palan à chaîne (1a, 1b, 1 c).
4. Dispositif de commande selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que toutes les commandes (3a, 3b, 3c) sont commandées par le biais d'un commutateur de
commande commun (6).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente