[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Befestigen von Flächenelementen
an einer Tragkonstruktion, insbesondere einer räumlichen Tragkonstruktion, vorzugsweise
einem Raumfachwerk.
[0002] Bei den Flächenelementen kann es sich sowohl um Eindeckelemente oder Dachelemente
für Dachkonstruktionen als auch um Fassadenelemente oder Wandelemente für Wandkonstruktionen
handeln. In Betracht kommen hierfür Metallelemente ebenso wie Glasscheiben oder Flächenelemente
aus anderen Materialien, beispielsweise aus Kunststoffen.
[0003] Tragkonstruktionen bzw. Raumfachwerke finden beispielsweise Verwendung bei Dach-
und Wandkonstruktionen. Die Tragkonstruktionen bzw. Raumfachwerke selbst sind hierbei
typischerweise aus einem modularen System aus Stabelementen und Knotenelementen aufgebaut,
wobei die Stabelemente bei der Erstellung des Fachwerks über die Knotenelemente miteinander
verbunden sind. Raumfachwerke sind üblicherweise zweilagig, dreilagig oder mehrlagig
aufgebaut, d.h. zwei, drei oder mehr Fachwerkebenen sind über Diagonalstäbe miteinander
verbunden. Bekannt ist ein derartiges modulares System zur Erstellung von Raumfachwerken
vor allem seitens der Firma MERO-TSK International GmbH & Co. KG mit Sitz in Würzburg/Deutschland.
Bei der Dach- und Wandkonstruktion werden auch einlagige Tragkonstruktionen eingesetzt.
[0004] Bei einer Dachkonstruktion wird die dem Boden zugewandte Seite der Tragkonstruktion
bzw. des Raumfachwerks, d.h. die unterste Fachwerkebene, als Untergurt bezeichnet,
die dem Boden abgewandte Seite, d.h. die oberste Fachwerkebene, wird als Obergurt
bezeichnet.
[0005] Bei Dachkonstruktionen wird häufig eine Eindeckung der Tragkonstruktion bzw. des
Raumfachwerks gewünscht. Hierzu wird am Obergurt und/oder am Untergurt eine Eindeckung
angebracht. Diese Eindeckung wird gebildet aus einer Vielzahl von Flächenelementen
(Eindeckplatten, Verkleidungselemente), die an der Tragkonstruktion bzw. am Raumfachwerk
befestigt sind. Gleiches gilt für Wandkonstruktionen, an denen häufig eine Abdeckung
zur Ausbildung einer Fassade gewünscht ist.
[0006] Die Montage dieser Flächenelemente ist sehr personalintensiv und damit teuer. Mehrere
Monteure müssen zum einen die Flächenelemente in die gewünschte Position bringen,
dort halten und gleichzeitig befestigen.
[0008] Dokument
FR 2 652 843 A offenbart eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, dessen
Verwendung , und ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 14.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine vorteilhafte Vorrichtung und ein vorteilhaftes
Verfahren zum Befestigen von Flächeneleinenten an einer Tragkonstruktion anzugeben.
Insbesondere sollen diese Vorrichtung und dieses Verfahren eine vereinfachte und damit
kostengünstige Montage der Flächenelemente bei geringem Personaleinsatz ermöglichen.
[0010] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung hinsichtlich der Vorrichtung mit den Merkmalen
nach Anspruch 1 und hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen nach Anspruch 14
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Verwendungen sind in den
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0011] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Befestigen von Flächenelementen an einer
Tragkonstruktion, insbesondere einem Raumfachwerk, umfasst mindestens eine an der
Tragkonstruktion angebrachte oder anzubringende Basisplatte (auch; Auflageteller).
Auf diese Basisplatte sind mindestens ein erstes Flächenelement und mindestens ein
zweites Flächenelement zumindest teilweise aufgelegt oder auflegbar. Ferner umfasst
die Vorrichtung mindestens eine auf der Basisplatte angeordneten Halteeinrichtung
zur Fixierung der Flächenelements an der Basisplatte. Die Halteeinrichtung wiederum
um-fasst eine Drehverriegelung, die zur Fixierung des ersten Flächenelements und des
zweiten Flächenelements ausgebildet ist. Hierbei ist in einer ersten Stellung der
Drehverriegelung das erste Flächenelement auf die Basisplatte auflegbar, in einer
zweiten Stellung der Drehverriegelung ist das erste Flächenelement an der Basisplatte
fixiert und das zweite Flächenelement ist auf die Basisplatte auflegbar, und in einer
dritten Stellung der Drehverriegelung sind das erstes Flächenelement und das zweites
Flächenelement an der Basisplatte fixiert.
[0012] Die Erfindung sieht weiter vor, dass erstes und zweites Flächenelement an ihrer der
Basisplatte zugewandten Unterseite einen zur Auflage auf der Basisplatte bestimmten
Auflagebereich aufweisen. Dieser Auflagebereich ist zumindest abschnittsweise konvex
geformt, das heißt nach außen gewölbt, insbesondere mit einem vorgegebenen Krümmungsradius.
[0013] Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass die Vorrichtung eine schrittweise
Anbringung der Flächenelemente ermöglicht. Es müssen nicht gleichzeitig zunächst zwei
Flächenelemente aufgelegt und anschließend mittels Drehverriegelung fixiert werden.
Vielmehr ermöglicht die Vorrichtung gemäß der Erfindung, dass - obwohl die Drehverriegelung
für die Fixierung von zwei Flächenelementen vorgesehen ist - diese beiden Flächenelemente
nicht gleichzeitig, sondern nacheinander anlegbar und fixierbar sind, d.h. zunächst
lässt sich das erste Flächenelement anlegen und über die Drehverriegelung fixieren
und anschließend das zweite Flächenelement. Dadurch wird die Montage der Flächenelemente
wesentlich einfacher.
[0014] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht somit eine einfache und wenig Personal
erfordernde Montage der Flächenelemente. In der Regel sollte eine Person die Montage
durchführen können, bei großen Abmessungen der Flächenelemente im Meterbereich sollten
zwei Monteure ausreichen. Darüber hinaus ermöglicht die einfache Anbringung eine zeitsparende
Montage, und zwar sowohl bei einer Montage am Obergurt bzw. am Untergurt einer Dachkonstruktion
als auch bei einer Montage an Wand- bzw. Fassadenkonstruktionen. Insgesamt lässt sich
somit die Befestigung der Flächenelemente mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kostensparend durchführen.
[0015] Im Wesentlichen beruhen die Vorteile der Erfindung auf der einfachen Handhabbarkeit
der Drehverriegelung. Alle für die Fixierung und Befestigung der Flächenelemente erforderlichen
Bauteile sind bereits vor Ort vorhanden und müssen nicht mehr zeitaufwändig angeordnet
werden. Die Montage erfolgt schlicht durch Drehung der Drehverriegelung von der ersten
Stellung in die zweite Stellung und schließlich von der zweiten Stellung in die dritte
Stellung.
[0016] Die zumindest abschnittsweise konvexe Formung des Auflagebereichs der Flächenelemente
erweist sich als vorteilhaft bei modernen Dachkonstruktionen, bei denen keine ebene
Dachgestaltung vorgesehen ist, sondern vielmehr frei geformte Dachflächen gewünscht
sind, beispielsweise Dächer mit Krümmungen, Wölbungen bzw. wellenförmige Dächer. Dies
kann dazu führen, dass die einzelnen Flächenelemente gegeneinander und gegenüber der
Basisplatte geneigt bzw. gekippt angeordnet werden müssen. Es ist daher eine Befestigung
für die Flächeneletnente erforderlich, die eine Neigung aneinander grenzender Flächenelemente
gegeneinander und auch eine Neigung einzelner oder aller Flächenelemente gegenüber
der Basisplatte ermöglicht. Genau dies wird durch diese Ausführung erreicht. Die konvexe
Krümmung bzw. Wölbung des Auflagerandes an der Unterseite des Flächenelements ermöglicht
eine Neigung des Flächenelements gegenüber der Basisplatte, ohne dass hierbei eine
unerwünschte deutliche Verschiebung der tatsächlichen Auflagefläche erfolgt. Vielmehr
liegt das Flächenelement auch bei einer Neigung an oder nahe der Halteeinrichtungen
an der Basisplatte auf, so dass die Neigung auch beim Festdrehen der Befestigungsschrauben
aufrechterhalten bleibt, ohne dass Spannungen oder Belastungen innerhalb des Flächenelements
entstehen. Dieses Ergebnis wird des Weiteren unterstützt durch die konvexe Krümmung
des unteren Randes der Ausnehrnung des Flächenelements, da auf diese Weise auch die
Verriegelungsscheibe immer optimal an diesem Rand angreift und dadurch das Flächenelement
zuverlässig und stabil gegen die Basisplatte drückt und damit hieran befestigt.
[0017] Bei den Flächenelementen kann es sich beispielsweise um Metallplatten, z.B. Edelstahlplatten,
handeln. Diese eignen sich unter anderem zur Ausbildung eines Schattendaches. Hierzu
können die Flächenelemente in geeigneter Weise perforiert sein, beispielsweise können
Lochplatten bzw. Lockbleche verwendet werden. Bei den Flächenelementen kann es sich
auch um Glasplatten, beispielsweise um reine Glasplatten oder um metallgefasste Glasplatten,
handeln.
[0018] Die Knotenelemente und Stabelemente der Tragkonstruktion bzw. Raumfachwerks bestehen
üblicherweise aus Stahl, insbesondere aus verzinktem Stahl. Alternativ können auch
die Knotenelemente und/oder die Stabelemente aus Aluminium, Edelstahl oder rostfreiem
Stahl bestehen. Die Stabelemente können ferner aus Faserverbundwerkstoff, beispielsweise
aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (auch; CFK) und/oder aus glasfasetverstärkten
Kunststoffen (auch: GFK), bestehen bzw. diese umfassen.
[0019] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Drehverriegelung eine um ihre
senkrecht zur Scheibenfläche ausgerichtete Mittelachse drehbar gelagette, kreisförmige
Verriegelungsscheibe mit mindestens einer vorzugsweise zumindest im Wesentlichen geradlinigen
Abflachung am Scheibenumfang umfasst. Die geradlinige Abflachung stellt somit einen
Schnitt entlang einer Kreissehne dar, die Verriegelungsscheibe ist in diesem Fall
ein Kreissegment mit einem Mittelpunktswinkel größer 180°, wobei der Umfang von einem
Kreisbogen und der bereits genannten Abflachung gebildet ist. Der Vorteil der vorgenannten
drehbaren Verriegelungsscheibe liegt insbesondere in der sich hierdurch ergebenden
besonders einfachen Handhabbarkeit der Drehverriegelung.
[0020] Ergänzend kann vorgesehen sein, dass der ICteisbagen der Verriegelungscheibe in der
zweiten Stellung der Drehverriegelung in eine Ausnehmung des ersten Flächenelements
eingreift und in der dritten Stellung der Drehverriegelung in Ausnehmungen des ersten
Flächenelements und des zweiten Flächenelements eingreift. Dies hat den Vorteil, dass
die fixierende Verriegelungsscheibe und damit die gesamte Halteeinrichtung die Flächenelemente
und damit die gesamte Eindeckung bzw. Abdeckung nicht überragt, was zu optisch bevorzugten
Ergebnissen führt und einem üblicherweise gewünschten, einheitlichen, nicht durch
störende Montageteile unterbrochenen Gesamteindruck der Eindeckung bzw. Abdeckung
ermöglicht.
[0021] Auch kann vorgesehen sein, dass ein der Basisplatte zugewandter Rand der Ausnehmung
im Flächenelement hinsichtlich des Flächenelements konvex geformt ist, d.h. die Ausnehmung
wird zu ihrer Mitte hier schmäler, das Flächenelement ist in die Ausnehmung hinein
gewölbt. Gemäß einer Variante entspricht hierbei der Krümmungsradius dem vorgenannten
Krümmungsradius des Auflagebereichs. Bei einem Hintergreifen der Flächenelemente durch
die Verriegelungsscheibe, d.h. bei einem Angreifen der Verriegelungsscheibe an einer
der Basisplatte gegenüberliegenden Seite der Flächenelemente, kann diese konvexe Formgebung
analog im Angriffsbereich der Verriegelungsscheibe an dieser Außenseite des Flächenelements
ausgebildet sein.
[0022] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in der ersten Stellung
der Drehverriegelung die Abflachung der Verriegelungsscheibe parallel zu einer Kante
des ersten Flächenelements ausgerichtet ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass
in der zweiten Stellung der Drehverriegelung der Kreisbogen der Verriegelungsscheibe
in eine Ausnehmung des ersten Flächenelements eingreift und die Abflachung der Verriegelungsscheibe
parallel zu einer Kante des zweiten Flächenelements ausgerichtet ist. Schließlich
kann auch vorgesehen sein, dass in der dritten Stellung der Drehverriegelung der Kreisbogen
der Verriegelungsscheibe in die Ausnehmung des ersten Flächenelements und in eine
Ausnehmung des zweiten Flächenelements eingreift.
[0023] Alternativ zu dem vorstehend beschriebenen Eingreifen der Vetriegelungsscheibe in
Ausnehmungen der Flächenelemente kann auch jeweils vorgesehen sein, dass die Verriegelungsscheibe
der Drehverriegelung das jeweilige Flächenelement hintergreift, d.h. an der der Basisplatte
gegenüberliegenden Seite des Flächenelement an diesem angreift.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Verriegelungsscheibe für den überging
von der ersten Stellung in die zweite Stellung und von der zweiten Stellung in die
dritte Stellung im oder gegen den Uhrzeigersinn drehbar. Auch kann die Verriegelungsscheibe
einen Anschlag aufweisen, der die dritte Stellung der Drehverriegelung durch sein
Anlaufen gegen das erste Flächenelement definiert, da durch das Anlaufen eine weitergehende
Drehbewegung der Verriegelungsscheibe unterbunden ist.
[0025] In einer Ausgestaltung weist die Verriegelungsscheibe an und/oder im Bereich um ihren
Radiusmittelpunkt eine Ausnehmung auf, über die sie mittels einer Befestigungsschraube
an der Basisplatte angebracht ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass in der zweiten
Stellung der Drehverriegelung in einem nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube
das erste Flächenelement durch die Verriegelungsscheibe an der Basisplatte fixiert
oder gehalten ist, und dass hierbei die Verriegelungsscheibe um die Befestigungsschraube
drehbar an der Basisplatte angebracht ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass
in der dritten Stellung der Drehverriegelung in einem nicht festgezogenen Zustand
der Befestigungsschraube das erste Flächenelement und das zweite Flächenelement durch
die Verriegelungsscheibe an der Basisplatte fixiert oder gehalten sind, und dass hierbei
die Verriegelungsscheibe um die Befestigungsscheibe drehbar an der Basisplatte angebracht
ist. Auch kann vorgesehen sein, dass in der dritten Stellung der Drehverriegelung
in einem festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube das erste Flächenelement und
das zweite Flächenelement durch die Verriegelungsscheibe fest gegen die Basisplatte
gedrückt und dadurch an der Basisplatte befestigt sind, und dass hierbei die Verriegelungsscheibe
fest, insbesondere nicht drehbar, an der Basisplatte befestigt ist.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Befestigung oder Festlegung des Flächenelements
an der Basisplatte reversibel ausgebildet. Beispielsweise kann durch Lockern bzw.
Lösen der Befestigungsschraube die Drehbarkeit der Verriegelungsscheibe wieder hergestellt
werden, und ein Zurückdrehen in die Montagestellung der Drehverriegelung ermöglicht
dann die Demontage des Flächenelements.
[0027] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass ein Federelement, insbesondere ein
die Befestigungsschraube umgebendes Federelement, als Abstandshalter zwischen Basisplatte
und Verriegelungsscheibe angeordnet ist. Dadurch ist sichergestellt, dass das Verriegelungselement
in der gewünschten Höhe über der Basisplatte bereit steht, so dass es beispielsweise
ohne weitere Justierarbeiten direkt in entsprechende Ausnehmungen der Flächenelemente
auf entsprechender Höhe über der Basisplatte eindrehbar ist. Auch ermöglicht das Federelement
eine Vormontage der Basisplatte, d.h. die Halteeinrichtungen können bereits auf der
Basisplatte vormontiert sein, die Drehverriegelung ist vor Ort sofort einsatzbereit.
[0028] Zur Vermeidung störender Geräusche, vor allem Knitschgeräusche, der fertigen Tragkonstruktion
mit Eindeckung bzw. Abdeckung erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Flächenelement
über ein Dämpfungselement, insbesondere eine Teflonscheibe, auf der Basisplatte aufliegt.
Ein direkter Kontakt zwischen Flächenelement und basisplatte wird dadurch vermieden.
Bei Relativbewegungen bewegt sich das Flächenelement dann nicht direkt auf der Oberfläche
der Basisplatte, was andernfalls zu unerwünschten Knirschgeräuschen führen könnte.
Vielmehr werden die Relativbewegungen von dem Dämpfungselement aufgefangen bzw. das
Dämpfungselement verhindert einen direkten Reibungskontakt zwischen Flächenelement
und Basisplatte, ohne dass hierbei unerwünschte Geräusche hervorgerufen werden.
[0029] Gemäß einer Weiterbildung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass
erstes und zweites Flächenelement jeweils zumindest eine Ecke aufweisen. Insbesondere
können die Flächenelemente in Draufsicht die Form eines Polygons, insbesondere eines
Dreiecks, beispielsweise eines gleichschenkligen Dreiecks, aufweisen. Selbstverständlich
sind auch beliebige andere Formen möglich, beispielsweise Rechtecke oder Quadrate.
Jeweils eine der Ecken des ersten und des zweiten Flächenelements sind gemäß dieser
Weiterbildung zur Auflage auf der Basisplatte bestimmt oder liegen auf der Basisplatte
auf. Auf der Basisplatte sind die aufliegenden Ecken durch jeweils zwei Halteeinrichtungen
fixiert oder fixierbar. Die anderen Ecken der Flächenelemente liegen auf anderen,
insbesondere benachbarten Basisplatten auf. Der Vorteil liegt hierbei insbesondere
darin, dass sich Ecken besonders sicher und stabil durch zwei Halteeinrichtungen fixieren
und befestigen lassen, insbesondere durch Anordnung je einer Halteeinrichtung an den
beiden an die Ecke angrenzenden Kanten des Flächenelements.
[0030] Da die Drehverriegelung und damit die Halteeinrichtung zur gleichzeitigen Fixierung
zweier Flächenelemente auf der Basisplatte ausgebildet ist, entspricht bei Vorsehen
von zwei Halteeinrichtungen pro Ecke eines Flächenelements die Zahl der Halteeinrichtungen
auf der Basisplatte der Zahl der dort anzulegenden Flächenelemente.
[0031] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Fixierung der Flächenelemente
an der Basisplatte form- und/oder kraftschlüssig erfolgt.
[0032] Gemäß einer Ausführungsvariante ist das Flächenelement eine Platte mit seitlichen
Aufkantungen. Der Auflagebereich ist an einem der Platte gegenüberliegenden Rand der
Aufkantung ausgebildet. Ergänzend kann dann die Ausnehmung im Flächenelement in der
seitlichen Aufkantung angeordnet sein.
[0033] Gemäß einer Weiterbildung weist die Drehverriegelung, insbesondere die Verriegelungsscheibe,
Ausnehmungen und/oder Vorsprünge auf, über die die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe
mittels eines mit diesen Ausnehmungen und/oder Vorsprüngen korrespondierenden Werkzeugs
durchführbar ist. Dies erleichtert die Montage.
[0034] Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass die Basisplatte zur Auflage
mehrerer Flächenelemente, insbesondere von zwei oder vier oder sechs oder acht Flächenelementen,
ausgebildet ist. Ferner kann auf der Basisplatte eine entsprechende Anzahl an Halteeinrichtungen
angeordnet sein, wobei hierbei die Drehverriegelung jeder Halteeinrichtung zur Fixierung
von zwei Flächenelementen ausgebildet ist. Ferner ist in diesem Fall jedes Flächenelement
durch zwei Halteeinrichtungen an der Basisplatte fixiert oder fixierbar.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Tragkonstruktion ein einlagiges
oder zweilagiges oder dreilagiges oder mehrlagiges Raumfachwerk umfassend Stabelemente
und Knotenelemente und die Basisplatte ist an einem der Knotenelemente befestigt,
insbesondere über ein oder mehrere Distanzelemente und/oder über ein Kugelgelenk.
[0036] Die Erfindung sieht ferner eine Verwendung der vorbeschriebenen Vorrichtung in einer
Tragkonstruktion, insbesondere einem Raumfachwerk, vor. Am Obergurt und/oder am Untergurt
bzw. an Vorder- und/oder Rückseite der Tragkonstruktion ist eine Eindeckung bzw. Abdeckung
angeordnet, wobei die Eindeckung bzw. Abdeckung aus Flächenelementen gebildet ist,
die über die vorgenannte Vorrichtung an der Tragkonstruktion, insbesondere an den
Knotenelementen, befestigt sind.
[0037] Das Verfahren gemäß der Erfindung zum Befestigen von Flächenelementen an einer Tragkonstruktion,
insbesondere einem Raumfachwerk umfassend Stabelemente und Knotenelemente, sieht vor,
dass die Befestigung mittels mindestens einer der vorgenannten Vorrichtungen gemäß
der Erfindung erfolgt. Gemäß dem Verfahren ist zunächst vorgesehen, dass die Drehverriegelungen
in ihrer ersten Stellung sind oder in ihre erste Stellung gebracht werden. Anschließend
wird das erste Flächenelement an die Basisplatte angelegt. Danach wird die Drehverriegelung
in ihre zweite Stellung gebracht zur Fixierung des ersten Flächenelements. Anschließend
wird das zweite Flächenelement an die Basisplatte angelegt, und wiederum anschließend
wird die Drehverriegelung in ihre dritte Stellung gebracht zur Fixierung des ersten
Flächenelements und des zweiten Flächenelements.
[0038] Das zur befestigende Flächenelement weist an seiner der Basisplatte zugewandten Unterseite
einen zur Auflage auf der Basisplatte bestimmten Auflagebereich auf, der zumindest
abschnittsweise konvex geformt ist, insbesondere mit einem vorgegebenen Krümmungsradius.
Dies ermöglicht als zusätzlichen Verfahrensschritt, dass das erste Flächenelement
beim Anlegen an die Basisplatte gegenüber einer durch die Basisplatte definierten
Ebene derart geneigt wird, dass das erste Flächenelement auch an mindestens einer,
insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten anliegt, und dass auch
das zweite Flächenelement beim Anlegen an die Basisplatte gegenüber einer durch die
Basisplatte definierten Ebene derart geneigt wird, dass das zweite Flächenelement
auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten
anliegt. In einem abschließenden Schritt, insbesondere nachdem auch an den benachbarten
Basisplatten die jeweiligen Drehverriegelungen in ihre jeweilige dritte Stellung gebracht
sind, wird eine Befestigungsschraube, über die die Drehverriegelung an der Basisplatte
angebracht ist, festgezogen zur Befestigung der bereits fixierten Flächenelemente
an der Basisplatte,
[0039] Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass der Übergang zwischen den Stellungen
der Drehverriegelung mittels Drehbewegung einer Verriegelungsscheibe der Drehverriegelung
erfolgt, wobei die Drehbewegung insbesondere mittels eines Werkzeugs ausgeführt wird
und wobei die Drehbewegung von der ersten Stellung über die zweite Stellung in die
dritte Stellung vorzugsweise bei Draufsicht auf die Basisplatte eine Drehbewegung
im Uhrzeigersinn ist.
[0040] Die Vorteile der genannten Verfahren gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vorstehenden
Ausführungen zur Vorrichtung.
[0041] Insgesamt wird durch die Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren angegeben,
durch die bzw. das sich auf einfache Weise, mit wenig Personaleinsatz, schnell und
kostengünstig die Flächenelemente auf einer Tragkonstruktion befestigen bzw. montieren
lassen. Ferner ermöglicht die Erfindung in vorteilhafter Weise die Ausbildung eines
gewölbten, gerundeten oder wellenförmigen Daches mit Eindeckung.
[0042] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
- FIG 1
- ein Raumfachwerk in einer perspektivischen Darstellung,
- FIG 2
- einen vergrößert dargestellten Ausschnitt des Raumfachwerks nach FIG 1 in einer perspektivischen
Darstellung,
- FIG 3
- eine Seitenansicht des Raumfachwerks nach FIG 1,
- FIG 4
- in einer teilweisen perspektivischen Explosionszeichnung ein Ausführungsbeispiel einer
Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen gemäß der Erfindung,
- FIG 5
- eine Seitenansicht eines Teils der in FIG 4 gezeigten Vorrichtung,
- FIG 6
- eine Draufsicht auf die Eindeckung eines Raumfachwerks mit gemäß der Erfindung befestigen
Flächenelementen,
- FIG 7
- ein gemäß der Erfindung an einem Raumfachwerk befestigtes Flächenelement,
- FIG 8
- in vergrößerter Darstellung einen Teil des gemäß FIG 7 am Raumfachwerk befestigten
Flächenelements,
- FIG 9 und FIG 10
- in Draufsicht acht bzw. vier gemäß der Erfindung über eine gemeinsame Basisplatte
an einem Raumfachwerk befestigte Flächenelemente,
- FIG 11
- eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A in FIG 9 bzw. FIG 10,
- FIG 12
- eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie C-C in FIG 9 bzw. FIG 10,
- FIG 13 bis FIG 25
- als Abfolge von Darstellungen die Befestigung von Flächenelementen an einem Raumfachwerk
mittels eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
- FIG 26
- ein Beispiel für ein Werkzeug zur Durchführung der Drehbewegung innerhalb der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Befestigung von Flächenelementen an einem Raumfachwerk, und
- FIG 27
- eine spezielles Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen
gemäß der Erfindung, ausgebildet und bestimmt für Randbereiche des Raumfachwerks.
[0043] Einander entsprechende Teile und Komponenten sind in FIG 1 bis FIG 26 mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0044] FIG 1 bis FIG 3 zeigen ein Raumfachwerk 10, FIG 1 in einer perspektivischen Überblicksdarstellung,
FIG 2 in einer vergrößerten Ausschnittsdarstellung und FIG 3 in einer Seitenansicht.
Es handelt bei diesem Raumfachwerk 10 um eine gewellte Dachkonstruktion. Das Raumfachwerk
10 ist aufgebaut aus Stabelementen 12, die über Knotenelemente 11 miteinander verbunden
sind. Es handelt sich um ein zweilagiges Raumfachwerk 10, das heißt die Knotenelemente
11 sind in zwei im Wesentlichen parallel übereinander liegenden, hier gewellten Flächen
angeordnet. Die Anordnung der Knotenelemente 11 erfolgt dabei derart, dass in einer
Längsrichtung des Raumfachwerks 10 (in FIG 2 quer zur Zeichenebene) in jeder Fläche
die Knoten in (hier gewellten) Linien angeordnet sind und diese Linien zwischen den
übereinander angeordneten Flächen zueinander versetzt sind. In einer Querrichtung
des Raumfachwerks 10 (in FIG 2 perspektivisch in die Zeichenebene hinein) sind die
Knotenelemente 11 in (hier geraden) Linien angeordnet, wobei auch diese Querlinien
in den übereinander angeordneten Flächen zueinander versetzt angeordnet sind. Die
Stabelemente 12 innerhalb einer Fläche ergeben somit ein im wesentliches quadratisches
oder rechteckiges Muster, bei den Stabelementen 12 zwischen den Flächen handelt es
sich hingegen um schräg verlaufende Stabelemente 12. Die dem Boden zugewandte Unterseite
des Raumfachwerks 10 wird als Untergurt 39, die dem Untergurt 39 gegenüberliegende
Seite wird als Obergurt 38 bezeichnet. In den Figuren sind ferner Tragpfeiler 41 des
Raumfachwerks 10 zu erkennen.
[0045] FIG 4 zeigt in einer perspektivischen, teilweisen Explosionszeichnung ein Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen 13 gemäß der Erfindung. Zu erkennen
ist zunächst eine Basisplatte 20 (auch: Auflageteller), die über eine Befestigungseinrichtung
46a an ihrer Unterseite an den Knotenelementen 11 des Raumfachwerks 10 anbringbar
ist. Diese Befestigungseinrichtung 46a kann - wie gezeigt - starr ausgebildet sein.
Es ist aber auch das Vorsehen eines Gelenkes, beispielsweise eines Kugelgelenkes möglich.
In diesem Fall ist die Basisplatte 20 gegenüber dem Knotenelement 11 beweglich, die
Basisplatte 20 kann in gewünschter Weise ausgerichtet werden. Zur Anbringung an einem
Knotenelement 11 wird die Befestigungseinrichtung üblicherweise in eine Gewindebohrung
des Knotenelements 11 eingeschraubt. Die Befestigungseinrichtung ist dabei derart
ausgebildet, dass der Abstand der Basisplatte 20 vom Knotenelement 11 den Vorgaben
entspricht, gegebenenfalls werden geeignete Distanzelemente vorgesehen. Um bei der
Montage der Basisplatte 20 an dem jeweiligen Knotenelement 11 die vorgesehene Ausrichtung
sicher zu stellen, ist eine Orientierungshilfe 44, hier eine Einkerbung 44, an der
Basisplatte angebracht.
[0046] Auf der Basisplatte 20 sind mehrere Halteeinrichtungen 21 angeordnet, über die die
Flächenelemente 13 an der Basisplatte befestigt werden. Eine dieser Halteeinrichtungen
21 ist in einer Explosionszeichnung dargestellt. FIG 5 zeigt ergänzend eine Seitenansicht
eines dieser Halteeinrichtungen 21. Die Halteeinrichtungen 21 umfassen jeweils eine
Drehverriegelung 22 (auch: Twist Lock), die wiederum eine Verriegelungsscheibe 23
(auch: Einreiber) aufweist. Bei dieser Verriegelungsscheibe 23 handelt es sich um
eine im Wesentlichen kreisförmige Scheibe, die an ihrem Umfang eine Abflachung 24
entsprechend einer Kreissehne aufweist. Die Verriegelungsscheibe 23 hat somit die
Form eines Kreissegments, dessen Umfang von der bereits erwähnten Abflachung 24 und
einem Kreisbogen 25 gebildet ist. Die Verriegelungsscheibe kann grundsätzlich aus
beliebigen Materialien bestehen, von Vorteil ist eine Ausbildung aus Metall, insbesondere
aus Edelstahl.
[0047] Die Verriegelungsscheibe 23 ist drehbar an der Basisplatte 20 angebracht, und zwar
drehbar um eine senkrecht zur Verriegelungsscheibe 23 durch deren Radiusmittelpunkt
M verlaufende Mittelachse A. Hierzu ist die Verriegelungsscheibe 23 über eine Befestigungsschraube
27, die in ein korrespondierendes Innengewinde 45 in der Basisplatte 20 eingreift,
mit der Basisplatte 20 verbunden. Für die gewünschte Distanz (beispielsweise 20 mm)
zwischen Verriegelungsscheibe 23 und Basisplatte 20 sorgt ein Federelement 28, das
als Abstandhalter die Befestigungsschraube 27 umgibt. Bei dem Federelement 28 kann
es sich beispielsweise um ein elastisches Kunststoffelement handeln, beispielsweise
um ein Polyethylen-Element (z.B. eine Stück einer PE-Schnur bzw. eines PE-Schlauches)
oder um ein Gummielement, aber auch um eine Stahlfeder. Zwischen Federelement 28 und
Basisplatte 20 ist ferner ein Dämpfungselement 29, beispielsweise eine Teflonscheibe
29, vorgesehen, das direkt auf der Basisplatte aufliegt. Dieses Dämpfungselemente
29 sind hinsichtlich ihrer Größe derart gewählt, dass die Flächenelemente 13 nicht
direkt an der Basisplatte 20 anliegen, sondern über die Dämpfungselemente 29. Dadurch
werden unerwünschte Geräusche unterbunden, beispielsweise ein Knirschgeräusch, die
andernfalls aufgrund von Relativbewegungen zwischen Flächenelementen 13 und Basisplatte
20 entstehen können.
[0048] An der Abflachung 24 der Verriegelungsscheibe 23 ist ein Anschlag 30 ausgebildet,
der die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe 23 begrenzt. Bevorzugt ist dieser Anschlag
30 einstückig bzw. einteilig mit der Verriegelungsscheibe 23 verbunden, beispielsweise
kann er direkt durch Stanzen und Ausbiegen aus der Verriegelungsscheibe 23 hervorgehen.
Die Funktion des Anschlags 30 wird untenstehend näher erläutert.
[0049] Ferner weist die Verriegelungsscheibe 23 Ausnehmungen 34 auf, die für den Eingriff
eines speziellen Werkzeugs 35 (siehe FIG 26) zur Durchführung der Drehbewegung der
Verriegelungsscheibe 27 bestimmt sind. Dieses Werkzeug 35 weist hierzu einen Vorsprung
36 auf, der mit den Ausnehmungen 34 in der Verriegelungsscheibe 23 korrespondiert.
Um das Werkzeug 35 in jeder Drehposition der Verriegelungsscheibe 23 ansetzen zu können,
sind drei Ausnehmungen vorgesehen.
[0050] Vor der Anbringung und Befestigung der Flächenelemente 13 an der Basisplatte 20 sind
die Befestigungsschrauben 27 nicht fest angezogen, sie sorgen zusammen mit dem Federelement
28 lediglich dafür, dass die Verriegelungsscheibe 23 in der gewünschten Distanz an
der Basisplatte 20 angeordnet ist. Diese bewegliche Anbringung ermöglicht die für
die Montage der Flächenelemente 13 erforderliche Drehbarkeit der Verriegelungsscheibe
23. Diese Anbringung mittels Befestigungsschraube 27 und Federelement 28 ist bevorzugt
jedoch derart fest, dass die Verriegelungsscheibe 23 auch im nicht festgezogenen Zustand
der Befestigungsschraube 27 unter üblicherweise in der einmal eingenommenen Drehstellung
und damit in einer vorgegebenen Orientierung verbleibt und nur bei gezielter Krafteinwirkung
in eine andere Drehstellung bringbar ist. Erst nach einer Fixierung der Flächenelemente
13 an der Basisplatte 20 über die Verriegelungsscheibe 23 wird die Befestigungsschraube
27 festgezogen und damit die Flächenelemente 13 an der Basisplatte sicher befestigt.
Dann ist die Verriegelungsscheibe 23 nicht mehr drehbar. Um die Befestigungsschraube
27 im festgezogenen Zustand zusätzlich zu sichern, ist eine selbsthemmende Sicherungsmutter
43 vorgesehen, die nach Festziehen der Befestigungsschraube 27 von der Gegenseite
her festgezogen wird. Ferner verhindert eine Zahnscheibe 42 zwischen der Verriegelungsscheibe
23 und dem Kopf der Befestigungsschraube 27 die Lockerung der Verriegelungsscheibe
23 bzw. der Befestigungsschraube 27.
[0051] Anhand von FIG 3 wurde bereits der Untergurt 39 und der Obergurt 38 des Raumfachwerks
10 erläutert. An Untergurt 39 und/oder Obergurt 38 ist eine Eindeckung 40, die aus
Flächenelementen 13 zusammengesetzt ist, anzubringen. Der beispielhafte Aufbau einer
derartigen Eindeckung 40 aus den Flächenelementen 13 ist in FIG 6 in Draufsicht gezeigt.
Die Flächenelemente 13 sind in der Draufsicht gleichschenklige Dreiecke. In Betracht
kommen beispielsweise Metallbleche, beispielsweise Edelstahlbleche, für die Ausbildung
eines Schattendaches. Eine Variante sind hier Lochbleche. Bei den Flächenelementen
13 kann es sich aber auch um Kunststoff- oder Glaselemiente handeln, gegebenenfalls
um metallgefasste Glaselemente. Die beim Dachaufbau entstehenden Fugen zwischen den
Flächenelementen 13 können offen bleiben, es ist aber auch eine Verfugung zur Abdichtung
der Dachkonstruktion möglich.
[0052] Die Anordnung der Flächenelemente 13 erfolgt derart, dass sämtliche Ecken der Flächenelemente
13 in der Draufsicht über Knotenelementen 11 angeordnet sind und dementsprechend auf
an diesen Knotenelementen 11 angebrachten Basisplatten 20 aufliegen. Der in FIG 6
gezeigte Aufbau der Eindeckung 40 lässt zwei verschiedene Arten von Basisplatten 20
erkennen. Auf einer ersten Art liegen die Basiswinkel-Ecken der gleichschenkligen
Flächenelement-Dreiecke auf, hier Ecken mit einem etwa 45°-Winkel, d.h. jeweils insgesamt
acht Flächenelemente 13. Auf der zweiten Art liegen die Spitzenwinkel-Ecken der gleichschenkligen
Flächenelement-Dreiecke auf, hier Ecken mit einem etwa 90°-Winkel, d.h. jeweils vier
Flächenelemente 13. Weitere Details über die Anbringung der Flächenelemente 13 auf
diese beiden Arten von Basisplatten zeigen FIG 9 und FIG 10. Der in FIG 6 gezeigte
Aufbau ist so gewählt, dass die erste Art von Basisplatten 20 an Knotenelementen 11
der jeweils direkt an die Abdeckung 40 angrenzenden Knotenfläche des Raumfachwerks
10 angebracht ist, wohingegen die zweite Art von Basisplatten 20 an Knotenelementen
11 der darunter liegenden zweiten Knotenfläche des Raumfachwerks 10 angebracht sind,
und zwar über geeignete Distanzelemente 37, insbesondere Distanzstäbe 37 (siehe hierzu
FIG 7).
[0053] FIG 6 (und auch FIG 7 und FIG 8) zeigt, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung
eine Befestigung der Flächenelemente ermöglicht, ohne dass Montageteile wie die Halteeinrichtungen
21 die Eindeckung 40 überragen. Dies ermöglich einen ansprechenden optischen Gesamteindruck.
Um das Raumfachwerk vollständig zu verkleiden, kann sowohl der Obergurt 38 als auch
der Untergurt 39 mit einer Eindeckung 40 versehen werden. Die Vorrichtung gemäß der
Erfindung ist für die Befestigung der Flächenelemente 13 sowohl an Obergurt 38 als
auch an Untergurt 39 geeignet und ermöglicht jeweils eine einfache Montage mit wenig
Personal. Üblicherweise sollten zwei Monteure die Montage problemlos ausführen können.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Flächenelemente 13 üblicherweise Abmessungen
in der Größenordnung von Metern aufweisen.
[0054] FIG 7 und FIG 8 zeigen ein gemäß der Erfindung an einem Raumfachwerk 10 befestigtes
Flächenelement 13. Dieses Flächenelement 13 ist in Draufsicht ein gleichschenkliges
Dreieck mit Ecken 15 und Kanten 16. Es umfasst eine als Lochplatte aus Edelstahl ausgebildete
Platte 31 mit seitlichen Aufkantungen 32 an einer Unterseite 17 des Flächenelements
13. Am unteren Rand 33 dieser Aufkantungen 32 ist an den Ecken jeweils ein Auflagebereich
18 zur Anlage an den Basisplatten 20 gebildet (siehe hierzu FIG 11). Auf dem Flächenelement
13 ist ein Kennzeichnungsschild 47 zur Identifizierung und Zuordnung des Bauteils
angebracht.
[0055] Die beiden Basiswinkel-Ecken (hier Ecken mit einem etwa 45°-Winkel) des Flächenelements
13 sind auf einer ersten Art von Basisplatte 20 angebracht, die direkt auf Knotenelementen
11 der nächstliegenden Knotenfläche angebracht sind. Die Spitzenwinkel-Ecke (hier
Ecken mit etwa einem 90°-Winkel) des Flächenelements 13 ist auf einer zweiten Art
von Basisplatten 20 angebracht, die über die bereits angesprochenen Distanzstäbe 37
an jeweils einem Knotenelement 11 einer darunter liegenden zweiten Knotenfläche angebracht
sind. Auf den Basisflächen 20 sind die bereits erläuterten Halteeinrichtungen 21 mit
Drehverriegelung 22, Verriegelungsscheibe 23, Befestigungsschraube 27 und Dämpfungselement
29 angeordnet, und zwar auf der ersten Art von Basisscheiben 20 acht Halteeinrichtungen
21 für die acht aufzulegenden Flächenelemente 13 und auf der zweiten Art von Basiselementen
20 vier Halteeinrichtungen 21 für die vier aufzulegenden Flächenelemente 13.
[0056] Insbesondere FIG 8 zeigt, dass die Ecke 15 des Flächenelement 14 durch zwei Halteeinrichtungen
21 auf der Basisplatte 20 fixiert und schließlich befestigt wird. Hierzu greifen die
Verriegelungsscheiben 23 der Halteeinrichtungen 21 in Ausnehmungen 14 in den seitlichen
Aufkantungen 32 des Flächenelements 13 ein. Dieser Eingriff erfolgt über eine entsprechende
Drehung der jeweiligen Verriegelungsscheibe 23.
[0057] FIG 9 und FIG 10 zeigen in Draufsicht acht bzw. vier gemäß der Erfindung über eine
gemeinsame Basisplatte 20 an einem Raumfachwerks 10 befestigte Flächenelemente 13.
Der Unterschied liegt in der Anzahl der jeweils auf der Basisplatte 20 aufliegenden
Flächenelemente 13, FIG 9 zeigt die bereits angesprochene erste Art von Basisplatten
20 mit acht Halteeinrichtungen 21 für die Fixierung und Befestigung von acht Flächenelementen
13, FIG 10 zeigt die ebenfalls bereits angesprochene zweite Art von Basisplatten 20
mit vier Halteeinrichtungen 21 für die Fixierung und Befestigung von vier Flächenelementen
13. In FIG 9 und FIG 10 ist zu erkennen, dass jede Ecke 15 der Flächenelemente 13
von zwei Halteeinrichtungen 21 fixiert und befestigt wird. Weiter ist zu erkennen,
dass andererseits jede Halteeinrichtung 21 für die Fixierung und Befestigung von zwei
Flächenelementen 13 ausgebildet ist. Dementsprechend entspricht die Anzahl der Halteeinrichtungen
21 auf einer Basisplatte 20 der Anzahl der auf dieser Basisplatte 20 anzubringenden
Flächenelemente 13.
[0058] In FIG 9 und FIG 10 befinden sich Drehverriegelungen die Halteeinrichtungen 21 in
ihrer Fixierstellung, und zwar konkret in ihrer dritten Stellung, in der beide Flächenelemente
13 fixiert sind. Diese dritte Stellung ist definiert über den Anschlag 30 der Verriegelungsscheibe
23, der - wie in FIG 9 und FIG 10 gezeigt - gegen eine der Flächenelemente 13 anschlägt
und somit eine weitere Drehung der Verriegelungsscheibe 23 im Uhrzeigersinn verhindert.
[0059] Weitere Details der Befestigung der Flächenelemente 13 mittels des gezeigten Ausführungsbeispiels
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigen die Darstellungen in FIG 11 und FIG 12.
Der Detailaufbau der Halteeinrichtungen 21 ist in FIG 9 und FIG 10 identisch, FIG
11 zeigt somit eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A sowohl in FIG 9
als auch in FIG 10. FIG 12 zeigt eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie C-C
sowohl in FIG 9 als auch in FIG 10.
[0060] In FIG 11 ist die Befestigung der Basisplatte 20 an dem Knotenelement 11 mittels
der Befestigungseinrichtungen 46a und 46b zu erkennen. Ferner sind in FIG 11 und FIG
12 die Halteeinrichtungen 21 und ihr Zusammenwirken mit den Flächenelementen 13 zu
erkennen. Insbesondere FIG 12 zeigt das Zusammenwirken einer Halteeinrichtung 21 mit
zwei Flächenelementen 13, einem ersten Flächenelement 13a und einem zweiten Flächenelement
13b. Das erste Flächenelement 13a weist eine erste Kante 16a und eine erste Ausnehmung
14a in dieser ersten Kante 16a auf, das zweite Flächenelement 13b weist eine zweite
Kante 16b und eine Ausnehmung 14b in dieser zweiten Kante 16b auf. In der dargestellten
(dritten) Stellung greift die Verriegelungsscheibe 23 in beide Ausnehmungen 14a, 14b
beider Flächenelemente 13a, 13b ein und fixiert diese an der Basisplatte 20.
[0061] FIG 11 zeigt eine weitere, vorteilhafte Ausbildung im Zusammenhang mit der Vorrichtung
zum Befestigen von Flächenelementen gemäß der Erfindung. Dachkonstruktionen in Wellenform
erfordern eine entsprechende Formgebung der Eindeckung 40. Dementsprechend müssen
somit gegebenenfalls die einzelnen Flächenelemente 13 gegeneinander geneigt an den
Basisplatten 20 angelegt werden. Um dennoch eine möglichst optimale Befestigung und
einen zweckmäßigen Auflagebereich der Flächenelemente 13 an der Basisplatte 20 zu
erhalten, ist - wie in FIG 11 gezeigt - an der Unterseite 17 der Flächenelemente 13
um den Auflagebereich 18 eine konvexe Wölbung 48 ausgebildet. Diese konvexe Wölbung
48 ermöglicht ein Verkippen der Flächenelemente 13 gegenüber der Basisplatte 20, wobei
hierbei weiterhin ein Auflagebereich 18 im Bereich der jeweiligen Halteeinrichtungen
21 erhalten bleibt, so dass eine stabile Befestigung des Flächenelements 13 auch bei
Neigung gegenüber der Basisplatte 20 unter Beibehaltung der Neigung und ohne Hervorrufung
innerer Spannungen bzw. Belastungen des Flächenelements 13 möglich ist.
[0062] Dies wird unterstützt durch eine analoge Ausbildung des unteren Randes 19 der Ausnehmung
14 in der Kante 16 bzw. der Aufkantung 32 des Flächenelements 13. Auch dieser Rand
19 weist eine konvexe Wölbung 49 auf, die in die Ausnehmung 14 hinein gerichtet ist,
d.h. die Ausnehmung verjüngt sich zu ihrer Mitte hin. Der Radius der Wölbung 49 des
unteren Randes 19 der Ausnehmung 14 entspricht hierbei dem Radius der Wölbung 48 am
Rand 33 der Aufkantung 32 des Flächenelements 13. Dadurch ist sichergestellt, dass
die Verriegelungsscheibe 23 auch bei einer Verkippung bzw. Neigung des Flächenelements
13 gegenüber der Basisplatte 20 immer in einem mittleren Bereich und nicht nur mit
einer Kante an dem unteren Rand 19 der Ausnehmung 14 angreift.
[0063] Insgesamt ermöglicht somit die konvexe Formgebung der Ränder 33 und 19 des Flächenelements
13 die sichere Befestigung gegeneinander geneigter Flächenelemente 13 und damit die
Ausbildung gewölbter, gekrümmter oder wellenförmiger Dachkonstruktionen mit Eindeckung.
[0064] FIG 13 bis FIG 25 zeigen als Abfolge von Darstellungen die Funktionsweise des bereits
erläuterten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen
an einem Raumfachwerk. Sie verdeutlichen die einzelnen Montageschritte. Die Basisplatten
20 sind hierbei bereits in vorgesehener Weise an den Knotenelementen 11 des Raumfachwerks
10 befestigt. Die Basisplatte 20 ist vormontiert, die Halteeinrichtungen 21 sind über
die Befestigungsschrauben 27, die noch nicht festgezogen sind, an der Basisplatte
20 angebracht, die Verriegelungsscheiben 23 der Drehverriegelungen 22 werden über
Federelemente 28 im gewünschten Abstand und in der gewünschten Orientierung über der
Basisplatte 20 gehalten.
[0065] Die Verriegelungsscheibe ist bevorzugt bereits oder wird gegebenenfalls nunmehr derart
ausgerichtet, dass die Abflachung 24 parallel zur Kante 16a des zuerst anzulegenden
ersten Flächenelements 13a orientiert ist (siehe FIG 13). Dies wird als erste Stellung
bzw. Montagestellung bezeichnet. Dadurch kann das erste Flächenelement 13a in der
vorgesehenen Positionierung und gegebenenfalls auch Neigung an die Basisplatte 20
angelegt werden.
[0066] Nach Anlegen des ersten Flächenelements 13a wird die Verriegelungsscheibe 23 im Uhrzeigersinn
(in Draufsicht) in ihre zweite Stellung gedreht, gegebenenfalls mithilfe eines Spezialwerkzeugs
entsprechend FIG 26. Dabei greift der Kreisbogen 25 der Verriegelungsscheibe 23 in
die erste Ausnehmung 14a des ersten Flächenelements 13a ein und fixiert somit das
erste Flächenelement 13a an der Basisplatte 20. Gleichzeitig ist in der zweiten Stellung
die Abflachung 24 der Verriegelungsscheibe derart orientiert, dass die Abflachung
24 parallel zur Kante 16b des nunmehr anzulegenden zweiten Flächenelements 13b ausgerichtet
ist (siehe FIG 14 und FIG 15).
[0067] Nach dem Anlegen des zweiten Flächenelements 13b wird die Verriegelungsscheibe weiter
im Uhrzeigersinn gedreht (siehe FIG 16), wiederum gegebenenfalls mithilfe des Spezialwerkzeugs
entsprechend FIG 26, bis der Anschlag 30 gegen die erste Kante 16a des erste Flächenelement
13a anschlägt und dadurch eine weitere Drehung verhindert wird (siehe FIG 17). In
dieser dritten Stellung greift der Kreisbogen 25 der Verriegelungsscheibe 23 sowohl
in die erste Ausnehmung 14a des ersten Flächenelements 13a als auch in die zweite
Ausnehmung 14b des zweiten Flächenelements 13b ein, so dass beide Flächenelemente
13a, 13b an der Basisplatte fixiert sind. Diese dritte Stellung ist in FIG 18 nochmals
in seitlicher Schnittdarstellung gezeigt.
[0068] Nunmehr wird die Befestigungsschraube 27 festgezogen und dadurch die Verriegelungsscheibe
23 fest gegen den unteren Rand 19 der Ausnehmungen 14a, 14b der Flächenelemente 13a,
13b gedrückt (siehe FIG 19). Dadurch werden die Flächenelemente 13a, 13b zwischen
Verriegelungsscheibe 23 und Basisplatte 20 eingeklemmt und damit fest an der Basisplatte
befestigt. Nunmehr ist auch die Verriegelungsscheibe 23 nicht mehr drehbar, sondern
ebenfalls fest über die Befestigungsschraube 27 an der Basisplatte 20 befestigt. Die
Zahnscheibe 42 verhindert die Lockerung der Verriegelungsscheibe 23. Das Federelement
28 wird beim Festdrehen der Befestigungsschraube 27 gegebenenfalls zusammengedrückt.
Wie in FIG 19 gezeigt, erfolgt die Anlage der Flächenelemente 13a, 13b nicht direkt
an der Basisplatte 20, sondern über das Dämpfungselement 29, eine Teflonscheibe 29.
[0069] Um die Befestigung der Flächenelemente 13a, 13b zusätzlich zu sichern, wird nun die
selbsthemmende Sicherungsmutter 43, die bereits an der Befestigungsschraube vormontiert
ist, festgezogen (siehe FIG 20).
[0070] FIG 21 bis FIG 24 zeigen eine fakultative Möglichkeit, als zusätzliche Sicherungseinrichtung
einen Draht 50 (auch: ein Drahtseil) zur Verbindung der an einer Basisplatte 20 angelegten
Flächenelemente 13 anzubringen. Hierzu wird vor Anlegen des letzen Flächenelements
13 an der jeweiligen Basisplatte 20 der Draht 50 durch die Ausnehmungen 14 in den
bereits angelegten Flächenelementen 13 gefädelt (siehe FIG 21 und FIG 22). Anschließend
wird der Draht 50 durch die Ausnehmungen 14 des noch nicht angelegten Flächenelements
13 gefädelt (siehe FIG 23) und anschließend an seinen Enden verdrillt (siehe FIG 24),
gegebenenfalls mit Hilfe eines Werkzeugs bzw. einer Spannvorrichtung. Anschließend
wird das letzte Flächenelement 13 in der bereits beschriebenen Weise befestigt, FIG
25 zeigt den Endzustand, in dem alle vorgesehenen Flächenelemente 13 an der Basisplatte
befestigt sind.
[0071] Das in FIG 26 gezeigte Spezialwerkzeug 35 mit Vorspruch 36 zur Durchführung der Drehbewegung
der Verriegelungsscheibe 23 wurde bereits obenstehend erläutert.
[0072] FIG 27 zeigt eine spezielles Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen
von Flächenelementen 13 gemäß der Erfindung, ausgebildet und bestimmt für Randbereiche
eines Raumfachwerks. Bei der hier gezeigten Basisplatte 20 ist lediglich auf der in
der Figur linken Seite ein Flächenelement 13 angebracht, auf der rechten Seite endet
das Raumfachwerk und damit auch die Eindeckung. Die dargestellte Halteeinrichtung
21 ist wiederum eine Drehverriegelung 22 mit Verriegelungsscheibe 23 entsprechend
den obenstehenden Erläuterungen. Die Anbringung an der Basisplatte 20 erfolgt in der
beschriebenen Weise über die Befestigungsschraube 27. Da jedoch die dargestellte Halteeinrichtung
21 nur ein Flächenelement 13 fixieren und befestigen muss, fehlt die Gegenabstützung
durch ein zweites Flächenelement. Um ein Verkippen der Verriegelungsscheibe 23 insbesondere
beim Festdrehen der Befestigungsschraube 27 zu vermeiden, ist auf dieser speziellen
Rand-Basisplatte 20 ein Stützelement 51 bzw. eine Erhöhung vorgesehen, an der die
Verriegelungsscheibe sich bei der Fixierung durch Drehen und/oder bei der Befestigung
durch Festziehen der Befestigungsschraube abstützen kann.
Bezugszeichenliste
[0073]
- 10
- Tragkonstruktion, Raumfachwerk
- 11
- Knotenelement
- 12
- Stabelement
- 13
- Flächenelement
- 13a
- erstes Flächenelement
- 13b
- zweites Flächenelement
- 14
- Ausnehmung
- 14a
- erste Ausnehmung
- 14b
- zweite Ausnehmung
- 15
- Ecke
- 16
- Kante
- 16a
- erste Kante
- 16b
- zweite Kante
- 17
- Unterseite
- 18
- Auflagebereich
- 19
- Rand
- 20
- Basisplatte
- 21
- Halteeinrichtung
- 22
- Drehverriegelung
- 23
- Verriegelungsscheibe
- 24
- Abflachung
- 25
- Kreisbogen
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Befestigungsschraube
- 28
- Federelement
- 29
- Dämpfungselement
- 30
- Anschlag
- 31
- Platte
- 32
- Aufkantung
- 33
- Rand
- 34
- Ausnehmung
- 35
- Werkzeug
- 36
- Vorsprung
- 37
- Distanzelement
- 38
- Obergurt
- 39
- Untergurt
- 40
- Eindeckung
- 41
- Tragpfeiler
- 42
- Zahnscheibe
- 43
- selbsthemmende Sicherungsmutter
- 44
- Orientierungshilfe, Einkerbung
- 45
- Innengewinde
- 46a,b
- Befestigungseinrichtungen
- 47
- Kenzeichnungsschild
- 48
- konvexe Wölbung
- 49
- konvexe Wölbung
- 50
- Draht
- 51
- Stützelement
1. Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen (13, 13a, 13b) an einer Tragkonstruktion
(10), insbesondere einem Raumfachwerk (10),
a) mit mindestens einer an der Tragkonstruktion (10) angebrachten oder anzubringenden
Basisplatte (20),
b) wobei mindestens ein erstes Flächenelemente (13, 13a) und mindestens ein zweites
Flächenelement (13, 13b) zumindest teilweise auf die Basisplatte (20) aufgelegt sind,
c) mit mindestens einer auf der Basisplatte (20) angeordneten Halteeinrichtung (21)
zur Fixierung der Flächenelemente (13, 13a, 13b) an der Basisplatte (20),
d) wobei die Halteeinrichtung (21) eine Drehverriegelung (22) umfasst,
e) wobei die Drehverriegelung (22) zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a)
und des zweiten Flächenelements (13, 13b) ausgebildet ist, und
f) wobei in einer ersten Stellung der Drehverriegelung (22) das erste Flächenelement
auf die Basisplatte (20) auflegbar ist,
g) wobei in einer zweiten Stellung der Drehverriegelung (22) das erste Flächenelement
(13, 13a) an der Basisplatte (20) fixiert ist und das zweite Flächenelement (13, 13b)
auf die Basisplatte (20) auflegbar ist, und
h) wobei in einer dritten Stellung der Drehverriegelung (22) das erstes Flächenelement
(13, 13a) und das zweites Flächenelement (13, 13b) an der Basisplatte (20) fixiert
sind,
i) wobei das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 13b)
an ihrer der Basisplatte (20) zugewandten Unterseite (17) einen zur Auflage auf der
Basisplatte (20) bestimmten Auflagebereich (18) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass
j) der Auflagebereich (18) zumindest abschnittsweise konvex geformt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
a) bei der die Drehverriegelung (22) eine um ihre senkrecht zur Scheibenfläche ausgerichtete
Mittelachse (A) drehbar gelagerte, kreisförmige Verriegelungsscheibe (23) mit mindestens
einer Abflachung (24) am Scheibenumfang umfasst,
b) der Kreisbogen (25) der Verriegelungsscheibe (23) in der zweiten Stellung der Drehverriegelung
(22) in eine Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelements (13, 13a) eingreift und
in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in Ausnehmungen (14, 14a, 14b) des
ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements (13b) eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der ein der Basisplatte (20) zugewandter Rand (19)
der Ausnehmung (14, 14a, 14b) im Flächenelement (13, 13a, 13b) hinsichtlich des Flächenelements
(13, 13a, 13b) konvex geformt ist, insbesondere mit einem dem vorgegebenen Krümmungsradius
des Auflügebereichs (18) entsprechenden Krümmungsradius.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
a) bei der in der ersten Stellung der Drehverriegelung (22) die Abflachung (24) der
Verriegelungsscheibe (23) parallel zu einer Kante (16a) des ersten Flächenelements
(13, 13a) ausgerichtet ist,
b) bei der in der zweiten Stellung der Drehveniegelung (22) der Kreisbogen (25) der
Verriegtungsscheibe (23) in eine Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelements (13,
13a) eingreift und die Abflachung (24) der Verriegelungsscheibe (23) parallel zu einer
Kante (16b) des zweiten Flächenelements (13, 13b) ausgerichtet ist, und
c) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) der Kreisbogen (25) der
Verriegelungsscheibe (23) in die Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelement (13,
13a) und in eine Ausnehmung (14, 14b) des zweiten Flächenelements (13, 13b) eingreift.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
a) bei der die Verriegelungsscheibe (23) für den Übergang von der ersten Stellung
in die zweite Stellung und von der zweiten Stellung in die dritte Stellung in Draufsicht
im oder gegen den Uhrzeigersinn drehbar ist, und
b) bei der die Verriegelungsscheibe (23) einen Anschlag (30) aufweist, der die dritte
Stellung der Drehverriegelung (22) durch sein Anlaufen gegen das erste Flächenelement
(13, 13a) definiert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
a) bei der die Verriegelungsscheibe (23) an und/oder im Bereich um ihren Radiusmittelpunkt
(M) eine Ausnehmung (26) aufweist, über die sie mittels einer Befestigungsschraube
(27) an der Basisplatte (20) angebracht ist,
b) bei der in der zweiten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem nicht festgezogenen
Zustand der Befestigungsschraube (27)
b1) das erste Flächenelement (13, 13a) durch die Verriegelungsscheibe (23) an der
Basisplatte (20) fixiert ist, und
b2) die Verriegelungsscheibe (23) um die Befestigungsschraube (27) drehbar an der
Basisplatte (20) angebracht ist,
c) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem nicht festgezogenen
Zustand der Befestigungsschraube (27)
c1) das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 23b) durch-
die Verriegelungsscheibe (23) an der Basisplatte (20) fixiert sind, und
c2) die Verriegelungsscheibe (23) um die Befestigungsschraube (27) drehbar an der
Basisplatte (20) angebracht ist, und
d) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem festgezogenen
Zustand der Befestigungsschraube (27)
d1) das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 13b) durch
die Verriegelungsscheibe (23) fest gegen die Basisplatte (20) gedrückt ist und dadurch
an der Basisplatte (20) befestigt oder festgelegt ist, und
d2) die Verriegelungsscheibe (23) fest, insbesondere nicht drehbar, an der Basisplatte
(20) befestigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der ein Federelement (28) als Abstandshalter
zwischen Basisplatte (20) und Verriegelungsscheibe (23) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Flächenelemente (13,
13a, 13b) über ein Dämpfungselement (29) auf der Basisplatte (20) aufliegen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
a) bei der das erstes Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13,
13b) zumindest jeweils eine Ecke (15) aufweisen,
b) bei der jeweils eine der Ecken (15) des ersten Flächenelements (13, 13a) und des
zweiten Flächenelements (13, 13b) zur Auflage auf der Basisplatte (20) bestimmt ist
oder auf der Basisplatte (20) aufliegt, und
c) bei der jede auf der Basisplatte (20) aufliegende Ecke (15) durch zwei Halteeinrichtungen
(21) an der Basisplatte (20) fixiert oder fixierbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Flächenelement (13,
13a, 13b) eine Platte (31) mit seitlichen Aufkantungen (32) ist und der Auflagebereich
(18) an einem der Platte (31) gegenüberliegenden Rand (33) der Aufkantung (32) ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Drehverriegelung
(22), insbesondere die Verriegelungsscheibe (23), Ausnehmungen (34) und/oder Vorsprünge
aufweist, über die die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe (23) mittels eines mit
diesen Ausnehmungen (34) und/oder Vorsprüngen korrespondierenden Werkzeugs (35) durchführbar
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
a) bei der die Basisplatte (20) zur Auflage mehrerer Flächenelemente (13, 13a, 13b),
insbesondere von zwei oder vier oder sechs oder acht Flächenelementen (13, 13a, 13b),
ausgebildet ist,
b) wobei auf der Basisplatte (20) eine entsprechende Anzahl an Halteeinrichtungen
(21) angeordnet ist,
c) wobei die Diehverriegelung (22) jeder Halteeinrichtung (21) zur Fixierung von zwei
Flächenelementen (13) ausgebildet ist, und
d) wobei jedes Flächenelement (13, 13a, 13b) durch zwei Halteeinrichtungen (21) an
der Basisplatte (20) fixiert oder fixierbar ist.
13. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Raumfachwerk
(10), an dessen Obergurt (38) und/oder Untergurt (29) oder an dessen Vorder- und/oder
Rückseite eine Eindeckung (40) oder Abdeckung angeordnet ist, wobei die Eindeckung
(40) oder Abdeckung aus Flächenelementen (13, 13a, 13b) gebildet ist, die über diese
Vorrichtung an der Tragkonstruktion (10), insbesondere an den Knotenelementen (11),
befestigt sind.
14. Verfahren zum Befestigen von Flächenelementen (13, 13a, 13b) an einer Tragkonstruktion
(10), insbesondere einem Raumfachwerk (10),
dadurch gekennzeichnet, dass
a) bei dem die Befestigung mittels mindestens einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 12 erfolgt,
b) wobei zunächst die Drehverriegelungen (22) in ihrer ersten Stellung sind oder in
ihre erste Stellung gebracht werden,
c) wobei anschließend das erste Flächenelement (13, 13a) an die Basisplatte (20) angelegt
wird,
d) wobei anschließend die Drehverriegelung (22) in ihre zweite Stellung gebracht wird
zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a),
e) wobei anschließend das zweite Flächenelement (13, 13a) an die Basisplatte (20)
angelegt wird, und
f) wobei anschließend die Drehverriegelung (22) in ihre dritte Stellung gebracht wird
zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements
(13, 13b),
g) wobei das erste Flächenelement (13, 13a) beim Anlegen an die Basisplatte (20) gegenüber
einer durch die Basisplatte (20) definierten Ebene derart geneigt wird, dass das erste
Flächenelement (13, 13a) auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren
benachbarten Basisplatten (20) anliegt,
h) wobei das zweite Flächenelement (13, 13b) beim Anlegen an die Basisplatte (20)
gegenüber einer durch die Basisplatte (20) definierten Ebene derart geneigt wird,
dass das zweite Flächenelement (13, 13b) auch an mindestens einer, insbesondere zweien
oder mehreren benachbarten Basisplatten (20) anliegt,
i) wobei in einem abschließenden Schritt, insbesondere nachdem auch an den benachbarten
Basisplatten (20) die jeweiligen Drehverriegelungen (22) in ihre jeweilige dritte
Stellung gebracht sind, eine Befestigungsschraube (27), über die die Drehverriegelung
(22) an der Basisplatte (20) angebracht ist, festgezogen wird zur Befestigung der
bereits fixierten Flächenelemente (13, 13a, 13b) an der Basisplatte (20).
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem der Übergang zwischen den Stellungen der Drehverriegelung
(22) mittels Drehbewegung einer Verriegelungsscheibe (23) der Drehverriegelung (22)
erfolgt, wobei die Drehbewegung insbesondere mittels eines Werkzeugs (35) ausgeführt
wird und wobei die Drehbewegung von der ersten Stellung über die zweite Stellung in
die dritte Stellung bei Draufsicht auf die Basisplatte (20) vorzugsweise eine Drehbewegung
im Uhrzeigersinn ist.
1. A device for the purpose of securing planar elements (13, 13a, 13b) to a supporting
structure (10), in particular a space frame (10),
a) with at least one base plate (20) fitted, or to be fitted, to the supporting structure
(10),
b) wherein at least one first planar element (13, 13a) and at least one second planar
element (13, 13b) are at least partly located on the base plate (20),
c) with at least one retaining device (21) arranged on the base plate (20) for the
purpose of fixing the planar elements (13, 13a, 13b) to the base plate (20),
d) wherein the retaining device (21) comprises a rotary lock (22),
e) wherein the rotary lock is designed for the purpose of fixing the first planar
element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b), and
f) wherein in a first setting of the rotary lock (22) the first planar element can
be located on the base plate (20),
g) wherein in a second setting of the rotary lock (22) the first planar element (13,
13a) is fixed to the base plate (20) and the second planar element (13, 13b) can be
located on the base plate (20),
h) wherein in a third setting of the rotary lock (22) the first planar element (13,
13a) and the second planar element (13, 13b) are fixed to the base plate (20),
i) wherein the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b)
on their lower faces (17) facing towards the base plate (20) have a bearing support
area (18) dedicated to the purpose of bearing support on the base plate (20),
characterised in that,
j) the bearing support area (18) has a convex shape, at least in some sections.
2. The device in accordance with Claim 1,
a) in which the rotary lock (22) comprises a circular locking disk (23), mounted such
that it can rotate about its central axis (A) aligned at right-angles to the disk
face, with at least one flat section (24) on the disk periphery,
b) in the second setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of the locking
disk (23) engages in an opening (14, 14a) of the first planar element (13, 13a), and
in the third setting of the rotary lock (22) it engages in openings (14, 14a, 14b)
of the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13b).
3. The device in accordance with Claim 2,
in which an edge (19) of the opening (14, 14a, 14b) in the planar element (13, 13a,
13b), facing towards the base plate (20), has a convex shape with respect to the planar
element (13, 13a, 13b), in particular with a radius of curvature corresponding to
the prescribed radius of curvature of the bearing support area (18).
4. The device in accordance with Claim 2 or 3,
a) in which in the first setting of the rotary lock (22) the flat section (24) of
the locking disk (23) is aligned parallel to an edge (16a) of the first planar element
(13, 13a).
b) in which in the second setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of
the locking disk (23) engages in an opening (14, 14a) of the first planar element
(13, 13a), and the flat section (24) of the locking disk (23) is aligned parallel
to an edge (16b) of the second planar element (13, 13b), and
c) in which in the third setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of
the locking disk (23) engages in the opening (14, 14a) of the first planar element
(13, 13a), and in an opening (14, 14b) of the second planar element (13, 13b).
5. The device in accordance with one of the Claims 2 to 4,
a) in which for the transition from the first setting into the second setting and
from the second setting into the third setting the locking disk (23) can be rotated
in the clockwise or counter-clockwise sense in plan view, and
b) in which the locking disk (23) has a stop (30), which defines the third setting
of the rotary device (22) by its abutment against the first planar element (13, 13a).
6. The device in accordance with one of the Claims 2 to 5,
a) in which the locking disk (23) at and/or in the area around its radius centre (M)
has an opening (26), via which it is fitted to the base plate (20) by means of a securing
bolt (27),
b) in which in the second setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27)
in a non-tightened state
b1) the first planar element (13, 13a) is fixed to the base plate (20) by means of
the locking disk (23), and
b2) the locking disk (23) is fitted to the base plate (20) such that it can rotate
about the securing bolt (27),
c) in which in the third setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27)
in a non-tightened state
c1) the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) are
fixed to the base plate (20) by means of the locking disk (23), and
c2) the locking disk (23) is fitted to the base plate (20) such that It can rotate
about the securing bolt (27), and
d) in which in the third setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27)
in a tightened state
d1) the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) are
pressed firmly against the base plate (20) by means of the locking disk (23), and
are thereby secured or fixed to the base plate (20), and
d2) the locking disk (23) is firmly secured to the base plate (20), in particular
such that it cannot rotate,
7. The device in accordance with one of the Claims 2 to 6,
in which a spring element (28) is arranged as a spacer between base plate (20) and
locking disk (23).
8. The device in accordance with one of the preceding claims,
in which the planar elements (13, 13a, 13b) are located on the base plate (20) via
a damping element (29).
9. The device in accordance with one of the preceding claims,
a) in which the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13,
13b) in each case have at least one corner (15),
b) in which one of the corners (15) of the first planar element (13, 13a) and of the
second planar element (13, 13b) is in each case dedicated to the purpose of bearing
support on the base plate (20), or is located on the base plate (20), and
c) in which each corner (15) located on the base plate (20) is fixed, or can be fixed,
to the base plate (20) by means of two retaining devices (21).
10. The device in accordance with one of the preceding claims,
in which the planar element (13, 13a, 13b) is a plate (31) with lateral upturns (32)
and the bearing support area (18) is formed on an edge (33) of the upturn (32) located
opposite to the plate (31).
11. The device in accordance with one of the preceding claims,
in which the rotary lock (22), in particular the locking disk (23), has openings (34)
and/or projections, via which the rotary movement of the locking disk (23) can be
executed by means of a tool (35) corresponding with these openings (34) and/or projections.
12. The device in accordance with one of the preceding claims,
a) in which the base plate (20) is designed for the support of a plurality of planar
elements (13, 13a, 13b), in particular two, or four, or six, or eight planar elements
(13, 13a, 13b),
b) wherein a corresponding number of retaining devices (21) are arranged on the base
plate (20),
c) wherein the rotary lock (22) of each retaining device (21) is designed for the
purpose of fixing two planar elements (13), and
d) wherein each planar element (13, 13a, 13b) is fixed, or can be fixed, to the base
plate (20) by means of two retaining devices (21).
13. An application of a device in accordance with one of the preceding claims in a space
frame (10), on whose upper chord (38) and/or lower chord (29), or on whose front and/or
rear face a roofing (40) or covering is arranged,
wherein the roofing (40) or covering is formed from planar elements (13, 13a, 13b),
which are secured via this device to the supporting structure (10), in particular
to the node elements (11).
14. A method for the purpose of securing planar elements (13, 13a, 13b) to a supporting
structure (10), in particular a space frame (10),
characterised in that,
a) the securement takes place by means of at least one device in accordance with one
of the Claims 1 to 12,
b) wherein firstly the rotary locks (22) are in their first setting, or are brought
into their first setting,
c) wherein the first planar element (13, 13a) is then located on the base plate (20),
d) wherein the rotary lock (22) is then brought into its second setting for the purpose
of fixing the first planar element (13, 13a),
e) wherein the second planar element (13, 13b) is then located on the base plate (20),
and
f) wherein the rotary lock (22) is then brought into its third setting for the purpose
of fixing the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b),
g) wherein the first planar element (13, 13a) when located on the base plate (20)
is inclined relative to a plane defined by the base plate (20) such that the first
planar element (13, 13a) is also located relative to at least one, in particular two
or a plurality of adjacent base plates (20),
h) wherein the second planar element (13, 13b) when located on the base plate (20)
is inclined relative to a plane defined by the base plate (20) such that the second
planar element (13, 13a) is also located relative to at least one, in particular two
or a plurality of adjacent base plates (20),
i) wherein in a final step, in particular after the respective rotary locks (22) have
been brought into their respective third settings on the adjacent base plates (20)
also, a securing bolt (27), via which the rotary lock (22) is fitted to the base plate
(20), is tightened for the purpose of securing the planar elements (13, 13a, 13b)
already fixed to the base plate (20).
15. The method in accordance with Claim 14,
in which in the transition between the settings of the rotary lock (22) takes place
by means of a rotary movement of a locking disk (23) of the rotary lock (22),
wherein the rotary movement in particular is executed by means of a tool (35), and
wherein the rotary movement from the first setting via the second setting into the
third setting onto the base plate (20) is preferably a rotary movement in the clockwise
sense in plan view.
1. Dispositif de fixation d'éléments de surface (13, 13a, 13b) à une structure portante
(10, en particulier une charpente tridimensionnelle (10),
a) avec au moins une plaque de base (20) montée ou à monter sur la structure portante
(10),
b) où au moins un premier élément de surface (13, 13a) et au moins un deuxième élément
de surface (13, 13b) sont posés au moins partiellement sur la plaque de base (20),
c) avec au moins une installation de retenue (21) disposée sur la plaque de base (20)
pour la fixation des éléments de surface (13, 13a, 13b) à la plaque de base (20),
d) où l'installation de retenue (21) comprend un verrouillage rotatif (22),
e) où le verrouillage rotatif (22) est réalisé pour la fixation du premier élément
de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface (13, 13b), et
f) où dans une première position du verrouillage rotatif (22), le premier élément
de surface peut être posé sur la plaque de base (20),
g) où dans une deuxième position du verrouillage rotatif (22), le premier élément
de surface (13, 13a) est fixé à la plaque de base (20) et le deuxième élément de surface
(13, 13b) peut être posé sur la plaque de base (20), et
h) où dans une troisième position du verrouillage rotatif (22), le premier élément
de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) sont fixés à la plaque
de base (20),
i) où le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13,
13b) présentent à leur côté inférieur (17) orienté vers la plaque de base (20) une
zone d'application (18) destinée à l'application à la plaque de base (20),
caractérisé en ce que
j) la zone d'application (18) est déformée d'une manière convexe au moins par sections.
2. Dispositif selon la revendication 1,
a) dans lequel le verrouillage rotatif (22) comprend un disque de verrouillage (23)
de forme circulaire, logé d'une manière tournante autour de son axe médian (A) orienté
perpendiculairement à la face de disque, avec au moins un plat (24) au pourtour du
disque,
b) l'arc de cercle (25) du disque de verrouillage (23), dans la deuxième position
du verrouillage rotatif (22), s'engage dans un évidement (14, 14a) du premier élément
de surface (13, 13a) et, dans la troisième position du verrouillage rotatif (22),
s'engage dans des évidements (14, 14a, 14b) du premier élément de surface (13, 13a)
et du deuxième élément de surface (13b).
3. Dispositif selon la revendication 2, dans lequel un bord (19) de l'évidement (14,
14a, 14b) orienté vers la plaque de base (20), dans l'élément de surface (13, 13a,
13b) est réalisé d'une manière convexe relativement à l'élément de surface (13, 13a,
13b), en particulier avec un rayon de courbure correspondant au rayon de courbure
prédéfini de la zone d'application (18).
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3,
a) dans lequel, dans la première position de verrouillage rotatif (22), le plat (24)
du disque de verrouillage (23) est orienté parallèlement à une arête (16a) du premier
élément de surface (13, 13a),
b) dans lequel dans la deuxième position du verrouillage rotatif (22), l'arc de cercle
(25) du disque de verrouillage (23) s'engage dans un évidement (14, 14a) du premier
élément de surface (13, 13a), et le plat (24) du disque de verrouillage (23) est orienté
parallèlement à une arête (16b) du deuxième élément de surface (13, 13b), et
c) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22), l'arc de cercle
(25) du disque de verrouillage (23) s'engage dans l'évidement (14, 14a) du premier
élément de surface (13, 13a) et dans un évidement (14, 14b) du deuxième élément de
surface (13, 13b).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4,
a) dans lequel le disque de verrouillage (23) peut être amené à tourner, pour le passage
de la première position à la deuxième position et de la deuxième position dans la
troisième position, vu de dessus, dans le sens des aiguilles d'une montre ou dans
le sens inverse des aiguilles d'une montre, et
b) dans lequel le disque de verrouillage (23) présente une butée (30) qui définit
la troisième position du verrouillage rotatif (22) par sa butée contre le premier
élément de surface (13, 13a).
6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5,
a) dans lequel le disque de verrouillage (23) présente à et/ou dans la zone autour
de son point médian de rayon (M) un évidement (26) par lequel il est monté au moyen
d'une vis de fixation (27) à la plaque de base (20),
b) dans lequel dans la deuxième position du verrouillage rotatif (22), à l'état non
serré de la vis de fixation (27)
b1) le premier élément de surface (13, 13a) est fixé par le disque de verrouillage
(23) à la plaque de base (20), et
b2) le disque de verrouillage (23) est disposé d'une manière tournante autour de la
vis de fixation (27) à la plaque de base (20),
c) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22), à l'état non
serré de la vis de fixation (27)
c1) le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13,
13b) sont fixés par le disque de verrouillage (23) à la plaque de base (20), et
c2) le disque de verrouillage (23) est fixé d'une manière tournante autour de la vis
de fixation (27) à la plaque de base (20), et
d) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22) à l'état serré
de la vis de fixation (27)
d1) le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13,
13b) est pressé par le disque de verrouillage (23) solidement contre la plaque de
base (20) et de ce fait est fixé ou immobilisé à la plaque de base (20), et
d2) le disque de verrouillage (23) est fixé solidement, en particulier d'une manière
non tournante, à la plaque de base (20).
7. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 6, dans lequel un élément de ressort
(28) est disposé en tant que pièce d'écartement entre la plaque de base (20) et le
disque de verrouillage (23).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les éléments de
surface (13, 13a, 13b) reposent par un élément d'amortissement (29) sur la plaque
de base (20).
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
a) dans lequel le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface
(13, 13b) présentent au moins respectivement un coin (15),
b) dans lequel respectivement un des coins (15) du premier élément de surface (13,
13a) et du deuxième élément de surface (13, 13b) est destiné à s'appliquer à la plaque
de base (20) ou repose sur la plaque de base (20), et
c) dans lequel chacun des coins (15), reposant sur la plaque de base (20) est ou peut
être fixé par deux installations de retenue (21) à la plaque de base (20).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément de surface
(13, 13a, 13b) est une plaque (31) avec des relevés latéraux (32), et la zone d'application
(18) est réalisée à un bord (33) du relevé (32) opposé à la plaque (31).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le verrouillage
rotatif (22), en particulier le disque de verrouillage (23), présente des évidements
(34) et/ou des saillies par lesquels le mouvement de rotation du disque de verrouillage
(32) peut être exécuté au moyen d'un outil correspondant à ces évidements (34) et/ou
saillies.
12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
a) dans lequel la plaque de base (20) est réalisée pour l'application de plusieurs
éléments de surface (13, 13a, 13b), en particulier de deux ou de quatre ou de six
ou de huit éléments de surface (13, 13a, 13b),
b) où est disposé sur la plaque de base (20) un nombre correspondant d'installations
de retenue (21),
c) où le verrouillage rotatif (22) de chaque installation de retenue (21) est réalisé
pour la fixation de deux éléments de surface (13), et
d) où chaque élément de surface (13, 13a, 13b) est ou peut être fixé par deux installations
de retenue (21) à la plaque de base (20).
13. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans une charpente
tridimensionnelle (10), au brin supérieur (38) et/ou brin inférieur (29) ou à son
côté avant et/ou arrière est disposée une couverture (40) ou recouvrement, où la couverture
(40) ou le recouvrement est formé par des éléments de surface (13, 13a, 13b) qui sont
fixés par ce dispositif à la structure portante (10), en particulier à des éléments
de noeud (11).
14. Procédé de fixation d'éléments de surface (13, 13a, 13b) à une structure portante
(10), en particulier une charpente tridimensionnelle (10),
caractérisé en ce que
a) la fixation a lieu au moyen d'au moins un dispositif selon l'une des revendications
1 à 12,
b) où tout d'abord les verrouillages rotatifs (22) se trouvent dans leur première
position ou sont amenés dans leur première position,
c) où ensuite le premier élément de surface (13, 13a) est appliqué à la plaque de
base (20),
d) où ensuite le verrouillage rotatif (22) est amené dans sa deuxième position pour
la fixation du premier élément de surface (13, 13a),
e) où ensuite le deuxième élément de surface (13, 13a) est appliqué à la plaque de
base (20), et
f) où ensuite le verrouillage rotatif (22) est amené dans sa troisième position pour
la fixation du premier élément de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface
(13, 13b),
g) où le premier élément de surface (13, 13a), lors de l'application à la plaque de
base (20), est incliné par rapport à un plan défini par la plaque de base (20) de
telle sorte que le premier élément de surface (13, 13a) s'applique également à au
moins une, en particulier deux ou plusieurs plaques de base avoisinantes (20),
h) où le deuxième élément de surface (13, 13a) lors de l'application à la plaque de
base (20) est incliné par rapport à un plan défini par la plaque de base (20) de telle
sorte que le deuxième élément de surface (13, 13b) s'applique également à au moins
une, en particulier deux ou plusieurs plaques de base avoisinantes (20),
i) où dans une étape finale, en particulier après qu'également aux plaques de base
avoisinantes (20), les verrouillages rotatifs respectifs (22) ont été amenés dans
leur troisième position respective, une vis de fixation (27) par laquelle le verrouillage
rotatif (22) est monté sur la plaque de base (20) est serrée par la fixation des éléments
de surface déjà fixés (13, 13a, 13b) à la plaque de base (20).
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel la transition entre les positions du
verrouillage rotatif (22) a lieu au moyen d'un mouvement de rotation d'un disque de
verrouillage (23) du verrouillage rotatif (22), où le mouvement de rotation est exécuté
en particulier au moyen d'un outil (35), et où le mouvement de rotation de la première
position par la deuxième position dans la troisième position, en une vue de dessus
de la plaque de base (20), est de préférence un mouvement de rotation dans le sens
des aiguilles d'une montre.