(19)
(11) EP 2 102 422 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.02.2012  Patentblatt  2012/09

(21) Anmeldenummer: 07819035.2

(22) Anmeldetag:  16.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04B 1/19(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2007/008966
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2008/071250 (19.06.2008 Gazette  2008/25)

(54)

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM BEFESTIGEN VON FLÄCHENELEMENTEN AN EINER TRAGKONSTRUKTION, INSBESONDERE EINEM RAUMFACHWERK

DEVICE AND METHOD FOR FIXING PLANAR ELEMENTS TO A SUPPORT CONSTRUCTION IN PARTICULAR A SPACEFRAME

DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE FIXATION D'ÉLÉMENTS DE SURFACE DESTINÉS À UNE STRUCTURE PORTEUSE, EN PARTICULIER À UNE CHARPENTE TRIDIMENSIONNELLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 13.12.2006 DE 102006059230

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.09.2009  Patentblatt  2009/39

(73) Patentinhaber: MERO-TSK International GmbH & Co. KG
97084 Würzburg (DE)

(72) Erfinder:
  • HOFMANN, Günther
    97234 Reichenberg (DE)
  • STÜHLER, Wolfgang
    97523 Schwanfeld (DE)

(74) Vertreter: Schlögl, Markus et al
Meissner, Bolte & Partner GbR Bankgasse 3
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 085 161
US-A- 5 624 200
FR-A- 2 652 843
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Befestigen von Flächenelementen an einer Tragkonstruktion, insbesondere einer räumlichen Tragkonstruktion, vorzugsweise einem Raumfachwerk.

    [0002] Bei den Flächenelementen kann es sich sowohl um Eindeckelemente oder Dachelemente für Dachkonstruktionen als auch um Fassadenelemente oder Wandelemente für Wandkonstruktionen handeln. In Betracht kommen hierfür Metallelemente ebenso wie Glasscheiben oder Flächenelemente aus anderen Materialien, beispielsweise aus Kunststoffen.

    [0003] Tragkonstruktionen bzw. Raumfachwerke finden beispielsweise Verwendung bei Dach- und Wandkonstruktionen. Die Tragkonstruktionen bzw. Raumfachwerke selbst sind hierbei typischerweise aus einem modularen System aus Stabelementen und Knotenelementen aufgebaut, wobei die Stabelemente bei der Erstellung des Fachwerks über die Knotenelemente miteinander verbunden sind. Raumfachwerke sind üblicherweise zweilagig, dreilagig oder mehrlagig aufgebaut, d.h. zwei, drei oder mehr Fachwerkebenen sind über Diagonalstäbe miteinander verbunden. Bekannt ist ein derartiges modulares System zur Erstellung von Raumfachwerken vor allem seitens der Firma MERO-TSK International GmbH & Co. KG mit Sitz in Würzburg/Deutschland. Bei der Dach- und Wandkonstruktion werden auch einlagige Tragkonstruktionen eingesetzt.

    [0004] Bei einer Dachkonstruktion wird die dem Boden zugewandte Seite der Tragkonstruktion bzw. des Raumfachwerks, d.h. die unterste Fachwerkebene, als Untergurt bezeichnet, die dem Boden abgewandte Seite, d.h. die oberste Fachwerkebene, wird als Obergurt bezeichnet.

    [0005] Bei Dachkonstruktionen wird häufig eine Eindeckung der Tragkonstruktion bzw. des Raumfachwerks gewünscht. Hierzu wird am Obergurt und/oder am Untergurt eine Eindeckung angebracht. Diese Eindeckung wird gebildet aus einer Vielzahl von Flächenelementen (Eindeckplatten, Verkleidungselemente), die an der Tragkonstruktion bzw. am Raumfachwerk befestigt sind. Gleiches gilt für Wandkonstruktionen, an denen häufig eine Abdeckung zur Ausbildung einer Fassade gewünscht ist.

    [0006] Die Montage dieser Flächenelemente ist sehr personalintensiv und damit teuer. Mehrere Monteure müssen zum einen die Flächenelemente in die gewünschte Position bringen, dort halten und gleichzeitig befestigen.

    [0007] Vorrichtungen zur Befestigung von Flächenelementen an einer Tragkonstruktion sind aus FR 2 652 843 A, US 5 624 200 A und EP 1 085 161 A bekannt.

    [0008] Dokument FR 2 652 843 A offenbart eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, dessen Verwendung , und ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 14.

    [0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine vorteilhafte Vorrichtung und ein vorteilhaftes Verfahren zum Befestigen von Flächeneleinenten an einer Tragkonstruktion anzugeben. Insbesondere sollen diese Vorrichtung und dieses Verfahren eine vereinfachte und damit kostengünstige Montage der Flächenelemente bei geringem Personaleinsatz ermöglichen.

    [0010] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung hinsichtlich der Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 und hinsichtlich des Verfahrens mit den Merkmalen nach Anspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Verwendungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0011] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Befestigen von Flächenelementen an einer Tragkonstruktion, insbesondere einem Raumfachwerk, umfasst mindestens eine an der Tragkonstruktion angebrachte oder anzubringende Basisplatte (auch; Auflageteller). Auf diese Basisplatte sind mindestens ein erstes Flächenelement und mindestens ein zweites Flächenelement zumindest teilweise aufgelegt oder auflegbar. Ferner umfasst die Vorrichtung mindestens eine auf der Basisplatte angeordneten Halteeinrichtung zur Fixierung der Flächenelements an der Basisplatte. Die Halteeinrichtung wiederum um-fasst eine Drehverriegelung, die zur Fixierung des ersten Flächenelements und des zweiten Flächenelements ausgebildet ist. Hierbei ist in einer ersten Stellung der Drehverriegelung das erste Flächenelement auf die Basisplatte auflegbar, in einer zweiten Stellung der Drehverriegelung ist das erste Flächenelement an der Basisplatte fixiert und das zweite Flächenelement ist auf die Basisplatte auflegbar, und in einer dritten Stellung der Drehverriegelung sind das erstes Flächenelement und das zweites Flächenelement an der Basisplatte fixiert.

    [0012] Die Erfindung sieht weiter vor, dass erstes und zweites Flächenelement an ihrer der Basisplatte zugewandten Unterseite einen zur Auflage auf der Basisplatte bestimmten Auflagebereich aufweisen. Dieser Auflagebereich ist zumindest abschnittsweise konvex geformt, das heißt nach außen gewölbt, insbesondere mit einem vorgegebenen Krümmungsradius.

    [0013] Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, dass die Vorrichtung eine schrittweise Anbringung der Flächenelemente ermöglicht. Es müssen nicht gleichzeitig zunächst zwei Flächenelemente aufgelegt und anschließend mittels Drehverriegelung fixiert werden. Vielmehr ermöglicht die Vorrichtung gemäß der Erfindung, dass - obwohl die Drehverriegelung für die Fixierung von zwei Flächenelementen vorgesehen ist - diese beiden Flächenelemente nicht gleichzeitig, sondern nacheinander anlegbar und fixierbar sind, d.h. zunächst lässt sich das erste Flächenelement anlegen und über die Drehverriegelung fixieren und anschließend das zweite Flächenelement. Dadurch wird die Montage der Flächenelemente wesentlich einfacher.

    [0014] Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht somit eine einfache und wenig Personal erfordernde Montage der Flächenelemente. In der Regel sollte eine Person die Montage durchführen können, bei großen Abmessungen der Flächenelemente im Meterbereich sollten zwei Monteure ausreichen. Darüber hinaus ermöglicht die einfache Anbringung eine zeitsparende Montage, und zwar sowohl bei einer Montage am Obergurt bzw. am Untergurt einer Dachkonstruktion als auch bei einer Montage an Wand- bzw. Fassadenkonstruktionen. Insgesamt lässt sich somit die Befestigung der Flächenelemente mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung kostensparend durchführen.

    [0015] Im Wesentlichen beruhen die Vorteile der Erfindung auf der einfachen Handhabbarkeit der Drehverriegelung. Alle für die Fixierung und Befestigung der Flächenelemente erforderlichen Bauteile sind bereits vor Ort vorhanden und müssen nicht mehr zeitaufwändig angeordnet werden. Die Montage erfolgt schlicht durch Drehung der Drehverriegelung von der ersten Stellung in die zweite Stellung und schließlich von der zweiten Stellung in die dritte Stellung.

    [0016] Die zumindest abschnittsweise konvexe Formung des Auflagebereichs der Flächenelemente erweist sich als vorteilhaft bei modernen Dachkonstruktionen, bei denen keine ebene Dachgestaltung vorgesehen ist, sondern vielmehr frei geformte Dachflächen gewünscht sind, beispielsweise Dächer mit Krümmungen, Wölbungen bzw. wellenförmige Dächer. Dies kann dazu führen, dass die einzelnen Flächenelemente gegeneinander und gegenüber der Basisplatte geneigt bzw. gekippt angeordnet werden müssen. Es ist daher eine Befestigung für die Flächeneletnente erforderlich, die eine Neigung aneinander grenzender Flächenelemente gegeneinander und auch eine Neigung einzelner oder aller Flächenelemente gegenüber der Basisplatte ermöglicht. Genau dies wird durch diese Ausführung erreicht. Die konvexe Krümmung bzw. Wölbung des Auflagerandes an der Unterseite des Flächenelements ermöglicht eine Neigung des Flächenelements gegenüber der Basisplatte, ohne dass hierbei eine unerwünschte deutliche Verschiebung der tatsächlichen Auflagefläche erfolgt. Vielmehr liegt das Flächenelement auch bei einer Neigung an oder nahe der Halteeinrichtungen an der Basisplatte auf, so dass die Neigung auch beim Festdrehen der Befestigungsschrauben aufrechterhalten bleibt, ohne dass Spannungen oder Belastungen innerhalb des Flächenelements entstehen. Dieses Ergebnis wird des Weiteren unterstützt durch die konvexe Krümmung des unteren Randes der Ausnehrnung des Flächenelements, da auf diese Weise auch die Verriegelungsscheibe immer optimal an diesem Rand angreift und dadurch das Flächenelement zuverlässig und stabil gegen die Basisplatte drückt und damit hieran befestigt.

    [0017] Bei den Flächenelementen kann es sich beispielsweise um Metallplatten, z.B. Edelstahlplatten, handeln. Diese eignen sich unter anderem zur Ausbildung eines Schattendaches. Hierzu können die Flächenelemente in geeigneter Weise perforiert sein, beispielsweise können Lochplatten bzw. Lockbleche verwendet werden. Bei den Flächenelementen kann es sich auch um Glasplatten, beispielsweise um reine Glasplatten oder um metallgefasste Glasplatten, handeln.

    [0018] Die Knotenelemente und Stabelemente der Tragkonstruktion bzw. Raumfachwerks bestehen üblicherweise aus Stahl, insbesondere aus verzinktem Stahl. Alternativ können auch die Knotenelemente und/oder die Stabelemente aus Aluminium, Edelstahl oder rostfreiem Stahl bestehen. Die Stabelemente können ferner aus Faserverbundwerkstoff, beispielsweise aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (auch; CFK) und/oder aus glasfasetverstärkten Kunststoffen (auch: GFK), bestehen bzw. diese umfassen.

    [0019] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Drehverriegelung eine um ihre senkrecht zur Scheibenfläche ausgerichtete Mittelachse drehbar gelagette, kreisförmige Verriegelungsscheibe mit mindestens einer vorzugsweise zumindest im Wesentlichen geradlinigen Abflachung am Scheibenumfang umfasst. Die geradlinige Abflachung stellt somit einen Schnitt entlang einer Kreissehne dar, die Verriegelungsscheibe ist in diesem Fall ein Kreissegment mit einem Mittelpunktswinkel größer 180°, wobei der Umfang von einem Kreisbogen und der bereits genannten Abflachung gebildet ist. Der Vorteil der vorgenannten drehbaren Verriegelungsscheibe liegt insbesondere in der sich hierdurch ergebenden besonders einfachen Handhabbarkeit der Drehverriegelung.

    [0020] Ergänzend kann vorgesehen sein, dass der ICteisbagen der Verriegelungscheibe in der zweiten Stellung der Drehverriegelung in eine Ausnehmung des ersten Flächenelements eingreift und in der dritten Stellung der Drehverriegelung in Ausnehmungen des ersten Flächenelements und des zweiten Flächenelements eingreift. Dies hat den Vorteil, dass die fixierende Verriegelungsscheibe und damit die gesamte Halteeinrichtung die Flächenelemente und damit die gesamte Eindeckung bzw. Abdeckung nicht überragt, was zu optisch bevorzugten Ergebnissen führt und einem üblicherweise gewünschten, einheitlichen, nicht durch störende Montageteile unterbrochenen Gesamteindruck der Eindeckung bzw. Abdeckung ermöglicht.

    [0021] Auch kann vorgesehen sein, dass ein der Basisplatte zugewandter Rand der Ausnehmung im Flächenelement hinsichtlich des Flächenelements konvex geformt ist, d.h. die Ausnehmung wird zu ihrer Mitte hier schmäler, das Flächenelement ist in die Ausnehmung hinein gewölbt. Gemäß einer Variante entspricht hierbei der Krümmungsradius dem vorgenannten Krümmungsradius des Auflagebereichs. Bei einem Hintergreifen der Flächenelemente durch die Verriegelungsscheibe, d.h. bei einem Angreifen der Verriegelungsscheibe an einer der Basisplatte gegenüberliegenden Seite der Flächenelemente, kann diese konvexe Formgebung analog im Angriffsbereich der Verriegelungsscheibe an dieser Außenseite des Flächenelements ausgebildet sein.

    [0022] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in der ersten Stellung der Drehverriegelung die Abflachung der Verriegelungsscheibe parallel zu einer Kante des ersten Flächenelements ausgerichtet ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass in der zweiten Stellung der Drehverriegelung der Kreisbogen der Verriegelungsscheibe in eine Ausnehmung des ersten Flächenelements eingreift und die Abflachung der Verriegelungsscheibe parallel zu einer Kante des zweiten Flächenelements ausgerichtet ist. Schließlich kann auch vorgesehen sein, dass in der dritten Stellung der Drehverriegelung der Kreisbogen der Verriegelungsscheibe in die Ausnehmung des ersten Flächenelements und in eine Ausnehmung des zweiten Flächenelements eingreift.

    [0023] Alternativ zu dem vorstehend beschriebenen Eingreifen der Vetriegelungsscheibe in Ausnehmungen der Flächenelemente kann auch jeweils vorgesehen sein, dass die Verriegelungsscheibe der Drehverriegelung das jeweilige Flächenelement hintergreift, d.h. an der der Basisplatte gegenüberliegenden Seite des Flächenelement an diesem angreift.

    [0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Verriegelungsscheibe für den überging von der ersten Stellung in die zweite Stellung und von der zweiten Stellung in die dritte Stellung im oder gegen den Uhrzeigersinn drehbar. Auch kann die Verriegelungsscheibe einen Anschlag aufweisen, der die dritte Stellung der Drehverriegelung durch sein Anlaufen gegen das erste Flächenelement definiert, da durch das Anlaufen eine weitergehende Drehbewegung der Verriegelungsscheibe unterbunden ist.

    [0025] In einer Ausgestaltung weist die Verriegelungsscheibe an und/oder im Bereich um ihren Radiusmittelpunkt eine Ausnehmung auf, über die sie mittels einer Befestigungsschraube an der Basisplatte angebracht ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass in der zweiten Stellung der Drehverriegelung in einem nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube das erste Flächenelement durch die Verriegelungsscheibe an der Basisplatte fixiert oder gehalten ist, und dass hierbei die Verriegelungsscheibe um die Befestigungsschraube drehbar an der Basisplatte angebracht ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass in der dritten Stellung der Drehverriegelung in einem nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube das erste Flächenelement und das zweite Flächenelement durch die Verriegelungsscheibe an der Basisplatte fixiert oder gehalten sind, und dass hierbei die Verriegelungsscheibe um die Befestigungsscheibe drehbar an der Basisplatte angebracht ist. Auch kann vorgesehen sein, dass in der dritten Stellung der Drehverriegelung in einem festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube das erste Flächenelement und das zweite Flächenelement durch die Verriegelungsscheibe fest gegen die Basisplatte gedrückt und dadurch an der Basisplatte befestigt sind, und dass hierbei die Verriegelungsscheibe fest, insbesondere nicht drehbar, an der Basisplatte befestigt ist.

    [0026] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Befestigung oder Festlegung des Flächenelements an der Basisplatte reversibel ausgebildet. Beispielsweise kann durch Lockern bzw. Lösen der Befestigungsschraube die Drehbarkeit der Verriegelungsscheibe wieder hergestellt werden, und ein Zurückdrehen in die Montagestellung der Drehverriegelung ermöglicht dann die Demontage des Flächenelements.

    [0027] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass ein Federelement, insbesondere ein die Befestigungsschraube umgebendes Federelement, als Abstandshalter zwischen Basisplatte und Verriegelungsscheibe angeordnet ist. Dadurch ist sichergestellt, dass das Verriegelungselement in der gewünschten Höhe über der Basisplatte bereit steht, so dass es beispielsweise ohne weitere Justierarbeiten direkt in entsprechende Ausnehmungen der Flächenelemente auf entsprechender Höhe über der Basisplatte eindrehbar ist. Auch ermöglicht das Federelement eine Vormontage der Basisplatte, d.h. die Halteeinrichtungen können bereits auf der Basisplatte vormontiert sein, die Drehverriegelung ist vor Ort sofort einsatzbereit.

    [0028] Zur Vermeidung störender Geräusche, vor allem Knitschgeräusche, der fertigen Tragkonstruktion mit Eindeckung bzw. Abdeckung erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Flächenelement über ein Dämpfungselement, insbesondere eine Teflonscheibe, auf der Basisplatte aufliegt. Ein direkter Kontakt zwischen Flächenelement und basisplatte wird dadurch vermieden. Bei Relativbewegungen bewegt sich das Flächenelement dann nicht direkt auf der Oberfläche der Basisplatte, was andernfalls zu unerwünschten Knirschgeräuschen führen könnte. Vielmehr werden die Relativbewegungen von dem Dämpfungselement aufgefangen bzw. das Dämpfungselement verhindert einen direkten Reibungskontakt zwischen Flächenelement und Basisplatte, ohne dass hierbei unerwünschte Geräusche hervorgerufen werden.

    [0029] Gemäß einer Weiterbildung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass erstes und zweites Flächenelement jeweils zumindest eine Ecke aufweisen. Insbesondere können die Flächenelemente in Draufsicht die Form eines Polygons, insbesondere eines Dreiecks, beispielsweise eines gleichschenkligen Dreiecks, aufweisen. Selbstverständlich sind auch beliebige andere Formen möglich, beispielsweise Rechtecke oder Quadrate. Jeweils eine der Ecken des ersten und des zweiten Flächenelements sind gemäß dieser Weiterbildung zur Auflage auf der Basisplatte bestimmt oder liegen auf der Basisplatte auf. Auf der Basisplatte sind die aufliegenden Ecken durch jeweils zwei Halteeinrichtungen fixiert oder fixierbar. Die anderen Ecken der Flächenelemente liegen auf anderen, insbesondere benachbarten Basisplatten auf. Der Vorteil liegt hierbei insbesondere darin, dass sich Ecken besonders sicher und stabil durch zwei Halteeinrichtungen fixieren und befestigen lassen, insbesondere durch Anordnung je einer Halteeinrichtung an den beiden an die Ecke angrenzenden Kanten des Flächenelements.

    [0030] Da die Drehverriegelung und damit die Halteeinrichtung zur gleichzeitigen Fixierung zweier Flächenelemente auf der Basisplatte ausgebildet ist, entspricht bei Vorsehen von zwei Halteeinrichtungen pro Ecke eines Flächenelements die Zahl der Halteeinrichtungen auf der Basisplatte der Zahl der dort anzulegenden Flächenelemente.

    [0031] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Fixierung der Flächenelemente an der Basisplatte form- und/oder kraftschlüssig erfolgt.

    [0032] Gemäß einer Ausführungsvariante ist das Flächenelement eine Platte mit seitlichen Aufkantungen. Der Auflagebereich ist an einem der Platte gegenüberliegenden Rand der Aufkantung ausgebildet. Ergänzend kann dann die Ausnehmung im Flächenelement in der seitlichen Aufkantung angeordnet sein.

    [0033] Gemäß einer Weiterbildung weist die Drehverriegelung, insbesondere die Verriegelungsscheibe, Ausnehmungen und/oder Vorsprünge auf, über die die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe mittels eines mit diesen Ausnehmungen und/oder Vorsprüngen korrespondierenden Werkzeugs durchführbar ist. Dies erleichtert die Montage.

    [0034] Eine Ausführungsvariante der Erfindung sieht vor, dass die Basisplatte zur Auflage mehrerer Flächenelemente, insbesondere von zwei oder vier oder sechs oder acht Flächenelementen, ausgebildet ist. Ferner kann auf der Basisplatte eine entsprechende Anzahl an Halteeinrichtungen angeordnet sein, wobei hierbei die Drehverriegelung jeder Halteeinrichtung zur Fixierung von zwei Flächenelementen ausgebildet ist. Ferner ist in diesem Fall jedes Flächenelement durch zwei Halteeinrichtungen an der Basisplatte fixiert oder fixierbar.

    [0035] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Tragkonstruktion ein einlagiges oder zweilagiges oder dreilagiges oder mehrlagiges Raumfachwerk umfassend Stabelemente und Knotenelemente und die Basisplatte ist an einem der Knotenelemente befestigt, insbesondere über ein oder mehrere Distanzelemente und/oder über ein Kugelgelenk.

    [0036] Die Erfindung sieht ferner eine Verwendung der vorbeschriebenen Vorrichtung in einer Tragkonstruktion, insbesondere einem Raumfachwerk, vor. Am Obergurt und/oder am Untergurt bzw. an Vorder- und/oder Rückseite der Tragkonstruktion ist eine Eindeckung bzw. Abdeckung angeordnet, wobei die Eindeckung bzw. Abdeckung aus Flächenelementen gebildet ist, die über die vorgenannte Vorrichtung an der Tragkonstruktion, insbesondere an den Knotenelementen, befestigt sind.

    [0037] Das Verfahren gemäß der Erfindung zum Befestigen von Flächenelementen an einer Tragkonstruktion, insbesondere einem Raumfachwerk umfassend Stabelemente und Knotenelemente, sieht vor, dass die Befestigung mittels mindestens einer der vorgenannten Vorrichtungen gemäß der Erfindung erfolgt. Gemäß dem Verfahren ist zunächst vorgesehen, dass die Drehverriegelungen in ihrer ersten Stellung sind oder in ihre erste Stellung gebracht werden. Anschließend wird das erste Flächenelement an die Basisplatte angelegt. Danach wird die Drehverriegelung in ihre zweite Stellung gebracht zur Fixierung des ersten Flächenelements. Anschließend wird das zweite Flächenelement an die Basisplatte angelegt, und wiederum anschließend wird die Drehverriegelung in ihre dritte Stellung gebracht zur Fixierung des ersten Flächenelements und des zweiten Flächenelements.

    [0038] Das zur befestigende Flächenelement weist an seiner der Basisplatte zugewandten Unterseite einen zur Auflage auf der Basisplatte bestimmten Auflagebereich auf, der zumindest abschnittsweise konvex geformt ist, insbesondere mit einem vorgegebenen Krümmungsradius. Dies ermöglicht als zusätzlichen Verfahrensschritt, dass das erste Flächenelement beim Anlegen an die Basisplatte gegenüber einer durch die Basisplatte definierten Ebene derart geneigt wird, dass das erste Flächenelement auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten anliegt, und dass auch das zweite Flächenelement beim Anlegen an die Basisplatte gegenüber einer durch die Basisplatte definierten Ebene derart geneigt wird, dass das zweite Flächenelement auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten anliegt. In einem abschließenden Schritt, insbesondere nachdem auch an den benachbarten Basisplatten die jeweiligen Drehverriegelungen in ihre jeweilige dritte Stellung gebracht sind, wird eine Befestigungsschraube, über die die Drehverriegelung an der Basisplatte angebracht ist, festgezogen zur Befestigung der bereits fixierten Flächenelemente an der Basisplatte,

    [0039] Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass der Übergang zwischen den Stellungen der Drehverriegelung mittels Drehbewegung einer Verriegelungsscheibe der Drehverriegelung erfolgt, wobei die Drehbewegung insbesondere mittels eines Werkzeugs ausgeführt wird und wobei die Drehbewegung von der ersten Stellung über die zweite Stellung in die dritte Stellung vorzugsweise bei Draufsicht auf die Basisplatte eine Drehbewegung im Uhrzeigersinn ist.

    [0040] Die Vorteile der genannten Verfahren gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vorstehenden Ausführungen zur Vorrichtung.

    [0041] Insgesamt wird durch die Erfindung eine Vorrichtung und ein Verfahren angegeben, durch die bzw. das sich auf einfache Weise, mit wenig Personaleinsatz, schnell und kostengünstig die Flächenelemente auf einer Tragkonstruktion befestigen bzw. montieren lassen. Ferner ermöglicht die Erfindung in vorteilhafter Weise die Ausbildung eines gewölbten, gerundeten oder wellenförmigen Daches mit Eindeckung.

    [0042] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
    FIG 1
    ein Raumfachwerk in einer perspektivischen Darstellung,
    FIG 2
    einen vergrößert dargestellten Ausschnitt des Raumfachwerks nach FIG 1 in einer perspektivischen Darstellung,
    FIG 3
    eine Seitenansicht des Raumfachwerks nach FIG 1,
    FIG 4
    in einer teilweisen perspektivischen Explosionszeichnung ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen gemäß der Erfindung,
    FIG 5
    eine Seitenansicht eines Teils der in FIG 4 gezeigten Vorrichtung,
    FIG 6
    eine Draufsicht auf die Eindeckung eines Raumfachwerks mit gemäß der Erfindung befestigen Flächenelementen,
    FIG 7
    ein gemäß der Erfindung an einem Raumfachwerk befestigtes Flächenelement,
    FIG 8
    in vergrößerter Darstellung einen Teil des gemäß FIG 7 am Raumfachwerk befestigten Flächenelements,
    FIG 9 und FIG 10
    in Draufsicht acht bzw. vier gemäß der Erfindung über eine gemeinsame Basisplatte an einem Raumfachwerk befestigte Flächenelemente,
    FIG 11
    eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A in FIG 9 bzw. FIG 10,
    FIG 12
    eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie C-C in FIG 9 bzw. FIG 10,
    FIG 13 bis FIG 25
    als Abfolge von Darstellungen die Befestigung von Flächenelementen an einem Raumfachwerk mittels eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
    FIG 26
    ein Beispiel für ein Werkzeug zur Durchführung der Drehbewegung innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Befestigung von Flächenelementen an einem Raumfachwerk, und
    FIG 27
    eine spezielles Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen gemäß der Erfindung, ausgebildet und bestimmt für Randbereiche des Raumfachwerks.


    [0043] Einander entsprechende Teile und Komponenten sind in FIG 1 bis FIG 26 mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

    [0044] FIG 1 bis FIG 3 zeigen ein Raumfachwerk 10, FIG 1 in einer perspektivischen Überblicksdarstellung, FIG 2 in einer vergrößerten Ausschnittsdarstellung und FIG 3 in einer Seitenansicht. Es handelt bei diesem Raumfachwerk 10 um eine gewellte Dachkonstruktion. Das Raumfachwerk 10 ist aufgebaut aus Stabelementen 12, die über Knotenelemente 11 miteinander verbunden sind. Es handelt sich um ein zweilagiges Raumfachwerk 10, das heißt die Knotenelemente 11 sind in zwei im Wesentlichen parallel übereinander liegenden, hier gewellten Flächen angeordnet. Die Anordnung der Knotenelemente 11 erfolgt dabei derart, dass in einer Längsrichtung des Raumfachwerks 10 (in FIG 2 quer zur Zeichenebene) in jeder Fläche die Knoten in (hier gewellten) Linien angeordnet sind und diese Linien zwischen den übereinander angeordneten Flächen zueinander versetzt sind. In einer Querrichtung des Raumfachwerks 10 (in FIG 2 perspektivisch in die Zeichenebene hinein) sind die Knotenelemente 11 in (hier geraden) Linien angeordnet, wobei auch diese Querlinien in den übereinander angeordneten Flächen zueinander versetzt angeordnet sind. Die Stabelemente 12 innerhalb einer Fläche ergeben somit ein im wesentliches quadratisches oder rechteckiges Muster, bei den Stabelementen 12 zwischen den Flächen handelt es sich hingegen um schräg verlaufende Stabelemente 12. Die dem Boden zugewandte Unterseite des Raumfachwerks 10 wird als Untergurt 39, die dem Untergurt 39 gegenüberliegende Seite wird als Obergurt 38 bezeichnet. In den Figuren sind ferner Tragpfeiler 41 des Raumfachwerks 10 zu erkennen.

    [0045] FIG 4 zeigt in einer perspektivischen, teilweisen Explosionszeichnung ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen 13 gemäß der Erfindung. Zu erkennen ist zunächst eine Basisplatte 20 (auch: Auflageteller), die über eine Befestigungseinrichtung 46a an ihrer Unterseite an den Knotenelementen 11 des Raumfachwerks 10 anbringbar ist. Diese Befestigungseinrichtung 46a kann - wie gezeigt - starr ausgebildet sein. Es ist aber auch das Vorsehen eines Gelenkes, beispielsweise eines Kugelgelenkes möglich. In diesem Fall ist die Basisplatte 20 gegenüber dem Knotenelement 11 beweglich, die Basisplatte 20 kann in gewünschter Weise ausgerichtet werden. Zur Anbringung an einem Knotenelement 11 wird die Befestigungseinrichtung üblicherweise in eine Gewindebohrung des Knotenelements 11 eingeschraubt. Die Befestigungseinrichtung ist dabei derart ausgebildet, dass der Abstand der Basisplatte 20 vom Knotenelement 11 den Vorgaben entspricht, gegebenenfalls werden geeignete Distanzelemente vorgesehen. Um bei der Montage der Basisplatte 20 an dem jeweiligen Knotenelement 11 die vorgesehene Ausrichtung sicher zu stellen, ist eine Orientierungshilfe 44, hier eine Einkerbung 44, an der Basisplatte angebracht.

    [0046] Auf der Basisplatte 20 sind mehrere Halteeinrichtungen 21 angeordnet, über die die Flächenelemente 13 an der Basisplatte befestigt werden. Eine dieser Halteeinrichtungen 21 ist in einer Explosionszeichnung dargestellt. FIG 5 zeigt ergänzend eine Seitenansicht eines dieser Halteeinrichtungen 21. Die Halteeinrichtungen 21 umfassen jeweils eine Drehverriegelung 22 (auch: Twist Lock), die wiederum eine Verriegelungsscheibe 23 (auch: Einreiber) aufweist. Bei dieser Verriegelungsscheibe 23 handelt es sich um eine im Wesentlichen kreisförmige Scheibe, die an ihrem Umfang eine Abflachung 24 entsprechend einer Kreissehne aufweist. Die Verriegelungsscheibe 23 hat somit die Form eines Kreissegments, dessen Umfang von der bereits erwähnten Abflachung 24 und einem Kreisbogen 25 gebildet ist. Die Verriegelungsscheibe kann grundsätzlich aus beliebigen Materialien bestehen, von Vorteil ist eine Ausbildung aus Metall, insbesondere aus Edelstahl.

    [0047] Die Verriegelungsscheibe 23 ist drehbar an der Basisplatte 20 angebracht, und zwar drehbar um eine senkrecht zur Verriegelungsscheibe 23 durch deren Radiusmittelpunkt M verlaufende Mittelachse A. Hierzu ist die Verriegelungsscheibe 23 über eine Befestigungsschraube 27, die in ein korrespondierendes Innengewinde 45 in der Basisplatte 20 eingreift, mit der Basisplatte 20 verbunden. Für die gewünschte Distanz (beispielsweise 20 mm) zwischen Verriegelungsscheibe 23 und Basisplatte 20 sorgt ein Federelement 28, das als Abstandhalter die Befestigungsschraube 27 umgibt. Bei dem Federelement 28 kann es sich beispielsweise um ein elastisches Kunststoffelement handeln, beispielsweise um ein Polyethylen-Element (z.B. eine Stück einer PE-Schnur bzw. eines PE-Schlauches) oder um ein Gummielement, aber auch um eine Stahlfeder. Zwischen Federelement 28 und Basisplatte 20 ist ferner ein Dämpfungselement 29, beispielsweise eine Teflonscheibe 29, vorgesehen, das direkt auf der Basisplatte aufliegt. Dieses Dämpfungselemente 29 sind hinsichtlich ihrer Größe derart gewählt, dass die Flächenelemente 13 nicht direkt an der Basisplatte 20 anliegen, sondern über die Dämpfungselemente 29. Dadurch werden unerwünschte Geräusche unterbunden, beispielsweise ein Knirschgeräusch, die andernfalls aufgrund von Relativbewegungen zwischen Flächenelementen 13 und Basisplatte 20 entstehen können.

    [0048] An der Abflachung 24 der Verriegelungsscheibe 23 ist ein Anschlag 30 ausgebildet, der die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe 23 begrenzt. Bevorzugt ist dieser Anschlag 30 einstückig bzw. einteilig mit der Verriegelungsscheibe 23 verbunden, beispielsweise kann er direkt durch Stanzen und Ausbiegen aus der Verriegelungsscheibe 23 hervorgehen. Die Funktion des Anschlags 30 wird untenstehend näher erläutert.

    [0049] Ferner weist die Verriegelungsscheibe 23 Ausnehmungen 34 auf, die für den Eingriff eines speziellen Werkzeugs 35 (siehe FIG 26) zur Durchführung der Drehbewegung der Verriegelungsscheibe 27 bestimmt sind. Dieses Werkzeug 35 weist hierzu einen Vorsprung 36 auf, der mit den Ausnehmungen 34 in der Verriegelungsscheibe 23 korrespondiert. Um das Werkzeug 35 in jeder Drehposition der Verriegelungsscheibe 23 ansetzen zu können, sind drei Ausnehmungen vorgesehen.

    [0050] Vor der Anbringung und Befestigung der Flächenelemente 13 an der Basisplatte 20 sind die Befestigungsschrauben 27 nicht fest angezogen, sie sorgen zusammen mit dem Federelement 28 lediglich dafür, dass die Verriegelungsscheibe 23 in der gewünschten Distanz an der Basisplatte 20 angeordnet ist. Diese bewegliche Anbringung ermöglicht die für die Montage der Flächenelemente 13 erforderliche Drehbarkeit der Verriegelungsscheibe 23. Diese Anbringung mittels Befestigungsschraube 27 und Federelement 28 ist bevorzugt jedoch derart fest, dass die Verriegelungsscheibe 23 auch im nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube 27 unter üblicherweise in der einmal eingenommenen Drehstellung und damit in einer vorgegebenen Orientierung verbleibt und nur bei gezielter Krafteinwirkung in eine andere Drehstellung bringbar ist. Erst nach einer Fixierung der Flächenelemente 13 an der Basisplatte 20 über die Verriegelungsscheibe 23 wird die Befestigungsschraube 27 festgezogen und damit die Flächenelemente 13 an der Basisplatte sicher befestigt. Dann ist die Verriegelungsscheibe 23 nicht mehr drehbar. Um die Befestigungsschraube 27 im festgezogenen Zustand zusätzlich zu sichern, ist eine selbsthemmende Sicherungsmutter 43 vorgesehen, die nach Festziehen der Befestigungsschraube 27 von der Gegenseite her festgezogen wird. Ferner verhindert eine Zahnscheibe 42 zwischen der Verriegelungsscheibe 23 und dem Kopf der Befestigungsschraube 27 die Lockerung der Verriegelungsscheibe 23 bzw. der Befestigungsschraube 27.

    [0051] Anhand von FIG 3 wurde bereits der Untergurt 39 und der Obergurt 38 des Raumfachwerks 10 erläutert. An Untergurt 39 und/oder Obergurt 38 ist eine Eindeckung 40, die aus Flächenelementen 13 zusammengesetzt ist, anzubringen. Der beispielhafte Aufbau einer derartigen Eindeckung 40 aus den Flächenelementen 13 ist in FIG 6 in Draufsicht gezeigt. Die Flächenelemente 13 sind in der Draufsicht gleichschenklige Dreiecke. In Betracht kommen beispielsweise Metallbleche, beispielsweise Edelstahlbleche, für die Ausbildung eines Schattendaches. Eine Variante sind hier Lochbleche. Bei den Flächenelementen 13 kann es sich aber auch um Kunststoff- oder Glaselemiente handeln, gegebenenfalls um metallgefasste Glaselemente. Die beim Dachaufbau entstehenden Fugen zwischen den Flächenelementen 13 können offen bleiben, es ist aber auch eine Verfugung zur Abdichtung der Dachkonstruktion möglich.

    [0052] Die Anordnung der Flächenelemente 13 erfolgt derart, dass sämtliche Ecken der Flächenelemente 13 in der Draufsicht über Knotenelementen 11 angeordnet sind und dementsprechend auf an diesen Knotenelementen 11 angebrachten Basisplatten 20 aufliegen. Der in FIG 6 gezeigte Aufbau der Eindeckung 40 lässt zwei verschiedene Arten von Basisplatten 20 erkennen. Auf einer ersten Art liegen die Basiswinkel-Ecken der gleichschenkligen Flächenelement-Dreiecke auf, hier Ecken mit einem etwa 45°-Winkel, d.h. jeweils insgesamt acht Flächenelemente 13. Auf der zweiten Art liegen die Spitzenwinkel-Ecken der gleichschenkligen Flächenelement-Dreiecke auf, hier Ecken mit einem etwa 90°-Winkel, d.h. jeweils vier Flächenelemente 13. Weitere Details über die Anbringung der Flächenelemente 13 auf diese beiden Arten von Basisplatten zeigen FIG 9 und FIG 10. Der in FIG 6 gezeigte Aufbau ist so gewählt, dass die erste Art von Basisplatten 20 an Knotenelementen 11 der jeweils direkt an die Abdeckung 40 angrenzenden Knotenfläche des Raumfachwerks 10 angebracht ist, wohingegen die zweite Art von Basisplatten 20 an Knotenelementen 11 der darunter liegenden zweiten Knotenfläche des Raumfachwerks 10 angebracht sind, und zwar über geeignete Distanzelemente 37, insbesondere Distanzstäbe 37 (siehe hierzu FIG 7).

    [0053] FIG 6 (und auch FIG 7 und FIG 8) zeigt, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung eine Befestigung der Flächenelemente ermöglicht, ohne dass Montageteile wie die Halteeinrichtungen 21 die Eindeckung 40 überragen. Dies ermöglich einen ansprechenden optischen Gesamteindruck. Um das Raumfachwerk vollständig zu verkleiden, kann sowohl der Obergurt 38 als auch der Untergurt 39 mit einer Eindeckung 40 versehen werden. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist für die Befestigung der Flächenelemente 13 sowohl an Obergurt 38 als auch an Untergurt 39 geeignet und ermöglicht jeweils eine einfache Montage mit wenig Personal. Üblicherweise sollten zwei Monteure die Montage problemlos ausführen können. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Flächenelemente 13 üblicherweise Abmessungen in der Größenordnung von Metern aufweisen.

    [0054] FIG 7 und FIG 8 zeigen ein gemäß der Erfindung an einem Raumfachwerk 10 befestigtes Flächenelement 13. Dieses Flächenelement 13 ist in Draufsicht ein gleichschenkliges Dreieck mit Ecken 15 und Kanten 16. Es umfasst eine als Lochplatte aus Edelstahl ausgebildete Platte 31 mit seitlichen Aufkantungen 32 an einer Unterseite 17 des Flächenelements 13. Am unteren Rand 33 dieser Aufkantungen 32 ist an den Ecken jeweils ein Auflagebereich 18 zur Anlage an den Basisplatten 20 gebildet (siehe hierzu FIG 11). Auf dem Flächenelement 13 ist ein Kennzeichnungsschild 47 zur Identifizierung und Zuordnung des Bauteils angebracht.

    [0055] Die beiden Basiswinkel-Ecken (hier Ecken mit einem etwa 45°-Winkel) des Flächenelements 13 sind auf einer ersten Art von Basisplatte 20 angebracht, die direkt auf Knotenelementen 11 der nächstliegenden Knotenfläche angebracht sind. Die Spitzenwinkel-Ecke (hier Ecken mit etwa einem 90°-Winkel) des Flächenelements 13 ist auf einer zweiten Art von Basisplatten 20 angebracht, die über die bereits angesprochenen Distanzstäbe 37 an jeweils einem Knotenelement 11 einer darunter liegenden zweiten Knotenfläche angebracht sind. Auf den Basisflächen 20 sind die bereits erläuterten Halteeinrichtungen 21 mit Drehverriegelung 22, Verriegelungsscheibe 23, Befestigungsschraube 27 und Dämpfungselement 29 angeordnet, und zwar auf der ersten Art von Basisscheiben 20 acht Halteeinrichtungen 21 für die acht aufzulegenden Flächenelemente 13 und auf der zweiten Art von Basiselementen 20 vier Halteeinrichtungen 21 für die vier aufzulegenden Flächenelemente 13.

    [0056] Insbesondere FIG 8 zeigt, dass die Ecke 15 des Flächenelement 14 durch zwei Halteeinrichtungen 21 auf der Basisplatte 20 fixiert und schließlich befestigt wird. Hierzu greifen die Verriegelungsscheiben 23 der Halteeinrichtungen 21 in Ausnehmungen 14 in den seitlichen Aufkantungen 32 des Flächenelements 13 ein. Dieser Eingriff erfolgt über eine entsprechende Drehung der jeweiligen Verriegelungsscheibe 23.

    [0057] FIG 9 und FIG 10 zeigen in Draufsicht acht bzw. vier gemäß der Erfindung über eine gemeinsame Basisplatte 20 an einem Raumfachwerks 10 befestigte Flächenelemente 13. Der Unterschied liegt in der Anzahl der jeweils auf der Basisplatte 20 aufliegenden Flächenelemente 13, FIG 9 zeigt die bereits angesprochene erste Art von Basisplatten 20 mit acht Halteeinrichtungen 21 für die Fixierung und Befestigung von acht Flächenelementen 13, FIG 10 zeigt die ebenfalls bereits angesprochene zweite Art von Basisplatten 20 mit vier Halteeinrichtungen 21 für die Fixierung und Befestigung von vier Flächenelementen 13. In FIG 9 und FIG 10 ist zu erkennen, dass jede Ecke 15 der Flächenelemente 13 von zwei Halteeinrichtungen 21 fixiert und befestigt wird. Weiter ist zu erkennen, dass andererseits jede Halteeinrichtung 21 für die Fixierung und Befestigung von zwei Flächenelementen 13 ausgebildet ist. Dementsprechend entspricht die Anzahl der Halteeinrichtungen 21 auf einer Basisplatte 20 der Anzahl der auf dieser Basisplatte 20 anzubringenden Flächenelemente 13.

    [0058] In FIG 9 und FIG 10 befinden sich Drehverriegelungen die Halteeinrichtungen 21 in ihrer Fixierstellung, und zwar konkret in ihrer dritten Stellung, in der beide Flächenelemente 13 fixiert sind. Diese dritte Stellung ist definiert über den Anschlag 30 der Verriegelungsscheibe 23, der - wie in FIG 9 und FIG 10 gezeigt - gegen eine der Flächenelemente 13 anschlägt und somit eine weitere Drehung der Verriegelungsscheibe 23 im Uhrzeigersinn verhindert.

    [0059] Weitere Details der Befestigung der Flächenelemente 13 mittels des gezeigten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigen die Darstellungen in FIG 11 und FIG 12. Der Detailaufbau der Halteeinrichtungen 21 ist in FIG 9 und FIG 10 identisch, FIG 11 zeigt somit eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A sowohl in FIG 9 als auch in FIG 10. FIG 12 zeigt eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie C-C sowohl in FIG 9 als auch in FIG 10.

    [0060] In FIG 11 ist die Befestigung der Basisplatte 20 an dem Knotenelement 11 mittels der Befestigungseinrichtungen 46a und 46b zu erkennen. Ferner sind in FIG 11 und FIG 12 die Halteeinrichtungen 21 und ihr Zusammenwirken mit den Flächenelementen 13 zu erkennen. Insbesondere FIG 12 zeigt das Zusammenwirken einer Halteeinrichtung 21 mit zwei Flächenelementen 13, einem ersten Flächenelement 13a und einem zweiten Flächenelement 13b. Das erste Flächenelement 13a weist eine erste Kante 16a und eine erste Ausnehmung 14a in dieser ersten Kante 16a auf, das zweite Flächenelement 13b weist eine zweite Kante 16b und eine Ausnehmung 14b in dieser zweiten Kante 16b auf. In der dargestellten (dritten) Stellung greift die Verriegelungsscheibe 23 in beide Ausnehmungen 14a, 14b beider Flächenelemente 13a, 13b ein und fixiert diese an der Basisplatte 20.

    [0061] FIG 11 zeigt eine weitere, vorteilhafte Ausbildung im Zusammenhang mit der Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen gemäß der Erfindung. Dachkonstruktionen in Wellenform erfordern eine entsprechende Formgebung der Eindeckung 40. Dementsprechend müssen somit gegebenenfalls die einzelnen Flächenelemente 13 gegeneinander geneigt an den Basisplatten 20 angelegt werden. Um dennoch eine möglichst optimale Befestigung und einen zweckmäßigen Auflagebereich der Flächenelemente 13 an der Basisplatte 20 zu erhalten, ist - wie in FIG 11 gezeigt - an der Unterseite 17 der Flächenelemente 13 um den Auflagebereich 18 eine konvexe Wölbung 48 ausgebildet. Diese konvexe Wölbung 48 ermöglicht ein Verkippen der Flächenelemente 13 gegenüber der Basisplatte 20, wobei hierbei weiterhin ein Auflagebereich 18 im Bereich der jeweiligen Halteeinrichtungen 21 erhalten bleibt, so dass eine stabile Befestigung des Flächenelements 13 auch bei Neigung gegenüber der Basisplatte 20 unter Beibehaltung der Neigung und ohne Hervorrufung innerer Spannungen bzw. Belastungen des Flächenelements 13 möglich ist.

    [0062] Dies wird unterstützt durch eine analoge Ausbildung des unteren Randes 19 der Ausnehmung 14 in der Kante 16 bzw. der Aufkantung 32 des Flächenelements 13. Auch dieser Rand 19 weist eine konvexe Wölbung 49 auf, die in die Ausnehmung 14 hinein gerichtet ist, d.h. die Ausnehmung verjüngt sich zu ihrer Mitte hin. Der Radius der Wölbung 49 des unteren Randes 19 der Ausnehmung 14 entspricht hierbei dem Radius der Wölbung 48 am Rand 33 der Aufkantung 32 des Flächenelements 13. Dadurch ist sichergestellt, dass die Verriegelungsscheibe 23 auch bei einer Verkippung bzw. Neigung des Flächenelements 13 gegenüber der Basisplatte 20 immer in einem mittleren Bereich und nicht nur mit einer Kante an dem unteren Rand 19 der Ausnehmung 14 angreift.

    [0063] Insgesamt ermöglicht somit die konvexe Formgebung der Ränder 33 und 19 des Flächenelements 13 die sichere Befestigung gegeneinander geneigter Flächenelemente 13 und damit die Ausbildung gewölbter, gekrümmter oder wellenförmiger Dachkonstruktionen mit Eindeckung.

    [0064] FIG 13 bis FIG 25 zeigen als Abfolge von Darstellungen die Funktionsweise des bereits erläuterten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen an einem Raumfachwerk. Sie verdeutlichen die einzelnen Montageschritte. Die Basisplatten 20 sind hierbei bereits in vorgesehener Weise an den Knotenelementen 11 des Raumfachwerks 10 befestigt. Die Basisplatte 20 ist vormontiert, die Halteeinrichtungen 21 sind über die Befestigungsschrauben 27, die noch nicht festgezogen sind, an der Basisplatte 20 angebracht, die Verriegelungsscheiben 23 der Drehverriegelungen 22 werden über Federelemente 28 im gewünschten Abstand und in der gewünschten Orientierung über der Basisplatte 20 gehalten.

    [0065] Die Verriegelungsscheibe ist bevorzugt bereits oder wird gegebenenfalls nunmehr derart ausgerichtet, dass die Abflachung 24 parallel zur Kante 16a des zuerst anzulegenden ersten Flächenelements 13a orientiert ist (siehe FIG 13). Dies wird als erste Stellung bzw. Montagestellung bezeichnet. Dadurch kann das erste Flächenelement 13a in der vorgesehenen Positionierung und gegebenenfalls auch Neigung an die Basisplatte 20 angelegt werden.

    [0066] Nach Anlegen des ersten Flächenelements 13a wird die Verriegelungsscheibe 23 im Uhrzeigersinn (in Draufsicht) in ihre zweite Stellung gedreht, gegebenenfalls mithilfe eines Spezialwerkzeugs entsprechend FIG 26. Dabei greift der Kreisbogen 25 der Verriegelungsscheibe 23 in die erste Ausnehmung 14a des ersten Flächenelements 13a ein und fixiert somit das erste Flächenelement 13a an der Basisplatte 20. Gleichzeitig ist in der zweiten Stellung die Abflachung 24 der Verriegelungsscheibe derart orientiert, dass die Abflachung 24 parallel zur Kante 16b des nunmehr anzulegenden zweiten Flächenelements 13b ausgerichtet ist (siehe FIG 14 und FIG 15).

    [0067] Nach dem Anlegen des zweiten Flächenelements 13b wird die Verriegelungsscheibe weiter im Uhrzeigersinn gedreht (siehe FIG 16), wiederum gegebenenfalls mithilfe des Spezialwerkzeugs entsprechend FIG 26, bis der Anschlag 30 gegen die erste Kante 16a des erste Flächenelement 13a anschlägt und dadurch eine weitere Drehung verhindert wird (siehe FIG 17). In dieser dritten Stellung greift der Kreisbogen 25 der Verriegelungsscheibe 23 sowohl in die erste Ausnehmung 14a des ersten Flächenelements 13a als auch in die zweite Ausnehmung 14b des zweiten Flächenelements 13b ein, so dass beide Flächenelemente 13a, 13b an der Basisplatte fixiert sind. Diese dritte Stellung ist in FIG 18 nochmals in seitlicher Schnittdarstellung gezeigt.

    [0068] Nunmehr wird die Befestigungsschraube 27 festgezogen und dadurch die Verriegelungsscheibe 23 fest gegen den unteren Rand 19 der Ausnehmungen 14a, 14b der Flächenelemente 13a, 13b gedrückt (siehe FIG 19). Dadurch werden die Flächenelemente 13a, 13b zwischen Verriegelungsscheibe 23 und Basisplatte 20 eingeklemmt und damit fest an der Basisplatte befestigt. Nunmehr ist auch die Verriegelungsscheibe 23 nicht mehr drehbar, sondern ebenfalls fest über die Befestigungsschraube 27 an der Basisplatte 20 befestigt. Die Zahnscheibe 42 verhindert die Lockerung der Verriegelungsscheibe 23. Das Federelement 28 wird beim Festdrehen der Befestigungsschraube 27 gegebenenfalls zusammengedrückt. Wie in FIG 19 gezeigt, erfolgt die Anlage der Flächenelemente 13a, 13b nicht direkt an der Basisplatte 20, sondern über das Dämpfungselement 29, eine Teflonscheibe 29.

    [0069] Um die Befestigung der Flächenelemente 13a, 13b zusätzlich zu sichern, wird nun die selbsthemmende Sicherungsmutter 43, die bereits an der Befestigungsschraube vormontiert ist, festgezogen (siehe FIG 20).

    [0070] FIG 21 bis FIG 24 zeigen eine fakultative Möglichkeit, als zusätzliche Sicherungseinrichtung einen Draht 50 (auch: ein Drahtseil) zur Verbindung der an einer Basisplatte 20 angelegten Flächenelemente 13 anzubringen. Hierzu wird vor Anlegen des letzen Flächenelements 13 an der jeweiligen Basisplatte 20 der Draht 50 durch die Ausnehmungen 14 in den bereits angelegten Flächenelementen 13 gefädelt (siehe FIG 21 und FIG 22). Anschließend wird der Draht 50 durch die Ausnehmungen 14 des noch nicht angelegten Flächenelements 13 gefädelt (siehe FIG 23) und anschließend an seinen Enden verdrillt (siehe FIG 24), gegebenenfalls mit Hilfe eines Werkzeugs bzw. einer Spannvorrichtung. Anschließend wird das letzte Flächenelement 13 in der bereits beschriebenen Weise befestigt, FIG 25 zeigt den Endzustand, in dem alle vorgesehenen Flächenelemente 13 an der Basisplatte befestigt sind.

    [0071] Das in FIG 26 gezeigte Spezialwerkzeug 35 mit Vorspruch 36 zur Durchführung der Drehbewegung der Verriegelungsscheibe 23 wurde bereits obenstehend erläutert.

    [0072] FIG 27 zeigt eine spezielles Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen 13 gemäß der Erfindung, ausgebildet und bestimmt für Randbereiche eines Raumfachwerks. Bei der hier gezeigten Basisplatte 20 ist lediglich auf der in der Figur linken Seite ein Flächenelement 13 angebracht, auf der rechten Seite endet das Raumfachwerk und damit auch die Eindeckung. Die dargestellte Halteeinrichtung 21 ist wiederum eine Drehverriegelung 22 mit Verriegelungsscheibe 23 entsprechend den obenstehenden Erläuterungen. Die Anbringung an der Basisplatte 20 erfolgt in der beschriebenen Weise über die Befestigungsschraube 27. Da jedoch die dargestellte Halteeinrichtung 21 nur ein Flächenelement 13 fixieren und befestigen muss, fehlt die Gegenabstützung durch ein zweites Flächenelement. Um ein Verkippen der Verriegelungsscheibe 23 insbesondere beim Festdrehen der Befestigungsschraube 27 zu vermeiden, ist auf dieser speziellen Rand-Basisplatte 20 ein Stützelement 51 bzw. eine Erhöhung vorgesehen, an der die Verriegelungsscheibe sich bei der Fixierung durch Drehen und/oder bei der Befestigung durch Festziehen der Befestigungsschraube abstützen kann.

    Bezugszeichenliste



    [0073] 
    10
    Tragkonstruktion, Raumfachwerk
    11
    Knotenelement
    12
    Stabelement
    13
    Flächenelement
    13a
    erstes Flächenelement
    13b
    zweites Flächenelement
    14
    Ausnehmung
    14a
    erste Ausnehmung
    14b
    zweite Ausnehmung
    15
    Ecke
    16
    Kante
    16a
    erste Kante
    16b
    zweite Kante
    17
    Unterseite
    18
    Auflagebereich
    19
    Rand
    20
    Basisplatte
    21
    Halteeinrichtung
    22
    Drehverriegelung
    23
    Verriegelungsscheibe
    24
    Abflachung
    25
    Kreisbogen
    26
    Ausnehmung
    27
    Befestigungsschraube
    28
    Federelement
    29
    Dämpfungselement
    30
    Anschlag
    31
    Platte
    32
    Aufkantung
    33
    Rand
    34
    Ausnehmung
    35
    Werkzeug
    36
    Vorsprung
    37
    Distanzelement
    38
    Obergurt
    39
    Untergurt
    40
    Eindeckung
    41
    Tragpfeiler
    42
    Zahnscheibe
    43
    selbsthemmende Sicherungsmutter
    44
    Orientierungshilfe, Einkerbung
    45
    Innengewinde
    46a,b
    Befestigungseinrichtungen
    47
    Kenzeichnungsschild
    48
    konvexe Wölbung
    49
    konvexe Wölbung
    50
    Draht
    51
    Stützelement



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Befestigen von Flächenelementen (13, 13a, 13b) an einer Tragkonstruktion (10), insbesondere einem Raumfachwerk (10),

    a) mit mindestens einer an der Tragkonstruktion (10) angebrachten oder anzubringenden Basisplatte (20),

    b) wobei mindestens ein erstes Flächenelemente (13, 13a) und mindestens ein zweites Flächenelement (13, 13b) zumindest teilweise auf die Basisplatte (20) aufgelegt sind,

    c) mit mindestens einer auf der Basisplatte (20) angeordneten Halteeinrichtung (21) zur Fixierung der Flächenelemente (13, 13a, 13b) an der Basisplatte (20),

    d) wobei die Halteeinrichtung (21) eine Drehverriegelung (22) umfasst,

    e) wobei die Drehverriegelung (22) zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements (13, 13b) ausgebildet ist, und

    f) wobei in einer ersten Stellung der Drehverriegelung (22) das erste Flächenelement auf die Basisplatte (20) auflegbar ist,

    g) wobei in einer zweiten Stellung der Drehverriegelung (22) das erste Flächenelement (13, 13a) an der Basisplatte (20) fixiert ist und das zweite Flächenelement (13, 13b) auf die Basisplatte (20) auflegbar ist, und

    h) wobei in einer dritten Stellung der Drehverriegelung (22) das erstes Flächenelement (13, 13a) und das zweites Flächenelement (13, 13b) an der Basisplatte (20) fixiert sind,

    i) wobei das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 13b) an ihrer der Basisplatte (20) zugewandten Unterseite (17) einen zur Auflage auf der Basisplatte (20) bestimmten Auflagebereich (18) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass

    j) der Auflagebereich (18) zumindest abschnittsweise konvex geformt ist.


     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,

    a) bei der die Drehverriegelung (22) eine um ihre senkrecht zur Scheibenfläche ausgerichtete Mittelachse (A) drehbar gelagerte, kreisförmige Verriegelungsscheibe (23) mit mindestens einer Abflachung (24) am Scheibenumfang umfasst,

    b) der Kreisbogen (25) der Verriegelungsscheibe (23) in der zweiten Stellung der Drehverriegelung (22) in eine Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelements (13, 13a) eingreift und in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in Ausnehmungen (14, 14a, 14b) des ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements (13b) eingreift.


     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der ein der Basisplatte (20) zugewandter Rand (19) der Ausnehmung (14, 14a, 14b) im Flächenelement (13, 13a, 13b) hinsichtlich des Flächenelements (13, 13a, 13b) konvex geformt ist, insbesondere mit einem dem vorgegebenen Krümmungsradius des Auflügebereichs (18) entsprechenden Krümmungsradius.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,

    a) bei der in der ersten Stellung der Drehverriegelung (22) die Abflachung (24) der Verriegelungsscheibe (23) parallel zu einer Kante (16a) des ersten Flächenelements (13, 13a) ausgerichtet ist,

    b) bei der in der zweiten Stellung der Drehveniegelung (22) der Kreisbogen (25) der Verriegtungsscheibe (23) in eine Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelements (13, 13a) eingreift und die Abflachung (24) der Verriegelungsscheibe (23) parallel zu einer Kante (16b) des zweiten Flächenelements (13, 13b) ausgerichtet ist, und

    c) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) der Kreisbogen (25) der Verriegelungsscheibe (23) in die Ausnehmung (14, 14a) des ersten Flächenelement (13, 13a) und in eine Ausnehmung (14, 14b) des zweiten Flächenelements (13, 13b) eingreift.


     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

    a) bei der die Verriegelungsscheibe (23) für den Übergang von der ersten Stellung in die zweite Stellung und von der zweiten Stellung in die dritte Stellung in Draufsicht im oder gegen den Uhrzeigersinn drehbar ist, und

    b) bei der die Verriegelungsscheibe (23) einen Anschlag (30) aufweist, der die dritte Stellung der Drehverriegelung (22) durch sein Anlaufen gegen das erste Flächenelement (13, 13a) definiert.


     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

    a) bei der die Verriegelungsscheibe (23) an und/oder im Bereich um ihren Radiusmittelpunkt (M) eine Ausnehmung (26) aufweist, über die sie mittels einer Befestigungsschraube (27) an der Basisplatte (20) angebracht ist,

    b) bei der in der zweiten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube (27)

    b1) das erste Flächenelement (13, 13a) durch die Verriegelungsscheibe (23) an der Basisplatte (20) fixiert ist, und

    b2) die Verriegelungsscheibe (23) um die Befestigungsschraube (27) drehbar an der Basisplatte (20) angebracht ist,

    c) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem nicht festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube (27)

    c1) das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 23b) durch- die Verriegelungsscheibe (23) an der Basisplatte (20) fixiert sind, und

    c2) die Verriegelungsscheibe (23) um die Befestigungsschraube (27) drehbar an der Basisplatte (20) angebracht ist, und

    d) bei der in der dritten Stellung der Drehverriegelung (22) in einem festgezogenen Zustand der Befestigungsschraube (27)

    d1) das erste Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 13b) durch die Verriegelungsscheibe (23) fest gegen die Basisplatte (20) gedrückt ist und dadurch an der Basisplatte (20) befestigt oder festgelegt ist, und

    d2) die Verriegelungsscheibe (23) fest, insbesondere nicht drehbar, an der Basisplatte (20) befestigt ist.


     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der ein Federelement (28) als Abstandshalter zwischen Basisplatte (20) und Verriegelungsscheibe (23) angeordnet ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Flächenelemente (13, 13a, 13b) über ein Dämpfungselement (29) auf der Basisplatte (20) aufliegen.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    a) bei der das erstes Flächenelement (13, 13a) und das zweite Flächenelement (13, 13b) zumindest jeweils eine Ecke (15) aufweisen,

    b) bei der jeweils eine der Ecken (15) des ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements (13, 13b) zur Auflage auf der Basisplatte (20) bestimmt ist oder auf der Basisplatte (20) aufliegt, und

    c) bei der jede auf der Basisplatte (20) aufliegende Ecke (15) durch zwei Halteeinrichtungen (21) an der Basisplatte (20) fixiert oder fixierbar ist.


     
    10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Flächenelement (13, 13a, 13b) eine Platte (31) mit seitlichen Aufkantungen (32) ist und der Auflagebereich (18) an einem der Platte (31) gegenüberliegenden Rand (33) der Aufkantung (32) ausgebildet ist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Drehverriegelung (22), insbesondere die Verriegelungsscheibe (23), Ausnehmungen (34) und/oder Vorsprünge aufweist, über die die Drehbewegung der Verriegelungsscheibe (23) mittels eines mit diesen Ausnehmungen (34) und/oder Vorsprüngen korrespondierenden Werkzeugs (35) durchführbar ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    a) bei der die Basisplatte (20) zur Auflage mehrerer Flächenelemente (13, 13a, 13b), insbesondere von zwei oder vier oder sechs oder acht Flächenelementen (13, 13a, 13b), ausgebildet ist,

    b) wobei auf der Basisplatte (20) eine entsprechende Anzahl an Halteeinrichtungen (21) angeordnet ist,

    c) wobei die Diehverriegelung (22) jeder Halteeinrichtung (21) zur Fixierung von zwei Flächenelementen (13) ausgebildet ist, und

    d) wobei jedes Flächenelement (13, 13a, 13b) durch zwei Halteeinrichtungen (21) an der Basisplatte (20) fixiert oder fixierbar ist.


     
    13. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Raumfachwerk (10), an dessen Obergurt (38) und/oder Untergurt (29) oder an dessen Vorder- und/oder Rückseite eine Eindeckung (40) oder Abdeckung angeordnet ist, wobei die Eindeckung (40) oder Abdeckung aus Flächenelementen (13, 13a, 13b) gebildet ist, die über diese Vorrichtung an der Tragkonstruktion (10), insbesondere an den Knotenelementen (11), befestigt sind.
     
    14. Verfahren zum Befestigen von Flächenelementen (13, 13a, 13b) an einer Tragkonstruktion (10), insbesondere einem Raumfachwerk (10),
    dadurch gekennzeichnet, dass

    a) bei dem die Befestigung mittels mindestens einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 erfolgt,

    b) wobei zunächst die Drehverriegelungen (22) in ihrer ersten Stellung sind oder in ihre erste Stellung gebracht werden,

    c) wobei anschließend das erste Flächenelement (13, 13a) an die Basisplatte (20) angelegt wird,

    d) wobei anschließend die Drehverriegelung (22) in ihre zweite Stellung gebracht wird zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a),

    e) wobei anschließend das zweite Flächenelement (13, 13a) an die Basisplatte (20) angelegt wird, und

    f) wobei anschließend die Drehverriegelung (22) in ihre dritte Stellung gebracht wird zur Fixierung des ersten Flächenelements (13, 13a) und des zweiten Flächenelements (13, 13b),

    g) wobei das erste Flächenelement (13, 13a) beim Anlegen an die Basisplatte (20) gegenüber einer durch die Basisplatte (20) definierten Ebene derart geneigt wird, dass das erste Flächenelement (13, 13a) auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten (20) anliegt,

    h) wobei das zweite Flächenelement (13, 13b) beim Anlegen an die Basisplatte (20) gegenüber einer durch die Basisplatte (20) definierten Ebene derart geneigt wird, dass das zweite Flächenelement (13, 13b) auch an mindestens einer, insbesondere zweien oder mehreren benachbarten Basisplatten (20) anliegt,

    i) wobei in einem abschließenden Schritt, insbesondere nachdem auch an den benachbarten Basisplatten (20) die jeweiligen Drehverriegelungen (22) in ihre jeweilige dritte Stellung gebracht sind, eine Befestigungsschraube (27), über die die Drehverriegelung (22) an der Basisplatte (20) angebracht ist, festgezogen wird zur Befestigung der bereits fixierten Flächenelemente (13, 13a, 13b) an der Basisplatte (20).


     
    15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem der Übergang zwischen den Stellungen der Drehverriegelung (22) mittels Drehbewegung einer Verriegelungsscheibe (23) der Drehverriegelung (22) erfolgt, wobei die Drehbewegung insbesondere mittels eines Werkzeugs (35) ausgeführt wird und wobei die Drehbewegung von der ersten Stellung über die zweite Stellung in die dritte Stellung bei Draufsicht auf die Basisplatte (20) vorzugsweise eine Drehbewegung im Uhrzeigersinn ist.
     


    Claims

    1. A device for the purpose of securing planar elements (13, 13a, 13b) to a supporting structure (10), in particular a space frame (10),

    a) with at least one base plate (20) fitted, or to be fitted, to the supporting structure (10),

    b) wherein at least one first planar element (13, 13a) and at least one second planar element (13, 13b) are at least partly located on the base plate (20),

    c) with at least one retaining device (21) arranged on the base plate (20) for the purpose of fixing the planar elements (13, 13a, 13b) to the base plate (20),

    d) wherein the retaining device (21) comprises a rotary lock (22),

    e) wherein the rotary lock is designed for the purpose of fixing the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b), and

    f) wherein in a first setting of the rotary lock (22) the first planar element can be located on the base plate (20),

    g) wherein in a second setting of the rotary lock (22) the first planar element (13, 13a) is fixed to the base plate (20) and the second planar element (13, 13b) can be located on the base plate (20),

    h) wherein in a third setting of the rotary lock (22) the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) are fixed to the base plate (20),

    i) wherein the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) on their lower faces (17) facing towards the base plate (20) have a bearing support area (18) dedicated to the purpose of bearing support on the base plate (20),
    characterised in that,

    j) the bearing support area (18) has a convex shape, at least in some sections.


     
    2. The device in accordance with Claim 1,

    a) in which the rotary lock (22) comprises a circular locking disk (23), mounted such that it can rotate about its central axis (A) aligned at right-angles to the disk face, with at least one flat section (24) on the disk periphery,

    b) in the second setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of the locking disk (23) engages in an opening (14, 14a) of the first planar element (13, 13a), and in the third setting of the rotary lock (22) it engages in openings (14, 14a, 14b) of the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13b).


     
    3. The device in accordance with Claim 2,
    in which an edge (19) of the opening (14, 14a, 14b) in the planar element (13, 13a, 13b), facing towards the base plate (20), has a convex shape with respect to the planar element (13, 13a, 13b), in particular with a radius of curvature corresponding to the prescribed radius of curvature of the bearing support area (18).
     
    4. The device in accordance with Claim 2 or 3,

    a) in which in the first setting of the rotary lock (22) the flat section (24) of the locking disk (23) is aligned parallel to an edge (16a) of the first planar element (13, 13a).

    b) in which in the second setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of the locking disk (23) engages in an opening (14, 14a) of the first planar element (13, 13a), and the flat section (24) of the locking disk (23) is aligned parallel to an edge (16b) of the second planar element (13, 13b), and

    c) in which in the third setting of the rotary lock (22) the circular arc (25) of the locking disk (23) engages in the opening (14, 14a) of the first planar element (13, 13a), and in an opening (14, 14b) of the second planar element (13, 13b).


     
    5. The device in accordance with one of the Claims 2 to 4,

    a) in which for the transition from the first setting into the second setting and from the second setting into the third setting the locking disk (23) can be rotated in the clockwise or counter-clockwise sense in plan view, and

    b) in which the locking disk (23) has a stop (30), which defines the third setting of the rotary device (22) by its abutment against the first planar element (13, 13a).


     
    6. The device in accordance with one of the Claims 2 to 5,

    a) in which the locking disk (23) at and/or in the area around its radius centre (M) has an opening (26), via which it is fitted to the base plate (20) by means of a securing bolt (27),

    b) in which in the second setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27) in a non-tightened state

    b1) the first planar element (13, 13a) is fixed to the base plate (20) by means of the locking disk (23), and

    b2) the locking disk (23) is fitted to the base plate (20) such that it can rotate about the securing bolt (27),

    c) in which in the third setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27) in a non-tightened state

    c1) the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) are fixed to the base plate (20) by means of the locking disk (23), and

    c2) the locking disk (23) is fitted to the base plate (20) such that It can rotate about the securing bolt (27), and

    d) in which in the third setting of the rotary lock (22) with the securing bolt (27) in a tightened state

    d1) the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) are pressed firmly against the base plate (20) by means of the locking disk (23), and are thereby secured or fixed to the base plate (20), and

    d2) the locking disk (23) is firmly secured to the base plate (20), in particular such that it cannot rotate,


     
    7. The device in accordance with one of the Claims 2 to 6,
    in which a spring element (28) is arranged as a spacer between base plate (20) and locking disk (23).
     
    8. The device in accordance with one of the preceding claims,
    in which the planar elements (13, 13a, 13b) are located on the base plate (20) via a damping element (29).
     
    9. The device in accordance with one of the preceding claims,

    a) in which the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b) in each case have at least one corner (15),

    b) in which one of the corners (15) of the first planar element (13, 13a) and of the second planar element (13, 13b) is in each case dedicated to the purpose of bearing support on the base plate (20), or is located on the base plate (20), and

    c) in which each corner (15) located on the base plate (20) is fixed, or can be fixed, to the base plate (20) by means of two retaining devices (21).


     
    10. The device in accordance with one of the preceding claims,
    in which the planar element (13, 13a, 13b) is a plate (31) with lateral upturns (32) and the bearing support area (18) is formed on an edge (33) of the upturn (32) located opposite to the plate (31).
     
    11. The device in accordance with one of the preceding claims,
    in which the rotary lock (22), in particular the locking disk (23), has openings (34) and/or projections, via which the rotary movement of the locking disk (23) can be executed by means of a tool (35) corresponding with these openings (34) and/or projections.
     
    12. The device in accordance with one of the preceding claims,

    a) in which the base plate (20) is designed for the support of a plurality of planar elements (13, 13a, 13b), in particular two, or four, or six, or eight planar elements (13, 13a, 13b),

    b) wherein a corresponding number of retaining devices (21) are arranged on the base plate (20),

    c) wherein the rotary lock (22) of each retaining device (21) is designed for the purpose of fixing two planar elements (13), and

    d) wherein each planar element (13, 13a, 13b) is fixed, or can be fixed, to the base plate (20) by means of two retaining devices (21).


     
    13. An application of a device in accordance with one of the preceding claims in a space frame (10), on whose upper chord (38) and/or lower chord (29), or on whose front and/or rear face a roofing (40) or covering is arranged,
    wherein the roofing (40) or covering is formed from planar elements (13, 13a, 13b), which are secured via this device to the supporting structure (10), in particular to the node elements (11).
     
    14. A method for the purpose of securing planar elements (13, 13a, 13b) to a supporting structure (10), in particular a space frame (10), characterised in that,

    a) the securement takes place by means of at least one device in accordance with one of the Claims 1 to 12,

    b) wherein firstly the rotary locks (22) are in their first setting, or are brought into their first setting,

    c) wherein the first planar element (13, 13a) is then located on the base plate (20),

    d) wherein the rotary lock (22) is then brought into its second setting for the purpose of fixing the first planar element (13, 13a),

    e) wherein the second planar element (13, 13b) is then located on the base plate (20), and

    f) wherein the rotary lock (22) is then brought into its third setting for the purpose of fixing the first planar element (13, 13a) and the second planar element (13, 13b),

    g) wherein the first planar element (13, 13a) when located on the base plate (20) is inclined relative to a plane defined by the base plate (20) such that the first planar element (13, 13a) is also located relative to at least one, in particular two or a plurality of adjacent base plates (20),

    h) wherein the second planar element (13, 13b) when located on the base plate (20) is inclined relative to a plane defined by the base plate (20) such that the second planar element (13, 13a) is also located relative to at least one, in particular two or a plurality of adjacent base plates (20),

    i) wherein in a final step, in particular after the respective rotary locks (22) have been brought into their respective third settings on the adjacent base plates (20) also, a securing bolt (27), via which the rotary lock (22) is fitted to the base plate (20), is tightened for the purpose of securing the planar elements (13, 13a, 13b) already fixed to the base plate (20).


     
    15. The method in accordance with Claim 14,
    in which in the transition between the settings of the rotary lock (22) takes place by means of a rotary movement of a locking disk (23) of the rotary lock (22),
    wherein the rotary movement in particular is executed by means of a tool (35), and
    wherein the rotary movement from the first setting via the second setting into the third setting onto the base plate (20) is preferably a rotary movement in the clockwise sense in plan view.
     


    Revendications

    1. Dispositif de fixation d'éléments de surface (13, 13a, 13b) à une structure portante (10, en particulier une charpente tridimensionnelle (10),

    a) avec au moins une plaque de base (20) montée ou à monter sur la structure portante (10),

    b) où au moins un premier élément de surface (13, 13a) et au moins un deuxième élément de surface (13, 13b) sont posés au moins partiellement sur la plaque de base (20),

    c) avec au moins une installation de retenue (21) disposée sur la plaque de base (20) pour la fixation des éléments de surface (13, 13a, 13b) à la plaque de base (20),

    d) où l'installation de retenue (21) comprend un verrouillage rotatif (22),

    e) où le verrouillage rotatif (22) est réalisé pour la fixation du premier élément de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface (13, 13b), et

    f) où dans une première position du verrouillage rotatif (22), le premier élément de surface peut être posé sur la plaque de base (20),

    g) où dans une deuxième position du verrouillage rotatif (22), le premier élément de surface (13, 13a) est fixé à la plaque de base (20) et le deuxième élément de surface (13, 13b) peut être posé sur la plaque de base (20), et

    h) où dans une troisième position du verrouillage rotatif (22), le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) sont fixés à la plaque de base (20),

    i) où le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) présentent à leur côté inférieur (17) orienté vers la plaque de base (20) une zone d'application (18) destinée à l'application à la plaque de base (20),
    caractérisé en ce que

    j) la zone d'application (18) est déformée d'une manière convexe au moins par sections.


     
    2. Dispositif selon la revendication 1,

    a) dans lequel le verrouillage rotatif (22) comprend un disque de verrouillage (23) de forme circulaire, logé d'une manière tournante autour de son axe médian (A) orienté perpendiculairement à la face de disque, avec au moins un plat (24) au pourtour du disque,

    b) l'arc de cercle (25) du disque de verrouillage (23), dans la deuxième position du verrouillage rotatif (22), s'engage dans un évidement (14, 14a) du premier élément de surface (13, 13a) et, dans la troisième position du verrouillage rotatif (22), s'engage dans des évidements (14, 14a, 14b) du premier élément de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface (13b).


     
    3. Dispositif selon la revendication 2, dans lequel un bord (19) de l'évidement (14, 14a, 14b) orienté vers la plaque de base (20), dans l'élément de surface (13, 13a, 13b) est réalisé d'une manière convexe relativement à l'élément de surface (13, 13a, 13b), en particulier avec un rayon de courbure correspondant au rayon de courbure prédéfini de la zone d'application (18).
     
    4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3,

    a) dans lequel, dans la première position de verrouillage rotatif (22), le plat (24) du disque de verrouillage (23) est orienté parallèlement à une arête (16a) du premier élément de surface (13, 13a),

    b) dans lequel dans la deuxième position du verrouillage rotatif (22), l'arc de cercle (25) du disque de verrouillage (23) s'engage dans un évidement (14, 14a) du premier élément de surface (13, 13a), et le plat (24) du disque de verrouillage (23) est orienté parallèlement à une arête (16b) du deuxième élément de surface (13, 13b), et

    c) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22), l'arc de cercle (25) du disque de verrouillage (23) s'engage dans l'évidement (14, 14a) du premier élément de surface (13, 13a) et dans un évidement (14, 14b) du deuxième élément de surface (13, 13b).


     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4,

    a) dans lequel le disque de verrouillage (23) peut être amené à tourner, pour le passage de la première position à la deuxième position et de la deuxième position dans la troisième position, vu de dessus, dans le sens des aiguilles d'une montre ou dans le sens inverse des aiguilles d'une montre, et

    b) dans lequel le disque de verrouillage (23) présente une butée (30) qui définit la troisième position du verrouillage rotatif (22) par sa butée contre le premier élément de surface (13, 13a).


     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5,

    a) dans lequel le disque de verrouillage (23) présente à et/ou dans la zone autour de son point médian de rayon (M) un évidement (26) par lequel il est monté au moyen d'une vis de fixation (27) à la plaque de base (20),

    b) dans lequel dans la deuxième position du verrouillage rotatif (22), à l'état non serré de la vis de fixation (27)

    b1) le premier élément de surface (13, 13a) est fixé par le disque de verrouillage (23) à la plaque de base (20), et

    b2) le disque de verrouillage (23) est disposé d'une manière tournante autour de la vis de fixation (27) à la plaque de base (20),

    c) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22), à l'état non serré de la vis de fixation (27)

    c1) le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) sont fixés par le disque de verrouillage (23) à la plaque de base (20), et

    c2) le disque de verrouillage (23) est fixé d'une manière tournante autour de la vis de fixation (27) à la plaque de base (20), et

    d) dans lequel dans la troisième position du verrouillage rotatif (22) à l'état serré de la vis de fixation (27)

    d1) le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) est pressé par le disque de verrouillage (23) solidement contre la plaque de base (20) et de ce fait est fixé ou immobilisé à la plaque de base (20), et

    d2) le disque de verrouillage (23) est fixé solidement, en particulier d'une manière non tournante, à la plaque de base (20).


     
    7. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 6, dans lequel un élément de ressort (28) est disposé en tant que pièce d'écartement entre la plaque de base (20) et le disque de verrouillage (23).
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les éléments de surface (13, 13a, 13b) reposent par un élément d'amortissement (29) sur la plaque de base (20).
     
    9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,

    a) dans lequel le premier élément de surface (13, 13a) et le deuxième élément de surface (13, 13b) présentent au moins respectivement un coin (15),

    b) dans lequel respectivement un des coins (15) du premier élément de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface (13, 13b) est destiné à s'appliquer à la plaque de base (20) ou repose sur la plaque de base (20), et

    c) dans lequel chacun des coins (15), reposant sur la plaque de base (20) est ou peut être fixé par deux installations de retenue (21) à la plaque de base (20).


     
    10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément de surface (13, 13a, 13b) est une plaque (31) avec des relevés latéraux (32), et la zone d'application (18) est réalisée à un bord (33) du relevé (32) opposé à la plaque (31).
     
    11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le verrouillage rotatif (22), en particulier le disque de verrouillage (23), présente des évidements (34) et/ou des saillies par lesquels le mouvement de rotation du disque de verrouillage (32) peut être exécuté au moyen d'un outil correspondant à ces évidements (34) et/ou saillies.
     
    12. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,

    a) dans lequel la plaque de base (20) est réalisée pour l'application de plusieurs éléments de surface (13, 13a, 13b), en particulier de deux ou de quatre ou de six ou de huit éléments de surface (13, 13a, 13b),

    b) où est disposé sur la plaque de base (20) un nombre correspondant d'installations de retenue (21),

    c) où le verrouillage rotatif (22) de chaque installation de retenue (21) est réalisé pour la fixation de deux éléments de surface (13), et

    d) où chaque élément de surface (13, 13a, 13b) est ou peut être fixé par deux installations de retenue (21) à la plaque de base (20).


     
    13. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications précédentes, dans une charpente tridimensionnelle (10), au brin supérieur (38) et/ou brin inférieur (29) ou à son côté avant et/ou arrière est disposée une couverture (40) ou recouvrement, où la couverture (40) ou le recouvrement est formé par des éléments de surface (13, 13a, 13b) qui sont fixés par ce dispositif à la structure portante (10), en particulier à des éléments de noeud (11).
     
    14. Procédé de fixation d'éléments de surface (13, 13a, 13b) à une structure portante (10), en particulier une charpente tridimensionnelle (10), caractérisé en ce que

    a) la fixation a lieu au moyen d'au moins un dispositif selon l'une des revendications 1 à 12,

    b) où tout d'abord les verrouillages rotatifs (22) se trouvent dans leur première position ou sont amenés dans leur première position,

    c) où ensuite le premier élément de surface (13, 13a) est appliqué à la plaque de base (20),

    d) où ensuite le verrouillage rotatif (22) est amené dans sa deuxième position pour la fixation du premier élément de surface (13, 13a),

    e) où ensuite le deuxième élément de surface (13, 13a) est appliqué à la plaque de base (20), et

    f) où ensuite le verrouillage rotatif (22) est amené dans sa troisième position pour la fixation du premier élément de surface (13, 13a) et du deuxième élément de surface (13, 13b),

    g) où le premier élément de surface (13, 13a), lors de l'application à la plaque de base (20), est incliné par rapport à un plan défini par la plaque de base (20) de telle sorte que le premier élément de surface (13, 13a) s'applique également à au moins une, en particulier deux ou plusieurs plaques de base avoisinantes (20),

    h) où le deuxième élément de surface (13, 13a) lors de l'application à la plaque de base (20) est incliné par rapport à un plan défini par la plaque de base (20) de telle sorte que le deuxième élément de surface (13, 13b) s'applique également à au moins une, en particulier deux ou plusieurs plaques de base avoisinantes (20),

    i) où dans une étape finale, en particulier après qu'également aux plaques de base avoisinantes (20), les verrouillages rotatifs respectifs (22) ont été amenés dans leur troisième position respective, une vis de fixation (27) par laquelle le verrouillage rotatif (22) est monté sur la plaque de base (20) est serrée par la fixation des éléments de surface déjà fixés (13, 13a, 13b) à la plaque de base (20).


     
    15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel la transition entre les positions du verrouillage rotatif (22) a lieu au moyen d'un mouvement de rotation d'un disque de verrouillage (23) du verrouillage rotatif (22), où le mouvement de rotation est exécuté en particulier au moyen d'un outil (35), et où le mouvement de rotation de la première position par la deuxième position dans la troisième position, en une vue de dessus de la plaque de base (20), est de préférence un mouvement de rotation dans le sens des aiguilles d'une montre.
     




    Zeichnung















































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente