[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zaungitter, das aus an ihren Kreuzungspunkten
miteinander verbundenen vertikalen und horizontalen Gitterstäben gebildet ist, wobei
mindestens ein kabelförmiger Leiter parallel zu einem der Gitterstäbe verlaufend an
dem Zaungitter halterbar oder gehalten ist. Weiter betrifft die Erfindung einen Zaun.
Außerdem betrifft die Erfindung ein Halteelement oder -profil zur Halterung eines
kabelförmigen Leiters an einem Zaungitter.
[0002] Ein Zaungitter der eingangs genannten Art ist in seiner Grundform geprägt durch jeweils
eine regelmäßige horizontale und vertikale Rasterung seiner Gitterstäbe. In der einfachsten
Ausführung eines Einfachstabgitters ist z.B. die horizontale Rasterung gleich der
vertikalen Rasterung. Darüber hinaus ist es aus der Praxis auch bekannt, mehrere unterschiedlich
große Rasterungen innerhalb eines Zaungitters zu realisieren. Häufig wird dann eine
größere Rasterung als ein Mehrfaches einer kleineren Rasterung ausgeführt. Unterschiedliche
Rasterabstände finden sich dann meist, aber auch nicht ausschließlich, im vertikalen
Raster, also im vertikalen Abstand der horizontalen Gitterstäbe zueinander. Häufig
wird mit einer kleineren Rasterung im unteren Bereich eines Zaungitters eine mechanische
Verstärkung bezweckt oder die sich ergebenden engeren Maschen des Zaungitters sollen
als Schutz gegen Kleintiere wirken. Auch Schmuckzäune oder Ziergitter können unterschiedliche
vertikale Abstände ihrer horizontalen Gitterstäbe aufweisen.
[0003] Das Dokument
DE 60 2004 005 567 T2 betrifft einen Zaunbau mit Zaunpfosten und daran befestigten flachen Gitterpaneelen.
Die Aufgabe besteht hier darin, die Gitterpaneele besser mit den Zaunpfosten zu verbinden,
um zum einen größere Toleranzen beim Aufbau zu erlauben und zum anderen ein Durchbrechen
des Zauns, insbesondere durch Anfahren mit einem Kraftfahrzeug, zu erschweren. Dazu
wird ein spezieller, formschlüssiger Verbindungseingriff zwischen Gitterpaneelen und
Zaunpfosten vorgeschlagen. Dabei sind hier die Gitter- oder Stangenpaneele vorzugsweise
schwere Hochsicherheitspaneele mit sehr dicht zueinander angeordneten horizontalen
Gitterstäben. Der Grund für die sehr dichte Anordnung der Gitterstäbe ist hier auch
das Verhindern eines Hindurchgreifens durch die Gitterpaneele mit menschlichen Fingern.
Bei diesem bekannten Zaungitter geht es also ausschließlich um rein mechanische Schutzfunktionen,
nämlich einen Schutz gegen einen Durchbruch mittels mechanischer Einwirkung, z.B.
durch Anfahren mit einem Kraftfahrzeug, und einen Schutz gegen Überklettern und Eingreifen
mit menschlichen Fingern. Ein Anbringen eines kabelförmigen Leiters parallel zu einem
der Gitterstäbe des Gitterpaneels ist hier nicht vorgesehen.
[0004] Auf der anderen Seite werden, wie ebenfalls aus der Praxis bekannt ist, im Bereich
der elektronischen Freilandsicherung, auch als Perimetersicherung bezeichnet, sensorbasierte
Detektionssysteme u. a. für Zaunanlagen, vielfach eingesetzt. Diese Systeme dienen
der frühzeitigen Erkennung von Überwindungs- oder Eindringversuchen. Die hierbei eingesetzten
Sensortechnologien, z. B. Liniensensoren oder Punktsensoren, erfordern oft zumindest
eine leitergebundene Sensor-, Signal- und/oder Energieführung entlang des Überwachungsbereiches.
Bei den genannten Sensorsystemen, z.B. mit Mikrofonkabel, Beschleunigungssensor und/oder
Neigungssensor, ist zur Signalaufnahme ein direkter Kontakt zwischen dem Sensor und
dem zu überwachenden Gegenstand, wie Zaungitter, unerlässlich. Aufgrund des geringeren
Erfassungsbereiches orthogonal zum Linienverlauf ist insbesondere bei Liniensensoren,
z.B. Mikrofonkabeln, die Lage an dem zu überwachenden Gegenstand oft vorgegebenen.
Dies führt in der Praxis häufig zu einer unerwünscht offenen, sichtbaren und ungeschützten
Anbringung von Kabeln an dem zu überwachenden Gegenstand, z. B. von mittels Kabelbindern
am Maschendraht- oder Stabgitterzaun angebrachten Mikrofonkabeln.
[0005] Es sind auch bereits Zaungitter mit einer Sicherungsvorrichtung bekannt. Ein solches
Zaungitter ist z. B. in der
EP 1 862 612 A2 beschrieben. Hier ist ein Detektionskabel mittels wenigstens eines sich in Längsrichtung
des Zauns erstreckenden Führungsprofils gehalten, wobei das Führungsprofil mit einer
Innenwand gegen das Detektionskabel anpressbar ist. Weiter ist hier vorgesehen, dass
das Führungsprofil wenigstens einen horizontalen Gitterstab zumindest teilweise umgreift
und durch ein oder mehrere Klemmelemente an mindestens einem flächigen Zaunelement
mit solcher Spannung festlegbar ist, dass das Detektionskabel mit einem bestimmten
Mindestdruck zwischen dem Führungsprofil und dem Gitterstab einklemmbar ist.
[0006] Ein weiteres Zaungitter mit Sicherungsvorrichtung ist aus der
DE 88 15 756 U1 bekannt. Hierbei handelt es sich um Zaungitter, bei denen die Horizontalstäbe jeweils
aus einem U-förmigen Profil bestehen, in dem ein elektrischer Leiter verdeckt angebracht
werden kann.
[0007] Aus der
DE 10 2005 055 060 B3 ist ein Sicherheitszaun bekannt, bei dem ein Detektionskabel in einer im Querschnitt
U-förmigen, nach unten offenen Führung gehalten ist, die mit horizontalem Verlauf
an den Zaunelementen befestigt ist.
[0008] Als nachteilig ist bei allen vorstehend genannten Lösungen für Zaungitter mit Sicherungsvorrichtung
eine relativ aufwendige Fertigung durch mindestens ein zusätzliches und andersartiges
Profil, nämlich ein U-Profil anstelle der üblichen Gitterstäbe, anzusehen. Zudem ergibt
sich ein Problem bei der Stapelbarkeit der Zaungitter für die Lagerung und den Transport,
weil bei derartigen Gittern das U-Profil aus der Gitterebene vorsteht, wodurch die
Stapelung labil wird und die Stapelhöhe bei gleicher Gitterzahl größer wird. Zudem
ist die Montage bei der Errichtung eines Zauns relativ aufwendig.
[0009] Die
DE 296 12 956 U1 zeigt einen Gitterzaun, bestehend aus ortsfest befestigbaren Zaunpfosten und an den
Zaunposten befestigbaren Gittermatten, wobei die Gittermatten aus Vertikalstäben und
Horizontalstäben zusammengefügt sind, wobei die Horizontalstäbe im Querschnitt etwa
U-förmig profiliert sind und wobei die Öffnung der Profilform in Montagesollage vorzugsweise
nach unten weist. Zum Zwecke der Verbindung der Gittermatten im Stoßstellenbereich
sind aus Kunststoff geformte Verbinder vorgesehen, die mindestens reibschlüssig oder
auch formschlüssig in das U-Profil der Horizontalstäbe einpressbar sind und die Stoßstellen
benachbarter niveaugleicher Horizontalstäbe überbrücken. Zudem kann der Verbinder
einen Längsdurchgangskanal oder eine Durchgangsnut aufweist, in die ein parallel zum
Horizontalstab verlegtes Kabel einer Zaunüberwachungsanlage einsetzbar ist. Dabei
ist bevorzugt vorgesehen, dass die Durchgangsnut in der Unterseite des Verbinders
in dem zwischen den Schenkeln des U-Profils befindlichen Bereich ausgebildet ist.
In solche Kanäle oder Nuten können Kabel oder Fühler von Zaunüberwachungsanlagen eingesetzt
werden, die bisher schon üblicherweise innerhalb des U-Profils der Horizontalstäbe
verlegt werden. Als nachteilig wird bei diesem Gitterzaun angesehen, dass alle Horizontalstäbe
als U-Profile ausgeführt sind, die mit Durchgangslöchern für die als Rundstäbe ausgeführten
Vertikalstäbe versehen werden müssen, was zu einem hohen Herstellungsaufwand führt.
[0010] Für die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein Zaungitter der eingangs genannten
Art zu schaffen, das die vorstehend angegebenen Nachteile vermeidet und mit dem insbesondere
eine integrierte Führung für zumindest einen kabelförmigen Leiter ohne wesentlich
höheren Material- und Herstellungsaufwand im Vergleich zu einem herkömmlichen Zaungitter
ermöglicht und eine vereinfachte Montage erreicht wird. Außerdem soll ein entsprechender
Zaun angegeben werden und es soll ein schnell und einfach anbringbares und einen kabelförmigen
Leiter sicher am Zaungitter halterndes Halteelement oder -profil geschaffen werden.
[0011] Die Lösung des ersten, das Zaungitter betreffenden Teils der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß
mit einem Zaungitter der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist, dass
an dem Zaungitter zumindest ein einseitig angebrachtes horizontales Gitterstab-Paar
aus mindestens zwei zueinander parallelen Gitterstäben angeordnet ist, die zwischen
sich wenigstens einen zur Aufnahme mindestens eines kabelförmigen Leiters passend
dimensionierten Zwischenraum ausbilden.
[0012] Mit anderen Worten schafft die Erfindung ein Zaungitter der eingangs genannten Art,
an dem, ausgehend von einer gängigen und üblichen Stabgittergeometrie, bei der die
Horizontalstäbe einen oder mehrere gleichförmige vertikale Normalabstände aufweisen,
parallel verlaufend zu wenigstens einem Horizontalstab wenigstens ein zusätzlicher
Horizontalstab mit einem vergleichsweise geringeren vertikalen Abstand gegenüber dem
vertikalen Normalabstand vorgesehen ist, der somit einen vertikalen Normalabstand
in zwei kleinere vertikale Abstände unterschiedlicher Abmessung unterteilt und der
mit seinem nächsten benachbarten Horizontalstab ein Horizontalstab-Paar ausbildet,
dessen Zwischenraum zur Aufnahme mindestens eines kabelförmigen Leiters passend dimensioniert
ist.
[0013] Gemäß der Erfindung ist also an dem Zaungitter mindestens ein einseitig angebrachtes
Horizontalstab-Paar mit vergleichsweise geringem vertikalem Abstand seiner beiden
Stäbe zueinander angeordnet. Dabei ist bei einem typischen Zaungitter der vertikale
Abstand der beiden Stäbe des vorstehend erwähnten HorizontalstabPaares zueinander
kleiner als der übliche und gängige vertikale Rasterabstand der übrigen horizontalen
Gitterstäbe des Zaungitters zueinander. Auf diese Weise wird zwischen den beiden Stäben
des Horizontalstab-Paares ein in horizontaler Richtung verlaufender Führungsspalt
oder Zwischenraum mit zur Aufnahme des mindestens einen kabelförmigen Leiters passender
Dimensionierung gebildet. Außerhalb des Horizontalstab-Paares oder der Horizontalstab-Paare
kann der Rasterabstand der weiteren Horizontalstäbe des Zaungitters beliebig sein
und insbesondere üblichen Rasterungen entsprechen.
[0014] Mit der Erfindung wird vorteilhaft ermöglicht, einen kabelförmigen Leiter, wie Sensor-,
Signal- oder Energieleitung, einfach und geschützt in das Zaungitter zu integrieren.
Zugleich ist eine einfache und wirtschaftliche Herstellung derartiger Zaungitter möglich,
da sie mit den gleichen Fertigungsanlagen und aus den gleichen Einzelteilen herstellbar
sind wie herkömmliche Zaungitter. Bereits bekannte Varianten, speziell die Variabilität
der Maschenweiten, lassen sich problemlos auf das erfindungsgemäße Zaungitter übertragen.
Die hohe Ähnlichkeit des erfindungsgemäßen Zaungitters mit bereits bestehenden Ausführungen
beinhaltet vorteilhaft dessen Kompatibilität zu bestehenden Pfostensystemen sowie
zahlreichen Zubehörteilen und fördert die Marktakzeptanz des neuen Zaungitters.
[0015] Der kabelförmige Leiter kann z.B. ein Detektions- oder Sensorkabel, wie Mikrofonkabel,
oder ein Datenkabel sein; er kann auch ein Stromversorgungskabel, ein Signalkabel,
ein Lichtschlauch oder eine LED-Kette oder eine Kombination aus den genannten Gegenständen
sein.
[0016] Ein Detektions- oder Sensorkabel muss generell fest an dem zu überwachenden Zaungitter
fixiert werden. Dabei sollte jegliche Schwingung oder Bewegung des zu überwachenden
Zaungitters unmittelbar auf das Detektions- oder Sensorkabel übertragen werden. Relativbewegungen
zwischen dem Detektions- oder Sensorkabel und dem zu überwachenden Zaungitter sind
zu vermeiden, da z.B. ein Durchhängen oder freies Schwingen des Detektions- oder Sensorkabels
Fehlalarme provoziert. Der zwischen den beiden Stäben des Horizontalstab-Paares in
horizontaler Richtung verlaufender Führungsspalt oder Zwischenraum zur Aufnahme des
mindestens einen kabelförmigen Leiters ist daher zweckmäßig mit einer solchen Dimensionierung
ausgebildet, dass z. B. ein in den Führungsspalt oder Zwischenraum eingelegtes Detektions-
oder Sensorkabel an beiden den Führungsspalt oder Zwischenraum bildenden und begrenzenden
Horizontalstäben anliegt, vorzugsweise in einem Klemmsitz. Dadurch ergibt sich schon
ohne besondere Befestigungsmittel ein sicherer Halt des Detektions- oder Sensorkabels.
Zudem wird hierdurch wird ein unerwünschtes Durchhängen des Detektions- oder Sensorkabel
unmöglich und es ergibt sich eine große Kontaktfläche des Detektions- oder Sensorkabel
zum Zaungitter und somit eine verbesserte Signalaufnahme.
[0017] Das Zaungitter kann in seiner Grundform z. B. ein Einfachstabgitter, bestehend aus
horizontalen und vertikalen Rundstäben sein, wobei das Gitter flachliegend oder gesickt
ausgeführt sein kann. Das Zaungitter kann auch ein Einfachstabgitter aus horizontalen
Flachstäben und vertikalen Rundstäben sein. Eine weitere Form des Zaungitters ist
ein Doppelstabgitter, bestehend aus horizontalen und vertikalen Rundstäben, in flachliegender
oder gesickter Ausführung. Auch kann das Zaungitter ein U-Profil-Gitter, bestehend
aus horizontalen U-Profilen und vertikalen Rundstäben, sein. Wesentlich ist, dass
für die Integration des kabelförmigen Leiters in das erfindungsgemäße Zaungitter an
diesem keine dessen Herstellung aufwendiger und teurer machenden zusätzlichen, einen
Hohlraum bildenden Sonderprofile, wie U-Profile zur Aufnahme des kabelförmigen Leiters,
benötigt werden.
[0018] Eine bevorzugte Weiterbildung des Zaungitters nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zu den zwei parallelen, den Zwischenraum für den kabelförmigen Leiter
zwischen sich ausbildenden horizontalen Gitterstäben des Gitterstab-Paares auf der
gegenüberliegenden Seite der vertikalen Gitterstäbe wenigstens ein weiterer horizontaler
Gitterstab angeordnet ist, dessen Längsachse höhenmäßig auf der gleichen Höhe wie
die Längsachse eines der Gitterstäbe des Gitterstab-Paares oder zwischen den Längsachsen
der Gitterstäbe des Gitterstab-Paares verläuft. Hierdurch wird mit einfachen Mitteln
vorteilhaft erreicht, dass der Zwischenraum für den kabelförmigen Leiter einseitig,
innerhalb eines fertigen Zauns aus Zaungittern zweckmäßig außenseitig, d.h. angriffsseitig,
geschlossen und geschützt ist, während er auf der anderen Seite, d.h. nicht-angriffsseitig,
offen und zugänglich ist.
[0019] Um die Einzelteile für das erfindungsgemäße Zaungitter einfach und kostengünstig
zu halten, ist vorgesehen, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum zwischen sich
ausbildenden Gitterstäbe des Gitterstab-Paares einen runden Querschnitt haben.
[0020] Aus dem gleichen Grund hat bevorzugt der weitere Gitterstab ebenfalls einen runden
Querschnitt.
[0021] Die Gitterstäbe können auch andere Querschnittsformen als eine runde Form aufweisen,
wie z. B. Rechteck-, Quadrat- oder Mehreckform.
[0022] Hinsichtlich der Fertigung des Zaungitters und der Kosten dafür ist es besonders
günstig, wenn, wie bevorzugt vorgesehen, die zwei parallelen, den Zwischenraum zwischen
sich ausbildenden Gitterstäbe des Gitterstab-Paares und der weitere Gitterstab alle
den gleichen Querschnitt aufweisen.
[0023] Um im Zaungitter den kabelförmigen Leiter besonders gut geschützt unterzubringen,
wird vorgeschlagen, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum zwischen sich ausbildenden
Gitterstäbe des Gitterstab-Paares einen Durchmesser haben, der größer als oder so
groß wie der Durchmesser des im Zwischenraum aufzunehmenden oder aufgenommenen kabelförmigen
Leiters ist. Der kabelförmige Leiter ragt dann nicht aus dem einen Führungsspalt bildenden
Zwischenraum heraus und ist somit gut gegen äußere Einwirkung geschützt.
[0024] Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum
zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe des Gitterstab-Paares einen Durchmesser haben,
der kleiner als der Durchmesser des im Zwischenraum aufzunehmenden oder aufgenommenen
kabelförmigen Leiters ist.
[0025] Um das erfindungsgemäße Zaungitter bei relativ geringem Gewicht stabil und belastbar
zu machen, wird in bevorzugter Weiterbildung vorgeschlagen, dass die vertikalen Gitterstäbe
einen Nenndurchmesser von 5 mm oder 6 mm haben und dass die horizontalen Gitterstäbe
einen Nenndurchmesser von 6 mm oder 8 mm haben. Gebräuchliche Sensor-, Signal- oder
Energiekabel liegen in ihrem Durchmesser ebenfalls im Bereich von 8 mm, zumeist jedoch
kleiner, so dass diese sich optimal in die Geometrie des Zaungitters integrieren lassen.
[0026] Weiter ist bevorzugt vorgesehen, dass mehrere Gitterstab-Paare in diskreten Abständen
an dem Zaungitter angeordnet sind. So werden an dem Zaunelement mehrere Zwischenräume
für kabelförmige Leiter zur Verfügung gestellt und es können auf einfache Art und
Weise mehrere parallele kabelförmige Leiter in unterschiedlichen Höhenlagen am Zaungitter
angeordnet und in das Zaungitter integriert werden. Beispielsweise kann dann ein Detektions-
oder Sensorkabel in einem oberen Bereich des Zaungitters angeordnet werden, wo Bewegungen
des Zaungitters bei einem Angriff, wie Übersteigeversuch, am größten sind. Weitere
kabelförmige Leiter, wie Signalkabel oder Stromversorgungsleitungen, können in darunter
liegenden Zwischenräumen in tiefer liegenden Bereichen des Zaungitters angebracht
werden.
[0027] Für das erfindungsgemäße Zaungitter wird weiter vorgeschlagen, dass, bei gleichförmigem
Raster, ein Grundraster oder, bei ungleichförmigem Raster, ein kleinstes Grundraster
des vertikalen Abstandes der horizontalen Gitterstäbe des Zaungitters wenigstens doppelt
so groß ist wie der vertikale Abstand der Gitterstäbe des Gitterstab-Paares, welches
den Zwischenraum für den kabelförmigen Leiter bildet. Es ist also vorzugsweise der
vertikale Abstand zwischen den Gitterstäben, die zwischen sich nicht einen Zwischenraum
zur Aufnahme eines kabelförmigen Leiters bilden, doppelt so groß oder mehr als doppelt
so groß wie der vertikale Abstand zwischen den horizontalen Gitterstäben des den Zwischenraum
zur Aufnahme des kabelförmigen Leiters bildenden Gitterstab-Paares.
[0028] Von den heute industriell produzierten Zaungittern in Form sogenannter Stabgitter
hat, insbesondere im deutschen Markt, die sogenannte Doppelstab-Gittermatte einen
besonderen Stellenwert. Diese wird von wenigen Herstellern hochautomatisiert produziert
und somit preisgünstig angeboten. Eine typische Ausführung dieses Stabgitters besteht
aus Vertikalstäben im Nenndurchmesser 6 mm und beidseitig dieser gegenüberliegend
angeordneten Horizontalstäben im Nenndurchmesser 8 mm. Die so gebildeten rechteckigen
Maschen werden in der Regel in einer vertikalen Nennhöhe von 100 mm oder 200 mm bei
einer horizontalen Nennweite von wahlweise 25, 30, 35, 50 und 100 mm gefertigt. Es
ist zweckmäßig, diese Stab- bzw. Gittergeometrien für das erfindungsgemäße Zaungitter
zu übernehmen, um es mit bestehenden Zaunsystemen kompatibel zu machen.
[0029] Weiter ist für das erfindungsgemäße Zaungitter vorgesehen, dass am Zaungitter den
kabelförmigen Leiter in seiner Lage fixierende Halteelemente oder -profile anbringbar
oder angebracht sind. Hiermit wird zusätzlich für einen sicheren Halt des kabelförmigen
Leiters am Zaungitter gesorgt und der kabelförmige Leiter gegen unerwünschte Lageänderungen
gesichert.
[0030] In bevorzugter Ausgestaltung ist dabei weiter vorgesehen, dass die Halteelemente
oder -profile form- und/oder kraftschlüssig, vorzugsweise mittels werkzeuglos herstellbarer
Rastung oder Klemmung, z.B. als Druckklemme, oder mittels plastischer Umformung, an
dem einen oder an beiden der zwei parallelen, den Zwischenraum für den kabelförmigen
Leiter zwischen sich ausbildenden Gitterstäben des Gitterstab-Paares und/oder an einem
senkrecht zu diesen verlaufenden vertikalen Gitterstab anbringbar oder angebracht
sind. Das Anbringen der Halteelemente ist dabei schnell und einfach und doch zuverlässig
möglich.
[0031] Die Lösung des zweiten, einen Zaun betreffenden Teils der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß
mit einem Zaun, der dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus mehreren Zaungittern nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet ist. Die im Zusammenhang mit dem Zaungitter
zuvor erläuterten Vorteile werden so auch für den Zaun erzielt.
[0032] Für den Zaun ist weiter vorgesehen, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum für
den kabelförmigen Leiter zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe des Gitterstab-Paares
auf einer im montierten Zustand der Zaungitters in dem Zaun inneren Nichtangriffsseite
des Zauns angeordnet sind. Hierdurch wird die Sicherheit gegen unbefugte Manipulationen
am kabelförmigen Leiter von außen, d. h. von einer Angriffsseite, erhöht.
[0033] Bevorzugt ist bei dem Zaun vorgesehen, dass zwischen je zwei Zaungittern ein Pfosten
angeordnet ist und die Zaungitter mit ihrer Stirnseite an oder in dem Pfosten befestigt
sind oder dass die Zaungitter endlos miteinander verbunden und die Pfosten im Verlauf
des Zauns beliebig positioniert und mit mindestens einem Zaungitter verbunden sind.
Bei entsprechender Gestaltung der Zaungitter des Zauns können vorteilhaft an sich
bekannte Pfosten und/oder Zaungitterverbindungsmittel eingesetzt werden.
[0034] Die Lösung des dritten, ein Halteelement oder -profil betreffenden Teils der Aufgabe
gelingt erfindungsgemäß mit einem Halteelement oder Halteprofil zur Halterung eines
kabelförmigen Leiters an einem Zaungitter, insbesondere an einem Zaungitter nach einem
der Ansprüche 1 bis 12, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass das Halteelement
oder -profil form- und/oder kraftschlüssig, vorzugsweise mittels werkzeuglos herstellbarer
Rastung oder Klemmung, z.B. als Druckklemme, oder mittels plastischer Umformung, an
einem horizontalen Gitterstab oder an zwei parallelen, einen Zwischenraum für den
kabelförmigen Leiter zwischen sich ausbildenden horizontalen Gitterstäben eines Gitterstab-Paares
und/oder an einem senkrecht zu diesem/diesen verlaufenden vertikalen Gitterstab anbringbare
Haltearme sowie einen den kabelförmigen Leiter in seiner Lage haltenden Fixierteil
aufweist.
[0035] An Ecken im Verlauf eines Zaunes sollten zur Gewährleistung einer hohen Empfindlichkeit
der zugeordneten Sensorik die beiden an die Zaunecke angrenzenden Zaunfelder relativ
zueinander beweglich bleiben, also miteinander unverbunden sein und einen gewissen
Abstand zueinander aufweisen. Um den oder die über die Zaunecke geführten kabelförmigen
Leiter gegen Manipulation von außen zu schützen und optisch zu verdecken, kann außen-
oder angriffsseitig eine Blende angebracht werden, welche die Beweglichkeit der beiden
an die Zaunecke angrenzenden Zaunfelder relativ zueinander nicht behindert. Dazu wird
die Blende zweckmäßig nur mit dem Ende des einen der beiden an die Zaunecke angrenzenden
Zaunfelder verbunden.
[0036] Die vorstehend beschriebene Erfindung bietet mehrere Vorteile:
- Sie erlaubt eine integrierte Führung des mindestens einen kabelförmigen Leiters;
es sind keine aufwendigen zusätzlichen Kabelführungssysteme, wie Kabelkanäle, notwendig.
- Sie bietet eine diskrete Führung des mindestens einen kabelförmigen Leiters;
durch die spezielle Gittergeometrie wird eine für den Betrachter weitestgehend verdeckte
Leitungsführung ermöglicht.
- Sie bietet einen hohen Sabotageschutz; Sensor-, Signal- und Versorgungsleitungen sind
von der Angriffsseite konstruktiv geschützt, wodurch Manipulationsversuche verhindert
und/oder detektiert werden, bevor eine Sicherheitseinrichtung durch einen unbefugten
Eingriff außer Funktion gebracht wird. Das Schutzniveau kann durch Minimierung der
Maschenweiten des Zaungitters noch erhöht werden.
- Sie bietet eine variable Leitungsführung; die integrierte Leitungsführung in Form
des Zwischenraums zwischen den parallelen Gitterstäben des Gitterstab-Paares kann
in variabler Höhe und in variabler Anzahl entsprechend den Anforderungen, z. B. eines
eingesetzten Detektionssystems, ausgeführt werden. Hierdurch kann eine systemoptimierte
Leitungsführung realisiert werden.
- Sie bietet eine hohe Montageflexibilität; das Zaungitter kann ohne weiteres kompatibel
zu marktüblichen Pfostensystemen gestaltet werden.
- Sie erlaubt eine einfache Inspektion, Wartung und Reparatur; es besteht insbesondere
eine einfache Zugänglichkeit der Sensor-, Signal- und Versorgungsleitungen für visuelle
Inspektion von der Nicht-Angriffsseite.
- Sie bietet eine hohe Wirtschaftlichkeit in der Fertigung; eine vollautomatische Fertigung
als Variante des weit verbreiteten Doppelstabgitters unter Verwendung branchenüblich
standardisierter Stabdimensionen ist möglich.
- Sie bietet eine hohe Montagefreundlichkeit; ein kabelförmiger Leiter kann im Rahmen
der Montage einer Zaunanlage in ebenem Gelände über die gesamte Länge der montierten
Zaungitter in die Leitungsführung eingelegt und fixiert werden. Bei unebenem Gelände
kann ein Höhenversatz zwischen benachbarten Zaungittern einfach durch an oder in einem
Pfosten oder an einem Zaungitterende vertikal geführte Abschnitte des kabelförmigen
Leiters ausgeglichen werden.
[0037] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- ein Zaungitter als Ausschnitt in Seitenansicht,
- Figur 2
- das Zaungitter aus Figur 1 in einer Stirnansicht auf die in Figur 1 linke Stirnseite,
- Figur 3
- das in Figur 2 eingekreiste Detail III in vergrößerter Darstellung,
- Figur 4
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit einem kabelförmigen Leiter und mit einer
ersten Ausführung von Halteelementen, in perspektivischer Rückseitenansicht,
- Figur 5
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit dem kabelförmigen Leiter und mit der ersten
Ausführung der Halteelemente, in perspektivischer Vorderseitenansicht,
- Figur 6
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit dem kabelförmigen Leiter und mit einer zweiten
Ausführung der Halteelemente, in perspektivischer Rückseitenansicht,
- Figur 7
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit dem kabelförmigen Leiter und mit der zweiten
Ausführung der Halteelemente, in perspektivischer Vorderseitenansicht,
- Figur 8
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit dem kabelförmigen Leiter und mit einer dritten
Ausführung der Halteelemente, in perspektivischer Rückseitenansicht, und
- Figur 9
- einen Ausschnitt aus dem Zaungitter, mit dem kabelförmigen Leiter und mit der dritten
Ausführung der Halteelemente, in perspektivischer Vorderseitenansicht.
[0038] Die Figur 1 der Zeichnung zeigt in einer Ansicht ein Zaungitter 1, dessen mittlerer
Teil aus Gründen der Größe der Darstellung herausgeschnitten ist. Das Zaungitter 1
besteht aus einer einander kreuzenden Anordnung von zueinander parallelen vertikalen
Gitterstäben 2 und zueinander parallelen horizontalen Gitterstäben 31. An ihren Kreuzungspunkten
sind die Gitterstäbe 2, 31 miteinander verbunden, üblicherweise verschweißt. Dabei
bilden die Gitterstäbe 2, 31 rechteckige Maschen, wie dies von Zaungittern an sich
bekannt ist. Links und rechts in Figur 1 ist jeweils ein stirnseitiger Randstab 20
angeordnet, der insbesondere zur Verbindung des Zaungitters 1 mit hier nicht dargestellten
Zaunpfosten dient.
[0039] Parallel zu den horizontalen einzelnen Gitterstäben 31 sind bei dem dargestellten
Beispiel in Figur 1 in drei verschiedenen Höhen zusätzliche horizontale Gitterstäbe
31 in einem relativ engen Abstand zueinander angeordnet, die jeweils ein Gitterstab-Paar
33 bilden, welches zwischen sich einen Zwischenraum 34 bildet. Dieser Zwischenraum
34 ist so bemessen, dass in ihm mindestens ein kabelförmiger Leiter, der in Figur
1 nicht dargestellt ist, passend aufgenommen werden kann.
[0040] Figur 2 der Zeichnung zeigt das Zaungitter 1 aus Figur 1 in einer Stirnansicht auf
die in Figur 1 linke Stirnseite. Von unten nach oben durchlaufend erstreckt sich der
nun allein sichtbare Randstab 20, hinter dem die vertikalen Gitterstäbe 2 deckungsgleich
und somit in Figur 2 unsichtbar liegen. Auf beiden Seiten des Randstabs 20 und der
vertikalen Gitterstäbe 2 sind jeweils einander gegenüberliegend in regelmäßigen Abständen
die einzelnen horizontalen Gitterstäben 31 angeordnet. Alternativ können die horizontalen
Gitterstäbe statt jeweils einander gegenüberliegend auch gegeneinander versetzt und/oder
in unregelmäßigen Abständen angeordnet sein.
[0041] Auf der in Figur 1 dem Betrachter zugewandten Seite des Zaungitters 1, die in Figur
2 nach rechts weist, sind die horizontalen Gitterstab-Paare 33 angeordnet, die zwischen
sich jeweils den Zwischenraum 34 ausbilden.
[0042] In der Figur 3 der Zeichnung ist das in Figur 2 jeweils eingekreiste Detail III vergrößert
dargestellt. In Vertikalrichtung verläuft der Randstab 20 beziehungsweise vertikale
Gitterstab 2. Auf dessen rechter Seite sind in einem relativ geringen Abstand zueinander
die beiden horizontalen Gitterstäbe 31, die das Gitterstab-Paar 33 bilden und die
den Zwischenraum 34 zwischen sich ausbilden, angeordnet. Auf der gegenüberliegenden
Seite des Randstabs 20 beziehungsweise vertikalen Gitterstabes 2 verläuft parallel
zu den horizontalen Gitterstäben 31 ein weiterer Gitterstab 32 in einer Höhenlage,
die hier mittig zwischen den Längsachsen der beiden Gitterstäbe 31 des Gitterstab-Paares
33 liegt. In den Zwischenraum 34 kann ein kabelförmiger Leiter passend eingelegt und
in geeigneter, später noch zu erläuternder Art und Weise fixiert werden. Der parallel
zu dem Zwischenraum 34 verlaufende Gitterstab 32 deckt den Zwischenraum 34 zu der
in Figur 3 nach links weisenden Seite hin ab.
[0043] In Figur 4 ist ein Ausschnitt aus einem Zaungitter 1 in einer Vorderansicht gezeigt,
wobei hier eine Anordnung aus zwei nahe zueinander parallel verlaufenden, das Gitterstab-Paar
33 bildenden Gitterstäben 31 sichtbar ist. In den zwischen den Gitterstäben gebildeten
Zwischenraum 34 ist nun ein kabelförmiger Leiter 4 eingelegt, beispielsweise ein Sensorkabel
oder eine Stromleitung oder dergleichen.
[0044] Der kabelförmige Leiter 4 ist in dem Zwischenraum 34 durch in Abständen angebrachte
Halteelemente 5 fixiert. In dem Beispiel nach Figur 4 sind die Halteelemente 5 als
elastisch-flexible Klammern ausgeführt. Diese besitzen jeweils endseitig einen gebogenen
Haltearm 53, der sich um jeweils einen der beiden Gitterstäbe 31 des Gitterstab-Paares
33 über annähernd den halben Umfang herum legt. Ein Bereich des Halteelementes 5 zwischen
den beiden Haltearmen 53 bildet einen Fixierteil 54, der an dem kabelförmigen Leiter
4 anliegt und diesen in dem Zwischenraum 34 fixiert und sichert. Die Halteelemente
5 bestehen vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoff; alternativ können sie auch
aus einem geeigneten federnden oder umformbaren Metall bestehen.
[0045] Oberhalb und unterhalb des Gitterstab-Paares 33 ist jeweils an der dem Betrachter
zugewandten Seite des Zaungitters 1 je ein einzelner horizontaler Gitterstab 31 und
an der vom Betrachter abgewandten Seite des Zaungitters 1 auf jeweils gleicher Höhe
ein weiterer horizontaler Gitterstab 32 angebracht. Auch in Höhe des Gitterstab-Paares
33 ist auf der diesem gegenüberliegenden Seite des Zaungitters 1 ein weiterer horizontaler
einzelner Gitterstab 32 angeordnet, der in Figur 4 größtenteils verdeckt ist.
[0046] Die Figur 5 der Zeichnung zeigt den Ausschnitt aus dem Zaungitter 1 aus Figur 4 von
dessen anderer Seite sowie in etwas vergrößerter Darstellung. Der Blick fällt nun
auf den einzelnen horizontalen Gitterstab 32, dem gegenüberliegend auf der anderen
Seite des Zaungitters 1 das Gitterstab-Paar 33 aus den zwei parallelen Gitterstäben
31 angebracht ist. Im Zwischenraum 34 zwischen den beiden Gitterstäben 31 des Gitterstab-Paares
33 verläuft wieder der kabelförmige Leiter 4, der in seiner Lage durch die Halteelemente
5 gesichert ist.
[0047] Die Figur 6 der Zeichnung zeigt in gleicher Darstellungsweise wie die Figur 4 einen
Ausschnitt aus einem Zaungitter 1, welches übereinstimmend mit den Zaungitter 1 in
Figur 4 ausgeführt ist; auf dessen Beschreibung wird verwiesen. Unterschiedlich ist
in Figur 6 die Ausführung des Halteelements 5. Das Halteelement 5 ist hier als Rastelement
mit zwei rastend an einem der vertikalen Gitterstäbe 2 anbringbaren Haltearmen 52
ausgeführt. Ein die Haltearmen 52 einstückig miteinander verbindender Fixierteil 54
greift über die beiden horizontalen Gitterstäbe 31 des Gitterstab-Paares 33 und den
in dem dazwischen ausgebildeten Zwischenraum 34 angeordneten kabelförmigen Leiter
4. Hierdurch wird der kabelförmigen Leiter 4 in dem Zwischenraum 34 fixiert und gehalten.
Vorteilhaft kann das Halteelement 5 werkzeuglos angebracht und bei Bedarf ohne Beschädigung
auch wieder vom Zaungitter 1 gelöst werden. Das Halteelement 5 ist beispielsweise
ein Spritzgussteil aus Kunststoff, welches somit kostengünstig als Massenteil produzierbar
ist.
[0048] Die Figur 7 zeigt in gleicher Darstellungsweise wie die Figur 5 das Zaungitter 1
mit dem Halteelement 5 aus Figur 6. Hier ist nun wieder die bei einem aus den Zaungittern
1 erstellten Zaun äußere Seite sichtbar, an der der einzelne horizontale Gitterstab
32 in Gegenüberstellung zu den Gitterstäben 31 des Gitterstab-Paares 33 mit dem dazwischen
angeordneten kabelförmigen Leiter 4 sichtbar ist. Hier wird besonders deutlich sichtbar,
wie das Halteelement 5 mit seinem Halterarmen 52 rastend auf einen der vertikalen
Gitterstäbe 2 aufgesetzt ist. Zum Anbringen des Halteelements 5 an dem Gitterstab
2 wird das Halteelement 5 mit seinen Halterarmen 52 zunächst an den Gitterstab 2 angelegt
und dann durch Ausüben einer in Richtung zum Gitterstab 2 wirkenden Kraft auf den
Gitterstab 2 aufgerastet. Das Halteelement 5 hat damit eine Wirkungsweise nach Art
einer Druckklemme.
[0049] In den Figuren 8 und 9 der Zeichnung ist ein drittes Ausführungsbeispiel des Halteelementes
5 gezeigt, wieder in zwei verschiedenen Ansichten, die den Ansichten gemäß den Figuren
4 und 6 beziehungsweise 5 und 7 entsprechen. Auch bei dem Beispiel nach den Figuren
8 und 9 besitzt das Halteelement 5 zwei Halterarme 52 sowie einen Fixierteil 54 zum
Festlegen des kabelförmigen Leiters 4 zwischen den beiden horizontalen Gitterstäben
31 des Gitterstab-Paares 33. Die Halterarme 52 sind hier so ausgeführt, dass sie durch
eine begrenzte Drehbewegung des Halteelements 5 um eine horizontale, senkrecht zur
Zaungitterebene verlaufende Achse in und außer Eingriff mit dem vertikalen Gitterstab
2 bringbar sind. Die Verbindung ist auch hier eine Rastverbindung.
Bezugszeichenliste:
Zeichen |
Bezeichnung |
1 |
Zaungitter |
11 |
Innenseite |
12 |
Außenseite |
|
|
2 |
vertikale Gitterstäbe |
20 |
Randstäbe |
|
|
31 |
horizontale Gitterstäbe innen |
32 |
horizontale Gitterstäbe außen |
33 |
Gitterstab-Paar |
34 |
Zwischenraum |
|
|
4 |
kabelförmiger Leiter |
|
|
5 |
Halteelemente |
52 |
Haltearme an 5 für 2 |
53 |
Haltearme an 5 für 31 |
54 |
Fixierteil von 5 |
1. Zaungitter (1), das aus an ihren Kreuzungspunkten miteinander verbundenen vertikalen
und horizontalen Gitterstäben (2; 31, 32) gebildet ist, wobei mindestens ein kabelförmiger
Leiter (4) parallel zu einem der Gitterstäbe (2; 31, 32) verlaufend an dem Zaungitter
(1) halterbar oder gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Zaungitter (1) zumindest ein einseitig angebrachtes horizontales Gitterstab-Paar
(33) aus mindestens zwei zueinander parallelen Gitterstäben (31) angeordnet ist, die
zwischen sich wenigstens einen zur Aufnahme mindestens eines kabelförmigen Leiters
(4) passend dimensionierten Zwischenraum (34) ausbilden.
2. Zaungitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu den zwei parallelen, den Zwischenraum (34) für den kabelförmigen Leiter
(4) zwischen sich ausbildenden horizontalen Gitterstäben (31) des Gitterstab-Paares
(33) auf der gegenüberliegenden Seite der vertikalen Gitterstäbe (2) wenigstens ein
weiterer horizontaler Gitterstab (32) angeordnet ist, dessen Längsachse höhenmäßig
auf der gleichen Höhe wie die Längsachse eines der Gitterstäbe (31) des Gitterstab-Paares
(33) oder zwischen den Längsachsen der Gitterstäbe (31) des Gitterstab-Paares (33)
verläuft.
3. Zaungitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum (34) zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe
(31) des Gitterstab-Paares (33) einen runden Querschnitt haben.
4. Zaungitter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Gitterstab (32) einen runden Querschnitt hat.
5. Zaungitter nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum (34) zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe
(31) des Gitterstab-Paares (33) und der weitere Gitterstab (32) alle den gleichen
Querschnitt aufweisen.
6. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum (34) zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe
(31) des Gitterstab-Paares (33) einen Durchmesser haben, der größer als oder so groß
wie der Durchmesser des im Zwischenraum (34) aufzunehmenden oder aufgenommenen kabelförmigen
Leiters (4) ist.
7. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum (34) zwischen sich ausbildenden Gitterstäbe
(31) des Gitterstab-Paares (33) einen Durchmesser haben, der kleiner als der Durchmesser
des im Zwischenraum (34) aufzunehmenden oder aufgenommenen kabelförmigen Leiters (4)
ist.
8. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Gitterstäbe (2) einen Nenndurchmesser von 5 mm oder 6 mm haben und
dass die horizontalen Gitterstäbe (31, 32) einen Nenndurchmesser von 6 mm oder 8 mm
haben.
9. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gitterstab-Paare (33) in diskreten Abständen an dem Zaungitter (1) angeordnet
sind.
10. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Grundraster oder ein kleinstes Grundraster des vertikalen Abstandes der horizontalen
Gitterstäbe (31, 32) des Zaungitters (1) wenigstens doppelt so groß ist wie der vertikale
Abstand der Gitterstäbe (31) des Gitterstab-Paares (33), welches den Zwischenraum
(34) für den kabelförmigen Leiter (4) bildet.
11. Zaungitter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Zaungitter (1) den kabelförmigen Leiter (4) in seiner Lage fixierende Halteelemente
(5) oder Halteprofile anbringbar oder angebracht sind.
12. Zaungitter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (5) oder -profile form- und/oder kraftschlüssig, vorzugsweise mittels
werkzeuglos herstellbarer Rastung oder Klemmung oder mittels plastischer Umformung,
an dem einen oder an beiden der zwei parallelen, den Zwischenraum (34) für den kabelförmigen
Leiter (4) zwischen sich ausbildenden Gitterstäben (31) des Gitterstab-Paares (33)
und/oder an einem senkrecht zu diesen verlaufenden vertikalen Gitterstab (2) anbringbar
oder angebracht sind.
13. Zaun, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mehreren Zaungittern (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 gebildet ist.
14. Zaun nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, den Zwischenraum (34) für den kabelförmigen Leiter (4) zwischen
sich ausbildenden Gitterstäbe (31) des Gitterstab-Paares (33) auf einer im montierten
Zustand der Zaungitters (1) in dem Zaun inneren Nichtangriffsseite (11) des Zauns
angeordnet sind.
15. Zaun nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Zaungittern (1) ein Pfosten angeordnet ist und die Zaungitter (1)
mit ihrer Stirnseite an oder in dem Pfosten befestigt sind oder dass die Zaungitter
(1) endlos miteinander verbunden und die Pfosten im Verlauf des Zauns beliebig positioniert
und mit mindestens einem Zaungitter verbunden sind.
16. Halteelement (5) oder Halteprofil zur Halterung eines kabelförmigen Leiters (4) an
einem Zaungitter (1), insbesondere an einem Zaungitter (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (5) oder Halteprofil form- und/oder kraftschlüssig, vorzugsweise
mittels werkzeuglos herstellbarer Rastung oder Klemmung oder mittels plastischer Umformung,
an einem horizontalen Gitterstab (31) oder an zwei parallelen, einen Zwischenraum
(34) für den kabelförmigen Leiter (4) zwischen sich ausbildenden horizontalen Gitterstäben
(31) eines Gitterstab-Paares (33) und/oder an einem senkrecht zu diesem/diesen verlaufenden
vertikalen Gitterstab (2) anbringbare Haltearme (52, 53) sowie einen den kabelförmigen
Leiter (4) in seiner Lage haltenden Fixierteil (54) aufweist.