[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein induktive Bauelemente, etwa Speicherdrosseln,
und dergleichen, in denen Leistungen von einigen Watt bis zu einem oder mehreren Kilowatt
und mehr in entsprechenden elektronischen Baugruppen, etwa Netzteilen, Wechselrichtern,
und dergleichen umgesetzt werden.
[0002] Durch den immensen Fortschritt bei der Herstellung elektronischer Schaltelemente,
etwa von Thyristoren, Leistungs-MOS-Feldeffekttransistoren, und dergleichen im Zusammenwirken
mit leistungsfähigen Steuerschaltungen werden zunehmend Leistungsschaltungen entwickelt,
in denen große Ströme geschaltet werden, um eine entsprechende Anpassung von Strom
und Spannung entsprechender elektronischer Baugruppen zu erreichen. Unter diesen Bedingungen
ist in der Regel eine Speicherkomponente erforderlich, in der die Lastströme während
der Schaltpausen entsprechender elektronischer Schalter "zwischengespeichert" werden,
wozu induktive Bauelemente, etwa Speicherdrosseln, und dergleichen, eingesetzt werden.
Ein derartiges induktives Bauelement weist neben einer Wicklung einen geeigneten Kern
aus magnetisierbarem Material auf, um damit die Speicherfähigkeit durch die Materialeigenschaften
im Vergleich zu Spulen ohne magnetischen Kern deutlich zu erhöhen. Abhängig von der
jeweiligen Taktfrequenz der elektronischen Baugruppe werden dazu geeignete weichmagnetische
Materialien, etwa Eisen, Nickel, Kobalt, und dergleichen auch in Form sogenannter
Ferrite, verwendet, wobei abhängig von der jeweiligen Verwendungsart die Gestalt des
Kernes so angepasst wird, dass ein hoher Leistungsdurchsatz in Verbindung mit den
gewünschten magnetischen und elektrischen Eigenschaften ermöglicht wird, wobei zunehmend
die Energieeffizienz derartiger elektronischer Baugruppen ein wesentlicher Faktor
für die kommerzielle und technische Nutzung darstellt.
[0003] Bei der Verarbeitung relativ hoher Leistungen sind abhängig von der auftretenden
Versorgungsspannung relativ hohe Ströme erforderlich, so dass die Wicklungen der induktiven
Bauelemente für die jeweils hohen Ströme ausgelegt sein müssen. Des Weiteren werden
die entsprechenden Taktfrequenzen in Abhängigkeit der verwendeten Schaltungstopologie
relativ hoch aber nicht zu hoch gewählt, so dass einerseits geringere Speicherfähigkeiten
der Drosselspulen ausreichend sind und andererseits die Schaltverluste der elektronischen
Schalter sowie die Ummagnetisierungsverluste des Kernmaterials akzeptabel bleiben.
Bei der Auswahl einer höheren Taktfrequenz muss gegebenenfalls auch die Oberfläche
der der elektronischen Schalter sowie die Ummagnetisierungsverluste des Kernmaterials
akzeptabel bleiben. Bei der Auswahl einer höheren Taktfrequenz muss gegebenenfalls
auch die Oberfläche der Wicklung eine geeignete Größe aufweisen, da ansonsten die
Kupferverluste erheblich ansteigen. Aus diesem Grunde werden für induktive Bauelemente
mit höherer Leistung häufig Kupferwicklungen mit großem Drahtquerschnitt und auch
größerer Oberfläche verwendet, die aufgrund der relativ geringen Windungszahl auch
als freitragende Wicklungen vorgesehen werden. Für derartige Anwendungszwecke haben
sich auch Kernformen als vorteilhaft erwiesen, in denen ein großer Teil der Wicklung
außen von dem Kern umschlossen wird, so dass neben einer verbesserten mechanischen
Integrität des gesamten Bauelements auch die magnetische Abschirmung ausreichend hoch
ist. Bei der Montage eines entsprechend ausgebildeten induktiven Bauelementes wird
die Wicklung in einen geeignet ausgebildeten Kern eingelegt, der gegebenenfalls mittels
eines Deckels dann geschlossen wird, wobei das innere Volumen des induktiven Bauelements
dann mit einem Vergussmaterial gefüllt wird, um die mechanische Stabilität und die
elektrischen Eigenschaften zu gewährleisten.
[0004] Beim Betrieb eines derartigen induktiven Bauelements für höhere Leistungen treten,
wie eingangs erläutert ist, zum einen Ohmsche Verluste in der Wicklung auf, die zum
einen von der effektiven Größe des Stromes abhängen, und zum anderen durch Stromverdrängungseffekte
zwischen benachbarten Windungen / Lagen und auch durch die Frequenz der gepulsten
Ströme bestimmt sind, da bei zunehmender Frequenz lediglich die oberflächennahen Bereiche
des Kupfermaterials zur Stromführung beitragen, zum anderen treten auch im Kernmaterial
selbst Verluste auf. Da die magnetischen Eigenschaften und somit das Verhalten der
gesamten elektronischen Baugruppe auch von der effektiven Temperatur des Kernmaterials
bestimmt sind, muss bei der Gestaltung der Form und der Auswahl der Baugröße des induktiven
Bauelements auch die thermische Effizienz und somit das Wärmeableitverhalten berücksichtigt
werden, wodurch gegebenenfalls ein geeignet größeres Bauvolumen zu wählen ist, um
die gewünschte Betriebstemperatur bei voller Last nicht zu überschreiten.
[0006] Durch die zunehmende Verbreitung von Leistungselektronikbaugruppen mit getakteter
Stromversorgung ist es jedoch wichtig, ein möglichst geringes Bauvolumen bei gewünschtem
Leistungsdurchsatz zu ermöglichen, wobei auch die Verwendung teurer Materialien, etwa
in Form von Vergussmaterialien, Klebermaterialien zur Fixierung der freitragenden
Wicklung, etc., möglichst zu reduzieren ist. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, Maßnahmen anzugeben, mit denen eine verbesserte thermische Ankopplung an
den magnetischen Kern und/oder die Reduzierung/Verwendung von Materialien bei insgesamt
geringem Bauvolumen bei vorgegebener Leistung erreicht wird.
[0007] Allgemein wird die zuvor genannte Aufgabe durch ein induktives Bauelement gemäß Anspruch
1 gelöst. Vorteilhaftere Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Ein Materialbereich oder Haltebereich ist vorgesehen , an dem eine selbsttragende
Wicklung eines induktiven Bauelements mit einer großen Auflagefläche ankoppelt, so
dass in Verbindung mit einer besseren mechanischen Fixierung auch eine verbesserte
thermische Ankopplung der Wicklung an den Kern erfolgt, wodurch sich insgesamt für
ein vorgegebenes Bauvolumen eine größere elektrische Leistung umsetzen lässt. Erfindungsgemäß
wird daher ein induktives Bauelement bereitgestellt, das eine freitragende Wicklung
und einen magnetischen Kern mit einer Kernschale aufweist, die die freitragende Wicklung
zumindest teilweise umschließt. Des Weiteren ist ein Haltebereich mit mindestens einer
Auflagefläche vorgesehen, an der die freitragende Wicklung fixiert ist und die der
Kontur zumindest eines Teils einer Windung der freitragenden Wicklung nachgebildet
ist, wobei die Auflagefläche der Kernschale in form einer Wendel gebildet ist, die
der jeweiligen Steigung der Anfangswindung der freitragenden Wicklung nachgebildet
ist. Ferner ist eine Vergussmasse vorgesehen, die die Auflagefläche und die Wicklung
umgibt.
[0008] Aufgrund einer geeigneten Konturbildung des Haltebereichs ergibt sich somit eine
verbesserte mechanische und damit auch thermische Ankopplung der Wicklung an das Kernmaterial,
so dass dieses als effizientes Kühlmaterial dienen kann, da die Wärme wirksam über
die Außenflächen des Kerns, die die Wicklung zumindest teilweise umschließen, abgeführt
werden kann. Zu diesem Zweck ist beispielsweise die Auflagefläche der Steigung zumindest
einer Windung zumindest teilweise nachgeführt, so dass insbesondere bei freitragenden
Wicklungen mit Windungen, die eine große Oberfläche besitzen, beispielsweise in Form
rechteckförmiger Leiterquerschnitte, eine sehr effiziente mechanische und thermische
Ankopplung erfolgen kann. Durch die der Kontur der Wicklung angepassten Auflagefläche
kann gegebenenfalls ein zusätzliches Klebematerial, etwa in Form von Silikon, und
dergleichen, in der Menge verringert werden, wobei dennoch eine effiziente mechanische
Fixierung für die nachfolgende Montage des induktiven Bauelements erfolgt, so dass
dadurch ebenfalls ein sehr effizienter Wärmeübergang zwischen der Wicklung und dem
Kernmaterial erreicht werden kann. In anderen vorteilhaften Ausführungsformen kann
bei geeigneter Konturierung der Auflagefläche eine ausreichende mechanische Fixierung
ohne die Verwendung eines Klebematerials bewerkstelligt werden, so dass beim Vergießen
des induktiven Bauelements ein nahezu direkter Kontakt zwischen der Auflagefläche
und der Wicklung, d.h., dem Kupfer oder Leitermaterial oder der isolierenden Lackschicht
der Wicklung, beibehalten wird, wodurch ebenfalls zu einem reduzierten thermischen
Widerstand beigetragen wird, während gleichzeitig die Fertigungskosten gesenkt werden
können. Insbesondere wenn die Auflagenfläche effizient an den Kern angekoppelt ist,
etwa bei Vorsehen der Auflagefläche als Teil des Kernmaterials oder als ein speziell
gestaltetes Einlegeteil mit hoher Wärmeleitfähigkeit ergibt sich somit eine sehr effiziente
thermische Ankopplung.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Auflagefläche durchgehend
der Steigung des Teils der Windung nachgebildet. Das heißt, in dieser Ausführungsform
ergibt sich zumindest über den Teil der Windung hinweg ein sehr geringer thermischer
Widerstand, da ein großer Teil der Windung in direktem mechanischem Kontakt mit der
Auflagefläche ist oder zumindest von dieser nur geringfügig beabstandet bleibt, wobei
eine gleichbleibende Schichtstärke eines entsprechenden Klebematerials zwischen der
Auflagefläche und dem Teil der Windung vorgesehen werden kann.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Auflagefläche der Kontur
zumindest einer Anfangswindung der Wicklung nachgebildet. Auf diese Weise wird ein
relativ großflächiger verbesserter thermischer Übergangswiderstand zwischen der Wicklung
und dem Haltebereich, der wiederum thermisch sehr gut an den Kern angekoppelt ist
oder einen Teil des Kerns darstellt, erzielt, während auch eine verbesserte mechanische
Fixierung erreicht wird.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform ist der Haltebereich aus einem magnetisierbaren
Kernmaterial aufgebaut. In diesem Fall wird neben der guten thermischen Ankopplung
an die Wicklung auch ein verbessertes magnetisches Verhalten erreicht, da ein in konventionellen
Spulenaufbauten üblicherweise für Kernmaterial nicht genutzter Bereich für die Führung
des magnetischen Feldes verfügbar ist, so dass aufgrund der höheren magnetischen Effizienz
und aufgrund der besseren thermischen Eigenschaften bei gegebener Leistungsanforderung
ein geringeres Bauvolumen verwirklicht werden kann. Das magnetisierbare Kernmaterial
des Haltebereichs kann dabei aus einem beliebigen geeigneten Material aufgebaut sein.
Beispielsweise unterscheidet sich das Kernmaterial des Haltebereichs von dem Kernmaterial
der Kernschale, so dass auch ein höherer Grad an Flexibilität erreicht wird, um die
gesamten Kerneigenschaften einzustellen.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist der Haltebereich ein Teil der einstückig
hergestellten Kernschale. Das heißt, der Haltebereich ist ein integraler Bestandteil
der Kernschale, so dass insgesamt eine hohe thermische und magnetische Effizienz der
Kernschale erreicht wird, während der Herstellungsvorgang vereinfacht ist, da lediglich
die Kernschale mit der geeigneten Konturierung der Auflagefläche gepresst werden muss.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Haltebereich, der aus einem
magnetisierbaren Kernmaterial aufgebaut ist, eine Stirnfläche auf, mit der der Haltebereich
auf die Kernschale aufgesetzt ist. In dieser Weise kann die Kernschale gemäß konventioneller
Vorgaben aufgebaut werden, während die eigentliche Konturierung der Auflagefläche
in Form eines Einlegeteils bewerkstelligt wird, das mit der geeigneten Form und der
gewünschten Materialzusammensetzung hergestellt, beispielsweise gepresst, wird. Auf
diese Weise werden einfache Fertigungsvorgänge für die jeweiligen Komponenten, also
die Kernschale und den Haltebereich, ermöglicht, wobei im Hinblick auf die gesamten
magnetischen Eigenschaften ein erhöhter Grad an Flexibilität ermöglicht wird, da das
Einlegeteil, d.h. der Haltebereich, aus einem gewünschten Material hergestellt wird,
wobei für verschiedene Versionen des induktiven Bauelements unterschiedliche Materialsorten
bei ansonsten gleichen geometrischen Abmessungen verwendet werden können. In anderen
Fällen kann die ansonsten gleiche Kerngeometrie angewendet werden, und die Konturierung
der Auflagefläche kann entsprechend dem Einlegeteil geeignet ausgewählt und damit
an verschiedene Arten von Wicklungen angepasst werden, die dann mit dem gleichen Kernaufbau
in diversen elektronischen Baugruppen zu verwenden sind.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Haltebereich somit aus einem
magnetisierbaren Kernmaterial aufgebaut, das sich von dem magnetisierbaren Kernmaterial
der Kernschale unterscheidet, wodurch sich die zuvor genannte höhere Flexibilität
bei der Einstellung der endgültigen magnetischen Eigenschaften des gesamten Kerns
ergibt.
[0015] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist zumindest die Auflagefläche des Haltebereichs
aus einem elektrisch isolierenden Material zur Erhöhung der Spannungsfestigkeit aufgebaut.
Dabei kann in einer Ausführungsform der gesamte Haltebereich einschließlich der Auflagefläche
aus einem Einlegeteil aufgebaut sein, sofern die Wärmeleiteigenschaften des isolierenden
Materials geeignet sind, um die gewünschte effiziente thermische Ankopplung der Wicklung
an das Kernmaterial zu erreichen. In diesem Falle kann somit das elektrisch isolierende
Material als beispielsweise die Steigung der Anfangswindung repräsentierendes Formteil
hergestellt werden, das dann mit der ersten Windung der Wicklung in Kontakt ist. In
anderen Ausführungsformen wird das elektrisch isolierende Material auf eine der Kontur
der Windung angepasste Fläche aufgesetzt, wobei das elektrisch isolierende Material
eine nahezu gleichbleibende Dicke besitzt, so dass die Auflagefläche, die durch das
isolierende Material bereitgestellt wird, einen nahezu gleichbleibenden Abstand der
Windung zu dem darunterliegenden Kernmaterial erzeugt. Damit werden somit nahezu gleichbleibende
thermische Bedingungen für den Wärmeübergang von der Wicklung zum Kernmaterial durch
das elektrisch isolierende Material geschaffen. Andererseits ergibt sich eine deutlich
höhere Spannungsfestigkeit bei Auswahl eines geeigneten Isoliermaterials. Da eine
Vielzahl an elektrisch isolierenden Materialien verfügbar ist, die zudem auch eine
relativ hohe Wärmeleitfähigkeit besitzen, kann das induktive Bauelement effizient
an eine Vielzahl von Einsatzzwecken, d.h. auftretende Spannungen und Ströme, angepasst
werden.
[0016] In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen ist ein Klebematerial zur Fixierung der
Wicklung vorgesehen, wobei sich das Klebematerial von dem Vergussmaterial unterscheidet.
In diesen Ausführungsformen wird also zusätzlich zu dem Vergussmaterial zunächst eine
Verklebung zumindest eines Teils der Wicklung mit dem Haltebereich durchgeführt, so
dass danach das Vergießen mit hoher Präzision im Hinblick auf die Positionierung der
einzelnen Komponenten des Bauelements erfolgen kann. In einigen Ausführungsformen
erfolgt das Verkleben mittels eines Silikonmaterials, wie es etwa von der Wacker AG,
Burghausen unter den Handelsnamen Semicosil 988/1 k oder Semicosil 989/1 k bezogen
werden kann.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird die Auflagefläche durch das
Klebematerial gebildet. Das heißt, das Klebematerial wird so vorgesehen, dass es der
Kontur der Windung nachgeführt ist, so dass sich ein entsprechender "Kleberkeil" ausbildet,
der zum einen für die mechanische Fixierung und zum anderen für die vorteilhafte thermische
Ankopplung der Wicklung an das Kernmaterial sorgt. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
das zuvor genannte Silikonmaterial vorteilhaft eingesetzt werden.
[0018] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Auflagefläche der Kontur zumindest einem
Teil von mehreren Windungen der Wicklung nachgebildet. Auf diese Weise ergibt sich
sowohl eine bessere mechanische als auch thermische Ankopplung der Wicklung an das
Kernmaterial, so dass bei der Weiterbearbeitung des induktiven Bauelements, etwa beim
Ausfüllen mit Vergussmaterial, auf weitere Klebematerialien verzichtet werden kann,
wobei dennoch eine hohe mechanische Präzision beibehalten wird.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt die Kernschale einen ersten Kernschalenteil
mit einem ersten Bereich der Auflagefläche und einen zweiten Kernschalenteil mit einem
zweiten Bereich der Auflagefläche. In dieser Ausführungsform sind somit zwei Kernschalenteile
vorgesehen, die jeweils für sich zumindest teilweise der Kontur einer oder mehrerer
Windungen nachgebildet sind, so dass sich bei zusammengesetzten induktiven Bauelementen
die gesamte Auflagefläche ergibt. Beispielsweise wird dazu in einigen Ausführungsformen
die Kernschale so aufgebaut, dass beide Kernschalenteile die Oberseite und Unterseite
des magnetischen Kerns repräsentieren, die dann entlang einer magnetischen Längsrichtung,
d.h. entlang der Längsrichtung der Wicklung, geeignet zusammengesetzt werden. Auf
diese Weise lässt sich die Auflagefläche der Kontur der Anfangswindung und der Endwicklung
der Wicklung nachbilden, so dass sich daraus die zuvor genannten Vorteile im Hinblick
auf die mechanische Fixierung und die thermischen Eigenschaften ergeben.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ferner ein Mittelschenkel vorgesehen,
der zumindest über einen Teil seiner Länge von der Wicklung umschlossen ist und auf
dem ersten und/oder dem zweiten Kernschalenteil aufgesetzt ist. Durch die Separierung
des Mittelschenkels können der erste und der zweite Kernschalenteil auch in einer
Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Wicklung zusammengeführt werden und somit
die Wicklung umschließen, während in einem weiteren Bearbeitungsschritt sodann der
Mittelschenkel eingeführt wird. Auf diese Weise lassen sich die Kernschalenteile so
herstellen, dass eine Nachbildung der Kontur auch "innerer" Windungen möglich ist,
woraus sich eine weiter verbesserte Ankopplung in thermischer und mechanischer Hinsicht
ergibt. Damit können die Windungen bei Bedarf in lateraler Richtung, d.h. senkrecht
zur Längsrichtung, vollständig oder teilweise in den geeignet konturierten Aussparungen
des Kernmaterials angeordnet werden, wobei gegebenenfalls kein weiteres Klebematerial
erforderlich ist. Des Weiteren ergibt sich durch das Vorsehen des separaten Mittelschenkels,
der in einigen anschaulichen Ausführungsformen auch gleichzeitig daran angebracht
einen "Deckel" des Kernes aufweist, ein hoher Grad an Flexibilität bei der Einstellung
der gewünschten Kerneigenschaften des induktiven Bauelements. Zu diesem Zweck kann
der Mittelschenkel aus einem beliebigen gewünschten Kernmaterial hergestellt werden,
etwa aus Eisenpulver, aus Eisen enthaltenden Legierungen, und dergleichen, so dass
sich die gewünschte magnetische Permeabilität ergibt. Des Weiteren können bei Bedarf
geeignete Spalte eingearbeitet werden, wobei durch die separate Herstellung des Mittelschenkels
keine komplexen und aufwendigen Fertigungsschritte erforderlich sind. So kann etwa
durch Vorsehen unterschiedlicher Materialien für den Mittelschenkel und Kernschalenteile
eine Nichtlinearität der Induktivität in Abhängigkeit des Stromes eingestellt werden,
woraus sich ein verbessertes Teillastverhalten des induktiven Bauelements ergibt.
Ferner können durch geeignet gestaltete Spalte im Mittelschenkel ebenfalls nichtlineare
Verläufe der Induktivität in Abhängigkeit des Stromes ohne aufwendige Herstellungsverfahren
erzeugt werden, so dass in Verbindung mit den weiteren verbesserten Eigenschaften,
die sich durch die "Einbettung" zumindest eines Teils der Windungen der Wicklungen
in das Material der Kernschalenteile ergibt, ein sehr leistungsstarkes, induktives
Bauelement bei kleinem Bauvolumen erhalten wird.
[0021] In vorteilhaften Ausführungsformen repräsentiert das induktive Bauelement eine Speicherdrossel,
die somit in vielen Schaltungstopologien, beispielsweise zur Glättung von Stromverläufen,
zum Heraufsetzen und Herabsetzen von Gleichspannungen, und dergleichen, verwendet
werden kann. Insbesondere ermöglicht die effiziente Ankopplung zumindest eines Teils
der Wicklung an das Kernmaterial ein geringeres Bauvolumen im Vergleich zu konventionellen
Leistungsdrosseln oder es wird für das gleiche Bauteilvolumen die Verarbeitung höherer
Leistungen ermöglicht.
[0022] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen
hervor und werden auch in der folgenden detaillierten Beschreibung dargestellt, wobei
auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen wird, in denen:
- Fig. 1A
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils eines magnetischen Kerns eines
induktiven Bauelements mit einem Haltebereich mit Auflagefläche zeigt, die der Kontur
einer Windung des induktiven Bauelements nachgebildet ist,
- Fig. 1B
- schematisch induktive Bauelemente zeigt, wenn die Wicklung in die dargestellte Kernschale
eingeführt ist,
- Fig. 1C und 1D
- schematisch Querschnittsdarstellungen zeigen, in denen die Wicklung unter Verwendung
eines zusätzlichen Klebematerials eingesetzt wird und ein Vergussmaterial mit einem
Deckel zur Komplettierung des induktiven Bauelements verwendet wird,
- Fig. 1E und 1F
- schematisch Querschnittsansichten des induktiven Bauelements zeigen, wenn ein geeignetes
Klebematerial, etwa ein Silikonmaterial, als Haltebereich verwendet wird, so dass
das Klebematerial der Kontur der Anfangswindung der Wicklung nachgebildet ist,
- Fig. 1G
- schematisch eine Querschnittsansicht des induktiven Bauelements zeigt, wenn die Auflagefläche
durch ein Einlegeteil mit gewünschten elektrisch isolierenden Eigenschaften mit relativ
konstanter Dicke gebildet wird, wobei das Einlegeteil auf eine konturierte Aufnahmefläche
des Kernmaterials aufgebracht wird,
- Fig. 1H
- schematisch eine Querschnittsansicht zeigt, in der ein Einlegeteil verwendet wird,
um die der Kontur nachgebildete Auflagefläche bereitzustellen,
- Fig. 1I
- schematisch eine Querschnittsansicht des induktiven Bauelements zeigt, wobei ein unterer
und ein oberer Kernschalenteil jeweils eine konturierte Auflagefläche besitzen, so
dass eine Nachbildung der Kontur sowohl der Anfangs- als auch der Endwindung der Wicklung
erreicht wird,
- Fig. 2A
- schematisch eine Draufsicht auf den magnetischen Kern eines induktiven Bauelements
zeigt, wobei die Kernteile lateral an der Wicklung angebracht werden, um damit eine
Nachbildung der Kontur auch innerer Windungen zu ermöglichen, und
- Fig. 2B und 2C
- schematisch Querschnittsansichten des induktiven Bauelements zeigen, wobei ein separater
Mittelschenkel vorgesehen ist, der nach Zusammenfügen der entsprechenden Kernschalenteile
eingesetzt wird und
- Fig. 2D
- schematisch einen Querschnitt des induktiven Bauelements zeigt, wobei die Kernteile
lateral an der Wicklung angebracht werden, um damit eine Nachbildung der Kontur auch
innerer Windungen zu ermöglichen, und wobei der separate Mittelschenkel vor der Zusammenführung
bereits in die Wicklung eingebracht ist. Somit können beide äußeren Kernteile geschlossen
ausgebildet sein.
[0023] Fig. 1A zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils eines induktiven
Bauelements 100, das beispielsweise in Form einer Speicherdrossel, und dergleichen
verwendet werden kann. In der gezeigten Montagephase umfasst das induktive Bauelement
100 einen magnetischen Kern 120, wovon lediglich ein erster Teil, der auch als Kernschale
140 bezeichnet wird, dargestellt ist. Die Kernschale 140 ist aus einem beliebigen
geeigneten magnetisierbaren Material, etwa Eisenpulver, Eisenlegierungen, in Form
eines Ferritmaterials, und dergleichen aufgebaut, so dass die erforderlichen magnetischen
Eigenschaften erreicht werden. Vorteilhafterweise ist dabei die Kernschale 140 aus
einem Ferritmaterial aufgebaut, das sowohl die gewünschten magnetischen Eigenschaften
besitzt als auch eine hohe mechanische Stabilität und eine gute Wärmeleitfähigkeit
bereitstellt. In der gezeigten Ausführungsform ist die Kernschale 140 so gestaltet,
dass eine in diese einzusetzende Wicklung zumindest teilweise umschlossen wird, wie
dies auch nachfolgend detaillierter beschrieben und gezeigt ist. Die Kernschale 140
weist in der gezeigten Ausführungsform einen Mittelschenken 130 auf, der einen Teil
der Kernschale 140 repräsentiert und damit einen Teil des Materials der Kernschale
140 darstellt. Der Mittelschenkel 130 ist so gestaltet, dass dieser sich entlang einer
Längsrichtung der Wicklung erstreckt und damit von dieser umschlossen wird. Ferner
ist in der Kernschale 140 in der gezeigten Ausführungsform ein Haltebereich 150 vorgesehen,
der so gestaltet ist, dass darauf oder darüber die noch einzusetzende Wicklung auf
einer Auflagefläche 150s aufgesetzt werden kann. Dabei besitzt die Auflagefläche 150s
eine geeignete Gestalt, so dass diese der Kontur der Windung oder zumindest eines
Teils davon nachgebildet ist, so dass sich eine geeignete mechanische Fixierung für
die noch aufzusetzende Wicklung gibt und auch die thermische Ankopplung der Wicklung
bzw. der auf oder über der Auflagefläche 150s aufgesetzten Windung an das Material
der Kernschale 140 verbessert ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Auflagefläche
150s in Form einer "Wendel" gebildet, die der jeweiligen Steigung der Anfangswindung
der noch einzusetzenden Wicklung nachgebildet ist, so dass über die gesamte Anfangswindung
hinweg die verbesserte mechanische und thermische Kopplung erreicht wird.
[0024] Die Kernschale 140, wie sie in Fig. 1A gezeigt ist, kann somit den elektrischen und
magnetischen Gegebenheiten angepasst sein, wie dies von dem Bauelement 100 entsprechend
dem Anwendungszweck gefordert ist, wobei aufgrund der Konturierung der Auflagefläche
150s insgesamt ein geringeres Bauteilvolumen für eine spezifizierte Leistung realisiert
werden kann, da Wärmeableitung über die Kernschale 140 nach außen verbessert ist.
[0025] Fig. 1B zeigt schematisch das Bauelement 100 in einer Montagephase, in der eine Wicklung
110 in die Kernschale 140 eingesetzt ist, so dass die Wicklung 110 den Mittelschenkel
130 zumindest über den wesentlichen Teil seiner Erstreckung in einer Längsrichtung,
d.h. in Fig. 1B die vertikale Richtung, umschließt. Die Wicklung 110 ist in Form einer
freitragenden Wicklung vorgesehen, d.h. die einzelnen Windungen der Wicklung 110 sind
aus einem geeigneten leitenden Material, etwa Kupfer, so aufgebaut, dass keine weiteren
Komponenten, etwa ein Spulenkörper, und dergleichen, erforderlich sind, um die Form
der Wicklung 110 beizubehalten. Wie bereits eingangs erläutert ist, ist das induktive
Bauelement 100 für relativ hohe Ströme ausgelegt, wobei aufgrund der typischerweise
höheren Taktfrequenzen von einigen hundert Hertz bis zu einigen hundert Kilohertz
und höher für gewöhnlich relativ geringe Induktivitätswerte bei Speicherdrosseln erforderlich
sind, so dass die Anzahl der einzelnen Windungen in der Wicklung 110 relativ gering
ist. In der gezeigten Ausführungsform ist der Querschnitt des Leiters für die einzelnen
Windungen der Wicklung 110 in Form eines Rechteckes gegeben, wobei zu beachten ist,
dass selbstverständlich entsprechende Ecken verrundet sein können, so dass sich für
einen geforderten Querschnitt ein relativ großer Umfang und damit eine große Oberfläche
ergibt, was vorteilhaft ist im Hinblick auf die thermische und mechanische Ankopplung
an die Auflagefläche 150s sowie auch im Hinblick auf das elektrische Verhalten bei
höheren Frequenzen. Der entsprechende Querschnitt ist beispielsweise für einen Anschlussbereich
111 und einen Anschlussbereich 112 gezeigt. Ferner ist die Wicklung 110 mit ihrer
Anfangswindung 113 auf die Auflagefläche 150s aufgesetzt, da die Fläche 150s, wie
zuvor erläutert ist, entlang der gesamten Steigung der Anfangswindung 113 der Kontur
der Windung 113 nachgebildet ist. In der gezeigten Ausführungsform kann dabei die
Windung 113 unmittelbar mit der Auflagefläche 150s, etwa dem Kernmaterial in Kontakt
sein, d.h. mit einem entsprechenden Leitermaterial oder auch mit Isoliermaterial,
das gegebenenfalls auf die Windungen aufgebracht ist, wenn die elektrische Isolationsfähigkeit
des Materials des Kerns 140 nicht ausreichend ist, um entsprechende Kriechströme zwischen
der Wicklung 110 und dem Kern 140 zu vermeiden.
[0026] Fig. 1C zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des induktiven Bauelements 100
beim Einsetzen der Wicklung 110 in die Kernschale 140. In einer Ausführungsform wird
dabei an der Wicklung 110 und/oder der Kernschale 140 ein Klebematerial 101 vorgesehen,
das in einer bevorzugten Ausführungsform in Form von Silikonmaterial der Firma Wacker
mit den Handelsnamen Semicosil 988/1k oder Semicosil 989/1k bereitgestellt wird. Beim
Einsetzen der Wicklung 110 wird somit eine mechanische Fixierung der Wicklung 110
zumindest an dem Haltebereich 150 erreicht, wobei je nach Menge des Materials 101
gegebenenfalls auch eine dünne Schicht zwischen der Windung 113 und der Auflagefläche
150s beibehalten wird. Es sollte jedoch beachtet werden, dass aufgrund der Konturierung
der Auflagefläche 150s entsprechend der Gestalt der Windung 113 insgesamt eine bessere
mechanische Fixierung beim Einsetzen der Wicklung 110 erfolgt, so dass, wie dies zuvor
mit Bezug zu Fig. 1B beschrieben ist, gegebenenfalls auf das Klebematerial 101 vollständig
verzichtet werden kann, oder aber die Menge kann sehr gering gewählt werden, so dass
sich insgesamt reduzierte Fertigungskosten ergeben.
[0027] Fig. 1D zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des induktiven Bauelements 100
im fertig montierten Zustand. Wie gezeigt, ist die Wicklung 110 in die Kernschale
140 eingesetzt und liegt auf oder, wenn das Klebematerial 101 vorgesehen ist, über
der Auflagefläche 150s des Haltebereichs 150, so dass sich eine gute thermische Kopplung
an das Material der Kernschale 140 ergibt. Des Weiteren ist ein Vergussmaterial 102
in das Volumen der Kernschale 140 eingeführt, so dass die gewünschte mechanische Stabilität
sowie die Integrität des Bauelements 100 im Hinblick auf chemische und andere Einflüsse
erreicht werden. Ferner ist ein "Deckel" 160 vorgesehen, so dass der gewünschte magnetische
Rückfluss für die Kernschale 140 erreicht wird. Je nach gewünschten Eigenschaften
kann dabei ein Spalt 131 vorgesehen werden, indem der Mittelschenkel 130 mit geeigneter
Länge im Vergleich zu äußeren Teilen der Kernschale 140 hergestellt wird. Wie zuvor
erläutert ist, lässt sich insgesamt das Bauvolumen des induktiven Bauelements 100
für eine vorgegebene maximale zu verarbeitende Leistung gegebenenfalls verringern,
da die Kernschale 140 im Zusammenwirken mit dem Deckel 160 als effiziente Kühlfläche
dienen kann, wobei die Wärme, die während des Betriebs im Inneren des induktiven Bauelements
100 entsteht, wirksam über die verbesserte thermische Ankopplung insbesondere der
Windung 113 an die Auflagefläche 150s abgeführt werden kann.
[0028] Fig. 1E zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 gemäß weiterer Ausführungsformen,
in denen das Klebematerial 101 in Form von Silikonmaterial so in der Kernschale 140
vorgesehen wird, dass beim Einsetzen der Wicklung 110 eine gewünschte Anpassung an
die Kontur zumindest einer der Windungen der Wicklung 110 erfolgt.
[0029] Fig. 1F zeigt schematisch das Bauelement 100, wenn die Wicklung 110 in die Kernschale
140 eingesetzt ist, wobei das Klebematerial 101 entsprechend verformt ist, so dass
der Haltebereich 150 durch das Material 101 gebildet ist. Durch die Verformung des
Klebematerials 101 wird somit die Auflagefläche 150s gebildet, die zugleich als Klebematerial
dient und damit für die mechanische Fixierung der Wicklung 110 sorgt. Aufgrund der
guten Materialeigenschaften des Silikonmaterials ergibt sich neben einer hohen elektrischen
Durchschlagsfestigkeit und der gewünschten mechanischen Fixierung auch eine ausreichend
hohe thermische Leitfähigkeit, um somit die Wicklung 110 thermisch gut an die Kernschale
140 anzukoppeln. Es sollte beachtet werden, dass gegebenenfalls die Menge des Klebematerials
101 entsprechend groß gewählt werden kann, so dass auch weitere Windungen der Wicklung
110 entsprechend von dem Material 101 umgeben sind, so dass sich die vorteilhaften
Eigenschaften des Silikonmaterials auch für mehrere oder alle Windungen der Wicklung
110 ergeben.
[0030] Nach erfolgter Fixierung der Wicklung 110 kann ein Abschluss der Kernschale 140 mittels
eines Deckels erfolgen, wie dies zuvor gezeigt ist, und es kann bei Bedarf ein gewünschtes
Vergussmaterial eingefüllt werden, wobei, wie zuvor erläutert ist, die thermischen
Eigenschaften im Wesentlichen durch das Silikonmaterial 101 gegeben sind.
[0031] Fig. 1G zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 gemäß weiterer anschaulicher
Ausführungsformen, in denen Eigenschaften, etwa eine erhöhte Isolationsfestigkeit,
und dergleichen, in der Kernschale 140 eingestellt werden, indem ein Einlegeteil 152
vorgesehen wird. Wie gezeigt, wird dabei das Einlegeteil 152 auf den Haltebereich
150 aufgesetzt, etwa direkt auf die Auflagefläche 150s, um damit etwa die erhöhte
Isolationsfestigkeit zu erreichen. Zu diesem Zweck wird das Einlegeteil 152 aus einem
beliebigen geeigneten Material hergestellt, das die gewünschte Isolationsfestigkeit
ergibt. Es können beispielsweise Kunststoffmaterialien, Keramik, gut isolierende Ferritmaterialien,
und dergleichen verwendet werden, wobei die Gestalt des Einwegeteils 152 in der gezeigten
Ausführungsform so gewählt ist, dass sich ein nahezu konstanter Abstand der nachfolgend
einzuführenden Wicklung von der Auflagefläche 150s ergibt. Das heißt, das Einlegeteil
152 besitzt eine nahezu identische Dicke über den gesamten Umfang hinweg, so dass
insbesondere die elektrischen Eigenschaften sowie auch das thermische Verhalten über
den gesamten Umfang hinweg im Wesentlichen identisch sind. Nach dem Einbringen des
Einlegeteils 152 kann sodann die Wicklung eingesetzt werden, wobei gegebenenfalls
auf ein weiteres Klebematerial verzichtet werden kann, während in anderen Fällen ein
zusätzliches Material, beispielsweise in Form von Silikon, verwendet wird, um die
Fixierung der Wicklung an dem Einlegeteil 152 und damit an dem Haltebereich 150 zu
erzielen. Das heißt, in der gezeigten Ausführungsform kann der Haltebereich 150 als
integrale Komponente der Kernschale 140 bereitgestellt werden, während die Isolationseigenschaften
sodann mittels des Einwegeteils 152 eingestellt werden.
[0032] Fig. 1H zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 in einer Ausführungsform,
in der der Haltebereich 150 selbst als separate Komponente in Form eines Einlegeteils
vorgesehen wird. Dazu weist der Haltebereich 150 eine geeignete Form auf, so dass
die Auflagefläche 150s in der gewünschten konturierten Weise der Gestalt der noch
einzusetzenden Wicklung nachgebildet ist. Der Haltebereich 150 bzw. das Einlegeteil
kann somit separat hergestellt werden, wodurch sich die Möglichkeit ergibt, die Materialeigenschaften
des Haltebereichs 150 unabhängig zu den Materialeigenschaften der Kernschale 140 auszuwählen.
Beispielsweise kann der Haltebereich 150 als ein zusätzliches Kernbauelement vorgesehen
werden, wobei ein gewünschtes magnetisches Kernmaterial verwendet wird, so dass ein
hoher Grad an Flexibilität bei der Einstellung der endgültigen magnetischen Eigenschaften
des Bauelements 100 erreicht wird. In anderen Ausführungsformen wird der Haltebereich
150 als eine Kombination aus einem magnetisierbaren Material und einem weiteren Material,
etwa einem elektrisch isolierenden Material, bereitgestellt, wobei hier ein hoher
Grad an Flexibilität bei der Auswahl geeigneter Materialien besteht, da beliebige
magnetisierbare Materialien verwendet werden können, die etwa keine Korrosionsbeständigkeit
besitzen und gegebenenfalls elektrisch auch gut leitend sind. Nach dem Aufsetzen des
Einlegeteils 150 auf einer geeigneten Fläche 140s der Kernschale 140 erfolgt die weitere
Montage durch Einsetzen der Wicklung, wie dies auch zuvor beschrieben ist.
[0033] Fig. 1I zeigt schematisch das induktive Bauelement 100 gemäß weiterer Ausführungsformen,
in denen der Kern 120 zumindest eine erste Kernschale 140a und eine zweite Kernschale
140b aufweist. Die Kernschalen 140a, 140b besitzen entsprechende Mittelschenkelteile
130a, 130b, so dass beim Zusammenfügen der Kernschalenteile 140a, 140b entlang der
Längsrichtung der Wicklung 110, d.h. in Fig. 1I entlang der vertikalen Richtung, der
vollständige Kern 120 gebildet wird, ohne dass ein separater Deckel erforderlich ist,
wie dies zuvor beschrieben ist. Des Weiteren bilden die Kernschalenteile 140a, 140b
zusammen einen Haltebereich einer Auflagefläche, so dass eine Nachbildung der Kontur
sowohl der Anfangswindung 113 als auch einer Endwindung 114 der Wicklung 110 gegeben
ist. Der Kernschalenteil 140a weist etwa einen Haltebereich 150a auf, in welchem eine
Auflagefläche 150s vorgesehen ist, so dass beim Zusammenfügen der Kernschalenteile
140a, 140b die Endwindung 114 in ihrer Kontur nachgebildet ist. Andererseits wird
die Kontur der Anfangswindung 113 durch einen Haltebereich 150b, bzw. dessen Auflagefläche
150t nachgebildet, wie dies auch zuvor mit Bezug zu den Fig. 1A bis 1H beschrieben
ist. Somit wird insgesamt eine bessere mechanische und thermische Ankopplung der Wicklung
110 an den Kern 120 erreicht, da zumindest die Windungen 113 und 114 effizient durch
die jeweiligen Auflageflächen 150s, 150t angekoppelt sind. Es sollte beachtet werden,
dass Kernschalenteile 140a, 140b nicht notwendigerweise die gleiche effektive magnetische
Länge besitzen müssen, solange zumindest sichergestellt ist, dass beide Windungen
113, 114 eine entsprechende Ankopplung an die jeweiligen Teile 140a bzw. 140b besitzen.
Im Hinblick auf das Vorsehen eines zusätzlichen Klebermaterials gelten die gleichen
Kriterien, wie sie auch bereits zuvor dargelegt sind. Ferner ist zu beachten, dass
bei Bedarf die Kernschalenteile 140a, 140b aus unterschiedlichen magnetischen Materialien
aufgebaut werden können, und/oder dass in einen oder in beiden Kernschalenteilen 140a,
140b geeignete Einlegeteile vorgesehen werden können, um etwa die elektrische Isolierfähigkeit
zu verbessern und/oder um generell die jeweiligen Haltebereiche 150a, 150b durch geeignete
Einlegeteile bereitzustellen.
[0034] Fig. 2A zeigt schematisch eine Draufsicht auf ein induktives Bauelement 200 gemäß
weiterer Ausführungsformen, in denen die mechanische und thermische Ankopplung einer
Wicklung verbessert wird, indem die Kontur mehrerer Windungen nachgebildet wird. Bei
der gezeigten Ausführungsform weist das induktive Bauelement 200 einen Kern 220 auf,
der zumindest einen ersten Kernschalenteil 240a und einen zweiten Kernschalenteil
240b in Verbindung mit einem separaten Mittelschenkel 230 umfasst. Die Kernschalenteile
240a, 240b sind so ausgebildet, dass diese bei einem Zusammensetzen in einer lateralen
Richtung, d.h. in einer Richtung in der Zeichenebene der Fig. 2A, eine "Einbettung"
zumindest eines Teils jeder einzelnen Windung der Wicklung 210 bewirken. Das heißt,
die Kernschalenteile 240a, 240b besitzen entsprechende wendelförmig ausgebildete Aussparungen,
die die Wicklung 210 zur Hälfte umschließen, so dass sich die gewünschte verbesserte
thermische und mechanische Ankopplung für alle Windungen ergibt. Nach erfolgtem Zusammensetzen
der Kernschalenteile 240a, 240b und der Wicklung 210 kann der Mittelschenkel 230 bereits
in den geschlossenen Kernschalenteile enthalten sein oder der Mittelschenkel 230,
möglicherweise in Verbindung mit einem Deckel, in einer Öffnung der Kernschalenteile
eingesetzt werden.
[0035] Fig. 2B zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des induktiven Bauelements 200,
in einem Zustand, in welchem die Kernschalenteile 240a, 240b zusammengefügt sind und
somit die Wicklung 210 umschlossen ist. In der gezeigten Ausführungsform sind nicht
nur eine Anfangswindung 213 und eine Endwindung 214 an einem Haltebereich 250 fixiert,
sondern es sind auch weitere Windungen 215 und 216 an dem Haltebereich 250 fixiert,
so dass entsprechende Auflageflächen 250a, ..., 250d gebildet sind, die der Kontur
der zugehörigen Windungen 213, ..., 216 nachgebildet sind. In der dargestellten Ausführungsform
sind die jeweiligen Auflageflächen 250a, ..., 250d nicht über den gesamten Querschnitt
der Windungen ausgebildet, sondern lediglich ein Teil des Querschnitts, also ein radialer
Abschnitt, ist durch die Auflageflächen abgedeckt, da insgesamt durch die höhere Zahl
an Auflageflächen dennoch eine sehr effiziente thermische Ankopplung an die Kernschalenteile
240a, 240b gegeben ist und damit bei Bedarf ein lateraler Abstand zum Mittelschenkel
eingestellt wird, der einen magnetischen Schluss zum Mittelschenkel unterdrückt. Des
Weiteren ist bei Bedarf auch ein entsprechendes Klebematerial, etwa ein Silikonmaterial,
vorgesehen, falls dies als notwendig erachtet wird, während in anderen Fällen eine
ausreichende mechanische Fixierung durch die Vielzahl der Auflageflächen 250a, ...,
250d gewährleistet ist. Nach dem Zusammenfügen der Kernschalenteile 240a, 240b wird
dann der separate Mittelschenkel 230 durch eine entsprechende Öffnung 240d eingeführt
und wird auf eine entsprechende Grundfläche 240s, die aus Teilen der Kernschalenteile
240a, 240b gebildet ist, aufgesetzt, so dass sich die gewünschte magnetische Kopplung
des Mittelschenkels 230 an die Kernschalenteile 240a, 240b ergibt.
[0036] Im Hinblick auf eine Einstellung der gesamten magnetischen Eigenschaften des induktiven
Bauelements 200 gelten die gleichen Kriterien, wie sie auch zuvor beschrieben sind.
Das heißt, der Mittelschenkel 230 kann aus einem beliebigen geeigneten Material aufgebaut
werden, um etwa ein gewünschtes Verhalten der Induktivität in Abhängigkeit des Laststromes
zu erreichen. Zu diesem Zweck kann ein geeignetes Material ausgewählt werden, das
sich vom Material der Kernschalenteile 240a, 240b unterscheidet, so dass bei Bedarf
geeignete Eisenmaterialien, und dergleichen, verwendet werden können, während die
Kernschalenteile 240a, 240b aus Ferrit aufgebaut sind, das die gewünschte thermische
und elektrische Integrität des Bauelements 200 sicherstellt. Bei Bedarf wird nach
Einführen des Mittelschenkels 230 noch eine Abschlussplatte vorgesehen.
[0037] Fig. 2C zeigt schematisch das induktive Bauelement 200 in einer Ausführungsform,
in der der "Mittelschenkel" 230 einen Schenkelbereich 231 und einen Deckelbereich
232 aufweist. So wird beim Einführen des Mittelschenkels 230 in die zusammengefügten
Kernschalenteile 240a, 240b gleichzeitig auch der gewünschte magnetische Rückschluss
geschaffen, während ein möglicher Luftspalt durch einen Abstand des Schenkelteils
231 von einer Grundfläche 240s bei Bedarf eingestellt werden kann. Auf diese Weise
sind lediglich drei einzelne Kernteile, d.h. die Kernschalenteile 240a, 240b und der
Mittelschenkel 230 erforderlich, um den Kern des induktiven Bauelements 200 bereitzustellen.
Bei Bedarf kann auch in diesem Fall der Mittelschenkel 230 aus einem anderen magnetisierbaren
Material aufgebaut sein im Vergleich zu den Kernschalenteilen 240a, 240b. Im Hinblick
auf das Zusammenfügen der einzelnen Komponenten und im Hinblick auf die thermische
Ankopplung der Wicklung 210 an den aus den Komponenten 240a, 240b und 230 bestehenden
magnetischen Kern gelten die gleichen Kriterien, wie sie zuvor ausgeführt sind.
[0038] Fig. 2d zeigt das induktive Bauelement 200 im Querschnitt, wobei der separate Mittelschenkel
230 bereits vor dem Anbringen der Kernteile 240A, 240B in die Wicklung 210 eingeführt
ist. Somit können beide äußeren Kernteile 240A, 240B geschlossen ausgeführt sein.
Der äußere Kernbereich kann auch als Schale ausgeführt sein.
[0039] Die vorliegende Erfindung stellt somit induktive Bauelemente, und insbesondere Speicherdrosseln,
bereit, in denen eine Konturierung einer Auflagefläche eines Haltebereichs so erfolgt,
dass die Nachbildung der Kontur zumindest eines Teils einer Windung oder mehrerer
Windungen gegeben ist. Aufgrund dessen wird eine bessere mechanische und thermische
Ankopplung der Wicklung an das Kernmaterial erreicht, so dass insbesondere die Wärmeabfuhr
aus dem Inneren des induktiven Bauelements verbessert werden kann, so dass bei vorgegebener
Leistung ein kleineres Bauvolumen möglich ist. Ferner kann auch die Montage des Bauelements
verbessert werden, da gegebenenfalls der Einsatz eines Klebematerials vermieden werden
kann oder dessen erforderliche Menge deutlich verringert werden kann. In einigen anschaulichen
Ausführungsformen erfolgt die mechanische Fixierung und die thermische Ankopplung
der Wicklung durch ein Silikonmaterial.
1. Induktives Bauelement mit:
einer freitragenden Wicklung (110, 210),
einem magnetischen Kern (120, 220) mit einer Kernschate (140, 240), die die freitragende
Wicklung (110, 210) zumindest teilweise umschließt,
wobei die Kernschale mit einem Haltebereich (150, 250) mit mindestens einer Auflagefläche
(150S, 250S) versehen ist, ander die freitragende Wicklung (110, 210) fixiert ist
und die der Kontur zumindest eines Teils einer Windung (113,213) der freitragenden
Wicklung (110, 210) nachgebildet ist,
wobei die Auflagefläche (150S, 250S) in Form einer Wendel gebildet ist, die der jeweiligen
Steigung der Anfangswindung der freitragenden Wicklung (110, 210) nachgebildet ist,
und
einer die Auflagefläche (150S, 250S) und die Wicklung (110, 210) umgebenden Vergussmasse
(102).
2. Induktives Bauelement nach Anspruch 1, wobei die Auflagefläche (150S, 250S) durchgehend
der Steigung des Teils der Windung (113, 213) nachgebildet ist.
3. Induktives Bauelement nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Auflagefläche (150S, 250S)
der Kontur zumindest einer Anfangswindung der Wicklung (110, 210) nachgebildet ist.
4. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Haltebereich
(150, 250) aus einem magnetisierbaren Kernmaterial aufgebaut ist.
5. Induktives Bauelement nach Anspruch 4, wobei der Haltebereich (150, 250) ein Teil
der einstückig hergestellten Kernschale (140S) ist.
6. Induktives Bauelement nach Anspruch 4, wobei der Haltebereich (150, 250) eine Stirnfläche
aufweist und mit dieser auf der Kernschale (140S) aufgesetzt ist.
7. Induktives Bauelement nach Anspruch 6, wobei der Haltebereich (150, 250) aus einem
magnetisierbaren Kernmaterial aufgebaut ist, das sich von dem magnetisierbaren Kernmaterial
der Kernschale (140S) unterscheidet.
8. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zumindest die Auflagefläche
(150S, 250S) des Haltebereichs (150, 250) aus einem elektrisch isolierendem Material
zur Erhöhung der Spannungsfestigkeit aufgebaut ist.
9. Induktives Bauelement nach Anspruch 8, wobei das elektrisch isolierende Material als
Einlegeteil vorgesehen ist, das einen im Wesentlichen gleichen Abstand der Auflagefläche
(150S, 250S) zu einem magnetisierbaren Kernmaterial herstellt.
10. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein zu dem Vergussmaterial
verschiedenes Klebematerial zur Fixierung der Wicklung (110, 210) vorgesehen ist.
11. Induktives Bauelement nach Anspruch 10, wobei das Klebematerial ein Silikonmaterial
ist.
12. Induktives Bauelement nach Anspruch 10 oder 11 in Verbindung mit einem der Ansprüche
1 bis 3, wobei die Auflagefläche (150S, 250S) durch das Klebematerial gebildet ist.
13. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Auflagefläche (150S,
250S) der Kontur zumindest einem Teil von mehreren Windungen der Wicklung (110, 210)
nachgebildet ist.
14. Induktives Bauelement nach Anspruch 13, wobei die Kernschate (140S) einen ersten Kernschalenteil
(140A) mit einem ersten Bereich (150A) der Auflagefläche (150S, 250S) und einen zweiten
Kernschalenteil (140B) mit einem zweiten Bereich (150B) der Auflagefläche (150T) aufweist.
15. Induktives Bauelement nach Anspruch 14, das ferner einen Mittelschenkel (230) aufweist,
der zumindest über einen Teil seiner Länge von der Wicklung (210) umschlossen ist
und auf dem ersten (240A) und/oder zweiten Kernschalenteil (240B) aufgesetzt ist.
16. Induktives Bauelement nach Anspruch 14, das ferner einen Mittelschenkel aufweist,
der beim Zusammenführen der geschlossenen Kernschalenteile bereits in der Wicklung
(110, 210) eingeführt ist.
17. Induktives Bauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Bauelement
eine Speicherdrossel ist.
1. Inductive component comprising a self-supporting coil (110, 210), a magnetic core
(120, 220) having a core shell (140, 240) which surrounds the self-supporting coil
(110, 210) at least in part, wherein the core shell is provided with a retaining region
(150, 250) having at least one support surface (150S, 250S) on which the self-supporting
coil (110, 210) is fixed and which reproduces the contour of at least part of one
turn (113, 213) of the self-supporting coil (110, 210), wherein the support surface
(150S, 250S) is formed as a helix which is formed in accordance with the respective
inclination of the initial turn of the self-supporting coil (110, 210), and a casting
compound (102) surrounding the support surface (150S, 250S) and the coil (110, 210).
2. Inductive component according to claim 1, wherein the support surface (150S, 250S)
is continuously formed in accordance with the inclination of the part of the turn
(113, 213).
3. Inductive component according to either claim 1 or claim 2, wherein the support surface
(150S, 250S) is formed in accordance with the contour of at least an initial turn
of the coil (110, 210).
4. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein the retaining
region (150, 250) is composed of a magnetisable core material.
5. Inductive component according to claim 4, wherein the retaining region (150, 250)
is a part of the core shell (140S) which is formed in one piece.
6. Inductive component according to claim 4, wherein the retaining region (150, 250)
comprises an end face and is placed on the core shell (140S) by means thereof.
7. Inductive component according to claim 6, wherein the retaining region (150, 250)
is composed of a magnetisable core material which differs from the magnetisable core
material of the core shell (140S).
8. Inductive component according to any of claims 1 to 3, wherein at least the support
surface (150S, 250S) of the retaining region (150, 250) is constructed of an electrically
insulating material in order to increase the voltage resistance.
9. Inductive component according to claim 8, wherein the electrically insulating material
is provided as an insert part producing a substantially identical spacing of the support
surface (150S, 250S) from a magnetisable core material.
10. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein an adhesive
material is provided for attaching the coil (110, 210), which material is different
from the casting material.
11. Inductive component according to claim 10, wherein the adhesive material is a silicone
material.
12. Inductive component according to either claim 10 or claim 11 in combination with any
of claims 1 to 3, wherein the support surface (150S, 250S) is formed by the adhesive
material.
13. Inductive component according to any of claims 1 to 11, wherein the support surface
(150S, 250S) reproduces the contour of at least part of a plurality of turns of the
coil (110, 210).
14. Inductive component according to claim 13, wherein the core shell (140S) comprises
a first core shell part (140A) having a first region (150A) of the support surface
(150S, 250S) and a second core shell part (140B) having a second region (150B) of
the support surface (150T).
15. Inductive component according to claim 14, which further comprises a center leg (230)
surrounded by the coil (210) along at least part of its length and which is placed
on the first (240A) and/or second (240B) core shell part.
16. Inductive component according to claim 14, which further comprises a center leg which
is already inserted in the coil (110, 210) when the closed core shell parts are joined.
17. Inductive component according to any of the preceding claims, wherein the component
is a storage choke.
1. Composant inductif comprenant :
un enroulement (110, 210) en porte-à-faux,
un noyau magnétique (120, 220) avec une coque de noyau (140, 240), qui entoure au
moins partiellement l'enroulement (110, 210) en porte-à-faux,
la coque de noyau étant munie d'une zone de maintien (150, 250) avec au moins une
surface d'appui (150S, 250S), au niveau de laquelle est fixée l'enroulement (110,
210) en porte-à-faux, et qui est réalisée de manière à reproduire le contour d'au
moins une partie d'une spire (113, 213) de l'enroulement (110, 210) en porte-à-faux,
la surface d'appui (150S, 250S) étant configurée selon la forme d'une hélice, qui
reproduit la pente de la spire de départ de l'enroulement (110, 210) en porte-à-faux,
et
une masse d'enrobage et de scellement coulée (102), qui entoure la surface d'appui
(150S, 250S) et l'enroulement (110, 210).
2. Composant inductif selon la revendication 1, dans lequel la surface d'appui (150S,
250S) est réalisée de manière à reproduire en continu la pente de la partie de la
spire (113, 213).
3. Composant inductif selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans lequel la
surface d'appui (150S, 250S) est réalisée de manière à reproduire le contour d'au
moins une spire de départ de l'enroulement (110, 210).
4. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la zone
de maintien (150, 250) est réalisée en un matériau de noyau magnétisable.
5. Composant inductif selon la revendication 4, dans lequel la zone de maintien (150,
250) constitue une partie de la coque de noyau (140S) réalisée d'un seul tenant.
6. Composant inductif selon la revendication 4, dans lequel la zone de maintien (150,
250) présente une surface frontale et est appliquée par celle-ci sur la coque de noyau
(140S).
7. Composant inductif selon la revendication 6, dans lequel la zone de maintien (150,
250) est réalisée en un matériau de noyau magnétisable, qui se différencie du matériau
de noyau magnétisable de la coque de noyau (140S).
8. Composant inductif selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel au moins la surface
d'appui (150S, 250S) de la zone de maintien (150, 250) est réalisée en un matériau
électriquement isolant, pour augmenter la rigidité diélectrique.
9. Composant inductif selon la revendication 8, dans lequel le matériau électriquement
isolant est prévu sous la forme de pièce d'insert, qui établit une distance sensiblement
égale de la surface d'appui (150S, 250S) à un matériau de noyau magnétisable.
10. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il est
prévu, pour la fixation de l'enroulement (110, 210), un matériau de collage différent
du matériau d'enrobage et de scellement coulé.
11. Composant inductif selon la revendication 10, dans lequel le matériau de collage est
un matériau de silicone.
12. Composant inductif selon la revendication 10 ou la revendication 11 en combinaison
avec l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la surface d'appui (150S, 250S) est
formée par le matériau de collage.
13. Composant inductif selon l'une des revendications 1 à 11, dans lequel la surface d'appui
(150S, 250S) est réalisée de manière à reproduire le contour d'au moins une partie
de plusieurs spires de l'enroulement (110, 210).
14. Composant inductif selon la revendication 13, dans lequel la coque de noyau (140S)
comprend une première partie de coque de noyau (140A) présentant une première zone
(150A) de la surface d'appui (150S, 250S), et une deuxième partie de coque de noyau
(140B) présentant une deuxième zone (150B) de la surface d'appui (150T).
15. Composant inductif selon la revendication 14, comprenant, par ailleurs, une branche
centrale (230), qui est entourée, au moins sur une partie de sa longueur, par l'enroulement
(210), et est rapportée sur la première (240A) et/ou la deuxième partie de coque de
noyau (240B).
16. Composant inductif selon la revendication 14, comprenant, par ailleurs, une branche
centrale, qui lors de la réunification des parties de coque de noyau fermées, est
déjà insérée dans l'enroulement (110, 210).
17. Composant inductif selon l'une des revendications précédentes, le composant étant
une bobine d'arrêt ou self de choc.