[0001] Die Erfindung betrifft einen Transport- und/oder Lagerbehälter mit einem Behälterinnenraum
zur Aufnahme von radioaktivem Inventar, wobei der Behälter mit einem Behälterboden,
einem Behältermantel und einer Behälterdeckelanordnung ausgestattet ist. - Radioaktives
Inventar meint zumindest ein radioaktives Element, wobei es sich dabei insbesondere
um radioaktive Abfälle bzw. radioaktive Abfallkomponenten handelt.
[0002] Transport- und/oder Lagerbehälter der vorstehend beschriebenen Art sind aus der Praxis
in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Hier übernimmt ein mit einer entsprechenden
Dichtung ausgerüsteten Behälterdeckel des Behälters die Hauptdichtungsfunktion. Bei
den bekannten Behältern ist in der Regel zwischen den aufgenommenen radioaktiven Elementen
(Inventar) und Behälterdeckel ein axialer Abstand bzw. ein axialer Freiraum vorhanden.
Die entsprechende vertikale Höhe des Behälterinnenraumes trägt zunächst dem Umstand
Rechnung, dass in dem Behälter radioaktive Elemente mit unterschiedlichen Abmessungen
aufnehmbar sein müssen. Weiterhin sind Fertigungstoleranzen in Bezug auf die Behälterkomponenten
und in Bezug auf die aufgenommenen Komponenten zu berücksichtigen.
[0003] Viele aus der Praxis bekannte Behälter haben sich prinzipiell in festigkeitsmäßiger
bzw. stabilitätsmäßiger Hinsicht bewährt. Allerdings ist die mechanische Resistenz
in Bezug auf bestimmte Ausnahmesituationen verbesserungsfähig bzw. verbesserungsbedürftig.
Eine solche Ausnahmesituation ist insbesondere der freie Fall eines Behälters, der
dann mit dem behälterdeckelseitigen Stirnende bzw. der behälterdeckelseitigen Stirnfläche
auf eine starre Unterlage aufprallt. Dann kommt es zu einem Aufprall des Inventars
auf die Behälterdeckelanordnung bzw. auf die Innenseite des Behälterdeckels des Behälters.
[0004] Dadurch wird der Behälterdeckel und die zugehörige Verschraubung relativ stark beansprucht
und es ist möglich, dass er dann zumindest langfristig nicht den mechanischen Anforderungen
genügt und im Extremfall undicht werden kann. Deshalb sind die bekannten Behälter
verbesserungsfähig und es wäre wünschenswert, wenn der durch das radioaktive Inventar
hervorgerufene Aufpralleffekt wirksam kompensiert bzw. reduziert werden könnte.
[0005] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, einen Transport-
und/oder Lagerbehälter der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem die vorstehend
beschriebenen Nachteile vermieden werden und der sich beim freien Fall mit deckelseitigem
Aufprall gemäß der beschriebenen Ausnahmesituation durch eine ausreichende Festigkeit
bzw. Stabilität und somit auch durch eine langfristige Dichtigkeit auszeichnet.
[0006] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung einen Transportund/oder
Lagerbehälter mit einem Behälterinnenraum zur Aufnahme von radioaktivem Inventar,
wobei der Behälter mit einem Behälterboden, einem Behältermantel und einer Behälterdeckelanordnung
ausgestattet ist,
wobei die Behälterdeckelanordnung einen Behälterhauptdeckel, der - insbesondere über
Schraubverbindungen - fest mit dem Behältermantel verbunden ist, wobei die Behälterdeckelanordnung
weiterhin zumindest einen zwischen Behälterhauptdeckel und Inventar angeordneten Inventardeckel
aufweist, welcher Inventardeckel mit dem Behältermantel verbunden ist, wobei der Inventardeckel
insbesondere zur Vermeidung oder Reduzierung von aus dem Behälterinnenraum auf den
Behälterhauptdeckel einwirkenden Lasten dient und wobei der Inventardeckel schraubverbindungsfrei
und stoffschlussverbindungsfrei mit dem Behältermantel verbunden ist. - Statt des
Begriffes Transport- und/oder Lagerbehälter wird hier und nachfolgend auch kurz der
Begriff Behälter verwendet.
[0007] Wie oben bereits dargelegt handelt es sich bei dem radioaktiven Inventar insbesondere
um radioaktive Abfälle oder dergleichen. - Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde,
dass mit Hilfe des erfindungsgemäßen Inventardeckels zwischen Inventar und Behälterhauptdeckel
die Belastung des Behälterhauptdeckels im Falle eines Unfalls, insbesondere beim freien
Fall auf die Stirnseite des Behälters beachtlich reduziert werden kann. Der Erfindung
liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass dies einfach und funktionssicher realisierbar
ist, wenn der Inventardeckel lediglich an den Behältermantel angeschlossen ist und
somit die auf den Inventardeckel einwirkenden Lasten bzw. dynamische Lasten in den
Behältermantel abgeleitet werden können. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die
Lastabtragung möglichst nicht in den Behälterhauptdeckel erfolgt. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Inventardeckel kann auch eine aufgrund der einwirkenden
dynamischen Lasten ansonsten stattfindende Plastifizierung des Schraubenmaterials
des Deckels bzw. des Behälterhauptdeckels vermieden werden. Diese Plastifizierung
würde die Schrauben betreffen, mit denen der Behälterhauptdeckel am Behältermantel
fixiert ist. - Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Inventardeckel Bestandteil
der Behälterdeckelanordnung ist. Zweckmäßigerweise besteht der Inventardeckel aus
nicht rostendem Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl bzw. im Wesentlichen aus Edelstahl.
[0008] Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass der Behälterhauptdeckel mittels
einer Mehrzahl von über seinem Umfang bzw. über den Umfang des Behältermantels verteilten
Schrauben mit dem Behältermantel verbunden ist bzw. an dem Behältermantel fixiert
ist. Somit wird der Behälterhauptdeckel in erster Linie mit Hilfe von Schrauben an
dem erfindungsgemäßen Behälter befestigt. Grundsätzlich kann alternativ oder zusätzlich
eine stoffschlüssige Verbindung bzw. Fixierung des Behälterhauptdeckels an dem Behälter
erfolgen.
[0009] Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass der Inventardeckel den das Inventar
aufnehmenden Behälterinnenraum des Behälters vollständig bzw. im Wesentlichen vollständig
abdeckt/überdeckt. Dabei erstreckt sich der Inventardeckel insbesondere jeweils von
einem Behältermantelabschnitt zum diametral gegenüberliegenden Behältermantelabschnitt.
- Empfohlenermaßen beträgt die Dicke des Inventardeckels 70 bis 150 mm, bevorzugt
100 bis 130 mm und beispielsweise 115 mm. Nach einer Ausführungsform der Erfindung
weist der Behälterhauptdeckel eine größere Dicke auf als der Inventardeckel. Die Dicke
des Behälterhauptdeckels liegt bevorzugt zwischen 100 mm und 200 mm, besonders bevorzugt
zwischen 130 und 170 mm und beträgt beispielsweise 150 mm.
[0010] Eine besonders empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Behälterhauptdeckel und Inventardeckel ein Abstandsspalt vorgesehen
ist. Es hat sich bewährt, dass der Abstandsspalt zwischen Behälterhauptdeckel und
Inventardeckel eine Dicke d bzw. eine vertikale Dicke d von 4 bis 20 mm, bevorzugt
von 5 bis 18 mm und sehr bevorzugt von 10 bis 17 mm aufweist. Beim Aufprall des Inventars
auf den Inventardeckel - insbesondere beim freien Fall des Behälters mit behälterdeckelseitigem
Aufprall - kann erfindungsgemäß eine Ausdehnung bzw. Biegung des Inventardeckels durch
den Abstandsspalt in Richtung Behälterhauptdeckel zugelassen werden, ohne dass der
Behälterhauptdeckel mechanisch beansprucht wird. Dabei kann ein Ausbeulen bzw. eine
elastische und/oder plastische Verformung des Inventardeckels in den Abstandsspalt
hinein in Richtung Behälterhauptdeckel zugelassen werden. Erfindungsgemäß werden dadurch
dynamische Lasten und plastische Verformungen von dem Behälterhauptdeckel weitgehend
oder vollständig abgehalten.
[0011] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Aggregat aus Behälterhauptdeckel und Inventardeckel
schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei und bevorzugt auch kraftschlussverbindungsfrei
ausgebildet ist. Somit sind nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung
keine Schraubverbindungen und keine Stoffschlussverbindungen sowie bevorzugt auch
keine Kraftschlussverbindungen zwischen Behälterhauptdeckel und Inventardeckel bzw.
unmittelbar zwischen Behälterhauptdeckel und Inventardeckel vorhanden. Nach ganz besonders
bevorzugter Ausführungsform ist der Zwischenraum bzw. der Abstandsspalt zwischen Behälterhauptdeckel
und Inventardeckel völlig verbindungsfrei ausgebildet und somit werden auf den Inventardeckel
einwirkende mechanische Beanspruchungen in effektiver Weise von dem Behälterhauptdeckel
ferngehalten.
[0012] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Inventardeckel über zumindest eine Formschlussverbindung
mit dem Behältermantel verbunden ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
findet dabei lediglich ein Formschluss zwischen Inventardeckel und Behältermantel
und kein Kraftschluss zwischen Inventardeckel und Behältermantel statt. Nach einer
anderen Ausführungsvariante der Erfindung kann aber auch ein Kraftschluss bzw. zusätzlich
ein gewisser Kraftschluss zwischen Inventardeckel und Behältermantel realisiert sein.
Besonders bevorzugt ist jedoch lediglich ein Formschluss zwischen beiden Komponenten
des erfindungsgemäßen Behälters.
[0013] Eine besonders empfohlene Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Inventardeckel über zumindest ein über zumindest einen Teil des Innenumfangs
des Behältermantels bzw. über zumindest einen Teil des Umfangs des Inventardeckels
umlaufendes Formschlusselement mit dem Behältermantel verbunden ist. Zweckmäßigerweise
läuft das zumindest eine Formschlusselement über den gesamten Innenumfang des Behältermantels
bzw. im Wesentlichen über den gesamten Innenumfang des Behältermantels und über den
gesamten Außenumfang des Inventardeckels bzw. im Wesentlichen über den gesamten Außenumfang
des Inventardeckels um. Es empfiehlt sich, dass es sich um zumindest ein separates
Formschlusselement handelt, das bevorzugt weder Bestandteil des Behältermantels noch
Bestandteil des Inventardeckels ist.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zumindest ein Formschlusselement für eine
Formschlussverbindung zwischen Inventardeckel und Behältermantel in zumindest eine
bzw. in zumindest eine komplementäre Formschlussnut des Behältermantels einfasst.
Es liegt dabei weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass die zumindest eine Formschlussnut
an der Innenseite bzw. an der Innenoberfläche des Behältermantels ausgebildet ist.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung handelt es sich um eine über den Innenumfang
des Behältermantels umlaufende Formschlussnut.
[0015] Nach empfohlener Ausführungsform der Erfindung greift zumindest ein ringförmiges
Formschlusselement zur Realisierung der Formschlussverbindung in eine komplementäre
ringförmige Formschlussnut im Behältermantel ein. Zweckmäßigerweise ist das zumindest
eine ringförmige Formschlusselement kreisringförmig ausgebildet. Dabei besteht das
Formschlusselement aus einem nicht rostenden Stahl, bevorzugt aus Edelstahl. Zweckmäßigerweise
handelt es sich um ein separates ringförmiges Formschlusselement, das weder Bestandteil
des Behältermantels noch Bestandteil des Inventardeckels ist. Empfohlenermaßen ist
die komplementäre ringförmige Formschlussnut in den Behältermantel kreisringförmig
ausgebildet. - Vorzugsweise läuft das ringförmige Formschlusselement zur Realisierung
der Formschlussverbindung zumindest teilweise über den Außenumfang des Inventardeckels
um. Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung ist in dem ringförmigen
Formschlusselement zumindest eine Durchbrechung vorgesehen, so dass es sich dann um
einen nicht vollständig geschlossenen Ring handelt.
[0016] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht das ringförmige
Formschlusselement aus mehreren sich zum Ring ergänzenden teilringförmigen Formschlusselementabschnitten.
Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass die Formschlusselementabschnitte im montierten
Zustand spaltfrei bzw. im Wesentlichen spaltfrei aneinanderliegen und sich zum Ring
ergänzen. Bei den teilringförmigen Formschlusselementabschnitten handelt es sich also
gleichsam um Ringsegmente eines Ringes, vorzugsweise eines kreisförmigen Ringes. Nach
einer Ausführungsform der Erfindung verläuft im montierten Zustand eine Verlängerung
der aneinander angrenzenden Stirnflächen bzw. Stoßflächen der Formschlusselementabschnitte
durch die Längsmittelachse L des Behälters. Gemäß einer anderen Ausführungsvariante
der Erfindung sind im montierten Zustand die aneinander angrenzenden Stirnflächen/Stoßflächen
benachbarter Formschlusselementabschnitte schräg zur Längsmittelachse L des Behälters
angeordnet. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Formschlusselementabschnitte
bzw. Ringsegmente formschlüssig in eine bzw. in die Formschlussnut an Innenumfang
des Behältermantels eingepasst sind.
[0017] Nach sehr empfohlener Ausführungsform der Erfindung fasst das zumindest eine Formschlusselement
in zumindest eine Aufnahmeausnehmung des Inventardeckels ein. Dabei handelt es sich
insbesondere um zumindest eine nach oben zum Behälterhauptdeckel hin zumindest bereichsweise
offene Aufnahmeausnehmung des Inventardeckels. Zweckmäßigerweise ist die gesamte Aufnahmeausnehmung
nach oben zum Behälterhauptdeckel hin offen ausgebildet. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass die Aufnahmeausnehmung über den Außenumfang des Inventardeckels umläuft und ringförmig
bzw. kreisringförmig ausgeführt ist. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass
das Formschlusselement im montiertem Zustand des Behälters auf dem Boden der Aufnahmeausnehmung
des Inventardeckels aufliegt. Empfohlenermaßen ist auch das Formschlusselement in
der Aufnahmeausnehmung bzw. in dem auf dem Boden der Aufnahmeausnehmung aufliegenden
Zustand mit einem Abstandsspalt der Dicke d zu dem Behälterhauptdeckel angeordnet.
Vorzugsweise fluchtet im montiertem Zustand die Oberseite des Formschlusselementes
mit der Oberseite des Inventardeckels und somit weist auch der bevorzugt vorgesehene
Abstandsspalt zwischen Oberseite des Inventardeckels und dem Behälterhauptdeckel einerseits
und der Oberseite des zumindest einen Formschlusselementes und dem Behälterhauptdeckel
andererseits die gleiche Dicke d auf.
[0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die radiale Breite b der Aufnahmeausnehmung
für das Formschlusselement größer ist als die Breite B bzw. die radiale Breite B des
Formschlusselementes bzw. der Formschlusselementabschnitte. Das ermöglicht es, dass
das Formschlusselement bzw. insbesondere die Formschlusselementabschnitte des Formschlusselementes
von oben in die Aufnahmeausnehmung eingelegt werden können und dann in der Aufnahmeausnehmung
radial nach außen in die Formschlussnut eingeschoben werden können. Dadurch wird eine
sehr einfache und wenig aufwändige Montage des Formschlusselementes bzw. der Formschlusselementabschnitte
möglich. - Gemäß einer anderen Ausführungsvariante kann das Formschlusselement - vorzugsweise
mit Formschlusselementvorsprüngen ausgestattet - im Sinne einer Bajonettverschlussverbindung
mit dem Behältermantel verbunden werden.
[0019] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Halteelement vorgesehen ist, um das zumindest eine Formschlusselement
in seiner Position zu halten, insbesondere um das Formschlusselement in der Formschlussnut
des Behältermantels zu halten bzw. in die Formschlussnut des Behältermantels einzudrücken.
- Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das zumindest eine Halteelement in der Aufnahmeausnehmung
des Inventardeckels angeordnet ist, wobei das Halteelement bevorzugt zwischen dem
Formschlusselement und einer Anschlagschulter des Inventardeckels vorgesehen ist.
Dabei ist das Halteelement vorzugsweise unmittelbar zwischen dem Formschlusselement
und der Anschlagschulter des Inventardeckels angeordnet. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass die genannte Anschlagschulter des Inventardeckels die Aufnahmeausnehmung inventardeckelinnenseitig
begrenzt. Die Anschlagschulter ist somit Bestandteil der Aufnahmeausnehmung des Inventardeckels.
[0020] Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist das Halteelement ringförmig
bzw. kreisringförmig ausgebildet und in der vorzugsweise ringförmig ausgeführten Aufnahmeausnehmung
des Inventardeckels aufgenommen. Nach einer Ausführungsvariante kann das Halteelement
aus teilringförmigen Halteelementabschnitten bestehen, die sich zum Ring bzw. zum
ringförmigen Halteelement ergänzen. Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass
das Halteelement bzw. das ringförmige Halteelement im montiertem Zustand an dem Formschlusselement
bzw. an dem ringförmigen Formschlusselement anliegt. Zweckmäßigerweise hat das ringförmige
Halteelement einen geringeren Durchmesser bzw. Außendurchmesser als das Formschlusselement
bzw. das ringförmige Formschlusselement. Es empfiehlt sich, dass das Halteelement
bzw. das ringförmige Halteelement das Formschlusselement bzw. das ringförmige Formschlusselement
in der über den Innenumfang des Behältermantels umlaufende Formschlussnut festhält.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass dadurch ein Formschluss zwischen Formschlusselement
und Formschlussnut aufrechterhalten wird. - Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung,
dass das Halteelement formschlüssig an dem Formschlusselement bzw. an dem Innenumfang
des Formschlusselementes anliegt und dass das Halteelement mit seiner Innenseite formschlüssig
an der Anschlagschulter des Inventardeckels anliegt. Insoweit halten sich Formschlusselement
und Halteelement gleichsam gegenseitig in Position in der Aufnahmeausnehmung.
[0021] Nach bewährter Ausführungsform der Erfindung fluchtet die behälterhauptdeckelseitige
Oberseite des Halteelementes mit der behälterhauptdeckelseitigen Oberseite des Inventardeckels.
Zweckmäßigerweise entspricht also die Höhe bzw. die vertikale Höhe des Halteelementes
der Höhe bzw. der vertikalen Höhe der Aufnahmeausnehmung. - Empfohlenermaßen fluchtet
die behälterhauptdeckelseitige Oberseite des Halteelementes mit der behälterhauptdeckelseitigen
Oberseite des Formschlusselementes. Es empfiehlt sich somit, dass das Halteelement
und das zumindest eine Formschlusselement die gleiche vertikale Höhe aufweisen und
bevorzugt die gleiche vertikale Höhe bzw. im Wesentlichen die gleiche vertikale Höhe
wie die Aufnahmeausnehmung des Inventardeckels aufweisen. - Zweckmäßigerweise ist
die radiale Breite des Halteelementes geringer als die radiale Breite B des Formschlusselementes.
Gemäß einer Ausführungsvariante beträgt die radiale Breite des Halteelementes maximal
65 % der radialen Breite B des Formschlusselementes. - Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass das Halteelement in Bezug auf seine radiale Breite vollständig auf dem Boden
der Aufnahmeaufnehmung des Inventardeckels aufliegt, während das Formschlusselement
in Bezug auf seine radiale Breite B lediglich teilweise auf dem Boden der Ausnahmeaufnehmung
des Inventardeckels aufliegt und teilweise auf dem Boden der Formschlussnut des Behältermantels
aufliegt. - Zweckmäßigerweise beträgt die Höhe bzw. die vertikale Höhe des Formschlusselementes
und/oder des Halteelementes 40 bis 60 % der Höhe bzw. der vertikalen Höhe des Inventardeckels.
Dann beträgt bevorzugt auch die Höhe bzw. die vertikale Höhe der Aufnahmeausnehmung
empfohlenermaßen 40 bis 60 % der Höhe bzw. der vertikalen Höhe des Inventardeckels.
[0022] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die radiale Breite der Formschlussnut im Behältermantel
geringer bzw. deutlich geringer ist als die radiale Wanddicke des Behältermantels.
Zweckmäßigerweise beträgt die radiale Breite der Formschlussnut des Behältermantels
mindestens 5% der radialen Dicke des Behältermantels und maximal 30% der radialen
Dicke des Behältermantels.
[0023] Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung weist der Inventardeckel
an seinem Außenumfang zumindest einen Fixierungsvorsprung auf, welcher Fixierungsvorsprung
im montiertem Zustand des Behälters in einer Fixierungsausnehmung an der Innenseite
des Behältermantels aufliegt, vorzugsweise formschlüssig aufliegt. Zweckmäßigerweise
ist die Fixierungsausnehmung in dem Behältermantel nach oben hin offen ausgebildet.
Insoweit kann der Inventardeckel einfach in den Behälter eingeführt werden und auf
den Boden der Fixierungsausnehmung des Behältermantels aufgelegt werden. Anschließend
kann dann das Formschlusselement und das bevorzugt vorgesehene Halteelement montiert
werden.
[0024] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des Transport- und/oder Lagerbehälters der Behälterhauptdeckel effektiv und funktionssicher
vor hohen dynamischen Belastungen geschützt werden kann, die insbesondere in Extremsituationen
- im Falle des Aufpralls des Behälters wie beispielsweise beim freien Fall des Behälters
- auftreten. Der Erfindung liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen
Realisierung des Inventardeckels sowie durch seine erfindungsgemäße Verbindung mit
dem Behältermantel in solchen extremen Situationen das Inventar vollständig bzw. nahezu
vollständig vom Behälterhauptdeckel ferngehalten werden kann und eine Lastabtragung
in den Behälterhauptdeckel reduziert bzw. quasi vermieden werden kann. Hervorzuheben
ist auch, dass die erfindungsgemäßen Maßnahmen verhältnismäßig einfach und mit geringem
Aufwand verwirklicht werden können. Zu betonen ist fernerhin, dass sich die Erfindung
durch geringen Kostenaufwand auszeichnet.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Transportund/oder Lagerbehälters,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Gegenstand gemäß Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt A aus der Fig. 2.
[0026] Die Figuren zeigen einen erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagerbehälter mit
einem Behälterinnenraum 1 zur Aufnahme von nicht näher dargestelltem radioaktiven
Inventar. Bei dem radioaktiven Inventar kann es sich insbesondere um in dem Behälterinnenraum
1 aufgenommene radioaktive Abfallkomponenten handeln. Der Behälter ist mit einem Behälterboden
2, einem Behältermantel 3 und einer Behälterdeckelanordnung 4 ausgestattet. Die Behälterdeckelanordnung
4 weist einen Behälterhauptdeckel 5 auf, der bevorzugt und im Ausführungsbeispiel
über Schraubverbindungen 6 fest mit dem Behältermantel 3 verbunden ist. Die Behälterdeckelanordnung
4 weist fernerhin einen zwischen Behälterhauptdeckel 5 und Inventar angeordneten Inventardeckel
7 auf. Dieser Inventardeckel 7 deckt vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel den das
Inventar aufnehmenden Behälterinnenraum 1 des Behälters vollständig ab.
[0027] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist der Inventardeckel 7 lediglich mit
dem Behältermantel 3 des Behälters verbunden. Der Inventardeckel 7 erstreckt sich
dabei insbesondere jeweils von einem Behältermantelabschnitt zum diametral gegenüberliegenden
Behältermantelabschnitt. Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel
ist der Inventardeckel 7 schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei mit
dem Behältermantel 3 verbunden. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Inventardeckel
7 - wie im Ausführungsbeispiel - über eine nachfolgend noch näher erläuterte Formschlussverbindung
mit dem Behältermantel 3 verbunden ist.
[0028] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist das Aggregat aus Behälterhauptdeckel
5 und Inventardeckel 7 schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei sowie
kraftschlussverbindungsfrei ausgebildet. Somit existiert vorzugsweise zwischen Behälterhauptdeckel
5 und Inventardeckel 7 weder eine direkte Schraubverbindung, noch eine direkte Stoffschlussverbindung
und auch keine direkte Kraftschlussverbindung. Es empfiehlt sich, dass im Ausführungsbeispiel
Behälterhauptdeckel 5 und Inventardeckel 7 völlig verbindungsfrei untereinander ausgebildet
sind. Wie oben bereits erläutert, dient der Inventardeckel 7 insbesondere zur Vermeidung
oder Reduzierung von aus dem Behälterinnenraum 1 auf den Behälterhauptdeckel 5 einwirkenden
Lasten, beispielsweise beim Aufprall des Behälters im Zuge eines freien Falls des
Behälters. Erfindungsgemäß soll das Inventar bei solchen Extremsituationen bzw. Unfällen
möglichst vollständig vom Behälterhauptdeckel 5 ferngehalten werden.
[0029] Nach besonders empfohlener Ausführungsform der Erfindung und im Ausführungsbeispiel
ist zwischen dem Behälterhauptdeckel 5 und dem Inventardeckel 7 ein Abstandsspalt
8 vorgesehen. Der Abstandsspalt 8 mag im Ausführungsbeispiel eine Dicke d von 15 mm
bzw. von etwa 15 mm aufweisen. Aufgrund dieses Abstandsspaltes zwischen Inventardeckel
7 und Behälterhauptdeckel 5 kann beim Auftreffen des Inventars - beispielsweise im
Zuge des freien Falls des Behälters - auf den Inventardeckel 7 der Inventardeckel
7 in den Abstandsspalt 8 gleichsam ausgebeult bzw. plastisch verformt werden, ohne
dass der Behälterhauptdeckel 5 beeinträchtigt bzw. beaufschlagt wird.
[0030] Wie oben bereits herausgestellt ist erfindungsgemäß der Inventardeckel 7 schraubverbindungsfrei
und stoffschlussverbindungsfrei mit dem Behältermantel 3 verbunden. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass der Inventardeckel 7 - wie im Ausführungsbeispiel - über eine
Formschlussverbindung mit dem Behältermantel 3 verbunden ist. Dazu ist nach bevorzugter
Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel ein separates ringförmiges Formschlusselement
9 vorgesehen. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel greift dieses ringförmige
Formschlusselement 8 zur Realisierung des Formschlusses in eine über die Innenseite
des Behältermantels 3 umlaufende ringförmige komplementäre Formschlussnut 10 ein.
Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist sowohl das Formschlusselement 9 als
auch die Formschlussnut 10 des Behältermantels 3 kreisringförmig ausgebildet.
[0031] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass - wie im Ausführungsbeispiel - das ringförmige
Formschlusselement 9 aus mehreren - im Ausführungsbeispiel vier - sich zum Ring ergänzenden
teilringförmigen Formschlusselementabschnitten 11 besteht. Die Formschlusselementabschnitte
11 sind dann also in Form von Ringsegmenten ausgebildet und liegen im montierten Zustand
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel spaltfrei bzw. im Wesentlichen spaltfrei aneinander
an. Die Verlängerung der dabei aneinander angrenzenden Stirnflächen / Stoßflächen
dieser Formschlusselementabschnitte 4 verläuft empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel
durch die Längsmittelachse L des Behälters. Der nicht in die Formschlussnut 10 des
Behältermantels 3 eingreifende Teil des Formschlusselementes 9 bzw. der Formschlusselementabschnitte
11 fasst bevorzugt und im Ausführungsbeispiel in eine Aufnahmeausnehmung 12 des Inventardeckels
7 ein. In den Figuren ist erkennbar, dass die Oberseite des Formschlusselementes 9
bzw. der Formschlusselementabschnitte 10 mit der Oberseite des Inventardeckels 7 fluchtet.
Somit weist das Formschlusselement 9 bzw. weisen die Formschlusselementabschnitte
11 die gleiche Höhe auf wie die Aufnahmeausnehmung 12. Das Formschlusselement 9 bzw.
die Formschlusselementabschnitte 11 liegen im Übrigen auf dem Boden 13 der Aufnahmeausnehmung
12 auf. Zur Montage des Formschlusselementes 9 können zweckmäßigerweise die einzelnen
Formschlusselementabschnitte 11 in die Aufnahmeausnehmung 12 des Inventardeckels 7
eingelegt werden und dann radial nach außen in die Formschlussnut 10 des Behältermantels
3 eingeschoben werden. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass das Formschlusselement
9 bzw. dass die Formschlusselementabschnitte 11 formschlüssig ohne Spiel bzw. lediglich
mit sehr geringem Spiel in die Formschlussnut 10 des Behältermantels 3 einfasst /
einfassen.
[0032] Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel ist ein Halteelement
14 vorgesehen, um das Formschlusselement 9 in seiner Formschlussposition zu halten,
insbesondere um das ringförmige Formschlusselement 9 in der Formschlussnut 10 des
Behältermantels 3 zu halten. Zweckmäßigerweise ist das Halteelement 14 ringförmig
bzw. bevorzugt und im Ausführungsbeispiel kreisringförmig ausgeführt. Empfohlenermaßen
und im Ausführungsbeispiel wird das Halteelement 14 ebenfalls in der Aufnahmeausnehmung
12 des Inventardeckels 7 angeordnet. Dabei ist das Halteelement 14 im montierten Zustand
zwischen dem Formschlusselement 9 und einer Anschlagschulter 15 des Inventardeckels
7 bzw. der Aufnahmeausnehmung 12 angeordnet. Die radiale Breite B des Formschlusselementes
9 bzw. der Formschlusselementabschnitte 11 ist dazu bevorzugt und im Ausführungsbeispiel
geringer als die radiale Breite b der Aufnahmeausnehmung 12. Es liegt dabei im Rahmen
der Erfindung, dass das Halteelement 14 formschlüssig zwischen Formschlusselement
9 und Anschlagschulter 15 in die Aufnahmeausnehmung 12 eingepasst ist. Zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel fluchtet die behälterhauptdeckelseitige Oberseite des Halteelementes
14 mit der behälterhauptdeckelseitigen Oberfläche des Inventardeckels 7 und bevorzugt
auch mit der behälterhauptdeckelseitigen Oberseite des Formschlusselementes 9. - Auch
das vorzugsweise ringförmig bzw. kreisringförmig ausgebildete Halteelement 14 kann
grundsätzlich in Form von teilringförmigen Halteelementabschnitten ausgebildet sein,
welche Halteelementabschnitte sich dann zum ringförmigen Halteelement 14 zusammensetzten.
[0033] In den Figuren ist weiterhin erkennbar, dass der Inventardeckel 7 an seinem Außenumfang
einen Fixierungsvorsprung 16 aufweist. Zweckmäßigerweise läuft dieser Fixierungsvorsprung
16 über den Umfang bzw. über den Außenumfang des Inventardeckels 7 um. Empfohlenermaßen
und im Ausführungsbeispiel wird der Inventardeckel 7 - insbesondere vor der Montage
des Formschlusselementes 9 und des Halteelementes 14 - mit seinem Fixierungsvorsprung
16 in eine Fixierungsausnehmung 17 im Behältermantel 3 eingelegt. Vorzugsweise läuft
die Fixierungsausnehmung 17 über den Innenumfang des Behältermantels 3 um. Zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel ist die Fixierungsausnehmung 17 nach oben hin offen ausgebildet.
Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel ist die Formschlussnut 10 des Behältermantels
3 über bzw. unmittelbar über der Fixierungsausnehmung 17 für den Fixierungsvorsprung
16 angeordnet.
1. Transport- und/oder Lagerbehälter mit einem Behälterinnenraum (1) zur Aufnahme von
radioaktivem Inventar, wobei der Behälter mit einem Behälterboden (2), einem Behältermantel
(3) und einer Behälterdeckelanordnung (4) ausgestattet ist, wobei die Behälterdeckelanordnung
(4) einen Behälterhauptdeckel (5) aufweist, der - insbesondere über Schraubverbindungen
- fest mit dem Behältermantel (3) verbunden ist, wobei die Behälterdeckelanordnung
(4) fernerhin einen zwischen Behälterhauptdeckel (5) und Inventar angeordneten Inventardeckel
(7) aufweist, welcher Inventardeckel (7) mit dem Behältermantel (3) verbunden ist,
wobei der Inventardeckel (7) insbesondere zur Vermeidung oder Reduzierung von aus
dem Behälterinnenraum (1) auf den Behälterhauptdeckel (5) einwirkenden Lasten dient
und wobei der Inventardeckel (7) schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei
mit dem Behältermantel (3) verbunden ist.
2. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 1, wobei der Behälterhauptdeckel (5)
mittels einer Mehrzahl von über seinen Umfang bzw. über den Umfang des Behältermantels
(3) verteilten Schrauben mit dem Behältermantel (3) verbunden ist bzw. an dem Behältermantel
(3) fixiert ist.
3. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Inventardeckel
(7) den das Inventar aufnehmenden Behälterinnenraum (1) vollständig bzw. im Wesentlichen
vollständig abdeckt und wobei sich der Inventardeckel (7) insbesondere jeweils von
einem Behältermantelabschnitt zum gegenüberliegenden Behältermantelabschnitt erstreckt.
4. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zwischen
Behälterhauptdeckel (5) und Inventardeckel (7) ein Abstandsspalt (8) vorgesehen ist,
wobei der Abstandsspalt (8) vorzugsweise eine Dicke d von 4 bis 20 mm, bevorzugt von
5 bis 18 mm und sehr bevorzugt von 10 bis 17 mm aufweist.
5. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Aggregat
aus Behälterhauptdeckel (5) und Inventardeckel (7) schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei
und bevorzugt kraftschlussverbindungsfrei ausgebildet ist.
6. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Inventardeckel
(7) über zumindest eine Formschlussverbindung mit dem Behältermantel (3) verbunden
ist.
7. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Inventardeckel
(7) über zumindest ein über zumindest einen Teil des Innenumfangs des Behältermantels
(3) bzw. über zumindest einen Teil des Umfangs des Inventardeckels (7) umlaufendes
Formschlusselement (9) mit dem Behältermantel (3) verbunden ist.
8. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei zumindest
ein Formschlusselement (9) für eine Formschlussverbindung zwischen dem Inventardeckel
(7) und dem Behältermantel (3) in zumindest eine Formschlussnut (10) des Behältermantels
(3) einfasst.
9. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei ein ringförmiges
Formschlusselement (9) zur Realisierung der Formschlussverbindung in eine ringförmige
Formschlussnut (10) im Behältermantel (3) eingreift.
10. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 9, wobei das ringförmige Formschlusselement
(9) aus mehreren sich zum Ring ergänzenden teilringförmigen Formschlusselementabschnitten
(11) besteht, welche Formschlusselementabschnitte (11) im montierten Zustand des Behälters
spaltfrei bzw. im Wesentlichen spaltfrei aneinander anliegen und sich zum Ring ergänzen.
11. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei das zumindest
eine Formschlusselement (9) in zumindest eine Aufnahmeausnehmung (12) des Inventardeckels
(7) einfasst, insbesondere in zumindest eine nach oben zum Behälterhauptdeckel (5)
hin offene Aufnahmeausnehmung (12) einfasst.
12. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei zumindest
ein Halteelement (14) vorgesehen ist, um das zumindest eine Formschlusselement (9)
in seiner Position zu halten, insbesondere um das Formschlusselement (9) in der Formschlussnut
(10) zu halten.
13. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 12, wobei das Halteelement (14) in
der Aufnahmeausnehmung (12) des Inventardeckels (7) angeordnet ist, wobei bevorzugt
das Halteelement (14) zwischen dem Formschlusselement (9) und einer Anschlagschulter
(15) des Inventardeckels (7) vorgesehen ist.
14. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei das Halteelement
(14) ringförmig ausgebildet ist und in der vorzugsweise ringförmig ausgeführten Aufnahmeausnehmung
(12) des Inventardeckels (7) aufgenommen ist.
15. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der Inventardeckel
(7) an seinem Außenumfang zumindest einen Fixierungsvorsprung (16) aufweist, welcher
Fixierungsvorsprung (16) im montierten Zustand des Behälters in eine Fixierungsausnehmung
(17) des Behältermantels (3) - vorzugsweise formschlüssig - einfasst.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Transport- und/oder Lagerbehälter mit einem Behälterinnenraum (1) zur Aufnahme von
radioaktivem Inventar, wobei der Behälter mit einem Behälterboden (2), einem Behältermantel
(3) und einer Behälterdeckelanordnung (4) ausgestattet ist, wobei die Behälterdeckelanordnung
(4) einen Behälterhauptdeckel (5) aufweist, der - insbesondere über Schraubverbindungen
- fest mit dem Behältermantel (3) verbunden ist, wobei die Behälterdeckelanordnung
(4) fernerhin einen zwischen Behälterhauptdeckel (5) und Inventar angeordneten Inventardeckel
(7) aufweist, welcher Inventardeckel (7) mit dem Behältermantel (3) verbunden ist,
wobei der Inventardeckel (7) insbesondere zur Vermeidung oder Reduzierung von aus
dem Behälterinnenraum (1) auf den Behälterhauptdeckel (5) einwirkenden Lasten dient,
wobei der Inventardeckel (7) schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei
über zumindest eine Formschlussverbindung mit dem Behältermantel (3) verbunden ist,
wobei ein ringförmiges Formschlusselement (9) zur Realisierung der Formschlussverbindung
in eine ringförmige Formschlussnut (10) im Behältermantel (3) eingreift und wobei
das ringförmige Formschlusselement (9) aus mehreren sich zum Ring ergänzenden teilringförmigen
Formschlusselementabschnitten (11) besteht, welche Formschlusselementabschnitte (11)
im montierten Zustand des Behälters spaltfrei bzw. im Wesentlichen spaltfrei aneinander
anliegen und sich zum Ring ergänzen.
2. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 1, wobei der Behälterhauptdeckel (5)
mittels einer Mehrzahl von über seinen Umfang bzw. über den Umfang des Behältermantels
(3) verteilten Schrauben mit dem Behältermantel (3) verbunden ist bzw. an dem Behältermantel
(3) fixiert ist.
3. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Inventardeckel
(7) den das Inventar aufnehmenden Behälterinnenraum (1) vollständig bzw. im Wesentlichen
vollständig abdeckt und wobei sich der In-ventardeckel (7) insbesondere jeweils von
einem Behältermantelabschnitt zum gegenüberliegenden Behältermantelabschnitt erstreckt.
4. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zwischen
Behälterhauptdeckel (5) und Inventardeckel (7) ein Abstandsspalt (8) vorgesehen ist,
wobei der Abstandsspalt (8) vorzugsweise eine Dicke d von 4 bis 20 mm, bevorzugt von
5 bis 18 mm und sehr bevorzugt von 10 bis 17 mm aufweist.
5. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Aggregat
aus Behälterhauptdeckel (5) und Inventardeckel (7) schraubverbindungsfrei und stoffschlussverbindungsfrei
und bevorzugt kraftschlussverbindungsfrei ausgebildet ist.
6. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zumindest
ein Formschlusselement (9) in zumindest eine Aufnahmeausnehmung (12) des Inventardeckels
(7) einfasst, insbesondere in zumindest eine nach oben zum Behälterhauptdeckel (5)
hin offene Aufnahmeausnehmung (12) einfasst.
7. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zumindest
ein Halteelement (14) vorgesehen ist, um das zumindest eine Formschlusselement (9)
in seiner Position zu halten, insbesondere um das Formschlusselement (9) in der Formschlussnut
(10) zu halten.
8. Transport- und/oder Lagerbehälter nach Anspruch 7, wobei das Halteelement (14) in
der Aufnahmeausnehmung (12) des Inventardeckels (7) angeordnet ist, wobei bevorzugt
das Halteelement (14) zwischen dem Formschlusselement (9) und einer Anschlagschulter
(15) des Inventardeckels (7) vorgesehen ist.
9. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das Halteelement
(14) ringförmig ausgebildet ist und in der vorzugsweise ringförmig ausgeführten Aufnahmeausnehmung
(12) des Inventardeckels (7) aufgenommen ist.
10. Transport- und/oder Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Inventardeckel
(7) an seinem Außenumfang zumindest einen Fixierungsvorsprung (16) aufweist, welcher
Fixierungsvorsprung (16) im montierten Zustand des Behälters in eine Fixierungsausnehmung
(17) des Behältermantels (3) - vorzugsweise formschlüssig - einfasst.