[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckeinrichtung für eine Montage- und Reparaturgrube
gemäß dem Schutzanspruch 1.
[0002] Montage- und Reparaturgruben der hier angesprochenen Art sind bekannt. Sie werden
von Werkstätten oder Herstellungsbetrieben zur Montage oder Reparatur von Kraftfahrzeugen
oder Maschinen und Maschinenteilen verwendet. Dabei kann das Personal in angenehmer
aufrechter Haltung unter den entsprechenden Fahrzeugen und Maschinen arbeiten. Derartige
Montage- und Reparaturgruben werden herkömmlicher Weise vor Ort angefertigt. Dazu
werden zunächst äußere und innere Verschalungswände aufgestellt, die dann mit Füllmaterial,
vorzugsweise mit Beton, ausgegossen werden. Das Aufstellen dieser Verschalungen bzw.
das Herstellen der herkömmlichen Montage- und Reparaturgruben erfordert somit eine
unter Umständen lange Beschäftigung einer Vielzahl von zum Teil verschiedenen Handwerkern
vor Ort, sodass hohe Herstellungskosten anfallen und lange Bauzeiten auftreten. Daher
kommen bevorzugt vorgefertigte Montage- und Reparaturgruben zum Einsatz, wie sie beispielsweise
aus der
DE 43 45 415 C2 bekannt sind, welche kassettenförmig ausgebildet sind und als vorgefertigte Kassetten
an Ort und Stelle in entsprechende Bodenausnehmungen eingesetzt werden können. Derartige
Kassetten weisen zwei Längsseitenwände, endseitig angeordnete Stirnseitenwände und
einen Boden auf. Die Längsseitenwände können jeweils eine Innenwandung und eine im
Abstand davon angeordnete Außenwandung umfassen, die einen Hohlraum begrenzen, in
den ein aushärtbares Füllmaterial einfüllbar ist.
[0003] Die oben beschriebenen Montage- und Reparaturgruben weisen üblicherweise eine rolladenartige
Abdeckung, auch "Tragbalkenband" genannt, auf, die im unbenutzten Zustand der Grube
diese bedeckt und vorzugsweise in eine Speichereinheit verlagerbar ist, sofern die
Grube zu Montage- oder Reparaturzwecken verwendet werden soll. Eine solche elektrisch
betriebene rolladenartige Abdeckung für Montagegruben der eingangs genannten Art ist
beispielsweise aus der
DE 26 46 395 bekannt. Durch die Abdeckung kann verhindert werden, dass Personen in die Grube hineinfallen
und zu Schaden kommen. Außerdem wird das Hineinfallen von Schmutz in die Grube reduziert
oder gänzlich verhindert. Derartige Montage- und Reparaturgruben können darüber hinaus
andere bewegliche Teile aufweisen, wie beispielsweise Grubenheber oder dergleichen
Hilfsmittel, die entlang von Tragbalken im Inneren der Grube verfahrbar sind. Vorzugsweise
ist mindestens eine Hubvorrichtung an den Längsseitenwänden der Aufnahmekassette angeordneten
Führungsschienen eingehängt und mit einem eigenen Antrieb versehen, sodass die Hubvorrichtung
im Inneren der Grube hin- und herbewegbar ist. Weiterhin können Montage- und Reparaturgruben
mit Busluken versehen sein, d.h. seitliche Erweiterungen der Grube, durch die Teile
in oder aus der Grube hinaus befördert werden können. Derartige Busluken können ebenfalls
über verlagerbare Abdeckungen verfügen.
[0004] Damit eine Person, die sich in der Grube befindet, nicht durch eine in Bewegung befindliche
Grubenabdeckung verletzt wird, ist üblicherweise eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen,
welche die Anlage zum Stillstand bringen kann. Die Sicherheitseinrichtung weist eine
Kontakt- oder Schaltleiste aus Kunststoff mit einem elektronischen Innenleben auf,
die im Falle einer Berührung durch einen Benutzer der Grube ein entsprechendes Signal
erzeugt, wodurch die "Anlage", d.h. alle Antriebe der Grube, abgeschaltet werden und
die beweglichen Teile der Grube folglich zum Stillstand kommen. Aus dem Stand der
Technik bekannte Sicherheitseinrichtungen, insbesondere die Schaltleiste, müssen über
Kabel mit Strom versorgt werden. Dabei kann es vorkommen, dass Kabel durch die beweglichen
Teile der Grube abgerissen oder abgequetscht werden. Die Sicherheitseinrichtungen
der bekannten Art sind also anfällig und unzuverlässig und stellen somit keine optimale
Lösung dar.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit eine Abdeckeinrichtung zu schaffen,
die eine Kollision eines Bedieners, der sich innerhalb der Grube aufhält, mit einer
in Bewegung befindlichen Grubenabdeckung mittels einer geeigneten Sicherheitseinrichtung
zuverlässig verhindert.
[0006] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird eine Abdeckeinrichtung für eine Montage-
und Reparaturgrube mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 vorgeschlagen.
[0007] Die Abdeckeinrichtung weist eine in Führungsprofilen verschiebbar gelagerte Abdeckung
und eine Sicherheitseinrichtung zur Vermeidung von Quetsch- oder Schergefahren durch
bewegliche Teile im Bereich von Schließkanten in der Montage- und Reparaturgrube auf,
wobei die Sicherheitseinrichtung umfasst: einen Primärkreis mit einer Sendeantenne
und einem damit verbundenen Schaltgerät, wobei die Sendeantenne entlang wenigstens
einem der Führungsprofile angeordnet ist; einen Sekundärkreis mit einer Transponderantenne
und einer damit verbundenen Schaltleiste, wobei die Schaltleiste im Bereich einer
Abdeckungsquerkante angeordnet ist, und wobei die Sendeantenne und die Transponderantenne
so zueinander angeordnet sind, dass während einer Verlagerung der Abdeckung in den
Führungsprofilen die Transponderantenne einen im Wesentlichen konstanten Abstand zu
der Sendeantenne aufweist, der so bemessen ist, dass die Transponderantenne einen
Signalzustand der Schaltleiste an die Sendeantenne übertragen kann.
[0008] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt also darin, dass Energie und Signalzustände
während einer Bewegung der Abdeckung kabellos zwischen der Sendeantenne und der Transponderantenne
übertragen werden können, sodass eine direkte Kabelverbindung zwischen dem Schaltgerät
und der Schaltleiste obsolet ist. Die Sicherheitseinrichtung arbeitet somit wesentlich
zuverlässiger, da die Gefahr von abgerissenen oder abgequetschten Kabeln vermieden
wird.
[0009] Vorzugsweise erstreckt sich bei einer Abdeckeinrichtung gemäß der Erfindung die Sendeantenne
über den gesamten Verschiebeweg der Abdeckung entlang des Führungsprofils. Die Schaltleiste
erstreckt sich hingegen vorzugsweise über die gesamte Breite der Abdeckungsquerkante.
Weiterhin kann die Abdeckung Tragbalkenprofile aufweisen. Vorzugsweise wird der Abstand
zwischen der Sendeantenne und der Transponderantenne noch so gewählt, dass die Sendeantenne
Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung an die Transponderantenne kabellos
übertragen kann. Die Abdeckungseinrichtung kann Teil einer eingangs beschriebenen
vorgefertigten Montage- und Reparaturgrube sein. Das Schaltgerät ist vorzugsweise
mit einer Grubensteuerung verbunden.
[0010] Zur Lösung der oben genannten Aufgabe wird auch eine Montage- und Reparaturgrube
mit einer erfindungsgemäßen Abdeckungseinrichtung vorgeschlagen.
[0011] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Montage- und Reparatureinrichtung in einer Ansicht von oben;
- Fig. 2
- die Montage- und Reparatureinrichtung gemäß Fig. 1 in einem Schnitt entlang der Linie
II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung;
- Fig. 4
- eine weitere schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung, und
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung einer in einer Montage- und Reparaturgrube verbauten Abdeckeinrichtung.
[0012] Fig. 1 zeigt eine fertig montierte Montage- und Reparaturgrube 1 in einer Ansicht
von oben. Die Montage- und Reparaturgrube 1 umfasst zwei Längsseitenwände 3, zwei
endseitig angeordnete Stirnseitenwände 5 und einem Boden 7. Die Montage- und Reparaturgrube
1 ist vorzugsweise aus Edelstahl oder dergleichen korrosionsbeständigem Material gefertigt
und kann mit antikorrosiven und/oder fluidabweisenden Beschichtungen versehen sein.
In der Montage- und Reparaturgrube 1 ist eine rolladenartige Abdeckung 9 mit Tragbalkenprofilen
und rein beispielhaft eine erste sowie eine zweite Hubvorrichtung 11 und 13 aufgenommen.
Die erste Hubvorrichtung 11 sowie Abdeckung 9 sind in Fahrzeuglängsrichtung X verfahrbar
aufgenommen (wegen Richtungsangabe siehe Fig. 1; die Fahrzeugquerrichtung ist mit
Y gekennzeichnet). Die Hubvorrichtung 11 ist in separaten Hubvorrichtungsführungsschienen
15 über entsprechende Führungsrollen 17 verfahrbar aufgenommen.
[0013] Fig. 2 zeigt die Montage- und Reparaturgrube 1 in einer Schnittdarstellung entlang
der Linie II-II in Fig. 1. Die Abdeckung 9 und die Hubvorrichtung 11 können über getrennte
Antriebe angetrieben werden. Denkbar ist es jedoch auch, die Hubvorrichtung 11 indirekt
durch die Abdeckung 9 anzutreiben.
[0014] Eine Person, die sich in der Grube befindet, könnte von der Abdeckung 9 erfasst werden,
wenn sich diese in der Grube verlagert. Um dies zu vermeiden, ist in der Montage-
und Reparaturgruben 1 eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen, die kabellos dafür sorgt,
dass Quetsch- und Scherverletzungen vermieden werden. Derartige Quetschverletzungen
könnten beispielsweise dann resultieren, wenn sich eine Person zwischen einer sich
schließenden Abdeckung 9 und einer Stirnseitenwand 5 der Montage- und Reparaturgrube
1 befindet. Denkbar sind auch Scherverletzungen, die sich eine Person im Berührungsbereich
zwischen den Seitenwänden 3 und einer sich bewegenden Abdeckung 9 zuziehen kann.
[0015] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung 19. Die Sicherheitseinrichtung
19 umfasst einen Primärkreis 21 und einen Sekundärkreis 23. Der Primärkreis 21 umfasst
ein Schaltgerät 25 und eine Sendeantenne 27, während der Sekundärkreis eine Transponderantenne
29 und eine Schaltleiste 31 umfasst. Das Schaltgerät 25 kommuniziert mit der Grubensteuerung
33, welche die Anlage abschalten kann, sodass die Abdeckung 9 zum Stillstand kommt.
[0016] Schaltleisten der hier angesprochenen Art bestehen üblicherweise aus einem einteilig
extrudierten Gummiprofil als Signalgeber und eine Auswertelektronik. In der "Schaltkammer"
des Gummiprofils befinden sich zwei bzw. vier elektrisch leitende, voneinander isolierte
Gummischichten mit integrierter Kupferlitze, die als Schalflächen dienen. Diese sind
an die Auswerteelektronik angeschlossen, die den Ruhestrom kontinuierlich überwacht.
Wird die Schaltleiste durch Druck auf das Gummiprofil betätigt, berühren sich die
Schaltflächen im Inneren. Die Auswerteelektronik erkennt die Änderung des elektrischen
Widerstandswertes und stoppt sofort die Bewegung des zugeordneten beweglichen Maschinenteils.
Die Schaltleiste kann sich grundsätzlich auch eines anderen Funktionsprinzips bedienen.
[0017] Entscheidend ist lediglich, dass sie auf eine Berührung regiert und folglich eine
im Bereich der Schaltleiste befindliche Person "detektieren" kann.
[0018] Liegen sich die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29 in einem geeigneten
Abstand gegenüber, wird Energie vom Primärkreis 21 in den Sekundärkreis 23 nach dem
Induktionsprinzip übertragen, welches in der Fig. 3 mit der Ziffer 34a gekennzeichnet
ist. Mit dieser Energie wird der Sekundärkreis 23 bzw. der Transponder in seinem Signalgeber
initiiert und der Signalgeberzustand via der Transponderantenne 29 und der Sendeantenne
27 zurück an das Schaltgerät 25 gesendet (gekennzeichnet mit Ziffer 34b). Zwischen
der Transponderantenne 29 und der Sendeantenne 27 werden also einerseits Energie zur
Versorgung der Schaltleiste 31 und sonstigen Teilen des Sekundärkreises und andererseits
Signalzustände ausgetauscht.
[0019] Entscheidend ist somit, dass die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29 einen
im Wesentlichen konstanten geeigneten Abstand zueinander aufweisen, sodass zwischen
den beiden Teilen ein elektromagnetisches Feld 35 zur "Kommunikation" bzw. zur Energieübertragung
dienen kann.
[0020] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Sicherheitseinrichtung 19 aus Fig.
3. Wiederum erkennbar ist die Schaltleiste 31, die über einen Klemmkasten 37, in welchem
ein Transponderchip 39 angeordnet ist, mit der Transponderantenne 29 verbunden ist.
Der Klemmkasten 37 dient folglich zur Verkabelung des Transponderchips 39, der Transponderantenne
29 und der Schaltleiste 31. Die Transponderantenne 29 ist kabellos über ein elektromagnetisches
Feld 35 mit der Sendeantenne 27 verbunden. Die in der Zeichnung angedeuteten Spulen
41 und 43 sollen die Induktivität der in den Antennen verwendeten Kabel darstellen,
die das elektromagnetische Feld 35 erzeugen. Die Sendeantenne ist über einen Klemmkasten
45 mit dem Schaltgerät 35 verbunden, welches einerseits mit der in der Figur nicht
dargestellten Grubensteuerung und andererseits über Anschlüsse 47 und 47' mit einer
nicht gezeigten Spannungsversorgung verbunden ist.
[0021] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung 19, wobei
der Primärkreis die Sendeantenne 27, den Klemmkasten 45 und das Schaltgerät 25 aufweist.
Der Sekundärkreis 23 umfasst gemäß Fig. 4 die Schaltleiste 31, den Klemmkasten 37
und die Transponderantenne 29.
[0022] Die Transponderantenne 29 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie auf Metall befestigbar
ist. Die Schaltleiste 31 umfasst vorzugsweise ein Gummi- und Alu-Profil. Die Sendeantenne
27 umfasst einen Spulenträger, ein Antennenkabel und ein Endkappen-Set. Das Schaltgerät
25 wird vorzugsweise mit 24 V Gleichspannung betrieben und ist zweikanalig ausgebildet.
Vorzugsweise umfasst es zwei Relaiskontakte.
[0023] Fig. 6 zeigt eine Stirnseitenansicht einer Abdeckeinrichtung 51 beispielsweise für
eine in Fig. 1 und 2 gezeigte Montage- und Reparaturgrube 1. Die Abdeckeinrichtung
51 umfasst die in Fig. 1 und 2 dargestellte Abdeckung 9, die beispielsweise Tragbalkenprofile
bzw. Tragbalken 53 umfassen kann. Die Abdeckung 9 ist durch ein Lager 54 beglich in
Führungsprofilen gelagert, von denen hier nur ein Führungsprofil 55 erkennbar ist.
Die Führungsprofile 55 erstrecken sich entlang der in Fig. 1 gezeigten Längsseitenwände
3.
[0024] Die Abdeckung 9 umfasst eine Abdeckungsquerfläche bzw. Abdeckungsquerkante 57, die
sozusagen durch die Stirnseite des ersten bzw. letzten Tragbalkens 53 gebildet wird.
Sofern die Abdeckung 9 in dem Führungsprofil 55 verlagert wird um die Grube abzudecken,
besteht die Gefahr, dass ein Bediener von der Abdeckungsquerkante 57 erfasst wird.
Aus diesem Grund weist die Abdeckeinrichtung 51 eine in den Fig. 3 bis 5 gezeigte
Sicherheitseinrichtung auf.
[0025] Die Sicherheitseinrichtung ist so mit der Abdeckeinrichtung 51 verbunden, dass die
Sendeantenne 27 entlang dem Führungsprofil 55 angeordnet ist und sich vorzugsweise
über die gesamte Länge der Längsseitenwand 3 einer Montagegrube, d.h. in Hinblick
auf Fig. 6 in die Zeichenebene hinein erstreckt. In der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform
der Erfindung ist die längliche Sendeantenne 27 an einem U-Profil 59 befestigt. Die
längliche Schaltleiste 31 (in Fig. 6 nicht gezeigt) ist im Bereich der Abdeckungsquerkante
57 angeordnet und erstreckt sich vorzugsweise über deren gesamte Breite in der Querrichtung
Q. Mit der Schaltleiste 31 ist die Transponderantenne 29 verbunden, die an einer Unterseite
61 der Abdeckung 9, d.h. an der dem Boden 7 der Montagegrube 1 zugewandten Seite befestigt
ist. Aufgrund der geringen Größe der Transponderantenne 29 lässt sich diese problemlos
in einer Speichereinrichtung für die Abdeckung 9 unterbringen. Während einer Bewegung
der Abdeckung 9 bewegt sich die Transponderantenne 29 mit dieser mit und zwar in einer
virtuellen Ebene, die im Wesentlichen parallel zu der Sendeantenne 27 verläuft.
[0026] Der Primärkreis der Sicherheitseinrichtung ist folglich dem Führungsprofil 55 bzw.
der Längsseitenwand 3 zugeordnet, während der Sekundärkreis der Sicherheitseinrichtung
der Abdeckung 9 zugeordnet ist. Auf diese Weise kann ein Zustand der Sicherheitsleiste
31 kabellos an das Schaltgerät übertragen werden, ohne dass Kabel von der Abdeckung
9 "mitgeschleppt" werden müssen, um eine Stromversorgung der Schaltleiste zu gewährleisten.
[0027] Die Fig. 6 macht deutlich, dass die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29
so zueinander angeordnet sind, dass während einer Verlagerung der Abdeckung 9 in den
Führungsprofilen 55 die Transponderantenne 29 einen im Wesentlichen konstanten Abstand
d zu der Sendeantenne 27 aufweist, d.h. vorzugsweise entlang des gesamten Verschiebewegs
der Abdeckung 9, sodass die Transponderantenne 29 einen Signalzustand der Schaltleiste
31 an die Sendeantenne 27 übertragen kann und gleichzeitig der Sekundärkreis durch
die Sendeantenne 27 mit Energie versorgt werden kann.
[0028] In Fig. 6 ist noch die in einer Hubvorrichtungsführungsschiene 15 gelagerte Führungsrolle
17 einer Hubvorrichtung erkennbar.
[0029] Das Funktionsprinzip der Sicherheitseinrichtung ist nun wie folgt. Das Schaltgerät
25 gibt während einer Bewegung der Abdeckung 9 fortlaufend das Signal der Sicherheitsschaltleiste
31 and die Grubensteuerung 33 weiter. Die Energieversorgung der Schaltleiste 31 wird
per elektromagnetischen Wellen erzeugt. Der dadurch aktivierte Transponder (Sekundärkreis
23) überwacht den Signalzustand der Schaltleiste 31 und gibt die Information kabellos
an die Sendeantenne 27 weiter. Sofern die Schaltleiste 31 durch einen Benutzer berührt
bzw. eingedrückt wird während sich die Abdeckung 9 bewegt, sendet die Transponderantenne
29 ein entsprechendes Signal an die Sendeantenne 27, weiches von dem Schaltgerät 25
an die Grubensteuerung 33 weitergegeben wird, woraufhin die Grubensteuerung 33 die
Anlage ausschaltet und die Abdeckung 9 zum Stehen kommt.
[0030] Die Abdeckeinrichtung mit der Sicherheitseinrichtung der hier angesprochenen Art
ist besonders störsicher gegenüber Funkwellen sowie verschleiß- und wartungsfrei.
Der Sekundärkreis bedarf keiner kabelgebundenen Energieversorgung, sodass seine Verlagerung
in der Montage- und Reparaturgrube völlig unproblematisch ist.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Montage- und Reparaturgrube
- 3
- Längsseitenwände
- 5
- Stirnseitenwände
- 7
- Boden
- 9
- Abdeckung
- 11
- Hubvorrichtung
- 13
- Hubvorrichtung
- 15
- Hubvorrichtungsführungsschienen
- 17
- Führungsrollen
- 19
- Sicherheitseinrichtung
- 21
- Primärkreis
- 23
- Sekundärkreis
- 25
- Schaltgerät
- 27
- Sendeantenne
- 29
- Transponderantenne
- 31
- Schaltleiste
- 33
- Grubensteuerung
- 34a
- Energie
- 34b
- Signalzustände
- 35
- Elektromagnetisches Feld
- 37
- Klemmkasten
- 39
- Transponderchip
- 41
- Spule
- 43
- Spule
- 45
- Klemmkasten
- 47
- Spannungsanschluss
- 47'
- Spannungsanschluss
- 51
- Abdeckeinrichtung
- 53
- Tragbalken
- 54
- Lager
- 55
- Führungsprofil
- 57
- Abdeckungsquerkante
- 59
- U-Profil
- 61
- Unterseite
- Q
- Querrichtung
- d
- Abstand
1. Abdeckeinrichtung (51) für eine Montage- und Reparaturgrube (1), aufweisend eine in
Führungsprofilen (55) verschiebbar gelagerte Abdeckung (9) und eine Sicherheitseinrichtung
(19) zur Vermeidung von Quetsch- oder Schergefahren Im Bereich von Schließkanten in
der Montage- und Reparaturgrube,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (19) umfasst:
- einen Primärkreis (21) mit einer Sendeantenne (27) und einem damit verbundenen Schaltgerät
(25), wobei die Sendeantenne (27) entlang einem der Führungsprofile (55) angeordnet
ist;
- einen Sekundärkreis (23) mit einer Transponderantenne (29) und einer damit verbundenen
Schaltleiste (31), wobei die Schaltleiste (31) im Bereich einer Abdeckungsquerkante
(57) angeordnet ist, und wobei
- die Sendeantenne (27) und die Transponderantenne (29) so zueinander angeordnet sind,
dass während einer Verlagerung der Abdeckung (9) in den Führungsprofilen (55) die
Transponderantenne (29) einen im Wesentlichen konstanten Abstand (d) zu der Sendeantenne
(27) aufweist, der so gewählt ist, dass die Transponderantenne (29) einen Signalzustand
der Schaltleiste (31) an die Sendeantenne (27) übertragen kann.
2. Abdeckeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Sendeantenne (27) über den gesamten Verschiebeweg der Abdeckung (9) entlang
des Führungsprofils (55) erstreckt.
3. Abdeckeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Schaltleiste (31) über die gesamte Breite der Abdeckungsquerkante (57) erstreckt.
4. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdeckung (9) Tragbalkenprofile (53) aufweist.
5. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand (d) zwischen der Sendeantenne (27) und der Transponderantenne (29) so
gewählt ist, dass die Sendeantenne (27) Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung
an die Transponderantenne (29) kabellos übertragen kann.
6. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdeckungseinrichtung (51) Teil einer vorgefertigten Montage- und Reparaturgrube
(1) ist.
7. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schaitgerät (25) mit einer Grubensteuerung (33) verbunden ist.
8. Montage- und Reparaturgrube (1) aufweisend eine Abdeckungseinrichtung (51) nach einem
der Schutzansprüche 1 bis 7.
1. Covering device (51) for an assembly and repair well (1), comprising a cover (9) which
is mounted so that it can be moved into guide profiles (55), and a safety device (19)
to prevent crushing and shearing hazards in the region of closing edges in the assembly
and repair well,
characterised in that the safety device (19) comprises:
- a primary circuit (21) having a transmitting antenna (27) and an associated switching
device (25), wherein the transmitting antenna (27) is arranged along one of the guide
profiles (55);
- a secondary circuit (23) having a transponder antenna (29) and an associated safety
edge (31), wherein the safety edge (31) is arranged in the region of a transverse
edge of the cover (57), and wherein
- the transmitting antenna (27) and the transponder antenna (29) are arranged in relation
to each other such that, during a displacement of the cover (9) in the guide profiles
(55), the transponder antenna (29) is at a substantially constant distance (d) from
the transmitting antenna (27), which is selected so that the transponder antenna (29)
can transmit a signal state of the safety edge (31) to the transmitting antenna (27).
2. Covering device according to claim 1,
characterised in that
the transmitting antenna (27) extends along the guide profile (55) over the entire
length of travel of the cover (9).
3. Covering device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the safety edge (31) extends over the entire width of the transverse edge of the cover
(57).
4. Covering device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the cover (9) has a girder profile (53).
5. Covering device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the distance (d) between the transmitting antenna (27) and the transponder antenna
(29) is selected so that the transmitting antenna (27) can transmit energy to the
transponder antenna (29) in the form of electromagnetic radiation wirelessly.
6. Covering device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the covering device (51) is part of a prefabricated assembly and repair well (1).
7. Covering device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the switching device (25) is connected to a well control unit (33).
8. Assembly and repair well (1) having a covering device (51) according to any one of
claims 1 to 7.
1. Dispositif de protection (51) pour une fosse de montage et de réparation (1), présentant
une coiffe (9) supporté de façon coulissante dans des profilés de guidage (55) et
un dispositif de sécurité (19) destiné à éviter des risques d'écrasement ou de cisaillement
dans la zone d'arêtes de fermeture dans la fosse de montage et de réparation,
caractérisé en ce que le dispositif de sécurité (19) comprend :
- un circuit primaire (21) avec une antenne émettrice (27) et un commutateur (25)
qui lui est connecté, l'antenne émettrice (27) étant disposée le long d'un des profilés
de guidage (55) ;
- un circuit secondaire (23) avec une antenne transpondeur (29) et une réglette de
commutation (31) qui lui est connectée, la réglette de commutation (31) étant disposée
dans la zone d'une arête transversale de la coiffe (57), et
- l'antenne émettrice (27) et l'antenne transpondeur (29) étant disposées l'une par
rapport à l'autre de telle sorte que, pendant un déplacement de la coiffe (9) dans
les profilés de guidage (55), l'antenne transpondeur (29) présente par rapport à l'antenne
émettrice (27) une distance (d) essentiellement constante qui est choisie de telle
sorte que l'antenne transpondeur (29) peut transmettre à l'antenne émettrice (27)
un signal d'état de la réglette de commutation (31).
2. Dispositif de protection selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'antenne émettrice (27) s'étend sur toute la course de coulissement de la coiffe
(9) le long du profilé de guidage (55).
3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la réglette de commutation (31) s'étend sur toute la largeur de l'arête transversale
de la coiffe (57).
4. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la coiffe (9) présente des profilés de poutre porteuse (53).
5. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la distance d) entre l'antenne émettrice (27) et l'antenne transpondeur (29) est choisie
de telle sorte que l'antenne émettrice (27) peut transmettre sans fil à l'antenne
transpondeur (29) de l'énergie sous forme de rayonnement électromagnétique.
6. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de protection (51) fait partie d'une fosse de montage et de réparation
(1) préfabriquée.
7. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le commutateur (25) est raccordé à une commande de fosse (33).
8. Fosse de montage et de réparation (1) présentant un dispositif de protection (51)
selon l'une des revendications 1 à 7.