(19)
(11) EP 2 426 294 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.2015  Patentblatt  2015/36

(21) Anmeldenummer: 11180013.2

(22) Anmeldetag:  05.09.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04H 5/06(2006.01)

(54)

Abdeckeinrichtung für eine Montage- und Reparaturgrube

Covering device for an assembly and repair well

Dispositif de recouvrement pour un puits de montage et de réparation


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 07.09.2010 DE 202010008474 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.03.2012  Patentblatt  2012/10

(73) Patentinhaber: Balzer, Hans
87700 Memmingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Balzer, Hans
    87700 Memmingen (DE)

(74) Vertreter: Popp, Eugen 
Meissner, Bolte & Partner GbR Postfach 86 06 24
81633 München
81633 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 2 646 395
DE-U1- 29 716 601
DE-U1- 9 321 256
US-A1- 2003 192 254
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckeinrichtung für eine Montage- und Reparaturgrube gemäß dem Schutzanspruch 1.

    [0002] Montage- und Reparaturgruben der hier angesprochenen Art sind bekannt. Sie werden von Werkstätten oder Herstellungsbetrieben zur Montage oder Reparatur von Kraftfahrzeugen oder Maschinen und Maschinenteilen verwendet. Dabei kann das Personal in angenehmer aufrechter Haltung unter den entsprechenden Fahrzeugen und Maschinen arbeiten. Derartige Montage- und Reparaturgruben werden herkömmlicher Weise vor Ort angefertigt. Dazu werden zunächst äußere und innere Verschalungswände aufgestellt, die dann mit Füllmaterial, vorzugsweise mit Beton, ausgegossen werden. Das Aufstellen dieser Verschalungen bzw. das Herstellen der herkömmlichen Montage- und Reparaturgruben erfordert somit eine unter Umständen lange Beschäftigung einer Vielzahl von zum Teil verschiedenen Handwerkern vor Ort, sodass hohe Herstellungskosten anfallen und lange Bauzeiten auftreten. Daher kommen bevorzugt vorgefertigte Montage- und Reparaturgruben zum Einsatz, wie sie beispielsweise aus der DE 43 45 415 C2 bekannt sind, welche kassettenförmig ausgebildet sind und als vorgefertigte Kassetten an Ort und Stelle in entsprechende Bodenausnehmungen eingesetzt werden können. Derartige Kassetten weisen zwei Längsseitenwände, endseitig angeordnete Stirnseitenwände und einen Boden auf. Die Längsseitenwände können jeweils eine Innenwandung und eine im Abstand davon angeordnete Außenwandung umfassen, die einen Hohlraum begrenzen, in den ein aushärtbares Füllmaterial einfüllbar ist.

    [0003] Die oben beschriebenen Montage- und Reparaturgruben weisen üblicherweise eine rolladenartige Abdeckung, auch "Tragbalkenband" genannt, auf, die im unbenutzten Zustand der Grube diese bedeckt und vorzugsweise in eine Speichereinheit verlagerbar ist, sofern die Grube zu Montage- oder Reparaturzwecken verwendet werden soll. Eine solche elektrisch betriebene rolladenartige Abdeckung für Montagegruben der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der DE 26 46 395 bekannt. Durch die Abdeckung kann verhindert werden, dass Personen in die Grube hineinfallen und zu Schaden kommen. Außerdem wird das Hineinfallen von Schmutz in die Grube reduziert oder gänzlich verhindert. Derartige Montage- und Reparaturgruben können darüber hinaus andere bewegliche Teile aufweisen, wie beispielsweise Grubenheber oder dergleichen Hilfsmittel, die entlang von Tragbalken im Inneren der Grube verfahrbar sind. Vorzugsweise ist mindestens eine Hubvorrichtung an den Längsseitenwänden der Aufnahmekassette angeordneten Führungsschienen eingehängt und mit einem eigenen Antrieb versehen, sodass die Hubvorrichtung im Inneren der Grube hin- und herbewegbar ist. Weiterhin können Montage- und Reparaturgruben mit Busluken versehen sein, d.h. seitliche Erweiterungen der Grube, durch die Teile in oder aus der Grube hinaus befördert werden können. Derartige Busluken können ebenfalls über verlagerbare Abdeckungen verfügen.

    [0004] Damit eine Person, die sich in der Grube befindet, nicht durch eine in Bewegung befindliche Grubenabdeckung verletzt wird, ist üblicherweise eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen, welche die Anlage zum Stillstand bringen kann. Die Sicherheitseinrichtung weist eine Kontakt- oder Schaltleiste aus Kunststoff mit einem elektronischen Innenleben auf, die im Falle einer Berührung durch einen Benutzer der Grube ein entsprechendes Signal erzeugt, wodurch die "Anlage", d.h. alle Antriebe der Grube, abgeschaltet werden und die beweglichen Teile der Grube folglich zum Stillstand kommen. Aus dem Stand der Technik bekannte Sicherheitseinrichtungen, insbesondere die Schaltleiste, müssen über Kabel mit Strom versorgt werden. Dabei kann es vorkommen, dass Kabel durch die beweglichen Teile der Grube abgerissen oder abgequetscht werden. Die Sicherheitseinrichtungen der bekannten Art sind also anfällig und unzuverlässig und stellen somit keine optimale Lösung dar.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit eine Abdeckeinrichtung zu schaffen, die eine Kollision eines Bedieners, der sich innerhalb der Grube aufhält, mit einer in Bewegung befindlichen Grubenabdeckung mittels einer geeigneten Sicherheitseinrichtung zuverlässig verhindert.

    [0006] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird eine Abdeckeinrichtung für eine Montage- und Reparaturgrube mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 vorgeschlagen.

    [0007] Die Abdeckeinrichtung weist eine in Führungsprofilen verschiebbar gelagerte Abdeckung und eine Sicherheitseinrichtung zur Vermeidung von Quetsch- oder Schergefahren durch bewegliche Teile im Bereich von Schließkanten in der Montage- und Reparaturgrube auf, wobei die Sicherheitseinrichtung umfasst: einen Primärkreis mit einer Sendeantenne und einem damit verbundenen Schaltgerät, wobei die Sendeantenne entlang wenigstens einem der Führungsprofile angeordnet ist; einen Sekundärkreis mit einer Transponderantenne und einer damit verbundenen Schaltleiste, wobei die Schaltleiste im Bereich einer Abdeckungsquerkante angeordnet ist, und wobei die Sendeantenne und die Transponderantenne so zueinander angeordnet sind, dass während einer Verlagerung der Abdeckung in den Führungsprofilen die Transponderantenne einen im Wesentlichen konstanten Abstand zu der Sendeantenne aufweist, der so bemessen ist, dass die Transponderantenne einen Signalzustand der Schaltleiste an die Sendeantenne übertragen kann.

    [0008] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt also darin, dass Energie und Signalzustände während einer Bewegung der Abdeckung kabellos zwischen der Sendeantenne und der Transponderantenne übertragen werden können, sodass eine direkte Kabelverbindung zwischen dem Schaltgerät und der Schaltleiste obsolet ist. Die Sicherheitseinrichtung arbeitet somit wesentlich zuverlässiger, da die Gefahr von abgerissenen oder abgequetschten Kabeln vermieden wird.

    [0009] Vorzugsweise erstreckt sich bei einer Abdeckeinrichtung gemäß der Erfindung die Sendeantenne über den gesamten Verschiebeweg der Abdeckung entlang des Führungsprofils. Die Schaltleiste erstreckt sich hingegen vorzugsweise über die gesamte Breite der Abdeckungsquerkante. Weiterhin kann die Abdeckung Tragbalkenprofile aufweisen. Vorzugsweise wird der Abstand zwischen der Sendeantenne und der Transponderantenne noch so gewählt, dass die Sendeantenne Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung an die Transponderantenne kabellos übertragen kann. Die Abdeckungseinrichtung kann Teil einer eingangs beschriebenen vorgefertigten Montage- und Reparaturgrube sein. Das Schaltgerät ist vorzugsweise mit einer Grubensteuerung verbunden.

    [0010] Zur Lösung der oben genannten Aufgabe wird auch eine Montage- und Reparaturgrube mit einer erfindungsgemäßen Abdeckungseinrichtung vorgeschlagen.

    [0011] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    Eine Montage- und Reparatureinrichtung in einer Ansicht von oben;
    Fig. 2
    die Montage- und Reparatureinrichtung gemäß Fig. 1 in einem Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung;
    Fig. 4
    eine weitere schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung;
    Fig. 5
    eine perspektivische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung, und
    Fig. 6
    eine Schnittdarstellung einer in einer Montage- und Reparaturgrube verbauten Abdeckeinrichtung.


    [0012] Fig. 1 zeigt eine fertig montierte Montage- und Reparaturgrube 1 in einer Ansicht von oben. Die Montage- und Reparaturgrube 1 umfasst zwei Längsseitenwände 3, zwei endseitig angeordnete Stirnseitenwände 5 und einem Boden 7. Die Montage- und Reparaturgrube 1 ist vorzugsweise aus Edelstahl oder dergleichen korrosionsbeständigem Material gefertigt und kann mit antikorrosiven und/oder fluidabweisenden Beschichtungen versehen sein. In der Montage- und Reparaturgrube 1 ist eine rolladenartige Abdeckung 9 mit Tragbalkenprofilen und rein beispielhaft eine erste sowie eine zweite Hubvorrichtung 11 und 13 aufgenommen. Die erste Hubvorrichtung 11 sowie Abdeckung 9 sind in Fahrzeuglängsrichtung X verfahrbar aufgenommen (wegen Richtungsangabe siehe Fig. 1; die Fahrzeugquerrichtung ist mit Y gekennzeichnet). Die Hubvorrichtung 11 ist in separaten Hubvorrichtungsführungsschienen 15 über entsprechende Führungsrollen 17 verfahrbar aufgenommen.

    [0013] Fig. 2 zeigt die Montage- und Reparaturgrube 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in Fig. 1. Die Abdeckung 9 und die Hubvorrichtung 11 können über getrennte Antriebe angetrieben werden. Denkbar ist es jedoch auch, die Hubvorrichtung 11 indirekt durch die Abdeckung 9 anzutreiben.

    [0014] Eine Person, die sich in der Grube befindet, könnte von der Abdeckung 9 erfasst werden, wenn sich diese in der Grube verlagert. Um dies zu vermeiden, ist in der Montage- und Reparaturgruben 1 eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen, die kabellos dafür sorgt, dass Quetsch- und Scherverletzungen vermieden werden. Derartige Quetschverletzungen könnten beispielsweise dann resultieren, wenn sich eine Person zwischen einer sich schließenden Abdeckung 9 und einer Stirnseitenwand 5 der Montage- und Reparaturgrube 1 befindet. Denkbar sind auch Scherverletzungen, die sich eine Person im Berührungsbereich zwischen den Seitenwänden 3 und einer sich bewegenden Abdeckung 9 zuziehen kann.

    [0015] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung 19. Die Sicherheitseinrichtung 19 umfasst einen Primärkreis 21 und einen Sekundärkreis 23. Der Primärkreis 21 umfasst ein Schaltgerät 25 und eine Sendeantenne 27, während der Sekundärkreis eine Transponderantenne 29 und eine Schaltleiste 31 umfasst. Das Schaltgerät 25 kommuniziert mit der Grubensteuerung 33, welche die Anlage abschalten kann, sodass die Abdeckung 9 zum Stillstand kommt.

    [0016] Schaltleisten der hier angesprochenen Art bestehen üblicherweise aus einem einteilig extrudierten Gummiprofil als Signalgeber und eine Auswertelektronik. In der "Schaltkammer" des Gummiprofils befinden sich zwei bzw. vier elektrisch leitende, voneinander isolierte Gummischichten mit integrierter Kupferlitze, die als Schalflächen dienen. Diese sind an die Auswerteelektronik angeschlossen, die den Ruhestrom kontinuierlich überwacht. Wird die Schaltleiste durch Druck auf das Gummiprofil betätigt, berühren sich die Schaltflächen im Inneren. Die Auswerteelektronik erkennt die Änderung des elektrischen Widerstandswertes und stoppt sofort die Bewegung des zugeordneten beweglichen Maschinenteils. Die Schaltleiste kann sich grundsätzlich auch eines anderen Funktionsprinzips bedienen.

    [0017] Entscheidend ist lediglich, dass sie auf eine Berührung regiert und folglich eine im Bereich der Schaltleiste befindliche Person "detektieren" kann.

    [0018] Liegen sich die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29 in einem geeigneten Abstand gegenüber, wird Energie vom Primärkreis 21 in den Sekundärkreis 23 nach dem Induktionsprinzip übertragen, welches in der Fig. 3 mit der Ziffer 34a gekennzeichnet ist. Mit dieser Energie wird der Sekundärkreis 23 bzw. der Transponder in seinem Signalgeber initiiert und der Signalgeberzustand via der Transponderantenne 29 und der Sendeantenne 27 zurück an das Schaltgerät 25 gesendet (gekennzeichnet mit Ziffer 34b). Zwischen der Transponderantenne 29 und der Sendeantenne 27 werden also einerseits Energie zur Versorgung der Schaltleiste 31 und sonstigen Teilen des Sekundärkreises und andererseits Signalzustände ausgetauscht.

    [0019] Entscheidend ist somit, dass die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29 einen im Wesentlichen konstanten geeigneten Abstand zueinander aufweisen, sodass zwischen den beiden Teilen ein elektromagnetisches Feld 35 zur "Kommunikation" bzw. zur Energieübertragung dienen kann.

    [0020] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Sicherheitseinrichtung 19 aus Fig. 3. Wiederum erkennbar ist die Schaltleiste 31, die über einen Klemmkasten 37, in welchem ein Transponderchip 39 angeordnet ist, mit der Transponderantenne 29 verbunden ist. Der Klemmkasten 37 dient folglich zur Verkabelung des Transponderchips 39, der Transponderantenne 29 und der Schaltleiste 31. Die Transponderantenne 29 ist kabellos über ein elektromagnetisches Feld 35 mit der Sendeantenne 27 verbunden. Die in der Zeichnung angedeuteten Spulen 41 und 43 sollen die Induktivität der in den Antennen verwendeten Kabel darstellen, die das elektromagnetische Feld 35 erzeugen. Die Sendeantenne ist über einen Klemmkasten 45 mit dem Schaltgerät 35 verbunden, welches einerseits mit der in der Figur nicht dargestellten Grubensteuerung und andererseits über Anschlüsse 47 und 47' mit einer nicht gezeigten Spannungsversorgung verbunden ist.

    [0021] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Sicherheitseinrichtung 19, wobei der Primärkreis die Sendeantenne 27, den Klemmkasten 45 und das Schaltgerät 25 aufweist. Der Sekundärkreis 23 umfasst gemäß Fig. 4 die Schaltleiste 31, den Klemmkasten 37 und die Transponderantenne 29.

    [0022] Die Transponderantenne 29 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie auf Metall befestigbar ist. Die Schaltleiste 31 umfasst vorzugsweise ein Gummi- und Alu-Profil. Die Sendeantenne 27 umfasst einen Spulenträger, ein Antennenkabel und ein Endkappen-Set. Das Schaltgerät 25 wird vorzugsweise mit 24 V Gleichspannung betrieben und ist zweikanalig ausgebildet. Vorzugsweise umfasst es zwei Relaiskontakte.

    [0023] Fig. 6 zeigt eine Stirnseitenansicht einer Abdeckeinrichtung 51 beispielsweise für eine in Fig. 1 und 2 gezeigte Montage- und Reparaturgrube 1. Die Abdeckeinrichtung 51 umfasst die in Fig. 1 und 2 dargestellte Abdeckung 9, die beispielsweise Tragbalkenprofile bzw. Tragbalken 53 umfassen kann. Die Abdeckung 9 ist durch ein Lager 54 beglich in Führungsprofilen gelagert, von denen hier nur ein Führungsprofil 55 erkennbar ist. Die Führungsprofile 55 erstrecken sich entlang der in Fig. 1 gezeigten Längsseitenwände 3.

    [0024] Die Abdeckung 9 umfasst eine Abdeckungsquerfläche bzw. Abdeckungsquerkante 57, die sozusagen durch die Stirnseite des ersten bzw. letzten Tragbalkens 53 gebildet wird. Sofern die Abdeckung 9 in dem Führungsprofil 55 verlagert wird um die Grube abzudecken, besteht die Gefahr, dass ein Bediener von der Abdeckungsquerkante 57 erfasst wird. Aus diesem Grund weist die Abdeckeinrichtung 51 eine in den Fig. 3 bis 5 gezeigte Sicherheitseinrichtung auf.

    [0025] Die Sicherheitseinrichtung ist so mit der Abdeckeinrichtung 51 verbunden, dass die Sendeantenne 27 entlang dem Führungsprofil 55 angeordnet ist und sich vorzugsweise über die gesamte Länge der Längsseitenwand 3 einer Montagegrube, d.h. in Hinblick auf Fig. 6 in die Zeichenebene hinein erstreckt. In der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist die längliche Sendeantenne 27 an einem U-Profil 59 befestigt. Die längliche Schaltleiste 31 (in Fig. 6 nicht gezeigt) ist im Bereich der Abdeckungsquerkante 57 angeordnet und erstreckt sich vorzugsweise über deren gesamte Breite in der Querrichtung Q. Mit der Schaltleiste 31 ist die Transponderantenne 29 verbunden, die an einer Unterseite 61 der Abdeckung 9, d.h. an der dem Boden 7 der Montagegrube 1 zugewandten Seite befestigt ist. Aufgrund der geringen Größe der Transponderantenne 29 lässt sich diese problemlos in einer Speichereinrichtung für die Abdeckung 9 unterbringen. Während einer Bewegung der Abdeckung 9 bewegt sich die Transponderantenne 29 mit dieser mit und zwar in einer virtuellen Ebene, die im Wesentlichen parallel zu der Sendeantenne 27 verläuft.

    [0026] Der Primärkreis der Sicherheitseinrichtung ist folglich dem Führungsprofil 55 bzw. der Längsseitenwand 3 zugeordnet, während der Sekundärkreis der Sicherheitseinrichtung der Abdeckung 9 zugeordnet ist. Auf diese Weise kann ein Zustand der Sicherheitsleiste 31 kabellos an das Schaltgerät übertragen werden, ohne dass Kabel von der Abdeckung 9 "mitgeschleppt" werden müssen, um eine Stromversorgung der Schaltleiste zu gewährleisten.

    [0027] Die Fig. 6 macht deutlich, dass die Sendeantenne 27 und die Transponderantenne 29 so zueinander angeordnet sind, dass während einer Verlagerung der Abdeckung 9 in den Führungsprofilen 55 die Transponderantenne 29 einen im Wesentlichen konstanten Abstand d zu der Sendeantenne 27 aufweist, d.h. vorzugsweise entlang des gesamten Verschiebewegs der Abdeckung 9, sodass die Transponderantenne 29 einen Signalzustand der Schaltleiste 31 an die Sendeantenne 27 übertragen kann und gleichzeitig der Sekundärkreis durch die Sendeantenne 27 mit Energie versorgt werden kann.

    [0028] In Fig. 6 ist noch die in einer Hubvorrichtungsführungsschiene 15 gelagerte Führungsrolle 17 einer Hubvorrichtung erkennbar.

    [0029] Das Funktionsprinzip der Sicherheitseinrichtung ist nun wie folgt. Das Schaltgerät 25 gibt während einer Bewegung der Abdeckung 9 fortlaufend das Signal der Sicherheitsschaltleiste 31 and die Grubensteuerung 33 weiter. Die Energieversorgung der Schaltleiste 31 wird per elektromagnetischen Wellen erzeugt. Der dadurch aktivierte Transponder (Sekundärkreis 23) überwacht den Signalzustand der Schaltleiste 31 und gibt die Information kabellos an die Sendeantenne 27 weiter. Sofern die Schaltleiste 31 durch einen Benutzer berührt bzw. eingedrückt wird während sich die Abdeckung 9 bewegt, sendet die Transponderantenne 29 ein entsprechendes Signal an die Sendeantenne 27, weiches von dem Schaltgerät 25 an die Grubensteuerung 33 weitergegeben wird, woraufhin die Grubensteuerung 33 die Anlage ausschaltet und die Abdeckung 9 zum Stehen kommt.

    [0030] Die Abdeckeinrichtung mit der Sicherheitseinrichtung der hier angesprochenen Art ist besonders störsicher gegenüber Funkwellen sowie verschleiß- und wartungsfrei. Der Sekundärkreis bedarf keiner kabelgebundenen Energieversorgung, sodass seine Verlagerung in der Montage- und Reparaturgrube völlig unproblematisch ist.

    Bezugszeichenliste:



    [0031] 
    1
    Montage- und Reparaturgrube
    3
    Längsseitenwände
    5
    Stirnseitenwände
    7
    Boden
    9
    Abdeckung
    11
    Hubvorrichtung
    13
    Hubvorrichtung
    15
    Hubvorrichtungsführungsschienen
    17
    Führungsrollen
    19
    Sicherheitseinrichtung
    21
    Primärkreis
    23
    Sekundärkreis
    25
    Schaltgerät
    27
    Sendeantenne
    29
    Transponderantenne
    31
    Schaltleiste
    33
    Grubensteuerung
    34a
    Energie
    34b
    Signalzustände
    35
    Elektromagnetisches Feld
    37
    Klemmkasten
    39
    Transponderchip
    41
    Spule
    43
    Spule
    45
    Klemmkasten
    47
    Spannungsanschluss
    47'
    Spannungsanschluss
    51
    Abdeckeinrichtung
    53
    Tragbalken
    54
    Lager
    55
    Führungsprofil
    57
    Abdeckungsquerkante
    59
    U-Profil
    61
    Unterseite
    Q
    Querrichtung
    d
    Abstand



    Ansprüche

    1. Abdeckeinrichtung (51) für eine Montage- und Reparaturgrube (1), aufweisend eine in Führungsprofilen (55) verschiebbar gelagerte Abdeckung (9) und eine Sicherheitseinrichtung (19) zur Vermeidung von Quetsch- oder Schergefahren Im Bereich von Schließkanten in der Montage- und Reparaturgrube, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (19) umfasst:

    - einen Primärkreis (21) mit einer Sendeantenne (27) und einem damit verbundenen Schaltgerät (25), wobei die Sendeantenne (27) entlang einem der Führungsprofile (55) angeordnet ist;

    - einen Sekundärkreis (23) mit einer Transponderantenne (29) und einer damit verbundenen Schaltleiste (31), wobei die Schaltleiste (31) im Bereich einer Abdeckungsquerkante (57) angeordnet ist, und wobei

    - die Sendeantenne (27) und die Transponderantenne (29) so zueinander angeordnet sind, dass während einer Verlagerung der Abdeckung (9) in den Führungsprofilen (55) die Transponderantenne (29) einen im Wesentlichen konstanten Abstand (d) zu der Sendeantenne (27) aufweist, der so gewählt ist, dass die Transponderantenne (29) einen Signalzustand der Schaltleiste (31) an die Sendeantenne (27) übertragen kann.


     
    2. Abdeckeinrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    sich die Sendeantenne (27) über den gesamten Verschiebeweg der Abdeckung (9) entlang des Führungsprofils (55) erstreckt.
     
    3. Abdeckeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    sich die Schaltleiste (31) über die gesamte Breite der Abdeckungsquerkante (57) erstreckt.
     
    4. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Abdeckung (9) Tragbalkenprofile (53) aufweist.
     
    5. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der Abstand (d) zwischen der Sendeantenne (27) und der Transponderantenne (29) so gewählt ist, dass die Sendeantenne (27) Energie in Form von elektromagnetischer Strahlung an die Transponderantenne (29) kabellos übertragen kann.
     
    6. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Abdeckungseinrichtung (51) Teil einer vorgefertigten Montage- und Reparaturgrube (1) ist.
     
    7. Abdeckeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Schaitgerät (25) mit einer Grubensteuerung (33) verbunden ist.
     
    8. Montage- und Reparaturgrube (1) aufweisend eine Abdeckungseinrichtung (51) nach einem der Schutzansprüche 1 bis 7.
     


    Claims

    1. Covering device (51) for an assembly and repair well (1), comprising a cover (9) which is mounted so that it can be moved into guide profiles (55), and a safety device (19) to prevent crushing and shearing hazards in the region of closing edges in the assembly and repair well, characterised in that the safety device (19) comprises:

    - a primary circuit (21) having a transmitting antenna (27) and an associated switching device (25), wherein the transmitting antenna (27) is arranged along one of the guide profiles (55);

    - a secondary circuit (23) having a transponder antenna (29) and an associated safety edge (31), wherein the safety edge (31) is arranged in the region of a transverse edge of the cover (57), and wherein

    - the transmitting antenna (27) and the transponder antenna (29) are arranged in relation to each other such that, during a displacement of the cover (9) in the guide profiles (55), the transponder antenna (29) is at a substantially constant distance (d) from the transmitting antenna (27), which is selected so that the transponder antenna (29) can transmit a signal state of the safety edge (31) to the transmitting antenna (27).


     
    2. Covering device according to claim 1,
    characterised in that
    the transmitting antenna (27) extends along the guide profile (55) over the entire length of travel of the cover (9).
     
    3. Covering device according to claim 1 or 2,
    characterised in that
    the safety edge (31) extends over the entire width of the transverse edge of the cover (57).
     
    4. Covering device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the cover (9) has a girder profile (53).
     
    5. Covering device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the distance (d) between the transmitting antenna (27) and the transponder antenna (29) is selected so that the transmitting antenna (27) can transmit energy to the transponder antenna (29) in the form of electromagnetic radiation wirelessly.
     
    6. Covering device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the covering device (51) is part of a prefabricated assembly and repair well (1).
     
    7. Covering device according to any one of the preceding claims,
    characterised in that
    the switching device (25) is connected to a well control unit (33).
     
    8. Assembly and repair well (1) having a covering device (51) according to any one of claims 1 to 7.
     


    Revendications

    1. Dispositif de protection (51) pour une fosse de montage et de réparation (1), présentant une coiffe (9) supporté de façon coulissante dans des profilés de guidage (55) et un dispositif de sécurité (19) destiné à éviter des risques d'écrasement ou de cisaillement dans la zone d'arêtes de fermeture dans la fosse de montage et de réparation, caractérisé en ce que le dispositif de sécurité (19) comprend :

    - un circuit primaire (21) avec une antenne émettrice (27) et un commutateur (25) qui lui est connecté, l'antenne émettrice (27) étant disposée le long d'un des profilés de guidage (55) ;

    - un circuit secondaire (23) avec une antenne transpondeur (29) et une réglette de commutation (31) qui lui est connectée, la réglette de commutation (31) étant disposée dans la zone d'une arête transversale de la coiffe (57), et

    - l'antenne émettrice (27) et l'antenne transpondeur (29) étant disposées l'une par rapport à l'autre de telle sorte que, pendant un déplacement de la coiffe (9) dans les profilés de guidage (55), l'antenne transpondeur (29) présente par rapport à l'antenne émettrice (27) une distance (d) essentiellement constante qui est choisie de telle sorte que l'antenne transpondeur (29) peut transmettre à l'antenne émettrice (27) un signal d'état de la réglette de commutation (31).


     
    2. Dispositif de protection selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'antenne émettrice (27) s'étend sur toute la course de coulissement de la coiffe (9) le long du profilé de guidage (55).
     
    3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    la réglette de commutation (31) s'étend sur toute la largeur de l'arête transversale de la coiffe (57).
     
    4. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la coiffe (9) présente des profilés de poutre porteuse (53).
     
    5. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la distance d) entre l'antenne émettrice (27) et l'antenne transpondeur (29) est choisie de telle sorte que l'antenne émettrice (27) peut transmettre sans fil à l'antenne transpondeur (29) de l'énergie sous forme de rayonnement électromagnétique.
     
    6. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de protection (51) fait partie d'une fosse de montage et de réparation (1) préfabriquée.
     
    7. Dispositif de protection selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le commutateur (25) est raccordé à une commande de fosse (33).
     
    8. Fosse de montage et de réparation (1) présentant un dispositif de protection (51) selon l'une des revendications 1 à 7.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente