[0001] Die Erfindung betrifft einen Sichter gemäß Patentanspruch 1.
[0002] Windsichten stellt sich als ein Verfahren zur Trennung staubförmiger, körniger oder
fasriger Güter dar, wobei das Trennen nach der Sinkgeschwindigkeit unter dem Einfluß
von Kornform, Korngröße und Dichte erfolgt.
[0003] Ein Qualitätskriterium eines Windsichters ist die Trennwirkung, wobei nach Möglichkeit
alle Teilchen, die größer als die Trenngrenze sind, ins Grobgut und kleinere Teilchen
ins Feingut befördert werden.
[0004] Für Windsichter kommen sogenannte Sichterräder aus z.B. Stahl oder Keramik zum Einsatz,
wobei auch die Möglichkeit besteht, mehrere Sichterräder in einem Gerät anzuordnen,
um eine Steigerung der Leistungsfähigkeit zu erreichen.
[0005] Durch den Einsatz von Sichterrädern aus Al
2O
3 oder SiC in Verbindung mit einer entsprechenden Auskleidung eines Sichters kann erreicht
werden, daß eisenabriebfreie Pulver zur Verfügung stehen. Üblicherweise zur Anwendung
kommende Sichterräder weisen eine im wesentlichen Zylinderform auf mit einer Boden-
und einer Deckplatte, wobei im Regelfall in oder an der Bodenplatte eine Aufnahme
für einen motorischen Antrieb, insbesondere für eine Antriebswelle vorgesehen ist,
so z.B. aus der Dokument
US-A-5 377 843.
[0006] Zwischen den über Abstandshalter voneinander distanzierten Platten befindet sich
eine Vielzahl von Förderschaufeln, welche für die notwendige Gutströmung in Verbindung
mit dem vorerwähnten Antrieb sorgen. Die mit dem aufgegebenen Gut in Verbindung kommenden
Schaufeln müssen insbesondere bei hohen Drehzahlen außerordentlich beständig und abriebfest
sein, um eine technologisch sinnvolle Standzeit des jeweiligen Sichterrads zu erreichen.
[0007] Bezüglich der Verwendung eines Sichterrads innerhalb eines Sichterkopfs mit Strömungskammer
sei auf die multifunktionale Vorrichtung zum Mahlen, Sichten, Mischen und/oder Desagglomerieren
gemäß
DE 100 45 160 A1 aufmerksam gemacht. Auch bei der dortigen Vorrichtung findet ein Sichterrad Anwendung,
welches eine Vielzahl radial orientierter Schaufeln zwischen zwei gegenüberliegenden
kreisförmigen Flächen aufweist. Der vorbekannte Sichter besteht aus einem Sichtergehäuse
mit einem Spiralaustritt für Feingut und weist eine durch eine Tür verschließbare
Öffnung auf, wobei das Sichterrad einstellbar drehbar an der Tür gelagert ist und
die Tür außenseitig mit einem elektromotorischen Antrieb in Verbindung steht. Auf
diese Weise ist gewährleistet, daß nur das Sichterrad selbst mit dem zu sichtenden
Gut in Kontakt kommt und Beschädigungen der Achse oder der Aufnahme für das Sichterrad
weitgehend ausgeschlossen werden können.
[0008] Es hat sich jedoch gezeigt, daß bekannte Sichterräder hinsichtlich der Trennschärfe,
der Feingutausbeute und der Standzeiten noch nicht allen Anforderungen bei verschiedenen
Applikationen genügen. Insbesondere tritt bei üblichen Sichterrädern insbesondere
am Feingutaustritt ein sehr hoher, kaum vermeidbarer Verschleiß auf, mit der Folge,
daß ein mehr oder weniger häufiges Wechseln des Sichterrads und damit eine Produktionsunterbrechung
notwendig wird.
[0009] Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, einen Sichter anzugeben,
welcher einen höheren Wirkungsgrad besitzt und der einen störungsfreien Betrieb ermöglicht.
[0010] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Sichter nach Anspruch 1, wobei
die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen umfassen.
[0011] Bei einem vorgeschlagenen Sichterrad wird von einem an sich bekannten, im wesentlichen
zylindrischen Körper ausgegangen, wobei der zylindrische Körper einen konzentrischen
Kern oder Zapfen zur Aufnahme einer Antriebswelle, bevorzugt für einen motorischen
Antrieb aufweist und eine Vielzahl über den Zylinderumfang verteilte Strömungsöffnungen
sowie einen Feingutaustritt besitzt.
[0012] Der zylindrische Körper besteht aus einem monolithischen Block, wobei die Zylindermantelstärke
im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich größer gewählt ist. Die Zylindermantelstärke
liegt im Bereich des 0,1- bis 0,4-, bevorzugt 0,125- bis 0,3-fachen des Zylinderaußendurchmessers.
[0013] Zwischen den, z.B. durch Fräsen eingebrachten Strömungsöffnungen verbleiben signifikante
Stege im Zylindermantel, so daß für eine ausreichende Festigkeit gegenüber Verschleiß
Sorge getragen wird. Die Strömungsöffnungen sind als in Zylinderlängsachsenrichtung
verlaufende Schlitze und/oder eine Vielzahl radial orientierter Bohrungen ausgebildet.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Sichterrades ist die Breite der Schlitze
kleiner als die Breite der verbleibenden Stege vorgegeben.
[0015] Die Schlitze erstrecken sich, gegebenenfalls unterbrochen durch einen Abstützring,
über die Länge des nahezu gesamten Zylinders.
[0016] Im Falle der Ausbildung der Strömungsöffnungen als Bohrungen sind bei einer Ausführungsvariante
die Bohrungslängsachsen jeweils zur Längsachse des Zylinders hin gerichtet.
[0017] Alternativ besteht die Möglichkeit, die Bohrungslängsachsen unter einem Winkel schräg
verlaufend anzuordnen, wobei sich die gedachten verlängerten Bohrungslängsachsen außerhalb
der Zylinderlängsachse schneiden.
[0018] Die Schräganordnung oder Schrägorientierung der Bohrungen verläuft bevorzugt in Drehrichtung
des Sichterrads.
[0019] Bezogen auf ein kartesisches Koordinatensystem mit Ursprung auf der Zylinderlängsachse
liegt der Schrägstellungswinkel der Bohrungen im Bereich zwischen 30° und 60°, bevorzugt
zwischen 40° und 50°.
[0020] Die jeweiligen Bohrungen in Umfangsrichtung benachbarter Bohrungsreihen sind ausgestaltend
versetzt angeordnet.
[0021] Am antriebsseitigen Ende weist der zylindrische Körper eine Fase auf, welche üblicherweise
schräg verlaufend oder als Kreisbogenabschnitt ausgeführt sein kann.
[0022] Der zylindrische Körper besteht in einer bevorzugten Ausführungsform aus Kunststoff,
insbesondere einem Hartpolymer.
[0023] Weiterhin umfaßt der zylindrische Körper einen Metallkerneinsatz, welcher wiederum
der Aufnahme einer Antriebswelle dient.
[0024] Selbstverständlich kann das Sichterrad auch aus einem metallischen oder keramischen
Werkstoff gefertigt werden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
[0025] Mit Einsatz des beschriebenen Sichterrads hat es sich gezeigt, daß durch die Vielzahl
von Strömungsöffnungen, insbesondere Bohrungen, sich die strömende Luft bzw. das Produkt-Luft-Gemisch
sehr gleichmäßig über den vollen Flächenumfang des Rades verteilt. Hierdurch resultiert
eine sehr gleichmäßige und insgesamt geringe Belastung des Rades, d.h. der Radoberfläche,
wobei in der Quintessenz sich längere Standzeiten ergeben.
[0026] Durch die Anordnung von Bohrungen im monolithischen Körper in einem Flächenverhältnis
Bohrung zu verbleibenden Stegen von im wesentlichen etwa 1:1 ergeben sich höhere Festigkeiten
des Laufrads, wodurch höhere Umfangsgeschwindigkeiten von ≥ 60 m/sec möglich werden,
d.h. es können noch feinere Fertiggüter bei Anwendung des Sichterrads in einem Windsichter
erzielt werden.
[0027] Insgesamt führt die Nutzung des vorgestellten Sichterrads zu einer besseren Trennschärfe,
einer höheren Feingutausbeute, wodurch wiederum feingutarmes Grobgut zur Verfügung
steht.
[0028] Die Erfindung betrifft im Wesentlichen einen Sichter mit einem Sichterrad zur Trennung
staubförmiger, fasriger oder körniger Güter nach der Sinkgeschwindigkeit unter dem
Einfluß von Kornform, Korngröße und Dichte, wobei das Sichterrad aus einem im Wesentlichen
zylindrischen Körper mit einem konzentrischen Kern oder Zapfen zur Aufnahme einer
Antriebswelle besteht und eine Vielzahl über den Zylinderumfang verteilte Strömungsöffnungen
sowie einen Feingutaustritt aufweist.
[0029] Erfindungsgemäß ist das Sichterrad im Sichtraum nicht-zentrisch derart angeordnet,
daß sich der Strömungsquerschnitt von der Materialaufgabeseite in Richtung Feingutaustritt
verringert.
[0030] Zurückgehend auf eine Erkenntnis der Anmelderin hat sich herausgestellt, daß bei
einer zentrischen Anordnung die Verteilung der Luftströmung in der Umgebung des Sichterrads
sehr inhomogen ist. Dies ist dadurch begründet, daß beim Umströmen des Sichterrads
stetig Gas bzw. Luft aus der umlaufenden Strömung entnommen wird. Da bei bekannten
Sichtern der Strömungsquerschnitt um das Rad konstant ist, verändert sich aufgrund
der verringerten Strömungsmenge die Strömungsgeschwindigkeit.
Wird der Strömungsquerschnitt von der Materialaufgabeseite in Richtung Feingutaustritt
verringert, wird eine konstante Strömungsgeschwindigkeit erreicht. Hierdurch werden
um nahezu den gesamten Radumfang konstante Konditionen und somit eine einheitliche
Ausbringung der Feingutanteile erzielt. Aus der gleichbleibenden Umströmungsgeschwindigkeit
resultiert eine konstante Fliehkraft der Teilchen, was zur Folge hat, daß die Grobanteile
einen gleichbleibenden Abstand zum Sichterrad einnehmen. Dadurch geraten diese Grobanteile
nicht mehr in Kontakt mit dem Sichterrad und können dort keinen Verschleiß verursachen.
[0031] Weiterhin ist erfindungsgemäß das Anordnen der Ansaugstelle tangential zum Sichtraum,
und zwar insbesondere mit der vorbeschriebenen nichtzentrischen Anordnung des Sichterrads.
Diese technische Lösung gewährleistet, daß ein erhöhter Verschleiß bzw. die Zerstörung
des Rades durch direkten Beschuß von Sichtgut, Mahlkugeln oder Fremdteile ausgeschlossen
ist. Die eintretenden gröberen Partikel bzw. Fremdteile werden an der Innenseite des
Sichters abgebremst. Derartig in der Geschwindigkeit verlangsamte Teilchen verursachen
aufgrund ihrer geringeren kinetischen Energie nur einen geringen Verschleiß in der
Grobgutzone.
[0032] Die erfindungsgemäße Weiterentwicklung des Sichters schafft demnach eine homogene
Strömungsverteilung rund um das Sichterrad, sichert einen höheren Wirkungsgrad, führt
zu einem geringeren Verschleißt, wobei insbesondere Mahlkugeln oder sehr grobes Gut
im Sichter nicht zu Störungen führen.
[0033] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert werden.
[0034] Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Darstellung eines Sichterrads mit Längsschlitzen im Teilquerschnitt sowie Teillängsschnitt;
- Fig. 2
- eine Darstellung ähnlich der Fig. 1, jedoch mit einem Sichterrad mit innerem Verstärkungsring;
- Fig. 3
- eine Darstellung eines Loch-Sichterrads im Teilquerschnitt sowie Teillängsschnitt
und
- Fig. 4
- eine Darstellung eines Sichters mit exzentrisch angeordnetem Sichterrad im Sichtraum.
[0035] Die in den Ausführungsbeispielen gezeigten Sichterräder besitzen eine im wesentlichen
zylindrische Form mit einem Bodenbereich, welcher flanschartig ausgeführt ist und
der bezogen auf die Zylinderlängsachse 2 einen Stahlkerneinsatz 3 zur Aufnahme einer
nicht gezeigten Antriebswelle aufweist.
[0036] Am dem Bodenbereich gegenüberliegenden Ende des zylindrischen Sichterrads weist dieses
einen Öffnungsabschnitt 4 auf, welcher dem Feingutaustritt dient.
[0037] Aus den Darstellungen insbesondere nach den Fig. 1 bis 4 wird deutlich, daß abweichend
zu anderem bekannten Stand der Technik die Stärke oder Dicke des Zylindermantels sehr
groß gewählt wird und beispielsweise im Bereich bis 0,1- bis 0,4-, bevorzugt 0,125-
bis 0,3-fachen des Zylinderaußendurchmessers liegt.
[0038] In den Zylindermantel 5 sind, wie aus den Figuren ersichtlich, Strömungsöffnungen
eingebracht.
[0039] Gemäß den Fig. 1 und 2 sind die Strömungsöffnungen in Form von Schlitzen 6 realisiert.
Zwischen den jeweils benachbarten Schlitzen verbleiben Stege 7, deren Stegbreite größer
als die Schlitzbreite im gezeigten Ausführungsbeispiel ist.
[0040] Die Schlitze sind bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 durch einen Abstützring
8 unterbrochen, so daß sich die notwendige Gesamtstabilität des Sichterrads auch bei
größeren Längsabmessungen ergibt.
[0041] Die Schlitze 6 erstrecken sich bevorzugt über die gesamte Länge des zylindrischen
Körpers mit Ausnahme des Bodenbereichs 1.
[0042] Die bevorzugte Drehrichtung des Sichterrads ist im jeweiligen linken Teil der Fig.
1 bis 3 durch eine Pfeildarstellung symbolisiert.
[0043] Wie in der Fig. 1 erkennbar, besteht die Möglichkeit, die Schlitze 6 auch schräg
verlaufend auszuführen. Dies bedeutet, daß im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig.
1 sich die gedachten Längsachsen der Schlitze 6 nicht auf der Zylinderachse 2 treffen
bzw. dort schneiden.
Bezüglich eines gedachten Koordinatensystems, welches seinen Ursprung auf der Zylinderlängsachse
2 hat, sind die Schlitze 6 gemäß Darstellung nach Fig. 1 um einen Winkel von beispielsweise
45° verlaufend orientiert.
[0044] Bei der Ausführungsform gemäß der zeichnerischen Darstellung nach Fig. 3 wird von
einem Loch-Sichterrad ausgegangen, welches ebenfalls einen Bodenbereich 1, eine Zylinderlängsachse
2, einen Stahlkerneinsatz 3 sowie einen Öffnungsabschnitt 4 aufweist.
[0045] Auch bei dieser Ausführungsform weist der Zylindermantel 5 eine relativ große Dicke
bzw. Wandstärke auf.
[0046] In den Zylindermantel 5 sind in Abwandlung zum ersten Ausführungsbeispiel lochartige
Bohrungen 9 eingebracht.
[0047] Die Längsachsen der Bohrungen 9 können jeweils zur Längsachse des Zylinders hin gerichtet
sein (nicht dargestellt) oder aber unter einem vorgegebenen Winkel (siehe Fig. 3,
linker Bildteil) verlaufen.
[0048] Demnach sind die Bohrungslängsachsen der Bohrungen 9 unter einem Winkel schräg verlaufend
angeordnet, wobei sich die gedachten verlängerten Bohrungslängsachsen außerhalb der
Zylinderlängsachse 2 schneiden.
[0049] Die Schrägorientierung der Bohrungen 9 verläuft bevorzugt in Drehrichtung des Sichterrads
(siehe Pfeildarstellung).
[0050] Bezogen auf ein kartesisches Koordinatensystem mit Ursprung auf der Zylinderlängsachse
2 liegt der Schrägstellungswinkel der Bohrungen 9 im Bereich zwischen 30° und 60°,
bevorzugt zwischen 40° und 50°.
[0051] Die jeweiligen Bohrungen 9 in Umfangsrichtung benachbarter Bohrungsreihen besitzen
eine versetzte Anordnung, wie dies aus der Fig. 3, rechter Bildteil deutlich wird.
[0052] Am antriebsseitigen Ende weisen die zylindrischen Körper gemäß den Ausführungsbeispielen
eine Fase 10 auf.
[0053] Im Vergleich zu Standard-Sichterrädern tritt bei den erfindungsgemäßen Ausführungsformen,
insbesondere bei derjenigen mit einer Vielzahl von Löchern oder Bohrungen ein geringerer
und umfangsseitig gleichmäßiger Verschleiß auf, so daß sich größere Standzeiten ergeben.
[0054] Die Sichterräder können aus zerspanbaren Stählen sowie Keramiken wie Al
2O
3, Zirkonoxide, SiC oder Ähnliches, aber auch aus Polyurethanen oder Kunststoffen gefertigt
werden.
[0055] Die Geometrien der Bohrungen respektive der Schlitze im Rad sind im Bereich der Erfindungslehre
frei wählbar und lassen sich entsprechend der gewählten Materialarten des Rades durch
spanabhebende Verfahren realisieren.
[0056] Versuche mit Kaolin unter Anwendung der Windsichter mit erfindungsgemäßem Sichterrad
bei gleicher Sichterrad-Drehzahl haben gezeigt, daß die maximale Feingutfeinheit bei
einem erfindungsgemäßen Lochrad D 95%, 5,7 µm beträgt. Die Feingutfeinheit bei einem
Standard-Rad hingegen beträgt 8,0 µm.
[0057] Der Fehlkornanteil bei einem Standard-Rad liegt im Bereich zwischen 33% und 34%;
bei einem erfindungsgemäßen Lochrad hingegen nur im Bereich zwischen 30% und 32%.
Trotz deutlich feinerer Trennung ergibt sich bei der Nutzung der Erfindungslehre ein
besserer Fehlkornanteil.
[0058] Bei weiteren Versuchen mit Sand wurde eine deutlich bessere Trennschärfe und somit
Feingutausbeute nachgewiesen. Der Fehlkornanteil lag hier bei einem Standard-Rad im
Bereich zwischen 15% und 16%, beim erfindungsgemäßen Lochrad bei ca. 5%.
[0059] Der erfindungsgemäße Sichter gemäß der Darstellung nach Fig. 4 ist so ausgebildet,
daß das Sichterrad 80 nicht zentrisch im Sichtraum 90 angeordnet wird.
[0060] Diese Anordnung erfolgt derart, daß sich der Strömungsquerschnitt von der Seite 100,
d.h. der Materialaufgabeseite, zur Seite 110, d.h. in Richtung Feingutaustritt verringert.
Durch diese Verringerung des Strömungsquerschnitts von 100 in Richtung 110 wird eine
konstante Strömungsgeschwindigkeit erreicht. Dies führt dazu, daß um den gesamten
Umfang des Sichterrads 80 sich konstante Konditionen und eine einheitliche Ausbringung
der Feingutanteile einstellen. Aus der gleichbleibenden Umströmungsgeschwindigkeit
resultiert eine konstante Fliehkraft der Teilchen (Punktdarstellungen in der Fig.
4), was zur Folge hat, daß die Grobanteile einen gleichbleibenden Abstand zum Sichterrad
80 einnehmen. Diese Grobanteile gelangen dann nicht mehr in Kontakt mit dem Sichterrad
80 und können keinen Verschleiß verursachen.
[0061] Die Ansaugstelle 120 ist bezogen auf den Sichtraum 90 tangential verlaufend orientiert.
Diese Maßnahme gewährleistet, daß ein erhöhter Verschleiß bzw. die Zerstörung des
Sichterrads 80 durch direkten Beschuß von Sichtgut, Mahlkugeln oder Fremdteile ausgeschlossen
ist. Die eintretenden gröberen Partikel 130 werden an der Innenseite des Sichtraums
90 abgebremst, so daß deren kinetische Energie in sinnvoller Weise reduziert ist.
In der Fig. 4 ist der Feingutaustritt mit dem Bezugszeichen 140 und der Grobgutaustritt
mit dem Bezugszeichen 150 versehen.
Bezugszeichenaufstellung
[0062]
- 1
- Bodenbereich
- 2
- Zylinderlängsachse
- 3
- Stahlkerneinsatz
- 4
- Öffnungsabschnitt
- 5
- Zylindermantel
- 6
- Schlitz
- 7
- Steg
- 8
- Abstützring
- 9
- Bohrung
- 10
- Fase
- 80
- Sichterrad
- 90
- Sichtraum
- 100
- Materialaufgabeseite
- 110
- Richtung Feingutaustritt
- 120
- Ansaugstelle
- 130
- Partikel
- 140
- Feingutaustritt
- 150
- Grobgutaustritt
1. Sichter mit einem Sichterrad zur Trennung staubförmiger, fasriger oder körniger Güter
nach der Sinkgeschwindigkeit unter dem Einfluß von Kornform, Korngröße und Dichte,
das Sichterrad bestehend aus einem im Wesentlichen zylindrischen Körper (5) mit einem
konzentrischen Kern oder Zapfen zur Aufnahme einer Antriebswelle, einer Vielzahl über
den Zylinderumfang verteilten Strömungsöffnungen sowie einem Feingutaustritt (140),
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sichterrad im Sichtraum (90) nicht-zentrisch derart angeordnet ist, daß sich der
Strömungsquerschnitt von der Materialaufgabeseite in Richtung Feingutaustritt (110)
verringert.
2. Sichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zylindrische Körper des Sichterrads aus einem monolithischen Block besteht, wobei
die Zylindermantelwandstärke im Bereich des 0,1- bis 0,4-, bevorzugt 0,125- bis 0,3-fachen
des Zylinderaußendurchmessers liegt, zwischen den Strömungsöffnungen Stege (7) im
Zylindermantel verbleiben und die Strömungsöffnungen als in Zylinderlängsrichtung
verlaufende Schlitze (6) und/oder eine Vielzahl radial orientierter Bohrungen ausgebildet
sind.
3. Sichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite der Schlitze kleiner als die Breite der verbleibenden Stege ist.
4. Sichter nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schlitze, gegebenenfalls unterbrochen durch einen Abstützring (8), über die Länge
des Zylinders sich erstreckend angeordnet sind.
5. Sichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Längsachsen der Bohrungen (9) jeweils zur Längsachse des Zylinders hin gerichtet
sind.
6. Sichter nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bohrungslängsachsen unter einem Winkel schräg verlaufend angeordnet sind, wobei
sich die gedachten verlängerten Bohrungslängsachsen außerhalb der Zylinderlängsachse
schneiden.
7. Sichter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schrägorientierung der Bohrungen in Drehrichtung des Rades verläuft.
8. Sichter nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
bezogen auf ein kartesisches Koordinatensystem mit Ursprung auf der Zylinderlängsachse
der Schrägstellungswinkel im Bereich zwischen 30° und 60°, bevorzugt zwischen 40°
und 50° liegt.
9. Sichter nach Anspruch 2, 5, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweiligen Bohrungen in Umfangsrichtung benachbarter Bohrungsreihen versetzt zueinander
angeordnet sind.
10. Sichter nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
am antriebsseitigen Ende der zylindrische Körper eine umlaufende Fase (10) aufweist.
11. Sichter nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zylindrische Körper aus einem Kunststoff, insbesondere Hartpolymermaterial besteht.
12. Sichter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
der zylindrische Körper einen Metallkerneinsatz umfaßt.
13. Sichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ansaugstelle tangential zum Sichtraum verlaufend orientiert ist.
1. Separator having a separator wheel for separating dust-like, fibrous or granular materials
according to sinking speed under the influence of grain shape, grain size and density,
the separator wheel being comprised of an essentially cylindrical body (5) having
a concentric core or pin for receiving a drive shaft, a plurality of flow openings
distributed across the cylinder's circumference, as well as a fine material outlet
(140),
characterized in that
the separator wheel is disposed within the separating chamber (90) to be non-centric
such that the flow cross-section reduces from the material feeding side toward the
fine material outlet (110).
2. Separator according to claim 1,
characterized in that
the cylindrical body of the separator wheel is comprised of a monolithic block, wherein
the cylinder wall thickness is in the range of 0.1 to 0.4, preferably 0.125 to 0.3
times the cylinder's outer diameter, webs (7) remain between the flow openings in
the cylinder envelope, and the flow openings are formed as slots (6) running in the
cylinder's longitudinal direction and/or as a plurality of radially oriented bores.
3. Separator according to claim 2,
characterized in that
the width of the slots is less than the width of the remaining webs.
4. Separator according to claim 2 or 3,
characterized in that
the slots are arranged, where appropriate, interrupted by a support ring (8), to extend
over the length of the cylinder.
5. Separator according to claim 2,
characterized in that
the longitudinal axes of the bores (9) are each directed toward the longitudinal axis
of the cylinder.
6. Separator according to claim 5,
characterized in that
the bores' longitudinal axes are arranged to be obliquely extending by an angle, wherein
the imaginary prolonged bores' longitudinal axes intersect outside the cylinder's
longitudinal axis.
7. Separator according to claim 6,
characterized in that
the oblique orientation of the bores extends in the rotation direction of the wheel.
8. Separator according to claim 6 or 7,
characterized in that,
with respect to a Cartesian coordinate system having the origin on the cylinder's
longitudinal axis, the tilt angle is in the range between 30° and 60°, preferably
between 40° and 50°.
9. Separator according to claim 2, 5, 6 or 7,
characterized in that
the respective bores are arranged to be staggered from one another in the circumferential
direction of adjacent bore rows.
10. Separator according to any one of claims 2 to 9,
characterized in that
the drive-side end of the cylindrical body exhibits a surrounding chamfer (10).
11. Separator according to any one of claims 2 to 10,
characterized in that
the cylindrical body is formed of a plastic, in particular a hard polymer material.
12. Separator according to claim 11,
characterized in that
the cylindrical body comprises a metal core insert.
13. Separator according to claim 1,
characterized in that
the intake position is oriented to be tangentially extending to the separating chamber.
1. Séparateur avec une roue de séparation pour la séparation de produits pulvérulents,
fibreux ou granuleux d'après la vitesse de chute sous l'influence de la forme, de
la taille et de la densité des granulés, la roue de séparation étant constituée d'un
corps sensiblement cylindrique (5) avec un noyau ou un tenon concentrique pour la
réception d'un arbre d'entraînement, une pluralité d'ouvertures d'écoulement réparties
sur la périphérie du cylindre, ainsi qu'une sortie de matières fines (140),
caractérisé en ce que
la roue de séparation est agencée dans la chambre de séparation (90) de manière non
centrée, de telle façon que la section d'écoulement diminue depuis le côté de distribution
des matières en direction de la sortie des matières fines (110).
2. Séparateur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le corps cylindrique de la roue de séparation est constitué d'un bloc monolithique,
dans lequel l'épaisseur de paroi de l'enveloppe du cylindre est dans la plage de 0,1
à 0,4 fois et de préférence 0,125 à 0,3 fois le diamètre extérieur du cylindre, des
barrettes (7) demeurent dans l'enveloppe de cylindre entre les ouvertures d'écoulement,
et les ouvertures d'écoulement sont réalisées sous forme de fentes (6) s'étendant
dans la direction longitudinale du cylindre et/ou d'une pluralité de perçages orientés
radialement.
3. Séparateur selon la revendication 2,
caractérisé en ce que la largeur des fentes est plus petite que la largeur des barrettes restantes.
4. Séparateur selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que les fentes, interrompues le cas échéant par une bague de soutien (8), sont agencées
de manière à s'étendre sur la longueur du cylindre.
5. Séparateur selon la revendication 2,
caractérisé en ce que les axes longitudinaux des perçages (9) sont dirigés respectivement vers l'axe longitudinal
du cylindre.
6. Séparateur selon la revendication 5,
caractérisé en ce que les axes des perçages sont agencés de manière à s'étendre en oblique sous un angle,
de sorte que les prolongements imaginaires des axes longitudinaux des perçages se
recoupent à l'extérieur de l'axe longitudinal du cylindre.
7. Séparateur selon la revendication 6,
caractérisé en ce que l'orientation en oblique des perçages s'étend dans le sens de rotation de la roue.
8. Séparateur selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que, par référence à un système de coordonnées cartésien ayant son origine sur l'axe
longitudinal du cylindre, l'angle de positionnement oblique est dans la plage entre
30° et 60°, de préférence entre 40° et 50°.
9. Séparateur selon la revendication 2, 5, 6 ou 7,
caractérisé en ce que les perçages respectifs dans des rangées de perçages voisines en direction périphérique
sont agencés de façon décalée les uns par rapport aux autres.
10. Séparateur selon l'une des revendications 2 à 9,
caractérisé en ce que le corps cylindrique composte, à l'extrémité côté entraînement, un chanfrein périphérique
(10).
11. Séparateur selon l'une des revendications 2 à 10,
caractérisé en ce que le corps cylindrique est en matière plastique, en particulier en matériau à base
de polymère dur.
12. Séparateur selon la revendication 11,
caractérisé en ce que le corps cylindrique inclut un insert central métallique.
13. Séparateur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que replacement d'aspiration est orienté de manière à s'étendre tangentiellement par
rapport à la chambre de séparation.