Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Vom Markt und beispielsweise von der
WO 2004/063559 A1 her bekannt sind Kraftstoffsysteme für Brennkraftmaschinen, die u.a. eine Kraftstoff-Hochdruckpumpe
aufweisen, mittels welcher eine jeweils benötigte Kraftstoffmenge in einen Kraftstoffspeicher
bzw. Kraftstoffverteiler unter einem jeweils gewünschten Druck gefördert werden kann.
Beispielsweise sind solche Kraftstoff-Hochdruckpumpen als Kolbenpumpen ausgeführt.
Hierbei wird durch einen radial auf einer Nocken- oder Ausgleichswelle sitzenden Kolben
eine Rotationsbewegung in eine Hubbewegung gewandelt. Durch den Hub des Kolbens kann
der Kraftstoff in einem Arbeitsraum der Kolbenpumpe komprimiert und auf eine Hochdruckseite
der Kolbenpumpe bzw. des Kraftstoffsystems gefördert werden. Häufig sind wesentliche
Elemente solcher Kolbenpumpen in massiver Ausführung unter Verwendung von spanenden
und/oder schmiedenden Prozessen hergestellt, wobei ein entsprechend großer Materialeinsatz
erforderlich ist und die Kolbenpumpe insgesamt ein vergleichsweise hohes Gewicht aufweist.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Das der Erfindung zugrunde liegende Problem wird durch eine Kolbenpumpe nach Anspruch
1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in Unteransprüchen angegeben. Für die
Erfindung wichtige Merkmale finden sich ferner in der nachfolgenden Beschreibung und
in den Zeichnungen, wobei die Merkmale sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen
Kombinationen für die Erfindung wichtig sein können, wie in den beigefügten Ansprüchen
definiert, ohne dass hierauf nochmals explizit hingewiesen wird.
[0004] Die Erfindung weist den Vorteil auf, dass ein Gewicht einer als Kolbenpumpe ausgeführten
Kraftstoff-Hochdruckpumpe reduziert sowie Materialkosten und Herstellkosten gesenkt
werden können. Insbesondere kann eine Materialmenge in solchen Bereichen der Kolbenpumpe
reduziert werden, welche für die Funktion der Kolbenpumpe wenig von Bedeutung und
für die Festigkeit wenig kritisch sind. Massiv ausgeführte Elemente der Kolbenpumpe,
beispielsweise ein innerer Gehäusekern, werden vorzugsweise (nur) in einem Hochdruckbereich
der Kolbenpumpe verwendet. Entsprechend können in einem Niederdruckbereich der Kolbenpumpe
vergleichsweise dünnwandige Elemente verwendet werden. Zugleich können sich dadurch
funktionale Vorteile im Betrieb der Kolbenpumpe ergeben. Ebenso kann die Anzahl von
Elementen der Kolbenpumpe reduziert werden, wobei ein Befestigungsflansch und ein
Deckel der Kolbenpumpe in einen äußeren Gehäusemantel integriert werden. Dies kann
vorzugsweise einstückig erfolgen.
[0005] Weiterhin weist die erfindungsgemäße Kolbenpumpe vergleichsweise große Raumabschnitte
auf, welche im Betrieb mit Kraftstoff gefüllt sind. Dadurch wird es ermöglicht, dass
Elemente bzw. Fluidbereiche innerhalb der Kolbenpumpe miteinander besser hydraulisch
verbunden sein können. Beispielsweise betrifft dies einen so genannten "Dämpferraum"
und einen "Stufenraum" der Kolbenpumpe sowie eine hydraulische Verbindung zu einem
Mengensteuerventil. Dabei können sich geringere Saugverluste der Kolbenpumpe sowie
eine bessere Befüllung eines Arbeitsraums der Kolbenpumpe ergeben. Dadurch kann eine
Dampfbildung innerhalb der Kolbenpumpe vermindert werden, wodurch sich eine geringere
Gefahr von Kolbenfressern ergeben kann. Gegebenenfalls kann ein Vordruck der erfindungsgemäßen
Kolbenpumpe abgesenkt werden. Weiterhin umschließt die Kolbenpumpe bzw. der äußere
Gehäusemantel ein vergleichsweise großes Kraftstoffvolumen, wodurch hydraulische Pulsationen
in dem Niederdruckbereich der Kolbenpumpe besser gedämpft werden können.
[0006] Weiterhin wird im Betrieb eine im Wesentlichen gleichmäßige und schnelle Erwärmung
eines Kolbens und einer Zylinderbuchse der Kolbenpumpe ermöglicht, weil die Zylinderbuchse
vergleichsweise wenige bzw. kleinflächige Verbindungsabschnitte zu übrigen Elementen
der Kolbenpumpe aufweist. Dadurch wird ebenfalls eine verminderte Neigung zu Kolbenfressern
erreicht. Weiterhin kann die erfindungsgemäße Kolbenpumpe mit einem geringeren Aufwand
an spanender Bearbeitung hergestellt werden. Elemente der Kolbenpumpe - insbesondere
in dem Niederdruckbereich - können als vergleichsweise einfach hergestellte Drehteile
oder als Blech-Tiefziehteile ausgeführt werden. Dies ist erfindungsgemäß ebenfalls
für einen so genannten "Kundenanschluss" möglich, mittels dessen die Kolbenpumpe beispielsweise
in eine Anbaustruktur einer Brennkraftmaschine montiert werden kann.
[0007] Die Erfindung betrifft eine Kolbenpumpe, insbesondere Hochdruckpumpe für ein Kraftstoffsystem
für eine Brennkraftmaschine, mit einem inneren Gehäusekern, an dem eine Zylinderbuchse
befestigt ist (was einschließt, dass der innere Gehäusekern die Zylinderbuchse bildet),
und mit einem äußeren Gehäusemantel, welcher mindestens abschnittsweise den inneren
Gehäusekern von radial außen umhüllt. Erfindungsgemäß bildet mindestens ein radial
abragender Randabschnitt des äußeren Gehäusemantels mindestens einen Teil eines Befestigungsflansches,
mit dem die Kolbenpumpe an einer Anbaustruktur befestigt werden kann. Auf diese Weise
sind der äußere Gehäusemantel sowie mindestens ein Teil des Befestigungsflansches
als gemeinsames Teil ausgeführt. Dadurch können die Anzahl der Elemente der Kolbenpumpe
gesenkt, die Herstellung vereinfacht und Kosten vermindert werden. Weiterhin kann
eine Rohmaterialmenge reduziert werden. Beispielsweise kann der innere Gehäusekern
aus einem Rohling hergestellt werden, welcher nur etwa ein Viertel der Materialmenge
eines vergleichbaren herkömmlichen Elements erfordert.
[0008] In einer Ausgestaltung der Kolbenpumpe ist vorgesehen, dass der radial abragende
Randabschnitt ein separates Teil und mit einem Mantelabschnitt des Gehäusemantels
verpresst und/oder verschweißt ist. Dadurch wird es ermöglicht, den radial abragenden
Randabschnitt, hier also den Befestigungsflansch, und den äußeren Gehäusemantel aus
verschiedenen Werkstoffen und/oder mit verschiedenen Materialstärken auszuführen,
so dass beide Elemente jeweils für sich optimiert sein können. Insbesondere ist es
dadurch möglich, die Steifigkeit des Befestigungsflansches zu erhöhen, wodurch die
Funktion der Kolbenpumpe verbessert wird. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der
Gehäusemantel einen Halterungsabschnitt aufweist, der radial innen eine Kolbendichtung
und/oder radial außen eine O-Ringdichtung und/oder axial außen eine Kolbenfeder haltert.
Dadurch kann der äußere Gehäusemantel auf einfache Weise für eine Befestigung weiterer
Elemente der Kolbenpumpe verwendet werden, so dass entsprechende separate Halterungen
entfallen können. Die den Kolben radial außen umschließende Kolbendichtung kann einen
Arbeitsraum der Kolbenpumpe nach außen abdichten. Die O-Ringdichtung ermöglicht es,
die Kolbenpumpe insgesamt gegen die Anbaustruktur bzw. eine Öffnung der Anbaustruktur,
in die die Kolbenpumpe eingesetzt ist, nach außen abzudichten. Die Kolbenfeder wirkt
einer Kraft einer an einem stirnseitigen Abschnitt des Kolbens angreifenden Nocke
entgegen. Dadurch wird die erfindungsgemäße Kolbenpumpe insgesamt vereinfacht und
verbilligt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Halterungsabschnitt ein separates
Teil und an einen Mantelabschnitt des Gehäusemantels axial oder radial angeschweißt
und/oder mit diesem axial oder radial verpresst ist. Beispielsweise wird es dadurch
ermöglicht, den Halterungsabschnitt mit einer anderen Materialstärke auszuführen.
Dadurch ist der Halterungsabschnitt spezifisch an seine jeweilige Funktion angepasst,
wodurch die Kolbenpumpe insgesamt verbessert und Gewicht sowie Material und schlussendlich
Kosten gespart werden.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung der Kolbenpumpe ist der äußere Gehäusemantel mindestens
bereichsweise mittels plastischer Verformung, insbesondere mittels Tiefziehen hergestellt.
Dadurch kann der Gehäusemantel besonders einfach und zugleich kostengünstig hergestellt
werden.
[0010] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass in mindestens einem Raumabschnitt zwischen dem
äußeren Gehäusemantel einerseits und dem inneren Gehäusekern andererseits mindestens
eine mit einem Niederdruckanschluss verbundene Fluidkammer ausgebildet ist. Dadurch
kann das innerhalb der Kolbenpumpe vorhandene Kraftstoffvolumen vergrößert werden,
wodurch sich eine verbesserte Pulsationsdämpfung in einem Niederdruckbereich der Kolbenpumpe
bzw. des Kraftstoffsystems ergeben kann.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung der Kolbenpumpe ist der innere Gehäusekern wenigstens
abschnittsweise im Wesentlichen zylinderförmig oder als Flachstab ausgeführt, wobei
eine Achse des Zylinders oder Flachstabs senkrecht zu einer Längsachse der Kolbenpumpe
angeordnet ist. Beispielsweise ist der innere Gehäusekern im Wesentlichen als massives
Bauteil ausgeführt, welches mittels spanender Nachbearbeitung in eine jeweils gewünschte
Form gebracht wird. Vorzugsweise sind an den Stirnseiten des Zylinders oder Flachstabs
ein Einlassventil und ein Auslassventil der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe angeordnet.
Weiterhin kann eine Zylinderbuchse der Kolbenpumpe in dem besagten Zylinder oder Flachstab
zumindest teilweise angeordnet sein. Dabei ist die Zylinderbuchse beispielsweise senkrecht
zu der Achse des Zylinders oder Flachstabs angeordnet. Durch die - vorzugsweise -
massive Ausführung des Zylinders oder Flachstabs ist dieser besonders gut für hohe
Kraftstoffdrücke geeignet. Die zylindrische Form an sich kann Vorteile für die Montage
des Einlassventils und des Auslassventils aufweisen.
[0012] In einer dazu alternativen Ausgestaltung der Kolbenpumpe ist der innere Gehäusekern
im Wesentlichen als zylindrische Scheibe ausgeführt, wobei eine Achse der zylindrischen
Scheibe parallel oder sogar koaxial zu einer Längsachse der Kolbenpumpe angeordnet
ist. Insbesondere wird dadurch ermöglicht, dass hydraulische Anschlüsse der Kolbenpumpe
in einem zu einer Längsachse der Kolbenpumpe definierten Winkel angeordnet sein können.
Dabei kann der Winkel konstruktiv vergleichsweise beliebig gewählt werden. Der derart
ausgebildete innere Gehäusekern kann besonders einfach und dauerhaft an radial inneren
Abschnitten des äußeren Gehäusemantels angeordnet bzw. mit diesen verbunden sein.
Dadurch kann die Robustheit der erfindungsgemäßen Kolbenpumpe verbessert werden.
[0013] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der innere Gehäusekern mittels spanender Bearbeitung
ausgeführt ist. Der innere Gehäusekern stellt sozusagen ein zentrales Element der
erfindungsgemäßen Kolbenpumpe dar. Mittels der spanenden Bearbeitung kann der innere
Gehäusekern daher spezifisch ausgebildet sein, wodurch die Verbindung zu übrigen Elementen
der Kolbenpumpe verbessert werden kann.
[0014] Die Herstellung der Kolbenpumpe kann verbilligt werden, wenn der innere Gehäusekern
mit einem Verfahren des Metall-Pulverspritzgießens (engl. MIM, "metal injection molding")
oder mittels Feinguss ausgeführt ist. Dadurch kann die Anzahl der Arbeitsschritte
zur Herstellung des inneren Gehäusekerns gesenkt werden, wodurch sich Kostenvorteile
ergeben können.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung der Kolbenpumpe ist ein Mantelabschnitt des äußeren
Gehäusemantels in einer Ebene senkrecht zu einer Längsachse der Kolbenpumpe im Wesentlichen
als radialsymmetrisches Vieleck ausgeführt. Dadurch weist der äußere Gehäusemantel
abschnittsweise plane Flächen aus, an welchen hydraulische Anschlüsse der Kolbenpumpe
besonders gut angeordnet sein können. Beispielsweise ist das Vieleck ein Sechseck.
[0016] Nachfolgend werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- ein vereinfachtes Schema für ein Kraftstoffsystem für eine Brennkraftmaschine;
- Figur 2
- einen teilweisen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform einer Kolbenpumpe für
das Kraftstoffsystem von Figur 1;
- Figur 3
- einen teilweisen Schnitt längs der Linie III-III von Figur 2;
- Figur 4
- eine Darstellung ähnlich zu Figur 2 einer zweiten Ausführungsform der Kolbenpumpe;
- Figur 5
- einen teilweisen Schnitt längs der Linie V-V von Figur 4;
- Figur 6
- eine Darstellung ähnlich zu Figur 2 einer dritten Ausführungsform der Kolbenpumpe;
- Figur 7
- einen teilweisen Schnitt längs der Linie VII-VII der Darstellung von Figur 6, wobei
ein Mengensteuerventil und ein Auslassstutzen allerdings in einem Winkel von 120°
angeordnet sind;
- Figur 8
- eine Seitenansicht eines äußeren Gehäusemantels der Kolbenpumpen der Figuren 2 bis
6 mit einem im Wesentlichen rund ausgeführten Mantelquerschnitt;
- Figur 9
- einen Schnitt längs einer Linie IX-IX von Figur 8;
- Figur 10
- eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des äußeren Gehäusemantels mit einem
im Wesentlichen sechseckig ausgeführten Mantelquerschnitt;
- Figur 11
- einen Schnitt längs einer Linie XI-XI von Figur 10;
- Figur 12
- einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform des äußeren Gehäusemantels mit
einem als Pratz ausgeführten Befestigungsflansch;
- Figur 13
- einen teilweisen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungsform der Kolbenpumpe; und
- Figur 14
- eine Darstellung ähnlich zu Figur 2 einer fünften Ausführungsform der Kolbenpumpe.
[0017] Es werden für funktionsäquivalente Elemente und Größen in allen Figuren auch bei
unterschiedlichen Ausführungsformen die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0018] Figur 1 zeigt ein Kraftstoffsystem 10 für eine weiter nicht dargestellte Brennkraftmaschine
in einer stark vereinfachten Darstellung. Aus einem Kraftstofftank 12 wird Kraftstoff
über eine Saugleitung 14 mittels einer Vorförderpumpe 16 über eine Niederdruckleitung
18 und über ein von einer elektromagnetischen Betätigungseinrichtung 20 ("Elektromagnet")
betätigbares Mengensteuerventil 22 einer Kraftstoff-Hochdruckpumpe - nachfolgend als
Kolbenpumpe 24 bezeichnet - zugeführt. Stromabwärts ist die Kolbenpumpe 24 über eine
Hochdruckleitung 26 an einen Hochdruckspeicher 28 ("Common Rail") angeschlossen.
[0019] Weiterhin sind eine Zylinderbuchse 32, ein in der Zylinderbuchse 32 angeordneter
Kolben 30 und ein von der Zylinderbuchse 32 umschlossener Arbeitsraum 25, sowie eine
an einem axialen Endabschnitt 38 des Kolbens 30 angreifende Nockenscheibe 40 in der
Figur 1 schematisch dargestellt. Sonstige Elemente, wie beispielsweise Ventile der
Kolbenpumpe 24, sind in der Figur 1 nicht gezeichnet. Die elektromagnetische Betätigungseinrichtung
20 wird durch eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung 42 angesteuert.
[0020] Es versteht sich, dass das Mengensteuerventil 22 auch als Baueinheit mit der Kolbenpumpe
24 ausgebildet sein kann, wie in den nachfolgenden Figuren 2 bis 5 noch gezeigt werden
wird. Beispielsweise kann das Mengensteuerventil 22 ein zwangsweise öffenbares Einlassventil
der Kolbenpumpe 24 sein.
[0021] Beim Betrieb des Kraftstoffsystems 10 fördert die Vorförderpumpe 16 Kraftstoff vom
Kraftstofftank 12 in die Niederdruckleitung 18. Das Mengensteuerventil 22 kann in
Abhängigkeit von einem jeweiligen Bedarf an Kraftstoff geschlossen und geöffnet werden.
Hierdurch wird die in den Hochdruckspeicher 28 geförderte Kraftstoffmenge beeinflusst.
Der Kraftstoff ist beispielsweise Benzin oder Dieselkraftstoff.
[0022] Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform der Kolbenpumpe 24 für das Kraftstoffsystem
10 von Figur 1 im Längsschnitt. Die Kolbenpumpe 24 ist zumindest teilweise rotationssymmetrisch
um eine in der Zeichnung vertikale Längsachse 44 angeordnet. Die Kolbenpumpe 24 weist
in einem mittleren Bereich der Zeichnung einen inneren massiven Gehäusekern 46 auf,
welcher im Wesentlichen zylinderförmig um eine zu der Längsachse 44 senkrecht angeordnete
Längsachse 48 ausgeführt ist.
[0023] Weiterhin weist die Kolbenpumpe 24 einen im Wesentlichen topfförmig ausgeführten
dünnwandigen äußeren Gehäusemantel 50 auf, welcher unter anderem den inneren Gehäusekern
46 von radial außen umhüllt. Der innere Gehäusekern 46 der Kolbenpumpe 24 gemäß Figur
2 ist aus einem massiven Material mittels spanender Bearbeitung hergestellt und mit
einem radial inneren Abschnitt des äußeren Gehäusemantels 50 hydraulisch dicht verbunden.
Somit bilden der innere Gehäusekern 46 und der äußere Gehäusemantel 50 zusammen ein
Gehäuse (ohne Bezugszeichen), an welchem weitere Elemente und/oder Gehäuseteile der
Kolbenpumpe 24 angeordnet sind, wie weiter unten noch erläutert werden wird. Vorzugsweise
sind der innere Gehäusekern 46 und der äußere Gehäusemantel 50 miteinander verpresst
und/oder verschweißt.
[0024] Ein in der Zeichnung unterer Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels 50 ist radial
leicht nach außen abragend wellenförmig gebogen. Wie in der Figur 3 noch gezeigt werden
wird, ist der radial abragende Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels 50 an zwei
diametral entgegengesetzten Stellen zugleich ein Teil eines Befestigungsflansches
74, mit dem die Kolbenpumpe 24 an einer Anbaustruktur (nicht dargestellt) befestigt
werden kann. Die Anbaustruktur ist beispielsweise ein Zylinderkopf der Brennkraftmaschine.
[0025] In der Zeichnung oben ist an dem äußeren Gehäusemantel 50 ein Zulaufstutzen 54 angeordnet
und fluiddicht mit dem äußeren Gehäusemantel 50 verbunden. Der Zulaufstutzen 54 ist
rotationssymmetrisch zu der Längsachse 44 der Kolbenpumpe 24 ausgeführt bzw. angeordnet.
In einem in der Zeichnung oberen Abschnitt des äußeren Gehäusemantels 50 umschließt
dieser einen Druckdämpfer 56, vorliegend einen Membrandruckdämpfer.
[0026] Der innere Gehäusekerns 46 weist koaxial zur Längsachse 48 jeweils eine erste Stufenbohrung
(ohne Bezugszeichen) bzw. eine zweite Stufenbohrung (ohne Bezugszeichen) auf, die
beide in eine zur Längsachse 44 koaxiale Sackbohrung (ohne Bezugszeichen) münden,
in die die Zylinderbuchse 32 eingepresst ist. In der ersten Bohrung (in der Zeichnung
links) im inneren Gehäusekern 46 ist ein Abschnitt eines Auslassstutzens 60 angeordnet,
in den ein Auslassventil integriert ist. In der zweiten Bohrung (in der Zeichnung
rechts) ist ein Abschnitt des Mengensteuerventils 22 angeordnet. Der Auslassstutzen
60 ist mit der Hochdruckleitung 26 (siehe Figur 1) hydraulisch verbunden. Vorzugsweise
sind das Mengensteuerventil 22 und der Auslassstutzen 60 an dem inneren Gehäusekern
46 bzw. in den beschriebenen Bohrungen eingepresst und daran verschweißt. In einem
in der Zeichnung oberen Abschnitt weist die Zylinderbuchse 32 radiale Öffnungen 32a
bzw. 32b auf, welche den in der Zylinderbuchse 32 gebildeten Arbeitsraum 25 hydraulisch
mit dem Auslassstutzen 60 bzw. mit einem Auslass des Mengensteuerventils 22 verbinden.
[0027] Ein im Bereich des Druckdämpfers 56 vorhandener Raumabschnitt zwischen dem äußeren
Gehäusemantel 50 einerseits und dem inneren Gehäusekern 46 andererseits bildet einen
so genannten Dämpferraum 62 ("Fluidkammer"), welcher mit einem an die Niederdruckleitung
18 anschließbaren Niederdruckanschluss 58 hydraulisch verbunden ist. Ein in der Zeichnung
unterhalb des inneren Gehäusekerns 46 vorhandener Raumabschnitt bildet einen so genannten
Stufenraum 63. Der innere Gehäusekern 46 weist in einem dem Mengensteuerventil 22
zugewandten axialen Endabschnitt radiale Bohrungen 57a und 57b auf, welche einen Einlass
des Mengensteuerventils 22 mit dem Dämpferraum 62 sowie mit dem Stufenraum 63 hydraulisch
verbinden.
[0028] An einem in der Zeichnung von Figur 2 unteren Endabschnitt des äußeren Gehäusemantels
50 ist ein mehrteiliger Halterungsabschnitt 65 angeordnet. Der mehrteilige Halterungsabschnitt
65 umfasst vorliegend einen als Dichtungsträger 64 ausgebildeten ersten Halterungsabschnitt,
einen als Dichtungshalter 66 ausgeführten zweiten Halterungsabschnitt, sowie einen
inneren Halterungsabschnitt 68. Der Dichtungsträger 64, der Dichtungshalter 66 und
der innere Halterungsabschnitt 68 sind jeweils ebenfalls in Bezug auf die Längsachse
44 im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgeführt. Der mehrteilige Halterungsabschnitt
65 ist Teil eines "Kundenanschlusses", mittels welchem die Kolbenpumpe 24 in der oben
bereits erwähnten Anbaustruktur aufgenommen werden kann.
[0029] Vorliegend sind der Dichtungsträger 64, der Dichtungshalter 66 und der innere Halterungsabschnitt
68 unter Verwendung von gezogenen bzw. geprägten gebogenen Blechen (Tiefziehteile)
hergestellt. Weil diese Elemente den Stufenraum 63 begrenzen, welcher einen vergleichsweise
niedrigen hydraulischen Druck aufweist, sind diese Elemente vergleichsweise dünn und
leicht ausgeführt. Die drei besagten Elemente berühren einander zumindest paarweise
oder sind zumindest bereichsweise und paarweise kraftschlüssig oder stoffschlüssig
miteinander verbunden. Insbesondere ist der Dichtungshalter 66 in einem radial inneren
Bereich als Ringscheibe ausgeführt, wobei Abschnitte des Dichtungsträgers 64 und des
inneren Halterungsabschnitts 68 durch ein zentrisch in dem Dichtungshalter 66 angeordnetes
Loch ragen.
[0030] In einer umlaufenden radial einwärtigen Ausprägung des Dichtungsträgers 64 ist eine
Gehäusedichtung 70, welche vorliegend als O-Ringdichtung ausgeführt ist, angeordnet.
Dabei bildet die umlaufende Ausprägung des Dichtungsträgers 64 zusammen mit einem
radial äußeren Randabschnitt des Dichtungshalters 66 eine radial umlaufende Nut, in
welcher die Gehäusedichtung 70 formschlüssig gehalten ist. Der Dichtungsträger 64
ist mit einem in der Figur 2 unteren Endabschnitt des äußeren Gehäusemantels 50 fluiddicht
verbunden, vorliegend verschweißt.
[0031] In einem unteren Bereich von Figur 2 ist konzentrisch zu der Längsachse 44 eine als
Schraubenfeder ausgeführte Kolbenfeder 72 angeordnet. Dabei liegt ein in der Zeichnung
oberer Endabschnitt der Kolbenfeder 72 axial an einem sich radial erstreckenden bundartigen
Abschnitt des Dichtungshalters 66 an, welcher somit auch ein axiales Gegenlager für
die Kolbenfeder 72 bildet. Ein in der Zeichnung unterer Endabschnitt der Kolbenfeder
72 liegt axial an einem Federteller 73 an, welcher an einem in der Zeichnung unteren
Endabschnitt des Kolbens 30 kraftschlüssig oder stoffschlüssig mit diesem verbunden
ist.
[0032] Der einstückig ausgeführte Kolben 30 weist im Wesentlichen zwei Durchmesser (ohne
Bezugszeichen) auf. In einem axial mittleren Bereich des Kolbens 30 weist der Kolben
30 einen vergleichsweise großen Durchmesser auf, welcher im Wesentlichen einem Innendurchmesser
der Zylinderbuchse 32 entspricht. In einem dem Arbeitsraum 25 zugewandten Endabschnitt
sowie in einem in der Zeichnung unteren Endabschnitt des Kolbens 30 weist dieser jeweils
einen verminderten Durchmesser auf. Der untere Endabschnitt des Kolbens 30 wird von
einer von dem Dichtungsträger 64 gehaltenen Kolbendichtung 76 radial umschlossen,
so dass eine Leckage von Kraftstoff aus der Kolbenpumpe 24 in die Anbaustruktur bzw.
umgekehrt eine Leckage von flüssigen Medien (beispielsweise Motorenöl) aus der Anbaustruktur
in die Kolbenpumpe 24 verhindert oder zumindest minimiert werden kann.
[0033] Im Betrieb der Kolbenpumpe 24 kann - abhängig von hydraulischen Drücken und einer
axialen Bewegung bzw. Position des Kolbens 30 sowie abhängig von einem Zustand des
Mengensteuerventils 22 und des Auslassventils - Kraftstoff aus der Niederdruckleitung
18 über den Zulaufstutzen 54 zunächst in den Dämpferraum 62 und dann durch die radialen
Bohrungen 57a und 57b zu dem Einlass des Mengensteuerventils 22 und danach in den
Arbeitsraum 25 strömen. Ebenso kann - abhängig von hydraulischen Drücken und der axialen
Bewegung bzw. Position des Kolbens 30 sowie abhängig von dem Zustand des Mengensteuerventils
22 und des Auslassventils - Kraftstoff aus dem Arbeitsraum 25 in die Hochdruckleitung
26 unter Druck gefördert werden.
[0034] Insbesondere in der Figur 3 ist zu erkennen, dass der radial abragende Randabschnitt
52 des äußeren Gehäusemantels 50 als Befestigungsflansch 74 ausgebildet ist. Zur Befestigung
der Kolbenpumpe 24 an der Anbaustruktur der Brennkraftmaschine weist der Befestigungsflansch
74 zwei kreisförmige Löcher 77 auf, durch welche Schrauben (nicht dargestellt) gesteckt
werden können. Der Befestigungsflansch 74 ist mit dem Dichtungsträger 64 fluiddicht
verbunden, vorliegend verschweißt. Dadurch wird die mechanische Stabilität des Befestigungsflansches
74 zusätzlich verbessert.
[0035] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Kolbenpumpe 24. Nachfolgend werden
insbesondere die Unterschiede der Ausführungsform von Figur 4 in Bezug auf die Figur
2 beschrieben. Insbesondere ist der innere Gehäusekern 46 der Kolbenpumpe 24 gemäß
Figur 4 mit einem Verfahren des Metall-Pulverspritzgiesens hergestellt. In vergleichbarer
Weise kann der innere Gehäusekern 46 alternativ auch mittels Feinguss ausgeführt sein.
[0036] Ein in der Figur 4 unterer Endabschnitt des inneren Gehäusekerns 46 ist konzentrisch
zu der Längsachse 44 zu einem den Kolben 30 radial umschließenden Kragen (ohne Bezugszeichen)
ausgeformt. Mittels des Kragens wird vorliegend die Zylinderbuchse 32 gebildet, wobei
die Führungsöffnung in üblicher Weise durch spanenden Bearbeitung herausgearbeitet
wird. Eine separate Zylinderbuchse 32 ist in der Ausführungsform gemäß Figur 4 also
nicht erforderlich.
[0037] Zusammen mit der Darstellung von Figur 4 ist aus Figur 5 zu erkennen, dass der innere
Gehäusekern 46 besonders kompakt aufgebaut ist. Dadurch ergibt sich ein besonders
kleiner Bauraum bzw. eine besonders kleine Masse für den inneren Gehäusekern 46 und
somit für die Kolbenpumpe 24 insgesamt. Durch das Metall-Pulverspritzgießen kann die
Kolbenpumpe 24 mit weniger Bauteilen aufgebaut werden, wobei ein Zerspanungsaufwand
entfällt oder minimiert wird.
[0038] Die Figuren 6 und 7 beschreiben zusammen eine dritte Ausführungsform der Kolbenpumpe
24, einschließlich eine Abwandlung. Insbesondere ist der innere Gehäusekern 46 gemäß
den Figuren 6 und 7 im Wesentlichen als zylindrische Scheibe 82 ausgeführt, wobei
eine Achse der zylindrischen Scheibe 82 parallel - vorliegend sogar konzentrisch -
zu der Längsachse 44 der Kolbenpumpe 24 angeordnet ist. Die zylindrische Scheibe 82
ist, vergleichbar zu der Ausführung des inneren Gehäusekerns 46 gemäß Figur 2, mittels
spanender Bearbeitung hergestellt.
[0039] Die Figur 7 zeigt eine radiale Schnittdarstellung der Kolbenpumpe 24 ähnlich zu einer
Draufsicht zu der Darstellung gemäß Figur 6. Dabei sind jedoch - im Unterschied zu
der Figur 6 - das Mengensteuerventil 22 und der Auslassstutzen 60 in einem Winkel
86 zueinander angeordnet. Der Winkel 86 ist radial um die Längsachse 44 definiert
und beträgt vorliegend 120 Grad.
[0040] Weiterhin ist in der Figur 7 eine radial äußere Abflachung 88 der zylindrischen Scheibe
sichtbar. Vorliegend ermöglicht die Abflachung 88 eine hydraulische Verbindung zwischen
dem Dämpferraum 62 und dem Stufenraum 63. Weiterhin sind in der Figur 7 zwei jeweils
rechtwinklig zu den radialen Bohrungen 57a und 57b (Figur 6) ausgeführte radiale Bohrungen
57c und 57d sichtbar.
[0041] Man erkennt, dass der Winkel 86 in vergleichsweise weiten Grenzen auch einen anderen
Wert als 120 Grad aufweisen kann. Dies wird insbesondere durch die Ausführung des
inneren Gehäusekerns 46 als zylindrische Scheibe 82 ermöglicht.
[0042] Die Figuren 8 und 9 zeigen zusammen eine Ausführungsform des äußeren Gehäusemantels
50 der Kolbenpumpe 24 mit einem im Wesentlichen rund ausgeführten Mantelquerschnitt.
Vergleichbar zu den Ausführungsformen gemäß der Figuren 2 bis 7 ist der radial abragende
Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels 50 als Befestigungsflansch 74 ausgebildet.
An zwei radial einander gegenüber angeordneten Bereichen des äußeren Gehäusemantels
50 weist dieser zwei Abflachungen 90 auf. Die Abflachungen 90 ermöglichen insbesondere
eine definierte Anordnung bzw. Montage des inneren Gehäusekerns 46 sowie des Mengensteuerventils
22 und des Auslassstutzens 60 an dem äußeren Gehäusemantel 50.
[0043] Die Figuren 10 und 11 zeigen zusammen eine weitere Ausführungsform des äußeren Gehäusemantels
50 der Kolbenpumpe 24 mit einem im Wesentlichen sechseckig ausgeführten Mantelquerschnitt.
Dabei ergeben sich die zu der Anordnung des Mengensteuerventils 22 und des Auslassstutzens
60 erforderlichen Abflachungen 90 (siehe die Figuren 8 und 9) sozusagen von selbst
durch die Seitenflächen des Sechsecks. In weiteren vorliegend nicht gezeigten Ausführungsformen
der Kolbenpumpe 24 ist der äußere Gehäusemantel 50 als radialsymmetrisches Vieleck
ausgeführt, insbesondere als Viereck, Fünfeck oder Achteck.
[0044] Figur 12 zeigt eine weitere Ausführungsform des äußeren Gehäusemantels 50 der Kolbenpumpe
24 mit einem als Pratz ausgeführten Befestigungsflansch 74. Der Befestigungsflansch
74 ist in der Figur 12 ein separates Teil und ist mit dem - vorliegend radial vergleichsweise
kurz ausgeführten - radial abragenden Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels
50 starr verbunden, wie weiter unten noch erläutert werden wird. An einem in der Zeichnung
unteren radial inneren Abschnitt des äußeren Gehäusemantels 50 ist ergänzend der Dichtungsträger
64 in einer in Bezug auf die oben beschriebenen Figuren veränderten Ausführungsform
angeordnet.
[0045] Der äußere Gehäusemantel 50 und der Dichtungsträger 64 sind beide im Wesentlichen
rotationssymmetrisch bzw. radialsymmetrisch zu der Längsachse 44 ausgeführt. Vorliegend
weist der Dichtungsträger 64 einen in der Zeichnung nach oben axial abragenden Kragen
94 auf, mit welchem er mit dem äußeren Gehäusemantel 50 verbunden ist. Wie schon bei
den Figuren 2 bis 11 ist auch bei der Figur 12 der äußere Gehäusemantel 50 - und ebenso
der Dichtungsträger 64 - mindestens bereichsweise durch eine plastische Verformung,
insbesondere mittels Tiefziehen, hergestellt.
[0046] Sonstige Elemente der Kolbenpumpe 24 sind in der Figur 12 der Übersichtlichkeit halber
nicht mit dargestellt. Vorzugsweise erfolgt die Herstellung der in der Figur 12 dargestellten
Elemente derart, dass in einem ersten Schritt der Befestigungsflansch 74 mittels einer
Pressverbindung 96 radial außen mit einem in der Zeichnung unteren Mantelabschnitt
des äußeren Gehäusemantels 50 verbunden wird. In einem zweiten Schritt wird danach
von unten eine radial umlaufende Schweißverbindung 98 zwischen dem radial abragenden
Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels 50 und einem radial inneren Abschnitt
des Befestigungsflansches 74 hergestellt.
[0047] In ähnlicher Weise kann der Dichtungsträger 64 mit dem äußeren Gehäusemantel 50 verbunden
werden. Dabei wird in einem ersten Schritt der axial abragende Kragen 94 des Dichtungsträgers
64 mit einem in der Zeichnung unteren radial inneren Abschnitt des äußeren Gehäusemantels
50 verpresst. In einem zweiten Schritt wird danach die derart hergestellte Pressverbindung
mittels einer vorzugsweise radial umlaufenden Schweißverbindung zusätzlich gesichert.
In einem in der Zeichnung unteren Bereich weist der Dichtungsträger 64 eine zentrisch
zu der Längsachse 44 angeordnete kreisförmige Öffnung 100 auf, durch welche der Kolben
30 ragen kann (nicht mit dargestellt).
[0048] Die Figur 13 zeigt eine vierte Ausführungsform der Kolbenpumpe 24. Dabei ist der
Befestigungsflansch 74 - ähnlich zu den Figuren 2 bis 11 - im Wesentlichen durch den
radial abragenden Randabschnitt 52 des äußeren Gehäusemantels 50 ausgeführt. Der Dichtungsträger
64 ist vorliegend mit einem in der Zeichnung unteren axialen Endabschnitt des äußeren
Gehäusemantels 50 verbunden, wozu der radial abragende Randabschnitt 52 eine zusätzliche
umlaufende Ausprägung aufweist, siehe die Zeichnung. Vorzugsweise erfolgt die Verbindung
mittels Schweißen, beispielsweise mittels einer radial umlaufenden I-Naht oder Kehlnaht,
wie es in der Figur 13 mit einem Pfeil 101 bezeichnet ist. Alternativ ist die Verbindung
zwischen dem Dichtungsträger 64 und dem äußeren Gehäusemantel 50 auch mittels einer
Durchschweißung möglich.
[0049] Figur 14 zeigt eine fünfte Ausführungsform der Kolbenpumpe 24. Hierbei weist der
Dichtungsträger 64 - ähnlich zu der Figur 12 - einen in der Zeichnung nach oben axial
abragenden Kragen 94 auf, mittels dessen er mit einem radial inneren Bereich eines
axialen Endabschnitts des äußeren Gehäusemantels 50 verbunden ist. Vorzugsweise erfolgt
diese Verbindung in einem ersten Herstellschritt durch Einpressen und wird in einem
zweiten Herstellschritt mittels einer Schweißnaht zusätzlich gesichert. Beispielsweise
handelt es sich dabei um eine I-Naht. Auch eine Durchschweißung ist, vergleichbar
zu der Figur 13 möglich. Die Verbindung zwischen dem äußeren Gehäusemantel 50 und
dem Dichtungsträger 64 ist in der Figur 14 durch einen Pfeil 102 gekennzeichnet.
1. Kolbenpumpe (24), insbesondere Hochdruckpumpe für ein Kraftstoffsystem (10) für eine
Brennkraftmaschine, mit einem inneren Gehäusekern (46), an dem eine Zylinderbuchse
(32) befestigt ist, und mit einem äußeren Gehäusemantel (50), welcher mindestens abschnittsweise
den inneren Gehäusekern (46) von radial außen umhüllt, wobei mindestens ein radial
abragender Randabschnitt (52) des äußeren Gehäusemantels (50) mindestens einen Teil
eines Befestigungsflansches (74), mit dem die Kolbenpumpe (24) an einer Anbaustruktur
befestigt werden kann, bildet, dadurch gekennzeichnet, dass an einen Mantelabschnitt des Gehäusemantels (50) ein Halterungsabschnitt (65) axial
oder radial angeschweißt und/oder mit diesem axial oder radial verpresst ist und dass
der Halterungsabschnitt (65) radial innen eine Kolbendichtung (76) und/oder radial
außen eine O-Ringdichtung (70) und/oder axial außen eine Kolbenfeder (72) haltert.
2. Kolbenpumpe (24) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der radial abragende Randabschnitt (52) ein separates Teil und mit einem Mantelabschnitt
des Gehäusemantels (50) verpresst und/oder verschweißt ist.
3. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Gehäusemantel (50) mindestens bereichsweise mittels plastischer Verformung,
insbesondere mittels Tiefziehen hergestellt ist.
4. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Raumabschnitt zwischen dem äußeren Gehäusemantel (50) einerseits
und dem inneren Gehäusekern (46) andererseits mindestens eine mit einem Niederdruckanschluss
(58) verbundene Fluidkammer (62) ausgebildet ist.
5. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Gehäusekern (46) wenigstens abschnittsweise im Wesentlichen zylinderförmig
oder als Flachstab ausgeführt ist, wobei eine Achse (48) des Zylinders oder Flachstabs
senkrecht zu einer Längsachse (44) der Kolbenpumpe (24) angeordnet ist.
6. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Gehäusekern (46) im Wesentlichen als zylindrische Scheibe (82) ausgeführt
ist, wobei eine Achse der zylindrischen Scheibe (82) parallel zu einer Längsachse
(44) der Kolbenpumpe (24) angeordnet ist.
7. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Gehäusekern (46) mittels spanender Bearbeitung ausgeführt ist.
8. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Gehäusekern (46) mit einem Verfahren des Metall-Pulverspritzgießens oder
mittels Feinguss ausgeführt ist.
9. Kolbenpumpe (24) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mantelabschnitt des äußeren Gehäusemantels (50) in einer Ebene senkrecht zu einer
Längsachse (44) der Kolbenpumpe (24) im Wesentlichen als radialsymmetrisches Vieleck
ausgeführt ist.
1. Piston pump (24), in particular high-pressure pump for a fuel system (10) for an internal
combustion engine, having an inner housing core (46), to which a cylinder liner (32)
is fastened, and having an outer housing shell (50) which encloses the inner housing
core (46) at least in sections radially from the outside, at least one radially protruding
edge section (52) of the outer housing shell (50) forming at least one part of a fastening
flange (74), by way of which the piston pump (24) can be fastened to a mounting structure,
characterized in that a securing section (65) is welded axially or radially onto a shell section of the
housing shell (50) and/or is pressed axially or radially with the latter, and in that the securing section (65) secures a piston seal (76) radially on the inside and/or
an O-ring seal (70) radially on the outside and/or a piston spring (72) axially on
the outside.
2. Piston pump (24) according to Claim 1, characterized in that the radially protruding edge section (52) a separate part and is pressed with and/or
welded to a shell section of the housing shell (50).
3. Piston pump (24) according to at least either of the preceding claims, characterized in that the outer housing shell (50) is manufactured at least in regions by means of plastic
deformation, in particular by means of deep drawing.
4. Piston pump (24) according to at least one of the preceding claims, characterized in that in at least one room section at least one fluid chamber (62) which is connected to
a low-pressure connector (58) is configured between the outer housing shell (50) on
one side and the inner housing core (46) on the other side.
5. Piston pump (24) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the inner housing core (46) is configured at least in sections so as to be substantially
cylindrical or as a flat bar, an axis (48) of the cylinder or flat bar being arranged
perpendicularly with respect to a longitudinal axis (44) of the piston pump (24).
6. Piston pump (24) according to at least one of Claims 1 to 4, characterized in that the inner housing core (46) is configured substantially as a cylindrical disc (82),
an axis of the cylindrical disc (82) being arranged parallel to a longitudinal axis
(44) of the piston pump (24).
7. Piston pump (24) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the inner housing core (46) is configured by means of machining.
8. Piston pump (24) according to at least one of Claims 1 to 6, characterized in that the inner housing core (46) is configured by way of a process of metal powder injection
moulding or by means of precision casting.
9. Piston pump (24) according to at least one of the preceding claims, characterized in that a shell section of the outer housing shell (50) is configured substantially as a
radially symmetrical polygon in a plane perpendicularly with respect to a longitudinal
axis (44) of the piston pump (24).
1. Pompe à piston (24), en particulier pompe haute pression pour un système de carburant
(10) d'un moteur à combustion interne, comprenant un noyau de boîtier interne (46),
auquel est fixée une douille cylindrique (32) et comprenant une enveloppe de boîtier
externe (50) qui enveloppe radialement depuis l'extérieur au moins en partie le noyau
de boîtier interne (46), au moins une portion de bord saillant radialement (52) de
l'enveloppe de boîtier externe (50) formant au moins une partie d'une bride de fixation
(74) avec laquelle la pompe à piston (24) peut être fixée à une structure de montage,
caractérisée en ce qu'une portion de fixation (65) est soudée axialement ou radialement à une portion d'enveloppe
de l'enveloppe de boîtier (50) et/ou est pressée axialement ou radialement avec celle-ci
et en ce que la portion de fixation (65) retient radialement à l'intérieur un joint d'étanchéité
de piston (76) et/ou radialement à l'extérieur un joint torique (70) et/ou axialement
à l'extérieur un ressort de piston (72).
2. Pompe à piston (24) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la portion de bord saillant radialement (52) une partie séparée et est pressée et/ou
soudée avec une portion d'enveloppe de l'enveloppe de boîtier (50).
3. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'enveloppe de boîtier externe (50) est fabriquée au moins en partie au moyen d'une
déformation plastique, en particulier au moyen d'un emboutissage profond.
4. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que dans au moins une portion spatiale entre l'enveloppe de boîtier externe (50) d'une
part et le noyau de boîtier interne (46) d'autre part est réalisée au moins une chambre
fluidique (62) connectée à un raccord basse pression (58).
5. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le noyau de boîtier interne (46) est réalisé au moins en partie sous forme essentiellement
cylindrique ou sous forme de barre plate, un axe (48) du cylindre ou de la barre plate
étant disposé perpendiculairement à un axe longitudinal (44) de la pompe à piston
(24).
6. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le noyau de boîtier interne (46) est réalisé essentiellement sous forme de disque
cylindrique (82), un axe du disque cylindrique (82) étant disposé parallèlement à
un axe longitudinal (44) de la pompe à piston (24).
7. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le noyau de boîtier interne (46) est réalisé par usinage par enlèvement de copeaux.
8. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le noyau de boîtier interne (46) est réalisé avec un procédé de moulage par injection
de poudre métallique ou par moulage de précision.
9. Pompe à piston (24) selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une portion d'enveloppe de l'enveloppe de boîtier externe (50) est réalisée dans un
plan perpendiculaire à un axe longitudinal (44) de la pompe à piston (24) essentiellement
sous forme de polygone à symétrie radiale.