[0001] Die Erfindung betrifft einerseits ein Verfahren zum Betonieren von Schienenstützpunkten
für einen schotterlosen Gleisdberbau - auch als Feste Fahrbahn bezeichnet -, wobei
auf eine Fahrbahnplatte eine mit einem Filterliner ausgekleidete, einen dem Schienenstützpunkt
entsprechenden Hohlraum aufweisende Stülpschalung dicht aufgesetzt und lageorientiert
gestützt wird, danach über einen Einfüllstutzen der Stülpschalung Beton in die Stülpschalung
unter Entweichen von Luft und Wasser durch den Filterliner eingeführt wird und nach
Erreichen einer Grünstandsfestigkeit die Stülpschalung entfernt wird, und andererseits
eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens, bestehend aus einer mit einem
Filterliner ausgekleideten, einen dem Schienenstützpunkt entsprechenden Hohlraum aufweisenden
Stülpschalung, wobei zwischen dem Filterliner und der Stülpschalung ein Netzwerk miteinander
verbundener Vertiefungen zum Abführen von Luft und Wasser vorgesehen ist und der Hohlraum
über einen Einfüllstutzen mit Beton füllbar ist.
[0002] Im Rahmen des bekannten Verfahrens der genannten Art (DE 195 22 478 A1) werden nach
dem Einfüllen des Betons in die Stülpschalung zusätzliche Maßnahmen bis zum Erreichen
der Grünstandsfestigkeit bzw. Entfernen der Stülpschalung nicht verwirklicht. Nichtsdestoweniger
haben sich die bekannten Maßnahmen in der Praxis bewährt, es entstehen positionsgenaue
und toleranzarme Schienenstützpunkte. Nachteilig ist jedoch, daß die Zeitspanne, die
zwischen Einführen des Betons in die Stülpschalung und Ausschalen bzw. Erreichen der
Gründstandsfestigkeit vergeht, verhältnismäßig lang ist. Insofern ist auch der maschinelle
Aufwand für eine kontinuierliche Fertigung des Gleisoberbaus erheblich.
[0003] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, im Rahmen der bekannten Maßnahmen
der genannten Art die Zeitspanne bis zum Ausschalen zu verkürzen, ohne jedoch die
Verarbeitung des Betons durch besondere Zusätze zu erschweren.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in verfahrensmäßiger Hinsicht
darin, daß der mit einem Wasser/Zement-Wert zwischen 0,4 und 0,6 eingefüllte Beton
unmittelbar nach dem Einfüllen im Einfüllstutzen einem Überdruck und im Bereich des
Filterliners einem Unterdruck ausgesetzt wird, bis die Grünstandsfestigkeit erreicht
ist.
[0005] Die Erfindung geht hierbei von der überraschenden Erkenntnis aus, daß man die das
Ausschalen zulassende Grünstandsfestigkeit wesentlich schneller als bisher erreichen
kann, indem man den Beton mit Überschußwasser anmacht, so daß er schneller den Hohlraum
der Stülpschalung vollständig ausfüllt, und anschließend das Überschußwasser durch
Beaufschlagung des Betons im Einfüllstutzen mit einem Überdruck und im Bereich des
Filterliners mit einem Unterdruck über den Filterliner beschleunigt austreibt und
gleichzeitig die damit einhergehende Volumenreduktion des im Hohlraum befindlichen
Betons durch selbsttätige Nachführung von Beton aus dem Einfüllstutzen ausgleicht.
Vorteilhaft ist jedenfalls, daß auf jegliche Betonzusatzmittel, die eine Beschleunigung
der Erhärtung bewirken, oder auf Spezialzemente, die auf eine schnelle Erhärtung eingestellt
sind, sowie eine Erwärmung des Betons zur Beschleunigung der Erhärtung verzichtet
werden kann. Alles das erleichtert die Pflege des eingesetzten Maschinenparks, da
frühzeitige Materialanbackungen und dergleichen nicht vorkommen.
[0006] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten.
Im allgemeinen wird man mit einem Beton der Mindestgüte B 35 nach DIN 1045 arbeiten.
Die zur Verarbeitung erforderliche flüssige Konsistenz des Ausgangsbetons, die noch
weicher als die eines Fließbetons gemäß DIN 1045 sein sollte, kann durch Zugabe von
ausreichend Wasser, aber auch durch eine geringere Wassermenge und die gleichzeitige
Zugabe eines Betonverflüssigers bzw. eines Fließmittels erzeugt werden. Wesentlich
ist nur, daß der Wasser/Zement-Wert des Ausgangsbetons zwischen 0,4 und 0,6 liegt.
Vorzugsweise wird ein Beton mit einem Größtkorn von 8 mm und einem Wasser/Zement-Wert
von 0,55 eingesetzt. Wichtig ist auch, wieviel Wasser im Zuge der Druckbehandlung
durch den Filterliner entfernt wird. Vorzugsweise wird die Stülpschalung entfernt,
wenn der Beton des Schienenstützpunktes einen Wasser/Zement-Wert von 0,30 bis 0,35,
insbesondere 0,34 aufweist. Im übrigen kann es sich empfehlen, zur Verbesserung der
Dauerhaftigkeit und des Widerstandes gegen dynamische Lasten mit einem Beton zu arbeiten,
der Stahl- und/oder Kunststoffasern enthält; vorzugsweise werden Stahlfasern von 25
mm Länge und 0,5 mm Durchmesser eingesetzt.
[0007] Der flüssige Beton wird durch den gleichzeitig im Betonreservoir befindlichen Einfüllstutzen
in die Stülpschalung eingefüllt. Hierzu wird entweder eine Pumpe benutzt, die höchstens
einen Druck von 1 kPa erzeugt. Es ist auch möglich, den flüssigen Beton durch einen
Trichter im freien Fall einlaufen zu lassen und anschließend über den im Einfüllstutzen
befindlichen Beton mit Druckluft von z.B. 1 kPa zu beaufschlagen, um sicherzustellen,
daß sich der Filterliner überall an die Stülpschalung anschmiegt. Dabei oder danach
wird der zum Ausgleich des Volumenverlustes erforderliche Beton in den Einfüllstutzen
eingefüllt. Danach wird der im Einfüllstutzen befindliche Beton mit Luftüberdruck
von vorzugsweise 1 bis 8 kPa, insbesondere 2,5 kPa beaufschlagt. Gleichzeitig wird
der Unterdruck im Bereich des Filterliners angelegt. Dieser Unterdruck beträgt nach
bevorzugter Ausführungsform 0,3 bis 0,9 kPa, insbesondere 0,8 bis 0,9 kPa. Überdruck
und Unterdruck sollten etwa 1 bis 8 Minuten lang aufrechterhalten werden, bis eine
Druckfestigkeit von 1 N/mm
2 erreicht ist, so daß ausgeschalt werden kann. Der Betonkörper ist dann nämlich in
der Lage, sein Eigengewicht ohne störende Verformungen zu tragen. Zur weiteren Beschleunigung
des Verfahrens bzw. Verbesserung der Grünstandsfestigkeit kann der in der Stülpschalung
befindliche Beton noch vor dem Ausschalen gerüttelt werden. Die Rüttelschwingungen
führen nämlich zu einer Herabsetzung der inneren Reibung des Betons, wodurch das Abführen
von Luft und Wasser erleichtert und der Beton noch besser verdichtet wird. Da die
von der Stülpschalung in den Beton eingeleiteten Rüttelschwingungen insbesondere die
Randzonen des Betonkörpers verdichten, wird diese Maßnahme erst gegen Ende der Druckbehandlung
angewendet, um die Wasserabführung aus dem Inneren des Betonkörpers nicht zu behindern.
[0008] Die Erhärtung des Betons ist ein mehrere Wochen dauernder Vorgang. Während dieses
als Hydratation bezeichneten Vorgangs bindet der Zement Wasser. Damit hier für ausreichend
Wasser zur Verfügung steht, muß verhindert werden, daß während dieser Zeit Wasser
aus dem Beton verdunstet. Folglich wird nach bevorzugter Ausführungsform nach dem
Ausschalen eine Nachbehandlung durchgeführt. Diese kann z.B. aus einem Aufsprühen
eines die Wasserabgabe unterbindenden Nachbehandlungsfilms bestehen. Andere Nachbehandlungen,
wie Abdecken mit Folien, sind ebenfalls denkbar.
[0009] In vorrichtungsmäßiger Hinsicht besteht die Erfindung darin, daß der Einfüllstutzen
mit einer Überdruckquelle und das Netzwerk mit einer Unterdruckquelle verbindbar ist.
Der Filterliner besteht vorzugsweise aus Pappe, der in der Stülpschalung fixierbar
ist. Die Pappe ist vorzugsweise so beschaffen, daß sie auch für mehlkorngroße Feststoffe
des flüssigen Betons nicht durchlässig ist. Statt Pappe können Filterstoffe aus anderem
Material verwendet werden, z.B. Gewebe und Gewirke aus künstlichen und natürlichen
Fasern. Das der Abfuhr von Luft und Wasser dienende Netzwerk von Vertiefungen kann
aus einem zwischengelegten Kunststoff- oder Drahtgewebe oder -gewirk insbesondere
mit einer lichten Maschenweite von 0,5 bis 6 mm, vorzugsweise 2 mm bestehen. Bei einer
anderen bevorzugten Variante ist das Netzwerk von an der Innenseite der Stülpschalung
vorgesehenen Vertiefungen, insbesondere in Form von Nuten mit einer Breite von 0,5
bis 6 mm, vorzugsweise 2 mm und einer Tiefe von 2 bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm gebildet.
Zweckmäßigerweise sind die Vertiefungen in der Stülpschalung und die Konsistenz der
Pappe derart aufeinander abgestimmt, daß eine glatte Oberfläche des Betonkörpers entsteht.
[0010] Wie oben schon ausgeführt, sollte der Einfüllstutzen so ausgebildet sein, daß er
ein ausreichendes Betonreservoir zum Nachfördern von Beton während der Druckbehandlung
aufweist. Zum Aufbringen des Überdruckes empfiehlt es sich, das äußere Ende des Einfüllstutzens
durch einen Deckel verschließbar zu machen, der mit einem Anschluß für eine Luftüberdruckquelle
versehen ist. Zum Rütteln des Betons ist die Stülpschalung vorzugsweise mit einem
Rüttler versehen. Im übrigen weist die Stülpschalung an ihrem unteren Rand zweckmäßigerweise
einen Dicht- und Höhenausgleichsrahmen auf.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert, die schematisch
in einem Längsschnitt eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens darstellt.
[0012] Die Vorrichtung dient zum Betonieren von Schienenstützpunkten für einen schotterlosen
Gleisoberbau (Feste Fahrbahn) und besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einer
Stülpschalung 1 aus Graphitguß. Die Stülpschalung 1 ist mit Hilfe von geeigneten Einrichtungen,
die in der Zeichnung durch Pfeile 2 schematisiert dargestellt sind, gegen die Fahrbahnplatte
3 anpressbar. Die Stülpschalung 1 ist formschlüssig mit einem Filterliner 5 ausgekleidet,
der vorzugsweise aus Pappe besteht und im eingelegten Zustand nach dem Betonieren
eine Kontur aufweist, die der gewünschten Oberflächenkontur des Schienenstützpunktes
entspricht. Dieser Filterliner 5 ist in der Stülpschalung 1 mit Hilfe eines am unteren
Rand der Stülpschalung 1 vorgesehenen Dicht- und Höhenausgleichsrahmens 6, Fahrbahndübeln
7 für die spätere Schienenbefestigung und einem Schraub- und Klemmring 8 an einem
Einfüllstutzen 9 fixiert, über den der Hohlraum 4 mit Beton füllbar ist und der ein
Betonreservoir 10 aufweist, über das die bei der Druckbehandlung entstehende Volumenreduktion
des im Hohlraum 4 befindlichen Betons ausgeglichen werden kann; Höchst- und Tiefststand
des Betons im Einfüllstutzen 9 sind angedeutet. In der Figur ist durch eine gestrichelte
Linie angedeutet, daß zwischen dem Filterliner 5 und der Stülpschalung 1 ein Netzwerk
11 miteinander verbundener Vertiefungen in Form eines zwischengelegten Gewebes oder
an der Innenseite der Stülpschalung 1 vorgesehenen Nuten zum Abführen von Luft und
Wasser vorgesehen ist.
[0013] Der Einfüllstutzen 9 ist mit einer Überdruckquelle 12, das Netzwerk 11 dagegen mit
einer Unterdruckquelle 13 verbindbar. Im einzelnen ist hierzu das äußere Ende des
Einfüllstutzens 9 durch einen Deckel 14 dicht verschließbar, der mit einem Anschluß
15 für die Überdruckquelle 12, z.B. Luftdruckquelle versehen ist. Für die Unterdruckquelle
13 ist ein im Netzwerk 11 einmündender Vakuumanschlußstutzen 16 vorgesehen. Auf der
Stülpschalung 1 ist noch ein Rüttler 17 befestigt.
[0014] Die beschriebene Vorrichtung wird beispielhaft wie folgt benutzt: Zunächst wird die
Stülpschalung 1 auf die Fahrbahnplatte 3 gesetzt, justiert und fixiert. Danach wird
flüssiger Beton in die Stülpschalung 1 bis zu der vorher durch Versuch ermittelten
Maximalhöhe eingebracht, wobei der Filterliner 5 durchnäßt wird und sich über das
Netzwerk 15 an die Stülpschalung 1 anschmiegt. Das eingefüllte Betonvolumen ist mindestens
um das Volumen größer, das der Wassermenge entspricht, die aus dem flüssigen Beton
abgesaugt wird, um einen grünstandsfesten Beton zu erreichen. Alsdann wird der Beton
im Einfüllstutzen 9 mit Druckluft von 2,5 kPa beaufschlagt, während an den Hohlraum
4 der Stülpschalung 1 ein Unterdruck von 0,8 bis 0,9 kPa angelegt wird. Durch den
Überdruck und Unterdruck wird Wasser aus dem flüssigen Beton abgesaugt, indem es durch
den Filterliner und den Raum zwischen dem Netzwerk und dem Vakuumanschluß abfließt.
Dasjenige Volumen, das das Wasser und eventuell vorhandene Luft vorher im Beton eingenommen
haben, wird durch das Druckgefälle durch aus dem Einfüllstutzen 9 eingedrückten Beton
ausgeglichen. Das Ganze dauert etwa 2 Minuten. Während der letzten 30 Sekunden wird
mit Hilfe des Rüttlers 17 zusätzlich gerüttelt. Abschließend wird die Stülpschalung
1 abgehoben und der Beton wie schon beschrieben nachbehandelt.
1. Verfahren zum Betonieren von Schienenstützpunkten für einen schotterlosen Gleisoberbau,
wobei auf eine Fahrbahnplatte (3) eine mit einem Filterliner (5) ausgekleidete, einen
dem Schienenstützpunkt entsprechenden Hohlraum (4) aufweisende Stülpschalung (1) dicht
und lageorientiert aufgesetzt wird, danach über einen Einfüllstutzen (9) der Stülpschalung
(1) Beton in die Stülpschalung (1) unter Entweichen von Luft und Wasser durch den
Filterliner (5) eingefüllt wird und nach Erreichen einer Grünstandsfestigkeit die
Stülpschalung (1) entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Wasser/Zement-Wert zwischen 0,4 und 0,6 eingefüllte Beton unmittelbar
nach dem Einfüllen im Einfüllstutzen (9) einem Überdruck und im Bereich des Filterliners
(5) einem Unterdruck ausgesetzt wird, bis die Grünstandsfestigkeit erreicht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Stahl- und/oder Kunststoffasern
enthaltenden Beton gearbeitet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton im Einfüllstutzen
(9) einem über Betonierdruck liegenden Überdruck ausgesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton
im Einfüllstutzen (9) einem Überdruck von 1 bis 8 kPa ausgesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton
im Bereich des Filterliners (5) einem Unterdruck von 0,3 bis 0,9 kPa ausgesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton im Bereich des Filterliners
(5) einem Unterdruck von 0,8 bis 0,9 kPa ausgesetzt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der in der
Stülpschalung (1) befindliche Beton vor dem Ausschalen gerüttelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Beton
für 1 bis 8 Minuten dem Überdruck und Unterdruck unterworfen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stülpschalung
(1) entfernt wird, wenn der Beton des Schienenstützpunktes eine Druckfestigkeit von
etwa 1 N/mm2 erreicht hat.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stülpschalung
(1) entfernt wird, wenn der Beton des Schienenstützpunktes einen Wasser/Zement-Wert
von 0,30 bis 0,35 aufweist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonoberfläche
des Schienenstützpunktes nach dem Ausschalen gegen eine Wasserverdunstung gesichert
wird.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bestehend
aus einer mit einem Filterliner (5) ausgekleideten, einen dem Schienenstützpunkt entsprechenden
Hohlraum (4) aufweisenden Stülpschalung (1), wobei hinter dem Filterliner (5) ein
Netzwerk (11) miteinander verbundener Vertiefungen zum Abführen von Luft und Wasser
vorgesehen ist und der Hohlraum (4) über einen Einfüllstutzen (9) mit Beton füllbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfüllstutzen (9) mit einer Überdruckquelle (12) und das Netzwerk (11)
mit einer Unterdruckquelle (13) verbindbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterliner (5) aus
einem in der Stülpschalung (1) fixierbaren Pappeeinsatz besteht, der vorzugsweise
für mehlkorngroße Feststoffe des Betons undurchlässig ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzwerk (11)
von einem zwischengelegten Kunststoff- oder Drahtgewebe oder -gewirk gebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunststoff- oder Drahtgewebe
oder -gewirk eine lichte Maschenweite von 0,5 bis 6 mm aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzwerk (11)
von an der Innenseite der Stülpschalung (1) vorgesehenen Vertiefungen gebildet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen aus Nuten
mit einer Breite von 0,5 bis 6 mm und einer Tiefe von 2 bis 10 mm bestehen.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Einfüllstutzen
(9) ein zum Ausgleich der bei der Anwendung des Über- und Unterdruckes entstehende
Volumenreduktion des im Hohlraum (4) befindlichen Betons ausreichendes Betonreservoir
(10) aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere
Ende des Einfüllstutzens (9) durch einen Deckel (14) verschließbar ist, der mit einem
Anschluß (15) für die Überdruckquelle (12) versehen ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Stülpschalung
(1) mit einem Rüttler (17) versehen ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stülpschalung
(1) an ihrem unteren Rand einen Dicht- und Höhenausgleichsrahmen (6) aufweist.