[0001] Die Erfindung betrifft eine Motordosierpumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0002] Derartige Motordosierpumpen sind allgemein bekannt und werden durch Zusatzeinrichtungen
den jeweiligen Anforderungen angepasst. Sie arbeiten nach dem volumetrischen Prinzip,
bei dem der Dosiervorgang aus dem Transport eines abgeschlossenen Kammervolumens durch
ein Verdrängungsorgan besteht. Das Dosiervolumen pro Hub entspricht dabei der Volumendifferenz
bei der Bewegung des Verdrängungsorgans.
[0003] Bei einer solchen Motordosierpumpe wird die im allgemeinen kontinuierliche Drehbewegung
eines Antriebsmotors durch eine Getriebeeinheit in eine oszillierende Linearbewegung
des Verdrängungsorgans umgesetzt. Die Drehzahl und das Drehmoment des Motors wird
in einem Getriebe untersetzt und an die Geschwindigkeit und den Kraftbedarf des Verdrängungsorgans
angepasst. Die Abgangswelle des Getriebes treibt eine Vorrichtung zur Umsetzung der
Drehbewegung in eine seitliche Auslenkung, d.h. im rechten Winkel zur Drehachse, an,
wie z.B. einen Feder-/Nocken- oder einen Exzenterantrieb. Die seitliche Auslenkbewegung
betätigt eine Schubstange, die axial verschiebbar in Richtung der Auslenkbewegung
in Lagern geführt ist. Diese überträgt die Bewegung und die Kraft auf das Verdrängungsorgan,
welches in einem in der Längsachse der Schubstange angeordneten Dosierkopf in Zusammenwirken
mit einem Auslass- und Einlassventil in abwechselnder Folge zu einem Pumphub (Druckhub)
und einem Ansaughub und damit zu einer Förderung des Dosiermediums führt.
[0004] Unterschiede verschiedener Ausführungsvarianten liegen zum einen in der Art des Motors;
üblich sind Asynchronmotoren, Synchronmotoren und Schrittmotoren, die außerhalb oder
innerhalb des eigentlichen Pumpengehäuses montiert sind. Weiter unterscheiden sich
einzelne Dosierpumpentypen in der Ausführung des Getriebes, das ein Schneckengetriebe,
ein Stimradgetriebe oder ein Riemenantrieb sein kann. Der Antrieb der Schubstange
durch die Auslenkvorrichtung kann zwangsgeführt oder auch einseitig formschlüssig
nur beim Vorlaufen der Auslenkvorrichtung erfolgen. Die Schubstange wird im Druckhub
durch die Auslenkvorrichtung angetrieben, zum Ansaugen hingegen wird sie im letztgenannten
Fall durch eine Rückholfeder angetrieben, die sie an die zurücklaufende Auslenkvorrichtung
spielfrei anlegt. Die Rückholfeder wird im Druckhub zusammengepresst und ist in ihrer
Dimensionierung auf den Kraftbedarf beim Ansaugvorgang hin ausgelegt. Als weiteres
Unterscheidungsmerkmal verschiedener Pumpentypen erfolgt die Krafteinkopplung von
der Schubstange zu einer Membran als Verdrängungsorgan entweder durch eine starre
Verbindung oder durch einen hydraulischen Zwischenkreis. Da die Hydraulikflüssigkeit,
üblicherweise Öl, nicht kömprimierbar ist, wirkt eine hydraulische Kopplung wie eine
starre Verbindung. Neben dem hier beschriebenen System mit einem Dosierkopf sind auch
Pumpenkonstruktionen bekannt, die mit zwei oder mehreren an einem gemeinsamen Antrieb
betriebenen Dosierköpfen arbeiten. Zum einen können als Ausführungsbeispiel beidseitig
eines Exzenters zwei gegenüberliegende Schubstangen in einer gemeinsamen Längsachse
angeordnet sein, die gegenläufig betrieben werden und jeweils einen Dosierkopf mit
einem eigenen Verdrängungsorgan antreiben. Zum anderen arbeitet ein weiteres bekanntes
Prinzip mit Mehrfachdosierköpfen mit einer verlängerten Exzenterwelle, die mehrere
gemeinsam angetriebene Exzenter trägt, die wiederum jeder für sich eine zugeordnete
Einheit aus quer zur Exzenterachse angeordneter Schubstange und in Richtung der Schubstangenachse
liegendem Dosierkopf mit Verdrängungsorgan antreibt.
[0005] Alle beweglichen Teile sind im einfachen Fall in einem gemeinsamen Pumpengehäuse
durch Kugel- oder Gleitlager gelagert, in anderen Ausführungen sind einzelne Funktionsgruppen
in weiteren Gehäuse- oder Montageteilen, die teilweise auch ölgefüllt sind, zu Funktionsgruppen
zusammengefasst und als Baueinheiten montiert. Ein Beispiel hierfür wäre eine außerhalb
des Pumpengehäuses montierte Einheit aus Motor und Untersetzungsgetriebe mit Montageflansch
und bereits untersetzter Abgangswelle.
[0006] Im einfachen Fall wird der Antriebsmotor für eine fortlaufende Dosierung kontinuierlich
oder zum Ausführen einzelner Dosierhübe für eine bestimmte Zeit eingeschaltet. Andere
Ausführungen steuern den Antriebsmotor über einen Frequenzumrichter nach einem vorgegebenen
zeitlichen Profil an, wodurch die Motordrehzahl und damit die Dosierleistung besser
reproduzierbar und unabhängig von elektrischen Parametern wie z.B. der Frequenz oder
der aktuellen Höhe der Netzspannung wird.
[0007] Die Motordrehzahl wird durch die elektrische Frequenz der Motoransteuerung vorgegeben
und bestimmt zusammen mit der Getriebeuntersetzung und der Getriebecharakteristik,
die bei einem Exzentergetriebe sinusförmig ist, die Zeitdauer eines jeden Hubs. Bei
kontinuierlicher Ansteuerung ergibt sich die Zeitdauer pro Hub aus der effektiven
Motordrehzahl im Belastungszustand und der Getriebeuntersetzung. Im sogenannten Ein-/Ausschaltbetrieb,
bei dem Einzelhübe oder Hubpakete abgearbeitet werden, zwischen denen der Motor definiert,
z.B. im Ansaugtotpunkt, angehalten wird, kommen Anlauf- und Bremszeiten hinzu und
verlängern die Zeitdauer pro Hub entsprechend. Die Hubfrequenz wird im kontinuierlichen
Betrieb durch die Zeitdauer pro Hub bzw. im Ein-/Ausschaltbetrieb durch die Folgefrequenz
der Motoreinschaltungen vorgegeben, die natürlich nicht häufiger erfolgen können,
als es die benötigte Zeit zum Ausführen eines Hubs vorgibt.
[0008] Die Hublänge kann durch Begrenzung der seitlichen Auslenkung eingestellt werden.
Dies kann zum einen durch Verstellen einer Exzentrizität geschehen, z.B. durch Verwendung
sogenannter Taumelzylinder, die auf der Basis zweier gegeneinander verdrehbarer schiefer
Ebenen arbeiten. Zum anderen ist als weitere Möglichkeit ein verstellbarer Anschlag
üblich, der bei nicht zwangsgeführten Auslenksystemen einsetzbar ist. Dieser Anschlag
in Form einer mechanisch verstellbaren Spindel begrenzt bei entsprechender Einstellung
die Rückwärtsbewegung der Schubstange beim Ansaugen auf eine einstellbare Position
vor Erreichen des hinteren Totpunkts der Auslenkvorrichtung. Durch den Anschlag wird
der Startpunkt der Hubbewegung vorgegeben; die Endlage ergibt sich bei vollständig
ausgeführter Auslenkbewegung. Eine mögliche Ausführung ist, einen Hubverstellbolzen
mit von der Gerätebedienseite zugänglichem Drehknopf und Skala in ein Gewinde des
Pumpengehäuses einzuschrauben, der den Anschlag für die Schubstange beim Ansaugen
darstellt. Bei hydraulischen Systemen wird die Hubverstellung z.B. durch eine verschiebbare
Muffe realisiert, deren Position durch einen von der Gerätebedienseite zugänglichen
Drehknopf mit Skala einstellbar ist, der in einem Gewinde des Pumpengehäuses eingeschraubt
ist. Die Muffe deckt eine Bypassbohrung in der Schubstange ab, die nach Abfahren eines
bestimmten Wegs einen Nebenschluss des Ölkreislaufs freigibt und so die Kraftkopplung
von der Schubstange zur Membran aufhebt.
[0009] Der Bewegungsablauf des Verdrängungsorgans ergibt sich aus dem Zusammenspiel der
Getriebe- und sonstigen mechanischen Komponenten. Während der Vorwärtsbewegung arbeitet
der Antrieb gegen die durch das Verdrängungsorgan und die (fallweise vorhandene) Rückholfeder
auf die Schubstange wirkende Kraft. Während der Rückwärtsbewegung wird die Schubstange
bei zwangsgeführtem Auslenksystem ebenfalls durch den Antrieb zurückgezogen, bei einseitiger
Betätigung drückt die Rückholfeder die Schubstange zurück und bringt dabei die Kraft
für das Ansaugen des Dosiermediums auf. Die Bewegung der Schubstange folgt dabei der
Charakteristik der Auslenkvorrichtung; bei einem Exzenter ist dies z.B. ein sinusförmiger
Verlauf, der bei voller Hublänge zwischen den beiden Totpunkten des Exzenterhubs liegt.
Im Betrieb mit reduzierter Hublänge ist die Bewegung bei Verstellung einer Exzentrizität
weiterhin rein sinusförmig mit reduzierter Amplitude, bei starr gekoppelten Systemen
mit verstellbarem Anschlag bzw. hydraulischen Systemen mit Bypassbohrung bleibt der
ursprüngliche Bewegungsablauf und die Amplitude der Auslenkvorrichtung erhalten, wird
jedoch nicht mehr vollständig ausgeführt; vielmehr ist die Schubstangenbewegung je
nach eingestellter Hublänge und Kopplungssystem im Anfangs- bzw. im Endbereich abgeschnitten
(Phasenanschnitt). Die Vorwärtsbewegung zur Ausführung des Druckhubs spielt sich je
nach Ansteuerung des Motors in einem Zeitbereich deutlich unterhalb einer Sekunde
ab (z.B. im Bereich um 200ms), der Ansaughub erfolgt ebenfalls nach einem durch die
Auslenkvorrichtung vorgegebenen Verlauf innerhalb ähnlicher Zeit wie der Druckhub.
Daraus resultieren in beiden Hubphasen relativ hohe Momentangeschwindigkeiten des
Dosiermediums; bei einem Exzenterantrieb liegt das Maximum jeweils etwa auf halber
Strecke der Bewegung.
[0010] Bei Ausführungen, bei denen mehrere Einheiten, bestehend aus Schubstange und Dosierkopf,
von einer gemeinsamen, mit mehreren Exzentern arbeitenden Exzenterwelle angetrieben
werden, können diese Exzenter phasenversetzt auf der Welle angeordnet sein, um den
jeweiligen Spitzenkraftbedarf der einzelnen Dosierköpfe zeitlich auf eine volle Drehung
der Exzenterwelle zu verteilen und so die zur Verfügung stehende Motorkraft optimal
auszunützen.
[0011] Bestimmte Ausführungen, sog. Membrandosierpumpen, haben als Verdrängungsorgan eine
teilflexible Membran. Diese ist nicht starr, sondern verformt sich im Walkbereich
elastisch um einen bestimmten Betrag, wenn der Druck des Dosiermediums auf sie einwirkt.
Der Betrag dieser Verformung, die in einem ersten, für die Dosierung ungenutzten Teil
der Hubbewegung aufgebaut wird, geht der effektiv ausgeführten Hubbewegung verloren
und führt dazu, dass die Dosiermenge bei zunehmendem Arbeitsdruck abnimmt. Diese fallende
Charakteristik ist in normalen Anwendungen deutlich stärker ausgeprägt als es die
geforderte Dosiergenauigkeit zulassen würde. Motordosierpumpen können daher üblicherweise
nicht in einer allgemeinen Einstellung über einen weiten Bereich des Arbeitsdrucks
mit der gewünschten Genauigkeit betrieben werden; vielmehr wird der auftretende Fehler
durch eine Kalibriermessung erfasst und in die weiteren Berechnungen mit einbezogen.
Diese Kalibriermessung muss jedoch in der konkreten Anwendung unter realen Arbeitsbedingungen
erfolgen und ist insbesondere in Verbindung mit aggressiven Chemikalien ein Arbeitsschritt,
der erheblichen Aufwand mit sich bringt.
[0012] Derzeit allgemein übliche Motordosierpumpen sind zwar leistungsfähig und weisen für
viele Prozesse günstige Dosiereigenschaften auf, haben aber dennoch Nachteile in bezug
auf die hydraulischen Eigenschaften des Dosiervorgangs gegenüber dem wünschenswerten
Idealzustand. Als Beispiel seien hier die relativ starke Abhängigkeit der dosierten
Menge vom Arbeitsdruck des Dosierkreislaufs und Nachteile wie Fließgeräusche bzw.
Druckverluste durch hohe momentane Strömungsgeschwindigkeiten des Dosiermediums genannt.
[0013] Eine solche Dosierpumpe ist in
EP 0 798 558 A2 beschrieben. Zum Erreichen der Dosiergenauigkeiten wird mit einem Positionsdetektor
und einem zweiten Detektor die Totpunkte, d.h. die Wendepunkte, der Bewegung des Verdrängungsorgans
ermittelt. Mit Hilfe der Zeitdifferenz, die das Verdrängurigsorgan benötigt, um von
einem Totpunkt zum anderen Totpunkt zu gelangen, kann die durchschnittliche Dosiergeschwindigkeit
bestimmt werden. Nachteilig ist dabei, dass die durchschnittliche Dosiergeschwindigkeit
helfen kann, die durchschnittliche Dosiergenauigkeit zu erhöhen eine Aussage über
die Dosierung innerhalb eines Druck- oder Saughubs ist jedoch nicht möglich.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist insbesondere, die bekannten Nachteile in bezug
auf die hydraulischen Eigenschaften des Dosiervorgangs zu beseitigen und dadurch einen
variablen, größeren Einsatzbereich der Motordosierpumpen zu erzielen, ohne deren Herstellungsaufwand
negativ zu beeinflussen. Weiterhin soll der Bewegungsvorgang der Schubstange und des
damit verbundenen Verdrängungsorgans so den Soll-Angaben angepasst werden, dass sowohl
der Dosiervorgang selbst einstellbar ist, als auch die durch Fertigungstechnik oder
nachteilige Eigenschaften von Bauteilen (z.B. der elastischen Membran, falls vorhanden)
entstehenden Fehler durch die elektronische Steuerung berücksichtigbar und behebbar
sind. Durch diese Maßnahmen soll die exakte Dosierung eines vorgegebenen Volumens
eines Dosiermediums bei einem Dosiervorgang durch Vermeidung bzw. Erkennung fehlerhafter
Betriebszustände sichergestellt werden und Fertigungs- und/oder in der Nutzung auftretende
Ungenauigkeiten durch die eingesetzte Elektronik ausgleichbar sein.
[0015] Die Lösung der Aufgabe besteht darin, dass dass das aus dem Positionssensor ausgelesene
Signal (x
I) für die Position der Schubstange über einen Regelkreis im Rahmen seiner Regelgenauigkeit
die Drehzahl des Antriebsmotors und als Folge die Linearbewegung der Schubstange und
damit des Verdrängungsorgans so beeinflusst, dass sie einem vorgegebenen Sollwertprofil
folgt.
[0016] Mit Hilfe des Positionssensors wird die Bewegung der Schubstange erfasst und durch
die elektronische Steuerung ausgewertet. Hierzu untersucht die Steuerung ausgehend
von den Rahmenbedingungen den Bewegungsablauf auf jeweils charakteristische Merkmale
und reagiert darauf mithilfe einer Beeinflussung der Motoransteuerung so, dass die
Dosierung der Vorgabe möglichst gut folgt und die sonst z.B. durch die Eigenschaften
der Membran entstehenden Ungenauigkeiten eliminiert werden.
[0017] Arbeitet der Positionssensor nach einem berührungsfreien Prinzip, wird ein verschleißfreier
Betrieb des Sensors sichergestellt, was angesichts der hohen Anzahl von Hüben während
der Lebensdauer einer Dosierpumpe vorteilhaft und letztlich erforderlich ist.
[0018] Ist das mit der Schubstange verbundene Positionselement außerhalb des Dosierkopfes
angeordnet, wird damit eine größere Flexibilität bezüglich des Montageraums für den
Positionssensor erreicht.
[0019] Beeinflusst das Bezugselement den Strahlengang einer Lichtquelle und arbeitet der
mit ihm zusammenwirkende Positionssensor, der im Pumpengehäuse oder an einem sonstigen
ruhenden Teil fest angeordnet ist, nach einem lichtempfindlichen Empfängerprinzip,
ist zum einen ein verschleißfreier Betrieb sichergestellt, wie er angesichts der hohen
Anzahl von Hüben während der Lebensdauer einer Dosierpumpe unerlässlich ist, und die
bewegten Teile werden berührungsfrei abgetasweiterer Vorteil dieser Anordnung ist,
dass eine derartige Ausbildung eines Positionssensors prinzipiell unempfindlich gegenüber
magnetischen Streufeldern ist.
[0020] Ist das Bezugselement ein Schattenkörper bzw. eine schattengebende Kontur und besteht
der mit ihm zusammenwirkende Positionssensor, der im Pumpengehäuse oder an einem sonstigen
ruhenden Teil fest angeordnet ist, aus einer Reihe lichtempfindlicher ladungsgekoppelter
Empfängerzellen (sog. CCD-Zellen; charge coupled device), hat eine derartige Anordnung
auf optischer Basis wichtige Eigenschaften, die der Positionssensor erfüllen muss.
Zum einen arbeitet die Anordnung aufgrund des optischen Funktionsprinzips verschleißfrei
und ist unempfindlich gegenüber magnetischen Streufeldern, zum anderen weist ein derartig
ausgebildeter Sensor praktisch keinen Linearitätsfehler auf.
[0021] Ist der Positionssensor weiterhin auf einem eigenen Sensorträger angeordnet, der
mit dem Pumpengehäuse oder einem sonstigen ruhenden Teil fest verbunden ist, kann
eine solche Anordnung als Baueinheit vormontiert und geprüft werden und erleichtert
so die Montage. Wird der Sensorträger als Teil aus nicht nichtleitendem Kunststoff
ausgeführt, wird dadurch zusätzlich die elektrische Isolation der Sensorbauteile gegen
metallische Teile des Gehäuses bzw. des Getriebes vereinfacht.
[0022] Stellen die Lichtquelle, der Schattenkörper bzw. die schattengebende Kontur und der
Empfänger eine lichtschrankenähnliche Anordnung dar und werden die Messwerte kontinuierlich
oder taktweise der elektronischen Steuerung zugeführt, stellt eine solche Anordnung
der elektronischen Steuerung mit einer den Anforderungen gerechten Geschwindigkeit
die Positionsdaten zur Verfügung.
[0023] Besteht der optische Empfänger des Positionssensor aus einer Anzahl linear angeordneter
Empfänger (Pixels), vorzugsweise 128 Pixels, so kann eine solche Anordnung auf einfache
Weise die Position durch Auszählen der Schattengrenze zwischen beleuchteten und unbeleuchteten
Zellen ermitteln und erreicht bereits mit dieser einfachen Methode eine Auflösung
entsprechend dem Abstand der Zellen des verwendeten Empfängerbausteins.
[0024] Ist die Lichtquelle eine Leuchtdiode (LED), die so gegenüber dem optischen Empfänger
des Positionssensor angeordnet ist, dass deren Lichtstrahlenbündel auf dem direkten
Weg zum Empfänger durch die Schubstange nicht behindert wird, hat dies den Vorteil,
dass die preiswerte LED einen annähernd punktförmigen Leuchtfleck besitzt, der für
eine hohe optische Auflösung unerlässlich ist, und praktisch eine nahezu unendliche
Lebensdauer aufweist. Die Anordnung gegenüber dem Positionssensor an der Schubstange
vorbei ergibt einen großen Abstand zwischen Lichtquelle und Empfänger, der den Projektionswinkel
des relevanten Lichtstrahls relativ unabhängig von der Montageposition der Elemente
macht.
[0025] Wird der Ausgangswert des Positionssensors durch Interpolation der Helligkeitswerte
mehrerer im Schattenübergangsbereich liegender Pixels gebildet, so wird für das Ausgangssignal
des Positionssensors eine feinere Auflösung erreicht, als sie durch das mechanische
Raster der Zellen des CCD-Empfängers vorgegeben ist.
[0026] Werden bei der Verarbeitung der Signale des Positionssensors Filtermaßnahmen eingesetzt,
so wird die Störimmunität des Positionssensors verbessert.
[0027] Die Empfindlichkeit des Positionssensors gegenüber Montageabweichungen und mechanische
Verschiebungen während des Betriebs, z.B. durch Erwärmung oder Lagerverschleiß, wird
verringert, wenn Nulllagefehler des Positionssensors mittels eines Referenzspeichers
bzw. Skalierungsfehler des Positionssensors durch Anfahren einer oder mehrerer Referenzpositionen
eliminiert werden.
[0028] Werden Belichtungsschwankungen des Positionssensors durch eine Steuerung oder Regelung
der Lichtquelle anhand der gewonnenen Helligkeitswerte der Pixels ausgeglichen, verringert
dies die Empfindlichkeit des Positionssensors gegenüber Schwankungen von Bauteileparametern.
[0029] Werden Helligkeitsschwankungen zwischen einzelnen Pixels des optischen Empfängers
durch Einbeziehen eines Referenzspeichers für die Empfindlichkeit jedes Pixels kompensiert,
verringert dies die Auswirkungen von Verschmutzungen des optischen Empfängers.
[0030] Erfolgt die Erkennung, auf welchen Wert das Hubverstellorgan eingestellt ist, durch
Messung während der Dosierung unmittelbar über den Positionssensor, kann der ansonsten
zusätzlich notwendige Sensor für die mechanische Stellung der zugehörigen Einstellelemente
entfallen.
[0031] Erkennt die elektronische Steuerung durch Auswertung des Positionssensorsignals eine
Blockade des Verdrängungsorgans bzw. einen unvollständig ausgeführten Hub, erhöht
dies die Zuverlässigkeit der Dosierung. Bei Dosierpumpen herkömmlicher Bauart ohne
Positionssensor werden oft Sensoren eingesetzt, die zur Überwachung der Dosierbewegung
z.B. beim Passieren einer Referenzmarke pro Hub einen Rückmeldeimpuls an die elektronische
Steuerung abgeben, woraus die Hubperiodendauer gemessen und ein störungsfreier Ablauf
des Dosiervorgangs abgeleitet werden kann. Gegenüber solchen Sensoren hat die beschriebene
Verwendung eines Positionssensors den Vorteil, dass die gewünschte Information zu
jedem Zeitpunkt des Dosierhubs vorliegt, und nicht nur beim Passieren der Referenzmarke,
so dass solche zusätzlichen Sensoren ohne Nachteil entfallen können.
[0032] Arbeitet der Antriebsmotor nach einem schlupfbehafteten Prinzip, indem z.B. ein Asynchronmotor
eingesetzt wird, und ermittelt die elektronische Steuerung aus der durch die Ansteuerung
vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik
eine Sollhubfrequenz bzw. eine Sollhubperiode für das Verdrängungsorgan und erfasst
sie zusätzlich durch Auswertung des Positionssensorsignals die tatsächliche Hubfrequenz
bzw. die tatsächliche Hubperiode des Verdrängungsorgans, wobei sie durch Vergleich
der tatsächlichen Hubfrequenz mit der Sollhubfrequenz bzw. der tatsächlichen Hubperiode
mit der Sollhubperiode des Verdrängungsorgans den Schlupf des Antriebsmotors errechnet
und dessen Solldrehzahl so verändert, dass sich das Verdrängungsorgan letztendlich
mit der gewünschten Hubfrequenz bewegt, verbessert dies die Genauigkeit der Dosierung
durch Eliminieren des Fehlers in der Hubfrequenz, der durch den Schlupf des Antriebsmotors
hervorgerufen würde. Bei Dosierpumpen herkömmlicher Bauart ohne Positionssensor werden
oft Sensoren eingesetzt, die zur Überwachung der Dosierbewegung z.B. beim Passieren
einer Referenzmarke pro Hub einen Rückmeldeimpuls an die elektronische Steuerung abgeben,
woraus ebenfalls die Hubperiodendauer gemessen und korrigiert werden kann; solche
zusätzlichen Sensoren können bei Verwendung eines Positionssensors entfallen.
[0033] Arbeitet der Antriebsmotor nach einem schlupfbehafteten Prinzip, indem z.B. ein Asynchronmotor
eingesetzt wird, und ermittelt die elektronische Steuerung aus der durch die Ansteuerung
vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik
eine Sollhubfrequenz bzw. eine Sollhubperiode für das Verdrängungsorgan und erfasst
zusätzlich durch Auswertung des Positionssensorsignals die tatsächliche Hubfrequenz
bzw. die tatsächliche Hubperiode des Verdrängungsorgans, wobei sie durch Vergleich
der tatsächlichen Hubfrequenz mit der Sollhubfrequenz bzw. der tatsächlichen Hubperiode
mit der Sollhubperiode des Verdrängungsorgans den Schlupf des Antriebsmotors errechnet
und ermittelt weiter die elektronische Steuerung aus dem so ermittelten Schlupf des
Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik die auf das Verdrängungsorgan
wirkende Kraft und nimmt so einen Rückschluss auf den Arbeitsdruck des Dosiermediums
vor, können mit dieser Information Überwachungs- und Kompensationsfunktionen realisiert
werden, die die Zuverlässigkeit sowie die Genauigkeit der Dosierung verbessern. Ermittelt
die elektronische Steuerung aus der durch die Ansteuerung vorgegebenen Solldrehzahl
des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik für jeden Moment des Dosiervorgangs
eine Sollgeschwindigkeit für das Verdrängungsorgan und erfasst sie zusätzlich durch
Auswertung des Positionssensorsignals die tatsächliche Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans,
wobei sie durch Vergleich der tatsächlichen Momentangeschwindigkeit mit der Sollgeschwindigkeit
des Verdrängungsorgans den momentanen Schlupf des Antriebsmotors errechnet und daraus,
wiederum in Zusammenhang mit der bekannten Getriebecharakteristik, auf den momentanen
Kraftverlauf am Verdrängungsorgan schließt, so liegt die gewünschte Information über
den Kraftverlauf zu jedem Zeitpunkt des Dosiervorgangs vor und die angestrebten Überwachungs-
und Kompensationsfunktionen können zeitlich differenzierter erfolgen, was die Zuverlässigkeit
sowie die Genauigkeit der Dosierung weiter verbessert.
[0034] Nimmt die elektronische Steuerung aus dem beobachteten Kraftverlauf am Verdrängungsorgan
einen Rückschluss auf den Arbeitsdruck des Dosiermediums vor, so kann bekannten schädlichen
Auswirkungen des Arbeitsdrucks auf den Dosiervorgang entgegengewirkt werden.
[0035] Erkennt die elektronische Steuerung aus dem ermittelten Arbeitsdruck des Dosiermediums
einen Betrieb außerhalb des spezifizierten Druckbereichs und stellt sie die Dosierung
bei Überschreiten eines durch die Spezifikation der Dosierpumpe bzw. durch eine Benutzereingabe
vorgegebenen maximal zulässigen Drucks bzw. bei Unterschreiten eines vorgegebenen
Minimaldrucks ein, so werden fehlerhafte Betriebszustände wie Überdrucksituationen
bzw. Druckverlust durch eine defekte Verrohrung erkannt und es können Sicherheitsmaßnahmen
wie z.B. das Einstellen der Dosierung ergriffen werden, was die Zuverlässigkeit der
Dosierung verbessert. Die sonst notwendigen zusätzlichen Betriebsmittel wie z.B. Überdruckbegrenzer
können hierdurch eingespart werden, sofern die Dosierpumpe das einzige druckerhöhende
Aggregat im Prozess ist. Die Möglichkeit, den Arbeitsdruck auch auf Werte innerhalb
des spezifizierten Druckbereichs der Dosierpumpe zu kontrollieren, erweitert die Möglichkeiten
der Drucküberwachung auf Situationen, in denen das Überwachungssystem herkömmlicher
Dosierpumpen, welches erst bei einer Blockade der Dosierpumpe anspricht, nicht einsetzbar
ist.
[0036] Ist das Verdrängungsorgan eine teilweise elastische Membran und ermittelt die elektronische
Steuerung aus dem gemessenen Arbeitsdruck des Dosiermediums und der bekannten Abhängigkeit
der Dosierleistung vom Arbeitsdruck, die von der elastischen Verformung der Membran
verursacht wird, einen zu erwartenden Dosierfehler, und beeinflusst sie die Drehzahl
des Antriebsmotors und damit die Hubfrequenz so, dass diesem zu erwartenden Dosierfehler
entgegengewirkt wird, so verbessert dies die Genauigkeit der Dosierung.
[0037] Beeinflusst das aus dem Positionssensor ausgelesene Signal (x
I) für die Position der Schubstange über einen Regelkreis im Rahmen seiner Regelgenauigkeit
die Drehzahl des Antriebsmotors und als Folge die Linearbewegung der Schubstange und
damit des Verdrängungsorgans so, dass sie einem vorgegebenen Sollwertprofil folgt,
so kann diese gezielte Beeinflussbarkeit der Bewegung des Verdrängungsorgans zum Erreichen
bzw. zur Verbesserung vorteilhafter hydraulischer Eigenschaften der Dosierung, z.B.
bei der Langsamdosierung und/oder der Dosiergenauigkeit im Teilhubbereich, ausgenutzt
werden.
[0038] Besitzt die Dosierpumpe zusätzlich zu dem Positionssensor eine Regeleinrichtung und
beeinflusst diese alternativ die Position (im folgenden x
I genannt), die Geschwindigkeit (im folgenden v
I genannt) oder die Beschleunigung des Verdrängungsorgans über eine Regeleinrichtung
durch Veränderung der Drehzahl des Antriebsmotors beeinflusst, können passend zu den
Anforderungen einer konkreten Dosieraufgabe gezielt die Vorteile der jeweils geeigneteren
Regelmethode genutzt werden. Eine Regelung der Geschwindigkeit erlaubt eine direkte
Kontrolle der tatsächlichen Fließgeschwindigkeit des Dosiermediums, die z.B. für das
verlangsamte Ansaugen zum Vermeiden von Kavitation erforderlich ist. Eine Regelung
der Position erlaubt hingegen Situationen nahe des Stillstands zu kontrollieren, bei
denen die Geschwindigkeitsinformationen, die durch Differenzieren des Wegsignals gebildet
werden, sehr klein werden und durch die Regeleinrichtung nicht mehr sinnvoll verarbeitet
werden können. Die Regelung der Position umgeht diese Schwierigkeit und ist z.B. bei
der elektronischen Hublängenbegrenzung oder der Langsamdosierung vorteilhaft anzuwenden.
Die Regelung der Beschleunigung ist vorteilhaft für eine leichte Beherrschbarkeit
der Regelung, da die Beschleunigung der bewegten Massen für schnelle Vorgänge ein
direktes Abbild der Motorkraft darstellt.
[0039] Besitzt die Dosierpumpe zusätzlich zu dem Positionssensor eine Regeleinrichtung und
setzt diese v
l des Verdrängungsorgans in der Ansaugphase und/oder in der Druckphase gezielt herab,
so wird damit Druckverlusten, die durch Strömungswiderstände verursacht werden, bzw.
dem Entstehen von Kavitation entgegengewirkt. Bei der Dosierung hochviskoser Medien,
z.B. von Lecithin, entstehen an Engstellen wie z.B. in den Ventilen bei zu hoher Strömungsgeschwindigkeit
hohe Druckverluste. Diese Druckverluste müssen in Form einer zusätzlichen Kraft durch
den Antrieb aufgebracht werden und können bei Anwendung der Regelung von v
I des Verdrängungsorgans niedrig gehalten werden. Zusätzlich werden Fließgeräusche
bei herabgesetzter Strömungsgeschwindigkeit wirksam verringert. Bei der Dosierung
leicht ausgasender Medien, z.B. von Chlorbleichlauge, tritt insbesondere während des
Ansaugens bei zu hoher Strömungsgeschwindigkeit durch Unterschreiten des Dampfdrucks
des Dosiermediums Kavitation auf, die erhöhten mechanischen Verschleiß zur Folge hat.
Bei einer Regelung von v
l des Verdrängungsorgans in der Ansaugphase und/oder in der Druckphase wird dies vorteilhaft
vermieden.
[0040] Besitzt die Dosierpumpe zusätzlich zu dem Positionssensor eine Regeleinrichtung und
wird die gewünschte Hublänge durch eine Bedienervorgabe der Regeleinrichtung mitgeteilt
und durch die Regeleinrichtung die Bewegung des Verdrängungsorgans elektronisch auf
die auszuführende Hublänge begrenzt, indem die Regeleinrichtung den Antriebsmotor
nach Ausführen der gewünschten Hublänge anhält, in den Reversierbetrieb umschaltet
und so im Anschluss einen Ansaughub durchführt und den Motor dann anhält bzw. den
darauffolgenden Druckhub ausführt, können grundsätzlich die zugehörigen mechanischen
Einstellelemente entfallen.
[0041] Besitzt die Dosierpumpe zusätzlich zu dem Positionssensor eine Regeleinrichtung und
verteilt die Regeleinrichtung die Vorwärtsbewegung des Verdrängungsorgans während
der Druckphase durch Ansteuern des Antriebsmotors so auf die durch die Folgefrequenz
der Dosierhübe vorgegebene Zeit, dass die Ausbringung des Dosiermedium möglichst gleichmäßig
erfolgt, bis hin zu sehr langsam ausgeführten Dosierhüben von z.B. einigen Minuten,
können Konzentrationsschwankungen des Dosiermediums weitgehend vermieden werden.
[0042] Die Dosiergenauigkeit wird verbessert, wenn das Verdrängungsorgan eine teilweise
elastische Membran ist und die elektronische Steuerung aus dem momentanen Kraftverlauf
an der Membran das Öffnen des Auslassventils erkennt und mithilfe dieser Beobachtung
den Totbereich, der aufgrund der elastischen Verformung der Membran entsteht, misst
und den tatsächlich ausgeführten Hubweg durch gezieltes Beenden der Hubbewegung abhängig
von der ermittelten Membranverformung so beeinflusst, dass die Abhängigkeit der Dosiermenge
vom Gegendruck wesentlich vermindert wird. Diese Verbesserung wird durch Eliminieren
des Fehlers erreicht, der durch die elastische Verformung der Membran unter Einwirkung
des Arbeitsdrucks dadurch entsteht, dass der Betrag dieser Verformung nicht zur Dosierung
beiträgt. Durch die verminderte Abhängigkeit der Dosiermenge vom Arbeitsdruck können
Nachkalibrierungen, die sonst bei signifikanter Veränderung von Betriebsparametern
wie z.B. dem Arbeitsdruck erforderlich sind, entfallen. Die Ableitung der Membranverformung
aus einer Beobachtung des Kraftverlaufs ist bei Auswertung des Motorschlupfs besonders
vorteilhaft, weil dieser ein gutes Abbild des tatsächlichen Kraftbedarfs darstellt
und so keinen zusätzlichen messtechnischen Aufwand erfordert.
[0043] Die Dosiergenauigkeit wird verbessert, wenn die Dosierpumpe zusätzlich zu dem Positionssensor
eine Regeleinrichtung besitzt, das Verdrängungsorgan eine teilweise elastische Membran
ist und der tatsächlich ausgeführte Hubweg abhängig von der ermittelten Membranverformung
beeinflusst wird, indem die Regeleinrichtung den Antriebsmotor nach Ausführen der
gewünschten Hublänge ab dem Öffnen des Auslassventils anhält, in den Reversierbetrieb
umschaltet und so im Anschluss einen Ansaughub durchführt und den Motor dann anhält
bzw. den darauffolgenden Druckhub ausführt, so dass der durch die Membranverformung
verursachte Fehlerbeitrag (bezogen auf den Hubweg bzw. das dosierte Volumen), der
dadurch entsteht, dass der Betrag dieser Verformung nicht zur Dosierung beiträgt,
eliminiert wird. Durch die verminderte Abhängigkeit der Dosiermenge vom Arbeitsdruck
können Nachkalibrierungen, die sonst bei signifikanter Veränderung von Betriebsparametern
wie z.B. dem Arbeitsdruck erforderlich sind, entfallen, und die Linearität des Verhältnisses
zwischen eingestellter Hublänge und der tatsächlich dosierten Menge des Dosiermediums
verbessert sich. Die Ableitung der Membranverformung aus einer Beobachtung des Kraftverlaufs
ist bei Auswertung des Motorschlupfs besonders vorteilhaft, weil dieser ein gutes
Abbild des tatsächlichen Kraftbedarfs darstellt und so keinen zusätzlichen messtechnischen
Aufwand erfordert.
[0044] Wenn das Verdrängungsorgan eine teilweise elastische Membran ist und die Dosierpumpe
zusätzlich zu dem Positionssensor eine Regeleinrichtung besitzt, und die tatsächlich
ausgeführte Hubfrequenz abhängig von der ermittelten Membranverformung beeinflusst
wird, indem die Regeleinrichtung einen Korrekturwert für den durch die Membranverformung
verursachten Fehlerbeitrag (bezogen auf den Hubweg bzw. das dosierte Volumen) ermittelt
und die Solldrehzahl des Antriebsmotors mithilfe dieses Korrekturwerts so verändert,
dass der durch die Membranverformung verursachte Fehlerbeitrag eliminiert wird, wird
die Abhängigkeit der Dosiermenge vom Arbeitsdruck verringert.
[0045] Nachfolgend ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine motorbetriebene Membrandosierpumpe
mit Exzentergetriebe mit ihren verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten näher beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1:
- Längsschnitt durch eine Motordosierpumpe mit Positionssensor
- Fig. 2:
- Explosionsdarstellung des Positionssensors (Vergrößerung des Ausschnitts X aus Fig.
1
- Fig. 3:
- Komponenten des Positionsregelkreises
- Fig. 4:
- Komponenten des Geschwindigkeitsregelkreises
- Fig. 5:
- Draufsicht auf den Positionssensor in Achsrichtung
- Fig. 6:
- Seitenansicht des Positionssensors quer zur Achse
- Fig. 7:
- Darstellung des Schattenbereichs des Positionssensors
- Fig. 8:
- Darstellung der Helligkeitswerte der Pixels, wie sie dem tatsächlichen Schattenverlauf
entsprechen
- Fig. 9:
- Darstellung des Abbildungsmaßstabs des Positionssensors aufgrund geometrischer Anordnung
- Fig. 10:
- Interpolation der Positionsauflösung
- Fig. 11:
- Darstellung der Berechnungsgrundlage für die Interpolation der Positionsauflösung
- Fig. 12:
- Darstellung der Dosierleistung in Abhängigkeit von der mechanischen Hublänge und vom
Arbeitsdruck
[0046] Fig. 1 zeigt den Aufbau einer Motordosierpumpe (teilweise geschnitten). Die Motordosierpumpe
besteht, wie allgemein bekannt, im wesentlichen aus drei Gruppen von Komponenten,
nämlich dem Antriebsmotor 2 mit Getriebeeinheit, dem Exzenterantrieb im Exzentergehäuse
1 und dem Elektronikgehäuse 28 mit der darin enthaltenen elektronischen Steuerung
und den dort eingesetzten elektronischen Baugruppen und Bauteilen. Das Elektronikgehäuse
28 weist auf der Unterseite eine Bodenplatte 4 mit Befestigungsbohrungen auf, das
Exzentergehäuse 1, das auf das Elektronikgehäuse 28 aufgesetzt und mit diesem fest
verbunden ist, trägt den Antriebsmotor 2 mit Getriebeeinheit, der z.B. über Schrauben
mit dem Exzentergehäuse verbunden ist.
[0047] In dem sogenannten Gehäuse, welches von dem Exzentergehäuse 1 und dem Elektronikgehäuse
28 gebildet wird, sind in dessen oberem Teil, dem Exzentergehäuse 1, die Komponenten
des Exzenterantriebs befestigt. Die Komponenten des Exzenterantriebs sind in einem
Exzenterträger 22 gelagert, der die Lageabstimmung der Einzelteile zueinander sicherstellt
und im Exzentergehäuse 1 befestigt ist. Ein Dreiphasen-Asynchronmotor 2 ist zusammen
mit einem Untersetzungsgetriebe 11, welches als Winkelgetriebe ausgeführt ist, als
Baueinheit von außen an das Exzentergehäuse 1 angeflanscht und mit Schrauben verbunden.
Die Abtriebswelle des Getriebemotors bildet einen rechten Winkel zur Wellenachse des
Motors und bildet entweder direkt die Antriebswelle des Exzenterantriebs oder ist
wie im beschriebenen Ausführungsbeispiel mit dieser über eine Kupplung achsgleich
verbunden. Die Antriebswelle des Exzenterantriebs, die Exzenterwelle 17, ist im Exzenterträger
22 drehbar gelagert und trägt als fest mit ihr verbundenen Teil einen Exzenter. Die
Exzenterwelle durchdringt mit dem Exzenter einen entsprechend ausgeschnittenen Schubbügel
20. Die Exzenterwelle 17 wird durch die Motor-/Getriebeeinheit über die Wellen kupplung
bei angesteuertem Motor 2 in Drehung versetzt und treibt weiter den Schubbügel 20
an einer Innenfläche seines Ausschnitts, nämlich der Anlauffläche, mit der Außenfläche
des Exzenters an. Der Schubbügel 20 treibt eine fest mit ihm verbundene, im Beispiel
eingespritzte, Schubstange 19 an. Die Einheit aus Schubbügel 20 und Schubstange 19
ist längs verschiebbar in zwei Gleitbuchsen gelagert. Die Achse der Exzenterwelle
17 sowie die Längsachse 18 des Schubbügels 20 sowie der Schubstange 19 liegen jeweils
in der horizontalen Ebene und bilden einen rechten Winkel zueinander. Eine der beiden
Gleitbuchsen 26 für die Schubstange 19 sitzt in einer Lagerscheibe 24, die druckkopfseitig
am Exzenterträger 22 befestigt ist; eine weitere Gleitbuchse 27, die den von der Dosierkopfseite
abgewendeten Zapfen des Schubbügels 20 aufnimmt, sitzt im Hubverstellbolzen 8. Achsgleich
zur Längsachse 18 der Schubstange 19 ist ein per Hand zu betätigendes Verstellorgan
7 für die Verstellung des Hubverstellbolzens 8 in ein Gewinde des Exzenterträgers
22 eingeschraubt, das die Axialbewegung des Schubbügels 20 beim Ansaugen und damit
den Hub der Dosierpumpe begrenzt.
[0048] Das Gehäuse enthält weiter in seinem unteren Teil in einem abgeschlossenen Raum,
dem Elektronikgehäuse 28, die elektronische Steuerung. Das Gehäuse ist spritzwasserdicht
ausgeführt und schützt den Exzenterantrieb sowie die elektronische Steuerung vor Feuchtigkeit
bzw. Korrosion, da Dosierpumpen häufig im Zusammenhang mit chemisch aggressiven Medien
eingesetzt werden. Die elektronische Steuerung besteht aus einer horizontal liegenden
Ansteuerelektronik 34 mit den Leistungsschaltstufen für die Motoransteuerung 29, die
als integrierter Frequenzumrichter ausgeführt sind, sowie einer in einem Gehäusedeckel
5 angeordneten Elektronik 6, die die für die Bedienung der Dosierpumpe notwendigen
Eingabe- und Anzeigeelemente enthält. Die Bedienelemente sind durch eine Abdeckhaube
9 geschützt. Unterhalb der Abdeckhaube 9 sind Anschlüsse für die Steuerleitungen 10
bzw. für die Stromversorgung vorgesehen.
[0049] Auf der den Steuerleitungen 10 bzw. dem Stromversorgungsanschluss gegenüberliegenden
Seite ist achsgleich zur Längsachse 18 der Schubstange ein Dosierkopf 12 angeordnet,
in dem als Verdrängungsorgan eine z.B. aus Kunststoff gefertigte Membran 13 arbeitet,
die an ihrem Umfang fest eingespannt ist. Der Dosierkopf 12 trägt weiterhin ein Einlassventil
14 und ein Auslassventil 15, um das zwischen Membran 13 und Dosierkopf 12 in dem Dosierraum
16 über das Einlassventil 14 angesaugte Dosiermedium über das Auslassventil 15 in
die Dosierleitung zu drücken. Die Motordosierpumpe arbeitet nach dem volumetrischen
Prinzip, d.h. ein vorgegebenes Volumen soll bei jedem Hub einerseits angesaugt und
andererseits über das Auslassventil 15 ausgestoßen werden. Die Membran 13 wird mittels
des Exzenterantriebs, der die Schubstange 19 in der Längsachse hin- und herbewegt,
in eine oszillierende Bewegung versetzt. Zur Seite des Hubverstellbolzens 8 hin wirkt
die Einheit aus Schubbügel 20 und Schubstange 19 mit dem Verstellorgan 7 als per Hand
verstellbare Hubverstellvorrichtung zusammen. Am gegenüberliegenden Ende ist der zum
Dosierkopf 12 zeigende Teil der Schubstange 19 fest mit dem Kern 30 der Membran 13
verbunden und versetzt diese in eine oszillierende Bewegung.
[0050] Zwischen dem Schubbügel 20 und einem Bund 25 der Lagerscheibe 24 ist eine Druckfeder
23, z.B. eine Spiralfeder, angeordnet, die den Schubbügel 20 zu jedem Zeitpunkt formschlüssig
am Exzenter anlegt. In der vorlaufenden Phase der Exzenterbewegung, also der Bewegung
der Schubstange zum Dosierkopf hin, wird der Schubbügel mit der Schubstange zur Druckfeder
hin bewegt, gleichzeitig wird die Membran 13 in den Dosierraum 16 gedrückt, was zur
Folge hat, dass im Dosierraum ein Überdruck entsteht, das Auslassventil 15, z.B. ein
federbelastetes Kugelventil, sich öffnet und das Dosiermedium in die Dosierleitung
gedrückt wird. In der zurücklaufenden Phase der Exzenterbewegung, also der Bewegung
der Schubstange weg vom Dosierkopf, wird der Schubbügel 20 durch die zusammengedrückte
Druckfeder 23, die z.B. als Spiralfeder ausgebildet sein kann, der Exzenterbewegung
folgend in die entgegengesetzte Richtung zum Hubverstellbolzen 8 bewegt, was zur Folge
hat, dass die mit der Membran 13 verbundene Schubstange 19 die Membran in ihrer Bewegung
mitnimmt, wodurch im Dosierraum 16 ein Unterdruck entsteht, der das Einlassventil
14 öffnet, so dass ein weiteres Mal Dosiermedium in den Dosierraum eingesaugt werden
kann. Durch die abwechselnde, oszillierende Bewegung der Membran 13 mittels des Exzenterantriebs
entsteht der Förderstrom des Dosiermediums in der Dosierleitung. Durch den Exzenterantrieb
entsteht ein sinusförmiger Bewegungsablauf der Einheit aus Schubbügel 20, Schubstange
19 und Membran 13 im Verlauf eines Dosierhubs. Wird mittels des Hubverstellbolzens
8 eine reduzierte Hublänge eingestellt, wird der Bewegungsablauf in der Ansaugphase
vor Erreichen des Totpunkts durch den verstellbaren Anschlag des Hubverstellbolzens
8 vorzeitig gebremst, wodurch der Sinusverlauf der Bewegung abgeschnitten wird und
ein Phasenanschnitt der Hubbewegung entsteht.
[0051] Die Position der Einheit aus Schubbügel 20, Schubstange 19 und Membran 13 wird durch
den Positionssensor 36 abgetastet, dessen Messsignal in einer definierten Beziehung
zu dieser Position steht; diese Beziehung kann als mögliche Ausführung z.B. streng
proportional sein. Das Messsignal des Positionssensors 36 bezieht sich dabei stets
auf die Position des Teils der beweglichen Einheit, an dem dieser angreift. Dieser
Angriffspunkt wird durch das Bezugselement gebildet, welches in diesem Zusammenhang
in abstraktem Sinn zu verstehen ist. Je nach Anforderungen des Positionssensors kann
es als konkretes, zusätzlich zu montierendes Bauteil ausgeführt sein, aber auch lediglich
aus einer charakteristischen Ausbildung z.B. einer Kante oder Fläche an einer der
ohnehin erforderlichen Komponenten, z.B. am Schubbügel 20, bestehen.
[0052] Beim Ausführungsbeispiel ist im Exzenterträger 22 ein Sensorträger 31 befestigt (siehe
auch die schematische Darstellung in Fig. 6), der einerseits in Längserstreckung lichtempfindliche
CCD-Zellen 32 (CCD = charged coupled device; ladungsgekoppelter optischer Empfängerbaustein)
und gegenüberliegend eine Lichtquelle 33, z.B. eine Leuchtdiode (LED), trägt.
[0053] Der mit dem Exzenterträger verbundene Sensorträger 31 und die darauf befestigten
Komponenten bilden eine Lichtschranke, deren Strahlengang von dem Schubbügel teilweise
unterbrochen wird. Das Bezugselement wird durch eine Schattenkante 35 des Schubbügels
20 im Bereich der Lichtschrankenanordnung gebildet. Bei der oszillierenden Bewegung
der Schubstange 19 überstreicht also die Schattenkante 35 berührungsfrei die lichtempfindlichen
Zellen 32. Wie nun insbes. in Fig. 5 schematisch dargestellt ist, die eine Draufsicht
in Achsrichtung zeigt, muss die Lichtquelle 33 so angeordnet sein, dass der Lichtstrahl
auf seinem Weg zu den lichtempfindlichen Zellen 32 nicht durch die Schubstange 19
abgedeckt wird; d.h. z.B., dass die Lichtquelle 33 und die Zeile der lichtempfindlichen
CCD-Zellen 32 oberhalb oder unterhalb der Schubstange 19 angeordnet ist. Wie nun insbes.
in Fig. 7 schematisch dargestellt ist, wird durch die Lichtquelle 33 mittels der Schattenkante
35 auf die lichtempfindlichen Zellen 32 ein Schatten geworfen, der die Zellen im Grundsatz
in beschienene (h) und nicht beschienene (d) Zellen unterteilt. Da die Reihe der parallel
zur Längsachse 18 angeordneten lichtempfindlichen Zellen, z.B. 128 Pixels, die eine
Strecke von insgesamt ca. 8mm abdecken, im Grenzbereich nur teilweise belichtet bzw.
beschattet wird, entsteht die in Fig. 8 dargestellte Übergangssituation des Schattenverlaufs
SV. Die Höhe der in Fig. 8 dargestellten rechteckigen Flächen stellt dabei die Beleuchtungsstärke
der jeweiligen Pixels dar. Durch ein spezielles Verfahren, das später eingehend beschrieben
und anhand der Fig. 10 erläutert wird, wird diese Grenzsituation genutzt, um die jeweilige
Position der Schattenkante und damit die Stellung der Schubstange bzw. der Membran
genau zu bestimmen. Diese Messeinrichtung, bestehend aus schubbügelseitiger Schattenkante
und sensorträgerseitigen lichtempfindlichen CCD-Zellen mit gegenüberliegender Lichtquelle,
dient dazu, die tatsächliche Lage bzw. die Geschwindigkeit der oszillierenden Schubstange
zu messen und diese Information für die Realisierung der beschriebenen Funktionen
zu nutzen.
[0054] Die Schubstange, die die Membran in eine oszillierende Bewegung versetzt, legt bei
jedem Hub eine Strecke zurück, die der mechanischen Hublänge entspricht. Um Montagetoleranzen
zu berücksichtigen, muss die Längserstreckung der lichtempfindlichen CCD-Zellen etwas
größer sein. Dies gilt prinzipiell auch für jeden anderen denkbaren zum Einsatz kommenden
Positionssensor.
[0055] Wenn mithilfe des Positionssensorsignals eine Regelung der Membran- oder allgemein
der Verdrängerbewegung realisiert werden soll, sind, wie insbesondere in Fig. 3 bzw.
Fig. 4 schematisch erläutert, die nachfolgend genannten mechanischen und elektronischen
Komponenten erforderlich. Die in den beiden Diagrammen enthaltenen Kurzbezeichnungen
bedeuten dabei:
- xS:
- Sollwert der Position des Verdrängungsorgans
- xI:
- Istwert der Position des Verdrängungsorgans
- xSI:
- Regelabweichung der Position des Verdrängungsorgans
- vS:
- Sollwert der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
- vI:
- Istwert der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
- vSI:
- Regelabweichung der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
- SG:
- Stellgröße
- KSG:
- Korrigierte Stellgröße
- MA(U,f):
- Motoransteuerung (Spannung bzw. Frequenz)
[0056] Der bewegliche Teil des Antriebs, dessen Bewegung geregelt werden soll, besteht aus
dem Schubbügel 20 mit der Schubstange 19, mit der der Membrankem 30 fest verbunden
ist. Die Rückholfeder 23 holt den Schubbügel nach erfolgtem Arbeitshub zurück und
bewirkt so das Ansaugen. Der äußere Ring der Membran 13 ist im Dosierkopf 12 fest
montiert, der in der Membran eingespritzte metallene Membrankern 30 bewegt die zentrale
Fläche der Membran als Verdrängerorgan im Dosierkopf. Das Einlassventil 14 schließt
auf der Ansaugseite, das Auslassventil 15 auf der Druckseite den Dosierkopf ab und
bietet jeweils eine Anschlussmöglichkeit für die äußere Verrohrung. Mit der Schubstange
19 oder mit einem mit dieser in Verbindung stehenden Bauteil, hier mit dem Schubbügel
20, ist z.B. am dem Dosierkopf abgewandten Ende ein Bezugselement verbunden, dessen
Position von einem im vorliegenden Fall berührungsfrei arbeitenden Positionssensor
36 abgetastet wird. Im Ausführungsbeispiel ist das Bezugselement eine Schattenkante
35 des Schubbügels 20 und der Positionssensor eine lichtschrankenähnliche Anordnung,
bestehend aus der vorher beschriebenen Lichtquelle 33 im Zusammenwirken mit der Reihe
lichtempfindlicher Zellen 32, welche die Position der Schattenkante 35 optisch und
damit berührungsfrei durch deren Schattenbildung erfasst. Da die Schubstange 19 die
eigentliche Verbindung und den Kraftschluss zur Membran 13 sicherstellt und Schubbügel
und Schubstange im vorliegenden Beispiel fest verbunden sind, bezieht sich die folgende
Beschreibung immer auf die Bewegung der Schubstange 19, obwohl genau genommen die
der Schattenkante 35 des Schubbügels 20 gemessen wird.
[0057] Der Positionssensor 36 gibt ein Istsignal x
I ab, welches der Position des Bezugselements 35 proportional ist. Im Falle des Geschwindigkeitsreglers
wird dieses im Ausführungsbeispiel durch einen Differenzierer 37 nach der Zeit abgeleitet
(dx
I/dt) und so zusätzlich ein geschwindigkeitsproportionales Istsignal v
I gebildet. Für die Regelung sind selbstverständlich auch andere Methoden geeignet,
die ein zur Membrangeschwindigkeit proportionales Signal bereitstellen. Je nach Typ
der Regelung und Erfordernissen der Dosierung wird ein zeitliches Profil für den Sollwert
38 der Position x
S bzw. der Geschwindigkeit v
S vorgegeben. Durch einen Soll-Ist-Vergleich 39 wird die Regelabweichung als Positionsabweichung
x
SI = (x
S - x
I) bzw. Geschwindigkeitsabweichung v
SI = (v
S - v
I) ermittelt, und das Ergebnis wird auf einen PID-Regler 40 gegeben (PID-Regler = Regler
mit Proportional-, Integral- und Differentialanteil). Dessen Ausgang, die Stellgröße
SG, entspricht einem Anforderungswert für die Antriebsleistung. Zur Verbesserung der
Reglerstabilität wird die Stellgröße SG durch eine Lagekorrektur 41 weiter verarbeitet.
Die Lägekorrektur 41 berücksichtigt die Tatsache, dass die Drehzahl des Motors abhängig
von der Drehwinkelstellung des Exzenters (abzuleiten aus der Schubstangenposition)
entsprechend der sinusförmigen Charakteristik des Exzentergetriebes in eine Geschwindigkeit
an der Schubstange umgesetzt wird. Die Lagekorrektur 41 rechnet hierzu das Ausgangssignal
des PID-Reglers 40 über die inverse Charakteristik des Exzentergetriebes in eine korrigierte
Stellgröße KSG um, die bezogen auf den Eingang des Untersetzungsgetriebes 11 die notwendige
Motoransteuerung repräsentiert, die erforderlich ist, um am Ausgang des Exzentergetriebes
eine Bewegung der Schubstange 19 entsprechend der gewünschten Stellgröße SG zu erhalten.
Ein Verstärker 42, der als Frequenzumrichter ausgeführt ist, beinhaltet die Leistungsschaltstufen
und steuert den Motor entsprechend der angeforderten Drehzahl mit der zugehörigen
Spannung und Frequenz an. Der Betrag der positionsabhängigen Lagekorrektur, die Umsetzung
der korrigierten Stellgröße KSG in eine konkrete Drehzahlvorgabe für den Frequenzumrichter
sowie ggf. die Ableitungskonstante für die Bildung des Geschwindigkeitssignals v
l werden durch die drei Proportionalitätsfaktoren k1, k2, k3 festgelegt. Der Faktor
für die positionsäbhängige Lagekorrektur k1 ist entsprechend der Charakteristik des
Exzentergetriebes zu wählen, die beiden Faktoren k2 für den Leistungsverstärker bzw.
k3 für die Ableitung des Geschwindigkeitssignals können anhand praktischer Gesichtspunkte
gewählt werden, wie z.B. das Arbeiten mit möglichst gut handhabbaren Wertebereichen
der zugehörigen Größen.
[0058] In der Fig. 3 ist der Regelkreis für einen Positionsregler, in Fig. 4 ist der Regelkreis
bei Einsatz als Geschwindigkeitsregler schematisch dargestellt. Der beschriebene Regelkreis
setzt das vorgegebene zeitliche Profil für den Sollwert der Position x
S bzw. der Geschwindigkeit v
S um, natürlich im Rahmen seiner möglichen Regelgenauigkeit.
[0059] Die Festlegung des konkreten Profils für die Position, die Geschwindigkeit bzw. die
Beschleunigung und die Umschaltung zwischen diesen Betriebsarten geschieht dabei anhand
der Anforderungen, die sich aus den beispielsweise nachfolgend beschriebenen Funktionen
ergeben, unter Berücksichtigung der Funktionsgrenzen des Reglers wie Regelgeschwindigkeit,
erreichbare Genauigkeit usw.
[0060] Mit einer derartigen Regelung ist es bei einer Motordosierpumpe möglich, eine gewünschte
Geschwindigkeit der Membran 13, allgemein des Verdrängungsorgans, vorzugeben und so
die effektive Strömungsgeschwindigkeit des Dosiermediums zu kontrollieren.
[0061] Ebenso kann die Membranposition unmittelbar geregelt werden. Diese Funktion ermöglicht,
in ausgewählten Phasen des Dosiervorgangs bestimmte Positionen gezielt anzufahren
und wenn erforderlich auch im Stillstand einzuhalten.
[0062] Durch die Regelung des Bewegungsablaufs mittels eines Positionsgebers kann im Unterschied
zu einem ungeregelten Betrieb auf Änderungen von Betriebsgrößen reagiert werden, die
über die Zeit auftreten oder durch Umweltbedingungen bzw. Exemplarstreuungen, also
statistische Abweichungen innerhalb der Produktionsserie, bedingt sind, und deren
schädlicher Einfluss minimiert werden. Als Beispiele seien die Membransteifigkeit
oder die Viskosität des Dosiermediums genannt. Beide erfordern einen Anteil an Antriebskraft,
der zusätzlich zu der Kraft aufgebracht werden muss, die durch das Einwirken des Arbeitsdrucks
auf die Membranfläche entsteht. Diese Störeinflüsse können durch Erfassung ihrer Auswirkung
und Nachregeln der Motoransteuerung kompensiert werden. Bei einer ungeregelten Dosierpumpe
mit vorgegebener Motordrehzahl, auch wenn diese selbst mittels Regelung stabilgehalten
wird, bleiben solche Störeinflüsse unberücksichtigt. Bei einer solchen ungeregelten
Dosierpumpe ist darüber hinaus aufgrund der sinusförmigen Charakteristik des Exzentergetriebes
eine exakte Vorhersage der momentanen Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans ohne
Kenntnis der Schubstangenposition, also des Drehwinkels des Exzenters, nicht möglich.
[0063] Darüber hinaus ist es durch die Regelung des Bewegungsablaufs mittels eines Positionsgebers
möglich, im Gegensatz zu dem spontan ablaufenden Dosiervorgang bei ungeregeltem Betrieb
auf innere und äußere Einflussgrößen zu reagieren, die im Folgenden beschrieben sind,
und Betriebsbedingungen sicherzustellen, mit deren Hilfe ausgewählte hydraulische
Eigenschaften der Dosierung gezielt hervorgerufen bzw. vermieden werden können. Als
Beispiel hierfür sei auf die weiter unten beschriebene Funktion des Schutzes vor Kavitation
beim Ansaugen verwiesen.
[0064] Nachfolgend seien beispielsweise einzelne Einsatzmöglichkeiten einer Motordosierpumpe
der vorher beschriebenen Art erläutert, die einen Positionssensor aufweist und mittels
einer Auswertung des Positionssignals Rückschlüsse auf den Betriebszustand des Dosierkreises
zieht oder durch eine Regelung und Veränderung der Motoransteuerung den Bewegungsablauf
der Membran beeinflusst.
Erkennung der Stellung des Einstellreglers für die Hublänge
[0065] Dosierpumpen nach dem Stand der Technik bieten oft eine Betriebsart, in der die ausgeführten
Dosierhübe über das eingestellte Volumen der Verdrängerkammer (Hublänge) direkt in
ein dosiertes Gesamtvolumen umgerechnet werden und dieses z.B. als Volumenstrom in
der Einheit I/h angezeigt wird. Für solche Funktionen ist die Kenntnis über die durch
den Bediener eingestellte Hublänge erforderlich, da hiervon das pro Hub dosierte Volumen
abhängt. Die Stellung der Hubverstelleinrichtung muss zu diesem Zweck bei Dosierpumpen
bisheriger Bauart durch einen separaten Sensor in ein elektrisches Signal umgewandelt
und in die Steuerung eingelesen werden. Ein Beispiel für eine praktische Realisierung
wäre ein Linearpotentiometer am Hubverstellorgan 7, welches über einen Stößel dessen
Einstellung abtastet.
[0066] Eine Dosierpumpe, die mithilfe des integrierten Positionssensors 36 den tatsächlich
abgefahrenen Membranweg während des Hubs erfassen kann, benötigt keinen zusätzlichen
Sensor. Durch Differenzbildung der beiden Positionswerte in den Endstellungen, die
jeweils nach Erreichen des mechanischen Anschlags gemessen werden können, sobald die
Bewegung zum Erliegen gekommen ist, kann die Hublänge direkt berechnet werden und
steht für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.
Erkennung einer Blockade bzw. eines unvollständig ausgeführten Hubs
[0067] Bei Dosierpumpen nach dem Stand der Technik ohne Positionssensor werden oft Sensoren
eingesetzt, die zur Überwachung der Dosierbewegung pro Hub einen Rückmeldeimpuls an
die elektronische Steuerung abgeben. Eine bekannte Ausführung ist z.B. ein kleiner
Permanentmagnet, der an der Ausgangswelle des Getriebes, also an der Exzenterwelle
17 außerhalb der Achse befestigt ist und mit dieser umläuft, in Verbindung mit einem
feststehenden Hallsensor, der beim Passieren des Magneten in einer bestimmten Drehwinkelstellung
der Exzenterwelle ein Signal erzeugt. Anhand dieses Signals misst die elektronische
Steuerung die Hubperiodendauer, die mit der Umlaufdauer der Exzenterwelle identisch
ist, und leitet daraus einen störungsfreien Ablauf des Dosiervorgangs ab. Bei einer
Blockade im Verlauf des Dosierhubs durch eine Überdrucksituation, z.B. bei einem versehentlich
geschlossenen Absperrorgan in der Dosierleitung, bleibt das Signal des Hallsensors
aus und führt nach Ablauf einer Überwachungszeitspanne zu einer Störungsmeldung und
weiteren Reaktionen, z.B. Stillsetzen der Dosierpumpe. Bei einem solchen herkömmlichen
System liegt die gewünschte Information erst nach Ablauf der Überwachungszeit vor.
[0068] Bei Verwendung eines Positionssensors 36 kann zu jedem Zeitpunkt des Dosierhubs die
Geschwindigkeit der Schubstange 19 in Relation zur Ansteuerung des Motors 2 gesetzt
werden, und eine Blockade kann praktisch verzögerungsfrei erkannt werden.
Schlupfkompensation
[0069] Wird als Antriebsmotor 2 z.B. ein Asynchronmotor eingesetzt, ist die effektive mechanische
Drehzahl an der Motorabgangswelle unter Belastung immer geringfügig kleiner, als durch
die Frequenz der elektrischen Ansteuerung vorgegeben ist. Die Differenz der beiden
Drehzahlen, der sog. Schlupf, ist abhängig von Kenngrößen des Motors und innerhalb
eines sinnvollen Lastbereichs annähernd proportional zum Lastdrehmoment. Der Schlupf
kann nach verschiedenen, nachfolgend beschriebenen Methoden gemessen werden. Aus ihm
kann ein Korrekturwert errechnet werden, der bei Verwendung eines Frequenzumrichters
in die vorgegebene Motordrehzahl in Form einer Frequenzerhöhung eingerechnet und so
kompensiert werden kann.
[0070] Der Schlupf kann beispielsweise durch Vergleich der gemessenen Hubperiodendauer mit
der durch die elektrische Ansteuerung vorgegebenen ermittelt werden. Diese Methode
wird auch bei Dosierpumpen nach dem Stand der Technik durch Messung des Zeitabstands
zweier Hallsensorimpulse angewandt. Im Fall einer Dosierpumpe mit Positionssensor
wird zur Periodendauermessung ein charakteristischer Punkt entlang des Hubwegs, z.B.
auf halbem Weg, definiert und bei aufeinanderfolgenden Dosiervorgängen jeweils der
Zeitpunkt festgehalten, zu dem dieser Punkt durchlaufen wird; die Zeitdifferenz zweier
solcher Zeitpunkte ist die gesuchte Periodendauer.
[0071] Bei Motordosierpumpen mit Positionssensor 36 arbeitet eine unmittelbarere Methode
zur Schlupferfassung mit der Beobachtung der Momentangeschwindigkeit der Schubstange
19. Aus der durch die elektrische Ansteuerung vorgegebenen Motordrehzahl kann über
die bekannte Getriebe- und Exzentercharakteristik jederzeit eine ideale Schubstangengeschwindigkeit
errechnet werden. Durch Vergleich der idealen mit der gemessenen Geschwindigkeit kann
der Schlupf zu jedem Zeitpunkt während des Exzenterumlaufs ermittelt und durch Nachregeln
der Frequenz der Motoransteuerung korrigiert werden.
Druckerkennung
[0072] Wird z.B. ein Asynchronmotor eingesetzt, kann mithilfe des nach einer der vorher
beschriebenen Methoden ermittelten Schlupfs die auf das Verdrängungsorgan wirkende
Kraft ermittelt und so ein Rückschluss auf den Arbeitsdruck des Dosiermediums vorgenommen
werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Exzenter die auf die Schubstange
19 wirkende Kraft entsprechend seiner sinusförmigen Charakteristik je nach momentaner
Winkelstellung über das Getriebe 11 an den Motor 2 überträgt. In den beiden Totpunkten,
also den Wendepunkten der Hubbewegung, ist der Motor von der Schubstangenkraft entkoppelt,
d.h. lastfrei, in den beiden Punkten genau dazwischen überträgt der Exzenter das Lastmoment
maximal zum Motor. Entsprechend wird bei angenommener konstanter Schubstangenkraft
das aufzubringende Drehmoment an der Motorabgangswelle und damit auch der Schlupf
angenähert nach einer Sinusfunktion schwanken. Die Schwankungsbreite ist dabei ein
Abbild der Schubstangenkraft.
[0073] Wird wie oben beschrieben die Abweichung der Hubperiodendauer vom Idealwert ermittelt,
so repräsentiert diese den über den Sinusverlauf des Exzenters gemittelten Schlupf,
der wiederum ein Maß für die mittlere Hubstangenkraft, d.h. den Arbeitsdruck, darstellt.
Wird der Schlupf fortlaufend aus dem Vergleich der durch die elektrische Ansteuerung
vorgegebenen Motordrehzahl mit der Schubstangengeschwindigkeit ermittelt, kann mithilfe
der bekannten Exzentercharakteristik und der Kenntnis des momentanen Drehwinkels des
Exzenters, der aus der Schubstangenposition folgt, der zeitliche Kraftverlauf an der
Schubstange 19 errechnet werden. Aus dem Kraftverlauf an der Schubstange kann wiederum
der Arbeitsdruck abgeleitet werden.
[0074] Wird der Auslenkmechanismus durch eine andere Lösung als einen Exzenter realisiert,
ist dessen Charakteristik sinngemäß auf das Gesagte anzuwenden.
Druckbegrenzung, Erkennung von Druckverlust
[0075] Wird der Arbeitsdruck nach einer der geschilderten Methoden ermittelt, kann er auf
Einhaltung bestimmter Grenzen überwacht werden, und bei Ansprechen der Überwachung
können Störmeldungen und weitergehende Reaktionen wie z.B. Stillsetzen der Dosierpumpe
ausgelöst werden. Eine Überwachung auf Grenzwertüberschreitung kann zum Schutz der
Pumpe oder anderer Anlagenkomponenten erfolgen; fallweise kann ein werksseitig vorgegebener
Grenzwert von z.B. 130% des Maximaldrucks der Dosierpumpe auf Überschreitung überwacht
werden, die Überwachungsgrenze kann jedoch auch innerhalb des spezifizierten Arbeitsbereichs
der Dosierpumpe liegen, wenn z.B. empfindlichere Anlagenteile geschützt werden sollen,
und ist in diesem Fall durch den Bediener vorzugeben. Möglich ist auch eine Überwachung
auf Beibehaltung vorgegebener Betriebsbedingungen; in diesem Fall wird eine Störmeldung
z.B. dann ausgelöst, wenn ein einmal vorherrschender und (z.B. durch eine Bedienerangabe)
als Referenz gekennzeichneter Arbeitsdruck sich um einen Prozentsatz nach oben oder
unten verändert. Wird der Arbeitsdruck auf Einhaltung eines Mindestdrucks von z.B.
1 bar überwacht, ist es damit möglich, ein Leck zu erkennen, welches durch einen Schaden
in der Verrohrung hervorgerufen wurde.
Druckkompensation
[0076] Die genaue Dosierleistung wird bei Motordosierpumpen je nach Ausführung unterschiedlich
vom Arbeitsdruck beeinflusst. Zum einen arbeitet der Antriebsmotor 2, wenn er z.B.
als Asynchronmotor ausgeführt ist, bei steigendem Arbeitsdruck mit zunehmendem Schlupf,
der sich in einem Drehzahlabfall und einer damit verbundenen reduzierten Hubfrequenz
auswirkt. Zum anderen erfährt eine als Verdrängungsorgan eingesetzte Membran 13 während
des Dosierhubs eine elastische Verformung unter dem Einfluss des Arbeitsdrucks. Zu
Beginn des Dosierhubs wird im Dosierraum 16 bei noch geschlossenem Auslassventil 15
der Innendruck kontinuierlich erhöht, indem der Membrankern 30 durch die Schubstange
19 unter Aufbau von Druck in den Dosierraum 16 hinein bewegt wird und der elastische
Walkbereich der Membran 13 in gleichem Maß dem Druck nachgebend gegenläufig zur Bewegung
des Membrankems 30 zurückweicht. Die Membran 13 verformt sich in sich selbst, in der
Summe findet aber so gut wie keine Volumenänderung statt, was auf die Tatsache zurückzuführen
ist, dass das Dosiermedium praktisch nicht komprimierbar ist und zu diesem Zeitpunkt
beide Ventile geschlossen sind. Am Ende dieser Verformungsphase entspricht der Kammerdruck
dem äußeren Arbeitsdruck. Der bis hierhin zurückgelegte Weg der Schubstange 19 entspricht
dem Betrag der Membranverformung, also dem Totbereich zu Beginn der Dosierung, und
trägt praktisch nicht zur Dosierung bei. Die Verformung bzw. der Totbereich bewegt
sich typisch in einem Bereich von ca. 0,1-0,5mm je nach Membrangröße, Arbeitsdruck
usw. Am Punkt des Druckgleichgewichts öffnet das druckseitige Auslassventil 15. Nun
ist der auf die Membran 13 wirkende Druck praktisch identisch mit dem äußeren Arbeitsdruck
und bleibt, wie auch die Membranverformung, für den restlichen Teil des Dosierhubs
annähernd konstant. Der Punkt des Druckgleichgewichts, an dem das druckseitige Auslassventil
öffnet, markiert den eigentlichen Beginn der Dosierung, so dass der Betrag der Membranverformung
dem Dosierhub verloren geht, d.h. die effektive Hublänge errechnet sich aus der mechanisch
vorgegebenen abzüglich der Membranverformung. Da die Membranverformung selbst mehr
oder weniger proportional mit dem Arbeitsdruck zunimmt, ergibt sich als typische Abhängigkeit
eine fallende Dosierleistungskurve bei steigendem Arbeitsdruck. Die sich ergebende
negative Abweichung fällt umso stärker ins Gewicht, je kleiner die eingestellte Hublänge
ist.
[0077] Bei einer Motordosierpumpe nach dem Stand der Technik ist die Dosierleistung nicht
nur druckabhängig, sondern zusätzlich im Teilhubbetrieb nicht streng proportional
zur eingestellten mechanischen Hublänge. Vielmehr beginnt die effektive Dosierung
beim Hub erst nach einem anfänglichen Totbereich ab dem Punkt der vollständigen Membranverformung
mit dem Öffnen des Auslassventils 15. Trägt man eine Kennlinie auf, die die Dosierleistung
in Abhängigkeit von der eingestellten mechanischen Hublänge zeigt, ergibt sich eine
linear ansteigende Kurve, die erst ab einer Mindesthublänge entsprechend dem Totbereich
von x
T1, x
T2, x
T3... x
Tn eine reale Dosierleistung aufweist (s. Fig. 12). Da diese Mindesthublänge der Membranverformung
entspricht, ist sie zudem vom Arbeitsdruck p
1, p
2, p
3... p
n abhängig.
[0078] Diese Kennlinienverschiebung x
T1, x
T2, x
T3... x
Tn bedingt bei bisheriger Technik eine Nachkalibrierung unter realen Arbeitsbedingungen,
sobald die bisher eingestellte Hublänge wesentlich verändert wird, da die neue Dosierleistung
nicht mit genügender Genauigkeit über eine proportionale Umrechnung aus der bisherigen
und der neu eingestellten Hublänge ermittelt werden kann.
[0079] Wird der Arbeitsdruck nach einer der vorher geschilderten Methoden ermittelt, ist
es möglich, anhand der beschriebenen Abhängigkeiten, die in Vorversuchen für einen
Gerätetyp quantitativ ermittelt werden können, den fehlererzeugenden Einfluss des
Arbeitsdrucks auf die Dosierleistung vorherzubestimmen und zu kompensieren. Hierzu
wird anhand des ermittelten Arbeitsdrucks und der eingestellten Hublänge, die, wie
weiter oben beschrieben, ebenfalls mithilfe des Positionssensors gemessen werden kann,
aus der bekannten Fehlerabhängigkeit ein Korrekturwert berechnet, der der eingestellten
Hubfrequenz zugeschlagen wird. Zu beachten ist hierbei, dass unter praktischen und
wirtschaftlichen Aspekten nur der systematische Anteil des Einflusses eliminiert werden
kann. Der druckabhängige Dosierleistungsfehler wird hauptsächlich von Materialeigenschaften
und Abmessungen der beteiligten Komponenten bestimmt, die sich in gewissem Maß durch
Alterung verändern können bzw. Exemplarstreuungen in der Produktionsserie unterliegen.
Diese Variationen werden durch die hier beschriebene Methode, den durch die Membranverformung
bedingten Fehler mithilfe vordefinierter, aus Bauteileparametern abgeleiteter bzw.
in Messreihen ermittelter Werte zu korrigieren, nicht berücksichtigt; vielmehr müssten
in regelmäßigen Intervallen bzw. bei jedem Hub am vorliegenden Geräteexemplar die
konkreten Verhältnisse messtechnisch neu erfasst werden.
[0080] Wird der fehlererzeugende Einfluss der Membranverformung wie vorher beschrieben kompensiert,
indem der Arbeitsdruck nach einer der vorher geschilderten Methoden ermittelt und
die eingestellte Hubfrequenz um einen Korrekturwert angepasst wird, so wird auch der
Proportionalitätsfehler im Teilhubbetrieb eliminiert, so dass die Dosierpumpe praktisch
über den vollen nutzbaren Einstellbereich der Hublänge von z.B. 20%-100% betrieben
werden kann, ohne die bisher notwendigen Nachkalibrierungen durchführen zu müssen,
die bei einer herkömmlichen Dosierpumpe bei einer Verstellung der Hublänge um mehr
als z.B. 10% notwendig sind, um die spezifizierte Dosiergenauigkeit sicherzustellen.
Vermeidung von Strömungsverlusten bei hochviskosen Medien
[0081] Die Funktion, die Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans, hier der Membran 13, zu
regeln, kann insbesondere bei hochviskosen Medien (z.B. Lecithin) zur Begrenzung von
Strömungsverlusten in Ventilen und anderen Engstellen genutzt werden. Hohe Strömungsgeschwindigkeiten
haben bei solchen Medien durch zusätzliche Druckverluste infolge von Strömungswiderständen
einen negativen Einfluss auf die Dosiergenauigkeit. Zusätzlich ist es hier von Vorteil,
wenn durch die begrenzte Geschwindigkeit mehr Zeit für das definierte Öffnen und Schließen
der Ventile zur Verfügung gestellt wird. Beide Effekte verbessern insgesamt die Dosiergenauigkeit
bei hochviskosen Medien. Um dies zu erreichen, wird während des gesamten Dosiervorgangs
die Membrangeschwindigkeit auf einen wählbaren Maximalwert begrenzt gehalten. Diese
Maximalgeschwindigkeit hängt u.a. von der Viskosität des konkret zu dosierenden Mediums
ab und ist z.B. in Form mehrerer auf gängige Anwendungsfälle abgestimmter vordefinierter
Werte durch den Betreiber auszuwählen oder direkt vorzugeben. Mittels des Positionssensors
und der oben beschriebenen Regelung der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans kann
die angestrebte Begrenzung der Membrangeschwindigkeit sichergestellt werden.
Kavitationsschutz
[0082] Bei leicht ausgasenden Medien (wie z.B. Chlorbleichlauge) kann insbesondere beim
Ansaugen, aber auch im Dosierhub bei zu hoher Strömungsgeschwindigkeit an Engstellen
durch örtliches Unterschreiten des Dampfdrucks, der u.a. von der chemischen Zusammensetzung
des Dosiermediums sowie dessen Temperatur abhängt, Kavitation auftreten, die erhöhten
Verschleiß zur Folge hat. Kavitation kann vermieden werden, indem sowohl im Druckhub
als auch während des Ansaugens, also des Zurückfahrens der Membran 13, die Geschwindigkeit
durch Regelung oder auch durch einfache Drehzahlvorgabe auf Werte deutlich unterhalb
einer kritischen Strömungsgeschwindigkeit begrenzt wird. Die Geschwindigkeitsvorgabe
für den Regelkreis bzw. im einfachen Fall die Motordrehzahl wird hierzu so eingestellt,
dass die mit der Mediumsgeschwindigkeit korrespondierende Membrangeschwindigkeit auf
beispielsweise 1 mm/50ms begrenzt wird.
[0083] Insbesondere der Ansaugvorgang ist für die Entstehung von Kavitation anfällig, da
hier der statische Druck besonders niedrig ist und daher der Sicherheitsbereich bis
zum Unterschreiten des Dampfdrucks sehr gering ausfällt. Für eine Verfeinerung der
Methode ist es daher sinnvoll, die Membrangeschwindigkeit im Ansaugen auf geringere
Werte als im Druckhub zu begrenzen. Sinnvolle Werte sind beispielsweise 1mm/50ms im
Druckhub bzw. 1mm/100ms während des Ansaugens, jedoch sind natürlich auch abweichende
Werte möglich. Wesentlich für eine solche individuelle Behandlung der Dosierphasen
ist, dass mithilfe des Positionssensors die genaue Position der Membran jederzeit
bekannt ist und so der Beginn der (besonders kritischen) Ansaugphase zuverlässig erkannt
werden kann.
Elektronische Hublängenverstellung
[0084] Die Erfindung ermöglicht es, die mechanische Einrichtung zur Hublängeneinstellung
(Verstellorgan 7 und Hubverstellbolzen 8) einzusparen. Hierzu wird der Regeleinrichtung
die gewünschte Hublänge auf elektronischem Weg, z.B. durch eine Bedienereingabe, mitgeteilt.
Wurde die gewünschte Hublänge ausgeführt, wird die erreichte Position der Membran
13 durch Abbremsen des Motors 2 gehalten und diese im Anschluss mit reversierter Drehrichtung
des Motors zum Ansaugen zurückgefahren. Der folgende Hub kann durch Weiterdrehen des
Motors über den ansaugseitigen Totpunkt hinaus mit vertauschter Drehrichtungsfolge
ablaufen (Druckphase im Reversbetrieb, Ansaugen im Normalbetrieb) oder auch in derselben
Reihenfolge wie der vorangegangene Hub; im erstgenannten Fall können Abbrems- und
Anfahrvorgänge des Motors zwischen den Hüben und der damit verbundene Zeit- und Energiebedarf
eingespart werden. Zu beachten ist, dass durch den permanenten Richtungswechsel ein
fest auf der Motorwelle montierter passiver Lüfter seine Funktion nicht mehr ausreichend
erfüllen kann, so dass hier die Verwendung eines fremdangetriebenen Lüfters für den
Motor unerlässlich ist, falls dieser Kühlmaßnahmen benötigt.
Langsamdosierung zur Vermeidung von Konzentrationsschwankungen
[0085] Für Anwendungsfälle, bei denen es auf gute Vermischung mit einem Prozessmediumsstrom
ankommt, ist eine möglichst gleichmäßige Einbringung des Dosiermediums in den Prozess
erforderlich. Bestimmte Anwendungen erfordern zudem die Möglichkeit, kleinste Teilmengen
über sehr lange Zeit verteilt möglichst gleichmäßig zu dosieren, womit eine quasi
kontinuierliche Dosierung erreicht werden soll. Für diese Fälle werden nach dem Stand
der Technik Motordosierpumpen eingesetzt, die z.B. mit einem Schrittmotor und einem
selbsthemmenden Getriebe arbeiten. Ein Gesamthub wird bei diesen Dosierpumpen drehzahlreduziert
ausgeführt bzw. in mehrere Teilschritte mit dazwischenliegenden Ruhepausen aufgeteilt,
am Ende des Gesamthubweges wird eine vollständige (schnelle) Ansaugphase ausgeführt,
und danach der Dosiervorgäng in der beschriebenen Weise fortgeführt.
[0086] Bei einer bewegungsgeregelten Motordosierpumpe kann die zur Verfügung stehende Zeit,
die sich aus der Wiederholfrequenz der Dosierhübe ergibt, so aufgeteilt werden, dass
der nach Abzug der Ansaugdauer verbleibende Anteil bis auf eine kurze Ruhephase maximal
für die Vorwärtsbewegung ausgenutzt wird. Die zu regelnde Geschwindigkeit wird hierbei
aus dem zurückzulegenden Weg (eingestellte Hublänge) und der zur Verfügung stehenden
Zeit berechnet. Im Gegensatz zu einer Motordosierpumpe nach dem Stand der Technik
kann bei Verwendung eines Positionssensors 36 und einer Regeleinrichtung aus der zu
jedem Zeitpunkt bekannten Position der Schubstange 19 die momentane Winkelstellung
des Exzentergetriebes rückermittelt und in die Motordrehzahl so mit eingerechnet werden,
dass die Charakteristik der Auslenkvorrichtung, die bei Verwendung eines Exzenters
sinusförmig ist, ausgeglichen und der Dosierhub als exakt lineare Bewegung mit entsprechend
konstanter Ausbringung des Dosiermediums ausgeführt werden kann. Die Geschwindigkeit
kann in einem sehr weiten Bereich von z.B. 1 mm/min bis 1mm/s und darüber hinaus liegen.
[0087] Die vorher beschriebenen Einsatzmöglichkeiten des Positionsgebers z.T. zusammen mit
einer Regelung zeigen, dass durch den Einsatz eines Positionssensors z.B. an der Schubstange
während des gesamten Hub- und Ansaugvorgangs die genaue Lage des Verdrängungsorgans
festgestellt und überwacht werden kann. Die Lagefeststellung und Überwachung führt
dazu, dass situationsbezogene Steuervorgaben, die zu den beschriebenen Vorteilen führen,
mittels der Istwertmessung exakt eingehalten werden.
Positionssensor
[0088] Wie bereits ausgeführt, dient als Bezugselement für den Positionsgeber in dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel die Schattenkante 35 am Schubbügel 20 für das Abtasten der Position,
deren Schatten auf die Zeile aus CCD-Zellen 32 (CCD = charged coupled device; ladungsgekoppelter
optischer Empfängerbaustein) abgebildet wird. Die bei diesem Ausführungsbeispiel näher
beschriebenen aktiven Sensorelemente, die die Position erfassen, sind an der zum Dosierkopf
gerichteten Seite des Schubbügels 20 angeordnet. Als Lichtquelle 33 dient eine LED,
der optische Empfänger ist ein elektronischer Baustein mit einer CCD-Zeile 32, welche
hier gemeinsam auf einem Zwischenteil, dem Sensorträger 31, montiert sind. Die Montage
auf dem Sensorträger 31 ermöglicht es, den Positionssensor 36 im Produktionsablauf
als eigenständige Baugruppe zu behandeln und z.B. getrennt vorzumontieren und außerhalb
des endgültigen Einbauorts in seiner Funktion zu prüfen. Darüber hinaus stellt die
beschriebene lichtschrankenähnliche Anordnung einen berührungs- und damit verschleißfrei
arbeitenden Sensor dar.
[0089] Für die grundsätzliche Funktionsweise ist der Anbringungsort des Sensors im Bereich
der bewegten Einheit aus Schubbügel 20 und Schubstange 19 ohne Bedeutung, die diesbezügliche
Festlegung kann vielmehr nach baulichen Gesichtspunkten wie Platzverhältnisse, Montagereihenfolge
usw. getroffen werden. Im übrigen können die hier als fest montiert beschriebenen
Teile (Lichtquelle 33, Empfänger 32) und diejenigen, die sich zusammen mit der Schubstange
bewegen (Schattenkante 35), ihre Funktion auch tauschen.
[0090] Der CCD-Baustein 32 wird im Ausführungsbeispiel von einer Auswerteeinheit angesteuert,
die einen Mikroprozessor enthält und die benötigten Steuersignale erzeugt. Statt eines
Mikroprozessors kann die Auswerteeinheit auch durch einen DSP (Digitaler Signal-Prozessor)
oder in diskreter Technik realisiert werden.
[0091] Als Lichtquelle 33 ist prinzipiell jedes Bauteil geeignet, das einen hinreichend
eng begrenzten Leuchtfleck aufweist. Zusammen mit der in Fig. 7 näher dargestellten
Abbildungsgeometrie bestimmt dieser die Breite des Schattenbereichs SV, s. auch Fig.
8.
[0092] Als Lichtquelle 33 können auch mehrere Elemente oder ein Linienstrahler verwendet
werden, mit deren Hilfe der Schattenverlauf SV nach besonderen Gesichtspunkten gezielt
ausgebildet werden kann. Als Beispiel sei hier die Erzielung einer höheren Helligkeit
genannt, ohne die Abbildungsschärfe in Bewegungsrichtung zu beeinträchtigen.
[0093] Die CCD-Zeile 32 ist eine lineare Anordnung von M optischen Empfängern (nachfolgend
Pixels genannt), die in einem regelmäßigen Raster R von einigen µm angeordnet sind.
Im Beispiel sind dies 128 Pixels im Raster von etwa 64µm auf einer Gesamtlänge von
ca. 8mm, d.h. M = 128 und R = 64µm.
[0094] Die Steuersignale, die von der Auswerteeinheit erzeugt werden, legen die Belichtungszeit
fest, während der die einzelnen Pixels der CCD-Zeile 32 die auftreffende Lichtmenge
jeweils in einem eigenen Messverstärker innerhalb des CCD-Bausteins integrieren und
zur späteren Auswertung zwischenspeichern. Diese Integration erfolgt nicht nur über
die Belichtungsdauer, sondern auch über die lichtempfindliche Fläche jedes Pixels.
Nach der Belichtung werden die zu den Pixels gehörenden Helligkeitswerte nacheinander
durch weitere Steuersignale als Analogwerte aus dem CCD-Baustein ausgelesen und durch
die Auswerteeinheit erfasst.
[0095] Belichtung und Auslesen der Helligkeitswerte finden im einfachen Fall abwechselnd
statt. Je nach Bauart bieten einige handelsübliche CCD-Zeilen-Bausteine auch Möglichkeiten
für ein gleichzeitiges Ablaufen beider Vorgänge, indem sie die integrierten Messwerte
nach der Belichtung zwischenspeichem und die Integratoren sofort wieder für eine nachfolgende
Messung freigeben. Durch zeitgleiches Auslesen der Ergebnisse eines Messdurchgangs
während der Belichtungsphase für den darauffolgenden Durchgang kann so die Messgeschwindigkeit
erhöht werden.
[0096] Im in Fig. 8 dargestellten Diagramm sind die integrierten Helligkeitswerte H dem
tatsächlichen Schattenverlauf im Bereich der angesprochenen Pixels beim konkreten
Ausführungsbeispiel entsprechend dargestellt. Der Schattenbereich SV erstreckt sich
in diesem Beispiel über die Pixels #60 bis #63.
[0097] Als einfaches Auswerteverfahren wird eine Entscheidungsschwelle H
v (in Fig. 8 als gestrichelte Linie dargestellt) willkürlich bei z.B. der Hälfte der
Maximalhelligkeit festgelegt und dasjenige Pixel gesucht, dessen Helligkeitswert H
am Schattenübergang als Erstes die Schwelle H
v unterschreitet; im Beispiel wäre dies das Pixel #62.
[0098] Bei anderen Ausführungen kann der Helligkeitsverlauf gegenläufig von unbeleuchteten
hin zu beleuchteten CCD-Zellen bei aufsteigender Pixelnummer sein; dies ist einerseits
abhängig von der Anordnung der Elemente Lichtquelle 33, CCD-Baustein 32 und Schattenkörper
35 und andererseits von der internen Organisation des verwendeten CCD-Bausteins 32.
In diesem Fall wird dasjenige Pixel gesucht, dessen Helligkeitswert am Schattenübergang
als Erstes die Schwelle überschreitet. Nach Ablauf der drei Phasen Belichtung, Auslesen
und Verarbeitung liegt ein Positionswert vor. Der Gesamtzeitbedarf der drei Phasen
bestimmt die Folgefrequenz, mit der Positionswerte erhalten werden. Die Messauflösung
ist gleich dem Pixelraster R der CCD-Zeile, korrigiert um das Abbildungsverhältnis
A, welches sich aus der Montagedistanz mit den einzelnen Komponenten ergibt.
[0099] Für das Abbildungsverhältnis A gilt (vergl. Fig. 9):
Hierbei ist s = Tatsächliche Bewegung der Schattenkante
s' = Projizierte Bewegung der Schattenkante in der Ebene des CCD
x2 = Abstand zwischen optisch wirksamer Schattenkante und Lichtquelle
x3 = Abstand zwischen CCD-Ebene und Lichtquelle
[0100] Dieses Verfahren ermittelt die Position durch Auszählen von Pixels, ist also als
digitales Verfahren anzusehen. Abweichungen und Verschiebungen linearer Parameter
wie z.B. Bauteileempfindlichkeiten wirken sich auf das Ergebnis im Vergleich zu analogen
Verfahren praktisch nicht aus. Ermittelt man das Abbildungsverhältnis. A für praktische
Werte, so haben Montagetoleranzen ebenfalls nur einen geringen Einfluss. In einem
praktischen Ausführungsbeispiel mit x
3 = 21 mm und x
2 = 20mm ergibt sich ein Nominalwert für das Abbildungsverhältnis A von 1,05; d.h.
eine Bewegung der Schattenkante 35 um eine bestimmte Strecke ergibt eine 1,05-fache
Verschiebung des Schattenbereichs SV in der Ebene der CCD-Zellen 32. Angenommen sei
nun eine Montagetoleranz für x
3, d.h. eine mögliche Variation des Abstands der CCD-Zellen 32 von der Lichtquelle
33, um ±0,3mm, und ein konkreter Montagefall am oberen Ende dieses Toleranzbereichs
mit x
3 = 21,3mm und x
2 = 20mm. In diesem Fall errechnet sich das Abbildungsverhältnis A zu 1,065. Das Abbildungsverhältnis
ändert sich in diesem Beispiel um das Verhältnis 1,065/1,05 = 1,014 bzw. um +1,4%.
Diese Abweichung kann durch eine einmalige Kalibrierung z.B. bei der Produktion leicht
eliminiert werden. Die Linearität wird fast ausschließlich durch die Genauigkeit des
Pixelrasters innerhalb der Chipgeometrie bestimmt, Abweichungen sind somit vernachlässigbar
gering.
[0101] Obgleich die vorher beschriebene Methode zur Bestimmung der Position der Schattenkante
35 und damit zur Stellung der Membran 13 bereits sehr genaue und lineare Positionswerte
ergibt, kann durch Interpolation eine noch genauere Positionsauflösung erzielt werden.
In dieser erweiterten Ausführung wird durch Auswertung der Pixelhelligkeiten H eine
Positionsauflösung erzielt, z.B. zwischen Pixels 61 und 62 (vergl. Fig. 10), die feiner
als das Pixelraster R ist, indem die Helligkeitswerte der Pixels im Bereich der Entscheidungsschwelle
interpoliert werden. Ziel ist es, die Stelle zu bestimmen, an der der Helligkeitsverlauf
die Entscheidungsschwelle H
v schneidet, und diesem Schnittpunkt einen Wert auf einer virtuellen Positionsskala
zuzuweisen, deren x-Werte jeweils in der Mitte der Pixels genau der Pixelnummer entsprechen.
[0102] Hierzu werden die beiden Pixels links und rechts von der Entscheidungsschwelle H
v gesucht und die Abstände ΔH der zugehörigen Helligkeitswerte von dieser Schwelle
bewertet. Wie in Fig. 10 bzw. in Fig. 11 dargestellt, gilt:

[0103] Die Abstände Δx, gerechnet von der jeweiligen Mittelachse jedes der beiden benachbarten
Pixels, in diesem Beispiel der Pixels #61 und #62, in Vielfachen der Pixelbreite zum
Schnittpunkt bilden mit den Helligkeitsabständen ΔH folgendes Verhältnis bezogen auf
das links vom gesuchten Schnittpunkt gelegene Pixel #61 (linksseitiges Nachbarpixel):

[0104] Mit (Δx
l + Δx
r)= 1 (1 Pixelbreite) ergibt sich:

[0105] Bezogen auf das rechts vom gesuchten Schnittpunkt gelegene Pixel #62 (rechtsseitiges
Nachbarpixel) gilt das Verhältnis:

[0106] Mit (Δx
l + Δx
r)= 1 (1 Pixelbreite) ergibt sich:

[0107] In diesem Beispiel liegt der Schnittpunkt beim Wert 61,7. Folgt der Helligkeitsverlauf
im Interpolationsbereich einer idealen Gerade, so führen beide Berechnungswege zum
selben Ergebnis, es genügt also prinzipiell, eine der beiden Berechnungen durchzuführen.
Mithilfe dieser Eigenschaft können jedoch Fehlerbeiträge durch einen nicht exakt geraden
Helligkeitsverlauf im betrachteten Übergangsbereich oder durch immer zu erwartende
Messungenauigkeiten minimiert werden, indem beispielsweise beide Berechnungen durchgeführt
und deren Ergebnisse gemittelt werden.
[0108] Bei anderen Ausführungen können je nach Helligkeitsverlauf die Verhältnisse beiderseits
des Schnittpunkts bezüglich unbeleuchteter und beleuchteter CCD-Zellen vertauscht
sein; in diesem Fall wechseln die Richtungsangaben links und rechts gegebenenfalls
ihre Funktion und die Interpolationsgleichungen sind entsprechend anzupassen.
[0109] Darüber hinaus sind auch andere Ausführungen möglich, bei denen die Helligkeitswerte
von mehr als zwei Pixels zur Berechnung herangezogen werden. Die Position kann dann
durch redundante Mehrfachberechnung und z.B. Mittelung mehrerer Ergebnisse gebildet
werden. Als weitere Möglichkeit kann eine andere als die hier gezeigte lineare Interpolation
bzw. eine Interpolation mit den Daten anderer als der direkten Nachbarpixels angewandt
werden.
[0110] Abweichungen und Verschiebungen linearer Parameter wie z.B. Bauteilempfindlichkeiten
wirken sich auf das Ergebnis nur innerhalb des Interpolationsbereichs aus. Die Steilheit
des Helligkeitsverlaufs im Schattenübergang, resultierend aus der Schärfe der Abbildung
der Schattenkante auf die CCD-Ebene, ist von untergeordneter Bedeutung, da von ihr
die Interpolation innerhalb weiter Grenzen nicht beeinträchtigt wird; lediglich die
Linearität des Helligkeitsverlaufs ist für die Genauigkeit der Interpolation ausschlaggebend.
[0111] Unabhängig von der vorher beschriebenen Interpolationsmethode können auf dem beschriebenen
Grundprinzip aufbauend weitere Verfahren zur Verbesserung der Sensoreigenschaften
genutzt werden. Diese Verfahren sind nachfolgend beschrieben:
• Verbesserung der Störimmunität durch Filterung
[0112] Die Störimmunität des Sensors kann durch Filtermaßnahmen verbessert werden. Eine
Filterung kann sowohl auf Ebene der Helligkeitswerte der Pixels als auch auf das Ergebnis
der Positionsermittlung selbst angewandt werden. Im ersten Fall arbeitet das Verfahren
mit Helligkeitswerten, die über mehrere Pixels oder über mehrere Durchgänge gemittelt
wurden, im zweiten Fall werden mehrere zunächst ermittelte Positionsergebnisse zu
einem abgeleiteten Positionswert zusammengefasst, mit dem dann die weitere Bearbeitung
vorgenommen wird.
• Kompensation von Montageabweichungen
[0113] In einer definierten Phase, z.B. in der Ruhephase vor Ablauf des eigentlichen Dosierhubs,
kann der Positionswert für diese Phase ermittelt und in einem Referenzspeicher abgelegt
werden. Während der aktiven Bewegungsphase werden dann die Positionswerte relativ
zu dem zuvor ermittelten Referenzwert verarbeitet. Durch dieses Verfahren ist es möglich,
fertigungsbedingte Montageabweichungen der Ruhelage sowie Verschiebungen während des
Betriebs z.B. durch Wärmeausdehnung automatisch zu kompensieren und damit die Genauigkeit
zu verbessern.
• Kompensation von Skalierungsfehlern
[0114] Bei einer erweiterten Alternative kann durch Anfahren zweier oder mehrerer bekannter
Positionen, hier Referenzpositionen genannt, die Skalierung des Positionssensors abgeglichen
werden. Dies kann einmalig im Zuge des Produktions- bzw. Prüfverfahrens oder auch
wiederkehrend im Betrieb geschehen.
[0115] Im ersten Fall können die Referenzpositionen durch externe Einrichtungen, z.B. Raststellungen
oder externe Messeinrichtungen, vorgegeben werden. Aus den in diesen Referenzpositionen
gemessenen Positionswerten kann zusammen mit der Kenntnis über die wirkliche Lage
der Referenzpositionen ein Korrekturwert für die Skalierung des Positionssensors abgeleitet
und für die weitere Verarbeitung gespeichert werden.
[0116] Im zweiten Fall des wiederkehrenden Skalierungsabgleichs sind bekannte Positionen,
z.B. mechanische Anschläge oder Referenzsignale von weiteren vorhandenen Einrichtungen
zur Positionserfassung notwendig. Befindet sich die Membran während des Betriebs an
einer solchen bekannten Position, kann aus dem an dieser Stelle gemessenen Positionswert
ebenfalls ein Korrekturwert für die Skalierung des Positionssensors abgeleitet und
für die weitere Verarbeitung gespeichert werden.
• Kompensation der optischen Empfindlichkeitsparameter
[0117] In einer erweiterten Ausführung können die Helligkeitswerte der voll beleuchteten
Pixels dazu herangezogen werden, um einen repräsentativen Wert für die Beleuchtungsstärke
zu ermitteln. Hierzu kann beispielsweise aus einer geeigneten Gruppe von Pixels der
Mittelwert der Helligkeit gebildet werden. Anhand der ermittelten Beleuchtungsstärke
kann die Belichtung so gesteuert werden, dass die zur Verfügung stehenden Wertebereiche
optimal ausgenutzt werden; beispielsweise kann die Lichtquelle in ihrer Helligkeit
oder ihrer Einschaltdauer so gesteuert werden, dass die Beleuchtungsstärke der voll
beleuchteten Pixels wenig unterhalb der Übersteuerungsgrenze des CCD-Bausteins liegt.
Bei jedem Messdurchgang wird dann die Beleuchtungsstärke anhand der Verhältnisse des
vorangegangenen Durchgangs so korrigiert, dass sich eine gleitende Anpassung der Belichtungsparameter
an eventuelle Veränderungen von Bauteileeigenschaften, z.B. aufgrund von Alterung,
ergibt.
• Kompensation von Verschmutzungen und Pixelabweichungen
[0118] In einer erweiterten Ausführung kann der mechanische Aufbau des Sensors so gestaltet
werden, dass in einer definierten Phase, z.B. in der Ruhephase vor Ablauf des eigentlichen
Dosierhubs, der komplette für den Arbeitsweg genutzte Pixelbereich oder ein interessierender
Teilbereich belichtet werden kann. Eine mögliche Ausführung ist z.B., eine der Membran
zugewandte Schattenkante 35 für die Auswertung heranzuziehen, wodurch die Schattenkante
im Verlauf der Hubbewegung den Sensor überstreicht und einen Bereich der CCD-Zellen
abdunkelt, der im vorherigen Ruhezustand beleuchtet war. In dieser Phase können die
Helligkeitswerte aller relevanten Pixels ermittelt und in einem Referenzspeicher einzeln
abgelegt werden. Abweichungen der Messwerte einzelner Pixels vom Idealwert können
z.B. in Form von Korrekturwerten hinterlegt werden. Während der aktiven Bewegungsphase
werden dann die Helligkeitswerte jedes Pixels mit Hilfe der zuvor ermittelten Referenzwerte
bei jeder Messung zunächst korrigiert und erst dann weiterverarbeitet. Durch dieses
Verfahren ist es möglich, fertigungsbedingte Empfindlichkeitsabweichungen einzelner
Pixels sowie Verschmutzungen in gewissem Rahmen zu kompensieren und damit die Genauigkeit
zu verbessern bzw. die Betriebssicherheit zu erhöhen.
[0119] Natürlich sind für die CCD-Empfängerzeile auch zwei- oder mehrreihige Anordnungen
möglich, um durch Redundanz eine erhöhte Sicherheit gegen Ausfälle, z.B. durch Verschmutzung,
zu erreichen bzw. durch Mittelung die Messgenauigkeit zu erhöhen. Für besonders große
Hublängen können zwei oder mehr CCD-Zeilen kombiniert werden, um den Messbereich über
die Funktionsgrenzen einer einzelnen Zeile hinaus zu erweitern.
[0120] Die im Ausführungsbeispiel im Detail beschriebene Motordosierpumpe kann in einzelnen
Bereichen und Anordnungen von Komponenten wie dem Motor, dem Getriebe, dem Exzenterantrieb
und sonstigen Konstruktionsdetails von anderen Ausführungsvarianten abweichen. Wesentlich
ist jedoch, dass die oszillierende Bewegung, die durch einen Antrieb erzeugt wird,
mittels eines Positionssensors abtastbar ist, wobei der Positionssensor ein Istsignal
abgibt, welches zur Position des Bezugselements und damit auch zu der des Verdrängungsorgans
in einer festen Beziehung steht, so dass mithilfe dieses Wertes Kenntnis über den
Bewegungsablauf des Verdrängungsorgans gewonnen wird.
Bezugszeichenliste
[0121]
- 1
- Exzentergehäuse
- 2
- Motor (Asynchronmotor)
- 3
- Gehäuserippen
- 4
- Bodenplatte
- 5
- Gehäusedeckel
- 6
- Elektronik im Gehäusedeckel
- 7
- Verstellorgan
- 8
- Hubverstellbolzen
- 9
- Abdeckhaube
- 10
- Steuerleitungen
- 11
- Getriebe (Untersetzungsgetriebe)
- 12
- Dosierkopf
- 13
- Membran
- 14
- Einlassventil
- 15
- Auslassventil
- 16
- Dosierraum
- 17
- Exzenterwelle
- 18
- Längsachse
- 19
- Schubstange
- 20
- Schubbügel
- 21
- Anlauffläche für Exzenter
- 22
- Exzenterträger
- 23
- Druckfeder (Rückholfeder)
- 24
- Lagerscheibe
- 25
- Bund für Druckfeder
- 26
- Buchse in Lagerscheibe
- 27
- Buchse im Hubverstellbolzen
- 28
- Elektronikgehäuse
- 29
- Leistungsschaltstufen für die Motoransteuerung
- 30
- Membrankern
- 31
- Sensorträger
- 32
- Empfänger, CCD-Baustein
- 33
- Lichtquelle
- 34
- Ansteuerelektronik
- 35
- Schattenkante als Bezugselement
- 36
- Positionssensor
- 37
- Differenzierer
- 38
- Sollwertvorgabe
- 39
- Soll-Ist-Vergleich
- 40
- PID-Regler
- 41
- Lage-Korrektur
- 42
- Verstärker
- SV
- Schattenverlauf
- h
- heller Bereich
- d
- dunkler Bereich
- #58...#65
- Zellen (Pixels) des CCD
- H
- Helligkeitswerte der Pixels
- Hv
- Helligkeitswert der Vergleichsschwelle (VS)
- Hl
- Helligkeitswert des Pixels links vom Schnittpunkt mit der VS (linksseitiges Nachbarpixel)
- ΔHl
- Helligkeitsabstand des linksseitigen Nachbarpixels zum Helligkeitswert der Vergleichsschwelle
- Hr
- Helligkeitswert des Pixels rechts vom Schnittpunkt mit der VS (rechtsseitiges Nachbarpixel)
- ΔHr
- Helligkeitsabstand des rechtsseitigen Nachbarpixels zum Helligkeitswert der Vergleichsschwelle
- Δxl
- Positionsabstand der Mittellinie des linksseitigen Nachbarpixels zum Schnittpunkt
mit der VS
- Δxr
- Positionsabstand der Mittellinie des rechtsseitigen Nachbarpixels zum Schnittpunkt
mit der VS
- x1
- Abstand zwischen Schattenkante und CCD-Ebene
- x2
- Abstand zwischen Schattenkante und Lichtquelle
- x3
- Abstand zwischen CCD-Ebene und Lichtquelle
- p1
- Arbeitsdruck p1
- p2
- Arbeitsdruck p2
- p3
- Arbeitsdruck p3
- p4
- Arbeitsdruck p4
- xT1
- Totbereich bei Arbeitsdruck p1
- xT2
- Totbereich bei Arbeitsdruck p2
- xT3
- Totbereich bei Arbeitsdruck p3
- xT4
- Totbereich bei Arbeitsdruck p4
- s
- Tatsächliche Bewegung der Schattenkante
- s'
- Projizierte Bewegung der Schattenkante
- D
- Dosierleistung
- HL
- Mechanische Hublänge
- SG
- Stellgröße
- KSG
- Korrigierte Stellgröße
- MA(U,f)
- Motoransteuerung (Spannung, Frequenz)
- k1
- Faktor für die positionsabhängige Lagekorrektur
- k2
- Faktor für den Leistungsverstärker
- k3
- Faktor für die Ableitung des Geschwindigkeitssignals
- xS
- Sollwert der Position des Verdrängungsorgans
- xI
- Istwert der Position des Verdrängungsorgans
- xSI
- Regelabweichung der Position des Verdrängungsorgans
- vS
- Sollwert der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
- vI
- Istwert der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
- vSI
- Regelabweichung der Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans
1. Dosierpumpe mit rotierendem Antriebsmotor und oszillierendem Verdränger, bei der die
Drehbewegung eines Antriebsmotors (2) durch eine als Getriebe wirkende Anordnung in
eine oszillierende Bewegung einer Schubstange (19) umgesetzt wird, so dass ein durch
diese betätigtes Verdrängungsorgan bei fortlaufend rotierendem Antriebsmotor (2) eine
oszillierende Linearbewegung durchführt, die in einem in der Längsachse der Schubstange
(19) angeordneten Dosierkopf (12) in Zusammenwirken mit einem Auslass- und Einlassventil
in abwechselnder Folge zu einem Pumphub (Druckhub) und einem Ansaughub und damit zu
einer Förderung des Dosiermediums führt, wobei mit der Schubstange (19) ein Bezugselement
(35) verbunden ist, dessen Position von einem Positionssensor (36) abgetastet wird,
wobei der Positionssensor ein Ist-Signal (xI) abgibt, welches zur Position des Bezugselements und damit des Verdrängungsorgans
in einer festen Beziehung steht und mit dessen Hilfe Kenntnis über den Bewegungsablauf
des Verdrängungsorgans gewonnen wird, so dass die elektronische Steuerung der Dosierpumpe
auf Betriebszustände des Dosierkreises und der Pumpe reagieren kann, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Positionssensor (36) ausgelesene Signal (xI) für die Position der Schubstange (19) über einen Regelkreis im Rahmen seiner Regelgenauigkeit
die Drehzahl des Antriebsmotors (2) und als Folge die Linearbewegung der Schubstange
und damit des Verdrängungsorgans so beeinflusst, dass sie einem vorgegebenen Sollwertprofil
(38) folgt.
2. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionssensor (36) die Position des Bezugselements (35) nach einem berührungsfreien
Prinzip abtastet.
3. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Schubstange (19) verbundene Bezugselement (35) und der Positionssensor
(36) außerhalb des Dosierkopfes angeordnet sind.
4. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bezugselement (35) den Strahlengang einer Lichtquelle (33) beeinflußt und der
mit ihm zusammenwirkende Positionssensor (36), der im Pumpengehäuse oder an einem
sonstigen ruhenden Teil fest angeordnet ist, nach einem lichtempfindlichen Empfängerprinzip
arbeitet.
5. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bezugselement (35) ein Schattenkörper bzw. eine schattengebende Kontur ist und
der mit ihm zusammenwirkende Positionssensor (36), der im Pumpengehäuse oder an einem
sonstigen ruhenden Teil fest angeordnet ist, aus einem optischen Empfänger (32) in
Form einer Reihe lichtempfindlicher ladungsgekoppelter Empfängerzellen besteht (charged
coupled device, kurz CCD genannt).
6. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionssensor (36) auf einem eigenen Sensorträger (31) angeordnet ist, der
mit dem Pumpengehäuse oder einem sonstigen ruhenden Teil fest verbunden ist.
7. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (33), der Schattenkörper bzw. die schattengebende Kontur (35) und
der Empfänger (32) eine lichtschrankenähnliche Anordnung darstellen und die Messwerte
kontinuierlich oder taktweise der elektronischen Steuerung zugeführt werden.
8. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Empfänger (32) des Positionssensors (36) aus einer Anzahl linear angeordneter
Empfänger (Pixels), vorzugsweise 128 Pixels, besteht.
9. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (33) eine Leuchtdiode (LED) ist, die so gegenüber dem optischen Empfänger
(32) des Positionssensors (36) angeordnet ist, dass deren Lichtstrahlenbündel auf
dem direkten Weg zum Empfänger durch die Schubstange (19) nicht behindert wird.
10. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangswert des Positionssensors (36) durch Interpolation der Helligkeitswerte
mehrerer im Schattenübergangsbereich liegender Pixels gebildet wird.
11. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verarbeitung der Signale des Positionssensors (36) Filtermaßnahmen eingesetzt
werden.
12. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Nulllagefehler des Positionssensors (36) mittels eines Referenzspeichers eliminiert
werden.
13. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Skalierungsfehler des Positionssensors (36) durch Anfahren einer oder mehrerer Referenzpositionen
eliminiert werden.
14. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Belichtungsschwankungen des Positionssensors (36) durch eine Steuerung oder Regelung
der Lichtquelle (33) anhand der gewonnenen Helligkeitswerte der Pixels ausgeglichen
werden.
15. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Helligkeitsschwankungen zwischen einzelnen Pixels des optischen Empfängers (32) durch
Einbeziehen eines Referenzspeichers für die Empfindlichkeit jedes Pixels kompensiert
werden.
16. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennung, auf welchen Wert das Hubverstellorgan (7) eingestellt ist, durch Messung
während der Dosierung unmittelbar über den Positionssensor (36) erfolgt.
17. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung durch Auswertung des Positionssensorsignals (36) eine
Blockade des Verdrängungsorgans bzw. einen unvollständig ausgeführten Hub erkennt.
18. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (2) nach einem schlupfbehafteten Prinzip arbeitet, indem z.B. ein
Asynchronmotor eingesetzt wird, und die elektronische Steuerung aus der durch die
Ansteuerung vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik
eine Sollhubfrequenz bzw. eine Sollhubperiode für das Verdrängungsorgan ermittelt
und zusätzlich durch Auswertung des Positionssensorsignals (36) die tatsächliche Hubfrequenz
bzw. die tatsächliche Hubperiode des Verdrängungsorgans erfasst, wobei sie durch Vergleich
der tatsächlichen Hubfrequenz mit der Sollhubfrequenz bzw. der tatsächlichen Hubperiode
mit der Sollhubperiode des Verdrängungsorgans den Schlupf des Antriebsmotors errechnet
und dessen Solldrehzahl so verändert, dass sich das Verdrängungsorgan letztendlich
mit der gewünschten Hubfrequenz bewegt.
19. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (2) nach einem schlupfbehafteten Prinzip arbeitet, indem z.B. ein
Asynchronmotor eingesetzt wird, und die elektronische Steuerung aus der durch die
Ansteuerung vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik
eine Sollhubfrequenz bzw. eine Sollhubperiode für das Verdrängungsorgan ermittelt
und zusätzlich durch Auswertung des Positionssensorsignals (36) die tatsächliche Hubfrequenz
bzw. die tatsächliche Hubperiode des Verdrängungsorgans erfasst, wobei sie durch Vergleich
der tatsächlichen Hubfrequenz mit der Sollhubfrequenz bzw. der tatsächlichen Hubperiode
mit der Sollhubperiode des Verdrängungsorgans den Schlupf des Antriebsmotors errechnet
und weiter die elektronische Steuerung aus dem so ermittelten Schlupf des Antriebsmotors
und der bekannten Getriebecharakteristik die auf das Verdrängungsorgan wirkende Kraft
ermittelt und so einen Rückschluss auf den Arbeitsdruck des Dosiermediums vornimmt.
20. Dosierpumpe nach einem oder mehreren der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (2) nach einem schlupfbehafteten Prinzip arbeitet, indem z.B. ein
Asynchronmotor eingesetzt wird, und die elektronische Steuerung aus der durch die
Ansteuerung vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors und der bekannten Getriebecharakteristik
für jeden Moment des Dosiervorgangs eine Sollgeschwindigkeit für das Verdrängungsorgan
ermittelt und zusätzlich durch Auswertung des Positionssensorsignals (36) die tatsächliche
Geschwindigkeit des Verdrängungsorgans erfasst, wobei sie durch Vergleich der tatsächlichen
Momentangeschwindigkeit mit der Sollgeschwindigkeit des Verdrängungsorgans den momentanen
Schlupf des Antriebsmotors errechnet und daraus, wiederum in Zusammenhang mit der
bekannten Getriebecharakteristik, auf den momentanen Kraftverlauf am Verdrängungsorgan
schließt.
21. Dosierpumpe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung aus dem beobachteten Kraftverlauf am Verdrängungsorgan
einen Rückschluss auf den Arbeitsdruck des Dosiermediums vornimmt.
22. Dosierpumpe nach Anspruch 19 oder Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuerung aus dem ermittelten Arbeitsdruck des Dosiermediums einen
Betrieb außerhalb des spezifizierten Druckbereichs erkennt und die Dosierung bei Überschreiten
eines durch die Spezifikation der Dosierpumpe bzw. durch eine Benutzereingabe vorgegebenen
maximal zulässigen Drucks bzw. bei Unterschreiten eines vorgegebenen Minimaldrucks
einstellt.
23. Dosierpumpe nach Anspruch 19 oder Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdrängungsorgan eine teilweise elastische Membran (13) ist, bei der die elektronische
Steuerung aus dem ermittelten Arbeitsdruck des Dosiermediums und der bekannten Abhängigkeit
der Dosierleistung vom Arbeitsdruck einen zu erwartenden Dosierfehler ermittelt und
die Drehzahl des Antriebsmotors (2) und damit die Hubfrequenz so beeinflusst, dass
diesem zu erwartenden Dosierfehler entgegengewirkt wird.
24. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung alternativ die Position (im folgenden xI genannt), die Geschwindigkeit (im folgenden vl genannt) oder die Beschleunigung des Verdrängungsorgans über eine Regeleinrichtung
durch Veränderung der Drehzahl des Antriebsmotors (2) beeinflusst.
25. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung vl des Verdrängungsorgans in der Ansaugphase und/oder in der Druckphase gezielt herabsetzen
kann, um Druckverlusten, die durch Strömungswiderstände verursacht werden, bzw. dem
Entstehen von Kavitation entgegenzuwirken.
26. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewünschte Hublänge durch eine Bedienervorgabe der Regeleinrichtung mitgeteilt
und durch die Regeleinrichtung die Bewegung des Verdrängungsorgans elektronisch auf
die auszuführende Hublänge begrenzt wird, indem die Regeleinrichtung den Antriebsmotor
(2) nach Ausführen der gewünschten Hublänge anhält, in den Reversierbetrieb umschaltet
und so im Anschluss einen Ansaughub durchführt und den Motor dann anhält bzw. den
darauffolgenden Druckhub ausführt.
27. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung die Vorwärtsbewegung des Verdrängungsorgans während der Druckphase
durch Ansteuern des Antriebsmotors (2) so auf die durch die Folgefrequenz der Dosierhübe
vorgegebene Zeit verteilt, dass die Ausbringung des Dosiermediums möglichst gleichmäßig
erfolgt, bis hin zu sehr langsam ausgeführten Dosierhüben von z.B. einigen Minuten.
28. Dosierpumpe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdrängungsorgan eine teilweise elastische Membran (13) ist und die elektronische
Steuerung aus dem momentanen Kraftverlauf an der Membran (13) das Öffnen des Auslassventils
(15) erkennt und mithilfe dieser Beobachtung den Totbereich, der aufgrund der elastischen
Verformung der Membran (13) entsteht, misst.
29. Dosierpumpe nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der tatsächlich ausgeführte Hubweg abhängig von der ermittelten Membranverformung
beeinflusst wird, indem die Regeleinrichtung den Antriebsmotor (2) nach Ausführen
der gewünschten Hublänge ab dem Öffnen des Auslassventils (15) anhält, in den Reversierbetrieb
umschaltet und so im Anschluss einen Ansaughub durchführt und den Motor dann anhält
bzw. den darauffolgenden Druckhub ausführt, so dass der durch die Membranverformung
verursachte Fehlerbeitrag (bezogen auf den Hubweg bzw. das dosierte Volumen) eliminiert
und so die Abhängigkeit der Dosiermenge vom Gegendruck wesentlich vermindert wird.
30. Dosierpumpe nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die tatsächlich ausgeführte Hubfrequenz abhängig von der ermittelten Membranverformung
beeinflusst wird, indem die Regeleinrichtung einen Korrekturwert für den durch die
Membranverformung verursachten Fehlerbeitrag (bezogen auf den Hubweg bzw. das dosierte
Volumen) ermittelt und die Solldrehzahl des Antriebsmotors (2) mithilfe dieses Korrekturwerts
so verändert, dass der durch die Membranverformung verursachte Fehlerbeitrag eliminiert
wird.
1. A metering pump with a rotary drive motor and an oscillating piston, wherein the rotary
motion of a drive motor (2) is transformed into an oscillatory motion of a connecting
rod (19) by means of a gear arrangement, so that a displacement means actuated thereby
executes an oscillating linear motion on continuous rotation of the drive motor (2),
which results in transfer of a medium to be metered in a metering head (12) arranged
in the longitudinal axis of the connecting rod (19) cooperating alternately with an
outlet and an inlet valve to produce a pump stroke (pressure stroke) and a priming
stroke, and thereby leads to conveying of the metering medium, wherein a reference
element (35) is associated with the connecting rod (19), the position of which is
detected by a positional sensor (36), wherein the positional sensor provides an actual
signal (xI) which is in a fixed relationship to the position of the reference element and thus
to that of the displacement means and which provides information regarding the motion
executed by the displacement means, so that the electronic control system of the metering
pump can react to the operating conditions of the metering circuit and pump, characterized in that the signal (xI) for the position of the connecting rod (19) read from the positional sensor (36)
is fed to a control circuit and influences the rotary speed of the drive motor (2)
and thus the linear motion of the connecting rod and thus of the displacement means
in the context of its control accuracy so that it follows a predetermined nominal
profile (38).
2. A metering pump according to claim 1, characterized in that the positional sensor (36) detects the position of the reference element (35) in
accordance with a touch free principle.
3. A metering pump according to claim 1, characterized in that the reference element (35) associated with the connecting rod (19) and the positional
sensor (36) are outside the metering head.
4. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the reference element (35) influences the path of a light source (33) and the positional
sensor cooperating therewith (36), which is fixed in the pump housing or another stationary
part, operates in a light-sensitive manner.
5. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the reference element (35) is a shadow-producing body or a shadow producing contour
and the positional sensor (36) cooperating therewith which is fixed in the pump housing
or another stationary part, consists of an optical receiver (32) in the form of a
series of light sensitive charged coupled devices (CCD).
6. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the positional sensor (36) is arranged on its own sensor carrier (31) which is fixed
to the pump housing or another stationary part.
7. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the light source (33), the shadow-producing body or shadow-producing contour (35)
and the receiver (32) constitute a light box-like arrangement and the measured values
are continuously or intermittently fed to the electronic control system.
8. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the optical receiver (32) of the positional sensor (36) consists of a number of linearly
arranged receivers (pixels), preferably 128 pixels.
9. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the light source (33) is a light emitting diode (LED) which is arranged with respect
to the optical receiver (32) of the positional sensor (36) so that its light beam
directed at the receiver is not interrupted by the connecting rod (19) on the direct
way to the receiver.
10. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the start value of the positional sensor (36) is produced by interpolating the brightness
values of a plurality of pixels in the shadow transition region.
11. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that when processing the signals for the positional sensor (36), filtering is employed.
12. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that zero position errors of the positional sensor (36) are eliminated by means of a reference
memory.
13. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that scaling errors of the positional sensor (36) are eliminated by using one or more
reference positions.
14. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that variations in the illumination of the positional sensor (36) are compensated for
by controlling or regulating the light source (33) using the pixel brightness values
obtained.
15. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that variations in brightness between individual pixels of the optical receiver (32) are
compensated for by using a reference memory for the sensitivity of each pixel.
16. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that determination of the value to which the stroke adjustment means (7) should be adjusted
is obtained directly by means of the positional sensor (36) by measurement during
metering.
17. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the electronic control system recognizes a blockage in the displacement means or
an incompletely executed stroke by evaluating the signal for the positional sensor
(36).
18. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drive motor (2) operates with slippage, in which an asynchronous motor is employed,
for example, and the electronic control system defines a nominal stroke frequency
or a nominal stroke period for the displacement means from the nominal rotary speed
of the drive motor and the known gear characteristics and additionally determines
the actual stroke frequency or the actual stroke period of the displacement means
by evaluating the positional sensor signal (36), wherein by comparing the actual stroke
frequency with the nominal stroke frequency or the actual stroke period with the nominal
stroke period of the displacement means, the slippage of the drive motor can be calculated
and the nominal rotary speed can be changed so that finally, the displacement means
moves at the desired stroke frequency.
19. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drive motor (2) operates with slippage, in which an asynchronous motor is employed,
for example, and the electronic control system provides a nominal stroke frequency
or a nominal stroke period for the displacement means from the nominal rotary speed
of the drive motor and the known gear characteristic and additionally defines the
actual stroke frequency or the actual stroke period of the displacement means by evaluating
the positional sensor signal (36), wherein by comparing the actual stroke frequency
with the nominal stroke frequency or the actual stroke period with the nominal stroke
period of the displacement means, the slippage of the drive motor can be calculated
and further, the electronic control system can determine the force on the displacement
means from the determined slippage of the drive motor and the known gear characteristic
and thus reduce the operating pressure of the metering medium.
20. A metering pump according to one or more of the preceding claims, characterized in that the drive motor (2) operates with slippage, in which an asynchronous motor is employed,
for example, and the electronic control system determines a nominal speed for the
displacement means from the nominal rotary speed of the drive motor and the known
gear characteristic for every instant of the metering procedure and additionally,
determines the actual speed of the displacement means by evaluating the positional
sensor signal (36), wherein by comparing the actual instantaneous speed with the nominal
speed of the displacement means, the instantaneous slippage of the drive motor can
be calculated and, again in connection with the known gear characteristics, the instantaneous
force in the displacement means can be deduced therefrom.
21. A metering pump according to claim 20, characterized in that the electronic control system reduces the operating pressure of the metering medium
using the observed force profile on the displacement means.
22. A metering pump according to claim 19 or claim 21, characterized in that the electronic control system recognizes operation beyond the specified pressure
range from the determined metering medium operating pressure and adjusts metering
when a maximum permissible pressure as dictated by the specification for the metering
pump or as provided by the operator is exceeded, or when a predetermined minimum pressure
is not reached.
23. A metering pump according to claim 19 or claim 21, characterized in that the displacement means is a partially elastic diaphragm (13), wherein the electronic
control system determines an expected metering error from the determined operating
pressure of the metering medium and the known dependency of the metering performance
on the operating pressure and influences the rotary speed of the drive motor (2) and
thus the stroke frequency to work against the expected metering error.
24. A metering pump according to claim 1, characterized in that the control device alternately influences the position (hereinafter denoted xI), speed (hereinafter denoted vI) or the acceleration of the displacement means by changing the rotary speed of the
drive motor (2).
25. A metering pump according to claim 1, characterized in that the control device can deliberately decrease vI for the displacement means during the priming phase and/or in the pressure phase,
in order to counteract pressure drops which are caused by resistance to flow, or the
occurring of cavitations.
26. A metering pump according to claim 1, characterized in that the desired stroke length is communicated to the control device by an operator and
the control device is used to electronically limit the motion of the displacement
means to the stroke length to be executed, wherein the control device stops the drive
motor (2) after executing the desired stroke length, switches it into reverse and
then carries out the priming stroke and the motor then stops or carries out the next
pressure stroke.
27. A metering pump according to claim 1, characterized in that the control device distributes the forward motion of the displacement means during
the pressure phase by driving the drive motor (2) for the time determined by the repetition
rate of the metering strokes, so that the metering medium is dispensed as evenly as
possible, even in the case of metering strokes which are very slow, for example of
several minutes.
28. A metering pump according to claim 20, characterized in that the displacement means is partially in the form of an elastic diaphragm (13) and
the electronic control system detects the opening of the outlet valve (15) from the
instantaneous force on the diaphragm (13) and with the aid of said observation measures
the dead region which arises because of the elastic deformation of the diaphragm (13).
29. A metering pump according to claim 28, characterized in that the actual stroke is influenced depending on the deduced diaphragm deformation, wherein
the control device stops the drive motor (2) after reaching the desired stroke length
from opening of the outlet valve (15), switches it into reverse and then executes
the priming stroke and then stops the motor or executes the subsequent pressure stroke,
so that the error caused by the diaphragm deformation (with respect to the stroke
or the metered volume) is eliminated and the dependency of the metered quantity on
back pressure is substantially reduced.
30. A metering pump according to claim 28, characterized in that the actual hub frequency is influenced depending on the deduced diaphragm deformation,
wherein the control device determines a correction value for the error caused by the
diaphragm deformation (with respect to the stroke or the metered volume) and changes
the nominal rotary speed of the drive motor (2) with the aid of said correction value
so that the error caused by the diaphragm deformation is eliminated.
1. Pompe de dosage avec un moteur d'entraînement rotatif et un dispositif de refoulement
oscillant, dans laquelle le mouvement de rotation d'un moteur d'entraînement (2) est
converti, par un dispositif agissant comme une transmission, en un mouvement oscillant
d'une tige de poussée (19), de façon à ce qu'un organe de refoulement actionné par
celle-ci effectue, lorsque le moteur d'entraînement (2) est en rotation continue,
un mouvement linéaire oscillant, qui provoque, dans la tête de dosage (12) disposée
dans l'axe longitudinal de la tige de poussée (19), en interaction avec une soupape
d'évacuation et d'admission de manière alternée, une course de pompage (course de
compression) et une course d'aspiration et donc un refoulement du fluide à doser,
un élément de référence (35), dont la position est déterminée par un capteur de position
(36), étant relié à la tige de poussée (19), le capteur de position émettant un signal
réel (x1), qui présente, avec la position de l'élément de référence, et donc de l'organe
de refoulement, un rapport fixe et à l'aide duquel il est possible de connaître le
déroulement du mouvement de l'organe de refoulement, de façon à ce que la commande
électronique de la pompe de dosage puisse réagir à des états de fonctionnement du
circuit de dosage et de la pompe, caractérisée en ce que, le signal (x1) lu dans le capteur de position (36) pour la position de la tige de
poussée (19), par l'intermédiaire d'un circuit de régulation dans le cadre de sa précision
de régulation, la vitesse de rotation du moteur d'entraînement (2), et par conséquent
le mouvement linéaire de la tige de poussée et donc de l'organe de refoulement est
influencé de façon à suivre un profil de valeur de consigne (38) prédéterminé.
2. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le capteur de position (36) détermine la position de l'élément de référence (35)
selon un principe sans contact.
3. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément de référence (35) relié à la tige de poussée (19) et le capteur de position
(36) sont disposés à l'extérieur de la tête de dosage.
4. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de référence (35) influence le trajet des faisceaux d'une source de lumière
(33) et le capteur de position (36) interagissant avec celui-ci, qui est fixé dans
le carter de la pompe ou sur une autre partie immobile, fonctionne le principe d'un
récepteur photosensible.
5. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de référence (35) est un corps d'ombrage ou un contour formant des ombres
et le capteur de position (36) interagissant avec celui-ci, qui est fixé dans le carter
de la pompe ou sur une autre partie immobile, est constitué d'un récepteur optique
(32) sous la forme d'une série de cellules réceptrices photosensibles à couplage de
charge (charged coupled device, en abrégé : CCD).
6. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capteur de position (36) est disposé sur son propre support de capteur (31), qui
est relié avec le carter de la pompe ou une autre partie immobile.
7. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la source de lumière (33), le corps d'ombrage ou le contour formant des ombres (35)
et le récepteur (32) constituant un dispositif semblable à une barrière photo-électrique
et les valeurs de mesure étant introduites en continu ou de manière cyclique dans
la commande électronique.
8. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le récepteur optique (32) du capteur de position (36) est constitué de plusieurs
récepteurs disposés linéairement (pixels), de préférence de 128 pixels.
9. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la source de lumière (33) est une diode électroluminescente (LED) qui est disposée
par rapport au récepteur optique (32) du capteur de position (36) de façon à ce que
le trajet direct de ses faisceaux lumineux vers le récepteur ne soit pas obstrué par
la tige de poussée (19).
10. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la valeur initiale du capteur de position (36) est formé par une interpolation des
valeurs de luminosité de plusieurs pixels situés dans la zone de transition des ombres.
11. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que, lors du traitement des signaux du capteur de position (36), des mesures de filtrage
sont appliquées.
12. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les erreurs de position nulle du capteur de position (36) sont éliminées au moyen
d'une mémoire de référence.
13. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les erreurs d'échelle du capteur de position (36) sont éliminées par le déplacement
vers une ou plusieurs positions de référence.
14. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les variations d'éclairage du capteur de position (36) sont compensées par un contrôle
ou une régulation de la source de lumière (33) à l'aide des valeurs de luminosité
des pixels.
15. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les variations de luminosité entre différents pixels du récepteur optique (32) sont
compensées par l'utilisation d'une mémoire de référence pour la sensibilité de chaque
pixel.
16. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la détermination de la valeur réglée pour l'organe de réglage de course a lieu par
une mesure pendant le dosage directement par l'intermédiaire du capteur de position
(36).
17. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que la commande électronique détecte, par analyse du signal de capteur de position (36),
un blocage de l'organe de refoulement ou une course effectuée de manière incomplète.
18. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (2) fonctionne selon un principe lié à un glissement, dans
lequel, par exemple un moteur asynchrone est utilisé et la commande électronique détermine,
à partir de la vitesse de rotation de consigne du moteur d'entraînement prédéterminée
par la commande et de la caractéristique connue de la transmission, une fréquence
de course de consigne ou une période de course de consigne pour l'organe de refoulement
et, en outre, par l'analyse du signal du capteur de position (36), mesure la fréquence
de course réelle ou la période de course réelle de l'organe de refoulement, et calcule,
en comparant la fréquence de course réelle avec la fréquence de course de consigne
ou la période de course réelle avec la période de course de consigne de l'organe de
refoulement, le glissement du moteur d'entraînement et modifie sa vitesse de rotation
de consigne de façon à ce que l'organe de refoulement se déplace finalement avec la
fréquence de course souhaitée.
19. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (2) fonctionne selon un principe lié à un glissement, dans
lequel, par exemple un moteur asynchrone est utilisé et la commande électronique détermine,
à partir de la vitesse de rotation de consigne du moteur d'entraînement prédéterminée
par la commande et de la caractéristique connue de la transmission, une fréquence
de course de consigne ou une période de course de consigne pour l'organe de refoulement
et, en outre, par l'analyse du signal du capteur de position (36), mesure la fréquence
de course réelle ou la période de course réelle de l'organe de refoulement, et calcule,
en comparant la fréquence de course réelle avec la fréquence de course de consigne
ou la période de course réelle avec la période de course de consigne de l'organe de
refoulement, le glissement du moteur d'entraînement et la commande électronique déterminant
ensuite, à partir du glissement, ainsi déterminé, du moteur d'entraînement et de la
caractéristique de transmission connue, la force agissant sur l'organe de refoulement
et en déduisant ainsi la pression de service du fluide à doser.
20. Pompe de dosage selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moteur d'entraînement (2) fonctionne selon un principe lié à un glissement, dans
lequel, par exemple un moteur asynchrone est utilisé et la commande électronique détermine,
à partir de la vitesse de rotation de consigne du moteur d'entraînement prédéterminée
par la commande et de la caractéristique connue de la transmission, pour chaque moment
du processus de dosage, une vitesse de consigne pour l'organe de refoulement et, en
outre, par l'analyse du signal du capteur de position (36), mesure la vitesse réelle
de l'organe de refoulement, et calcule, en comparant la vitesse instantanée réelle
avec la vitesse de consigne de l'organe de refoulement, le glissement instantané du
moteur d'entraînement et en déduit, à nouveau en lien avec la caractéristique de transmission
connue, l'évolution instantanée de la force exercée sur l'organe de refoulement.
21. Pompe de dosage selon la revendication 20, caractérisée en ce que la commande électronique déduit la pression de service du fluide à doser à partir
de l'évolution observée de la force exercée sur l'organe de refoulement.
22. Pompe de dosage selon la revendication 19 ou la revendication 21, caractérisée en ce que la commande électronique détecte, à partir de la pression de service déterminée du
fluide à doser, un fonctionnement hors de la plage de pression spécifiée et arrête
le dosage lors du dépassement d'une pression maximale admissible prédéterminée par
les spécifications de la pompe de dosage ou par une saisie de l'utilisateur ou bien
lors d'un passage en dessous d'une pression minimale prédéterminée.
23. Pompe de dosage selon la revendication 19 ou la revendication 21, caractérisée en ce que l'organe de refoulement est une membrane partiellement élastique (13) dans laquelle
la commande électronique détermine, à partir de la pression de service déterminée
du fluide à doser et de la dépendance connue de la puissance de dosage par rapport
à la pression de service, une erreur de dosage prévisible et influence la vitesse
de rotation du moteur d'entraînement (2) et donc la fréquence de course de façon à
corriger l'erreur de dosage prévisible.
24. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de régulation influence alternativement la position (appelée x1 dans
la suite), la vitesse (appelée v1 dans la suite) ou l'accélération de l'organe de
refoulement par l'intermédiaire d'un dispositif de régulation par modification de
la vitesse de rotation du moteur d'entraînement (2).
25. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de régulation peut diminuer la vitesse de rotation v1 de l'organe de
refoulement dans la phase d'aspiration et/ou dans la phase de compression de manière
ciblée afin de compenser les pertes de charge provoquées par des résistances à l'écoulement,
ou par l'apparition d'un phénomène de cavitation.
26. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur souhaitée de la course est indiquée au dispositif de régulation par une
directive de l'utilisateur et le mouvement de l'organe de refoulement est limité de
manière électronique à la longueur de course à effectuer par le dispositif de régulation,
grâce au fait que le dispositif de régulation arrête le moteur d'entraînement (2)
après la réalisation de la longueur de course souhaitée, inverse son fonctionnement
et effectue donc ensuite une course d'aspiration puis arrête le moteur ou effectue
la course de compression suivante.
27. Pompe de dosage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de régulation répartit le mouvement d'avance de l'organe de refoulement
pendant la phase de compression par la commande du moteur d'entraînement (2) sur le
temps prédéterminé par la fréquence de succession des courses de dosage de façon à
ce que l'extraction du fluide à doser a lieu de la manière la plus uniforme possible,
des courses de dosage effectuées très lentement, par exemple en plusieurs minutes,
pouvant être obtenues.
28. Pompe de dosage selon la revendication 20, caractérisée en ce que l'organe de refoulement est une membrane (13) partiellement élastique et la commande
électronique détecte, à partir de l'évolution instantanée de la force exercée sur
la membrane (13), l'ouverture de la soupape d'évacuation (15) et mesure, à l'aide
de cette observation, la zone morte qui apparaît du fait de la déformation élastique
de la membrane (13).
29. Pompe de dosage selon la revendication 28, caractérisée en ce que la course réellement effectuée est influencée en fonction de la déformation déterminée
de la membrane, grâce au fait que le dispositif de régulation arrête le moteur d'entraînement
(2) après la réalisation de la longueur de course souhaitée à partir de l'ouverture
de la soupape d'évacuation (15), en inverse le fonctionnement et effectue donc ensuite
une course d'aspiration puis arrête le moteur ou effectue la course de compression
suivante, de façon à ce que la contribution de l'erreur provoquée par la déformation
de la membrane (par rapport à la course ou au volume dosé) soit éliminée et que la
dépendance de la quantité de dosage par rapport à la contre-pression soit considérablement
réduite.
30. Pompe de dosage selon la revendication 28, caractérisée en ce que la fréquence de course réellement effectuée est influencée en fonction de la déformation
déterminée de la membrane, grâce au fait que le dispositif de régulation détermine
une valeur de correction pour la contribution de l'erreur provoquée par la déformation
de la membrane (par rapport à la course ou au volume dosé) et modifie ainsi la vitesse
de rotation de consigne du moteur d'entraînement (2) à l'aide de cette valeur de correction,
de façon à ce que la contribution d'erreur provoquée par la déformation de la membrane
soit éliminée.