| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 000 755 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.12.1981 Patentblatt 1981/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.07.1978 |
|
|
| (54) |
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus verstärktem Kunststoff und Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens
Method and apparatus for making a shaped body from reinforced plastic
Procédé et dispositif pour la fabrication d'articles d'une forme définie en matière
plastique renforcée
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH DE FR GB LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
05.08.1977 AT 5779/77 24.02.1978 AT 1370/78
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
21.02.1979 Patentblatt 1979/04 |
| (71) |
Anmelder: Schwarz, Walter |
|
A-1020 Wien II. (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schwarz, Walter
A-1020 Wien II. (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Tetzner, Volkmar, Dr.-Ing. Dr. jur. |
|
Van-Gogh-Strasse 3 81479 München 81479 München (DE) |
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Aus der CH-PS 542 037 wurde ein Verfahren zum Umgießen von Teilen, insbesondere imprägnierten
Teilen elektrischer Geräte mit Kunstharz, bekannt. Dabei wird so vorgegangen, daß
die zu umgießenden Teile in eine Gießform eingebracht werden. Die Gießform wird dann
mit den darin befindlichen Teilen mit Öl gefüllt. In die mit Öl gefüllte Gießform
wird dann ein gießbares Kunstharz in flüssigem Zustand eingegossen und das Öl verdrängt.
Das Gießharz füllt damit die Form und nimmt deren Innengestalt an. Handelt es sich
um einen Quader, so entsteht ein quaderförmiges Endprodukt aus dem erhärteten Gießharz,
handelt es sich bei der Gießform um einen isolatorförmigen Körper, so nimmt das Gießharz
die Innenform des Isolators an. Die Gießform wird bei dem bekannten Verfahren jeweils
von einer vorgefertigten Matrize gebildet, die auch als verlorene Matrize Verwendung
finden kann. Bei Anwendung des bekannten Verfahrens muß daher für die Herstellung
eines jeden Formkörpers eine geeignete Matrize bereitgestellt werden. Je komplizierter
der Formkörper ist, um so komplizierter muß die unbedingt für die Anwendung des Verfahrens
benötigte Matrize sein. Weiters muß das Aushärten des Formkörpers in der Matrize abgewartet
werden, wodurch die Matrize lange Zeit blockiert ist.
[0002] Sollen nach dem bekannten Verfahren Hohlkörper hergestellt werden, so bedarf dies
der Verwendung einer Patrize, die der Form des Hohlraumes entspricht. Je komplizierter
der Hohlraum geformt wird, um so komplizierter muß auch die Patrize hergestellt sein.
Es muß sich dabei fast immer um einen aus mehreren Teilen zusammengesetzten und zerlegbaren
Körper handeln.
[0003] Durch die FR-PS 1 518 499 wurde ein Verfahren zur Herstellung von Bauplatten bekannt.
Es wird dabei zur Erzielung einer strukturierten Plattenoberfläche so vorgegangen,
daß auf den Boden einer der Plattengestalt entsprechenden Form ein nicht härtbares
Material bis in eine Höhe zwischen 1-10 mm aufgegossen wird. Auf dieses nicht härtbare
Material wird dann ein körniges Füllmaterial aufgeschüttet. Die Körner des Füllmaterials
dringen hierbei mehr oder weniger stark in das nicht härtende, am Boden der Form befindliche
Material ein. Schlußendlich wird auf das Füllmaterial ein Bindemittel aus härtbarem
Kunststoff aufgegossen. Dieses Bindemittel durchsetzt das Füllmaterial, nicht jedoch
das am Boden der Form befindliche nicht härtende Material. Sobald das Bindemittel
ausreichend erhärtet ist, wird der aus dem Füllmaterial und dem nicht härtenden Material
bestehende Körper (Platte) aus der Form entfernt und hernach das nicht härtende Material
vom Füllmaterial, das mit dem Bindemittel durchsetzt ist, entfernt. Auf diese Weise
wird eine strukturierte Plattenoberfläche erreicht.
[0004] Nach diesem Verfahren können im wesentlichen nur Platten hergestellt werden, weil
nur in einen ebenen Boden aufweisenden Formen eine 1-10 mm gleichmäßige Schicht aus
nicht härtendem Material eingebracht werden kann. Die Herstellung beliebig geformter
Körper ist nach diesem Verfahren unmöglich.
[0005] In der GB-PS 1 108 595 ist ein Verfahren zur Herstellung von Hochspannungsisolatoren
beschrieben. Bei diesem Verfahren wird ebenfalls von einer vorgefertigten Matrize
Gebrauch gemacht, deren Innenform der Außenform des herzustellenden Isolierkörpers
entspricht. Die Gußform besteht hierbei aus zwei Teilen, die durch Bolzen, welche
einen von der Trennfuge abstehenden Flansch durchsetzen, zusammengehalten werden.
In die Form können auch Teile, z. B. absorbierende Einsätze, eingelegt werden, die
dann von Kunststoff umgossen werden. Auch bei diesem Verfahren wird somit von einer
vorgefertigten Matrize Gebrauch gemacht, welche allein für die Außenform des herzustellenden
Körpers entscheidend ist. Für die Herstellung jedes Körpers muß daher eine gesonderte
Matrize vorhanden sein, die - worauf bereits im Zusammenhang mit der Erläuterung der
CH-PS 542 037 hingewiesen wurde - über die Aushärtezeit blockiert ist und die je nach
Material nur eine begrenzte Anzahl von Abgüssen herzustellen erlaubt. Sollen beim
Gießen Unter- oder Überdruck angewendet werden, so müssen die Matrizen diesen Druckbelastungen
standhalten und demgemäß dimensioniert sein. Dies erhöht weiters die Kosten.
[0006] Körper aus z. B. härtbarem Kunststoff, wie etwa aus Polyester, Epoxydharz od. dgl.,
die verstärkt sind z. B. mit Fasern oder Gewebestrukturen, wurden bisher entweder
nach dem sogenannten Naßverfahren, oder nach dem sogenannten Trockenverfahren hergestellt.
Beim Naßverfahren werden die mit dem härtbaren Kunststoff getränkten Fasern auf einen
Formkern gebracht, z. B. die Fasern in Strangform (Rovings) vorliegen durch Wickeln,
falls die Fasern als Gewebe vorliegen durch Auflegen auf die Formwand und anschließendes
Anrollen, wodurch ein Verdichten bzw. ein Entfernen allfälliger Luftblasen erzielt
werden soll. Die so erzielbare Verdichtung bzw. Freiheit von Luftblasen ist allerdings
beschränkt und unkontrollierbar, so daß eine gleichbleibende Qualität nicht erzielbar
ist.
[0007] Beim Trockenverfahren werden die Fasern zunächst in die gewünschte Form gebracht,
z. B. auf einen Formkern gewickelt, und anschließend erst mit dem Kunststoff getränkt.
Zur Erzielung einer besonders guten Verdichtung, bzw. Freiheit von Luftblasen ist
es bekannt geworden, einen derartigen, auf einer Patrize (Formkern) sitzenden Faserwickel
in eine Matrize (Form) einzusetzen, diese zunächst zu evakuieren, anschließend mit
dem Kunststoff zu füllen, diesen - gegebenenfalls sogar unter Druckausübung - in die
Form zu pressen und auszuhärten. Dabei werden zwar weitgehend luftblasenfreie und
hochverdichtete Formkörper erzielt, doch ist der Formenaufwand beträchtlich: nicht
nur muß jede Form vakuum- und druckdicht, sowie mit Zu- und Ableitungen versehen sein,
sondern sie ist auch durch die Aushärtungszeit des Kunststoffes beträchtliche Zeit
belegt. Es muß daher für eine industrielle Produktion in der Regel eine Vielzahl teurer
Formen angeschafft werden.
[0008] Die vorliegende Erfindung hat sich daher zum Ziel gesetzt, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe Formkörper aus z. B. faserverstärkten Kunststoffen
verhältnismäßig billig und trotzdem in höchster Qualität reproduzierbar hergestellt
werden können. Dies wird ausgehend von einem Verfahren zur Herstellung von Formkörpern
aus verstärktem Kunststoff, bei dem ein aus Verstärkungsmaterial gebildeter Körper
mit Kunststoff durchtränkt, in einer den Konturen des Körpers zumindest außen entsprechenden
Hülle angelieren bzw. aushärten gelassen wird, dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß
der aus dem Verstärkungsmaterial bestehende Körper vor oder nach seiner Durchtränkung
mit dem Kunststoff, zur Bildung der Hülle zumindest außen von dem in flüssigem Zustand
befindlichen, mit dem Tränkmaterial nicht mischbaren Hüllmaterial, das die Matrize
und/ oder Patrize bildet, in Berührung gebracht und umschlossen wird und das Hüllmaterial
gegebenenfalls erstarren gelassen wird und nach dem Angelieren bzw. Aushärten des
Tränkmaterials wieder entfernt wird.
[0009] Durch diese Maßnahme wird die Hülle aus einem praktisch unverbrauchbaren, immer wieder
verwendbaren Material gebildet und kann - falls erforderlich - auch in den festen
Aggregatzustand übergeführt werden, so daß sie sowohl im flüssigen als auch im festen
Aggregatzustand einem etwa zur Anwendung gelangenden Unter- bzw. Überdruck beliebiger
Höhe standhält. Die Umhüllungsflüssigkeit legt sich an jeder noch so komplizierten
Form eines Verstärkungskörpers an und umhüllt ihn vollständig und fugenlos. Daher
entfällt bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die ansonsten erforderliche
Wartung der sehr kostspieligen, toleranzabhängigen, geteilten vorgefertigten Imprägnierformen
(Matrizen/Patrizen) traditioneller Art. Die Entformung der fertigen Formkörper kann,
falls diese nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden, ohne Beschädigung
erfolgen, sobald sie formbeständig angeliert sind.
[0010] Weiterhin ermöglicht die enge Anschmiegung der vorzugsweise unter Druck stehenden
Umhüllungsflüssigkeit an den Formkörper, oder im Falle die Umhüllungsflüssigkeit erstarren
gelassen wird, die so gebildete, unter Schrumpfspannung stehende feste Formhülle,
einen hohen Anteil an Verstärkungsmaterial für den Formkörper zu verarbeiten, wobei
zur Sicherstellung einer vollständigen Durchtränkung dann ein beliebig hoher Unter-
oder Überdruck angewendet werden kann. Solcherart lassen sich höchstens Festigkeitswerte
erreichen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine industrielle Serienherstellung von
Körpern beliebiger Form, Größe und aus beliebigem Verstärkungsmaterial, mit gleichbleibend
reproduzierbarer Höchstqualität, wobei gleichzeitig Körper unterschiedlichen Aufbaues
hinsichtlich des verwendeten Verstärkungsmaterials und auch unterschiedlicher Größe
und Form gleichzeitig erzeugt werden können. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich
in einem geschlossenen System ausführen, welches verhindert, daß das Arbeitspersonal
mit gesundheitsschädlichen Dämpfen in Berührung kommt, wodurch gesunde Arbeitsbedingungen
geboten werden können.
[0012] Nach dem Wesen der Erfindung werden die vorbereiteten Körper aus dem Verstärkungsmaterial
mit einer sich selbst bildenden, jeder Form damit eng und druckfest anliegenden, Temperaturbeständigen
und dichten Umhüllungsflüssigkeit überzogen, die in flüssigen Aggregatzustand belassen,
jedoch auch in den festen Aggregatzustand übergeführt werden kann. Da der Formkörper
in flüssiges Material gehüllt wird, entstehen keine Trennfugen. Die Formhülle wird
nach dem Gelieren bzw. Aushärten des Tränkmaterials abgezogen, soferne sie erstarren
gelassen wurde, kann das Entfernen z. B. durch Schmelzen, Auflösen, Aufschneiden oder
Zertrümmern durch Ultraschall erfolgen. Dabei kann das Material der Formhülle immer
wieder verwendet werden.
[0013] Obwohl als Umhüllungsflüssigkeit verschiedene anorganische und organische Flüssigkeiten
herangezogen werden können, soferne sie mit dem Tränkmaterial nicht reagieren bzw.
sich mit ihm nicht mischen, erweisen sich niedrigschmelzende Legierungen als besonders
zweckmäßig. Nicht nur ergibt sich durch deren hohe Dichte ein besonders gutes Angelieren
an dem Körper aus dem Verstärkungsmaterial und ein Eindringen auch in verhältnismäßig
unzugängliche Hinterschneidungen u. dgl., die mit den Mitteln des herkömmlichen Formenbaues
besonders schwierig herzustellen wären, sondern eine solche Legierung kann durch geringes
Senken der Temperatur bereits in den festen Aggregatzustand übergeführt werden, wodurch
eine starre hochdruckfeste einstückige und damit von Trennfugen freie Hülle für die
Formkörper entsteht. Dabei kann ein hoher Verdichtungsgrad erreicht werden. Der Schmelzpunkt
des Materials für die Umhüllung liegt unterhalb der Temperaturfestigkeit des ausgehärteten
Kunststoffes (Tränkmaterials). Als Legierungen können eutektische Mischungen von Wismut,
Blei, Zinn, Kadmium und Antimon eingesetzt werden; sie können sehr genau auf einen
bestimmten gewünschten Schmelzpunkt eingestellt werden. So gibt es unter den Wimut-Zinn-Blei-Kadmium-Indium-Legierungen
solche, deren Schmelzpunkt bei 47° C liegt. Spezielle Wismut-Blei-Kadmiumlegierungen
z. B. haben einen Schmelzpunkt von 92°C, Wismut-Zinn-Zink-Legierungen einen solchen
von 130°C. Von Zinn-Blei-Kadmium-Legierungen liegt der Schmelzpunkt bei 145°C; ein
Schmelzpunkt von 221°C kann mit Zinn-Silber-Legierungen erreicht werden, mit Kadmium-Antimon-Legierungen
ein solcher von 292° C.
[0014] Um die Lage der Körper aus dem Verstärkungsmaterial beispielsweise beim Umgießen
mit dem Umhüllungsmaterial oder beim Eintauchen in die Umhüllungsflüssigkeit zu sichern,
können Abstandhalter, Einlagen, Stützgerüste od. dgl. aus starken Materialien verwendet
werden, die gegen die Umhüllungsflüssigkeit resistent und der betreffenden Temperaturbeanspruchung
gewachsen sind.
[0015] Als Verstärkungsmaterial können in an sich bekannter Weise Faserstränge, Stapelfasern,
Gewebe, Drähte, Flocken, Whiskers u. dgl. aus Kunststoff, Glas, Textil, Kohlenstoff,
Asbest oder Metall (z. B. Stahl, Beryllium etc.) verwendet werden. Dieses Material
wird in einer der jeweiligen Formen angepaßten Weise auf einen gleichfalls an sich
bekannten Grundkörper aufgetragen, z. B. durch Wickeln, Spritzen, elektrostatische
Fixierung od. dgl.
[0016] Der Grundkörper kann als Patrize während der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
im fertigen Formkörper verbleiben, d. h. eine Art verlorene Schalung bilden und aus
- gegebenenfalls verstärktem - Kunststoff, aus einem geeigneten Liner od. dgl. bestehen.
[0017] Der Grundkörper kann aus dem Formkörper auch vor oder nach dessen Durchtränkung entfernt
werden. Ist ein Faserwickel so ausgebildet, daß er auch ohne den tragenden Grundkörper
für die Handhabung während der Durchtränkung bzw. der Umhüllung eine ausreichende
Festigkeit aufweist, kann er unmittelbar nach dem Wickeln vom Grundkörper abgezogen
werden. Selbst bei komplizierten Grundkörpern kann dabei gegebenenfalls mit nur einem
Grundkörper das Auslangen gefunden werden.
[0018] Ist hingegen die Festigkeit des Faserwickels allein zu gering, dann wird die Durchtränkung
bzw. Umhüllung bei auf dem Grundkörper befindlichen Formkörper erfolgen, der - wenn
er im fertigen Formkörper nicht erwünscht ist - erst nach Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens entfernt wird. In diesem Fall wird der Grundkörper z. B. aus dünnwandigem
Gips oder Glas, aus einem Material wie z. B. einer tiefschmelzenden Metallegierung,
Wachs od. dgl., aus verdampfbarem Schaumstoff, oder eventuell aus dem gleichen Material
wie die Umhüllungsflüssigkeit gebildet, die im Laufe des Verfahrens erstarren gelassen
wird. Besonders die letzte Methode hat sich als vorteilhaft erwiesen, weil der Grundkörper
dabei in die Außenform (gebildet von der erstarrten Umhüllungsflüssigkeit) integriert
wird und alle Probleme vermieden werden, die unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten
bei verschiedenen Materialien an Formhülle und Grundkörper verursachen.
[0019] Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird der Körper aus Verstärkungsmaterial
mit dem Hüllmaterial in flüssigem Zustand umhüllt, worauf gegebenenfalls nach dessen
Erstarren, durch ausgesparte Zu- und Ablauföffnungen die Durchtränkung mit dem Tränkmaterial
erfolgt. Wenn der Körper aus dem Verstärkungsmaterial grobporig ist, ist es zweckmäßig,
ihn bevor die Umhüllung mit der Umhüllungsflüssigkeit erfolgt, an der Oberfläche unter
Aussparung von Zu- und Ablauföffnungen, z. B. durch Pulverbeschichtung, mit einem
porenverschließenden Überzug zu versehen. Solcherart wird ein Eindringen der Umhüllungsflüssigkeit
in den Körper aus Verstärkungsmaterial sicher verhindert.
[0020] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Körper aus Verstärkungsmaterial
- gegebenenfalls auf dem Grundkörper - nach einer bevorzugt vorgenommenen Entgasung
in ein Bad aus dem Tränkmaterial eingetaucht und durchtränkt; anschließend wird das
überschüssige Tränkmaterial von der Umhüllungsflüssigkeit verdrängt, der durchtränkte
Formkörper angeliert bzw. ausgehärtet und danach die Umhüllungsflüssigkeit wieder
entfernt. Vorzugsweise werden die Körper aus Verstärkungsmaterial vor dem Eintauchen
in das Bad unter Vakuum gesetzt und/oder nach dem Eintauchen in das Bad - z. B. während
einiger Minuten - unter höherem Druck (z. B. 10 bar und darüber) gesetzt, wenn der
verwendete Behälter als Autoklav ausgebildet ist. Für vergleichsweise viel geringere
Drücke mußten bisher schon sehr aufwendige Formenkonstruktionen gewählt werden.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren kann bevorzugt in einer Vorrichtung ausgeübt werden,
bei der erfindungsgemäß in einem - gegebenenfalls unter Vakuum und/oder Druck setzbaren
- Behälter je eine Zu- und Abführleitung für das Tränkmaterial sowie je eine Zu- und
Abführleitung für die Umhüllungsflüssigkeit angeordnet ist und bei der im Inneren
des Behälters ein Gitter od. dgl. zum Verhindern des Aufschwimmens der Formkörper
angeordnet ist. Bei einer solchen Vorrichtung wird die Umhüllungsflüssigkeit an Hand
der Verfahrensdauer in flüssigem Aggregatzustand gehalten. Die Vorrichtung kann selbst
für einen vollautomatischen Ablauf des Verfahrens einfach gestaltet werden und ist
lediglich für einen Austausch der Flüssigkeiten (Tränkmaterial und Umhüllungsflüssigkeit)
einzurichten.
[0022] Besonders zweckmäßig kann das erfindungsgemäße Verfahren in einer Vorrichtung ausgeführt
werden, bei der ein Entfernen der Umhüllungsflüssigkeit aus dem Behälter vermieden
wird. Eine solche Vorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß ein unter
Vakuum und/oder Druck setzbarer Behälter als ein um seine Längsachse wenigstens um
180° schwenkbares Gefäß ausgebildet ist, in dem die Umhüllungsflüssigkeit verbleibt
und wobei der Behälter je eine Zu- und Abführleitung für das Tränkmaterial aufweist.
[0023] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert,
die Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens
veranschaulicht. Es zeigt die
Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt mit erstarrtem Umhüllungsmaterial in einem
Formraum,
Fig.2 einen schematischen Vertikalschnitt durch einen verschließbaren Behälter mit
Aufnahmeplatten für beliebig viele Körper aus Verstärkungsmaterial, wobei in den Aufnahmeplatten
Zuführungsöffnungen für ein Unter- bzw. Überdruckmedium sowie die Zu- und Abfuhr des
Tränkungsmaterials angeordnet sind,
Fig. 3 eine Aufnahmeplatte im Teilschnitt mit zwei eingezeichneten Körpern aus Verstärkungsmaterial
(90° Rohrkrümmern) in Vorderansicht ungeschnitten,
Fig.4 einen schematischen Vertikalschnitt durch einen temperaturgeregelten verschließbaren
Behälter (Autoklaven) mit nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu behandelnden Körpern
aus Verstärkungsmaterial, wobei die Körper von Umhüllungsmaterial umschlossen sind,
das in flüssigem Aggregatzustand vorliegt, und die
Fig. 5 und 6 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Trommelform im Längsschnitt in Ausgangslage
bzw. um 180° demgegenüber verdreht.
[0024] Fig. 1 zeigt einen als Fitting ausgebildeten Körper 1 aus Verstärkungsmaterial, der
mit stirnseitig aufgesetzten Anschlußstücken 2 (Trichter) für die Zu- bzw. Ableitung
des Tränkmaterials 2 (Imprägnierharz) versehen ist. Der Körper 1 befindet sich im
Inneren eines festen Gießmantels 4. Der Körper 1 weist in seinem Inneren noch einen
Grundkörper 5 (Kern) auf. In den Gießmantel 4 wird das Umhüllungsmaterial eingegossen,
das nach dem Erstarren die Formhülle 6 für den Körper 1 bildet. Der Grundkörper kann
dabei aus festem, verflüssigbaren oder vergasbaren Material bestehen.
[0025] Unter Verwendung einer in den Fig. 2 und 3 dargestellten Vorrichtung können Formkörper
aus verstärktem Kunststoff wie folgt hergestellt werden:
[0026] Das Vorgehen wird hierbei für die Herstellung von Winkelstücken (Rohrbögen) beispielsweise
erläutert. Die aus dem Verstärkungsmaterial bestehenden Körper (Winkelstücke) 1 werden
zunächst gemeinsam mit dem Grundkörper 5 (Kern) in zwei plattenförmige Anschlußstücke
24 und 25 eingesetzt. Die Anschlußstücke 24 und 25 besitzen Zu- und Abführöffnungen
26 und 26', die durch die Platten 24, 25 hindurchführen und in den beiden Stirnflächen
der aus Verstärkungsmaterial bestehenden Körper 1 münden.
[0027] In Fig. 3 ist das Anschlußstück 24 mit zwei dort eingesetzten Körpern 1 aus Verstärkungsmaterial
dargestellt. In ein Anschlußstück 24 können jedoch auch beliebig viele Körper aus
Verstärkungsmaterial eingesetzt werden.
[0028] Sobald die Körper 1 aus dem Verstärkungsmaterial in die Anschlußstücke 24 und 25
eingesetzt sind, werden diese in einen Behälter 22 eingesetzt, der sodann mit einem
Deckel 23 verschlossen wird. Dem Behälter 22 wird sodann über eine mit einem Ventil
versehene Zufuhrleitung 14 das Umhüllungsmaterial zur Bildung der Formhülle 6 zugeführt.
Die Luft entweicht hierbei über eine Entlüftungsleitung 14'. Sodann wird das Tränkmaterial
3 über eine mit Ventil versehene Zufuhrleitung 8 durch den Deckel 23 hindurch einem
Raum 24' oder dem Anschlußstück 24 zugeführt und gelangt über die Zufuhröffnungen
26 in dem Anschlußstück 24 zur oberen Stirnfläche der Körper 1 aus Verstärkungsmaterial,
durchsetzt diese und tritt über die Öffnungen 26' in dem Anschluß 25 wieder aus, gelangt
in einen Raum 25', von wo es über eine mit Ventil 20 versehene Abfuhrleitung abgezogen
werden kann. Sobald das Tränkungsmaterial angeliert bzw. ausgehärtet ist, kann - soferne
das Umhüllungsmaterial in flüssigem Zustand gehalten wurde - dieses Material über
eine mit Ventil versehene Abfuhrleitung 21 abgezogen werden. Wurde das Umhüllungsmaterial
jedoch in den festen Aggregatzustand übergeführt, so wird die solcherart starre Formhülle
6 mitsamt den Anschlußstücken 24 und 25 und den eingegossenen, bereits durchtränkten
Körpern 1 aus Verstärkungsmaterial aus dem Behälter 22 entnommen und die Formhülle
6 abgeschmolzen oder auf sonst eine andere Weise entfernt (etwa durch Zerschlagen,
wenn es sich um glasartiges Material handelt), womit dann die aus verstärktem Kunststoff
bestehenden Körper 1 frei sind. Der Grundkörper 5 kann hierbei ebenfalls ausgeschmolzen
oder durch Vergasen je nach dem Material, aus dem er besteht, aus dem Inneren des
Körpers 1 entfernt werden.
[0029] In einer Vorrichtung gemäß Fig. 4 kann das erfindungsgemäße Verfahren wie folgt ausgeführt
werden: Die Körper 1'aus Verstärkungsmaterial werden in einem vakuum- und druckdichten
Behälter auf einem Gitter 17 (Rost) abgelegt und mit einem weiteren Gitter 19 abgedeckt.
Nach dem Verschließen des Behälters 7 wird eine Unterdruckleitung 12 zur Entgasung
des Behälterinhaltes, insbesondere der Körper 1' aus Verstärkungsmaterial, geöffnet.
Nach Erreichen des gewünschten Unterdruckes wird die Unterdruckleitung 12 geschlossen
und das Ventil in der Zufuhrleitung 8 für Tränkmaterial 3 geöffnet. Zuvor wurde das
in einem Vorratsbehälter 9 befindliche Tränkmaterial 3 durch Anlegen von Unterdruck
an eine in den Vorratsbehälter mündende Leitung 10 entgast. Damit ergießt sich das
Tränkmaterial 3 blasenfrei in den Behälter und über die Verstärkungskörper 1' und
wird bis zur Höhe des Gitters 19 bzw. der Einmündung der Abfuhrleitung 20 in den Behälter
7 einströmen gelassen. Nach dem Schließen des in der Zufuhrleitung 8 für Tränkmaterial
befindlichen Ventiles wird eine Druckleitung 11 geöffnet, und das im Behälter 7 in
flüssigem Zustand befindliche Tränkmaterial unter Druck gesetzt, wodurch eine gleichmäßige
Durchtränkung der Körper 1' aus dem Verstärkungsmaterial erzielt wird. Nachdem der
Druck im Behälter etwa 3-5 min aufrechterhalten wurde, wird das Ventil in der Druckleitung
11 wieder geschlossen und der Behälter 7 entlüftet. Es wird jetzt das Ventil 14 in
der Zufuhrleitung für die Umhüllungsflüssigkeit 16 geöffnet und die Umhüllungsflüssigkeit
(flüssiges Metall) aus einem Gefäß 15 in den Behälter 7 strömen gelassen, wobei die
Umhüllungsflüssigkeit 16 das im Behälter 7 befindliche Tränkmaterial, soweit es sich
nicht in dem Körperl' aus Verstärkungsmaterial befindet, über die Abfuhrleitung 20
nach außen verdrängt. Das Gitter 19 hindert die mit dem Tränkmaterial durchtränkten
Körper 1' am Aufschwimmen in der Umhüllungsflüssigkeit. Die Umhüllungsflüssigkeit
16 wird ebenfalls bis zur Höhe des Gitters 19 steigen gelassen. Nach Schließen des
Ventiles in der Zufuhrleitung 14 für das Umhüllungsmaterial 16 und des Ventiles in
der Abfuhrleitung 20 für Tränkmaterial beginnt die Aushärtung des in den Körpern 1'
verbliebenen Tränkmaterials unter dem Einfluß der in dem Umhüllungsmaterial gespeicherten
Wärme, sowie gegebenenfalls durch die von einer Mantelheizung 13 des Behälters 7 erzeugte
Wärme. Nach erfolgter Aushärtung des Tränkmaterials in den Körpern 1' wird das flüssige
Umhüllungsmaterial 16 durch eine mit einem Ventil versehene Abfuhrleitung 21 aus dem
Behälter 7 wieder ablaufen gelassen. Der Behälter 7 wird sodann geöffnet, und die
nunmehr fertigen Körper 1' werden entnommen.
[0030] In der Ausführungsform gemäß den Fig. 5 und 6 ist der Behälter 22 als um eine Achse
18 zumindest um 180° schwenkbare Trommel ausgebildet. In der Trommel befindet sich
ein Gitter 17, das sich in Richtung der Schwenkachse 18 erstreckt. Auf dem Gitter
17 werden die zu durchtränkenden Körper 1' aus Verstärkungsmaterial abgelegt bzw.
erforderlichenfalls durch Stützen oder auf Dornen gehalten. Unter dem Gitter 17 befindet
sich die Umhüllungsflüssigkeit 16 in Form einer niedrigschmelzenden Legierung. In
den Mantel der Trommel münden an Stellen, die frei von der Umhüllungsflüssigkeit 16
sind, die Unterdruckleitung 12, die Überdruckleitung 11 und die durch ein Ventil absperrbare
Zufuhrleitung 8, die zu dem Vorratsbehälter 9 für das Tränkmaterial 3 führt. Aus der
Trommel führt durch die hohl ausgebildete Achse 18 weiter die Abfuhrleitung 20 für
das Tränkmaterial 3, die verschließbar ist und über welche nach dem Wenden der Trommel
aus der in Fig. 5 gezeigten Lage in die Lage gemäß Fig. 6 das Tränkmaterial abgezogen
und dem Vorratsbehälter 9 wieder zugeführt werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann wie folgt unter Verwendung einer Vorrichtung, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist,
ausgeführt werden:
Der Behälter 22 wird vor der Beschickung in einer Lage gebracht, in der sich die Umhüllungsflüssigkeit
16 unterhalb des Gitters 17 befindet (Fig. 5). Dann werden die Körper 1' über eine
Öffnung in der Trommel in den Innenraum eingebracht und auf das Gitter 17 abgelegt.
Nach dem Verschließen des Behälters 22 wird durch Öffnen der Unterdruckleitung 12
die Luft aus dem Innenraum des Behälters 22 und aus den Körpern 1' aus Verstärkungsmaterial
entfernt. Nach dieser Entgasung wird die Unterdruckleitung 12 geschlossen und aus
dem Vorratsbehälter9 über das geöffnete Ventil in der Zufuhrleitung 8 Tränkmaterial
3 in den Behälter 22 eingeführt, bis die Körper 1' bedeckt sind, d. h. bis das Niveau
des zugeführten Tränkmaterials höher liegt als der höchste Punkt aller auf dem Gitter
17 abgelegten Körper 1'. Nachdem dieser Zustand erreicht ist, wird das Ventil in der
Zufuhrleitung 8 geschlossen und über die Druckleitung 11 der Innenraum des Behälters
22 unter Überdruck gesetzt. Dadurch werden die Körper 1' aus Verstärkungsmaterial
besonders intensiv von dem Tränkmaterial durchtränkt. Die Überdruckleitung 11 kann
dann geschlossen werden, worauf der Behälter 22 aus der in Fig. 5 gezeigten Lage um
180° gewendet wird. Hierbei steigen die Körper l' sofort bis zur Anlage am Gitter
17 auf (Fig. 6) und das Tränkmaterial wird schlagartig durch die in dem Behälter 22
befindliche Umhüllungsflüssigkeit 16, von gegenüber dem Tränkmaterial erhöhter Dichte,
verdrängt. Das Tränkmaterial wird hierbei über die Abfuhrleitung 20 abgeführt und
- wie bereits erwähnt - in den Vorratsbehälter rückgeführt. Die mit dem Tränkmaterial
durchsetzten Körper 1' sind zur Gänze von der Umhüllungsflüssigkeit 16 hoher Dichte
umgeben und das Tränkmaterial in den Körpern 1' kann gelieren bzw. aushärten, gegebenenfalls
unter Wärmezufuhr, nämlich unter Zufuhr ultravioletter Strahlung, oder auch unter
Anwendung von Mikrowellenenergie u. dgl. Nachdem das Tränkmaterial gehärtet ist bzw.
ein Gelstadium erreicht hat, wird der Behälter 22 wieder in die in Fig. 5 dargestellte
Lage gewendet. Die Umhüllungsflüssigkeit 16 von gegenüber dem Tränkmaterial erhöhter
Dichte befindet sich wieder unterhalb des Gitters 17 und die nunmehr völlig freien
Körper 1 , können vom Gitter entfernt und aus dem Behälter 22 herausgenommen werden.
[0031] Aus dem Behälter 22 gemäß den Fig. 5 und 6 ist ein zwei Funktionen ausübendes Ventil
21' angeordnet. In der Lage gemäß Fig. dient es zur Belüftung des Behälterinnenraumes
während der Entleerung; in der Lage nach Fig. jedoch zur Abführung der Umhüllungsflüssigkeit
16.
1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus verstärktem Kunststoff, bei dem ein
aus Verstärkungsmaterial gebildeter Körper mit Kunststoff durchtränkt, in einer den
Konturen des Körpers zumindest außen entsprechenden Hülle angelieren bzw. aushärten
gelassen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Verstärkungsmaterial bestehende
Körper vor oder nach seiner Durchtränkung mit dem Kunststoff zur Bildung der Hülle,
zumindest außen von dem in flüssigem Zustand befindlichen, mit dem Tränkmaterial nicht
mischbaren Hüllmaterial, das die Matrize und/oder Patrize bildet, in Berührung gebracht
und umschlossen wird und das Hüllmaterial gegebenenfalls erstarren gelassen wird und
nach dem Angelieren bzw. Aushärten des Tränkmaterials wieder entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus dem Verstärkungsmaterial
fugenlos umhüllt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus dem
Verstärkungsmaterial von einer niedrigschmelzenden Legierung, insbesondere eutektischen
Metallegierung umhüllt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Körper aus dem Verstärkungsmaterial
auf einem Grundkörper, z. B. einem Vorformkern, einem Wickeldorn oder einem verlorener
Kern geformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper vor der Durchtränkung bzw.
Umhüllung von dem Grundkörper getrennt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Körper aus Verstärkungsmaterial
auf einem Grundkörper, z. B. einem Vorformkern, einem Wickeldorn oder einem verlorenen
Kern geformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der aus dem Grundkörper und dem Verstärkungsmaterial
bestehende Verbund mit der Tränkflüssigkeit umgossen und dabei der aus dem Verstärkungsmaterial
bestehende Körper getränkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Grundkörper ein solcher
eingesetzt wird, der aus dem gleichen Material besteht wie das Hüllmaterial.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtränkung
unter Unter- und/oder Überdruckbedingungen erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper
aus Verstärkungsmaterial mit dem Hüllmaterial in flüssigem Zustand umhüllt wird, worauf
- gegebenenfalls nach dessen Erstarren - durch ausgesparte Zu- und Ablauföffnungen
die Durchtränkung mit dem Tränkmaterial erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper aus Verstärkungsmaterial
an seiner Oberfläche unter Aussparung von Zu- und Ablauföffnungen noch vor der Umhüllung
mit dem flüssigen Hüllmaterial mit einem porenverschließenden Überzug versehen wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper
aus Verstärkungsmaterial - gegebenenfalls auf dem Grundkörper - nach einer bevorzugt
vorgenommenen Entgasung in ein Bad aus dem Tränkmaterial eingetaucht und durchtränkt
wird, und daß anschließend das überschüssige Tränkmaterial von der Umhüllungsflüssigkeit
verdrängt und der durchtränkte Formkörper während er von der Umhüllungsflüssigkeit
umschlossen ist, angeliert bzw. ausgehärtet wird, wonach die Umhüllungsflüssigkeit
wieder entfernt wird.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem - gegebenenfalls unter Vakuum und/oder Druck setzbaren - Behälter (7)
je eine Zu- und Abführleitung (8, 20) für das Tränkmaterial (3) sowie je eine Zu-
und Abführleitung (14, 21) für die Umhüllungsflüssigkeit (16) angeordnet ist und daß
im Inneren des Behälters (7) ein Gitter (19) od. dgl. zum Verhindern des Aufschwimmens
der Formkörper (1') angeordnet ist (Fig. 4).
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß e:n unter Vakuum und/oder Druck setzbarer Behälter (22) als ein um seine Längsachse
wenigstens um 180° schwenkbares Gefäß ausgebildet ist, in dem die Umhüllungsflüssigkeit
(16) verbleibt und wobei der Behälter (22) je eine Zu- und Abführleitung (8, 20) für
das Tränkmaterial (3) aufweist (Fig. 5,6).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Behälters
(22) ein Gitter (17) od. dgl. zur Auflage der Formkörper (1') und zur Verhinderung
des Aufschwimmens der Formkörper (1') angeordnet ist (Fig. 5,6).
14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß mit an der Oberfläche der Verstärkungskörper (1) ausgesparten Zu- und Ablauföffnungen
verbundene Anschlußstücke (2, 24, 25), z. B. Trichter oder Aufnahme Zentrierplatten,
vorgesehen sind, die von einer gemeinsamen Zuführ- und Abfuhrleitung (8, 20) für das
Tränkmaterial (3) bzw. für Unter- und/oder Überdruck versorgt werden (Fig. 1,2,3).
1. A process for the production of shaped bodies of reinforced plastic material in
which a body formed of reinforcing material is impregnated with plastic material and
allowed to jelly or set in a shell corresponding to at least the outer contours of
the body, characterized in that the body consisting of the reinforcing material is
brought into contact with, and enclosed by, prior to or after the impregnation with
the plastic material for forming the shell, at least on its outside with the sheathing
material forming the matrix and/or upper die which is in the liquid state and immiscible
with the impregnating material and that the sheathing material is optionally allowed
to solidify and is removed after the jelling or setting of the impregnating material.
2. A process according to claim 1, wherein the body consisting of reinforcing material
is continously sheathed.
3. A process according to claim 1 or 2, wherein the body consisting of reinforcing
material is sheathed by a lowmelting alloy, in particular eutectic metal alloys.
4. A process according to any one of the claims 1 to 3, wherein the body consisting
of reinforcing material is formed on a basic body, for instance a preforming core,
a winding mandrel or a dead core, characterized in that the body of reinforcing material
is separated from the basic body prior to the impregnation or the sheathing.
5. A. process according to any one of the claims 1 to 3, wherein the body of reinforcing
material is formed on a basic body, for instance a preforming core, a winding mandrel
or a dead core, characterized in that the compound arrangement consisting of the basic
body and the reinforcing material is drenched with the impregnating material and the
body consisting of the reinforcing material is impregnated in the course of this operation.
6. A process according to claim 5, wherein the basic body employed consists of the
same material as the sheathing material.
7. A process according to any one of the claims 1 to 6, wherein the impregnating operation
is carried out at sub and/or super pressure conditions.
8. A process according to any one of the claims 1 to 7, wherein the body consisting
of reinforcing material is sheathed with the sheathing material in the liquid state,
whereupon - optionally after solidification of the sheathing material - the impregnation
by means of the impregnating material is effected via recessed inlet and outlet openings.
9. A process according to claim 8, wherein the body consisting of reinforcing material
is provided on its surface, under recessing of inlet and outlet openings, with a pore-closing
coating prior to sheathing with the liquid sheathing material.
10. A process according to any one of the claims 1 to 7, wherein the body consisting
of reinforcing material - optionally on the basic body - is immersed and impregnated
after a preferably effected degassing operation in a bath of impregnating material
and that subsequently, the excess impregnating material is expelled by the sheathing
liquid and the impregnated shaped body is jellied or set while enclosed by the sheathing
liquid, whereupon the sheathing liquid is removed.
11. A device for carrying out the process according to claim 10, wherein in a container
(7) optionally subjectable to vacuum and/or pressure one each inlet and outlet line
(8, 20) for the impregnating material (3) and one each inlet and outlet line (14,
21) for the sheathing liquid (16) is arranged and wherein a grid (19) or the like
is provided within the container (7) to prevent the floating up of the shaped bodies
(1') (Fig. 4).
12. A device for carrying out the process according to claim 10, wherein a container
(22) subjectable to vacuum and/or pressure is formed as a vessel pivotable around
its longitudinal axis by at least 180 degrees which retains the sheating liquid (16)
and wherein the container (22) is provided with one each inlet and outlet opening
(8, 20) for the impregnating material (3) (Fig. 5, 6).
13. A device according to claim 12, wherein a grid (17) or the like is provided within
the container (22) for supporting the shaped bodies (1') and for preventing the floating
up of the shaped bodies (1') (Fig. 5. 6).
14. A device for carrying out the process according to claim 8 or 9, wherein connecting
pieces (2, 24, 25), for instance funnels or receiving centering plates, are connected
to the inlet and outlet openings recessed in the surface of the reinforcing bodies
(1), said pieces (2, 24, 25) being supplied by a common inlet and outlet line (8,
20) for the impregnating material (3) and for the sub and/or super pressure (Fig.
1,2,3).
1. Procédé de fabrication de corps moulés en matière synthétique renforcée, procédé
dans lequel on imprègne, d'une matière synthétique, un corps formé d'une matière de
renforcement, pour le laisser ensuite gélifier ou durcir dans une enveloppe dont au
moins le contour extérieur épouse celui de ce ce corps, caractérisé en ce que, avant
ou après son imprégnation par la matière synthétique, en vue de former l'enveloppe,
le corps constitué de la matière de renforcement est mis en contact avec et entouré,
du moins extérieurement, par la matière d'enrobage qui est à l'état liquide, qui est
non miscible avec la matière d'imprégnation et qui forme la matrice et/ou le poinçon,
tandis qu'on laisse ensuite éventuellement se solidifier cette matière d'enrobage
pour l'enlever à nouveau après gélification ou durcissement de la matière d'imprégnation.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le corps constitué de
la matière de renforcement est entouré d'une enveloppe sans joint.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps constitué
de la matière de renforcement est enveloppé d'un alliage à bas point de fusion, en
particulier, d'un alliage métallique eutectique.
4. Procédé suivant une des revendications 1 à 3, dans lequel le corps constitué de
la matière de renforcement est moulé sur un corps de base, par exemple, un noyau de
préformage, un mandrin d'enroulement ou un noyau perdu, caractérisé en ce que, avant
l'imprégnation ou l'enrobage, ce corps est séparé du corps de base.
5. Procédé suivant une des revendications 1 à 3, dans lequel le corps constitué de
la matière de renforcement est moulé sur un corps de base, par exemple, un noyau de
préformage, un mandrin d'enroulement ou un noyau perdu, caractérisé en ce qu'on coule
le liquide d'imprégnation autour de l'assemblage composite constitué du corps de base
et de la matière de renforcement, imprégnant ainsi le corps constitué de cette matière
de renforcement.
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que, comme corps de base,
on utilise un corps constitué de la même matière que la matière d'enrobage.
7. Procédé suivant une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'imprégnation
a lieu dans des conditions de dépression et/ou de surpression.
8. Procédé suivant une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le corps constitué
de la matière de renforcement est enveloppé de la matière d'enrobage à l'état liquide
puis, éventuellement après solidification de cette matière, on procède à l'imprégnation
avec la matière prévue à cet effet au moyen d'ouvertures d'admission et d'évacuation
évidées.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que, déjà avant d'envelopper
le corps constitué de la matière de renforcement avec la matière d'enrobage liquide,
on applique un revêtement bouche-pore sur la surface de ce corps qui est située en
dessous des évidements des ouvertures d'admission et d'évacuation.
10. Procédé suivant une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, après un
dégazage qu'il est préférable d'effectuer, le corps constitué de la matière de renforcement
et éventuellement appliqué sur le corps de base est plongé et imprégné dans un bain
de la matière d'imprégnation, après quoi l'excès de cette matière d'imprégnation est
expulsé par le liquide d'enrobage et, pendant qu'il est enveloppé par ce dernier,
le corps moulé imprégné est soumis à une gélification ou à un durcissement, le liquide
d'enrobage étant ensuite à nouveau éliminé.
11. Dispositif pour la réalisation du procédé suivant la revendication 10, caractérisé
en ce que, dans un récipient (7) pouvant éventuellement être mis sous vide et/ou sous
pression, on prévoit chaque fois une conduite d'admission et d'évacuation (8, 20)
pour la matière d'imprégnation (3), ainsi qu'une conduite d'alimentation et d'évacuation
(14, 21) pour le liquide d'enrobage (16) et, à l'intérieur de ce récipient (7), on
installe une grille (19) ou un élément analogue pour empêcher le corps moulé (1')
de flotter (figure 4).
12. Dispositif pour la réalisation du procédé suivant la revendication 10, caractérisé
en ce qu'un récipient (22) pouvant être mis sous vide et/ou sous pression est réalisé
sous forme d'un récipient pouvant pivoter au moins de 180° sur son axe longitudinal
et dans lequel séjourne le liquide d'enrobage (16), ce récipient (22) comportant chaque
fois une conduite d'alimentation et d'évacuation (8, 20) pour la matière d'impregnation
(3) (figures 5 et 6).
13. Dispositif suivant la revendication 12, caractérisé en ce que, à l'intérieur du
récipient (22), on installe une grille (17) ou un élément analogue sur lequel vient
prendre appui le corps moulé (1') qui est en même temps empêché de flotter (figures
5,6).
14. Dispositif pour la réalisation du procédé suivant la revendication 8 ou 9, caractérisé
en ce qu'on prévoit des éléments de raccordement (2, 24, 25), par exemple, des entonnoirs
ou des plaques d'appui/centrage, ces éléments étant reliés aux ouvertures d'admission
et d'évacuation formées par évidement sur la surface du corps de renforcement (1),
tandis qu'ils sont alimentés par une conduite commune d'admission et d'évacuation
(8, 20) pour la matière d'imprégnation (3) ou pour l'établissement de la dépression
et/ou de la surpression (figures 1, 2 et 3).