[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von lateral isolierten Bereichen
in einem Siliciumkörper, bei dem Nuten an den Stellen, an welchen der Isolationsrahmen
entstehen soll, mittels reaktiven lonenätzens in das Silicium geätzt, anschließend
oberflächlich thermisch oxidiert und dann mit dielektrischem Material gefüllt werden,
wobei das dielektrische Material mit der notwendigen Dicke ganzflächig auf den Siliciumkörper
aufgebracht wird, um die Oberfläche über der Nut zu planarisieren, und schließlich
das dielektrische Material außerhalb der Nuten weggeätzt wird.
[0002] Bei der Herstellung monolithischer integrierter Schaltungen ist es normalerweise
notwendig, verschiedenartige aktive und passive Bauelemente in der integrierten Schaltungsstruktur
voneinander zu isolieren. Solche Bauteile sind voneinander mittels des Anlegens einer
Sperrvorspannung, mittels P/N-Übergängen und mittels teilweiser oder vollständiger
dielektrischer Isolation isoliert. Die dielektrischen Materialien, welche benutzt
worden sind, sind Siliciumdioxid, Glas usw. Die bevorzugte Isolation für diese aktiven
Bauteile und Schaltkreise ist irgendeine Art der dielektrischen Isolation. Die dielektrische
Isolation hat dadurch einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Isolation mittels eines
P/N-Übergangs, daß sie das Anstoßen von Schaltkreiselementen an die Isolation erlaubt,
was eine größere Packungsdichte der aktiven und passiven Bauteile auf dem Chip mit
den integrierten Schaltungen ermöglicht.
[0003] Zu einer Art dielektrischen Isolation gehört die Bildung von Nuten oder Vertiefungen
an den Stellen im Silicium, wo die Isolationsbereiche gebildet werden sollen. Während
der Bildung der Nuten ist der Rest der Siliciumoberfläche durch einen Schutzfilm geschützt,
welcher von dem Siliciumätzmittel, welches dazu benutzt wird, um die Nuten zu erzeugen,
praktisch nicht angegriffen wird. Der übliche Schutzfilm besteht aus einer Doppelschicht
aus Siliciumnitrid und Siliciumdioxid. Nach der Bildung der Nuten mittels des üblichen
chemischen Atzens, wird der Siliciumkörper einem wohlbekannten Oxidationsschritt unterworfen,
wobei das Silicium im Bereich der Nut oxidiert wird und dabei einerseits die Nut mit
Siliciumdioxid gefüllt wird und andererseits die stehengebliebenen Siliciumbereiche
noch weiter auseinanderrücken. Eines der Hauptprobleme, welches bei diesem Prozeß
auftritt, ist unter dem Namen "Vogelschnabel" (bird's beak) bekannt.
[0004] Der "Vogeischnabei" ist ein nicht planares Gebilde aus Siliciumdioxid, am oberen
Rand der Nut, und wird verursacht durch die laterale Oxidation des Siliciums unter
der Siliciumnitridschicht. Da bei der Oxidation von Silicium. das entstandene Siliciumdioxid
etwa den doppelten Raum einnimmt, und da das Siliciumnitrid die uneingeschränkte Ausdehnung
des entstehenden Oxidmaterials begrenzt, erfolgt ein Nachobenstoßen des Siliciumnitrids
am Rand der Nut. Aus diesem Phänomen folgen schließlich mechanische Spannungen in
der unmittelbaren Umgebung der Nut außerdem Schwierigkeiten anschließend mittels Diffusion
dotierte Gebiete zu erzeugen, welche direkt an den vertikalen Teil des Siliciumdioxids
anstoßen. Aufgrund dieser Schwierigkeit, ein direktes Anstoßen zu erreichen, tritt
ein wesentlicher von dem Siliciumdioxidbereich erhoffter Vorteil nicht ein. Dieses
oben beschriebene Verfahren ist vollständiger und detaillierter in den US-Patenten
3 970 486, 3 534 234 und 3 648 125 und in der deutschen Offenlegungsschrift 22 18
892 beschrieben.
[0005] Andere Verfahren zur Herstellung dielektrischer Isolationen sind in dem US-Patent
3 386 865 und in dem Artikel "A Composite Insulator-Junction Isolation" von R. E.
Jones u.a., welcher in der Zeitschrift Electrochemical Technology, Bd. 5, Nr. 5-6,
Mai-Juni 1967, auf den Seiten 308 bis 310 veröffentlicht ist, beschrieben. Bei diesem
Verfahren wird eine Siliciumdioxidschicht oder eine Schicht ähnlichen Typs auf dem
Substrat in dem Bereich, wo die dielektrische Isolation erwünscht ist, erzeugt. Dann
wird auf dem Substrat überall dort, wo sich kein Siliciumdioxid befindet, eine Epitaxieschicht
aufgewände. Die Oberfläche der Epitaxieschicht und die Seitenwände der Fenster in
der Epitaxieschicht werden teilweise thermisch oxidiert. Die Fenster werden dann mittels
Niederschlagens aus der Dampfphase mit polykristallinem Silicium, Siliciumdioxid oder
ähnlichen Materialien gefüllt. Dieses Verfahren hat einige Nachteile. Das selektive
Aufwachsen einer Epitaxieschicht, wie es dieses Verfahren erforderlich macht, ist
sehr stark abhängig von dem Flächenverhältnis von Silicumdioxid-Bereichen zu Silicium-Bereichen.
Beispielsweise würden auf zwei Siliciumbereichen, welche unterschiedlich groß sind,
das Halbleitermaterial mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aufwachsen, so daß am
Ende des Verfahrensschritts die Epitaxieschicht in diesen Bereichen unterschiedlich
dick ist. Beim Aufwachsen von Mesastrukturen ist auch die Tendenz zur kristallographischen
Facettenbildung vorhanden. Dies hat ein pyramidenartiges Wachstum zur Folge und führt
zu einer Verbreiterung der Isolationsbereiche, welche mit lithographischen Mitteln
nicht korrigierbar ist. Die abgeböschte Grenzfläche zwischen dem Silicium und dem
Siliciumdioxid macht es auch schwierig, ein Anstoßen von diffundierten Bereichen an
den Siliciumdioxidbereich zuverlässig zustande zu bringen.
[0006] Die Bildung von Nuten und das Füllen solcher Nuten ist noch in anderen Veröffentlichungen,
wie z.B. den US-Patenten 3 892 608 und 3 969 168 beschrieben worden. In diesen Patenten
wird chemisches Ätzen dazu benutzt, um eine V-förmige Nut, eine Nut mit gerundetem
Boden oder einen ausgehöhlten Raum mit rechteckigem Querschnitt zu erzeugen. Die Patente
enthalten wenig Einzelheiten darüber, wie die Nut erzeugt wird, aber es ist klar,
daß man bei der Ausbildung der Nut durch die Natur des chemischen Ätzschritts beschränkt
ist. Der Prozeß erzeugt nicht notwendigerweise eine ebene Oberfläche und nach der
Bildung der Nuten ist ein photolithographischer Verfahrensschritt notwendig. In dem
US-Patent 3 956 033 ist ein ähnliches chemisches Verfahren zum Ätzen von Nuten beschrieben,
an welches sich ein Füllen der Nuten mit polykristallinem Silicium anschließt. Auch
hier ist man bei der Ausgestaltung der Nut durch die chemische Ätztechnik eingeschränkt
und es ist unklar, wie das übergewachsene Polysilicium entfernt wird. Auch in den
US-Patenten 3 725 160 und 3 979 237 ist das Füllen von Nuten beschrieben. In diesen
Patenten ist die Wirkung des chemischen Ätzens klarer beschrieben. Es wird dort zur
Herstellung von Nuten mit symmetrisch ausgebildeten Seitenwänden und exakten von der
Kristallorientierung der Siliciumoberfläche abhängigen Steigungswinkeln das einkristalline
Silicium bevorzugt chemisch geätzt. Im US-Patent 3 979 765 ist ein chemisches Ätzverfahren
zum Erzeugen von Nuten mit rechteckigem Querschnitt und das Füllen der Nuten mit Isoliermaterial
beschrieben. Es ist jedoch schwierig, anhand der Beschreibung zu verstehen, wie einige
der hauptsächlichsten Schritte, wie z.B. das Ätzen und das Füllen, wirklich durchgeführt
werden.
[0007] Aus der Zeitschrift IBM Technical Disclosure Bulletin, Band 18, Juli 1975, Seiten
382 bis 383 ist ein Verfahren zum Herstellen von lateral isolierten Bereichen in einen
Siliciumkörper bekannt, bei dem nach der Erzeugung von Nuten, welche sich mit der
Tiefe verjüngen und einen flachen Boden aufweisen, in Siliciumkörper, ganzflächig
auf den Siliciumkörper dielektrisches Material aufgebracht und außerhalb der Nuten
weggeätzt wird, bei dem nach dem Wegätzen des dielektrischen Materials der Siliciumkörper
bei einer Temperatur von etwa 1000°C einer oxidierenden Atmosphäre ausgesetzt wird,
so daß sich auf der Grenzfläche zwischen dem Siliciumkörper und dem dielektrischen
Material eine thermisch aufgewachsene Siliciumdioxidschicht bildet, und bei dem in
den Bodenbereichen der Nuten vor dem Auffüllen der Nut mit dem dielektrischen Material
und dem thermischen Oxidieren, Verunreinigungen, welche eine P-Leitfähigkeit vermitteln,
in einer solchen Menge eingeführt werden, daß lokal ein Bereich vom P
I-Typ ensteht.
[0008] Die Herstellung von Nuten mit rechteckigem Querschnitt mittels der reaktiven lonenätztechnik
ist in den US-Patenten 3 966 577 und 3 997 378 und in dem Artikel "Recessed Oxide
Isolation Process" von S. A. Abbas im IBM Technical Disclosure Bulletin, Band 20,
Nr. 1, Juli 1977, Seite 144 beschrieben. Keine dieser Veröffentlichungen beschreibt
die Probleme, welche bei der Bildung von Nuten in Silicium mittels reaktiven lonenätzens
auftreten, und Lösungen für diese Probleme. Diese Veröffentlichungen befassen sich
auch nicht mit dem Problem, wie die Nuten effektiv gefüllt werden können, um die bestmögliche
Isolation der Siliciumbereiche zu erzeugen. Beschreibungen des Ätzverfahrens mit reaktiven
Ionen sind in dem Artikel "A Survey of Plasma-etching Processes" von R. L. Bersin,
in der Zeitschrift Solid State Technology, 19. Mai 1976, Seiten 31 bis 36 und speziell
für Silicium in der DE-AS 26 17 483 beschrieben. Aus der zuletzt genannten Schrift
ist es außerdem bekannt, für das reaktive lonenätzen eine Maske aus Siliciumdioxid
und ein reaktives Gas zu verwenden, welches aus einem Halogen der Gruppe Chlor, Brom,
Jod bzw. aus einem eines dieser Elemente enthaltenden Materials besteht, sowie in
einer Argonatmosphäre zu arbeiten, welcher als reaktives Gas Chlor zugesetzt wird.
Jedoch geht aus den genannten Veröffentlichungen nicht hervor, wie das reaktive lonenätzen
bei der Herstellung einer dielektrischen Isolation benutzt werden kann.
[0009] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein relativ einfaches Verfahren zum Herstellen
von lateral isolierten Bereichen in einem Siliciumkörper anzugeben, mit dem einerseits
eine gute Isolierung erreichbar ist und andererseits dem Erfordernis einer sehr hohen
Packungsdichte der Halbleiterbauteile genügt wird.
[0010] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Die im
ersten Teil des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale des Anmeldungsgegenstandes sind aus
der US-A 3 966 577 bekannt.
[0011] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, die Nuten mit einem lsoliermaterial
zu füllen, welches eine hohe Dielektrizitätskonstante und eine hohe Dichte hat und
keine störenden Einschlüsse aufweist. Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht,
daß sich die Nuten mit der Tiefe in festgelegter Weise verjüngen, wodurch ein durch
die Geometrie praktisch unbehindertes Zuwachsen der Nuten ermöglicht wird. Bei Anwendung
des erfindungsgemäßen Verfahrens erhält man eine obere Oberfläche des dielektrischen
Materials in den Nuten, welche im wesentlichen koplanar mit der Oberfläche des Siliciumkörpers
ist. Die Planarität der erzeugten Struktur erleichtert die Herstellung zuverlässiger,
sehr dicht gepackter integrierter Schaltungen. Es sei an dieser Stelle noch angemerkt,
daß in der Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Ausdrücke "Öffnung",
"Kanal", "Loch", "Nut" und "Rille" zur Bezeichnung derselben Sache benutzt werden.
[0012] Beim reativen lonenätzen geht man in vorteilhafter Weise so vor, daß ein reaktives
Gas verwendet wird, welches aus einem ein Halogen aus der Gruppe Chlor, Brom, Jod
bzw. einem eines dieser Elemente enthaltenden Material besteht und der Reaktionsatmosphäre
in Mengen im Bereich zwischen etwa 2 und etwa 10% zugesetzt wird, daß bei einem Druck
im Bereich zwischen etwa 2,66 und etwa 66 µbar gearbeitet und die Ätzgeschwindigkeit
auf einen Wert im Bereich zwischen etwa 0,03 und 0,08 µm/Min. eingestellt wird. Um
diese Bedingungen einhalten zu können, wird bei einer Leistungsdichte im Bereich zwischen
etwa 0,1 und etwa 0,75 W/cm
2 geätzt.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere auch dann vorteilhaft, wenn ein Siliciumkörper
verwendet wird, welcher mindestens eine hoch dotierte Schicht enthält und die Nuten
so tief geätzt werden, daß sie im wesentlichen die hoch dotierte Schicht durchdringen.
Beim Vorliegen einer solchen hoch dotierten Schicht ist es auch beim reaktiven lonenätzen
schwierig, eine starke Unterätzung in lateraler Richtung zu vermeiden, was Probleme
aufwirft, wenn eine besonders hohe Packungsdichte der Halbleiterbauteile gefordert
wird. Eine besonders geringe Unterätzung erhält man, wenn man bei der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens als reaktives Gas Chlor nimmt und dieses im Mengen
zwischen etwa 2 und etwa 8% der Reaktionsatmosphäre zumischt.
[0014] Es ist vorteilhaft, wen zur Erzeugung eines festgelegten Verjüngungswinkels in bekannter
Weise auf der auf dem Siliciumkörper aufgebrachten Si0
2-Schicht eine entsprechend dem gewünschten Muster der Nuten ausgebildete Photolackmaske
hergestellt wird und wenn dann die SiO,-Schicht so reaktiv geätzt wird, daß das Ätzgeschwindigkkeitenverhäitnis
von Si0
2 zu Photolack ungefähr eins ist. Unter dem Verjüngungswinkel wird in diesem Zusammenhang
der Winkel verstanden, welchen die Seitenwand einer sich mit der Tiefe verjüngende
Nut mit der Vertikalen bilden. Bei den bekannten Herstellungsverfahren für Photolackmasken
werden Maskenfenster erhalten, welche sich mit der Tiefe verjüngen. Beim Ätzen des
Si0
2 unter den angegebenen Bedingungen erhält man dann Öffnungen, deren Seitenwände einen
Verjüngungswinkel im Bereich zwischen etwa 5 und etwa 20° aufweisen. Beim Ätzen des
Siliciums Unter Verwendung der Si0
2-Maske ist es dann sichergestellt, daß sich auch die Nut mit der Tiefe verjüngt, wobei
der sich ausbildende Verjüngungswinkei zusätzlich vom Si/Si0
2-Ätzgeschwindigkeitenverhält- nis abhängt.
[0015] Um eine Planarisierung der erzeugten Struktur mit einem möglichst geringen Aufwand
zuverlässig zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn das zum Füllen der Nuten verwendete
dielektrische Material mittels chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase erzeugt
wird und in einer Dicke im Bereich zwischen etwa 1 und etwa 5 µm abgeschieden wird,
wobei die für die Planarisierung notwendige Mindestdicke in Abhängigkeit von der Breite
der Nut am oberen Rand festgelegt wird und wenn das dielektrische Material außerhalb
der Nuten mittels reaktiven lonenätzens entfernt wird.
[0016] Wenn die Nuten bis in einen Bereich vom P-Typ reichen, so ist zur Verhinderung einer
Inversion vorteilhaft, in den Bodenbereichen der Nuten vor dem thermischen Oxidieren
Verunreinigungen, welche eine P-Leitfähigkeit vermitteln in einer solchen Menge zu
implantieren, daß lokal ein Bereich vom P
+-Typ entsteht.
[0017] Weitere besondere Ausführungsarten des erfindungsgemäßen Verfahrens sind aus den
Unteransprüchen zu ersehen.
[0018] Die Erfindung wird anhand von durch Zeichnungen erläuterten Ausführungswegen beschrieben.
Es zeigen:
(Fortsetzung auf der ursprünglichen Seite 8 der Beschreibung)
Fign. 1A bis 1 verschiedene Stadien der Herstellung der dielektrischen Isoliationsstruktur
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 ein Diagramm zur Erläuterung des Überätzproblems bei hochdotierten Silicium-
bereichen unter verschiedenen Ätzbedingungen,
Fign. 3 und 4 Schnitte durch zwei Isolationsstrukturen, welche das Problem des Füllens
von sich mit der Tiefe verjüngenden Löchern je nach dem Winkel zwischen der Lochwand
und der Vertikalen (Verjüngungswinkel) illustrieren sollen,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine Isolationsstruktur, welche das Problem des Füllens
sich verjüngender Löcher, welche alle denselben Verjüngungswinkel aber unterschiedliche
Lochdurchmesser aufweisen, illustrieren soll,
Fig. 6 in einem Diagramm die experimentell festgestellte Abhängigkeit des Lochwandverjüngungswinkels
von der Dicke des mittels chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase in den Löchern
als Füllung abgeschiedenen Siliciumdioxids (CVDsio2),
Fig. 7 in einem Diagramm die experimentell ermittelte Abhängigkeit der Erstreckung
des Füllungsspalts in der dielektrischen Füllung der Nut bis über oder unter die Halbleiteroberfläche
△l von dem Lochdurchmesser für verschiedene Verjüngungswinkel und
Fign. 8, 9 und 10 Diagramme, welche Besonderheiten beim Füllen der Löcher mit dielektrischem
Material aufzeigen.
[0019] Anhand insbesondere der Fign. 1A bis 1 E werden nun die Schritte zur Herstellung
der dielektrischen Isolation gemäß eines Ausführungsweges der Erfindung beschrieben.
Die in der Fig. 1A gezeigte Struktur schließt ein das einkristalline Siliciumsubstrat
10, welches aus Gründen der Illustration als zum P--Typ zugehörig bezeichnet ist,
eine auf dem Substrat 10 aufgebrachte Schicht 12 vom N
+-Typ und eine auf der Schicht 12 aufgebrachte Schicht 14 mit einer N--Leitfähigkeit.
Die Erfindung ist auch anwendbar, wenn alle oder einige der Schichten 10, 12 und 14
von einem Leitfähigkeitstyp wären, welcher dem angegebenen entgegengesetzt ist. Jedoch
besteht die Schicht 12 bevorzugt aus einem Bereich mit hoher Leitfähigkeit, damit
sie in der endgültigen Struktur die Funktion des Kollektors eines bipolaren Transistors
übernehmen kann. Diese Struktur kann mittels verschiedener Herstellungsverfahren erzeugt
werden. Die bevorzugte Technik besteht jedoch darin, von einem einkristallinen Siliciumsubstrat
vom P--Typ auszugehen und dann ganzflächig eine Verunreinigung, beispielsweise Arsen,
Antimon oder Phosphor, welche eine Leitfähigkeit vom N-Typ erzeugt, mittels Diffusion
oder lonenimplantation ganzflächig in das Siliciumsubstrat hineinzubringen. Auf diese
Weise läßt sich eine Schicht vom N
+-Typ erzeugen, bei der die Oberflächenkonzentration der Verunreinigung im Bereich zwischen
etwa 1 x 10
19 und 1 x 10
21 Atomen/cm
3 liegt. Die Schicht 14 wird anschließend auf die Schicht 12 mittels Epitaxie aufgewachsen.
Dies kann mittels bekannter Verfahren beispielsweise so gemacht werden, daß man Mischungen
aus SiCL
4 und H
2 oder SiH
4 und H
2 bei Temperaturen im Bereiche zwischen etwa 1000 und etwa 1200°C auf das Substrat
einwirken läßt. Die Schicht vom N
+-Typ hat eine typische Dicke im Bereich zwischen etwa 1 und 3 ,um, während die Epitaxieschicht
eine Dicke im Bereich zwischen etwa 0,5 und 10 um hat, wobei die genaue Dicke von
den Bauteil, welches hergestellt werden soll, abhängt. Alternativ könnte die Struktur
mittels verschiedenartiger Kombinationen von thermischer Diffusion, lonenimplantation
und/oder epitaxialem Aufwachsen hergestellt werden.
[0020] Diese Verfahren würden die Bildung eines verschiedenartig ausgebildeten Subkollektorbereichs
an den Stellen einschließen, an welchen die Bildung von Bipolarbauteilen erwünscht
ist.
[0021] Bei bestimmten Bauteilstrukturen si'nd hochdotierte vergrabene Bereiche oder Schichten
nicht notwendig und können deshalb weggelassen werden. Dies trifft beispielsweise
für FET-Bauteile zu. Andererseits können eine Vielzahl von vergrabenen hochdotierten
Bereichen von unterschiedlichen Dotierungstypen mittels einer Vielzahl von Epitaxie-
und Diffusionsverfahrensschritten hergestellt werden. Diese Strukturen könnten sowohl
für vergrabene Subkollektoren als auch für vergrabene Leitungen benötigt werden.
[0022] Die nächste Gruppe von in den Fign. 1 A und 1 B gezeigten Verfahrensschritten betreffen
das Ätzen von Öffnungen oder Kanälen in die Siliciumstruktur, welche sich mit der
Tiefe verjüngen, mittels reaktiver lonen. Eine Siliciumdioxidschicht 16 wird mittels
bekannter Verfahren, d.h. entweder mittels thermischen Aufwachsens bei einer Temperatur
von 970°C in einer nassen oder trockenen Sauerstoffatmosphäre oder mittels chemischen
Niederschlagens aus der Dampfphase erzeugt. Andere Maskenmaterialien, wie z.B. Siliciumnitrid
oder Aluminiumoxid oder Kombinationen dieser Materialien usw., können auch benutzt
werden. Die Öffnungen 18 werden in der Oxidschicht in den Bereichen erzeugt, in welchen
eine dielektrische Isolation gewünscht wird. Diese Öffnungen werden mittels der üblichen
Photolithographie- und Ätztechniken erzeugt. Die in der Fig. 1 A gezeigte Struktur
ist nun für den Ätzprozeß mittels reaktiver Ionen vorbeitet. Eine genauere Beschreibung
dieses Prozesses enthält die oben erwähnte deutsche Offenlegungsschrift 2 617 483.
Das mit Hochfrequenz erregte Plasma besteht, wie in der genannten Offenlegungsschrift
ausgeführt ist, aus einam reaktives Chlor, Brom oder Jod enthaltenden Material. Die
Dicke der Maskierungsschicht 16 liegt im Bereich zwischen etwa 0,2 und 2 µm, wobei
die genaue Dicke von der erforderlichen Tiefe des herzustellenden Loches bzw. der
herzustellenden Nut in dem Silicium abhängt. Die genaue Beschreibung der Hochfrequenz-Entladungsvorrichtung
wird in de genannten Offenlegungsschrift gegeben. Die Atmosphäre beim reaktiven lonenätzen
bzw. die Plasmaatmosphäre besteht bevorzugt aus einer Kombination eines inerten Gases,
wie z.B. Argon mit einem Chlor enthaltendem Material. Eine mittels einer Hochfrequenzspannungsquelle
erzeugte Leistungsdichte in der Größenordnung von etwa 0,1 bis 0,75 W/cm2 verursacht
ein reaktives lonenätzen des Siliciums, bei dem dieses mit einer Geschwindigkeit im
Bereich zwischen etwa 0,02 und etwa 0,08 µm pro Minute abgetragen wird. Das erwünschte
Ätzergebnis ist in der Fig. 1B gezeigt, in der zu sehen ist, daß die Öffnungen oder
Kanäle mindestens teilweise den Bereich 10 vom P-Leitfähigkeitstyp durchdringen. Die
Kanäle oder Öffnungen gehen in jedem Fall weitgehend durch den Bereich 12 vom N
+-Typ hindurch.
[0023] Es ist wichtig, daß die Öffnungen oder Kanäle sich mit der Tiefe mindestens so stark
verjüngen, daß der Winkel zwischen der Öffnungswand und der Vertikalen größer als
etwa 2° ist. Dies ist deshalb notwendig, weil bei dem nachfolgenden Verfahrensschritt
des Füllens mit dielektrischem Material das Abscheiden in der Nähe des oberen Randes
der Nut etwas rascher erfolgt als am Boden der Nut. Würde man von Löchern bzw. Nuten
mit senkrechten Wänden ausgehen, so würde irgendwann einmal während des Abscheidens
ein Zuwachsen des dann noch vorhandenen schmalen Lochs in der Nähe des oberen Lochrandes
stattfinden, mit dem Ergebnis, daß das dielektrische Material in dem Bereich unter
dem zugewachsenen Bereich eine schlechte Qualität hätte. Im Fall einer sich im ausreichenden
Maß mit der Tiefe verjüngenden Nut, wird die Nut von ihrem Boden her gefüllt. Der
bevorzugte Verjüngungsgrad, welcher für ein geeignetes Füllen mit dielektrischem Material,
wie z.B. Siliciumdioxid, mittels chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase geeignet
ist, wird teilweise, was bei der Besprechung der Fig. 6 klar werden wird, von der
Nutbreite abhängen. Ein Verjüngungswinkel, welcher größer als 20° ist, nimmt eine
unnötig große Fläche auf der Oberfläche des Halbleiterbauteils in Anspruch. Diese
Bildung der Struktur mit den sich verjüngenden Nuten oder Löchern, hängt hauptsächlich
von zwei Faktoren ab. Der erste Faktor ist der Winkel der Seitenwand der Öffnung 18
in der Maskierungsschicht 16. Der zweite Faktor ist der Unterschied in den Geschwindigkeiten,
mit denen das Maskenmaterial und das Substratmaterial geätzt werden. Je höher das
Verhältnis der Geschwindigkeiten ist, mit denen das Substratmaterial und das Maskenmaterial
geätzt werden, um so vertikaler werden die Lochwände im Siliciumsubstrat.
[0024] Bei der Anwendung überlicher lithographischer Techniken, werden im allgemeinen Öffnungen
im Photolack erhalten, welche sich mit der Tiefe etwas verjüngen. Wird dann das reaktive
lonenätzen dazu benutzt, um in dem darunterliegenden Siliciumdioxidfilm durch die
sich verjüngenden Fenster im Photolack Öffnungen zu erzeugen, und wenn das Verhältnis
der Geschwindigkeit des Lackätzens zu der des Siliciumdioxidätzens ungefähr eins ist,
wird die im Lackfenster vorhandene Verjüngung auf das Fenster im Siliciumdioxid übertragen.
In der Folge wird dann diese Verjüngung auf das Silicium übertragen, sofern nicht
ein hohes Verhältnis der Geschwindigkeit des Siliciumätzens zu der des Siliciumdioxidätzens
eingestellt wird. Die Verjüngung in der Siliciumdioxidmaske liegt bevorzugt in dem
Verjüngungswinkelbereich zwischen 5 und 20°. Wenn bei dem Lithographieverfahren Fenster
im Lack mit vertikalen Lochwänden entstehen, dann werden auch die Fenster im Siliciumdioxid
vertikale Lochwände aufweisen und es ist unter diesen Bedingungen so, daß die Öffnungen
im Silicium praktisch auch vertikale Lochwände haben werden, und zwar unabhängig von
dem Verhältnis der Geschwindigkeit des Siliciumätzens zu der Geschwindigkeit des Siliciumdioxidätzens.
[0025] Die Änderung der Ätzgeschwindigkeiten beeinflußt auch das Unterätzen von hoch dotierten
Bereichen vom N
+- oder P--Typs, wie z.B. des Bereichs 12. Bei Ätzgeschwindigkeiten von ungefähr 0,07
µm pro Minute, werden in Bereichen vom N
+-Typ Löcher mit vertikalen Wänden ohne laterale Unterätzung erzeugt. Wie die Fig. 2
zeigt, wird ein Erniedrigen der Ätzgeschwindigkeiten eine zunehmend stärkere Verjüngung
verursachen. Die Fig. 2 ist ein Diagramm, welches den Einfluß der Siliciumätzgeschwindigkeit
in um pro Minute in Abhängigkeit von dem Prozentgehalt des chlorhaltigen Materials
im Argon für verschiedene Drucke in der Reaktionskammer zeigt. Die Kurve 20 zeigt
die Verhältnisse bei einem Druck von 13, 33 µbar. Bei diesem Druck und bei den angegebenen
Ätzgeschwindigkeiten findet praktisch keine Unterätzung in den Bereichen vom N
+-Typ statt, wobei es gleichgültig ist, wie hoch der Prozentgehalt des chlorhaltigen
Materials ist.
[0026] Man ersieht aus der Kurve 20, daß bei einer Änderung des Gehalts des chlorhaltigen
Materials im Argon von 10% bis etwa 3% sich der Verjüngungswinkel in den Löchern von
etwa 0 bis etwa 20° ändert. Bei allen in der Fig. 2 wiedergegebenen Experimenten ist
die Leistung 0,16 W/cm
2 und die Kathode besteht aus Siliciumdioxid. Die Kurve 22 zeigt, daß bei einer Ätzgeschwindigkeit
von 0,06 µm pro Minute und einem Chlorgehalt in Argon von etwa 3% eine Nut mit vertikalen
Wänden erhalten wird. Wenn man sich auf der Kurve nach oben bis zu einer Ätzgeschwindigkeit
von 0,10 µm pro Minute und einem Gehalt des chlorhaltigen Materials im Argon von 5%
bewegt, dann erkennt man die Unterätzung in dem Bereich vom N
+-Typ. Bewegt man sich auf der Kurve noch weiter nach oben bis zu einer Ätzgeschwindigkeit
von 0.14 µm pro Minute und etwa einem Gehalt des chlorhaltigen Materials im Argon
von 7%, ist ein übermäßiges Unterätzen zu sehen, welches sehr ernst ist. Die Kurve
24 zeigt die Situation bei einem Druck von 53,33 µbar. Bei einem Gehalt des chlorhaltigen
Materials im Argon von 2% und etwa einer Ätzgeschwindigkeit von 0,06 µn pro Minute,
ist die Unterätzung im N
+-Bereich kein Problem. Bewegt man sich jedoch auf der Kurve aufwärts bis zu einer Ätzgeschwindigkeit
von 0,08 µm, beginnt die Unterätzung deutlich zu werden. Es ist anzunehmen, daß wenn
man sich auf der Kurve noch weiter nach oben bewegt, das Unterätzen noch stärker wird.
Bei dem Punkt 26 ist das Verhältnis bei einem Gesamtdruck von 119,99 µbar wiedergegeben.
Man erkennt ein extensives Unterätzen, welches zu einem nicht befriedigenden Produkt
führt. Man ersieht aus dem Diagramm in der Fig. 2, daß brauchbare Betriebsbedingungen
vorliegen, wenn der Druck im Bereich zwischen etwa 2,66 und etwa 66,6 ,ubar, die Konzentration
des chlorhaltigen materials in der Gasatmosphäre zwischen etwa 2 und etwa 10% und
die Ätzgeschwindigkeit zwischen etwa 0,04 und 0,08 µm pro Minute liegen. Die chlorhaltigen
Materialien, mit welchen die genannten Ergebnisse erzielt werden, sind C1
2, CC!
4' CHCl
3und andere Chlor enthaltende Materialien.
[0027] Das Hauptproblem, welches aus dem Unterätzen des N
+-Bereichs folgt, ist, daß es den minimalen Abstand, welchen zwei lsolationsbereiche
voneinander haben können, nach unten begrenzt. Wenn ein sehr starkes Unterätzen auftritt,
und zwei Isolationsbereiche sehr nahe beieinanderliegen, wird eine vollständige Unterätzung
des Bereichs 14 eintreten. Darüber hinaus wird der N
+-Kollektorbereich vollständig entfernt werden, so daß kein Transistor gebildet werden
kann. Noch ein weiteres Problem wird in jedem unterätzten Bereich dadurch auftreten,
daß die sich nicht linear verjüngenden Löcher nicht sauber mit dielektrischem, mittels
chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase abgeschiedenem Material, wie z.B. Siliciumdioxid,
gefüllt werden. Die Folge ist eine gefüllte Nut, welche ein vergrabenes Loch oder
einen vergrabenen Kanal enthält.
[0028] Bezugnehmend auf die Fig. 1 C wird nun der nächste Schritt in dem erfindungsgemäßen
Verfahren besprochen. Bei diesem Schritt werden die Öffnungen oder Kanäle thermisch
oxidiert, indem der Halbleiterkörper einer oxidierenden Atmosphäre, beispielsweise
einer feuchten Sauerstoffatmosphäre bei 970°C, ausgesetzt wird. Der Halbleiterkörper
wird der Atmosphäre zwischen etwa 10 und etwa 30 Minuten ausgesetzt, um die bevorzugte
Siliciumdioxiddicke innerhalb der Öffnung oder des Kanals zu erzeugen. Die bevorzugte
Dicke liegt zwischen etwa 0,05 und etwa 0,2 µm. Der Zweck des thermischen Oxids 30
ist es, gute Eigenschaften der Grenzfläche zwischen dem Silicium und dem Siliciumdioxid
sicherzustellen. Dielektrisches Material, welches mittels chemischen Niederschlagens
aus der Dampfphase aufgebracht worden ist, hat im allgemeinen nicht so gute Eigenschaften
wie thermisch gewachsenes Oxid. Dielektrisches Material mit guten Eigenschaften ist
aber notwendig, um anschließend das Anstoßen von diffundierten P/N-Übergängen an die
dielektrische Isolation zu erlauben.
[0029] Die minimale Dicke muß nominell 0,05
flm sein, damit eine gute thermische Siliciumdioxidschicht vorliegt. Eine dünnere Schicht
könnte dadurch Schwierigkeiten verursachen, daß durchgehende Poren im Oxid vorhanden
sind, und könnte dadurch Probleme mit der elektrischen Integrität verursachen.
[0030] Die maximale Dicke wird hauptsächlich bestimmt durch die Zeit, welche bei erhöhten
Temperaturen zum Aufwachsen erforderlich ist. Lange Aufwachszeiten bei hohen Temperaturen
führen dazu, daß sich jeder diffundierte P/N-Übergang in den -Siliciumbereichen bewegt.
Sehr dicke Oxidfilme, welche bei solchen Temperaturen erzeugt worden sind, verursachen
auch Spannungsprobleme im Siliciummaterial.
[0031] Das thermisch gewachsene Oxid 30 folgt fast exakt der Verjüngung der Seitenwände
der Öffnung, welche mittels reaktiven lonenätzens erzeugt worden ist. Das Ergebnis
des nächsten Verfahrensschritts, bei welchem die Öffnungen mit einem geeigneten dielektrischen
Material gefüllt werden, ist in der Fig. 1 D gezeigt aus der man ersieht, daß die
Öffnung bzw. der Kanal mit einer aus mittels Niederschlagens aus der Dampfphase erzeugtem
Siliciumdioxid bestehenden Schicht 32 gefüllt ist. Um die Öffnung bzw. den Kanal vollständig
zu füllen ist es notwendig, die Oberfläche der Schicht 30 nicht nur im Kanal bzw.
in der Öffnung, sondern vollständig über die gesamte Oberfläche des Siliciumkörpers
zu bedecken. Bei dem bevorzugten Füllprozeß handelt es sich um ein chemisches Niederschlagen
von Siliciumdioxid aus der Dampfphase bei 800 bis 1000°C unter Verwendung von Gasmischungen,
welche CO
2, SiH
4 und N
2 oder N
20, SiH
4 und N
2 enthalten.
[0032] Typische Abscheidungsgeschwindigkeiten liegen größenordnungsmäßig zwischen 5 und
10 nm/Min. und die Gesamtdicke der abgeschiedenen Schichten liegt für 2 µm breite
Nuten bei nominell 3
fLm, wenn eine angenähert planare Oberfläche gewünscht wird. Die spezielle Beziehung
zwischen der Ebenheit und der Dicke des mittels chemischen Niederschlagens aus der
Dampfphase aufgebrachten Siliciumdioxids, ist in der Fig. 8 aufgezeigt.
[0033] Die Probleme, welche beim Füllen von Öffnungen oder Kanälen auftreten, lassen sich
einleuchtender anhand der Fign. 3, 4 und 5 erläutern. Diese Fign. zeigen die ausschlaggebende
Bedeutung des Verjüngungswinkels der Lochseitenwände und der Lochabmessungen an der
Siliciumoberfläche. In der Fig. 3 sieht man im mittleren Teil der mit mittels chemischen
Niederschlagens aus der Dampfphase aufgebrachtem Siliciumdioxid gefüllten Öffnungen
einen schmalen Füllungsspalt 40. Diesen Füllungsspalt sieht man erst, nach dem man
einen Querschnitt durch den mit SiO
z gefüllten Kanal geätzt hat. Die Bildung des Füllungsspaltes verursacht ein Oxid mit
schlechten Eigenschaften in diesem Bereich und Experimente zeigen, daß der Spalt sich
dadurch bildet, daß das Siliciumdioxid über Öffnungen, welche schmäler sind als 0,2
µm und deren Verjüngswinkel kleiner als 20° ist, unter Bedeckung des Lochs hinüberwächst.
Es ist festgestellt worden, daß der Verjüngungswinkel der Öffungswände mit dem fortschreitenden
Füllen der Öffnung abnimmt (s. Fig. 6). Dies kann das Überbrücken mit dem Oxid auf
verschiedene Art und Weise beeinflussen, wobei der spezielle Effekt mit der Lochbreite
und dem Verjüngswinkel zusammenhängt. Diese Effekte sind in den Fign. 3, 4 und 5 gezeigt.
Sie illustrieren durch eine Serie von Linien, welche gleiche Schichtdickenbereiche
aus mittels chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase aufgebrachtem Siliciumdioxid
repräsentieren, das fortschreitende Auffüllen der Nuten. Wie in der Fig. 3 gezeigt
ist, tendiert der Füllungsspalt 40 dazu, weiter unten in der aufgefüllten Nut begraben
zu werden, wenn die Nutbreite sich verbreitert und der Verjüngungswinkel zunimmt.
Fig. 4 zeigt anhand von Nuten mit gleicher Breite den Einfluß des Verjüngungswinkels.
Man sieht noch einmal, daß in den sich stärker verjüngenden Nuten der Füllungsspalt
bzw. der Bereich aus schlechtem Siliciumdioxid tiefer vergraben wird. Fig. 5 zeigt
anhand von vier Nuten mit demselben Verjüngungswinkel den Einfluß der Nutbreite. Mit
zunehmender Breite der Nut verschiebt sich der obere Rand des Bereichs aus schlechtem
Oxid nach oben.
[0034] Diese Ergebnisse sind in der Fig. 7 aufsummiert, in welcher die Erstreckung Al des
Füllungsspaltes bis über oder unter die Oberfläche des Siliciumplättchens für verschiedene
Verjüngungswinkel über der Nutbreite aufgetragen ist. Es geht aus der Fig. klar hervor,
daß man erfolgreich vergrabene Bereiche aus schlechtem Siliciumdioxid dann erhält,
wenn die Nutbreiten schmal und die Verjüngungswinkel klein sind. Wird die Nutbreite
verbreitert, muß der Verjüngungswinkel entsprechend vergrößert werden, damit das schlechte
Oxid vergraben bleibt.
[0035] Die Fig. 6 enthält experimentelle Daten, welche die Änderung des Verjüngungswinkels
(in der Fig. 6 mit ≮ α bezeichnet) der Lochwandung mit der fortschreitenden Auffüllung
der Nut aufzeigen. Es ist offensichtlich, daß wenn man von Nuten mit vertikalen Wänden
ausgeht, man beim Abscheiden Nuten mit negativem Verjüngungswinkeln erhält, aus denen
in der Folge Lunker im Siliciumdioxid resultieren.
Fig. 8 enthält experimentelle Werte betreffend die notwendige Dicke des mittels chemischen
Niederschlagens aus der Dampfphase aufgebrachten Siliciumdioxids (CVDsio2), um die Oberfläche über einer Nut vollständig zu planarisieren. Die notwendige Schichtdicke
um dies zu erreichen, hängt zusammen mit der Nutbreite am oberen Rand der Nut.
Die Fig. 9 zeigt ähnliche experimentelle Daten, d.h. solche, welche das Füllen von
Nuten und die Planarität betreffen, wie die Fig. 8, und unterstreicht noch, daß die
Planarisierung streng von der Nutbreite und nicht von dem Verjüngungswinkel a abhängt.
Die Fig. 10 zeigt in einem weiteren Diagramm den Einfluß der Nutbreite für verschiedene
Überdeckungsdicken auf die Oberflächenplanarität.
[0036] Der letzte Schritt des Verfahrens ist das reaktive lonenätzen der in Fig. 1D gezeigten
Siliciumdioxidschicht 32, wobei die in der Fig. 1 gezeigte Struktur erzeugt wird.
[0037] Der Überschuß des Siliciumdioxids wird bequem mittels reaktiven lonenätzens und mit
der Hilfe eines optischen Filmdickenmeßsystems oder wenn die Geschwindigkeit, mit
der das Siliciumdioxid geätzt wird, bekannt ist, auch ohne ein solches System, entfernt.
Die Vorrichtung, welche für diesen Verfahrensschritt benutzt wird, besteht bevorzugt
aus einer Vorrichtung zum Kathodenzerstäubungsätzen bei niedrigem Druck, in der das
Plättchen auf einer Kathodendeckplatte aus Silicium positioniert ist. Ein fluorierter
Kohlenwasserstoff, wie z.B. CF
4 kann als Ätzmittel verwendet werden, weil dann das Verhältnis der Geschwindigkeit
des SiO -Ätzens zu der des Si-Ätzens ungefähr 1:1 ist. Der Gasdruck kann im Bereich
zwischen 13,33 und 93,3 µbar und der Gasfluß im Bereich zwischen 2 und 50 ccm/min
liegen. Der Hochfrequenzleistungspegel liegt bevorzugt im Bereich zwischen etwa 0,1
und 0,5 W/cm
2.
[0038] Das Ergebnis des Dünnens der Siliciumdioxidschicht mittels reaktiven lonenätzens
kann sein, daß der nicht genügend vergrabene Bereich aus schlechtem Oxid in der Mitte
der Nut sichtbar wird. Das ist ein potentielles Problem, weil bei jedem Naßätzen der
Plättchenoberfläche, wenn solche Bereiche aus schlechtem Siliciumdioxid freiliegen,
eine Spaltbildung in diesem Bereich verursacht würde. Solche Spalte könnten potentielle
Fallen für Schmutz oder Prozeßrückstände werden, und könnten die Eigenschaften des
Bauteils negativ beeinflussen. Ein alternatives Verfahren, um einige der Unterätzprobleme
zu umgehen, würde so aussehen, daß ein hochdotierter Bereich 12 in einer solchen Art
und Weise hergestellt wird, daß dieser Bereich Dort unterbrochen ist, bzw. Aussparungen
aufweist, wo die Öffnungen oder Kanäle gebildet werden sollen. In diesem Fall würde
ein schwach dotierten Bereich vom P--Typ den Bereich umgeben, welcher mittels reaktiver
lonen geätzt werden soll. Auf diese Weise würde ein Unter- ätzproblem vermieden. Diese
Alternative erfordert spezielle Oxidations-, Photolithographie- und Ätzschritte, damit
dieser Bereich vom N
+-Typ mit Aussparungen entsteht. Die Bildung eines Bereichs vom P
+-Typ unterhalb des Isolationsbereichs kann nützlich sein, wenn das Substrat vom P--Typ
ist. In solchen Fällen hat der P--Bereich die Tendenz, seinen Widerstand zu ändern,
was soweit gehen kann, daß das Material aus dem er besteht, wenn er thermisch oxidiert
wird, in ein solches vom N-Typ invertiert wird. Ein P
+-Bereich verhindert eine solche Inversionsmöglichkeit. Ein solcher Bereich kann durch
das Einbringen eines Dotierungsstoffs, wie z.B. Bor, mittels Ionenimplantation vor
der thermischen Oxidation der Nut erzeugt werden. Bei der lonenimplantation geht man
am besten so vor, daß die Nut mit einer dünnen, mittels chemischen Niederschlagens
aus der Dampfphase erzeugten Siliciumdioxidschicht bedeckt wird. Eine solche zwischen
etwa 50 und 80 nm dicke Bedeckung erlaubt die Implantation beispielsweise von Bor
durch den Boden der Nut hindurch in das Silicium aber nicht durch das Siliciumdioxid
auf den Seitenwänden der Nut hindurch. Dies ist so, weil der Ionenstrahl mit den Seitenwänden
der Nut einen spitzen Winkel bildet und deshalb die Wegstrecke durch das Siliciumdioxid
bis zum Silicium größer ist, als die echte Dicke des Siliciumdioxids beträgt. Nach
der Implantation und einem geeigneten Temperschritt, wird das mittels chemischen Niederschlagens
aus der Dampfphase erzeugte Siliciumdioxid entfernt und dann wird die normale Prozeßschrittfolge,
welche oben anhand der Fign. 1 C bis 1 E besprochen worden ist fortgesetzt.
[0039] Eine andere Möglichkeit, den Fabrikationsprozeß zu modifizieren, besteht darin, die
halbleitersubstrate nach dem Prozeßschritt, bei welchem die in der Fig. 1 E gezeigte
Struktur entsteht, einem Temperschritt in einer Wasserdampfatmosphäre zu unterwerfen.
Diese Temperung, welche bei einer Temperatur im Bereich zwischen 900 und 950°C durchgeführt
wird, wird irgendwelches im Mittelbereich der Nut freiliegendes Siliciumdioxid schlechter
Qualität in ein solches von guter Qualität umgewandelt. Der Vorteil dieser Prozeßmodifikation
besteht darin, daß es bei ihrer Anwendung nicht mehr so wichtig ist, daß die Bereiche
aus Siliciumdioxid schlechter Qualität mit Sicherheit vergraben sind und daß es deshalb
nicht mehr so wichtig ist, daß die Verjüngungswinkel möglichst groß sind, weshalb
es möglich ist, eine höhere Bauteildichte bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen
vorzusehen. Mit der Prozeßmodifikation ist es beispielsweise möglich, Siliciumdioxid
schlechter Qualität, welches beim Vorliegen kleiner Verjüngungswinkel, wie z.B. solchen
im Bereich zwischen 2 und 4° entstanden ist, in solches von guter Qualität umzuwandeln.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
Anwendungen beschränkt. Beispielsweise können die mittels des beschriebenen Verfahrens
erzeugten einkristallinen Siliciumbereiche auch zur Ausbildung anderer Bauteile als
von Bipolartransistoren benutzt werden. Solche Bauteile würden passive Bauteile wie
z.B. Widerstände und aktive Bauteile wie z.B. Metall-Oxid-Silicium-Feldeffektransistoren
(MOSFET)-Bauteile einschließen.
1. Verfahren zum Herstellen von lateral isolierten Bereichen in einem Siliciumkörper,
bei dem Nuten an den Stellen, an welchen der Isolationsrahmen entstehen soll, mittels
reaktiven lonenätzens in das Silicium geätzt, anschließend oberflächlich thermisch
oxidiert und dann mit dielektrischem Material gefüllt werden, wobei das dielektrische
Material mit der notwendigen Dicke ganzflächig auf den Siliciumkörper aufgebracht
wird, um die Oberfläche der Nute zu planarisieren, und schließlich das dielektrische
Material außerhalb der Nute weggeätzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß unter Anwendung
einer Maske aus einem Material aus der Gruppe Siliciumdioxid, Siliciumnitrid, Aluminiumoxid
oder Kombinationen dieser Materialien mit in Richtung der Siliciumoberfläche sich
verjüngenden Maskenfenstern die Nuten in den Siliciumkörper mit einer über den Gasdruck
in der Reaktionskammer, die Konzentration des reaktiven Gases in der Reaktionsatmosphäre
und die Hochfrequenz-Leistungsdichte derart auf diejenige des Maskenmaterials abgestimmten
Ätzgeschwindigkeit erzeugt werden, daß sie sich in der Tiefe verjüngen und einen flachen
Boden aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Nuten erzeugt werden, deren
Breite am oberen Rand maximal 4 µm ist, und deren Seitenwände einen Verjüngungswinkel
im Bereich zwischen etwa 2 und etwa 20° aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim reaktiven lonenätzen
ein reaktives Gas verwendet wird, welches aus einem Halogen aus der Gruppe Chlor,
Brom, Jod bzw. einem eines dieser Elemente enthaltenden Material besteht und der Reaktionsatmosphäre
in Mengen im Bereich zwischen 2 und etwa 10% zugesetzt wird, daß bei einem Druck in
der Reaktionskammer im Bereich zwischen etwa 2,66 und etwa 66 µbar gearbeitet und
die Ätzgeschwindigkeit auf einen Wert im Bereich zwischen etwa 0,03 und etwa 0,08
,um/Min. eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Siliciumkörper (10) verwendet wird, welcher mindestens eine hochdotierte Schicht
(12) enthält und daß die Nuten so tief geätzt werden, daß sie im wesentlichen die
hochdotierte Schicht (12) durchdringen.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Argonatmosphäre,
welcher als reaktives Gas Chlor in Mengen von <8% zugesetzt ist, gearbeitet wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in bekannter Weise auf einer auf dem Siliciumkörper aufgebrachten SiOz-Schicht (16) eine entsprechend dem gewünschten Muster der Nuten ausgebildete-Photolackmaske
erzeugt wird und daß dann die SiOz-Schicht (16) so reaktiv geätzt wird, daßdas Atzgeschwindigkeitsverhältnis von SiOz: Photolack ungefähr eins ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der SiOz-Schicht (16) Öffnungen (18), deren Seitenwande einen Verjüngungswinkel im Bereich
zwischen etwa 5 und etwa 20° aufweisen, erzeugt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß beim thermischen Oxidieren eine ungefähr 0,2 µm dicke Siliciumdioxidschicht (30)
erzeugt wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das zum Füllen der Nuten verwendete dielektrische Material (32) mittels chemischen
Niederschlagens aus der Dampfphase erzeugt und in einer Dicke im Bereich zwischen
etwa 1 und etwa 5 µm abgeschieden wird, wobei die für die Planarisierung notwendige
Mindestdicke in Abhängigkeit von der Breite der Nut am oberen Rand festgelegt wird,
und daß das dielektrische Material (32) mittels reaktiven lonenätzens entfernt wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Wegätzen des mittels chemischen Niederschlagens aus der Dampfphase erzeugten
dielektrischen Materials (32) der Siliciumkörper bei einer Temperatur im Bereich zwischen
etwa 900 und etwa 950°C einer Behandlung mit Wasserdampf unterworfen wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß, wenn die Nuten bis in einen Bereich vom P-Typ reichen, in den Bodenbereich der
Nuten' vor dem thermischen Oxidieren Verunreinigungen, welche eine P-Leitfähigkeit vermitteln,
in einer solchen Menge implantiert werden, daß lokal ein Bereich vom P+-Typ entsteht.
1. Procédé pour fabriquer des régions de silicium isolées latéralement, dans lequel
l'on forme des rainures dans un corps en silicium par un décapage par ions réactifs
et ceci aux emplacements prévus pour le cadre d'isolement; dans lequel l'on oxyde
ensuite thermiquement la surface des rainures que l'on remplit d'un matériau diélectrique,
ce matériau diélectrique étant déposé, avec l'épaisseur désirée, sur toute la surface
du corps de silicium afin d'aplanir la surface des rainures; et dans lequel on décape
enfin le matériau diélectrique à l'extérieur de la rainure; caractérisé en ce que
l'utilisation d'un masque composé d'un matériau choisi dans le groupe comprenant le
dioxyde de silicium, le nitrure de silicium, l'oxyde d'aluminium ou des combinaisons
de ces matériaux dont les ouvertures se rétrécissent vers la surface de silicium permet
de produire ces rainures dans le corps de silicium avec une vitesse de décapage qui
est adaptée à celle du matériau constituant le masque par la pression de gaz dans
la chambre de réaction, la concentration du gaz réactif dans l'atmosphère de réaction
et la densité du courant hautes fréquences de telle sorte que les rainures se rétrécissent
en profondeur et présentent un fond plat.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on produit des rainures
dont la largeur maximum au bord supérieur est de 4 jum, et dont les parois latérales présentent un angle de rétrécissement compris entre
environ 2 et environ 20°.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on utilise pour
le décapage par ions réactifs un gaz réactif qui est composé d'un halogène du groupe
comprenant le chlore, le brome, l'iode ou un matériau comprenant un de ces éléments
et qui est ajouté à l'atmosphère de réaction dans des quantités comprises entre environ
2 et environ 10%, en ce que l'on utilise une pression dans la chambre de réaction
comprise entre environ 2,66 et environ 66 ,ubar et en ce que l'on ajuste la vitesse
de décapage à une valeur comprise entre environ 0,03 et environ 0,08 µm/minute.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
l'on utilise un corps de silicium (10) comportant au moins une couche fortement dopée
(12), et en ce que l'on décape les rainures à une profondeur telle qu'elles pénètrent
essentiellement dans la couche fortement dopée (12).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'on utilise une atmosphère
d'argon à qui l'on ajoute comme gaz réactif du chlore dans des quantités de <8%.
6. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que l'on produit, de la façon connue, sur une couche de Si02 (16) déposée sur le corps de silicium un masque de résine photosensible réalisé selon
la configuration désirée des rainures et en ce que l'on décape réactivement la couche
de Si02 (16) de telle sorte que le rapport de vitesse de décapage entre le Si02 et la résine photosensible est à peu près égal à 1.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que dans la couche de Si02 (16) des ouvertures (18) sont prévues dont les parois latérales ont un angle de rétrécissement
compris entre approximativement 4 et approximativement 20°.
8. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
dans l'oxydation thermique une couche d'oxyde de silicium (30), d'approximativement
0,2 um d'épaisseur, est générée.
9. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que
l'on produit le matériau diélectrique (32) utilise pour remplir les rainures à l'aide
d'un dépôt chimique en phase vapeur et qu'il est déposé avec une épaisseur comprise
entre environ 1 et environ 5 µm, l'épaisseur minimum nécessaire pour obtenir la planéarité
étant déterminée en fonction de la largeur de la rainure au bord supérieur, et en
ce que l'on enlève le matériau diélectrique (32) à l'aide du décapage par ions réactifs.
10. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 9, caractérisé
en ce que l'on soumet le corps de silicium à un traitement par vapeur d'eau à une
température comprise entre environ 900 et environ 950°C après avoir décapé le matériau
diélectrique (32) produit à l'aide du dépôt chimique en phase vapeur.
11. Procédé selon l'une quelconque ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisé
en ce que, lorsque les rainures pénètrent jusqu'à une région du type P, l'on implante
dans la région constituant le fond des rainures, et préalablement à l'oxydation thermique,
des impuretés du type P, avec une concentration telle que l'on forme localement une
région du type P+.
1. Method of making laterally isolated regions in a silicon body, where in those places
where the isolation frame is to be made grooves are etched into the silicon by means
of reactive ion etching, subsequently thermally oxidized on the surface, and then
filled with dielectric material, the dielectric material being applied in a blanket
deposition on the silicon body with the necessary thickness to ensure a planar surface
of the grooves, and wherein finally the dielectric material outside the opening is
etched off, characterized in that by using a mask of a material selected from the
group containing silicon dioxide, silicon nitride, aluminium oxide, or combinations
of these materials, with windows tapering in the direction of the silicon surface,
the grooves are made in the silicon body with an etching speed adapted, by means of
the gas pressure in the reaction chamber, the concentration of the reactive gas in
the reaction atmosphere, and the high frequency power density, to that of the mask
material in such a manner that they taper with their depth and have a flat bottom.
2. Method as claimed in claim 1, characterized in that grooves are made which at their
upper edge are at most 4 µm wide, and the taper of whose walls is between approximately
2 and approximately 20°.
3. Method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that in reactive ion etching
a reactive gas is used which consists of a halogen selected from the group containing
chlorine, bromine, iodine, or of a material containing one of these elements, and
which is admixed to the reaction atmosphere in quantities between 2 and approximately
10%, that the process takes place at a pressure in the reaction chamber between approximately
2.66 and approximately 66 pbar, and that the etching speed is set at a valué between
approximately 0.03 and approximately 0.08 ym/min.
4. Method as claimed in one or several of claims 1 to 3, characterized in that a silicon
body (10) is used which contains at least one highly doped layer (12), and that the
grooves are etched to such a depth that they substantially penetrate the highly doped
layer (12).
5. Method as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the process takes place
in an argon atmosphere to which chlorine in quantities of <8% is admixed as a reactive
gas.
6. Method as claimed in one or several of claims 1 to 5, characterized in that in
a known manner on an Si02 layer (16) applied on the silicon body, a photoresist mask is generated which is
formed in accordance with the desired pattern of the grooves, and that subsequently
the Si02 layer (16) is reactively etched in such a manner that the etching speed ratio of
Si02: photoresist is approximately one.
7. Method as claimed in claim 6, characterized in that in the Si02 layer (16) openings (18) are made whose walls taper between approximately 5 and approximately
20°.
8. Method as claimed in one or several of claims 1 to 7, characterized in that in
thermal oxidation an approximately 0.2 µm thick silicon dioxide layer (30) is generated.
9. Method as claimed in one or several of claims 1 to 8, characterized in that the
dielectric material (32) used for filling the grooves is generated by means of chemical
vapour deposition and deposited in a thickness between approximately 1 and approximately
5 µm, the minimum thickness required for obtaining a planar surface being determined
as a function of the width of the grooves its upper edge, and in that the dielectric
material (32) is removed by means of reactive ion etching.
10. Method as claimed in one or several of claims 1 to 9, characterized in that after
the etching off of the dielectric material (32) generated by means of chemical vapour
deposition, the silicon body is exposed to a steam treatment at a temperature between
approximately 900 and approximately 950°C.
11. Method as claimed in one or several of claims 1 to 10, characterized in that if
the grooves reach down to a P-type region impurities imparting a P-conductivity are
implanted in the bottom region of the openings prior to the thermal oxidation, in
such a quantity that a region of the PI-type is generated locally.