[0001] Die Erfindung betrifft einen lateralen Transistor, der sich insbesondere zusammen
mit komplementären vertikalen Transistoren integriert herstellen läßt.
[0002] Laterale Transistoren in Verbindung mit komplementären vertikalen Transistoren werden
beispielsweise in den bekannten I
2L-Strukturen (Integrated Injection Logic) verwendet.
[0003] Beispielsweise ist in der Veröffentlichung "IEEE Solid State Conference", 1976, von
Y. Tokumaru, et al., unter dem Titel "I
2L with Self-Aligned Double Diffused Injector" auf den Seiten 100 und 101 eine Struktur
mit einem lateralen PNP-Transistor und einem vertikalen NPN-Transistor beschrieben,
die in einer P-dotierten Epitaxieschicht gebildet sind. Die Basiszone des NPN-Transistors
wird dabei durch die Epitaxieschicht selbst gebildet. Hierbei handelt es sich um eine
typische, kostengünstige, keine optimale Eigenschaften aufweisende bipolare Struktur,
bei der sich die relativ großen Toleranzen in der Dicke der Epitaxieschicht und damit
die großen Schwankungen in den Eigenschaften des vertikalen NPN-Transistors ungünstig
auswirken.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einen lateralen Transistor anzugeben, der bei
kleinstem Flächenbedarf und optimalen Eigenschaften gleichzeitig mit komplementären,
vertikalen Transistoren herstellbar ist, wobei insbesondere die Basiszone, die Kollektorzone
und die Emitterzone des lateralen Transistors in dieser Reihenfolge mit der Kollektorkontaktierungszone,
der Basiszone und der Basisanschlußzone des vertikalen Transistors verträglich sind.
[0005] Zusammenfassend kann die Erfindung im wesentlichen darin gesehen werden, daß der
laterale Transistor mit einer vertikal ausgerichteten, sich durch die sie umgebende
P-dotierte Kollektorzone bis in die darunterliegende N-dotierte Epitaxieschicht und
eine vergrabene, N-dotierte Zone, die Subbasiszone, erstreckenden N-dotierten Basiszone
ausgestattet ist. Die Subbasiszone dient dem niederohmigen elektrischen Anschluß der
Basiszone, wobei die Epitaxieschicht als extrinsische Basiszone anzusehen ist, über
die der Anschluß der aktiven intrinsischen Basiszone zur Oberfläche erfolgt. In die
Basiszone wird mit Hilfe desselben Maskenfensters die Emitterzone, vorzugsweise durch
Implementation eingebracht. Diese doppeltdiffundierte Basis-Emitterstruktur ermöglicht
die Einhaltung einer genauen Basisweite der intrinsischen Basis des lateralen Transistors.
Auf diese Weise läßt sich ein optimale Eigenschaften aufweisender lateraler PNP-Transistor
mit einem ebenfalls optimale Eigenschaften aufweisenden vertikalen NPN-Transistor
in dem gleichen Halbleiterkörper integrieren, wobei das Merkmal der Selbstausrichtung
der Zonen zueinander gewährleistet wird.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
[0007] Es zeigen die Fign. 1a bis 1i im wesentlichen Schnittansichten der Struktur des Ausführungsbeispiels
in aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten.
[0008] Hergestellt wird ein erfindungsgemäßer lateraler PNP-Transistor gleichzeitig mit
einem vertikalen NPN-Transistor.
[0009] Wie in Fig. 1a dargestellt, werden zunächst konventionelle Maskierungsprozesse, Dotierungsprozesse
(Diffusion oder Ionenimplantation) und Beschichtungstechniken angewandt, um N
+-dotierte vergrabene Zonen 6 und 8 und P
+-dotierte vergrabene Zonen 10 in der Grenzschicht zwischen einem Substrat 2 und einer
darauf aufgebrachten N -dotierten Epitaxieschicht 4 zu bilden. Auf die Epitaxieschicht
ist zunächst eine Siliziumdioxidschicht 12 und darüber eine Siliziumnitridschicht
14 aufgebracht.
[0010] In Fig. 1b sind unter Verwendung einer Ätzmaske 16 aus Fotolack sämtliche Maskenfenster
18, 20, 22, 24, 26 und 28 in die Siliziumnitridschicht 14 geätzt. Die Draufsicht dieser
Ätzmaske ist in Fig. 1c dargestellt.
[0011] Wie aus Fig. 1d zu ersehen, werden mit Hilfe einer Sperrmaske 50 aus Fotolack die
Fenster definiert, in deren Bereich die Siliziumdioxidschicht 12 zu ätzen ist. In
den dabei entstehenden Fenstern werden durch Implantation von beispielsweise Phosphor
die N-leitenden Kontaktierungszonen 34 und 38 zu den N
+-dotierten vergrabenen Zonen 6 und 8 und die Basiszone 36 des lateralen Transistors
gebildet. Dabei können gleichzeitig niederohmige N-dotierte Widerstände (75 Ohm/Flächeneinheit)
gebildet werden. Die Implantation erfolgt mit niedriger Energie, so daß die durch
die Siliziumdioxidschicht und die Siliziumnitridschicht definierten Maskenfenster
18, 20 und 28 die dabei erzeugten dotierten Zonen definieren. In einem nachfolgenden
Reoxydationsprozeß werden im Bereich dieser Fenster 18, 20 und 28
Oxydschichten gebildet, die eine etwas geringere Dicke aufweisen als die ursprüngliche
Siliziumdioxidschicht 12. Dabei diffundieren die N-dotierten Zonen 34, 36 und 38 weiter
in die Epitaxieschicht 4 ein, so daß sie sich mit den ausdiffundierenden vergrabenen
Zonen 6 und 8 treffen. Bei diesem Reoxydationsprozeß wird die Siliziumdioxydschicht
41 im Bereich der Fenster 22, 24 und 26 nur geringfügig verstärkt, so daß sich dort
eine Bremswirkung für die Ionen ergibt, die der der Siliziumdioxidschicht 12 einschließlich
der Siliziumnitridschicht 14 entspricht.
[0012] Aus Fig. 1e ist zu ersehen, wie unter Verwendung einer Sperrmaske aus Fotolack die
Basiszone 40 des vertikalen NPN-Transistors, die Kollektorzone 44 des lateralen PNP-Transistors
und die oberen Isolationszonen 42 eingebracht werden. Die Implantation von beispielsweise
Bor erfolgt durch die Siliziumdioxidschichten 39, 41 bzw. 12 und die Siliziumnitridschicht
14. Es ist darauf hinzuweisen, daß die Zonen 40 und 44 ihre zugeordneten Anschlußfenster
24 und 22 nicht zu überlappen brauchen und daß ihre überschneidung mit den Kontaktierungszonen
38 und 34 unkritisch ist, da die P-dotierten Zonen 40 und 44 durch die N-dotierten
Zonen 38 und 34 kompensiert werden. Ist man bestrebt, geringe Kapazitäten zwischen
diesen P- und N-dotierten Zonen 40, 38 und 44, 34 zu erzielen, so können sie in einem
Abstand zueinander angeordnet werden, was zu einer leichten Erhöhung des Flächenbedarfs
führt. Die P-dotierten Zonen 40 und 44 weisen einen hohen Schichtwiderstand (1000
Ohm/Flächeneinheit) auf, so daß sich eine niedrige Emitter-Basiskapazität für den
vertikalen NPN-Transistor und eine hohe Kollektor-Basis-Durchbruchsspannung für den
lateralen PNP-Transistor ergibt. Diese Zonen sind außerdem geeignet, Widerstände zu
verwirklichen.
[0013] In Fig. 1f sind sämtliche Maskenfenster 18, 20, 22, 24, 26 und 28 durch die Siliziumdioxidschicht
39, 41 unter Verwendung der Siliziumnitri.dschicht 14 als Ätzmaske geätzt. Für diesen
Ätzschritt ist keine gesonderte Maske erforderlich.
[0014] Fig. 1g zeigt die Draufsicht der durch die Siliziumnitridschicht 14 definierten Maskenfenster
18, 20, 22, 24, 26 und 28 in der Siliziumdioxydschicht.
[0015] In den beiden nächsten Prozeßschritten werden Sperrmasken aus Fotolack in Verbindung
mit Ionenimplantationen verwendet. Die Reihenfolge der Prozeßschritte kann umgekehrt
werden.
1. In Fig. 1h wird eine Sperrmaske 66 aus Fotolack verwendet, um die N+-dotierte Emitterzone 54 des vertikalen NPN-Transistors, die Kollektoranschlußzone
56 des vertikalen Transistors und die Basisanschlußzone 70 des lateralen PNP-Transistors
zu implantieren.
2. Fig. 1i zeigt die Verwendung einer Sperrmaske 58 aus Fotolack, mit deren Hilfe
die P+-dotierte Emitterzone 62 des lateralen PNP-Transistors, die Kollektoranschlußzone 60
des lateralen Transistors und die Basisanschlußzone 68 des vertikalen NPN-Transistors
implantiert werden.
[0016] Im Anschluß an diese Ionenimplantationsprozesse wird ein Erwärmungsprozeß durchgeführt,
bei dem die implantierten Bereiche aktiviert und die N
+- und P
+-dotierten Zonen bis zu ihrer endgültigen Tiefe ausdiffundiert werden.
1. Lateraler Transistor, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Epitaxieschicht (4) eines ersten Leitungstyps über einer hochdotierten, vergrabenen
Subbasiszone (6) des gleichen Leitungstyps angeordnet ist, daß in der Oberfläche der
Epitaxieschicht (4) über der Subbasiszone (6) eine Kollektorzone (44) des zweiten
Leitungstyps angeordnet ist,
daß in die Kollektorzone (44) unter Verwendung einer Maske eine Basiszone (36) des
ersten Leitungstyps eingebracht ist, die sich durch die sie umgebende Kollektorzone
(44) und die Epitaxieschicht (4) bis in die Subbasiszone (6) erstreckt,
daß unter Verwendung derselben Maske in die Basiszone (36) eine Emitterzone (62) des
zweiten Leitungstyps eingebracht ist, so daß die aktive, intrinsische Basiszone durch
die Seitenflächen der Emitterzone (62) und der Basiszone (36) definiert ist und
daß die Subbasiszone (6) über eine Basiskontaktierungszone (34) des ersten Leitungstyps
seitlich bis zur Oberfläche der Epitaxieschicht (4) geführt ist.
2. Lateraler Transistor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Kollektorzone (44) seitlich von der Basiszone (36) eine Kollektoranschlußzone
(60) des zweiten Leitungstyps eingebracht ist.
3. Lateraler Transistor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Basiskontaktierungszone (34) eine Basisanschlußzone des ersten Leitungstyps
eingebracht ist.
4. Lateraler Transistor nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zu ihm komplementärer, vertikaler Transistor mitintegriert ist, wobei der
vertikale Transistor mit einer der Subbasiszone (6) des lateralen Transistors entsprechenden
Subkollektorzone (8), einer der Kollektorzone (44) des lateralen Transistors entsprechenden
Basiszone (40) und einem der Basiskontaktierungszone (34) des lateralen Transistors
entsprechenden Kollektorkontaktierungszone (38) ausgestattet ist und in die Basiszone
(44) des vertikalen Transistors, dessen Emitterzone (54) eingebracht ist.
5. Lateraler Transistor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Basisanschlußzone (70) des lateralen Transistors der Emitterzone (54) des
vertikalen Transistors entspricht.
6. Lateraler Transistor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale
Transistor mit einer der Kollektoranschlußzonen (60) des lateralen Transistors entsprechenden
Basisanschlußzone (68) ausgestattet ist.