(19)
(11) EP 0 001 260 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.04.1979  Patentblatt  1979/07

(21) Anmeldenummer: 78100887.5

(22) Anmeldetag:  14.09.1978
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2: A45C 11/00, B65D 11/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH FR GB NL SE

(30) Priorität: 22.09.1977 DE 7729405 U

(71) Anmelder: Braun Aktiengesellschaft
D-61466 Kronberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Ullmann, Roland
    D-6055 Oberhausen/Hausen (DE)

(74) Vertreter: Einsele, Rolf 
Braun Aktiengesellschaft Postfach 1120
61466 Kronberg
61466 Kronberg (DE)

   


(54) Etui für elektrische Kleingeräte


(57) Bei einem zweiteiligen Etui für elektrische Kleingeräte, insbesondere Trockenrasierapperate, mit je einem Rahmen mit darin eingepaßtem schalenförmigen Deckel bzw. Boden und mit Ablagemulden für die im Etui unterzubringenden Gegenstände sind die Ablagemulden (5, und 7,8) sowohl in die Deckelschale (3) als auch in die Bodenschale (4) direkt eingeformt, derart, daß die konvexen Seiten der Ablagemulden (5, 6 und 7, 8) nach außen über die Rahmen (1 bzw. 2) vorstehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein zweiteiliges Etui für elektrische Kleingeräte, insbesondere Trockenrasierapparate, mit je einem Rahmen mit darin angepaßtem schalenförmigen Deckel bzw. Boden und mit Ablagemulden für die im Etui unterzubringenden Gegenstände.

[0002] Bei den bisher üblichen Etuis dieser Art ist für die Ablagemulden ein spezieller Einsatz, in der Regel eine formsteife Folie aus Kunststoff oder dergleichen vorgesehen, in den die Ablagemulden so eingeformt sind, daß sie das Gerät und die übrigen Gegenstände annähernd formschlüssig mindestens teilweise umschließen, damit sie auch beim Transport klappsicher gehalten sind. Diese Bauweise, bei der die beiden Funktionen "Abdecken" durch die Etuischalen und "Halten" durch den Muldeneinsatz von verschiedenen Bauteilen wahrgenommen werden, ist natürlich relativ aufwendig, und solche Etuis bauen relativ hoch.

[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Etui mit möglichst einfachem Aufbau und geringer Bauhöhe zu schaffen, das sich in einfacher Weise wirtschaftlich herstellen läßt.

[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die Ablagemulden sowohl in die Deckelschale als auch in die Bodenschale direkt eingeformt sind, derart, daß die kenvexen Seiten der Ablagemulden nach außen über die Rahmen überstehen.

[0005] Bei dem Etui gemäß der Erfindung fällt ein spezieller Muldeneinsatz weg, die Bauhöhe des gesamten Etuis beschränkt sich praktisch auf die Dicke der unterzubringenden Gegenstände zuzüglich der Wanddicken der Boden- und Deckelschale, und diese Gegenstände werden von beiden Schalen formschlüssig gehalten. Da die konvexen Seiten der Ablagemulden von außen sichtbar sind und somit das äußere Erscheinungsbild des Etuis prägen, kann man bei Etuis für unterschiedliche Geräte schon bei geschlossenem Etui auf dessen Inhalt und Anwendungszweck schließen, ohne daß sonstige Kennzeichnungen erforderlich wären.

[0006] Zweckmäßig sind die Verschluß- und Scharnierelemente an den Rahmen angebracht.

[0007] Nach einer ersten vorteilhaften Variante der Erfindung können die Boden- und Deckelschalen spiegelbildlich ausgebildet sein.

[0008] Dabei sind zwar zwei verschiedene Werkzeuge zur Herstellung der beiden Schalen erforderlich - was bei einer Serienfertigung keine große Rolle spielt - dafür ist man aber freizügiger in der Ausbildung der Ablagemulden und ihrer Anpassung an die aufzunehmenden Gegenstände.

[0009] Eine weitere vorteilhafte Variante der Erfindung sieht eine deckungsgleiche Ausbildung der Boden- und Deckelschalen vor, die insbesondere für kleinere Stückzahlen von Vorteil ist, da nur ein einziges Werkzeug benötigt wird, um die Schalen und ggf. die Rahmen zu fertigen, in diesem Falle sind zweckmäßigerweise die Scharnier- und Verschlußelemente bei beiden Schalen in gleicher Weise ausgebildet und angeordnet, so daß aueh Nachrüst-Arbeitsgänge im wesentlichen entfallen.

[0010] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:

Fig. 1 das Etui in Seitenansicht,

Fig. 2 einen Querschnitt durch das Etui,

Fig. 3 eine Ansicht der Innenseite des aufgeklappten Etuis nach einer ersten Variante in verkleinertem Maßstab,

Fig. 4 eine Ansicht der Innenseite des aufgeklappten Etuis nach einer zweiten Variante im gleichen Maßstab wie in Fig. 3.


Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Etui als zweiteiliges Klappetui aus Kunststoff ausgebildet. Jeder Teil besteht aus einem Rahmen 1 bzw. 2, in den je eine Deckelschale 3 und eine Bodenschale 4 eingesetzt und befestigt ist. In beide Schalen 3 bzw. Y sind Ablagemulden 5 und 6 bzw. 7 und 8 direkt eingeformt. Die Höhe der Rahmen 1 und 2 ist gegenüber der Tiefe der Ablagemulden 5 bis 8 so gewählt, daß die konvexen Seiten der Ablagemulden 5 bis 8 über die Rahmen 1 und 2 nach außen vorstehen (Fig. 1). Die Verschlußelemente 9 und 1o und die Scharnierelemente 11 und 12 sind an den Rahmen 1 und 2 in der Welse deckungsgleich angebracht, daß beide Rahmen in einem einzigen Werkzeug gefertigt werden können.

[0011] Wie Fig. 3 zeigt, können die Ablagemulden 5 und 7 bzw. 6 und 8 gemäß einer ersten Variante spiegelbildlich ausgebildet und angeorndet sein, sie können aber auch gemäß Fig. 4 nach einer zweiten Variante deckungsleich in den Schalen 3 und 4 eingeformt sein; diese Ablagemulden sind in Fig. 4 mit 6' und 8' bzw. 5' und 7' bezeichnet.

[0012] Da auch, wie bereits gesagt, die Scharnierelemente 11 und 12 und die Verschlußelemente 9 und 10 an beiden Rahmen 1 und 2 deckungsgleich ausgebildet sind, können sowohl die Rahmen als auch die Deckel- und Bodenschalen mit ihren Ablagemulden aus einem einzigen Werkzeug gefertigt werden.


Ansprüche

1. Zweiteiliges Etui für elektrische Kleingeräte, insbesondere Trockenrasierapparate, mit je einem Rahmen mit darin eingepaßtem schalenförmigen Deckel bzw. Boden und mit Ablagemulden für die im Etui unterzubringenden Gegenstände, dadurch gekennzeichnet., daß die Ablagemulden (5, 6 und 7, 8) sowohl in die Deckelschale (3) als auch in die Bodenschale (4) direkt eingeformt sind, derart, daß die konvexen Seiten der Ablagemulden (5, 6 und 7, 8) nach außen über die Rahmen (1 bzw. 2) vorstehen.
 
2. Etui nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschluß- und Scharnierelemente (9, 10 bzw. 11, 12) an den Rahmen angebracht sind.
 
3. Etui nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden- und Deckelschalen (3 und 4) spiegelbildlich ausgebildet sind (Fig. 3).
 
4. Etui nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden- und Deckelschalen (3' und 4') deckungsgleich ausgebildet sind (Fig. 4).
 
5. Etui nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharnier- und Verschlußelemente (11, 12 bzw. 9, lo) bei beiden Etuiteilen in gleicher Weise ausgebildet und angeordnet sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht