[0001] Die Erfindung betrifft neue unter der Einwirkung von Licht härtbare, Bis-Azidophthalimidyl-Derivate
enthaltende Stoffgemische sowie deren Verwendung zur Vernetzung unter der Einwirkung
von Licht, besonders zum Erzeugen von Abbildungen.
[0002] Aus der Literatur ist bekannt, dass sich Azido-Phenylderivate, wie 4,4'-Diazidostilben,
das Dinatriumsalz von 4,4'-Diazidostilben-2,2'-disulfonsäure, 4,4'-Diazidobenzophenon,
4,4'-Diazidochalkon, 2,6-Di-(4'-Azidobenzal)-cyclohexanon, 2,6-Di-(4'-Azidobenzal)-4-methylcyclohexanon,
4,4'-Diazidobenzalaceton und Bis-(4'-Azidocinnamyliden)-cyclopentanon, als Sensibsilsatoren
für Polymere für phototechnische Zwecke, z.B. sog. Photoresists, oder als lichtempfindliche
Komponente in Kolloidschichten, wie Gelatine oder Kasein, zur Erzeugung von sogenannten
Gerbbildern in der Photographie oder bei Verfahren in der Reproduktionstechnik eignen
(vgl. z.B. US Patentschriften 2.852.379, 2.940.853 und 3.749.713, deutsche Patentschrift
752.352, russische Patentschrift 503.855 und britische Patentschrift 892.811).
[0003] Diese vorbekannten Azido-Phenylderivate sind insofern nachteilig, als die thermische
Stabilität und die Oxidationsbeständigkeit derselben oder von Gemischen, die dieselben
enthalten, zu wünschen Ubrig lassen.
Aufgabe der Erfindung war daher die Bereitstellung von unter der Einwirkung von Licht
härtbaren Systemen mit verbesserter thermischer Stabilität und Oxidationsbeständigkeit
bei gleich guter Lichtempfindlichkeit wie die von Stoffgemischen, welche die oben
angeführten bekannten Substanzen enthalten.
[0004] Gegenstand der Erfindung sind somit unter der Einwirkung von Licht härtbare (vernetzbare)
Stoffgemische, die mindestens eine polymere Verbindung und mindestens eine Verbindung
der Formel 1

enthalten, worin
R unsubstituiertes oder substituiertes Alkylen mit 2-12 C-Atomen, unsubstituiertes
oder substituiertes Phenylen, Naphthylen, Biphenylen, Cyclohexylen, Dicyclohexylmethan
oder eine unsubstituierte oder substituierte Gruppierung

und bedeuten,
wobei das Gewichtsverhältnis von polymerer Verbindung zu Verbindung der Formel I etwa
9:1 bis 1:4 beträgt.
[0005] Durch R dargestellte Alkylengruppen können geradkettig oder verzweigt und gegebenenfalls
substituiert sein, z.B. durch eine oder mehrere Phenylgruppen, Cycloalkylgruppen mit
5-8 C-Atomen oder Aralkylgruppen mit 7 oder 8 C-Atomen. Unter den substituierten Alkylengruppen
R sind solche bevorzugt, die durch eine oder zwei Phenylgruppen oder durch eine oder
zwei definitionsgemässe Cycloalkyl- oder Aralkylgruppen, wie die Cyclopentyl-, Cyclohexyl-,
Cyclooctyl- oder die Benzylgruppe, substituiert sind.
[0006] Beispiele derartiger Alkylengruppen R sind: die 1,2-Aethylen-, 1,3- oder 1,2-Propylen-,
1,4- oder 1,3-Butylen-, Pentamethylen-, Hexamethylen-, 2-Methyl-4-dimethylhexan-,
2-Dimethyl-4-methylhexan-, 1,10-Dicyclohexyl- und 1,10-Dicyclooctyldecan-, 1,10-Di-isopropyldecan-,
1,1,10,10-Tetramethyldecan-, 1,10-Diäthyl-1,10-dimethyldecan-, Octamethylen-, Decamethylen-
und Dodecamethylengruppe.
[0007] Bevorzugt sind unsubstituierte geradkettige oder verzweigte Alkylengruppen mit 2-12
und insbesondere 2-10 C-Atomen.
[0008] Durch R dargestellte Phenylen-, Naphthylen-, Biphenylen-, Cyclohexylen- oder Dicyclohexylmethangruppen
und Gruppierungen R

können ebenfalls substituiert sein, z.B. durch Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen, -OH-,
-COO
-M
±, oder -S0
3-M
±Gruppen, wobei
M+ das Wasserstoffion, ein Alkalimetallkation, das Pyridiniumkation oder

X1 und X2 unabhängig voneinander Wasserstoff -der Alkyl mit 1-12 C-Atomen und X3 Wasserstoff, Alkyl mit . C-Atomen
oder Benzyl bedeuten. Alkylgruppen X
1, X
2 und X
3 können geradkettig oder verzweigt sein. Vorzugsweise handelt es sich um geradkettige
Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen. Die. genannten Gruppen R können an jedem Ring mehrere
Substituenten der erwähnten Art aufweisen, sind aber mit Vorteil pro Ring nur durch
eine der genannten Gruppen substituiert. Als Alkylsubstituenten kommen besonders Methyl
und Aethyl in Betracht. Stellt M
+ eine Gruppierung

dar, so bedeuten X
1 und X
2 bevorzugt Alkylgruppen mit 1-4 C-Atomen ' und X
3 eine Alkylgruppe mit 1-4 C-Atomen oder die Benzylgruppe.
[0009] Bevorzugte -COO
-M
+- oder -SO
3-M
+-Substituenten sind solche, worin M
+ das Wasserstoffion, ein Alkalimetallkation, ein Benzyldialkyl- oder Trialkylammoniumkation
mit je 1-4 C-Atomen in den Alkylteilen darstellt. Besonders bevorzugt bedeutet M
+ das Wasserstoffion, das Natrium- oder Kaliumkation.
[0010] Phenylen-, Naphthylen-, Biphenylen-, Cyclohexylen- und Dicyclohexylmethangruppen
oder Gruppen

sind bevorzugt unsubstituiert. Bevorzugte BrUckenglieder Z sind -0- , - SO
2- und - CH
2- .
[0011] Die N
3-Gruppen sind bevorzugt je in 3-Stellung an den Benzolring gebunden.
[0012] Bevorzugt sind Stoffgemische mit einem Gewichtsverhältnis von polymerer Verbindung
zu Verbindung der Formel I von etwa 9:1 bis 1:1. Die erfindungsgemässen Stoffgemische
können auch mehrere verschiedene Verbindungen der Formel I enthalten. Besonders bevorzugt
sind Stoffgemische, die eine Verbindung der Formel I enthalten, worin R unsubstituiertes
geradkettiges oder verzweigtes Alkylen mit 2-12 und insbesondere 2-10 C-Atomen, unsubstituiertes
Phenylen, oder einen unsubstituierten Diphenyläther-, Diphenylmethan- oder Diphenylsulfonrest
bedeuten.
[0013] Als polymere Verbindungen, die sich unter der Einwirkung von Licht mit den Bis-Azidophthalimidylderivaten
der Formel I vernetzen bzw. härten lassen, können an sich beliebige bekannte synthetische
oder natürliche Polymere eingesetzt werden.
[0014] Beispiele geeigneter Polymere sind: Polyester, Polyesteramide, Polyamide, Polyamidsäuren,
Polyamid-amidsäuren, Polyimide, Polyamid-imide, Polyäther, Polyamine, Polyimine, Polyurethane,Polyharnstoffe,
Polyurethan-harnstoffe, Polycarbonate, Polykondensate auf der Basis von Phenol-Formaldehyd,
Polysaccharide, Gelatine oder Polymere, die durch Homo- oder Copolymerisation von
reaktive C=C-Doppelbindungen enthaltenden Monomeren erhalten werden.
[0015] Im folgenden werden einige bevorzugte Klassen von Polymeren angeführt.
1. Polyamide, Polyamidsäuren, Polyamid-amidsäuren, Polyester und Polyesteramide, die
gleiche oder verschiedene wiederkehrende Strukturelemente der Formel II oder III

oder

aufweisen, und die entsprechenden cyclisierten Derivate (Polyimide and Polyamidimide)
2. Polvurethane, Polyharnstoffe und Polyurethan-harnstoffe, die gleiche oder verschiedene
wiederkehrende Strukturelemente der Formel IV

aufweisen;
3. Polyamine, die gleiche oder verschiedene wiederkehrende Strukturelemente der Formel
V oder VI

aufweisen;
4. Polycarbonate, die gleiche oder verschiedene wiederkehrende Strukturelemente der
Formel VII

aufweisen;
5. Polyäther, die wiederkehrende Strukturelemente der Formeln VIII, IX oder X

oder

aufweisen;
6. Phenol-Formaldehvd-kondrnsationsprodukte (Novolake), die wiederkehrende Strukturelemente
der Formel XI

aufweisen;
7. Homo- oder Copolymere aus äthylenisch ungesättigten Monomeren mit gleichen oder
verschiedenen wiederkehrenden Strukturelementen der Formel XII

8. Cyclisierte Isoprenpolymere.
[0016] In den obigen Formeln II bis XII bedeuten:
m und n unabhängig voneinander die Zahl 1 oder 2,
Y1 und Y2 unabhängig voneinander -0- oder -NH-,
R1 einen aliphatischen Rest mit mindestens 2 C-Atomen, einen cycloaliphatischen, araliphatischen,
carbocyclisch-aromatischen oder heterocyclisch-aromatischen Rest,
R2 einen aliphatischen Rest mit mindestens 2 C-Atomen, einen cycloaliphatischen, carbocyclisch-aromatischen
oder heterocyclisch-aromaischen Rest,
R3 einen aliphatischen Rest mit mindestens 2 C-Atomen,
R4 Alkyl mit 1-4 C-Atomen, Cycloalkyl mit 5-7 C-Atomen, Alalkyl mit 7 oder 8 C-Atomen
oder Aryl mit 6-10 C-Atomen,
R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl,
Z1 und Z3 je Wasserstoff, Z2 Wasserstoff, Chlor oder Methyl und Z4 Wasserstoff, Methyl, Chlor, -CN, -COOH,

Phenyl, Methybhenyl, Methexyphenyl, Cyclohexyl, PyridyL, Imidazolyl, Pyrrolidonyl,
-COO-Alkyl mit 1-12 C-Atomen im Alkylteil, -COO-Phenvl.

-COO-Alkyl-OH mit 1-3 C-Atomen im Alkyl,

worin R7 einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten aliphatischen Rest mit 1-10 C-Atomen,
R5 Wasserstoff oder Methyl und z eine ganze • Zahl von 1-3 bedeuten; -OCO-Alkyl mit
1-4 C-Atomen im Alkyl, -OCO-Phenyl, -CO-Alkyl mit 1-3 C-Atomen im Alkyl, Alkoxy mit
1-6 C-Atomen, Phenoxy, -CH-CH2 oder

oder Z1 und Z2 je Wasserstoff und Z3 und Z4 zusammen die Gruppierung

oder je -COOH oder -COOAlkyl mit 1-6 C-Atomen im Alkyl darstellen.
[0017] Stellen R
1, R
2 oder R
3 aliphatische Reste dar, so handelt es sich vor allem um geradkettige oder verzweigte
Alkylengruppen mit 2-12 C-Atomen, wobei die Alkylenkette auch durch Heteroatome, wie
Sauerstoff, Schwefel- oder Stickstoffatome, unterbrochen sein kann. Bevorzugt handelt
es sich dabei um unsubstituierte Alkylengruppen mit 2-10 C-Atomen.
[0018] Cycloaliphatische Reste R
1 oder R
2 sind z.B. die 1,3-oder 1,4-Cyclohexylen-, 1,4-Bis-(methylen)cyclohexan- oder Dicyclohexylmethangruppe,
während als araliphatische Reste R
1 vor allem 1,3-, 1,4- und 2,4-Bis-alkylenbenzol-, 4,4'-Bis-alkylen-diphenyl- und 4,4'-Bis-alkylen-diphenyläthergruppen
in Betracht kommen..
[0019] Carbocyclisch-aromatische und heterocyclisch-aromatische Reste R
1 und R
2 können auch substituiert sein, z.B. durch Alkyl- oder Alkoxygruppen mit 1-4 C-Atomen
oder durch Halogenatome, wie Fluor, Chlor oder Brom.
[0020] Carbocyclisch-aromatische Reste R
1 und R
2 können monocyclisch, kondensiert polycyclisch oder unkondensiert bicyclisch sein,
wobei im letzteren Fall die Arömatenkerne bevorzugt Uber ein Brückenglied miteinander
verbunden eind. Bevorzugte carbocyclisch-aromatische Reste R1 sind: die 1,3- und 1,4-Phenylengruppe,
der 4,4'-Diphenylmethan-, 4,4'-Diphenyläther- und 4,4'-Diphenylsulfonrest. Als carbocyclisch-aromatische
Reste R
2 werden die 1,3- und 1,4-Phenylengruppe, Benzoltriyl- und Benzoltetraylgruppen sowie
das Benzophenonringsystem bevorzugt..
[0021] Als carbocyclisch-heterocyclische Reste R
1 und R
2 kommen insbesondere 5- oder 6-gliedrige, 0-, N- und/oder S-haltige Ringsysteme in
Betracht.
[0022] Es können auch Gemische von verschiedenen Polymeren verwendet werden.
[0023] Bevorzugt sind Polyäther mit wiederkehrenden Strukturelementen der Formel X, Phenol-Formaldehyd
-Kondensationsprodukte mit wiederkehrenden Strukturelementen der Formel XI, cyclisierte
Isoprenpolymere und Homo- oder Copolymere mit gleichen oder unterschiedlichen Strukturelementen
der Formel XII, wie Polyolefine, z.B. Polyäthylen und Polyisopren, Polyvinylchlorid,
Polyvinylidenchlorid und deren Copolymere mit anderen Vinylmonomeren, z.B. Vinylacetat,
Polyvinylacetat, Styrolpolymere, Acrylpolymere, besonders Polyacrylsäure- und Polymethacrylsäurealkylester,
sowie Maleinsäureanhydrid-Polymere.
[0024] Besonders bevorzugt sind Polyvinylchlorid, Polystyrol, Polyacrylsäure- und Polymethacrylsäurealkylester
mit 1-8 C-Atomen im Alkylteil, cyclisierte Isoprenpolymere, Copolymere von Maleinsäureanhydrid
und Vinyl

wie Methylvinyläther. oder Aethylen, sowie Polyäther mit wiederkenrenden struckturelementen
der Formel X.
[0025] Als weitere Zusütze können die erfindungsgemässen Stoffgemische z.B. bekannte Härter,
Fliessmittel, Haftvermittler und

auch Triplettsensibilisetoran. wie phenol Benzophenon und dergleicnen, enthaiten.
[0026] Die vorerwähnten Polymere können nach an sich bekannten Methoden durch Polykondensation,
Polyaddition oder Polymerisation hergestellt werden.
[0027] Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Stoffgemische sind die folgenden funf:
1.) Ein Stoffgemisch , das als polymere Verbindung vorzugsweise ein Copolymer aus
Maleinsäureanhydrid und Aethylen und als Verbindung der Formel I den 4,4'-Bis-(3-azidophthal-
säureimidyl)-diphenyläther enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa 50 Gew.%,
bezogen auf das Gemisch beider Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
2.) Ein Stoffgemisch, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein Copolymer aus Maleinsäureanhydrid
und Methylvinyläther und als Verbindung der Formel 1 das 4,4'-Bis-(3-azido- phthalsäureimidyl)-diphenylmethan
enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa 75 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider
Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
3.) Ein Stoffgemisch, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein Polystyrol und
als Verbindung der Formel I das 4,4'-Bis-(3-azidophthalsäureimidyl)-diphenylmethan
enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa 50 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider
Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
4.) Ein

, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein cyclisiertes Polyisopren und als Verbindung
der Formel 1 das 3,3'-Dimethyl 4,4'-bis-(3-azidophthalsäure- imidyl)-dicyclohexylmethan
enthält, wobei das Gemisch vorzuasweise etwa 35 Gew.% bezogen auf das Gemisch beider
Stoffe,

5.) Ein Stoffgemisch dug als polymere Verbindung vorzugsweise ein Copolymer aus Maleinsäureanhydrid
und Methylvinyläther und als.Verbindung der Formel I das 1,4-Bis-(3-azido- phthalsäureimidyl)-benzol
enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa 50 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider
Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
[0028] Die Iiis-Azidophthalsäureimidylderivate der Formel I können dadurch hergestellt werden,
dass eine Verbindung der Formel XIII

worin
R die unter Formel I angegebene Bedeutung hat und
Q1 ein Halogenatom, wie Chlor, Fluor oder Brom oder, bevorzugt, die Nitrogruppe bedeutet,
in einem inerten organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur zwischen etwa 30 und
120°C, insbesondere zwischen etwa 70 und 100°C, mit einem Azid der Formel XIV

umsetzt, worin
n die Zahl 1 oder 2 und
M1 ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder quaternäres Ammoniumkation bedeuten.
Q1 scellt bevorzugt dre Nrerogruppe uar. Bedeutet M1 ein quaternäres Ammoniumkation, so handele
[0029] es sich z.B. um ein Tetraalkyl- oder ein Benzyltrialkylammoniumkation mit je 1-12
und insbesondere 1-4 C-Atomen in den Alkylteilen, wie das Tetramethyl- und Trimethylbenzylammoniumkation.
[0030] Das Azid der Formel XIV wird zweckmässig im Ueberschuss eingesetzt, beispielsweise
in einem etwa 5-50%igen und bevorzugt in einem etwa 10-30%igen molaren Ueberschuss.
Vorzugsweise verwendet man Alkalimetallazide, besonders das Natriumazid. Als inerte
organische Lösungsmittel fUr diese Umsetzung eignen sich vor allem polare Lösungsmittel,
wie aliphatische Alkohole mit bis zu 6 C-Atomen, Dibenzyl- und Dialkyläther mit je
1-4 C-Atomen in den Alkylteilen, Di- äthylenglykol- und Triäthylenglykoldialkyläther
mit je 1-4 C-Atomen in den Alkylteilen, aliphatische und aromatische Nitrile, cyclische
Amide, N,N-Dialkylamide von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 1-3 C-Atomen im Säureteil,
Dialkylsulfoxide, wie Dimethyl- un4 Diäthylsulfoxid, Hexamethylphosphorsäuretriamid
und Tetrahydrothiophendioxid.
[0031] Die Verbindungen der Formel I können auch dadurch hergestellt werden, dass man eine
Verbindung der Formel XV

mit einem Diamin der Formel XVI

zu einer Verbindung der Formel XVII

umsetzt, wobei R die unter Formel I angegebene Bedeutung bat und die Verhindung der
Formel XVII anschliessend cyclisiert.
[0032] Die Umsetzung der Anhydride der Formel XV mit den Diaminen der Formel XVI wird zweckmässig
in organischem Medium vorgenung an, wobei je auch Art der Reaktionskomponenten bei
Temperaturen zwischen etwa 0'C und 120°C gearbeitet wird.
[0033] Als organische Lösungsmittel kommen vor allem aprotische Lösungsmittel in Betracht,
wie gegebenenfalls chlorierte aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B.
Benzol, Toluol, Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, 1,2-Dichloräthan
und Chlorbenzol; aliphatische und cycloaliphatische Ketone, z.B. Aceton, Methyläthylketon
und Cyclohexanon; cyclische Aether, wie Tetrahydrofuran und Dioxan; cyclische Amide,
wie N-Methyl-2-pyrrolidon und N-Acetyl-2-pyrrolidon; N,N-Dialkylamide von aliphatischen
Monocarbonsäuren mit 1-3 C-Atomen im Säureteil, wie N,N-Dimethylformamid und N,N-Dimethylacetamid,
und Dialkylsulfoxide.
[0034] Die Cyclisierung der Verbindungen der Formel XVII kann auf an sich bekannte Weise
chemisch, d.h. unter Verwendung bekannter Dehydratisierungsmittel, wie Anhydriden
von aliphatischen Monocarbonsäuren mit 2-5 C-Atomen, vor allem Essigsäureanhydrid,
vorgenommen werden. Je nach Art der Reaktionskomponenten, der Reaktionsbedingungen
und des verwendeten Lösungsmittels, kann die Cyclisierung, besonders bei erhöhten
Temperaturen, auch ohne Zusatz eines Dehydratisierungsmittels erfolgen, wobei das
gebildete Wasser zweckmässig azeotrop entfernt wird.
[0035] Die Verbindungen der Formeln XIII bis XVI sind bekannt oder können auf an sich bekannte
Weise hergestellt werden. Verbindungen der Formel XIII können z.B. durch Umsetzen
von 3- oder 4-Nrtropntnalsaureannydrid oder den entsprechenden Halogenverbindungen
mit Diaminen der Formel XVI und anscniiessende Cyclisierung der dabei entstehenden
Amidcarbonsäuren erhalten werden.
[0036] Die erfindungsgemässen Stoffgemische lassen slch unter der Einwirkung von Licht,
besonders UV-Licht,

bzw. vernetzen und eignen sich beispielsweise zur Herstellung von Druckplatten fUr
das Offsetdruckverfahren, zur Herstellung von Photooffset-Lacken, für die, unkonventionelle
Photographie, z.B. zur Herstellung von sogenannten Vesikularbildern oder zum Anfärben
von nach dem Belichten und Entwickeln schlecht sichtbaren Polymerbildern mit geeigneten
Farbstoffen, wie öllösliche Farbstoffe oder, wenn das Polymere saure Gruppen, wie
Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppen aufweist, kationische Farbstoffe. Die erfindungsgemässen
Stoffgemische finden insbesondere Anwendung als sogenannte Photoresists zur Herstellung
von gedruckten Schaltungen nach an sich bekannten Methoden. Dabei wird die mit der
lichtempfindlichen Schicht versehene Seite der Leiterplatte durch ein das Leiterbild
aufweisendes Dianegativ belichtet und dann entwickelt, worauf man die unbelichteten
Stellen der Schicht durch EntwicklungsflUssigkeit herausholt.
[0037] Die Belichtung kann mit Sonnenlicht, Kohlelichtbogen oder Xenonlampen durchgeführt
werden. Mit Vorteil wird die Belichtung mit Quecksilberhochdrucklampen vorgenommen.
[0038] Die Trägermaterialien können nach an sich Üblichen Techniken mit dem lichtempfindlichen
Stoffgemisch beschichtet werden, z.B. durch Tauchverfahren, SprUh-, Schleuder-, Kaskaden-
und Vorhangguss, oder sogenanntes "roller-coating".
[0039] Die erfindungsgemässen Stoffgemische werden im allgemeinen in Form von Lösungen oder
Suspensionen in geeigneten organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen,
wie N,N-Dialkylamiden von aliphatischen Monocarbonsäuren, aliphatischen oder cyclischen
Ketonen oder cyclischen Aethern . der vorerwähnten Art,eingesetzt.
Beispiel 1
[0040] Mit einer Lösung von 3 g 1,4-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-butan und 5 g eines Copolymeren
aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen ("EMA 21", Handelsprodukt der Fa. Monsanto) in
72 ml N,N-Dimethylformamid wird eine Aluminiumplatte mittels einer Schleuderzcntrifuge
beschichtet (300 Umdrehungen/ Minute). Nach dem Trocknen des Ueberzuges wird die beschichtete
Platte durch ein Strichnegativ während 1 Minute mit UV-Licht belichtet (Quecksilber-Hochdruckbrenner
mit vorangeschaltetem Pyrex-Filter, Wellenlänge über 320 mm). Danach wird die belichtete
Platte in 5- bis 10%iger wässriger NatriumbicarbonatLösung entwickelt, wobei ein dem
Strichnegativ entsprechendes Reliefbild entsteht, das gegebenenfalls mit einem kationischen
Farbstoff angefärbt werden kann.
Beispiele 2 bis 13
Beispiel 14
[0042] 1,35 g 4,4'-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-diphenyläther werden in 100 m Cyclohexan gelöst
und dann unter Lichtausschluss mit 100 g einer 2,5%igen Lösung eines synthetischen
Isopren-Polymeren ("Cariflex IR 309", Handelsprodukt der Fa. Shell AG) in Chlorbenzol
vermischt.
[0043] Mit dieser Lösung wird eine kupferkaschierte Epoxiplatte beschichtet, die Schicht
wird bei 40°C im Vakuum getrocknet und dann durch ein Negativ mit UV-Licht (λ über
320 mm) belichtet. Nach dem Entwickeln mit 1,1,1-Trichloräthan erschein ein dem Negativ
entsprechendes Bild.
Beispiel 15
[0044] Unter Lichtausschluss werden 4,0 g 4,4'-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-diphenyläther in
27 ml Cyclohexanon gelöst und anschliessend mit 6,0 g eines Gemisches, bestehend aus
99,5 Gewichtsteilen eines Epoxidharzes (Umsetzungsprodukt von 72,82 Gewichtsteilen
Epichlorhydrin und 27,18 Gewichtsteilen 2,2-Bis-(p-hydroxyphenyl)-propan, Epoxidgehalt
1,2 bis 1,4 Epoxidäquivalente/kg), 4,8 Gewichtsteilen eines Härters (o-Tolylbiguanid
aus 59,4 Gewichtsteilen o-Toluidin und 40,6 Gewichtsteilen Dicyandiamid) und 0,5 Gewichtsteilen
eines die Fliess- und Adhäsionseigenschaften der Beschichtungsmasse verbessernden
Mittels ("Modaflow", Handelsprodukt der Fa. Monsanto) in 16 ml N,N-Dimethylformamid
vermischt. Mit der erbaltenen Lösung wird eine kupferkaschierte Epoxiplatte beschichtet
und die Schicht wird bei 40°C im Vakuum getrocknet und dann durch ein Negativ mit
UV-Licht (λ über 320 mm) belichter Nach dem Entwickeln mit 1.1.1-Trichloräthan erhält
man ein dem Negativ entsprechendes Bild.
[0045] Die

Beispielen verwendeten

können wie

a) 1,4-Bis-(3-Azidophthalimidyl-butan
[0046] Ein Gemisch von 21,3 g (0,048 Mol) 1,4-Bis-(3-Nitro- phthalimidyl)-butan und 7,2
g (0,11 Mol) Natriumazid in 225 ml N,N-Dimethylformamid wird 18 Stunden auf 80°C erhitzt
und nachher bei der gleichen Temperatur im Vakuum eingedampft. Der RUckstand wird
mit 200 ml Wasser verrührt und mit 1 ml konz. Salzsäure angesäuert. Die entstandene
Suspension des Produktes wird abgesaugt, mit 20 ml Wasser nachgewaschen und 24 Stunden
bei 80°C im Trockenschrank getrocknet. Man erhält 20,4 g (98,8% d.Th.) 1,4-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-butan;
Fp. 162°C (Zersetzung).
[0047] Das 1,4-Bis- (3-Nitrophthalimidyl)-butan kann wie folgt hergestellt werden: In einem
Autoklaven werden 8,1 g (0,C42 Mol) 3-Nitrophthalsäureanhydrid in 15 ml Essigsäure
suspendiert, mit 1,76 g (0,02 Mol) 1,4-Diaminobutan in 15 ml Toluol versetzt und 6
Stunden bei 120°C gerührt. Der entstandene dicke Niederschlag wird abgesaugt und 24
Stunden bei 120°C/100 Torr getrocknet. Man erhält 7,8 g (90% d.Th.) 1,4-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-butan;
Fp. 245°C.
b) Isomerengemisch von 1,6-Bis- (3-Azidophthalimidyl)-2-methyl-4-dimethylhexan und
1,6-Bis-(3-Azidophthalimidvl)-2-dimethyl-4-methvlhexan
[0048] Die Herstellung erfolgt analog dem unter a) beschriebenen Verfahren unter Verwendung
von 20,3 g (0,04 Mol) eines Isomeren gemisches von 1,6-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-2-methyl-4-dimethylhexan
und -2-dimethyl-4-methylhexan und 7,78 g (0,104 MOI) Natriumazid. Man erhält ein Isomerengemisch
in Form einer feinverteilten glasigen Masse, die beim Erhitzen zerfliesst und sich
bei 180°C unter Aufschäumen zersetzt.
c) -4,4'-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-diphenylmethan
[0049] Die Herstellung erfolgt analog dem unter a) beschriebenen Verfahren unter Verwendung
von 9,5 g (0,017 Mol)4,4'-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-diplienylmethan und 2,8 g (0,044
Mol) Natriumazid. Ausbeute 81,5% d.Th.; Fp 182°C (Zersetzung).
d) 4,4'-Bis-(3-Azidophthalimidvl)-diphenylather
[0050] Die Herstellung erfolgt analog dem unter a) beschriebenen Verfahren unter Verwendung
von 22 g (0,04 Mol) 4,4'-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-diphenyläther und 7,78 g (0,104
Mol) Natriumazid. Ausbeute 88,5% d.Th.; Fp. 185°C (Zersetzung).
e) l,6-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-hexan
[0051] Die Herstellung erfolgt analog dem unter a) beschriebenen Verfahren unter Verwendung
von 20 g (0,043 Mol) 1,6-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-hexan und 7,2 g (0,111 Mol) Natriumazid.
Ausbeute 78% d.Th.; Fp. 147°C (Zersetzung).
f) I,10-Bis-(3-Azidophthalimidyl)-1,10-dimethvldecan
[0052] Die Herstollung erfolgt analog dem unter a) beschriebenen Verfahren unter Verwendung
von 8 g (0,014 Mol) 1,10-Bis-(3-Nitrophthalimidyl)-1,10-dimethyldecan und 2,36 g (0,035
Mol) Natriumazid. Ausbeute 80% d.Th. Das Reaktionsprodukt fällt in Form eines dickflüssigen
Oels an.
1. Ein unter der Einwirkung von Licht härtbares Stoffgemisch, das mindestens eine
polymere Verbindung und mindestens eine Verbindung der Formel 1

enthält, worin
R unsubstituiertes oder substituiertes Alkylen mit 2 bis 12 C-Atomen, unsubstituiertes
oder substituiertes Phenylen, Naphthylen, Biphenylen, Cyclohexylen, Dicyclohexylmethan
oder eine unsubstituierte oder substituierte Gruppierung

und
Z -0-, -S-, -SO2-, -CH2-, -CO-,

bedeuten,
wobei das Gewichtsverhältnis von polymerer Verbindung zu Verbindung der Formel I etwa
9:1 bis 1:4 beträgt.
2. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, worin das Gewichtsverhältnis von polymerer Verbindung
zu Verbindung der Formel I etwa 9:1 bis 1:1 beträgt.
3. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, in dem in der Verbindung der Formel I die N3-Gruppen je in 3-Stellung an den Benzolring gebunden sind.
4. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, in dem R in Formel I

oder durch eine oder zwei Phenylgruppen. Cycloalkylgruppen nit 5 bis 8 C-Atomen oder
Araikylgruppen mit 7 oder 8 C-Atomen substituiertes Alkylen mit 2 bis 12 C-Atomen,
unsubstituiertes oder pro Ring durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, eine -OH-,
-COO
-M
+- oder -SO
3 -M
+-Gruppe substituiertes Phenylen, Naphthylcn, Biphenylen, Cyclohexylen, Dicyclohexylmethan
oder

darstellt, Z die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, M
+ das Wasserstoffion, ein Alkalimetallkation, das Pyridiniumkation oder

X
1 und X
2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 12 C-Atomen und X
3 Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 12 C-Atomen oder Benzyl bedeuten.
5. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, in dem R in Formel I unsubstituiertes geradkettiges
oder verzweigtes Alkylen mit 2 bis 12 und insbesondere 2 bis 10 C-Atomen, unsubstituiertes
Phenylen oder einen unsubstituierten Diphenyläther-, Diphenylmethan- oder Diphenylsulfonrest
bedeutet.
6. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, worin die polymere Verbindung ein Polyester,
ein Polyesteramid, ein Polyamid, eine Polyamidsäure, eine Polyamid-amidsäure, ein
Polyimid, ein Polyamid-imid, ein Polyäther, ein Polyamin, ein Polyimin, ein Polyurethan,
ein Polyharnstoff, ein Polyurethan-harnstoff, ein Polycarbonat, ein Polykondensat
auf der Basis von Phenol-Formaldehyd, ein Polysaccharid, Gelatine oder ein Polymeres
ist, das durch Homo- oder Copolymerisation von reaktive C=C-Doppelbindungen enthaltenden
Monomeren erhalten wird.
7. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1 worin die polymere Verbindung ein Polyather mit
wiederkehrenden Strukturelementen der Formel X
ein Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukt mit wiederkehrenden Strukturelementen
der Formel XI

ein Homo- oder Copolymeres aus äthylenisch ungesättigten Monomeren mit gleichen oder
verschiedenen wiederkehrenden Strukturelementen der Formel XII

oder ein cyclisiertes Isoprenpolymeres ist, worin
Z1 und Z3 je Wasserstoff, Z2 Wasserstoff, Chlor oder Methyl und Z4 Wasserstoff, Methyl, Chlor, -CN, -COOH, -CONH2, Phenyl, Methylphenyl, Methoxyphenyl, Cyclohexyl, Pyridyl, Imidazolyl, Pyrrolidonyl,
-COO-Alkyl mit 1 bis 12 C-Atomen im Alkylteil, -COO-Phenyl,

-COO-Alkyl-OH mit 1 bis 3 C-Atomen im Alkyl,

worin R7 einen geradkettigen oder verzweigten gesättigten aliphatischen Rest mit 1 bis 10
C-Atomen,
R5 Wasserstoff oder Methyl und z eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten;
-OCO-Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen im Alkyl, -OCO-Phenyl, -CO-Alkyl mit 1 bis 3 C-Atomen
im Alkyl, Alkaxy mit 1 bis 6 C-atomen, Phenoxy, -CH=CH
2 oder

oder Z
1 und Z
2 je Wasserstoff und Z
3 und Z
4 zusammen die Gruppierung

oder je -COOH oder -COO-Alkyl mit 1 bis 6 C-Atomen im Alkyl darstellen.
8. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1 und 7, worin die polymere Verbindung ein Polyvinylchlorid,
ein Polystyrol, ein Polyacrylsäure- oder Polymethacrylsäurealkylester mit 1 bis 8
C-Atomen im Alkylteil, ein cyclisiertes Isoprenpolymeres, ein Copolymeres von Maleinsäureanhydrdid
und Methylvinyläther oder Aethylen oder ein Polyäther mit wiederkehrenden Strukturelementen
der Formel X ist.
9. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein
Copolymer aus Maleinsäureanhydrid und Aethylen und als Verbindung der Formel I den
4,4'-Bis-(3-azidophthalsäureimidyl)-diphenyläther enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise
etwa 50 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider Stoffe, an der polymeren Verbindung
enthält.
10. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein
Copolymer aus Maleinsäureanhydrid und Methylvinyläther und als Verbindung der Formel
I das 4,4'-Bis-(3-azidophthalsäureimidyl)-diphenylmethan enthält, wobei das Gemisch
vorzugsweise etwa 75 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider Stoffe, an der polymeren
Verbindung enthält.
11. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein
Polystyrol und als Verbindung der Formel I das 4,4'-Bis-(3-azidophthalsäureimidyl)-diphenylmethan
enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa 50 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider
Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
12. Hin Stoffgemisch nach Anspruch 1, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein
cyclisiertes Polyisopren und als Verbindung der Formel I das 3,3'-Dimethyl-4,4'-bis-(3-azido-
phthalsäureimidyl)-dicyclohexylmethan enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise etwa
35 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider Stoffe, an der polymeren Verbindung enthält.
13. Ein Stoffgemisch nach Anspruch 1, das als polymere Verbindung vorzugsweise ein
Copolymer aus Maleinsäureanhydrid und Methylvinyläther und als Verbindung der Formel
I das 1,4-Bis-(3-azidophthalsäureimidyl)-benzol enthält, wobei das Gemisch vorzugsweise
etwa 50 Gew.%, bezogen auf das Gemisch beider Stoffe, an der polymeren Verbindung
enthält.
14. Verwendung eines Stoffgemisches nach Anspruch 1 zur Vernetzung unter der Einwirkung
von Licht, besonders zum Erzeugen von Abbildungen.