[0001] Die Erfindung betrifft eine Neigungsvorrichtung für Sitzmöbel nach dem Oberbegriff
der Ansprüche 1 und 2.
[0002] Eine solche Neigungsvorrichtung ist bekannt aus dem DT-GM 75 27 802.
[0003] Aus der DT-OS 23 32 596 ist ein Sitzmöbel bekannt, bei welchem.der Sitz im Bereich
der Sitzvorderkante in am Untergestell gelagerten Tragarmen um eine horizontale Achse
schwenkbar gelagert ist, und in einer Armlehne eine mechanische Feststellvorrichtung
und eine Zugfeder vorgesehen sind, wobei die Feststellvorrichtung in Stufen arretierbar
oder lösbar ausgebildet ist und die Zugfeder zwischen der Feststellvorrichtung und
dem Sitz entgegen der vom Benutzer ausgeübten Kraft wirkt.
[0004] Aus der DT-OS 20 01 097 ist ein Sitzmöbel bekannt, bei welchem der Sitz im Bereich
der Sitzvorderkante in einer am Untergestell gelagerten Halterung um eine horizontale
Achse schwenkbar gelagert ist, wobei das Benutzergewicht von einer in ihrer Vorspannung
einstellbaren Druckfeder aufgenommen wird, welche zwischen dem Sitz und der Halterung
wirkt.
[0005] Aus der DT-PS 1 108 870 ist ein Sitzmöbel bekannt, bei welchem der Sitz im Bereich
der Sitzvorderkante in am Untergestell gelagerten Tragarmen um eine horizontale Achse
schwenkbar gelagert ist, während der hintere Sitzteil über Rollen auf an den Tragarmen
vorgesehenen Schwenkhebeln abgestützt ist, wobei die Benutzerlast von einer in ihrer
Federwirkung einstellbaren, zwischen der Schwenkachse und den Schwenkhebeln wirkenden
Zugfeder aufgenommen wird.
[0006] Aus dem DT-GM 74 01 018 schliesslich ist ein Sitzmöbel bekannt, bei welchem die Rückenlehne
in ihrer Neigung mittels einer Feststelleinrichtung einstellbar ist, welche einerseits
aus in mehreren zur Neigungsachse senkrechten
'Ebenen aufeinanderfolgend angeordneten, gegeneinander versetzten, negativen Rastelementen,
und andererseits aus in die negativen Rastelemente einrastbaren positiven Rastelementen
, besteht.
[0007] Die bekannten Ausführungsformen vermögen jedoch den heute gültigen Anforderungen
hinsichtlich Ergonomie und Produktionstechnik entweder überhaupt nicht zu genügen,
oder aber sind so konzipiert, dass sie aufgrund des zu ihrer Realisierung nötigen
technischen Aufwandes und des damit verbundenen hohen Preises nur für einen beschränkten
Abnehmerkreis in Frage kommen.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Neigungsvorrichtung für Sitzmöbel zu
schaffen, welche in ergonomisch optimierter Weise eine fest arretierte konzentrierte
Arbeitsstellung und entspannte Ruhestellung mit Zwischenstellungen des Benutzers einerseits,
und ein pendelndes, "dynamisches" Sitzen gegen Federwirkung andererseits gestattet,
und gleichzeitig in produktionstechnisch günstiger Weise die Herstellung einfacherer
und komfortablerer Modelle im Sinne eines Baukastensystems ermöglicht. Dabei soll
die Neigungsvorrichtung auch optisch unauffällig mit kleinem Bauvolumen unter dem
Sitz anbringbar sein.
[0009] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch die in den kennzeichnenden Teilen der Ansprüche
1 und 2 angegebenen Merkmale gelöst.
[0010] Die Neigungsvorrichtungen nach den Ansprüchen 1 und 2 ermöglichen es dem Benutzer
des Sitzmöbels, entweder jeweils eine fest arretierte Arbeits- oder Ruhestellung oder
dazwischen feinstufig verstellbare Zwischenstellungen des Sitzes und der Lehne zu
wählen, oder aber pendelnd zwischen Arbeits-und Ruhestellung gegen eine am Rücken
angreifende Federwirkung "dynamisch" zu sitzen. Dabei kann die Federwirkung gemäss
den individuellen Bedürfnissen des Benutzers eingestellt werden, und senkt sich die
Sitzfläche zur Ruhestellung hin ab, wobei zwar ein Rutschen des Gesässes nach vorn
verhindert, gleichzeitig aber dennoch ein Abheben der Füsse vom Boden vermieden wird.
[0011] Beim Ausbau der Grundkonzeption nach Anspruch 1 mit einer beweglich angekoppelten
Rückenlehne nach Anspruch 2 ändert sich bei jeder Sitzweise der den Körpersitzwinkel
bestimmende Winkel zwischen Sitz und Lehne zwangsgesteuert in Abhängigkeit von der
jeweiligen Neigung des Sitzes, so dass sich in physiologisch günstiger Weise in der
Arbeitsstellung ein kleiner, und in der Ruhestellung ein grosser Sitzwinkel ergibt.
Durch die Lagerung der Rückenlehne unter dem Sitz im Bereich der Sitzmitte werden
Relativbewegungen zwischen Rücken und Lehne, und damit der unerwünschte "Hemdauszieheffekt"
vermieden.
[0012] Die Neigungsvorrichtung nach der Erfindung weist in jedem Fall trotz grösster Robustheit
ein überraschend kleines Bauvolumen auf, und tritt, unter dem Sitz angebracht, optisch
kaum in Erscheinung.
[0013] Nachstehend wird die Erfindung durch in Figuren dargestellte Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig.l eine Ausführungsform mit starr am Sitz befestigter Lehne und einer Blattfeder,
Fig.2 eine Ausführungsform mit beweglicher Lehne und vorn am Sitzträger angreifenden
Zugfedern,
Fig.3 eine Ausführungsform mit beweglicher Lehne und einer Druckfeder,
Fig.4 eine Ausführungsform mit beweglicher Lehne und einer Blattfeder,
Fig.5 eine Ausführungsform mit beweglicher Lehne und am Schenkel des Lehnenträgers
angreifenden Zugfedern, und
Fig.6 eine bevorzugte Ausführungsform der Feststelleinrichtung der Neigungsvorrichtung.
[0014] Die in den Figuren 1-6 dargestellten Ausführungsformen sind oben in teilweise geschnittener
Seitenansicht, darunter in Draufsicht bei entferntem Sitz dargestellt.
[0015] Bei allen Ausführungsformen ist ein vorzugsweise rahmenförmig ausgebildeter Sitzträger
1 über eine Schwenkachse 2 in Lagern 2a eines Gehäuses 3 gelagert. Der auf dem Sitzträger
1 befestigte, in der Regel gepolsterte Sitz ist mit la bezeichnet. Die Lager 2a sind
im Bereich der Sitzvorderkante lb angeordnet, wodurch diese bei einer Neigungsverstellung
des Sitzträgers 1 in der Höhe konstant bleibt und ein Anheben der auf dem Sitz la
gelagerten Oberschenkel des Benutzers vermieden wird.
[0016] Das Gehäuse 3 ist mittels einer Konusaufnahme 14 über eine mittels eines Betätigungshebels
15 betätigbare Gasfeder höhenverstellbar an der Standsäule 17 des Untergestells gelagert,
und vorzugsweise aus Blech hergestellt. Statt der mit einem Konus versehenen Gasfeder
kann aber auch eine andere Höhenverstelleinrichtung vorgesehen sein, z.B. eine Rastermechanik.
Das Gehäuse 3 weist eine Lagerung 8a zur Aufnahme des unteren Schenkels eines beweglichen
Lehnenträgers auf. Ferner umfasst es eine - der Uebersichtlichkeit wegen nur in Fig.6
dargestellte - Führung für horizontal bewegliche, unter Federwirkung stehende Rastbolzen
11 in Form eines Verriegelungskastens 19. Es weist ferner eine Durchführungslagerung
in Form eines Gewindeauges 3a für ein Verstellelement 7 mit Betätigungsknopf 7a zum
Einstellen der Vorspannung der Federelemente 5 auf. Schliesslich ist ein das Gehäuse
3 durchdringender, auf einen Entriegelungsschieber 12 wirkender Betätigungshebel 13
vorgesehen, durch dessen Betätigung der Entriegelungsschieber 12 auf und ab bewegt
wird, wodurch über die schiefe Ebene 20 und die darauf gleitenden Entriegelungsbolzen
21 eine horizontale Bewegung der Rastbolzen 11 entsteht.
[0017] Die bis hierher beschriebenen Teile stellen den Grundbaustein der erfindungsgemässen
Neigungsvorrichtung dar, von welchem ausgehend man dann in produktionstechnisch günstiger
Weise, vorzugsweise erst in der Endmontage, zu einfacheren oder komfortableren Modellen
gelangt.
[0018] In Fig.l ist eine besonders einfache, preisgünstige Ausführungsform dargestellt:
Hier bleibt das Lager 8a am Gehäuse 3 unbenutzt, und die Lehne 23 ist starr, integral
mit dem Sitz la verbunden.
[0019] Als Federelement 5 findet eine Blattfeder Verwendung. Die Vorspannung des Federelementes
5 kann vom Benutzer in einfacher Weise durch Betätigen des Betätigungsknopfes 7a eingestellt
werden. Dabei wirkt das als Schraube ausgebildete Verstellelement 7 über ein Druckstück
22 auf die Blattfeder, die sich andererseits am als Gegenlager ausgebildeten Sitzträger
1 abstützt. Das Gewindeauge 3a ist im Gehäuse 3 integriert, so dass der Teileaufwand
und die Baugrösse desselben wesentlich verkleinert werden.
[0020] Das Rastblech 10 ist am Sitzträger 1 befestigt. Durch Betätigen des Hebels 13 wird
entweder einer der Rastbolzen 11 in einem Rastloch 28 des Rastbleches 10 eingerastet,
so dass die Neigung des Sitzes l in der gewählten Stellung arretiert ist, oder werden
alle Rastbolzen 11 ausgerastet, so dass der Benutzer des Sitzmöbels gegen die Kraft
des Federelementes 5 pendelnd "dynamisch" sitzen kann.
[0021] Die besonderen Vorteile der das Rastblech 10 und die Rastbolzen 11 umfassenden Feststelleinrichtung
wie Feinstufigkeit, Robustheit und Kompaktheit werden noch im Zusammenhang mit - Fig.6
näher beschrieben.
[0022] Von der Einfach-Ausführung nach Fig.l kommt man ohne besonderen produktionstechnischen
Aufwand zu der komfortableren Ausführung nach Fig.2 dadurch, dass in der dort unbenutzten
Lagerung 8a nunmehr der untere Schenkel 8 eines winkelhebelartigen Lehnenträgers 16
mittels der zur Schwenkachse 2 des Sitzträgers 1 parallelen Schwenkachse 8b gelagert
wird.
[0023] Die Schwenkachse 2 des Sitzträgers 1 weist mehrere Hebel 4 auf, an deren achsfernen
Enden Federelemente in Form von Zugfedern 5b, 5c eingehängt sind, deren andere Enden
teilweise an Befestigungsaugen 6, teilweise an einer Leiste 24 fixiert sind. Die an
der Leiste 24 fixierten Federn 5c können in ihrer Vorspannung mittels des Verstellelementes
7 durch Betätigung des Betätigungsknopfes 7a nach den individuellen Bedürfnissen des
Benutzers eingestellt werden, die Federn 5b sind demgegenüber nicht verstellbar.
[0024] Die Verwendung mehrerer, möglichst baugleicher Zugfedern 5b,5c hat insbesondere zwei
Vorteile: Einerseits kann der Einbauraum trotz grosser Gesamtfederkräfte niedrig und
kurz gehalten werden. Andererseits genügt es, zur Angleichung der Federkräfte an die
Konstitution des Benutzers nur ein oder zwei Federn 5c einstellbar zu machen, was
geringe Bedienkräfte und eine einfache Ausführung der Verstellvorrichtung zur Folge
hat.
[0025] Der Sitzträger 1 ist an seiner achsfernen Seite mit dem Lehnenträgerschenkel- 8 über
eine Lasche 9 beweglich verbunden. Der Ort dieser Verbindung ist dabei so gewählt,
dass der Abstand zwischen der Schwenkachse 2 des Sitzträgers 1 und der Lasche 9 etwa
doppelt so gross ist wie der Abstand zwischen der Lasche 9 und der Schwenkachse 8b
des Lehnenträgerschenkels 8. Dadurch ergibt sich ein Verstellverhältnis des Lehnenträgers
16 zum Sitzträger 1 von etwa 2:1, d.h. für einen bestimmten Neigungswinkel des Sitzträgers
1 ergibt sich ein doppelt so grosser Neigungswinkel des Lehnenträgers 16. Diese .zwangsgesteuerte
Neigungsverstellung berücksichtigt die heutigen Kenntnisse einer optimalen Ergonomie.
[0026] Mittels des Betätigungshebels 13 ist wiederum entweder arretiertes, feinstufig verstellbares,
"statisches" Sitzen, oder gegen die Kräfte der Federn 5b, 5c pendelndes, "dynamisches"
Sitzen einstellbar.
[0027] Bei der in Fig.3 dargestellten Ausführungsform entspricht die Sitz-Lehnen-Anordnung
der in Fig.2, jedoch werden die Benutzerlasten hier von einer Druckfeder 5a aufgenommen,
die sich unten am Gehäuse 3, und oben an einem am Sitzträger 1 ange- .ordneten Gegenlager
31 abstützt. Statt einer Druckfeder können auch mehrere, vorzugsweise konzentrisch
angeordnete Druckfedern vorgesehen sein. Die Einstellung der Federkraft erfolgt über
das als Schraube ausgeführte Verstellelement 7 und dessen Betätigungsknopf 7a. Das
Verstellelement 7 durchdringt das Gehäuse 3 im Gewindeauge 3a.
[0028] In Fig. 4 werden die Benutzerlasten wie in Fig.1 von einem als Blattfeder ausgeführtem
Federelement 5 aufgenommen, jedoch weist die Ausführungsform nach Fig.4 statt eines
starren einen beweglichen, mit dem Sitzträger 1 über die Lasche 9 zwangsgekoppelten
Lehnenträger 16 auf, wie in Figuren 2 und 3.
[0029] Eine letzte, besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.5 dargestellt:
Hier werden die vom Sitzträger 1 über die Lasche 9 auf den Lehnenträgerschenkel 8
übertragenen Benutzerlasten von als Zugfedern 5b, 5c ausgebildeten Federelementen
aufgenommen, die am achsfernen Ende eines am Lehnenträgerschenkel 8 angebrachten Hebelstücks
26 eingehängt sind. Mit ihrem anderen Ende sind die nicht verstellbaren Federn 5b
an der Schwehkachse 2 des Sitzträgers 1 eingehängt, und die verstellbaren Federn 5c
an einer Leiste 25, welche auf dem als Schraube ausgebildeten Verstellelement 7 geführt
ist.
[0030] Die grossen Vorteile der Ausführungsform nach Fig.5 liegen insbesondere darin, dass
das Gehäuse 3 in seinem vorderen Teil sehr flach ausgeführt werden kann, und ein Anwippen
der Mechanik durch die beim Absitzen auftretenden Stossbelastungen weitestgehend vermieden
wird. Der Nachteil, dass bei einer Ausführung des Sitzmöbels mit starrer, integraler
Lehne 23 wie in Fig.l der Lehnenträgerschenkel 8 hier nicht weggelassen werden kann,
wird durch die genannten Vorteile überwogen.
[0031] In Fig. 5 und Fig.6 ist noch die in den anderen Figuren nur angedeutete, das Rastblech
10 und die Rastbolzen 11 umfassende Feststelleinrichtung näher dargestellt. Wie ersichtlich,
sind zwei Rastbolzen 11 in einem im Gehäuse 3 fixierten Verriegelungskasten 19 horizontal
beweglich geführt, und werden mittels Verriegelungsfedern 27 gegen das am achsfernen
Ende des Lehnenträgerschenkels 8 befestigte Rastblech 10 gedrückt. Das Rastblech 10
weist für jeden Bolzen 11 eine Reihe aufeinanderfolgender Rastlöcher 28 auf, wobei
die Löcherreihen jedoch gegeneinander jeweils zur Hälfte versetzt sind, so dass von
den in derselben horizontalen Ebene liegenden Rastbolzen 11 immer nur jeweils einer
in ein Rastloch 28 einrasten kann. Durch dieses wechselseitige Einrasten der Rastbolzen
11 wird einerseits eine feine, unterhalb des menschlichen Wahrnehmungsvermögens liegende
Abstufung der fest einzustellenden Sitzpositionen erreicht, andererseits aber trotzdem
die gesamte Baugrösse der Teile trotz kräftiger Ausführung der Bolzen 11 und der Löcher
28 bemerkenswert gering gehalten.
[0032] Die horizontale Bewegung der Bolzen 11 wird - wie schon oben erwähnt - dadurch bewirkt,
dass über die schiefe Ebene 20 des Entriegelungsschiebers 12 bei dessen Auf- und Abwärtsbewegung
Horizontalkräfte auf die an den Rastbolzen 11 angebrachten Entriegelungsbolzen 21
ausgeübt werden.
[0033] Wird der Entriegelungsschieber 12 durch Betätigung des Hebels 13 ganz nach unten
gedrückt, so rasten beide Bolzen 11 in der Endstellung hinter der Nase 29 des Entriegelungsschiebers
12 ein. Dadurch ergibt sich die zweite stabile Lage des bistabilen Betätigungshebels
13, in welcher pendelndes, "dynamisches" Sitzen möglich ist.
[0034] Damit die Bolzen 11 aus einer in ein Rastloch 28 eingerasteten Stellung nicht ungewollt
herausspringen k3nnen, weisen sie jeweils eine Nase 30 auf, so dass sie bei Betätigung
des Hebels 13 nur dann aus ihrem Rastloch 28 herausgeführt werden können, wenn der
Benutzer nach hinten auf die Lehne drückt und dadurch das Rastblech 10'ein wenig absenkt.
[0035] Insgesamt stellt die Neigungsvorrichtung nach der Erfindung ein eigenständiges, kompaktes,
unter dem Sitz anzubringendes Anbau-Element dar und kann unter den verschiedensten
Stuhl- und Sesseloberteilen angebracht werden, die mit oder ohne Armlehne ausgeführt
sein können. Die Feststelleinrichtung arbeitet voll mechanisch und formschlüssig,
wodurch sie robust und dauerhaft ist. Das Ausgleichs- und Rückholfedersystem besteht
vollumfänglich aus zuverlässigen und preiswerten mechanischen Federn.
Bezeichnungsliste
[0036]
1 Sitzträger
la Sitz
lb Sitzvorderkante
2 Schwenkachse (des Sitzträgers)
2a Lager (der Schwenkachse)
3 Gehäuse
3a Gewindeauge
4 Hebel
5 Federelement
5a Federelement (Druckfeder)
5b Federelement (Zugfeder)
5c Federelement (Zugfeder verstellbar)
6 Befestigungsaugen
7 Verstellelement
7a Betätigungsknopf (des Verstellelementes)
8 Lehnenträgerschenkel
8a Lagerung (am Gehäuse)
8b Schwenkachse (des Lehnenträgerschenkels)
9 Lasche
10 Rastblech
11 Rastbolzen
12 Entriegelungsschieber
13 Betätigungshebel (für Neigung)
14 Konusaufnahme
15 Betätigungshebel (für Höhe)
16 Lehnenträger
17 Standsäule
18 Schieberstück
19 Verriegelungskasten
20 schiefe Ebene
21 Entriegelungsbolzen
22 Druckstück
23 integrale Lehne
24 Leiste (Fig.2)
25 Leiste (Fig.5)
26 Hebelstück (an Lehnenträgerschenkel 8, Fig.5)
27 Verriegelungsfeder
28 Rastlöcher
29 Nase (am Entriegelungsschieber 12)
30 Nase (am Rastbolzen 11)
31 Gegenlager (für Druckfeder 5a in Fig.3)
1. Neigungsvorrichtung für Sitzmöbel mit einem unterhalb des Sitzes angeordneten,
am Untergestell des Sitzmöbels gelagerten Gehäuse, in welchem im Bereich der Sitzvorderkante
der Sitzträger um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert ist, und in welchem zum
Bereich der Sitzmitte hin eine weitere Lagerung für den Schenkel eines winkelhebelartigen
Lehnenträgers vorgesehen ist, und in welchem ferner mindestens ein Federelement vorgesehen
ist, das sich an seinem einen Ende an dem Gehäuse abstützt, und über sein anderes
Ende auf den Sitzträger entgegen der Richtung der Benutzerlast einwirkt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (5) eine in ihrer Vorspannung, einstellbare, mechanische Feder
ist, und dass der Sit.träger (1) mit dem Gehäuse (3) über eine mechanische Fes;stelleinrichtung
verbunden ist, welche einerseits au: in mindestens zwei zu der Schwenkachse (2) des
Sitzt ägers (1) senkrechten Ebenen aufeinanderfolgend angeordneten, gegeneinander
versetzten, negativen Rastelamenten (28), und andererseits aus in die negativen Rastelemente
(28) einrastbaren, positiven Rastelementen (11) berteht, und dass die Feststelleinrichtung
mittels eines der Benutzer des Sitzmöbels zugänglichen, bistabilen Betätigngshebels
(13) derart betätigbar ist, dass in der einen St llung des Betätigungshebels (13)
kein und in der anderen Stellung ein positives Rastelement in ein negatives Rastelement
eingerastet ist.
2. Neigungsvorrichtung für Sitzmöbel mit einem unterhalb des Sitzes angeordneten,
am Untergestell des Sitzmöbels gelagerten Gehäuse, in welchem im Bereich der Sitzvorderkante
der Sitzträger um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert ist, und in welchem zum
Bereich der Sitzmitte hin eine weitere Lagerung für den Schenkel eines winkelhebelartigen
Lehnenträgers vorgesehen ist, und in welchem. ferner mindestens ein Federelement vorgesehen
ist, das. sich an seinem einen Ende an dem Gehäuse abstützt, und über sein anderes
Ende auf den Sitzträger entgegen der Richtung der Benutzerlast einwirkt, dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (5) eine in ihrer Vorspannung einstellbare, mechanische Feder
ist, und dass der Sitzträger (1) mit dem Gehäuse (3) über eine mechanische Feststelleinrichtung
verbunden ist, welche einerseits aus in mindestens zwei zu der Schwenkachse (2) des
Sitzträgers (1) senkrechten Ebenen aufeinanderfolgend angeordneten, gegeneinander
versetzten, negativen Rastelementen (28), und andererseits aus in die negativen Rastelemente
(28) einrastbaren, positiven Rastelementen (11) besteht, und dass die Feststell- 4 einrichtung mittels eines dem Benutzer des Sitzmöbels zugänglichen, bistabilen Betätigungshebels
(13) derart betätigbar ist, dass in der einen Stellung des Betätigungshebels (13)
kein und in der anderen Stellung ein positives Rastelement in ein negatives Rastelement
eingerastet ist, und dass in der weiteren Lagerung (8a) in dem Gehäuse (3) ein um
eine zur Schwenkachse (2) des Sitzträgers (1) parallele weitere Schwenkachse (8b)
schwenkbarer, mit dem Sitzträger (1) im schwenkachsenfernen Bereich mittels einer
Lasche (9) verbundener, den unteren Schenkel des Lehnenträgers (16) bildender LehnenträRerschenkel
(8) gelagert ist.
3. Neigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die negativen
Rastelemente durch in zwei nebeneinander liegenden Ebenen angeordnete, gegeneinander
versetzte Lochreihen in einem an der Rückseite des Lehnenträgerschenkels (8) befestigten
Rastblech (10) gebildet werden, in welche zwei am Gehäuse (3) gelagerte Rastbolzen
(11) abwechselnd einrastbar sind.
4. Neigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand
zwischen der Schwenkachse (2) des Sitzträgers (1) und der den Sitzträger (1) mit dem
Lehnenträgerschenkel (8) verbindenden Lasche (9) etwa dop-. pelt so gross ist wie
der Abstand zwischen der Lasche (9) und der Schwenkachse (8b) des Lehnenträgerschenkels
(8).
5. Neigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorspannung des Feder elementes (5) durch ein dem Benutzer zugängliches Ver stellelement
(7) einstellbar ist.
6. Neigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Federelemente
( 5b, 5c) vorgesehen sind, von denen nur ein Teil (5c) mittels des Verstellelementes
(7) hinsichtlich der Vorspannung einstellbar ist.
7. Neigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der Sitzträger (1) an seiner Schwenkachse (2) einen Hebel (4) aufweist, zwischen dessen
achsfernem Ende und Befestigungsaugen (6) im Gehäuse (3) als Federelement (5) mindestens
eine Zugfeder vorgesehen ist.
8. Neigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Sitzträger (1) und dem Gehäuse (3) als Federelement (5) mindestens eine
Druckfeder (5a) vorgesehen ist.
9. Neigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dasc
als Federelement (5) eine Blattfeder vorgesehen ist, die sich an ihrem einen Ende
an einem am Sitzträger (1) ausgebildeten Lager, und an ihrem anderen Ende an dem Druckstück
(22) eines als Stellschraube ausgebildeten Verstellelementes (7) abstützt, welches
das Gehäuse (3) durch ein darin integriertes Gewindeauge (3a) durchdringt.
10. Neigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Lehnenträgerschenkel (8) an seiner Schwenkachse (8b) ein Hebelstück (26)
aufweist, zwischen dessen achsfernem Ende und der Schwenkachse (2) des Sitzträgers
(1) als Federelement (5) mindestens eihe Zugfeder (5b, 5c) vorgesehen ist.