[0001] Die Erfindung betrifft eine Abwelkpresse, insbesondere für Leder und Pelz, mit einer
Druckwalze und sich darauf abstützenden Gegendruckwalzen, von denen wenigstens eine
angetrieben ist und mit zwei durch Reibungsschluß mitbewegte, das auszupressende Gut
zwischen sich aufnehmende und durch die zwischen der Druckwalze und den Gegendruckwalzen
gebildeten Preßzonen hindurchziehende Förderbänder.
[0002] Abwelkpressen werden besonders in der Leder- und Pelzindurstrie zum Entwässern des
Gutes eingesetzt. Dabei kommt es insbesondere auf den Durchsatz und die verbleibende
Restfeuchte, sowie auf die Behandlung des Gutes beim Abwelken an.
[0003] Es ist eine Abwelkpresse mit zwei Preßplatten bekannt, (DE-AS 22 49 369) die im intermittierenden
Betrieb arbeitet. Mit einer Fördereinrichtung wird das Gut zwischen die beiden Preßplatten
gebracht. Dann wird mittels einer Hydraul ik zumindest an einer Preßplatte, die von
einer Membran überspannt ist, ein Druckpolster aufgebaut, mit dem das eingebrachte
Gut gepreßt wird. Der intermittierende Betrieb dieser Abwelkpresse bringt nur einen
kleinen Durchsatz und die große Preßfläche erfordert große Drücke, was einen entsprechend
dimensionierten Maschinenaufbau bedingt. Eine derartige Abwelkpresse ist trotz des
kleinen Durchsatzes groß im Aufbau und teuer in der Anschaffung und Wartung.
[0004] Weiterhin sind Abwelkpressen bekannt, bei denen das Gut kontinuierlich durch die
Maschine gefördert wird. Bei einer Ausführungsform (DE-OS 17 60 381) sind zwei Förderbänder
in geringem Abstand voneinander prallel geführt. Auf die Außenseite der Förderbänder
wirken mehrere hintereinander angeordnete Preßkufen oder Preßrollen. Das Leder wird
zwischen die Bänder eingeführt und von diesen durch die Preßorgane gezogen. Hinter
jeder Preßzone ist eine Vakuumeinrichtung angeordnet, die das ausgepreßte Wasser absaugen
soll . Auch diese Maschine ist kompliziert und teuer aufgebaut und wegen des linearen
Durchlaufs des Gutes sehr platzaufwendig. Auch ist die Entwässerung nicht ausreichend.
[0005] Bei der eingangs erwähnten Abwelkpresse werden starre Druckwalzen und Gegendruckwalzen
verwendet, wobei die Gegendruckwalzen über Druckfedern oder pneumatische Druckkissen
unter Druck an der Druckwalze gehalten werden. Die Förderbänder sind als Filzbänder
ausgebildet und saugen die ausgepreßte Flüssigkeit auf. Diese bekannte Durchlauf-Abwelkpresse
ist in der Wartung sehr teuer, da die Filzbänder aufgrund ihrer Deformierung schon
nach einer Betriebszeit von ca. 6 bis 8 Monaten ausgetauscht werden müssen, da sie
nicht mehr in genügendem Maße die ausgepreßte Flüssigkeit aufnehmen können. Außerdem
werden bei dieser Durchlauf-Abwelkpresse Falten im Gut so eingedrückt, daß sie bei
späterer Behandlung nicht mehr ganz entfernbar sind.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, die vorgenannte Abwelkpresse so zu verbessern, daß
bei schonendem Durchlauf des Gutes eine gut e Entwässerung erreicht wird und daß dennoch
die Wartung bzw. der Ersatz der Förderbänder entfallen kann.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
a) die Druckwalze von einem elastischen Schlauch umgeben ist, der mit der Druckwalze
ein Druckkissen bildet,
b) drei oder mehr Gegendruckwalzen symmetrisch am Umfang der Druckwalze verteilt angeordnet
sind und
c) zumindest das im Bereich der Druckwalze außen liegende Förderband aus einen wasserdurchlässigen
Werkstoff besteht.
[0008] Die für eine schonende Behandlung erforderl iche Nachgiebigkeit in den Preßzonen
wird in die Druckwalze verlagert, während die Förderbänder nicht mehr kompressibel
sein müssen, infolgedessen eine wesentl ich längere Laufzeit besitzen. Auf der anderen
Seite verkürzt sich auch nicht die Lebensdauer der Druckwalze, da der Schlauch kein
Wasser aufnehmen muß, also beispielsweise aus Gummi bestehen kann,da
s gegebenenfalls durch Gewebe verstärkt ist. Durch die Anordnung von wenigstens drei
Gegendruckwalzen ist gewährleistet, daß der Schlauch symmetrisch abgestützt ist, also
nicht ausweichen kann. Die Zentrierung des Schlauchs wird noch dadurch unterstützt,
daß er auf dem größten Teil seines Umfangs von den Förderbändern umschlungen ist,
die - da sie nicht aus elastischem Material bestehen müssen - in radialer Richtung
nicht nachgeben. Außerdem bauen sich zwischen den einzelnen Gegendruckwalzen Nachpreßzonen
aus, indem die Förderbänder und somit das zwischen ihnen liegende Gut im gespannten
Zustand über die Druckwalze laufen. Das Gut braucht auch nur einmal am Einlauf glattgestrichen
werden und behält dann diese Lage bei. Praktische Versuche haben gezeigt, daß sich
hierdurch eine sehr gute Entwässerung erzielen läßt.
[0009] Es sind zwar Wringmaschinen für Textilien bekannt, (US-PS 37 98 933) bei denen das
Textilgut zwischen Schlauchwalzen, die unter Überdruck stehen, hindurchbewegt wird,
und zusätzl ich Stützwalzen vorgesehen sind. Da hier aber keine Zentrierung durch
Förderbänder erfolgt, können sich die Schlauchwalzen in den Zwischenräumen zwischen
den Stützwalzen einseitig verformen und ausbeulen mit der Folge, daß an den gewünschten
Stellen kein ausreichender Druck mehr vorhanden ist. Solche Schlauchwalzen lassen
sich allenfalls bei sehr kleinen Baugrößen verwenden, die für die Bearbeitung von
Leder nicht in Frage kommen.Auch ist ein faltenloser Einlauf des Gutes dann nicht
gewährleistet, wenn es durch mehrere Preßzonen geführt wird. Schließlich werden erhebliche
Luftmengen benötigt, um den gesamten Hohlraum der Schlauchwalze auf den erforder-I
ichen pneumatischen Druck zu bringen.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist nur die in Förderrichtung
letzte Gegendruckwalze angetrieben, die somit nicht nur die Förderbänder zieht, sondern
durch Reibungsschluß auch die Druckwalze und über diese die anderen Gegendruckwalzen
mitnimmt. Dadurch werden vor allem Torsionskräfte von dem die Druckwalze umschl ießenden
Schlauch ferngehalten. Weiterhin ist gewährleistet, daß die Förderbänder bei ihrem
Durchlauf durch die Presse straff gespannt sind, so daß sich einerseits zwischen den
Förderbändern keine Wassernester bilden können, andererseits die Zentrierung des Schlauchs
der Druckwalze besonders gut ist.
[0011] Die Ausbildung des Druckpolsters auf der Druckwalze wird nach einer Ausgestaltung
so ausgeführt, daß die Druckwalze als Rohrabschnitt ausgebildet und mit Abstand von
einem Schlauchabschnitt umschlossen ist, daß der Rohrabschnitt und der Schlauchabschnitt
an den Stirnseiten luftdicht miteinander verbunden sind, und daß die zwischen dem
Rohrabschnitt und dem Schlauchabschnitt gebildete Kammer mit Druckluft gefüllt ist.
Dabei kann die Kammer dauernd unter Druck stehen oder mit der Inbetriebnahme unter
Druck gesetzt und gehalten werden.
[0012] Zur Zufuhr der Druckluft ist dabei nach einer Ausgestaltung vorgesehen, daß in den
Rohrabschnitt eine Druckluftleitung hineingeführt ist, die in eine Bohrung in der
Wand des Rohrabschnittes luftdicht eingeschweißt ist und in die Kammer zwischen dem
Rohrabschnitt und dem Schlauchabschnitt einmündet. Es braucht also nur die Kammer
und nicht die gesamte Walze mit Druckluft versorgt werden.
[0013] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen schematischen Querschnitt der Abwelkpresse;
Figur 2 einen Teilschnitt im Bereich der Stirnseite der Druckwalze und
Figur 3 einen der Figur 2 ähnlichen Teilschnitt einer anderen Ausführungsform.
[0014] Das Kernstück der neuen Abwelkpresse bildet die mit einem Druckpolster ausgerüstete
Druckwalze, die aus einem Rohrabschnitt 10 und einem diesen umschließenden Schlauchabschnitt
12 besteht. Zwischen der Außenfläche des Rohrabschnittes 10 und der Innenwandung des
Schlauchabschnittes 12 wird eine luftdichte Kammer 13 gebildet. Der Innendurchmesser
des Schlauchabschnittes 12 ist daher größer als der Außendurchmesser des Rohrabschnittes
10. Der Rohrabschnitt 10 und der Schlauchabschnitt 12 sind gleich lang und sind an
beiden Stirnseiten luftdicht miteinander verbunden.
[0015] Dazu ist auf der Außenseite des Rohrabschnittes 10 im Bereich der Stirnseite ein
Abstandsring 30 aufgebracht, über den der Schlauchabschnitt 12 gestülpt ist, wie der
Tei Ischnitt nach Figur 2 erkennen läßt. In einem den Schlauchabschnitt 12 umschließenden
Spannring 34 sind Spannschrauben verstellbar, die einzelne Spannbacken 32 gegen den
Schlauchabschnitt 12 und diesen wiederum gegen den Abstandsring 30 drücken. Die einander
zugekehrten Flächen des Abstandsringes 30 und der Spannbacken 32 sind mit aufeinander
abgestimmten, vorzugsweise umlaufenden Profilierungen 31 und 33 versehen, die eine
eindeutige Verklemmung des Schlauchabschnittes 12 gewährleisten.
[0016] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 3 weisen die Spannbacken 32, die z.B. teilringförmige
Segmente sein können, eine Keilfläche 36 auf. Gegen diese wirkt eine entsprechende
Keilfläche 37 eines Spannrings 34, der mittels koaxial verlaufender Schrauben angezogen
wird.
[0017] Die Stirnseite des Rohrabschnittes 10 sind mittels Scheiben 27 verschlossen. An einer
Stirnseite ist durch die Lagerachse 28 der Druckwalze, der in dem Lager 29 drehbar
gelagert ist, eine Druckluftleitung 25 hindurchgeführt. Die Druckluftleitung 25 ist
in eine Bohrung 24 in der Wand des Rohrabschnittes 10 geführt und darin luftdicht
verschweißt, so daß die Druckluftleitung 25 in die Kammer 13 zwischen dem Rohrabschnitt
10 und dem Schlauchabschnitt 12 einmündet. Die Druckluftleitung 25 ist daher drehfest
mit dem Rohrabschnitt 10 und der Lagerachse 28 verbunden. Das aus dem Lageransatz
28 herausragende Ende der Druckluftleitung 25 ist mit einer Drehkupplung 26 versehen,
so daß ein ortsfester Druckluftanschluß angebracht werden kann.
[0018] Die Kammer 13 wird dauernd oder nur während der Betriebszeit mit Druckluft von ca.
10 bis 25 atü gefüllt, so daß der Schlauchabschnitt 12 entsprechend auseinandergedrückt
wird. Dieser Schlauchabschnitt 12 ist vorzugsweise mit einer Gewebeeinlage versehen
und weist eine Wandstärke von 10 bis 20 mm auf, um diesem Druck standzuhalten.
[0019] Wie Figur 1 zeigt, sind um die Druckwalze vier Gegendruckwalzen 14, 15, 16 und 17
angeordnet, von denen die Gegendruckwalzen 14 und 16 etwa in einer horizontalen Ebene
und die Gegendruckwalzen 15 und 17 etwa in einer vertikalen Ebene angeordnet sind.
Diese vier Gegendruckwalzen 14, 15, 16 und 17 bilden mit der Druckwalze vier schmale
Preßzonen, an denen sich der Schlauchabschnitt 12 kaum ausdehnen kann.
[0020] Zum Führen des Gutes sind die beiden Förderbänder 22 und 23 vorgesehen, von denen
wenigstens das untere Förderband 22 perforiert und aus Kunststoff oder Stahl hergestellt
ist. Das untere Förderband 22 bildet mit seiner Schleife von der Umlenkwalze 18 vor
der Gegendruckwalze 14 eine Zubringereinrichtung für das zu entwässernde Gut. Das
untere Förderband 22 umschl ießt den Schlauchabschnitt 12, ist aber den Gegendruckwalzen
14, 15, 16 und 17 zugekehrt und durchläuft alle Preßzonen. In gleicher Weise ist auch
das obere Förderband 23 geführt, ist jedoch dem Schlauchabschnitt 12 zugekehrt, um
die Druckwalze geführt. Über der Einlauf-Gegendruckwalze 14 ist die Umlenkwalze 20
für das obere Förderband 23 angeordnet, so daß das auf dem unteren Förderband zugeführte
Gut zwischen den beiden, um die Umlenkwalze 20 und die Einlauf-Gegendruckwalze 14
geführten Förderbänder 22 und 23 eingezogen und nacheinander den Preßzonen der Gegendruckwalzen
14, 15, 16 und 17 zugeführt wird. Die Förderbänder 22 und 23 haben nur noch Führungsfunktion
und die ausgepreßte Flüssigkeit kann durch die Durchbrüche dieser Förderbänder abfl
ießen. Der Entwässerungsvorgang wird durch den Druck der Druckluft in der Kammer 13
bestimmt. Da die Gegendruckwalzen 14, 15, 16 und 17 mit einem Gummi- überzug versehen
sind und der Schlauchabschnitt 12 auch in den Preßzonen noch genügend Nachgiebigkeit
besitzt, wird das Gut beim Durchlauf durch diese neue Abwelkpresse schonend behandelt
und verläßt die Abwelkpresse mit einer sehr kleinen Restfeuchte. Da der Schlauchabschnitt
12 zwischen den Preßzonen ausgebaucht und gegen die Förderbänder 22 und 23 gedrückt
wird, erfolgt zwischen den Gegendruckwalzen 14 und 15, 15 und 16 sowie 16 und 17 jeweils
noch ein Nachpreßvorgang. Die angetriebene Druckwalze nimmt durch Reibungsschluß die
Förderbänder 22 und 23 in den eingezeichneten Pfeilrichtungen mit und auch die Gegendruckwalzen
14, 15, 16 und 17, sowie die Umlenkwalzen 18, 19, 20 und 21 werden zwangsläufig durch
Reibungsschluß in den angegebenen Richtungen mitgedreht.
[0021] Nach dem Passieren der Preßzone zwischen der oberen Auslauf-Gegendruckwalze 17 wird
die Schleife des unteren Förderbandes 22 über die Umlenkwalze 19, die untere Gegendruckwalze
15 zur Einlauf-Umlenkwalze 18 geschlossen. Der Abschnitt des unteren Förderbandes
22 zwischen der Auslauf-Gegendruckwalze 17 und der Umlenkwalze 19 dient dabei als
Abführeinrichtung für das entwässerte Gut. Das obere Förderband 23 wird um die Umlenkwalze
21 herumgeführt und die Schleife ist direkt zur Einlauf-Umlenkwalze 20 geschlossen.
[0022] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist die obere Gegendruckwalze 17 angetrieben und
nimmt sowohl die Förderbänder als auch die Druckwalze und damit auch die übrigen Gegendruckwalzen
14, 15, 16 mit.
[0023] Damit die ausgepreßte Flüssigkeit besser abfließen kann, können die Gegendruckwalzen
14, 15, 16 und 17 auf ihren A
Lßenflächen mit einem das Wasser vornehmlich zur Seite hin abführenden Profilierung
versehen sein. Die ausgepreßte Flüssigkeit kann in einer Wanne leicht aufgefangen
werden.
[0024] Um eine noch bessere Entwässerung zu erhalten bzw. noch mehr Preßzonen zu schaffen,
können zwei Druckwalzen in Förderrichtung hintereinander angeordnet werden. In diesem
Fall können zwei benachbarte Gegendruckwalzen zugleich mit beiden Druckwalzen zusammenarbeiten,
so daß nur sechs Gegendruckwalzen erforderlich sind, jedoch acht Preßzonen gebildet
werden.
1. Abwelkpresse, insbesondere für Leder und Pelz, mit einer Druckwalze und sich darauf
abstützenden Gegendruckwalzen, von denen wenigstens eine angetrieben ist, und mit
zwei durch Reibungsschluß mitbewegte, das auszupressende Gut zwischen sich aufnehmende
und durch die zwischen der Druckwalze und den Gegendruckwalzen gebildeten Preßzonen
hindurchziehende Förderbänder, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Druckwalze von einem elastischen Schlauch (12) umgeben ist, der mit der Druckwalze
ein Druckkissen bildet,
b) drei oder mehr Gegendruckwalzen (14, 15, 16, 17) symmetrisch am Umfang der Druckwalze
verteilt angeordnet sind und
c) zumindest das im Bereich der Druckwalze außen liegende Förderband (22) aus einem
wasserdurchlässigen Werkstoff besteht.
2. Abwelkpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die in Förderrichtung
letzte Gegendruckwalze (17) angetrieben ist.
3. Abwelkpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vier Gegendruckwalzen
(14, 15, 16, 17) vorgesehen sind, von denen je zwei in einer horizontalen und zwei
in einer vertikalen Ebene angeordnet sind.
4. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Einlauf für das zu entwässernde Gut über eine in der horizontalen Ebene angeordnete
Gegendruckwalze (14) und der Auslauf nach Passieren der anderen Gegendruckwalzen (15,
16) an der oben liegenden Gegendruckwalze (17) vorgesehen ist.
5. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckwalze als Rohrabschnitt (10) ausgebildet und mit Abstand von einem Schlauchabschnitt
(12) umschlossen ist, und daß der Rohrabschnitt (10) und der Schlauchabschnitt (12)
an den Stirnseiten luftdicht miteinander verbunden sind, und daß die zwischen dem
Rohrabschnitt (10) und dem Schlauchabschnitt (12) gebildete Kammer (13) mit Druckluft
gefüllt ist.
6. Abwelkpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Rohrabschnitt
(10) eine Druckluftleitung (25) hineingeführt ist, die in eine Bohrung (24) in der
Wand des Rohrabschnittes (10) luftdicht eingeschweißt ist und in die Kammer (13) zwischen
dem Rohrabschnitt (10) und dem Schlauchabschnitt (12) einmündet.
7. Abwelkpresse nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung
(25) drehfest mit dem Rohrabschnitt (10) und dessen Lagerachse (28) verbunden ist
und daß das außerhalb der Lagerachse (28) liegende Ende der Druckluftleitung (25)
mit einer Drehkupplung (26) für einen stationären Schlauchanschluß oder dgl. versehen
ist.
8. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rohrabschnitt (10) am Umfang im Bereich der Stirnseiten mit einem Abstandsring (30)
versehen ist, daß teilringförmige Spannsegmente (32) den Schlauchabschnitt (12) umschließen
und mittels einer an ihnen angreifenden Spanneinrichtung (34) gegen den Schlauchabschnitt
(12) preßbar sind und dieser gegen den Abstandsring (30) verspannbar ist.
9. Abwelkpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandsring (30)
und die Spannsegmente (32) auf den einander zugekehrten Flächen mit vorzugsweise in
Umfangsrichtung derselben ausgerichteten Profilierungen (31, 33) versehen sind.
10. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stirnseiten des Rohrabschnittes (10) mittels Scheiben (27) verschlossen sind und daß
an diesen Scheiben (27) Stützringescheiben (35) angebracht sind, die die Stirnseiten
des zwischen dem Abstandsring (30) und den Spannbacken (32) festgeklemmten Schlauchabschnittes
(12) abdecken.
11. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
eine Förderband (22) nach Passieren der oben liegenden Gegendruckwalze (17) über eine
in der horizontalen Ebene angeordnete Umlenkwalze (19), anschließend über die untere
in der vertikalen Ebene angeordnete Gegendruckwalze (15) und schließlich über eine
weitere vor dem Einlauf angeordnete Umlenkwalze geführt ist, während das andere Förderband
(23) nach Verlassen der oben liegenden Gegendruckwalze (17) über eine darüber liegende
Umlenkwalze (21) zu einer vor dem Einlauf liegenden Umlenkwalze (20) zurückgeführt
ist.
12. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gegendruckwalzen (14, 15, 16, 17) mit einem Gummi Überzug versehen sind.
13. Abwelkpresse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenflächen der
Gegendruckwalzen (14, 15, 16, 17) mit das Wasser zur Seite ableitenden Profilierungen
versehen sind.
14. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlauchabschnitt (12) mit einer Gewebeeinlage versehen ist und eine Wandstärke von
10 bis 20 mm aufweist.
15. Abwelkpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckwalze und den Gegendruckwalzen eine zweite Druckwalze mit Gegendruckwalzen zugeordnet
ist, wobei zwei benachbarte Gegendruckwalzen mit verschiedenen Bereichen ihres Umfangs
beiden Druckwalzen anliegen.