[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von pulverförmigen
oder feinkörnigen Baustoffen mit Wasser sowie zum Fördern des Gemisches mittels einer
dem Mischbehälter nachgeschalteten und mit diesem starr verbundenen Pumpe, bei der
der Baustoff dem zylindrischen Mischbehälter aus einem Vorratsbehälter durch eine
im wesentlichen denselben Querschnitt wie der Mischbehälter aufweisende Aussparung
in der Behälterwand zugeführt wird.
[0002] Vorrichtungen dieser Art weisen entweder ein senkrecht angeordnetes Mischbehälterrohr
(DE-OS 2 257 613 und OE-PS 331 165) oder ein gegenüber einem senkrechten Zulaufstutzen
bzw. gegenüber einem Vorratsbehälter mit einem trichterförmigen Auslaß mit senkrechter
Trichterachse geneigt angeordnetes Mischbehälterrohr auf. (DE-OS 2 420 023 und OE-PS
322 189).
[0003] Bei Vorrichtungen der letztgenannten Art wurde festgestellt, daß z.B. Trockenmörtel
auf Gipsbasis aufgrund des sehr feinkörnigen Aufbaus häufig zu Betriebsstörungen führt.
Diese sind darauf zurückzuführen, daß sich das feinkörnige Gut an der Welle der im
oberen Teil des Mischbehälters angeordneten Förderschnecke ansetzt und so eine gleichmäßige
Dosierung und eine ausreichend wirksame Entlüftung verhindert. Dies hat zur Folge,
daß das Mischgut aus der Förderpumpe eine wechselnde Konsistenz aufweist oder aufgrund
eingeschlossener Luftblasen stoßweise austritt.
[0004] Bei senkrecht angeordneten Mischbehältern führen Trockenmörtel mit grobem Kornaufbau
und Zement als Bindemittel häufig zu Anlaufschwierigkeiten, zu Verstopfungen und auch
zu einer nicht vollständigen Benetzung des Trockenmörtels, was im aufgebrachten Putz
zu Rißbildungen führen kann.
[0005] Man hat daher bei der Verwendung von im Aufbau sehr unterschiedlichem Trockenmörtel
Mischvorrichtungen mit jeweils unterschiedlichem konstruktivem Aufbau und Anordnung
der Mischbehälter eingesetzt, was einen beträchtlichen Mehraufwand verursacht.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit
der Trockenmörtel mit unterschiedlichem Kornaufbau verarbeitet werden können, ohne
daß die vorgenannten Nachteile auftreten.
[0007] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Misch-und Pumpvorrichtung der vorgenannten
Art dadurch gelöst, daß das aus dem Mischbehälter und der Förderpumpe bestehende Bauteil
um eine im wesentlichen waagerechte, durch die Mitte der in der Mischbehälterwandung
vorgesehenen Aussparung gehende Achse schwenkbar angeordnet ist. Das aus Mischbehälter
und Förderpumpe bestehende Bauteil weist hierbei einen die Eintrittsöffnung begrenzenden
Rundflansch auf, der in einem die Austrittsöffnung des Vorratsbehälters begrenzenden
Ringbund gelagert ist.
[0008] Um das Einbringen des Trockengutes aus einem Vorratsbehälter, über dessen Boden ein
Flügelrad mit in die Austrittsöffnung fördernden Flügeln rotiert, zu erleichtern,
aber auch, um bei geneigtem Mischbehälterrohr im Bereich zwischen dem Ringflansch
und der Innenwandung des Mischbehälterrohres Ablagerungen zu vermeiden und eine gleichmäßige
Beaufschlagung des Mischbehälters mit Trockengut zu gewährleisten, ist der Ringflansch
gegenüber der Achse des Mischbehälterrohres so außermittig angeordnet, daß die Schwenkachse
bei geneigtem Mischbehälterrohr oberhalb der Längsachse des Mischbehälterrohres liegt.
Hierdurch werden bei im wesentlichen gleichgroßem lichtem Querschnitt des Flansches
und des Mischbehälterrohres in dem vorgenannten Zwischenbereich gleichmäßig geneigte
Schrägflächen geschaffen, die eine einwandfreie Beschickung des Mischbehälters gewährleisten.
Der Vorratsbehälter und das in den Mischbehälter fördernde Flügelrad ist vorteilhafterweise
so angeordnet, daß die Drehachse des Flügelrads in der Fluchtlinie der Schwenkachse
des Mischbehälters liegt.
[0009] Ist der Vorratsbehälter als im wesentlichen waagerecht liegender Zylinder mit einer
Förderschnecke ausgebildet, so ist der Zylinder und die Förderschnecke so angeordnet,
daß deren Achse mit der Schwenkachse fluchtet oder auch oberhalb dieser gelegen ist.
[0010] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in
schematischer Weise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung;
Fig. 2 eine Stirnseitenansicht der Vorrichtung mit in strichpunktierten Linien eingezeichnetem
geneigtem Mischbehälterrohr:
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch das Mischbehälterrohr in der Ebene der Schwenkachse.
[0011] Im oberen Teil des Mischbehälterrohres 1 ist eine Zubringerschnecke 11 angeordnet,
mit deren Welle im unteren Teil des Mischbehälters Rührorgane 12 verbunden sind. Oberhalb
der Rührorgane 12 ist an dem Mischbehälterrohr ein an eine Wasserleitung angeschlossener
Stutzen 13 vorgesehen. Im mittleren Bereich der Zubringerschnecke 11 ist gegenüber
dem Wassereinlaufstutzen 13 an dem an dieser Stelle etwas ausgebauchten Mischbehältermantel
ein Ringflansch 14 angebracht. Dem Mischbehälter 1 ist eine Schneckenpumpe 2 mit Auslaufstutzen
3 nachgeschaltet, die mit der Welle der Zubringerschnecke fluchtet und über diese
von dem Motor 4 angetrieben wird. Auf der Seite des Ringflansches 14 ist seitlich
des Mischbehälterrohres 1 der Vorratsbehälter 5 angeordnet, an dessen dem Mischbehälter
1 .zugewandtem Wandungsteil 51 ein Teilringbund 52 angeordnet ist, der dem Ringflansch
14 als Drehlager dient. Den Boden des Vorratsbehälters 5 durchsetzt eine von einem
Motor 53 angetriebene Zapfwelle 54, auf die ein Flügelrad mit schaufelförmig ausgebildeten
Flügeln 55 aufgekeilt ist. Der Vorratsbehälter 5 ruht auf einem fahrbaren Gestell
6.
[0012] wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind am Rand des Ringflansches 14 Zähne vorgesehen,
die im Zusammenwirken mit einer Sperrklinke die Feststellung des Mischbehälters in
einer gewünschten Neigungslage ermöglichen. In dieser Lage kann der Behälter durch
an dem Ringflansch angreifende Klemmorgane oder auch mittels Schrauben fixiert werden.
[0013] Die Entlüftung des Trockengutes erfolgt auf bekannte Weise entlang der Welle der
Zubringerschnecke 11 durch am oberen Ende des Behälters 1 vorgesehene Entlüftungsöffnungen
oder durch den Vorratsbehälter 5.
[0014] Aus der in Fig. 2 in strichpunktierten Linien eingezeichneten geneigten Lage des
Mischbehälterrohres 1' ist ersichtlich, daß der Öffnungsquerschnitt des Ringflansches
14 im wesentlichen oberhalb der Längsachse des Mischbehälterrohres liegt, wodurch
ein gleichmäßiges Einfließen des Trockenguts erleichtert wird.
[0015] Die leichte Verstellbarkeit des Mischbehälterrohres ermöglicht es dem Benutzer, das
Rohr während des Betriebs der Mischpumpe zu verschwenken, wenn beispielsweise aus
dem Vorratsbehälter Material mit gröberem Korn nachgefördert wird.
[0016] Die schwenkbare Anordnung des Mischbehälterrohres hat auch noch den weiteren Vorteil,
daß die Vorrichtung von Fall zu Fall mit Schneckenpumpen unterschiedlicher Länge oder
auch mehrstufige Pumpen angeschlossen werden können, um auf diese Weise einen höheren
Druck zu erzeugen, der beispielsweise beim Verputzen von Außenfassaden notwendig sein
kann.
[0017] Der Lagerflansch kann unter Zwischenschaltung eines an dem Vorratsbehälter angebrachten
gekrümmten Stutzens auch in einer anderen als der in der Zeichnung dargestellten Lage
angeordnet sein, so daß das Mischbehälterrohr auch um andere Achsen geschwenkt werden
kann.
[0018] Die Ausbildung des in der Zeichnung dargestellten Drehlagers mit einem den Ringflansch
nur von unten umfassenden Halbringbund hat den Vorteil einer einfachen und schnell
durchführbaren Demontage, was sich sowohl bei der Reinigung als auch beim Transport
der Vorrichtung vorteilhaft auswirkt.
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von pulverförmigen oder feinkörnigen Baustoffen
mit Wasser sowie zum Fördern des Gemisches mittels einer dem Mischbehälter nachgeschalteten
und mit diesem starr verbundenen Pumpe, bei der der Baustoff dem zylindrischen Mischbehälter
aus einem Vorratsbehälter durch eine im wesentlichen denselben Querschnitt wie der
Mischbehälter aufweisende Aussparung in der Behälterwand zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet
, daß das aus dem Mischbehälter (1) und der Förderpumpe (2) bestehende Bauteil um
eine im wesentlichen waagerechte, durch die Mitte der in der Behälterwand vorgesehenen
Aussparung gehende Achse schwenkbar angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Schwenkachse gegenüber
der Achse des Mischbehälters (1) versetzt angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß der senkrechte
Vorratsbehälter (5) einen kreisrunden, im wesentlichen waagerechten Boden und eine
senkrechte, mit radial angeordneten Flügeln (55) bestückte Welle (54) aufweist und
die Schwenkachse des Mischbehälters (1) im wesentlichen mit dem Durchmesser des Vorratsbehälters
(5) fluchtet.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Vorratsbehälter
(5) als im wesentlichen waagerecht angeordneterliegender Zylinder mit einer Förderschnecke
ausgebildet ist und die Schwenkachse des Mischbehälters (1) im wesentlichen mit derAchse
der Förderschnecke fluchtet oder parallel zu dieser verläuft.