[0001] Die Erfindung betrifft Feuerschutzrolltore mit einem aus zwei äußeren im Abstand
voneinander angeordneten Abschnitten bestehenden Rolladen aus Stahlblechlamellen,
zwischen denen mindestens eine Schicht aus Isoliermatten angeordnet ist, und bei dem
die Gelenke zwischen den Stahlblechlamellen an deren Längswänden in Form von ineinandergreifenden
gekrümmten Streifen angeformt sind.
[0002] Es sind als Zweiwellenanlagen ausgebildete Doppelpanzer bekannt (DE-PS 16 59 775).
Derartige Anlagen benötigen viel Platz und erfordern erhebliche Material- und Herstellungskosten.
Man hat auch schon vorgeschlagen, für Doppelpanzer-Rolltore zwei Einpanzer-Rolltore
hintereinander anzuordnen (DE-AS 23 49 026).
4
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einer Einwellenanlage praktisch die
Wirkung einer feuerbeständigen Doppelpanzeranlage zu erzielen, die für alle Zulassungsklassen
geeignet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden äußeren Abschnitte
der Stahlblechlamellen aus einem durchgehenden Teil bestehen und einen unten geschlossenen
Doppelpanzer bilden, der einerseits an einer Rohrwelle, andererseits an der Decke
befestigt ist, in Ruhestellung auf der Welle aufgewickelt ist und in Betriebsstellung
mit einem mittleren Abschnitt auf dem Boden aufliegt.
[0005] Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind nachstehend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein geschlossenes Feuerschutzrolltor gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Linie B-C in Fig. 1,
Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt durch ein halbgeöffnetes Rolltor,
Fig. 5 eine Schnittansicht gemäß der Linie B-C in Fig. 4,
Fig. 6 die Befestigung der Lamellen und der Matten an der Rohrwelle, und
Fig. 7 die Befestigung der Lamellen und der Matten an der Decke.
[0007] Bei dem dargestellten Feuerschutzrolltor handelt es sich um eine Einwellenanlage
mit einem an einer Rohrwelle 7 und an der Decke 8 befestigten durchgehenden Panzer
aus verzinkten, etwa 1 mm starken Stahlblechlamellen 1, an deren Längsrändern in an
sich bekannter Weise die Gelenke in Form von ineinandergreifenden gekrümmten Streifen
angeformt sind, mit innen eingelegten, nur oben und unten befestigten Matten 2 z.B.
der Brandklasse A 1 in 40 mm Stärke.
[0008] Durch die auf diese Weise im geschlossenen Zustand (Betriebsstellung) erzielte Schlaufenbildung
bilden sich zwei herabhängende Panzerabschnitte 11 und 12, welche durch einen unteren
Abschnitt 13 miteinander verbunden sind. Dieses untere Stück 13 wird durch z.B. eingenietete
Bandstahlfedern 3 aus beispielsweise Federstahl 50/0,8 gerade gedrückt und preßt dadurch
den lose gegen Anschläge 6 hängenden Panzerteil 12 an.Di
eser Teil 12 ist ca.30 mm überhängend bei 5 an der Decke 8 befestigt und wird dadurch
auch im oberen Bereich angedrückt. Der an der Welle 7 hängende Teil 11 wird 70 mm
breiter ausgeführt (je Seite 35 mm) und läuft beim Schließen automatisch in vorgesehene
Führungsnuten 4, wobei er durch die Federn 3 ebenfalls nach außen gegen die Führungen
4 gedrückt wird.
[0009] Die Stahlblechlamellen 1 der drei Panzerabschnitte 11, 12,13 können in der gleichen
Richtung gekrümmt von der Welle 7 bis zur Decke 8 verlaufen. Wie jedoch in Fig. 1
und 3 gezeigt, verlaufen die dargestellten Lamellen in den seitlichen Abschnitten
11 und 12 gegenläufig gekrümmt von der Welle 7 bzw. Decke 8 weg und treffen sich im
mittleren Abschnitt 13, wo sie durch einen C-förmigen Verbinder 10 gelenkig miteinander
verbunden sind.
[0010] Die übliche Sturzschräge 16,17 kann aus Beton mit einer Gleitblechabdeckung oder
direkt aus Blech angefertigt werden. Die seitlichen Führungen 4 bestehen aus abgekantetem
3 mm starken Stahlblech, können durch eine sickenförmige Abkantung ineinandergesteckt
werden und werden nur durch eine vordere Andrückverschraubung gehalten.
[0011] Die Fig. 6 und 7 lassen erkennen, wie die Lamellen der Abschnitte 11 bzw. 12 mit
den Matten 2 an der Welle 7 bzw. Decke 8 befestigt sind. Während die Befestigung an
der Decke 8 mittels Winkeleisen und Schrauben erfolgt, sind an der Welle 7 besondere
Hänger 15 vorgesehen (vgl. auch Fig. 2).
[0012] Der Antrieb erfolgt gewöhnlich über Elektromotor.
[0013] Ein Brandversuch mit einfacher Mattenfüllung für T 30 erbrachte 70 min Standfestigkeit
(30 min gefordert) und mit an den seitlichen Panzerabschnitten 11 und 12 aufgedoppelter
Matte für T 90 110 min Standfestigkeit (90 min gefordert). Selbstverständlich ist
dieses neue Feuerschutzrolltor auch für T 120 und darüber geeignet. Dafür kommt es
lediglich auf geeignete Wahl des Isolierabstandes 9 zwischen den herunterhängenden
Abschnitten 11 und 12 sowie auf Dimensionierung und Materialauswahl für die Mattenfüllungen
2 an.
Feuerschutzrolltor mit einem aus zwei äußeren im Abstand voneinander angeordneten
Abschnitten bestehenden Rolladen aus Stahlblechlamellen, zwischen denen mindestens
eine Schicht aus Isoliermatten angeordnet ist, und bei dem die Gelenke zwischen den
Stahlblechlamellen an deren Längswänden in Form von ineinandergreifenden gekrümmten
Streifen angeformt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden äußeren Abschnitte
(11,12) der Stahlblechlamellen (1) aus einem durchgehenden Teil bestehen und einen
unten geschlossenen Doppelpanzer bilden,der einerseits an einer Rohrwelle (7), andererseits
an der Decke (8) befestigt ist, in Ruhestellung auf der Welle aufgewickelt ist und
in Betriebsstellung mit einem mittleren Abschnitt (13) auf dem Boden aufliegt.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (1) der
beiden äußeren Abschnitte (11,12) gegenläufig gekrümmt sind und im mittleren, auf
den Boden zu liegen kommenden Abschnitt (13) durch ein vorzugsweise C-förmig ausgebildetes
Verbindungsstück (10) miteinander verbunden sind.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
des mittleren Abschnittes (13) auf den Lamellen innen Andruckfedern (3) angebracht
sind, um diesen Abschnitt in Betriebsstellung zu strecken und gegen den Boden zu drücken.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Welle
(7) befestigte Abschnitt (11) des Rolladens breiter ist als der an der Decke befestigte
Abschnitt (12) und seitlich in Führungsnuten (4) läuft.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Decke
(8) befestigte schmalere Abschnitt (12) des Rolladens gegen seitlich angeordnete Anschläge
gedrückt wird.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Andrücken
des schmaleren Abschnitts (12) an die Anschläge einerseits die Folge eines entsprechenden
Überhanges (5), andererseits die Folge der Einwirkung der Andruckfedern (3) ist.
Feuerschutzrolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Lamellen (1) je nach Feuerschutzklasse innen unterschiedlich starke Mattenfüllungen
(2) angebracht sind.
Feuerschutzrolltor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hatten (2) in
den einzelnen Abschnitten (11,12,13) der Lamellen (1) bzw. des Rolladens entsprechende
Mattenabschnitte unterteilt sind, wobei die Mattenstärke der seitlichen Abschnitte
(11,12) größer sein kann als im mittleren Abschnitt (13).