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(11) |
EP 0 003 982 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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07.03.1984 Patentblatt 1984/10 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.03.1982 Patentblatt 1982/12 |
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Anmeldetag: 16.02.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: E04G 3/16 |
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Fassadenaufzug für Wände mit zurückspringenden Teilen
Hanging scaffold for walls with recessed parts
Echafaudage de façade pour murs en retrait
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
02.03.1978 DE 2808988
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.09.1979 Patentblatt 1979/19 |
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Anmelder: Gebr. Wahlefeld |
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D-4150 Krefeld-Linn (DE) |
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Erfinder: |
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- Vollath, Hans
D-4044 Kaarst 1 (DE)
- Rohde, Max
D-4150 Krefeld (DE)
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Vertreter: Stark, Walter, Dr.-Ing. |
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Moerser Strasse 140 47803 Krefeld 47803 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Fassadenaufzug für Wände mit zurückspringenden Teilen
mit einer an Seilen aufgehängten Tragkonstruktion für eine daran um eine vertikale
Achse drehbar gelagerte Gondel, deren Länge grösser ist als ihre Breite.
[0002] Fassadenaufzüge werden verwendet beim Putzen von Fenstern an Gebäuden, zur Ausführung
von Reparaturen und zur Kontrolle von Fassaden. Die Seile, an denen die Gondel hängt,
werden im allgemeinen über schwenkbare Ausleger zu einem auf dem Gebäudedach verfahrbaren
Wagen geführt, der parallel zur Fassade verfahrbar ist. Die Steuerung des Hub- und
Fahrwerkes erfolgt von der Gondel aus. Endschalter begrenzen den Hub des Fassadenaufzuges
nach oben und unten. Nach Beendigung der Arbeiten an der Fassade kann die Gondel durch
die schwenkbaren Ausleger auf dem Gebäudedach abgesetzt werden.
[0003] Bei einem bekannten Fassadenaufzug der eingangs beschriebenen Gattung (FR-A 2 244
894) ist die Gondel an das Ende eines zu einer Pantographenführung gehörenden Tragarms
angeschlossen. Die Pantographenführung ist ihrerseits an ein Drehlager der Tragkonstruktion
angeschlossen. Dadurch können von der Gondel aus auch zurückspringende Fassadenteile,
insbesondere Fenster, erreicht werden. Allerdings ist der bekannte Fassadenaufzug
konstruktiv aufwendig, und die Steuerung der Gondel bereitet Schwierigkeiten.
[0004] Die Erfindung geht aus von einem Stand der Technik, wie er in der DE-A-208660 offenbart
ist. Es handelt sich dabei um einen Fassadenaufzug mit einer rahmenartigen Tragkonstruktion,
die eine horizontale Bodentraverse aufweist, auf der die Gondel drehbar gelagert ist.
Bei einer solchen Ausführung muss die Gondel zumindest kürzer sein als die Tragkonstruktion,
die damit die Hauptabmessungen des Fassadenaufzuges bestimmt. Das erweist sich in
vielen Fällen als ungünstig, weil die Bauteile der Tragkonstruktion Arbeiten, die
von der Gondel aus ausgeführt werden sollen, behindert. Wenn zusätzlich auch noch
die Breite der Tragkonstruktion grösser ist als die Breite der Gondel, werden die
Einsatzmöglichkeiten dieses bekannten Fassadenaufzug an Wänden mit zurückspringenden
Teilen weiter behindert.
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Fassadenaufzug der eingangs
beschriebenen Gattung konstruktiv so zu verbessern, dass die Tragkonstruktion den
Betrieb des Fassadenaufzuges und das Arbeiten von der Gondel aus nicht mehr behindert.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Tragkonstruktion eine an den Seilen aufgehängte
Traverse ist, an der die Gondel, die einen rahmenartigen Aufbau aufweist, direkt drehbar
aufgehängt ist, wobei der rahmenartige Aufbau der Gondel an den Ecken der Gondel angeordnete
vertikale Stiele und eine an deren freien Ecken befestigte Dachkonstruktion aufweist,
die an und unter der Traverse gelagert ist.
[0007] Bei dem erfindungsgemässen Fassadenaufzug kann die als einfache Traverse ausgebildete
Tragkonstruktion weder beim Betrieb des Fassadenaufzuges noch beim Arbeiten von der
Gondel aus stören, - und zwar auch dann nicht, wenn die Traverse nach bevorzugter
Ausführung eine Breite besitzt, die der Breite der Gondel bzw. der Breite des Gondeldaches
entspricht. Von der frei unter der Traverse hängenden Gondel können Arbeiten bei jeder
Betriebsstellung der Gondel durchgeführt werden, ohne dass dabei die relative Position
der Traverse berücksichtigt werden muss.
[0008] Mit diesem Fassadenaufzug lassen sich zurückspringende Fassadenteile dadurch erreichen,
dass die Gondel so gedreht wird, dass ihre Längsachse sich im wesentlichen orthogonal
zur Fassade erstreckt, wobei dann die kürzere Seite der Gondel sich vor dem zurückspringenden
Fassadenteil befindet. Die Neigung der Gondel durch einseitige Gewichtsbelastung beim
Arbeiten an der Fassade bleibt gering, weil die Gondel um eine mittige Drehachse geschwenkt
wird. Verbleibende Neigungswinkel können z.B. dadurch ausgeglichen werden, dass in
der Gondel Ausgleichsgewichte mitgeführt und entsprechend angeordnet werden. Als Ausgleichsgewicht
kann z.B. ein Wasserbehälter dienen, der beim Fensterputzen ohnehin erforderlich ist.
[0009] Wenn die Traverse ebenfalls in einem im wesentlichen rechteckigen Grundriss gelagert
ist und im Bereich ihrer Ecken an die Seile, d.h. an insgesamt vier Seilen angeschlossen
ist, können die Seile ungleichmässig belastet sein, wenn die um 90°C verdrehte Gondel
einseitig belastet ist. Um eine gleichmässigere Seilbelastung zu erreichen, kann das
Drehlager für die Gondel um eine horizontale Achse schwenkbar an der Traverse gelagert
sein. Gegebenenfalls kann die horizontale Schwenkbarkeit des Drehlagers durch Anschläge
begrenzt sein.
[0010] Bei allen Ausführungsformen sollte wenigstens die das Drehlager aufnehmende Traverse
eine der Gondelbreite entsprechende Breite und eine Länge aufweisen, die grösser ist
als die Gondellänge, wobei das oder die Drehlager für die Gondel einen im wesentlichen
der Traversenbreite entsprechenden Durchmesser aufweist. Insbesondere kann das Drehlager
für die Gondel ein Drehkranz sein. Dadurch ist es möglich, die bei gegenüber der Traverse
verdrehter Gondel und einseitiger Belastung der Gondel auftretenden Momente ohne Schwierigkeiten
in das Lager und von dort in die Traverse zu übertragen.
[0011] Zur Begrenzung des Drehwinkels der Gondel können an der Gondel und der Tragkonstruktion
Anschläge angeordnet sein. Im übrigen kann eine Vorrichtung zum Arretieren der Gondel
relativ zur Tragkonstruktion vorgesehen sein.
[0012] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelles Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert; es zeigen:
Fig. 1 teilweise einen Schnitt durch die Fassade eines Gebäudes mit einem davor befindlichen
Fassadenaufzug,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeils IV auf den Gegenstand nach Fig. 1.
[0013] In Fig. 1 ist die Fassade 1 eines Gebäudes dargestellt, das ein oder mehrere gegenüber
der Fassade 1 zurückspringende Fassadenteile 2 aufweist.
[0014] Vor der Fassade 1 bzw. vor dem Fassadenteil 2 befindet sich ein Fassadenaufzug mit
einer Gondel 4, die an Seilen 5 aufgehängt ist und die in einer zur Fassade 1 parallelen
Ebene vertikal und horizontal beweglich ist. Die dargestellte Gondel 4 besitzt Kastenform
mit bis etwa in Hüfthöhe reichenden Seitenwänden 6 und einem über dem oberen Rand
der äusseren Seitenwand 6 befestigten Geländer 7, das bis etwa in Brusthöhe reicht.
[0015] Die Gondel 4 weist ferner einen Boden 8 auf und besitzt an ihren Ecken jeweils vertikale
Stiele 21-24, die an ihren oberen Enden an eine Dachkonstruktion 25 angeschlossen
sind. Die Dachkonstruktion 25 bildet mit den Stielen 21-24 und der Gondel 4 eine rahmenartige
Konstruktion, die über ein als Drehkranz ausgebildetes Lager 9 an eine an den Seilen
5 aufgehängte Traverse 15 angeschlossen ist. Selbstverständlich ist der Drehkranz
so gestaltet, dass er auch die aus der Gewichtsbelastung resultierenden Zugkräfte
aufnehmen kann. Man erkennt, dass die Gondel 4 um die Achse 17 des Lagers 9 relativ
zur Traverse 9 verdreht werden kann, bis sie die mit gestrichelten Linien dargestellte
Position einnimmt. Da bei aussermittiger Gewichtsbelastung der Gondel 4 die Seile
5, die an die Ecken der Traverse 15 angeschlossen sind, nicht gleichmässig belastet
sind, ist der der Traverse 15 zugehörige Teil des Lagers 9 in einem Gelenk 26 mit
horizontaler Achse 27 an der Traverse 15 gelagert. Dazu weist die Traverse 15 eine
Ausnehmung 28 auf, in der das der Traverse 15 zugehörige Lagerteil beweglich angeordnet
ist, und dieses Lagerteil ist an einem Gelenkzapfen 29 aufgehängt, der beidseits in
Konsolen 30, 31 gehalten ist. Gegebenenfalls können Anschläge 18, 19 vorgesehen sein,
die die Schwenkbewegung um die horizontale Achse 27 begrenzen.
1. Fassadenaufzug für Wände mit zurückspringenden Teilen mit einer an Seilen (5) aufgehängten
Tragkonstruktion für eine daran um eine vertikale Achse (17) an einem Drehlager (9)
der Tragkonstruktion gelagerte Gondel (4), deren Länge grösser ist als ihre Breite,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion eine an den Seilen (5) aufgehängte
Traverse (15) ist, an der die Gondel (4), die einen rahmenartigen Aufbau aufweist,
direkt drehbar aufgehängt ist, wobei der rahmenartige Aufbau der Gondel (4) an den
Ecken der Gondel angeordnete vertikale Stiele und eine an deren freien Enden befestigte
Dachkonstruktion aufweist, die an und unter der Traverse gelagert ist.
2. Fassadenaufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (9)
für die Gondel (4) um eine horizontale Achse (27) schwenkbar an der Traverse (15)
gelagert ist.
3. Fassadenaufzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die das Drehlager
(9) aufnehmende Traverse (10 bzw. 15) eine der Gondelbreite entsprechende Breite aufweist
und dass das Drehlager (9) für die Gondel (4) einen im wesentlichen der Traversenbreite
entsprechenden Durchmesser aufweist.
4. Fassadenaufzug nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager
(9) für die Gondel (4) ein Drehkranz ist.
5. Fassadenaufzug nach einem der Ansprüche 1-4, gekennzeichnet durch an der Gondel
(4) und der Tragkonstruktion angeordnete Anschläge (18, 19) zur Begrenzung des Drehwinkels
der Gondel (4).
6. Fassadenaufzug nach einem der Ansprüche 1-5, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung
zum Arretieren der Gondel (4) relativ zur Tragkonstruktion.
1. Elévateur de façade pour murs comportant des parties en retrait, muni d'une structure
porteuse suspendue à des câbles (5) et destiné à une nacelle (4) montée sur cette
structure de manière à pouvoir tourner sur un palier (9) autour d'un axe vertical
(17), la longueur de la nacelle étant plus grande que sa largeur, caractérisé en ce
que la structure porteuse est une traverse (15) suspendue aux câbles (5) et à laquelle
la nacelle (4), qui présente une superstructure en forme de châssis, est directement
suspendue de manière à pouvoir tourner, la superstructure en forme de châssis de la
nacelle (4) présentant des montants verticaux disposés aux angles de la nacelle et
une structure de toit, fixée à leurs extrémités libres, et montée sur la traverse
et en dessous de celle-ci.
2. Elévateur de façade selon la revendication 1, caractérisé en ce que le palier de
rotation (9) de la nacelle (4) est monté de manière à pouvoir pivoter sur la traverse
(15) autour d'un axe horizontal (27).
3. Elévateur de façade selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la traverse
(10, 15) qui reçoit le palier de rotation (9) présente une largeur correspondant à
la largeur de la nacelle, et en ce que le palier de rotation (9) de la nacelle (14)
présente un diamètre correspondant pratiquement à la largeur de la traverse.
4. Elévateur de façade selon l'une des revendications 1-3, caractérisé en ce que le
palier de rotation (9) de la nacelle (4) est une couronne d'orientation.
5. Elévateur de façade selon l'une des revendication 1-4, caractérisé par des butées
(18, 19) disposées sur la nacelle (4) et sur la structure porteuse et servant à limiter
l'angle de rotation de la nacelle (4).
6. Elévateur de façade selon l'une des revendications 1-5, caractérisé par un dispositif
permettant d'arrêter la nacelle (4) relativement à la structure porteuse.
1. Facade cradle lift for walls with recessed portions, having a support structure,
suspended on ropes (5), for a cradle (4) which is mounted thereon at a pivot bearing
(9) of the support structure about a vertical axis (17) and the length of which is
greater than its width, characterized in that the support structure is a transverse
member (15) which is suspended on the ropes (5) and on which the cradle (4), having
a frame-like structure, is directly mounted so as to be pivotable, the frame-like
structure of the cradle (4) comprising vertical uprights disposed at the corners of
the cradle and a roof construction which is secured at the free ends of the uprights
and is mounted at and below the transverse member.
2. Facade cradle lift according to claim 1, characterized in that the pivot bearing
(9) for the cradle (4) is mounted on the transverse member (15) so as to pivot about
a horizontal axis (27).
3. Facade cradle lift according to claim 1 or 2, characterized in that the transverse
member (10) or (15) accommodating the pivot bearing (9) has a width corresponding
to the width of the cradle and in that the pivot bearing (9) for the cradle (4) has
a diameter essentially corresponding to the width of the transverse member.
4. Facade cradle lift according to one of claims 1-3, characterized in that the pivot
bearing (9) for the cradle (4) is a rotating ring.
5. Facade cradle lift according to one of claims 1-4, characterized by stops (18,
19) disposed on the cradle (4) and the support structure for limiting the angle of
rotation of the cradle (4).
6. Facade cradle lift according to one of claims 1-5, characterized by a device for
locking the cradle (4) relative to the support structure.

