[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergleichmäßigung des Polierabtrages von
Scheiben beim Polieren mit Poliermaschinen, die über einen mit einem Poliertuch bespannten
Polierteller eine oder mehrere Polierträgerplatten, auf deren dem Polierteller zugewandten
Seite die zu polierenden Scheiben aufgekittet sind, sowie Druckstempel, die die Polierträgerplatten
gegen den mit einem Poliertuch bespannten Polierteller drücken, verfügen.
[0002] In der Planartechnik werden die für die Funktion der einzeinen Bauelemente erforderlichen
Schichtfolgen unterschiedlichen Leitfähigkeitstyps durch aufeinanderfolgende Einzelprozesse,
ausgehend von den planen Oberflächen der einkristallinen Halbleiterscheiben, hergestellt.
Wellige, gekrümmte bzw. keilige Halbleiterscheiben führen insbesondere bei Verwendung
fotolithographischer Verfahren zu Unschärfen bei der Belichtung des auf der Scheibenoberfiäche
aufgebrachten Fotolackes. Bauelemente mit hoher Schaltkreispackungsdichte lassen sich
daher aus derartigen Scheiben nicht mehr herstellen. Nachdem aber in der Halbleiterindustrie
die Tendenz zu ständig höheren Schaltkreispackunsdichten vorherrschend ist, verschieben
sich die Toleranzen hinsichtlich der Dicke, der Keiligkeit bzw. der Ebenheit der in
den Prozessen eingesetzten Halbleiterscheiben, die von den Bauelementherstellern gerade
noch akzeptiert werden, zu immer kleineren Werten.
[0003] Für die Geometrieabweichungen der einzelnen Halbleiterplättchen von der Zielnorm
sind dabei verschiedene Bearbeitungsschritte verantwortlich: neben der mechanischen
bzw. chemischen Bearbeitung, insbesondere das Sägen, Läppen bzw. Ätzen der Scheiben
sowie die eigentliche Politur und die im Zusammenhang mit diesem Verfahrensschritt
maßgeblichen Parameter. Während Optimierungsverfahren für das Aufkitten der Scheiben
auf die Trägerplatten der Poliermaschine beispielsweise mit den Deutschen Offenlegungsschriften
26 08 427 bzw. 27 12 521 zu einer Reduzierung der Geometrieabweichungen der einzelnen
Halbleiterplättchen führten, so sind die hierdurch erzielbaren Ergebnisse im Zuge
der steigenden Anforderungen an die Sche;benqualität immer noch nicht voll befriedigend.
[0004] Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei dem ringförmigen Kittmuster der zu polierenden
Scheiben zum Teil erhebliche Differenzen des mittleren Polierabtrages der einzelnen
Kittringe auftreten. So ist beispielsweise der Abtrag im mittleren Kittring deutlich
abhängig von der Polierfahrt und damit von der Standzeit des Poliertuches. Die Abhängigkeit
verhält sich dabei derart, daß bei kurzen Standzeiten der Abtrag höher und bei langen
Standzeiten der Abtrag niedriger ist als der im Außenring. Das gleiche gilt auch für
den inneren Kittring, wobei die Abhängigkeit des Polierabtrages von der Standzeit
hier noch stärker ausgebildet ist Als Folge dieser Erscheinung tritt eine Keiligkeit
bei den polierten Scheiben in radialer Richtung auf. Werden beispielsweise die Scheiben
mit ihrem Flat - worunter eine Markierung am Umfang der Scheiben zur Kennzeichnung
der kristallographischen Orientierung des jeweiligen Scheibenmaterials verstanden
wird - in Richtung des Trägerplattenzentrums aufgekittet, so ergibt sich hierbei eine
Keiligkeit senkrecht zum Flat, wobei das Flat bei den anfänglichen Polierfahrten bis
etwa zur zehnten Polierfahrt am spitzen Ende ders Keils zu liegen kommt, während nach
etwa der dreißigsten Polierfahrt das Flat am dicken Ende des Keils liegt. Aufgrund
dieser fahrtabhängigen Dickenwertdifferenz von Außenring und Mittelring resultiert
bei den etwa ersten zehn Polierfahrten sowie den letzten, über die Zahl dreißig hinausgehenden
Polierfahrten eine relativ schlechte Dickentoleranz der polierten Scheiben. Die gemessene
Keiligkeit ist allgemein umso größer, je größer die Differenz vom mittleren Dickenwert
im Außenring und mittleren Dickenwert im Mittelring ist. Der Dickenwert wird dabei
jeweils in der Scheibenmitte der einzelnen Scheibchen bestimmt.
[0005] Weiterhin kann festgestellt werden, daß innerhalb eines Kittringes in Unfangsrichtung
mitunter stark unterschiedliche Polierabträge auftreten. woraus entsprechend unterschiedliche
Dicken der einzelnen Scheibchen resultieren. Als Ursache für diese Erscheinung kann
ein unterschiedlicher Anpreßdruck während der Politur, bedingt durch eine geringfügige
Unebenheit der Trägerplattenrückseite, angesehen werden. Wird beispielsweise die Plattenrückseite
unter der Annahme einer völlig eben geläppten Vorderseite in Umfangsrichtung im Bereich
des äußern Kittrings vermessen, so zeigen sich dabei meist zwei grundsätzliche Fehler:
1. eine Sattelform mit zwei Maxima und zwei Minima wobei Maximum und Minimum jeweils
um 90° versetzt sind sowie 2. eine Keilform mit einem Maximum und einem Minimum, um
ca. 180° versetzt. Insbesondere bei Vorliegen einer sattelförmigen unebenheit stellen
sich markante Abtragsunterschiede beim Polieren ein: an den Stellen größter Plattendicke
(Maxima) entstehen maximale Polierabträge und somit minimale Scheibendicken, während
an den Stellen kleinster Plattendicke (Minima) minimale Polierabträge auftreten und
somit maximale Scheibendicken. Je weiter die Scheibchen von der Polierträgerplattenmitte
aufgekittet sind, um so stärker macht sich dieser Einfluß störend bemerkbar. Die Folge
sind in Umfangsrichtung stark unterschiedliche Dickenwerte, resultierend aus unterschiedlichen
Polierabträgen und eine Keiligkeit parallel zum Flat.
[0006] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, im Polierprozeß durch geeignete Maßnahmen
eine gleichmäßige Druckverteilung und somit auf alle Scheiben gleichwirkende Abtragskräfte
einzustellen, um Halbleiterscheiben mit geringen Toleranzen hinsichtlich ihrer Dicke,
Keiligkeit und Welligkeit gewährleisten zu können.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß zwischen Druckstempel und Trägerplattenrückseite
Zwischenlagen aus weichen, elastischen Körpern mit Druckausgleichskammern eingelegt
werden.
[0008] Aus der DE-PS 10 14 873 ist zwar bereits eine Läppmaschine bekannt, bei welcher zur
besseren Druckübertragung zwischen Werkandrückscheibe und oberer Läppscheibe Gummiplatten
eingelegt werden, derartige Gummischeiben oder andere massive elastische Zwischenlagen
führen aber bei entsprechendem Einsatz in Poliermaschinen für Halbleiterscheiben nicht
zu gleichmäßiger Dicke oder geringeren Toleranzen hinsichtlich Keiligkeit und Welligkeit
im erforderlichen Ausmaß. Unter elastischen Körpern werden erfindungsgemäß daher solche
mit Druckausgleichskammern beispielsweise Graphit- oder Silikonschäume, Kunststoffschäume,
wie beispielsweise Polyäthylenschäume, wobei die Druckausgleichskammern entweder mit
Gas oder Flüssigkeit gefüllt sein können, verstanden. Bevorzugt eingesetzt werden
dabei Luftpolsterfolien, wie insbesdondere Po!yäthylenfolien verschiedener Stärken
mit Luftnoppen verschiedener Durchmesser.
[0009] Durch das Einlegen derartiger weicher, elastischer Körper zwischen Druckstempel und
Trägerplattenrückseite werden Unebenheiten an beiden Teilen ausgeglichen.
[0010] Anhand der Abbildungen wird die Erfindung im einzelnen erläutert.
Abbildung 1 zeigt schematisch den für die Erfindung maßgeblichen Teil einer üblichen
Poliermaschine.
Abbildung 2 zeigt die Vorderseite einer Trägerplatte mit aufgekitteten zu polierenden
Scheiben.
[0011] In den Abbildungen 3a bis 3d sind schließlich 4 unterschiedlich geformte elastische
Zwischenlagen dargestellt.
[0012] Beim Polieren von beispielsweise Halbleiterscheiben 1 werden diese üblicherweise
in konzentrischen Ringen auf eine meistens aus V2A-Stahl oder Aluminium bestehnde
plane Vorderseite einer Trägerplatte 2 aufgekittet. Bevor nun der Druckstempe! 3 auf
die Trägerplattenrückseite aufgesetzt wird, wird eine weiche, elastische Zwischenlage
4 eingelegt. Der Druckstempel 3 üblicher Poliermaschinen ist mit einem Kühlsystem
versehen, welches die beim Polieren auftretende Reibungswärme abführt. Dieses Kühlsystem
besteht im einfachsten Fall aus einem Hohlraum 5, welcher über die Zuleitungsrohre
6 und 7 von einem Kühlmittel, im einfachsten Falle von Wasser, durchströmt wird. Der
Druck, mit welchem die zu polierenden Scheiben 1 gegen das auf dem Polierteller 8
aufgespannte Poliertuch 9 gepreßt werden, wird durch den an der Zylinderstange 10
angebrachten Durckzylinder 11 1 erzeugt. Während des Polierens wird der Polierteller
8 vermittels eines geeigneten Antriebs in Drehung versetzt. Hierdurch wird das System
Trägerplatte 2 und Druckstempel 3 mit Kühlsystem 5 (Kühltopf), welches gegenüber dem
starren Druckzylinder 11 vermittels des Gleitlagers 12 verbunden ist, gleichsinnig
in Rotation versetzt.
[0013] Eine Verbesserung hinsichtlich eines gleichmäßigen Polierabtrages wird dabei mit
weichen, elastischen Zwischenlagen 4 jeder beliebigen Form erreicht. Es muß nur möglichst
darauf geachtet werden, daß eine direkte Berührung der Metallflächen vom Druckstempel
3 und der Rückseite der Trägerplatte 2 vermieden wird. Durch die Wahl von speziellen
Einlagenformen kann aber die Dickenstreuung und die Keiligkeit polierter Siliciumscheiben
noch erheblich verbessert werden. Hierzu ist es erforderlich, nach jeder Polierfahrt
den mittleren Dickenwert der Scheiben der einzelnen Kittringe zu bestimmen. In der
Abbildung 2 ist beispielsweise eine Trägerplatte 2 dargestellt, auf welcher in drei
Kittringen, dem äußeren Kittring 13, dem mittleren Kittring 14 und dem'inneren Kittring
15, Siliciumscheiben aufgekittet sind. Die Zahl der Kittringe richtet sich dabei allgemein
nach der Größe der verwendeten Trägerplatten sowie den Durchmessern der zu polierenden
Scheiben.
[0014] Wird nun nach einer Polierfahrt festgestellt, daß der mittlere Dickenwert polierten
Scheiben im äußeren Ring 13 größer ist als der mittlere Dickenwert im mittleren Kittring
14, so empfiehlt es sich, ringförmige Einlagen, wie sie in Abbildung 3a bzw. Abbildung
3b dargestellt sind, einzulegen, da durch diese Einlagenform der Druck in den äußeren
Plattenzonen übertragen und somit eine Erhöhung des Polierabtrages im äußeren Plattenbereich
und eine Verringerung des Abtrages im inneren Plattenbereich bewirkt wird. Dies hat
zur Folge, daß die Dickenwerte des äußeren und mittleren Kittringes eine geringe Differenz
aufweisen und somit die Dickenstreuung und die Keiligkeit senkrecht zum Flat verringert
wird. Die Wahl der ringförmigen Einlagen gemäß Abbildung 3a bzw. Abbildung 3b richtet
sich nach dem erforderlichen verstärkten Abtrag im äußeren Kittring, denn der Abtrag
im äußeren Plattenbereich wird um so mehr gesteigert, je weiter außen die Druckübertragung
erfolgt, d.h. je schmäler die Ringbreite ist.
[0015] Entspricht der mittlere Dickenwert im äußeren Kittring 13 in etwa dem mittleren Dickenwert
im mittleren Kittring 14, so muß der Druck ganzflächig übertragen werden, da sich
hier ohnehin der Bestzustand eingestellt hat und Dickentoleranz und Keiligkeit gute
Werte erreichen. In diesem Fall empfehlen sich Einlagen wie in der Abbildung 3c, deren
Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser der Trägerplattenrückseite entspricht.
[0016] Fur den Fall, daß der mittlere Dickenwert im äußeren Kittring 13 allerdings kleiner
ist als der mittlere Dickenwert des mittleren Kittrings 14 müsen kreisförmige Einlagen
mit einem Durchmesser wesentlich kleiner als der Trägerplattendurchmesser, also beispielsweise
Einlagen, wie sie in der Abbildung 3d dargestellt sind, eingelegt werden. Diese Einlagen
übertragen den Polierdruck im Plattenzentrum. Hieraus resultiert eine Erhöhung des
Polierabtrages im inneren Plattenbereich. Als Ergebnis stellen sich geringere Differenzen
der Dickenwerte im äußeren und mittleren Kittring ein und führen somit zu einer Verbesserung
der Dickenstreuung und insbesondere der Keiligkeit senkrecht zum Flat. Der Abtrag
im inneren Plattenbereich wird dabei um so mahr gesteigert, je geringer der Durchmesser
dieser Zentrumseinlagen ist.
[0017] Ganz allgemein kann gesagt werden, daß zur Verringerung des unterschiedlichen Polierabtrages
von Kittring zu Kittring verschiedene Einlage
formen benützt werden, deren Einsatz von den Dickenmeßwerten der vorherigen Polierfahrt
abhängig ist. Für die erste Polierfahrt wird im allgemeinen eine Einlage gewählt,
die mehr oder minder maschinenspezifisch ist und für jede einzelne Poliermaschine
experimentell ermittelt werden muß. Bedingt durch die Herstellung sind nämlich sämtliche
Polierteller verschieden geformt bzw. verformt. Hinzu kommt außerdem eine Berücksichtigung
des zu polierenden Materials. Werden nämlich beispielsweise Siliciumscheiben poliert,
so verhalten sich 100-orientierte nicht unbedingt gleich wie 111-orientierte Siliciumscheiben.
Desgleichen wird ein unterschiedliches Verhalten beobachtet, wenn beispielsweise vier
Kittringe von 2-Zoll-Scheiben, drei Kittringe von 3-Zoll-Scheiben oder beispielsweise
zwei Kittringe von 4-Zoll-Scheiben auf der Trägerplatte aufgekittet sind. Weiterhin
ist zu berücksichtigen, daß bei einem Wechsel derartiger Scheibenspezifikationen auch
eine ungleichmäßige Abnutzung der Poliertücher auftritt, die aber ebenfalls durch
die Wahl der richtigen Einlage weitgehend ausgeglichen werden kann. Es hat sich allgemein
dabei als zweckmäßig erwiesen, beim Polieren von 3-Zoll- bzw. 4-Zoll-Scheiben die
Meßwerte zwischen dem außen liegenden und dem nächst inneren Kittring miteinander
zu vergleichen, während bei kleineren Scheiben mit beispielsweise 2 Zoll Durchmesser
ein Vergleich der Meßwerte des äußeren und des übernächsten inneren Kittringes zweckmäßig
ist und gute Ergebnisse bringt.
[0018] Bei der Politur mit elastischen Zwischeniagen macht sich deren Wärmeisolation nachteilig
bemerkbar, so daß die Wirkung der Kühltöpfe, d.h. der gekühlten Druckstempel, praktisch
eliminiert wird. Um die Topfkühlung wieder so weit zu steigern, daß auch bei Polierfahrten
auf neuen Poliertüchern. bei welchen naturgemäß eine entsprechend starke Reibung und
somit eine entsprechend hohe Wärmeentwicklung auftritt, eine ausreichende Kühlwirkung
zu erzielen, empfliehlt es sich, ein Kühlmittel, beispielsweise Wasser, als Wärmeüberträger
in die Rückseite der Polierträgerplatten einzufüllen. Durchgehende Einlagen, wie sie
in der Abbildung 3c dargestellt sind, werden zweckmäßig mit größeren Freiräumen ausgebildet,
um die Wärmeübertragung des eingefüllten Wassers zwischen Trägerplattenrückseite und
Druckstempel bzw. Kühltopf zu steigern.
[0019] Durch Verwendung der erfindungsgemäßen weichen, elastischen Zwischenlagen können
die Einflüsse von Trägerplattenrückseiten und Druckstempel bzw. Kühltopfunterseite
weitgehend eliminiert werden. Gleichzeitig kann aber auch durch die Wahl von günstigen
Einlageformen der Poliertucheinfluß verringert werden, wodurch eine erhebliche Verbesserung
hinsichtlich der Dickenstreuung und der Keiligkeit polierter Scheiben einer Polierträgerplatte
erreicht wird.
Beispiel
[0020] Es wurden 87 Polierfahrten ohne Zwischenlegen von weichen, elastischen Körpern zwischen
Durckstempel und Trägerplattenrückseite durchgeführt und 87 Polierfahrten, bei welchen
unterschiedliche weiche, elastische Körper zwischengelegt wurden, bei ansonsten identischen
Bedingungen. insbesondere hinsichtlich des verwendeten Poliermittels, der verwendeten
Poliertücher, des Anpreßdruckes sowie der Umdrehung des Poliertellers. Unter Polierfahrt
wird dabei die Politur sämtlicher gleichzeitig in einer Maschine polierter Scheibchen
verstanden, bei den verwendeten Maschinen jeweils 96 3-Zoll-Scheiben (Durchmesser
76,2 mm). Nachdem die Poliermaschinen mit jeweils vier Trägerplatten bestückt waren,
wurden auf jede Trägerplatte 24 Siliciumscheiben in zwei konzentrischen Ringen mit
einem Maleinatharz-a-Naphthol-Gemisch aufgekittet. Bei den 87 Polierfahrten mit Zwischenlagen
wurden dabei folgende elastische Zwischenlagen eingesetzt:
1. Luftpolsterfolien:
[0021] Typen der Firma Alkor-Oerlikon (Polyäthylenfolien):
LP N (zweilagig, Luftnoppen 0 6 mm, Folienstärke 200 µm)
LP M (zweilagig, Luftnoppen φ 10 mm, Folienstärke 200 µm)
LP S (zweilagig, Luftnoppen 0 30 mm. Folienstärke 200 um)
LP M (zweilagig, Luftnoppen 0 10 mm, Folienstärke 200 µm mit aluminiumkaschierter
Rückseite)
LP M-3 (dreilagig, Luftnoppen 0 10 mm, Folienstärke 180 µm)
LP M-3 (dreilagig, Luftnoppen φ 10 mm, Folienstärke 600 µm)
[0022] Type der Firma Sealed Air:
Aircap Ci 480 (innenbeschichtete Polyäthylenfolie, Luftnoppen 0 10 mm, Folienstärke
300 µm)
2. Schaumstoffe:
[0023] 3 und 4 mm starke Silikonschäume
[0024] Polyäthylenschaum Type 81002 der Firma Alkor
3. Luftkissen:
[0025] selbst geschweißte Luftkissen aus Polyäthylen- und Polyäthylen-/Polyamidfolien
[0026] selbst geklebte Luftkissen aus Gummi
[0027] In allen Fällen wurde zur besseren Wärmeabführung Wasser als Wärmeüberträger in die
Rückseite der Polierträgerplatten eingefüllt. Von der Wirkung hinsichtlich engerer
Dickentoleranzen und kleinerer Keiligkeitswerte waren sämtliche getesteten Zwischenlagen
brauchbar. Eine Gegenüberstellung von Standzeit und Einkaufspreis führte zu Ermittlung
der dreilagigen Polyäthylenluftpolsterfolien als der günstigsten Zwischenlage, insbesondere
die dreilagige Polyäthylenluftpolsterfolie mit Luftnoppen mit 10 mm 0 und einer Folienstärke
von 600
fLm, mit welcher schließlich zwei Drittel der gennanten Polierfahrten mit Zwischenlage
durchgeführt wurden. In der nachstehenden Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse gegenübergestellt.
Die angegebenen Werte wurden dabei durch Auswertung von jeweils 87 5-Punkt-Meßprotokollen
(1-Meßprotokoll entspricht einer Polierfahrt) von 3-Zoll-Siliciumscheiben erhalten.
In jedem dieser 5-Punkt-Meßprotokolle wurden dabei die Daten der jeweils gleichzeitig
polierten 96 Siliciumscheiben ermittelt. Gemessen wurde hierzu jedes Scheibchen in
5 Punkten, nämlich in der Mitte und in vier, jeweils um 90° voneinander getrennten
Punkten am Umfang der Scheibe, beginnend in der Mitte des Flats.
[0028] Vergleich der durchschnittlichen Meßwerte bei Anwendung der Polierfahrten mit und
ohne Luftpolstereinlagen.
