[0001] Die Erfindung betrifft einen Windsichter, enthaltend einen zentral mit Sichtgut beschickten
Rotor mit sternförmig nach aussen verlaufenden Sichtgut-Aufgabekanälen sowie mit zwischen
den Sichtgut-Aufgabekanälen angeordneten Absaugöffnungen, ferner enthaltend wenigstens
ein in axialer Verlängerung des Rotors ortsfest angeordnetes, an die Absaugöffnungen
des Rotors anschliessendes Absauggehäuse, wobei Sichtluft den zwischen benachbarten
Sichtgut-Aufgabekanälen befindlichen Raum im wesentlichen von aussen nach innen durchströmt
und zusammen mit dem Feingut durch die Absaugöffnungen des Rotors in das Absauggehäuse
eintritt, während das Grobgut nach aussen geschleudert wird.
[0002] Ein Windsichter der vorstehend genannten Art ist beispielsweise in der DE-B-2 225
258 beschrieben. Er zeichnet sich gegenüber anderen bekannten Ausführungen vor allem
durch einen wesentlich höheren Sichtgut-Durchsatz bei gleichem Durchmesser, einen
verhältnismässig einfachen konstruktiven Aufbau und eine hohe Trennschärfe aus.
[0003] Bei der in der DE-B-2 225 258 beschriebenen Ausführung besteht der Rotor im wesentlichen
aus zwei Deckscheiben, zwischen denen eine Anzahl von Rippen sternförmig angeordnet
sind, die die Sichtgut-Aufgabekanäle bilden. Die eine der beiden Deckscheiben ist
im Bereich zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen mit Durchbrüchen versehen,
die die Absaugöffnungen des Rotors darstellen, durch die die Sichtluft mit dem Feingut
in das unter dem Rotor angeordnete ortsfeste Absauggehäuse eintritt. Der zwischen
dem äusseren Ende der Sichtgut-Aufgabekanäle und den genannten Absaugöffnungen befindliche
Raum wird somit bei der bekannten Ausführung durch die eine Deckscheibe des Rotors
axial begrenzt.
[0004] Der genannte äussere Ringbereich der unteren Deckscheibe des Rotors gemäss DE-B-2
225 258 unterliegt im Betrieb zwangsläufig einem gewissen Verschleiss, und zwar sowohl
auf seiner den Sichtgut-Strömungsraum begrenzenden Oberseite als auch an seiner Unterseite,
die zusammen mit der gegenüberstehenden ortsfesten Wand des Absauggehäuses einen Dichtspalt
bildet. Mit zunehmendem Rotor-Durchmesser wird ferner die Einhaltung des gewünschten
Dichtspaltes in konstruktiver Hinsicht zunehmend schwieriger.
[0005] Es ist weiterhin ein Windsichter bekannt (US-A-29 68 401), dessen Rotor an einer
Stelle des Umfangs von aussen mit Sichtgut beschickt wird. Das Feingut durchströmt
hierbei zusammen mit der Sichtluft den Rotor von ausen nach innen und wird durch ein
in axialer Verlängerung des Rotors ortsfest angeordnetes Absauggehäuse abgeführt,
während das Grobgut in dem den Rotor umgebenden Raum ausfällt. Der mit Flügeln besetzte
äussere Teil des Rotors wird nach oben hin durch eine ortsfeste Wand des Absauggehäuses
begrentz, die sich in radialer Richtung weit nach aussen über den Umfang des Rotors
hinaus erstreckt.
[0006] Ein wesentlicher Nachteil dieses bekannten Sichters liegt in der höchst ungleichmässigen
Verteilung des nur an einer Umfangsstelle zugeführten Sichtgutes über den Rotorumfang.
Bedingt durch die weit über den Rotorumfang vorgezogene Wand des Absauggehäuses, die
den von Feingut und Sichtluft durchströmten Raum zwischen den Rotorflügeln sowie den
Raum ausserhalb des Rotors nach oben begrenzt, ergibt sich ferner eine sehr ungleichmässige
Verteilung der von unten her zuströmenden Sichtluft über die axiale Höhe der Sichtzone
(d.h. des Bereiches am Umfang des Rotors). Beide Einflüsse führen bei dem bekannten
Sichter zu einer vehältnismässig schlechten Trennschärfe der Sichtung.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Windsichter der eingangs genannten
Art unter Beibehaltung seiner grundsätzlichen Vorzüge (bezüglich Sichtgut-Durchsatz,
Aufbau und Trennschärfe) dahin weiterzuentwickeln, dass die Verschleissprobleme im
äusseren Bereich des Rotors verringert werden, das erwähnte Problem der Dichtspalt-Einstellung
zwischen Rotor und Absauggehäuse entfällt und schliesslich der freie Strömungs-Querschnitt
für die Sichtluft bei gleichbleibenden Gesamtabmessungen des Sichters vergrössert
wird.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Kombination folgender Merkmale gelöst:
a) Der zwischen dem äusseren Ende der Sichtgut-Aufgabekanäle und den Absaugöffnungen
befindliche, von Feingut und Sichtluft durchströmte Raum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen
wird auf wenigstens einer Seite axial durch einen die äussere Ringzone des Rotors
überdeckenden ortsfesten Flansch des Absauggehäuses begrenzt;
b) die Sichtgut-Aufgabekanäle enden dicht am äusseren Umfang der Grundplatte des Rotors
bzw. des Flansches des Absauggehäuses, die den von Feingut und Sichtluft durchströmten
Raum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen axial begrenzen.
[0009] Der ohnehin vorhandene ortsfeste Flansch des Absauggehäuses ersetzt somit erfindungsgemäss
einen Teil (nämlich die eine Deckscheibe) des Rotors und übernimmt an Stelle dieses
Rotorteiles die Funktion, den Strömungsweg von Sichtluft und Feingut axial zur Seite
des Absauggehäuses hin zu begrenzen. Durch den Wegfall dieses Verschleissteiles ergibt
sich eine beträchtliche Vereinfachung der Wartung.
[0010] Vorteilhaft ist bei der erfindungsgemässen Lösung ferner, dass die Notwendigkeit
entfällt, zwischen der dem Absauggehäuse zugewandten Seite des Rotors und dem Absauggehäuse
einen Dichtspalt genau einzustellen. Für die angestrebte Leistungsvergrösserung wirkt
sich schliesslich die durch den Wegfall der einen Rotordeckscheibe erzielte Vergrösserung
des freien Sichtluft-Strömungsquerschnittes günstig aus.
[0011] Im Unterschied zu der eingangs erläuterten bekannten Ausführung (gemäss US-A- 29
68 401) ragt beim erfindungsgemässen Windsichter der ortsfeste Flansch des Absauggehäuses
nach aussen nicht über den Rotor vor. Dieser ortsfeste Flansch des Absauggehäuses
sowie die Grundplatte des Rotors, die den von Feingut und Sichtluft durchströmten
Raum zwischen benachbarten Sichtluft-Aufgabekanälen axial begrenzen, besitzen vielmehr
einen äusseren Umfang, dicht an dem die Sichtgut-Aufgabekanäle enden. Dadurch wird
im Bereich dieses äusseren Umfanges, d.h. in der eigentlichen Sichtzone, eine sehr
gleichmässige Verteilung der Sichtluft über die axiale Höhe des Sichtraumes erreicht.
Zusammen mit der gleichmässigen Verteilung des Sichtgutes über den Rotorumfang gewährleistet
dies eine hohe Trennschärfe der Sichtung.
[0012] Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche und werden in Verbindung
mit der Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen
[0013]
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der für die Erfindung
wesentlichen Teile (Rotor und Absauggehäuse) eines erfindungsgemässen Windsichters;
Fig. 2 eine Teilaufsicht auf den Rotor gemäss Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 111-111 der Fig. 2;
Fig. 4 einen Schnitt durch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Sichtgut-Aufgabekanales;
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch ein Ausführungsbeispiel mit längs einer Kegelfläche
angeordneten Absaugöffnungen;
Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Windsichters mit beidseitiger Absaugung.
[0014] Der in den Fig. 1 bis 3 schematisch in den zum Verständnis der Erfindung wesentlichen
Elementen veranschaulichte Windsichter enthält einen zentralen von oben über ein Gutaufgaberohr
1 mit Sichtgut beschickten Rotor 2 und ein in axialer Verlängerung des Rotors über
diesem ortsfest angeordnetes Absauggehäuse 3.
[0015] Der von unten über eine Welle 4 angetriebene Rotor 2 trägt auf einer Grundplatte
5 eine Anzahl von Sichtluft-Aufgabekanälen 7, 7a, 7b usw., die sternförmig nach aussen
verlaufen und deren Achse 8 an einen im äusseren Bereich der zentralen Sichtgut-Aufgabe
(Rohr 1) liegenden, gedachten Kreis 9 tangential anschliesst. Die Gutaufgabekanäle
7, 7a, 7b usw. sind in Drehrichtung des Rotors (Pfeil 10) rückwärts geneigt.
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 3 werden die Sichtgut-Aufgabekanäle
7, 7a, 7b usw. durch allseitig geschlossene Hohlprofilteile 11 gebildet (vgl. Fig.
3).
[0017] Das ortsfest angeordnete Absauggehäuse 3 besitzt auf der dem Rotor 2 zugewandten
Seite im äusseren Bereich einen Flansch 12, der die äussere Ringzone des Rotors 2
überdeckt. In Fig. 2 ist die Innenkante 13 des Absauggehäuses 3 gestrichelt angedeutet.
Damit ergibt sich folgende Funktion:
[0018] Das über das Rohr 1 dem Rotor 2 aufgegebene Sichtgut (Pfeile 14) wird durch die Drehbewegung
des Rotors in den Sichtgut-Aufgabekanälen 7, 7a, 7b nach aussen geschleudert (Pfeile
15) und wird beim Verlassen dieser Sichtgut-Aufgabekanäle von der Sichtluft erfasst,
die von aussen angesaugt wird (Pfeile 16). Während das Grobgut (Pfeil 17) nach aussen
geschleudert wird, erfasst die Sichtluft das Feingut (Pfeile 18) und nimmt es mit
in den Strömungsraum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen. Der von der Sichtluft
und dem Feingut zunächst durchsetzte Teil dieses Strömungsraumes wird nach oben hin
durch den Flansch 12 des ortsfesten Absauggehäuses 3 begrenzt. Hat dann die Sichtluft
die Kante 13 des Absauggehäuses 3 erreicht, so kann sie mit dem Feingut durch die
nun gegebene Absaugöffnung 19 in das Absauggehäuse 3 abströmen. In Fig. 2 ist die
zwischen den Sichtgut-Aufgabekanälen 7 und 7a bestehende Absaugöffnung 19 hervorgehoben;
zu beachten ist, dass diese Absaugöffnung mit der Drehung des Rotors 2 umläuft.
[0019] Bei dem erfindungsgemässen Windsichter wird also der zwischen dem äusseren Ende der
Sichtgut-Aufgabekanäle 7, 7a, 7b usw. und den Absaugöffnungen 9 befindliche Raum zwischen
benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen auf der dem Absauggehäuse 3 zugewandten Seite
durch ein ortsfestes Element, nämlich durch den Flansch 12 des Absauggehäuses begrenzt.
[0020] Wie Fig. 2 erkennen lässt, enden die Sichtgut-Aufgabekanäle 7, 7a, 7b usw. dicht
am äusseren Umfang der Grundplatte 5 des Rotors 2 bzw. des Flansches 12 des Absauggehäuses
3. Durch die damit erzielte Verlängerung der Sichtgut-Aufgabekanäle ergibt sich eine
bessere Auflösung und Beschleunigung des Sichtgutes, was bei gleicher Sichtwirkung
eine Verringerung der Rotor-Drehzahl ermöglicht. Ausserdem erreicht man auf diese
Weise eine Vergrösserung des äusseren Umfanges der Absaugöffnungen 19 und damit eine
Vergrösserung des kritischen Strömungs-Querschnittes für die Sichtluft.
[0021] Fig. 4 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines Sichtgut-Aufgabekanales
7', der durch ein auf einer Seite offenes, etwa C-förmiges Hohlprofil 20 gebildet
wird. Der Rotor bewegt sich hierbei in Richtung des Pfeiles 21; die offene Seite des
Hohlprofiles 20 eilt somit in Drehrichtung des Rotors voraus. Bei geeigneter Wahl
von Anordnung und Drehzahl wird das Sichtgut bei seiner Bewegung im Aufgabekanal 7'
nach aussen durch die Coriolis-Kraft im Aufgabekanal 7
' gehalten und geführt. Eine solche offene Bauweise der Sichtgut-Aufgabekanäle zeichnet
sich durch eine hohe Betriebssicherheit (Vermeidung jeglicher Verstopfungen) und einen
besonders geringen Verschleiss aus.
[0022] Während bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen die Absaugung der Sichtluft
nach oben erfolgt, zeigt Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel mit Absaugung der Sichtluft
nach unten. Das Absauggehäuse 33 ist hier unter dem Rotor 32 angeordnet. Dieser Rotor
32 enthält im wesentlichen einen zentralen Streuteller 34, eine kegelförmige Haube
35 sowie eine Anzahl von sternförmig verlaufenden Sichtgut-Aufgabekanälen 37, die
durch geradlinig oder gekrümmt verlaufende, geschlossene oder offene Hohlprofilteile
gebildet werden.
[0023] Im Unterschied zu den erläuterten Ausführungsbeispielen liegen bei der Ausführung
gemäss Fig. 5 die Absaugöffnungen 39 des Rotors längs einer gedachten Kegelfläche,
deren Spitze vom Absauggehäuse 33 zum Rotor 32 weist. Man erkennt aus Fig. 5 unschwer,
dass sich dadurch eine besonders günstige Luftverteilung und ein besonders glattes,
turbulenzfreies Einströmen der Sichtluft (Pfeile 40) in das Absauggehäuse 33 ergibt.
Durch die Vergleichmässigung der Luftströmung wird dieTrennschärfe verbessert.
[0024] Die Neigung der kegelförmigen Haube 35 entspricht bei diesem Ausführungsbeispiel
der Neigung der erwähnten Kegelfläche, längs der die Absaugöffnungen 39 angeordnet
sind; es versteht sich jedoch, dass die Neigung der kegelförmigen Haube 35 auch kleiner
sein kann; möglich ist auch, die obere Begrenzungsfläche des Rotors 32 durch eine
senkrecht zur Rotorachse liegende, ebene Scheibe zu bilden. In diesem Falle erweitert
sich der Querschnitt der Sichtgut-Aufgabekanäle von innen nach aussen.
[0025] Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 wird im übrigen der zwischen dem äusseren
Ende der Sichtgut-Aufgabekanäle 37 und den Absaugöffnungen 39 befindliche Raum zwischen
benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen durch einen Flansch 42 des ortsfesten Absauggehäuses
33 begrenzt. Die Ausführung nach Fig. 5 kann auch dahin abgewandelt werden, dass die
untere Kante der Sichtgut-Aufgabekanäle im äusseren Bereich und damit auch der Flansch
42 waagerecht verlaufen.
[0026] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem auf beiden Seiten des Rotors 52 je
ein Absauggehäuse 53 bzw. 53a angeordnet ist. Der von unten über eine Welle 54 angetriebene
Rotor 52 trägt auf einer zugleich als Streuteller dienenden Grundplatte 55 eine Anzahl
von sternförmig verlaufenden Sichtgut-Aufgabekanälen 57, die wie bei den zuvor erläuterten
Ausführungsbeispielen geradlinig oder gekrümmt verlaufen und durch offene oder geschlossene
Hohlprofilteile gebildet sein können.
[0027] Der Raum zwischen dem äusseren Ende der Sichtgut-Aufgabekanäle 57 und den Absaugöffnungen
59 bzw. 59a wird auf der Ober- und Unterseite des Rotors durch einen Flansch 62 bzw.
62a der Absauggehäuse 53 bzw 53a begrenzt. Die Absaugung der Sichtluft (Pfeile 63)
erfolgt nach oben und unten.
[0028] Bei allen beschriebenen Ausführungsbeispielen können die die Sichtgut-Aufgabekanäle
bildenden Hohlprofilteile aus Strangprofilmaterial hergestellt werden. Dies ist insbesondere
bei geradlinigem Verlauf der Sichtgut-Aufgabekanäle zweckmässig (vgl. Fig. 2), da
in diesem Falle die Sichtgut-Aufgabekanäle durch einfaches Abschneiden von Strangmaterial
gefertigt werden können.
[0029] Die die Sichtgut-Aufgabekanäle bildenden Profilteile können auch aus Kunststoff hergestellt
werden, sofern eine ausreichende Temperaturbeständigkeit und Verschleissfestigkeit
gewährleistet ist. Zu diesem Zweck können Kunststoff-Profilteile an den einem erhöhten
Verschleiss ausgesetzten Flächen armiert werden. Es ist jedoch auch möglich, die die
Sichtgut-Aufgabekanäle bildenden Profilteile aus hochverschleissfestem Material (wie
keramischen Werkstoffen, Schmelzbasalt usw.), vorzugsweise im Strangguss-Verfahren,
herzustellen.
[0030] Von Bedeutung für eine optimale Funktion des Sichters ist ferner die richtige Wahl
des Verhältnisses der Weite der Sichtgut-Aufgabekanäle in axialer Richtung des Rotors
(Höhe H, vgl. Fig. 3) zum Rotordurchmesser (Mass D gemäss Fig. 1). Bei einseitiger
Absaugung der Sichtluft (Ausführungsbeispiele der Fig. 1 bis 5) wird das Verhältnis
H/D zweckmässig zwischen 1:4 und 1:15, vorzugsweise zwischen 1:7 und 1:12, gewählt.
[0031] Bei beidseitiger Absaugung der Sichtluft (Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 6) liegt
das Verhältnis H:D zweckmässig zwischen 1:2 und 1:10, vorzugsweise zwischen 1:3,5
und 1:7.
[0032] Eine weitere Abwandlung der Erfindung besteht darin, die äussere Mündung der Sichtgut-Aufgabekanäle
gegenüber der Sichterachse etwas zu neigen, so dass der der Absaugöffnung abgewandte
Rand dieser Mündung auf einem etwas kleineren Durchmesser als der der Absaugöffnung
zugewandte Mündungsrand liegt. Dadurch erreicht man eine Kompensation der bei grösserer
Kanalhöhe etwas ungleichmässigen Strömungsgeschwindigkeit der Luft (nahe der Absaugöffnung
etwas grösser als auf der der Absaugöffnung abgewandten Seite), was zu einer Erhöhung
der Trennschärfe führt.
[0033] Im Rahmen der Erfindung ist es schliesslich möglich, dass die Sichtgut-Aufgabekanäle
gekrümmt sind und in Drehrichtung des Rotors rückwärts geneigt verlaufen. Durch die
gekrümmte Anordnung läst sich die gewünschte Sichtfeinheit mit niedrigerer Drehzahl
erzielen; man erreicht ferner einen maximalen Austrittswinkel des Gutes gegenüber
dem Radiusvektor, was den Wirkungsgrad der Sichtung verbessert.
1. Windsichter, enthaltend einen zentral mit Sichtgut beschickten Rotor (2) mit sternförmig
nach aussen verlaufenden Sichtgut-Aufgabekanälen (7, 7a, 7b) sowie mit zwischen den
Sichtgut-Aufgabekanälen (7, 7a, 7b) angeordneten Absaugöffnungen (19), ferner enthaltend
wenigstens ein in axialer Verlängerung des Rotors (2) ortsfest angeordnetes, an die
Absaugöffnungen (19) des Rotors anschliessendes Absauggehäuse (3), wobei Sichtluft
den zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen (7, 7a, 7b) befindlichen Raum im
wesentlichen von aussen nach innen durchströmt und zusammen mit dem Feingut durch
die Absaugöffnungen (19) des Rotors (2) in das Absauggehäuse (3) eintritt, während
das Grobgut nach aussen geschleudert wird, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
Merkmale:
a) Der zwischen dem äusseren Ende der Sichtgut-Aufgabekanäle (7, 7a, 7b) und den Absaugöffnungen
(19) befindliche, von Feingut und Sichtluft durchströmte Raum zwischen benachbarten
Sichtgut-Aufgabekanälen (7, 7a, 7b) wird auf wenigstens einer Seite axial durch einen
die äussere Ringzone des Rotors (2) überdeckenden ortsfesten Flansch (12) des Absauggehäuses
(3) begrenzt;
b) die Sichtgut-Aufgabekanäle (7, 7a, 7b) enden dicht am äusseren Umfang der Grundplatte
(5) des Rotors (2) bzw. des Flansches (12) des Absauggehäuses (3), die den von Feingut
und Sichtluft durchströmten Raum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen (7,
7a, 7b) axial begrenzen.
2. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des
Rotors (52) je ein Absauggehäuse (53, 53a) vorgesehen ist und der von Feingut und
Sichtluft durchströmte Raum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen (57) auf
beiden Seiten axial durch einen ortsfesten Flansch (62, 62a) des zugehörigen Absauggehäuses
(53, 53a) begrenzt wird.
3. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtgut-Aufgabekanäle
gekrümmt sind und in Drehrichtung des Rotors rückwärts geneigt verlaufen.
4. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von Hohlprofilteilen
(20) gebildeten Sichtgut-Aufgabekanäle (7') auf ihrer in Drehrichtung (21) des Rotors
vorauseilenden Seite wenigstens teilweise offen sind.
5. Windsichter nach Anspruch 1, mit einseitiger Absaugung der Sichtluft, dadurch gekennzeichnet,
dass die Weite (H) der Sichtgut-Aufgabekanäle (7b) in axialer Richtung des Rotors
(2) zum Rotor-Durchmesser (D) im Verhältnis zwischen 1:4 und 1:15, vorzugsweise zwischen
1:7 und 1:12, steht.
6. Windsichter nach Anspruch 2, mit beidseitiger Absaugung der Sichtluft, dadurch
gekennzeichnet, dass die Weite der Sichtgut-Aufgabekanäle in axialer Richtung des
Rotors zum Rotor- Durchmesser im Verhältnis zwischen 1:2 und 1:10, vorzugsweise zwischen
1:3,5 und 1:7, steht.
7. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugöffnungen (39)
des Rotors (32) längs einer gedachten Kegelfläche liegen, deren Spitze vom Absauggehäuse
(33) zum Rotor (32) weist.
8. Windsichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand, die den von
Feingut und Sichtluft durchströmten Raum zwischen benachbarten Sichtgut-Aufgabekanälen
(37) axial begrenzt, durch eine kegelförmige Haube (35) des Rotors (32) gebildet wird,
deren Neigung höchstens gleich der der gedachten Kegelfläche ist, längs deren die
Absaugöffnungen (39) des Rotors (32) liegen.
9. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Mündung der
Sichtgut-Aufgabekanäle (7, 37, 57) gegenüber der Sichterachse etwas geneigt ist, wobei
der der Absaugöffnung (19, 39, 59) abgewandte Rand dieser Mündung auf einem etwas
kleineren Durchmesser als der der Absaugöffnung zugewandte Mündungsrand liegt.
1. Air sifter, containing a rotor (2) which is centrally supplied with material for
sifting and has channels (7, 7a, 7b) extending outwards in star formation to deliver
material for sifting and extraction apertures (19) arranged between the channels (7,
7a, 7b) for the delivery of material for sifting, and also containing at least one
stationary extractor housing (3) which is arranged as an extension of the rotor (2)
and connected to the extraction apertures (19) of the rotor, in which material for
sifting flows essentially inwards from the outside to the space located between adjacent
material delivery channels (7, 7a, 7b) and together with the fine material passes
through the extraction apertures (19) of the rotor (2) and enters the extractor housing
(3), whilst the coarse material is spun outwards, characterised by the combination
of the following features:
a) The space between adjacent channels (7, 7a, 7b) for the delivery of material for
sifting which is located between the outer end of the said channels (7, 7a, 7b) and
the extraction apertures (19) and through which fine material and air for sifting
flow is axially defined on at least one side by a stationary flange (12) of the extractor
housing (3) which covers the outer annular zone of the rotor (2);
b) the channels (7, 7a, 7b) for the delivery of material for sifting end close to
the outer periphery of the base plate (5) of the rotor (2) or of the flange (12) of
the extractor housing (3) which axially define the space between adjacent channels
(7, 7a, 7b) for the delivery of material for sifting through which the fine material
and air for sifting flow.
2. Air sifter as claimed in claim 1, characterised in that an extractor housing (53,
53a) is provided on each side of the two sides of the rotor (52) and the space between
adjacent channels (57) for the delivery of material for sifting through which fine
material and airfor sifting flow is axially defined on both sides by a stationary
flange (62, 62a) of the appertaining extractor housing (53, 53a).
3. Air sifter as claimed in claim 1, characterised in that the channels for the delivery
of material for sifting are curved and are inclined backwards in the direction of
rotation of the rotor.
4. Air sifter as claimed in claim 1, characterised in that the channels (7') for the
delivery of material for sifting formed by hollow section parts (20) are at least
partially open on their leading side in the direction of rotation (21) of the rotor.
5. Air sifter as claimed in claim 1, in which air for sifting is extracted on one
side, characterised in that the ratio of the width (H) of the channels (7b) for the
delivery of material for sifting in the axial direction of the rotor (2) to the diameter
(D) of the rotor is between 1:4 and 1:15, preferably between 1:7 and 1:12.
6. Air sifter as claimed in claim 2, in which air for sifting is extracted on both
sides, characterised in that the ratio of the width of the channels for the delivery
of material for sifting in the axial direction to the diameter of the rotor is between
1:2 and 1:10, preferably between 1:3.5 and 1:7.
7. Air sifter as claimed in claim 1, characterised in that the extraction apertures
(39) of the rotor (32) lie along a covered conical surface the apex of which points
from the extractor housing (33) to the rotor sifting (32).
8. Air sifter as claimed in claim 7, characterised in that the wall which axially
defines the space between the channels (37) for the delivery of material for sifting
through which fine material and air for sifting flow is formed by a conical cap (35)
of the rotor (32) the inclination of which is at most equal to that of the covered
conical surface along which the extraction apertures (39) of the rotor (32) tie.
9. Air sifter as claimed in claim 1, characterised in that the outer opening of the
channels (7, 37, 57) for the delivery of material for sifting is somewhat inclined
relative to the sifter axis, and the edge of this opening facing away from the extraction
aperture (19, 39, 59) lies on an edge of the opening having a somewhat smaller diameter
than the extraction aperture.
1. Séparateur à vent comprenant un rotor (2) dont le chargement en matière à classer
s'effectue centralement et qui comporte des canaux (7, 7a, 7b) de chargement de cette
matière qui sont orientés en étoile vers l'extérieur, ledit séparateur comprenant
par ailleurs des ouvertures d'aspiration (19) situées entre lesdits canaux de chargement
(7, 7a, 7b) ainsi qu'au moins une boîte d'aspiration (3) montée fixe, se raccordant
à la suite des ouvertures (19) d'aspiration du rotor et disposée dans le prolongement
de l'axe du rotor (2), l'air de séparation balayant l'espace se trouvant entre les
canaux voisins de chargement (7, 7a, 7b) essentiellement de l'extérieur vers l'intérieur
et entrant dans la boîte d'aspiration (3) avec les particules fines par les ouvertures
d'aspiration (19) du rotor (2), tandis que les grosses particules sont projetées vers
l'extérieur, séparateur à vent caractérisé par la combinaison des particularités suivantes:
a) une bride fixe (12) de la boîte d'aspiration (3) qui recouvre la zone annulaire
extérieure du rotor (2) délimite l'espace qui est compris entre les canaux de chargement
voisins (7, 7a, 7b) et situé entre l'extrémité extérieure de ces canaux (7, 7a, 7b)
et les ouvertures d'aspiration (19) et par lequel passent les particules fines et
l'air de séparation;
b) les canaux (7, 7a, 7b) de chargement de la matière à classer aboutissent à proximité
immédiate de la circonférence extérieure de la plaque d'assise (5) du rotor (2) ainsi
que de la bride (12) de la boîte d'aspiration (3), cette plaque d'assise (5) et cette
boîte d'aspiration (3) délimitant dans la direction de l'axe l'espace compris entre
les canaux voisins de chargement de la matière (7, 7a, 7b) et par lequel passent les
particules fines et l'air de séparation.
2. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une boîte d'aspiration
(53, 53a) est prévue sur chacun des deux côtés du rotor (52) et une bride fixe (62,
62a) de la boîte d'aspiration correspondante (53, 53a) délimite dans la direction
de l'axe, sur les deux côtés, l'espace compris entre les canaux voisins de chargement
(57) et par lequel passent les particules fines et l'air de séparation.
3. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux de
chargement de la matière à classer sont incurvés et inclinés vers l'arrière par rapport
au sens de rotation du rotor.
4. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux (7')
de chargement de la matière à classer, qui sont formés de profilés creux (20), sont
au moins partiellement ouverts du côté situé à l'avant par rapport au sens de rotation
(21) du rotor.
5. Séparateur à vent selon la revendication 1 et à aspiration de l'air de séparation
d'un seul côté, caractérisé en ce que le rapport de la largeur (H), dans la direction
de l'axe du rotor (2), des canaux (7b) de chargement de la matière à classer au diamètre
(D) du rotor est compris entre 1:4 et 1:15, de préférence entre 1:7 et 1:12.
6. Séparateur à vent selon la revendication 2 et à aspiration de l'air de séparation
des deux côtés, caractérisé en ce que le rapport de la largeur, dans la direction
de l'axe du rotor, des canaux de chargement de la matière à classer au diamètre du
rotor est compris entre 1:2 et 1:10, de préférence entre 1:3,5 et 1:7.
7. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que les ouvertures
d'aspiration (39) du rotor (32) sont situées de long d'une surface conique imaginaire
dont la pointe est orientée de la boîte d'aspiration (33) vers le rotor (32).
8. Séparateur à vent selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un capot conique
(35) du rotor (32) forme la cloison qui délimite dans la direction de l'axe l'espace
par lequel passent les particules fines et l'air de séparation et qui est compris
entre les canaux voisins (37) de chargement de la matière à classer, l'inclinaison
dudit capot (35) étant au maximum égale à celle de ladite surface conique imaginaire
le long de laquelle se trouvent les orifices d'aspiration (39) du rotor (32).
9. Séparateur à vent selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'orifice extérieur
des canaux (7, 37, 57) de chargement de la matière à classer est légèrement incliné
sur l'axe du séparateur, le bord de cet orifice qui est tourné du côté opposé à celui
de l'ouverture d'aspiration (19, 39, 59) se trouvant sur un diamètre légèrement plus
petit que celui du bord de l'orifice qui est tourné vers cete ouverture d'aspiration.