(19)
(11) EP 0 004 866 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.10.1979  Patentblatt  1979/22

(21) Anmeldenummer: 79100769.3

(22) Anmeldetag:  15.03.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)2B28B 7/18, B28B 7/24, B28B 7/36
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH FR GB IT LU NL SE

(30) Priorität: 16.03.1978 DE 2811547

(71) Anmelder: Quickblock Holding AG
8750 Glarus (CH)

(72) Erfinder:
  • Carstens, Frederick
    CH-8750 Glavus (CH)

(74) Vertreter: Liedl, Gerhard, Dipl.-Phys. et al
Patentanwalt Herterichstrasse 18
D-81479 München
D-81479 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Form zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Betonhohlblocksteine


    (57) Eine Form, die zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer spezieller Betonhohlblocksteine(1,11,21) dient, besteht aus wenigstens drei Teilen, die eine untere Basisplatte (5, 24, 25), einen Formkasten (6) mit Längs-, Quer- und Trennwänden (8, 9, 15) sowie einen oberen Formstempel (7) umfassen.
    Um die Form zur Herstellung von Steinen vielseitiger Abmessungen schnell und einfach umändern zu können und um der Form auch eine ausreichend grosse Stabilität zu verleihen, damit die Steine für nachfolgende Behandlungsschritte auf bestimmten Teilen der Form belassen werden können, sind einerseits die jeweiligen Einzelteile des Formkastens (6) und/oder des Formstempels (7) miteinander verschraubt, und es ist andererseits die untere Basisplatte (5, 24, 25) als steife Fertigungspalette ausgebildet, welche die Steine (1, 11, 21) während der sich an die Formung anschliessenden Schritte, wie Trocknen usw., tragen kann, ohne dass diese Steine zuvor von der Fertigungspalette abgenommen werden müssen. Diese steif ausgebildete, als untere Basisplatte der Form dienende Fertigungspalette weist an ihrer Oberseite Vertiefungen (41) zur Formung der Zentriervorsprünge (4) der Steine (1, 11, 21) auf.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Form zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Betonhohlblocksteine, und zwar solcher Betonhohlblocksteine, die jeweils an ihrer Oberseite bzw. Unterseite wenigstens zwei Zentriervorsprünge und an der gegenüberliegenden Fläche entsprechend viele Zentriervertiefungen zum Eingriff mit den Zentriervorsprüngen des benachbarten Hohlblocksteins aufweisen.

    [0002] Derart speziell ausgebildete Betonhohlblocksteine weisen gegenüber den üblichen glattflächigen und untereinander mit Mörtel verfugten Steinen den Vorteil auf, daß sie ohne ausgleichenden Mörtel verlegt werden können, da sie in ihren Außenabmessungen außerordentlich präzis, d. h. mit entsprechend engen Toleranzen gefertigt sind. Es ist daher lediglich erforderlich, zum Verbinden der Steine einen geeigneten Klebstoff, beispielsweise einen Epoxykleber, zu verwenden, der die jeweils benachbarten Steine in ihren Horizontal- sowie Vertikalfugen miteinander verbindet.

    [0003] Die jeweils vorgesehenen Zentriervorsprünge bzw. -vertiefungen sind so angeordnet, daß die Steine im Längs- und Querverband gesetzt werden können. Die Steine weisen daher je nach Größe - d. h. in Abhängigkeit davon, ob ein Viertelstein, ein Halbstein oder ein Vollstein vorliegt - an ihrer Oberseite wenigstens zwei - bzw. vier, sechs, acht oder mehr - Zentriervorsprünge und an ihrer Unterseite eine gleich große Anzahl von entsprechend geformten Zentriervertiefungen auf. Beim Verlegen der Steine, bei dem die jeweiligen Zentriervorsprünge nach oben zeigen, greifen diese Zentriervorsprünge in die an der Unterseite des benachbarten oberen Gegensteins vorgesehenen Zentriervertiefungen ein und bewirken auf diese Weise die Maßhaltigkeit der Wand in Längs- und Vertikalrichtung.

    [0004] Die zum Herstellen solcher Steine verwendeten Formen weisen nun den Nachteil auf, daß sie nur mit relativ großem und demgemäß auch zeitraubendem Aufwand umgeändert werden können, um Betonhohlblocksteine anderer Abmessungen herzustellen. Außerdem hat sich gezeigt, daß Teile dieser Formen nicht stabil genug sind, um auch für nachfolgende Behandlungsschritte die Steine auf ihnen belassen zu können, was demgemäß bedeutet, daß unmittelbar nach Beendigung des Formvorganges die Steine vollständig von der Form getrennt und gesondert der nachfolgenden Behandlungsstation, einem Lagerplatz oder dgl. zugeführt werden müssen.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Form zur Beseitigung der geschilderten Nachteile derart auszugestalten, daß sie zur Herstellung von Steinen vielseitiger Abmessungen schnell und einfach änderbar ist und außerdem auch eine ausreichend große Stabilität aufweist, um auch für nachfolgende Behandlungsschritte oder dgl. die Steine auf bestimmten Teilen der Form belassen zu können, ohne die Steine gesondert bewegen zu müssen.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen hiervon sind in weiteren Ansprüchen enthalten.

    [0007] Da die erfindungsgemäße Form aus wenigstens drei Teilen - einer unteren steif ausgebildeten Basisplatte, einem Formkasten und einem oberen Formstempel - besteht, läßt sich die Ausbildung dieser drei wesentlichen Formteile derart withen, daß die Form insgesamt zur Herstellung von Steinen vielseitiger Abmessungen schnell und einfach umgeändert werden kann. Eine derartige Umgestaltung der Form gestaltet sich besonders einfach, weil die entsprechenden Einzelteile des Formkastens und/oder des Formstempels miteinander verschraubt sind, so daß die jeweiligen Einzelteile je nach den zu formenden Steinmodellen ohne großen Aufwand ausgewechselt werden können. Teile der Form, die einem besonders großen Verschleiß ausgesetzt sind, können hierbei besonders schnell ausgetauscht werden. Außerdem ist es hierdurch möglich, die Anzahl der gleichzeitig in einer Form herzustellenden Voll-, Halb- und Viertelsteine durch Auswechseln der Einzelteile kurzfristig zu ändern. Es ermöglicht daher die geschraubte Ausbildung der Form das schnelle Auswechseln einzelner Verschleißteile und das schnelle Umstellen auf andere Steinmodelle unter Weiterverwendung von bleibenden Standardteilen.

    [0008] Da außerdem die bei der Form zur Anwendung gelangende untere Basisplatte als steife Fertigungspalette ausgebildet ist, ist nicht nur eine ausreichende Festigkeit und Starrheit dieser unteren Basisplatte gegeben, sondern auch die Möglichkeit vorhanden, eine Vielzahl - der geformten Betonhohlblocksteine nach dem Gießen und Aushärten nach Wunsch handhaben zu können, ohne zuvor die Steine von der unteren Basisplatte wegnehmen zu müssen. Es können daher beispielsweise die Steine nach dem eigentlichen Formen einer Trocknungsstation zugeführt werden, ohne diese von der Fertigungspalette abnehmen zu müssen, was eine wesentliche Erleichterung des gesamten Fertigungsvorganges darstellt und diesen Vorgang insgesamt auch beschleunigt.

    [0009] Hinsichtlich einer schnellen und einfachen Umstellmöglichkeit der erfindungsgemäßen Form ergeben sich weitere Vorteile dann, wenn die als Fertigungspalette ausgebildete untere steife Basisplatte beidseitig verwendbar ist, d. h. sowohl an ihrer Oberseite als auch an ihrer Unterseite Vertiefungen unterschiedlichen Musters aufweist, so daß je nach Bedarf die Oberseite oder Unterseite der Fertigungspalette in Verbindung mit den anderen Teilen der Form zum Herstellen der gewünschten Steine zur Anwendung gelangen kann.

    [0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:

    Fig. 1 einen als sogenannten "Vollstein" ausgebildeten Betonhohlblockstein, teilweise geschnitten in Seitenansicht,

    Fig. 2 in Draufsicht und

    Fig. 3 im Querschnitt nach Linie III-III in Fig. 1;

    Fig. 4 in Draufsicht einen Halbstein und

    Fig. 5 einen Viertelstein;

    Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel der Form in Draufsicht und

    Fig. 7 im Längsschnitt nach Linie VII-Vn in Fig. 6;

    Fig. 8 eine beidseitig verwendbare und als untere Basisplatte der Form dienende Fertigungspalette schematisch in Seitenansicht,

    Fig. 9 in Draufsicht und

    Fig. 10 im Querschnitt nach Linie X-X in Fig. 9 sowie

    Fig. 11 eine abgewandelte Ausführungsform hiervon.



    [0011] Der aus Fig. 1 - 3 ersichtliche Betonhohlblockstein 1, der im Gegensatz zu den Ausführungsformen gemäß Fig. 4 und 5 als sogenannter Vollstein ausgebildet ist, weist eine langgestreckte quaderförmige Form mit beispielsweise den Abmessungen in Breite 20 cm, Länge 40 cm, Höhe 15 cm auf und besitzt in seinem Inneren zwei in Längsrichtung des Steins 1 hintereinander angeordnete durchgehende Ausnehmungen 2, deren Querschnitt die insbesondere aus Fig. 2 ersichtliche Form aufweist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Stein 1 an seiner Oberseite mit acht Vertiefungen 3 und an seiner Unterseite mit einer entsprechend großen Anzahl, d.h. ebenfalls mit acht Vorsprüngen 4 versehen. In diesem Zusammenhang ist jedoch festzustellen, daß beim Verlegen der Steine 1 die Vorsprünge 4 nach oben zeigen, während bei der Fertigung der Steine 1 die Vorsprünge 4 nach unten zeigen, wie noch zu erläutern ist.

    [0012] Die zur Zentrierung dienenden Vertiefungen 3 und Vorsprünge 4 sind in der aus Fig. 1 und 3 ersichtlichen Weise von komplementärer Gestalt und konisch ausgebildet, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß sich jeweils zwei der Vertiefungen 3 bzw. Vorsprünge 4 beidseits der Längsmittelebene des Steins 1 gegenüberliegen und jeweils zwei Paare solcher Vertiefungen 3 bzw. Vorsprünge 4 in den Ecken eines gedachten Quadrats liegen, wie besonders deutlich aus Fig. 2 ersichtlich.

    [0013] Bei der abgewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 4 ist der dargestellte Betonhohlblockstein 11 als Halbstein 11 ausgebildet, der in seinen Abmessungen praktisch den halbierten Hohlblockstein 1 gemäß Fig. 1 - 3 darstellt. Der Halbstein 11 weist demgemäß an seiner einen Fläche vier konische Zentriervertiefungen 3 auf, die in regelmäßigem Abstand um die einzige Ausnehmung 2 des Halbsteins 11 herum gruppiert sind und mit vier an der gegenüberliegenden Fläche des Halbsteins 11 vorgesehenen Zentriervorsprüngen 4 fluchten.

    [0014] In ähnlicher Weise entspricht der als Viertelstein 21 ausgebildete Hohlblockstein gemäß Fig. 5 dem Halbstein 11 gemäß Fig. 4 und weist demgemäß lediglich zwei Zentriervertiefungen 3 bzw. Zentriervorsprünge 4 auf, die beidseits der hälftigen Ausnehmung 22 des Viertelsteins 21 angeordnet sind.

    [0015] Zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer der Betonhohlblocksteine 1 bzw. 11 bzw. 21 dient die aus Fig. 6 und 7 ersichtliche Form. Diese ist dreiteilig ausgebildet und besteht aus einer unteren steifen Basisplatte 5, einem Formkasten 6 und einem Formstempel 7.

    [0016] Die untere Basisplatte 5 ist derart steif ausgebildet, daß sie als Fertigungspalette dient, d.h. sie trägt nicht nur an ihrer jeweiligen Oberseite die Betonhohlblocksteine 1 bzw. 11 bzw. 21 während deren Formens, sondern auch während weiterer, sich an die Formung anschließender Schritte, wie beispielsweise einem Trocknen, einem Verbringen zum Lagerplatz usw. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist daher diese Fertigungspalette 5 aus Vollmaterial gebildet und besteht aus Stahlblech, Guß, Kunststoff, Aluminium oder anderen geeigneten biegesteifen Werkstoffen.

    [0017] Da, wie schon dargelegt, die Zentriervorsprünge 4 der Steine 1 bzw. 11 bzw. 21 bei deren Fertigung nach unten zeigen, weist die Fertigungspalette 5 an ihrer Oberseite entsprechend ausgebildete konische Vertiefungen 41 auf, die in einem dem Muster der bei den Steinen vorzusehenden Zentriervorsprünge 4 entsprechenden Muster angeordnet sind.

    [0018] Der auf die Fertigungspalette zentriert aufzusetzende Formkasten 6 ist als Schraubkonstruktion aus zwei Längswänden 8 und zwei Querwänden 9 gebildet, die durch Schraubverbindungen 10 aneinander festgelegt sind. An den Längswänden 8 des Formkastens 6 sind quer verlaufende Formkastenhalterungen 12 angeschweißt und außerdem unterseitig Zentrierungsstücke 13 angeschraubt, um beim Aufsetzen des Formkastens 6 auf die Fertigungspalette 5 diese beiden Formteile gegeneinander zu zentrieren. Den Innenseiten der Längswände 8 und der Querwände 9 liegen Verschleißbleche 14 an, die dort ebenfalls durch leicht lösbare Verschraubungen 10 festgelegt sind. Außerdem ist der Formkasten 6 durch parallel zu den Längswänden 8 verlaufende Trennwände 15 in entsprechend viele Formabteile unterteilt, deren Abmessungen jeweils denen der zu formenden Steine 1, 11, 21 entsprechen. Außerdem sind in diese Formabteile in der aus Fig. 6 und 7 ersichtlichen Weise Kerne 16 eingesetzt, die jeweils durch einen parallel zur Formkastenlängswand 8 verlaufenden Steg 17 untereinander verbunden sind und Abmessungen aufweisen, die denen der in den Steinen 1 bzw. 11 bzw. 21 vorzusehenden Ausnehmungen 2 bzw. 22 entsprechen.

    [0019] Wie besonders deutlich aus Fig. 6 ersichtlich, gelangt die dargestellte Form zur Anwendung, um gleichzeitig nebeneinander drei der Hohlblocksteine 1 gemäß Fig. 1 - 3 sowie einen Halbstein 11 gemäß Fig. 4 und einen Viertelstein 21 gemäß Fig. 5 zu formen. Hierbei werden der Halbstein 11 und der Viertelstein 21 in einem einzigen Formabteil - dem am weitesten rechts gelegenen Formabteil gemäß Fig. 6 - geformt, so daß aus diesem Grund die die Formung der entsprechenden Ausnehmungen 2 bzw. 22 bewirkenden Kerne 16 auch eine entsprechende Ausbildung aufweisen und einen Zwischenkern 16' beinhalten, der mit den Stegen 17 der beiden Kerne 16 verbunden ist.

    [0020] Selbstverständlich kann, wie schon dargelegt, die Anzahl der gleichzeitig in einer einzigen Form herstellbaren Vollsteine 1 und/oder Halbsteine 11 und/oder Viertelsteine 21 durch Auswechseln der entsprechenden, lediglich durch Verschrauben miteinander verbundenen Formeinzelteile kurzfristig geändert werden.

    [0021] Bezüglich der Ausbildung des Formstempels 7 wird ausdrücklich auf Fig. 7 verwiesen, woraus insbesondere auch ersichtlich ist, daß der Formstempel 7 für jedes der bei der Form gemäß Fig. 6 vorgesehenen vier Formabteile zwei unterseitig an einer gemeinsamen Platte 18 befestigte Bügel 19 aufweist, an deren Unterseite wiederum eine Abschlußplatte 20 angeschweißt ist. Jede dieser Abschlußplatten 20 trägt unterseitig eine mittels Verschraubung 10 hieran befestigte Formplatte 23, welche die glatte Oberseite des in dem betreffenden Formabteil befindlichen Steins oder der Steine ausformt. An dieser Formplatte 23 sind wiederum unterseitig - ebenfalls mittels Verschraubung 10 - konisch vorragende Vorsprünge 31 befestigt, die zum Ausformen der Zentriervertiefungen 3 an der Oberseite des jeweils in der Form befindlichen Steins 1 bzw. 11 bzw. 21 dienen.

    [0022] Der in Fig. 7 dargestellte Formungszustand ist derart, daß der vollständig mit Verschleißblechen 14, Kernen 16, Trennwänden 15 usw. versehene Formkasten 6 zentriert auf der Fertigungspalette 5 sitzt und mit Beton gefüllt ist. Der Formstempel 7 ist auf die Oberseite des im Formkasten 6 befindlichen Betons abgesenkt worden und hat diesen Beton durch Druck und/oder Vibration auf die gewünschte Steinhöhe verdichtet. Da der Beton die konischen Vertiefungen 41 der Fertigungspalette 5 ausfüllt, werden dadurch auch die Zentriervorsprünge 4 der jeweils geformten Steine 1, 11, 21 gebildet. Gleichzeitig werden auch durch die an der Unterseite des Formstempels 7 vorgesehenen Vorsprünge 31 die konischen Zentriervertiefungen 3 in die gegenüberliegende Fläche der Steine gedrückt.

    [0023] Wenn der Formungsvorgang beendet ist, werden der Formstempel 7 und der Formkasten 6 nacheinander in der genannten Reihenfolge nach oben bewegt. Die fertig geformten Steine 1, 11, 21 bleiben demgegenüber auf der Fertigungspalette 5 sitzen und werden zusam- , men mit der Fertigungspalette 5 beispielsweise in eine Trocknungsstation verbracht, worauf dann erst die fertigen Steine 1, 11, 21 von der Fertigungspalette 5 abgenommen werden. Dadurch wird in jedem Fall, da die Steine nicht mehr gesondert vom Formunterteil abgenommen werden müssen, ein Arbeitsgang eingespart.

    [0024] Bei dem aus Fig. 8 - 10 ersichtlichen abgewandelten Ausführungsbeispiel ist die dargestellte Fertigungspalette 24 beidseitig verwendbar und weist zu diesem Zweck nicht nur an ihrer Oberseite in der schon beschriebenen Weise die zum Ausbilden der Steinvorsprünge 4 dienenden Vertiefungen 41 auf, sondern besitzt auch an ihrer Unterseite entsprechende Vertiefungen, wobei die unterseitig an der Fertigungspalette 24 vorgesehenen Vertiefungen jedoch in anderer Anzahl und in einem anderen Muster vorgesehen sind, wie insbesondere aus Fig. 9 ersichtlich. Dadurch ist es möglich, mit ein und derselben Fertigungspalette - indem deren Oberseite verwendet wird - beispielsweise gleichzeitig einerseits vier Hohlblocksteine 1 mit der beschriebenen Form herzustellen und - indem die Unterseite der Fertigungspalette 24 nach oben gekehrt wird - andererseits gleichzeitig drei Hohlblocksteine 1' , diese jedoch von größeren Abmessungen, zu fertigen. Die Abmessungen der jeweils mit der Oberseite bzw. Unterseite der Fertigungspalette 24 auszuformenden Hohlblocksteine 1 bzw. l' sind durch die ausgezogenen bzw. gestrichelten Linien in Fig. 9 angedeutet.

    [0025] Bei der weiterhin abgewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 11 ist die dargestellte Fertigungspalette 25 ebenfalls beidseitig verwendbar und weist daher sowohl oberseitig als auch unterseitig die zum Ausformen der Steinvorsprünge 4 dienenden Vertiefungen 41 auf. Bei dieser Ausführungsform ist die Fertigungspalette 25 jedoch doppelschalig, beispielsweise aus Stahlblech, ausgebildet und besitzt daher zwei Blechschalen 26, 27, die schweißbar und kaltverformbar sind. Demgemäß sind auch die konischen Vertiefungen 41 in die Blechschalen 26, 27 eingepreßt. Wie aus Fig. 11 ersichtlich, sind die beiden Blechschalen 26, 27 nach dem Zusammenfügen an ihrer umlaufenden Außenkante mit einer Schweißnaht 28 und an den Berührungsstellen ihrer konischen Vertiefungen 41 mit der entsprechenden Fläche der jeweils anderen Blechschale 26 bzw. 27 durch Punktschweißen mittels jeweils eines Schweißpunktes 29 verbunden. Auf diese Weise ist ebenfalls ein biegesteifes Gebilde geformt, das bei der in Verbindung mit Fig. 6 und 7 beschriebenen Form als untere Basisplatte und gleichzeitig als Fertigungspalette dient.

    [0026] Es ist selbstverständlich auch möglich, die Fertigungspalette 5 gemäß Fig. 7, die an ihrer Unterseite keine Vertiefungen aufweist, d. h. also nicht beidseitig verwendbar ist, ebenfalls zweischalig auszubilden, wobei es in diesem Fall von Vorteil ist, anstelle der bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11 unterseitig vorgesehenen Vertiefungen 41 Rippen oder dgl. vorzusehen, die Versteifungszwecken dienen.


    Ansprüche

    1. Form zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Betonhohlblocksteine, von denen jeder an seiner Oberseite bzw. Unterseite wenigstens zwei Zentriervorsprünge und an der gegenüberliegenden Fläche entsprechend viele Zentriervertiefungen zum Eingriff mit den Zentriervorsprüngen des benachbarten Hohlblocksteins aufweist, wobei die aus wenigstens drei Teilen bestehende Form eine untere Basisplatte, einen Formkasten mit Längs-, Quer-und Trennwänden und einen oberen Formstempel aufweist, dadurch gekennzeichnet,
    daß die jeweiligen Einzelteile von Formkasten (6) und/oder Formstempel (7) miteinander verschraubt sind und
    daß die untere Basisplatte (5, 24, 25) zum Tragen der Steine (1, 11, 21) während der sich an die Formung anschließenden Schritte, wie Trocknen usw., als steife Fertigungspalette ausgebildet ist, die an ihrer Oberseite Vertiefungen (41) zur Formung der Zentriervorsprünge (4) der Steine (1, 11, 21) aufweist.
     
    2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigungspalette (25) doppelschalig aus zwei, insbesondere durch Schweißen, fest miteinander verbundenen Blechschalen (26, 27) ausgebildet ist.
     
    3. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigungspalette (5, 24) aus Vollmaterial besteht.
     
    4. Form naeh einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigungspalette (24, 25) beidseitig verwendbar ist und auch an ihrer Unterseite Vertiefungen (41) aufweist, die gegenüber denen der Gberseite in anderem Muster angeordnet sind.
     
    5. Form nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (41) der Fertigungspalette (5, 24, 25) und die Vorsprünge (31) des Formstempels (6) konische Seitenwände aufweisen.
     
    6. Form nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß den Innenseiten der Längswände (8) und der Querwände (9) des Formkastens (6) auswechselbare Verschleißbleche (14) anliegen, die durch Verschraubungen (10) festgelegt sind.
     




    Zeichnung

























    Recherchenbericht