[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Sulfinaten der allgemeinen
Formel

in welcher
A und B unabhängig voneinander einen gegebenenfalls substituierten 1,4-Arylenrest
und R1' R2, R3 und R4 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-,
Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeuten, oder
R1 und R2 bzw. R3 und R4 gemeinsam mit dem benachbarten Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden,
oder
einer oder mehrere der Reste
R1' R2, R3 und R4mit dem Stickstoff und einem benachbarten Kohlenstoffatom des Restes A bzw. B einen
heterocyclischen Ring bilden, und D für einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-,
Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Hetarylrest steht. durch Umsetzung von 4,4'-Diaminobenzhydrolen
der allgemeinen Formel

in welcher die Reste R1' R2, R3, R4, A und B die gleiche Bedeutung wie in Formel I haben, mit Verbindungen der Formel

in welcher der Rest D die gleiche Bedeutung wie in Formel hat, oder deren Alkali-
bzw. Erdalkalisalzen unter wasserfreien Bedingungen in aliphatischen Mono- oder Dicarbonsäuren
und gegebenenfalls anderen organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sulfinate durch Verdünnen mit wasserfreien organischen Lösungsmitteln ausgefällt
werden.
[0002] Die in den Formeln (I) und (11) genannten Alkylreste sind im allgemeinen solche mit
1-6 C-Atomen. Die unter D genannten Alkylreste können bis zu 20 C-Atome haben. Besonders
geeignete Substituenten der Alkylreste sind beispielsweise Halogen, Hydroxy, C
1-C
4-Alkoxy oder Cyan.
[0003] Unter Aryl wird vorzugsweise Phenyl oder 1-oder 2-Naphthyl und unter Aralkyl Benzyl
und β-Phenyl-C
1-C4-alkyl verstanden. Die Phenylringe können durch beispielsweise 1-4 Reste wie Halogen,
C
1-C
4-Alkyl, Hydroxy, C
1-C
4-Alkoxy, C
1-C
4 - Alkoxycarbonyl, Carboxyl, Amidocarbonyl, Cyan, Nitro, Amidosulfonyl, C
1-C
3-Alkylcarbonylamino oder Benzoylamino substituiert sein.
[0004] Cycloalkyl steht insbesondere für Cyclopentyl und Cyclohexyl, die z.B. durch 1-4
Reste, insbesondere Methyl substituiert sein können.
[0005] Als Beispiele von heterocyclischen Ringen, welche durch R
1 und R
2 oder durch R
3 und R
4 mit dem benachbarten Stickstoffatom gebildet werden, seien der Piperidin-, N-Methylpiperazin-
und der Morpholinring genannt. Als Beispiele von heterocyclischen Ringen, welche dadurch
gebildet werden, dass R
1 und/oder R
2 an den aromatischen Rest A oder dadurch, dass R
3 und/oder R
4 an den aromatischen Rest B gebunden sind, seien Julolidin, Lilolidin, N-Methyltetrahydrochinolin
und 1,2-Dimethylindolin genannt.
[0006] A und B stehen vorzugsweise für einen 1,4-Phenylen- oder 1,4-Naphthylen-Rest. Diese
Reste können durch 1-4 Substituenten wie C
1-C
4-Alkyl, C
l-C
4-Alkoxy oder Halogen substituiert sein.
[0007] Unter Halogen wird insbesondere Fluor, Chlor und Brom verstanden.
[0008] Geeignete Hetarylreste D sind z.B. der Chinolin-(5)-, Chinolin-(6)- und Indazol-(7)-Rest.
[0009] Eine bevorzugte Verfahrensweise besteht darin, dass man 4,4' -Diaminobenzhydrole
der allgemeinen Formel

in welcher
R5, R6, R7 und Ra unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen
stehen, und
Rg und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl, Äthyl, Methoxy, Äthoxy, Chlor oder Brom
bedeuten, mit Verbindungen der Formel

in welcher
R für gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl mit 1-18 Kohlenstoffatomen
oder für gegebenenfalls durch Halogen, Methyl, Äthyl, Hydroxy, Methoxy, Äthoxy, Nitro,
Carboxyl oder Acetylamino substituiertes Phenyl steht, und Alkyl vorzugsweise durch
1 dieser Reste und Phenyl durch 1 oder 2 dieser Reste substituiert sein können,
oder deren Alkalimetallsalzen in Gegenwart von aliphatischen Monocarbonsäuren und
gegebenenfalls anderen organischen Lösungsmitteln unter Ausschluss von Wasser zu Verbindungen
der Formel

umsetzt, und die Verbindungen (VI) durch Verdünnen mit wasserfreien organischen Lösungsmitteln
ausfällt.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren ist ganz besonders geeignet zur Herstellung von Sulfinaten
des Michlers Hydrol (4,4'-Tetramethyldiaminobenzhydrol).
[0011] Als Lösungsmittel eignen sich ein- und mehrwertige Alkohole, sowie deren Äther, beispielsweise
Methanol, Äthanol, Propanol, Methylglykol, Äthylglykol, Butylglykol, Äthylenglykoldimethyläther,
Äthylenglykoldiäthyläther, Diäthylenglykoldimethyläther, Äthylenglykol, Methylglykolacetat,
Äthylenglykoldiacetat, Acetonitril, Tetrahydrofuran und Dioxan.
[0012] Geeignete Ausgangsmaterialien der allgemeinen Formel sind: 4,4'-Diaminobenzhydro!,
4,4'-Tetramethyldiaminobenzhydrol, 4,4'-Tetraäthyldiaminobenzhydrol, 4,4'-Tetramethyldiamino-2,2'-dimethoxybenzhydrol,
4,4'-Tetramethyldia- mino-2,2'-dimethylbenzhydrol, 4,4'-Bisbenzylmethylaminobenzhydrol,
4,4'-Bisbenzyläthylaminobenzhydrol, 4,4'-Bisdibenzylaminobenzhydrol, 4,4'-Bisphenylmethylaminobenzhydrol,
4,4
'-Bis- phenyläthylaminobenzhydrol, 4,4'-Bisäthyloxäthylaminobenzhydrol, 4,4'-Tetrachloräthyldiaminobenzhydrol,
4,4'-Bispiperidinobenzhydrol, 4,4'-Bismorpholinobenzhydrol, 4,4'-Bis-N-methylpiperazinobenzhydrol,
Bis-(N-methyl-6-tetrahydrochinolyl)-methanol.
[0013] Als niedermolekulare organische Mono- bzw. Dicarbonsäuren eignen sich beispielsweise
Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Methoxyessigsäure, Äthoxyessigsäure,
Oxalsäure, Maleinsäure und Bernsteinsäure. Bevorzugt unter diesen Carbonsäuren ist
die Essigsäure.
[0014] Geeignete Sulfinsäuren der Formel 111 sind beispielsweise Methansulfinsäure, Äthansulfinsäure,
Propansulfinsäure, Butansulfinsäure, Decansulfinsäure, Dodecansulfinsäure, Octadecansulfinsäure,
Benzylsulfinsäure, 4-Methylbenzylsulfinsäure, 4-Chlorbenzylsulfinsäure, Cyclohexylsulfinsäure,
Benzolsulfinsäure, 2-Chlorbenzolsulfinsäure, 3-Chlorbenzolsulfinsäure, 4-Chlorbenzolsulfinsäure,
4-Brombenzolsulfinsäure, 2-Methylbenzolsulfinsäure, 4-Äthylbenzolsulfinsäure, 4-Methoxybenzolsulfinsäure,
4-Äthoxybenzolsulfinsäure und 4-Acetylaminobenzolsulfinsäure. Unter diesen Sulfinsäuren
ist die 4-Methylbenzolsulfinsäure besonders bevorzugt. Die Umsetzung kann bei einer
Temperatur von 20-100°C durchgeführt werden, der bevorzugte Temperaturbereich liegt
bei 20-40°C.
[0015] Ein Verfahren zur Herstellung von Sulfinaten der 4,4'-Diaminobenzhydrole durch Umsetzung
dieser Hydrole mit Sulfinsäuren ist bereits bekannt (US-Patent 3193404). Bei diesem
Verfahren wird das Sulfinat durch Eingiessen der Kondensationslösung in kaltes Wasser
oder in kalte Ammoniumhydroxidlösung gefällt, abgesaugt und mit Wasser gewaschen.
Nach diesem Verfahren erhält man nur dann technisch brauchbare Sulfinate, wenn man
von sehr reinem Diaminobenzhydrol ausgeht. Das übliche Verfahren zur Herstellung von
Michlers Hydrol (4,4'-Tetramethyldiaminobenzhydrol) besteht in der Oxidation von 4,4'-Tetramethyldiaminodiphenylmethan
mit Bleidioxid. Bei diesem Verfahren entstehen dunkel gefärbte Nebenprodukte, die
sich in Eisessig lösen und beim Verdünnen mit Wasser zusammen mit dem Sulfinat ausfallen
und diesem einen dunklen, unansehnlichen Farbton geben. Überraschenderweise wurde
nun gefunden, dass, wenn man die Verdünnung der Kondensationslösung ausschliesslich
mit organischen Lösungsmitteln vornimmt, diese Verunreinigungen in Lösung gehalten
werden und ein Sulfinat abgeschieden wird, das sich ohne weitere Reinigung zur Herstellung
von farblosen Kopierpapieren verwenden lässt. Das Arbeiten mit wasserhaltigen organischen
Lösungsmitteln bis zu einem Wassergehalt von etwa 5% führt bereits zu merklich dunkleren
Produkten, die jedoch noch technisch verwendbar sind. Lösungsmittel mit einem Wassergehalt
von über 5% führen zu einer Farbzahl von 7 nach der Jodskala und sind nicht mehr geeignet
zur Herstellung von farblosen Kopierpapieren.
Beispiel 1
[0016] 170 g Michlers Hydrol (4,4'-Tetramethyldiaminobenzhydrol), technische Qualität erhalten
durch Oxidation von 4,4'-Tetramethyldiaminodiphenylmethan mit Bleidioxid, werden in
700 g Eisessig bei Raumtemperatur gelöst. Zu der dunkelblauen Lösung gibt man 101,5
g p-toluolsulfinsaures Natrium. Nach 5 Min. beginnt die Kristallisation von PTSMH
(p-Toluolsulfinat des Michlers Hydrol). Man verdünnt nun mit 240 g Alkohol, lässt
die Kristallsuspension 4 Std. bei Raumtemperatur rühren, saugt sie ab und wäscht das
Reaktionsprodukt mit 400 g Alkohol in kleinen Portionen, bis die Kristalle eine helle
Farbe angenommen haben. Ausbeute: 181,4 g; Schmelzpunkt: 192-194°C; Farbzahl einer
2,5%igen Lösung in Dibutylphthalat: 2-4.
[0017] Setzt man anstelle von Äthanol eines der folgenden Lösungsmittel der Kondensationslösung
zu und verfährt sonst in gleicher Weise, so erhält man das p-Toluolsulfinat des Michlers
Hydrol ebenfalls in sehr guter Qualität und Ausbeute. Geeignete Lösungsmittel sind:
Methanol, Isopropanol, Äthylenglykol, Methylglykol, Äthylglykol, Butylglykol, Methylglykolacetat,
Äthylenglykoldiacetat, Äthylenglykoldimethyläther, Äthylenglykoldiäthyläther, Diäthylenglykoldimethyläther,
Dioxan, Tetrahydrofuran und Acetonitril.
Beispiel 2
[0018] 85 g Michlers Hydrol werden in einem Gemisch von 350 ml Propionsäire ind 150 ml Alkohol
gelöst und anschliessend mit 50,8 g p-toluolsulfinsaurem Natrium versetzt. Die Temperatur
steigt bis 31 °C an und das p-Toluolsulfinat des Michlers Hydrol kristallisiert aus.
Nach 4stündigem Rühren bei Raumtemperatur saugt man das Reaktionsprodukt ab und wäscht
es mit 300 ml Alkohol in kleinen Portionen, bis das Filtrat hell abläuft. Ausbeute:
90,4g; Schmelzpunkt: 188-190°C. Verwendet man anstelle der Propionsäure die gleiche
Menge Äthoxyessigsäure und verfährt sonst in gleicher Weise, so erhält man ebenfalls
das p-Toluolsulfinat des Michlers Hydrol in guter Ausbeute und Qualität.
Beispiel 3
[0019] 85 g Michlers Hydrol werden in einem Gemisch von 200 ml Glykolsäure und 150 ml Alkohol
gelöst und 50,8 g p-toluolsulfinsaures Natrium zugesetzt. Nach 4stündigem Rühren bei
Raumtemperatur saugt man das Reaktionsprodukt ab und wäscht es in kleinen Portionen
mit insgesamt 300 ml Alkohol. Ausbeute: 100,9 g; Schmelzpunkt: 182-186 °C.
[0020] Mit gleich gutem Resultat kann man anstelle der Glykolsäure auch Milchsäure verwenden.
Beispiel 4
[0021] 85 g Michlers Hydrol werden in einem Gemisch von 50 ml Ameisensäure und 200 ml Äthanol
gelöst und 50,8 g p-toluolsulfinsaures Natrium zugegeben. Nach 10 Min. kristallisiert
das Sulfinat des Michlers Hydrol aus. Man lässt die Suspension 4 Std. bei Raumtemperatur
rühren, saugt sie ab und wäscht das Reaktionsprodukt in kleinen Portionen mit 400
ml Alkohol, bis das Filtrat hell ist, dann noch mit 0,5 I einer 1%igen wässrigen Natriumsulfinatlösung.
[0022] Ausbeute: 101,1 g; Schmelzpunkt: 189-193°C
Beispiel 5
[0023] 40 g Michlers Hydrol werden in 190 ml Eisessig gelöst. Die Lösung wird mit 15,5 g
methansulfinsaurem Natrium versetzt. Nach 15 Min. kristallisiert das Methansulfinat
des Michlers Hydrol aus. Man verdünnt die Suspension mit 100 ml Methanol, lässt noch
3 Std. nachrühren und saugt das Reaktionsprodukt ab. Man erhält 40,4 g Methansulfinat.
Schmelzpunkt: 171-172°C. Eine Probe umkristallisiert aus Methylglykolacetat schmilzt
bei 182-183°C.
Beispiel 6
[0024] 170 g Michlers Hydrol werden in 700 ml Eisessig bei Raumtemperatur gelöst und 104
g benzolsulfinsaures Natrium zugegeben. Nach wenigen Minuten kristallisiert das Benzolsulfinat
des Michlers Hydrol aus. Man verdünnt die Suspension mit 200 ml Alkohol, lässt noch
4 Std. bei Raumtemperatur rühren und saugt das Reaktionsprodukt ab. Man wäscht es
zunächst mit 500 ml Alkohol in kleinen Portionen und dann mit 1 I Wasser, in dem 20
g Natriumbicarbonat gelöst wurden. Nach Trocknen im Vakuum erhält man 192 g Benzolsulfinat
des Michlers Hydrol, Schmelzpunkt 209-211°C.
[0025] Setzt man anstelle des benzolsulfinsauren Natriums 146,4 g 4-chlorbenzolsulfinsaures
Natrium ein und verfährt sonst in gleicher Weise, so erhält man 216,1 g 4-Chlorbenzolsulfinat
des Michlers Hydrol, Schmelzpunkt 197-198°C.
Beispiel 7
[0026] 65,2 g 4,4'-Tetraäthyldiaminobenzhydrol werden in 150 ml Eisessig und 100 ml Alkohol
gelöst. Zu dieser Lösung gibt man 32,4 g p-toluolsulfinsaures Natrium. Unter Temperaturanstieg
auf 35°C kristallisiert langsam das p-Toluolsulfinat des Tetraäthyldiaminobenzhydrols
aus. Man lässt 22 Std. bei Raumtemperatur nachrühren, saugt das Reaktionsprodukt ab
und wäscht es in kleinen Portionen mit 150 ml Alkohol, bis das Filtrat hell abläuft
und dann mit 500 ml einer 1%igen wässrigen Lösung von p-toluolsulfinsaurem Natrium.
Nach Trocknen im Vakuum erhält man 61,1 g p-Toluolsulfinat des 4,4'-Tetraäthyldiaminobenzhydrols,
Schmelzpunkt 146-148°C.
[0027] Ersetzt man das 4,4'-Tetraäthyldiaminobenzhydrol in diesem Beispiel durch eines der
nachfolgend aufgeführten Hydrole und verfährt sonst in gleicher Weise, so erhält man
ebenfalls die Sulfinate dieser Hydrole in guter Ausbeute und Qualität.
[0028] Geeignete Hydrole sind: 4,4'-Tetramethyldiami- no-2,2'-dimethoxybenzhydrol, 4,4'-Tetramethyl-
diamino-2,2'-dimethylbenzhydrol, 4,4'-Bisbenzylmethylaminobenzhydrol, 4,4'-Bisbenzyläthylaminobenzhydrol,
4,4'-Bisdibenzylaminobenzhydrol, 4,4'-Bisphenylmethylaminobenzhydrol, 4,4
'-Bisphenyläthylaminobenzhydrol, 4,4
'-Bis- äthyloxäthylaminobenzhydrol,4,4'-Bischloräthyl- äthylaminobenzhydrol, 4,4'-Bispiperidinobenzhydrol,
4,4'-Bismorpholinobenzhydrol, 4,4
'-Bis-N-methylpiperazinobenzhydrol, Bis-(N-methyl-6-tetrahydrochinolyl)-methan.
1. Verfahren zur Herstellung von Sulfinaten der allgemeinen Formel

in welcher
A und B unabhängig voneinander einen gegebenenfalls substituierten 1,4-Arylenrest
und Ri, R2, R3 und R4 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-,
Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest bedeuten, oder
R1 und R2 bzw. R3 und R4 gemeinsam mit dem benachbarten Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden,
oder
einer oder mehrere der Reste
R1' R2, R3 und R4 mit dem Stickstoff und einem benachbarten Kohlenstoffatom des Restes A bzw. B einen
heterocyclischen Ring bilden, und D für einen gegebenenfalls substituierten Alkyl-,
Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Hetarylrest steht, durch Umsetzung von 4,4' -Diaminobenzhydrolen
der allgemeinen Formel

mit Verbindungen der allgemeinen Formel

oder deren Alkali- bzw. Erdalkalisalzen unter wasserfreien Bedingungen in aliphatischen
Mono-oder Dicarbonsäuren und ggf. anderen organischen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet,
dass man die Sulfinate durch Verdünnen mit wasserfreien organischen Lösungsmitteln
ausfällt.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1 zur Herstellung von Sulfinaten der allgemeinen Formel

in welcher
R5, R6, R7 und R8 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1-4 Kohlenstoffatomen
stehen,
Rg und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl, Äthyl, Methoxy, Äthoxy, Chlor oder Brom
bedeuten,
R für einen gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl mit 1-18 Kohlenstoffatomen
oder gegebenenfalls durch Halogen, Methyl, Äthyl, Hydroxy, Methoxy, Äthoxy, Nitro,
Carboxyl oder Acetylamino substituiertes Phenyl steht, durch Umsetzung von 4,4'-Diaminobenzhydro)en
der allgemeinen Formel

mit Verbindungen der Formel R-S02H oder deren Alkalimetallsalzen in Gegenwart von aliphatischen Monocarbonsäuren und
gegebenenfalls anderen organischen Lösungsmitteln unter Ausschluss von Wasser, dadurch
gekennzeichnet, dass man die Sulfinate durch Verdünnen mit wasserfreien organischen
Lösungsmitteln ausfällt.
3. Farblose Kopierpapiere enthaltend als Farbbildner Sulfinate, die nach einem der
Verfahren der Ansprüche 1 und 2 hergestellt worden sind.
1. Process for the preparation of sulphinates of the general formula

in which
A and B independently of one another denote an optionally substituted 1,4-arylene
radical and R1' R2, R3 and R4 independently of one another denote hydrogen or an optionally substituted alkyl,
cycloalkyl, aralkyl or aryl radical, or
R1 and R2, and R3 and R4, together with the adjacent nitrogen atom, form a heterocyclic ring or one or more
of the radicals R1, R2, R3 and R4, with the nitrogen and an adjacent carbon atom of radical A or B, form a heterocyclic
ring, and
D represents an optionally substituted alkyl, aryl, aralkyl, cycloalkyl or heteryl
radical,
by reacting 4,4'-diaminobenzhydrols of the general formula

with compounds of the general formula

or alkali metal salts or alkaline earth metal salts thereof under anhydrous conditions
in aliphatic monocarboxylic or dicarboxylic acids and optionally other organic solvents,
characterised in that the sulphinates are precipitated by diluting them with anhydrous
organic solvents.
2. Process according to Claim 1 for the preparation of sulphinates of the general
formula

in which
R5, R6, R7 and R8 independently of one another represent hydrogen or an alkyl radical with 1-4 carbon
atoms,
Rg and R10 independently of one another denote hydrogen, methyl, ethyl, methoxy, ethoxy, chlorine
or bromine and
R represents alkyl with 1-18 carbon atoms which is optionally substituted by halogen,
or phenyl which is optionally substituted by halogen, methyl, ethyl, hydroxyl, methoxy,
ethoxy, nitro, carboxyl or acetylamino,
by reacting 4,4'-diaminobenzhydrols of the general formula

with compounds of the formula

or alkali metal salts thereof, in the presence of aliphatic monocarboxylic acids and
optionally other organic solvents with the exclusion of water, characterised in that
the sulphinates are precipitated by diluting them with anhydrous organic solvents.
3. Colourless copying paper containing, as the colourforming agent, sulphinates which
have been prepared by one of the processes of Claims 1 and 2.
1. Procédé pour la préparation de sulfinates de formule générale:
dans laquelle A et B représentent indépendamment l'un de l'autre, un reste 1,4-arylène
éventuellement substitué, et
Ri, R2, R3 et R4 représentent indépendamment les uns des autres l'hydrogène ou un reste alkyle, cy-
cloalkyle, arylalkyle ou aryle éventuellement substitué, ou bien
R1 et R2 ou R3 et R4 forment ensemble avec l'atome d'azote voisin un noyau hétérocyclique, ou bien
un ou plusieurs des restes
R1, R2,R3 et R4 forment avec l'azote et un atome voisin du reste A ou B un noyau hétérocyclique et
D représente un reste alkyle, aryle, arylalkyle, cy- cloalkyle ou hétéroaryle,
par réaction de 4,4'-diaminobenzhydrols de formule générale:

et avec des composés de formule:

leurs sels alcalins ou alcalino-terreux en conditions anhydres dans des acides mono-
ou dicar- boxyliques et éventuellement d'autres solvants organiques, ce procédé étant
caractérisé en ce que l'on précipite les sulfinates par dilution par des solvants
organiques anhydres.
2. Procédé selon la revendication 1 pour la préparation de sulfinates de formule générale:

dans laquelle
R5, Rs, R7 et R8 représente indépendamment les uns des autres l'hydrogène ou un reste alkyle en C1-C4 et
R9 et R10 représentent indépendamment l'un de l'autre l'hydrogène, le chlore ou le brome ou
un reste méthyle, éthyle, méthoxy ou éthoxy, R représente un reste alkyle en C1-C18 éventuellement substitué par un halogène ou un groupe phényle éventuellement substitué
par un halogène ou un groupe méthyle, éthyle, hydroxy, méthoxy, éthoxy, nitro, carboxy
ou acétylamino, par réaction de 4,4'-diaminobenzhydrots de formule générale:

avec des composés de formule:

ou leurs sels de métaux alcalins en présence d'acides monocarboxyliques aliphatiques
et éventuellement d'autres solvants organiques à l'abri de l'eau, caractérisé en ce
que l'on précipite les sulfinates par dilution avec des solvants organiques anhydres.
3. Papiers de copie incolores caractérisés en ce qu'ils contiennent comme composés
chromogènes des sulfinates qui ont été préparés par l'un des procédés selon les revendications
1 et 2.