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EP 0 005 435 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.1982 Patentblatt 1982/52 |
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Anmeldetag: 14.03.1979 |
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Verfahren zur Erzielung passergenauer Mehrfarbendrucke
Method for producing multi-colour prints with exact colour registration
Procédé pour obtenir une impression avec plusieurs couleurs avec recouvrement exact
des couleurs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
11.05.1978 DE 2820619
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.1979 Patentblatt 1979/24 |
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Anmelder: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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D-69019 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.
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Vertreter: Stoltenberg, Heinz-Herbert Baldo |
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c/o Heidelberger Druckmaschinen AG
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzielung passergenauer Mehrfarbendrucke
mit einer Bogen-Rotationsoffsetdruckmaschine, bei der der Bogen von einer Greiferbrücke
mit durchgehend starr ausgebildeter Greiferaufschlagleiste eines Zylinders an eine
entsprechende Greiferbrücke eines nachfolgenden Zylinders übergeben wird.
[0002] Beim Mehrfarbendruck tritt aufgrund fehlerhafter Bogenübernahme und Bogenübergabe
nicht selten eine Minderung der Druckqualität auf. Insbesondere sind solche Schwierigkeiten
bei verspanntem, nicht planliegendem Papier zu erwarten. Als Mängel wurden festgestellt:
Faltenbildung des Bogens, Engerdrucken bei Mehrfarbendruck oder Paßdifferenzen, die
von Druckwerk zu Druckwerk bzw. bei zweimaligem Durchgang durch die Maschine entstehen.
Eine Ursache von Qualitätsminderung der Drucke ist auch bei planliegendem Bogen darin
zu suchen, daß dieser geringfügig faltig übernommen wird, oder daß bei einer Greiferübergabe
mit seitlich nahe nebeneinanderliegenden Greifern von einem ersten zu einem zweiten
Zylinder Wellenbildung entsteht. Eine in dieser Weise fehlerhafte Bogenübergabe bewirkt
Spannungen im Bogenvorderkantenbereich, die wiederum eine Veränderung des Bogens während
des nachfolgenden Drucks auslösen, was dann z. B. die erwähnten Druckbildfehler nach
sich zieht.
[0003] Zur Behebung solcher Druckfehler sind Korrekturvorrichtungen bekannt, die nach dem
Druck die Bogenvorderkante in oder entgegen Bogenlaufrichtung deformieren. Beispielsweise
zeigt die AT-B-303766 eine Bogenübergabetrommel, deren mittlerer Greiferbrückenbereich
in Umfangsrichtung verstellbar ist, während die äußeren Bereiche der Greiferbrücke
starr angeordnet sind. Beim Verstellen des mittleren Greiferbrückenbereichs sind die
äußeren Greifer der nicht verstellbaren Greiferbrückenbereiche geschlossen, die innen
liegenden Greifer jedoch geöffnet, damit die Bogenvorderkante verzerrungsfrei deformiert
werden kann. Diese bekannten Korrekturvorrichtungen sind sehr aufwendig und dienen
lediglich dazu, ein bereits eingetretenes Engerdrucken zu korrigieren. Dabei wird
dem Bogen eine Spannung aufgezwungen.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, nach der Bogenübergabe, jedoch vor dem nächsten
Druckbeginn die Spannungen im Bogenvorderkantenbereich zu beseitigen bzw. zu reduzieren.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 4.
[0006] Das kurzzeitige Öffnen und Schließen aller oder einiger Greifer gibt der Bogenvorderkante
hinreichend Freiheit für die angestrebte Entspannung. Da der Bogen um den Zylinder
gewickelt wird, herrscht aufgrund der Bogenkrümmung im Bogenvorderkantenbereich ohnehin
das Bestreben, die Vorderkante gerade zu richten. Diese Ausrichtekraft unterstützt
das Entspannen der Bogenvorderkante,sobald sie von einigen oder allen Greifern freigegeben
wird.
[0007] Werden alle Greifer der Greiferbrücke geöffnet, so muß ein zusätzliches Führungsglied
vorgesehen sein, damit die Paßgenauigkeit des Bogens erhalten bleibt. Dieses Führungsglied
kann aus zwei oder mehreren Rollen bestehen, die beispielsweise auf den von dem jeweiligen
Zylinder transportierten Bogen einwirken.
[0008] Es ist auch denkbar, zwei oder vier Greifer geschlossen zu lassen und die Entspannung
durch das Öffnen der übrigen Greifer zu bewirken. Versuche haben sogar ergeben, daß
vielfach das Öffnen nur jedes zweiten Greifers eine hinreichende Entspannung der Bogenvorderkante
ermöglicht.
[0009] Für die besagte Entspannung des Bogens durch Öffnen der Greifer braucht lediglich
die Greiferöffnungskurve entsprechend ausgebildet werden. Besteht die Greiferbrücke
aus zwei voneinander gesondert gesteuerten Greifergruppen, so muß jeder dieser Greifergruppen
eine besondere Steuerkurve zugeordnet werden. Vorzugsweise werden dann die beiden
Greifergruppen nacheinander, also im Wechsel, ein- oder zweimal geöffnet und geschlossen.
Dies wechselweise Öffnen und Schließen ermöglicht eine sehr wirksame Entspannung der
Bogenvorderkante.
[0010] Eine auffallend einfache Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der
Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine schematisch dargestellte Greiferbrücke nach der Erfindung
und
Fig. 2 und 3 einen Schnitt durch eine ähnliche Greiferbrücke im Bereich ihrer Steuermittel.
[0011] Der in der Fig. 1 dargestellte Greifer 1 einer Greiferbrücke 2 eines Druckzylinders
3 ist auf einem Greifergehäuse befestigt, das drehbar auf der Greiferwelle 5 gelagert
ist. Ein Anschlagbock 6 ist auf der Greiferwelle 5 fest angebracht und über eine Druckfeder
7 mit dem Greifergehäuse verbunden. Die Druckfeder 7 drückt den Greifer 1 ständig
in Richtung auf die Greiferaufschlagleiste 8.
[0012] In eine Stellwand 9 des Anschlagbocks 6 ist eine Stellschraube 10 geschraubt, deren
Schraubenende 11 mit einer Anschlagfläche 12 des Greifergehäuses zusammenwirkt, wenn
der Greifer 1 von der Greiferaufschlagleiste 8 abgehoben wird. Der Abstand 13 zwischen
dem Schraubenende 11 und der Anschlagfläche 12 ist einstellbar und bestimmt den Zeitpunkt,
wann der jeweilige Greifer 1 von der Greiferaufschlagleiste 8 abgehoben wird.
[0013] Der Abstand 13 kann bei den einzelnen Greifern 1 unterschiedlich ausgeführt werden,
damit zum Zwecke der Entspannung der zuvor erfaßten Bogenvorderkante bei entsprechender
Ausgestaltung der Greiferwellensteuerkurve 14, siehe Fig. 2, nur einige Greifer 1
abheben, die anderen mit einem etwas größeren Abstand 13 jedoch noch nicht. Diese
Ausgestaltung besteht bei einem zwangsweise schließenden Greifersystem in einer Ausnehmung
15 der Greiferwellensteuerkurve 14, während bei einem nicht zwangsweise schließenden
Greifersystem die Greiferwellensteuerkurve 14 eine Erhöhung 16 aufweist. Durch diese
Maßnahme ist es möglich, auf einfache und billige Weise die Entspannung eines beispielsweise
von einem Druckzylinder 3 übernommenen Bogens zu bewirken. Ist nämlich der nicht dargestellte
Bogen von der Greiferbrücke 2 des Druckzylinders 3 übernommen worden, so erreicht
die Kurvenrolle 17 der Greiferwelle 5 die obenerwähnte geringe Ausnehmung 15 bzw.
die Erhöhung 16 der Greiferwellensteuerkurve 14 und bewirkt das Abheben aller jener
Greifer 1 von der Greiferaufschlagleiste 8, die einen geringen Abstand 13 aufweisen,
während die übrigen Greifer 1 mit dem größeren Abstand 13 weiterhin aufgrund der Druckspannung
der Druckfeder 7 im Zusammenwirken mit der Greiferaufschlagleiste 8 den Bogen festhalten.
Das Abheben und wieder Schließen der erstgenannten Gruppe von Greifern 1 muß vor Druckbeginn
beendet sein.
1. Verfahren zur Erzielung passergenauer Mehrfarbendrucke mit einer Bogen-Rotationsoffsetdruckmaschine,
bei der der Bogen von einer Greiferbrücke (2) mit durchgehend starr ausgebildeter
Greiferaufschlagleiste (8) eines Zylinders an eine entsprechende Greiferbrücke (2)
eines nachfolgenden Zylinders übergeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach der
Bogenübernahme, jedoch vor Druckbeginn bzw. vor der nächsten Bogenübergabe, einige
jedoch nicht alle Greifer (1) der den Bogen führenden Greiferbrücke (2) für eine kurze
Zeitspanne geöffnet werden, wobei sich die im Bogenvorderkantenbereich durch Welligkeit
entstandenen Spannungen von selbst ohne Einwirkung zusätzlicher Mittel beseitigen
bzw. reduzieren.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufteilung der Greiferbrücke
(2) in zwei gesondert angetriebene Greifergruppen die Steuerung derart erfolgt, daß
die Greifergruppen wechselweise öffnen und schließen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder zweite Greifer (1)
geöffnet wird.
4. Verfahren zur Erzielung passergenauer Mehrfarbendrucke mit einer Bogen-Rotationsoffsetdruckmaschine,
bei der der Bogen von einer Greiferbrücke (2) mit durchgehend starr ausgebildeter
Greiferaufschlagleiste (8) eines Zylinders an eine entsprechende Greiferbrücke eines
nachfolgenden Zylinders übergeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Bogenübernahme,
jedoch vor Druckbeginn bzw. vor der nächsten Bogenübergabe alle Greifer (1) der Greiferbrücke
(2) kurzzeitig geöffnet und wieder geschlossen werden, wobei sich die im Bogenvorderkantenbereich
durch Welligkeit entstandenen Spannungen von selbst ohne Einwirkung zusätzlicher Mittel
beseitigen bzw. reduzieren, und daß der Bogen während dieser Zeitspanne durch ein
mit dem Zylinder (3) der Greiferbrücke (2) zusammenwirkendes Führungselement geführt
wird.
1. A method for producing in-register multi-color prints on a sheet-feed offset printing
press, in which the sheet is transferred from a group (2) of grippers having a gripper
pad rail (8) which is stiff along its full length, of one cylinder to a further group
(2) of grippers of a cylinder coming thereafter, characterized in that after take-up
of the sheet but before the start of printing or before the transfer of the next sheet
some, but not all, of the grippers (1) of the group (2) of grippers gripping the sheet
are opened for a short time so that pulling forces acting on the edge of the sheet
because of sheet-waviness are put an end to or decreased automatically without the
use of any further system.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that there is a division of the
group (2) of grippers into two sorts of separately moved grippers, whose operation
is such that two sorts of grippers are opened and shut in turn.
3. A method as claimed in claim 1, characterized in that each second gripper (1) is
opened.
4. A method for producing in-register multi-color prints on a sheet-feed offset printing
press in which the sheet is transferred from a proup (2) of grippers having a gripper
pad rail (8) which is stiff along its full length, of one cylinder to a further group
of grippers of a cylinder coming thereafter, characterized in that after sheet take-over
but before the start of printing or before the transfer of the next sheet, all grippers
(1) of the group (2) of grippers are opened for a short time and shut again so that
pulling forces acting on the edge of the sheet because of sheet-waviness are put an
end to or decreased automatically without the use of any further system and in that
in this said time the sheet is guided by a guide part working with the cylinder (3)
of the group (2) of grippers.
1. Procédé pour l'obtention d'impressions en plusieurs couleurs au registre sur une
rotative offset à feuilles, dans laquelle la traverse porte-pinces (2) d'un cylindre,
équipée sur toute sa longueur d'une barre (8) d'impact de pinces rigide, transfère
la feuille à la traverse porte-pinces (2) correspondante du cylindre suivant, ledit
procédé étant caractérisé en ce qu'après la prise de feuille, mais avant le début
de l'impression ou avant le transfert de feuille suivant, quelques unes des pinces
(1) de la traverse (2) guidant la feuille, mais pas toutes, s'ouvre pendant un bref
intervalle de temps, les contraintes produites par ondulation dans la zone du bord
d'attaque de la feuille s'éliminant ou diminuant d'elles-mêmes, sans intervention
de moyens additionnels.
2. Procédé selon revendication 1, caractérisé en ce que dans le cas d'une division
de la traverse porte-pinces (2) en deux groupes de pinces à commande séparée, la commande
s'effectue de façon que les groupes de pinces s'ouvrent et se ferment alternativement.
3. Procédé selon revendication 1, caractérisé par l'ouverture d'une pince (1) sur
deux.
4. Procédé d'obtention d'impressions en plusieurs couleurs au registre sur une rotative
offset à feuilles, dans laquelle la traverse porte-pinces (2) d'un cylindre, équipée
sur toute sa longueur d'une barre (8) d'impact de pinces rigide, transfère la feuille
à la traverse porte-pinces correspondante du cylindre suivant, ledit procédé étant
caractérisé en ce qu'après la prise de feuille, mais avant le début de l'impression
ou avant le transfert de feuille suivant, toutes les pinces (1) de la traverse (2)
s'ouvrent brièvement puis se referment, les contraintes produites par ondulation dans
la zone du bord d'attaque de la feuille s'éliminant ou diminuant d'elles-mêmes sans
intervention de moyens additionnels; et la feuille est guidée pendant cet intervalle
de temps par un élément de guidage interagissant avec le cylindre (3) de la traverse
porte-pinces (2).

