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EP 0 005 439 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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07.01.1987 Patentblatt 1987/02 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.06.1981 Patentblatt 1981/23 |
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Anmeldetag: 03.04.1979 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: C22C 38/58 |
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Verwendung eines ferritisch-austenitischen Chrom-Nickel-Stahles
Use of a ferritic-austenitic chromium-nickel steel
Utilisation d'un acier ferritique-austénitique au chrome-nickel
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
10.04.1978 DE 2815439
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.1979 Patentblatt 1979/24 |
| (71) |
Anmelder: VEREINIGTE EDELSTAHLWERKE
AKTIENGESELLSCHAFT (VEW) |
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A-1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Weingerl, Hermann, Dipl.-Ing. Dr.
A-8605 Kapfenberg (AT)
- Koren, Manfred, Dipl.-Ing.
A-8605 Kapfenberg (AT)
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| (74) |
Vertreter: Widtmann, Georg, Dr. |
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Vereinigte Edelstahlwerke
Aktiengesellschaft (VEW)
Elisabethstrasse 12 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
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Bemerkungen: |
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and not included in this specification |
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[0001] Die Praxis hat gezeigt, dass der korrosionsbeständige Stahl der Zusammensetzung:
max. 0,1% C; max. 1,0% Si; max. 2,0% Mn; max. 0,045% P; max. 0,030% S; 26,0/28,0%
Cr; 1,3/2,0% Mo; 4,0/5,0% Ni; (Werkstoff-Nr. 1.4460) bzw. der weitgehend analoge schwedische
Normstahl SIS 2324, der auch mit Stickstoffgehalten bis 0,2% N erschmolzen wird, den
Anforderungen an Festigkeit und Kerbschlagzähigkeit in bestimmten Anwendungsfällen,
insbesondere bei der Herstellung von Schmiedestücken, nicht genügt. Durch Erhöhung
des Stickstoffgehaltes bis 0,4% N konnten die mechanischen Gütewerte teilweise verbessert
werden; es zeigt sich aber beim Schmieden eine starke Anfälligkeit zur Rissbildung.
[0002] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, für Schmiedestücke, bei denen einzelne
Zonen nur gering warmverformt werden, einen korrosionsbeständigen ferritisch-austenitischen
Cr-Ni-Stahl anzugeben, der auch in diesen Zonen eine Kerbschlagzähigkeit von mehr
als 35 J (nach ISO-V) zu erreichen erlaubt.
[0003] Die Erfindung besteht demgemäss in der Verwendung eines ferritisch-austenitischen
Cr-Ni-Stahles, der 30 bis 70% Austenit enthält und der max. 0,1% C, max. 1,0% Si,
4,5 bis 6,0% Mn, 22,0 bis 28,0% Cr, 3,5 bis 5,5% Ni, 1,0 bis 3,0% Mo, 0,35 bis 0,6%
N, Rest Eisen und unvermeidliche Verunreinigungen enthält, für Schmiedestücke, die
bereits bei zweifachem Verformungsgrad eine Kerbschlagzähigkeit (nach ISO-V) von mehr
als 35 Joule bei einer Mindeststreckgrenze von 600 N/mm
2 besitzen müssen.
[0004] Gemäss einer bevorzugten Ausführung wird für den genannten Zweck ein Stahl verwendet,
der max. 0,1% C, max. 1,0% Si, 4,5 bis 5,5% Mn, 25,0 bis 27,5% Cr, 3,5 bis 5,0% Ni,
1,3 bis 2,5% Mo, 0,35 bis 0,45% N, Rest Eisen und unvermeidliche Verunreinigungen
enthält.
[0005] Es hat sich dabei als vorteilhaft gezeigt, den C-Gehalt im Bereich von 0,01 bis 0,1%
und den Si-Gehalt von 0,1 bis 1,0% zu halten, vvlbei der C-Gehalt der Legierung vorzugsweise
maximal 0,07% beträgt.
[0006] Für den genannten Zweck wird ein Stahl mit der Massgabe verwendet, dass der Mn-Gehalt
der Legierung 4,5 bis 6,0% beträgt. Desgleichen wird ein Stahl für obengenannten Zweck
mit der Massgabe verwendet, dass dessen Legierung vorzugsweise einen Cr-Gehalt von
24,0 bis 27,5% aufweist.
[0007] Es ist bekannt, dass die Ergebnisse des Warmtorsionsversuches als Massstab für die
kritische Primärverformung von Schmiedeblöcken herangezogen werden können. Es werden
deshalb Vergleichsergebnisse solcher Untersuchungen wie folgt angegeben:

[0008] Als besonderer Vorteil der erfindungsgemäss anzuwendenden Stähle ist hervorzuheben,
dass bei der Herstellung der Schmiedestücke um bis 100°C höhere Schmiedeanfangstemperaturen
angewendet werden können als bei dem einleitend genannten Normstahl, wodurch die Schmiedung
wesentlich erleichtert wird, ohne die Qualität der Schmiedestücke zu beeinträchtigen.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert.
[0010] Aus einem 48% Austenit enthaltenden Stahl der Zusammensetzung 0,064% C; 0,66% Si;
4,66% Mn; 0,019% P; 0,014% S; 25,67% Cr; 1,58% Mo;
'4,12% Ni; 0,38% N; Rest Eisen wurden 2700 kg schwere Blöcke abgegossen und diese zu
zwei 2,5t schweren ESU-Blöcken umgeschmolzen. Von einem Block wurden 200 kg schwere
Stücke abgesägt und die Schmiedung von 1,6 m langen Turbinenschaufeln bei Temperaturen
zwischen 1220°C und 1050°C durchgeführt. Die fertigen Schaufeln wurden zwei Stunden
bei 1080°C lösungsgeglüht und im Wasser abgeschreckt. Eine Schaufel wurde zerteilt
und die mechanischen Gütewerte bestimmt; Streckgrenze im Fussteil 620 N pro mm
2, in der oberen Hälfte 660 N/mm
2. Kerbschlagzähigkeit nach ISO-V im Fussteil 90J, in der oberen Hälfte des Blattes
130 J.
[0011] Aus 200 kg schweren Stücken desselben Blokkes wurden Kugelkörper für Separatoren
hergestellt. In den herstellungsbedingt unterschiedlich stark verformten Zonen der
Kugelkörper wurden im analog durchgeführten Kerbschlagversuch Werte zwischen 53 und
90J bei Streckgrenzen zwischen 620 und 630 N/mm
2festgestellt.
[0012] Ein Stück des anderen Blockes wurde unter der Schmiedepresse bei anwendungsgleichen
Schmiedetemperaturen auf eine 3,6 m lange Welle mit 320 mm Rohdurchmesser verformt.
Am abgeschreckten Endprodukt konnten trotz der geringen angewandten Verformung von
2,5 Streckgrenzwerte von 640 N/mm
2 in der Längs- bzw. 630 N/mm
2 in der Querrichtung und im Kerbschlagversuch noch Werte von 200 J in der Längs- und
70J in der Querrichtung festgestellt werden.
[0013] Alle Produkte wurden auf ihre Beständigkeit gegen interkristalline Korrosion geprüft,
wozu die für diesen Stahltyp übliche chloridhaltige Kalziumhydroxidlösung mit Silberchloridzusatz
verwendet wurde. Diese Beständigkeit war nicht nur im lösungsgeglühten Zustand gegeben,
sondern die Produkte konnten auch 20 Minuten lang bei 600°C geglüht werden, ohne dass
bei dieser Prüfung ein schlechteres Ergebnis auftrat.
1. Verwendung eines ferritisch-austenitischen Cr-Ni-Stahles, der 30 bis 70% Austenit
enthält und der max. 0,1% C, max. 1,0% Si, 4,5 bis 6,0% Mn, 22,0 bis 28,0% Cr, 3,5
bis 5,5% Ni, 1,0 bis 3,0% Mo, 0,35 bis 0,6% N, Rest Eisen und unvermeidliche Verunreinigungen
enthält, für Schmiedestücke, die bereits bei zweifachem Verformungsgrad eine Kerbschlagzähigkeit
(nach ISO-V) von mehr als 35 Joule bei einer Mindeststreckgrenze von 600 N/mm2 besitzen müssen.
2. Verwendung eines ferritisch-austenitischen Cr-Ni-Stahles, der 30 bis 70% Austenit
enthält und der max. 0,1% C, max. 1,0% Si, 4,5 bis 5,5% Mn, 25,0 bis 27,5% Cr, 3,5
bis 5,0% Ni, 1,3 bis 2,5% Mo, 0,35 bis 0,45% N, Fest Eisen und unvermeidliche Verunreinigungen
enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
1. Use of a ferritic-austenitic Cr-Ni steel, which contains 30 to 70% austenite and
a maximum of 0.1% C, a maximum of 1.0% Si, 4.5 to 6.0% Mn, 22.0 to 28.0% Cr, 3.5 to
5.5% Ni, 1.0 to 3.0% Mo, 0.35 to 0.6% N, the remainder being iron and inevitable impurities,
for forged pieces which, at the double degree of deformation, must already have a
notch impact strength (according to the ISO regulation) of more than 35 joules at
a minimum elastic limit of 600 N/mm2.
2. Use of a ferritic-austenitic Cr-Ni steel, which contains 30 to 70% austenite and
a maximum of 0.1% C, a maximum of 1.0% Si, 4.5 to 5.5% Mn, 25.0 to 27.5% Cr, 3.5 to
5.0% Ni, 1.3 to 2.5% Mo, 0.35 to 0.45% N, the remainder being iron and inevitable
impurities, for the purpose according to claim 1.
1. Application d'un acier Cr-Ni ferritique-austénitique contenant 30 à 70% d'austénite
et contenant au maximum 0,1% de C, au maximum 1,0% de Si, 4,5 à 6,0% de Mn, 22,0 à
28,0% de Cr, 3,5 à 5,5% de Ni, 1,0 à 3,0% de Mo, 0,35 à 0,6% de N, le reste étant
formé de fer et d'impuretés inévitables, pour des pièces forgées qui, déjà pour la
double déformation doivent présenter une résistance au choc sur barreau entaillé (selon
ISO-V) supérieure à 35 Joule avec une limite élastique apparente d'au moins 600 N/mm2.
2. Application, aux fins indiquées à la revendication 1, d'un acier ferritique-austénitique
Cr-Ni contenant 30 à 70% d'austénite et contenant au maximum 0,1% de C, au maximum
1,0% de Si, 4,5 à 5,5% de Mn, 25,0 à 27,5% de Cr, 3,5 à 5,0% de Ni, 1,3 à 2,5% de
Mo, 0,35 à 0,45% de N, le reste étant formé de fer et d'impuretés inévitables.