[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter zum Aufnehmen und Pressen von Abfall, insbesondere
Papierabfall. Der Behälter kann insbesondere auch für Küchenabfälle und andere leicht
verformbare Abfälle wie Verpackungen aus dünnem Blech, Karton oder Kunststoff verwendet
werden.
[0002] Abfälle werden bisher in einen festen Behälter, in einen Drahtkorb oder einen aufgespannten
Kunststoffsack geworfen. Diese Behälter sind zum Teil offen, zum Teil mit einem Deckel
oder einer Klappe versehen. Alle diese Abfallbehälter können nur relativ geringe.Abfallmengen
aufnehmen, weil der Abfall nicht gepreßt wird. Dies hat den Nachteil, daß die Abfallbehälter
in kurzen Zeitabständen geleert werden müssen und daß die für die öffentlichkeit aufgestellten
Abfallbehälter mangels genügender Wartung überfüllt sind und als Folge davon Abfall
neben dem Behälter liegt. Dies trifft insbesondere auch für die Abfallbehälter der
in vielen öffentlichen Toiletten und Waschräumen eingesetzten Papierhandtücher zu.
[0003] Es sind darüber hinaus Vorrichtungen zum Pressen des in einem Behälter vorhandenen
Abfalls bekannt (DE-O 19 23 396 oder US-PS 3 696 737), bei denen in der Regel eine
Preßplatte in dem Behälter über einen recht komplizierten und daher kostspieligen
und störanfälligen Mechanismus mit Druck beaufschlagt wird, um den gesamten Behälterinhalt
gleichzeitig unter großem Kraftaufwand zusammenzupressen. Diese bekannten Vorrichtungen
können jedoch insbesondere das Problem des Überlaufens von öffentlich aufgestellten
Abfallbehältern nicht zufriedenstellend lösen, da einerseits keine ausreichende Abfallmenge
in einem Behälter untergebracht werden kann und andererseits für das Zusammenpressen
des Behälterinhaltes besondere, von geschultem Personal auszuführende Arbeitsvorgänge
erforderlich sind.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Unzulänglichkeiten der
bekannten Behälter zu vermeiden und einen einfach ausgebildeten, wartungsfreundlichen
und leicht zu betätigenden Behälter der eingangs genannten Art zu schaffen, in welchen
in zuverlässiger Weise ein Vielfaches an Abfall gegenüber dem bisher Bekannten untergebracht
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der in den Behälter eintauchende
Deckel eine für den Raumbedarf der einzelnen einzuwerfenden und zu pressenden Abfallstücke
ausreichende Raumform aufweist und in seiner den Behälterverschließenden Position
blockiert ist. Sobald der locker geschichtete Abfall den Behälter bis zur Unterseite
des geschlossenen Deckels füllt, beginnt mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten Deckel
der Preßvorgang. Jedes weitere in den vom Deckel im geschlossenen Zustand des Behälters
eingenommenen Raum eingeworfene Abfallstück wird vom sich schließenden Deckel einzeln
zusammengepreßt und anschließend in den Behälter hineingedrückt. Hierzu ist nur ein
relativ kleiner Druck erforderlich. Durch die erfindungsgemäße Blockierung des Deckels
im geschlossenen Zustand des Behälters muß der gepreßte Abfall in dem vorgegebenen
Volumen des Behälters bleiben. Das hat zur Folge, daß nach kurzer Zeit die innere
Spannung des Abfalls erlahmt, so daß er nicht mehr zurückfedert, wenn der Deckel wieder
geöffnet wird. Dadurch entsteht bei geöffnetem Deckel ein freier der Form des Dekkels
entsprechender Raum im oberen Teil des Abfallbehälters, in den neue ungepreßte Abfallstücke
geworfen werden können, die mit der nachfolgenden Deckelschließbewegung wieder gepreßt
werden. In dem erfindungsgemäßen Behälter kann ein Vielfaches, z.B. mehr als das Zehnfache
des Behältervolumens an Abfall untergebracht werden.
[0006] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Behälters gemäß der Erfindung wird die
Schließbewegung des um eine horizontale Achse gelagerten Deckels durch eine Einrichtung
gesteuert, die einen steigenden Anpreßdruck des Deckels auf den Abfall beim Übergang
des Deckels von der geöffneten in die geschlossene Position verursacht. Dies ermöglicht
eine weitere Steigerung der Abfallmenge, die in einem Behälter untergebracht werden
kann.
[0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters kann der
Deckel durch Körperbedienung, z. B. mittels des Oberschenkels oder der Hüftpartie,
betätigt werden. Die Körperbedienung ist hygienisch, da kein Hautkontakt mit dem Behälter
bzw. Deckel während der Bedienung besteht, und erfordert konstruktiv nur einen relativ
geringen Aufwand. Die Körperbedienung vereinigt daher die Vorteile der bisher geläufigen
Handbedienung, welche ebenfalls konstruktiv einfach ist, und der Fußbedienung, welche
hygienisch ist, ohne die Nachteile dieser bekannten Bedienungsformen - die Handbedienung
ist relativ unhygienisch und die Fußbedienung erfordert konstruktiv einen relativ
großen Aufwand - aufzuweisen.
[0008] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behälters ist
der von einer Deckelanordnung beanspruchte Raum in Abhängigkeit von der Position der
Deckelanordnung variabel und zwar derart, daß die Deckelanordnung im geschlossenen
Zustand einen für den Raumbedarf der einzelnen einzuwerfenden und zu pressenden Abfallstücke
ausreichenden Raum und im geöffneten Zustand einen kleineren, minimalen Raum, einnimmt.
Diese Ausführungsform ist besonders für kleine Behälter geeignet, da durch die Verkleinerung
des von der Deckelanordnung beanspruchten Raumes beim Übergang vom geschlossenen in
den geöffneten Zustand auch bei kleinsten Abmessungen des Behälters noch eine ausreichend
große Einwurföffnung für den Abfall geschaffen wird.
[0009] Bei einer anderen im Hinblick auf die Herstellungskosten sehr vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Behälters bestehen der Deckel, seine Betätigungseinrichtung
und ein Teil der Einrichtung zum Blockieren des Dekkels in seiner den Behälter verschließenden
Position aus einem einzigen Spritzgußteil.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Lösung der oben angeführten Aufgabe besteht erfindungsgemäß
in einem Behälter, der eine trichterförmige Einrichtung zur Aufnahme des Abfalls und
eine von außen betätigbare Einrichtung für die zwangsweise Überführung des Abfalls
von der trichterförmigen Aufnahmeeinrichtung ins Innere des Behälters aufweist. Diese
Behälter sind konstruktiv äußerst einfach aufgebaut, wartungsfreundlich, da sie ein
Vielfaches des Behältervolumens an Abfall aufnehmen können, und leicht zu betätigen.
[0011] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematisch dargestellte, teilweise weggebrochene Seitenansicht einer
Ausführungsform des Behälters gemäß der Erfindung im geschlossenen Zustand,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht im geöffneten Zustand des Behälters,
Fig. 3 einen schematisch dargestellten Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform
des Behälters gemäß der Erfindung im geschlossenen und geöffneten Zustand (strichpunktiert
dargestellt),
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des in Fig. 3 gezeigten Behälters im geöffneten
Zustand,
Fig. 5a eine schematisch dargestellte perspektivische Ansicht einer die Deckelanordnung
gemäß Fig. 3 und 4 enthaltenden Einheit,
Fig. 5b eine schematisch dargestellte perspektivische Ansicht entsprechend Fig. 5a
mit zwei Behälterkasseten,
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine einstückig als Spritzgußteil ausgebildete Einrichtung,
bestehend aus einem Deckel, seiner Betätigungseinrichtung und einem Teil der Einrichtung
zum Blockieren des Deckels,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie VII-VII in Fig. 6,
Fig. 8 einen schematisch dargestellten Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform
eines Behälters gemäß der Erfindung mit einem als Trichter ausgebildeten Deckel und
einem durch die Trichteröffnung führbaren Stößel,
Fig. 9 einen schematisch dargestellten Längsschnitt eines Behälters gemäß Fig. 8 mit
einem abgewandelten Stößel,
Fig. 10 einen schematisch dargestellten Längsschnitt eines Behälters ähnlich der in
Fig. 8 und 9 gezeigten Ausführungsform mit einem abgewandelten Trichter und abgewandeltem
Stößel,
Fig. 11 eine Seitenansicht eines Behälters gemäß den Fig. 8 bis 10 mit einem per Fuß
betätigbaren Stößel,
Fig. 12 einen schematisch dargestellten Längsschnitt eines Behälters mit einem als
Stößel ausgebildeten Deckel und
Fig. 13 eine schematisch dargestellte, teilweise weggebrochene Seitenansicht einer
weiteren Ausführungsform eines Behälters gemäß der Erfindung.
[0012] In Fig. 1 und 2 ist ein Behälter 1 mit einem um eine horizontale Achse 2 schwenkbaren
Deckel 3 dargestellt. Auf der Vorderseite des Behälters ist ein Balken 4 angeordnet,
der vorzugsweise im wesentlichen quer über die gesamte Breite des Behälters verläuft.
An den Seiten ist der Balken 4 jeweils mit einer horizontalen Stange 5 verbunden,
die jeweils über zwei Schwenkarme 6, 7 an einer Behälterseitenwand 8 gelagert und
in Pfeilrichtung horizontal verschiebbar sind. Zwischen dem vorderen Schwenkarm 6
und der Vorderwand 9 des Behälters ist eine Zugfeder 10 vorgesehen. Am hinteren Ende
der Stange 5 ist ein Mitnehmer 11 angeordnet, der.mit einer drehfest mit dem Deckel
3 verbundenen Kurvenscheibe in Eingriff steht. In den
Fig. 1 und 2 ist lediglich schematisch ein vorzugsweise krummlinig verlaufender Schlitz
12 an der Seitenwand des Deckels dargestellt, in welchem der Mitnehmer 11 geführt
ist. Die Funktionsweise des Behälters geht ohne weiteres aus den Fig. 1 und 2 hervor.
Der Balken 4 wird vorzugsweise mit Hilfe des Oberschenkels oder der Hüftpartie in
Pfeilrichtung gedrückt, wodurch der Mitnehmer 11 über seine Zwangsführung im Schlitz
12 den Deckel 3 in die in Fig. 2 gezeigte geöffnete Position verschwenkt. In diesem
Zustand wird der Abfall in den Behälter geworfen.
[0013] Anschließend wird der Balken 4 losgelassen. Durch die gespannte Zugfeder 10 wird
der Deckel 3 automatisch in den geschlossenen Zustand gemäß Fig. 1 überführt, wobei
durch die besondere Ausbildung des Schlitzes 12 erreicht wird, daß die Schließbewegung
des Deckels 3 bereits nach einer relativ kurzen Rückführbewegung der Stangen 5 bzw.
des Balkens 4 weitgehend abgeschlossen ist. Der letzte kleinere Teil dieser Schließbewegung
des Deckels 3, bei dem im wesentlichen das Pressen des Abfalls erfolgt, falls dieser
bereits bis zur Unterseite des Deckels angehäuft ist, erfolgt während des größeren
Teils der Rückführbewegung des Balkens 4. Hierdurch ergibt sich ein ansteigender Anpreßdruck
beim Schließen des Deckels 3. Die Körperbedienung dürfte gegenüber der Fußbedienung
von vielen als bequemer empfunden werden, weil man, auf beiden Füßen stehend und mit
dem Körper stoßend, größere Kräfte aufbringt als auf einem Fuß stehend und mit dem
anderen Fuß stoßend. Darüber hinaus wirkt sich die Körperbedienung auch dahingehend
positiv aus, daß man den Körper nicht so schnell zurückziehen kann wie z.B. einen
Fuß, so daß der Deckel sich langsamer bewegt und lärmfreier in seine geschlossene
Position zurückfällt, insbesondere wenn der Behälter noch relativ leer ist.
[0014] Der Behälter ermöglicht in einfacher Weise eine direkte Übertragung der Bedienungsbewegung
auf den Deckel. Der obere Teil des Behälters mit dem Deckel und seiner Betätigungseinrichtung
kann aus einer einzigen, auf das eigentliche Behältnis aufsetzbaren Einheit bestehen,
was die Wartung und den Versand erleichtert. Versuche haben gezeigt, daß der Preßvorgang
von Papierhandtüchern auch dann noch zufriedenstellend erfolgt, wenn viele Papierhandtücher
miteinander in den vom Deckel im geschlossenen Zustand eingenommenen Preßraum geworfen
werden, so daß der automatisch zurückfallende Deckel scheinbar auf halbem Weg stehenbleibt.
Je nach der auf einmal zu pressenden Menge Papier senkt sich der Deckel langsamer
oder schneller. In Extremfällen kann der Preßvorgang bis zu einigen Minuten dauern.
Die Kapazität dieses Behälters ist enorm groß, wie praktische Versuche gezeigt haben.
[0015] In den Fig. 3 bis 5 ist ein Behälter 13 mit einer Deckelanordnung 14 gezeigt. Die
Deckelanordnung 14 besteht aus einer unteren Preßplatte 15, die an der Innenseite
der Rückwand 16 des Behälters im Abstand vom oberen Ende des Behälters um eine Achse
17 schwenkbar gelagert ist, und aus einer oberhalb und parallel zur Preßplatte 15
angeordneten oberen Abschlußplatte 18. Die Abschlußplatte 18 ist ebenfalls an der
Innenseite der Rückwand 16 des Behälters um eine Achse 19 schwenkbar gelagert. An
der Vorderseite der Abschlußplatte 18 ist ein Handgriff 20 zur Betätigung der Deckelanordnung
14 und eine Klinke 21 vorgesehen, welche in der geschlossenen, in Fig. 3 mit durchgezogenen
Linien dargestellten Position der Deckelanordnung 14 mit einem Vorsprung 22 in Eingriff
kommt, um den Deckel zu blockieren. Die beiden Platten 15 und 18 sind im vorderen
Bereich untereinander drehbar durch eine Hebelanordnung 23, die aus zwei Stangen oder
aus einer Platte bestehen kann, verbunden. Die Lagerachsen 17 und 19 der beiden Platten
15 und 18 und die Schwenkachsen 24 und 25 der Hebelanordnung 23 bilden die Eckpunkte
eines zusammklappbaren Parallelogramms. Zwischen den Achsen 19 und 24 ist eine Zugfeder
26 angeordnet.
[0016] Die Funktionsweise dieses Behälters geht ohne weiteres aus Fig. 3 und 4 hervor und
ist wie folgt: Der Benutzer ergreift den Handgriff 20 und löst durch geringfügiges
Verdrehen des Handgriffes im Uhrzeigersinn den Verriegelungsmechanismus 21, 22. Anschließend
wird die Deckelanordnung 14 automatisch durch die Zugfeder 26 in die in Fig. 3 strichpunktiert
und in Fig. 4 perspektivisch dargestellte geöffnete Position verschwenkt. In diesem
Zustand ist die Einwurföffnung des Behälters im Verhältnis zu einem dicken starren
Deckel sehr groß. Nach Einwerfen des Papiers wird der Handgriff 20 erneut erfaßt und
gegen die Wirkung der Zugfeder 26 nach unten verschwenkt, bis der Verriegelungsmechanismus
21, 22 wieder geschlossen ist. Der Behälter 13 kann äußerst kleine Abmessungen aufweisen,
ohne das Einwerfen und Pressen des Abfalls zu beeinträchtigen. Ein solch kleiner Behälter,
der z.B. nur 13cm tief und 16cm breit ist, kann z.B. in privaten Händewaschanlagen
eingesetzt werden. Die Deckelanordnung 14 kann in einer gesonderten Einheit 27 untergebracht,
wie in Fig. 5a gezeigt ist, und z.B. an einer Wand angeschraubt werden. An diese Einheit
27 wird das eigentliche Behältnis angehängt, wobei mehrere Kassetten 28 übereinander
angeordnet werden können. In Fig. 5b sind zwei solche Kassetten 28 gezeigt.
[0017] In Fig. 6 und 7 ist ein gitterförmiger Preßdeckel 29 mit nach oben und unten offenen
Durchbrechungen 30 gezeigt, dessen Design an einen gitterförmigen Abfallkorb angepaßt
ist. Ein solcher Deckel könnte jedoch auf seiner Oberseite oder Unterseite auch durchgehend
abgeschlossen sein. Falls die Unterseite offen ist, wie dies im dargestellten Beispiel
der Fall ist, muß das Rastermaß auf die Größe des Abfalls abgestimmt sein, d.h. die
Unterseite des Dekkels muß in der Lage sein, den Abfall bei geschlossenem Zustand
des Deckels in das Behälterinnere zu pressen. An der Vorderseite des Deckels 29 ist
ein Handgriff 32 vorgesehen, der über ein biegsames L-förmiges Verbindungselement
31 mit dem Deckel verbunden ist. An der Außenseite des vertikalen Schenkels des Verbindungselementes
31 ist eine Klinke 33 angeordnet, die mit einem am Behälter vorgesehenen Vorsprung
beim Verschließen des Behälters in Eingriff kommt und den Deckel blockiert. Diese
Verriegelung wird durch leichtes Drücken des Handgriffes 32 bzw. des vertikalen Schenkels
des Verbindungselementes 31 nach innen beim öffnen des Deckels 29 gelöst. Um eine
Beschädigung des Verbindungselementes 31 zu verhindern, wird die Bewegung des vertikalen
Schenkels des Verbindungselementes nach hinten bzw. vorn durch Anschläge 34 bzw. 35,
36 am Behälter begrenzt. Der Deckel 29 mit seiner Betätigungseinrichtung 31, 32 und
der Klinke 33 der Verriegelungseinrichtung kann in sehr kostensparender Weise einstückig
im Spritzgußverfahren hergestellt werden.
[0018] In den Fig. 8 bis 12 sind Ausführungsformen des Behälters dargestellt, bei denen
eine trichterförmige Einrichtung den Abfall aufnimmt, eine von außen betätigbare Einrichtung
den Abfall zwangsweise in das Behälterinnere befördert und der Abfall im Inneren des
Behälters zurückgehalten wird.
[0019] In Fig. 8 ist ein Behälter 37 mit einem als Trichter 38 ausgebildeten festen Deckel
gezeigt. Die Trichteröffnung 39 weist als Widerhaken wirkende, ins Behälterinnere
gerichtete Zähne 40 auf. Oberhalb des Trichters 38 ist ein Stößel 41 angeordnet, der-in
einer Führungseinrichtung 42 geradlinig geführt ist. Zwischen der Oberseite 43 der
Führungseinrichtung 42 und einem Widerlager 44 am Stößelschaft 45 ist eine Druckfeder
46 angeordnet. Die Betätigung des Behälters 37 erfolgt folgendermaßen: Der Abfall,
z.B. ein Papierstück 47, wird in den Trichter 38 geworfen. Anschließend wird der Stößel
41 durch Niederdrücken eines Knopfes 48 gegen den Widerstand der Druckfeder 46 geradlinig
in vertikaler Richtung durch die Trichteröffnung 39 geschoben, wobei das Papierstück
47 ins Behälterinnere gedrückt wird. Dann läßt man den Knopf 48 los. Der Stößel 41
wird automatisch durch die Rückstellkraft der Druckfeder 46 in seine in Fig. 8 gezeigte
Ausgangsposition zurückgestellt. Die Papierstücke werden an einem Heraustreten durch
die Trichteröffnung 39, sofern überhaupt schon soviel Papier im Behälter 37 und ein
entsprechender Rückstelldruck nach oben vorhanden ist, durch die als Widerhaken wirkenden
Zähne 40 gehindert.
[0020] In den Fig. 9 und 10 sind zwei geringfügig abgewandelte Ausführungsformen dieses
Behältertyps dargestellt. In Fig. 9 ist ein Stößel 49 an einem Hebel 50 befestigt,
der um eine Achse 51 schwenkbar gelagert ist. Bei Verschwenken des Hebels 50 im Gegenuhrzeigersinn
mittels eines Knopfes 52 bewegt sich der Stößel 49 auf einem Kreisbogen in die Trichteröffnung
53 hinein (mit ausgezogenen Linien dargestellt) und wird nach Loslassen des Knopfes
52 durch eine auf den Hebel 50 wirkende, nicht gezeigte Feder wieder automatisch in
seine strichpunktiert dargestellte Ausgangsposition zurückgeschwenkt. In Fig. 10 ist
ein asymmetrischer Trichter 54 mit einer Trichteröffnung 55 gezeigt. Die asymmetrische
Anordnung erleichtert das Einwerfen eines Papierstückes 71 in den Trichter. Ein Stössel
56 bewegt sich wie der in Fig. 9 gezeigte Stößel 49 auf einem Kreisbogen, jedoch entlang
der ebenfalls kreisbogenförmigen Trichtermantelfläche 57 in die Trichteröffnung 55
hinein. Die Trichter und Stößel der in den Fig. 8 bis 10 dargestellten Behälter können
einen runden oder rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0021] In Fig. 11 ist eine Ausführungsform dieses Behältertyps gezeigt, bei welchem ein
Stößel 58 über eine Stange 59 und ein Fußpedal 60 verschwenkt werden kann.
[0022] In Fig. 12 ist eine Ausführungsform dieses Behältertyps gezeigt, bei welchem ein
als Deckel ausgebildeter Stössel 80 um eine im Trichter 81 angeordnete horizontale
Achse 82 schwenkbar gelagert ist. Eine außerhalb des Trichters 81 angeordnete Antriebseinrichtung,
z.B. ein Elektromotor, schwenkt den deckelförmigen Stößel 80 um 180° in Doppelpfeilrichtung
von einer horizontalen Lage in die andere und wieder zurück. Hierbei wird ein in den
Trichter 81 eingeworfenes Abfallstück, z.B. ein Papierstück, von dem Stößel 80 erfaßt
und je nach Stellung des Stößels 80 im Moment des Einwurfs in die linke oder rechte
Hälfte des Behälters gestoßen. Um bei motorangetriebenem Stößel 80 Störungen zu verhindern,
wenn feste Gegenstände oder Körperteile sich zwischen Stößel und Trichterwand verklemmen,
sind die parallel zur Achse 82 angeordneten Trichterwände als Klappen 83 ausgebildet,
die drehbar um Achsen 84 gelagert sind. Diese Klappen 83 weichen aus, wenn sich ein
fester Gegenstand verklemmt. Ein von der entsprechenden Achse 84 betätigter Elektroschalter
ändert die Motordrehrichtung, so daß der verklemmte Gegenstand wieder ausgeworfen
wird.
[0023] Bei der in Fig. 13 gezeigten Ausführungsform wird die trichterförmige Aufnahmeeinrichtung
für den Abfall von einem Walzenspalt 61 zweier durch eine Zugfeder 62 gegeneinander
vorgespannter Walzen 63 und 64 ausgebildet. An der Kopfseite der vertikal versetzt
zueinander angeordneten Walzen 63 und 64 sind drehfest mit der Walze verbundene Ritzel
65 und 66 vorgesehen, die mit einer von außen über einen Balken 67 horizontal verschiebbaren
Zahnstange 68 in Eingriff stehen. Das vom Walzenspalt 61 aufgenommene Papierstück
wird durch die sich in Pfeilrichtung drehenden Walzen 63 und 64, die durch eine horizontale
Verschiebung des Balkens 67 nach rechts in Fig. 13 über die Zahnstangen/Ritzel-Anordnung
68, 66, 65 angetrieben werden, nach dem Mangelprinzip zwangsweise ins Behälterinnere
gefördert. Durch Abstreifer 69, 70 wird das möglicherweise am Walzenmantel haftende
Papier von diesem Mantel entfernt und ins Behälterinnere befördert. Anschließend wird
der Balken 67 losgelassen. Hierdurch wird die Zahnstange automatisch mittels einer
nicht gezeigten Feder in ihre Ausgangsposition zurückgeführt. Durch einen entsprechenden
Freilauf in der Lagerung der Ritzel 65 und 66 erfolgt bei der Rückbewegung der Zahnstange
68 kein Antrieb der Walzen 63, 64.
1. Mit einem Deckel verschließbarer Behälter zum Aufnehmen und Pressen von Abfall,
insbesondere Papierabfall, dadurch gekennzeichnet , daß der in den Behälter (1, 13)
eintauchende Deckel (3, 14) eine für den Raumbedarf der einzelnen einzuwerfenden und
zu pressenden Abfallstücke ausreichende Raumform aufweist und in seiner den Behälter
verschließenden Position blockiert ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließbewegung des um
eine horizontale Achse (2) gelagerten Deckels (3) durch eine Einrichtung (11, 12)
gesteuert ist, die einen ansteigenden Anpreßdruck des Deckels auf den Abfall beim
Übergang des Deckels von der geöffneten in die geschlossene Position verursacht.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Vorderseite
des Behälters (1) ein quer verlaufender, mittels bekleideter Körperteile betätigbarer
Balken (4) angeordnet ist, der über jeweils eine horizontale Stange (5) auf beiden
Seiten des Behälters und über jeweils mindestens einen gelenkig mit der Stange und
einer Behälterwand (8) verbundenen Schwenkarm (6, 7) am Behälter gelagert und horizontal
verschiebbar ist.
4. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von einer Deckelanordnung
(14) beanspruchte Raum in Abhängigkeit von der Position der Deckelanordnung variabel
ist.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelanordnung (14)
im geschlossenen Zustand einen für den Raumbedarf der einzelnen einzuwerfenden und
zu pressenden Abfallstücke ausreichenden Raum und im geöffneten Zustand einen kleineren,
minimalen Raum einnimmt.
6. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (29), seine Betätigungseinrichtung
(31, 32) und ein Teil (33) der Einrichtung zum Blockieren des Deckels in seiner den
Behälter verschließenden Position aus einem einzigen Spritzgußteil bestehen.
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (29) eine gitterartige,
in mindestens einer vertikalen Richtung offene Form aufweist.
8. Behälter zum Aufnehmen und Pressen von Abfall, insbesondere Papierabfall, gekennzeichnet
durch eine trichterförmige Einrichtung (38, 54; 61) zur Aufnahme des Abfalls und eine
von außen betätigbare Einrichtung (41, 49, 56, 58; 63, 64) für die zwangsweise Uberführung
des Abfalls von der trichterförmigen Aufnahmeeinrichtung ins Innere des Behälters.
9. Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ..sich die von außen betätigbare
Einrichtung für die zwangsweise Überführung des Abfalls von der trichterförmigen Aufnahmeeinrichtung
ins Innere des Behälters nach Betätigung und Freigabe automatisch in ihre Ausgangsposition
zurückstellt.
10. Behälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die trichterförmige
Aufnahmeeinrichtung aus einem Walzenspalt (61) und die Einrichtung zur zwangsweisen
Überführung des Abfalls ins Innere des Behälters aus zwei elastisch gegeneinander
vorgespannten, von außen antreibbaren Walzen (63, 64) besteht.