Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen
von Treibstangenbeschlägen für Fenster, Türen od. dgl. mit einer am Ende der einen
Stulpschiene mittels eines Gelenks beweglich befestigten Lasche, die im Einbauzustand
über das Ende einer benachbarten Stulpschiene stellbar ist, wobei die Lasche und die
sie tragende Stulpschiene außerdem Löcher aufweisen, die bei Wirkstellung der Lasche
in Decklage zueinander stehen und zur Lagenfixierung der Lasche zusätzlich von einer
im Fenster oder in der Tür verankerbaren Schraube durchgriffen sind.
[0002] Derartige Vorrichtungen zur Stoßstellenüberlappung werden insbesondere dann benutzt,
wenn eine der beiden stumpf gegeneinanderstoßenden Stulpschienen zum Zwecke der Anpassung
an unterschiedliche Einbaumaße ablängbar ausgebildet ist und über den vorbestimmten
Ablängbereich hinweg keine Senklöcher zur Aufnahme von Befestigungsschrauben aufweisen
kann. Die Stoßstellenüberlappung stellt dabei sicher, daß auch das nicht durch eine
Schraube festlegbare Ende einer Stulpschiene in seiner funktionsbedingten Einbaulage
gehalten wird.
Stand der Technik
[0003] Bei marktgängigen Treibstangenbeschlägen ist die die Stoßstellenüberlappung zwischen
den einander benachbarten Enden zweier Stulpschienen bildende Lasche in der durch
DE-U 72 09 926 offenbarten Art und Weise an der einen Stulpschiene um ein Gelenk beweglich
gelagert, das von einem mit seiner Achse normal zur Breitseite dieser Stulpschiene
gerichteten Nietbolzen gebildet wird. Dadurch kann die Lasche parallel zur Stulpschienenebene
über das Ende der benachbarten Stulpschiene geschwenkt werden und läßt sich sodann
in dieser Lage durch Eindrehen einer Schraube arretieren.
[0004] Derartige Vorrichtungen für Stoßstellenüberlappung von Stulpschienen sind jedoch
nur dort einsatzfähig, wo die Stulpschienen so eingebaut werden, daß ihre äußere Breitseite
bündig mit der Falzumfangsfläche der Fenster- oder Türprofile liegt bzw. geringfügig
über diese Falzumfangsfläche vorsteht. Springt hingegen die Falzumfansfläche der Fenster-oder
Türprofile gegenüber der äußeren Breitseite der Stulpschienen mehr oder weniger vor,
dann lassen sich Vorrichtungen zur Stoßstellenüberlappung nach DE-U 72 09 926 nicht
mehr benutzen, weil die Schwenkbewegung ihrer Laschen dann behindert wird.
[0005] Die Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung nach DE-U 72 09 926 ist im übrigen nur
dann einsatzfähig, wenn eine rein kraftschlüssige Halteverbindung zwischen den einander
benachbarten Stulpenden für den betreffenden Gebrauchszweck ausreicht.
[0006] Wird hingegen eine formschlüssige Verkettung zwischen den einander benachbarten Stulpschienenenden
benötigt, dann ist diese bekannte Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung nicht einsatzfähig.
In diesem Falle müssen vielmehr Vorrichtungen zur Stoßstellenüberlappung an Stuipschienen
in Gebrauch genommen werden, wie sie entweder durch.die Literaturstelle aus « Baubeschlag-Magazin
•, Heft 6/78, Seite 84, oder aber durch die DE-A-24 49 352 zum Stand der Technik gehören.
[0007] Bei der Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung nach « Baubeschlag-Magazin ist die
die einander benachbarten Enden beider Stulpschienen übergreifende Lasche als im Querschnitt
U-förmige Stulpzahnplatte ausgebildet, die in ihrem Steg ein Senkloch aufweist und
an der Innenseite ihrer Flansche mit einer Feinverzahnung versehen ist. Der das Senkloch
enthaltende Längenbereich der Stulpzahnplatte umgreift das einerseits mit Randausklinkungen
versehene und andererseits ein Schraubendurchgangsloch aufweisende Ende der nicht
ablängbaren Stulpschiene, während deren anschließender Längenbereich mit der ablängbaren
Stulpschiene zusammenwirkt, die an ihren Längskanten über den vorgesehenen Ablängbereich
mit Feinverzahnungen versehen ist.
[0008] Die Stulpzahnplatte ist als loses Teil vorhanden und wird zur Herstellung der formschlüssigen
Stoßstellenüberlappung auf die einander benachbarten Stulpenden aufgestülpt, so daß
die Feinverzahnungen an der Innenseite ihrer Flansche mit den komplementären Feinverzahnungen
an den Längskanten der ablängbaren Stulpschiene in Formschlußeingriff gelangen. Durch
Eindrehen einer das Senkloch der Stulpzahnplatte und das Durchgangsloch der nicht
ablängbaren Stulpschiene durchgreifenden Schraube in das Fenster oder die Tür wird
dann der Formschlußeingriff der Stoßstellenüberlappung gesichert.
[0009] Es liegt ohne weiteres auf der Hand, daß die Handhabung dieser bekannten Vorrichtung
zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen verhältnismäßig umständlich und zeitraubend
ist und daß die als loses Teil vorhandene Stulpzahnplatte auch leicht vorloren gehen
kann.
[0010] Die ebenfalls zur Bildung einer formschlüssigen Verkettung zwischen den einander
benachbarten Stulpschienenenden geeignete Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung nach
DE-A-2449352 verwendet eine Lasche, die mittels einer lösbar in ein am Ende der einen
Stulpschiene vorgesehenes Gewindeloch eindrehbaren Schraube gehalten wird, in dem
deren Schaft ein Langloch in der Lasche durchsetzt. Zur Herstellung der formschlüssigen
Verkettung muß in das Ende der benachbarten Stulpschiene gleichzeitig mit oder nach
dem Ablängvorgang ein glattwandiges Loch eingearbeitet werden, in das ein an die Unterseite
der Lasche angeformter Hals formschlüssig zum Eingriff gebracht werden kann. Zur Sicherung
der Halteverbindung muß anschließend die Schraube gänzlich in die Gewindebohrung der
einen Stulpschiene eingedreht werden, wobei ihr Kopf mit einer eingeformten Verzahnung
an die Laschen-Oberseite drückt. Solange die Schraube nicht in das Gewindeloch am
Ende der einen Stulpschiene eingesetzt worden ist, bilden diese und die zur Herstellung
der formschlüssigen Verkettung dienende Lasche lose Teile, die leicht verloren gehen
können, so daß hierfür Ersatz beschafft werden muß, wenn die ordnungsgemäße Beschlagfunktion
nicht gefährdet werden soll.
[0011] Es wäre zwar denkbar, die die Lasche mit dem einen Ende der Stulpschiene verbindende
Spannschraube so zu bemessen, daß sie nur um ein bestimmtes Maß gelockert und nicht
gänzlich aus dem Gewindeloch herausgedreht werden muß, um ein begrenztes Abheben der
Lasche von den benachbarten Enden der beiden Stulpschienen zu ermöglichen. Dabei könnte
die Lasche entweder in Normalrichtung zu ihrer Ebene von den Enden beider Stulpschienen
abgehoben werden. Es wäre aber auch denkbar, sie unter Durchführung einer geringen
Winkelbewegung von den Enden der beiden Stulpschienen abzuheben, wobei die Winkelbewegung
um dasjenige Ende der Lasche stattfindet, welches sich au der das Gewindeloch aufweisenden
und die Spannschraube enthaltenden Stulpschiene abstützt.
[0012] Damit der unmittelbar an das Ende der die Lasche tragenden Stulpschiene anschließende,
zur Aufnahme des Endes der anderen Stulpschiene dienende Bereich von der Lasche völlig
freigemacht werden kann, ist es jedoch in beiden Fällen notwendig, die Lasche in ihrer
angehobenen Lage noch relativ zu der einen Stulpschiene, und zwar um die Achse der
Spannschraube seitwärts zu verschwenken. Diese Handhabungsart der zur Stoßstellenüberlappung
dienenden Lasche ist jedoch relativ umständlich und damit montagetechnisch aufwendig.
Beschreibung der Erfindung
[0013] Mit der Erfindung wird bezweckt, die Einsatzmöglichkeiten für eine Vorrichtung zur
Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen zu verbessern. Daher ist es Ziel der Erfindung,
eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen von Treibstangenbeschlägen
so zu gestalten, daß sie nicht nur bei allen vorkommenden Einbauarten für die Treibstangenbeschläge
mit kraftschlüssiger Wirkung zwischen den benachbarten Stulpschienen einsatzfähig
ist, sondern auch dann benutzt werden kann, wenn es darauf ankommt, eine formschlüssige
Verkettung zwischen den einander benachbarten Stulpschienenenden zu bewirken, wobei
in jeden Falle eine einzige Bewegungsart für die Lasche ausreicht, um diese insgesamt
in den oder aus dem Bereich der Stoßstellenüberlappung zu bringen.
[0014] Die Lösung dieser Aufgabe wird nach der Erfindung im wesentlichen durch die Kennzeichnungsmerkmale
des Anspruchs 1 erreicht.
[0015] Unter Einsatz dieser Mittel läßt sich allein durch Eindrehen der die Löcher in der
Lasche und in der diese lagernden Stulpschiene durchdringenden Schraube in das Fenster-
oder Türprofil eine kraftschlüssige Lagensicherung des benachbarten Stulpschienenendes
bewirken.
[0016] Ist hingegen eine formschlüssig wirkende Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung erwünscht,
bei der die Lasche mit im wesentlichen quer zur Stulpebene gerichteten Feinverzahnungen
formschlüssig in komplementäre Feinverzahnungen am Ende der benachbarten Stulpschiene
in Eingriff gebracht werden kann, dann empfiehlt es sich, zusätzlich die Kennzeichnungsmerkmale
des Anspruchs 2 in Benutzung zu nehmen.
[0017] Vorteilhafte bauliche Ausgestaltungen einer Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung
sind durch Benutzung der Merkmale eines oder mehrerer der Ansprüche 3 bis 5 erreichbar.
[0018] Durch die im Anspruch 6 aufgezeigte Ausgestaltung wird eine bauliche Weiterbildung
für die formschlüssig wirkende Vorrichtung zur Sto- βstellenüberlappung erreicht.
Beschreibung der Zeichnungsfiguren
[0019]
Figur 1 zeigt etwa in natürlicher Größe und räumlicher Sprengdarstellung die Einzelteile
einer Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen ;
Figur 2 gibt einen Längsschnitt durch eine gebrauchsfertig montierte Vorrichtung zur
Sto- βstellenüberlappung an Stulpschienen wieder ;
Figur 3 zeigt in räumlicher Draufsichsdarstellung eine kraftschlüssig wirkende Vorrichtung
zur Stoßstellenüberlappung vor Herstellung der Überlappungsverbindung ;
Figur 4 gibt die Vorrichtung zur kraftschlüssigen Stoßstellenüberlappung nach Fig.
3 in ihrer Wirkstellung wieder ;
Figur 5 stellt in räumlicher Ansicht eine formschlüssig wirkende Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung
an Stulpschienen in ihrer unwirksamen Lage dar, während
Figur 6 die Vorrichtung nach Fig. 5 im Formschlußeingriff zeigt.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] In Fig. sind zwei Stulpschienen 1 und 2 gezeigt, von denen die Stulpschiene 1 eine
fixe Längenabmessung hat, während die Stulpschiene 2 zum Zwecke der Anpassung an unterschiedliche
Abmessungen der Fenster oder Türen zumindest an ihrem einen Ende 2' beliebig abgelängt
werden kann.
[0021] Die Stulpschiene 1 ist in der Nähe ihres Endes 1' einerseits mit Senklöchern 3' und
3" ausgestattet, während sie andererseits, etwa in der Mitte zwischen diesen beiden
Senklöchern 3' und 3", einen beispielsweise rechteckförmigen Mehrkantdurchbruch 4
aufweist.
[0022] Die Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung zwischen den beiden Stulpschienen 1 und
2 wird im wesentlichen von einer Lasche 5 und einem Formstück 6 gebildet. Die Lasche
5 weist dabei eine im wesentlichen T-förmige Endausklinkung 7 auf, die mit ihrem schmalen
Endbereich zwei gegeneinander gerichtete Nocken 8 begrenzt.
[0023] Das Formstück 6 hat ein abgesetztes Fußteil 9, dessen Umrißform der Mehrkantausnehmung
4 in der Stulpschiene 1 entspricht. Ferner weist es ein relativ zum Fußteil 9 verbreitertes
Kopfteil 10 auf, das in zwei zueinander parallelen und voneinander abgewendeten Stirnflächen
jeweils mit seitlich und nach unten offenen Nuten 11 versehen ist.
[0024] In die Nuten 11 des Formstücks 6 wird die Lasche 5 mit ihren beiden Nocken 8 zunächst
eingeschoben. Sodann wird das auf diese Weise mit der Lasche 5 in Verbindung gebrachte
Formstück 6 mit seinem Fußteil 9 in den Mehrkantdurchbruch 4 der Stulpschiene 1 eingesetzt,
so daß dessen Kopfteil 10 auf der Oberseite der Stulpschiene 1 zu liegen kommt. Wird
nun das Formstück 6, beispielsweise durch Vernieten, mit der Stulpschiene 1 fest verbunden,
dann tritt eine Absperrung der Nuten 11 relativ zur Oberseite der Stulpschiene 1 ein,
so daß diese auf einfache Weise Lagerschalen für die klappbare Halterung der Lasche
5 bilden.
[0025] Die Festlegung des Formstückes 6 an der Stulpschiene 1 kann entweder dadurch erfolgen,
daß dessen Fußteil 9 unmittelbar in dem Mehrkantdurchbruch 4 festgenietet wird. Es
ist aber auch möglich, das Formstück 6 mit einem Durchgangsloch 12 zu versehen, in
das von der Unterseite der Stulpschiene 1 her der Nietbolzen 13 eines dort abgestützten,
vorzugsweise als Führung für eine Treibstange und für die Befestigungsschrauben der
Stulpschiene dienenden, weiteren Formstückes eingesteckt werden kann. Durch Bildung
des Schließkopfes am Nietbolzen 13 des Formstückes 14 auf der Oberseite des Formstückes
6 werden dann diese beiden Formstücke 6 und 14 gleichzeitig fest mit der Stulpschiene
1 verbunden, wie das besonders deutlich der Fig. 2 entnommen werden kann.
[0026] Erwähnenswert ist noch, daß die Lasche 5 mit einem eingeprägten Senkloch 15 versehen
ist, welches in der Wirkstellung der klappbar gelagerten Lasche 5 von oben her in
das Senkloch 3' der Stulpschiene 1 zum Eingriff kommt, derart, daß durch beide Senklöcher
3' und 15 zur Lagensicherung der Lasche 5 eine Senkschraube 16 in das die Stulpschienen
1 und 2 tragende Fenster-oder Türprofil eingedreht werden kann.
[0027] Beim Vergleich der Fig. 3 und 4 einerseits und der Fig.5 und 6 andererseits wird
deutlich, daß die Lasche 5 relativ zur Stulpschiene 1 maximal um einen Winkel von
180° klappbar gehalten ist.
[0028] In der aus den Fig. und 5 ersichtlichen Klapplage liegt dabei die Lasche 5 auf ihrer
ganzen Länge auf der Oberseite der Stulpschiene 1. Wird sie hingegen in die Stellung
nach den Fig. 4 bzw. 6 herumgek)appt, dann steht sie mit ihrem freien Ende 5' um ein
beträchtliches Maß über das freie Ende der Stulpschiene 1 vor und überlappt damit
das freie Ende 2' der benachbarten Stulpschiene 2 um ein entsprechendes Maß.
[0029] Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 ist die Lasche 5 im wesentlichen als
flaches Stanzteil ausgebildet, so daß sie in ihrer Wirkstellung (Fig.4) lediglich
auf der äußeren Breitseite der benachbarten Stulpschiene 2 zur Auflage kommt und diese
unter der Wirkung der Senkschraube 16 lediglich kraftschlüssig niederhält.
[0030] Wird jedoch eine formschlüssige Verkettung zwischen den beiden einander benachbarten
Stulpschienen 1 und 2 gewünscht, dann muß die Lasche 5 wenigstens in ihrem bei Wirkstellung
über die sie lagernde Stulpschiene 1 hinausragenden Längenbereich einen U-förmigen
Querschnitt aufweisen und an der Innenseite wenigstens eines ihrer U-Flansche 17 mit
einer Feinverzahnung 18 versehen werden, die im wesentlichen quer zur Hauptebene der
Lasche 5 gerichtet ist.
[0031] Andererseits wird an den Schmalseiten 19 der Stulpschiene 2 über deren ablängbaren
Längenabschnitt eine komplementäre Feinverzahnung 20 vorgesehen, die gegenüber den
normalen Längskanten 21 der Stulpschiene 2 um die Materialdicke der an der Lasche
5 gebildeten U-Flansche 17 abgesetzt angeordnet ist.
[0032] Wird nach dem Einbau der beiden Stulpschienen 1 und 2 in das Fenster- oder Türprofil
die Lasche 5 aus ihrer der Fig. 5 entnehmbaren Ausrückstellung in die Wirkstellung
nach Fig. 6 geklappt, dann treten die Feinverzahnungen 18 ihrer U-Flansche 17 von
oben her mit den Feinverzahnungen 20 an den Schmalseiten 19 der Stulpschiene 2 in
Wirkverbindung und stellen dadurch eine formschlüssige Verkettung zwischen den beiden
Stulpschienen 1 und 2 her. Diese Formschlußverbindung wird anschließend durch ein
Eindrehen der Schraube 16 in die Senklöcher 3' der Stulpschiene 1 sowie 15 der Lasche
5 sicher arretiert.
[0033] Erwähnenswert ist noch, daß die Lasche 5 auf der Stulpschiene 1 nicht unbedingt über
einen Winkelbogen von 180° klappbar angeordnet sein muß. Vielmehr reicht es ohne weiteres
aus, wenn die Lasche 5 nur um einen Winkelbogen von 90° klappbar ist. Es besteht daher
ohne weiteres die Möglichkeit, die Lasche 5 auch dann vorzusehen, wenn aus der Stulpschiene
1 in der Nähe ihres freien Endes 1' ein Funktionsglied des Treibstangenbeschlages
herausragt.
Der gewerbliche Nutzungsbereich
[0034] Die vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen
sind insbesondere in Verbindung mit Treibstangenbeschlägen für Fenster, Türen od.
dgl. einsetzbar, für die sich an den Flügel- oder Rahmenprofilen schwierige Einbauverhältnisse
ergeben. Sie lassen sich dabei sowohl als rein kraftschlüssige Niederhalter benutzen
als auch für die Herstellung formschlüssiger Stulpschienenverkettungen einsetzen.

1. Vorrichtung zur Stoßstellenüberlappung an Stulpschienen von Treibstangenbeschlägen
für Fenster, Türen od. dgl. mit einer am Ende (1') der einen Stulpschiene (1) mittels
eines Gelenks (8) beweglich befestigten Lasche (5), die im Einbauzustand über das
Ende (2') einer benachbarten Stulpschiene (2) stellbar ist, wobei die Lasche (5) und
die sie tragende Stulpschiene (1) außerdem Löcher (3', 15) aufweisen, die bei Wirkstellung
der Lasche (5) in Decklage zueinander stehen und zur Lagenfixierung der Lasche (5)
zusätzlich von einer im Fenster oder in der Tür verankerbaren Schraube (16) durchgriffen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (8) für die Lasche (5) nur eine parallel
zur Stulpebene und quer zur Längsrichtung der Stulpschienen (1 und 2) verlaufende
Klappachse aufweist, die einen Klappwinkel von mindestens 90° ermöglicht und vorzugsweise
auf deren Oberseite gelagert (10, 11) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Lasche (5) mit im wesentlichen quer zur
Stulpebene gerichteten Feinverzahnungen (18) formschlüssig in komplementäre Feinverzahnungen
(20) am Ende der benachbarten Stulpschiene (2) in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lasche (5) wenigstens in ihrem über die sie lagernde Stulpschiene (1) hinausragenden
Längenbereich einen U-förmigen Querschnitt aufweist (Fig. und 6) und an der Innenseite
wenigstens eines U-Flansches (17) mit den Feinverzahnungen (18) versehen ist, die
in die komplementären Feinverzahnungen (20) an der Schmalseite (19) der benachbarten
Stulpschiene (2) einklappbar sind (Fig. 6).
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche
(5) an ihrem einen Ende eine im wesentlichen T-förmige Ausklinkung (7) aufweist, und
mit den den schmalen Endbereich dieser Ausklinkung (7) begrenzten Nocken (8) in seitliche
Lagerschalen (11) eines Formstückes (6) eingreift, das mit der Stulpschiene (1) fest
verbunden, z. B. vernietet (9 bzw. 13) oder verschweißt, ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück
(6) mit einem abgesetzten Fußteil (9) drehfest in einen Mehrkantdurchbruch (4) der
Stulpschiene (1) eingreift sowie in den Stirnflächen eines auf der Stulpschiene (1)
aufliegenden Kopfteils (10) seitlich und nach unten offene Nuten (11) als Lagerschale
für die Nocken (8) der Lasche (5) hat, wobei die Nuten (11) nach unten durch Auflage
des Kopfteils (10) auf der Stulpschiene (1) absperrbar sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück
(6) ein normal zur Stulpschienenebene gerichtetes Durchgangsloch (12) aufweist, in
welchem der Nietbolzen (13) eines auf der Stulpschienenunterseite abgestützten, vorzugsweise
als Führung für eine Treibstange und für die Befestigungsschrauben der Stulpschiene
(1) dienenden, weiteren Formstückes (14) festsetzbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalseiten (19)
der benachbarten Stulpschiene (2) um die Materialdicke der an der Lasche (5) gebildeten
U-Flansche (18) abgesetzt ausgebildet sind (19, 21).
1. Device for overlapping at the point of contact on interlocking grooves by connector
rod fittings for windows, doors and the like, with a movable clip (5) fastened, by
means of a joint (8) at one end (1') of one grooved rail (1) which in the operating
position can be placed over the end (2') of an adjacent grooved rail (2), in such
a manner that the clip (5) and the grooved rail (5) to which it is attached have also
holes (3', 3", 15) which, in the operating position of the clip (5) coincide with
one another and, to fix the position of the clip (5), have in addition a bolt (16)
passed through them which can be anchored in the window or in the door, characterized
by the fact that the joint (8) for the clip (5) only has a hinged axis running parallel
to the grooved rail plane and at right angles to the longitudinal direction of the
grooved rails (1 and 2), preferably situated on the upper side thereof (10, 11), which
allows a swing of at least 90°.
2. Device in accordance with claim 1 such that the clip (5) can be meshed in an interlocking
manner by fine tooth gears (18) placed essentially at right angles to the plane of
the grooved rail, into complementary fine tooth gears (20) at the end of the adjacent
grooved rail (2), characterized by the fact, that the clip (5) has a U-shaped cross-
section (fig. 5 and 6) at least in that part of its length projecting beyond the grooved
rail (1) in which it rests, and is provided at least on the inside of a U-flange (17)
with fine tooth gears (18) which can mesh with the complementary fine tooth gears
(20) on the narrow dimension (19) of the adjacent grooved rail (2) (fig. 6).
3. Device in accordance with claims 1 and 2 characterized by the fact that the clip
(5) has an essentially T-shaped release at the one end and with the cogs (8) confined
to the narrow end area of this release (7), engages the lateral collars (11) of a
shaped part (6) which is firmly attached e. g. riveted (9 or 13) or welded, to the
grooved rail (1).
4. Device in accordance with claims 1 to 3, characterized by the fact that the shaped
part (6) fits rigidly, by means of a specially shaped foot (9) into a many-sided opening
(4) on the grooved rail (1) and has, as a collar for the cogs (8) of the clip (5),
slits (11) opening later-ally and downwards in the faces of a headpiece (10) resting
on the grooved rail (1), so that the slits (11) can be closed off downwards by laying
the headpiece (10) on the grooved rail (1).
5. Device in accordance with claims 1 to 4, characterized by the fact that the shaped
part (6) has a through-hole (12) set normally parallel to the plane of the grooved
rails in which the rivet (13) of an additional shaped part (14), supported on the
underside of the grooved rails, preferably serving as a guide for a connecting rod
and for the fastening bolts of the grooved rail (1), can be fixed.
6. Device in accordance with claim 2, characterized by the fact, that the narrow sides
(19) of the adjacent grooved rail (2) are formed (19, 21) offset by the thickness
of the material of the U-flange (18) made on the clip (5).
1. Dispositif destiné à être superposé à chevauchement à des points de jonction en
about de barres de recouvrement de ferrures à tige active ou tige de commande de fenêtres,
de portes ou d'autres éléments de même genre, ce dispositif comportant une patte (5)
qui est fixée au moyen d'un axe de façon à pouvoir être déplacée à l'extrémité (1')
de l'une (1) des barres de recouvrement et qui peut être réglée, à l'état de montage,
sur l'extrémité (2') d'une barre de recouvrement (2) voisine de la première, la patte
(5) et la barre de recouvrement (1) qui est munie de cette patte présentant en outre
des trous (3', 3", 15) qui, lorsque la patte (5) se trouve en position d'action, coincident
entre eux et qui, pour la fixation de la patte (5) en place, sont traversés de plus
par une vis (16) pouvant être fixée dans la fenêtre ou dans la porte, le dispositif
étant caractérisé en ce que l'axe pour la patte (5) est montée (en 10, 11) avantageusement
à la face supérieure de l'une (1) des barres de recouvrement à laquelle elle est reliée
(en 6) de façon à pouvoir être rabattue sur un axe pivotant (8) permettant au minimum
de 90° de pivotement qui suit seulement une direction parallèle à celle du plan de
recouvrement et une direction transversale par rapport au sens longitudinal des barres
de recouvrement (1 et 2).
2. Dispositif suivant la revendication 1, dans le cas duquel la patte (5) peut être
mise en engagement par adaptation de formes, par de fines dentures (18) qu'elle présente
et qui sont dirigées en substance transversalement par rapport au plan de recouvrement,
avec de fines dentures complémentaires (20) prévues à l'extrémité de la barre de recouvrement
(2) voisine de la première, le dispositif étant caractérisé en ce que la patte (5),
au moins dans la zone de sa longueur qui dépasse la barre de recouvrement (1) sur
laquelle elle prend appui, présente une section transversale en forme de U (fig. 5
et 6) et en ce qu'elle est munie, à la face interne de l'une au moins des ailes (17)
du U, des fines dentures (18) qui peuvent se placer en engagement avec les fines dentures
complémentaires (20) qui sont prévues au côté étroit (19) de la barre de recouvrement
voisine (2) (fig. 6).
3. Dispositif suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la patte (5)
présente, à l'une des extrémités, une ouverture d'encliquetage (7), en substance en
forme de T, et en ce qu'elle se place en engagement, par les saillies (8) qui délimitent
la zone d'extrémité étroite de cette ouverture d'encliquetage (7), avec des creux
de support latéraux (11) que présente une pièce moulée (6) qui est fixée fermement
à la barre de recouvrement (1), par exemple par une fixation à rivets (9 et 13) ou
par une fixation par soudure.
4. Dispositif suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pièce moulée
(6) se place en engagement, de façon à ne pas pouvoir tourner, par une partie de base
(9), qui forme un décalage, dans une ouverture polygonale (4) que présente la barre
de recouvrement (1) et en ce que la pièce moulée (6) présente, dans les faces d'extrémité
d'une partie de tête (10) qui s'applique à la barre de recouvrement (1), des rainures
(11) s'ouvrant latéralement et vers le bas, rainures qui forment les creux de support
des saillies (8) que présente la patte (5), les rainures (11) pouvant être fermées
vers le bas du fait de l'application de la partie de tête (10) à la barre de recouvrement
(1).
5. Dispositif suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce moulée
(6) est percée d'un trou de passage (12) qui suit une direction perpendiculaire par
rapport au plan des barres de recouvrement, trou de passage dans lequel peut être
fixée la tige de rivet (13) d'une autre pièce moulée (14) qui prend appui à la face
inférieure de la barre de recouvrement (1) et qui joue avantageusement le rôle d'un
guidage pour une tige active ou tige de commande et pour les vis de fixation de la
barre de recouvrement (1).
6. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que les côtés étroits
(19) de la barre de recouvrement (2) voisine de la barre de recouvrement (1) sont
prévus de façon à former des décalages (19, 21) équivalents à l'épaisseur de la matière
des ailes (17) du U qui est formé sur la patte (5).