b) Teelinisches Gebiet
[0001] Die Neuerung betrifft ein Ecklager für Dreh-Kippflügel von Fenstern, Türen od. dgl.
mit einem am feststehenden Rahmen über eine Stützplatte anschraubbaren sowie mit mindestens
einem rückseitig über die Stützplatte vorstehenden Tragbolzen oder -zapfen in eine
Bohrung des feststehenden Rahmens eingreifenden Lagerbock, der einen um eine horizontale
Achse kippbaren Gelenkbolzen trägt, welcher in ein am Flügel mit dessen seitlicher
lotrechter Drehachse fluchtend angeordnetes Gelenkband stützend eingreift, wobei der
Lagerbock relativ zur Stützplatte und quer zur Ebene des feststehenden Rahmens über
ein Gewindeglied verstellbar ist.
[0002] Ecklager dieser Gattung werden bei Dreh-Kippfenstern und -türen regelmäßig dann benutzt,
wennes darauf ankommt, den Dichtungs - anpreßdruck des geschlossenen Flügels relativ
zum feststehenden Rahmen jederzeit - auch nachträglich noch - bedarfsabhängig regrulieren
zu können.
[0003] Im praktischen Gebrauch der Dreh-Kippfenster und -türen kommt es nämlich häufig vor,
daß der zum Bau der Flügel und Rahmen benutzte Konstruktionswerkstoff, und zwar insbesondere
Holz und Kunststoff, bedingt durch Witterungseinflüsse arbeitet und dabei zwangsläufig
unerwünschte Veränderungen der Dichtungsverhältnisse zwischen Flügel und Rahmen nach
sich zieht. Diese müssen ausgeglichen werden, wenn jederzeit eine optimale Funktion
der Fenster und Türen gewährleistet sein soll.
[0004] Eine dauerhaft einwandfreie Funktion der Fenster und Türen setzt ferner voraus, daß
das Ecklager auch unter der Einwirkung schwerguwichtiger Flügel einen dauerhaft sicheren
Sitz am feststehenden Rahmen behält. Um das zu gewährleisten werden daher die Ecklager
nicht nur über eine Stützplatte am feststehenden Rahmen angeschraubt, sondern die
Stützplatte wird auch noch mit mindestens einem rückseitig vorstehenden Tragbolzen
oder -zapfen versehen, der in eine Bohrung des feststehenden Rahmens passend eingreift.
c) Stand der Technik
[0005] Durch das DE-Gbm 17 83 611 ist bereits ein Ecklager bekannt, das am feststehenden
Rahmen über eine Stützplatte anschraubbar ist und dessen den um eine horizontale Achse
kippbaren Gelenkbolzen tragender Lagerbock relativ zur Stützplatte und quer zur Ebene
des feststehenden Rahmens über ein Gewindeglied verstellbar ist.
[0006] Die wünschenswerte Verstellung des Lagerbockes kann hier aber nur vorgenommen werden,
nachdem zuvor das mit der seitlichen, lotrechten Drehachse des Frügels fluchtend angeordnete
Gelenkband mit dem vom Lagerbock kippbar getragenen Gelenkbolzen außer Eingriff gebracht
worden ist.
[0007] Ein baulich ähnliches Ecklager ist auch durch das DE-Gbm 18 65 421 bekannt.
[0008] Durch die DE-OS 25 27 348 gehören aber auch bereits Ecklager zum Stand der Technik,
bei denen sich der von einer Stützplatte gehaltene und den um eine horizontale Achse
kippbaren Gelenkbolzen tragende Lagerbock relativ zur Stützplatte und quer zur Ebene
des feststehenden Rahmens über ein Gewindeglied verstellen läßt, ohne daß zu diesem
Zweck das mit der seitlichen, lotrechten Drehachse des Flügels fluchtend angeordnete
Gelenkband desselben aus dem Gelenkbolzen ausgehängt werden muß.
[0009] In diesem Falle läßt sich jedoch die Stützplatte nicht einfach an der raumseitigen
Stirnfläche des feststehenden Rahmens anschrauben. Sie muß vielmehr in eine relativ
große und tiefe Ausnehmung eingelassen werden, die an der betreffenden Ecke des feststehenden
Rahmens, z. B. durch einen Fräsvorgang herzustellen ist.
[0010] Eine solche Ecklager-Ausführung hat zwar eine hohe Tragfähig- . keit und läßt sich
auch zum Zwecke der Regulierung des Dichtungsanpreßdruckes für den Flügel leichtgängig
manipulieren. Der Arbeitsaufwand für die Fräsung der Ausnehmung an der Rahmenecke,
ist aber relativ hoch und eine solche Ausfräsung läßt sich auch bei aus Kunststoff-Hohlprofilen
bestehenden Fenstern regelmäßig im Eckbereich des feststehenden Rahmens nicht vorsehen.
[0011] Um die Tragfähigkeit von Ecklagern der beiden zuerst erwähnten, bekannten Ausführungsformen
zu erhöhen, hat man auch deren Stützplatre bereits mit mindestens einem, vorzugsweise
aber zwei rückseitig über diese vorstehende Tragbolzen oder -zapfen versehen, die
sich in einfache Bohrungen des feststehenden Rahmens einstecken lassen. Solche Bohrungen
lassen sich nämlich nicht nur an feststehenden Rahmen aus Holz sondern auch an solchen,
die aus Kunststoff-Nohlprofilen zusammengesetzt sind, einfach und sicher herstellen.
d) Beschreibung der Neuerung
[0012] Es besteht nun das Bedürfnis, Ecklager für Dreh-Kippflügel von Fenstern, Türen od.
dgl. verfügbar zu haben, welchen die Unzulänglichkeiten der verschiedenen, bekannten
Ausführungsformen nicht anhaften, die jedoch deren jeweilige Vorteile in sich vereinigen.
Der Neuerung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für ein Ecklager der eingangs näher
erläuterten Bauart eine Raumform zu schaffen, die sich bei hoher Tragfähigkeit problemlos
am feststehenden Rahmen anschlagen läßt, zugleich aber eine Nachstellung der Dichtungsanlage
zwischen Flügel und feststehendem Rahmen ermöglicht, ohne daß hierzu das Gelenkband
des Flügels aus dem kippbaren Gelenkbolzen des Ecklagers ausgehängt werden muß.
[0013] Die Lösung dieser Aufgabe wird nach der Neuerung durch die Kennzeichnungsmerkmale
des Anspruchs 1 gewährleistet.
[0014] Dabei ergibt sich zudem noch der Vorteil, daß eine praktisch stufenlose Regulierung
des Lagerbockes relativ zur Stützplatte vorgenommen und damit eine sehr feinfühlige
Beeinflußung der Dichtungsanlage zwischen Flügel und feststehendem Rahmen erreicht
werden kann.
[0015] Eine baulich besonders einfache Ausführungsform für ein Ecklager hoher Tragfähigkeit
kann geschaffen werden durch Benutzung der Merkmale eines oder mehrerer der Ansprüche
2 bis 5.
[0016] Eine noch anspruchsvollere Ausgestaltung für ein neuerungsgemäßes Ecklager läßt sich
durch den Einsatz der Merkmale des Anspruchs 6 schaffen. Hierbei ist es empfehlenswert,
auch die im Anspruch 7 aufgezeigten Merkmale in Benutzung zu nehmen.
[0017] Ein beliebiger Rechts- und Linksanschlag für diese Ecklager läßt sich verwirklichen
durch die Merkmale der Ansprüche 8 und 9.
[0018] Eine zweidimensionale Verstellbarkeit des Ecklagers, das heißt eine zusätzliche Reguliermöglichkeit
der Lage des Flügels relativ zum feststehenden Rahmen parallel zu dessen Hauptebene
läßt sich dabei, praktisch ohne merkliche Vergrößerung der Baumaße erreichen, wenn
die Merkmale eines der Ansprüche 10 und 11 vor- . gesehen werden. Durch gleichzeitige
Benutzung der in den Ansprüchen 10 und 11 aufgezeigten Merkmale ergibt sich sogar
eine dreidimensionale Verstellbarkeit für das Ecklager.
e) Beschreibung der Zeichnungsfiguren
[0019]
Fig. 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Ecklagers für Dreh-Kippflügel
von Fenstern, Türen od. dgl. in Ansicht von vorne.
Fig. 2 stellt das Ecklager nach Fig. 1 in der Seitenansicht dar,
Fig. 3 gibt einen Schnitt des Ecklagers nach Fig. 1 längs der Linie III - III wieder,
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das Ecklager längs der Linie IV-IV in Fig. 1 und
Fig. 5 zeigt das Ecklager nach den Figuren 1 bis 4 in der Draufsicht.
Fig. 6 stellt in Ansicht von vorne eine andere, vorteilhafte Ecklager-Ausführung dar,
Fig. 7 zeigt das Ecklager nach Fig. 6 im Schnitt längs der Linie VII - VII und
Fig. 8 gibt eine Draufsicht auf das Ecklager nach den Fig. 6 und 7 wieder.
f) Wege zur Ausführung der Neuerung
[0020] Das in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Ecklager hat eine aus Blech gestanzte, ebene
Stützplatte 1 mit einem vertikalen Anschraublappen 1' und zwei sich einstückig an
dessen unteres Ende anschließenden. nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Anschraublappen
1 ", dergestalt, daß diese Stützplatte 1 etwa die Umrißform eines auf den Kopf gestellten
T besitzt..
[0021] Der Anschraublappen 1' der Stützplatte 1 weist zwei im Abstand übereinanderliegenden
Senklücher 2 auf, durch die er mittels Senkschrauben auf der raumseitigen Rahmensichtfläche
befestigt werden kann. Rückseitig ist am Anschraublappen 1' im Bereich zwischen den
beiden Senklöchern 2 starr ein Tragbolzen oder -zapfen 3 befestigt, der in eine passende
Bohrung des feststehenden Rahmens eingeschoben werden kann.
[0022] Jeder der beiden Anschraublappen 1" der Stützplatte 1 ist nahe seiner oberen Begrenzungskante
mit einem ausgestanzten Loch 4 versehen, während er in der Nähe seiner Unterkante
je einen nach vorne vorstehenden Führungszapfen 5 trägt.
[0023] Im Schnittpunkt der zur Hauptebene der Stützplatte 1 normalen, vertikalen Symmetriebene
6-6 des Anschraublappens 1' mit der ebenfalls zur Hauptebene der Stützplatte 1 normalen,
horizontalen Symmetriebene 7-7 der beiden Anschraublappen 1" ist in der Stützplatte
1 drehbar, aber axial unverschiebbar ein in gleicher Richtung wie die beiden Führungszapfen
5 über diese vorstehendes Gewindeglied 8 gelagert, das einen nach rückwärts einstückig
angeformten, glatten Verlängerungsschaft 9 hat. Quersclmittsform und Länge dieses
Verlängerungsschaftes 9 entsprechen dem Tragbolzen oder -zapfen 3, wobei er ebenfalls
in eine passende Bohrung am feststehenden Rahmen eingeschoben ist.
[0024] Mit dem Gewindeglied 8 der Stützplatte 1 steht über ein entsprechendes Innengewinde
10 ein Lagerbock 11 in Stelleingriff, welcher mittels zweier Führungslöcher 12 drehfest
aber gleitbeweglich von den Führungszapfen 5 der Stützplatte 1 getragen wird.
[0025] Oberhalb der Führungslöcher 12 ist der Lagerbock 11 jeweils noch mit einem Senkloch
13 versehen, wobei dieses Senkloch 13 mit den Durchgangslöchern 4 der Stützplatte
1 fluchten und zusammen mit diesen zur Aufnahme von in den feststehenden Rahmen eindrehbaren
Senkschrauben dienen.
[0026] Der Lagerbock 11 ist mit zwei nach oben gerichteten, zueinander parallelen Gabelschenkeln
14 versehen, welche Lageraugen für ein drehbares, jedoch axial unverschiebbares Gewindeglied
15 bilden, das sich in horizontaler Richtung und parallel zur Ebene des feststehenden
Rahmens bzw. der Stützplatte 1 erstreckt.
[0027] Dieses Gewindeglied steht über ein angepaßtes Innengewinde 16 mit dem Lagerlappen
17 eines aufwärts gerichteten Gelenkbolzens 18 in Dauereingriff, und zwar derart,
daß der Gelenkbolzen 18 einerseits relativ zum Gewindeglied 15 mindestens um einen
begrenzten Winkel nach vorne kippbar ist, während er andererseits durch entsprechende
Drehung des Gewindegliedes 15 wahlweise nach rechts oder nach links um ein begrenztes
Maß zwischen den Gabelschenkeln 14 stufenlos verstellt werden kann.
[0028] Der Gelenkbolzen 18 greift dabei von unten her in ein am Flügel mit dessen seitlicher
lotrechter Drehachse fluchtend angeordnetes Gelenkband stützend ein (nicht dargestellt).
[0029] Durch Drehung des Gewindegliedes 15 relativ zu den die Lageraugen hierfür bildenden
Gabelschenke ln 14 des Lagerbockes 11 läßt sich damit die seitliche, lotrechte Drehachse
des Flügels parallel zur Ebene des feststehenden Rahmens verlagern. Andererseits kann
durch Drehung des. Gewindegliedes 8 relativ zum Lagerbock 11 dieser Lagerbock 11 quer
zur Ebene des feststehenden Rahmens gegenüber der Stützplatte 1 stufenlos verstellt
werden und damit eine entsprechende Verlagerung der seitlichen, lotrechen Drehachse
für den Flügel relativ zum feststehenden Rahmen bewirken.
[0030] Damit die aus dem Flügelgewicht resultierenden und über den Ge lenkbolzen 18 in das
Ecklager eingeleiteten Kraftwirkungen nicht nur von den Führungszapfen 5 und dem Gewindeglied
8 aufgenommen bzw. abgefangen werden müssen, sind die beiden Gabelschenkel 14 des
Lagerbockes 11 jeweils noch mit nach rückwärts gerichteten Leisten 19 versehen, welche
mit ihrer unteren Endfläche 20 die nach aufwärts gerichteten Kantenflächen 21 der
beiden Anschraublappen 1" stützend übergreifen, während ihre Längsflächen 22 zugleich
an den seitwärts gerichteten Kantenflächen 23 des Anschraublappens 1 " anliegen.
[0031] Die hohe Tragfähigkeit der Ecklager-Ausführung nach den Fig. 1 bis 5 wird dadurch
erreicht, daß dieses einerseits mittels vier Schrauben am feststehenden Rahmen verankert
werden kann, während zusätzlich noch der Tragbolzen oder -zapfen 3 und der Verlängerungsschaft
9 in verhältnismäßig tiefe Bohrungen desselben eingeschoben sind. Durch die baulich
symmetrische Gestaltung des Ecklagers zur vertikalen Normalebene (6-6 ist dieses ohne
weiteres für wahlweisen Rechts- und Linksanschlag geeignet. Wichtig ist dabei ferner,
daß sämtliche zur Lagenjustierung des Flügels notwendigen Elemente des Ecklagers vor
der raumseitigen Stirnfläche des feststehenden Rahmens liegen und keinerlei Einbauraum
innerhalb des Rahmenprofils benötigen.
[0032] Die in den Fig. 6 bis 8 dargestellte Ecklager-Ausführung hat - grundsätzlich gesehen
- die gleichen Funktionsteile wie das Ecklager nach den Fig. 1 bis 5. Lediglich bezüglich
der.Wirkverbindung zwischen dem Lagerbock 11 und der Stützplatte 1, einerseits, und
bezüglich der Wirkverbindung des Gewindegliedes 8 mit dem Lagerbock 11 und der Stützplatte
1 andererseits bestehen bauliche Unterschiede.
[0033] Beim Ecklager nach den Fig. 6 bis 8 ist die Stützplatte 1 mit dem Tragbolzen oder
-zapfen 3 und dem Verlängerungsschaft 9 als einstückiges Formteil aus Druckguß gefertigt.
Koaxial zum Verlängerungsschaft 9 ist an die Stützplatte 1 ein über deren Vorderseite
vorstehender Mehrkantansatz 25, von beispielsweise quadratischer Umrißform, als Führungsnocken
für den Lagerbock 11 angeformt. Dieser Mehrkantansatz 25 enthält eine Bohrung 26,
an die sich innerhalb des Verlängerungsschaftes 9 ein Innengewinde 27 anschließt.
[0034] Von der Rückseite her ist in den Lagerbock 11 eine dem Mehrkantansatz 25 im Querschnitt
angepaßte Mehrkantvertiefung 28 eingeformt und konzentrisch zu dieser besitzt der.
Lagerbock 11 einen Hals 29. Mittels der Mehrkantvertiefung 28 ist der Lagerbock 11
drehfest aber axial verschiebbar auf dem Mehrkantansatz 25 der Stützplatte 1 geführt,
während sein Hals 29 passend in die Bohrung 26 des Mehrkantansatzes 25 hineinragt.
[0035] Das Gewindeglied 8 wird von einer Zylinderkopfschraube gebildet, deren Kopfteil 30
in einer zylindrischen Erweiterung 31 des Verlängerungsschaftes 9 aufgenommen ist.
Der sich an den Zylinderkopf 30 anschließende Gewindeabschnitt 32 des Gewindegliedes
8 steht mit dem Innengewinde 27 des Verlängerungsschaftes 9 in Dauereingriff, während
ein glatter Schaftabschnitt 33 desselben drehbar aber axial unverschiebbar den Hals
29 des Lagerbockes 11 durchsetzt. Ein mit dem freien Ende des glatten Schaftabschnitts
33 verbundener Stützring 34 ist bündig in einer Vertiefung 35 an der Stirnseite des
Lagerbockes 11 aufgenommen. Dieser Stütz ring 34 ist vorzugsweise mit dem glatten
Schaftabschnitt 33 des Gewindegliedes 8 fest vernietet, wobei im Bereich der Vernietung
eine Mehrkantvertiefung 36, beispielsweise ein Innensechskant, des Gewindegliedes
8 ausmündet, in welches ein Verstellwerkzeug zum Eingriff gebracht werden kann. Bei
Betätigung des Gewindegliedes 8 durch das Verstellwerkzeug verlagert sich dieses zusammen
mit dem Lagerbock 11 relativ zur Stützplatte 1 bzw. zum Verlängerungsschaft 9 derselben
in Axialrichtung.
[0036] In Fig. 7 ist noch angedeutet, wie das am Flügel befestigte Gelenkband 37 mit dem
Gelenkbolzen 18 des Ecklagers zusammenwirken kann. Es stützt sich über eine Lagerschale
38 auf dem oberen Ende des Gelenkbolzens 18 ab. Dabei ist die. Lagerschale 38 drehfest,
aber über eine Stellschraube 39 axial verstellbar in der Lagerbohrung 40 des Gelenkbandes
37 abgestützt, dergestalt, daß das Gelenkband 37 durch Drehung der Stellschraube 39
relativ zum Gelenkbolzen 18 in Axialrichtung verlagert. Auf diese Art und Weise läßt
sich dann eine dreidimensionale Verstellbarke it des Flügels über das Ecklager verwirklichen.
g) Der gewerbliche Nutzungsbereich
[0037] Die vorstehend beschriebenen Ecklager-Ausführungen sind in Verbindung mit Dreh-Kippflügeln
von Fenstern, Türen od. dgl. überall dort einsatzfähig, wo es auf eine leicht manipulierbare
Justierfähigkeit der eingebauten Flügel ankommt, gleichzeitig aber eine hohe Tragfähigkeit
der Ecklager sichergestellt werden muß, ohne daß übermäßig große Ausnehmungen im feststehenden
Rahmen vorgesehen werden müssen.
h) Bezugszeichenliste
[0038]
1 Stützplatte
1',1 " Anschraublappen
2 Senklöche r
3 Tragbolzen oder -zapfen
4 Loch
5 Führungszapfen
6 vertikale Symmetriebene
7 horizontale Symmetriebene
8 Gewindeglied
9 Verlängerungsschaft
10 Innengewinde
11 Lagerbock
12 Führungslöcher
13 Senklöche r
14 Gabelschenkel
15 Gewindeglied
16 Innengewinde
17 Lagerlappen
18 Gelenkbolzen
19 Leisten
20 Endfläche
21 Kantenflächen
22 Längsflächen
23 Kantenflächen
25 Mehrkantansatz
26 Bohrung
27 Innengewinde
28 Mehrkantvertiefung
29 Hals
30 Kopf
31 Erweiterung
32 Gewindeabschnitt
33 Schaftabschnitt
34 Stützring
35 Vertiefung
36 MeUrkamtvertiefung
37 Gelenkband
38 Lagerschale
39 Stellschraube
40 Lagerbohrung
1 . Ecklager für Dreh-Kipp-Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. mit einem am feststehenden
Rahmen über eine Stützplatte anschraubbaren sowie mit mindestens einem rückseitig
über die Stützplatte vorstehenden Tragbolzen oder -zapfen in eine Bohrung des feststehenden
Rahmens eingreifenden Lagerbock, der einen um eine horizontale Achse kippbaren Gelenkbolzen
trägt, welcher in ein am Flügel mit dessen seitlicher. lot rechter Drehachse fluchtend
angeordnetes Gelenkband stützend eingreift. wobei der Lagerbock relativ zur Stützplatte
und quer zur Ebene des feststehenden Rahmens über ein Gewindeglied verste Ibar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (1) mit parallel zur Achsrichtung des Gewindegliedes (8) über
ihre Vorderseite vorstehenden, starren Führungsnocken (5 bzw. 25) versehen ist, die
der Lagerbock (11) mit rückseitig eingeformten Führungskulissen (12 bzw. 28) , formschlüssig
umgreift, und daß das Gewindeglied (8) einerseits entweder im Lagerbock (11 ; Fig.
7) oder in der Stützplatte (1 ; Fig. 3 ) drehbar aber unverschiebbar lagert, während
es andererseits durch Drehung axial relativ verstellbar entweder in die Stützplatte
(1 ; Fig. 7 ) oder in den Lagerbock (11, Fig. 3) eingreift.
2. Ecklager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsnocken durch zwei parallele Zapfen (5) gebildet sind, die in passende
Führungslöcher (12) des Lagerbockes (11) hineinragen, während das Gewindeglied (8)
zwischen diesen Zapfen (5) in der Stützplatte (1) nur drehbar lagert und mit einem
nach rückwärts einstückig angeformten, glatten Verlängerungsschaft (9) in die Bohrung
des feststehenden Rahmens eingreift (Fig. 2 und 3).
3. Ecklager nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (1) oberhalb der beiden Führungszapfen (5) und der Lagerbock (11)
oberhalb der Führungslöcher (12) jeweils Durchgangslöcher (4 bzw. 13) aufweisen, durch
die Befestigungsschrauben in den feststehenden Rahmen eindrehbar sind ( Fig. 4).
4. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbock (11) an seinem den Gelenkbolzen (18) kippbar lagernden Gabelschenkeln
(14) jeweils mit nach rückwärts gerichteten Leisten (19) versehen ist, welche mit
ihrer unteren Endfläche (20) nach aufwärts gerichtete Kantenflächen (21) der Stützplatte
(1) stützend übergreifen, während ihre Längsflächen (22) an seitwärts gerichteten
Kantenflächen (23) der Stützplatte (1) anliegen.
5. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte aus einem Blech-Stanzteil besteht. an dem die beiden Führungszapfen
(5) drehfest befestigt sind, während das Gewindeglied (8) und dessen Verlängerungsschaft
(9) darin drehbar vernietet ist.
(6. Ecklager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsnocken von einem Mehrkantansatz (25) der Stützplatte (1) gebildet
ist, der in eine entsprechende Mehrkantvertiefung (28) des Lagerbockes (11) eingreift
und eine koaxiale Bohrung (26) aufweist, in die ein Hals (29) des Lagerbockes (11)
hineinragt, wobei im Hals (29) des Lagerbockes (11) das Gewindeglied (8) mit einem
glatten Schaftabschnitt (33) ausschließlich drehbar lagert, während es mit seinem
Gewindeabschnitt (32) in eine Gewindebohrung (27) eingreift, die sich in dem in die
Bohrung des feststehenden Rahmens hineinragenden Verlängerungsschnaft (9) der Stützplatte
(1) befindet.
7. Ecklager nach den Ansprüchen 1 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (1) mit dem Führungsnocken (25) und dem Verlängerungsschaft (9)
ein einstückiges Formteil aus Druckguß bildet.
8. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (1) und der Lagerbock (11) zu einer gegenüber der Ebene des feststehenden
Rahmens normalen und vertikal verlaufenden Ebene (6-6-) symmetrisch ausgebildet sind
( Fig. 1 und 6) .
9. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützplatte (1) etwa die Umrißform eines auf den Kopf gestellten T hat und
dabei der Lagerbock (11) im Bereich der beiden Anschraublappen (1 ") bildenden T-Schenkel
gehalten ist.
10. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Gelenkbolzen (18) kippbar im Lagerbock (11) haltende horizontale Gelenkachse
durch ein ausschließlich drehbar im Lagerbock (11) sitzendes, zweites Gewindeglied
(15) gebildet ist, welches mit einem Gegengewinde (16) in einer Bohrung des Gelenkbolzens
(18) in Formschlußeingriff steht.
11. Ecklager nach den Ansprüchen 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das am Flügel sitzende Gelenkband (37) in seiner den Gelenkbolzen (18) umfassenden
Lagerbohrung (40) eine drehfest aber axial verschiebbare Lagerpfanne (38) enthält,
die über eine Stellschraube (39) achsparallel zur Lagerbohrung (40) ein- und feststellbar
ist.