(19)
(11) EP 0 006 487 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
09.01.1980  Patentblatt  1980/01

(21) Anmeldenummer: 79101736.1

(22) Anmeldetag:  01.06.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3D05B 27/14, D05B 27/16
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 22.06.1978 DE 7818743 U

(71) Anmelder: Kochan, Rolf
D-7320 Göppingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Kochan, Rolf
    D-7320 Göppingen (DE)

(74) Vertreter: Seemann, Norbert W., Dipl.-Ing. 
Brehmstrasse 37
73033 Göppingen
73033 Göppingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Obere Rollband-Zusatztransporteinrichtung für Nähmaschinen


    (57) Bei einer mehrfädigen Hochleistungs-Schnellnähmaschine ist für die gewerbliche Nutzung zum verzugsfreien Zusammennähen und Beschlingen von schlecht gleitenden Materialien wie Samt, Velour oder Naturfell vorgesehen, außer dem üblichen Transporteur (6) noch eine zusätzlich auf das zu nähende Material wirkende, weitere Transporteinheit (8, 8a) zuzuordnen.
    Diese Zusatztransporteinheit (8, 8a) ist takt- und antriebsmäßig mit der Maschine synchron gekoppelt und hat die Form eines rauhen Bandes (8a) o. dgl., daß oberflächenparallel zum Nähtisch (5) verläuft.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine, insbesonders auf eine gewerblich bzw. industriell verwendete, mehrfädige Hochleistungs-Schnellnähmaschine zum verzugsfreien Zusammennähen und Seschlingen von schlecht gleitenden Materialien wie beispielsweise Samt, Uelour, Stretch, Naturfell oder mit Moltopren u.dgl. beschichtete Stoffbahnen.

    [0002] Beim Nähen derartiger Teile im Zuge rationell gewerblicher Fertigung, beiseielsweise von Polster- oder Schorbezägen für RFz-Sitze u.dgl. hat sich in der Praxis immerwieder gezeigt, daß sich infolge der gewebe- bzw. strukturbedingter Maaterialeigenheiten unterschiedlichste Schwierigkeiten für den takt- mäßig erforderlichen Nähguttransport ergeben und einwandfreie Nähte bzw. Nahtverbindungen nur sehr schwer oder äußerst zeitaufwendig herzustellen sind.

    [0003] Diese Nachteile zu beseitigen und insbesondere mehrfädige Hochleistungs-Schnellnähmaschinen für den eingangs erwähnten Zweck optimal einsetzbar, sowie auch bereits vorhandene durch Nachrüstung hierfür nutzbar zu machen, ist Rufgabe der vorliegenden Erfindung.

    [0004] Gelöst wird dies in einfacher Weise dadurch, daß den im Nadelbereich liegenden, an sich bekannten Transporteur, eine ebenfalls auf das zu nähende Material Binuinkende, taktmäßig und antriebsseitig mit dem Transporteur synchron gesteuerte zusätzliche Transporteinheit zugeordnet ist, wobei in sinnvoller Ausgestaltung dieser Erfindung, beispielsweise die Zusatztransporteinheit die Form eines gezahnten o.ä. technisch rauhen Bandes haben kann, in Arbeitsrichtung dem eigentlichen Transporteur nachgeschaltet, oberflächenparallel zum Nähtisch angeordnet und mechanisch mit dem Maschinenantrieb gekoppelt ist.

    [0005] Weiterhin zeichnet sich diese Erfindung noch dadurch aus, da die mechanische Antriebskoppelung über einen Exzenter mit Freilaufgesperre, eine verstellbare Kurbelschwinge und eire an der Maschinenrückseite entlanggeführte Verbindungswelle erfolgt und zudem auch die Möglichkeit der Zuordnung bzu. Vorschaltung eines aus- bzw. einschwenkbaren Rollenfules zu Transporteur und/oder der Zusatztransportainheit besteht.

    [0006] Ein Ausführungsbeispiel und weitere Einzelheiten dieser Erfindung geben die Zeichnungen und deren Beschreibung wieder.

    [0007] Es zeigt

    Figur 1 eine Nähmaschine schematisch in Vorderansicht,

    Figur 2 die neuerungsgemäße Zusatztransporteinheit vergrößert in Draufsicht und

    Figur 3 die Antriebsableitung ebenfalls als Drauf- sicht in gleichem Ma?stab.



    [0008] Aus Figur 1 ersieht man in schematischer Darstellung eine in üblicher Weise in ein kniefreies Gestell 1 eingesetzte Nähmaschine mit Maschinengehäuse 2, Nadelführung 3, Nadelpaar 4 und in der Arbeitsplatte 5 liegendem Transporteur mit Stichplatte 7.

    [0009] Die neuerungsgamäße Zusatztransport6einheit liegt gemä Figur 2 und 3 seitlich sowie ebenfalls in der Hüne zum Trans- porteur 5 verstellbar und diesem in Arbeitsrichtung nachbaw. zugeordnet im Bereich der Arbeitsplatte und ist. über eine auf der Gehäuserückseite 2a verlaufende Welle 9 mit Hüllrohr 10, einseitig sperrendem Freilauf 11, Schwinge 12, Kurbel 13 und Exzenter 14 mit dem Hauptantrieb 15 der Maschine verbumden. Angedeutet ist zudem noch ein ein- bzw. ausschwenkbarer Rollenfuf 15.

    [0010] Die Zusatztransporteinrichtung 8 besteht dabei aus einem. rauhen Band- bzw. Zahnriemen 8a, geführt über mindestens eine Zahnscheibe 8b und Führungs- bzw. Umlenkrollen 17 und 18, sowie gehalten mittels Seitenblechen 19 und 20, einem Mitmahmeblech 21 und einem Halter 22.

    [0011] Ein Flansch 23, ein Zustellrad 84 sowie Befestigurgs inkelstäcke 25, Blemmhalter 23 und ein Anschlagstück 27 vervollständicen die gesamte Anordnung.


    Ansprüche

    1. Wähmaschine, insbesondere gewerblich bzw. industriell verwendete, mehrfädige Hochleistungs-Schnellnähmaschine zum verzuesfreien Zusammennähen und Beschlingen von schlecht gleitenden Materialien wie beispielsweise Samt, Velour, Stretch, Naturfell oder mit Moltopren u.dgl. beschichtete Stoffbehnen,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß dem im Nadelbereich liegenden, an sich bekannten Transporteur (6), eine ebenfalls auf das zu nähende Material einwirkende, taktmäßig und antriebsseitig mit dem Transporteur (6) synchron gesteuerte zusätzliche Transporteinheit (8) zugeordnet ist.
     
    2. Nähmaschine nach Patentanspruch 1, bei der die Zusatzbransporteinheit (8, 8a) die Form eines gezahnter. o.ä. technisch rauhen Bandes (8a) hat,
    in Arbeitsrichtung dem eigentlicher. Trassperteur (6) mach- geschaltet,
    oberflächenparallel zum Nähtisch (5) angeordnat und methanisch mit dem Mäschinenantmieb (15) gekettelt ist.
     
    3. Nähmaschine nach Patentanspruch 1 und 2, bei der die mechanische Antriebskoppelung über einen Exzenter (14) mit Freilaufgesperre (11), eine verstellbare Rurbelschwinge (12, 13) und eine an der Maschinenrückseite (2a) entlanggeführte Verbindurgswelle (9,10) erfolgt.
     
    4. Nähmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Patentansprüche, bei der die Zuordnung bzw. Vorschaltung eines aus- bzw. einschwenkbaren Rallenfußes (18) zu Transporteur (7) und/oder Zusatztransporteinheit (8, 8a) vorgesehen ist.
     
    5. Nähmaschine nach Patentanspruch 1 bis 4, bei der das Transportband (8a) höhen- und/oder zum Trarsporteur (6) seitlich verstellbar ist.
     
    5. Nähmaschine nach Patentanspruch 1 bis 5, bei der das Transportband (8a) in seiner Umlaufgeschwindigkeit veränderbar mit dem Maschinenantrieb (15) gekoppslt ist.
     




    Zeichnung