[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen gefalzter Druckbogen,
insbesondere zum Auflegen auf den Fördersattel einer Buchfadenheftmaschine, bei dem
ein zu öffnender Druckbogen von einer Fördervorrichtung gehalten an hintereinander
angeordneten pneumatischen Einrichtungen zum Abspreizen der ein- , zelnen Druckbogenteile
nacheinander bis zu einer Öffnungsstelle im Druckbogen vorbeigeführt wird, indem die
Druckbogenteile an einer dem Druckbogenrücken gegenüberliegenden Stelle erfasst, vom
übrigen Druckbogen abgehoben und zum Erfassen eines folgenden Druckbogenteiles aus
dem Wirkbereich einer nachgeordneten Einrichtung zum Abspreizen gelenkt werden.
[0002] Zum Öffnen gefalzter Druckbogen ist aus der DE-C-581077 ein Verfahren sowie eine
Vorrichtung bekannt, bei denen gefalzte Druckbogen mit horizontal liegender, nach
oben gerichteter Falzkante aus einem Magazin vereinzelt einer Fördereinrichtung übergeben
und hängend an hintereinander angeordneten Saugeinrichtungen vorbeigeführt werden.
Die einzelnen Druckbogenteile werden dabei nacheinander bis zur Mitte des Druckbogens
vom übrigen Druckbogen abgespreizt, indem Sauger die jeweils äusseren Druckbogenteile
an einer dem Druckbogenrücken gegenüberliegenden Stelle erfassen und Ablenkmittel
die abgespreizten Druckbogenteile aus dem Wirkbereich der nachgeordneten Saugeinrichtung
halten. Letztlich, wird der so geöffnete Druckbogen auf den Sattel einer nachgeschalteten
Weiterverarbeitungsmaschine transportiert.
[0003] Verfahren und Vorrichtung dieser bekannten Art sind in ihrem Anwendungsbereich stark
eingeengt, insofern, als infolge der Lage der Druckbogen mit horizontal liegender
Falzkante sich nicht jede Druckbogenart mittig öffnen lässt. Beispielsweise Druckbogen
mit Kreuzbruchfalzung, das sind Druckbogen, die am Fuss oder Kopf teilweise geschlossen
sind,.können nicht über die Saugeinrichtung hinwegtransportiert und folglich nicht
verarbeitet werden.
[0004] Zwar lassen einige im Kreuzbruch gefalzte Druckbogen ein Hinwegführen über die Saugeinrichtung
in entgegengesetzter Laufrichtung zu, dies ist jedoch nur bei entsprechender Anlagekante
in der nachgeordneten Weiterverarbeitungsmaschine möglich, die aber je nach Fabrikat
in Laufrichtung gesehen vorn und hinten liegen kann.
[0005] Bei der Öffnungsvorrichtung nach der Patentschrift DE-C-581077 werden die Druckbogen
nacheinander und im Abstand zueinander an den Saug- und Ablenkeinrichtungen vorbeitransportiert,
folglich muss der Öffnungsvorgang an einer Öffnungsstation stets beendet sein, bevor
ein nachfolgender Druckbogen einlaufen kann. Hierdurch sind der Vorrichtung hinsichtlich
einer Taktzahlsteigerung Grenzen gesetzt, zumal, bedingt durch den sogenannten Saugplatteneffekt
zwischen zwei Druckbogenteilen stets eine gewisse Zeit für den Lufteintritt und damit
zum Ablösen des vordersten Druckbogenteils benötigt wird, will man ein Mitreissen
des nachfolgenden Druckbogenteils verhindern.
[0006] Darüber hinaus sind die in dieser bekannten Vorrichtung eingesetzten Saugdüsen auch
nicht in der Lage, alle anfallenden Papiersorten funktionssicher zu erfassen. So lässt
sich bei aus stark porösem Papier bestehenden Druckbogen oder bei Druckbogen mit eingesteckten
Druckbogenteilen aus diesem stark porösen Papier ein störungsfreies Öffnen als Folge
des Durchsaugeffektes vielfach nicht erreichen.
[0007] In der DE-A-2362125 wird eine Vorrichtung zum Trennen von Blättern von einem Blattstapel
bzw. zum Trennen zweier Blätter und zum Vortransportieren unter Verwendung eines zwischen
einer konvexen Oberfläche und eines zu handhabenden Blattes einen Unterdruck erzeugenden
Fluidstromes beschrieben. Bei dieser nach dem Wandstrahleffekt arbeitenden Trennvorrichtung
bleibt die aus der Düse tretende Strömung stets an der gewölbten Fläche, so dass infolge
der hierbei entstehenden Fliehkräfte nur eine geringe Saugwirkung ohne jegliche Fernwirkung
auf das abzutrennende Blatt ausgeübt wird. Papiere mit relativ hoher Steifigkeit,
wie sie bei Druckbogen Verwendung finden, lassen sich ohne zusätzliche mechanische
Bewegung der Trennelemente nicht über eine grössere Distanz abheben, da eine Berührung
mit der Düse ausschliesslich an der Düsenaustrittsfläche erfolgt. Es wirken hierbei
lediglich geringe Biegemomente auf das Blatt und infolgedessen stehen nicht die zum
Abspreizen von Bogenteilen mit einer höheren Eigensteifigkeit benötigten Hebelkräfte
zur Verfügung.
[0008] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, die ein funktionssicheres
Öffnen aller Druckbogen und Papiersorten ermöglichen, und mit denen eine wesentliche
Steigerung der Taktzahl erreicht wird.
[0009] Das Verfahren nach der Erfindung sieht zunächst vor, dass die Druckbogen in einer
Fördervorrichtung mit einer Druckbogenecke voran transportiert werden und das Öffnen
an der der vorangestellten Druckbogenecke benachbarten Ecke mittels Blasluftsaugeinrichtungen
erfolgt, indem die einzelnen Druckbogenteile durch den Saugeffekt der Blasluft abgespreizt
werden.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens können die Druckbogen schuppenförmig
an den Blasluftsaugeinrichtungen vorbeitransportiert sowie die Druckbogenteile um
etwa 15° abgespreizt werden.
[0011] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geht aus von einem Druckbogenanleger
zum Vereinzeln von Druckbogen und von einer Fördervorrichtung zum Halten und Fördern
der Druckbogen vorbei an hintereinander angeordneten pneumatischen Einrichtungen zum
Abspreizen der einzelnen Druckbogenteile nacheinander bis zu einer Öffnungsstelle
im Druckbogen, wobei die Druckbogenteile an einer dem Druckbogenrücken gegenüberliegenden
Stelle durch die pneumatischen Einrichtungen vom übrigen Druckbogen abgehoben werden
und den pneumatischen Einrichtungen unmittelbar nachgeordnet, den abgespreizten Bogenteil
aus dem Wirkbereich einer folgenden pneumatischen Einrichtung führende Bogenablenker
vorgesehen sind. Gekennzeichnet ist die Vorrichtung durch einen die Druckbogen einer
Fördervorrichtung mit einer Druckbogenekke voran zuführenden Druckbogenanleger und
durch auf die der vorangestellten Druckbogenecke benachbarte Ecke einwirkende Blasluftsaugplatten
mit zur Bogentransportebene unter einem flachen Winkel schräggestellten Saugflächen,
in denen einen Saugeffekt erzeugende Blasluftdüsen angeordnet sind.
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[0012] Mit der Erfindung wird erstmals ein Weg aufgezeigt, durch den die Verarbeitung aller
Druckbogenarten ermöglicht ist, da lediglich an der Druckbogenecke geöffnet wird und
die Beschaffenheit der hinteren Druckbogenkante ohne jede Bedeutung ist. Für das Abheben
der jeweils äusseren Druckbogenteile steht ausreichend Zeit zum sicheren Erfassen
der Druckbogenecke zur Verfügung.
[0013] Die Verwendung des Blasluft-Saugeffektes zum. Öffnen von gefalzten Druckbogen gewährleistet
ein funktionssicheres Öffnen aller Papiersorten. Da hierbei die Saugwirkung auf das
zu öffnende Blatt stets nur so gross ist wie die Rückstellspannung, kann die gegenüber
der Saugkraft reduzierte Durchsaugkraft das dahinterliegende Blatt mit gleich grosser
Rückstellspannung nicht halten. Folglich wird nur der jeweils äusserste Druckbogenteil
erfasst und Doppelabzug bei porösem Papier sicher verhindert.
[0014] Darüber hinaus lässt die Erfindung eine Steigerung der Taktzahl zu, insbesondere
in Verbindung mit der Schuppenformation gemäss dem Anspruch 2.
[0015] Aufgrund der relativ hohen Rückstellkräfte des Papiers, bedingt durch das Öffnen
an den Druckbogenecken, kann auch der Hafteffekt zwischen zwei Druckbogenteilen und
damit ein gleichzeitiges Abheben zweier Druckbogenteile ausgeschlossen werden, was
ebenfalls die Funktionssicherheit mit begünstigt.
[0016] Zur Erzielung eines optimalen Blasluft-Saugeffektes treten in einer vorteilhaften
Ausgestaltung die Blasluftdüsen unter einem Winkel von ca. 15° aus den Blasluftsaugplatten
aus und die Blasluftdüsen sind entgegen der Druckbogenlaufrichtung zu der abzuspreizenden
Druckbogenecke hin gerichtet.
[0017] Vorteilhaft ist ferner, wenn die Blasluftdüsen in einer entgegen der Druckbogenlaufrichtung
ansteigenden Linie angeordnet sind, wodurch ein allmähliches Heranziehen des jeweils
äusseren Teiles des Druckbogens bis zu seiner Ecke hin ermöglicht wird, und zwar beginnend
an der ersten, dem Druckbogen am nächsten liegenden Düse, mit dem Ergebnis, dass die
Öffnungsvorrichtung mit einem Minimum an Blasluft auskommt.
[0018] Ein weiteres Merkmal sieht vor, dass die Blasluftdüsen austrittsseitig eine Senkung
aufweisen. Hierdurch lässt sich eine Strahlablenkung, wie sie bei Düsen mit Schrägabschnitt
auftreten, vermeiden.
[0019] Nach einem letzten Merkmal der Erfindung sind die Blasluftsaugplatten in Richtung
Druckbogenrücken keilförmig verlaufend ausgestaltet und die Druckbogenablenkmittel
werden jeweils von der Rückseite einer nachgeordneten Blasluftsaugplatte sowie von
einer dieser vorgelagerten Teilerspitze gebildet. Die Keilform der Blasluftsaugplatten
ist insofern von Vorteil, als sie eine Knickung der Bogenteile und somit eine Deformierung
beim Abspreizen verhindert. Eine im Hinblick auf die Fertigung und Montage kostengünstige
Konstruktion liegt darin begründet, dass Blasluftsaugplatte und Bogenablenkmittel
als ein Bauteil ausgestaltet sind.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der
Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Darin zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Teildarstellung der Vorrichtung zum Öffnen gefalzter Druckbogen,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung in einer verkleinerten Darstellung,
Fig. 3 eine vergrösserte Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemässe Blasluft-Saugeinrichtung
gemäss der Schnittlinie A-B in Fig. 2.
[0021] Die Vorrichtung zum Öffnen gefalzter Druckbogen 1 besteht im wesentlichen aus einer
Fördereinrichtung 2 und aus einer Vielzahl seitlich der Bewegungsbahn der Druckbogen
hintereinander liegender Blasluftsaugeinrichtungen 3.
[0022] Über einen vor der Fördereinrichtung schräg angeordneten bekannten und daher nicht
näher beschriebenen Trommelanleger 4 werden die geschlossenen Druckbogen 1 endlosen,
die Druckbogen zwischen sich klemmenden Förderriemen übergeben und mit ihrem Rücken
nach oben und mit einer Druckbogenecke voran an den Blasluftsaugeinrichtungen vorbeitransportiert.
[0023] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Druckbogen in Schuppenform durchlaufen
zu lassen, um somit die Taktzahl wesentlich zu steigern. Darüber hinaus ermöglicht
dieser Diagonaltransport eine Verarbeitung aller Druckbogenfalzarten, da die Druckbogen
dabei über eine Bogenecke geöffnet werden und die Beschaffenheit der hinteren Druckbogenkante
ohne jede Bedeutung ist.
[0024] Wie besonders deutlich in Fig. 3 veranschaulicht, bestehen die Einrichtungen zum
Öffnen der Druckbogen aus seitlich der Bewegungsebene der Druckbogen 1 auf einem Tragteil
8 installierte keilförmig ausgestaltete Blasluftsaugplatten mit einer auf die zu öffnende
Druckbogenecke gerichteten und ca. 15° schräg gestellte Saugfläche 5 mit einer Reihe
von Blasluftdüsen 6, die an eine nicht gezeigte Druckluftquelle angeschlossen sind.
[0025] Beim Passieren der Blasluftsaugplatten wird der jeweils äussere Teil der Lage infolge
des sogenannten hydrodynamischen Paradoxons an die Fläche 5 gesaugt und dabei um ca.
15° umgelenkt.
[0026] Um einen nächsten Druckbogenteil in den Wirkbereich der Blasluft einer nachfolgenden
Saugplatte zu bringen, wird der erste von der übrigen Lage abgespreizte Druckbogenteil
hinter die nachfolgende Blasluftsaugplatte, d.h. auf ihre Rückseite 5' gelenkt. Hierzu
befinden sich jeweils vor den Saugplatten, mit Ausnahme der vordersten, Ablenkeinrichtungen
in Form von den Saugplatten vorgelagerten Teilerspitzen 7.
[0027] Der hierbei verwendete Blasluft-Saugeffekt gewährleistet ein funktionssicheres Öffnen
aller Papiersorten. Da die Saugwirkung auf das zu öffnende Blatt stets nur so gross
ist wie die Rückstellspannung, kann die gegenüber der Saugkraft reduzierte Durchsaugkraft
das dahinterliegende Blatt mit gleich grosser Rückstellspannung nicht halten. Folglich
wird nur der jeweils äusserste Druckbogenteil erfasst und Doppelabzug bei porösem
Papier sicher verhindert.
[0028] Da das Öffnen an den Druckbogenecken vollzogen wird, kann aufgrund der relativ hohen
Rückstellkräfte des Papiers auch der Hafteffekt zwischen zwei Druckbogenteilen und
damit ein gleichzeitiges Abheben zweier Druckbogenteile ausgeschlossen werden. Hierdurch
und nicht zuletzt durch den speziellen Bogentransport, durch den ausreichend Zeit
zum sicheren Erfassen der Druckbogenecke zur Verfügung steht, lässt sich die Funktionssicherheit
zusätzlich steigern.
[0029] Die Lage der Düsenbohrungen 6 in den Saugplatten wurde in Fig. 1 durch die gestrichelten,
den Luftaustritt darstellenden Pfeile angedeutet. Dabei sind die-Düsenbohrungen entgegen
der Laufrichtung der Druckbogen zu der zu öffnenden Druckbogenecke hin gerichtet sowie
unter einem Winkel von 15° zur Saugfläche 5 angeordnet, wie die Fig. 3 veranschaulicht,
was einem optimalen Blas-Saugeffekt zweckdienlich ist.
[0030] Zusätzlich befinden sich die Düsenbohrungen 6 noch in einer entgegen der Laufrichtung
ansteigenden Linie, wodurch ein allmähliches Heranziehen des jeweils äusseren Teiles
des Druckbogens bis zu seiner Ecke hin ermöglicht wird, beginnend an der ersten, dem
Druckbogen am nächsten liegenden Düse. Hierdurch kann die Öffnungsvorrichtung mit
einem Minimum an Blasluft auskommen.
[0031] Zur Verhinderung der bei Düsen mit Schrägabschnitt auftretenden Strahlablenkung sowie
zur Verhinderung einer dabei entstehenden Wirbelbildung wurden die Düsenbohrungen
zusätzlich mit Bohrungen 6' ausgestattet.
[0032] Um verschiedene Druckbogenformate zu verarbeiten, kann die Fördereinrichtung in an
sich bekannter und daher nicht beschriebener Art und Weise, bezogen auf den Anleger,
höhenverstellbar ausgestaltet sein.
[0033] Soll ein gefalzter Druckbogen, worunter jede Art von Lage zu verstehen ist, beispielsweise
rittlings auf einen Auflagesattel 11 einer Buchfadenheftmaschine gelegt werden, so
wird der zunächst geschlossene Druckbogen durch die Fördereinrichtung 2 an einer ersten
Blasluftsaugeinrichtung vorbei transportiert und dabei ein erster aussen liegender
Druckbogenteil durch den Blas-Saugeffekt an seiner zu öffnenden Ecke vom übrigen Druckbogen
abgespreizt und beim Weitertransport mittels der Teilerspitze einer folgenden Blasiuftsaugeinrichtung
hinter diese gelenkt. Hierdurch gelangt ein zweiter, wiederum aussen liegender Druckbogenteil
in den Wirkbereich der folgenden Blasluftsaugeinrichtung, um von dieser abgespreizt
und von einer folgenden Blasluftsaugeinrichtung umgelenkt zu werden.
[0034] Die einzelnen Druckbogenteile werden somit nacheinander bis zur Öffnungsstelle im
Druckbogen aufgeblättert, um letztlich einem Auflegesattel übergeben zu werden.
[0035] Die vorliegende Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte und beschriebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel. Ohne das Gebiet der Erfindung zu verlassen, können
die Blasluftsaugplatten auch parallel zur Druckbogenförderebene angeordnet sein und
nach Erfassen eines Druckbogenteils jeweils weggeschwenkt werden. Ebenso ist eine
Konstruktion denkbar, die Blasluftsaugeinrichtungen auf beiden Seiten der Fördereinrichtung
vorsieht, wodurch Druckbogenteile gleichzeitig nach beiden Seiten abgespreizt werden.
1. Verfahren zum Öffnen gefalzter Druckbogen (1), insbesondere zum Auflegen auf den
Fördersattel (11) einer Buchfadenheftmaschine, bei dem ein zu öffnender Druckbogen
(1) von einer Fördervorrichtung (2) gehalten, an hintereinander angeordneten pneumatischen
Einrichtungen (3) zum Abspreizen der einzelnen Druckbogenteile nacheinander bis zu
einer Öffnungsstelle im Druckbogen (1) vorbeigeführt wird, indem die Druckbogenteile
an einer dem Druckbogenrücken gegenüberliegenden Stelle erfasst, vom übrigen Druckbogen
(1) abgehoben und zum Erfassen eines folgenden Druckbogenteiles aus dem Wirkbereich
einer nachgeordneten Einrichtung zum Abspreizen gelenkt werden, dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckbogen (1) in einer Fördervorrichtung (2) mit einer Druckbogenecke voran
transportiert werden und das Öffnen an der der vorangestellten Druckbogenecke benachbarten
Ecke mittels Blasluftsaugeinrichtungen (3) erfolgt, indem die einzelnen Druckbogenteile
durch den Saugeffekt der Blasluft abgespreizt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbogen (1) schuppenförmig
an den Blasluftsaugeinrichtungen (3) vorbeitransportiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbogenteile
um etwa 15° abgespreizt werden.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Druckbogenanleger
(4) zum Vereinzeln von Druckbogen (1) und mit einer Fördervorrichtung (2) zum Halten
und Fördern der Druckbogen (1) vorbei an hintereinander angeordneten pneumatischen
Einrichtungen (3) zum Abspreizen der einzelnen Druckbogenteile nacheinander bis zu
einer Öffnungsstelle im Druckbogen (1), wobei die Druckbogenteile an einer dem Druckbogenrücken
gegenüberliegenden Stelle durch die pneumatischen Einrichtungen (3) vom übrigen Druckbogen
(1) abgehoben werden und den pneumatischen Einrichtungen (3) unmittelbar nachgeordnet,
den abgespreizten Bogenteil aus dem Wirkbereich einer folgenden pneumatischen Einrichtung
führende Bogenablenker (5', 7) vorgesehen sind, gekennzeichnet durch einen die Druckbogen
(1) einer Fördervorrichtung (2) mit einer Druckbogenecke voran zuführenden Druckbogenanleger
(4) und durch auf die der vorangestellten Druckbogenecke benachbarte Ecke einwirkende
Blasluftsaugplatten (3) mit zur Bogentransportebene unter einem flachen Winkel schräggestellten
Saugflächen (5), in denen einen Saugeffekt erzeugende Blasluftdüsen (6) angeordnet
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftdüsen (6)
unter einem Winkel von ca. 15° aus den Blasluftsaugplatten (3) austreten und die Blasluftdüsen
(6) entgegen der Druckbogenlaufrichtung zu der abzuspreizenden Druckbogenecke hin
gerichtet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftdüsen
(6) in einer entgegen der Druckbogenlaufrichtung ansteigenden Linie angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Blasluftdüsen (6) austrittsseitig eine Senkung (6') aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die
Blasluftsaugplatten (3) in Richtung Druckbogenrücken keilförmig verlaufend ausgestaltet
sind und die Druckbogenablenkmittel jeweils von der Rückseite (5') einer nachgeordneten
Blasluftsaugplatte (3) sowie von einer dieser vorgelagerten Teilerspitze (7) ger bildet
werden.
1. Procedure to open folded printed sheets (1), in particular for placing them on
the conveyor saddle (11) of a thread stitching machine for books, in the course of
which a printed sheet (1) to be opened is seized by a conveyor (2) and carried past
successively arranged pneumatic devices (3) for the individual printed sheet parts
to be one after the other spread apart up to an opening point in the printed sheet
(1) with the printed sheet parts being seized at a point opposite the back of the
printed sheet, lifted off the remaing printed sheet and carried out of the sphere
of action of a subsequent spreading device thus permitting the next following printed
sheet part to be seized, characterized by the fact that the printed sheets (1) are
transported with a printed sheet corner first in a conveyor (2) and that the opening
takes place at the corner adjacent to the leading printed sheet corner by means of
forced air suction devices (3) with the individual printed sheet parts being spread
apart by the suction effect of the forced air.
2. Procedure as per claim 1, characterized by the fact that the printed sheets (1)
are transported past the forced air suction devices (3) in an imbricated formation.
3. Procedure as per claim 1 or 2, characterized by the fact that the printed sheet
parts are spread apart by about 15°.
4. Device to carry out the procedure as per claim 1 with a printed sheet feeder (4)
to single out the printed sheets (1) and with a conveyor (2) to hold and convey the
printed sheets (1) past successively arranged pneumatic devices (3) to spread the
individual printed sheet parts apart one after the other up to an opening point in
the printed sheet (1) with the printed sheet parts being lifted off the remaining
printed sheet by the pneumatic devices (3) and fed to sheet deflectors (5', 7) leading
the spread-apart sheet part out of the sphere of action of a following pneumatic device
installed immediately behind the pneumatic devices (3), characterized by a printed
sheet feeder (4) feeding the printed sheets (1) with a printed sheet corner first
to a conveyor (3) and by forced air suction plates (3) acting upon the corner adjacent
to the leading printed sheet corner with suction surfaces (5) inclined at a flat angle
in relation to the sheet transport plane, said suction surfaces (5) housing the forces
air nozzles (6) producing a suction effect.
5. Device as per claim 4, characterized by the fact that the forced air nozzles (6)
protrude from the forced air suction plates (3) at an angle of about 15° and that
the forced air nozzles (6) are directed towards the printed sheet corner to be spread
apart contrary to the moving direction of the printed sheets.
6. Device as per claim 4 or 5, characterized by the fact that the forced air nozzles
(6) are arranged in an ascending line contrary to the moving direction of the printed
sheets.
7. Device as per one of the claims 4 to 6, characterized by the fact that the forces
air nozzles (6) have an inclination (6') on the outlet side.
8. Device as per one of the claims 4 to 7, characterized by the fact that the forced
air suction plates (3) are of a wedge-sheped design towards the back of the printed
sheet and that the printed sheet deflectors are always formed by the rear side (5')
of a subsequent forced air suction plate (3) as well as by a divider point (7) situated
in front of the same.
1. Procédé pour ouvrir des feuilles imprimées pliées (1), en particulier pour les
mettre sur une selle transporteuse (11) d'une brocheuse de livres, une feuille imprimée
à ouvrir (1) étant tenue par un dispositif transporteur (2) est faite passer devant
des dispositifs pneumatiques successifs (3) pour écarter les parties de feuille imprimée
individuelles l'une après l'autre jusqu'à un point d'ouverture dans la feuille imprimée
(1), les parties de feuille imprimée étant saisies à un point opposé au dos de la
feuille imprimée, enlevée de reste de la feuille imprimée (1) et faite sortir de la
zone d'action d'un dispositif subséquent pour être écartée et permettre la prise d'une
feuille imprimée suivante, tout cela caractérisée par le fait que les feuilles imprimées
(1) sont transportées dans un dispositif transporteur (2) avec un coin de feuille
imprimée en tête et que l'ouverture se fait au coin voisin du coin de feuille imprimée
placé en tête moyennant des dispositifs aspirateurs à air de soufflage (3) destinés
à écarter les parties de feuille imprimée individuelles par l'effet d'aspiration de
l'air de soufflage.
2. Procédé suivant revendication 1, caractérisé par le fait que les feuilles imprimées
(1) sont faites passer en formation tuilée devant les dispositifs aspirateurs à air
de soufflage (3).
3. Procédé suivant revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que les feuilles
imprimées sont écartées d'environ 15°.
4. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé suivant revendication 1 avec un appareil
margeur de feuilles imprimées (4) pour démarier les feuilles imprimées (1) et avec
un dispositif transporteur (2) pour tenir et faire passer les feuilles imprimées (1)
devant des dispositifs pneumatiques successifs (3) pour écarter les parties de feuille
imprimée l'une après l'autre jusqu'à un point d'ouverture dans la feuille imprimée
(1), les parties de feuille imprimée étant saisies à un point opposé au dos de la
feuille imprimée (1) par des dispositifs pneumatiques (3) et amenées à des dispositifs
déflecteurs de feuilles (5', 7) faisant sortir la partie de feuille écartée de la
zone d'action d'un dispositif pneumatique suivant installés immédiatement derrière
les dispositifs pneumatiques (3), caractérisé par un appareil margeur de feuilles
imprimées (4) amenant les feuilles imprimées (1) avec un coin de feuille imprimée
en tête à un dispositif transporteur (2) et par des plaques aspirantes à air de soufflage
(3) agissant sur le coin voisin du coin de feuille imprimée placé en tête avec des
surfaces aspirantes (5) inclinées sous un angle plat par rapport au plan de transport
de feuilles dans lesquelles sont disposées les tuyères d'air de soufflage (6) produisant
un effet d'aspiration.
5. Dispositif suivant revendication 4, caractérisé par le fait que les tuyères d'air
de soufflage (6) sortent des plaques aspirantes à air de soufflage (3) sous un angle
d'environ 15° et que les tuyères d'air de soufflage (6) sont orientées vers le coin
de feuille imprimée à écarter, contrairement au sens de marche des feuilles imprimées.
6. Dispositif suivant revendication 4 ou 5, caractérisé par le fait que les tuyères
d'air de soufflage (6) sont disposées en ligne ascendante contraire au sens de marche
des feuilles imprimées.
7. Dispositif suivant une des revendications 4 à 6, caractérisé par le fait que les
tuyères d'air de soufflage (6) possèdent une dépression (6') du côté sortie.
8. Dispositif suivant une des revendications 4 à 7, caractérisé par le fait que les
plaques aspirantes à air de soufflage (3) sont réalisées en forme de coin dans la
direction du dos de la feuille imprimée et que les moyens déflecteurs de feuilles
imprimées sont toujours formés par la face arrière (5') d'une plaque aspirante à air
de soufflage (3) subséquente ainsi que par une pointe séparatrice (7) située devant
cette dernière.