[0001] Die Erfindung betrifft eine biegsame elastische Stütze, bestehend aus mindestens
einem Band aus elastischem, in der Längserstreckung im wesentlichen undehnbarem oder
nicht zusammendrückbarem Material und einem am Band befestigten, etwa parallel zu
diesem angeordneten Zugelement, bei dessen Spannung das an einem Ende oder an einer
anderen Stelle abgestützte Band mehr oder weniger krümmbar oder belastbar ist.Ein
solches aus der AT-PS 292.391 bekanntes Band aus Metall oder Kunststoff weist U-förmigen
Querschnitt und an den Rändern zahlreiche durch Stanzen vorgesehene Einschnitte sowie
aus der Bandmitte herausgestanzte und rechtwinkelig umgebogene Lappen auf, welche
Löcher besitzen, durch die zwei Zugelemente in der Form von Seilen geführt sind. Sobald
diese Zugelemente über eine Spannvorrichtung gespannt werden, kommt es zu einer Verbiegung
des Bandes, welche entweder gleichmäßig über die Bandlänge verläuft oder infolge der
an den Lochrändern hängenbleibenden Zugelemente unregelmäßige bogenförmige Abschnitte
an nicht gewünschten Stellen hervorruft.
[0002] Außerdem führt der Verschleiß der seilartigen Zugelenente im Bereich der Löcher zu
deren Beschädigung, sodaß die Zugelemente ersetzt werden müssen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die eingangs erwähnte Stütze so auszubilden, daß in
dem Band besonders gestaltete und/oder veränderbare und/oder unterschiedlich belastbare
Krümmungen an ganz bestimmten Stellen gebildet und unter Umständen verlagert werden
können. Außerdem soll die Herstellung der Stütze vereinfacht, d.h. mit wenigen einfachen
Bauteilen das Auslangen gefunden werden. Schließlich soll eine derartige Stütze auch
die Bildung eines Lehnengestells, einer Schuheinlage, einer Matte oder einer Brückenkonstruktion
ermöglichen, in welchen an beliebigen Stellen mehr oder weniger große Krümmungen erzeugt
werden können, ohne daß unter Umständen zusätzliche Spannvorrichtungen eingesetzt
werden müssen.
[0004] Die Erfindung löst die zuerst genannte Aufgabe dadurch, daß ein oder mehrere Zugbänder
vorgesehen sind und daß die mit ihren Breitseiten einander zugekehrten oder nebeneinander
liegenden Zug- und Stützbänder durch ein oder mehrere über die Bandlänge verteilt
oder an einem oder beiden Enden angeordnete Abstandhalter zusammengehalten sind. Wenn
die Abstandhalter daher auf den Bändern so angeordnet sind, daß zwischen zwei Haltern
ein größerer Abstand in der Längsrichtung der Bänder als zwischen anderen Abstandhaltern
vorhanden ist, und das Zugband betätigt wird, so wird im Stützband zwischen den Abstandhaltern
mit größerem Abstand eine größere Krümmung als an anderen Stellen entstehen, die jedoch
an dieser Stelle und in ihrem Ausmaß bewußt heibeigeführt werden kann.
[0005] Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Zug- und Stützbänder in einfacher
Weise aus Stahlblech bzw. Metall, Holz, Kunststoff od.dgl. gestanzt oder ge- spritzt
usw. und mit ebenso einfach herzustellenden Abstandhaltern zusammengefügt werden können,
sodaß die er- findungsgemäße Stütze mit nur geringem Material- und Arbeitsaufwand
hergestellt werden kann.
[0006] Die Erfindung besteht auch darin, daß Abstandhalter an den Bändern verschiebbar angeordnet
sind, d.h. einige oder alle der Abstandhalter können verschoben werden und andere
sind fix auf den Bändern angeordnet, wobei man es durch die verschiebbaren Abstandhalter
in der Hand hat, wo die Krümmung und in welchem Ausmaß und in welcher Gestalt sie
gebildet werden soll.
[0007] Erfindungsgemäß ist es ferner möglich, daß zwei oder mehr Abstandhalter miteinander
verbunden und gemeinsam verschiebbar sind. Damit wird nicht nur eine besonders gestaltete
Krümmung im Stützband erzielt werden, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, diese
Krümmung von einer Stelle zu einer anderen zu verlagern.
[0008] Die Erfindung besteht auch darin, daß die Abstandhalter zum Verschieben mit einer
Handhabe oder mit einem hydraulischen, pneumatischen, motorischen oder sonstigen Antrieb
oder einem Bowdenzug, einem Kniehebel, einer Stellschraabe, einem Scherenhebel oder
einem Exzenter versehen sind. Wenn die erfindungsgemäße Stütze bereits eingebaut oder
montiert ist, können die dadurch abgedeckten Abstandhalter trotzdem durch die erwähnte
Handhabe od.dgl. von außen her leicht verstellt und die Krümmung verlagert werden.
[0009] Erfindungsgemäß können die Abstandhalter einfache Bügel sein, die die Bänder quer
zu deren Längsrichtung umgreifen.
[0010] Anderseits ist es erfindungsgemäß auch möglich, daß die Abstandhalter Vorsprünge
an dem Stützband oder Zugband sind, die in Ausnehmungen des Zugbandes oder Stützbandes
eingreifen oder dieses durchsetzen oder umgreifen. Mit diesem Vorschlag besteht die
Möglichkeit, Abstandhalter und Bänder aus einem gemeinsamen Ausgangsmaterial herzustellen,
wodurch sich das Befestigen separater Abstandhalter erübrigt.
[0011] Die Erfindung besteht aber in diesem Zusammenhang auch darin, daß die Ausnehmungen
des Zugbandes Schlitze sind und daß die Vorsprünge. des Stützbandes in die Schlitze
mit Spiel eingreifen. Mit einem solchen Spiel wird erreicht, daß bei steigender Zugkraft
am Zugband eine größer werdende Krümmung vor und nach dem betreffenden Abstandhalter
entsteht. Liegt der Abstandhalter einmal an dem Schlitzende des Zugbandes an, so entsteht
bei einer weiteren Steigerung der Zugkraft am Zugband nur noch vor dem Abstandhalter
eine Vergrößerung der Krümmung. Je nach Größe und Lage des Spiels ist natürlich eine
verschieden große Belastbarkeit des Stützbandes vor und nach dem Schlitz bzw. der
ganzen Stütze möglich. Durch Verlängerung oder Verkürzung der Ausnehmung sind ganz
verschiedene Krümmungen oder Belastbarkeiten zu erreichen, wobei auch die Krümmungen
verlagert werden können.
[0012] Ein praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die oben angeführten Vorsprünge Doppelnieten oder -Schrauben etc. mit einem mittleren
oder mehreren separaten oder einheitlichen Abstandstücken sind, gegen welche zwei
oder mehrere Bänder anliegen. Dadurch ist es möglich, handelsübliche Nieten, Schrauben,
Hülsen und Beilagscheiben, Muttern etc. einzusetzen, wodurch sich der Aufbau der erfindungsgemäßen
Stütze weiter vereinfacht und verbilligt.
[0013] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß ein oder mehrere Abstandhalter
in ihrer wirksamen Länge durch Schraubgewinde, Hebelschere, Doppellaschenverstellglied
oder mittels Exzenter, einer Hydraulik, einer Pneumatik, einem Bowdenzug etc. verstell-
und einstellbar sind..Die Abstandhalter selbst können daher fix angeordnet sein, wobei
diejenige Stelle, an der die größte Krümmung sein soll, beliebig durch die erwähnten
Mittel ausgewählt werden kann.
[0014] Ein anderes Merkmal der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß das Spiel zwischen
den Abstandhaltern des Stützbandes und den Schlitzen des Zugbandes unterschiedlich
groß ist. Auch in diesem Fall ist je nach Größe des Spiels eine verschieden große
Belastbarkeit der Stütze erreichbar, aber auch an verschiedenen Stellen des Stützbandes
je nach Wunsch festlegbar. Selbstverständlich kann auch ein linearer, progressiver
oder degressiver Anstieg der Spielgröße im Zugband vorgenommen werden, um die Belastbarkeit
der Stütze in linearer Weise oder anders festzulegen.
[0015] Nach einem weiteren Vorschlag besteht die Erfindung darin, daß zwischen dem Rand
der Ausnehmung bzw. dem Schlitzende und dem Vorsprung bzw. dem Abstandhalter ein Keil,
Exzenter oder Kniehebel aus zusammendrückbarem oder nicht zusammendrückbarem bzw.
dehnbarem Material oder ein pneumatisches, hydraulisches oder motorisches Antriebselement
mit direkter oder ferngesteuerter Handhabe eingreift, deren eingestellte Lage z.B.
fixierbar ist. Damit hat man es in der Hand, mit verhältnismäßig einfachen Mitteln
eine Verschiebung der Zug- und Stützbänder gegeneinander an bestimmten Stellen einzuleiten,
wodurch eine eigene Spannvorrichtung für das Zugband entbehrlich sein kann. Wird aber
eine Spannvorrichtung eingesetzt, so kann diese in ihrer Wirkung durch die erwähnten
Mittel an verschiedenen Stellen des Stützbandes verstärkt oder vermindert werden.
[0016] Die Erfindung beinhaltet ferner das wesentliche Merkmal, daß an dem Vorsprung bzw.
Abstandhalter des Stützbandes eine am Zugband gehaltene Stellschraube, ein Keil, Exzenter
od.dgl. direkt oder über ein zusätzliches innen oder außen liegendes Steuerband angreift.
Dieses weitere Steuerband trägt daher Stellschrauben, Keil oder Exzenter und ist von
einer Stelle aus bedienbar, wobei man sich Schlitze im Zugband erspart, da ja die
Abstandhalter direkt mit den zugeordneten Schrauben, Keilen, Exzentern zusammenarbeiten
und über das Steuerband beeinflußbar sind.
[0017] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß zwei oder mehrere parallel
nebeneinander angeordnete Stütz-Zugbänder durch mehrere Querstreben, ein Gitter oder
durch einen Schaumstoff- bzw. Federkernkörper verbunden sind und dadurch ein Lehnengestell,
eine Schuheinlage, eine Matte (Matratze, Betteinsatz), ein Schalungsstützelement oder
eine großräumige Stütze für eine Brückenkonstruktion bilden. Mit der erfindungsgemäßen
Stütze lassen sich daher beliebig breite und lange mattenartige Gebilde erstellen,
in welchen eine Krümmung an beliebiger Stelle oder eine beliebige Belastbarkeit bzw.
Elastizität erzeugt werden kann.
[0018] Die Erfindung ist ferner dadurch gekennzeichnet, daß eine Spannvorrichtung einerseits
an einem oder an mehreren Zugbändern und anderseits an den Stützbändern angreift.
Mit einer solchen Spannvorrichtung ist innerhalb einiger oder aller Zug- und Stützbänder
eine mehr oder weniger große Krümmung, und zwar über die ganze Länge oder Teile der
Stütze, herstellbar. Die Spannvorrichtung wird dann zweckmäßig sein, wenn zum Spannen
der Stütze große Kräfte benötigt werden oder wenn gegenüber den Abstandhaltern und
deren Steuerung eine gegenläufige, ergänzende, pulsierende od.dgl. Gesamt- oder Teilwölbung
oder -Belastbarkeit, eine Schwingung od.dgl. gesteuert werden soll.
[0019] Ein anderes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Zugbänder oder ein zusätzliches
Zugband z.B. etwa in der halben Länge der Stützbänder od.dgl. an diesen oder an anderen
Teilen angreifen. Damit können "Teile" des Stützbandes unbeeinflußt bleiben oder anders
als der übrige Teil beeinflußt werden, wobei durch Verwendung eines oder mehrerer
zusätzlicher Zugbänder eine Verlagerung der Krümmung oder eine Änderung der Belastbarkeit,
der Elastizität der Stütze oder eines Stützenteiles möglich ist.
[0020] Erfindungsgemäß ist es ferner möglich, daß eine oder mehrere Spannvorrichtungen an
einem oder an mehreren Bändern oder Bandgruppen angreifen. Die Krümmung einer so ausgebildeten
Stütze kann in beliebiger Variation und Kombination erfolgen.
[0021] Die Erfindung besteht auch darin, daß als Spannvorrichtung an den Stütz- oder Zugbändern
ein Bowdenzug, Kniehebel, Keil, Exzenter, eine Gewindespindel oder eine Druck- oder
Zugfeder, ein hydraulischer, pneumatischer oder motorischer Antrieb, eine automatische
Steuerung durch Luftdruck, Fotozelle, Schwerkraft, Fliehkraft und andere äußere Einflüsse
angreift. Damit können einfache, raum- und kostensparende, aber wirkungsvolle Mittel
eingesetzt werden, während bei hohem Kraftbedarf die anderen Antriebsarten zum Einsatz
gebracht werden, wobei z.B. bei der Fernsteuerung von in Sitzlehnen eingebauten Stützen
eine wesentliche Komfortsteigerung erzielt wird.
[0022] Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, daß zwischen den unmittelbar benachbarten
übereinander oder nebeneinander liegenden Zug- und Stützbändern durchgehend gleich
lange oder verschieden lange Abstandhalter eingesetzt sind. Damit können einzelne
oder mehrere Krümmungen schon bei der Herstellung und Fertigstellung der Stütze fixiert
werden.
[0023] Ein besonderes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
als Abstandhalter ein die Zug-und Stützbänder umgebender Schlauch mit einem an einer
oder mehreren Stellen erweiterten Hohlraum vorgesehen ist, in welchen ein Abschnitt
des Stützbandes in gespannten Zustand ausweichbar ist. Durch die Verwendung eines
einheitlichen Schlauches an Stelle der einzelnen Abstandhalter wird eine weitere Vereinfachung
der Stütze erreicht, wobei aber mit gleichem Effekt eine Krümmung an einer bestimmten
Stelle hervorgerufen werden kann. Dabei ist es erfindungsgemäß besonders vorteilhaft,
wenn der Schlauch auf den Zug- und Stützbändern in Längsrichtung verschiebbar oder
um seine Längsachse verdrehbar anGeordnet ist, weil mit dieser Maßnahme eine Verlagerung
der Krümmung von einer Stelle zur anderen leicht und bequem bewerkstelligt werden
kann.
[0024] Erfindungsgemäß ist es ferner möglich, daß zwischen den Abstandhaltern und den Bändern
ein Gleitmaterial oder Rollen angeordnet sind. Diese Ausführungsform der Erfindung
wird man dort anwenden, wo man selbst unter Belastung eine Verlagerung der Krümmung
vornehmen können muß.
[0025] Ein anderes wesentliches Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Stützbänder und
die Querstreben eine gitterförmige, aus einem Materialstück herausgestanzte Einheit
oder eine ganze Platte oder Matte bilden und daß die Zugbänder gegebenenfalls entweder
Vorsprünge der Einheit durchsetzen oder durch Abstandhalter an der Einheit gehalten
sind. Damit ergibt sich eine besonders einfache Herstellungsart für die erfindungsgemäßen
Stützen, die untereinander nicht mehr separat verbunden werden müssen.
[0026] Die Erfindung kann auch darin erblickt werden, daß die Zugbänder lediglich an den
einen Enden oder an anderen Stellen der gitterförmigen Einheit angreifen und gegebenenfalls
mit einer Spannvorrichtung verbunden sind.
[0027] Erfindungsgemäß ist es auch möglich, daß ein mittleres Zugband zwei äußeren Stützbändern
benachbart ist, daß das Zugband und die Stützbänder z.B. an einem Ende miteinander
verbunden sind, daß das andere Ende des Zugbandes mit einer Spannvorrichtung verbunden
ist sowie die anderen Enden der Stützbänder im Bereich der Spannvorrichtung abgestützt
sind und daß die Abstandhalter z.B. U-förmige, an den Stützbändern befestigte und
das Zugband mit ihren Stegen untergreifende Bügel sind, wobei die Stege mit Rollen
und/oder mit Gleitstücken versehen sind. Diese Ausführungsform der Erfindung ist besonders
einfach zu verwirklichen, da nur von einem gemeinsamen Körper ausgegangen werden muß,
der Zug- und Stützbänder beinhaltet und z.B. aus Kunststoff durch Spritzen hergestellt
werden kann. Ebenso einfach sind die zugehörigen Bestandteile für den Verstellmechanisnus.
Die Erfindung sieht nämlich auch vor, daß die U-förmigen Bügel und die Stützbänder
eine bauliche Einheit bilden, daß zwischen den einzelnen Bügeln Querschlitze vorgesehen
sind, die z.B. schmäler als die Bügel breit sind und daß z.B. Bügel im Bereich der
Spannvorrichtung höher als die Bügel sind, welche sich an das gemeinsame Ende für
Zug- und Stützbänder anschließen und daß die Spannvorrichtung aus einem Winkelstück
mit Langschlitz für den Durchtritt des Zugbandes und einem quer zum Zugband über eine
Schraubenspindel od.dgl. verstellbaren Schieber besteht, der an der einen Seite des
den Langschlitz aufweisenden Schenkels des Winkelstücks anliegt, daß an der anderen
Seite des Schenkels die Stützbänder abgestützt sind und daß Zapfen an dem den Langschlitz
des Schenkels durchsetzenden Ende des Zugbandes gegen keilförmige Ausnehmungen des
Schiebers anliegen, wobei die Schraubenspindel im ein Gewinde des kurzen rechtwinkelig
abgebogenen Schenkels des Winkelstückes eingreift oder z.B. durch einen Exzenter betätigbar
ist.
[0028] Eine andere noch einfachere Variante der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
ein etwa rückenlehnenförmiger Körper einen oder mehrere in seiner Längsrichtung z.B.
von unten nach oben verlaufende Einschnitte aufweist, daß die Einschnitte zur Aufnahme
von Zugbändern dienen, die z.B. an ihren einen Enden am Lehnenkörper befestigt, mit
ihren anderen Enden an einer Spannvorrichtung fixiert und über ihre ganze Länge von
Abstandhaltern unterstützt sind, die U-förmig ausgebildet und z.B. an der Rückseite
des Lehnenkörpers befestigt oder in einem Stück mit dem Lehnenkörper oder Zugband
gefertigt sind. Anderseits ist es erfindungsgemäß möglich, daß die Spannvorrichtung
aus einem im Lehnenkörper quer zu dessen Längsrichtung geführten Schieber mit keilförmigen
Ausnehmungen und z.B. einer ein Gewinde des Lehnenkörpers durchsetzenden Schraubenspindel
besteht und daß an den keilförmigen Ausnehmungen Stifte der Zugbänder anliegen.Schließlich
kann die Erfindung noch einfacher ausgeführt sein und darin liegen, daß ein etwa rückenlehnenförmiger
Körper an seiner Rückseite im Abstand voneinander angeordnete Rollen besitzt, daß
z.B. Zugseile an z.B. einer dieser Rollen oder am Körper fixiert um die übereinander
angeordneten Rollen zick-zackartig gelegt und zweckmäßig von einer Rolle an unteren
Rand des Lehnenkörpers zu einer Spannvorrichtung geführt sind. Daraus ist zu ersehen,
daß für diese Variante der Erfindung der geringste Materialaufwand erforderlich ist.
[0029] Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher veranschaulicht.
Es zeigen Fig.1 eine erfindungsgemäß ausgebildete Stütze im Schaubild, Fig.2 eine
entsprechende Seitenansicht, schematisch, Fig.3 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Stütze mit Abstandhaltern, die Rollen tragen, Fig.4,5,6, 4A, 5A bis C und 6A bis E
verschiedene einfache Ausführungsbeispiele für eine an den Stütz- und Zugbändern angreifende
Spannvorrichtung schaubildlich und schematisch und Fig.7 bis 19 durchwegs Ausführungsbeispiele
einer Spannvorrichtung, die an Zug- und Stützbändern befestigt ist und zwar in Drauf-
und Seitenansichten bzw. Schnittdarstellungen. Die Fig.20 bis 24 zeigen schematisch
und in Seitenansicht weitere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Stütze.
Die Fig.25 bis 29 veranschaulichen perspektivisch weitere Varianten der erfindungsgemäßen
Stütze in der Form von Rückenlehnen. Die Fig.30 und 31 veranschaulichen je eine Spannvorrichtung,
die durch Federn unterstützt werden.
[0030] Der Fig.1 ist zu entnehmen, daß die erfindungsgemäß ausgebildete Stütze aus zwei
oberen Stützbändern 1,2 und zwei darunterliegenden Zugbändern 3,4 besteht, welche
an ihren einen Enden durch eine von mehreren Querstreben 5 bis 9 miteinander verbunden
und an ihren anderen Enden mit einer Hebelscherenspannvorrichtung 10 zusammengehalten
werden, wobei die Stützbänder 1,2 an den oberen Querteilen 11, 12 und die Zugbänder
3,4 an den unteren Querteilen 13, 14 befestigt sind. Wird die Spindel 15 dieser Spannvorrichtung
z.B. im Drehsinn des Pfeiles 16 mittels einer nicht dargestellten Kurbel oder einem
Griff gedreht, so werden die an einem mittleren, von der Spindel durchsetzten Gewindeteil
17 angelenkten Scherenhebel 18, 19, 20, 21 in ihre gestreckte Lage gebracht, sodaß
die mit ihnen gelenkig verbundenen Querteile 11 bis 14 auseinandergedrängt werden.
Durch diese Bewegung kommt an den Zugbändern 3,4 eine Zugkraft zur Wirkung, durch
welche die Stützbänder 1,2 in die dargestellte Lage aufgebogen werden.
[0031] Die Zug- und Stützbänder 1 bis 4 sind durch einige bügelförmige Abstandhalter 22
bis 29 zusammengehalten, wobei die mittleren Abstandhalter 24 bis 27 in einer gemeinsamen
z.B. unterhalb der Zugbänder angeordneten Platte 30 verankert sind und einen größeren
Abstand zwischen den Zug- und Stützbändern 1,3 bzw. 2,4 zulassen als die anderen Abstandhalter
22, 23 und 28, 29. Außerdem sind die Abstandhalter 24 bis 27 mit Rollen ausgestattet,
welche auf den Stützbändern 1,2 aufliegen.
[0032] An der Platte 30 greift eine hebelartige Handhabe 31 an und zwar mit einem einen
Langschlitz 32 durchsetzenden Bolzen 33, wobei die Handhabe in dem Zugband 3 einen
Drehpunkt 34 hat, um welchen sie geschwenkt werden kann. Bei einer Verschwenkung der
Handhabe 31 in Richtung des Pfeiles 35 verlagert sich die Platte 30 und somit alle
Abstandhalter 24 bis 27 nach oben, bei einer Verschwenkung der Handhabe 31 in Richtung
des Pfeiles 36 jedoch kommt es zu einer Verlagerung der Platte 30 nach unten.
[0033] Da die Stützbänder 1,2 und/oder auch die Zugbänder 3,4 aus einem elastischen, in
der Längserstreckung im wesentlichen nicht dehnbaren oder nicht zusammendrückbarem
Material, z.B. Eisen, Stahlblech oder Kunststoff bestehen, werden sich die Stützbänder
1,2 be.i einer an den Zugbändern 3,4 angreifenden Zugkraft insgesa-mt,d.h. über ihre
ganze Länge durchbiegen.Dort jedoch, wo der Abstand zwischen den Abstandhaltern in
Längsrichtung der Bänder am größten ist, können sich die Stützbänder am meisten krümmen,
sodaß bei der in Fig.1 gezeigten Anordnung die Abschnitte 37, 38 zwischen den Abstandhaltern
24 bis 26 bzw. 25 bis 27 am stärksten gekrümmt sind.
[0034] Durch das bereits erwähnte Verschwenken der Handhabe 31 und Verschieben der Abstandhalter
24 bis 27 können aber auch die gekrümmten Abschnitte 37, 38 je nach Wunsch nach oben
oder nach unten verlagert werden..
[0035] Die Querstreben 6 bis 9 sind an den Stützbändern mit Bolzen 39 bis 46 so befestigt,
daß sie von den Bändern 1,2 einen Abstand haben und das Passieren der Rollen der verschiebbaren
Abstandhalter 24 bis 27 gestatten.
[0036] Man kann sich leicht vorstellen, daß die in Fig.1 dargestellte Stütze in einer Rückenlehne
eines Sessels oder eines Sitzes in einem Kraftfahrzeug od.dgl. eingebaut ist und die
Handhabe 31 seitlich aus der Rückenlehne herausragt, sodaß durch einfaches Verstellen
der Handhabe 31 eine Anpassung der Lehnenkrümmung an den Rücken der sitzenden Person
vorgenommen werden kann. Dabei kann die Stärke der Krümmung durch Verdrehung eines
ebenfalls seitlich angeordneten (nicht dargestellten) auf der Spindel 15 sitzenden
Drehgriffes mühelos eingestellt werden.
[0037] Durch die Anordnung der Rollen an den Abstandhaltern 24 bis 27 ist es möglich, eine
Verlagerung der Krümmung 37, 38 auch dann vorzunehmen, wenn die Zugbänder 3,4 durch
die Vorrichtung 10 gespannt sind. Außer den gezeigten Rollen können auch unterhalb
der Zugbänder Rollen an der Platte 30 angeordnet sein, die ein Gleiten der Platte
30 an den Zugbändern 3,4 ohne daß eine allzu große Reibung hervorgerufen wird, gewährleisten.
[0038] Anstelle der erwähnten Rollen können auch Gleitstücke an den Enden der Abstandhalter
24 bis 27 bzw. zwischen den Zugbändern 3,4 und der Platte 30 angeordnet sein.
[0039] Die Handhabe 31 kann natürlich durch einen hydraulischen, pneumatischen oder motorischen
Antrieb ersetzt sein, wobei die Betätigungselemente eines solchen Antriebs in der
Nähe der Stütze oder in einer bestimmten Entfernung von dieser angeordnet sein können.
Es kann aber auch ein an der Platte 30 direkt oder an der Handhabe angreifender Exzenter
vorgesehen sein, bei dessen Drehbewegung die Verschiebung der Platte 30 hervorgerufen
wird.
[0040] Dem in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zu entnehmen, daß die Abstandhalter
24 bis 27 in der in Fig. 1 eingestellten Lage eine Krünmung 47 bilden, die etwa in
der halben Höhe der Stütze 48 liegt. Sind die Abstandhalter 24 bis 27 jedoch durch
Verschwenkung der Handhabe 31 in Richtung des Pfeiles 36 (Fig.1) nach unten verschoben,
so wird sich die durch strichpunktierte Linien angedeutete Krümmung 47' ergeben, die
auf diese Weise im untersten Bereich der Stütze 48 verlegt ist.
[0041] Bei der in der Fig.3 gezeigten Ausführungsform ist die Platte 30' zwischen den Zugbändern
3,4 und den Stützbändern 1,2 angeordnet, derart, daß die vier mit ihr verbundenen
Abstandhalter 49, 50, 51, 52 mit Rollen sowohl an den Stütz- als auch an den Zugbändern
1 bis 4 abgestützt sind und dadurch auf diesen gleiten können, wenn die Platte 30
verschoben wird. Die Rollen sind so klein, daß sie bei ihrer Bewegung auf den Stützbändern
1, 2 durch die Querstreben 7, 8, 9 nicht behindert sind. An dieser Platte 30' kann
eine seitlich abstehende nicht dargestellte Handhabe in ähnlicher Weise wie in Fig.1
befestigt sein, mittels welcher die erwähnte Verstellung der Krümmung vorgenommen
werden kann.
[0042] Bei der in Fig.4 schaubildlich dargestellten Stütze greift an den Enden von je zwei
Zug- und Stützbänder; 1 bis 4 eine einfache Hebelspannvorrichtung 53 an, die aus einem
an den Stützbändern 1,2 mit Nieten 54, 55 od. dgl. befestigten Querband 56 und einem
mit Nieten 57, 58 od.dgl. an den Zugbändern 3,4 befestigten Steuerband 59 besteht,
das parallel zum Querband 56 ausgerichtet ist und so wie dieses zwischen den Zug-
und Stützbändern 3, 1 bzw. 4, 2 liegt. Die Nieten 54, 55 durchsetzen Schlitze 60,
61 in den Zugbändern 3,4 und die Nieten 57, 58 durchsetzen Schlitze 62,-63 in den
Stützbändern 1, 2. Das Querband 56 und das Steuerband 59 sind an ihren einen En
- den mit einem Handhebel 64 gelenkig verbunden.
[0043] Das Steuerband 59 umfaßt die Nieten 57, 58 von einer Seite her mit keilförmigen Ausnehmungen
65, 66 und ist an seiner anderen Seite an Rollen 67, 68 abgestützt, die in den Stützbändern
1,2 befestigt sind und gegebenenfalls die Zugbänder 3,4 mit in Langschlitze eingreifenden
Stiften ebenfalls durchsetzen können. Wenn daher der Handhebel 64 in Richtung des
Pfeiles 69 verschwenkt wird, drängt das Steuerband 59 die Zugbänder 3,4 über die keilförmigen
Ausnehmungen 65, 66 und die Nieten 57, 58 in Richtung der Pfeile 70, 71, wobei die
Nieten 57, 58 in den Langschlitzen 62, 63 der durch das Querband 56 gehaltenen Stützbänder
1,2 und die Nieten 54, 55 ihrerseits in den Langschlitzen 60, 61 der bewegten Zugbänder
3,4 gleiten.
[0044] Zur Erleichterung dieses Spannvorganges können die Nieten 57, 58 drehbar in den Zugbändern
3,4 befestigt oder mit drehbaren Hülsen versehen sein.
[0045] Anstelle der Spannvorrichtung 53 kann die in Fig.6 dargestellte Vorrichtung vorgesehen
sein, welche aus einem z.B. mit den Stützbändern 1,2 über die Rollen 67, 68 fest verbundenen
Basisband 73 und einem auf diesen verschiebbaren Steuerband 74 besteht, welches so
ausgebildet sein kann wie das Steuerband 59 der Spannvorrichtung 53 und in gleicher
Weise auf die Zugbänder 3,4 einwirkt, wenn es durch Drehen einer Zugschraubenspindel
75, 76 in Pfeilrichtung 77 herangezogen wird, wie dies durch den Pfeil 78 angedeutet
ist. Am Ende 79 der Spindel 75, 76 kann ein nicht dargestellter Drehknopf angreifen.
Es ist aber auch eine Spannvorrichtung 80 denkbar, wie sie in Fig.5 dargestellt ist.
Diese Vorrichtung 80 besteht aus einem zwischen Stütz- und Zugband 1 und 3 angeordneten
und quer zu diesen ausgerichteten Steuerband 81, das mit keilförmigen Abschnitten
82, 83 an je einer Rolle 84, 85 des Stütz- und Zugbandes 1,3 anliegt und diese beiden
Bänder im Sinne der Pfeile 86, 87 gegeneinander verschiebt, sobald ein Zug an dem
Steuerband 81 in Richtung des Pfeiles 88 wirksam wird.
[0046] Die Rolle 84 durchsetzt dabei zweckmäßig das Zugband 3 in einem Schlitz 89, und hält
Zug- und Stützband 1,3 im Abstand voneinander. Das Stützband 1 überragt mit seinem
einen Ende 90 das Steuerband 81, das auf diese Weise zwischen den Bändern 1,3 zumindest
zeitweilig gehalten ist.
[0047] In ähnlicher Weise wie bei der Vorrichtung nach Fig.4 kann ein Doppelsteuerband 59'
quer zum Zugband 3' dieses umfassend gemäß Fig.4A angeordnet sein, wobei allerdings
auf einer gemeinsamen Basis 73' vier Führungsrollen 57', 58', 57", 58" so angeordnet
sind, daß sowohl das Doppelsteuerband 59' als auch das Zugband 3' geführt ist. Das
Doppelsteuerband 59' kann mit einer Zugschraubenspindel 75', 76' ähnlich wie in Fig.6
verbunden sein, die an der Basis 73' verankert ist und bei einer Verdrehung ihres
Endes 79' in Richtung des Pfeiles 77' eine Verschiebung des Doppelsteuerbandes 59'
in Richtung des Pfeiles 78' bewirken. Dabei verschiebt die keilförmige Ausnehmung
65' einen Stift 57"' des Zugbandes 3' in Richtung des Pfeiles 70', sodaß eine Krümmung
in dem nicht dargestellten zugehörigen Stützband die Folge sein wird.
[0048] Wenn man mehrere Basisbänder 73', 73" usw. wie in Fig.4A dargestellt, aneinanderreiht
und, wie früher beschrieben, mit einem oder mehreren Zugbändern 3', 1' über Abstandhalter
verbindet, so können diese Basisbänder 73', 73" die Funktion von Stützbändern übernehmen,
in denen die gewünschte Krümmung hervorgerufen werden kann.
[0049] Gemäß Fig.5A kann ein Exzenterhebel 81' auf dem Zugband 3" drehbar befestigt sein
und gegen ein an den Exzenter 81" angepaßtes Ende 2' des Stützbandes 2" anliegen,
sodaß bei einer Verschwenkung des Exzenterhebels 81' in Richtung des Pfeiles 86' das
Zugband 3" in Richtung des Pfeiles 86" bewegt wird, das mit einem Stift 84' in einem
Schlitz 89' des Stützbandes 2" gleitet.
[0050] Eine gleichartige Verschiebewirkung für das Stützband 2"' in Fig.5B ergibt sich,
wenn ein das Zugband 3"' mit seinem Exzenter 81"' durchsetzender Hebel 81"" in der
einen oder anderen Richtung der Pfeile 86", 86"' verschwenkt wird, weil der Exzenter
81"' sodann entweder gegen die eine oder gegen die andere Seite einer Ausnehmung 65"
im Stützband 2"' in drängender Weise anliegt.
[0051] Gemäß Fig.5 C greift ein Schwenkhebel mit Zahnrad in eine Verzahnung des Zugbandes
ein und bewirkt bei seiner Verdrehung in der einen oder anderen Richtung eine Verschiebung
des Zugbandes gegenüber dem Stützband, das in diesem Falle die Lagerstelle des Schwenkhebels
aufnimmt.
[0052] Als Alternative zur Zugschraubenspindel der Fig.6 kann gemäß Fig.6 A ein Bowdenzug
64' verwendet werden, dessen Hülle 64" an einer Basis verankert und dessen Seil 64"'
an einem nicht dargestellten Steuerband oder direkt am Zugband angreifen kann. Ein
mit dem Bowdenzug verbundener Scherenhebel 53' kann dabei gegebenenfalls durch eine
Spindel 79" mit Griff unterstützt sein.
[0053] Anderseits kann gemäß Fig.6B ein Schneckentrieb 60' mit einer Exzenterscheibe 61'
an einem Zugband 1" anliegen, das bei Betätigung des Schneckentriebs in Richtung des
Pfeiles 77"' verschoben wird und zwar in der Richtung des Pfeiles 70". Das Zugband
1" ist dabei an einer Basis 73" über einen in einen Schlitz eingreifenden Zapfen geführt
und wird in dem Stützband 4', mit welchem es an den nicht dargestellten Enden verbunden
sein kann, eine Krümmung hervorrufen.
[0054] Die Fig.6 C, D und E veranschaulichen schematisch, daß es in einer mittleren Verschiebungslage
von Stütz- und Zugband eine über die Bandlänge gehende Krümmung gibt und daß bei einer
weiteren Spannung des Zugbandes im Stützband eine zweite stärkere Krümmung zwischen
Abstützstelle und Abstandhalter gebildet werden kann.
[0055] Eine andere Spannvorrichtung 91 ist Fig.7 zu entnehmen. An nebeneinander- und übereinanderliegenden
Zug- und Stützbändern 92 bis 95 greifen zwei Scherenhebelgelenke 96 bis 99 an, die
ihrerseits an ihren Verbindungsgelenkstellen 1CO, 101 so mit einer Schraubspindel
102 und einer auf dieser geführten Mutter 103 verbunden sind, daß bei einer Drehbewegung
des Spindelknopfes 104 in Richtung des Pfeiles 105 die Gelenkstellen 100, 101 auseinander
bewegt und dementsprechend auch die Zugbänder 93, 95 in Richtung der Pfeile 106, 107
verschoben werden. Damit werden aber in den Stützbändern 92, 94 die gewünschten Krümmungen
gebildet, welche über die Spindeldrehung nicht nur in ihrem Ausmaß genau bestimmt
sondern in der eingestellten Lage auch fixiert werden können.
[0056] Anstelle der in Fig.7 gezeigten Spindel 102 kann auch ein an den Gelenkstellen 100,
101 angreifender, in Fig.9 dargestellter Bowdenzug 108, 109 mit einer an einem Verstellhebel
110 angebrachten Klinkensperre 111, 112 zwecks Fixierung der Einstelllage vorgesehen
sein.
[0057] Die Fig.8 veranschaulicht eine Spannvorrichtung 113, welche derjenigen in Fig.7 ähnlich
ist und ebenfalls vier Gelenkhebel 114 bis 117 besitzt, wobei jedoch in die als Muttern
118, 119 ausgebildeten Verbindungsgelenkstellen gegenläufige Gewinde der Spindel 120
eingreifen, sodaß eine Drehbewegung des Knopfes 121 in Richtung des Pfeiles 122 eine
Bewegung der Muttern 118, 119 zueinander und eine gegenläufige Verschiebebewegung
der Zug- und Stützbänder 123, 124 bzw. 125, 126 zur Folge hat.
[0058] Eine andere einfach aufgebaute aber besonders wirksame Spannvorrichtung 127 ist in
Fig.10 veranschaulicht. Die Spindel 128 durchsetzt dabei einen Endkörper 129 des einen
Zugbandes 130 und greift in eine Mutter 131 ein, die über eine Lasche 132 mit dem
Stützband 133 in gelenkiger Verbindung steht. Zwischen Endkörper 129 und der Lasche
132 ist eine weitere Gelenklasche 134 vorgesehen. Bei einer Drehung des Knopfes 135
und der Spindel 128 in Richtung des Pfeiles 136 nähert sich die Mutter 131 dem Endkörper
129 des Zugbandes 130, sodaß es. zu einer Verschiebebewegung des Stützbandes 133 in
Richtung des Pfeiles 137 kommen wird, weil die Lasche 132 infolge ihrer Anlenkung
an der Gelenklasche 134 die Bewegung der Mutter 131 auf das Stützband 133 in der Form
einer Verschiebung in Richtung 137 überträgt. Damit kann aber, wie bei den anderen
aufgezeigten Ausführungsbeispielen das Ausmaß und die Arretierung der gewünschten
Krümmung im Stützband 133 einwandfrei bestimmt werden.
[0059] Wenn die Spindel 128 mit einer anderen Spindel 138 drehfest verbunden ist, einen
Endkörper 139 eines weiteren Zugbandes 140 durchsetzt und in eine Mutter 140' eingreift,
die ihrerseits über eine Lasche 141 mit einem weiteren Stützband 142 gelenkig verbunden
ist, wobei auch hier zwischen der Lasche 141 und dem Endkörper 139 eine Gelenklasche
143 angreift, so ergeben sich für den in der Fig.10 rechten Teil der Vorrichtung die
gleichen Bewegungsabläufe wie für den linken Teil, wenn der Drehknopf 135 in Drehung
versetzt wird. Es kann daher bei einer Verdrehung des Drehknopfes 135 sowohl in dem
Stützband 133 als auch in dem Stützband 142 die gewünschte Krümmung hervorgerufen
und fixiert werden.
[0060] Statt einer Spindel 128, 138 kann gemäß Fig.11 eine Kolbenstange 144 eines Kolbens
145 vorgesehen sein, der in einem hydraulischen Zylinder 146 von der einen oder anderen
Seite beaufschlagt wird und dadurch die bereits oben geschilderten Steuerbewegungen
der Stützbänder 133, 142 zwecks Bildung von Krümmungen hervorruft.
[0061] Bei der in den Fig.12 und 13 gezeigten Ausführungsform einer Spannvorrichtung 147
steht ein Exzenterhebel 148 einerseits mit einem Zugband 149 und anderseits mit einer
Spindel 150 in gelenkiger Verbindung, die an einem Endstück 151 einer Winkelplatte
152 abgestützt ist, deren einer Schenkel 153 zur Abstützung des Exzenterhebels 148
dient. Wird die Spindel 150 über ihren Handknopf 154 gedreht, so verdreht der in einen
Schlitz 155 eingreifende Spindelbolzen 156 auch den Exzenterhebel 148, derart, daß
dieser das Zugband 149 in Richtung des Pfeiles 157 gegenüber dem als Platte ausgebildeten
Stützband 158 bewegt, sodaß im Stützband 158 eine Krümmung gebildet werden kann, das
sich ja mit seinem einen Ende ebenfalls an dem Schenkel 153 abstützt und anderenends
mit dem Zugband 149 (nicht dargestellt) verbunden ist. Eine biegsame Zwischenlage
159 sorgt für einen Abstand zwischen den Bändern 158, 149; dabei kann an der Zwischenlage
159 eine das Zugband 149 umgebende Führung 160 vorhanden sein.
[0062] Wenn, wie in den Fig.14 und 15 dargestellt, die Bänder 149, 158 von breiten Hüllkörpern
161 bis 163 umgeben sind, die zumindest teilweise keilförmige Stoßflächen haben, so
wird die Krümmung im Stützband 158 bei seiner Bewegung in Richtung des Pfeiles 164
solange aufgebaut werden können, bis die Hüllkörper 161 bis 163 mit ihren keilförmigen
Stoßflächen aneinanderliegen. Durch deren Ausbildung hat man es daher in der Hand,
die Größe und Lage der Krümmung, die in den breiten Hüllkörpern 161 bis 163 gebildet
werden soll, zu bestimmen. Dort, wo ein Hüllkörper 163 nur rechtwinkelige Stoßflächen
hat, wird die Krümmung jedenfalls infolge des großen Krümmungsradius einen mehr oder
weniger gestreckten Verlauf annehmen.
[0063] Es ist ohne weiteres möglich, die keilförmigen Stoßflächen veränderlich zu gestalten,
so daß auch in dieser Hinsicht der Grad der angestrebten Krümmung bestimmbar ist.
[0064] Bei der in Fig.16 gezeigten Spannvorrichtung 165 stützen sich zwei miteinander durch
eine Lasche 166 verbundene Exzenterhebel 167, 168 am Schenkel 169 einer Wickelplatte
170 ab und sind mit zwei Zugbändern 171, 172 gelenkig verbunden, die den Schenkel
169 durchsetzen und dadurch geführt sind. Das darunterliegende, eine einzige Platte
169' bildende Stützband liegt dagegen lediglich an dem Schenkel 169 an und bildet
je nach Verschwenkungsgrad des Exzenterhebels 167 eine mehr oder weniger große Krümmung.
Anstelle der Platte 169' können auch Bänder vorgesehen sein, in welchen die gewünschte
Krümmung erzeugt wird.
[0065] So wie die Exzenterhebel 167, 168 zusammenarbeiten, ist selbstverständlich auch eine
gelenkige Verbindung der Exzenterhebel der Vorrichtungen der Fig.12 und 14 untereinander
möglich.
[0066] Gemäß einer weiteren in Fig.17 dargestellten Ausführungsform der Erfindung, besteht
eine Spannvorrichtung 173 aus einem Exzenterhebel 174 mit einem exzentrisch angeordneten
Schlitz 175, in welchen ein Stift 176 des Zugbandes 177 eingreift, der bei Verdrehung
des Exzenterhebels 174 in Richtung des Pfeiles 178 in dem Bogenschlitz 175 und auch
entlang des Langschlitzes 179 des Stützbandes 180 sich bewegt, sodaß zwischen Zug-
und Stützband 177 und 180 eine gegenseitige Verschiebung stattfindet, weil das Stützband
180 im Drehpunkt 181 des Hebels 174 festgelegt ist. Auch diese Verschiebung des Zugbandes
177 führt zu einer mehr oder weniger großen Krümmung im Stützband 180, je nachdem,
wieweit der Hebel 174 verschwenkt wird.
[0067] Eine andere in den Fig.18 und 19 dargestellte Spannvorrichtung 181 weist ebenfalls
einen Exzenterhebel 182 auf, der mit einer kreisförmigen Scheibe 183 in eine entsprechende
Ausnehmung des Stützbandes 184 eingreift. Auf der Scheibe 183 sitzt exzentrisch ein
Stift 185, der seinerseits in einen Querschlitz 186 des Zugbandes 187 eingreift. Bei
einer Schwenkbewegung des Hebels 182 in Richtung des Pfeiles 188 gleitet der Stift
185 im Querschlitz 186 unter gleichzeitiger Mitnahme des Zugbandes 187 in Richtung
des Pfeiles 189, sodaß sich das in diesem Fall als Platte ausgebildete Stützband 184
so stark krümmen wird, wie der Hebel 182 verschwenkt wird.
[0068] Eine besonders einfach zu verlagernde Krümmung einer erfindungsgemäßen Stütze ist
der Fig.20 zu entnehmen.Stütz-und Zugband 190, 191 sind an einem Ende miteinander
durch eine Niete 192 od.dgl. fest verbunden. Zwei oder mehrere Abstandhalter 193,
194 können die Bänder 190, 191 lose oder fest umfassen. Weitere Abstandhalter in der
Form von zusammengehaltenen Rollenpaaren 195, 196, 197, 198 sind auf den Bändern 190,
191 über ein zusätzliches steifes Steuerband 199 verschiebbar, das an beiden Rollenpaaren
195 bis 198 angreift und zwischen Stütz- und Zugband 190, 191 geführt sein kann. Wird
daher über das Zugband 191 auf die Stütze ein Zug in Richtung des Pfeiles 200 ausgeübt,
so bildet sich in dem Stützband 190 zwischen den Rollenpaaren eine Krümmung 201 aus,
die aber über das Steuerband 199 je nach dessen Bewegung in die eine oder andere Richtung
(Pfeil 202) verlagert werden kann. Die am weitesten auseinanderliegenden durch Verlagerung
gebildeten Krümmungen sind mit einer ununterbrochenen Linie (201) und mit einer strichlierten
Linie 203 veranschaulicht.Das Steuerband 199 kann mit einer nicht dargestellten Handhabe
in Verbindung stehen oder auch motorisch, hydraulisch, elektromagnetisch u.dgl. angetrieben
sein. Da die Rollenpaare 195 bis 198 bei ihrer Verstellung auf den Bändern 190, 191
nur einen geringen Rollwiderstand haben, ist ihre Verstellung auch dann möglich, wenn
die Krümmung 201 in dem Stützband 190 stark ausgeprägt ist.
[0069] Eine andere Art der Verstellung einer solchen Krümmung innerhalb des Stützbandes
ist in Fig.21 veranschaulicht. Dabei sind zwischen dem Stütz- und Zugband 204 und
205 Kniehebelpaare 206, 207 als Abstandhalter so befestigt und miteinander durch Arme
208, 209 und 210 so verbunden, daß mit einer an den Armen 208, 209 angreifenden verschwenkbaren
Handhabe 210' der eine Kniehebel gestreckt und der andere gebeugt werden kann.
[0070] In der dargestellten Lage ist der Kniehebel 206 gestreckt, sodaß sich die Krümmung
211 auf der in Fig.21 linken Seite des Stützbandes 204 ausbildet, nachdem am Zugband
205 eine Kraft in Richtung des Pfeiles 212 wirksam war.
[0071] Durch Verschwenken der Handhabe 210' in Richtung des Pfeiles 213 wird der Kniehebel
206 gebeugt und der andere Kniehebel 207 gestreckt, wie durch strichlierte Linien
angedeutet ist. Dadurch erfolgt eine Verlagerung der Krümmung 211 auf die in Fig.21
rechte Seite des Stützbandes 204, was ebenfalls in einer strichlierten Linie zum Ausdruck
kommt.
[0072] Der eine am fixierten Ende der Bänder 204, 205 befindliche Abstandhalter 214 kann
auf diesem unverrückbar befestigt sein. Der andere Abstandhalter 215 ist vorteilhaft
nur mit Stützband 204 fest verbunden, das Zugband 205 dagegen kann im Abstandhalter
215 gleiten.
[0073] Der eine Kniehebel 206 ist am Stützband 204 mit seiner Lasche 216 befestigt. An der
Unterseite des Zugbandes 205 greifen die Kniehebel 206, 207 jedoch mit Rollen 217,
218 an, die einen Bewegungsausgleich schaffen, wenn Zug- und Stützband gegeneinander
verschoben werden.
[0074] An dem Kniehebel 207 kann auch ein von außen her bedienbares Steuerband 219 angreifen,
das so wie das Steuerband 199 in Fig.20 gehandhabt werden kann.
[0075] An den in Fig.22 dargestellten durch Abstandhalter 220, 221 zusammengehaltenen Stütz-
und Zugbändern 222, 223 greifen mit ihren Enden Scherenhebel 224, 225 an, die miteinander
bei 226 gelenkig verbunden sind. An dem mit einer Lasche 227 am Stützband 222 festgelegten
Hebel 224 greift ein Bowdenzug 228 an, dessen Hülle 229 an dem anderen Hebel 225 abgestützt
ist.Durch Betätigung des Bowdenzuges 228 kann, wie aus der strichlierten Linie zu
ersehen ist, die in dem Stützband 222 hervorgerufene Krümmung 230 in Fig.22 nach rechts
verlagert werden, weil die Scherenhebel 224, 225 auf einer Seite einander nähergebracht
und auf der anderen Seite voneinander bewegt werden. Anstelle des Bowdenzuges kann
natürlich auch eine Schraube, ein Exzenter od.dgl. an den betreffenden Hebelenden
angreifen.
[0076] Eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn man gemäß
Fig.23 zwischen Zug- und Stützband 231, 232, die, wie oben beschrieben, an einem Ende
miteinander verbunden sind, und durch Abstandhalter 233, 234 zusammengehalten werden,
ein steifes am Stützband 231 angreifendes Steuerband 235 anordnet,durch dessen Zug
oder Druck in der einen oder anderen Richtung 236, 237 eine im Stützband 231 durch
das Zugband 232 erzeugte Krümmung 238 verlagert werden kann. Die in Fig.23 nach rechts
erfolgte Verlagerung der Krümmung ist mit strichlierten Linien angedeutet.
[0077] Gemäß der Ausführungsform nach Fig.24 sind das Zug- und Stützband 239, 240 an ihren
Enden mit je einem Scharnier 241, 242 fest verbunden, wobei die oberen Scharnierteile
mit einem Gelenkarm 243 zusammengehalten sind. An dem einen Scharnier 242 greift eine
Schraubenspindel 244 mit Griff 245 an, bei dessen Drehung in der einen Richtung der
Winkel β
1 zwischen den Scharnierteilen und somit den Enden des Zug- und Stützbandes 239, 240
auf einen größeren Wert, z.B. β
2 verstellt werden kann. Bei einer solchen Verstellung verändert sich auch der Winkel
α
1 zwischen den Teilen des anderen Scharniers 241 auf einen kleineren Wert, nämlich
α
2, sodaß die vorher im Stützband 240 gebildete Krümmung 246 auf die andere Seite der
erfindungsgemäßen Stütze verlagert wird, wie dies mit strichlierten Linien 247 angedeutet
ist. Es ist klar, daß je nach Verdrehung der Schraubenspindel 244 jede gewünschte
Zwischenstellung und somit jede Lage für die Krümmung zwischen den beiden gezeigten
Extremstellungen erreicht werden kann.
[0078] Bei der in der Fig.25 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist ein mittleres
breites Zugband 248 mit zwei seitlichen Stützbändern 249, 250 am oberen Ende materialeinheitlich
verbunden, am unteren einen Schlitz 251 eines Winkelstückes 252 durchsetzenden Ende
jedoch mit Zapfen 253, 254 versehen, die gegen keilförmige Ausnehmungen 255, 256 eines
Schiebers 257 anliegen, der sich am langen Schenkel des Winkelstücks 252 von unten
her abstützt und mit einer Schraubenspindel 258 in ein Gewinde des kurzen Schenkels
des Winkelstücks 252 eingreift. An der Oberseite des langen Schenkels des Winkelstücks
252 sind die freien Enden der Stützbänder 249, 250 abgestützt. An deren Rückseite
sind U-förmige Bügel 259 mit Rollen 260 oder Gleitstücken 261 vorgesehen, an welchen
das Zugband 248 anliegt (Fig.26).
[0079] Wenn die Spindel 258 verdreht und in Richtung des Pfeiles 262 bewegt wird, werden
die Zapfen 253, 254 in Richtung der Pfeile 263 verschoben, sodaß das an den Rollen
260 anliegende Zugband 248 ebenfalls nach unten bewegt wird (Pfeil 264), wobei eine
allenfalls von vorneherein in den Stützbändern 248 vorhandene krümmung verstärkt wird
(Fig.26).
[0080] Gemäß Fig.27 können die Bügel 265 mit den Stützbändern 266, 267 eine Einheit und
untereinander Schlitze 268 bilden, die so breit sind, daß sie durch Anspannung des
auf den Bügeln 265 gleitenden Zugbandes 248, d.h. bei Erreichen der größtmöglichen
Krümmung der Stützbänder 266, 267 geschlossen werden. Die Stege dieser Bügel 265 stützen
sich dann in der größten Krümnungslage der Stütze aneinander ab.
[0081] Die in Fig.28 gezeigte erfindungsgemäße Stütze besteht aus einem rückenlehnenförmigen
Körper 269 aus Sperrholz, Metall, Kunststoff od.dgl. und kann gespritzt, gezogen oder
gestanzt sein. Er weist von unten nach oben gerichtete Einschnitte 270, 271 auf, in
welchen Zugbänder 272, 273 untergebracht sind, die mit ihren oberen Enden am Körper
269 befestigt und an ihren unteren freien Enden Zapfen 274, 275 besitzen, die wie
bei der in Fig.25 gezeigten Ausführungsform der Erfindung gegen keilförmige Ausnehmungen
276, 277 eines Schiebers 278 anliegen, der in den unteren Teilen des Körpers 269 abgestützt
und geführt ist.
[0082] An der Rückseite des Körpers 269 sind Bügel 279 vorgesehen, die zur Abstützung der
Zugbänder 272, 273 dienen. Wenn daher die mit dem Schieber 278 verbundene Schraubenspindel
280, die in ein Gewinde des Körpers 269 eingreift, verdreht und in Richtung des Pfeiles
281 bewegt wird, kommt es über die Zapfen 274, 275 und die Ausnehmungen 276, 277 des
Schiebers 278 zu einer Bewegung der Zugbänder 272, 273 in Richtung der Pfeile 232,
sodaß diese durch die Bügel 279 unterstützten Zugbänder 272, 273 gespannt werden.
Deren Spannung bewirkt eine weitere Durchbiegung des Körpers 269, der von vorneherein
bereits eine Krümmung aufweisen kann.
[0083] Eine noch einfachere Ausgestaltung der Erfindung ist in der Fig.29 veranschaulicht.
Eine von vorneherein bereits gekrümmte Stütze 283 weist an ihrer Rückseite in einer
oder mehreren vertikalen Reihen angeordnete Rollen 284 bis 291 auf, um welche Zugbänder
292, 293 so geführt sind, daß ihre einen Enden an den Rollen 286 bzw. 290 befestigt
und über die anderen Rollen 285, 286, 284 und 287 bzw. 289, 290, 288 und 291 z.B.
zick-zackförmig gelegt und sodann im unteren Bereich der Stütze 283 etwa horizontal
zu einer nicht gezeichneten Spannvorrichtung weggeführt sind.
[0084] Wenn in Richtung der Pfeile 294 auf die unteren Enden der Zugbänder 292, 293 eine
Zugkraft ausgeübt wird, so kommt es infolge der Umschlingung der genannten, übereinander
liegenden Rollen zu deren Annäherung und somit zu einer weiteren Krümmung der Stütze
283, die natürlich auf das gewünschte Krümmungsausmaß genau eingestellt und fixiert
werden kann.
[0085] Durch die bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Fig.2, 3, 20, 23 und
29 angeführten Rollen oder Gleitelemente an den Abstandhaltern oder durch z.B. wechselseitig
wirkende Kniehebel, Scheren, Gelenke oder dergleichen (Fig.21, 22, 24, 25, 27, 28),
aber auch durch zusätzliche Zug- oder Druckelemente (Fig.23) kann mit einer kleinen
zusätzlichen "Sekundärkraft" auch unter teilweiser oder voller Belastung der Stütze
jederzeit die Wölbung innerhalb der erfindungsgemäßen Stütze und daher auch innerhalb
eines Sitzes, einer Brücke, einer Betonverschalung oder einer tragenden Konstruktion,
in welche die Stütze eingebaut ist, verlagert werden.
[0086] Alle oder einzelne Stützen können auch in ihrer Gesamtheit oder nur durch einzelne
oder alle Stütz-, Druck- oder Zugelemente, Abstandhalter, Spann- oder Steuermechanismen
oder durch zusätzliche Federn bzw. Federelemente von vornherein eine oder mehrere
"Eigenkrümmungen" aufweisen, in die die Stütze von selbst zurückkehren will sobald
die von einer Spannvorrichtung ausgeübte Beeinflussung wegfällt. Dadurch kann die
Änderung und/oder Verlagerung einer oder mehrerer Wölbungen durch "Nachlassen" statt
durch Spann-, Zug- oder Druckkraft hervorgerufen oder durch äußere Einflüsse (z.B.
Anlehnen) verändert werden, soda3 nur mehr ein "Fixieren" der jeweiligen Wölbung z.B.
durch Klemmen, Knebel oder durch leichtes Nachdrehen oder Nachlassen der Steuer- oder
Spannvorrichtung zu erfolgen hat. Alle angeführten Merkmale der Erfindung sind sowohl
untereinander als auch mit beliebigen anderen Bau- oder Konstruktionselementen (direkt
oder über Dämpfungs- oder andere Hilfsmittel) kombinierbar oder beliebig austauschbar.
[0087] In der Fig.30 ist eine Spannvorrichtung 295 dargestellt, die im wesentlichen derjenigen
in Fig.1 entspricht bis auf die Blattfedern 296, 297, welche eine degressive Kennlinie
aufweisen. Die Federn 296, 297 haben nämlich eine Verkrümmung nach innen (strichlierte
Linie), in die sie jedoch durch Anschläge bzw. äußere Behinderung nie zurückkehren
können. Die Ausgangsstellung für die Längsbelastung ist eine leichte entgegengesetzte
Durchkrümmung. Bei weiterer Druckbelastung in ihrer Längsrichtung können die Federn
stets nur entgegen ihrer Eigenkrümmung (strichpunktierte Linie) ausknicken. Nach den
Knickformeln ergibt sich dadurch eine verkehrte Federkennlinie. Wenn die Federn 296,
297 über ihre Verbindungsglieder 298, 299 an den Laschen der Spannvorrichtung 295
anliegen, so wird diese in ihrer Wirkung unterstützt. Der gleiche Effekt wird mit
der an den einzelnen Teilen der Spannvorrichtung 295 angreifenden S-förmigen Feder
300 erreicht.
[0088] Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig.31 greift eine entsprechende S-förmige Feder
301 an den Kniehebeln einer ähnlichen Spannvorrichtung 302 an und unterstützt diese
in ihrer Wirkung, welche Unterstützung natürlich in der einen oder anderen Richtung
erfolgen kann.
1. Biegsame elastische Stütze, bestehend aus mindestens einem Band aus elastischem,
in der Längserstreckung im wesentlichen undehnbarem oder nicht zusammendrückbarem
Material und einem am Band befestigten, etwa parallel zu diesem angeordneten Zugelement,
bei dessen Spannung das an einem Ende oder an einer anderen Stelle abgestützte Band
mehr oder weniger krümmbar oder belastbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere Zugbänder (3, 4) vorgesehen sind und daß die mit ihren Breitseiten einander
zugekehrten oder nebeneinanderliegenden Zug- und Stützbänder (1 bis 4) durch ein oder
mehrere über die Bandlänge verteilt oder an einem oder beiden Enden angeordnete Abstandhalter
(22 bis 29) zusammengehalten sind (Fig.1,2).
2. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Abstandhalter (24 bis 27) an
den Bändern (1 bis 4) verschiebbar angeordnet sind, (Fig.1,2).
3. Stütze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Abstandhalter
miteinander verbunden und gemeinsam verschiebbar sind (Fig.1,2).
4. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter
(24 bis 27) zum Verschieben mit einer Handhabe (31) oder mit einem hydraulischen,
pneumatischen oder motorischen Antrieb oder einem Bowdenzug, einem Kniehebel, einer
Stellschraube, einem Scherenhebel oder einem Exzenter versehen sini (Fig.1).
5. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalter
Bügel (22 bis 29) sind, die die Bänder (1 bis 4) quer zu deren Längsrichtung umgreifen
(Fig.1).
6. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandhalte Vorsprünge
(54, 55, 57, 58) an dem Stützband (1, 2) oder Zugband (3, 4) sind, die in Ausnehmungen
(60, 61, 62, 63) des Zugbandes (3, 4) oder Stützbandes (1, 2) eingreifen oder dieses
durchsetzen oder umgreifen (Fig.4).
7. Stütze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen des Zugbandes
(3,4) Schlitze (60, 61) sind und daß die Vorsprünge (54, 55) des Stützbandes (1,2)
in die Schlitze mit Spiel eingreifen (Fig.4).
8. Stütze nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge Doppelnieten
oder Schrauben, Hülsen, Scheiben u.dgl. mit einem mittleren oder mehreren separaten
oder einheitlichen Abstandstücken sind, gegen welche zwei oder mehrere Bänder anliegen
(Fig.4).
9. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere
Abstandhalter in ihrer wirksamen Länge durch Schraubgewinde, Hebelschere, Doppellaschenverstellglied
oder mittels Exzenter, einer Hydraulik, einer Pneumatik, einem Bowdenzug verstell-
und einstellbar sind.
10. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel
zwischen den Abstandhaltern des Stützbandes und den Schlitzen des Zugbandes unterschiedlich
groß ist.
11. Stütze nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Rand der Ausnehmung bzw. dem Schlitzende (62, 63) und dem Vorsprung bzw. dem Abstandhalter
(57, 58) ein Keil (65, 66), Exzenter oder Kniehebel aus zusammendrückbarem oder nicht
zusammendrückbarem bzw. dehnbarem Material oder ein pneumatisches, hydraulisches oder
motorisches Antriebselement mit direkter oder ferngesteuerter Handhabe (64, 72) ein-
oder angreift, deren eingestellte Lage entweder direkt oder indirekt (durch Fremdmittel)
steuerbar bzw. fixierbar ist, (Fig.4,6).
12. Stütze nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Vorsprung
bzw. Abstandhalter (57, 58) des Zugbandes (3,4) eine am Stützband (1,2) gehaltene
Stellschraube, ein Keil (65, 66).Exzenter od.dgl. direkt oder über ein zusätzliches
innen oder außen liegendes Steuerband (59) angreift (Fig.4).
13. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder
mehrere parallel nebeneinander angeordnete Stütz-Zugbänder (1,3 und 2,4) durch mehrere
Querstreben (5 bis 9), ein Gitter oder durch einen Schaumstoff- bzw. Federkernkörper
verbunden sind und dadurch ein Lehnengestell, eine Schuheinlage, eine Matte (Matratze,
Betteinsatz), ein Schalungsstützelement oder eine großräumige Stütze für eine Brückenkcnstruktion
bilden (Fig.1).
14. Stütze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spannvorrichtung (10)
einerseits an einem oder an mehreren Zugbändern (3,4) und anderseits an den Stützbändern
(1,2) angreift (Fig.1).
15. Stütze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugbänder oder ein zusätzliches
Zugband (235) etwa in der halben Länge der Stützbänder (231) an diesen oder an dem
Zugband (232), den Abstandhaltern (233 oder 234) oder an einer umgebenden Polsterung
oder an einem in der Stütze liegenden Füllmaterial angreifen (Fig.23).
16. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder
mehrere Spannvorrichtungen (91, 113, 127) an einem oder an mehreren Bändern oder Bandgruppen
angreifen (Fig.7,8,10).
17. Stütze nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannvorrichtung
an den Stütz-oder Zugbändern ein Bowdenzug (Fig.9), Kniehebel . (Fig.8), Keil, Exzenter
(Fig.12 bis 19), eine Gewindespindel (Fig.7) oder eine Druck- oder Zugfeder, ein hydraulischer
(Fig.11), pneumatischer oder notorischer Antrieb, eine automatische Steuerung durch
Luftdruck, durch eine Fotozelle, durch Fliehkraft, Schwerkraft, Auftrieb, elektrische,
magnetische Wellen oder Strahlen, Schall, flüssige, gasförmige oder feste Chemikalien
bzw. Stoffe, angreift.
18. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den unmittelbar benachbarten übereinander oder nebeneinander liegenden Zug-und Stützbändern
durchgehend in der Abstandsrichtung gleich lange oder verschieden lange Abstandhalter
eingesetzt sind (Fig.2,3).
19. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abstandhalter ein die
Zug- und Stützbänder umgebender Schlauch mit einem an einer oder mehreren Stellen
erweiterten Hohlraum vorgesehen ist, in welchen ein Abschnitt des Stützbandes im gespannten
Zustand eingreift.
20. Stütze nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch auf den Zug-
und Stützbändern in Längsrichtung verschiebbar oder um seine Längsachse verdrehbar
angeordnet ist.
21. Stütze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Abstandhaltern und den Bändern ein Gleitmaterial oder Rollen (24 bis
27) angeordnet sind (Fig.1).
22. Stütze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbänder und die Querstreben
eine gitterförmige, aus einem Materialstück herausgestanzte Einheit oder eine Platte
oder Matte bilden und daß die Zugbänder entweder Vorsprünge der Einheit durchsetzen
oder durch Abstandhalter an der Einheit gehalten sind.
23. Stütze nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugbänder lediglich an
den einen Enden oder an einem Punkt bzw. Vorsprung, oder einer Aucnehmung der gitterförmigen
Einheit angreifen und entweder mit einer Spannvorrichtung oder einem mechanischen,
hydraulischen, pneumatischen Spannmechanismus, verbunden sind.
24. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mittleres Zugband (248)
zwei äußeren Stützbändern (249, 250) benachbart ist, daß das Zugband (248) und die
Stützbänder (249, 250) z.B. an einem Ende miteinander verbunden sind, daß das andere
Ende des Zugbandes (248) mit einer Spannvorrichtung (252 bis 258) verbunden ist sowie
die anderen Enden der Stützbänder (249, 250) im Bereich der Spannvorrichtung abgestützt
sind und daß die Abstandhalter z.B. U-förmige, an den Stützbändern (249, 250) befestigte
und das Zugband (248) mit ihren Stegen untergreifende Bügel (259) sind, wobei die
Stege mit Rollen (260) und/oder mit Gleitstücken (261) versehen sind (Fig.25, 26).
25. Stütze nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmigen Bügel (265)
und die Stützbänder (266, 267) eine bauliche Einheit bilden, daß zwischen den einzelnen
Bügeln Querschlitze (268) vorgesehen sind, die schmäler, breiter, länger, kürzer als
oder gleich breit wie die Bügel sind und daß Bügel im Bereich der Spannvorrichtung
höher, niedriger oder gleichhoch wie die Bügel sind, welche sich an das gemeinsame
Ende für Zug- und Stützbänder anschließen (Fig.27).
26. Stütze nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung
aus einem Winkelstück (252) mit Langschlitz (251) für den Durchtritt des Zugbandes
(248) und einem quer zum Zugband über eine Schraubenspindel (258) od.dgl. verstellbaren
Schieber (257) besteht, der an der einen Seite des den Langschlitz aufweisenden Schenkels
des Winkelstücks (252) anliegt, daß an der'anderen Seite des Schenkels die Stützbänder
(249, 250) abgestützt sind und daß Zapfen (253, 254) an dem den Langschlitz des Schenkels
durchsetzenden Ende des Zugbandes (248) gegen keilförmige Ausnehmungen (255, 256)
des Schiebers (257) anliegen, wobei die Schraubenspindel (258) in ein Gebinde des
kurzen rechtwinkelig abgebogenen Schenkels des Winkelstückes (252) eingreift oder
durch einen Exzenter betätigbar ist (Fig.25).
27. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein etwa rückenlehnenförmiger
Körper (269) einen oder mehrere in seiner Längsrichtung z.B. von unten nach oben verlaufende
Einschnitte (270, 271) aufweist, daß die Einschnitte zur Aufnahme von Zugbändern (272,
273) dienen, die z.B. an ihren einen Enden am Lehnenkörper befestigt, mit ihren anderen
Enden an einer Spannvorrichtung (274 bis 277) fixiert und von Abstandhaltern (279)
unterstützt sind, die U-förmig, trapezförmig, rechteckig, kreisförmig bzw. geschlossen
oder offen, hohl ausgebildet und an der Vorder- oder Rückseite oder in der Ebene des
Lehnenkörpers befestigt bzw. geführt oder in einem Stück mit dem Lehnenkörper oder
Zugband gefertigt sind (Fig.28).
28. Stütze nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung aus
einem im Lehnenkörper (269) quer zu dessen Längsrichtung geführten Schieber (278)
mit keilförmigen Ausnehmungen (276, 277) einer oder mehreren ein Gewinde des Lehnenkörpers
durchsetzenden Schraubenspindel (280) besteht und daß an den keilförmigen Ausnehmungen
(276, 277) Stifte (274, 275) der Zugbänder (272, 273) anliegen (Fig.28).
29. Stütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein etwa rückenlehnenförmiger
Körper (283) an seiner Rückseite im Abstand voneinander angeordnete Rollen (284 bis
291) besitzt, daß Zugseile (292, 293) oder Zugbänder-an jeweils einer dieser Rollen
(286, 290) oder am Körper fixiert, um die übereinander angeordneten Rollen (285, 286,
234, 237, 289, 290, 288, 291) zick-zackartig gelegt und zweckmäßig von einer Rolle
(287, 291) am unteren Rand des Lehnenkörpers zu einer Spannvorrichtung geführt sind
(Fig.29).
30. Stütze nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß an den Rollen der Abstandhalter
anstelle eines Bandes ein Seil, eine Kette oder ein ähnliches Zugelement anliegt bzw.
durch die Rollen geführt ist.
31. Stütze nach einem der Ansprüche 1, 11, 12, 14, 16, 17, 23, 24, 25, 26, 27, 28
oder 29, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb oder außerhalb der Spannvorrichtungen
bzw. Antriebs- oder Steuerelemente Zug-, Druck-, Torsionsfedern oder sonstige Federn,
Stoßdämpfer angreifen, wobei eine Sinusfeder (300) oder eine Blattfeder (296, 297),
Schraubenfeder, Torsionsfeder, Gasfeder, eine Hydraulik, eine Pneumatik direkt oder
über Hilfsmittel an den Kniehebeln der Spannvorrichtung bzw. des Spann-, Antriebs-
oder Steuerelementes angreift (Fig.30, 31).