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EP 0 006 843 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.1983 Patentblatt 1983/15 |
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Anmeldetag: 06.07.1978 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: H01H 47/04 |
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Magnetventil mit elektronischer Steuerung
Electronically controlled magnetic valve
Valve électromagnétique avec commande électronique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.01.1980 Patentblatt 1980/02 |
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Anmelder: Bürkert GmbH |
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D-7118 Ingelfingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Dettmann, Heinrich, Dipl. Ing.
D-7119 Niedernhall (DE)
- Pfeiffer, Wolfgang
D-7118 Künzelsau-Garnberg (DE)
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Vertreter: Bunke, Holger, Dr.rer.nat. Dipl.-Chem. et al |
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Prinz & Partner
Manzingerweg 7 81241 München 81241 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung, die
eine Steuersignal erzeugt, durch welches der Erregungsspule in der Anzugphase über
einen geschlossenen Transistorschalter eine erhöhter Erregungsstrom und in der Haltephase
über einen zu dem Schalter parallelgeschalteten Vorwiderstand bei geöffnetem Transistorschalter
eine gegenüber dem Erregungsstrom erniedrigter Haltestrom von einer Spannungsversorgung
zugeführt wird, und mit einem einen Widerstand und einen Kondensator enthaltenden,
der Steuerelektrode des Transistorschalters vorgeschalteten Zeitglied.
[0002] Derartige Magnetventile mit elektronischer Steuerung sind aus der US-PS 3 852 646
bekannt. Bei diesen Magnetventilen wird zur Steigerung der Anzugkraft kurzzeitig ein
erhöhter Strom durch die Erregerspule geleitet. Zur Überwindung der Massenträgheit
der bewegten Teile des Magnetventils und der Federkraft der normalerweise vorgesehenen
Rückstellfeder ist eine wesentlich höhere Energie erforderlich als zum Halten des
Ventils in seinem eingeschalteten Zustand. Der Strombedarf zum schnellen und sicheren
Anziehen des Magnetventils wird weiter dadurch erhöht, daß in der Ruhestellung des
Ankers die Induktion der Erregerspule wesentlich geringer ist als in seiner Arbeitsstellung.
Durch die kurzzeitige Steigerung des durch die Erregerspule geleiteten Stromes kann
also der Haltestrom wesentlich niedriger gewählt werden, so daß die Erwärmung des
Magnetventils auch bei langer Einschaltdauer unter der zuslässigen Höchstgrenze gehalten
werden kann, die häufig bei etwa 80°C liegt. Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme
besteht darin, daß durch die damit erreichte Anzugkrafterhöhung auch das Schaltverhalten
der Magnetventile verbessert wird. Insbesondere können kürzere Schaltzeiten erreicht
werden.
[0003] Bei dem Magnetventil nach der erwähnten US-PS 3 852 646 wird der Vorwiderstand während
der Anzugphase durch einen Transistorschalter überbrückt. Der Transistorschalter wird
über ein zeitverzögerndes Widerstands-Kondensator-Glied angesteuert, dans für die
Dauer seiner Zeitkonstante ein Ansteuersignal an die Steuerelektrode des Transistorschalters
liefert, so daß dieser während der durch das Zeitglied bestimmten Zeitspanne durchshaltet
und den Vorwiderstand überbrückt. Das Zeitglied selbst wird über einen Schalttransistor
mit einem negativen oder über einen weiteren Schalttransistor mit einem positiven
Ansteuersignal beaufschlagt. Für den Betrieb dieser bekannten Anordnung ist somit
neben einer ständig angelegten Stromversorgungsspannung eine zusätzliche positive
oder negative Ansteuerspannung erforderlich, und um die Betriebsspannung und das Ansteuersignal
zuführen zu können, ist eine mindestens dreiadrige Leitung erforderlich. Dadurch wird
der Materialaufwand beträchtlich erhöht.
[0004] Ferner sind Magnetventile mit elektronischer Steuerung zur Steigerung der Anzugleistung
bekannt, bei denen eine steuerbarer Gleichrichter in Reihe mit der Erregerspule liegt.
Durch eine Phasenanschnittsteuerung wird der Zündzeitpunkt des steuerbaren Gleichrichters
derart verändert, daß während der Anzugphase die Zündung früher und während der Haltephase
später erfolgt. Diese Lösung, die beispielsweise aus der DE-OS 25 11 564 oder der
DE-OS 20 23 108 bekannt ist, weist den Mangel auf, daß als Betriebsspannung eine Wechselspannung
oder pulsierende Gleichspannung oder aber ein zusätzlicher Taktgenerator erforderlich
ist.
[0005] Bei einer weiteren bekannten Schaltungsanordnung nach FR-A-2 192 367 folgt auf den
Zweiweggleichrichter ein Siebkondensator C1 1 und daran anschließend eine Stabilisierungsschaltung
aus dem Widerstand R1 und der Zenerdiode Z1. Hier handelt es sich um eine übliche
Spannungsstabilisierung, die dazu dient, den beiden Transistoren Q1 und Q2 eine stabilisierte
Betriebsspannung zuzuführen. Diese Spannungsstabilisierung befindet sich also nicht
im Steuersignalweg. Der Steuersignalweg verläuft über den Basiskreis des Transtors
01. Wenn Licht auf den Photowiderstand fällt, wird über den Widerstand R2 der Kondensator
C2 aufgeladen, so daß nach Erreichen einer bestimmten Ladungsschwelle der Transitor
Q1 leitet und aus einem Kollektorkreis den Transistor Q2 ansteuert.
[0006] Bei der Schaltungsanordnung nach der genannten französischen Patentschrift ist keinerlei
Beziehung zwischen dem Anliegen der Betriebsspannung an die beiden Versorgungsanschlüsse
und dem Schaltzustand des Transtors Q3 vorhanden. Der Schaltzustand des Transistors
Q3 wird allein durch den Widerstandswert des Photowiderstandes bzw. durch die Umgebungshelligkeit
bestimmt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung
zur kurzzeitigen Steigerung der Anzugleistung zu schaffen, das außer der Betriebsspannung
kein getrenntes Ansteuersignal benötigt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Magnetventil der eingangs beschriebenen Art gelöst,
das gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, ist, daß parallel zu den die Betriebsspannung
der Erregerspule zuführenden Leitungen ein Spannungsteiler geschaltet ist, au dessen
Abgriff beim Aulegen der Steuerschaltung an die Spannungsversorgung das genannte Steuersignal
abgenommen wird.
[0009] Da bei dem erfindungsgemäßen Magnetventil die das Zeitglied beaufschlagende Ansteuerspannung
aus der Betriebsspannung selbst gewonnen wird, kann ein getrenntes Ansteuersignal
und somit auch eine getrennte Ansteuerleitung entfallen.
[0010] Für den Betrieb des Magnetventils an einer Wechselspannung ist gemäß einer zweckmäßigen
Ausführungsform der Erfindung der elektronischen Steuerung ein Vollweg-Gleichrichter
vorgeschaltet. Dadurch kann der Betrieb des Magnetventils nicht nur wahlweise mit
Wechselstrom oder mit Gleichstrom, sondern auch mit beliebiger Polung der Gleichspannung
erfolgen.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zwischen das
Zeitglied und den Schalter ein Stromverstärkungselement geschaltet. Dadurch kann das
Zeitglied bei gegebener Zeitkonstante äußerst platzsparend ausgebildet werden.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung enthält eine Spannungsbegrenzerschaltung,
die vor das Zeitglied geschaltet ist. Dadurch kann der Betrieb des Magnetventils an
underschiedlich hohen Spannungen erfolgen. Der Spannungsbegrenzerschaltung kann eine
Glättungseinrichtung in Form eines Glättungskondensators zugeordnet sein.
[0013] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Vorwiderstand
als Widerstandsdraht ausgebildet, der einen Teil der Erregerwicklung bildet. Der Vorwiderstand
trägt auf diese Weise zu der Amperewindungszahl der Erregerspule bei. Dadurch kann
die Größe der eigentlichen Erregerspule reduziert werden bzw. bei gleichbleibender
Größe der Haltestrom und die Halteleistung reduziert werden. Ferner ergibt sich durch
die Maßnahme eine geringere Erwärmung des Magnetventils während der Haltephase.
[0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 ein Schaltbild einer elektronischen Steuerung des erfindungsgemäßen Magnetventils;
und
Figur 2 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Magnetventils, das bei diesem Beispiel
ein Sitzventil ist.
[0015] Die in Figur 1 gezeigte elektronische Steuerung des Magnetventils besteht im wesentlichen
aus einem Vollweg-Gleichrichter G1, einer Spannungsbegrenzerschaltung mit einem Widerstand
R1 und einer Zenerdiode D1, einem Zeitglied aus einem Widerstand R2 und einem Kondensator
C2, einem Stromverstärkungselement T1, das als Darlington-Transistor ausgebildet ist,
einem elektronischen Schalter, der aus zwei Transistoren T2, T3 in Darlington-Schaltung
ausgebildet ist, und einem Vorwiderstand RV. Die Betriebsspannung wird über die Wechselstromanschlüsse
des Vollweg-Gleichrichters über Leitungen 1 und 2 zugeführt. Der positive Anschluß
des Vollweg-Gleichrichters G1 ist über eine Leitung 3 an einem Anschluß der Erregerspule
AE geführt, während der andere Anschluß der Erregerspule mit den miteinander verbundenen
Kollektoren der Transistoren T2, T3 verbunden ist. Der Emitter des Transtors T2 ist
über eine Leitung 4 mit dem negativen Anschluß des Vollweg-Gleichrichters G1 verbunden.
Die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors T2 ist durch einen Vorwiderstand RV
überbrückt. Die Erregerspule AE liegt also in Reihe mit dem Transistor T2 und dem
dazu parallelgeschalteten Vorwiderstand R4. Die Basis des Transistors T3 ist über
einen Widerstand R4 mit der positiven Leitung 3 verbunden. Ferner ist mit der Basis
des Transistors T3 der gemeinsame Kollektor des Darlington-Transistors T1 verbunden,
dessen. Emitter mit der negativen Leitung 4 verbunden ist. Die Basis des Darlington-Transistors
T1 ist über einen Widerstand R3 mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand R2
und dem Kondensator C2 verbunden.
[0016] Die Arbeitsweise der beschriebenen elektronischen Steuerung für das er
findungs- gemäße Magnetventil ist folgende: Zur Betätigung des Magnetventils wird an
die Leitungen 1, 2 eine Betriebsspannung angelegt, bei der es sich um Wechselspannung
oder Gleichspannung mit beliebiger Polung handeln kann. Diese Spannung gelangt über
den Vollweg-Gleichrichter G1 und die Leitungen 3, 4 zu der Reihenschaltung aus der
Erregerspule AE und dem Transistor T2 mit dem dazu parallelgeschalteten Vorwiderstand
RV. Über den Widerstand R4 erhält die Basis des Transistors T3 eine positive Spannung,
der Transistor T3 wird leitend und treibt den Transistor T2 ebenfalls in seinen leitenden
Zustand. An der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors T2 fällt somit nur eine
geringe Spannung von einigen Zehntel Volt ab, so daß die Eregerspule AE praktisch
mit der vollen Betriebsspannung beaufschlagt wird. Gleichzeitig beginnt die Aufladung
des Kondensators C2 über den Widerstand R2 auf eine Spannung, die durch die Zenerdiode
D1 festgelegt wird. Diese Spannung wird durch einen Kondensator C1, der zu der Zenerdiode
D1 parallelgeschaltet ist, geglättet. Die Spannung des Kondensators C2 gelangt über
den Widerstand R3 zur Basis des Darlington-Transistors T1. Sobald diese Spannung einen
bestimmten Wert erreicht, nämlich die Basis-Emitter-Spannung des Darlington-Transistors
T1, wird dieser leitend. Dadurch erniedrigt sich die positive Spannung an der Basis
des Transistors T3. Bei weiterer Zunahme der Spannung des Kondensators C2 wird der
Darlington-Transistor T1 durchgeschaltet, und die Spannung an der Basis des Transistors
C3 sinkt so weit ab, daß der Transistor T3 gesperrt wird, wodurch auch der Transistor
T2 in seinen nichtleitenden Zustand gesteuert wird. Dadurch wird der Vorwiderstand
RV zur Begrenzung des in der Erregerwicklung AE fließenden Stromes voll wirksam. Zur
Beeinflussung des Schaltverhaltens des Darlington-Transistors T1 ist ein Kondensator
C3 vorgesehen, der die Kollektor-Basis-Strecke überbrückt. Ferner ist parallel zu
der Erregerwicklung eine Reihenschaltung aus einer Freilaufdiode D2 und einer Zenerdiode
D3 vorgesehen, wobei die Dioden entgegengesetzt gepolt sind. Diese Dioden dienen zur
Reduzierung der Abschaltsspannungsspitzen. Die Diode D2 sperrt den Stromlauf beim
Abschaltvorgang bei einer Sperrspannung von etwa 0,8 Volt, wodurch sich eine Verlangsamung
des Abschaltvorganges des Magnetsystems ergibt. Durch die Zenerdiode D3 wird diese
relativ niedrige Sperrspannung von 0,8 auf beispielsweise 30 Volt angehoben, wodurch
die Abfallverzögerung des Magnetsystems reduziert wird. Die Zenerdiode D3 kann auch
entfallen, sie ist jedoch besonders beim Betrieb an relätiv hohen Versorgungsspannungen
zweckmäßig.
[0017] Zum Schutz des Magnetventils gegen überhöhte Temperaturen sind derner in die Leitung
2 zwei Thermoschalter Th1 und Th2 geschaltet, die den Stromkreis beim Erreichen einer
definierten Temperatur unterbrechen.
[0018] Durch die Verwendung eines Stromverstärkungselements in Form eines Darlington-Transistors
wird der von dem Zeitglied aufzubringende Steuerstrom auf einen sehr niedrigen Wert
reduziert. Daher kann der Widerstand R2 relativ groß, der Kondensator C2 hingegen
relativ klein gewählt werden. Dadurch wird eine platzsparende Bauweise ermöglicht,
die den Einbau der elektronischen Steuerschaltung in einen Hohlraum des Magnetventils
ermöglicht. Wegen der Spannungsbegrenzung durch die Zenerdiode D1 auf beispielsweise
6,8 Volt kann der Kondensator C2 ferner für niedrige Spannungen ausgelegt und dadurch
weiter verkleinert werden. Wegen der Spannungsbegrenzung kann ferner für den Darlington-Transistor
T1 eine relativ kostengünstige Ausführung gewählt werden, da eine niedrige Sperrspannung
ausreicht.
[0019] Durch Bemessung des Verhältnisses zwischen dem Widerstand der Erregerspule AE und
dem Wert des Vorwiderstandes RV kann das Verhältnis vom Anzugstrom zu Haltestrom bzw.
Anzugleistung zu Halteleistung bestimmt werden.
[0020] Das in Figur 2 gezeigte Magnetventil enthält einen Ventilkörper 5 und einen Elektromagneten
6 zur Betätigung des Ventils über einen Tauchanker 7, der über eine Stange 8 mit der
Ventilplatte 9 des Magnetventils verbunden ist. Der Elektromagnet 6 enthält eine zylindrische
Erregerspule 10, in die der Anker 7 eintauchen kann. Der Anker 7 wird durch eine Rückstellfeder
11 in seine Ruhestellung gedrückt.
[0021] Die Wicklung der Erregerspule besteht aus zwei Teilen, einem ersten Teil 10a und
einem Zweiten Teil 10b. Der erste Teil 10a ist die eigentliche Wirklung, die beispielsweise
aus lackisoliertem Kupferdraht besteht. Der zweite Teil 10b wird durch den Vorwiderstand
RV gebildet, der zu diesem Zweck als Widerstandsdraht ausgeführt ist. Der Vorwiderstand
RV trägt auf diese Weise zu der Amperewindungszahl bei. Daher kann bei vorgegebenem
Volumen des Elektromagneten der Haltestrom reduziert werden. Dies ist besonders vorteilhaft,
wenn das Magnetventil mit Gleichstrom betrieben wird. Zum Abfallen des Ankers muß
eine Remanenzkraft überwunden werden, was durch die Rückstellfeder 11 bewirkt wird.
Die Rückstellfeder muß bei Gleichstromsystemen stärker gewählt werden als bei Wechselstromsystemen,
so daß eine erhöhte Halteleistung erforderlich ist. Aus diesem Grunde wirkt sich das
Aufwickeln des Vorwiderstandes als Widerstandsdraht auf die Erregerwicklung besonders
positiv bei Gleichstrom-Magnetventilen aus.
[0022] Die elektronische Steuerung des erfindungsgemäßen Gleichstromventils kann äußerst
raumsparend audgebaut werden. Sie läßt sich beispielsweise in einem Hohlraum 12 des
Magnetventils unterbringen und mit Vergußmasse, beispielsweise Epoxydharz, vergießen.
[0023] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Übererregung der Magnetspule läßt sich nicht
nur bei Sitzventilen der in Fig. 2 dargestellten Art, sondern auch bei anderen, insbesondere
auch bei Klappanker-Ventilen mit Vorteil anwenden.
1. Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung, die ein Steuersignal erzeugt,
durch welches der Erregungsspule in der Anzugphase über einen geschlossenen Transistorschalter
(T2, T3) eine erhöhter Erregungsstrom und in der Haltephase über einen zu dem Schalter
parallelgeschalteten Vorwiderstand (RV) bei geöffnetem Transistorschalter eine gegenüber
dem Erregungsstrom erniedrigter Haltestrom von einer Spannungsversorgung zugeführt
wird, und mit einem einen Widerstand (R2) und einen Kondensator (C2) enthaltenden,
der Steuerelektrode des Transistorschalters vorgeschalteten Zeitglied, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zu den die Betriebsspannung der Erregerspule zuführenden Leitungen (3,
4) ein Spannungsteiler (R1, D1) geschaltet ist, an dessen Abgriff beim Anlegen der
Steuerschaltung an die Spannungsversorgung das genannte Steuersignal abgenommen wird.
2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronischen Steuerschaltung
eine Vollweg-Gleichrichter (G1) vorgeschaltet ist, dessen Wechselspannungsanschlüsse
mit der Betriebsspannungsquelle verbunden sind und dessen Gleichspannungsanschlüsse
mit den Leitungen (3, 4) verbunden sind.
3. Magnetventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das Zeitglied
(R2, C2) und die Steuerelektrode des Transistorschalters (T2, T3) eine Stromverstärkungselement
(T1) geschaltet ist.
4. Magnetventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromverstärkungselement
(T1) als Transistor ausgebildet ist, dessen Basis mit dem Verbindungspunkt zwischen
Kondensator (C2) und Widerstand (R2), dessen Kollektor mit einem Steueranschluß des
Schalters (T2, T3) und dessen Emitter mit einem gemeinsamen Schaltungsnullpunkt verbunden
ist.
5. Magnetventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Transitor (T1) als
Darlington-Transistor ausgebildet ist.
6. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spannungsteiler (R1, D1) ein Spannungsbegrenzerelement (D1) aufweist.
7. Magnetventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Spannungsbegrenzerelement
(D1) eine Siebeinrichtung (C1) zur Glättung der begrenzten Spannung zugeordnet ist.
8. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorwiderstand (RV) als Widerstandsdraht ausgebildet ist, der einen Teil der Erregerspule
(AE) bildet.
9. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zu der Erregerspule (AE) eine Reihenschaltung aus einer Freilaufdiode (D1) und einer
dazu entgegengesetzt gepolten Zenerdiode (D3) parallelgeschaltet ist.
10. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schalter aus zwei Transistoren (T1, T3) gebildet ist, die in Darlington-Schaltung
miteinander verbunden sind.
1. Soupape magnétique comportant un circuit de commande électronique engendrant un
signal de commande par lequel la bobine de sollicitation reçoit, à partir d'une alimentation
en tension dans la phase de fermeture, un courant de sollicitation intensifié par
l'intermédiaire d'un commutateur (T2, T3) transistorisé fermé et, dans la phase de
maintien, un courant de maintien diminué par rapport au courant de sollicitation,
par l'intermédiaire d'une résistance série (RV) montée en parallèle du commutateur
qui est alors ouvert, et comportant une cellule de temporisation montée en amont de
l'électrode de commande du commutateur transistorisé et comprenant une résistance
(R2) et un condensateur (C2), caractérisé en ce qu'un diviseur de tension (R1, D1)
est monté en parallèle des lignes (3, 4) fournissant la tension d'alimentation à la
bobine de sollicitation, diviseur de tension dont la prise fournit ledit signal de
commande lorsque l'alimentation en tension est connectée au circuit de commande.
2. Soupape magnétique suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le circuit
de commande électronique est précédé d'un redresseur à double voie (G1) dont les bornes
a tension alternative sont reliées à la source d'alimentation en tension et dont les
bornes à tension continue sont reliées aux lignes (3, 4).
3. Soupape magnétique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un élément
amplificateur de courant (T1) est monté entre la cellule de temporisation (R2, C2)
et l'électrode de commande du commutateur transistorisé (T2, T3).
4. Soupape magnétique selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément amplificateur
de courant (T1) est formé en tant que transistor dont la base est reliée à la jonction
entre le condensateur (C2) et la résistance (R2), dont le collecteur est relié à la
borne de commande du commutateur (T2, T3), et dont l'émetteur est relié à la masse
commune du circuit.
5. Soupape magnétique selon la revendication 4, caractérisée en ce que le transistor
(T1 ) est formé en tant que transistor Darlington.
6. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que le diviseur de tension (R1, D1 ) présente un élément limiteur de tension
(D1).
7. Soupape magnétique selon la revendication 6, caractérisée en ce que des moyens
de filtrage (C1) sont associés à l'élément limiteur de tension (D1) pour filtrer la
tension ainsi limitée.
8. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée
en ce que la résistance de série (RV) est formée en tant que fil à résistivité constituant
une partie de la bobine d'excitation (AE).
9. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce qu'un circuit de série composé d'une diode de protection (D2) et d'une diode
Zener (D3) à polarisation opposée est monté en parallèle de la bobine d'excitation
(AE).
10. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que le commutateur est formé de deux transistors (T1, T3) interconnectés en
montage Darlington.
1. Magnetic valve comprising an electronic control circuit generating a control signal
causing the excitation coil to be supplied with an increased excitation current from
a voltage supply through a closed transistor switch in the excitation phase and, in
the maintenance phase, a maintenance current reduced with respect to said excitation
current through a series resistor (RV) mounted in parallel to the open transistor
switch, and comprising a timing unit having a resistor (R2) and a capacitor (C2) and
preceding said transistor switch, characterized in that a voltage divider (R1, D1)
is mounted in parallel across the lines (3, 4) feeding the supply voltage to the excitation
coil, the tap of the voltage divider providing said control signal when the control
circuit is connected to the voltage supply.
2. Magnetic valve in accordance with Claim 1, characterized in that the electronic
control circuit is preceded by a full-wave rectifier (G1) the alternating voltage
terminals of which are connected to the supply voltage source and the direct voltage
terminals of which are connected to the lines (3, 4).
3. Magnetic valve in accordance with Claims 1 or 2, characterized in that a current
amplifier member (T1) is connected between the timing unit (R2, C2) and the control
electrode of the transistor switch (T2, T3).
4. Magnetic valve in accordance with Claim 3, characterized in that the current amplifier
member (T1) is formed as a transistor the base of which is connected to the junction
between the capacitor (C2) and the resistor (R2), the collector of which is connected
to the control terminal of the switch (T2, T3) and the emitter of which is connected
to the common ground terminal.
5. Magnetic valve in accordance with Claim 4, characterized in that the transistor
(T1) is formed as a Darlington transistor.
6. Magnetic valve in accordance with any of the preceeding claims, characterized in
that the voltage divider (R1, D1) comprises a voltage limiter member (D1).
7. Magnetic valve in accordance with Claim 6, characterized in that filtering means
(C1) for smoothing the limited voltage are associated with the voltage limiter member
(D1).
8. Magnetic valve in accordance with any of the preceeding claims, characterized in
that the series resistor (RV) is formed as a resistive wire forming part of the excitation
coil (AE).
9. Magnetic valve in accordance with any of the preceeding claims, characterized in
that a series circuit of a protective diode (D2) and a Zener diode (D3) of opposed
polarity are connected in parallel to the excitation coil (AE).
10. Magnetic valve in accordance with any of the preceeding claims, characterized
in that the switch is formed for two transistors (T1, T3) connected as a Darlington
circuit.

