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(11) |
EP 0 006 843 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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23.09.1987 Patentblatt 1987/39 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.1983 Patentblatt 1983/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.07.1978 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: H01H 47/04 |
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Magnetventil mit elektronischer Steuerung
Electronically controlled magnetic valve
Valve électromagnétique avec commande électronique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.01.1980 Patentblatt 1980/02 |
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Anmelder: Bürkert GmbH |
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D-7118 Ingelfingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Dettmann, Heinrich, Dipl. Ing.
D-7119 Niedernhall (DE)
- Pfeiffer, Wolfgang
D-7118 Künzelsau-Garnberg (DE)
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Vertreter: Bunke, Holger, Dr.rer.nat. Dipl.-Chem. et al |
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Prinz & Partner
Manzingerweg 7 81241 München 81241 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung, die ein
Steuersignal erzeugt, durch welches aus einer Stromversorgungsquelle der Erregungsspule
in der Anzugsphase über einen geschlossenen Transistorschalter ein erhöhter Erregungsstrom
und in der Haltephase über einen zu dem dann geöffneten Transistorschalter parallelgeschalteten
Vorwiderstand ein gegenüber dem Erregungsstrom erniedrigter Haltestrom zugeführt wird,
und mit einem einen Widerstand und einen Kondensator enthaltenden, der Steuerelektrode
des Transistorschalters vorgeschalteten Zeitglied.
[0002] Derartige Magnetventile mit elektronischer Steuerung sind aus der US-PS 3 852 646
bekannt. Bei diesen Magnetventilen wird zur Steigerung der Anzugkraft kurzzeitig ein
erhöhter Strom durch die Erregerspule geleitet. Zur Überwindung der Massenträgheit
der bewegten Teile des Magnetventils und der Federkraft der normalerweise vorgesehenen
Rückstellfeder ist eine wesentlich höhere Energie erforderlich als zumn Halten des
Wentils in seinem eingeschalteten Zustand. Der Strombedarf zum schnellen und sicheren
Anziehen des Magnetventils wird weiter dadurch erhöht, daß in der Ruhestellung des
Ankers die Induktion der Erregerspule wesentlich geringer ist als in seiner Arbeitsstellung.
Durch die kurzzeitige Steigerung des durch die Erregerspule geleiteten Stromes kann
also der Haltestrom wesentlich niedriger gewählt werden, so daß die Erwärmung des
Magnetventils auch bei langer Einschaltdauer unter der zuslässigen Höchstgrenze gehalten
werden kann, die häufig bei etwa 80° C liegt. Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme
besteht darin, daß durch die damit erreichte Anzugkrafterhöhung auch das Schaltverhalten
der Magnetventile verbessert wird. Insbesondere können kürzere Schaltzeiten erreicht
werden.
[0003] Bei dem Magnetventil nach der erwähnten US-PS 3 852 646 wird der Vorwiderstand während
der Anzugphase durch einen Transistorschalter überbrückt. Der Transistorschalter wird
über ein zeitverzögerndes Widerstands-Kondensator-Glied angesteuert, das für die Dauer
seiner Zeitkonstante ein Ansteuersignal an die Steuerelektrode des Transistorschalters
liefert, so daß dieser während der durch das Zeitglied bestimmten Zeitspanne durchschaltet
und den Vorwiderstand überbrückt. Das Zeitglied selbst wird über einen Schalttransistor
mit einem negativen oder über einen weiteren Schalttransistor mit einem positiven
Ansteuersignal beaufschlagt. Für den Betrieb dieser bekannten Anordnung ist somit
neben einer ständig angelegten Stromversorgungsspannung eine zusätzliche positive
oder negative Ansteuerspannung erforderlich, und um die Betriebsspannung und das Ansteuersignal
zuführen zu können ist eine mindestens dreiadrige Leitung erforderlich. Dadurch wird
der Materialaufwand beträchtlich erhöht.
[0004] Ferner sind Magnetventile mit elektronischer Steuerung zur Steigerung der Anzugleistung
bekannt, bei denen ein steuerbarer Gleichrichter in Reihe mit der Erregerspule liegt.
Durch eine Phasenanschnittsteuerung wird der Zündzeitpunkt des steuerbaren Gleichrichters
derart verändert, daß während der Anzugphase die Zündung früher und während der Haltephase
später erfolgt. Diese Lösung, die beispielsweise aus der DE-OS 25 11 564 oder der
DE-OS 20 23 108 bekannt ist, weist den Mangel auf, daß als Betriebsspannung eine Wechselspannung
oder pulsierende Gleichspannung oder aber ein zusätzlicher Taktgenerator erforderlich
ist.
[0005] Aus dem Standardschaltungsbuch "Schaltungen mit Halbleiterbauelementen", Bd. 2, 5.
Auflage, 1965, Seiten 107 bis 109 ist eine Verzögerungsschaltung zum Ansteuern eines
Relais bekannt, die ein Zeitglied aufweist, welches aus einer Reihenschaltung von
Widerstand und Kondensator besteht, die zwischen zwei Betriebsspannungsleitungen geschaltet
ist, welche eine stabilisierte Spannung führen, die durch einen Längswiderstand in
der einen Betriebsspannungsleitung und eine parallel geschaltete Zenerdiodenanordnung
gewonnen wird. Durch diese bekannte Schaltungsanordnung soll ein verzögertes Einschalten
eines Relais erfolgen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung
zur kurzzeitigen Steigerung der Anzugsleistung zu schaffen, das außer der Betriebsspannung
kein getrenntes Ansteuersignal benötigt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung der
eingangs beschriebenen Art gelöst, die gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet
ist, daß an die die Betriebsspannung der Erregerspule zuführenden Leitungen ein ein
Spannungsbegrenzerelement enthaltender Spannungsteiler geschaltet ist, an dessen Abgriff
beim Anlegen der Steuerschaltung die Spannungsversorgung das genannte Steuersignal
abgenommen wird, daß zwischen das Zeitglied und die Steuerelektrode des Transistorschalters
ein als Darlington-Transistor ausgebildetes Stromverstärkungselement geschaltet ist,
dessen Basis mit dem Verbindungspunkt zwischen Kondensator und Widerstand, dessen
Kollektor mit einem Steueranschluß des Schalters und dessen Emitter unmittelbar mit
dem Schaltungsnullpunkt verbunden ist.
[0008] Da bei der erfindungsgemäßen Anordnung die das Zeitglied beaufschlagende Ansteuerspannung
aus der Betriebsspannung selbst gewonnen wird, kann ein getrenntes Ansteuersignal
und somit auch eine getrennte Ansteuerleitung entfallen.
[0009] Für den Betrieb des Magnetventils an einer Wechselspannung ist gemäß einer zweckmäßigen
Ausführungsform der Erfindung der elektronischen Steuerung ein Vollweg-Gleichrichter
vorgeschaltet. Dadurch kann der Betrieb des Magnetventils nicht nur wahlweise mit
Wechselstrom oder mit Gleichstrom, sondern auch mit beliebiger Polung der Gleichspannung
erfolgen.
[0010] Dem Spannungsbegrenzerelement kann eine Glättungseinrichtung in Form eines Glättungskondensators
zugeordnet sein.
[0011] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Vorwiderstand
als Widerstandsdraht ausgebildet, der einen Teil der Erregerwicklung bildet. Der Vorwiderstand
trägt auf diese Weise zu der Amperewindungszahl der Erregerspule bei. Dadurch kann
die Größe der eigentlichen Erregerspule reduziert werden bzw. bei gleichbleibender
Größe der Haltestrom und die Halteleistung reduziert werden. Ferner ergibt sich durch
die Maßnahme eine geringere Erwärmung des Magnetventils während der Haltephase.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 ein Schaltbild einer elektronischen Steuerung des Magnetventils; und
Figur 2 einen Querschnitt eines Magnetventils, das bei diesem Beispiel ein Sitzventil
ist.
[0013] Die in Figur 1 gezeigte elektronische Steuerung des Magnetventils besteht im wesentlichen
aus einem Vollweg-Gleichrichter G1, einer Spannungsbegrenzerschaltung mit einem Widerstand
R1 und einer Zenerdiode D1, einem Zeitglied aus einem Widerstand R2 und einem Kondensator
C2, einem Stromverstärkungselement T1, das als Darlington-Transistor ausgebildet ist,
einem elektronischen Schalter, der aus zwei Transistoren T2, T3 in Darlington-Schaltung
ausgebildet ist, und einem Vorwiderstand RV. Die Betriebsspannung wird über die Wechselstromanschlüsse
des Vollweg-Gleichrichters über Leitungen 1 und 2 zugeführt. Der positive Anschluß
des Vollweg-Gleichrichters G1 ist über eine Leitung 3 an einem Anschluß der Erregerspule
AE geführt, während der andere Anschluß der Erregerspule mit den miteinander verbundenen
Kollektoren der Transistoren T2, T3 verbunden ist. Der Emitter des Transistors T2
ist über eine Leitung 4 mit dem negativen Anschluß des Vollweg-Gleichrichters G1 verbunden.
Die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors T2 ist durch einen Vorwiderstand RV
überbrückt. Die Erregerspule AE liegt also in Reihe mit dem Transistor T2 und dem
dazu parallelgeschalteten Vorwiderstand R4. Die Basis des Transistors T3 ist über
einen Widerstand R4 mit der positiven Leitung 3 verbunden. Ferner ist mit der Basis
des Transistors T3 der gemeinsame Kollektor des Darlington-Transistors T1 verbunden,
dessen. Emitter mit der negativen Leitung 4 verbunden ist. Die Basis des Darlington-Transistors
T1 ist über einen Widerstand R3 mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand R2
und dem Kondensator C2 verbunden.
[0014] Die Arbeitsweise der beschriebenen elektronischen Steuerung für das erfindungsgemäße
Magnetventil ist folgende: Zur Betätigung des Magnetventils wird an die Leitungen
1, 2 eine Betriebsspannung angelegt, bei der es sich um Wechselspannung oder Gleichspannung
mit beliebiger Polung handeln kann. Diese Spannung gelangt über den Vollweg-Gleichrichter
G1 und die Leitungen 3, 4 zu der Reihenschaltung aus der Erregerspule AE und dem Transistor
T2 mit dem dazu parallelgeschalteten Vorwiderstand RV. Über den Widerstand R4 erhält
die Basis des Transistors T3 eine positive Spannung, der Transistor T3 wird leitend
und treibt den Transistor T2 ebenfalls in seinen leitenden Zustand. An der Kollektor-Emitter-Strecke
des Transistors T2 fällt somit nur eine geringe Spannung von einigen Zehntel Volt
ab, so daß die Eregerspule AE praktisch mit der vollen Betriebsspannung beaufschlagt
wird. Gleichzeitig beginnt die Aufladung des Kondensators C2 über den Widerstand R2
auf eine Spannung, die durch die Zenerdiode D1 festgelegt wird. Diese Spannung wird
durch einen Kondensator C1, der zu der Zenerdiode D1 parallelgeschaltet ist, geglättet.
Die Spannung des Kondensators C2 gelangt über den Widerstand R3 zur Basis des Darlington-Transistors
T1. Sobald diese Spannung einen bestimmten Wert erreicht, nämlich die Basis-Emitter-Spannung
des Darlington-Transistors T1, wird dieser leitend. Dadurch erniedrigt sich die positive
Spannung an der Basis des Transistors T3. Bei waiterer Zunahme der Spannung des Kondensators
C2 wird der Darlington-Transistor T1 durchgeschaltet, und die Spannung an der Basis
des Transistors C3 sinkt so weit ab, daß der Transistor T3 gesperrt wird, wodurch
auch der Transistor T2 in seinen nichtleitenden Zustand gesteuert wird. Dadurch wird
der Vorwiderstand RV zur Begrenzung des in der Erregerwicklung AE fließenden Stromes
voll wirksam.
[0015] Zur Beeinflussung des Schaltverhaltens des Darlington-Transistors T1 ist ein Kondensator
C3 vorgesehen, der die Kollektor-Basis-Strecke überbrückt. Ferner ist parallel zu
der Erregerwicklung eine Reihenschaltung aus einer Freilaufdiode D2 und einer Zenerdiode
D3 vorgesehen, wobei die Dioden entgegengesetzt gepolt sind. Diese Dioden dienen zur
Reduzierung der Abschaltsspannungsspitzen.
[0016] Die Diode D2 sperrt den Stromlauf beim Abschaltvorgang bei einer Sperrspannung von
etwa 0,8 Volt, wodurch sich eine Verlangsamung des Abschaltvorganges des Magnetsystems
ergibt. Durch die Zenerdiode D3 wird diese relativ niedrige Sperrspannung von 0,8
auf beispielsweise 30 Volt angehoben, wodurch die Abfallverzögerung des Magnetsystems
reduziert wird. Die Zenerdiode D3 kann auch entfallen, sie ist jedoch besonders beim
Betrieb an relativ hohen Versorgungsspannungen zweckmäßig.
[0017] Zum Schutz des Magnetventils gegen überhöhte Temperaturen sind derner in die Leitung
2 zwei Thermoschalter Th1 und Th2 geschaltet, die den Stromkreis beim Erreichen einer
definierten Temperatur unterbrechen.
[0018] Durch die Verwendung eines Stromverstärkungselements in Form eines Darlington-Transistors
wird der von dem Zeitglied aufzubringende Steuerstrom auf einen sehr niedrigen Wert
reduziert. Daher kann der Widerstand R2 relativ groß, der Kondensator C2 hingegen
relativ klein gewählt werden. Dadurch wird eine platzsparende Bauweise ermöglicht,
die den Einbau der elektronischen Steuerschaltung in einen Hohlraum des Magnetventils
ermöglicht. Wegen der Spannungsbegrenzung durch die Zenerdiode D1 auf beispielsweise
6,8 Volt kann der Kondensator C2 ferner für niedrige Spannungen ausgelegt und dadurch
weiter verkleinert werden. Wegen der Spannungsbegrenzung kann ferner für den Darlington-Transistor
T1 eine relativ kostengünstige Ausführung gewählt werden, da eine niedrige Sperrspannung
ausreicht.
[0019] Durch Bemessung des Verhäitnisses zwischen dem Widerstand der Erregerspule AE und
dem Wert des Vorwiderstandes RV kann das Verhältnis vom Anzugstrom zu Haltestrom bzw.
Anzugleistung zu Halteleistung bestimmt werden.
[0020] Das in Figur 2 gezeigte Magnetventil enthält einen Ventilkörper 5 und einen Elektromagneten
6 zur Betätigung des Ventils über einen Tauchanker 7, der über eine Stange 8 mit der
Ventilplatte 9 des Magnetventils verbunden ist. Der Elektromagnet 6 enthält eine zylindrische
Erregerspule 10, in die der Anker 7 eintauchen kann. Der Anker 7 wird durch eine Rückstellfeder
11 in seine Ruhestellung gedrückt.
[0021] Die Wicklung der Erregerspule besteht aus zwei Teilen, einem ersten Teil 10a und
einem Zweiten Teil 10b. Der erste Teil 10a ist die eigentliche Wirklung, die beispielsweise
aus lackisoliertem Kupferdraht besteht. Der zweite Teil 10b wird durch den Vorwiderstend
RV gebildet, der zu diesem Zweck als Widerstandsdraht ausgeführt ist. Der Vorwiderstand
RV trägt auf diese Weise zu der Amperewindungszahl bei. Daher kenn bei vorgegebenem
Volumen des Elektromagneten der Haltestrom reduziert werden. Dies ist besonders vorteilhaft,
wenn das Magnetventil mit Gleichstrom betrieben wird. Zum Abfallen des Ankers muß
eine Remanenzkraft überwunden werden, was durch die Rückstellfeder 11 bewirkt wird.
Die Ruckstellfeder muß bei Gleichstromsystemen stärker gewählt werden als bei Wechselstromsystemen,
so daß eine erhöhte Halteleistung erforderlich ist. Aus diesem Grunde wirkt sich das
Aufwickeln des Vorwiderstandes als Widerstandsdraht auf die Erregerwicklung besonders
positiv bei Gleichstrom-Magnetventilen aus.
[0022] Die elektronische Steuerung des erfindungsgemäßen Gleichstromventils kann äußerst
raumsparend audgebaut werden. Sie läßt sich beispielsweise in einem Hohlraum 12 des
Magnetventils unterbringen und mit Vergußmasse, beispielsweise Epoxydharz, vergießen.
[0023] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Übererregung der Magnetspule läßt sich nicht
nur bei Sitzventilen der in Fig. 2 dargestellten Art, sondern auch bei anderen, insbesondere
auch bei Klappanker-Ventilen mit Vorteil anwenden.
1. Magnetventil mit elektronischer Steuerschaltung, die ein Steuersignal erzeugt,
durch welches aus einer Stromversorgungsquelle der Erregungsspule in der Anzugsphase
über einen geschlossenen Transistorschalter (T2, T3) ein erhöhter Erregungsstrom und
in der Haltephase über einen zu dem dann geöffneten Transistorschalter (T2, T3) parallelgeschalteten
Vorwiderstand (RV) ein gegenüber dem Erregungsstrom erniedrigter Haltestrom zugeführt
wird, und mit einem einen Widerstand (R2) und einen Kondensator (C2) enthaltenden,
der Steuerelektrode des Transistorschalters vorgeschalteten Zeitglied, dadurch gekennzeichnet,
daß an die die Betriebsspannung der Erregerspule zuführenden Leitungen (3, 4) ein
ein Spannungsbegrenzerelement (D1) enthaltender Spannungsteiler (R1, D1) geschaltet
ist, an dessen Abgriff beim Anlegen der Steuerschaltung an die Spannungsversorgung
das genannte Steuersignal abgenommen wird, daß zwischen das Zeitglied (R2, C2) und
die Steuerelektrode des Transistorschalters (T2, T3) ein als Darlington-Transistor
ausgebildetes Stromverstärkungselement (T1) geschaltet ist, dessen Basis mit dem Verbindungspunkt
zwischen Kondensator (C2) und Widerstand (R2), dessen Kollektor mit einem Steueranschluß
des Schalters (T2, T3) und dessen Emitter unmittelbar mit dem Schaltungsnullpunkt
verbunden ist.
2. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elektronischen Steuerschaltung
ein Vollweg-Gleichrichter (G1) vorgeschaltet ist, dessen Wechselspannungsanschlüsse
mit der Betriebsspannungsquelle verbunden sind und dessen Gleichspannungsanschlüsse
mit den die Betriebsspannung führenden Leitungen (3, 4) verbunden sind.
3. Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Spannungsbegrenzerelement
(D1) eine Siebeinrichtung (C1) zur Glättung der begrenzten Spannung zugeordnet ist.
4. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorwiderstand (RV) als Widerstandsdraht ausgebildet ist, der einen Teil der Erregerspule
(AE) bildet.
5. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zu der Erregerspule (AE) eine Reihenschaltung aus einer Freilaufdiode (D1) und einer
dazu entgegengesetzt gepolten Zenerdiode (D3) parallelgeschaltet ist.
6. Magnetventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schalter aus zwei Transistoren (T1, T3) gebildet ist, die in Darlington-Schaltung
miteinander verbunden sind.
1. Magnetic valve comprising an electronic control circuit generating a control signal
by which the excitation coil is supplied from a current supply source with an increased
excitation current through a closed transistor switch (T2, T3) in the excitation phase
and, in the maintenance phase, with a maintenance current reduced with respect to
said excitation current through a series resistor (RV) mounted in parallel to the
then open transistor switch (T2, T3), and comprising a timing unit having a resistor
(R2) and a capacitor (C2) and preceding said transistor switch, characterized in that
a voltage divider (R1, D1) containing a voltage limiting element (D1) is connected
to the lines (3,4) feeding the operating voltage to the excitation coil, the tap of
the voltage divider providing said control signal when the control circuit is connected
to the voltage supply, that a current amplifying element (T1) in the form of a Darlington-transistor
is connected between the timing unit (R2, C2) and the control electrode of the transistor
switch (T2, T3), the base of said amplifying element being connected to the connecting
point between the capacitor (C2) and the resistor (R2), the collector of which is
connected to a control terminal of the switch (T2, T3) and the emitter of which is
directly connected to the zero point of the circuit.
2. Magnetic valve in accordance with claim 1, characterized in that the electronic
control circuit is preceded by a full-wave rectifier (G1) the alternating voltage
terminals of which are connected to the supply voltage source and the direct voltage
terminals of which are connected to the supply voltage lines (3, 4).
3. Magnetic valve according to claim 1, characterized in that the voltage limiting
element (D1) is provided with a filter device (C1) for smoothing the limited voltage.
4. Magnetic valve according to any one of the preceding claims, characterized in that
the resistor (RV) is formed as a resisting wire forming a portion of the excitation
coil (AE).
5. Magnetic valve according to any one of the preceding claims, characterized in that
a series circuit of a protective diode (D1) and a Zener diode (D3) of opposite polarity
is connected in parallel to the excitation coil (AE).
6. Magnetic valve according to any one of the preceding claims, characterized in that
the switch is formed of two transistors (T1, T3) associated with each other in a Darlington
connection.
1. Soupape magnétique comportant un circuit de commande électronique engendrant un
signal de commande par lequel à partir d'une alimentation en tension, la bobine d'excitation
reçoit dans la phase d'attraction, un courant d'excitation intensifié par l'intermédiaire
d'un commutateur transistorisé (T2, T3) fermé et, dans la phase de maintien, par l'intermédiaire
d'une résistance série (RV) montée en parallèle avec le commutateur transistorisé
(T2, T3) qui est alors ouvert, un courant de maintien diminué par rapport au courant
d'excitation, et comportant une cellule de temporisation comprenant une résistance
(R2) et un condensateur (C2), et montée en amont de l'électrode de commande du commutateur
transistorisé, caractérisée en ce que sur les lignes (3,4) fournissant la tension
d'alimentation à la bobine d'excitation, est monté un diviseur de tension (R1, D1)
comprenant un élément limiteur de tension (D1) et dont la prise fournit ledit signal
de commande lorsque l'alimentation en tension est connectée au circuit de commande,
en ce qu'entre la cellule de temporisation (R2, C2) et l'électrode de commande du
commutateur transistorisé (T2, T3), est monté un élément amplificateur de courant
(T1) réalisé sous la forme d'un transistor Darlington dont la base est reliée à la
jonction entre le condensateur (C2) et la résistance (R2), dont le collecteur est
relié à une borne de commande du commutateur (T2, T3), et dont l'émetteur est relié
directement à la masse du circuit.
2. Soupape magnétique suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le circuit
de commande électronique est précédé d'un redresseur à double voie (G1) dont les bornes
à tension alternative sont reliées à la source d'alimentation en tension et dont les
bornes à tension continue sont reliées aux lignes (3, 4) fournissant la tension d'alimentation.
3. Soupape magnétique selon la revendication 1, caractérisée en ce que des moyens
de filtrage (Cl) sont associés à l'élément limiteur de tension (D1) pour lisser la
tension ainsi limitée.
4. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que la résistance série (RV) est formée en tant que fil résistif constituant
une partie de la bobine d'excitation (AE).
5. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce qu'un circuit constitué d'une diode de roue libre (D2) en série avec une diode
Zener (D3) de polarité opposée est monté en parallèle avec la bobine d'excitation
(AE).
6. Soupape magnétique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que le commutateur est formé de deux transistors (T1, T3) interconnectés en
montage Darlington.

