[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Mikrowellenofen mit einer Mikrowellen dicht
verschließbaren, mit einem Hochfrequenzoszllator verbundenen Ofenmuffel, mit einer
drehbaren, durch eine Öffnung in einer metallischen Muffelwand hindurchgeführten Welle,
z.B. eines Umluftgebläses, sowie mit einer im Bereich der Öffnung vorgesehenen Mikrowellendichtung
in Form einer mit geringem Abstand parallel zur Muffelwand angeordneten und mit der
Welle verbundenen Metallscheibe.
[0002] Es ist eine Mikrowellendichtung für einen Mikrowellenofen bekanntgeworden (DE-OS
27 i5 636), welche darin besteht, daß auf der Antriebswelle eines Umluftgebläses unmittelbar
außerhalb der Wellenöffnung in der entsprechenden Ofenwand, also außerhalb des Garraumes
eine metallische Scheibe gelagert ist, durch die verhindert werden soll, daß Mikrowellenenergie
aus dem Garraum durch die Wellenöffnung hindurch nach außen entweichen kann. In der
Praxis hat sich gezeigt, daß ein solcher einfacher Spalt zumeist nicht ausreicht,
um den Austritt von Mikrowellenenergie völlig zu unterbinden, insbesondere dann nicht,
wenn der Spalt zwischen Scheibe und Wandaußenseite entlang dem Scheibenumfang ungleich
groß ist, was meist dann der Fall ist, wenn die Muffelwandung bei Betrieb sehr stark
erhitzt wird, die Scheibe dagegen relativ kühl bleibt. Infolge der durch die starke
Erwärmung auftretenden Materialspannungen neigt das Wandblech sehr leicht zum Verbiegen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mikrowellenofen der
eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die Wirkung der Mikrowellendichtung
ohne wesentlichen konstruktiven Aufwand verbessert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß im Anschluß an die zwischen
Scheibe und Muffelwand gebildete schaltartige Mikrowellenleitung eine von der Öffnung
ausgehende, vorzugsweise ringnutartige Mikrowellentasche vorgesehen ist. Vorzugsweise
beträgt die radiale Länge der Mikrowellenleitung zwischen Scheibe und benachbarter
Muffelwand die Länge der Mikrowellentasche jeweils etwa 1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen.
Auf diese Weise wird eine aus Mikrowellenleitung und Mikrowellentasche bestehende
Mikrowellenfalle gebildet, an der Stelle, an welcher ein Austritt der Mikrowellenenergie
aus dem Muffelinnenraum erfolgen könnte, nämlich an der Wellenöffnung, in der die
Welle mit Spiel verlegt ist. Damit ergibt sich an dieser potentiellen Austrittsstelle
ein Energieminimum.
[0005] Eine konstruktiv besonders einfache Lösungsmöglichkeit ist dann gegeben, wenn die
Scheibe eine mit der Welle verbundene Nabe aufweist, in der eine im wesentlichen Achsparallele,
zu der die Öffnung aufweisenden Muffelwand hin offene, die Mikrowellentasche bildende
Ringnut vorgesehen ist. Die Mikrowellentasche ist dabei in einem auch bei Lüfterrädern
für ausschließlich konventionellen Heizbetrieb ohnehin vorhandenen Teil des Lüfterrades,
nämlich in der Radnabe raumsparend untergebracht.
[0006] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Scheibe und Nabe an dem in
den Muffelinnenraum hineinragenden Teil der Welle befestigt. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß insbesondere bei konventionellem oder kombiniertem Heizbetrieb sich Muffelwandung
und Scheibe gleich stark erwärmen, so daß ein einseitiges Verziehen von Scheibe oder
Wand, verbunden mit einer partiellen Vergrößerung des Spaltes praktisch nicht erfolgen
kann.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dient als Scheibe die radiale Grundplatte
eines Umluft-Gebläserades, an welcher die Lüfterschaufeln befestigt sind, deren Randnabe
die Ringnut enthält.
[0008] Eine andere oder zusätzliche Schaffung einer Mikrowellendichtung ist dadurch gegeben,
daß an dem Rotor des Außenläufer-Gebläsemotors eine zwischen letzterem und der Muffelwand
bzw. der Abdeckplatte liegende metallische Wärmetransportscheibe befestigt ist, die
mit geringem Abstand von vorzugsweise 1-2 mm vor der Muffelwand bzw. Abdeckplatte
angeordnet ist und einen mikorwellendichten Spalt mit einer radialen Länge von etwa
1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen bildet, wobei eine besonders intensive Wirkung
dann erzielt wird, wenn die Wärmetransportscheibe auf der der Muffelwand zugewandten
Oberfläche mit einem Ferritmaterial, vorzugsweise mit Ferritgummi beschichtet ist.
[0009] Eine weitere Möglichkeit der Schaffung einer zusätzlichen oder anderen Mikrowellendichtung
besteht darin, daß an der Außenfläche der die Öffnung aufweisenden Muffelwand oder
Abdeckplatte eine metallische Napfscheibe befestigt ist zur Bildung einer ringnutartigen,
nur zur Welle hin offenen Mikrowellentasche zwischen Scheibeninnenfläche und Wandaußenfläche.
[0010] Eine andere Verbesserung des erfindungsgemäßen Mikrowellenofens ist dadurch gegeben,
daß im Inneren der Muffel im Anschluß an die Öffnung ein Mikrowellen-Sperrfilter,
bestehend aus Mikrowellen-Leitschlitz und Mikrowellentasche vorgesehen ist und daß
außerhalb der Muffel eine kapazitive Mikrowellendichtung in Form einer auf der Welle
befestigten und an der Muffelwand eng benachbarten metallischen Scheibe vorgesehen
ist. Es hat sich gezeigt, daß die in Form einer sich mit der Welle drehenden Scheibe
ausgebildete kapazitive Mikrowellendichtung, die an sich allein nicht ausreicht, um
Mikrowellen am Austritt aus der Öffnung zu hindern, in Kombination mit dem innerhalb
der Muffel angeordneten Mikrowellen-Sperrfilter geeignet ist, um einen evtl. Rest
von Mikrowellen an der Ausstrahlung außerhalb des Müffelraumes wirksam zu hindern.
[0011] Eine wesentliche Verbesserung ist alternativ aber auch dadurch gegeben, durch die
Kombination der Merkmale, daß im Inneren der Muffel im Anschluß an die Öffnung ein
Mikrowellen-Sperrfilter vorgesehen ist, bestehend aus Mikrowellenschlitz und Mikrowellentasche
und daß außerhalb der Muffel im Anschluß an die Öffnung auf der Welle ein dosenförmiger,
eine Mikrowellentasche bildender, zur Öffnung hin offener Hohlkörper gelagert ist.
[0012] Dieser dosenförmige Hohlkörper bildet zusammen mit dem im Inneren der Muffel vorgesehenen
Mikrowellenschlitz eine zweite Mikrowellen-Leitstrecke mit Sperrfilterwirkung, mit
einer Gesamtlänge von 1/2 der Wellenlänge der Mikrowellen, wobei Mikrowellenschlitz
und Mikrowellentasche jeweils eine Länge von 1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen haben.
[0013] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
nachstehend erläutert.
[0014] Es zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung der Rückwand des erfindungsgemäßen Mikrowellenofens
in Schnittansicht gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Teils des erfindungsgemäßen Mikrowellenofens
in Schnittansicht,
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform eines Teils des erfindungsgemäßen Mikrowellenofens
in Schnittansicht.
[0015] In Fig. 1 ist der rückwärtige Teil eines erfindungsgemäß ausgestalteten Mikrowellenofens
dargestellt, wobei mit 1 der rohrförmige, den Muffelinnenraum 2 seitlich sowie nach
oben und unten begrenzende Muffelkörper bezeichnet ist, in den eine allgemein mit
3 bezeichnete Muffelrückwand eingesetzt bzw. eingeschweißt ist. Die mehrfach abgekröpfte
und mit einem Befestigungsflansch 4 ausgestattete Muffelrückwand 3 besitzt im Zentrum
eine Ausnehmung 5, auf die vom Muffelinnenraum her eine metallische Abdeckplatte 6
unter Zwischenlage einer elektrisch leitenden Dichtung 7 aufgesetzt und dadurch verschlossen
ist. Die Abdeckplatte 6 besitzt eine zentrale Öffnung 8, durch welche die Antriebswelle
9 des Rotors 10 eines Außenläufer-Gebläsemotors 11 mit Spiel hindurchgeführt ist.
Dabei befindet sich der elektrische Gebläsemotor 11 außerhalb der Muffel, während
an dem in den Garraum 2 hineinragenden Ende der Welle 9 ein Gebläserad 12 mittels
einer Schraube 13 oder dergleichen befestigt bzw. gelagert ist. Das Gebläserad 12
besitzt eine radiale Grundplatte 14 mit einer angeformten zentrischen Nabe 15, wobei
die Grundplatte 14 einen inneren Ringbereich 16 sowie einen von der Muffelrückwand
3 abgesetzten äußeren Ringbereich 17 aufweist. An der Peripherie der Grundplatte 14
befinden sich Lüfterschaufeln 18. Unmittelbar vor dem Gebläserad 12 ist an abgekröpften
Abschnitten 19 der Muffelrückwand 3 eine Prallplatte 20 befestigt, die im Zentrum
Luftansaugöffnungen 21 sowie in Nähe der Muffelwandungen Luftausblasöffnungen 22 besitzt.
Der strichpunktierte Kreis umschreibt eine nachstehend erläuterte Mikrowellendichtung,
durch welche verhindert wird, daß die von einem nicht dargestellten Hochfrequenzoszillator
über einen ebenfalls nicht dargestellten Wellenleiter in den Garraum 2 eingebrachte
Mikrowellenenergie durch die Öffnung 8 in der Muffelrückwand 3 hindurch nach außen
gelangen kann. Hierzu ist eine Mikrowellenleitung 23 vorgesehen, gebildet durch einen
Spalt zwischen der metallischen und über die Dichtung 7 mit dem Muffelkörper verbundenen
Abdeckplatte 6 und dem inneren Ringbereich der scheibenartigen Grundplatte 14 des
Gebläserades 12, wobei der Abstand zwischen der Abdeckplatte 6 und der inneren Scheibe
16 etwa 1-1,5 mm beträgt. In der Nabe 15 des Gebläserades 12 befindet sich eine achsparallele
Ringnut 24, die zur Öffnung 8 hin offen ist und die eine Mikrowellentasche darstellt.
Ringnut bzw. Mikrowellentasche 24 und Mikrowellenleitung 23 bilden eine Mikrowellenfalle,
wobei die Länge a von Mikrowellenleitung und die Länge b von Mikrowellentasche gleich
einem viertel der Wellenlänge der Mikrowellen ist, beim Ausführungsbeispiel jeweils
32 mm. Auf diese Weise entsteht im Bereich der Öffnung 8 ein Mikrowellenenergie-Minimum.
Beim Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand zwischen der Scheibe 16 und der Innenfläche
der Abdeckplatte 1
-1,5 mm, während die lichte Weite c der Mikrowellentasche bzw. der Ringnut 24 etwa
7 mm beträgt.
[0016] Beim Ausführungsbeispiel besitzt die Nabe einen durch die Öffnung 8 in der Abdeckplatte
6 hindurchragenden Ansatz 25. Ferner ist an der Außenseite der Abdeckplatte eine unter
anderem als Wärmesenke dienende metallische Napfscheibe 26 befestigt, derart, daß
sie mit der Abdeckplatte 6 und damit mit der Muffel in elektrisch leitender Verbindung
steht. Diese Napfscheibe 26 bildet eine ringnutartige, nur zur Welle 9 hin offene
Mikrowellentasche 27 mit der Länge a, welche zusätzlich zu der Mikrowellentasche 24
oder anstelle derselben zur Verbesserung der Mikrowellendichtung beiträgt. Durch strichpunktierte
Linienzüge ist angedeutet, daß an dem Rotor 10 des Außenläufer-Gebläsemotors 11 eine
zwischen dem Gebläsemotor und der Abdeckplatte 6 liegende metallische Wärmetransportscheibe
28 über eine Verbindungsnabe 29 befestigt sein kann, die mit geringem Abstand von
vorzugsweise 1-1,5 mm vor der Außenfläche der Napfscheibe angeordnet ist und einen
mikrowellendichten Spalt mit einer radialen Länge von 1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen
bildet. Die Dichtwirkung kann noch dadurch erhöht werden, daß die Wärmetransportscheibe
28 auf der der Muffelwand zugewandten Oberfläche mit einem Ferritmaterial 30, vorzugsweise
mit Ferritgummi beschichtet ist.
[0017] Durch das Vorhandensein der beschriebenen Mikrowellenfalle im Bereich der Öffnung
8 ist die Möglichkeit gegeben, den Lüfterraum, in welchem sich das Gebläserad 12 befindet
von dem übrigen Muffelinnenraum 2 durch eine normale, bei konventionellen Umluft-Backöfen
verwendete Prallplatte 20 mit relativ weiten Ausblasöffnungen 22 abzutrennen, ohne
daß darauf geachtet werden muß, daß bereits die Prallplatte mikrowellendicht ausgestattet
ist. Ferner kann die beschriebene Gebläseeinheit universell, also auch bei Backöfen
mit konventioneller elektrischer Beheizung bzw. Umluftbeheizung verwendet werden,
wobei die Wärmetransportscheibe 28 der Abführung der Betriebswärme des Gebläsemotors
11 und die Napfscheibe 26 als Wärmesenkelement dienen kann,
[0018] In den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 2 und 3 ist jeweils der rückwärtige
Teil eines Mikrowellenofens dargestellt, wobei mit 100 die Muffelrückwand einer nicht
weiter dargestellten, durch eine frontseitige Beschiekungsöffnung zugängliche Muffel
bezeichnet ist. Die Muffelrückwand 100 besitzt im Zentrum eine Ausnehmung 102, auf
die vom Muffelinnenraum her eine metallische Abdeckplatte 103 aufgesetzt und dadurch
verschlossen ist.
[0019] Die Abdeckplatte 103 steht in metallischem Kontakt mit der Muffelrückwand 100, z.B.
dadurch, daß die Dichtstreifen 104 mit Metallgewebe durchsetzt sind. Die Abdeckplatte
102 besitzt eine zentrale Öffnung 105, durch welche die Antriebswelle 106 eines Außenläufer-Gebläsemotors
107 mit radialem Spiel hindurchgeführt ist. Dabei befindet sich der elektrische Gebläsemotor
107 außerhalb der Muffel, während an dem in den Garraum hineinragenden Ende der Welle
106 ein Gebläserad 108 mittels einer Schraube 109 oder dergleichen befestigt bzw.
gelagert ist. Das Gebläserad 108 besitzt eine radiale Grundplatte 110 mit einer angeformten
zentrischen Nabe 111, wobei die Grundplatte 110 einen inneren Ringbereich 112 sowie
einen von der Muffelwand abgesetzten äußeren Ringbereich 113 aufweist. An der Peripherie
der Grundplatte 110 befinden sich Lüfterschaufeln 114. Unmittelbar vor dem Gebläserad
108 ist eine nicht weiter dargestellte, übliche Prallplatte befestigt, die im Zentrum
Luftansaugöffnungen sowie in Nähe der Muffelwandung Luftausblasöffnungen aufweist.
Die dargestellte Anordnung enthält Mittel, um zu verhindern, daß die von einem nicht
dargestellten Hochfrequenzoszillator über einen ebenfalls nicht dargestellten Wellenleiter
in den Garraum eingebrachte Mikrowellenenergie durch die Öffnung 105 in der Muffelrückwand
108 hindurch nach außen gelangen kann. Hierzu ist ein Mikrowellen-Sperrfilter vorgesehen,
bestehend aus einem Mikrowellen-Leitschlitz 115 zwischen Muffelrückwand 100, bzw.
Abdeckplatte 103 und dem inneren Ringbereich 112 der scheibenartigen Grundplatte 110
sowie aus einer Mikrowellentasche 116, gebildet durch eine achsparallele Ringnut in
der Nabe 111 des Gebläserades 108, die zur Öffnung 105 hin offen ist. Hierbei ist
die Länge a von Mikrowellen-Leitschlitz 115 und Mikrowellentasche 116 = einer 1/4
Wellenlänge der Mikrowellen, also insgesamt einer 1/2 Wellenlänge, wobei sich die
Öffnung 105 an der Stelle innerhalb des Mikrowellen-Sperrfilters befindet, an der
die sich durch Reflexion in der Mikrowellentasche ausbildende stehende Welle ein Energie-Minimum
(Strom-Nulldurchgang) aufweist. olm übrigen ist bei beiden Ausführungsbeispielen auf
die Außenseite der Abdeckplatte 103 eine tellerförmige Schutzplatte 117 aufgesetzt,
die mit der Abdeckplatte 103 oder mit der Muffelrückwand 100 in metallischer Kontaktberührung
steht.
[0020] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist an der Außenseite der Muffelrückwand 100,
bzw. der Abdeckplatte 103, eine kapazitive Mikrowellendichtung vorgesehen, in Form
einer auf der Welle 106 befestigten und der Abdeckplatte 103 eng benachbarten metallischen
Scheibe 118, die eine radiale Länge a und einem i/4 der Wellenlänge der Mikrowellen
aufweist. Vorzugsweise besitzt die Scheibe 118 von der Abdeckplatte 103 einen lichten
Abstand von 1,5 mm.
[0021] Zum Unterschied zum Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist beim Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3 anstelle der Scheibe 118 ein dosenförmiger Hohlkörper 119 fest gelagert,
der zur Öffnung 105 hin an der Stelle 120 offen ist. Der Hohlkörper 119 besitzt eine
radiale lichte Länge a von einem 1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen und stellt eine
zusätzliche Mikrowellentasche dar, die zusammen mit dem Mikrowellenleitschlitz 115
einen Mikrowellen-Sperrfilter bildet. Der metallische Hohlkörper 119 kann so eng benachbart
an der Abdeckplatte 103 angeordnet sein, daß sich zusätzlich noch eine kapazitive
Mikrowellendichtung ähnlich Figur 2 ergibt.
1. Mikrowellenofen mit einer Mikrowellen dicht verschließbaren, mit einem Hochfrequenzoszillator
verbundenen Ofenmuffel, mit einer drehbaren, durch eine Öffnung in einer metallischen
Muffelwand hindurchgeführten Welle, z.Bo eines Umluftgebläses, sowie mit einer im Bereich der Öffnung vorgesehenen Mikrowellendichtung
in Form einer mit geringem Abstand parallel zur Muffelwand angeordneten und mit der
Welle verbundenen metallischen Scheibe, dadurch gekennzeichnet , daß im Anschluß an
die zwischen Scheibe (Grundplatte 14) und Muffelwand (Abdeckplatte 6) gebildete spaltartige
Mikrowellenleitung (23) eine von der Öffnung (8) ausgehende, vorzugsweise ringnutartige
Mikrowellentasche (24; 27) vorgesehen ist.
2. Mikrowellenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (Grundplatte
14) eine mit der Welle (9) verbundene Nabe (15) aufweist, in der eine im wesentlichen
achsparallele, zu der die Öffnung (8) aufweisenden Muffelwand hin offene, die Mikrowellentasche
bildende Ringnut (24) vorgesehen ist.
3. Mikrowellenofen nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale
Länge (a) der Mikrowellenleitung (23) zwischen Scheibe und benachbarter metallischer
Muffelwand und die Länge (b) der Mikrowellentasche (24) jeweils etwa 1/4 der Wellenlänge
der Mikrowellen beträgt. '
4. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Scheibe (Grundplatte 14) und Muffelwand (Abdeckplatte
6) 1-2 mm und die lichte Weite (c) der Mikrowellentasche bzw. der Ringnut (24) etwa
7 mm beträgt.
5. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß Scheibe (Grundplatte 14) und Nabe (15) an dem in den Muffelinnenraum
(2) hineinragenden Teil der Welle (9) befestigt sind.
6. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nabe (15) einen durch die Öffnung (8) in der Muffelwand (Abdeckplatte
6) hindurchragenden Ansatz (25) aufweist.
7. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als Scheibe die radiale Grundplatte (14) eines Umluft-Gebläserades
(12) dient, an welcher die Lüfterschaufeln (18) befesitgt sind, deren Ringnabe die
Ringnut (24) enthält.
8. Mikrowellenofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (14)
einen inneren, die Scheibe bildenden Ringbereich (16) und einen vom inneren Ringbereich
von der Muffelwand weg abgesetzten äußeren Ringbereich (17) auf weist.
9. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in der vorzugsweise hinteren, senkrechten Muffelwand eine zumindest
der Größe eines außenliegenden Gebläsemotors 11 des Umluftgebläses entsprechende Ausnehmung
(5) vorgesehen ist, die durch eine die Öffnung (8) für die Welle (9) aufweisende metallische
Abdeckulatte (6), vorzugsweise unter Zwischenlage einer elektrisch leitenden Dichtung
(7) verschließbar ist, daß eng benachbart zur Abdeckplatte das Umluft-Gebläserad (12)
auf der Motorwelle befestigt ist, das zum Muffelinnenraum (2) hin durch eine großflächige
Luftaustrittsölinungen (22), vorzugsweise breite Luftaustrittsschlitze aufweisende
Prallplatte (20) abgedeckt ist.
10. Mikrowellenofen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rotor (10)
des Außenläufer-Gebläsemotors (11) eine zwischen letzterem und der Muffelwand bzw.
der Abdeckplatte (i4) liegende metallische Wärmetransportscheibe (28) befestigt ist,
die mit geringem Abstand von vorzugsweise i-2 mm vor der äußeren Muffelbegrenzung
angeordnet ist und einen mikrowellendichten Spalt mit einer radialen Länge von etwa
1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen bildet.
11. Mikrowellenofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetransportscheibe
(28) auf der der Muffelwand zugewandten Oberfläche mit einem Ferritmaterial (30),
vorzugsweise mit Ferritgummi beschichtet ist.
12. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Außenfläche der die Öffnung (8) aufweisenden Muffelwand
oder Abdeckplatte (14) eine metallische Napfscheibe (26) befestigt ist zur Bildung
einer ringnutartigen, nur zur Welle (9) hin offenen Mikrowellentasche (27) zwischen
Scheibeninnenfläche und Wandaußenfläche.
13. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch die Kombination der Merkmale, daß im Inneren der Muffel im Anschluß an die Öffnung
(105) ein Mikrowellen-Sperrfilter, bestehend aus Mikrowellen-Leitschlitz (115) und
Mikrowellentasche (116) vorgesehen ist und daß außerhalb der Muffel eine kapazitive
Mikrowellendichtung in Form einer auf der Welle (106) befestigten und der Muffelwand
(Abdeckplatte 103) eng benachbarten metallischen Scheibe (118) vorgesehen ist.
14. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet
durch die Kombination der Merkmale, daß im Inneren der Muffel im Anschluß an die Öffnung
(105) ein Mikrowellen-Sperrfilter vorgesehen ist, bestehend aus Mikrowellenschlitz
(115) und Mikrowellentasche (116) und daß außerhalb der Muffel im Anschluß an die
Öffnung auf der Welle (106) ein dosenförmiger, eine Mikrowellentasche bildender, zur
Öffnung hin offenen Hohlkörper (119) gelagert ist.
15. Mikrowellenofen nach Anspruch 13 und/oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheibe (118) bzw. der Hohlkörper (119) innerhalb eines Hohlraumes zwischen der Muffelwand
(Abdeckplatte 103) und einer auf die Muffelwand aufgesetzten tellerförmigen Schutzplatte
(117) angeordnet ist.
16. Mikrowellenofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das im Inneren der Muffel vorgesehene Mikrowellen-Sperrfilter
aus einem zwischen der Muffelwand (Abdeckplatte 103) und der wandparallelen Grundplatte
(110) eines Umluftgebläses (108) gebildeten Mikrowellen-Leitschlitz (115) mit einer
radialen Länge von 1/4 der Wellenlänge der Mikrowellen sowie aus einer in der Gebläsenabe
(111) achsparallel verlaufenden, die Mikrowellentasche (116) bildenden Ringnut besteht.