[0001] Die Erfindiung bezicht sich auf einen Locher mit zwei Schnittstcmpeln, mit dessen
Hilfe auf einfache Weise Mehrfach-lochungen vorgenommen werden können.
[0002] Man kennt Locher mit zwei Schnittstempeln, die zueinander einen unveranderbarcn Abstand
haben, die jedoch zum Erzcugen einer größeren Lochzahl (z. B. 4-Ring-Lochung) entwech
r nicht oder nur mit umständlichen und im Ergcbnis unsicheren Handhabungen geeignet
sind. Man hat auch schon vorgesehen, zum Zwecke der Vierfachlochung zwei Locher normalen
Typs auf einer Unterlage zu befestigen. Das ist sehr aufwendig, denn es sind praktisch
zwei vollständige Lochergeräte erforderlich, und es führt darüber hinaus nicht zum
gewünschten Ziel, da nunmehr ausschließlich die Vierfachlochung mit gleich bleibendem
Lochabstand möglich ist. Ferner gibt es Locher mit verstellbaren Meßschienen zunEinrichten
für jeweils bestimmte Lochungen. Auch das ist zum Festlegen der richtigen Lochabstände
unsicher und führt zu Fehlern
[0003] Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Locher zu schaffen, mit dem auf
einfache und sichere Weise mindestens die folgenden in der Praxis gebräuchlichen Lochbilder
erstellt werden können. Hierzu gehören:
DIN-A-4-Standardlochung mit 80-mm-Lochteilung und 11-mm-Randabstand,
DIN-A-4-Ringordnerlochung mit 3 x 80-mm-Lochteilung und 11-mm-Randabstand,
Albenlochung mit 3 x 80-mm-Lochteilung und 8-mm-Randabstand,
DIN-A-5-Standardlochung mit 80-mm-Lochteilung und 11-mm-Randabstand,
DIN-A-5-Ringbuchlochung mit 45 mm + 65 mm + 45 mm-Lochteilung und 8-mm-Randabstand,
.
Einzel-(Aufhänger)-Lochung.
[0004] Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, am Locher einen an sich bekannten
Einhängezapfen für die Durchführung von Mehrfachlochungen anzubringen. Das geschieht
erfindungsgemäß derart, daß dieser Einhängezapfen auf einem Schräganschnitt des Unterteiles
des Lochers außerhalb der Lochachse angeordnet ist und der vorgegebene Lochabstand
für die Nachlochung sich aus einem Anschlag des zu lochenden Blattes im Inneren des
Locherschlitzes und dem Einhängezapfen ergibt.
[0005] Den Randabstand der Lochungen variiert man mit Hilfe eines Anschlages im Innern des
Locherschlitzes in Verbindung mit dem Einhängezapfen. Dieser Anschlag ist Teil einer
Bodenplatte unter dem Konfetti-Behälter, die nach Bedarf ausgewechselt werden kann,
z. B. dadurch, ; daß man sie "seitenverkehrt" einsetzt. Der Abstand zwischcn Einhängeznpfen
und Anschlag entspricht dann genau dem gewünschten Lochabstand.
[0006] Werden nun an der Vorderseite des Gerätes in Höhe des . Lochschlitzes entsprechende
Markierungen angebracht, so lassen sich über die Lochung mit nur einem Schnittstempel
weitere Lochungsvarietäten verwirklichen. Diese Markierungen bilden mit dem Anschlag
im Innern des Lochschlitzcs die Anhaltspunkte für das Lochgut zur maßgerechten Lochung.
[0007] Die Erfindung sei an Hand beigefügter Skizzen noch einmal näher erläutert.
[0008] Der Locher nach Figur 1 nimmt in einem kompakten Körper (1) eine vorzugsweise exzentrisch
gelagerte und mit der Oberfläche des Körpers in einer Ebene liegende Drucktaste (2)
auf. Die hier nicht dargestellten Schnittstempel greifen durch den Locherschlitz (3),
in dem das zu lochende Blatt (4) bis zum Anschlag eingeschoben ist, bis in das Unterteil
(6), in welchem sich der hier nicht gezeigte Konfettibehälter befindet. Eine Markicrung
(7) giht Mittenanzeige und weitere Markierungen an der gleichen Unterkante (8) des
Lochcroberteiles (9) können andere Anzeigen Für Lochungen und Lochabstände sein. Der
Locherschlitz (3) hat einscitig eine Abschrägung (10), auf der ein Einhängezapfen
(11) außerhalb der Lochachse angeordnet ist.
[0009] Die mit (12) bezeichnete Taste kann verschiedene Funktionen erhalten: Sie kann als
Doppeltaste mit der Drucktaste (2) gekoppelt sein; sie kann als Blindtaste nur optisch
wirksam sein; sie kann aber auch ein Zusatzgerät in Tätigkeit setzen, z. B. einen
Markierungs-Nadellocher oder einen Stempel.
[0010] Die zentrisch angeordnete Stelle (13) kann eine Linse zum Vergrößern und Beobachten
der Mittenorientierung des Lochgutes beherbergen.
[0011] Figur 2 zeigt schematisch die Koppelung der Schnittstempel (14, 15) Ober ein Gestänge
(16), wobei der Schnittstempel (14) mit Hilfe der Drucktaste (2 aus Figur 1) betätigt
wird und der Schnittstempel (15) über das Gestänge (16) "mitläuft".
[0012] In Figur 3 wird - ebenfalls schematisch - die Funktion des Einhängezapfens (11) dargestellt.
Die Schnittstempel (14, 15) haben eine erste Lochung durchgeführt. Um eine Nachlochung
im gleichen oder bestimmten anderen Lochabstand vornehmen zu können, wird das zu lochende
Blatt mit einer der beiden Lochungen in den Einhängezapfen (18) eingehängt und so
verdreht, bis seine Kante (17) gegen den Anschlag (18) anliegt, der mit dem Boden
des Konfettikastens fest verbunden ist und mit diesem ausgewechselt werden kann. Die
Position des Einhängezar fens (11) außerhalb der Lochachse (1§) muß so gewählt und
berechnet sein, daß beim Anschlagen des.Blattes (20) an dem Anschlag (18) die erneute
Lochung (Nachlochung) mittels Lochstempel (15) genau positioniert ist.
[0013] Figur 4 zeigt einen Locher mit den Merkmalen vorliegender Erfindung im seitlichen
Schnittpunkt. In dieser Figur ist insbesondere der erwähnte Konfettikasten (5) mit
der ihn nach unten abdeckenden Bodenplatte (21) zu erkennen. Diese Bodenplatte (21)
trägt die aufwärtsgerichteten Anschläge (18), mit deren Hilfe wechselweise der Randabstand
der Lochungen auf 8 mm bzw. 11 mm festgelegt werden kann. Das geschieht zur Folge
der asymmetrisch angeorderten Stützen (22, 23).
Locher mit einer Drucktaste,durch die zwei Schnittstempel in vertikaler Richtung bewegt
werden,und mit einem Einhängezapfen für die Durchführung von Mehrfachlochungen,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Einhängezapfen sich auf einem Schräganschnitt des Unterteiles des Lochers
außerhalb der Lochachse befindet und der vorgegebene Lochabstand für die Nachlochung
sich aus einem Anschlag des zu lochenden Blattes im Innern des Lccherschlitzcs und
dem Einhängezapfen ergibt.
2. Locher nach Anspruch 1,
dedurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag für das zu lochende Blatt im Innern des Locherschlitzes über eine
auswechselbare Bodenplatte gemeinsam mit dem Randahstand der Lochungen verstellbar
ist.
3. Locher nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Vorderkante des Locherschlitzes Markierungen angebracht sind, die mit dem
im Innern des Locherschlitzes befindlichen Anschlag gemeinsam die Festlegepunkte für
das Lochgut zum Lochen über nur einen der beiden Schnittstempel dienen.