[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung für ein ringförmiges und zum Bildschirm hin
sich trompetenartig aufweitendes um den Hals einer Kathodenstrahlröhre angeordnetes
Ablenkjoch mit einem am aufweitend geöffneten Ende des Ablenkjoches angebrachten Befestigungsteil.
[0002] Die genaue Einhaltung der Lage der Ablenkebene gegenüber dem Elektronenstrahlerzeugersystem
und dem Bildschirm wird beispielsweise in einer Kathodenstrahl-Farbbildröhre nach
dem Schattenmaskenprinzip verlangt. Bei einer solchen Röhre soll einerseits die Konvergenz
der Elektronenstrahlen im Bereich der Schattenmaske erreicht werden und andererseits
sind strenge Anforderungen an den Auftreffwinkel des Elektronenstrahls auf die Schattenmaske
und den Bildschirm zu erfüllen, um sicherzustellen, daß der jeweilige Elektronenstrahl
das ihm zugehörige Farbelement trifft.
[0003] Da in der Praxis der Herstellung einer solchen Röhre und des dazugehörigen Ablenkjoches
mit Ungenauigkeiten gerechnet werden muß, die die Qualität des Bildes über das zulässige
Maß beeinträchtigen könnten, hat es sich bewährt, diese Ungenauigkeiten bis zu einem
gewissen Grade durch eine nachträgliche Einstellung der Lage des Ablenkjoches auszugleichen.
[0004] Hierzu ist die Möglichkeit einer Verschiebung des Ablenkjoches längs und um die Röhrenachse,
sowie einer Veränderung der Neigung zur Röhrenachse erwünscht.
[0005] Aus der DE-OS 24 45 577 ist eine derartig einstellbare Ablenkjochhalterung bekannt,
in der das Ablenkjoch am hinteren schmalgeöffneten Ende sich auf den Röhrenhals abstützt,
während vorne eine Kugelfläche ein Schwenken des Ablenkjoches um sein hinteres Ende
ermöglicht und vorne weitere ineinander steckende Ringe auch eine axiale Verschiebung
zulassen. Von Nachteil sind hier die zahlreichen, am vorderen Ende des Ablenkjoches
benötigten Teile, die letztlich durch ihre Vielzahl und durch die Notwendigkeit vom
Ablenkjoch her Kräfte in allen Richtungen aufnehmen zu müssen, auch relativ stabil
ausgebildet sein müssen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine einstellbare Ablenkjochhalterung anzugeben,
die mit weniger und einfacheren Mitteln die geforderte Einstellung des Ablenkjoches
ermöglicht.
[0007] Die Lösung der Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß der am aufweitend geöffneten
Ende des Ablenkjoches angebrachte Befestigungsteil mindestens aus zwei Ringen besteht,
von denen der erste Ring um das aufweitend geöffnete Ende des Ablenkjoches röhrenaxial
verschiebbar, schwenkbar und fixierbar angeordnet und an seiner dem Bildschirm zugewandten
Berührungsfläche mit dem zweiten Ring sich kegelförmig aufweitend geformt ist und
von denen der zweite Ring, zwischen dem ersten Ring und dem Röhrenkönus angeordnet
und fest mit dem Röhrenkonus verbunden ist und an seiner Berührungsfläche mit dem
ersten Ring in der Form an diesen angepasst und mit diesem verschiebbar, drehbar und
fixierbar verbunden ist.
[0008] Die Erfindung läßt sich auch besonders vorteilhaft dort einsetzen, wo bei einer automatisierten
Herstellung die Ausrichtung des Ablenkjoches auf der Kathodenstrahlröhre mittels einer
von außen direkt an das Ablenkjoch angreifenden Vorrichtung erfolgt, jedoch auch die
Möglichkeit einer manuellen Nacheinstellung gegeben seien soll.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet die kegelförmige Berührungsfläche
zwischen dem ersten und dem zweiten Ring gegenüber der Röhrenachse einen Winkel von
etwa 50-70 Grad.
[0010] Je nach Form der Auflagefläche für den ersten Ring auf dem Ablenkjoch und der Berührungsfläche
zwischen den beiden Ringen, sowie je nach Ausgestaltung der Mittel für die Befestigung
der Teile miteinander ist für die Beweglichkeit der Teile untereinander eine gewisse
Elastizität wenigstens einiger Teile erforderlich. Um die Anforderungen an diese Elastizität
gering zu halten, sieht die weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, einerseits die
Berührungsfläche zwischen den beiden Ringen als Teilkugelfläche auszubilden und andererseits
auch die Fläche des Ablenkjoches, die zur Auflage des ersten Ringes dient, so zu wölben,
daß sie eine ringförmige Teilkugelfläche bildet, die in einer durch sie gebildeten
Kugelscheibe den Mittelpunkt der zugehörigen Kugel enthält.
[0011] Weitere Einzelheiten und Ausführungsmöglichkeiten können der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen und den beigefügten Zeichnungen entnommen werden.
Fig. 1 zeigt im Teilschnitt eine erfindungsgemäße Ablenkjochhalterung
Fig. 2 dient zur Erläuterung der Geometrie einer erfindungsgemäßen Ablenkjochhalterung
Fig. 3, 4 und 5 zeigen mögliche Ausführungen von Einzelheiten der Ablenkjochhalterung
gemäß Fig. 1
Fig. 6 zeigt die Ausführung des schmalgeöffneten Ablenkjochendes als Stützteil.
[0012] Fig. 1 zeigt wie ein Ablenkjoch 4 erfindungsgemäß an seinem aufweitend geöffneten
Ende mittels eines ersten Ringes 1 und eines zweiten Ringes 2 am Röhrenkonus 3 befestigt
ist. Die beiden Ringe 1 und 2 sind bei gelockerten Verbindungsschrauben 5 in gewissem
Umfange gegeneinander beweglich, da die Löcher 1a und 2a für diese Verbindungsschrauben
5 in den Ringen 1 und 2 entsprechend Fig. 3 und 4 als Langlöcher ausgeführt sind.
Wird die Berührungsfläche zwischen den Ringen 1 und 2 als ringförmige Kegelteilfläche
ausgebildet, so muß wenigstens einer der beiden Ringe 1 und 2 jedoch ausreichend elastisch
sein, um beim Verschieben die sich ergebende Verformung ohne großen Kraftaufwand zu
vollziehen.
[0013] Um die erforderliche Verformbarkeit an dieser Stelle zu vermeiden, kann man die Berührungsfläche
zwischen den beiden Ringen 1 und 2 auch in eine Ebene senkrecht zur Röhrenachse legen.
Dies hat aber den wesentlichen Nachteil, daß ein erheblicher Teil an Formstabilität
der Ablenkjochhalterung verloren geht.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung wird daher ein Winkel gegen die Ebene senkrecht
zur Röhrenachse beibehalten, jedoch wird die Berührungsfläche zwischen den Ringen
1 und 2 derart gewölbt ausgeführt, daß sie eine ringförmige Teilkugelfläche bildet.
Fig. 2 zeigt stark schematisiert die Geometrie der Berührungsflächen der Anordnung.
Der mittlere Winkel 12 der Berührungsfläche zwischen den Ringen 1 und 2 und die dazugehörige
Kugel 10, aus der die Teilkugelfläche gebildet wird, sind dargestellt. Bei einer derartigen
Ausbildung der Ringe 1 und 2 ist bei gegenseitiger Verschiebung keine Verformung an
dieser Fläche mehr gegeben. Um auch bei Verkanten des ersten Ringes 1 gegenüber dem
Ablenkjoch 4 die Notwendigkeit einer Verformung zu verringern, hat das Ablenkjoch
an diesem Ende ebenfalls eine ringförmige Teilkugelfläche 4a, deren wesentliche Geometrie
mittels der Kugel 11 in Fig. 2 gezeigt wird.
[0015] Am Ablenkjoch 4 wird der erste Ring 1 nach erfolgter Einstellung mit den Schrauben
9 fixiert, für die im Ring 1 Langlöcher in röhrenaxialer Richtung vorgesehen sind,
um das Ablenkjoch 4 in dieser Richtung verschieben zu können.
[0016] Der zweite Ring 2 ist fest mit dem Röhrenkonus 3 verbunden. Dies kann beispielsweise
durch Kleben oder über eine, an den Röhrenkonus 3 angeformte Stufe 3a erfolgen. Um
einen festen Sitz des Ringes 2 auf der Stufe 3a zu erreichen, kann beispielsweise
der Röhrendurchmesser auf der Stufe in Richtung zum Bildschirm sich verringern. Bei
entsprechender Gestaltung des Ringes 2 wird dann eine gewisse Kraft nötig sein, um
den Ring 2 aufzubringen oder abzunehmen. Um diesen Ring 2 auch gegen Verdrehung um
die Röhrenachse zu sichern, kann beispielsweise die Stufe 3a, wie in Fig. 5 gezeigt,
eine Keilförmige in den Ring 2 ragende Nase 13 aufweisen. Die Festlegung des schmalgeöffneten
Endes des Ablenkjoches 4b auf dem Röhrenhals kann, wie in Fig. 1 gezeigt, in bereits
bekannter Weise mit elastischen Laschen 1a und einer Schelle 6 erfolgen, kann aber
auch, wenn auf eine stärkere Fixierung dieses Ablenkjochendeu 4b auf dem Röhrenhals
verzichtet werden soll, durch einfache , wie in Fig. 6 gezeigt, das Ablenkjochende
4b auf dem Röhrenhals zentrierende, über den Röhrenumfang verteilte, elastische Nasen
7b erfolgen.
1. Halterung für ein ringförmiges und zum Bildschirm hin sich trompetenartig aufweitendes
um den Hals einer Kathodenstrahlröhre angeordnetes Ablenkjoch mit einem am aufweitend
geöffneten Ende des Ablenkjoches angebrachten Befestigungsteil, dadurch gekennzeichnet,
daß dieses Befestigungsteil mindestens aus zwei Ringen besteht, von denen der erste
Ring (1) um das aufweitend geöffnete Ende des Ablenkjoches röhrenaxial verschiebbar,
schwenkbar und fixierbar angeordnet und an seiner dem Bildschirm zugewandten Berührungsfläche
mit dem zweiten Ring sich kegelförmig aufweitend geformt ist und von denen der zweite
Ring (2), zwischen dem ersten Ring (1) und dem Röhrenkonus (3) angeordnet und fest
mit dem Röhrenkonus (3) verbunden ist und an seiner Berührungsfläche mit dem ersten
Ring (1) in der Form an diesen angepasst und mit diesem verschiebbar, drehbar und
fixierbar verbunden ist.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsfläche zwischen
dem ersten Ring (1) und dem zweiten Ring (2) gegenüber der Röhrenachse einen Winkel
von etwa 50-700 Grad bildet.
3. Halterung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsfläche
zwischen dem ersten Ring (1) und dem zweiten Ring (2) derart gewölbt ist, daß sie
eine Teilkugelfläche bildet.
4. Halterung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des
Ablenkjoches (4), die zur Auflage des ersten Ringes (1) dient, so gewölbt ist, daß
sie eine ringförmige Teilkugelfläche bildet, derart, daß eine durch sie gebildete
Kugelscheibe den Mittelpunkt der zugehörigen Kugel enthält.
5. Halterung nach einem der vorigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß am schmalgeöffneten
Ende des Ablenkjoches ein dieses auf dem Röhrenhals symmetrierendes elastisches Stützteil
(7b)vorgesehen ist, welches ein Verschieben des Ablenkjoches auf dem Röhrenhals und
ein Schwenken desselben um sein schmalgeöffnetes Ende gestattet.
6. Halterung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß am schmalgeöffneten Ende
des Ablenkjoches (4)Mittel zum Fixieren dieses Endes gegen Verschieben vorgesehen
sind.