(19)
(11) EP 0 008 336 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.03.1980  Patentblatt  1980/05

(21) Anmeldenummer: 79102115.7

(22) Anmeldetag:  26.06.1979
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)3B30B 7/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH FR GB NL SE

(30) Priorität: 24.08.1978 DE 2837001

(71) Anmelder: Hoesch Aktiengesellschaft
D-44145 Dortmund (DE)

(72) Erfinder:
  • Beyrer, Karl Richard, Ing.-Grad.
    D-4150 Krefeld-Traar (DE)
  • Feldges, Werner
    D-4150 Krefeld (DE)

(74) Vertreter: Stark, Walter, Dr.-Ing. 
Moerser Strasse 140
D-47803 Krefeld
D-47803 Krefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an einer Mehretagenpresse


    (57) Bei einer Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an Ein- oder Mehretagenpressen ist eine vertikal angeordnete Tragsäule (17) vorgesehen, die um ihre Achse (18) drehbar und wenigstens in einer horizontalen Richtung beweglich ist. Die Tragsäule (17) besitzt Tragfinger (25, 26) für die Distanzelemente (4), die den einzelnen Etagen (2) zugeordnet sind. Jeder Etage (2) sind dabei zwei Tragfinger (25, 26) zugeordnet, deren gegenseitiger Abstand kleiner ist als die zugeordnete Abmessung der Distanzelemente (4) und die sich beidseits über die Tragsäule (17) hinaus erstrecken.
    Mit dieser Vorrichtung können alle übereinander angeordnete Distanzelemente (4) einer Etagenpresse (1) gleichzeitig ausgewechselt werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, die neuen Distanzelemente (4) auf die Tragfinger (25,26) der Tragsäule (17) aufzulegen und die Tragsäule (17) bis in den Bereich der Mehretagenpresse (1) zu bewegen. Die Tragsäule (17) wird so an die Mehretagenpresse (1) herangefahren, daß die leeren Tragfinger (25, 26) alle übereinander befindlichen Distanzelemente (4) der verschiedenen Etagen (2) gleichzeitig unterfassen und aufnehmen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an Ein- oder Mehretagenpressen.

    [0002] In Mehretagenpressen werden gleichzeitig mehrere Platten, z.B. Spanplatten und dergleichen, gepreßt. Damit die Platten eine gleichmäßige und vorbestimmte Wandstärke erhalten, werden zwischen den einzelnen Etagen Distanzelemente angeordnet. Die Distanzelemente können plattenförmig, leistenförmig oder dergleichen ausgebildet sein. Sie werden in der Regel auf dafür vorbestimmte Bereiche der einzelnen Etagen aufgelegt und sind auswechselbar, damit Platten unterschiedlicher Stärke mit der Mehretagenpresse hergestellt werden können.

    [0003] Das Auswechseln der Distanzelemente ist mühsam und zeitraubend, weil die Distanzelemente jeder Etage herausgenommen und durch neue ersetzt werden müssen. Dabei müssen die gegebenenfalls massiven und deshalb schweren Distanzelemente insbesondere der oberen Etagen bis in beträchtliche Höhen angehoben und in dieser Höhe ausgewechselt werden.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, das Auswechseln von Distanzelementen an Mehretagenpressen zu vereinfachen.

    [0005] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an Mehretagenpressen, die gekennzeichnet ist durch eine vertikal angeordnete, wenigstens in einer horizontalen Richtung bewegliche und um ihre Achse drehbare Tragsäule mit den einzelnen Etagen zugeordneten Tragfingern für die Distanzelemente, wobei jeder Etage zwei Tragfinger zugeordnet sind, deren gegenseitiger.Abstand kleiner ist als die zugeordnete Abmessung der Distanzelemente und die sich beidseits über die Tragsäule hinaus erstrecken.

    [0006] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können alle übereinander angeordneten Distanzelemente einer Etagenpresse gleichzeitig ausgewechselt werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, die neuen Distanzelemente auf die Tragfinger der Tragsäule aufzulegen und die Tragsäule bis in den Bereich der Mehretagenpresse zu bewegen. Die Tragsäule wird so an die Mehretagenpresse herangefahren, daß die leeren Tragfinger alle übereinander befindlichen Distanzelemente der verschiedenen Etagen gleichzeitig unterfassen und aufnehmen. Gegebenenfalls wird die Tragsäule dann ein Stück von der.Mehretagenpresse weggefahren und um 180°.gedreht, so daß die Tragfinger mit den daraufliegenden neuen Distanzelementen der Mehretagenpresse zugewandt sind. Dann wird die Tragsäule wieder an die Mehretagenpresse herangefahren, bis die Distanzelemente auf ihren zugeordneten Auflagern liegen. Nunmehr kann die Tragsäule wieder aus dem Bereich der Mehretagenpresse wegbewegt werden, und die Mehretagenpresse ist betriebsbereit.

    [0007] Zweckmäßig wird die Tragsäule mit im Bereich ihres oberen bzw. unteren Endes angeordneten Wagen in horizontaler Richtung bewegt. Die Wagen können auf Schienen laufen und mit Hubzylindern angetrieben sein. Das stellt sicher, daß die Tragsäule keine unerwünschten Eigenbewegungen ausführen kann, denn sie ist an ihren beiden Enden in den zugeordneten Wagen geführt, die gleichzeitig gleichsinnig bewegt werden.

    [0008] Um das Aufnehmen bzw. Ablegen der Distanzelemente zu erleichtern, kann der obere Wagen eine angetriebene Seilwinde aufweisen, an deren Seil die Tragsäule aufgehängt ist, wobei der untere Wagen eine vertikale Führung für die Tragsäule aufweist. Damit ist die Tragsäule auch in vertikaler Richtung, also in Richtung ihrer Längsachse beweglich und kann zur Aufnahme bzw. zum Ablegen der Distanzelemente um ein kurzes Stück angehoben bzw. abgesenkt werden. Darüber hinaus besteht aber auch die Möglichkeit, die Tragsäule insgesamt so weit abzusenken, daß die Tragfinger zum Auflegen anderweitig gelagerter Distanzelemente oder zum Abnehmen von aus der Presse entnommenen Distanzelementen in eine normale Arbeitshöhe gebracht werden können.

    [0009] Die vertikale Führung der unteren Wagen kann aus U-förmigen Profilen bestehen, in die leistenförmige vertikale Führungsfahnen der Tragsäule eingreifen. Zweckmäßig werden die Führungsfahnen der Tragsäule so angeordnet, daß sie sich orthogonal zu den Tragfingern erstrecken und diese überragen.

    [0010] Damit die mit der Seilwinde abgelassene Tragsäule nach dem Anheben bis in den Bereich des oberen Wagens relativ zu diesem wieder eine definierte Position einnimmt, ist es zweckmäßig, wenn der obere Wagen eine Zentrierhülse für einenam oberen Ende der Tragsäule angeordneten Zentrierzapfen aufweist. Insbesondere kann der Zentrierzapfen ein teilweise verjüngter Endabschnitt der Tragsäule sein.

    [0011] Am oberen Wagen kann auch ein Drehantrieb für die Tragsäule angeordnet sein, die ein mit einem Ritzel des Drehantriebes in Eingriff bringbares Zahnrad aufweist. Um nichtsdestoweniger die Führung der Tragsäule am unteren Wagen zu erhalten, wird dazu am unteren Ende der Tragsäule eine gegenüber dieser drehbare Büchse mit gesonderten Führungsfahnen angeordnet, so daß die am oberen Wagen mit der Seilwinde gehaltene und am unteren Wagen geführte Tragsäule mit dem Drehantrieb um ihre Längsachse verdreht werden kann.

    [0012] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfinger, ausgehend von einer Mittellängsebene der Tragsäule, sich schräg nach unten erstrecken oder an den vorderen Enden abgeschrägt sind. Dann kann nämlich das Aufbringen der Distanzelemente auch durch horizontale und anschließend vertikale Bewegung erfolgen, wobei auf der Ablagefläche liegende Schmutzteile abgeschoben werden. Da die Distanzelemente wenigstens teilweise unter Materialberührung über die Auflager geschoben werden, empfiehlt es sich, die Auflager mit einer Verschleißplatte zu versehen.

    [0013] Im übrigen können die Tragfinger Anschläge zur Begrenzung einer relativen Horizontalbewegung zwischen Tragfingern und Distanzelementen aufweisen.

    [0014] Schließlich kann unterhalb des unteren Wagens eine Grube mit vertikalen Führungen angeordnet sein, wobei diese Führungen den Führungen am unteren Wagen entsprechen und so angeordnet sind, daß die Tragsäule in einer von der Etagenpresse entfernten Position in die Grube absenkbar ist. Durch schrittweises Absenken können dann die den einzelnen Etagen zugeordneten Tragfinger in eine normale Arbeitshöhe gebracht werden, damit Distanzelemente von diesen Tragfingern abgenommen oder auf sie aufgelegt werden.

    [0015] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel erläutert; es zeigen:

    Fig. 1a in schematischer Darstellung eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an einer Mehrctagenpresse,

    Fig. 1b den Gegenstand nach Fig. 1a in anderer Funktionsstellung,

    Fig. 1c eine andere Ansicht des Gegenstandes nach Fig. 1a,

    Fig. 2 einen Schnitt in Richtung A - B durch den Gegenstand nach Fig. 1a,

    Fig. 3 einen Schnitt in Richtung C - D durch den Gegenstand nach Fig. 1b,

    Fig. 4a eine Teilansicht eines Tragfingers mit Distanzelement,

    Fig. 4b eine andere Funktionsstellung des Gegenstandes nach Fig. 4a,

    Fig. 5 den Gegenstand nach Fig. 4a bzw. 4b in perspektivischer Darstellung.



    [0016] In Fig. 1 ist eine Mehretagenpresse 1 üblicher Bauart dargestellt, die mehrere, gegebenenfalls als Heizplatten ausgebildete Etagen 2 aufweist. Die Etagen 2 besitzen .stirnseitig vorstehende Pratzen 3 als Auflager für plattenförmige Distanzelemente 4. Die Distanzelemente 4 besitzen Zentrierstifte 5, die in zugeordnete Zentrierbohrungen 42 der Pratzen 3 eingreifen.

    [0017] Neben der Mehretagenpresse 1 befindet sich eine Vorrichtung zum Wechseln der Distanzelemente 4.

    [0018] Diese Vorrichtung besteht zunächst aus einem oberhalb der obersten Etage 2 angeordneten Traggerüst 6 für horizontale Schienen 7, auf denen mit Rollen 8 ein Wagen 9 verfahrbar ist. Wie man insbesondere aus Fig. 2 entnimmt, besteht der Wagen 9 im wesentlichen nur aus einem rahmenartigen Gerüst, an das eine Kolbenstange 10 eines Hubzylinders 11 angeschlossen ist, der seinerseits am Traggerüst 6 abgestützt ist. Durch Betätigen des Hubzylinders 11 kann der Wagen 9 in horizontaler Richtung auf die Mehretagenpresse 1 zu und von dieser wegbewegt werden.

    [0019] Auf dem Wagen 9 ist ein Motor 12 mit einem Getriebe 13 als Antrieb für eine Seilwinde 14 angeordnet. Das Ende des auf die Seilwinde 14 aufgewikkelten Seils ist am Wagen 9 oder an einem damit verbundenen Teil so befestigt, daß eine Seilschlaufe gebildet ist, in der eine Umlenkrolle 15 geführt ist, die in einem gabelförmigen Lager 16 gehalten ist. Das Lager 16 ist am Ende einer vertikalen Tragsäule 17 um die Längsachse 18 dieser Tragsäule 17 drehbar angeordnet. Die Tragsäule 17 weist an ihrem oberen, das Lager 16 tragende Ende einen konischen Abschnitt 19 auf, der als Zentrierabschnitt zum Einführen der Tragsäule in eine am Wagen 9 befestigte Zentrierbuchse 20 dient.

    [0020] Außerdem ist auf dem Wagen 9 ein weiterer Motor 21 mit vertikaler Drehachse angeordnet, dem ein Getriebe 22 zugeordnet ist, das ein Ritzel 23 aufweist, welches in der in Fig.1c dargestellten Position mit einem auf der Tragsäule 17 befestigten Zahnrad 24 kämmt. Bei Betätigung des Motors 21 wird die Tragsäule 17 um ihre Längsachse 18 verdreht.

    [0021] Die Tragsäule 17 weist über ihre Länge verteilt eine der Anzahl der Etagen 2 entsprechende Zahl von Tragfingern 25, 26 auf. Die Tragfinger 25, 26 jeder Ebene erstrecken sich parallel zueinander und weisen einen Abstand auf, der etwas geringer ist als die entsprechende Abmessung der Distanzelemente 4.

    [0022] Am unteren Ende der Tragsäule 17 sind wiederum horizontale Schienen 43 für einen darauf mit Rollen 27 verfahrbaren Wagen 28 angeordnet, der mit einem Hubzylinder 29 zusammen und gleichsinnig mit dem Wagen 9 in horizontaler Richtung verfahrbar ist.

    [0023] Das untere Ende der Tragsäule 17 geht in einen Zapfen 30 über, auf dem mit Wälzlagern 31 eine Büchse 32 drehbar gelagert ist, die zwei Führungsfahnen 33 trägt, welche sich,einander diametral gegenüberliegend,radial und vertikal erstrecken. Die Führungsfahnen 33 greifen in zugeordnete U-förmige Führungsprofile 34 an den Innenseiten des Wagen 28 ein. Dadurch ist die Tragsäule am unteren Wagen 28 zwar gegen eine Relativbewegung in horizontaler Richtung gesichert, in vertikaler Richtung jedoch frei verschieblich und außerdem gegenüber dem unteren Wagen 28 um ihre Längsachse 18 verdrehbar (Fig. 1c)..

    [0024] Wie man insbesondere aus Fig. 1 entnimmt, besitzt die Tragsäule 17 über ihre gesamte Länge gegebenenfalls unterbrochene Führungsfahnen 35, deren Anordnung und Funktion den Führungsfahnen 33 an der Buchse 32 entspricht. Infolgedessen kann die Tragsäule 17 durch Nachlassen der Seilwinde 14 bei vertikaler Führung abgesenkt werden. Das ist in Fig. 1c mit strichpunktierten Linien angedeutet. Unterhalb des unteren Wagens 28 befindet sich eine Grube 36, die hinreichend tief ist, so daß die Tragsäule 17 bis etwa in die dargestellte Position abgesenkt werden kann. Dabei hängt die Tragsäule 17 am Seil 37. An den Seitenwänden der Grube 36 befinden sich vertikale U-förmige Führungsprofile 38, in die die Führungsfahnen 33 bzw. 35 der Tragsäule 17 eingreifen, wenn der obere Wagen 9 und der untere Wagen 28 durch Betätigen der Hubzylinder 11 bzw. 29 in die äußere dargestellte Position verfahren sind, bei der die U-förmigen Führungen 34 des unteren Wagens 28 mit den U-förmigen Führungen 38 der Grube 36 fluchten (Fig. 1b, 1c).

    [0025] Die dargestellte Vorrichtung arbeitet wie folgt: In der in Fig. 1b dargestellten abgesenkten Position werden auf die Tragfinger 25, 26 der Tragsäule 17 Distanzelemente 4 aufgelegt, wobei gegebenenfalls die Tragsäule durch Betätigen des Antriebs 12 schrittweise angehoben wird. Um ein Verrutschen der Distanzelemente auf den Tragfingern 25, 26 zu verhindern, weisen die Tragfinger 25, 26 vorstehende Stifte 39 auf, die in zugeordnete Öffnungen der Distanzplatten eingreifen. Wenn sämtliche auf einer Seite der Tragsäule 17 befindliche Tragfinger 25, 26 mit Distanzelementen 4 beladen sind, wird die Tragsäule mit ihrem oberen konischen Abschnitt 19 in die Zentrierbuchse 20 am oberen Wagen 9 eingezogen, wobei gleichzeitig die Führungsfahnen 33 der drehbaren Buchse 32 am unteren Ende der Tragsäule in das U-förmige Führungsprofil 34 des Wagens 28 eingreifen (Fig. 1c).

    [0026] In der Mehretagenpresse 1 befinden sich Distanzelemente 4, die ausgewechselt werden sollen. Dazu wird die Tragsäule 17 durch Betätigen der Hubzylinder 11 bzw. 29 so weit in Richtung auf die Pratzen 3 der Mehretagenpresse 1 verfahren, bis die freien Enden der Tragfinger 25, 26 die zugeordneten, auf den Pratzen 3 aufliegenden Distanz- ; elemente 4 unterfassen. Die Tragsäule 17 wird dann durch Betätigen des Motors 12 ein kurzes Stück angehoben und durch Betätigen der Hubzylinder 11 bzw. 29 aus dem Bereich der Presse gefahren. Nunmehr kann die Tragsäule 17 durch Betätigen des Motors 21 um 180° gedreht werden, so daß die nicht mehr benötigten Distanzelemente aus dem Bereich der Mehretagenpresse herausgeschwenkt und die neuen Distanzelemente zu den zugeordneten Auflagern der Pratzen 3 geschwenkt werden. Anschließend wird die Tragsäule 17 wieder abgesenkt, so daß die neuen Distanzelemente 4 auf ihren Auflagern abgesetzt oder auf diese geschoben werden, wobei ihre Zentrierstifte 5 in die zugeordneten Zentrieröffnungen der Auflager einfassen. Die Tragsäule 17 wird dann durch Betätigen der Hubzylinder 11 bzw. 26 aus dem Bereich der Mehretagenpresse 1 weggefahren. Die Mehretagenpresse ist damit wieder betriebsbereit.

    [0027] Bei dem in den Fig. 4a, 4b und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Tragfinger 25 bzw. 26 gegenüber der Horizontalen abgeschrägt ausgeführt. Dementsprechend werden auch die Distanzelemente 4 in geneigter Lage transportiert und auf die Pratzen 3, die mit einer Verschleißauflage 40 versehen sind, aufgeschoben. Das geschieht beim dargestellten Ausführungsbeispiel ausschließlich durch horizontale Bewegung der Tragsäule 17 mit den daran angeschlossenen abgeschrägten Tragfingern 25 bzw. 26. Man erkennt, daß bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung während des Einfahrens der Tragfinger 25, 26 in den Bereich der Pratzen 3 das Distanzelement 4 zunächst einseitig auf der Verschleißauflage 40 aufliegt und von den Tragfingern 25, 26 gegebenenfalls mit einem Anschlag 41 in Richtung auf die Etage verschoben wird, wobei die Distanzplatte mit einer Kante über die Verschleißplatte 40 gleitet. Wenn das Distanzelement 4 ungefähr seine richtige Position erreicht hat, wird die Tragsäule 17 mit den Tragfingern 25, 26 wieder zurückgezogen und das Distanzelement 4 auf einer als Auflager dienenden Verschleißplatte 40 abgelegt, wobei die Zentrierstifte 5 in zugeordnete Zentrieröffnungen 42 einfassen und das Distanzelement 4 ausrichten.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Wechseln von Distanzelementen an Ein- oder Mehretagenpressen, gekennzeichnet durch eine vertikal angeordnete, wenigstens in einer horizontalen Richtung bewegliche und um ihre Achse (18) drehbare Tragsäule (17) mit den einzelnen Etagen (2) zugeordneten Tragfingern (25, 26) für die Distanzelemente (4), wobei jeder Etage (2) zwei Tragfinger (25, 26) zugeordnet sind, deren gegenseitiger Abstand kleiner ist als die zugeordnete Abmessung der Distanzelemente (4) und die sich beidseits über die Tragsäule (17) hinaus erstrecken.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Tragsäule (17) mit im Bereich ihres oberen bzw. unteren Endes angeordneten Wagen (9, 28) in horizontaler Richtung verschieblich ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagen (9, 28) auf Schienen (7, 43) laufen und mit Hubzylindern (11, 29) angetrieben sind. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Wagen (9) eine angetriebene Seilwinde (14) aufweist, an deren Seil (37) die Tragsäule (17) aufgehängt ist, und daß der untere Wagen (28) eine vertikale Führung (34) für die Tragsäule (17) aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet , daß die vertikale Führung aus U-förmigen Profilen (34) besteht, in die leistenförmige vertikale Führungsfahnen (33, 35) der Tragsäule (17) eingreifen.
     
    6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Führungsfahnen (35) sich orthogonal zu den Tragfingern (25, 26) erstrecken und diese überragen.
     
    7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet , daß der obere Wagen (9) eine Zentrierhülse (20) für einen am oberen Ende der Tragsäule (17) angeordneten Zentrierzapfen (19) aufweist.
     
    8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet , daß am oberen Wagen (9) ein Drehantrieb (21 - 24) für die Tragsäule (17) angeordnet ist, die ein mit einem Ritzel (23) des Drehantriebes in Eingriff bringbares Zahnrad (24) aufweist, und daß am unteren Ende der Tragsäule (17) eine gegenüber dieser drehbare Büchse (32) mit gesonderen Führungsfahnen (33) angeordnet ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichet, daß die Tragfinger (25, 26), ausgehend von einer Mittellängsebene der Tragsäule (17), sich schräg nach unten erstrecken oder am Vorderteil abgeschrägt sind.
     
    10. Vorrichtung nach einen oder mehreren der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfinger (25, 26) Anschläge (39, 41) zur Begrenzung einer relativen Horizontalbewegung zwischen Tragfingern (25, 26) und Distanzelementen (4) aufweisen.
     
    11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet , daß unterhalb des unteren Wagens (28) eine Grube (36) mit vertikalen Führungen (38) angeordnet ist, wobei diese Führungen (38) den Führungen (34) am unteren Wagen (28) entsprechen und so angeordnet sind, daß die Tragsäule (17) in einer von der Etagenpresse .(1) entfernten Position in die Grube (36) absenkbar ist.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht