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EP 0 009 512 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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16.04.1980 Patentblatt 1980/08 |
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Anmeldetag: 11.10.1978 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)3: B27B 33/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH FR GB LU NL SE |
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Priorität: |
29.09.1978 DE 2842514
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Anmelder: Höptner, Gerd |
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D-5630 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Höptner, Gerd
D-5630 Remscheid (DE)
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Vertreter: Peerbooms, Rudolf, Dipl.-Phys. |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Sägeblatt zum Trennen von Holz und ähnlichen Werkstoffen |
(57) Bei einem Sägeblatt für Holzsägen, welches mit trapezförmigen Sägezähnen (3) versehen
ist, deren geschärfte Schneidkanten (4) ausschließlich in Längsrichtung des Sägeblattes
auf deren schmalen Trapez-seiten angeordnet sind, ist jeder Sägezahn (3) durch eine
Lücke (5) unterbrochen, deren Öffnungsweite so gering gehalten ist, daß der messerartige
Schneid-effekt der Sägezähne (3) nicht merklich beeinträchtigt wird, deren Bauchweite
aber so groß gewählt ist, daß ein guter Raspeleffekt zur Ausräumung der Schnittfuge
erreicht wird. Hierdurch wird ein leichtgängiges, glatt schneidenes Sägeblatt (1)
erreicht.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Sägeblatt zum Trennen von Holz und ähnlichen Werkstoffen
mit trapezförmigen Sägezähnen, deren Schneidkanten in Längsrichtung des Sägeblattes
auf der schmalen außenliegenden Trapezseite angeordnet und je Sägezahn durch eine
Lücke unterbrochen sind.
[0002] Derartige, messerartige Schneidzähne aufweisende Sägeblätter sind durch das DE-GM
76 16 080 bekannt. Mit ihnen lassen sich sehr glatte Schnitte erreichen, jedoch benötigen
sie noch einen beachtlichen Kraftaufwand, da sie die Tendenz haben, sich wie ein Messer
im Holz oder in ähnlichem Schneidgut festzuklemmen.
[0003] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein Sägeblatt für Holzsägen zu schaffen, mit
welchem bei guter Leichtgängigkeit der Säge ein glatter Schnitt erreicht werden kann.
[0004] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
daß durch die spezielle Form der je Schneidkante unterbrechenden Lücke ein hoher Raspeleffekt
erzeugt wird, durch den die Schnittfuge ausgeräumt wird. Die sich vorzugsweise nach
unten hin erweiternde Lücke beläßt jedoch noch lange Schneidkanten, so daß ein glatter
Schnitt trotz dieses Raspeleffektes gewährleistet bleibt.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigt :
Fig. 1 in Seitenansicht ein erfindungsgemäßes Sägeblatt,
Fig. 2 in vergrößter Darstellung einen Sägezahn des Sägeblattes nach Fig. 1,
Fig. 3 eine abgewandelte Ausführungsform eines Sägezahnes und
Fig. 4 die Schränkung und Schärfung der Sägezähne.
[0006] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Sägeblatt 1, welches an beiden Enden Zapfenlöcher 2 zum
Einspannen in den Bügel einer Bügelsäge besitzt. Das Sägeblatt 1 ist mit trapezförmigen
Sägezähnen 3 versehen, die ausschließlich an ihrer schmalen, außenliegenden Trapezseite
Schneidkanten 4 aufweisen. Bei jedem Sägezahn ist die Schneidkante 4 durch eine Lücke
5 unterbrochen, deren Öffnungsweite etwa gleich einem Drittel der schmalen Sägezahn-Trapezseite
(Schneidkante 4) beträgt. Die Lücken sind von zwei parallelen Seitenwänden 6, 7 begrenzt,
die unten in einem kreisbogenförmigen Lückenboden 8 übergehen. Die Tiefe der Lücken
5 ist etwa gleich der halben Zahnhöhe h. Der Winkel α zwischen den Zahnflanken 9 und
der Schneidkante 4 beträgt beim dargestellten Ausführungsbeispiel 110°, was für die
meisten Anwendungsfälle optimale Ergebnisse bringt. Bei hartem, zu bearbeitendem Material
können die Flanken steiler gewählt werden bis zu einem Winkel α etwas größer nur als
90°. Bei weichem Schneidgut empfiehlt es sich, die Zahnflanken flacher zu neigen,
wobei aber ein Winkel α von 150° nicht überschritten werden soll.
[0007] Die Zähne 3 sind wechselseitig nach beiden Seiten verschränkt, wie aus Fig. 4 ersichtlich
ist. Die Zähne sind jeweils an ihrer innenliegenden Seite mit einer Schärfungswate
10 versehen.
[0008] Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform, bei welcher die Sägezähne 3 mit einer
nach unten hin sich erweiternden Lücke 11 versehen sind. Die Seitenwände 12, 13 der
Lücke 11 divergieren nach unten hin und verlaufen im übrigen klappsymmetrisch zur
Mittelebene M der Zahnlücke 11.
[0009] Die erfindungsgemäße Sägeverzahnung ist nicht nur für die Sägeblätter von Bügelsägen,
sondern auch für Kreissägen, Bandsägen und sonstige Sägen zur Bearbeitung von Holz
oder ähnlichen Werkstoffen geeignet.
[0010] Zur Erhöhung der Standfestigkeit sind die Sägezähne elektroinduktiv gehärtet.
1. Sägeblatt zum Trennen von Holz und ähnlichen Werkstoffen mit trapezförmigen Sägezähnen
(3), deren Schneidkanten (4) in Längsrichtung des Sägeblattes (1) auf der schmalen,
außenliegenden Trapezseite angeordnet und je Sägezahn durch eine Lücke (5; 11) unterbrochen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lücke (5; 11) von zwei parallelen oder zwei
nach unten hin divergierenden Seitenwänden (6, 7; 12, 13) begrenzt ist.
2. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsweite jeder
Lücke (5, 11) etwa gleich ein Drittel der schmalen Sägezahn-Trapezseite beträgt.
3. Sägeblatt nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der
Lücken (5; 11) etwa gleich der halben Zahnhöhe (h) ist.
4. Sägeblatt nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch geknnzeichnet, daß der Lückenboden
(8) kreisbogenförmig abgerundet ist.
5. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geschränkten Sägezähne
(3) jeweils an ihrer innenliegende Seite mit einer Schärfungswate (10) versehen sihd.
6. Sägeblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α) zwischen
den Zahnflanken (9) und der Schneidkante (4) zwischen 90° und 150° liegt.
7. Sägeblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne
(3) elektroinduktiv gehärtet sind.
